vollendet se?n. Die einzige, allerdings sehr wichtige Frage, über welche gegenwärtig noch verhandelt wird, dürfte die sein, ob die Entscheidung über die Berufung den OberlandeS- gerichlen oder den Landgerichten zu übertragen ist. Berlin, 30. September. In einem Leitartikel begrüßt die „Nordd. Allg. Ztg." die hier eingetroffenen Vertreter Rußlands zu den Zollverhandlungen und weist auf die schwierige Aufgabe der Conferenz hin. Das Blatt drückt die Hoffnung aus, daß es ihr gelingen möge, die seit Monaten bestehenden Gegensätze der Interessen zu beseitigen, indem auf Seiten Rußlands das Entgegenkommen Deutschlands gewürdigt werde. Berliu, 30. September. Dre zu den den deutschrussischen Handelsvertragsverhandlungen hier eingetroffenen Delegirten haben sich bei den Spitzen der Reichsbehörden vorgestellt und namentlich mit Minister v. Bötticher eine längere Unterredung gehabt. Während der Dauer der Verhandlungen werden der russische Botschafter Graf Schuwalow und der deutsche Botschafter in Petersburg, General Werder, hier anwesend sein. Berliu, 30. September. Die „Kreuzztg." polemisirt in einem längeren Artikel gegen die Tabakfabrikatsteuer, welche geradezu die Arbeit selbst besteuere, da sie fast ausschließlich von den ärmeren und mittleren Klaffen aufgebracht werde. Berliu, 1. October. Dem Abgeordneten Ahlwardt ist gestern die Aufforderung zum Antritt seiner fünfmonatlichen Gefängnißstrafe aus dem vielbesprochenen Judenflmten- Prozeß Seitens der Staatsanwaltschaft zugestellt worden. Er gedenkt derselben in der nächsten Woche zu folgen. — Am Montag Abend wird Ahlwardt noch in einer großen antisemitischen Volksversammlung in den Concordiasälen in der Andreasstrahe über bas Thema „Fünf Monate Gefängniß" sprechen. — Ahlwardt wird im Wahlkreis Friedberg-Arns- walde auch für den Landtag candtdiren. Berliu, 1. October. DaS neue Militärgesetz ist mit dem ersten October in Kraft getreten, nachdem es in der öffentlichen Meinung Deutschlands und im Reichstage so heftige Kämpfe hervorgerufen hatte. Auch jetzt noch hält das wichtige Gesetz durch die Frage, in welcher geeignetsten Weise die Kosten der nun zur präctischen Verwirklichung gelangenden Heeresreform zu beschaffen seien, unser öffentliches Leben in starker Erregung, und es ist nur ganz erklärlich, wenn die neuen Lasten, welche diese abermalige Heeresverstärkung der Nation aufbürdet, jetzt mehr und mehr in den Vordergrund treten. Aber die neue Heeresreform bringt auch bedeutende Erleichterungen und Vortheile für den einzelnen Wehrpflichtigen wie für die Gesammtheit unseres Volkes mit sich, die ebenfalls entschieden hervorgehoben werden muffen. Allerdings bezweckt ja das nunmehr in Kraft getretene Militärgesetz in erster Linie eine bedeutende Vermehrung der deutschen Streitkräfte, wie eine solche durch die starken Vorsprünge unserer Nachbarn zur Sicherstellung des Vaterlandes gebieterisch erforderlich war, und die damit verbundenen finanziellen Lasten muß das deutsche Volk tragen, um für die Abwehr verhängnißvoller Wendungen möglichst gerüstet zu sein. Die Reform stellt jedoch nicht nur eine Vermehrung und bessere Organisation unserer Streitkräfte dar, sondern sie bietet auch erhebliche Erleichterungen: Eine Entlastung des Einzelnen durch Abkürzung der Dienstzeit, eine gerechtere Vertheilung und Ausgleichung der Wehrpflicht, eine Schonung der älteren Mannschaften. Dies sind in socialer und wirthschaftlicher Beziehung offenbare Vortheile, welche neue Steuerlasten mindestens aufwiegen. Trotz des jetztvielfach noch herrschenden Widerspruchs gegen die Militärreform wird, nachdem ihre Wohlthaten sich fühlbarer gemacht haben werden, Niemand mehr an den neuen Grundlagen unserer Heeresverfassung rütteln wollen. Durch dieselbe ist das Möglichste gethan worden, unser Vaterland gegen alle Wechselfälle zu schützen und können wir daher mit dem Bewußtsein patriotischer und thatkräftiger Pflichterfüllung der Zukunft entgegengehen. — Das kaiserliche Gesundheitsamt macht folgende Cholerafälle bekannt: In Hamburg wurden vom 29. bis 30. September Morgens zwei Neuerkrankungen, darunter eine mit tödtlichem Ausgonge, außerdem zwei Sterbefälle unter den früher Erkrankten festgestellt. In Stettin und in Sydowsaue, Kreis Greifenhagen, Regierungsbezirk Stettin, je eine tödtlich verlaufene Erkrankung. In Alt- Drewitz bei Küstrin zwei Erkrankungen (Schiffer, davon einer gestorben). In Rissen, Kreis Pinneberg, Regierungsbezirk Schleswig, ein Krankheitsfall bei „einem Kiesarbeiter. Der in Nr. 232 deS „Reichsanzeiger" aus Itzehoe gemeldete Krankheitsfall ist tödtlich verlaufen. Berlin ist, wie schon gemeldet, wieder cholerafrei, da der Schiffer Wilcke und seine Frau aus den Cholerabaracken des Krankenhauses Moabit als geheilt entlassen worden sind und neue Einlieferungen vun Cholerakranken und Choleraverdächtigen weder in Moabit noch in anderen städtischen Krankenhäusern stattgefunden haben. Königsberg i. Pr., 30. September. Ihre Majestät die Kaiserin traf um 9 Uhr 7 Min. auf dem hiesigen Ost- dahnhos 'ein. Zur Begrüßung waren unter Anderen die Gemahlin des Oberpräsidenten Grafen Stolberg und die Gräfin Dohna-Schlobitten erschienen, welche Ihrer Majestät prächtige BouqnetS überreichten. Ihre Majestät unterhielt sich längere Zeit mit den genannten Damen und setzte sodann um 9 Uhr 22 Min. die Reise fort. Hamburg, 30. September. Gestern wurde in mehreren Versammlungen, welchen ca. 20 000 Personen beiwohnten, beschlossen, in einer Resolution an den Senat eine demokratische Neugestaltung des ganzen Staatswesens auf Grund des allgemeinen, birccten, gleichen und geheimen Wahlrechts zu fordern. Karlsruhe, 30. September. Die „Badische Correlp." meldet osficiös, daß die amtliche Veröffentlichung deS Tabaksteuerentwurfs nach der nunmehr in Berlin erzielten Einigung unmittelbar bevorstehe. Ausland. Wien, 30. September. Nach einer Verordnung der betreffenden Ministerien ist die Durchfuhr von Leibwäsche in gebrauchtem gereinigten Zustande, sowie getragener Kleidungsstücke, Bettzeuge und Lumpen aus Rumänien wegen der Choleragefahr verboten. Prag, 30. September. In der hiesigen Polizeidirection wurde eine ein Zoll lange Eisenröhre gefunden, welche mit Pulver gefüllt und augenscheinlich von ungeübter Hand hergestellt worden war. Budapest, 30. September. Im Abgeordnetenhause erklärte Ministerpräsident Dr. Wekerle, er habe begründete Hoffnung, daß die Krone die Genehmigung zur obligatorischen Civilehe schon demnächst ertheilen werde. Sollte dies nicht geschehen, so werde er seine Pflicht kennen. Belgrad, 30. September. Der acadamische Senat der Belgrader Hochschule hat den Antrag gestellt, daß dieselbe in eine complette Universität umgewandelt werde. Paris, 30. September. In den Kohlenrevieren sind in der vergangenen Nacht mehrere Dynamitattentate verübt worden, so daß neuerdings größere Vorsichtsmaßregeln ange- ordnet werden. — Den Franzosen wird die Freude an dem bevorstehenden Russenbesuche durch immer neue Zwischenfälle einigermaßen vergällt. In dies Capitel gehört auch der Besuch, den der Graf von Paris, der orleanistische Thronprätendent, gegenwärtig am verwandten dänischen Hofe abstattet, und wobei es natürlich zu einem Zusammentreffen des Prätendenten mit dem Czaren gekommen ist. Die „Justice", das Organ des bekannten radicalen Politikers Clemenceau, läßt sich über das Erscheinen des Grafen von Paris in Kopenhagen denn auch sehr entrüstet vernehmen und meint, die Begegnung zwischen dem französischen Thronprätendenten und tem Czaren gerade am Vorabend des russischen Flottenbesuches in Toulon nehme sich beinahe so aus, als ob durch diese Begegnung die Wirkung des Flottenbesuches abgeschwächt werden sollte. Nun, eine besondere politische Bedeutung besitzt die Zusammenkunft mit dem Czaren schwerlich, immerhin kann man dem Vorgang im Hinblick auf den Russentaumel, der selbst die gesinnungstüchtigsten französischen Republikaner ergriffen hat, einen gewissen pikanten Reiz nicht absprechen. Stockholm, 30. September. Bei der gestrigen Jagd in Hunneberg wurden 40 Elenthiere und 1 Reh erlegt. Auf der Rückfahrt von der Jagd wurden die hohen Herrschaften vom Publikum enthusiastisch begrüßt. Karlskrona, 30. September. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm ist heute Vormittag kurz nach 81/t Uhr hier ein« getroffen. Der Gouverneur Graf Wachtmeister war Aller- höchstdemselben bis zur nächsten Station entgegengereift. Se. Majestät, Allerhöchstwelcher die Uniform eines schwedischen Admirals trug, wurde bei seiner Ankunft von der zahlreichen aus der Umgegend herbeigeeilten Bevölkerung jubelnd begrüßt. Der Admiral von Otter richtete an Se. Majestät eine Begrüßungsansprache, welche Allerhöchstdecselbe huldvollst erwiderte. Nach Besichtigung der am Bahnhofe ausgestellten Truppen begab sich Se. Majestät an Bord der „Hohenzollern", welche um 9J/2 Uhr in See ging. Se. Majestät sprach seine hohe Befriedigung über den warmen Empfang aus. Das Wetter ist prachtvoll. Madrid, 30. September. Der Kriegsrath wird heute zusammentreten, um gegen Pallas, welcher das Attentat 232 Dienstag den 3. October 893 Gießener Anzeiger Kmerat-Wnzeiger fctmfpr td»« 51 Amts- unb Anzeigeblatt fiiv den Rveis Gieren. Amtlicher Theil w essow Ünstraße 1 Alle Annoncen-vureaux de- In- und Ausland»» nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Kohlen Sohlen. orngtO Führet llgsban!. rften und gck ehlt sich zur t tet sich zu Nr. 33 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 27. d. M., enthält: (Nr. 2128). Bekanntmachung, betreffend die Anwendung vertragsmäßig bestehender Zollbefreiungen und Zollermäßt- gurrgen auf die spanischen Boden und Industrie-Erzeugnisse. 27. September 1893. Gießen, den 30. September 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 80. September. Das dem Reichstag in der vorigen Wintertagung vorgelegte, aber nicht mehr zur Ber- abschiedung gelangte Reichsseuchengesetz ist einer erneuten Durchsicht unterzogen worden. Dabei wurde u. A. der § 8 beseitigt, in dem es heißt, daß, wenn der Ausbruch der Krankheit in einer Ortschaft festgestellt fei, die Polizeibehörde dies unverzüglich öffentlich bekannt zu machen habe, und die Kahl der Erkrankungen und Todesfälle in kurzen Zwischenräumen zu veröffentlichen sei. Da aus dem Wortlaut dieses Paragraphen ein gewisser Widerspruch mit den Bestimmungen -er Dresdener Sanitätsconvention hervortrat, hat man es vorgezogen, die obige Bestimmung nicht wieder in das Reichs- gesetz aufzunehmen und es den Einzelstaaten zu überlasten, ivie sie die Absicht des Gesetzgebers, die im § 8 des vorigen Zahres formulirt war, verfolgen wollen. — Einzelne Zeitungen haben die Nachricht gebracht, daß iie gesetzliche Regelung der Entschädigung unschuldig Verurtheilter in nächster Zeit nicht zu erwarten sei. Demgegenüber erfährt die „Nordd. Assg. Ztg.", daß diese Siegelung gleichzeitig mit der Einführung der Berufung in Aussicht genommen ist. Der betreffende Entwurf soll sich äußer auf diese beiden wichtigen Punkte noch auf zahlreiche andere Aenderungen und Ergänzungen der Strafproceßordnung und des Gerichtsverfastuugsgesetzes erstrecken. Namentlich soll, was für weite Kreise von Jntereffe fein dürfte, ein ab- gekürztes, schleuniges Verfahren gegen auf frischer That betroffene und überführte Uebelthäter eingerichtet werden, welches nach dem Vorbilde des französischen und englischen Rechtes deren sofortige Aburtheilung ermöglicht. Der Entwurf soll im preußischen Justizministerium unter Betheiligung des Rtichs-Justizamts ausgearbeitet und einschließlich der dazu gehörigen Organisationspläne bereits in allen Einzelheiten Xtr INfexet Anzeiger «scheint täglich, «M Ausnahme deS Montag». Die Gießener :xe*trteeiritter werden dem Anzeiger o»ch«ntüch dreimal d-igelegt. ssg iirtfi S-nnStl, i MM MM Vierteljihrtgec Avonnemevlspreis, 2 Mark 20 Pfg. mit Brmgerlohn. Durch die Pok bezöge» 2 Mark 50 P1- Reboction, Expedier— und Druckerei: z t »erden ** ielleufvM ySk * «»s Ur,'S lieb« Montag ' möglichst üor^ »u machen. Höh! Gießen, am 26. September 1893. Betreffend: Die Ausführung des JnvaliditätS- und AlterS- versicherungsgefetzes. Das Grotzherzogliche Kreisamt Metzen au die mit Ausstellung der Quittungskarten betrauten Stellen des Kreises. Nach § 17 Absatz 2 rubr. Gesetzes wird den dermalen ■ im Entlastung kommenden Reservisten, insoweit sie vor ihrer Einstellung in dauernden Arbeitsverhältnissen gestanden haben ltni» durch d'e Einziehung verhindert gewesen sind, diese Der- hältnisse fortzusetzen, die Militärdienstzeit als Beitragszeit in Anrechnung gebracht, ohne daß sie für dieselbe Beiträge zu zahlen haben. ES muß hiernach der betreffende Militärpflichtige nach Inkrafttreten des Gesetzes als berufsmäßiger Arbeiter in Aeßchaftigung gestanden haben, die nicht bloß vorübergehend oui-genonimen wurde und es muß dieses dauernde Arbeits- odtr Dienstverhültniß durch die Einstellung gelöst oder unterbrochen worden fein. Nicht erforderlich ist ein stündiges tzlrbeitSoerhältniß zu einem bestimmten Arbeitgeber; es genügt berufsmäßige Beschäftigung als Arbeiter überhaupt, also auch bei wechselnden Arbeitgebern. Die Dauer der militärischen Dienstleistung ist von den ztlländigen Stellen gemäß § 103 des Gesetzes auf Grund bei vorzulegenden Militärpapiere bei Aufrechnung der QiuttungSkarten in denselben einzutragen. Die BersicherungS- Mchtigen sind daher bei dieser Gelegenheit ausdrücklich nach etwaigen Militärdienstzeiten zu fragen. Ferner ist dafür zu sorgen, daß allen dermalen zur militärischen Entlassung kommenden versicherungspflichtigen Personen, die noch nicht im Besitz von Quittungskarten gewesen sind, alsbald solche ausgestellt werden, sobald sie in ver sicherungspflichtiße Arbeitsverhältnisse eintreten. Die Großh. Bürgermeistereien wollen die Gemeinde- mnehmer hiernach bedeuten. v. Gagern. S: | Hratisöeikagt- Hießener Kamisimßtätt-r GEWEflß SSTtLl 1871 ki it» 10 Leipzig M Hegen den Marschall Martinez CamPoS verübte, zu verhandeln. Man glaubt, daß Pallas zum Tode verurtheilt und daS Urtheil sofort vollstreckt werden wird. Der Kabak. Natur- und Cultur- Geschichtliches von E. Sabel, Oberstlieutenant a. D. (Schluß.) In Europa wurden die ersten Tabakpflanzen aus Samen gezogen, welche der spanische Arzt Fernandez de Oviedo um daS Jahr 1560 nach Spanien gebracht hatte, jedoch betrachtete man dieselben zuerst nur als Zierpflanzen, bis Nicolo MenardeS den Tabak als wirksame Arzneipflanze pries. Sie kam in diesem Sinne in bedeutenden Ruf und wurde dadurch bald in anderen europäischen Ländern bekannt. Nach Frankreich brachte sie um dieselbe Zeit der französische Gesandte in Liflabon, Jean Nicot, wodurch sie in diesem Lande den Namen Horbs nicotine erhielt und später von Ltnnö Nicotiana tabacum benannt wurde. Die Tabakpflanze, von der eS mehrere Arten gibt, ist unzweifelhaft eine hübsche Zierpflanze. Im Frühjahre, wenn kein Frost mehr zu erwarten, ins freie Land verpflanzt, wächst sie schnell mit einem einzigen Schößlinge bis über anderthalb Meter empor. Der Stengel ist mit hellgrünen, großen Blättern von bei den meisten Arten länglicher zu- gespitzter Form (bei einigen Arten kürzer, breiter uckd an der Spitze zugerundet) ziemlich dicht besetzt- die Spitze treibt ge- fällig aussehende, ungleich verzweigte Blüthenstiele mit kleinen rosa gefärbten Kelchen. Zum Zwecke der Verwendung als Handelswaare, bei welcher es neben Qualität auf Erzielung recht langer und breiter Blätter ankommt, wird die Spitze, sobald sie Blüthenstände treiben will, abgekniffen,' dadurch treiben in den Blattwinkeln Triebe auS, welche von Zeit zu Zeit auSgebrochen werden. Die Ernte besteht in den im August ausgewachsenen Blättern, welche abgebrochen, sortirt, getrocknet und in kleine Bündel zusammengepreßt in den Handel gebracht werden. Die Tabakpflanze bedarf einetz. leichten, aber fetten BodenS zu ihrem Gedeihen (Kalkboden sagt ihr nicht zu). Der Anbau geschieht der langen Blätter wegen in Abständen von 66 bis 100 Centimetern. Es war natürlich, daß der schnell zunehmende Tabaks- verbrauch nicht nur zur Tabaksgewinnung in großen ameri- konischen Plantagen führte (durch die Spanier auf St. Domingo, die Engländer in Virginien, die Portugiesen in Brasilien), sondern auch in Europa zu Anbauversuchen im Großen zum Zwecke der Erzeugung verarbeitbarer Tabaksblätter anregte. Man erzielte lohnende Erfolge und der Tabaksbau breitete sich schnell auS. Es waren die Holländer, welche in Europa mit demselben im Jahre 1615 begannen, von deutschen Gebieten folgten diesem Beispiele Sachsen 1631, die Gegenden von Suhl und Wasungen in Thüringen 1659, Branden- bürg 1676 und die Pfalz und Hessen 1697, von denen aus sich der Tabaksbau über fast ganz Deutschland verbreitete. Eine Vorstellung von der Wichtigkeit desselben möge die durchschnittliche jährliche Tabaksernte Deutschlands in den Jahren von 1873 bis 1883 geben: Dieselbe betrug über 44 Millionen Kilogramm. Seitdem ist freilich der Tabaksbau zurückgegangen : die Production von trockenen (dachretfen) Tabaksblättern ist aber immer noch eine recht stattliche- sie belief sich im Jahre 1890 auf 42,37, 1891 auf 34,77 Millionen Kilogramm. Mit Tabak bepflanzt waren 1890 20,114 Hectare, 1891 18,533. In anderen europäischen Ländern ist der Tabaksbau nicht minder bedeutend. Unter anderen productren Oesterreich.Ungarn 800,000, Rußland 150,000, Holland 60,000, Italien 35,000, Belgien 10,000 Centner jährlich. Auch Asien betreibt den Tabaksbau in großem Umfange, so Syrien, Persien, Indien, die ostindischen Inseln, China und Japan. Der bekannte Naturforscher und Reisende, Pallas, hat bereits in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts bei den Mongolen und Chinesen daS Tabakrauchen sehr verbreitet gefunden und hieraus und aus der eigenthümlichen Art deS dortigen Tabaks und daraus, wie diese Völker den Rauchtabak behandeln, geschloffen, daß dieselben schon von Alters her den Tabak und seinen Gebrauch gekannt haben müßten. Unterstützt wurde später diese Ansicht dadurch, daß die chinesische Tabakpflanze eine andere sei, als die in Europa gekannten, und daß man auf ganz alten chinesischen Bildwerken die nämliche Art von Tabakspfeife abgebildet gefunden hat, welche heute noch in China im Gebrauch ist. Letzteres beweist nichts, denn man hat auch in Großbritannien Rauch- Pfeifen auSgegraben, die offenbar keltischen Ursprungs sind. ES läßt sich nur schließen, jdaß die alten Chinesen, wie auch die Kelten, schon geraucht haben, aber keinen Tabak, sondern irgend ein anderes Kraut, wahrscheinlich Hanf. Auch weiß man jetzt, daß die in China gebaute Tabakspflanze, ebenso wie die syrische, die auS Amerika stammende Art Nicotiana nistica ist und daß wahrscheinlich Portugiesen den ersten Samen derselben nach China gebracht haben. Die Gesammttabakproduction der Erde wird, wahrscheinlich zu gering, auf 10 Mill. Centner für jedes Jahr geschätzt. Der hieraus zu solgernde enorm große Tabaksverbrauch ist bei den einzelnen Nationen sehr verschieden. In China und im Orient giebt eS wohl keine erwachsene männliche Person, die nickt Tabak rauchte und zwar gewohnheitsmäßig recht viel. Nach einer im Jahre 1888 angestellten Berechnung, die zwar schwerlich ganz genau, aber doch einen allgemeinen Anhalt zu geben im Stande ist, wird in Europa am meisten Tabak verbraucht in Holland (2,8 Kilogramm auf den Kopf der Bevölkerung und daS Jahr) und Belgien (2,4 Kilogramm). Diesen schließen sich an Deutschland mit 1,9 Kilogramm (eine andere neuere auS den letzten sechs Jahren vor 1891 gezogene Durchschnittöberrchnung gibt 1,51 Kilogramm an) und Oesterreich'Ungarn mit 1,5 Kilogramm. Daffelbe Ber- hältnih ergibt für Frankreich 0,8, Italien 0,75, England 0,6 und Rußland 0,5 Kilogramm. Auch Nordamerika verbraucht sehr große TabakSmengen, 1,5 Kilogramm aus den Kopf. Dieser große Consum beruht aber, wie bereits berührt, nicht emzig, wenn auch zum bei Weitem größten Theile auf dem Tabakrauchen. DaS edle Kraut wird auch gekaut und in Pulverform als sogenannter Schnupftabak in die Nase ein- gezogen. Letzteren Gebrauch verdanken wir ebenfalls den nach der Entdeckung Amerikas vorgefundenen Bewohnern dieses ErdtheilS. Bald fand er auch Eingang in Spanien, wo er im Jahre 1636 durch Geistliche nach Italien und über Frankreich nach Deutschland (hier durch die Hugenotten) sich verbreitete. In Frankreich schnupfte man bereits zur Zeit Königs Franz II. (1559—1560), der selbst ein eifriger Schnupfer war. Dem Tabakschnupfen wurden übrigen- nicht ebenso viele Hinderniffe bereitet, wie dem Rauchen. Nur in Italien fand eß in Papst Urban VIII. einen Gegner, der durch eine Bulle vom Jahre 1624 alle in der Kirche Schnupfenden mit dem Banne bedrohte. Papst Jnnocenz XIL erneuerte zwar 1698 diese Untersagung, Benedict XIII. hob dieselbe jedoch im Jahre 1724 wieder auf, da er selbst und sein Secretär leidenschaftliche Schnupfer waren. Heuvzutage ist das Schnupfen nicht mehr in demselben Maße Mode wie früher. Leider aber wird eß noch allzu viel gerade von solchen Personen geübt, welche ihren Geruchssinn nicht verderben, sondern möglichst rein und scharf erhalten sollten, von Leuten, welchen die Ueberwachung der Reinheit der Lust in Räumen obliegt, in welchen Gesunde und Kranke längere Zeit und in oft beträchtlicher Anzahl sich aufhalten müssen. Ob in Fabrikräumen und Gefangnenanstalten, ob in Krankenhäusern und Schulstuben gute Luft herrscht, kann der GewohnheitSschnupser nicht in genügendem Maße beurtheilen. Weniger beeinflußt das Rauchen den Geruchssinn, wenn eß nicht unmittelbar, bevor er in Thätigkeit treten soll, auS- geübt wird. In weiterer Ausdehnung gegen den Gebrauch des Tabaks aus sanitären oder anderen guten Gründen ankämpfen zu wollen, dürfte heute bei der außerordentlich großen Verbreitung und riefen Einwurzelung deffelben in die Dolks- gewohnheiten schwerlich einen besseren Erfolg erzielen, als dies die vielen früher dagegen erlaffenen Verbote und erschienenen Schriften vermocht haben. Die Anzahl der letzteren ist so groß, daß im Jahre 1866 zu Paris eine öffentliche Versteigerung einer Bibliothek von 6000 —7000 Bänden, die alles enthalten sollen, waS seit drei Jahrhunderten für und gegen den Tabaksgebrauch geschrieben worden wäre, angekündigt werden konnte. Nur vor übermäßigem Genuffe deS Tabaks, unter welcher Form es auch sei, kann wegen seiner alsdann sehr gesundheitsschädlichen Wirkungen nicht genug gewarnt werden. rrnd ^provinzieller. Gießen, 2. October 1893. *♦ Sitzung Großh. Handelskammer vom 29. September 1898. Anwesend waren die Herren Koch, Scheel, Heichelheim, Hom- berger, Katz, Klingspor, Wortmann. Von dem Präsidium des deutschen Handelötags war die Kammer aufgefordert worden, zu dem in Aussicht stehenden Handelsverträge mit Rußland etwaige Wünsche der hiesigen Jntereffenten zu übermitteln. Die Kammer hat deshalb bei den in Betracht kommenden Jntereffenten eine diesbezügliche Umfrage veranstaltet und wird beschlossen, die eingelaufenen Wünsche dem Präsidium des deutschen Handelötags zur Vertretung an geeigneter Stelle zu übermitteln. — Seitens der Handels- kammer Geestemünde, sowie des deutschen TabakoereinS ist bei der Kammer angeregt worden, Stellung gegen die geplante Tabakfabrikatsteuer zu nehmen. Die Kammer beschließt, da der jetzige Zeitpunkt wegen der Ungewißheit des Inhalts der Vorlage zu einem Vorgehen noch nicht für geeignet erachtet werden kann, demnächst selbstständig in dieser Frage vorzugehen. — Es geht der Kammer nachfolgende Mittheilung über Einfuhrzölle in Rußland zu, welche mir zur Kenntniß der Jntereffenten bringen. In dem in HelsingforS erscheinenden Hufoudstadsblad ist kürzlich ein Artikel erschienen nachstehenden Inhalts: „Seitens der Oberzollbehörde ist, laut der Weser-Zeitung an die Zollkammern im Lande ein Cirkular gesandt worden, daß die vorgeschriebene Erhöhung sich nicht auf solche Maaren bezieht, welche am erwähnten Tage bereits auf eine Niederlage gebracht waren, daß sie dagegen an- gewendet werden soll nicht nur auf alle zollpflichtigen Maaren, ohne Rücksicht auf den Ursprung, welche nachher auS Deutschland in daS Land kommen, sondern auch auf solche auS anderen Ländern hierher eingcfllhrten Maaren, welche, wie auS darauf angebrachten Fabrikstempeln und anderen Kennzeichen ersichtlich, offenbar deutschen Ursprungs sind. Es wird hierzu noch bemerkt, daß nach dem in Finnland geltenden gesetzlichen Zollstatut deutsche Maaren, welche in Finnland vorläufig ohne Zollerhebung deponirt werden sollen, entweder gegen Entrichtung einer Gebühr von 1 Procent deS gegenwärtig geltenden Zollsatzes 3 Jahre in der sogenannten „Niederlage" bleiben dürfen, oder in die Transitlager gebracht werden können, woselbst die Abgabe vom Doppelcentner (Brutto) deS CollistückguteS erhoben wird, und von wo sie, falls sie nicht gegen Verzollung in den freien Verkehr kommen, binnen JahreSftist in die Niederlage übergeführt werden. — Nach einer Mittheilung des Belgischen ConfulatS wird am 19. December 1893 in Brüssel eine internationale Ausstellung von Nahrungsmitteln eröffnet. Wir bringen dies zur Kenntniß mit dem Ansagen, daß daS Programm der Ausstellung auf unserem Büreau cingesehen werden kann. J. B. Reue» Theater. („Der Registrator auf Reisen" von Moser und L'Arronge.) — Ein gut besetzte- Hau- und fröhlicher Beifall waren die Signatur deS gestrigen und ersten Theaterabend-. Eigentlich könnten wir eS mit dieser Notiz bewenden laffen. Doch da — frei nach Mephisto — der Kritiker ein Kerl ist, der von den Einflüsterungen einebösen Geiste- im Kreis herumgeführt wird, so wollen wir unter Respeclirung dieses HöllengesetzeS, allerdings direct von OdyffeuS bezogenes Anti. Sirenen - Wachs in den Ohre: unß auf den kritischen Rundgang hinau-wagen. Lin sährlicher Weg! .,Die größte Feinheit eine- dramanste, Richters zeigt sich darin, wenn er in jedem Falle des 8t gnügen- oder Mißvergnügens unfehlbar zu unterfcheiden we:s waS und wie viel davon auf die Rechnung des Dichter- obr Schauspielers zu setzen seu" Diese Devise der Hamburgs Dramaturgie weist unS zuerst auf da- Stück, im vorliegendtr Falle gewißlich etn wechselvolles Spiegelbild menschlichf Irrungen und tragischer Verkettungen. Man höre: yw Ministerialregistrator Cesar Wichtig, ein armer Schlucke und devoter Beamter, erhält von seinem Chef, dem Baurati Hiller, 200 Thaler — fo hoch belief sich unsere- Erinnere die Summe: war eS etwa mehr, dann Verzeihung, fyrr Baurath - jedenfalls sehr nobel gehandelt — um in einet wildromantischen, d. h. locomotivrauchlosen Gegend t:» Stimmung der Bevölkerung auSzuforschen. SS ist nämht dort eine Eisenbahn im Projecte. Herr Wichtig schreib: einen Bericht in ungünstigem Sinne - derselbe wird 6ar. einem intelligenten Ingenieur (da- sind diese Herrn! ja alle), der nebenbei noch ein feuriger, stet- kußbereiter Liebhaber ist, mit einem für den Bahnbau günstigen Memorandum vertauscht. Da seine Sxcellenz der Herr Minister auch den Bahnbau befürwortet, löst sich Alle- wider Erwarten deS Angstmeiers Wichtig in eitel Wanne und Glück. Man gratulier. DaS traditionelle Liebe-pas kriegt sich. Der Herr Registrator wird in allernächster Zeu zum Bureauchef befördert werden. Bon einem Heubode» werden im Verlaufe des Stückes sogar einige Bündel Hra geworfen (Wie sonderbar!) Sin fuchselnder Regierung-rath a. D. bekommt eine bessere Meinung von der Regierung. Ein nell- gieriger ZeitungSreporter hat Gelegenheit, Notizbuch unb Bleistift zu ziehen. Ein bahnfeindlicher Wirth und Post' meister muß sich ärgern. Diele Berliner Kalauer. Dins Couplets. Schließlich erachten (als der Weisheit höchste! Schluß) sämmtliche Mitwirkende für ein angenehmes Vergnügen — „spazieren geh'n im Wald, wo Luft und Freute schallt." — Man merkt: der Löwenantheil deS reichlich gespendeten Beifalles gebührt — den Schauspielern. Herrn Reiner» scheint der Versuch, seine künstlerische Ehre vor den Gießeneri» wieder zu retten, geglückt zu sein. Allerdings ist eß unmeg« lich, nach einer Rolle Schauspieler endgültig zu beurtheilev, da Vielseitigkeit unter Aufgebung der eigenen Individuale zu der Feuerprobe eines wirklichen Talentes gehört. Herr Reiner- (Cesar Wichtig) war wieder der Alte mit feirti trockenen urwüchsigen Komik und dem behaglichen Phlegma, das ihn — honny soit, qui mal y penae — so gerne in der Nähe des SoufleurkastenS verweilen läßt. Herr Niemeier wußte mit seiner imponirenden Figur und feinem volltönenden Organ den Baurath Hiller angemessen zu ver- körpern. Herr Schröder sächselte seinen GerichtSrath a. D. in etwas zu jugendlicher MaSke. Herr Majew-ki characterisirt den Wirth und Postmeister treffend, aber in zu rechelrechtem Hochdeutsch. Fräulein Mathilde Groh- mann besitzt eine weiche, sympathische Stimme, sie entwickelte alS Marie Linke viel Feuer, Empfindung und Natürlichkeit, unterstützt von der liebenswürdigen Gabe einer anmuthigen Jugendlichkeit. Die Künstlerin ist Doch sehr jung und bat wirkliches Talent. Frau Wehn brachte daS Hauskreuz de- vielgeplagten Registrators mit Temperament zur Geltung, that mitunter deS Guten etwa- zu viel. Herr Stückel überhastete feinen ZeitungSreporter, der doch wirklich etwas nervöse Unruhe vertragen kann, zu sehr. Auch da- wirkt schließlich monoton. Deutlich muß ein Schauspieler immer bleiben und Ruhe ist für ihn ein ebenso unumgänglicher, vielleicht noch wichtigerer Factor alS Leidenschast. Fräulein Geigler hatte viel Küsse zu empfangen, war «ter auch in den „unbeschäftigten" Augenblicken, wenn die Verfasser sie zu Worte kommen ließen, ihrer Rolle gewacht Die MaSken der Bauerndeputation (Herren Rückgabe», Sstammer, Walder) ließen die Originalität vermisse». Die kleinen Rollen waren durch die Damen Möje», Schumann, Eurich und Herrn Deubner entsprech«*- vertreten. Beinahe hätten wir den schneidigen Ingenieur des Herrn Reiff zu erwähnen vergessen. — Die Pau'w waren viel zu lang. — DaS Zusammenspiel hätte flotter sein können- allerdings war eS da- allererste einer bunt zusammengewürfelten Gesellschaft. Doch darf in einem Schwank dem Zuschauer nicht viel Zeit gelassen werden, darüber nachza- denken, worüber er eigentlich gelacht hat. •* Theaterverein. Mit der beginnenden Wimerfaifo» tritt der Gießener Theaterverein in da- vierte 3* seines Bestehens. Der Vorstand hat dafür gesorgt, daß aut A dieser Winter seinen Vorgängern ebenbürtig zur Seite stehe, u Zunächst hat ihm Herr Intendant Claar in Frankfurt in I der liebenswürdigsten und zuvorkommendsten Weife seine Ante»- I stützung zugesagt, so daß wir die allmählich zu guten Bekannten gewordenen Künstler und Künstlerinnen seines Ikr sonals demnächst wieder begrüßen dürfen. Die erste BorstelloK- wird voraussichtlich am 26. October stattfinden und I®«1 klassische Stücke bringen. Auch mit der Direktion frei Darmstädter Hoftheater-, dessen Mitglieder sich <■ vorigen Winter so glänzend bei un- eingeführt haben, bad Unterhandlungen angeknüpft worden und e- steht zu hoffen, daß auch diese zu einem günstigen Ergebniß führen Außer den geplanten fünf ober sechs Künstlervorstellungen im Laufe des Winters beabsichtigt der Vorstand, im Sommer eine Aufführung zu veranstalten, bei der vorzugsweise Dilettanten mitwirken sollen. Dieselbe wird auch musikalische Genüsse bieten, da eß dem Vorstände gelungen ist, eine hervorragende Opernsängerin zu gewinnen. Bei dieser Sommervorstelluag werden die Mitglieder deS Verein- jedenfalls eine bedeutende Preisermäßigung genießen. Auch bei den Wintervorslelltut-m hofft der Vorstand feinen Mitgliedern mehr entgegenfoomni zu können, al- eß seither der Fall war. ES bedarf inbeflen noch reiflischer Erwägung, ob sich diese Absicht verwirklichen läßt. Sollte da- auch diesmal noch nicht der Fall seit», f» doch hoffentlich über- Jahr. Mit Bestimmtheit aber muß Mgliedcr Obenan i 9lu®D,trn T-k'° 7. l ;:;'enb versichern enti, dessen Mitg :r Leiten der A kuui hervor, da -nndtzt von iagjk " tzthihaa, jeroebmtn nach li Stempdatgab erhöhen. Der bculbaltletat pro legt man brefen Är atbnaf der Reich « 3939500 Mk. iftMW 3« dem Cona Vermögen de heim florn ,u ■ H m ,?olge eine« t l^tiier gemachten hnnn Zvangiverg. imaf bu 19. Octl Nachmittag * dm ftöniglü selbst auf dem * d. an{ Gladenbach, 23. ■ x , Beck ^-4ti'chteibndes ÄeitA '■< )um S,nll ""'«««ti niort ! ^rfrarkiftn werd, ... . ^ ‘iqtnaui ,lT,^dn auf ' iÄ*fc| JSä* ____ Gerichtsvollzieher. 8260 Nachmittags 2«/. Uhr, 8234 öffentlich versteigert werden: Betten, Tische, Stühle, Schränke, Schreibpulte, Seffel, Kommoden, Nacht- und Waschtische, Spiegel, Blumentisch, Büchergestell, Bilder, Standuhr, Lamven, Basen, Teppiche, Gardinen, Glas, Porzellan, Küchengeräthschaften, Kleidungsstücke, Bücher, Noten, Violine, Bütten, eines hiesigen größeren GeschäftSuntcrnehmenS ist, nachdem er sich beträchtliche Unterschlagungen hat zu Schulden kommen laffen, flüchtig gegangen. Der Flüchtige, der in seinem Hause daS größte Vertrauen genoß, hat ein Schreiben zurück« gelassen, mit der Mittheilung, daß er seinem Leben ein Ende machen werde. Letztere Angabe findet wenig Glauben und ist man allgemein der Ansicht, daß es nur ein Vorwand, um bei einer etwaigen Verfolgung einen Vorsprung zu erhalten. i sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den ' Karl Germann Eheleuten in Gießen Donnerstag den 5. Moder, Nachmittags 2 Uhr, wird in Lonys Biersaal eine Plüschgarnitur (Sopha und sechs Stühle), ein Eckdivan, drei Polfterftühle, ein Tisch (Eichenholz), ein Lesetischchen, ein Mahagonitisch, eine Kommode, ein Chifsouier, ein Spiegel, ein Lüstre, eine Waschkommode, zwei Nachttische (Eichenholz), ein elegantes Bett, bestehend aus hoher Bettlade (Eichenholz), Sprungsederma tratze, dreitheiliger Roßhaarmatratze re. (wie neu), sowie andere Möbel, Nippsachen und Hau-haltungS- gegenstände versteigert. 8261 I. A.: F. Hoffmann. Ausschreibung. Für die Menage der Unteroffiziere und Mannschaften des 2. Ba- taillons Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm sollen für die Zeit vom 1. November 1893 bis 31. October 1894 alle Fleischwaaren auf dem Submissionswege contractlich zur Vergebung gelangen. Bedingungen liegen aus Stube Nr. 15 der Zeughaus- Kaserne zur Einsicht offen. Offerten sind unter der Aufschrift: „Angebot auf Fleisch-Lieferung" verschlossen an die unterzeichnete Com« Mission bis zum 10. October d. I. einzureichen. Gießen, den 1. October 1893. Die Menage-Commission des II. Ba- taillons-Jnfanterie-Regiments Kaiser Wilhelm. 8267 Angebote auf Lieferung von Mobiliar (Loos I: Repositorien rc., Loos II: 348 Zellenwandschränkchen, 356 Zellenleibstühle rc., Loos III: Sonstige Zellen-Möbel, Loos IV: Bureaumöbel aus Eichen-, bezw. kitett-pive-Holz, Loos V: Orgelgehäuse, Altar rc.) werden bis Montag den 16. October l. Js., Vorm. 10 Uhr, erbeten. Copien der Bedingungen, der Zeichnungen und des Angebotsformulars werden gegen Einsendung von 1 Mark für Loos I und für jedes weitere Loos 50 Pfennig mehr, portofrei zugesandt. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Butzbach (Heffen), 23. Sept. 1893. Großherzogliche Baubehörde für die Zellenstrafanstalt Butzbach. Daudt. 8245 unterwerfen, widrigenfalls die Sltii,.—.. keine Aussicht auf Berücksichtigung haben. Marienfchloß, den 30. Septbr. 1893. *• Streit. Ein Mann aus Ebsdorf, welcher gestern hier deS Guten etwas zu viel gethan und in Wirthschaften schon Händel gesucht, bekam am Abend mit einem andern am Kanzleiberg Wortwechsel, wobei er von diesem durch einen Schlag mit einem Stock auf den Kopf verletzt wurde. •» Verhaftet. Vergangene Nacht wurde ein hiesiger Schlossergeselle, welcher in mehreren Straßen Streit suchte und sich den polizeilichen Aufforderungen nicht fügte, zur Hast gebracht. Strafzettel wird außerdem noch Nachfolgen. *• Durchgehende Pferde. Heute Vormittag wurden bte Pferde eines hiesigen Kaufmannes in der Frankfurterstraße scheu, gingen mit dem Fuhrwerk durch und rannten einen Straßenlaternen um, ohne weiteres Unglück anzurichten. x Vom Lande. Zur Landtags wahl. Der Artikel, nach welchem die Wahlmänner den Abgeordneten wählen, lautet: „Gewählt ist Derjenige, welcher mehr Stimmen erhalten, als die Hälfte der Wahlmänner, welche abgestimmt haben, betrögt. Ergiebt sich bei der ersten Abstimmung diese absolute Stimmenmehrheit nicht, so ist eine zweite Abstimmung vorzunehmen, und Derjenige als gewählt anzufehen, welcher die meisten Stimmen erhalten hat. Im Falle der Stimmengleichheit bei der zweiten Abstimmung entscheidet das Loos." Somit sind die Wahlmänner nicht gebunden, bei einer etwaigen zweiten Wahl nur einen der beiden Höchstbestimmten zu wählen, sondern vielmehr auch einen der sonstigen Candidaten. R. Sich, 1. October. Herr W. Schmidt, früher Lehrer an der Vorschulklaffe des Gymnasiums in Gießen, zuletzt in gleicher Stellung in Mainz, ist heute in seinem Elternhause dahier nach längerem Leiden gestorben. Die Beerdigung dieses vortrefflichen Menschen und wackeren Lehrers findet nächsten Dienstag, Nachmittags 3 Uhr auf dem hiesigen Friedhöfe statt. B. Orteuberg. 1. October. Der Hauptmann der hiesigen freiwilligen Feuerwehr, Herr Gerichtsvollzieher Betz berg er, feiert heute sein 25jähriges Jubiläum als Feuerwehrmann. Zu Ehren desselben findet heute Abend ein Fackelzug mit darauffolgendem Festbanket statt, zu welchem auch aus- wärtige Wehren ihr Erscheinen zugesagt haben. Langen, 28. September. Ein Sohn des früher hier wohnenden Herrn Bindernagel (früherer Besitzer des Herling'schen Wohnhauses), der vor etwa 25 Jahren nach Aegypten auswanderte, weilte dieser Tage in Darmstadt. Bei diesem Besuche hat derselbe alle Geschäftsleute rc., welche durch den im Jahre 1865 erfolgten Concurs seines Vaters geschädigt wurden, in höchst anerkennenswerther Weise befriedigt, indem er sämmtliche schuldigen Beträge nebst Zinsen, insgesammt etwa 50,000 Mark, an die Gläubiger auszahlen ließ. Am Donnerstag Abend ist derselbe wieder in seine neue Heimath abgereist. Mainz, 1. October. Dank der Niederschläge der letzten Tage hat sich der Wasserstand des Rheines jetzt in so weit gebessert, daß die nicht sehr tief gehenden Schiffe nach und nach ihre Fahrten wieder aufneymen können. Die günstigeren Verhältniffe für die Schifffahrt machen sich hier für die Allgemeinheit schon dadurch fühlbar, daß im Steigen der Kohlenpreise ein Stillstand eingetreten ist. Obwohl die hiesigen Kohlenfirmen noch beträchtliche Lagerbestände hatten, machten sie sich begreiflicher Weise aber doch den niedern Wasserstand durch einen nennenswerthen Preisaufschlag sehr zu Nutzen, an welchem sie jetzt mit Rücksicht auf die Con- currenz nicht mehr festhalten können. — Der Buchhalter Verinischte». ♦ Berlin, 1. October. Paul Zampa, der junge Afrikaner, der seit Monat März bei den Gardefüsilieren eingestellt ist, hat die Knöpfe bekommen. Der neue Gefreite ist ein sehr strammer Soldat und der erklärte Liebling seiner Kameraden. Im nächsten Frühjahr hofft Zampa Unteroffizier . zu werden und foll dann nach Afrika zurückkehren, um dort seine militärischen Kenntnisse im Dienste der Colonialpolitik practisch zu verwerthen. Heimer Straße, flur 8 Nr. 36,5 — 106 qm Acker daselbst, •lur 8 Nr 37,5 — 44 qm Acker daselbst, rlur 8 Nr- 38,6 — 44 qm Acker daselbst, flur 8 Nr. 41,5 — 50 qm Acker daselbst, flur 8 Nr- 42,7 — 25 qm Acker daselbst, flur 8 Nr- 99 — 862 qm Wiese daselbst, flur 8 Nr. 104 — 319 qm Acker daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, 30. September 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. Nur neueste Sachen. In großer Auswahl neu angekommrn BLnder, Spitze«, Seidenstoffe und eammtt, sowie Pelstschreste für CLps und Kinder zu den anerkannt billiasten Preisen. (7964 Lina Sahlleld, Ludwigstraße 14. &-A Buchweizenmehl 8248 eingettoffen- I M. Schulhof. einzureichen. , . Die Bedingungen entsprechen dem Mi- nisterialerlaß, bett, das Verdingungswesen vom 16. Juni 1893 und liegen bei unterzeichneter Behörde an den Wochentagen von 10 bis 12 Uhr Vormittags zur Einsicht offen, können auch gegen Erstattung von 50 H bezogen werden Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Die Angebote müffen hinsichtlich ihrer Dienstag, 14. November- Dienstag den 3. October,1 Nachmittags 2*/» Ubr, I sollen auf dem hiesigen Ortsgericht bic ge^rigen Immobilien: - o°kE- °u' den Schießgärten an der Rodton allen Mitgliedern erwartet werden, daß sie dem Verein neu bleiben, denn nur unter dieser Voraussetzung können die fnanziellen Verhältniffe wieder erstarken, und nur bei guter foanzieller Lage ist dem Verein die Möglichkeit gegeben, Idiien Mitgliedern besondere Vergünstigungen zu gewähren. ♦♦ Erweiterung der Fernfprecheiurichttmg in Gießen. Der siernfprechbetrieb unserer Stadt ist abermals erweitert worden und haben die Anschlußstellen die Zahl 100 nunmehr Übertritten. Nachbenannte Firmen sind unter den dabei be- i ichneten Nummern neu angeschloffen worden: Nr. 98, Nrauerei Textor, G. Bichler, Brauerei Hardt 1 ; llllT. 96, Buderus, Carl, Industrieller, Ludwigstraße 68; §r. 97, Buderus'sche Eisenwerke, Eisengießerei „Main- i Weser-Hütte" bei Lollar; Nr. 101, Haas jr., Carl, Kaik- werkbesitzer, Frankfurterstr. 59, Nr. 2, derselbe, Kalkwerk bei Großen-Linden; Nr. 50, W. Keller'sche Buchdruckerei, - Gießener Tageblatt, Sonnenstraße 6; Nr. 103, Kröll, ( ] ^gust, Eisenhandlung, Seltersweg 12; Nr. 102, Noll II., : August, Colonial- und Farbwaarenhandlung, Bahnhofstr. 51. »«Ä’ 'N beit l *en X’M chen. ®g Herr Wichtig ’S » r?ltbe ler ft bit|"e V V» sq siuts ä[it!i $ "«.«taent $(Ill Sit. RckK« . ?r Erih >. mer Kalauer. i 'rr Weisheit hzj- !tn angenehme; tt0 Lust und FiL -rheil der reichlich feiern. hrmAi- dem Kreuz, Flur I Nr. 568 — 150 qm Hofraum daselbst öffentlich meistbietend versteigett werden- Gießen, den 2. October 1893. Großh. Ottsgericht Gießen. I. A-: Bogt. 8270 Standesamtliches aus heffen. Im Jahre 1892 wurden geboren in der Provinz Starkenburg 14,617, Rheinhessen 10,239 und Oberhessen 7862 Kinder. — Gestorben sind in demselben Zeitraum in den Kreisen Mainz 2736, Darmstadt 2069, Offenbach 2009, Gießen 1661 und Worms 1519; in der Provinz Starkenburg 10,628, Rheinhessen 7254 und Oberhessen 5853 Personen. — Die Zahl der Eheschließungen im Jahre 1892 betrug in der Provinz Starkenburg 3596, in Rheinhessen 2543 und in Ober- heffen 2099. Deutscher Werkmeister Verband. Die achte Delegirten- Verlammlung des deutschen Werkmeister - Verbandes hatte beschlossen, daß vom 1. October d. Js. ab die Altersgrenze ,Ür neu eintretende Mitglieder von 55 Jahren auf 45 herabgesetzt worden sei. Dem gegenüber kann mitgetheilr werden, daß dieser Termin bis zum 1. Januar 1894 hinausgeschoben worden ist, sodaß noch volle drei Monate für die Aufnahme Coi älteren College», welche dem Verbände noch ferne stehen, gewonnen sind. Welch segenspendendes Institut der Deutsche Wirkmeister Verband ist, erhellt daraus, daß derselbe seinen Mitgliedern, bezw. deren Hinterbliebenen ein Sterbegeld im Hvchstbetrage von 1250 Mark gewährt, feststehende Unter« sküuungen an Wittwen und Waisen zahlt und außerordentliche Umerstützungen an Mitglieder, welche ohne eigenes Verschulden in Roth gerathen, bewilligt. Alle diese Leistungen, einschließlich der freien Bezugs der Werkmeister - Zeitung, werden mit einem monatlichen Beitrage von Mk. 1,70 pro Mitglied bestritten, Außerdem ist man gegenwärttg mit der Errichtung einer Brvnd-Versicherung besaßt, bei welcher jedes Mitglied seine bewegliche Habe zu dem geringen Satze von 60 Pfg. pro Tonsend versichern kann. Welche Sympathien diesem Verbände, besten Mitgliederzahl bereits nahezu 25 000 beträgt, von Seiten der Arbeitgeber entgegengebracht werden, geht daraus hervor, daß den Bezirks-Vereinen recht namhafte Betrage von einzelnen Firmen zugesührt werden. ♦* Erhöhung der Stempelsteuer für Lotterieloose. Dem Vernehmen nach liegt es in der Absicht der Reichsregierung, die Stempelabgabe für Lotterieloose um 50 Prozent zu erhöhen. Der Ertrag auS dieser Abgabe ist im Reichs- hmiShaltsetat pro 1893/94 auf 7 879000 Mk. veranschlagt; Itott man diesen Ansatz zu Grunde, so würde 5as eine Ver- melirung der Reichseinnahmen zu Gunsten der Emzelstaaten um 3 939 500 Mk. bedeuten. Fussbodenanstrich tltt tlrt, rasch trocknend und von großer Dauerhaftigkeit billigst. Aerwst Noll 1JL, Bahnhofstraße 51. CMursvttfahrku. In dem Eoncuröverfahren über das Vermögen des Bäckers Wil- heilm Born zu Rodheim a. B. ist in Folge eines von dem Gemein- fchiildner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleich Vergleichs- termin auf den 19. October 1893, Nachmittags 4 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte Hierselbst auf dem Gerichtstage zu Rodheim a. B. anberaumt. Gladenbach, 23. September 1893. Becker, [8244 Gerichtsschreiber des Kgl. Amtsgerichts. Arbeitsvergebung. Die zum Neubau eines Waa- renlagers erforderlichen veranschlagt zu 1) Maurerarbeiten 819.66 2) Weißbinderarbeiten „ 213.28 Men im öffentlichen SubmissionS- vege vergeben werden. Zeichnung, Kostenanschläge und Bedingungen liegen auf unserem Bureau jiir Einsicht auf. Lerschloffene Angebote mit diesbezüglicher Aufschrift sind bis spätestens 4. October d. I., Abends 6 Uhr, daselbst einzureichen. Gießen, 30. September 1893. ktadtischeS GaS- n. Wafferwerk Gießen. Otto Bergen. [8213 Bera-bun«. I Mobiliarversteigerung. Folgende Lieferung soll vergeben werden: 200 Quadratmeter Bu»enbordholz,! Mittwoch und Donnerstag, den 4. und 5. October, 3,5 cm dick und mindestens 25 cm breit. Nachmittags 2 Uhr, sollen Grünbergerstraße 28 II nachfolgende Gegenstände Versiegelte Angebote, versehen mit der Aufschrift: „Angebot auf Nordholz" sind kostenfrei bis zum Eröffnungstage: DienStag den 17. Oktober 1893, Vormittags li1/« Uhr, 1 Trense u. s. w. 8247)_________________________ Dienstag, 14. November, Nachmittags 2l trtllliri rem Pn»|w von nur,2B IVn. da> rtücki 1 Beste Seife für Hautpflege l laut aiutlkhem OüLicbtcnl V C. Naumann. | Offenbach a. M., 15«l/fn- und Parfum«rin-Fabrik \ Mädchen SXZ: und Maschinen«Lhen, sowie da4 3« schneiden giündltch erlernen Geschwister Räuber, 8274) Junger militärfreier Mann sucht Stelle als Packer, HauSbursche ob dgl- Näheres Bahnbosstraße 43, 1 Treppe. 8/73) Laufsrau ober Mädchen ge- sucht. Wo? sagt die Expeb- b. 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Donnerstag den 5. October? .\en! Fränlein Fran. S'en! ftdjtüftbanh Giktzkn-lahr. DienStag den 3. October e., ÄbendS 8 Ubr, auf dem »Lahnstetu^ r Generaiversammiung. Tagesordnung: DorftandSwahl. __Der Vorstand. Unterzeichnete ertheilen Anfängern und Vorgeschrittenen gründlichen Clavierunter- richt nach bewährter Methode. Näheres in der Exped. d. Bl. 8053] Gesucht wird baldigst in ein —------------------------- kleineres Lotel eine gewandte, anständige ^ennifrfife Person gesetzten Alters, die perfect in der bürgerlichen Küche unb mit sonst HauS. Im Clavier- empfiehlt sich [7767 arbeiten vertraut ist Zeugniste unb Ge, atimmsn haltsansprüche zu fenben unter M 8 luO »Timmen Kirchstr 2, in. an bte Exped. des .Gießener Anzeigers-. z rngtn ist 3t: ! f.i;1 nod) mmt f.r;,.Ttr.gungtn tint !;. ac?.. Sezciübri V. er ;tbrad)ttn bt onbauunb xiaxfl btriitt rttta, bej W 6 uci daß baber sei ckernächstell Tagt Fnein-Sruh wirb Sonberzag ctv.r. tit Umg tr.nztrbm Lunsch Ciir.ontn aus ben hnibSa. 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