wurde in dem Hinteren Burghof die „Oper", der „Taucher", aufgeführt, eine Gesangstravestie, wie sie gelungener nicht gedacht werden kann und die verdientermaßen stürmische Heiter« feit erweckte. Die Leitung der Aufführung hatte Herr Musik- director Keifer, der Vereinsdirigent, übernommen, als Orchester fungirte die rühmlichst bekannte Capelle Hilge. Es war wirklich ein ganz außerordentlich eigenartiges, bunt bewegtes Leben und Treiben, das sich in der ehrwürdigen Burgruine entwickelte, jedenfalls hat der Frankenstein lange keine so vergnügte Gesellschaft beherbergt, wie am Sonntag. Dazu schenkte der Himmel ein prächtiges Festwetter, was nicht wenig zur Belebung des allgemeinen Frohsinnes beitrug. Der rührige Vereinsvorstand, sein Präsident an der Spitze, kann auf dieses erste Maifest wahrlich stolz sein, Herr Harres hatte es ganz vortrefflich verstanden, alles in der paffendsten und schönsten Weise zu arrangiren, der Dank der Angehörigen und Freunde des Vereins hierfür ist ihm sicher. Der „Humanitas" aber, die auf künstlerischem Gebiete uns schon so Hervorragendes geboten, kann man zu dem Verlauf des Festes nur Glück wünschen, es hat dem strebsamen, jungen Vereine gewiß recht viele Freunde gewonnen. Zum Schluffe sei noch erwähnt, daß die Theilnehmer gegen 6 Uhr Abends nach Eberstadt hinabstiegen und dort wurde noch in einer bekannten Brauerei eine würdige Nachfeier veranstaltet, die erst spat endete. Am nämlichen Sonntag hat auf der Rennbahn des leistungsfähigen Bicycleclubs ein großes Wettfahren stattgefunden, zu dem sich gleichfalls eine große Menge von Sportsfreunden und Schaulustigen eingestellt hatte. Ueber den Verlauf berichteten die Tagesblätter etwa Folgende-: Vor Beginn des Wettrennens wurde der übliche Corso durch die Hauptstraßen der Stadt gefahren, viele prächtige VereinSfahnen und Standarten schmückten den von zwei fahrenden Musikcorps begleiteten Zug. Auf der Rennbahn hatte sich außer der großen Zuschauermenge auch hoher Besuch, Seine Großherzogliche Hoheit Prinz Wilhelm, eingefunden. Im ganzen fanden zehn Rennen statt, bei denen hervorragende Sportsleistungen geboten wurden. Freilich wurde der Record von 1892 durchweg nicht erreicht, der ungünstige Wind und der leider in sehr großer Menge aufgewirbelte Staub mögen die Schuld daran tragen. Am Abend folgte die Preisvertheilung im weißen Saale der „Stadt Pfungstadt", dort concertirte auch die Capelle des Leib-Dragoner-Regimentes Nr. 24 unter Musikdirectors Stützels Leitung. Ein fröhliches Tanzvergnügen beschloß das für den Club ehrenvoll verlaufene Fest. Für die Sommermonate stehen uns übrigens noch mehrere sportliche Veranstaltungen in Aussicht, denen man mit Interesse entgegensetzen darf. Endlich haben sich am Sonntag auch die Pforten des Darmstädter Sommertheaters im städtischen Saalbau geöffnet und Herr Director Reiners hat mit der ersten Vorstellung „Die beiden Reichenmüller" bei der Rritif ganz freundliche Aufnahme gefunden. Das Ensemble ist nach den Preßberichten ganz gut und da die Direction klugerweise lauter Stücke angekündigt hat, die auf dem Großherzogl. Hostheater nicht erscheinen, so ist damit für eine große Anzahl von Novitäten gesorgt. Jedenfalls wünschen wir Herrn Director Reiners zu seinem Unternehmen guten Erfolg, über den Fortgang werde ich Ihren Lesern, die sich dafür wohl auch interessiren werden, in meinen späteren Briefen genauer erzählen. An Unterhaltung ist übrigens gegenwärtig in der Residenz kein Mangel. Großen Zulauf fanden in den letzten Tagen die Vorstellungen des Cirkus „Drexler-Lobe", ! ta!" * Mitt. ' des „M <980 8>/, Uhr: Mi» _L»Lorstattd^ 1 Gieße». [4658 ty. 2) VochMwahl. aermrkt >er Ohm. insbesondere in Hinsicht del ine-Markt um L I. weinen versprich für dies- bitten Käufer mit Mauser mir nofy bab bit Stäubt us 9 Uhr verloost werden. ei Homberg. Briefpapier od4 Couverts - 1 (fr'Onr «e7-l -—j iriiuij orudel , 'n bei Ems. J Talwasser # 1 560. .8ten Ranges. fm i. anderen Herrschaften. „„von 50000 Gefäs» »nfrei , fein.Sp»*1*' , und Heilmitt«19 beiten, “’M V* [am 188-r. 1 K. SPieS’ Nr. 129 Erstes Blatt. Sonntag den 4. Juni 1893 Der Oittener Anzeiger erlchemt täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Il«mirienvrätt,r werden b^m Anzeiger robditiit'irii dreimal u-'qvl»gt. , Meßmer Anzeiger Generat-Mnzeiger. Vierteljähriger Aö-nnemeatspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Pfg. Äebactu’n, Expedition und Druckerei: -chutNratze Hlr.7. Fernsprecher 51. Anrts- und Auzeigeblutt fitr den ^kveis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Iamit'ienblätter. Alle Annonccn-Bukeaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Tbeil. Gießen, den 3. Juni 1893. Betr.: Die Abgabe von dürrem und grünem Gras und sonstigen Futterkräutern aus den Domanial- und Communalwaldungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gieße» M dis Grstzh. Bürgermeister eie« des Awtki. Mit Rücksicht auf die zur Zeit bestehende große Futter- noth sind die Forstbehörden bis auf Weiteres zur Abgabe von grünem Rupfgras zum Preis von 10 Pfg. und von dürrem zum Preis von 5 Pfg. pro Last aus den Großh. Domanialwaldungen ermächtigt worden. Auch Gesuche um Abgabe von Gras aus den Gemeindewaldungen werden Seitens der Forstbehörden genehmigt werden. Indem wir Sie beauftragen, Vorstehendes zur Kenntniß Ihrer Gemeindeangehörigen zu bringen, weisen wir Sie an, sich wegen Erwirkung von Grasabgaben alsbald mit den Großh. Ober- förstereien ins Benehmen zu setzen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche zu Lang-Göns. Nachdem die zu Lang-Göns ausgebrochene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, heben wir die angeordnete Gehöft- und Gemarkungssperre wieder auf. Zur Ausführung von Rindvieh, Schafen, Ziegen und Schweinen aus der Gemarkung Lang-Göns, sofern die Thiere nicht sofort abgeschlachtet werden, ist indeß bis auf Weiteres Besitz thierärztlicher Gesundheitsscheine erforderlich, mag die Ausführung von Händlern oder von anderen Personen erfolgen. Für Thiere, welche zum Zwecke sofortiger Abschlachtung ausgeführt werden, bedarf es eines Gesundheitszeugnisses der Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Gießen, den 2. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Steckbrief. Gegen Keller, Konrad Josef, Kaufmann von Gießen, geboren am 13. April 1844 zu Coblenz, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung verhängt. Es wird um Fahndung, Verhaftung und Nachricht vor Zuführung ersucht. Gießen, den 1. Juni 1893. Großherzogliche Staatsanwaltschaft. Schilling - Tr. Gefunden: 1 Taschenuhr, 1 Stuhl, 1 Gummiball, 2 einzelne Handschuhe, 1 Hutnadel, 1 Notizbuch, 1 Beil, 1 Damenhut, 1 Regenschirm (stehen geblieben am Schalter des Hauptpostamts), 1 Taschentuch, 1 Schürze, 1 Kinderschuh und 1 Likörfläschchen. Gießen, den 3. Juni 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _________________Fresenius._________________ cs Deich. Berlin, 2. Juni. Der gegenwärtige Besuch des Prinzen Victor von Italien, Grafen von Turin, am Berliner Hofe legt erneut Zeugniß von den so herzlichen Beziehungen zwischen dem deutschen Kaiserhause und der italienischen Königsfamilie ab. Kaiser Wilhelm hatte bei seinem letzten Aufenthalt am römischen Hose den jungen Prinzen eigens zur Theilnahme an der Frühjahrsparade des Gardecorps und weiter überhaupt zu einem Besuche des kaiserlichen Hofes eingeladen, welcher Einladung der Prinz nunmehr nachgekommen ist. Prinz Victor war am Donnerstag Nachmittag in Berlin eingetroffen, wo er auf dem Bahnhofe vom Kaiser empfangen und herzlichst begrüßt wurde- alsdann geleitete der Kaiser feinen hohen Gast nach dem königlichen Schlosse. Am Freitag Vormittag wohnte der Graf von Turin nebst den übrigen hierzu in Berlin eingetroffenen auswärtigen Fürstlichkeiten der Frühjahrsparade der Berliner Garnison bei. — Wie sehr die socialdemokratische Partei auch diesmal wieder allen übrigen Parteien mit ihren Wahlvorbereitungen voraus ist, dies geht u. A. auch aus der ungemein großen Zahl der socialdemokratischen Candidaturen hervor. Denn nicht weniger als 356 Candidaten hat die Socialdemokratie aufgestellt, es sind demnach nur 41 von den 397 Reichstagswahlkreisen von ihr unberücksichtigt geblieben. Daß die socialdemokratische Parteileitung mit ihren 356 offiziellen Candidaturen eine ungeheuere Stimmenzahl erzielen wird, ist bei der straffen Organisation der Wählermaffen und bei der intensiven Thätigkeit der socialistischen Agitatoren zweifellos- die Socialdemokratie kann also schon jetzt auf einen mindestens äußerlich bedeutenden Wahlerfolg rechnen. — Ein für die Sache des Deutschthums tief bedauerlicher Beschluß ist in dem von polnischen Elementen sehr stark durchsetzten Wahlkreise Graudenz-StraSburg gefaßt worden. Nach einer Meldung des „Berl. Tagebl." beschloß eine in Lautenburg abgehaltene Versammlung von deutschen Wählern aus den landwirthschaftlichen Kreisen, bei einer etwaigen Stichwahl zwischen dem Polen v. Rozycki und einem der deutschen Candidaten Stimmenthaltung auszuüben. Diese inbirecte Begünstigung des polnischen Candidaten soll mit dem Hinweise darauf begründet worden sein, daß Herr v. Rozycki auf dem Programm des „Bundes der Landwirthe" stehe. Demnach würde der erwähnte Beschluß eine Unterordnung deutscher nationaler Interessen unter einseitige Interessen bedeuten. — DaS preußische Abgeordnetenhaus hat sich am Mittwoch nach definitiver Genehmigung des Wahlgesetzes, des UeberweisungSgesetzes und des LehrerdotationSgesetzeS nochmals auf einige Zeit vertagt. Dies einerseits infolge Mangels an BerathungSstoff, anderseits aber auch in Hinblick auf die bevorstehenden Reichstagswahlen- wahrscheinlich wird die nächste Sitzung des Hauses erst Ende Juni stattfinden. — 96 antisemitische Candidaturen der verschiedensten Richtungen werden in der „Staatsbürgerzeitung" veröffentlicht. Ausland. — In Irland heben die Agrarverbrechen wieder an. In der Grafschaft Clarr spielt der neueste Vorgang dieser Art- der Verwalter Moloney vom Gute Rittonanthla wurde, als er sich zur Entgegennahme von Pachtzinsen unterwegs befand, durch Gewehrschüsse schwer verwundet. Die Thäter sind noch nicht ermittelt, obwohl sieben Personen verhaftet wurden. Und noch am Tage dieser That hatte der irische Staatssecretär Morley im Unterhause stolz verkündet, daß seit dem Amtsantritt des Cabinets Gladstone die Agrarverbrechen in Irland abgenommen hätten! Neueste Nachrklchteiu fßoIffS telegraphische« Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 2. Juni. Die heutige Frühjahrsparade des Gardecorps verlief bei schönem Wetter glänzend. Die Truppen waren in zwei Treffen aufgestellt. Den Oberbefehl führte Generallieutenant Winterfeld. Es fand ein zweimaliger Vorbeimarsch statt, erst in Compagniefront, dann in Regi- mentscolonnen. Bei dem Vorbeimarsch des 2. Garderegiments führte der Kaiser dasselbe an der Kaiserin vorbei. Unter dem glänzenden Gefolge befanden sich die Prinzen Leopold von Bayern, Ferdinand August von Sachsen, Albrecht von Braunschweig, Graf von Turin, Herzog Albrecht von Württemberg. Die Parade war um 11 Uhr beendet, worauf eine längere Kritik des Kaisers stattfand. Gegen 12 Uhr kehrte der Kaiser an der Spitze des 2. Garderegiments in die Stadt zurück. Berlin, 2. Juni. Der Delegirte des AufsichtsratheS der Continental-Telegraphen-Compagnie, Herr Dr. Jmanuel Rosenftein, ist infolge eines Herzleidens heute Vormittag gestorben. Berlin, 2. Juni. In der heutigen Sitzung des Evan- gelisch'focialenCongresses sprachHofprcdiger Braun- Stuttgart über die Annäherung der Stände in der Gegenwart und empfahl wirksame Förderung dieser Annäherung durch eine entsprechende Steuergesetzgebung, Schulgesetzgebung, Fe«illcton. Wochenbriefe aus der Residenz. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Darmstadt, 2. Juni 1893. Da8 Maifest der HumanitaS. — Wettrennen. — Vom Sommer- theater. — Allerlei. Ueber originelle Vereinsfeste ist in den Residenzbriefen in den vergangenen Wochen mehrfach berichtet worden, so originell und durchweg gelungen wie das Maifest des Männerchors „Humanitas" am letzten Sonntag ist jedoch hier noch kaum eine größere Vereinsveranstaltung verlaufen. Einen ausführlichen Bericht zu geben, ist nicht möglich, unser ganzer Brief würde am Ende nur von diesem einen Gegenstände handeln, wir begnügen unö daher mit einer kurzen Schilderung. Zum Festplatz war die herrlich gelegene Ruine Frankenstein bei Eberstadt auserwählt worden, ein Punkt, der wohl jedem Besucher der Bergstraße bekannt ist. Fleißige Hände hatten hier schon tagelang gearbeitet, die Ruine war herrlich aus- geschmückt, ja selbst eine kleine Bühne hatte innerhalb der altersgrauen Mauern ihren Platz gefunden, daneben gab eS Caroussels, Schießbuden, sogar ein urkomisches Raritäten- cabinet, dessen local-historische Alterthümer allgemeine Heiter- Ecit erregten, fehlte nicht. Ein Festspiel, vom Dereins-Präfi- d-enten, dem Großherzoglichen Baumeister, Herrn Eduard Harres, verfaßt, in dem der anwesende Verfasser von „Waldmeisters Brautfahrt", Professor Otto Roquette, verherrlicht inurbe, eröffnete den Reigen der gebotenen Vergnügungen. Seine treffliche poetische Fassung und die gelungene Darstellung sicherten ihm den lebhaften Beifall der Hörer. Dann sociale Gesetzgebung zc. Professor Wagner stimmte diesen Ausführungen im Großen und Ganzen zu und führte auS, wenn die Abgeordneten v. Syriern und Graf Frankenberg mir allen Mitteln gegen die maßvolle, von großen socialen Gesichtspunkten getragene Finanzpolitik Miquels ankämpfen, so gehe daraus hervor, daß die wohlhabenden Klassen keine genügende ökonomische Bildung und kein genügendes Pflichtgefühl haben. (Beifall.) Stöcker erklärt, man müsse im Auge behalten, daß der jetzige GähruogSprozeß den Ent- wickelungsgang nehmen werde, daß die durch das allgemeine gleiche directe Wahlrecht durchgeführte politische Gleichstellung auch auf öconomischem Boden sich allmälig vollziehe. Nach längerer DiScussion tritt die Versammlung im Allgemeinen den Ausführungen Brauns bei. Paris, 2. Juni. Nach einer den Blättern zugestellteu Mittheilung erhielt das Marineminifterium bisher keinerlei Nachricht über den Besuch eines russischen oder englischen Geschwaders in Brest gelegentlich der Reife CarnotS nach der Bretagne. Petersburg, 2. Juni. In Gegenwart des Großfürsten Paul Alexandrowitsch, des Ministers des Innern und zahlreicher Würdenträger fand heute die Eröffnung der ersten altrussischen Hygiene-AuSstellung statt. Depeschen de« Bureau »Herold*. Berlin, 2. Juni. AuS guter Quelle wird gemeldet, der Deutsche Kaiser werde der am 6. Juli stattfindenden Hochzeit deS Herzogs von Aork mit der Prinzessin Mary von Teck beiwohnen. Auch der König von Griechenland und der Kronprinz von Dänemark werden an derselben theil- nehmen. Berlin, 2. Juni. Nach der „Nationallib. Corresp." ist die Eröffnung deS Reichstags für den 4. Juli in Aussicht genommen. Frankfurt a. M., 3. Juni. Bei einer gestern Abend in Bornheim stattgefundenen Versammlung, welche von dem nationalliberalen Wahlverein einberufen worden war, kam es infolge der wiederholten Störungen durch Zwischenrufe seitens der zahlreich anwesenden Socialdemokraten zu erregten Scenen und mußte die öffentliche Versammlung geschloffen werden. Ein zahlreiches Aufgebot von Polizei war anwesend, um Thätlichkeiten zu verhindern. München, 2. Juni. Durch allerhöchste Entschließung vom 31. Mai wurde der gegenwärtige Landtag aufgelöst, der Termin für die Neuwahlen zum bayerischen Landtag, und zwar die Urwahlen auf den 5. Juli, die Abgeordnetenwahlen auf den 12. Juli anberaumt. Brüssel, 2. Juni. Der „Patriot" theilt mit, Deutschland betheilige sich offiziell an der Antwerpener Ausstellung. Lens, 3. Juni. Tausende von Flugblättern werden unter die Arbeiter vertheilt, worin die Belgier aufgefordert werden, Frankreich zu verlassen, wenn sie nicht eine Wiederkehr der vorjährigen Gewaltscenen Hervorrufen wollten. Die Ausweisung BaSlyS und LamentiuS auS Belgien werde gerächt. Pari«, 3. Juni. Einige Blätter heben mit Genugthuung die von dem italienischen General Fabre gezeigte Zuvorkommenheit bei dessen Trinkspruch in Palestro hervor und billigen den Satz, worin er von den Schwesternationen Frankreich und Italien spricht. Chicago, 3. Juni. Die Differenzen betreffs der Preisvertheilung sind beigelegt, nachdem die Jury ein ähnliches System angenommen, wie die Vertreter der protestirenden Staaten vorgeschlagen hatten. Die Entscheidung über Preisvertheilung liegt darnach in den Händen eines Comiloß internationaler Preisrichter, welches die Berichte deS mit der Vorprüfung beauftragten Preisrichters verwerfen und abändern kann. Auf Verlangen des Comitäs wurden von der amerikanischen PreiScommission drei oder mehr Preisrichter zur Vorprüfung ernannt. der sein Zelt auf dem Marienplatz ausgeschlagen hat. Die Darbietungen der Gesellschaft sind sehr mannigfaltig und in ihrer Art vortrefflich, so daß der Beifall deS Publikums für jede Vorstellung gewiß ist. Die Gesellschaft weilt nicht zum ersten Male in unseren Mauern, sie hat sich schon früher die volle Gunst deS Darmstädter Publikums erworben. Mit dem Ende dieser Woche nehmen die Festlichkeiten zur Feier deS MozartvereinSjubiläums ihren Anfang, über den Verlauf berichte ich Ihnen das nächste Mal ausführlich. Der Verein hat riesige Anstrengungen gemacht, um in jeder Beziehung mit Ehren zu bestehen und bei dem trefflichen künstlerischen Ruse, dessen er sich überall erfreut, wird ein wohlverdienter Erfolg auch sicher nicht ausbleiben. Unter Leitung des bewährten Dirigenten, deS um das Kunstleben der Residenz wohlverdienten Herrn Richard Senff, wurde in den letzten Wochen eifrig geprobt und so können wir und von den in Aussicht gestellten musikalischen Genüssen daS Beste versprechen. — Mit einem Bericht über den heftig tobenden Wahlkampf will ich Ihre Leser, die von diesem Capitel wohl auch in Gießen gerade genug hören, verschonen. Jedenfalls sind alle Parteien sehr eifrig thätig, an Wahlagitationen läßt man eS von keiner Seite sehien, eS möchte eben gerne jede Partei für ihren Candidaten das vielumstrittene Mandat erobern. Friedlichere Vorbereitungen als zur Wahlschkacht trifft man zum großen mittelrheinischen Turnfest, von dem ich Ihnen schon öfters berichtete. Fast täglich gehen der Presse neue Mittheilungen über den Fortgang der rührig betriebenen Vorbereitungen zu- Darmstadt will sich der ehrenvollen Wahl zi m Festvrle durchaus würdig erweisen und bei der freundlichen Gesinnung unserer Einwohner für die edle Sache der deutschen Turnkunst und der bewährten Gastfreundschaft der Residenz scheint ein fröhlicher Verlaus deS für mehrere Tage berechneten Festes in sicherer Aussicht zu stehen. Z. CocoUs unb LroVinzieller. Gieße», 3. Juni 1893. ♦* 8oacert»erei«. DaS Kirchen-Concert, welches der (Sonern Verein alljährlich in Gemeinschaft mit dem akademischen Gesangverein veranstaltet, ist in diesem Jahre auf Mittwoch den 21. Juni gelegt worden. Bruchs „Glocke", welche zum ersten Male vor 12 Jahren hier zu Gehör gebracht wurde, erhielt also damit seine Reprise. DaS hochbedeutsame Musikwerk heute auf seinen besonderen Werth zu prüfen oder auch nur nochmals darauf hinzuweisen, ist wohl mehr als überflüssig, eS dürfte wohl kaum eine größere Musik- vereiniguNg geben, die nicht Bruchs „Glocke" wiederholt auf ihr Repertoire gesetzt hätte. DaS hier zu bemerken, ist jedenfalls die beste Empfehlung. Wir begrüßen diese Wahl mit aufrichtiger Freude, zumal wir auS bester Quelle wissen, daß alle Vorbereitungen sorgfältigst getroffen sind. Die SoliS liegen in bewährten Händen, Frau Strauß-Kurzwelly, Fräulein Kathinka Schäfer, H^rr Adolf Müller und Herr Julius Zarnecker werden die theils sehr umfangreichen SoliS auS- führen; alle vier Künstler sind erprobte Kräfte und speciell im Oratoriensach hochbedeutsam. Die Aufführung war ursprünglich für den 14. Juni geplant, die Concertleitung hatte jedoch Bedenken, am Vorabend des Wahlkampfes hervorzutreten. Am Tage vorher, am 20., wird die öffentliche Hauptprobe zu wesentlich ermäßigten Preisen abgehalten werden. Der Vorstand legt besonderen Werth darauf, auch den Schülern und Schülerinnen der höheren und der Stadtschulen den Besuch dieser Hauptprobe zu ermöglichen, sie hat daher für diese größeren und kleineren Herrschaften einen besonders niedrigen Preis in Aussicht gestellt und dürfte eß sich empfehlen, wenn die Herren Direetoren und Hauptlehrer sich schon jetzt mit Herrn Challier in Verbindung setzten. Schließlich möchten wir noch darauf Hinweisen, daß die Anzahl der zu vergebenden Sperrsitze eine verhältnißmäßig geringe ist und eine rechtzeitige Vormerkung lehr zu rathen wäre. ** Musik. Unsere Regiments-M usik, welche seit Dienstag von ihrer so erfolgreichen Concertreise aus Hamburg und Hannover zurückgekehrt tst, gibt morgen in SteinS Garten ihr erstes Coneert. DaS äußerst gediegene Programm, welches die bedeutendsten Novitäten bietet, verspricht den Liebhabern guter Militärmusik einen Kunstgenuß. Auf die vorzüglichen Leistungen unserer Regimentsmusik, welche an der Elbe und an der Leine so große Erfolge erzielten, sei hier nochmals aufmerksam gemacht und ist Steins Garten wohl der geeignetste Platz, in welchem der Kunstjünger den schönen Weisen der freien Musika lauschen kann. * ♦ Das Personal Verzeichuiß der Großh. Hess. Ludewig«. Universität Gießen für das Sommersemester 1893 ist erschienen und zum Preise von 20 Pfg. in der UniversitätS-Buch- und Steindruckerei von Curt v. Münchow dahier zu beziehen. * * In Sachen der Sonntagsruhe fand gestern Abend im Cafö Ebel eine privatim einberufene Bersammluug von hiesigen Ladenbesitzern statt, an welcher ungefähr 30 Personen, davon die Hälfte Inhaber von Colonialwaarengeschäften, theilnahmen. Der Zweck der Versammlung war nach einem von Herrn C. Orbig junior erstatteten Referate die Stellungnahme gegen das neuerlich erlassene, die Verkaufszeit von IP/a bis 3*/z Uhr feftsetzende Ortsstatut. Sowohl aus dem EingangS- referat wie aus der darauf folgenden Besprechung ging hervor, daß die Mehrheit der Erschienenen mit dem neuen OrtSstatut nicht einverstanden ist,' die Versammlung hielt das Oeffnen der Ladengeschäfte um 11 Uhr deshalb für nöthig, weil dies nicht nur dem kaufenden Publikum erwünschter sei, sondern auch weil ein späteres Oeffnen nach den bisherigen Erfahrungen die Ladenbesitzer in hohem Maße schädige. Eine in diesem Sinne ausgearbeitete, dem Stadtvorstande zu unterbreitende Petition wurde nach einigen Abstrichen und Aenöerungen angenommen; in derselben wird Festsetzung der Verkaufszeit auf die Stunden von 11 bis 3 Uhr verlangt. Ein Antrag auf die angeblich von der Mehrheit der Ladenbesitzer gewünschte Wiedereinführung der Vormittags - Verkaufszeit (V28 biß 9 Uhr) wurde nur mit 5 Stimmen unterstützt und deßhalb die Ausnahme dieser Forderung in die Petition abgelehnt. Fast alle Anwesenden stimmten indeß darin überein, daß die Wiederherstellung des früheren Ortßstatuts mit der Verkaufszeit von 1/28 biß 9 und 11 biß 2 Uhr daß beste sei, daß aber von der jetzigen Stadtverordneten-Versammlung auf Annahme eineß dahin gehenden Antrageß vor der Hand nicht zu rechnen sei. Die Petition soll allen Geschäftsinhabern demnächst zur Unterschrift vorgelegt und im Falle deren Ablehnung durch den Stadtvorstand erfolgt, gegebenen Falls biß an Großh. Ministerium gegangen werden. * * Da8 Gedicht an der Pumpe. Die an der Löwengasse resp. Tiefenweg dieser Tage wieder neu errichtete Pumpe war heute früh mit Laubgewinde und poetischem Gruß an ihre Nachbarschaft geschmückt. - t- Gestern fanden in Conbor f und TreiS a. d.Lda. von dem freisinnigen Wahlcomitv einberufene gut besuchte Wählerversammlungen statt. In den bezeichneten Orten entwickelte Landtagßabgeordneter Metz in längerer, namentlich in Londorf von häufigen BetfallSbezeugungen begleiteter Ausführung daß Programm der freisinnigen Partei und ihreß Candidaten, indem er gleichzeitig auch die Programme der drei übrigen Candidaten beleuchtete. Redner versuchte nachzuweisen, daß von den 4 Candidaten, deren Wahl in Frage stehe, allein der Caudidat der freisinnigen Partei in genügender Weise den verfassungsmätzigen Grundsatz vertrete, daß der Abgeordnete nur daß Wohl der Gesammtheit im Auge zu behalten und nicht nur die Interessen einzelner Klassen von Staatsangehörigen zu vertreten habe, während die anderen 3 Candidaten, nämlich derjenige deS Bundes der Landwirthe, der Socialdemokratie und der Antisemiten, wie sie mehr oder weniger ganz offen zugäben, nur Vertreter einzelner Berufs- und Cousessionß* klassen seien. In beiden Versammlungen wurde von Gegnern, obgleich dieselben wiederholt zur Aeußcrung aufgefordert wurden, Widerspruch nicht erhoben, und wurden beide Versammlungen mit einem von allen Anwesenden lebhaft außge- brachten Hoch auf baß deutsche Vaterland geschlossen. ** CiSbaecnrft. Der erste Theil beß ObstbaucursuS für Daum- unb Straßenwärter im pomologischen Garten btt londw. Winterschule zu Friedberg begann am 16. Marz unb enbete am 12. Mai. Derselbe war von 28 Schülern besucht. Bon diesen waren drei Straßenwärter, zwei Feldschützen, die übrigen beabsichtigten theilweise in ihrem eigenen Interesse, theilweise im Interesse ihrer Gemeinden den Obstbau alß Nebengewerbe zu betreiben. Bezüglich ihrer Heimath sind auß dem Kreise Friedberg 13, Gießen 10, Lauterbach 2, Schotten 3. Der RepetitionScursuß für Baum- und Straßen- wärter dauerte vom 15. biß 20. Mai und schloß mit einer Prüfung über den Schnitt hochstämmiger Obstbäume, welcher an Bäumen von verschiedenem Alter außgefübrt worden. Bei derselben war unter Anderen auch der Präsident de» Oberhessischen Obstbauvereinß, KreiSrath Dr. Braden, anwesend. Besuchtwar ber Gurfuß oon 1 Straßenwart, 1 Gärtner, 9 Baumwarten. 8 Schüler waren auß dem Kreise Gießen, 2 auß dem Kreise Büdingen, 1 auß dem Streife Schotten. •• Markte in Lberheffeu neb Umgegend im Juni 1893. 5. Hochweisel Vieh- und Kämermarkt, Schotten Vieh» und Faselmarkt; 6. Laaßphe Schweinemarkt; 8. Lauterbach Diehmarkt; Marburg Schweinemarkt, Kirchberg Vieh« und Krämermarkt; 13. Darmstadt Biehmarkt, Gießen Vieh- unb Krämermarkt (2 Tage), Laubach Bieh- unb Krämermarkt, Gelnhausen Viehmarkt; 14. Homberg a. d. Ohm Vieh- unb Krämermarkt; 19. Herchen» hain Viehmarkt (2 Tage), Hohensolms Vieh- unb Krämer- markt; 20. Hanau Biehmarkt; 21. Friedberg Bieh- unb Krämermaikt, Herchenhain Biehmarkt, Wetzlar Bieh- und Krämermarkt, 22. Butzbach Vieh- unb Krämermarkt, Grünberg Vieh- unb Kramermarkt (2 Tage), Fulda Vieh- unb Schafmarkt, Kirchberg Vieh- und Krämermarkt; 26. Lich Vieh- unb Krämermarkt, Herborn Vieh-, Kram- unb Wollmarkt, Usingen Bieh- unb Krämermarkt; 27. Darmstadt Biehmarkt, Gießen Vieh- und Krämermarkt (2 Tage), Gelnhausen Biehmarkt, 28. Ortenberg Vieh- unb Krämermarkt, Fr ankeuberg Vieh- und Krämermarkt; 29. Biedenkopf Vieh und Krämermarkt. • C. E. lieber die herrschende Fatteruoth wird imß auß dem oberen Wieseckthale geschrieben: Wir leiden hier schon seit 2 Monaten an großem Futtermangel; auf dem Felde steht kein Klee, auf den Wiesen kein Graß, in den Scheunen ist der Vorrath aufgezehrt, auch Speicher unb Keller sinb fast leer, unb bei alledem noch ist die A'tssicht auf die kommende Ernte fast trostlos. Mit dem Rom ging eß schon, wenn eß nicht noch mehr Roth leidet, — aber mit Weizen und Sommerfrucht sieht eß traurig auß. Die Kartoffeln gehen kaum zur Hälfte auf, auf manchem Acker stehen überhaupt keine, habet haben die beiden leimn Nächte durch Frost Schaben an Kartoffeln unb Bohnen angerichtet. Tie reute müssen daß Korn infolge der Futternoth verfüttern. Sollte unter diesen hier geschilderten Nothftandßverhältnissen nicht hohe Behörde sich veranlaßt finden, dieser Noth in etroaß Linderung zu schaffen, unb da, wo Gemeinbewaldungen und, Stteulaub, Mooß, grüneß utft bürreß Graß verabfolgen können? Schreiber dieseß, ein hochbetagter Greis, hat erlebt, daß in ähnlich trockenen Jahren sogar von unnützem Gehölz und Gestrüpp Futterwellen für die Schafe aus den Winter gemacht und versteigert wurden; bieß hat einigermaßen über bie brückenbste Noth hinweggeholfen. Hohe Forstbehörde möge bebenken, waß auß biefer Noth werben kann, wenn baß wenige Heu und Stroh verfüttert ist, daß heute schon wenigstens für trockeneß Lager für daß Bieh gesorgt rorrbfn kann. Ein allcß Sprüchwort sagt: Holz und Unglück wächst über Nacht, Wald bleibt Wald. Nahrung für Menschen unb Vieh ist daß erste, wofür gesorgt werden muß. O AuS dem Ohmthal, 2. Juni. Wiederum haben bie vorige und namentlich die gestrige Nacht mit'ihrer 0 Temperatur großen Schaden angerichtet. Ganze Aecker voll Kartoffeln, die im Thale gelegen, sinb erfroren; daß Kraut ist schwarz geworben unb hängt schlaff herunter. Auch viele Bohnen pnd glcichsallß vom Froste zu Grunde gerichtet worden. Waß ber Dürre nicht zum Opfer gefallen, muß nun durch eiskalte Nächte noch vernichtet werden. Daß sind fürwahr traurige, abermals traurige Aussichten. Noch immer fein Regen, kein Graß und kein Futterwuchß. Bereitß mangelt bei den Landwirthen daß Sttoh, da eß zum Füttern verbraucht worden ist. Bang sieht der Landwirth tn die Zukunft. Wenn eß noch einige Wochen so fort gehen soll, muß noth- gebrungen der Viehstand verringert werden. Schon jetzt beginnen die Preise für daß Rindvieh von ihrer seitherigen tiefen Stufe noch weiter zu sinken; Kälber werden für den halben Preiß verkauft. In vielen Ortichaften ist bekannt gemacht worden, daß Waldgraß zum Füttern und ©treuen die Last zu 10 Ps. bezw. 5 Pf. abgegeben wird. § Grebenhain, 1. Juni. Die hiesige Dahrlehnßkasse eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, hat sich in ihrer letzten General-Versammlung vom 28. Mai d I. aufgelöst, indem selbige statutengemäß nur Darlehen an Mitglieder verabfolgen konnte und erstere von (enteren nicht in Anspruch genommen wurden. Alß Liquidatoren wurden bestellt Heinrich Lind V. und Johannes Müller, Beigeordneter von hier. Lauterbach, 30. Mai. Dem Pachter Fülbertb in Glien* dach wurde in der Nacht vom Sonntag zum Montag auß einer allein stehenden Scheune ein Wagen voll Heu gestohlen, ohne daß eß gelungen ist, den Thäter zu ermitteln. AuS dem BogelSberg, 30. Mai. Die Antisemiten unseres "Wahlkreises haben wieder den [eiterigen Vertreter, Herrn Oswald Zimmermann in Dresden, alß Reichstags» candidaten aufgestellt. Die Antisemiten sind überall rühriß- N. Nidda, 2. Juni. Die DiphtheritiS wrdert immer noch ihre Opfer, obgleich mit der größten Energie il6?11' $tt= ■5«t StneinU'?'*« '■ B-jii-li» ! - @ie§en910 «ftB 81?lRi«42, ®«i Md «mijetsbff6 * -'m »-n 2S* »°l»n sLr- 3”"' 18M- ”, 1 Rotten M wetnewaeft; 8. r«„i, , ö«iel>be»<3ieg. inb ® 7 ,u"k toimimitt, ~en: Wir leiden hier föra ■uttermangel; aus h Wiesen kein Gras, in btn gezehrt, auch Cpeichn imb ebem noch ist die AuSsuhi aus os. Mit dem Korn ging es hr Noth leibet, - aber mit es traurig auS. Die Kar- auf maniem Mer ftefcn beiden letzten fläifite durch ahnen nMrWt. Diesem tternvth versiittern. ZMr NvGandsdnhnitnissrn nicht iben, dieser MH in etwas roo Gmeinbewaldungen sind, d dunes Gras verabfolgen ochbetagter Greis, hat erlebt, sogar von unnützem Gehe!; die Schase aus den WiuUr ■ dies hat einigermaßen iibr en. Lohe ForfMde «ö- i tutim hm, W™ Uteri ift «,**8? ,r j>°h imi N® E MH«, für ** werden mutz- Uni. Wiederum Huden d ® C sraut Ift «»“1 * * Eim!' t*1* , Noch lWDlf bti dm * 8,r,w es e \it SM Laudloirlh w nüt6, - f* I* '°Ä * iflttt werden. ^(ng{B Ä«**srJä* Die hwl'Sb 7.° tzaftpMfc; ^unbeschr^ttV°>jd, 11,11 c inO- KMtag » .[( ßtu igev'7 DieAnnsewl , iO.N- . L Derttt"k- •s*<» Pfg. bei 2 Kg. (4 Pfd.) bei 1 2 3 w Der au-wLrligen Bäcker. 2 Kg. (4 Pfd.) Der Brodverkäufer. Schwarzbrod . Fresenius. Leere Fläschchen werden billigst nachgesüllt. Landeier f. Philosophenwald LdllUCId Tnnl fvicnliA Waffel per Stück . . 5 Pfg. Hundert Mk. 4.SO. // Neuenweg 15. 5011] [1788 in reicher Auswahl bei [4935 I. A- gotiii «othenberger, Taxator. Täglich frische Milch MAGGI5 DW 1 2 2 1 2 3 26 27 52 54 24 25 25 48 50 50 22 23 44 46 66 hiesigen Bäcker. bei Aug. Guhr bei Aug. Guhr bei Aug. Guhr bei Aug. Guhr Der 1 Kg. (2 Pfd.) Taselbrod 2 Kg. (4 Pfd.) „ 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod Aug. Guhr S.Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) Aug. Guhr S.Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) Suppenwürze &!rlw A. & ti. Wallenfels. fltgen die Seuche angekärßpst wird. Gestern ist wieder ein siebenjähriges Stinb daran gestorben. — Gestern hatten wir die Ehre, Se. Excellenz den Herrn Finanz Minister hier zu sehen. Er befuhr die Strecke der Oberhessischen Eisenbahn von Gelnhausen hierher, dann diejenige von hier nach Schotten, reiste dann zu Wagen nach Laubach und inspicirte die Strecke Laubach - Hungen. Das Bahnpersonal war eifrig bemüht, die Strecke fein und tadellos herzurichten, selbst die Bänke und Stühle in den Warteräumen wurden mit Bürste und Seife behandelt, was den Gegenständen und dem Publikum zum Bortheile gereichte. B. Berstadt i. d. W., 2. Juni. Der Brachmonat Juni hat uns schon zwei Frostnächte gebracht- in den kleinen Bodensenkungen, wo sich Wasserläufe oder feuchte Gräben befinden, gab es in den Nächten von Mittwoch auf Donnerstag (den 1. Juni) und von Donnerstag auf Freitag (2. Juni) ziemlich Eis, die übrigen Fluren waren mit Reis bedeckt. Die Kartoffeln, Bohnen, Gurken und andere zarte Pflanzen haben gelitten. Im Berhältniß zu anderen Gemarkungen sieht es bei uns noch gut aus, weil wir einen kräftigen, die Feuchtigkeit haltenden Lehmboden haben, der sich in so trockenen heißen Zeiten, wie wir sie seit 1892 und bis jetzt 1893 haben, trefflich bewährt. Damit soll nicht gesagt sein, daß wir etwas ganz besonderes haben, es ist nur besser als in anderen Gemarkungen mit leichtem, trockenem Boden. Wgs das Obst, speziell die Birnen betrifft, so hat sich die s. g. MichelSbirne bewährt, welche ehemals von Echzell bei uns eingeführt worden ist. Die übrigen Birnen haben gelitten. Bon Kartoffelsorten sind Champignon schön aufgegangen und haben sich gut bestockt. Imperator und Weltwunder werden nicht gelobt. In Betreff der Futterpflanzen ist zu bemerken, daß der ewige Klee, welcher bekanntlich metertiefe Wurzeln treibt, sich dieses Jahr gut bewährt, er wurde aber in den letzten Jahren etwas vernachlässigt dem deutschen Klee gegenüber. Wahrscheinlich wird er jetzt, da wir in eine mehrjährige heiße Periode eingetreten zu sein scheinen, wieder mehr berücksichtigt. Recht schade ist es, daß dieses Jahr unsere Wiesen nicht so sorgfältig behandelt sind, wie sie es eigentlich verdienen, denn da wir über zweihundert Morgen gemeinheitliche Wiesen besitzen, würde bei richtiger Behandlung gerade in den trockenen Jahren ein prächtiges Stück Geld erlöst werden. Eine alte Regel besagt: Menn man in den Grund und Boden nichts hineinsteckt, kommt auch nichts heraus. Das beste Beispiel kann man sich an den ftscalischen Wiesen nehmen, wie an den fiscalischen Obst- Laumpflanzungen, wo an den Kosten nicht gespart, dafür ober auch schöne Erfolge erzielt werden. Alles Geld, was In dieser vernünftigen Weise ausgegeben und angelegt wird, dringt Capital und Zinsen in kurzer Zeit wieder ein. Mainz, 1. Juni. Die Bürgermeisterei hatte sich diesmal doch nicht vergeblich mit der Bitte an den Gemeinsinn der Bürger gewandt, die confessionellen Feiertage als gemeinsame Feiertage anzusehen und zu behandeln. Am heutigen Fronleichnamstage hatten auch die evangelischen und israelitischen Geschäftsleute die Läden nur in den an Sonntagen üblichen Geschäftsstunden offen. Es ist dies wohl auch ein Beweis, nicht nur sür den Bürgersinn, sondern auch für die Thatsache, daß die Sonntagsruhe in Fleisch und Blut übergeht. Eingesandt. Gießen, 3. Juni 1893. Bezüglich der in der vorgestrigen Stadtverordnetensttzung im Anzeiger veröffentlichen Auseinandersetzungen, betreffend Sonntagsruhe, erkläre ich, daß mich Herr Rechtsanwalt Grünewald, gelegentlich eines Besuches bei ihm, wohl gefragt, wer die Herren E. F C. W., G. A., seien, worauf ich ihm erwiderte, daß ich gar keine Ursache habe, ihm dieselben oorzuentbalten und habe sie ihm genannt. — Durch wen das Gerücht entstanden, hatte Herr Grünewald nicht nöthig mich zu fragen, sondern ich habe ihm denselben unaufgefordert genannt, nicht aber gesagt, daß ich die fragliche Aeußerung btrect von Herrn L. W. Plank habe. - Eine Aufforderung des Herrn Plank ist mir bis zu dieser Stunde noch nicht zugegangen, es konnte also auch eine Erwiderung nicht erfolgen. Chr. Wallenfels. An die Redaction des Gießener Anzeigers. Ich ersuche Sie um gefällige Ausnahme nachfolgender Berich- ti9Un0ficrr Pachter Passavant von Großm-Bufeck behauptet in einem in Nr. 128 Ihres Blattes enthaltenen -Eingesandt" datz ich in meiner sreisinnigen Wahlrede in Großen-Buseck den Bund der Landwirthe einen Schwindel genannt hatte. Dies ist eine Unwahrheit. Ich habe während meines ganzen Vortrags diese wegen ihrer Ungeschicklichkeit nur einem in den Kinderschuhen steckenden Redner zu verzeihende Ausdruckswelle nicht gebraucht, vielmehr lediglich, Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 3. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13«/a, Luft 18 Grad. Rübsamen'fche Badeanstalt. E. Trenckmann Gießen Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod . Kg. (4 Pfd.) Kg. (6 Pfd.) 26 Pfg. 52 „ 24 „ 43 „ 22 „ 44 , 66 „ • Polin, 2. Juni. Die ersten drei Di stanz geh er sind heute Vormittag 9 Uhr hier passirt, alle waren erschöpft, ein Berliner an den Füßen wund. Nachmittags 2 Uhr passirte der Naturmensch Georg Drutschel frisch und ganz wohl. * Deutschbrod, 2. Juni. Die Reihenfolge der Distan z- geh er hat bisher keine Veränderung erfahren. Erster ist noch immer der Vegetarier. Derselbe befindet sich ganz wohl, trotz geringer Nahrungsaufnahme. Die Straßen sind regenweich. Die Bevölkerung ist zuvorkommend.__ WMS3U0 au» den ifKrn der Stadt Bietzen. Avfgebote. Juni: 2. Nicolaus Wenzel, Taglöhner dahier, mit Elisabelhe Heß Hierselbst. 3. Franz Xaver Buchberger, Brauer dahier, mit Minna Schmidt hierfelbst. GheschUeßvngen. Mat- 27. Carl Friedrich Gustav Brück, Oberlazareth-Gehülfe dahier, mit Auguste Lifette Caroline Schüßler hierfelbst. 31. Wilhelm Weidmann, Reisender dahier, mit Anna Henriette Elisabeth Noll hierfelbst. Juni: 2. Jacob Katz, Kaufmann zu Berlin, mit Emma Wolf hierfelbst. Wermietyungen. 4919] Lonystraße 20 mittlerer Stock, 6 geräumige Zimmer nebst Zubehör, bis zum 1. September zu vermiethen. B. Etranch, Lonystraße 20. 3466] Der neu hergerichtete mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen Aug. Wallenfels Wwe., Kirchenplatz 21, I. bet Gg. Ant. Heuser von Gr.-Linden 42 Pfg. „ W. Ainend von Lang-Göns . 21 „ „ Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Linden, Ph. Velten v. Gr.-Linden, Joh. Kd. Belte v. Kirch-GönS, u. W. Amend v. Lang-GönS 40 „ „ F. Schön v. Ruttershausen . 42 „ Ieilgeöotenes. »L Schlachthaus. Freibank. [5012 Heute und Montag: Ochfensieifch, nicht ladeurein, per Pfd. 48 Pfg., Kuhfleisch, nicht labenrein, per Pfd. 35 Pfg. nachdem Herr Passavant zuerst von den Bestrebungen der Berliner Herren deS Bundes der Landwirthe als einem Schwindel gesprochen hatte, Herrn Passavant in ironischer Weise in meiner Entgegnung auch diesen ein erfreuliches Selbsterkenntniß enthaltenden Ausdruck festgenagelt. t , Die Schlußbemerkung des Herrn Passavant. daß man erst nach den Wahlen erkennen werde, auf weffm Seite der Beifall war, ist unverständlich, indem jeder, der in der Versammlung anwesend und nicht gerade taub war, ganz genau hören konnte, zu wessen Gunsten die Beisalltzbezeugungen der Versammlung abgegeben wurden und diese Schlußbemcrkung wird ander sür Herrn Passavant scheinbar ärgerlichen Thatsache, daß der Herr Berichterstatter über Beifall zu Gunsten des Herrn Passavant autz der Versammlung nichts zu erzählen in der Lage war, gleichfalls nichts ändern. Dr. Jung, Rechtsanwalt. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Gabore»«. Mai: 21. Dem Cigarrenmacher Karl Johann Schäfer ein Sohn, Heinrich Ludwig. 24. Dem Bierbrauer Joseph Weber ein Sohn, Heinrich Ludwig. 27. Dem Brandverficherungs-Assistenten Heinrich Nicolaus eine Tochter. 28. Dem Zimmermann Johannes Neeb eine Tochter, Luise. 29. Dem Bureaudiener Ludwig Adolph ein Sohn, Ludwig Anton. 31. Dem Assistenten beim GaS- und Wasserwerk Friedrich Kuckuk ein Sohn, Heinrich August Jacob. Gestorbene. Mai: 26. Wilhelm DebuS, 8 Monate alt, Sohn von Briefträger Georg Debus dahier. 27. Georg ©Heber, 79 Jahre alt, Privatier dahier. 27. Gustav Hirsch, 19 Jahre alt, Reisender dahier. 29. Anna Katharina Susanns Elise Gonter, 4 Monate alt, Tochter von Regimentsschneider Valentin Gonter dahier. 30. Sophie Kling, 2'/« Jahre alt, Tochter von Schaffner Reinhard Kling dahier. 31. Gustav Dietrich, 11 Monate alt, Sohn von Postschaffner Wilhelm Dietrich dahier. Juni: 1. Heinrich Martin Gustav Kräußltch, 3 Monate alt, Sohn von Regimentsschuhmacher Karl Kräußltch dahier. 1. Margarethe Roß, geb. Diesenbach, 72 Jahre alt, dahier, Wittwe von Landwirth Conrad Roß von Ober-Rosbach. Montag den 5. Juni, Nachmittags von 2 Uhr an, werden aus dem Nachlaß der Frau J«g» Hard Wwe-, Diezstraße (Kleinkinder- schule), nachbenannte Mobilien versteigert: 1 schöner Kassenschrank Sopho, Stühle ovale, runde und längt Tische, Commoden, 8 vorzüglich« Bette« mit Sprungfederund dreitheil fast neuer Roßhaarmatratze, gute Federbetten, ovale unb längliche Spiegel, 1 Pendule, 2 Uhren, «ketderschränke. 2 Küchenschranke mit Glasaufsatz, Teppiche, Bütten, Nippsachen, Haushaltungsgegenstände ic-, 1 schön gearbeiteter EeeretLr; ferner: 1 neuer amerikanischer Ofen. Verkehr, CanO- und Volk-wirthschaft. (Sieten, 3 Juni. Marktbericht- Äuf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd- X 1.10-1.20, HAnereicr per Stück 6- 2 Stück 11- A. Käse pr. St. 5-8 A, Käsematte pr. St- 8 A. Lrbsen vr. Liter 18 A. Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,70-0,90, Hühner pr. Stück ^l.l^l.U. Hahnen pr. 6t X 1,70-2.00, Enten pr. ©t. X 1,80 bis 2,00, Ochswfleisch pr. Pfd- 65-72 A- Kub- unb Rindfleisch pr. Pfd. 50-56 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 -70 A. Kalbfleisch pr. Pfd. 40-46 A, Hammelfleisch pr. Psd. 40—70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo b,00—6,00 X, Weißkraut pr. Stück 5-12 H, Zwiebeln pr. Centn» 12,00—00.00 X. Milch pr. Liter 12—18 A, Enteneier pr. St. 6— A, Gänseeier 11-12 A, Kirschen pr. Pfd. 15-20 H. - Die Pommersche Hypotheren.Uetien.Bank zu Berlin gibt zu ihren 4% resp. conv. 3*/t °/o Pfandbriefen 1. Em. neue EouponSbogen auS, zu deren Besorgung sämmtliche Bankverbindungen bereit sein werden. Brodprcise vom 4. Juni bis 18. Juni 1893. Auszug aus den 2 Verleg der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Vietsch) in Siebe». Die heutige Nummer omfaftt 12 Beiten. Todes-Anzeige. Freitag Abend 9 Uhr verschied nach kurzem Leiden unser geliebter \ ater, Schwiegervater und Grossvater Bekanntmachung. G« wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die Wahlen zum Reichstag im ganzen Reiche Donnerstag, den 15. Juni 1893 stunden und daß die Wahlhandlung um 10 Uhr Bormittags be- ginnt und um 6 Uhr Nachmittags geschlossen wird. Die Stadt Gießen zerfällt in folgende Wahlbezirke: Erster Wahlbezirk: Tie Bewohner des Asterwegs, der Eder- straße, Hundsgaffe, Lindengaffe, Marburgerstraße, Rord-Anlage, Am Rodberg, Schillerstraße, Schottstraße, Steinstraße, Wallthorstraße, Weserstraße, des Wieseckerweges und der Zozelsgaffe. Wahllocal: Schulhaus am Asterweg. Wahlvorsteher: Beigeordneter Georgi, Stellvertreter: Stadtv. Homberger. Zweiter Wahlbezirk: Die Bewohner An der Bach, der Brand, gaffe, des Brandplatze», der Braugaffe, Dammstraße, Diezstraße, Dreihäuser- gaffe, Erlengasse, des Kanzleiberges, der Kaplaneigaffe, des Kirchenplatzes, der Kirchstraße, des Lindenplatzes, der Moltkestraße, Reuenbäuen, des Neuenwege-, der Ost-Anlage, Schloßgaffe, Schulftraße, Senckenbergstraße, Sonnenstraße, Waaqengaffe, Weidengaffe, Wetzsteingaffe und Wiesenstraße. Wahllocal: Schullocal in der Schulftrafte. Wahlvorsteher: Stadtoerordn. Keller, Stellvertreter: Stadlverordn. Schmall. Dritter Wahlbezirk: Die Bewohner der Bismarckstraße, Bleichstraße, Eichgärten, Gartenstraße, Gotheftraße, Grünbergerftraße, Heffenstraße, Licherstraße, Löberstraße, Lonystraße, des Ludwigsplatzcs, der Ludwigstraße Nr. 1 bis 46, Am Nahrungsberg, des Schiffenbergerweges, der Stevhan- straße, Süd-Anlage, Wolfstraße und der Gemarkung Schiffenberg. Wahllocal: Gürgermeistereigebäude. Wahlvorsteher: Oberbürgermeister Gnauth, Stellvertreter: Stadtv. Bogt. Bierter Wahlbezirk: Die Bewohner des Burggrabens, der KaplanSgaffe, Katharinengaffe, des Kreuzplatzes, der Löwengaffe, Mäusburg, Maigaffe, des Marktplatzes, der Marktstrabe, Plockstraße, Rittergaffe, des Seltersweges, Teufelslustgärtchens, der Wettergaffe und Wolkengaffe. Wahllocal: Altes Rathhaus. Wahlvorsteher: Stadtoerordn. Jughardt, Stellvertreter: Stadtoerordn. Brück. Fünfter Wahlbezirk: Die Bewohner der Bahnhofstraße Nr. 1 hi« 50, Hammstraße, An der Hardt, Kornblumengaffe, Krofdorferstraße, Lahnstraße, Mühlgasse (große und kleine), Neustadt, Rodheimerstraße, Sand- gaffe, Schanzenstrabe, Schützenstraße, des Tiefenmeges und der West-Anlage Rr. 22 bis 45. Wahllocal: Schulhaus in der Neustadt. ' Wahlvorsteher: Kaufmann L. W. Plank, Stellvertreter: Kaufmann E. Pistor. Sechster Wahlbezirk: Die Bewohner der Alicestraße, An den Bahnhöfen, der Bahnhofstraße Nr. 51 bis 93, Frankfurterstraße, Grabenstraße, Klinikstraße, des Leihgesternerweges, der Liebigstraße, Ludwigstraße Nr. 47 bis 73, Am Riegelpfad, der West-Anlage Nr. 1 — 21 Wilhelmstraße. 6042] Ein sehr großes, eoent. zwei kleinere gut mävlirte Aimmer, mtt Gartenbenutzung für sofort oder später zu oerm. Wilhelmstraße 2. 2. Stock. 3856] Mansardenlogis zu vermiethen. Nonstadt, Germania. 2b93l Im Limperl'schen vause, After- weg 34, ist eine elegante Wohnung von 8 Zimmern zum 1. Juli, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. Pferdefiall und Wagenremise können mit gemiethet werden-__ 4954] Freund!- Wohn^, 3 Zim., Küche, auf sofort zu verm. Ehr. Jungdlut. 4133] Logis, kl- u. größ, neu herger., l- beziebb, zu verm. in Neuen Bäue 20. 4932] Zimmer mit Eabinel und Stübchen unmoblirt zu vermiethen- L. Orth, Neuen Bäue 11. 2575] Vahtthofstratze 6t Laden mtt Wohnung per 15. Juni zu vermiethen. Nähere« Neustadt 53 im Laden 4972] «in Mädchen, welches im Bügeln erfahren, wünscht Arbeit in und außer dem Hause_______Licherstraße 6. 48911 Ein Kindermädchen tagsüber gesucht- Marktplatz 18. 4967] Mädchen, welche ba4 Kleidermachen und Zuschneiden gründlich erlernen wollen, werden angenommen. Bahnhofffiaße 23, 2. St. Qj.lL gesucht für ein im Kochen und uIBIIB in ollen häu«! Arbeit, erfahr, tüchtige« Mädchen, welchem Jute Empfehl, nir Sette stehen. Gefäll- lnfragen unt. K Z an die fen*b. [5001 Sonntag, den 4. Juni: «KOSSES CO,WEHT ausgeführt von der Capelle des Inf.-Regts. ..Kaiser Wilhelm'- (2. Grossh Hess Nr. 116) unter Leitung des Grossh. Musikdirectors Herrn C- Krausse. Programm: 1) Einzugsmarsch „Zigeanerbaron“ (Strauss). 2 Ouver- ture „Die schöne Oalathea*' (8upp4). 3) Walzer und Chor aus „Faust“ (Gounod). 4) Finale aus „Aida“ mit thebischen Trompen (Verdi). 5) Onverture „Tannhäuser** (Wagner). 6) Intermezzo et Danse Espagnole a. d. Suite ,L’Arl*''*ienn«- i lii/et). 7 „Künstler-Träume“, Walzer (Vollstedt). 8) Fantasie a. d , 11 - । \| . - beer). 9) ^Rhapsodie*1 (Lisztk 10) „Weaner Mad'ln“. 11) ,.Aae vergangenen Zelten!“ Historische Albumblätter aus dem 12.—19. Jahrhundert, zusammen gesetzt D. H. Lohmann im Alter von 72 Jahren, was wir Freunden und Bekannten tiefbetrübt hiermit anzeigen. Merrnietßungen. 5020] Da« bisher von Herrn Amtmann Nebel bewohnte Logt«, Alicestraße 23, zwei Treppen hoch, 7 Zimmer nebst Zu« behör, ist wegzugshalber vom 1. Juli ab anderweit zu vermiethen- Nähere« ibei Agent Karl Klee», Südanlage 18. 5029] Kleine- Logis,Krofdorferstraße Nr. 48, mit Gartenantheil sofort zu oer- miethen.__________Doering. Rechner. 5028] Ein Logi« zu vermiethen. ___ Schreiner Hetz, Kovlansgafle 25. 5009] Ein kleines Logis zu vermiethen. ____Rittergaffe 23. 5004] Zweiter Stock zu vermiethen. _________________Grünbergerstraße 43. 4680] Zwei Logis, je 3 Zim-, Küche u- Zubeh-, auf Wunsch neu herger-, i. Hinter- bause zu verm. Lindenplatz 5, 2 St. 5003] Ein unmödlirle« Zimmer, par« terre, »u verm Grünbergerstraße 43. 1893] «ädlirte» Zimmer iu oer, miethen__Marktstraße 16, II. 4909] Ein möbltrtes Zimmer ,u oer- miethen.Kreuzolatz 11. 3«m 1. Juli wird ein mit guten Zeugnissen versehene« Dienstmädchen gesucht. (4874 ____Kirchenplatz 11, 1. Tr. 4989] Für ein Colonialwaarengeschäft ein «eisender per 1. Juli gesucht, welcher Oberhessen und Nassau schon mit Erfolg bereist hat. Gest. Offert- erb. unter W 150 an die Erved. d. Bl. wit L'ogt« zu vermiethen 2703] MäuSburg 1. 4711] Ein schöner Lade« mit Logt« ist per 1. August zu vermiethen Marktstratze i Nr. 32. Sonditorei L«d. Däst. 1 50321 Einer meiner Läde«, in welchem seit Jahren Schuhgeschäft betrieben wurde, zu vermiethen. S. Elsoffer, Markt- straße 27, II, Eingang Rittergaste. Anfang 5 Uhr. — Bier im Glas. — Entree 30 Pfg. Stiftungen und Geschenke zur inneren Ausstattung der nenen Johanneskirche. Nachfolgend verzeichnete Gaben sind uns weiter für die neue Kirche zugewendet worden: 1. Bon Ungenannt (Frau K.) baar 15 Mk. 2. Aon den Geschwistern C. und L. W. baar 50 Mk. 3. Von Herrn Dr. L. Windceker in Berlin baar 100 Mk. Für diese Gaben sprechen wir auch auf diesem Wege unseren Herz lichften Tank aus. Gießen, am 3. Juni 1893. [5039 Der evangelische Gefannnt-Kirchcnvorstand. Dr. Naumann. öffentliche Wählerversammlung am Montag den 5. Juni, Abends **9 llir, im Saale des „Cafö Zeib". Tagesordnung: Die bevorstehende Reichütagtzwahl. Hrfrrrnt: firrr Wilhelm Liebknecht, Schriftsteller ai, Serlii. Zur Deckung der TageSkosten wird ein freiwillige« Entr4r erhoben- solo___________________________Tas Wahlcomitfe. Bürgergesellschaft. Heute Sonntag den 4. Juni: Parthie nach der Badenburg. Bei ungünstiger Wüterung Abends 8 Uhr: Abcndunterhaltuug im (£af£ Leib. [5022 ______________Der Borstand. „Zum GambrinuS", Wieseck. Heute Sonntag den 4. Juni 1S93: Grosses Garten - Concert ausgeführt von >tt »ietzeaer Etvtl - Eapelle. Anfang 4 Uhr. l 002] Eintritt frei. Ergebenst ladet hierzu ein Jnlii Wellhgler. 5024] MäbltrteS Zimmer mit ob. ö$nc Kost zu oermietben. Lindenplatz 7. 5Ö4ö) Zwei inemandergehende Zimmer nebst Küche zu vermiethen. Kanzleiberg 9. 4650] Ein einfach möblirte« Zimmer zu verm'eiben. W. VSger, SelterSweg 6. 4614] Kleinere« möbl. Zimmer bMig zu vermiethen. Nordanlage 19. 4584] Ein schön möblirtr« Zimmer zu vermirihen. _________Ostanlage 9 4884j fein mÜblirtesj zimmer zu oer« miethen. Südanlage 7, Seitenbau link«. Tüchtiger Kutscher, der putzen und fahren kann, sofort gesucht. 4836^ K. Junker, Lohnkutscher. Stellung erhält Jeder überallhin umsonst. Fordere perPostkarteStellrn-Aus- wahl. Courier, Berlin-Westend 2. [5005 4978] Ein Loufmävche« gesucht-! _____Bismarckstraße 16, par*. Hausbursche" von 17-18 Jahren gesucht. 4985]__.Marktplatz *7. 4901] Einen Bäckerlehrling sucht I Lein, Wallthorstraße. Sonntag den 4. Juni: Familienausflug. Versammlung um 3 Uhr am Schiffen- bcrgerweg (Bahnübergang). [4998 Der Vorstand. Zu miethen gesucht Remisen, bezw. Scheune zur Auf. bewahrung von Geräthen (Fuhrwerken), von 150—200 qm Grundfläche und innerhalb der Stadt gelegen. Einer der Räume muß mindestens 10 m lang und 3 m breit sein. Anerbieten nebst Preisangabe werden bis zum 15. d. M. erbeten. Gießen, den 1. Juni 1893. Stadtbauamt Gießen. __Schmandt. 5008 Neugierige Frage. 4989] Wa« ist unter Ortszeit zu verstehen/ Rach Meinung ruhig denkender Menschen (ohne Nebengedanken) doch gewiß diejenige Zeit, welche alle öffentlichen und Privat,Uhren zeigen. Unsere frühere Tageszeit, die sich genau nach dem Meridian und dem Stand der Sonne richtete, ist oensonirt. Wir haben nicht gesehen, daß die Post, gewiß ein Verkehrs-Institut allerersten Range-, ihre Bureaustunden um eine halbe Stunde geändert bat- Warum wollen eS nun absolut einige Geschäftsleute 7 _ Einer, der volle Sonntagsruhe hat. 5023] Wohne von jetzt ab 13 Löwengaffe 13. _________H Synke», Schuhmacher. 5036[ Während der Bau- arbeit befindet sich die Wirth- schaft im Hinterhanse. M. Keßler, Oasthaus zum weiften Roft. werden für 1 .Mack an- gefertigt- [5025 ___________4k Plank, .’caplan-jgii" Ausgekämmte Haare kauft H. Plonk, KaplanSgaffe 2. [5026 Schöne Kamillen 4921] Das seither von Frau Geheimrath Seitz bewohnte Logi«, 5—6 Zimmer, ist anderweitig an ruhige Leute zu vermiethen. L. Klinket. Bahnhofstraße 10. 5035] fein Logis zu vermiethen. ________________________Riegelpfad 35. 50381 Ein kleines Logis zu vermiethen. Wilh. Löber, Walltborstraße 20. 0033! Logt« zu vermiethen. «. Elsoffer, Marktstratze 27, LI. 4956] Ein kleines Familienlogis zu V A i ft per 1. August zu verm. & V *4 l “ 4997] Wallrdorstraße 8. 4829] Ein LogiS »u vermiethen- _________________Schiffenbergerweg 63. 4977] Ein schöne« MaafardenlogiS zu vermiethen. SelterSweg 65, pari. 5015] Eine gerfium. Stube und Küche ,u oerm 8. Ariedel, Sandpoffe 47- 5016] Mein geröumiger Lade« nebst Stube ist zu vermiethen- Derselbe eignet ich auch zu einem Eontor oder Bureau. Karl Zimmermann, Neuen Bäue 15. 5019] Zwei aneinanderlicgende Zimmer unmöblirt zu vermiethen im mittleren Malunterricht. Spec.: Portraitmolerei, auch Landschaft, Gyp« und SttlUeben, erthetlt gründlich Otto Fritz, Kunstmaler, 5046]__________Ludwigstraße 31.________ 6018] Kleine» Lpeeerei-Geschäft, Kurzwaaren- oder Wirthschaft wird zu kaufen oder zu pachten gesucht- Offert, unter G 77 an die Exprd. d. Bl. 6034] Tüchtige« Mädchen sofort gesucht________________Steinstraße 21, II. 6O31J Gesundes Matchen vom Lande sucht Stelle al« «mme. Nähere« bei Vermiethfrau Tränkner, Löwengaffe. Iliiiishiirsche gesucht. [5043] Markt 15. 6044] Lofvrt Lauffra« gesucht. SelterSweg 85.