1893 Somsiag oro 4 Februar Nr. 30 «rttes Blatt Zlnrts- und Zlnzergeblutt füv den ICrets Gietzen Hratisöeilage: Gießener Aamilienölätter Im Alle Annoncen-Bureaux deS In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Lorm. 10 Uhr. Die Gießener W««tkte»»rtlter »erden dem Anzeiger .»»chentlich dreimal d «gelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, .mit Ausnahme deS Montags. 1) die theologische Doctorwürde erhielt Oberconsistorial- präsident Dr. jur. Theodor Goldmann in Darmstadt zum 50jährigen Amtsjubiläum honoris causa, 2) die juristische Doctorwürde erhielten: Oberlandesgerichtspräsident Joseph Görz in Darmstadt honoris sausa, Regierungsaccessist Erich Jung aus Mainz, dem Oberconsistorialpräsidenten Dr. Theo« dor Goldmann in Darmstadt wurde zum 50jährigen Doctor- jubiläum das Diplom erneuert, Gerichtsaccessist Otto Stall» mann aus Wald-Uelversheim; 3) die medicinische Doctor» würde erhielten die approbirten Aerzte Wilhelm Sartorius aus Lauterbach, Wilhelm Brüel aus Gießen, August Fischer aus Beuern, Hermann Schiller aus Gießen, Georg Stumpf aus Mainz, Gerhard Schmitt aus Kostheim, Richard Retter aus Gießen, Roderich Spohr, Assistenzarzt der chirurgischen Klinik, Fritz C h r i st aus Wörrstadt,- 4) die philosophische Doctorwürde erhielten: dem Kreisbaumeister i. P. Baurath Dr. Carl Dieffenbach in Grünberg wurde zum 50jährigen Doctorjubiläum das Diplom vierteljähriger A-onnr mkntsprei» 1 2 Mark 20 Psg. mit Brmgerlohn. Durch btt Post btjogea 2 Mark 50 Psg. Aedaction, (Ejpcbitte» unb Druckerei: Kchulftratze £t.1e Fernsprecher 5L Localer und provinzieller. Gießen, 3. Februar 1893. — Promotionen an der Großh. Landesuniverfität Gießen. Jahre 1892 wurden folgende Inländer promovirt: 0 9230 M 55.9® 8180 lioj 0' Deutsches Reich. Berlin, 1. Februar. Das neueste Dictum des Kaisers: „nemo me impune lacessit“ soll, wie die „Post" von wohlunterrichteter Seite erfährt, einem Zufall seine Entstehung verdanken: Der Kaiser hat erst an dem Tage, an welchem Minister Friedberg sein achtzigstes Jahr vollendete, von dessen Geburtstag erfahren. Als er ihn desselben Tages bei einem Hoffeste traf, redete er ihn darauf an und sagte zu ihm: „Was? Das sagen Sie mir nicht einmal? Das muß ich so zufällig erfahren?" und fügte dann, mit dem Finger drohend, hinzu: „Das darf nicht ungestraft bleiben!" Die Strafe war die noch an demselben Tage erfolgende Uebersendung des Bildes mit der Unterschrift: „Niemand reizt mich ungestraft!" Neueste Nuchvlchteu» Wolffs telegraphische« Correspondmz-Bureau. Breslau, 2. Februar. Der „Schlesischen Zeitung" zufolge soll auf Königs Hütte der Walzwerkbetrieb erheblich eingeschränkt werden. Im Laufe der Woche sollen zwei Hochöfen gelöscht werden, so daß von sieben nur zwei im Betriebe bleiben. Die überzähligen Arbeiter sollen theils auf der Lauragrube verwendet, theils entlassen werden. Karlsruhe, 2. Februar. Professor Richard, Lehrer der mechanischen Technologie und allgemeinen Maschinenlehre an der technischen Hochschule, starb gestern in der Conferenz« fitzung infolge eines Hirnschlags. Bochum, 2. Februar. Eine allgemeine Bergarbeiter- Versammlung, die von etwa 3000 Personen besucht war, beschloß, die früheren Forderungen dem bergbaulichen Verein nochmals zu unterbreiten und bis zum 10. Februar Antwort zu verlangen. Am 12. Februar soll abermals eine Versammlung ftattfinden, um über die nach dem Ausfall der Antwort zu unternehmenden Schritte zu beschließen. Köln, 2. Februar. Amtlich wird mitgetheilt: Am Sonntag Nachmittag ist im Bismarckschacht der „Königsgrube" ein Kohlenbrand ausgebrochen, wodurch eine Anzahl Bergleute und ein Steiger betäubt wurden. Sie wurden alsbald zu Tage gefördert und sehen ihrer Besserung entgegen. In- **"M*O28 > ßerck. erneuert, Lehramtsaccessist Friedrich Roth aus Mainz, der Lehrer an der höheren Bürgerschule in Langen Ludwig Schüz aus Lauterbach, dem Forstinspecror i. P. Dr. Rudolf Pr ä- torius in Langen wurde zum 50jäbrigen Doctorjubiläum das Diplom erneuert, dem Realschuldirector i. P. Professor Dr. Ludwig Glaser ans Grünberg, z. Z. in Mannheim, wurde zum 50jährigen Doctorjubiläum das Diplom erneuert. — Kirchengemeindevertretuugs-Wahl. Bei der gestern stattgehabten Wahl zur Kirchengemeindevertretung stimmten in der Matthäusgemeinde 73 Gemeindeglieder ab. Es wurden dabei gewählt: Vorarbeiter Magnus Becker mit 68 Stimmen, Professor Dr. Bindewald mit 69 St., Dr. Buchhold mit 68 St., Buchhändler Ferber mit 68 St., Brauereibesitzer Förtsch mit 71 St., Oberpostsecretär Gerbode mit 70 St., Oberlehrer Hahn mit 69 St., Forstinspector Heyer mit 71 St., Oeconom Kitz mit 70 St., Landgerichtsrath G. Kull- mann mit 70 St., Schuldirector Dr. Landmann mit 69 Sr., Lehrer Pfaff mit 67 St., Brauereibesitzer Eduard Röhrle mit 71 St., Schreinermeister Earl Scbäfer mit 70 St., Cigarrenfabrikant Scheid mit 70 St., Lehrer Lorenz Spitz mit 67 Stimmen, Professor Stamm mit 69 St., Kaufmann G. Windecker mit 68 Stimmen. — Jn der Lucasgemetnde wählten 35 Stimmberechtigte und wurden gewählt: Polizeirath Fresenius, Oberlehrer Fuhr, Commerzienrath Heyligen- staedt, Fabrikant Eugen Kaufmann, Bauunternehmer Conrad Koch VI., Schreinermeister Johannes Lenz, Rentner Dietr. Heinrich Lohmann, Amtmann Ludwig Nebel, Oberförster a. D. v. Meibom, Ingenieur F. Schiele, Rentner Carl Schwan sen., Kaufmann Friedrich Seibel, Reaüehrer Ludwig Seipp, Professor Dr. Hermann Siebeck, Professor D. Bernhard Stade, Revisor Alexander Wilker, Professor Dr. Carl Wimmenauer. (Ueber das Ergebniß der Wahl in der Marcus- und Johannes- gemeinde berichten wir in nächster Nr.) — Theater. „Madame Mongodin", Schwank in drei Acten von Blum Toche. Das Stück, eine französische Novität, kann über die Nationalität seiner Autoren keinen Zweifel lassen. In ziemlich lockerem Ausbau schildert es Zustände, wie sie in den höchsten Kreisen unserer westlichen Nachbarn leider alltäglich sind. Trotzdem kann man den Verfassern nicht den Vorwurf machen, daß sie sich in der Darstellung des Pikanten allzugroße Freiheit gestattet hätten, im Gegenrheil in äußerst humoristischer Weise wissen sie den Gesetzen der Wohlanständigkeit vollkommen zu genügen und dabei dennoch der Wahrheit keinen Abbruch zu thun. Dazu ist die Characteristik der einzelnen Personen oft ganz vorzüglich, insbesondere gilt dies von den beiden Hauptfiguren des Stückes Monsieur und Madame Mongodin, während die übrigen mehr zurücktreten und deshalb weniger characteristisch sind, eine Ausnahme bildet vielleicht noch Clarinde de Monteplat, auf deren Zeichnung die Dichter offenbar viel Liebe verwandt haben. — Monsieur Mongodin wurde von unserem. Gaste Herrn William Büller in ganz unvergleichlicher Weise dargestellt. Der Künstler brachte den charakterlosen, lüsternen Pantoffelhelden sowohl in allen anderen Situationen, als ganz besonders in der Simulation der Mondsucht in so hervorragender Weise zur Geltung, daß wir nicht umhin können zu gestehen, dies war eine schauspielerische Leistung allerersten Ranges. Ihm zur Seite stand Frau Coppö (Madame Mongodin), die den tyrannischen Hausdrachen, der, um den Augen der Welt zu gefallen, vor dieser seine wohl- thätige Maske aufsetzt, so wahr und echt wiedergab, daß wir auch ihr unsere größte Zufriedenheit ausdrücken können. Das Gleiche gilt für Frl. Brünner, die als „Clarinde" in ganz vorzüglicher Weise jenen Typus der reichgewordenen Chansonneten zu treffen verstand, ohne jedoch dabei irgendwie undezent zu werden. Auch Frau Reiners führte ihre Rolle als „Lucienne" sehr niedlich durch. Von Herrn Stückel „Fougerolles" hätten wir ein keckeres und zielbewußteres Auftreten gewünscht, Herr Rupp als „Francois" war im allgemeinen ganz gut, nur hätte er etwas lauter reden können, so war er manchmal nur schwer verständlich. Die übrigen Rollen sind nur ganz klein und geben zu keiner besonderen Besprechung Anlaß. Dank der tüchtigen Regie des Herrn Marti en sen klappte das Ensemblespiel tadellos. — Die Vorstellung war von einem ziemlich zahlreichen und gewählten Publikum besucht, das die Darsteller und besonders Herrn Büller durch häufige laute Beifallsbezeugungen ehrte. — Wiener Soireen. Im Cafe Leib finden am Mittwoch den 8. und Donnerstag den 9. Februar Concerte des Original-Wiener Fiaker-Quartetts, welches durch vier Monate mit außerordentlichem Erfolge auf der Wiener Theater- und Musik • Ausstellung concenirte, statt. Es ist echte schlichte Wiener Musik, welche das kleine Orchester in so ganz unvergleichlicher Weise zu Gehör zu bringen versteht, und Herr Riedel, der originelle Natursänger und vermitttiunQ Verband dentscner ggehilfen zu Leipii/ eMhäftsstellcn in Beti mnitz, Dresden, Düael- irta.M., Königsberg !, iberg. ahme während der ung unserer lieben Hwiegerinutler und t Unb die trostreiche yn innigen Tam । Angehörige. Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. • ankgtM- cuar l893, n. Gold-Ren" L Rente 5$w***t Ä- WM, •" Met gt, p,pb gute LKW ^erlehrlmT'- eten. 9 kann folge des Brandes ist der^chacht 2 gesperrt- die Förderung würde baldmöglichst nach Schacht 1 verlegt und ein Stillstand vermieden. Marseille, 2. Februar. Mehrere Bäckerläden sind heute vom Publikum geplündert worden. Militärposten überwachen die Stadt. Amsterdam, 2. Februar. Beim Rangiren fuhr eine Maschine bei dem Bahnhofe Velsen durch die offenstehende Brücke in den Nordsee-Canal. Der Zugführer, Heizer und Schaffner sind ertrunken - die Fahrt durch den Canal ist gehemmt. ___ Depeschen de8 Bureau „Herold". Berlin, 2. Februar. Der Abgeordnete Werner (Antisemit) brachte im Reichstage den Antrags ein, das gegen Ahlwardt wegen öffentlicher Beleidigung schwebende Strafverfahren während der Dauer der laufenden Session einzustellen. Spandau, 2. Februar. Infolge von Lohndtfferenzen tst unter den hiesigen Töpfern ein Strike ausgebrochen. Im hiesigen Feuerwerkslaboratorium wurde zahlreichen Arbeitern gekündigt. Köln, 2. Februar. Soeben hat der Hafencommissar die Bewohner des Ufers aufgefordert, sich gegen das Hochwasser zu schützen. Der Rhein steigt rapid und dürfte heute Nachmittag seine Ufer überschreiten. Das Eis vom Oberrhein wird um 2 Uhr erwartet- dasselbe trieb an Hoeningen um 10 Uhr vorbei und bedeckte die Breite des Stromes. Köln, 2. Februar. Seit 5 Uhr treibt das Oberrheineis vorbei. Mosel und Rhein fallen bei Caub langsam, steigen hier jedoch stark, etwa stündlich 20 Zentimeter. In dieser Nacht dürfte der Rhein den unteren Stadttheil über- schwemmen- es sind alle Sicherseitsvorkehrungen getroffen. Nietleben, 2. Februar. Neuerdings erfolgten zwei Todesfälle. Der Landrath ersuchte die Polizeibehörden des Saalekreises, vorläufig alle Versammlungen und Tanz- vergnügen zu verbieten. Paris, 2. Februar. Rouvier überreichte der Anklagekammer eine Schrift, worin die von ihm gemachte Anleibe von 90,000 Francs bei der Panama-Gesellschaft gerechtfertigt wird. Die Anleihe, welche -den geheimen Geldern zugeflossen, sei acht Tage später wieder zurückgezahlt worden, so daß die Actionäre der Panama-Gesellschast keinen Schaden erlitten hätten. HyHres (Departem. Var), 2. Februar. Hierorts herrscht große Aufregung gegen die hier sich aushaltenden Engländer. Die Reichen hetzen den Pöbel gegen die Engländer auf. Es sind zu deren Schutze geeignete Maßregeln getroffen worden. Brüffel, 3. Februar. Diebe brachen im Palais des Grafen Flandern ein und stahlen 400,000 Frcs. in Werth» fachen. Bisher fehlt jede Spur. London, 2. Februar. Der „Standard" will aus Berlin von neuen Begegnungen des Deutschen Kaisers mit dem Czaren und dem Gro ßfürsten - Thronfolger erfahren haben. Bei der Anwesenheit des russischen Thronfolgers in Berlin sei nicht nur eine Begegnung des Czaren mit dem Kaiser Wilhelm im nächsten Sommer, sondern auch ein zweiter Besuch des Großfürften-Thronfolgers am Berliner Hofe besprochen worden. Amtlicher Theil. Gießen, den 2. Februar 1893. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien bezw. Localpolizeibeamten des Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden unter Hinweis auf § 368 pos. 2 des Reichsstrafgesetzbuchs und Art. 80 des Feldstrafgeietzes zur Vertilgung der Raupennester an Bäumen, Sträuchern und Hecken unter dem Bemerken öffentlich aufzufordern, daß gegen Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht längstens bis zum 1. April l. I. entsprochen haben werden, auf Grund der genannten Gesetzesstellen Anzeige erhoben, sowie daß die Vertilgung auf Kosten der Säumigen angeordnet werden würde. Wir erwarten, daß Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obliegenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der säumigen Baumbesitzer anzuordnende Reinigung alsbald nach Ablauf des Termins anordnen, so daß die Säuberung bis zum 15. April überall vollständig ausgeführt ist. Außerdem ist gegen die Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach § 368 pos. des Strafgesetzbuchs zu erheben. Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern auf Gemeinde- kvsten alsbald veranlassen. Wenn hiernach auch jeder Baumbesitzer selbst zur Vertilgung der Raupennester verpflichtet erscheint und dieselbe gegen ihn erzwungen werden kann, so empfiehlt es sich doch viel mehr, wie es in manchen Gemeinden üblich ist, daß die Gemeinde die Vertilgung in die Hand nimmt. In den betreffenden Gemeinden, welche diesen Weg eingeschlagen haben, werden taugliche Personen bestellt, welche auf Kosten der Gemeinde und unter Aufsicht des Ortsvorstandes die Säuberung der Bäume vornehmen, wodurch eine bedeutend größere Garantie für eine gründliche Reinigung geboten wird. Wir können Ihnen dieses Verfahren nur empfehlen. Ihrem Berichte, daß in Gemäßheit vorstehender Verfügung die Vertilgung der Raupennester erfolgt ist, sehen wir bis zum 15. April d. I. entgegen. v. Gagern. ? gesucht. Sa}\ßünnipiÖ& ^arbeit R& --Elvlatz 1t. ‘“‘«ÄÄ. gesucht. TT-—19. , in AHavSdaitatrs L_9ytr_a6e 5, ” Adiges Laufart, Tag gesucht J^ffurttrßrofit 2L Vmen suchen »eine Wös- 6lä drei Zimmern ntbft * Nr. 1015 an die litten.__ wintm GomM ist p stiugsteüe Ed. Lilbtttise«, ings-Gesuch. iraotr junger Mann, mit Borfernitrifien versehen, m jocht. Der Eintritt kann setertagen erfolgen. Ferd. Burk, -onstmühlen. 6tn erh. sof. gute Stckn Demtetdsr, Raplanfy W- Kunstpfeifer, dies zusammen bildet ein so originelles Ensemble, wie solches hier noch niemals zuvor gehört wurde, und wird auch hier, wie allerorts, der Erfolg ein ganz bedeutender werden. — Amerikanischer Schulcongreß. Mit der Columbianischen Weltausstellung während des Sommers 1893 ist auch ein sogen. Welt-Schulcongreß für Elementar-Schul- lehrer verbunden, welcher in der Woche nach dem 25. Juli d. I. in Chicago zusammentrilt. Zur Theilnahme an dessen Berathungen, in der Eigenschaft als Ehren-Bicepräsidenten, sind auch an deutsche bezw. hessische Volksschullehrer von dem WeltausstellungS-Comitö, Abtheilung für Elementarerziehung in Washington sehr ehrende Einladungen ergangen; eine solche hat auch den Anstaltslehrer Herrn Funk in Marienschloß betroffen. — Erdrutsch Nach uns zugegangener Meldung fand heute Vormittag auf der Strecke Gießen-Coblenz direct hinter Runkel ein colossaler Erdrutsch statt. Unglückßfälle, Versperrung oder Beschädigung des Bahnkörpers sind bis jetzt nicht bekannt. Der fahrplanmäßig 9 Uhr 41 Min. hier eintreffende Personenzug erlitt hierdurch jedoch eine ziemliche Verspätung. — Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bönstadt mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Wächtersbach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Offenbach mit einem Anfangsgehalte von 1200 Mk. jährlich. Dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Unter-Mossau mit einem jährl. Gehalt von 900 Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Londorf mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine Lehrerstelle an der kathol. Schule zu Heldenbergen mit einem nach dem Dienstatter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900—1400 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrersteüe an der Gemeindeschule zu Lisberg mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfaffen - Schwabenheim mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- dienst verbunden. — Bezüglich der Sonntagsruhe fällte am 29. Januar die 6. Strafkammer des Landgerichts I. in Berlin eine interessante Entscheidung. Ein Cigarren Händler wollte Material zu einem Strafantrag sammeln. Er begab sich in ein Schanklocal, lieh sich ein Glas Bier vorsetzen und ver- langte fünf Cigarren. Die Wirthin trug kein Bedenken, ihm das Gewünschte zu verabfolgen. Der Cigarrenhändler aber nahm seine Cigarren und stellte gegen die Wirthin Strafantrag. Das Amtsgericht erkannte auf Freisprechung, wogegen die Staatsanwaltschaft Berufung einlegte. Der Derlheidiger führte an, daß die Schankwirthe nach einem ministeriellen Erlaß befugt seien, Gegenstände, die zu ihrem Betriebe gehörten, auch über die Straße zu verkaufen, daß aber besonders bei Cigarren dies der Fall sein müsse, da ja ein Schankwirth nicht wissen könne, ob der Gast sie nicht in seinem Locale rauchen wolle. Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte auf Freisprechung. § Von der oberen Wiese», 2. Februar. Infolge des schnell eingetretenen Thauwetters und Regens tritt die Wiese» an vielen Stellen über ihre Ufer. Vielen Leuten dringt das Wasser in die Keller, Ställe und Häuser. Das Vieh muß ost in andere Stallungen verbracht werden. Wie aus anderen Orten gemeldet wurde, so verendeten auch in den Orten Saasen und Lindenstruth, wahrscheinlich infolge der außergewöhnlichen Kälte, mehrere Stücke Rindvieh. Ein Wunder ist dieö allerdings nicht, wenn man vernimmt, daß das Wasser und Getränk, welches über Nacht in Gefäßen im Stalle stand, bis am Morgen fest gefroren war. △ Reinhardshaiu, 31. Januar. Am 25. d. Mts. wurde der bisherige Beigeordnete Herr Heinrich Graulich mit 46 Stimmen einstimmig zum Bürgermeister gewählt. § Grebenhain, 2. Februar. Gestern feierte Landbriefträger Bögler hier sein 25 j ä h r i g e s D i e n st j u b i l ä u m. Gewiß ein seltenes Vorkommniß sür einen Briefboten des Vogelsberges, welcher hier mit allerlei Unbilden der Witterung zu kämpfen hat. nn. Darmstadt, 2. Februar. Zweite Kammer der Stände. Nach Verkündigung einer Reihe von neuen Einläufen setzt die Zweite Kammer ihre Berathungen fort. Zwei Petitionen um Regulirung event. Erhöhung von Pensionen werden für erledigt erklärt. — Ein Antrag des Abg. Dr. Schröder um Vorlage einer gesetzlich zusammengefaßten zeitgemäß geregelten Stempel- und Tax/ ordnung, sogen. Sportelgesetz, für gewisse indirecte Auflagen wird gegen 81 Stimmen für erledigt erklärt und soll Großh. Regierung ersucht werden, eine amtliche Zusammenstellung, gewissermaßen ein literarisches Nachschlagewerk für diesen Zweck herauSzugeben. Die hierzu nöthigen Mittel sollen der Regierung zur Versügung gestellt werden. — Seitens des Abg. Rackö wurde ein Antrag auf Hinwirkung bei der Reichsregierung wegen Erlaß eines das Nähr- ungSmittelgesetz ergänzenden Gesetzes in Bezug auf Regelung des Verkehrs mit Wein gestellt. Der Antragsteller begründet seinen Antrag in eingehender Weise. Er bemerkt, daß z. B. in Rheinhessen Weinbergbesitzer von 2 bis 3 Morgen mehr asS 30 Stück Wein in ihren Kellern hätten. Daß dieser Wein kein gewachsener sei, liege auf der Hand. Er wünsche durch seinen Antrag, daß diese Gattung von Weinfabrikanten gehörig zur Steuer herangezogen würden. Staatsminifter Finger glaubt nicht, daß durch die Reichs- regierung die Sache geregelt werden könne, da diese nicht competent dazu sei, weil Wein der Reichssteuer nicht unterworfen sei. Die einzelnen Bundesregierungen könnten aber diesen Gegenstand behandeln. Das Haus beschließt demgemäß, den Anttag dem Ausschuß zur weiteren Prüfung und Erledigung zuzuweisen. — Seitens Großh. Regierung liegt eine Vorlage vor um Bewilligung eines Betrags von 10000 Mark zur Unterstützung Hilfsbedürftiger und zur Verleihung von Stipendien. Der Ausschuß beantragt für 1893/94 nur 5000 Mark zu gewähren. Geh. Staalsrath Knorr von Ro fenroth bittet um Bewilligung der Regierungsforderung, weil sonst Stipendien an Gewerbeschüler rc. nicht gewährt werden könnten. Der Antrag des Ausschusses findet hiernach gegen 2 Stimmen Annahme. — Ein Antrag des Abg. Pfannstiel und Genossen auf Uebernahme der Kosten für die Fortbildungsschule auf die Staatskasse wird zur Zeit für erledigt erklärt, weil Großh. Regierung sich dahin geäußert hat, daß diese Frage erst nach vorheriger sorgfältiger Prüfung bei Aufstellung des nächsten Finanz- budgets in weitere Erwägung gezogen werden könne. — Zur Rückäußerung erster Kammer wegen Abschaffung der Hundesteuer für Hunde der Schäfer rc., sowie zu Abänderung des Art. 14 des Gesetzes vom 14. Juni 1887, Dammbauwesen betr., beschließt die Kammer Beharren auf den früheren Beschlüssen. — Ein Antrag des Abg. Jöckel auf Erhöhung des Stempels-der Jagd- waffenpässe von 12 auf 25 Mark wird ebenfalls sür erledigt erklärt, weil von Großh. Regierung dieser Antrag einer eingehenden Erörterung unterzogen worden sei. Bei Vorlage des Finanzgesetzes für die nächste Finanzperiode werde diese Frage in Erwägung gezogen werden. — Für die Herstellung von zwei A n land er am p en bei Rhein- Dürkheim und Nordheim bewilligt sodann die Kammer 179 000 Mark, lehnt dagegen den Gesetz-Entwurf bett, das Brückengeld und die Ueberfahrtsgebühren bei den Brücken und Ueberfahrten am Rhein und Main nach dem Ausschuß-Antrag ab. Die Regierung hatte in diesem Gesetz- Entwurf im Auge die Bewohner von Gustaosburg sowie auch speciell die katholischen Anwohner des Rheiüs und MainS beim Kirchengang rc. vom Brückengeld zu befreien. Der Consequenz wegen beschloß das Haus, den Anträgen des Ausschusses gemäß, wie oben. — Nunmehr tritt die Kammer in die General-Debatte des Gesetzentwurfs über die Abänderung des Einkommensteuergesetzes, hier die Selbstdeclarationspflicht für Einkommen über 2600 Mark. Der Ausschuß schlägt hierzu eine Reihe von Abänderungen vor, insbesondere daß die gegenwärtige Progressionsscala einer Abänderung im Sinne größerer Erleichterung der unteren Einkommenstufen und Weiterführung der Progression nach oben unterzogen werde. Eine völlige Freigabe einzelner Einkommenklassen kann der Ausschuß nicht befürworten- ebenso sand eine Entlastung der untersten Klassen im Wege der Herabsetzung des Steuercapitals in den untersten Klassen nicht die Zustimmung des Ausschusses. Abg. Reinhardt kann sich nicht mit der Regierungsvorlage befreunden- er wünscht im Zusammenhang mit einer veränderten Pro- gressionsscala eine größere Entlastung der unteren Klassen. Abg. Osann ist ebenfalls dafür, daß ähnlich wie in Preußen die Ueberschüsie, welche sich ergeben, nicht etwa aufgespeichert, sondern zu einer Milderung der Steuer der kleinen Leute verwendet werden. Abg. Hirsch hätte gewünscht, daß man mit der Selbsteinschätzung gewartet hätte, bis die preußische Gesetzgebung fertiggestellt gewesen sei und daß dann die Regierung einer wirklichen Reform der gesammlen Steuergesetzgebung näher getreten sei. Abg. Hechler wünscht, daß mit der Declarationspflicht noch heruntergegangen werde, etwa bis zu 1800 oder 2000 Mark. Metz-Darmstadt ist für die Regierungsvorlage. Metz-Gießen erklärt Namens seiner Freunde, daß dieselbe für die Vorlage seien. Aender- ungen in der Progresfiv-Scala seien unabweislich. — Hier wird die Debatte abgebrochen. Morgen früh um 9 Uhr Sitzung. Interpellationen, darunter eine des Abg. Lautz, die Bahnhofsgebäude der hessischen Ludwigsbahn betr. Worms, 30. Januar. Der Reblauscursus zu Worms, welcher heute eröffnet wurde, zählt 47 Theilnehmer, von welchen sieben den Cursus zum zweiten Male besuchen. Leider konnten 24 Anmeldungen, welche nachträglich erfolgten, nicht berücksichtigt werden, weil die Zahl der Theilnehmer zu groß geworden wäre. Worms, 2. Februar. Der Trajectdampfer kann heute Nachmittag den Personentraject wieder aufnehmen. Ober-Jngelheim, 30. Januar. Der vorigen Monat dahier verstorbene Lehrer Peter Wenzel entstammte einer Lehrerfamilie, welche schon seit 1719 dahier thätig war. ES wirkten also der Verstorbene, dessen Vater, Großvater und Urgroßvater hier und zwar in folgenden Zeiten: Der Urgroßvater von 1719—1761, der Großvater von 1761 bis 1807, der Vater von 1807—1831 und der unlängst ver- ftorbenc Enkel von 1831—1883, in welchem Jahre er in Pension trat, nachdem er über 50 Jahre thätig war. Vermachtes. tt Kassel, 2. Februar. Einsturz eines Wohnhauses. Unter donnerähnlichem Krachen, weithin in der Stadt vernehmbar , stürzte heute Morgen 5 Uhr das Wohnhaus Nr. 8 in der Kruggasse ein. Die sofort alarmirte ständige Feuerwehr hat vier Personen aus den Trümmern des Hauses hervor geholt, eine Arbeit, die nicht leicht war, doch glücklich gelang, sodaß ein Verlust an Menschenleben nicht zu beklagen ist. Die Kruggasse ist eine schmale Seitengasse in der Altstadt, sie stößt auf die Müllergasse und KastenalSgasse, liegt also unweit der Artilleriekaserne und keineswegs jenseits der Fulda in der Unter-Neustadt, wie vielfach angenommen wird. Das eingestürztc Haus liegt in der Mitte, war schmal, drei Stock hoch mit Erker und gehört dem Ofensetzer Appel. In dem Hause wohnten vier Familien, sowie verschiedene Astermiether, im Ganzen einigt dreißig Personen. Daß die Catastrophe so überaus günstig verlaufen, ist nur dem Umstande zuzuschreiben, daß die Bewohner, meist Handwerker, gewohnt sind, schon um 4l/i bis 5 Uhr aufzustehen. Nachdem es schon vorher ein auffälliges Knistern und Knastern gegeben, trat ein Riß in der Wand ein, worauf die Leute aus den Betten sprangen, die andern Bewohner weckten und das nackte Leben zu retten suchten. Dies gelang auch Allen bis auf obige vier Personen, einem taubstummen Mann, zwei jungen Mädchen von 20 Jahren und einem Knaben von sieben Jahren. Diese vier waren in einem Hinteren Raume deS Wohnhauses, der stehen geblieben war, nur mit dem Hemd bekleidet, eingekeilt, sie wußten nicht wohin und jammerten entsetzlich. Die Feuerwehr vermochte die Rettungsleiter vom Hofe eines Nachbargrundstückes anzustellen, man kletterte über die Dächer der Nachbarhäuser und konnte so zu den vier Verschütteten gelangen. Diese mußten nun ebenfalls eine Kletterparthie über die Dächer machen, wozu indessen die beiden Mädchen gar nicht zu . bewegen waren. Schließlich wurden sie von der Feuerwehr über die Dächer hinweggetragen und fo ebenfalls glücklich gerettet. Auch die übrigen Bewohner, die sich gerettet, waren vor Ankunft der Feuerwehr über die Dächer der Nachbarhäuser geklettert und zu den Fenstern anderer Häuser hineingestiegen. Sämmtliche Möbel, Kleidungsstücke liegen unter den Trümmern. Das Nachbarhaus mußte polizeilich geräumt werden, da eS ebenfalls d e m E i n st u r z e droht. Zwei Kinder, die anfänglich vermißt wurden, haben sich wieder eingefunden. * Gaffel 31. Januar. Eine eigenartige Kaiser. Geburtstags-Feier soll der Commandeur deS 5. Rhei« nischen Dragoner-Regiments der benachbarten Garnison Hofgeismar seinen Soldaten bereitet haben, indem er Nackt* 12 Uhr, als alles, Offiziere wie Mannschaften, sich dem Tanzvergnügen hingab, Alarm blasen liefe, und sodann mit dem Regimente einen nächtlichen, l'/zstündigen UebungSmarsch vornahm. • Biedenkopf. 30. Januar. Beim Ausfahren deS Zuges heute Morgen 7 Uhr aus Hilchenbach nach Stift Kepel sprang eine Frau auf das Trittbrett eines Personen- I wagens, dieselbe fiel aber zurück, wurde von dem Wagenrad erfaßt und tobt gefahren. Der Zugführer, welcher sofort zusprang, um die Frau zu retten, stürzte ebenfalls hm, derselbe hat sich keine Verletzungen zugezogen, wurde aber von dem abfahrenden Zuge zurückgelassen. * Hamburg, 2. Februar. Der „Hamb. Correspondent bestätigt die Meldung, wonach die in Cuxhaven gelandeten Schiffbrüchigen vom norwegischen Schiff T e kla 16 läge hilflos und fast nahrungslos auf dem Atlantischen Ocean ge- trieben seien und zuletzt einen durchs Loos bestimmten Holländer verspeist hätten. Von den neun Mann der Besatzung seien vorher fünf im Wahnsinn über Bord gesprungen. Die drei Matrosen Ole Andersen au8 Tinsberg, Christian Hjalmar Jacobsen aus Christiatisund und Alexander Johannson auS Fiskerbekskilde, welche einen ihrer UnglückSgesähnen töbteten und verzehrten, wurden in Cuxhaven wegen verübten Kannibalismus verhaftet. * Insterburg. 2. Februar. Heute früh wurden drei Gutskncchte Wabulat, Bolz und August, welche den Guts- besitzer Rainer ermordet und beraubt hotten, durch den Scharfrichter Reindel hingerichtet. ♦ Marseille. 2. Februar. Infolge deS Ausstandes der Bäcker müssen die Militärbäckereien MarseillcS und der benachbarten Städte der Bevölkerung Brot liefern. ES sammelte sich die unruhige Menge vor den Läden an, die von der Militärbäckerei mit Dorräthen versehen sind. Einige Gruppen versuchten einen mit Brod beladenen Rollwagen zu plündern, sodaß die Soldaten ihn vertheidigen mußten. * Aus Rußland. 30. Januar. Im Ministerium deS Innern werden Maßregeln gegen die Cholera vor- bereitet. Besondere Ausmerksamkeit wird Städten wie Astrachan, Baku und den größeren Transkaukasiens gewidmet werden, da dieselben als ständige Herde für allerlei Seuchen 9 * Die Erinnerung an einen erschütternden Vorfall wird durch die Nachricht wachgerufen, daß Burg Lahneck, an der Ausmündung der Lahn in den Rhein^ für 350,000 Mark in den Besitz eines Herrn aus Magdeburg übergegangen i|L Cs war Mitte Juni 1851, als die SchreckcnSkunde durch die Zeitungen verbreitet ward, daß eine junge Engländerin, Miß Jdilia Dnbb, am Rhein spurlos verschwunden sei. Man suchte, man sand nichts- die lief gebeugten Eltern reiften ab - man dachte an etwas Schlimmes. -t te kecke Engländerin, die früh Morgens mit ihrer Mappe allem weggcwandert war, hatte die alte Burg Lahneck oben über dem Gehölz auf morscher Treppe bestiegen und diese war hinter ihr zusammengcbrochen. AlS man einige Jahre später einen sehr baufälligen Thurm der Rutne abtragen mußte, fand man daS Scelctt eines Mädchens, Uhr, Geld, Mappe desselben, und in Mauerritzen eingeklemmt daS schaurige Tagebuch der Unglücklichen, die sich heiser gerufen, mit dem Taschen- tuch auS ihrer hohen Einsamkeit nach dem Thal hinab, nach den Rheindampfern hinunter geweht hatte. Alle- vergeblich. Niemand hatte sie gehört, sie war da oben halb verhungert, halb in den kühlen Julinächten 1851 erfroren. DaS in der „Heimaih" mitgetheilte Tagebuch ist erschütternd zu lesen. I LandwirlhschafUiche Winke und Ualhschläge. △ nn* Cbttbeflen, «nsang Februar. Beiträge int Bekämpfung de* Untier» nnd TtrenmuNOek*» Damit dieLandwirlhe einen Versuch mltZorfftreu machen können, empfiehlt eS sich, gemeinschaftlich voran |u gehen. ES ergiebt ü» hieraus, daß daS Genossenschaftswesen — wie in hundert and"" Fällen, so auch hier - der Hebel ist, mit dem man ta ber Lan£ w'rlhschait Lasten hebt, die ein Etasiger nicht bewältigen könnte Ein Credtt- oder Eoniumoerein läßt etliche Waaion*.Zo k S kommen und vettheilt diese unter die Mitglieder. DaS kann dabei pasfiren, oder waS ist |u riSkiren? Wirklich ächte englische Kerrenstoffe ca. 145 cm breit, garantirt reineWolle, vollkommen nadelfertig Buxkin u. Cheviot, haltbarster Qual, ä M. 1.75 bis M. 8.65 p. Mtr. versenden jede beliebige einzelne Meterzabl direct an Private. Buxkin-Fabrik-Depot Oettinger & Co., Frankfurt a. M- Neueste Musterauswavl franco ins Haus. 1051 । die Pfarr- mit 1) Das Allervollkommenste! Kl. I. 2) Kl. II 3) 4) 5) 1045 6) Ludwig Berger, Chr. Bieker, Carl Petri. 1064 bei Nr. 1 des Holzes. Heß. 1054 5 Loosen zu je 200 cbm und 3) Pflasterarbeiten in 1 Loos Daudt. 1061 3550 3060 7) 8) Crumbach, den 1. Februar 1893. Wagner, Bürgermeister. täglich 9,7 8,4 portofrei versendet.— Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Butzbach, den 2. Februar 1893. Großherzogliche Baubehörde für die Zellenstrasanstalt Butzbach. 14,00 fm, 1325 Fichten - Stangen mit 119,25 fm, 2829 Fichten - Stangen mit 169,74 fm, Der Waldvorstand: Preiß. Verdingung von Tischlerarbeiten. Die Lieferung von 60 Böcken zum Kinderkirche Nachmittags 2«/, Ubr: Pfarrer Schlosser Bibelstunde am Montag den 6. Februar, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Marcus Cap. 4, Vers 21: Allerlei Gleichnisse vom Reich Gottes. Pfarrer Dr. Naumann- BOLL’s Complet Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 5. Februar, SexagesimS. In der Stadtktrche: Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Ubr: M i l i t ä r g o t t e s d r e n st. — Die Pommersche Hypotheken Aktien va«k in Berlin übersendet uns ihren Geschäftsbericht pro 1892 und stellt von demselben laut Inserat in unserer heutigen Nummer jebem Pfandbrief- Besitzer ein Exemplar kostenlos zur Verfügung. s* tiS 'M 2998 Fichten-Stangen III. Kl. mit 89,94 fm, die Stangen II. und III. Kl. eignen sich zu Leiterbäumen und dergleichen. 1310 Fichten-Stangen IV. Kl. zu Leiterbäumen, 26,20 fm, 50 rm zweiMeter langes Grubenholz, 19 rm Knüppel und 672 rm Fichten - Reisholz, zu Spalier- und Bohnenstangen sich ® iy Katholische Gemeinde. Sonntag den 5. Februar, Sexagesima. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 8/*6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6 Uhr erste bl. Messe; um 7 Uhr Austbeilung der hl. Communion; um 8 Uhr zweite bl. Messe; um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Muttergottesandacht. Jagdverpachtung. Montag den 6. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathhause zu Watzenborn die der Gemeinde Watzenborn-Steinberg zu- ftehende Jagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Steinberg, 3. Februar 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. Holzverkauf. Freitag den 10. Februar d. I., von Vormittags 10 Uhr ab, fallen auf dem Gemeinderathhaus dahier die aus hiesiger Jnteressenten- Waldung, Oberförsterei Roßberg, in den Schlägen Kiesbach lagernden 253 Stück Eichen-Abschnitte von 6 bis 14 m Länge, 20—59 cm Durchmesser, enthaltend 19694/100 fm, zusammen verkauft werden. Das Holz ist gut abzufahren und nur eine Stunde von der Main- WeserBahn-Station Fronhausen entfernt. Hachborn, 1. Februar 1893. auf 500 kg Lebendgewicht kommen 2765 2240 eignend. Der Anfang ist Morgens 10 Uhr auch die Bedingungen ausliegen, verdungen. Lieferzeit sämmtlicher Stücke bis 20. März d. I. [1053 Garnisonverwaltung in Gießen. 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Vom Bahnhofe aus fuhrt der Weg durch einen Morast von ausgeweichtem Schnee, der tiefer wird, je näher man btr Stadl kommt. An manchen Stellen sinkt man bis über die Knöchel tn das Schneewasser. Zn den „Höfen" durchkreuzt ein vollständiger Bach den Weg der Passanten, und breitet sich an einer Stelle zu einem kleinen See aus, vor dem die Fremden rathlos stehen bleiben, und Überlegen, wie sie hinüber sollen: doch Rettung gibts keine, die Hosen werden heraufgewickelt, ein kurz Gebet gesprochen und langsam wird der „öee durchwatet. Wenn dann die Marktgasse mit ihren Lachen und Löchern mit Kunst und Vorsicht erstiegen ist, dann fuhrt der Weg durch einen zweiten Morast, „Marktplatz" genannt, in die Rabengasse, die Zeil von Grimberg. Hier am Rathhause, in Mitte der Straße, lagert seit einigen Tagen der stinkende Inhalt des städtischen Winkels. Seit Wochen war den Miethern des Rathhauses ein gewisser Ort zugefroren. Eine Senkgrube extfttrt nicht, trotzdem die Ealamität jedes Jahr sich erneut. Deßhalb wurde Alles, was sonst seinen Weg durch den Abort und denKüchengossenstetn gefunden, in den besagten Winkel geschüttet. Die beiden Familien, welche das Rathhaus bewohnen, waren gewiß in keiner beneidenswerthen Lage. Es wurde ihnen der „prachtvolle" Rath, „sich für den Nothsoll mit der Nachbarschaft in gutes Einvernehmen zu setzen .und um denselben in ihrer Bedrängniß eine kleine Freude zu macken, schickte aus Kaisers Geburtstag unser Bürgermeister einen Schlosser in die Wohnung der beiden Herren, und ließ in deren Abwesenheit die Fenster, welche nach dem Winkel führen, vergittern. Die Folge war, daß die beiden Großherzoglichen Beamten, denen diese Behandlung zu Theil wurde, beschlossen, sich von hier weg zu melden. In den Kreisen der Bürgerschaft ist man um so mehr entrüstet über diese Maßnahme, als seiner Zett Forstmeister Haberkoin ebenfalls durch solch städtisches Entgegenkommen von hier vertrieben wurde. -0* Jeilgeöolenes. n in großer Auswahl Regenschirme-»ä- schnell und billig bet 1991 H. A. Sack, Neuenweg Nr. 58. sparsamen Hausfrau ebenso beliebt ist, „ - - „ . . als bet der guten Köchin, empfiehlt 2) Pflafterfandlreferung in heftens [1049 5 Loosen zu je 200 cbm und Earl Schwaab, Hoflief., Seltersweg. Hausverkauf. 1059] Ein Geschäftshaus tn bester 3^00 Qm luouj win wjujuuphwww m ociict für em, mehrere oder alle Loose wer- ßagc Gießens, mit Laden und Hinter- den bis Montag den SV.l.M., ' gebäude, ist zu verpachten, eventuell zu Vorm.1v Uhr erbeten. Copieen »«taufen. Nähm^b^ 10. Verwalter Dr. Grein. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumanm Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. »er 1 Prächtige, fürstlich elegante Masken- Costüme tn effectreicher, stllvoller Ausführung, z. 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Das hat M nchen schon so fürchterlich geärgert, daß er die Torfftreu verflucht und verwunschen hat und daß er deshalb nichts mehr davon '"^Jst*die Torf streu nun glücklich trocken unter ^ch, dann wendet sie der Bauer nicht nur für sich, ^udenr halb und mit Stroh gemischt, an. Er gtebt also unten auf das Pflaster des Stalles eine "aae Torfstreu und auf diese gtebt er eine Lage Stroh. So ist ein vortreffliches Lager hergerichtet, weich, warm und trocken, gerade fo gut, wie wenn lauter Stroh eingestreut worden wäre, ja, tn mancher Hinsicht 1,04 Singen wirb der Urin der Thlere non derT°rfstreu besser ausgenommen, als von dem Stroh. Erstere kann nämlich das 'lckt- bis Zehnfache ihres eigenen Gewichts an Flüssigkeit aufsaugen, während das Stroh nur das Drei- bis Vierfache auszunehmen im Stande ist. Hieraus ergiebt sich ganz von selbst, daß das Lager bet Torfstreu viel trockner, folglich auch viel wärmer sein muß als bei Stroh. Weiter hat der Torf die Eigenschaft, daß er die Zersetzung der thiertschen Auswurfstoffe bedeutend veTangsamt Bei dteier Z"Mng bdben sich Gase, welche der Torf an st» bindet Jeder Landwtrth weiß, daß sich besonders tm Sommer Gase in Pterdestallen bilden, w Icke die Luft verderben. Beim Ausmtsten der Pferdeställe werden diese Gase mitunter so heftig, daß den Arbeitern die Augen thranen. Dieses Gas ist das s. g. Ammoniak, welches für die Pflanzen von größtem Nutzen ist. Das Stroh und der Strohmtst können aber nur wenig davon fefthalten, es fliegt also in die Luft und geht für den Landwtrth verloren. Ganz anders verhält es sich bei der Torfstreu. Sie ist tm Stande, eine viel größere Maste von Ammoniak an fich zu binden und liefert dadurch einen für viele Zwecke bedeutend feinere«Dünger. Zugleich besorgt der Torfmull ein anderes, äuyerst wichtiges Geschäft Da er die Gase viel besser an sich bindet, als Stroh, muß die Luft selbstverstündlich viel reiner sein, alS in einem Stalle, wo nur Stroh, Land, MooS oder Ginster re. gestreut wird. )lan wissen wir aber alle, daß reine, gesunde Luft die erste Lebens- Bedingung für Menschen und Thtere ist. Folglich werden dre Land- wtrthe diese Hauptbedtngung für ihre Stallungen viel besser herbei- । ihren, wenn sie Tors einftreuen, als wenn sie es nicht thun. Dte so gefährliche Lungensucht bet den Hausthterm wird, wie der freundliche Leser nunmehr selbst gefunden haben mag, durch Benutzung v an Torfstreu jedenfalls wirksam bekämpft. = tn Wie schon vorhin angedeutet, wird der Dung aus Torsstreu, ober aus Torfstreu mit Stroh gemischt, wesentlich werthvoller tmStalle, hr wird es aber auch auf der Mtftstätte noch mehr. Wir wissen, daß viele werthvolle Stoffe des Mistes, wenn er lange lagern muß, verloren gehen, indem sie in die Lust ausstetgen. Das geschieht besonders tm Winter. Der Torfmist hält aber diese werthvollen tolanimnäbrftoffe nicht bioS im Stalle Miammen ondern auch auf der M'ftstätte. Hieraus ergiebt sich, daß der Mist aus Stroh und Torsstreu gemischt, tn vielen Fällen viel kräftiger wirken muß, als derjenige aus anderen Slreumaterialien. ,, Ferner sind die Düngermassen nicht so groß, als bei sonstigen Materialien; man hat deshalb nicht so viele Wagen hinaus zu fahren; btr Dünger ist leichter auszubreiten und leichter unter zu ackern. Wir haben vorhin darauf hingewieseu, baß die Torfftreu besonders für Pferdeställe sehr zu empfehlen sei und zeigten, daß man Ine Streu halb mit Stroh mischen konnte. Dem Schreibe: dieser -teilen ist aber eine Wirthschaft bekannt, tn welcher durchschnittlich •20-26 Pferde gehalten werden, ohne daß ein einziger Strohhalm a iz Streu, sondern nur Torfmull in dem Pferdestall zur Verwendung kommt. Der Stallbesitzer ist sehr zufrieden mit einer Einrichtung, .kl spart alljährlich eine bedeutende Summe Geldes, ferne Pferve l finden sich vortrefflich, der Dung ist durchaus gut und macht nicht Wei Arbeit als früher. _ . . , . _ Manche Leute glauben nun, die Thtere wurden durch das lagern auf Torf schmutziger und unreinlicher, als bet Stroh. '•"“J J ® - Zur Frage der besten Milchkühe. Daß zwischen den Milcherträgen der einzelnen Kühe, selbst bet sonst gleichen Verhältnissen in Bezug auf Rasse, Alter und Futter große Unterschiede obwalten, weiß jeder erfahrene Landwtrth, daß aber auch die Farbe der Kühe eine Rolle bet dem Mtlchertrage fpielt, dürfte wohl vielen Landwtrthen noch unbekannt sein. Daß aber das Braun- und Fleckvieh hinsichtlich des Milchertrages sehr verschieden ist, wird von Neuem bewiesen durch die Beobachtungen, die in der landwirffckaft- Itchen Schule Strickhof-Zürich gemacht wurden. In deren Stallen stehen Kühe des Schweizer Braun- und Fleckviehes und die darüber geführten Milchtabellen zeigen folgendes Bild. Im Geschäftsjahre 1891/92 gab je eine Kuh Liter: jährlich Braunvieh Fleckvieh . _______________________________ Braunvieh mehr 490 1,3 525 Liter. Unsere Landwirthe, die bet der Einstellung des Viehes besonders Mtlchergtebtgkeil berücksichtigen, werden die Lehre ziehen können, daß die braunen Kühe gegen die weißen und buntscheckigen zu bevorzugen Kaffee 'von Henry Roll & Co. in London. Alleinvertrieb für Deutschland durch Otto Merker in Heilbronn a. N. Jahr aus Jahr ein von gleich vorzüglicher Qualität. Zu haben in Giessen bei den Herren: Ui#ab> eilt* ’ botier ein biz 18 d°?A S” '«i- es, d„ S tea«n in ■geteilt I,' **• M Wunggftüie litqen '^arhaus mußte ,ÖQ es ebenfalls ' ö,e anfaiM vrrM ^^artige Kais«, wmMeur des 5. $he| garten Garnison Hof nhtt n Nachti • Mannschaften, sich den 'N ließ, und sodann mit rßiindigenUebungsmarsch m bis Zuges M nad) Stift fiepe! 'ttott eines Persvnnv- 'Öe von dew Wa^rmad tgjührer, welcher fojorl stürzte ebenfalls ft, zugezogen, wurde ok: »strn. „hamd. Lorrchondent' in Ln;havrn gelandet!» en Schiff Tekla 18 Tag! 'm Atlantischen Ocean ge- Loos bestimmten Holländer lkann der Besatzung seien ed gesprungen. Die drei berg, Christian Hjalmar Ktpnbcr Johannson aui nglücksgesährten tödtete: n wegen verndien fiannv heute früh wurden drei lugust, welche den Guü- > beraubt hatten, burf :ichtet. bfolge -es Ausstan.^ tfercien Marseilles unittt -ung Brot liefern. & . vor den Läden an, bit ien versehen sind. beladenen Rollwagen yi iertheidigen m^en. 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Man rechnet täglich 8 bis 10 Pfund Torfstreu auf ein Pferd. Die Kosten für ein Waggon Torfstreu sind, ie nach Entfernung des Bestellers von dem Bezugsorte, verfchieden. Es kann sich aber jetzt Jeder leichter ausrechnen, wie hoch sich der Streubctrag pro Tag stellt und ob er billiger oder theurer wlrthschastet. Die Torfstreu ist aber nicht blos bei Pferden, sondern auch bei Rindvieh und Schweinen sehr wohl anzuwenden. Betrachten wir zuerst die Anwendung beim Rindvieh. Bei diesem ist es am zweckmäßigsten, wenn man den Torfmull nicht nur giebt, wie es bei den Pferden geschehen kann, sondern wenn man halb Sttoh und halv Torf streu giebt. Auch hier thut man am besten, wenn man bentotaU nicht alle Tage ausfegt, sondern man entfernt pur die nassen Stellen und ersetzt diese durch trockene Streu, lieber diese wirft man bann einige Hände voll Stroh. Es genügt dann vollständig, wenn der Kuhstall alle 8 Tage einmal vollständig ausgemistet wird. Man rechnet für je ein Stuck Rindvieh 10 bis 12 Pfund Torfstreu täglich. Gtebt man die Hälfte Stroh dazu, dann braucht man auch nur die Hälfte, alfo 5 b»s 6 Pfund, Torfmull täglich. Wird das Rindvieh mit Grünfutter, Schlempe und dgl. mehr, also mit Futtermitteln ernährt, die leicht abführen, so muß stärker eingestreut werden, als wenn dürres Futter verabreicht wird. Das erkennt jeder Bauer von selber, er sieht schon wie und wo er ab und zu geben muß. Verkehr, Land- «nd Volkswirthschaft. Auslegen von Zelttüchern und 34 Pack« ________~ Wen, veranschlagt zu 639 wird der Submissionsunterlagen werden am Donnerstag den 9. Febr. gegen Einsendung von 60 Pfennig d. I., Vormittags 10 Uhr, in i unserem Geschäftszimmer, woselbst sind. Universitäts - Noehviehten. — Der Prorector der Universität Dorpat, Prof. Dr. Maltz, und der Decan der hiftorifch-phtlologischen Facultät, Prof. Dr. Mucke, sind wegen der fortschreitenden Verrussung der Hochschule um Enthebung von ihren Posten eingekommen und gedenken nach Deutschland auszuwandern. Airchliche Anzeige»» der Stadt Giehen. Btebection: Ä. S cheyda. — Druck und Verlag der Brühl'ichen Druckerei (Fr. 6b r. JHetfdß 'n (SiHun Are Heutige Kummer umfaßt 6 Seiten. Vermietungen. 966j Geräumige Wo nu-g, gleich beziehbar, zu vermietben.1 Rechtsanwalt vriel Marburgerstr. 1 * 199] Der untere oder dritte Stock meines Hauses, 6 Zimmer, Badezimmer, 2 Boden- kämme n, Trockenboden, 1 Keller, per 1. April zu v rmte'ben. Laut» Petri III.» Aster weg 31. 313] Ludwigstroße 12, dritter Stock, 5 auch 7 Zimmer nebst ZubebLr, zum 1. Mai, auf Verlangen auch früher, zu vermi«''ben._________________________________ Bismarckstraße 14 mittlerer Stock per 1. 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Welz, Wallthorstraße und im Caf" Leib- Herreukarten a Mk. 1.20, Damenkarte« 80 Pfg. AbendS a« der Kasse r t^vtrLe Mk. 1 50, Gallerte 25 Pfg. [878 Zahlreichem Besuche sehe entgegen. Achtungsvollst • Gustav Gühlholtz (Cafe Leib). Männer-Turnverein Samstag, 4. Februar, Abends 8 Uhr: Winterfest in Steins Garten. NB. Wir machen unsere Mtglieder darauf aufmerksam, daß in Anbetracht des großen Programms pünktlich angefangen werden wird, sowie daß nur Mitglieder mit ihren Familien Zutritt haben. [885 Der Vor stand. »«im ■ * ”ON1 Concordia Samstag den 4. Februar, Abends 7 Uhr 59 Min. Maskenball mit Gruppen - Aufführungen im Saale des „Cafe Leib'". (^eheimkarten für Mitglieder bei Herrn Schneider, Schillerstraße 8. Gehcimkartcn für Nichtmitglieder bis zur Demaskirung und zwar: Herren 50 Pfg., Damen 20 Pfg. bei den Mitgliedern Herrn Friseur Conrad, Mäusburg, Herrn Friseur Kramer, Brandgasse, Herrn Friseur Muhl, Bahnhofstraße und Herrn Friseur Wahl, Neustadt. 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