Nr. 154 Elftes Blatt.Dienstag öen 4. Juli 1893 Ter Oiehener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme dcS Montags. Die Gießener Mamilienö läller werden dem Anzeiger -Wöchentlich dreimal deigelegk. Gießener Anzeiger Kmerat-Mnzeiger. Bierteljähriger Avonnementsprel»: 2 Marl 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post dezoger» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckern: Schutstrahc Nr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Ttreis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den I ftOHfifTHLn* Alle Annoncen-Bureaux deS In. und Auslandes nehmen folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. | IXHV1UUCU Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlid?er Theil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 12 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Provinzialausschuß während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen. Ans den Lauf der gesetzlichen Fristen sind dieselben ohne Einfluß. Gießen, den 3. Juli 1893. Der Provinzial-Ausschuß der Provinz Oberhessen. v. Gagern, '_______________Provinzial-Director.____________________ Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 10 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Kreisausschuß während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der Lauf der gesetzlichen Fristen dadurch nicht unterbrochen. Gießen, den 3. Juli 1893. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. ____v. Gagern. ______________ Bekänntmachung, betr. Maul- und Klauenseuche zu Harbach. Nachdem seit dem Erlöschen der Maul- und Klauenseuche in der Gemarkung Harbach Seuchenfälle nicht mehr aufgetreten sind, haben wir der Großh. Bürgermeisterei Harbach die Erlaubniß zur Ausstellung von Gesundheitsscheinen für Rindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine, die von Händlern ausgesührt werden, wieder ertheilt. Insoweit die bezeichneten Thiere von anderen Personen ausgeführt werden, bedarf es der Ausstellung von Gesundheitsscheinen nicht. Gießen, den 1. Juli 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________v. Gagern.________________ Bekanntmachung, betreffend Maul und Klauenseuche zu Hausen. Nachdem in der Gemarkung Hausen seit dem Erlöschen der Maul- und Klauenseuche Seuchefälle nicht mehr auf getreten sind, haben wir der Großh. Bürgermeisterei Hausen die Erlaubniß zur Ausstellung von Gesundheitsscheinen für Rind- vieh, Schafe, Ziegen und Schweine, die von Händlern ausgeführt werden, wieder ertheilt. Insoweit die bezeichneten Thiere von anderen Personen ausgeführt werden, bedarf es der Ausstellung von Gesundheitsscheinen nicht. Gießen, den 1. Juli 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ___■_______v. Gagern._____________________ Bekanntmachung, betreffend die Schafräude zu Saasen. Nachdem unter der Schafherde des Schäfers Becker in Saasen die Räude festgestellt ist, haben wir die betreffenden Schafe unter Sperre gestellt. Da die I. und III. Schafherde (Schäfer Johs. Döll in Saasen und Schäfer Heinrich Döll in Bollnbach) mit Räudekranken bezw. verdächtigen Thieren in Berührung gekommen und deshalb der Ansteckung ver- dächtig sind, haben wir die polizeiliche Beobachtung derselben verfügt. Im Uebrigen verweisen wir auf unsere noch in Kraft befindliche Bekanntmachung vom 2. März 1893 — Anzeiger 9kr. 38 —, wonach Schafe aus der Gemarkung Saasen nur zur sofortigen Abschlachtung und nur mit unserer jedesmal besonders einzuholenden Genehmigung weggebracht werden. Gießen, den 1. Juli 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern.__________________ Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenseuche zu Echzell und Altenstadt. Die Maul- und Klauenseuche zu Echzell und Altenstadt, Kreis Büdingen, ist erloschen. Gießen, den 1. Juli 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, die Unterhaltung der Kreisstraßen betreffend. Fuhrwerksbesitzern wird hierdurch zur Kenntniß gebracht, daß sich auf der Kreisstraße Großen - Buseck—Alten- Buseck eine Dampfstraßenwalze in Thätigkeit befindet. Gießen, am 30. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Abhaltung landwirthschaftlicher Vorträge. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Landwirthschaftslehrer Leit Higer von Alsfeld einen Vortrag „über die zur Milderung der Futternoth dienenden Mittel" abhalten wird: Samstag den 8. Juli 1893, Abends 8 Uhr, in der Hei- land'schen Wirtschaft zu Lich, Sonntag den 9. Juli 1893, Nachmittags 3 Uhr, im „Solmser Hof" in Hungen. Zu diesen Vorträgen werden alle Mitglieder des land« wirtschaftlichen Vereins, der landwirthschaftlichen Localvereine und überhaupt alle Freunde der Landwirthschaft hierdurch ergebenst eingeladen. Die Herren Bürgermeister der vorgenannten und benachbarten Gemeinden werden ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwirken. Gießen, den 19. Juni 1893. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. __________________________Jost^__________________________ Gießen, den 1. Juli 1893. Betr.: Die Strafregister; hier die Nachweisungen der im 1. Halbjahr 1893 verstorbenen, seit dem 1. October 1882 bestraften Personen. Der Großherzogl. Erste Staatsanwalt beim Landgericht der Provinz Oberhessen. an sämmtliche Ortspolizeibehörden des Kreises Gießen. Sie werden ersucht, die obenerwähnten Nachweisungen bezw. Fehlanzeigen bis zum 1. August d. I. ohne nochmalige Erinnerung an mich einzusenden. Jöckel. Zum Zusammentritte des neuen Reichstages. An diesem Dienstag tritt das soeben gewählte deutsche Parlament zu seiner ersten Tagung zusammen. Es ist unter dem Zeichen jener Frage gewählt worden, welche schon seit langen Monaten das politische Leben in Deutschland fast ausschließlich beherrschte, unter dem Zeichen der Militärvorlage. Um die Lösung dieser so mannigfache seltsame Wendungen und Zwischenfälle aufweisenden Frage wird es sich denn auch im neuen Reichstage zunächst handeln und heißt es bereits bestimmt, die Militärvorlage werde ihm in einer dem Anträge Huene entsprechenden abgeänderten Gestalt zugehen. Nach der jetzt vollständig bekannt gewordenen Zusammensetzung des gegenwärtigen Reichstages zu urtheilen, kann wohl das Schicksal der Militärvorlage als gesichert gelten, sie wird höchstwahrscheinlich mit einer kleinen Mehrheit zur Annahme gelangen. Mit diesem parlamentarischen Votum wäre alsdann die so lange schwebende innere politische Krisis beigelegt. Aber des jetzigen Reichstages harren selbstverständlich noch ganz andere Aufgaben, ist er doch nicht nur für eine kurze Frist, sondern für einen Zeitraum von fünf Jahren gewählt worden, in welchem jedenfalls die verschiedensten Fragen an ihn herantreten werden. Schon die nächste Wintersession wird ihm vermuthlich mancherlei wirtschaftliche, finanzpolitische und socialpolitische Probleme bringen und hierbei dürsten sich die tiefen Gegensätze, welche zweifellos im Schooße des neuen Parlamentes schlummern, bereits zeigen. Dieselben sind namentlich in wirthschaftlicher Beziehung vorhanden, und da kann es kaum einem Zweifel unterliegen, daß die muthmaßliche Mehrheit für die Militärvorlage nicht weiter Zusammenhalten wird, daß vielmehr größere oder kleinere Gruppen sich hierbei wieder von der buntscheckigen Coalition von Conservativen, regierungsfreundlichen Centrumsleuten, Nationalliberalen, gemäßigten Freisinnigen, Antisemiten u. s. w. absplittern werden. Schon die Frage der Deckung der Kosten der Heeresverstärkung dürfte erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den einzelnen Parteigruppen Hervorrufen, während daneben noch andere Streitobjecte in Form der zu erwartenden weiteren Handelsverträge Deutschlands mit fremden Staaten auftauchen. Daß sich hierbei die widerstrebenden Elemente jener Majorität des nunmehrigen Reichstages, wie sie der Regierung in der Militärfrage voraussichtlich zur Verfügung stehen wird, wieder trennen, dies kann schwerlich bezweifelt werden, und die leitenden Staatsmänner des „neuen CurseS" müssen dann zusehen, von welchen anderen Seiten ihnen genügende Unterstützung in den angedeuteten Fragen zu Theil werden wird. Diese überaus unsicheren und schwankenden Mehrheitsverhältnisse im Reichstage von 1893 sind es vor Allem, welche die Weiterentwickelung der Dinge so unberechenbar erscheinen lassen. Viel, sehr viel wird es darum auf die Taktik und Geschicklichkeit besonders des verantwortlichen Leiters der Reichspolitik ankommen, von dieser parlamentarischen Strategie wird es wesentlich mit abhängen, ob es dem Kanzler gelingt, die vielen drohenden Klippen in den parlamentarischen Untiefen zu vermeiden. Aber auch die Volksvertretung selbst muß das ihrige dazu thun, einen ersprießlichen Fortgang der Geschäfte, eine gedeihliche Weiterentwickelung in den gesummten inneren Verhältnissen des Reiches zu ermöglichen. Soll jedoch dieses Ziel erreicht werden, so ist es für die parlamentarischen Vertreter der Nation unerläßlich, daß sie kleinliche Fractions- und Parteiinteressen den Forderungen des Gesammtwohles unterordnen, daß sie sich nicht lediglich als Wortführer einer bestimmten politischen ober wirthschaftlichen Richtung aufspielen, sondern, wenn es Noth thut, auch einen freieren Blick und Verständiß für die Bedürfnisse der Gesammtheit der Nation bekunden. Der neugewählte Reichstag weist ungewöhnlich viel „srisches Blut" auf, er enthält zahlreiche Männer, welche zum ersten Male in die parlamentarische Arena eintreten — nun wohft vielleicht darf man von dieser Belebung des Reichstages durch frische Kräfte hoffen, daß sie eine Gesundung unserer parlamentarischen Verhältnisse herbeiführt und hiermit einen gedeihlichen Fortgang der Reichspolitik gestattet. Jedenfalls wird aber gerade im neuen Reichstage ein größeres gegenseitiges Entgegenkommen zwischen Regierung und Volksvertretung, als in früheren Legislaturperioden, nöthig fein, soll keine verhängniß- volle Stockung in den gesetzgeberischen Arbeiten eintreten, und hoffentlich bekundet man auf beiden Seiten dieses Verständniß für die nun einmal bestehende Lage. Deutsches Reich. Darmstadt, 1. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Oberst v. Rosenberg, Commandeur des Infanterie-^Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Berlin, 1. Juli. Der Kaiser traf im Laufe des Freitag Nachmittag von seinem jüngsten Aufenthalte in Kiel wieder im Neuen Palais bei Potsdam ein. Am 7. Juli tritt, wie nunmehr feststeht, der Kaiser seine Nordlandsfahrt von Kiel aus an, auf welcher ihn diesmal die Kaiserin begleitet. — Der neue Reichstag tritt am 4. Juli zum ersten Male zusammen, um vor Allem über die Militärvorlage und hiermit über die nun schon so lange bestehende innere politische Krisis zu entscheiden. In Hinblick auf die Zusammensetzung der neuen Volksvertretung kann wohl die Annahme der Heeres- vorlage als gesichert gelten, falls eben nicht unerwartete Zwischenfälle eintreten, sodaß jetzt die geplante Heeresreform endlich unter Dach und Fach kommen würde. Neben der Militärvorlage werden in der bevorstehenden ersten Session des jetzigen Reichstages vermuthlich noch einige kleinere Sachen zur Berathung gelangen, so z. B. der dem Bundesrathe bereits zugegangene Entwurf eines Verbotes, betr. die Ausfuhr von Futtermitteln, welche gesetzgeberische Maßnahme mit dem gegenwärtigen Nothstand in der Landwirthschaft zusammenhängt. Voraussichtlich wird die Session etwa drei Wochen beanspruchen, eine noch längere Dauer ist schon in Anbetracht der einen hochsommerlichen Character aufweisenden Jahreszeit nicht wahrscheinlich. Wie sich jedoch die Dinge im Reichstage nach Erledigung der Militärfrage weiter entwickeln werden, das bleibt noch sehr abzuwarten,- jedenfalls sind die Mehrheitsverhältniffe in der neuen Volksvertretung derartig unbestimmte, daß sich noch nicht die mindeste Vorausberechnung über den Verlauf der ferneren Tagungen aufstellen läßt. — Der antisemitische Reichstagsabgeordnete Zimmermann, welcher in Dresden-Altstadt und in Alsfeld gewählt worden war, hat das Dresdener Mandat angenommen, demnach muß im Alsfelder Wahlkreise eine Nachwahl stattfinden. Weiter hat Ahlwardt, der in Arnswalde und in Neustettin gewählt worden war, sich für seinen bisherigen Wahlkreis entschieden, sodaß in Neustettin eine Nachwahl oorgenoirmen werden muß. — Der Bürgermeister Spieß von >schlett- stadt, Mitglied deS elsaß-lothringischen LandeSauSschusseS, ist seines Amtes enthoben worden. Ueber die Ursachen dieser auffälligen Maßnahme meldet der Telegraph noch nichts. — Ueber die Bildung einer antisemi tschen Fraction spricht sich der „Reichsherold", das Organ des Abg. Böckel, wie folgt auS: „Sine Bereinigung aller bisher gewählten Antisemiten zu einer Fraction, m der Dr. Sigl, Liebermann v. Sonnenberg, Ahlwardt usw. vertreten wären, ist natürlich nicht denkbar, dagegen ist ein gemeinsames vorgehen in der Judenfrage nicht ausgeschlossen. Die sechs in Sachsen und die sechs in Hessen gewählten Antisemiten werden sich auf Grund deS reformirten Erfurter Programms zu einer deutschen Reformpartei vereinigen. Eine Fraction, deren ausschließ' licher Zweck der Kampf gegen das Judenthum ist, wäre unmöglich. SS ist zu hoffen, daß sich unserer Fraction noch drei Mann, wenn auch nur als Hospitanten, anschließen, damit ein selbstständiges Borgehen im Reichstage ermöglicht wird." Berlin, 1. Juli. Die „Norddeutsche Allgemeine" stellt gegenüber anderweitigen irrigen Meldungen über die deutsch- russischen Handelsvertrags.Verhandlungen Fol- gendeS fest: Die deutsche Regierung vertrat auf die Anregung Rußlands zu einer handelspolitischen Verständigung von Anfang an den Standpunkt, daß die Herabsetzung des gegenwärtigen russischen Zolltarifs bezüglich der wichtigen deutschen Exportartikel die nothwendige Voraussetzung für die Gewährung deS deutschen EonventlonaltarifS an Rußland bilde. Demenisprechend wurde im März der russischen Re« gierung eine Lifte der dieffeitS geforderten Zolltarifermäßig- ungen übermittelt. In der im April ergangenen Antwort Rußlands wurden einzelne Forderungen bewilligt, andere ab gelehm. Bezüglich einer größeren Reihe von Positionen wurden zwar Herabsetzungen a'geboten, aber in einem erheb- lich geringeren Umfange, als gefordert worden war. Die Mitte Juni überreichte Antwort Deutschlands bezeichnete die russischen Gegenvorschläge als nicht ausreichend, woraufhin die russische Regierung vor wenigen Tagen die Fortsetzung der Verhandlungen im Wege der commissarischen Berathung in Berlin vorschlug. Dies ist der gegenwärtige Stand der Verhandlungen. Alle entgegengesetzten Behauptungen, insbesondere die Meldung, daß Rußland sich Deutschland gegenüber principiell geweigert hätte, den gegenwärtigen Zolltarif abzusetzen und baß seit April wettere Gegenvorschläge in Berlin eingcgangen seien, entbehren jeder thatsächlichen Begründung. Berlin, 1. Juli. DaS „Colonialblatt" meldet: Dem Major Francois, sowie den ihm unterstellten Osfizieren und Mannschaften der kaiserlichen Schutztruppe ist die Allerhöchste Anerkennung für die erfolgreiche Erstürmung von HoornkranS ausgesprochen worden. München, 1. Juli. Der Geheime Rath Profeffor Dr. v. Pettenkofer nahm heute im festlich geschmückten RathhauSsaale die ihm anläßlich seines 50jährigen Docior- jubiläumS von den deutschen Universitäten, ärztlichen Körperschaften, den bayerischen Behörden mündlich und schriftlich dargebrachten Glückwünsche, Adreffen und Diplome entgegen. Ihre Majestät die Kaiserin Auguste Victoria hatte einen telegraphischen Glückwunsch gesandt, auch von Herzog Carl Theodor in Bayern, dem Statthalter von Elsaß-Lothringen Fürsten zu Hohenlohe, sowie dem StaatSsecretär Dr. v. Bötticher, dem preußischen Minister Dr. Bosse, dem Oberpräsidenten Dr. v. Goßler, sowie den Universitäten von Edinburg, Kasan, Kjew, Utrecht und der Akademie in Petersburg waren Glück Wunsch - Telegramme eingelaufen. München widmete dem Jubilar die goldene Bürgermedaille. Hamburg, 1. Juli. In einer socialdemokratischen Partei- Versammlung wurde heute beschlossen, daß der Reichstags- abgeordnete Bebel die Wahl in Straßburg annehmen solle. Bei der hierdurch erforderlich werdenden Neuwahl in Hamburg soll Molkenbuhr als socialdemokratischer Candidat aufgestellt werden. Ausland. Wien, l.Juli. Infolge eines Wolkenbruchs ist das Flüßchen Bianka ausgetreten und hat die Stadt Biala überschwemmt. Alle Brücken wurden fortgerissen, mehrere Personen sind ertrunken. London, 1. Juli. Die Polizei verhaftete zwei Anarchisten, Cantevell uud Jung, welche beschuldigt werden, Plakate ausrührerischen Inhalts in Verbindung mit der königlichen Hochzeitsfeier angeschlagen zu haben. — Die Anarchisten haben für Sonntag eine Versammlung im Hydepark ausgeschrieben, um gegen die gelegentlich der Hochzeit des Herzogs von Kork zu Tage tretende Verschwendung zu pro- testiren. London, 1. Juli. Wie der „Times" aus Malta be« richtet wird, hätte der mit der „Victoria" untergegangene Viceabmiral Tryon sofort nach der Collision erklärt, dieselbe sei seine eigene Schuld. Zwischen den Schiffen sei nicht genügend Raum gewesen, um das von Tryon angeordnete Manöver auszuführen. Contre Admiral Markham, an Bord des „Camperdown", habe die Gefahr erkannt und gezögert der Ordre Folge zu leisten, als jedoch daraus Tryon signali! fine: „Was macht Ihr?" habe Markham den „Camperdown" vorwärts gehen lasien mit dem bekannten Resultat. In einem anderen Telegramm heißt cS: Wenn der Befehl ganz aus- geführt worden wäre, so hätten alle Schiffe des Geschwaders miteinander collidin. Nottingham, 1. Juli. Das Geschäftshaus der Firma Heymann und Alexander ist vollständig abgebrannt. Der Schaden an Gebäuden und an Waaren beträgt 120000 Pfd Steel. 800 Arbeiter und Arbeiterinnen sind brodlos. Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 3. Juli. Sine größere Anzahl der „^remnntgen Vereinigung" zuneigender Politiker beschloß 'n gestriger Vorbesprechung, in der Veröffentlichung eines Aufrufs zur Bil- düng eines allgemeinen WahlvereinS auf der Grund- läge deS freisinnigen Programms von 1884 aufzufordern. Der Ausbau deS Programms soll einer späteren allgemeinen Generalversammlung überlasten bleiben. London, 3. Juli. Em hiesiger Journal ,l wurde zu 50,000 Francs Schadenersatz wegen Ehrabschneidung gegen das englische OffiziercorpS verurtheilt. CocaUs uttö Gießen, 3. Juli 1893. •* Geheiwerath Prof. Dr. Wasierschleben. Die „Darmst. Zrg." bringt über den am 27. v. Mts. hier verstorbenen Geheimerath Prof. Dr. Wasferschleben folgenden Nekrolog: Am 27. d. M's. starb hier an den Folgen eines Schlaganfalls Prosestor Dr. jur. et theol. Wasferschleben, vormaliger Kanzler der hessischen Ludwigs-Universität und ordentlicher Professor in der rechtswistenschaftlichen Facultät daselbst. 1812 zu Liegnitz geboren, machte Friedrich Wilhelm Hermann Wasierschleben, wie der „Bosi. Ztg." von hier geschrieben wird, seine juristischen Studien in Breslau und Berlin. Im Sommer 1836 promovierte er in Berlin mit der Arbeit „Hiatoria quaeationum per tormenta apud Romanos“ zum Doctor. Im Winterhalbjahr 1837—38 habilitierte er sich hier als Privatdocent. An der Spitze der Berliner rechtSwisienschaftlichen Facultät stand damals Savigny; zu ihren Mitgliedern zählte von Lancizolle, Heffter, Klenze, Homeyer, Ganz, Rudorff. Der Zugang an jüngeren juristischen Lehrkräften war damals beträchtlich. Nahezu gleichzeitig mit Wasierschleben habilitierten sich auch seine Freunde Collmann und Häberlin, ihnen folgte alsbald noch Gneist. In den auf die Habilitationen folgenden Jahren veröffentlichte Wasierschleben „Beiträge zur Geschichte der vorgralianischen Kirchenrechsquellen" (1839) und Reginoa (?) libri II de synodalibus cauaia (1840), auf Grund deren er im Sommer 1841 als außerordentlicher Professor nach Breslau berufen wurde. Von dort kam er 1850 als ordentlicher Professor nach Halle. In den Lehrkörper der Universität Gießen trat Wasierschleben 1852 ein. In den Jahren 1875—1883 bekleidete er neben der Professur das Amt des Universitätskanzlers. Zuvor war er in Anerkennung seiner kirchenrecht- lichen Forschungen zum Doctor der Theologie ernannt worden. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Wasierschleben bewegen sich hauptsächlich in zwei Richtungen. Sie betreffen zu einem Theile daS Kirchenrecht, vornehmlich in historischer Hinsicht, zum anderen die deutsche Rechtsgeschichte. Zu Anfang seines selbstständigen Schaffens bevorzugte Wasierschleben das Kirchen- recht, später traten bei ihm die rechtsgeschichtlichen Forschungen mehr in den Vordergrund. Von seinen Forschungen der ersten Gattung sind zu nennen: „Die Bußordnungen der abendländischen Kirche" (1851), „De patria decretalium pseudoiaidorianarum“ (1843 beim Antritt des Breslauer Lehramtes), „Beiträge zur Geschichte der pseudoisitorischen Dekretalen" (1844), „Die evangelische Kirche in ihrem Ver- hältniß zu den symbolischen Büchern und zum Staat" (1843), „Das Eheschließungsrecht kraft landesherrlicher Machtvollkommenheit" (1877). Von den anderen Veröffentlichungen Wafferschlebens sii d zu vermerken: „Juristische Abhandlungen" (1856), „Die germanische Verwandtschasts- beziehung und das Prinzip der Erbfolge" (1864), „Das Prinzip der Erbfolge" (1870). Besonders hervorzuheben ist noch Wafferschlebens „Sammlung deutscher Rechtsquellen" (1860) und „Die irische Kanonessammlung" (1874). Erstere ergänzte er noch im vorigen Jahre durch das Werk „Deutsche Rechtsquellen im Mittelalter", das ein treffliches Zeugniß dafür abgiebt, daß sich der Verstorbene bis ins hohe Greisenalter die Schaffenskraft bewahrt hat. Aus Wassersch- lebens Thätigkeit als Gießener Universitätskanzler erwuchs die Schrift „Die ältesten Privilegien und Statuten der Ludovicia," die 1881 als Universitätsschrift erschien. In den letzten Jahren übte Wasierschleben die Lehnhätigkeit nicht mehr aus. ** Militärisches. Oberst von Rosenberg ist am Samstag hier eingetroffen und hat das Commando über daS Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm übernommen. — Gestern Abend traf Se. Excellenz der commandirende General des 11. Armeecorps, v. Wittich, hier ein. Derselbe besichtigte heute Vormittag die Bataillone des hiesigen Regiments. ** Militär-Coucert. Auf daS heute Dienstag Abend in SteinS Garten ftattfindende Concert der Capelle des Garde-Kürassier-Regiments auS Berlin sei hierdurch aufmerksam gemacht. ES findet nur dieses eine Concert hier statt. * ** Rudersport. Schöne Erfolge erzielte die Gießener Ruder-Gesellschaft auf der großenFrankiurter Regatta am 1. und 2. Juli. Den DamenpreiS im Einser gewann Herr Albert Rübsamcn in großartig überlegener Weise gegen Stöln, Ulm, Frankfurter Ruder - Verein, Sachsenhausen und Amsterdam, die Senior - Mannschaft im Vierer ging mit Mannheimer Gegnern nahezu gleichzeitig durchs Ziel, eine kaum denkbare Differenz von einer Fünftel Secunde brachte Mannheim den Sieg, acht weitere Vereine hatten sich außerdem zu dem betreffenden Rennen gemeldet. Die diesjährige Semor - Mannschaft bestand ihren ersten Start ebenfalls recht gut, sie wurde zweites Boot, ein Erfolg, mit welchem dte Herren umsomehr zufrieden sein dürften, als nur durch Einstellung eines nicht eingeübten Ersatzmannes der Besuch der frankfurter Regatta ermöglicht werden konnte. { , 7 ^"-Regatta auf der Lahu am 30. Juli sind folgende Meldungen etngegangen: Einser für Juniors- 1. Kuderclub Hamm, Hamm i. W., 2. Ruderverein „Brema"^ Bremen, 3. R.G. „Sachsenhausen", Frankfurt a. M., 4. Kölner Ruder-Verein 1877. Vierer, Wanderprei s der Stadt Gießen. 1. R.G. „Germania", Frankfurt a. M., 2. Mamzer Ruder-Verein, 3. Gießener Ruder-Gesellschaft. Dollen» zweier fürJuniorS. 1. R.G Speyer, Speyer, 2. Ruderclub „Hamm", 3. Ludwigshafener Ruderverein. Zweiter Vierer. 1. Ruder-Verein Gaffel, 2. R.G. „Germania", Frankfurt a. M., 3. Mainzer Ruder-Verein, 4. Gießener Ruder-Gefellfchaft. 7. Doppelzweier ohne Steuermann. Keine Meldung. (Fällt aus.) Vierer für Juniors. 1. Kölner Ruder Verein 1877, 2. R.G. „Germania". Frankfurt a. M., 3. Mainzer Ruder-Verein, 4. Gießener Ruder-Gesellschaft, 5. Ruder-Club Frankfurt a. M. Einser. „Lahn-Pokal." 1. Ruderclub Hamm i. W., 2. Ruder- Gesellschaft Gießen. Anfänger-Vierer. 1. Ruder-Verein Gaffel, 2. R.G. „Sachsenhausen", Frankfurt a. M., 3. Kölner Ruder-Verein 1877. Zweiter Einser. 1. Kölner Ruder- Verein 1877. 2. R.G. „Sachsenhausen", Frankfurt a. M., 3. Ruder Verein „Brema", Bremen. Dollenvierer für Jun i orS. 1. Schweinfurter Ruderclub „Franken", 2. Gießener Ruder-Gesellschaft. Achter. Großherzogspreis. l.R.G. „Germania", Frankfurt a M., 2. Ruderclnb Frankfurt a. M., 3. Ruder-Gesellschaft Gießen. ** Die „Typographia Gießen" feierte am SamStag im Saale des Gaf6 Leib ihr Johannesfest und gleichzeitig das 25jährige Bestehen deS Vereins. Sämmtliche Prinzipale und ein großer Kreis geladener Gäste verschönten kas Fest durch ihre Anwesenheit. Dem Gründer deS Vereins, Herrn Emil Dörr, wurde ein Deckelglas mit entsprechender Widmung überreicht. Das reichhaltige Programm, bestehend in Festrede, GesangSvorträgen, Theater, Tanz rc. hielt die Theil- nehmer bis zur frühen Morgenstunde zusammen. Ein gestern bei herrlichem Wetter begangenes Waldfest schloß die Feier in würdiger Weife ab. Briefliche und telegraphische Glückwünsche liefen zahlreich ein. ** Der Gießener Zilherclub (Wohlthätigkeits-Verein) veranstaltete gestern auf der „Schönen Aussicht" ein Sommerfest, das in jeder Beziehung auf8 Beste befriedigte. DaS rührige Comite des Vereins hatte in Arrangirung der Unterhaltungspiecen für Groß und Klein sein Möglichstes gethan, denn Kasperltheater, Ringwerfen, Tombola, Schießhalle und ganz besonders der große Tanzplav waren stets dicht belagert. Durch die heiße Witterung kam auch die aufs Beste eingerichtete bayerische Bierhalle zu ihrer Geltung. Die Festmusik, welche in letzter Stunde noch durch die treffliche Marburger Jägercapelle besetzt werden konnte, leistete ihr Bestes und befriedigte iu hohem Grade. DaS Fest verlief aufs Schönste und reiht sich den vom Verein schon gebotenen würdig an. DaS finanzielle Ergebniß dürfte ein sehr günstiges fein, da nach oberflächlicher Schätzung mindestens 1200 Personen den Festplatz belebten. Die gute Sache der Wohlthätigkeit kam Gebern und Empfängern zu Gute. ** Universitäts-Statistik. An den sämmtlichen 21 deutschen Universitäten, die Akademie zu Münster abgerechnet, sind im lausenden Sommer 28 053 Stndirende immatricuürt, gegen 28 053 und 28 625 in b n Sommersemestent 1892 und 1891; es ist also die Studentenzahl seit vorigem Sommer wenigstens nicht wieder gestiegen. Von den Facultäten zählt die evangelisch-theologische 3557 (gegen 3849 im vorigen Sommer), die katholisch-theologische 1386 (gegen 1345), die juristische 7712 (gegen 7400), die medicinische 8414 (gegen 8714), die philosophische 6984 (gegen 6744), von welch letzterer Zahl 2826 (gegen 2896) auf die philosophisch-philologisch- historischen und 2327 (gegen 2287) anf die mathematisch- naturwissenschaftlichen Diszip inen treffen. Von der Gesammt- zahl sind 26 129 (gegen 26 287 im Vorjahre) als deutsche Reichsangehörige und 1294 (gegen 1766) als Ausländer verzeichnet. ** Bischof Klein von Limburg, welcher sich bisher krankheitshalber in Wildungen aufhielt, passirte am Samstag Nachmittag mittelst Salon-Krankenwagen auf der Rückreise nach Limburg die hiesige Station. ** Auch ein Zeichen des Futtermangels. Der infolge der großen Trockenheit eingetretene Futtermangel hat, wie feit Wochen beobachtet wird, einen großen Viehabfatz in unserem Vogelsberge zur Folge gehabt. Als Gradmeffer für die Verminderung des Viehftandes im Vogelsberge können die Viehtransporte auf den Eisenbahnen angesehen werden. In den Samstags auf Sonntag hier eintreffenden Zügen der Oberhessifchen Eisenbahnen laufen oft 13 bis 15 Viehwagen, die nach Frankfurt-Sachsenhausen weiterbefördert wer- den. Am vergangenen SamStag traf sogar ein Sonder- Viehzug auf der Linie Gteßen-Fulda ein. ** Der Getreidemarkt. Der deutsche Getreidemarkt hat sich durch die Gerüchte über baS angeblich unvermeidliche Scheitern der deutsch-russischen Handelsvertragsunterhandlungen erheblich beeinflussen kaffen. Es trat diese Beeinflussung durch ein An- ziehen der Preise für Weizen, Roggen und Hafer an den meisten Plätzen hervor, die unvortheilhaften auswärtigen Berichte konnten dem gegenüber nicht zur Geltung kommen. Inzwischen ist aber von anderer Seite versichert worden, daß von einem Scheitern der deutsch-russischen Verhandlungen nicht die Rede fei, und da außerdem die meteorologischen Berichte eine längere Regenperiode in Aussicht stellen, so trat gegen Ende der abgelaufenen Berichtswoche wieder eine verstauende Tendenz ein. Nur Hafer hielt sich im Allgemeinen noch, wobei offenbar der herrschende Futtermangel mit ein- wirkte. Notirungen an der Berliner Produktenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm von 154—167 Mk. - Roggen von 142 bis 150 Mk., Hafer von 167—180 Mk., Gerste von 123 bis 170 Mk. -a- Boa der Lumda, 2. Juli. Am gestrigen SamStag wurde das Unheil des Provinzial-AuSschuffeS zu Gießen in Angelegniheiten der Nebenbahn Grün berg — Londorf betreffs der von den einzelnen beteiligten Gemeinden zum Erwerb des Grund und Bodens für den Bau dieser Eisenbahn zu leistenden Beiträge verkündigt. Die schwierige Auf- ^reish a. U y Stadk Schaft.' Mainzer LrH: A.G. Btrtin, 4JJ* < ü-xLd i?7, 2*'s"" für f“M. «S* i i, sm 0L,nier. r. ] ; ■ Nudtt- L ”uber:9ipr#iK 'UN kl.A 9 ß.e(rt,n r. i «J 0' Kölner V c> ^uer Ruder. ■“b °°> Sam,«, im *‘Ä5 *“**« ' bestehend in ,dt bie Theil. E'> gestern ef W d'e Feier telegraphier tziüj. Katigkeitö- W ein e!teMneL.örv. W9 m ^nanftirung der ltm lein Möglichstes en/ Tombola, Schieß, ^nzplak waren stets un9 kam auch die austz e zu ihrer Geltung, e noch durch die treff, 'erden konnte, leistete )rade. Das Fest ver- vom Verein schon ge- Ergebniß dürfte ein Her Schätzung minbe« bten. Die gute Sache npsangern zu Gute, immtlichen 21 deutschen r abgerechnet, sind im immatriculirt, gegen rsemestero 1892 und seit vorigem Sommer i den Facultäten zählt |en 3849 im vorigen 86 (gegen 1345), die dicinische 8414 (gegen in 6744), von welch fflosophisch'philolog'sch- ans die mathematisch- :n. Von der Gesammt- Vorsahre) als deutsche 1766) als Ausländer Verein) ver- Sommer- lcher sich bisher kranl- mssirte am Samstag jen aus der Rückreise naugels. Der infolge Futtermangel hat, wie groben Diehabsah m Als Gradmeffer für n Vogelsberge können nen angesehen werden, r eintreffenden Zugen i oft 13 bis 15 Sieh- en weiterbefördert wer- is sogar ein Sonder- e Getreidemalkt hat siolinliofftr neben dem Lenz'schen Felsenkeller. Gr. Metzels. (fiffnbafjnrn (5898] Veteranen-Verein Gi Unter gefälliger Mitwirkung der Frau Marie Wittich, kgl. säcbs. , Q. I n U Uiei HClUUlgül .UHW IlhUIIg Utl K 1 <1U JltlllC 11MV11, uo. Abend /a 1 „ Kammersängerin zu Dresden (Sopran) und der Herren Görlach zu ^cftaMrotJon pevber J Giessen (Orgel), H. Kruse, kgl. Kammermusiker von Cassel (Cello) schlußfasiung freundlichst -mg-l°d°n. lund Professor D. G. Krüger zu Giessen (Violine). 5884 Der Vorstand. progbam n : PROGRAMM Präludium und Fuge über den Namen „Bach* . . von 2. für Orgel und Cello •:880 Bilanz pro 31. Deeember 1892 Passiva. 6902] 5885 Sieben, 2. Juli 1893. [5892 3. 4. 5. 6. 7. Kassenvorrath Vorschüsse Hypotheken Werthpap'ere Kaufschillinge Ausstehende Zinsen Unersetzte Vorlagen Mobiliar 6909] Lauffrau gesucht. August Schmidt, Rittergaffe 19- 2681.40 1077.70 57495.69 88.59 76.72 356.79 Geißler, Gerichtsvollzieher. J. 8. Bach. Mozart. Bocherini. Schubert. Leciair. 2912.37 34256.— 9289.— 8732.— 5061.68 1501.97 5.87 18.- Gießen, 3. Juli 1893. Großh. OrtSgericht Gießen. I. A.: Bogt. Die Mitglieder der Reisegesellschaft werden aus Mittwoch den 5. d. 5905] Schwere Wagentetteverloren Abzugeben Rodheimerstraße 56. Largo, für Violine und Orgel............ „Mein gläubiges Herze frohlocke*- Arie aus der Pfingstcantatc mit Cello und Orgelbegleitung............ Larghetto, für die Violine............. Abendfrieden. Charakterstück für die Orgel....... Zweite Emporbühne 50 Pfg. Rillet# in der Musikalienhandlung von Ernst ('ballier 1 Rudolph's Nachfolger). — Programme nebst Texte ebendaselbst und beim Eingang zum Concert. 5868 Trotzdem das Fleisch billig ist, kause stets Pserde znm schlachten in jeder Anzahl. 5871)Keßler, Pferdemetzger. Htztttzesfislht fiftuhelnta. E- ist die Lieferung von vier Hebeböcken nebst zwei Querträgern zum Hochnehmen von Wagen zu vergeben. Angebote sind bis |um 10. Aull, Vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten etnzureichen, wo- feltst auch die Bedingungen zu erhalten find. „ lo904 Gießen, den 28. Juni 1893. Der Großheriogliche Maschinenmeister der Oberb-sstschen Eisenbahnen. Zahnarzt Dr. med. Hoddes wohnt jetzt Bahnhofstrasse 37 I. im Kaufe des tzenu Wrumentenniacher Schmidt. 59q7 lleugrasversleigerüng am Freitag den 7. d. SR., von Vorm- 8 Uhr ab, auf den Gemeindewtesen von Dutenhofen, beginnend »auf dem obersten Sand". Krofdorf, den 3. Juli 1893. 5889________DaS Bürgermeister-Amt. Dienstag den 15. August, Nachmittags 2*/t Uhr, sollen auf dem biefigen OrtSgericht die den Gustav Moor »heleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 689e23/l00 — 53 qm Grabgarten in den Neuen Bäuen, Flur I Nr. 689o«/l00 - 307 qm Hof- raithe daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Fahrplan der auf Station Gießen vom 1. Mai 1893 ab verkehrenden Eisenbahnzüge. V J-ti VAlv ■ zum Besten des Frauenheinis. Freitag den 7. Juli, Abends 8 TThr. ReHditet 1. Scheytz^ - Drnck m> Verlag der vrühl'schen Druckerei (Fr. sthr. Pietsch) in Gießen. Dio hBGttGs G Gelte«. 5906] FamilienlogiS mit Werkstatt per 1. August zu vermtethen. Müblgaffe 19. Spar- und Vorschußverein e. G. m. u. H. Geißler. Benzler. Kraft. Summa JL 61776.89 Mitgliederstand Ende 1891 Zugang in 1892: 15, Abgang: 3 Stand am 31. December 1892 Staufenberg, den 26. Juni 1893. J. 8. Bach. Nardini. Rheinberger. 8. „Höre Israel“. Arie aus dem „Elias“........ Mendelssohn. Preise der Plätze: Nummerirter Platz. 8 Mk. Schiff und erste Emporbühne 1 Mk. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer innigft geliebten Gattin, Tochter, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Helene Henn, geb. Nolte, sowie für die überaus reichen Blumenspenden sagen ihren tiefgefühlten Dank Die trauernden Hinterbliebene«. Vermischte Anzeigen. Von Großh. Amtsgericht Gießen als Taxator für Mobilien beeidigt, empfehle mich zur Taxation aller einschlägigen Artikel, sowie zur Uebernahme von Versteigerungen jed. Art. G. Schneider, (Berichts-Taxator, Wilhelmstr. 16. 58vs Bert'etungleistungsfähiger '©HClf C Cigarrenfabr., die mit Wirthen arbeitet und Ueberpreise gewährt. 5b91 ] Georg Haas II., Mainz. "5878] Ein Gehülfe und ein Lehr« ling gesucht. K. Kühler, Schreinermeister, Dammstraße 32. Activa. Nachtjkiltn non 8 Uhr Äbtnbs btl 6* Uhr früh stad durch UnterfirtUtn der Ätnnteir,«hlen eile ch,a. Die fetten Ziffern bezeichnen die Schnellzüge Die mit • bezeichneten Züge führen nur 1. und 2. Klaff«. t Verkehrt nur an Sonntagen von Nidda bh Stehen. tf Verkehrt nur an Eonntagen. «m 1. Juli d. 3 gelangte tm vt«nen« verkehr der cberhessts»-« «is-«' bahnen, /,4 Ubr am Riegelpsod: ca. 35 unbeschlagene Fichten- stämme Zusammenkunft am Vtavuct- Versteigerung theilwetse bestimmt- Gießen, den 3. Juli 1893. 5897___________Mnlch, Pfandmeister. Mittwoch den 5. Jnli, NachmittaaS 2 Ubr, werden im Bieker 'scheu Soale verstetaerU SonbaS, Commoden, Schränke, Uhren, Tische, Betten, 1 Kassaschrank, 1 Schleudermaschtne, WtrthschaftS- möbtl, 1 Stoßkarren u. a. m. « « kunft. ....... — ---------------- ■ Abfahrt. 1222 137 glk» 1Q06 H55 f25 >40 309 407 623 751 914* 1119. Wrotttfnrt 2* 500 524 703 829* 1016 ]2oe 222 501 567 728 814 925. 6W (führt 2.-4. Klaffe). shrtedberg (Localzug) 6^ (rührt 2.-4. Klaffe). 23» gl9 8'23» 1Q08 1156 450 852 718 8?9 9?^ 1133. Eaffel 12£7 10£ 412 830 1016 1203 JJO 146 50.757 Al»*. 239 519 646 808 8'23* 1Q0« 11^ 214 450 552 718 809 921 1133. Marburg -tzrouhausen (Localz.) 1227 162 412 56O 83" IO»« 1203 130 146 313 5'A 767 »19* 9«. SU (führt 2.-4. Klaffe). 206 (führt 2.-4. Klaffe) 6^8 8'2'2 l()06 H48 1167 §06 A59 453 720 763 836 H49 1219. Wetzlar 529 ßÖ2 833 1012 lQ2a 1224 1236 266 603 802 6108^ 932 940. 1096 11»7 >06 369 ?20 836 H49 Ems—Soble«» 5^ »33 1012 1224 265 593 8 ) tf» 932. H48 453 763 1219. Deutz—ffüln 662 1025 1236 ßlO. 512 (aus Gr.-Buseck) 822136 452 1026. »tzulda 760 1210525 (Hf« Alsfeld) 800. 965 332 721 1142f. Gelnhausen 730 1230 146 (bt6 Hungen! 5®> 826 (bis Büdingen) 9»ft. 641 (aus Stockheim) 966 332 7'21 1142t Schotte« bezw. Ntdda 730 1230 505 826 920f-j.. 641 (aus Stockheim) 9->d 332 721 1142. «edern, Zaubach bezw. Stockheim 730 1230 506 8* 920ff. jBtr «lNi-b-n- Hfjrtittn Tag^ jluö htm W hörenden Moorbr für die amen i würden. Mn v! die im besten iF Moonanch, der i >iebt, unendlichen seit vier 2 Die Ursache liegt die Moorbauern zich \M die HminernundRe ZoNsah, über 6i diomegen potod btt Slptn Most Cftbtutlilanb t Rumänien werde, Tropfen, weil 6i fischen den Aequ land, tzransteich Dieser kalte ^nd trodtn uni bringt er seit eil deurschlanb den \ Horn Lmn tom üe vemigen al 2aunuj, der 1 TRoonaud) umla^ wirbeln empor. gRonto98- * Eine schm Walt 'N nächster ll festen je! Morgen W, ^orgeiulllsti die tu abzi v\Q^ V ein ^dhftaud nn ,^it geboten, * sahren o lieber zu nne 15 jüf rann, b Wahnes S&Ä! *6) ü. von Familien-Drucksacheii (Geburta-, Verlobung«-, VermählungB-Aneelgen, Trauer brietet etc.) Iflillt sieh die k BrÄhCeche Druckerei Z Schdletraese 7. MAGGI5