D. Mmn mit 3ubti)5r7 denen. [4172 6 33- a°8 statt. Teilnahme •ten Dank 14164 bs. Ae Stod meines haußtz chör billigst »u vnmtethm. Sellnsweg 24. Hraß-27,1. Stock: zwei und 4 Zimmer mit allem 1 Juli ju oermiethm. fault btl>. mpert'schrn Hause, Hfkn ne elegante Wohming oon im 1. Juli, auf $Bun|4 i vermiethen. Pindestall . nist können mit gemiethet rrdenwobnung, 3 Zimm; t alSbalb ju oermiethm. iliBg, Steinstraße 52a. qi§ w Dtruiittytn- NerstraKe 19. , Wvhnnm, st Zimwn 2.W MtxlMtt Mhen. riöngertn Asterweg 4S. neu hergeiildtete mittlere hausetz ist iu vermiethen Wallenfels WM., Ktrchenplatz 2l, I. ock, 4 Zimmer, Mansarde Wafferleitung, Bleichpl-t. und Zubehör, per L Juli - UI., Liberstrahe kl- ibl. WoWng. Mei Zimmer i DorderhauS, alrvald zu itn Wäut l'* , g. eittäM^L Sonßabb Sermanta^ iTlonMsmern M iMSSW*6’ aÄw»«L ssWK-rZb' bei it. Uff« 8- KL -rr. 104 Erstes Blatt Donnerstag de« 4. Mai 1893 D«r RWff **|d««r «Scheint täglich, 8* LuLnahm« bei Montag». •k Gießener gi<*ui<*er4(tebkU« und SDrudetei: Jh.t Fcnchtrecher 61. Aints- und Anzeigeblutt ftix? den Uveis Gieren. Wie Tmu»ce».Vurea»x de» Ju» «rd WuMavbtf nehme» Hratisbeikage: Hießmer Jiamikienötätler entgegea. K»»eige» für den Auslunv. StaatSsecrettrS^Hanauer.BundeSrathS ewsegangen, die Beschäftigung jugendlicher und weiblicher Arbeiter in Ziegeleim Abschluß gelangt. werden. — Ein Gesuch desStad.tvorstandes zu Bens- ■ »o» Anzeige» |u der -rachmittag» für d« saißmdm leg erscheinenden Nummer hl» Bmb. 10 U^e. Deutscher Reichstag. 87. Sitzung. Dienstag. 2. Mai 1893. enthält: (Nr. 2092.) Bekanntmachung, betreffend Ergänzung und Berichtigung der dem internationalen Uebereinkommen über v. Marschall berührt worden. — In der Militärfrage ist ein neuer und fast verblüffend zu nennender Sceneriewechsel eingetreten. Noch bis betreffmd. ^^etzmiwurf über die Ersatzvertheilung wird in dritter Lesung angenommen, desgleichen in dritter Lesung der zweite Nachtragsetat pro 1892/93; ebenso wird der Gesetzentwurf über den Wucher bet der Gesammtabstimmung .in dritter Lesung ange- Das Haus ist gut besetzt, die Tribünen überfüllt. Der Präsident macht die MittheUung von dem Ableben des Zweite Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 2. Mai 1893. Chicago, 2. Mai. Bei der gestern erfolgten Eröffnung der Weltausstellung bot unter unbeschreiblichem Fubel des Publikums Präsident Cleveland den Vertretern der „ ...m-a Willkommens- Der Antrag der jCommisfion wird angenommen. Morgm: Militärvorlage. Noueste Nachrichten» WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 2. Mai. AuS Parlamentarischen Kreisen verlautet, daß 15 Mitglieder der deutsch freisinnigen Partei für den Compromißantra'g Huene zur Male Nachrichten verschiedenen Ursprungs, welche überein stimmend versichern, daß eine bestimmte Linie der Verstän digung über die Militärvorlage doch noch gefunden worden sei. Dem Vernehmen nach hat der Reichskanzler Graf Caprivi einen angebotenen nochmaligen Compromißvorschlag deS Centrumsabgeordneten Freiherrn v. Huene angenommen. Für den Vorschlag sollen die beiden conservativen Fractionen, die Nationalliberalen und theilweise das Centrum und die Freisinnigen gewonnen worden sein. Allerdings wird> offiztöser- seits vorsichtig bemerkt, ob sich hiermit die erforderliche Mehrheit erzielen laffen werde, sei fraglich, aber zugleich fügt man hinzu, es sei dies wenigstens nicht mehr so unwahrscheinlich als bisher. Der Compromißvorschlag v. Huenes geht dahin, statt 60,000 Mann Rekrutenerhöhung 53,000 Mann zu- zugestehen und im Verlaufe von 2‘/a Jahren eine Erhöhung der Präsenzstärke zu erreichen, welche schließlich um etwa 13,000 Mann — 70,000 anstatt 83,000 — hinter derjenigen der Regierungsforderung Zurückbleiben würde. Der Reichskanzler hat dem Compromiß zugestimmt, doch muß dasselbe noch formulirt werden. Vorlage mit 24 gegen 21 Stimmen verworfen. Fast sämmt- liche rheinhessische Abgeordneten stimmten gegen die Regierungs- Vorlage, d. h. auf Erbauung zweier Brücken. Schluß 2 Uhr. Morgen Sitzung. Deutsches Reich. Berlin, 1. Mai. Der günstige Eindruck des Besuches Kaiser Wilhelms beim Papste in vaticanischen Kreisen wird von dem vaticanischen Berichterstatter der „Wiener Polit. Corresp." neuerdings mit der Versicherung festgestellt, der Papst habe wiederholt seine Befriedigung über den Besuch bekundet. In der zweistündigen Audienz des StaatSsecretärs des Auswärtigen, Freiherrn v. Marschall, seien verschiedene schwebende Angelegenheiten zur Erörterung gelangt, die Mili- tärvorlage sei aber weder in dem Gespräche des Papstes mit dem Kaiser, noch in demjenigen mit dem Staatssecretär Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf den dermaligen sehr bedeutenden I Waffermangel wird hiermit auf Grund des Art. 56 Absatz 2 I der Städteordnung das Folgende bestimmt: § 1. Die Benutzung der auf den öffentlichen Straßen und Plätzen aufgestellten Bentilbrvunen der städtischen Quellwasserleitung ist nur für den gewöhnlichen Hausbedarf I gestattet; jede weitergehende Entnahme von Wasser aus I diesen Brunnen, insbesondere zu gewerblichen oder landwirth- schaftlichen Zwecken, oder unter Verwendung von Schläuchen I oder Fuhrwerken ist verboten. I Das Waffer aus allen öffentlichen Brunnen darf nur mit reinen Zübern, Eimern und kleineren Gefäßen ent- nommen werden. Ein unnützes Laufenlaffen der Ventllbrunnen ist ver- boten. Beim Wasserholen gebührt dem zuerst Kommenden für die Füllung höchstens zweier Gefäße der Vorzug. § 2. Jede Verunreinigung der öffentlichen Brunnen, sowie der zugehörigen Ständer, Schächte und Vorschächte, Ablaufsschalen, Tröge und Rinnen, desgleichen das Ausspülen, Ab- und Auswaschen aller Art von Gegen- | ständen, sowie das Waschen von Gemüse :c. und das Vieh- । tränken an den öffentlichen Brunnen ist untersagt, unbeschadet der Befugniß zur Entnahme von Waffer zu letzterem Zweck. $ 3. Die unbefugte Entziehung von Waffer aus der Quellwafferleitung, sowie jede den „Bestimmungen für den Bezug von Waffer aus dem Wafferwerk der Stadt Gießen" widersprechende Benutzung der Wasserleitung ist Bet Brandausbruch in der Stadt sind alle Zapfstellen der Privatleitungen bis nach Bewältigung des Feuers geschlossen zu halten. Die Verwendung des Wassers aus der Wasserleitung seitens der Privaten zum Speisen von Springbrunnen, zum Besprengen von Gärten und Trottoirs, sowie zu gewerblichen Zwecken wird hiermit untersagt. § 4. Zuwiderhandlungen gegen diese Polizeiverordnung werden, sofern nicht höhere gesetzliche Strafen einzutreten haben, mit Geldstrafe bis zu 30 Mark, an deren Stelle im Falle des Unvermögens Haft tritt, bestraft. Gießen, den 1. Mai 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. grüß. Vor den Augen der Völker der alten Welt seien durch die junge amerikanische Nation große Werke vollbracht. DaS jetzt unternommene Werk sei der Erleuchtung des Menschengeschlechtes geweiht. Im Sinne der erhabensten Brüderlichkeit der Nationen möge an der wahren Bedeutung der heutigen Feier sestgehalten werden. Nach Beendigung der Ansprache wurden mittelst Druck auf einen Knopf sämmtliche Maschinen und Springbrunnen auf electrischem Wege m Function gesetzt. Artillerie-Salven ertönten und die Glocken läuteten. Die Festtheilnehmer stimmten das Halleluja von Händel an. Hieraus fand ein Festmahl statt. Es kommt zur Berathung der schleunige Antrag Ahl warbt. Referent v. Cuny (natl.) gibt nochmals eine Uebersicht übn den Inhalt der Acten Ahlwardts und legt die Anlage der Capitalten des Invalidenfonds dar. Redner beantragt, die Beschuldigungen Ahlwardts für nicht gerechtfertigt zu erklären. . w Zweiter Referent, Porscssf reproducirt ebenfalls nochmals die Behauptungen Ahlwardts und geht sehr ausführlich auf die Acten- stücke ein, welche keinen Beweis für Ahlwardts Beschuldigungen enthalten. Redner erklärt, an den Präsidenten des Reichstags sei eine Depesche KaltnderoS gelangt, worin die Behauptungen Ahlwardts als Verleumdung bezeichnet mürben. Die Commission bittet den Reichstag, bie Erklärung zu rati- fictren, den Antrag Ahlwardt für erledigt zu erklären; besitze Ahl- wardt einen Funken von Ehrgefühl, so nehme er die vorgebrachten Beschuldigungen zurück. (Bravo.) Abg. Ahlwardt (Zischen, Unruhe): Meine Behauptmigen, betreffend die rumänischen Bahnen und den JnvaltdenfondS, haben ihre Begründung in der Sache selbst, von einer weiteren Begründuna durch Acten habe ich nichts gesagt. (Große Hetterk^t. Unruhe^ Redner will die Faulheit der angekauften Eisenbahn-Papiere durch Schilderung der Verhältnisse beweisen, worunter die Bahnen Hannover- Altenbeken, Magdeburg-Halberstadt gebaut wurdm. Er will durch Behauptungen beweisen, daß das deutsche Volk ungeheuer betrogen worden sei. Redner wird mehrmals vom Präsidenten unUrbrochen. Ahlwardt behauptet, in den Acten seien Originale und Abschriften vorhanden, letztere von ebensoviel Werth als erstere. Er bespricht sodann die Gründung der Rumänischen Eisenbahngesellschast und die angeblichen Bestechungen der Presse (Heiterkeit) und behauptet, die Acten feien, bevor sie in die Commission gekommen, in Unordnung I gebracht worden, was der Präsident energisch zurückweist. Da« HauS habe Mißtrauen gegen ihn gehabt und er habe als einzelner Mann gegen viele kämpfen müssen. Er werde den Kamps trotzdem Amtlicher Theil. Nr. 14 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 28. v. M,, Die Kammer wird um V,11 Uhr.eröffnet. Nach Verkündigung einer Reihe neuer Einläufe und Berichtsanzeigen gelangt zunächst die Interpellation deS Abg. Zinßer, die Nebenbahn Salzschlirf-Schlitz betr., durchHrn. Finanz- m in ist er Web er zur Beantwortung. Derselbe erklärt, die Projectirungsarbeiten für diese Bahn würden voraussichtlich im Lause dieses Sommers beendigt werden. Die Derhand- , —„------ . r tun gen mit der Preußischen Regierung seien noch nicht zum | in die letzten Tage hinein hatten die Aussichten der Mültar- Abschluß gelangt. Der Verlängerung der Bahn nach der, Vorlage als so minimale gegolten, daß allseitig ihre Ablehnung Nordseite der Stadt Schlitz stünden keine Bedenken entgegen, i seilens des Reichstages so gut wie feststehend betrachtet und vorausgesetzt, daß die erforderlichen Kosten dafür bewilligt | deßhalb auch die Auflösung des Parlaments als unvermeidlich werden. — Ein Gesuch des Sta dtvorst a ndeS zu Bens- hingestellt wurde. Jetzt kommen aber aus Berlin mit einem heim um Errichtung eines Amtsgerichts daselbst wird einstimmig dahin erledigt, daß an Großh. Regierung das Ersuchen gestellt wird, die Errichtung eines Amtsgerichts zu Bensheim in geneigte Erwägung zu ziehen. — Der Antrag W e st e r- nacherundGenossen, Vergütung d er auswärtigen Dienstgeschäfte der Steueraufseher betr., findet - keine Annahme, da von Seiten der Großh. Staatsregierung den Eisenbahnsrachtverkehr beigesügten Liste. Vom 14. April „klärt wurde, daß die „auswärtigen Dienstgeschäfte" einen 1893. . großen Theil der Functionen der Steuerausseher bildeten und (Nr. 2093.) Bekanntmachung, betreffend die Beschäfti- c§ faum zum empfehlen sei, hierfür unter Umständen Diäten gung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziege- $u gewähren. Schon die damit verbundene Controle empfehle leien. Vom 27. April 1893. es nicht. Die Gewährung eines entsprechenden „Aversums" Gießen, den 3. Mai 1893. für die etwa nöthige auswärtige Verköstigung sei eher in Großherzogliches Kreisamt Gießen. Betracht zu ziehen. Der Ausschuß beantragt daher, v. Gagern. I Großh. Regierung zu ersuchen, bei Aufstellung des neuen -------------------- ~ Hauptvoranschlags die Einstellung eines angemessenen Betrages Bekanntmachung. für die Steueraufseher in Betracht zu ziehen und beschließt Klagen und sonstige Erklärungen und Anträge sind bei die Kammer demgemäst. - Da» Gesuch der.Einwohner von unseren Gerichtsschreibereien an allen Wochentagen Vormtt-! Herbstein um 93cf rf) 9 9 . b. t/ 9 wni im? ö des Zuges Nr. 40 der Nebenbahn von Laubach nach Hungen, ® ßtrn&hPrinntiAefi AmtSaerickt damit noch zeitig Reisende von dort nach Gelnhausen fahren GroßherzogltcheL AmtSgencht. tönnen. Die Regierung erklärt, daß sich der Eisenbahn- —?5re|C ----1 beirath einstimmig gegen diesen Antrag ausgesprochen. ^ugtoäTtiflen Nationen in feierlicher Weise den Willkommens Abg. Erck und Abg. Schröder befürworten den Antrag, I u • ----- L der einem Wunsche von ganz Oberhessen entspreche. Der I Eisenbahnbeirath sei in diesen Fragen nicht allein competent. I Sie sprechen den Wunsch aus, daß im Eisenbahnbeirath auch I Gewerbetreibende vertreten sein möchten. Der Antrag wird I schließlich mit großer Majorität abgelehut. — Bezüglich der Rückäußerung erster Kammer, den Gesetz-Entwurf, die p ol iz ei- liche Beaufsichtigung derMiethwohnungen und Schlafstellen betr., beharrt die Kammer auf den ftüherenBe- schlüssen. — Ein Antrag deS Abg. Berg st räßer auf Wiederherstellung eines Lehrstuhls für Kunstwissenschaft an der Landesuniversität Gießen wird nach der Erklärung der Regierung, besagten Lehrstuhl bei Aufstellung des neuen Finanzbudgets in Erwägung zu ziehen, für erledigt erklärt. — Zu dem Gesuch des Vorstandes des hessischen Landeslehrer-Vereins, betr. die Gehalts- Verhältnisse und die Stellung der Volksschullehrer und Schulverwalter im Großherzogthum Hessen, insbesondere, daß der Anfangsgehalt eines definitiv angestellten Lehrers 1200 Mk. betrage, das Aufrücken von 5 zu 5 Jahren um je 200 Mk. erfolge und daß der Höchstgehalt in 25 Dienstjahren 2200 Mk. betrage, erklärt Großh. Regierung, daß diese Wünsche eine so große Tragweite hätten, daß sie erst einer eingehenden । sorgfältigen Prüfung bedürften und daß Großh. Regierung während des noch jetzt tagenden Landtages nicht mehr in der Lage sei, eine Entschließung zu treffen. Das Haus beschließt daher, das Gesuch zur Zeit für erledigt zu erklären. — Am Schluß der heutigen Sitzung gelangt nochmals die Vorlage des Wormser Brückenbaues zur Berathung. Der Ausschuß empfiehlt Beharren auf dem früheren Beschluß. Finanzminister Weber sowie Oberbaurath Schäffer treten nochmals für die Regierungs-Vorlage ein, ebenso Abg. Reinhardt, Osann, Jöst, Metz-Darmstadt. Trotz alledem wird der Beschluß erster Kammer und die Regierungs- Kanonendonner, in Luzern ein. paar nach der Frey vor. Luzern, 2. Militärvorlage stimmen werden. Ob außerdem einzelne Mitglieder der Fraction sich der Abstimmung ent« halten, ist bisher nicht zu erkennen. Wien, 2. Mat. Der Regierungsrath und Professor der Laryngologie, Schnitzler, Mitbegründer der Poliklinik, ist heute Rachmittag an Rathlaus gestorben. Bern, 2. Mai. Die schweizerische Tagespresse verschiedenster politischer Richtung widmet dem Kaiserpaare warme Begrüßungsartikel. Chicago, 2. Mai. In den Ausstellungsgebäuden ist in der letzten Woche eine Riesenarbeit geleistet worden. Die meisten ausländischen Abtheilungen sind fast fertig im Gegensatz zur amerikanischen Abtheilung, wo nur die von den Bundesstaaten ausgestellten landwirthschaftlichen Producte Platz gefunden haben. Auf dem Gebiete der Industrie gebührt Deutschland die Palme, obgleich auch Großbritannien Gute- geleistet hat. Frankreich und Japan erregen Interesse. Ueber 300 ausländische Journalisten wohnten der Eröffnung-- seierlichkeit bei, darunter viele Engländer und Deutsche. Einige Personen hatten sich auS Furcht, im Menschengewühl zu ersticken, auf die Estrade des Präsidenten gedrängt und wurden von dort durch die Polizei entfernt, wobei einige verhaftet wurden. Haftesten Antheil an allen Bestrebungen und Thaten, welche darauf zielen, den Völkern die unschätzbaren Wohlrhaten deS Friedens zu erhalten, und schauen deshalb auch mit freudigem Vertrauen auf die machtvolle Hand Euerer Majestät, in welchem sie einen Hort und Schützer des Friedens verehren. Ich trinke auf .die Gesundheit und das Wohl Seiner Majestät deS deutschen Kaisers und Ihrer Majestät der Kaiserin." — Kaiser Wilhelm erwiderte hierauf wie folgt: „Herr Präsident! Meine Herren! Ihre liebenswürdige Einladung an die Kaiserin und Mich, auf der Heimreise von Italien einige Stunden in der Schweiz zu verbleiben, hat uns Beiden zu aufrichtiger Freude gereicht. Mit herzlichem Danke, zugleich im Namen des ganzen deutschen Volkes, erwidere Ich Ihre herzliche Begrüßung und den traulichen Empfang der Schweizer. Die herrliche Gegend, welche Sie Uns soeben gezeigt, ist Mir nicht unbekannt, denn in jungen Jahren war es Mir vergönnt, schon einmal Mich au dem Anblick Ihrer Berge und Seen zu erfreuen, welche jährlich Tausenden Meiner Landsleute Kräftigung und Erfrischung bei gastlicher Aufnahme gewähren. Mit Befriedigung constatire Ich, daß unsere guten und sreundnachbarlichen Beziehungen, die von Alters her bestehen, unverändert fortdauern und Ich hoffe, daß der vertragsmäßig gesicherte Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland sich weiterhin gedeihlich entwickeln und dazu beitragen wird, die Freundschaft zwischen beiden Völkern zu erhalten und zu befestigen. Ich trinke auf das Wohl der Schweiz, der Schweizer und des Herrn Präsidenten der Eidgenossenschaft!" Paris, 2. Mai. Nach einer.Rede BaudinS bei der Arbeiterbörse riefen einige der Manifestanten, es lebe die Commune. Die Polizei zerstreute die Versammlung- bei dem Zusammenstoß mit der Polizei wurden einige socialistische Abgeordnete für kurze Zeit.festgenommen. Brussel, 3. Mai. Der internationale Socia- listen-Congreß tagt vom 22. bis 26. Mai imDolkShause. Deutschland wird durch Bebel, Singer, Liebknecht vertreten sein. Hüll, 3. Mai. Die Demonstration der Frauen der AuSständtschen ist glänzend gelungen. Für die AuSständischen wurden erhebliche Summen gesammelt. Hüll, 3. Mai. Die AuSständischen, welche Arbeiter an der Arbeit verhindern wollten, wurden von der Polizei zurückgedrängt, wobei mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden. ___________ Hüll, 2. Mai. Durch Brandstiftung wurde die von nichtunionistischen Arbeitern wiederhergestellte Schneidemühle, sowie acht Häuser zerstört. Die Strikenden erklären, in ihren Entschlüssen sechs Monate auszuhalten. Depeschen de» Bureau »Herold*. Berlin, 2. Mai. Die sreisinnige Partei verharrt mit einer großen Mehrheit bezüglich der Militäroorlage auf ihrem alten Standpunkt. In der gestrigen Sitzung der Fraction waren von 67 Mitgliedern 47 erschienen. Nach einer längeren Debatte wurde mit 38 gegen 9 Stimmen beschlossen, den Antrag Richter, welcher in der Commission abgelehnt worden war, nämlich auf verfassungsmäßige Festlegung der zweijährigen Dienstzeit ohne Erhöhung der Friedenspräsenzziffer, in der zweiten Berathung wieder einzubringen. Die Minorität behielt sich freie Hand für eine etwaige Verständigung mit der Regierung auf der Grundlage einer anderweitigen Präsenzziffer, aber vorausgesetzt, daß sich für eine solche Verständigung eine Mehrheit findet. Berlin, 2. Mai. Freiherr v. HueneS Vermittelungsvorschlag bezüglich der Militärvorlage hat beim Reichskanzler Billigung gefunden. Der Antrag hält sich zwischen dem Angebot Bennigsen und der Forderung der Regierung. — In der heutigen Sitzung der Centrumsfraction wird die Entscheidung bezüglich Frhr. v. HueneS Antrag getroffen. Berlin, 3. Mai. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt, während' die Mittheilungen der Blätter über den Ber- ständigungsantrag Frhr. v. Huene zurMilitär- vorlage in den Details auseinandergehen, dürfte feststehen, daß eS sich in der Hauptsache darum handelt, neben den vollen Compensationen für die zweijährige Dienstzeit alle Neuformattonen mit Ausnahme der geforderten Schwadronen zu bewilligen. Die Zustimmung der Conservativen zu diesem Anträge sei außer Zweifel. Berlin, 3. Mai. Der „Vossischen Zig." zufolge fanden sich in der gestrigen Abendsitzung der Centrumsfraction nach heftigen Debatten nur noch acht Mitglieder, welche für den Huene'schcn Compromißantrag eintreten wollen. Berlin, 2. Mai. Angesichts der zu erwartenden Ahlwardtdebatte im Reichstage war heute wieder eine große Menschenmenge vor dem Reichstagsgebäude anwesend. Die Polizei hielt den Verkehr aufrecht. Berlin, 2. Mai. Der CeutrumSführer v. Huene soll nach der „Kreuzzeitung" entschlossen sein, künftig die Annahme eines Landtags- und eines Reichstagsmandates Mückzuweisen, um auf die parlamentarische Laufbahn zu verzichten. Berlin, 2. Mat. Die gestrigen Maifeiern sind ruhig verlausen- in 14 Festlocalen ,der Socialdemokraten, welche mit rothen Fahnen und Bändern geschmückt waren, hatten sich etwa 50000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder eingefunden. Die Festredner boten nichts hervorragendes. Karlsruhe, 2.Mat. Der Kaiser, die Kaiserin und der Erbgroßherzog, welch letzterer bis Freiburg ent- gegengefahren war, kamen um 1/i7 Uhr im hiesigen Bahnhof an, wo kein officieller Empfang stattfand. Anwesend waren: der Großherzog, die Großherzogin, Prinz Karl, Prinz Wilhelm und Gemahlin, sowie die Generalität und der preußische Gesandte von Eisenbecher. De^ Empfang war sehr herzlich. Die Monarchen umarmten und küßten sich, das Volk brach in begelsterte Hochrufe auS. Die Fürstlichkeiten begaben sich nach dem Schlosse. DaS Kaiserpaar reist morgen früh 7 Uhr nach Berlin weiter. und der schweizerischen Eidgenossenschaft bestehen. DaS Schweizervolk und seine Behörden, wiewohl entschlossen, unter allen Umständen und mit allen Kräften die Freiheit und Unabhängigkeit deS Landes zu vertheidigen, nehmen den leb- Schließlich wurde zur Ergänzung des Vorstandes geschritten. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder werden wieder gewählt. An Stelle der Frau Oberbürgermeister ©ramm, die verzogen ist, sowie von Fräulein Langermann und Frau Professor Riegel, die ihr Amr niebergclcgt Hanen, traten Frau Otto Kempfs, Frau Dr. Brüel und Frau Adolph 83 ei big. •* Neue- Theater. Unsere Theaterbirection machte das Gießener Publikum gestern Abend mit dem neuesten Schwank von Fr. v. Schönt h an und G. Kadelburg bekannt. „Zwei glückliche Tage" lautet der Titel des heiteren Stückes, in dem die rühmlichst bekannten Verfasser es verstanden haben, wie überall, wo es aufgefühn wurde, so auch hier in Gießen, die Zuschauer aufs Köstlichste zu amüsieren. Besonders im zweiten und dritten Acte, wo in Bezug auf feine Komik wirklich Erstaunliches geleistet wurde, wollte der Beifall gar kein Ende nehmen. Der letzte Act zeigte allerdings ein kleines Ermatten, jedoch kann dies den hervorragenden Eindruck der beiden vorauSgehenden nicht vermischen. Die „zwei glücklichen Tage" erlebte der für unser modernes Lustspiel typische Rentner, und zwar den ersten, als er mit Frau und Tochter und dem zum Hause gehörenden guten „Onkel", nach Aufgabe seines Geschäftes, feine nach eignem Geschmack erbaute Villa bezieht - den zweiten, an dem Tage, wo er durch Vermittlung des Verehrer- seiner Tochter, des Diener Pepi Freisinger, den „Kasten" wieder los wird und mit ihm zugleich nicht nur eine ganze Schaar weniger angenehmer Besucher, sondern auch eine unverträg liche Erbtante, die er bei sich ihres vielen Geldes wegen hatte ausnehmen müssen, weil sein Vermögen bei dem Bau der Villa aufgezehrt worden war. Neben dieser kurz ikizzirten Haupthandlung deS Stückes läuft dann, ohne eigentlich nöthig zu sein, die Darstellung einer Scene aus einer jungen Ehe, die jedoch ebenfalls einen für beide Theile befriedigenden Abschluß findet. Obwohl da- Stück im Ausbau durch die etwa- allzu lose Composition entschiedene Mängel aufweist, so muß man dennoch ^gestehen, daß eß zu den besten Schwänken gehört, die deutsche Autoren innerhalb der neuesten Zeit auf die Bühne gebracht. ES ist vor allem technisch höchst wirkungsvoll, die Sprache ist frisch und fließend, der Witz nobel und zündend und frei von gewöhnlichen Kalauern. Die Charakteristik einzelner Personen ist theilweise ganz vorzüglich, so sind z. B. die Figuren deS „Onkel Lüttchen" und des „Pepi Freisinger" mit wirklich großer Liebe gezeichnet. — Die Aufführung den Schwankes war musterhaft. Herr Kynrady als Pepi war einfach brillant. Der Künstler beherrschte den Dialect vollständig und wußte durch sein vortreffliches Spiel den naiven „Wcaner" so prächtig zu ver- körpern, daß ihm seine Leistung wiederholten Applaus aus offener Scene eintrug. Auch der „Onkel Lüttchen" de- Hkrrn Herzog entfesselte wahre Lachsalven int Zuschauerraume. DaS Ehepaar „Weinholz" hatte in Herrn und Frau Schlegel recht tüchtige Repräsentanten gesunden. Sehr hübsch und mit reizender Naivität wurde dir Rolle de- verliebten Backfischs „Elsa", der Tochter jener beiden, von Fräulein Hoffmann verkörpert. Herr Hobv al» „Witte" und Fräulein Thiemann als dessen Frau leisteten Vorzügliches. Trefflich war auch Frau Heim als „Tante Hollwitz". Die übrigen Rollen lagen alle in geschickten Händen und ihre Durchführung ließ nichts zu wünschen. Ueberhaupt war der Eindruck, den die Aufführung hinterließ, der denkbar beste, so daß wir der Direction nur rathen möchten, eß nicht bei dieser einmaligen Wiedergabe zu belassen, sondern eine Wiederholung, vielleicht an einem Sonntage, anzusetzen, die jedenfalls ein ausverkaustes Haus zur Folge haben würde. — An dieser Stelle sei unß gestattet, einen Fehler zu korrigieren, welcher bei der Besprechung der „Preziosa" unterlaufen ist. ES ist nämlich da bei der Rectificirung deS Theaterzettels, der da- Stück „Schauspiel von K. M. v. Weber" betitelt, dasselbe fälschlich alS Oper bezeichnet, während eß nur heißen mußte: „Musik von Webe r." Daß Schauspiel ist, wie gesagt, von Piu- Alexander Wolf. Daß Versehen passierte offenbar deßhalb, weil die Titelrolle entweder von einer Opernsängerin gespielt wird, ober aber wenigstens eine solche als Substitut ber bie „Preziosa" wiebergebenden Schauspielerin fungiert. Außer- dem sollte in unserer Bemerkung über die Verwendung des Opernpersonals durchaus fein Vorwurf gegen die Direktion liegen. Wir hätten nur gewünscht, daß noch einzelne Mitglieder desselben bei den Chören mitgewirkt hätten, die ja im allgemeinen ganz gut waren, dann aber an Sicherheit und Frische wohl sehr gewonnen hätten. ♦♦ Eine Kenterung in den bisherigen Witterung»,erhält» nissen ist heute insofern zu verzeichnen, als sich ein kurzer Sprühregen einstellte. Die Trübung hält an, so daß immer noch Hoffnung auf baldigen Regen vorhanden ist., *• Befitzwechsel. Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß Fr. Textorß Brauerei aus der Hardt durch Kauf am 1. Mai d. I. in den Besitz deS Herrn G. Bichl er übergegangen ist, welcher langjähriger Leiter der in der Schweiz rühmlichst bekannten Brauerei Gebrüder Weber in WädenSweil bei Zürich war. Der Kaufpreis beträgt 430000 Mk. ** Zur Internationalen Ausstellung von Erzeugnissen und Bedarfsartikeln der Bäckerei, Condttorei und verwandten Gewerbe in Mainz laufen bereit-Anmeldungen und Platzbestellungen auS Deutschland und auS dem Auslände zahlreich ein, so daß-auf eine Überaus glänzende Ausstellung gerechnet werden kann. Ihre hohe wirthschaftliche Bedeutung hat die Großherzogl. Staat-reglerung durch Bewilligung von 25 Staatspreisen für hervorragende Leistungen anerkannt. Dem Festausschuß stehen außerdem 10 goldene, 50 silberne, 50 broncene Medaillen und 50 Diplome zur Prämiirung von Ausstellungs-Gegenständen zur Verfügung, wozu noch die zahlreichen von Einzelnen und von Korporationen gestiftet werdenden Ehrenpreise kommen. Eine Anzahl Innungen hat bereits Ehrenpreise fest --'gesagt (manche sogar in hohen Geldbeträgen) und eine große Zahl weiterer Stiftungen stehl in sicherer Aussicht. Die Aussteller können deßhalb auch auf Coeafcs und provinzieller. Sieben, 3. Mai 1893. -er. In der am vorigen Freitag stattgehabten Generalversammlung des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege erstattete nach einigen einleitenden Worten der Vorsitzende, Herr Pfarrer Schlosser, zunächst den Jahresbericht, dem wir Folgendes entnehmen: Der im vorigen Jahre an die Einwohnerschaft Gießens gerichtete Appell auf bessere Unterstützung des Vereins hat seine Wirkung nicht verfehlt- die Mitgliederbeiträge sind von 3307 Mk. auf 4742 Mk. gestiegen, wozu dann die gewohnten größeren Beiträge Seitens der Stadt, der Sparkasse u. s. w. kommen. Für die Armenpflege wurden aufgewandt in 826 Fällen 4837 Mk. In der Krankenpflege waren im Ganzen sieben Schwestern thätig, welche 572 Nachtwachen, 146 Tagpflegen und 8299 Pflegebesuche leisteten, und von denen eine meist für die Krippe in Anspruch genommen ist. Es wurden aufgewandt 5857 Mk. Dankopfer gingen ein 1738 Mk. Der Besuch der Krippe hatte durch die Kinderkrankheiten mehrfach zu leiden; insgesammt wurde sie benutzt von 37 Kindern an 3526 Pflegetagen, täglich waren etwa 12 Kinder anwesend - eS gingen ein 496 Mk., während 612 Mk. aufgewendet werden mußten. Das Mieths- patronat erhielt dadurch eine Erweiterung, daß am 1. Juli v. I. die von der Stadt gemiethete, neu hergerichtetc ehemalige Stallmeisterwohnung bezogen werden konnte. Pfleger dieses Hauses war zuerst Herr Fabrikant Emil Schmal!, später Herr Bäckermeister Christian Faß. Die Verwaltung des Hauses am Kirchenplatz lag in der Hand des Herrn Brauereibesitzers Förtsch, die des HauseS in der Lindengasse nach dem Rücktritt des Herrn MetzgermeisterS Joh. Klein in der des Herrn SchreinermeisterS Earl Schäfer. Der Versuch, ein weiteres HauS zu kaufen, hat bisher zu keinem Resultat geführt. Eingenommen wurden 2053 Mk., wogegen 979 Mk. verausgabt wurden. Die Näh- und Flickschule unter der Leitung der Frau Provinzialdirector von Gagern, der 35 Damen zur Seite stehen, konnte nach der neu hergerichteten ehemaligen Schule Neustadt 61 verlegt werden. Eß sind namentlich jüngere Mädchen, die dort Dienstags und Freitags von 6 Uhr an zusammenkommen, während ältere Mädchen und Frauen Freitags von 7 Uhr an nur wenige kommen. Da das Mobiliar fast ganz neu beschafft werden mußte, erforderte die Schule einen Aufwand von 359 Mk. Die Koch sch ule unter der Leitung von Fräulein Decker wurde am 8. Juni mit einer kurzen Feier eröffnet; eS sind bisher 3 Kurse von je 8 Wochen abgehalten worden, 2 Vormittags, 1 Abends. ES nahmen an jedem 12 Mädchen Theil, die ein Schulgeld von je 2 Mark zu zahlen haben, wofür sie da- Mittagessen frei haben. ES wurden auch eine ganze Menge Portionen L 20 Pfg. verkauft, sodaß öfter doppelt gekocht werden mußte. Eingenommen wurden 190,50 Mk., auSgegeben 1346 Mk. Nach Nauheim wurden 24 Kinder geschickt; zu den dadurch entstandenen Kosten leistete die Stadt 175 Mk. Zuschuß. ES wurde darauf die Rechnung vorgelegt. Die Einnahmen betrugen inSgesammt 19 258 Mk., die Ausgaben 19 223Mk. Der Mühewaltung deS Rechners, Herrn A. Wilker, wurde der gebührende Dank gezollt und ihm dann Entlastung ertheilt BMauf oen wMtuSN yrestruh Dr. Mgttvii ^lttsstn-en Qu im £ot ZjgO| der «Mttnt ojjty Luzern, 2. Mai. Das deutsche Kaiserpaar ist Morgens 8 Uhr in Flüelen eingetroffen und nach feierlichem Empfang per Dampfer nach hier gefahren. In Airolo war die FestungSccmpagnie zum Empfang deS Kaisers ausgestellt. Oberst Affolter überreichte dem Kaiser ein riesiges Bouquet ßon Alpenrosen. Um 10 Uhr lief der Dampfer unter von einer riesigen Menschenmenge erwartet, Bundespräsident Schenk stellte dem Kaiser- Landung die Bundesräthe Lachenal und Eaa stelle dem Li heute mit fr unb fyptbitioi iVr Dia bitt c tiittl Halt" i au un) Äarnbrinu Lnväbauag. j mit denNachb Nupen und I gegen geringe Station erlang der kosten Hal tiM baß h l -Mche Ler rautertach) er Milche Iubi/ä Mfcnbtn khre ^gtmrin geach ’W vergönnt ttintn. ^kurzem 5 yttaer derart 7,. Ehrung i Bergung, wird. . . N w e‘: Sestern in 2!/*' welch, CT könn Bu, der jj? Q" I *5? Mai. Bei dem Frühstück im Hotel „S ch w e i z e r h o f" brachte der Bundespräsident nach Meldung des „Gen.-Anz." folgenden Toast auS: „Euere Kaiserlichen Majestäten haben der Schweiz die hohe Ehre erwiesen, sie zu besuchen und dem schweizerischen BundeSrathe damit die willkommene Gelegenheit gegeben, Euere Majestäten persönlich zu begrüßen und Ihnen die Gefühle ehrfurchtsvoller Hochachtung und Verehrung außzusprechen, von denen er durchdrungen ist. Die Schweiz freut sich einmütig dieses für sie bedeutungsvollen Tages und erblickt in der freundlichst gebotenen perfön» lichen Begegnung gerne bie Bekräftigung ber guten Be- ziehungen, welche zwischen dem mächtigen Deutschen Reiche 'N » 8rai gjW ert Schillrrstratze 9» Tie Uitl-'- 1)1 stell UNS " NS denn W Mhttluug er dier nut da Mu Gtapl etrgltidK ia . 'llaog am n . , j dllttntti r-:nter für fr: dessen 66 SMssindtwg, a H leichte W -eluchn brS wächst, sind « datz Land rodtit Stelle auf bie Pt ^eutschlanb Akaurn in ver ial deutsche ffibaaD P-r 6000 deutsche am Aorbtnbe auanitr au! den Schatten (?tgeufah zu solidem Stein würdige Tha -a« gelammte von Deuschlan deutscher AuS nbtti sein. cder tverd? N katt-n ° vr feiner $oi M«« °^e eieentlUniti, »ä einer jungen |$ «IWntaMWnj durch die ettvaS allru msweist, so Mtz man ■n Schwanken gehört, eu-sien Zeit aus die mich höchst wirkungs- / der Witz nobel und Dauern. Die Charas ie ganz vorzüglich, jo Lüttchen" und der coßer Liebe gezeichnet. >ar musterhaft. Herr illant. Der Künstler wußte durch sein vor- ' io Prächtig zu Der« erholten Applaus auf el Lüstchen" des htrrn i im ZufchauerraiM. i unbfrau®diltgtl Sehr hübsch und mit verliebten Bauchs xäultin Hofmann und ^täulun Thi e- glicheS. Trefflich wai '. Die übrigen Rollen hre Durchführung ließ der Eindruck, den die >ste, so daß mir der t bei dieser einmaligen Wiederholung, vielleicht nsalls ein ausverkaufter i dieser Stelle sei uns welcher bei der Be- n iß, SS ist nämltch ettels, der daS Stuck leit, dasselbe fülfchlich mußte: (W wie gesagt/ mJM fierte ostenbar deshalb, Opernsäugerin . a,s SubM der die trin t bU Derwendung der WS« 2-Ä! igelt , «B tt » S b®9 M 606 e°en vorhanden t|t., iger Lei"r d "mÄS480000* lt,IS Muy* w ***-"; Eondi"" &eteW Uem 18 «ftWMH »MÄW °°" W eine klingende Anerkennung ihrer Aufwendungen und An- firengungen rechnen. Durch die geplante große Verloosung von Ausstellungsgegenständen ist ein weiter nicht zu unterschätzender Anlaß zur Beschickung der Ausstellung gegeben. Alle Ausstellungs-Gegenstände genießen volle Zollfreiheit, so daß erst bei ihrem Verkauf der Zoll nachgezahlt wird. Bedeutende Frachtermäßigungen dürften alle deutschen Bahnen zugestehen und sind die Unterhandlungen dieserhalb im Gange, bereits auch theilweise zu einem befriedigenden Ende gebracht. Auskunft ertheilt der geschäftsführende Ausschuß, Mainz, Schillerftraße 44. Die deutsche Abteilung auf der Weltausstellung in Chicago. Die über die Eröffnung der Weitaus- st e l l u n g eingelaufenen Berichte besagen fast übereinstimmend, daß beim Rundgang durch die Jndustriehalle die deutsche Abtheilung einen guten Eindruck gemacht habe. Wir führen hier nur das Unheil des Berichterstatters des Londoner „ Daily Graphic" an, weil ein englischerseits gefälltes Unheil besonders interessiren dürfte. Das Londoner Blatt schreibt: Vergleiche darüber, welcher ausländische Staat bei der Ausstellung am würdigsten vertreten sein wird, sind noch verfrüht, indessen bis jetzt ist Deutschland offenbar erster „Favorit" und, es mag seltsam erscheinen: Japan kommt gleich hinterher. England und Frankreich rivalisieren mit einander für den dritten Platz, wobei Frankreich eine Kleinigkeit bessere Chancen hat. Man hat ziemlich allgemein die Empfindung, als habe England die Ausstellung etwas auf die leichte Achsel genommen (somewhat slighted), und die Besucher des vereinigten Königreiches, deren Zahl täglich wächst, sind nicht wenig erstaunt und verstimmt, zu gewahren, daß ihr Land als Theilnehmer an der Ausstellung nur an zweiter Stelle rangiren wird. Deutschlands Anspruch auf die Priorität scheint allgemein anerkannt. Deutschland nimmt insgesammt etwa 500,000 Quadratfuß Raum in verschiedenen Abtheilungen in Anspruch, ungerechnet das deutsche Dorf, welches eine hervorragende Lage der Midway Plaisance einnimmt. Im Ganzen werden etwa 6000 deutsche Aussteller sein. Das deutsche osficielle Gebäude, am Nordende des Parkes, setzt alle die anderen als Hauptquartier auswärtiger Commissionen errichteten Gebäude in den Schatten. Es hat 250,000 Dollars gekostet. Im Gegensatz zu den meisten Bauwerken des Parkes ist es aus solidem Stein, Ziegeln und Mörtel errichtet. Eine merkwürdige Thatsache in Bezug auf dieses Gebäude ist, daß das gesammte Material dazu, einschließlich Steine und Ziegel, von Deuschland gebracht wurde. Ein beträchtlicher Theil deutscher Ausstellungsgegenstände wird in diesem Bau zu sehen sein. -8-. Saasen, 1. Mai. Heute wurde die hiesige Haltestelle dem Verkehr übergeben. Ein nettes, schmuckes Häuschen, heute mit Kränzen festlich geschmückt, dient als Warteraum und Expedition. Heller Jubel erscholl jedesmal, wenn einer der vier hier anhaltenden Züge der Oberh. Eisenbahnen sein erstes „Halt" aussührte. Daß infolge dieses lang ersehnten Ereignisses auch das deutsche Nationalgetränk nicht fehlte und Gambrinus innig geehrt wurde, bedarf wohl kaum der Erwähnung. Hoffentlich gereicht die Haltestelle sowohl unserer wie den Nachbargemeinden und der Bahn selber zu besonderem Nutzen und bietet zugleich die Lehre, daß Gemeinden, die gegen geringe Abgaben beim Neubau von Bahnen eine Station erlangen können, solche nicht in kurzsichtiger Weise der Kosten halber verschmähen. Butzbach, 2. Mai. Mit dem 1. Mai waren es fünfzig Jahre, daß Herr Oberlehrer Leit Häuser dahier seine erste dienstliche Verwendung als Schulverwalter in Heisters (Kreis Lauterbach) erhielt. Dem Vernehmen nach soll eine diesbezügliche Jubiläumsfeier mit einer am 31. Mai dahier statt- sindenden Lehrerconferenz verbunden werden. Möge es dem allgemein geachteten und bewährten Schulmanne noch recht lange vergönnt sein, sich seinem schönen Berufe widmen zu können. Friedberg, 1. Mai. Heute wurde Herr Reallehrer Baldauf von Gießen, der neu ernannte Oberlehrer unserer städtischen Musterschule und höheren Töchterschule, durch Herrn Kreisrath Dr. Braden und Herrn Schulrath Schmidt in seinen Dienst eingewiesen. Bad Nauheim, 30. April. Zur Bequemlichkeit der hier eintreffenden Curfremden ist auf Anordnung der Badeverwaltung im Hotel Haberl nächst dem Bahnhofe ein Perzeichniß der jeweilig verfügbaren Wohnungen mit Angabe der Miethpreise offengelegt. Lauterbach, 2. Mai. Am vergangenen Samstag Abend geriethen mehrere im Felsenkeller beschäftigte Erdarbeiter aus Angersbach auf dem Heimwege in Streit, bei welchem nach kurzem Wortwechsel der eine derselben mit einem Hammer derartig auf dem Kopf geschlagen wurde, daß seine Ueberführung in das hiesige Krankenhaus nothwendig wurde. Die Verletzungen sind derartig, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. N. Nidda, 1. Mai. Der „Bund der Land wir the" hielt gestern im großen „Gambrinus-Saale" eine Versammlung ab, welche von allen Seiten besucht war. Nach mäßiger Schätzung können 300 Personen anwesend gewesen sein. Die Zwecke des Bundes wurden von Herrn Meinert-Konradsdorf dargelegt. Auch die Antisemiten waren vertreten und suchten ihren Ansichten Geltung zu verschaffen. Es wurde ihnen erwidert- Alles was die antisemitische Partei Gutes und Zweckmäßiges anstrebe, fände unter der Bevölkerung Anklang, der Bund der Landwirthe sei aber keine politische Partei, sie könne sich also auch mit politischen Dingen befassen. Herr Landwirthschaftslehrer Andrae-Büdingen brachte ein mit Begeisterung aufgenommenes Hoch auf Kaiser und Reich aus. Zahlreiche Beitrittserklärungen erfolgten. Im Bezirke Nidda find bis jetzt etwa 150 bis 160 Landwirthe dem Bunde beigetreten, obgleich noch wenig für die Sache gethan wurde. § Vom höheren Vogelsberg, 2. Mai. In Feldarbeiten ist bis jetzt hier die Hafersaat und das Kartoffelsetzen zu Ende. Die Wintersaat steht allgemein hier prächtig, nur fehlt es an dem schon lang gewünschten Regen. Auf große Wärme vor einigen Tagen ist bereits wieder etwas kalte Witterung eingetreten mit nord- und südöstlichem Wind, sodaß sich die Vegetation nicht gut entwickeln kann. Die Kirschbäume haben abgeblüht, währenddem die Birnbäume im vollsten Blüthenschmuck stehen, die Apfelblüthen fangen an aufzugehen. Im Allgemeinen ist auf ein gutes Obstjahr zu rechnen, der Futtermangel macht sich täglich mehr bemerkbar, indem die alten Vorräthe zu Ende gehen und das Wachsthum nicht beginnen kann. Wenn nicht bald Regen eintritt, so ist auf Wintersaat, Klee u. s. w. nicht viel zu rechnen. + Büdingen, 1. Mai. Der Briefträger G. von hier ist gefänglich eingezogen worden, dem Vernehmen nach wegen Anstiftung zum Meineid. A. Aus dem Kreise Büdingen, 1. Mai. Eine Fuchsjagd im Wohnzimmer, ist ein Ereigniß, das nicht häufig vorzukommen Pflegt, Entstand da gestern Morgen in unserem Nachbardorfe Wolf bei Büdingen plötzlich ein großer Lärm, Spectakel und Hülfegeschrei, worauf die Nachbarn mit Hacken, Gabeln, Beilen und anderem Gewaffe nach dem Bauernhause eilten, aus welchem der Ruf erscholl. Hier zeigte sich nun Folgendes: Die Bäuerin stand im Zimmer, dessen Thüre offen war. Auf einmal erhub sich draußen ein Schreien und Flügelschlagen unter dem Federvieh- ein geängstigt Huhn springt durch die offene Thüre und hintendrein saust Meister Reinecke, der Fuchs, mit aufgesperrtem Nachen und blutiger Zunge. Man kann sich den Schrecken der Bäuerin denken, die aber trotzdem soviel Geistesgegenwart behält, die Thüre zuzuschlagen und durch das Fenster um Hülfe zu rufen. Dem Fuchs war der Blutdurst vergangen, sobald er sich in der Nähe von Menschen sah- er sprang unters Bett, ließ von dem Huhne ab und drückte sich in die hinterste Ecke. Das half aber nichts, die Nachbarn stiegen ihm, trotz heftigen Beißens, aufs Fell und machten ihm den Garaus. Die Frechheit und Verwegenheit der Füchse in der Frühlingszeit erklärt sich wohl dadurch, daß sie gegenwärtig Junge haben, deren Hunger schwer zu befriedigen ist. W. Wenings, 1. Mai. Wenn sich der Bauer ein zweites Stockwerk auf seinen Grundstücken errichten will, muß er Obstbäume pflanzen. So dachte auch unsere Gemeinde, als sie ihre Baumschule anlegte, welche bereits schöne Erfolge erkennen läßt. Die Baumschule bedeckt eine Fläche von 21/2 Morgen - diese wurde 6 Fuß (1,50 Meter) gerodet, in 9 Schläge eingetheilt und jeder Schlag mit etwa 1200 Pflänzlingen besetzt. Es ergiebt sich hieraus, daß wir auf ungefähr 10000 Stämmchen rechnen können. Die Arbeiten in dieser großen Baumschule kosten die Gemeinde fast nichts, denn das ganze Werk dient als Versuchsfeld für die Obstbauschüler. Gegenwärtig sind 9 Eleven unter Leitung des Herrn Landwirthschastslehrers Andrae aus Büdingen hier. Nachdem der Cursus in Echzell i. d. W. beendigt war, wurde hier Fortsetzung gemacht. Die jungen Leute sind hier zu dem sehr billigen Preise von 1 Mk. 20 Pf. pro Tag bei den Landwirthen untergebracht. Wiederholt wurden Stämmchen zu guten Preisen verkauft. Wenn noch einige Jahre herum sind, wird die Gemeinde einen sehr schönen Betrag alljährlich einnehmen. Der Bezug von jungen Obstbäumen aus der hiesigen Schule emfiehlt sich aus mehreren Gründen. Die Bäume sind in unserem hochgelegenen, nicht üppigen Boden gewachsen und werden daher später mit jedem Boden vorlieb nehmen - das Klima ist frisch und kräftig bei uns, sogar etwas rauh, die Bäumchen sind daher auch nicht verzärtelt, wie diejenigen auS warmen Klimaten. Wer darum Bäume bei uns bezieht, der wird es nicht zu bereuen haben, denn Abhärtung gegen äußere Einflüsse und Bescheidenheit in Nahrungsansprüchen während der Jugendzeit giebt tüchtige Leistungen im späteren Leben, einerlei, ob dies bei Pflanzen, Thieren oder Menschen beobachtet wird. 8. Aus der südöstlichen Wetterau, 1. Mai. Wir hatten gestern etliche Regentropfen und es zeigten sich einige Wolken - alles hoffte auf Feuchtigkeit, aber heute ist es wieder rauh und windig. Unsere Rapsaussichten sind wesentlich gemindert. Das Verblühen ging zu rasch, der Fruchtansatz litt Noth, dazu zeigen sich Glanzkäfer und Erdflöhe. Darmstadt, 2. Mai. Die Baupläne für den Fest platz des 21. Mittelrheinischen Kreisturnfestes liegen dermalen der Polizeibehörde zur Genehmigung vor. Nach diesen Plänen wird der geschlossene Festplatz eine Breite von 180 und eine Tiefe von 200 Metern erhalten, also einen Gesammtflächeninhalt von 36,000 Quadratmetern—14?/z Hess. Morgen einnehmen. Der Haupteingang befindet sich, wie bei den früher hier stattgefundenen Turnfesten, auch diesmal auf der Nordseite - die Mitte des Festplatzes nimmt der Turnplatz ein, der 60 Meter breit und 70 Meter tief, und von mehreren Reihen Sitzplätzen umgeben ist. An der Südseite des Platzes wird die eigentliche Festhalle in einer Länge von 100 Meter und einer Tiefe von nahezu 30 Metern errichtet werden- über dem Hauptportal befindet sich die Hofloge. Innerhalb des geschlossenen Platzes sind auf der Ost- und Westseite Plätze für Wein- und Bierwirthschaften, Tanzböden, Schaubuden u. dgl. m. vorgesehen, außerdem die Räume für die verschiedenen Ausschüsse, die Feuerwache und den Arzt entsprechend vertheilt. Sämmtliche Baulichkeiten werden aus Holz hergestellt und mit Dachpappe gedeckt - beleuchtet werden dieselben durch electrisches Licht. Mit dem Herrichten der Bauhölzer an Ort und Stelle ist schon begonnen worden. Goddelau, 1. Mai. In verflossener Woche hat hier eine Beerdigung stattgefunden, über deren Art und Weise die hiesige Einwohnerschaft sehr aufgebracht ist. Einem der reichsten Bauern starb ein Kind von acht Monaten. Um die Unkosten zu ersparen, wurde das Kind nicht, wie es hier üblich ist, in einen Sarg gelegt, sondern in Lumpen gewickelt und in einsr Nudelkiste nach dem Friedhöfe gebracht. Bon Verwandten darüber zur Rede gestellt, äußerte die Großmutter des Kindes, sie hätten keinGeld unter die Erde zu begraben. DewrtWtw. * Frankfurt a. M., 2. Mai. Durch Erbschaft ist ein hiesiger evangelisch - lutherischer Geistlicher nahe an die Millionärs-Stufe gelangt. * Altenkirchen, 2. Mai. Kaufmann Simon, der auf den Verdacht einer Brandstiftung verhaftet worden war, wurde der Haft entlassen. * Bremen, 1. Mai. Der Vorstand der Rettungsstation Colbergermünde telegraphirt: Am 1. Mai von dem gesunkenen Fischerboot Nr. 74 drei Personen durch daß Rettungsboot „Reichstelegraph" gerettet. * Wien, 2. Mai. Der ehemalige Statthalter von Mähren, Geheimerath Adolf Freiherr Poche, durchschnitt sich heute den Hals, stürzte sich dann vom dritten Stockwerke in den Hof und wurde noch lebend auf die Klinik gebracht. Er starb nach drei Stunden. Der 80jährige Greis stand vor einer Augenoperation. * Brüssel, 1. Mai. Ein sonderbares T estam ent hat ein hiesiger Einwohner B., Mitglied des Kosmopoliten-Vereins, hinterlassen. B. vermachte seinen Leichnam der hiesigen medicinischen Facnltät zu wissenschaftlichen Untersuchungen. Der Verstorbene litt an chronischer Rückenmarksentzündung und wollte den Aerzten Gelegenheit geben, diese unheilbare Krankheite zum Wohle seiner Leidensgefährten an der Leiche möglichst genau zu studiren. Die Aerzte, welche B. behandelten, haben den Wunsch des Verstorbenen erfüllt. * Geut, 1. Mai. Bei der an der Grenze von Ostflandern gelegenen holländischen Festung Hulst brannte ein großes, dem Rentner Vogelvangers gehöriges Anwesen nieder. 45 Stück Rindvieh, 27 Pferde und eine Menge Schafe kamen in den Flammen um. Der Schaden wird auf 400,000 fr geschätzt, während nur 60,000 fr versichert sind. Das Feuer ist von einem 16jährigen Kuhhirten angelegt worden, der bei feiner gerichtlichen Vernehmung die Brandstiftung offen eingestand und damit begründete, „daß ihm sein Dienst zu schwer gewesen sei und er sich daher einiger Stück Vieh habe entledigen wollen." Man hält den Brandstifter für unzurechnungsfähig. * Eine Hochzeitsreise auf dem Velociped. Das „Wilhelmshavener Tageblatt" meldet unterm 28. April: Vorgestern traf hier ein junges, auf der Hochzeitsreise begriffenes Ehepaar aus Bielefeld auf dem Velociped ein. Die beiden Radler waren vor fünf Tagen aus Bielefeld auf einem zweisitzigen Dreirad abgefahren und hatten die nicht unbedeutende Strecke, abzüglich des an mehreren Orten genommenen Aufenthalts, in rund drei Tagen zurückgelegt. Von Oldenburg war das junge Paar am Mittwoch Morgen aufgebrochen und langte am Nachmittag hier an. Nachdem die hiesigen Sehenswürdigkeiten in Augenschein genommen waren, ist das Radfahrerpaar gestern Nachmittag wieder von Wilhelmshaven abgefahren und hat sich über Eckwarden nach Nordenheim, bezw. Bremerhaven begeben- von dort aus soll die Rückfahrt nach Bielefeld angetreten werden. Von Oldenburg bis nach Wilhelmshaven waren die Radfahrer von mehreren Oldenburger Radfahrern begleitet. Hniverfitäts - Nachrichten. — An der Universität Leipzig ist ein rumänisches Seminar errichtet worden. Schrffsnachrichten. Hamburg, 1. Mai. Das Hamburg-Newyorker Postdampfschiff „Suevia", Capitän Bauer, von der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien'Gescllschaft, ist am 30. April, 10 Uhr Abends, wohlbehalten in Newyork angekommen. Literatur und Nnnst. — Der »HarrSschatz des Wissens* (Verlag von W. Paulis Nachf. H. Jeroich in Berlin) liegt nun bis zur 14. Lieferung im Druck vor. Dieses Unternehmen, welches den Zweck hat, die moderne Wissenschaft volksthumlich zu machen und in den weitesten Kreisen zu vertretten, umfaßt die wichtigsten Zweige menschlichen Wissens (Entwickelungsgeschtchte der Natur, Physik und Mechanik, Chemie, Thier-, Pflanzen- und Mineralreich, Länder- und Völkerkunde, Wett-, Kunst- und Literaturgeschichte nebst einem Registerband, welcher die Benutzung des Gesammtwerkes an Stelle eines Konversationslexikons ermöglicht) und wird sowohl in 320 gediegen ausgestatteten und reichlich tllustrirten Lieferungen ä 30" Psg., als auch in 17 Bänden, elegant und dauerhaft gebunden L 7.50 Mk. (der Registerband, xvn, gratis) ausgegeben. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gieße«. 17. Woche. Vom 23. April bis 29.. April 1893. Einwohnerzahl: angenommm zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsztffer: 24,64°/« bezw. 17,25 nach Ausschi, der Ortsfremden. Kinder Es starbm an: Zusammen: Erwachsene: im vom A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Diphtherie 3 (3) - - 3 (3) Lungenschwindsucht 2 (1) Andere Erkrankungen 2 (1) d. Athmungsorgane 1 1 — — Erkrankung d. Herzens 1 (1) Andere bekannte 1 (1) Krankheiten 3 1 2 - Summa: 10 (5) 5 (2) 2 3 (3) — Was bewirkt Doerings Seife mit der (6uUt Der Haut das nöthtge Fett zusührend, verhütet sie das vorzeitige Erschlaffen, das Einttocknen, das Welken und die Sprödigkeit derselben, sie erhält somit die Schönheit und Weiße des Tttnts, des Antlitzes, der Hände, des Halses, überhaupt die Frische und Geschmeidigkeit der Haut. Für die Toilette nichts Besseres, daher der gelammten Frauen- und Männerwelt dringend anzurathen. 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