1893 Donnerstag den 3. August t- 9 und u Hrätisbeilage: chießener Kamitienbtätter im W-rth- von 12,897,000 Mk. im Jahre 1891, während ' i A A n 1__ Vxrwkor HPth YMPT*t tosT vnfonen g.'g.n 1443 im Jahre vorher besärderi liottyht: Deutsches Reich. [6701 r: Ausland. id Neueste Nachrichten. iit sl-Avl. Der GieHe-rr >n$etg188, MdI)* 10. Aifi! sbibliofhek GH Gießener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. Berlin. 1. August. Seit Dienstag besteht also Zoll- I «rieg zwischen Deutschland und Rußland, da am 1. August einerseits der russische Maximalzolltarif gegen Deutschland inS Leben getreten ist, während anderseits am nämlichen Tage der Beschluß des BundeSrathes des deu scheu Reiches^ betr. die Legung eines Zollzuschlages von fünfzig | Procenr, auf alle wichtigeren russischen Ausfuhrproducte, m ^rast gesetzt worden ist. Die Russen mühen sich außerdem noch mit anderen zollpolitischen Maßnahmen ab, als sie m den Sätzen des Maximalzolltarifs enthalten sind, um d n deutschen Nachbar mürbe zu machen. Denn bekanntlich ist Lurch Ukas des Czaren dem russischen Finanzminister Lvltte unb seinem Collegen vom Auswärtigen Amte, Herrn v. Giers, vollständig freie Hand gelassen worden, nach ihren- Ermessen neben dem Moximalzolltaris noch mit besonderen Zollzuschlagen gegen Deutschland vorzugehen. Offenbar lebt man an der Newa der Hoffnung, durch Häufung der auf die Schädigung der deutschen Einfuhr nach Rußland berechneten Maßnahmen seinen Zweck, Deutschland gegenüber den handelspolitischen Forderungen Rußlands gefügiger zu machen, auch zu erreichen. Indessen wird sich die deutsche Regierung durch eine derartige kleinliche Taktik des Petersburger Cabinets m dem ihr zu- geschriebcnen Entschluß, mit Ruhe und Festigkeit den ihr auf- gedrungenen Kamps mit dem Czarenreiche durchzukampfen, schwerlich erschüttern lassen. Gewiß wird die deutsche Industrie und the,lweise auch der deutsche Handel unter dem einstweiligen Abbruche der handelspolitischen Beziehungen zu Rußland empfindlich genug leiden, indessen noch schwerere Schädigungen | wird der Zollkrieg zweifellos Rußland zeugen durch die voll- ständige Unterbindung der russischen Getreideausfuhr nach Deutschland, womit eine der LebenSbedmgungen der russischen Landwirthschaft getroffen wird; die Wirkungen dieser überaus einschneidenden Maßregel auf Rußland werden die Herren an der Newa vielleicht nur zu bald voll kennen lernen Ueber den deutsch-russischen Zollkrieg empfinden natürlich die Franzosen besonders große Freude. Mit sichtlichem Behagen bespricht die Pariser Presse aller Parteirichtungen den wirtschaftlichen Kamps zwischen Deutschland und Rußland, von welchem sie selbstverständlich hofft, daß derselbe Deutschland den größeren Schaden bringen werde. Biele Pariser Blätter äußern sogar die Ansicht, setzt werde zur landwirthschaftlichen Krisis im Deutschen Reiche eine industrielle treten, die dem Soeialismus neue Mittel zu seiner Propaganda liefern werde. Run, das letztere bleibt abzuwarten, im Ucbrigen können wir Deutsche den Franzosen die boshafte Freude über unseren Zollstreit mit Rußland so lange schon gönnen, als nicht unter demselben die rein politischen Beziehungen zwischen Berlin und trifft man bereits die einleitenden Vorbereitungen zu emem würdigen Empfange des großen Ehrenbürgers dieser Stadt. Königsberg, 1. August. Das Vorsteheramt der hiesigen Kaufmannschaft hat heute an den Reichskanzler den Antrag gerichtet, russische Maaren, insbesondere Getreide und Holz, welche auf Grund von Verträgen, die vor dem 28. Juli bona fide abgeschloffen sind, eingesührt werden, von dem öOprocentigen Zollzuschlag befreit zu lassen. M-tz 31. Juli. Ueber die Empfangsfeierlich- ketten'beim Besuch des Kaisers in Lothringen verlautet Folgendes: Der Kaiser gelangt am 3. September um 10 Uhr 45 Min., mit dem Hofzuge von Trier kommend, auf dem kleinen Bahnhofe in Devant-les-Ponts bet Metz an. Von dort begibt sich der kaiserliche Zug nach dem Metzer Hauptbahnhofe, der Kaiser nebst Gefolge aber zu Wagen nach , deu/neuen Exercierplatze vor dem Französischen Thore, wo ein Feldgottesdienst abgehalten wird. Nach deffen Beendigung erfolgt der feierliche Einzug in die Stadt. Die städtische Vertretung hat für diesen Empfang einen Credit von 30,000 Mk. bewilligt und außerdem dem Kaiser und seinen Gästen ein Frühstück im Stadthause angeboten. Ueber die Annahme ist Entscheidung noch nicht erfolgt. Im Falle ver Ablehnung begibt sich der Kaiser nebst kleinem Gefolge gleich nach dem feierlichen Einzug nach dem großen Bahnhof und fahrt nach Urville. Dort findet großer Empfang statt. I Sämmtliche Staats- und Gemeindebehörden, sowie sämtliche I Schulen Lothringens werden Vertreter senden. Am Morgen I des 4. September kommt der Kaiser zu Wagen von Urville I wieder in die Stadt zurück und läßt sich die Militär- und Civilbehörden vorstellen. Hieran schließt sich das erste Kaisermahl im Allgemeinen Militär-Casino - ein zweites findet später im Bezirkspräsidium statt - und Abends folgt dan | fefllicfae Beleuchtung der Stadt und großer Zapfenstreich, o ’Ä fm» “ämJwe Mustk°ap.ll-N des 16 Arm°--°rp contmanbi». Abends kehrt der Kaiser nach Urville zurück unb am 5. September beginnen die großen Manöver. toUTt,2ottbon 1. August. Einer Meldung der „SLimeS" aus Buenos-Ayres vom 31. Juli zufolge dauert entgegen der allgemeinen Erwartung die aufständische Bewegung in den Provinzen Buenos-Ayres und Santa 8Mott. Die Aufständischen nahmen die meisten Städte ohne größeres Blutvergießen. Ernstere Kämpfe werden am Laplata er- wartet, da General Costa über 2000 gilt bewaffnete Truppen verfügt und die Aufständischen fast ebenso stark sind. Santa F« wird belagert; die Aufständischen bewilligten dem Gouverneur eine zweistündige Frist, sich zu ergeben; in La Plata sind zahlreiche Aufständische gefangen genommen toorbcn. Loudon, 1.August. Heute Nachmittag sind in Notttng* hamshire 20,000 Bergleute in den Strike em- 9ette?Ühen, 1. August.' Die Kronprinzessin Sophie wurde heute glücklich von einem gesunden Prinzen entbunden. Das Befinden der Kronprinzessin ist ein gutes. Depeschen de« «urceu .Herold'. Berlin, 1. August. Wie die „Post" hört, gilt es für völlig ausgeschloffen, daß Ausnahmen zu Gunsten^der vor dem 25. Juli eingegangenen deutschen Handelsverpfltcht- ungen nach Rußland gemacht werden. m . Berlin, 1. August. Die „Post" bestätigt, daß der Nach- folger v. Maltzahns vorerst noch nicht ernannt wirb, v. Maltzahn wird als Stellvertreter des Reichskanzlerszu den Konferenzen der Finanzmtnister nach Frankfurt re,,tn8etlin, 1. August. D-r „Post" zujolg-wird im Cuttus- mtnisterium eine Deukschrist über den P°lu sch-n Sprach- und Religions-Unterricht ausgearbeitet, sie dürfte den späteren Berathungen des Gesammtrninisteriums iUt Der ..N°tl. Corr.« zusokg- werden bei der bevorstehenden Conferenz der Finanzmimster eine Anzahl ausgearbeiteter Steuerpro jecte zur Be- ''"Ä nächsten Montag tritt die 3°lk- conferenz behufs Verhandlungen mit Rußland WolffS telegraphisches Correspondenr-Bureau. Berlin, 1. August. Das „Deutsche Colonialblatt" entnimmt einem Privatbriefe des Majors Wißrnann, daß aus Njidgi kommende Leute erzählen, Emin Pafchoi sn westlich vom Nyanza auf den Araber Said bin Abad getroffen und der Araber habe, weil Emm am Victoriasee angeblich drei Araber hinrichten ließ, ihn mit der ganzen Karawane niedermachen lassen. Berlin 1. August. Der deutsche Reichscommiffar für die Weltausstellung in Chicago, Geheimerath Wermuth, ist aus Chicago gestern hier angekommen. Berlin, 1. August. Wie der „Reichsanzelger mitthellt, belief sich der Gesammtverkehr auf den vom Reiche subventionirten Linien des Norddeutschen Lloyd nach Ostasien unb Australien im Jahre 1892 auf 69,532 Tonnen im Werthe von 94,430,000 Mk. gegen 71,242 T. "" WeNhe von 89,706,000 Mk. im Jahre 1891. Auf der ** Linie wurden 6880 Personen gegen 6405 im 3 « 1891 und aus der australischen 4999 gegen b^xbet Au der Deutsch - Ostafrika - Lime belief sich der Verkehr auf ------- im Werthe von 17,017,000 Mk. gegen 21,740 T. — Die leitenden franzöfischen Staatsmänner sind eifrig dabei, den leichten Sieg, den sie in den siamesischen Händeln durch die nachträgliche unbedingte Annahme sämmtlicher Forderungen des Ultimatums Frankreichs seitens der siamesischen Regierung verzeichnen können, zu sichern und auszubeuten. In bestimmtem Tone verlangt die französische Regierung die stricte Ausführung ihrer Forderungen von Siam und soll deßhalb als Faustpfand der Hasen von Chantaboon an der siamesischen Küste von den Franzosen besetzt werden, ja, es scheint, daß man sranzösischerse'tS noch weitere Garantien" für das Wohlverhalten der Siamesen zu fordern gedenkt. So heißt es, Siam solle sich verpflichten, keinerlei militärische Stationen an gewissen Grenzpunkten des Königreichs Kambodscha zu errichten, ebenso würde Frankreich noch mit anderen Forderungen kommen. Offenbar betrachtet Frankreich das Königreich Siam halb und halb schon als seinen Vasallen, was man eigentlich auch in London erkennen müßte; trotzdem steht man daselbst dem herrschen Vorgehen Frankreichs in Siam fortgesetzt mit rührender Naivetät gegenüber, wie dies auch die am Montag im Unterhause abgegebenen Erklärungen des Parlamentssecretars Grey über die siamesischen Dinge wiederum bekunden. Amtliche* Theil. Bekanntmachung, betreffend die Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach. 'trpifafl den 4 August l. I., Nachmittags von 3—4 Uhr, ^findet die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Rulbeilunq der neuen Grundstücke vom III. ^£5ei,lrrrincV elbeindemNathhauSsaale zu Steinbach statt. Die Wunsche find schriftlich einzureichen, müssen Flur und Nummer der zusammenzulegenden Grundstücke enthalten und vom Eigen- A utzd rück sich ? dem erkt wird, daß nur Wünsche wegen Zusammenlegung der Grundstücke entgegen genommen werden. Gießen, den 31. Juli 1893. Der Vollzugs-Commiffär: Dr. Wallau. Wiener j« An unb ** 8Aale en Dank auz- *crem heiteren Petersburg leiben. __ Der bekannte freisinnige Parlamentarier Dr Witte ist am Montag in Rostock, 64 Jahre alt, gestorben. Dr. Witte gehörte dem deutschen Reichstage vom Jahre 1878 ab an, zuerst als Mitglied der nationalliberalen, später der freisinnigen Fraction. Seit 1884 Zertrat er als Nachfolger Laskers den Wahlkreis Saalfeld-Gonneberg, in welchem er aber bei der letzten Reichstagswahl dem social- demokratischen Mitbewerber um das Mandat erlag. Der Verstorbene gehörte in Sachen der Zucker- und Branntwem- steuerpolitik zu den ersten Autoritäten des Reichstages. — Fürst sBismarck gedenkt nach Beendigung semes gegenwärtigen Kuraufenthaltes in Kissing en der Stadt Leipzig einen Besuch abzustatten. Wenigstens hat der Altreichskanzler diese Absicht in Göttingen im Verlaufe einer Rede kundgegeben, die er daselbst während semes kurzen Aufenthaltes auf der Reise nach Kissingen hielt. In Leipzig 23,657 T. im Kirche, tthen ti sich keiner haut- unb im Väschen, fahren ist, roü# hansmädchn len. söA EM. d. Bl. ms-Mlhiii rcht. ,kol«str -off. Pari«, 1. August. In einer Wahlversammlung wurde der frühere Minister Yves Guyot vom Volk ausgepfiffen wegen seiner Reden über die Arbeitsborfe und mußte die Tribüne verlaffen, ohne sprechen zu können. Die Cand ■ batur Goblets würbe ausgerufen. Pari«, 2. August. Nach dem gestrigen Ministerrath telegraphirte Develle an den französischen Gesandten Pavie m Bangkok, derselbe solle der sium esisch en R e gierung die von Frankreich geforderten Garantien mittheilen. Nach Er- Mung di-s« Formalität wird di- Bloka - aW«; Admiral Humana bleibt jedoch in den si°m-fflch-n London, I. August. Der Capitän des englffchen Damps-rS „Dorset«, welcher nach lOItägiger Fahrt aus S°nt°S eingetroffen ist, bestätigt die B erh - er ung e n, die daS gelbe Fieber dort angerichtet hat. , r . .nf London, 1. August. Die Lage m Bangkok scheint sich zu verschlimmern. Es sind neuerdings noch sieben Kanonenboote eingetroffen. Man glaub. Fr-ffttM werde Bangkok besetzen. Admiral Humann befahl den englischen Sckisten, außerhalb der Blokadelinie zu bleiben. $ Loudon, 29 August. Der Correspondent des Brüsseler Globe beige" behauptet von zuständiger Seite zu wiffen, daß ein geheimer Vertrag zwischen England und Frankreich bezüglich Siams abgeschloffen wordenJet. Ö Brüffel, 1. August. Die „Jndependance Be ge sagt über den deutsch-russischen Zollkrieg, e§ fei ju «’ fürchten, daß bald mit Waffen anstatt mit Tarifen oekämpft werde. r BueuoS.AyreS, 1. August, Inf urgenten cn centriren sich in La Plata. Die Regierung an der Spitze von 3000 Mann hofft zuversichtlich aus den Lieg. totales unö provinzielles. Gießen, 2. August 1893. ♦* Die fünfte Soiree des Kruse'schen Streich-OuartettS, welche aeftern Abend stattfand, konnte sich m ihrem Verlau e würdigten vorhergehenden anreihen. Sie zeigte em tabeb loses Programm, dessen Wiedergabe sowohl von der eminenten technischen Fertigkeit, als auch von der feinsinnigen^Austaffung der Künstler ein sehr beredtes Zeugniß ablegte -Insbesondere ernteten die beiden Solisten, Herren Gebrüder Kruse, für ihre Sololeistungen reichsten Beifall. Aus den übrigen uCigiit Pnisr. M! nihklicy- Marslly. Ant«oi« Mainz. Nummern des Programms heben wir besonders hervor ein „Menuetts", componirt von Herrn Kammermusiker H. Kruse, daS die Zuhörer derartig entzückte, daß eS da capo gegeben werden mußte. DaS Concert hatte ein recht zahlreiches und gewähltes Publikum vereinigt, daS den einzelnen Vorträgen mit wahrhaft andächtiger Aufmerksamkeit lauschte. Wie wir vernehmen, sieht den Besuchern der nächsten Soiree am kommenden Freitag ein seltener Kunstgenuß in Aussicht, da dieselbe unter Mitwirkung deS beliebten Baritonisten der Kasseler Hofoper, Herrn Meister, eines Schülers deS Prof. Stockhausen in Frankfurt a. M-, stattsiuden wird. Wir wünschen Herrn Kruse hierfür ein recht zahlreich besetztes HauS, damit seiner Mühe auch der Lohn mcht fehle. * * Herabsetzung der Fernsprechgebühren. Aehnlich wie vor einigen Monaten hier, ging vor einigen Tagen in Worms eine Petition mit 42 Unterschriften von Kaufleuten an die Großh. Handelskammer ab, worin diese gebeten wird, bet geeigneter Stelle veranlassen zu wollen, daß die Fernsprechgebühren in Städten von unter 50,000 Einwohnern auf 100 Mt. herabgesetzt werden. Die Petenten erklären, falls ihr Gesuch Berücksichtigung findet, ihre Bereitwilligkeit, sich an daS Stadtfernsprechnetz anzuschließen. ES wäre zu wünschen, wenn in anderen Städten in gleichem Sinne vorgegangen würde- vielleicht wäre durch Massen-Petitionen ein Entgegenkommen zu erreichen, daS seither von Einzelnen vergeblich angestrebt wurde. • • Einen Riesenpilz sandte unS heute Herr Lehrer Gerstenmaier in Burkhardsfelden. Der Pilz (ein Bovist), welcher in der Nähe von Burkhardsfelden von einem Schulknaben „entdeckt" wurde, hat einen Umfang von 90 Ctm. und einen Durchmesser von 35 Ctm. * • Schlagerei. In einer Backsteinmacherei im Neustädter Feld geriethen vergangene Nacht zwei Arbeiter in Streit, wobei der eine seinen bereit- auf der Lagerstätte liegenden Collegen dermaßen mit Fäusten und Füßen bearbeitete (er trat zuletzt auf demselben herum), daß der jedenfalls innerlich Schwerverletzte heute Morgen nicht im Stande war, an der Arbeit zu erscheinen. Gegen den Thäter ist Anzeige erhoben. * * Schuldienst - Nachrichten. Am 18. Juni wurde der von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die dritte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Urberach präsentirte SchulamtSaSpirant Friedrich Kühn aus Weinheim für diese Stelle bestätigt- — am 18. Juli wurde dem Schulamts- aSpiranten Peter Rebell aus Dietesheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober - Olm, — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Meyer aus Dauernhetm eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lauterbach übertragen- — an demselben Tage wurde die prov. Lehrerin an der höheren Mädchenschule zu Mainz Eugenie Kratt zur Lehrerin an dieser Schule, mit Wirkung vom 1. Juli an, — am 19. Juli wurde dem Schullehrer Andreas Schipper zu Frei-Weinheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu EberSheim, — am 23. Juli wurde dem SchulamtSaSpiranten KaSpar Winter aus Klein-Welzheim die- dritte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eppertshausen übertragen. □ Vom Vogelsberg, 31. Juli. Die Befürchtungen, die man beim Umschlag der Wetterlage gehegt, daß nun dieselbe auS einem Extrem in daS andere falle, scheinen sich leider zu bewahrheiten. Auf die Periode der Trocknung folgt nun eine Periode Ar Nässe. Hat jene unberechenbaren Schaden der Landwirthschaft gebracht, so droht diese von ebensolchen unheilsamen Folgen begleitet zu sein. Der Vegetation ist ja die große Bodenfeuchtigkeit immerhin von Nutzen, aber daS unaufhörliche Regenwetter bringt dem Getreide, vorweg dem Korn, den empfindlichsten Schaden. Gerade aus die Kornernte, die beste Ernte in diesem unvergeßlichen Jahrgange, hat der Landwirth große Hoffnungen gesetzt, da daS Roggenstroh zuerst als Mittel zur Steuerung der Futternoth dienen muß. Run aber droht eS auf dem Felde für die Verfütterung völlig unbrauchbar zu werden. Dazu sind die Körner schon gewachsen auf dem Haufen, von zur Erde liegenden gar schon fingerlang. Wer mit der Einfahrt deS Korn» eilig gewesen ist, hat klüglich gehandelt. Da allem Anscheine nach die unbeständige Wetterlage während der ganzen Erntezeit als anhaltend zu erwarten ist, so empfiehlt eS sich dringend für die Landwirthschaft, alle Getreidesorten sobald als möglich unter Dach zu bringen. Friedberg, 31. Juli. Nachdem in einer vorbereitenden Versammlung die überwiegende Ansicht der Interessenten sich dahin geeinigt hatte, den Gedenktag an daS 350jährige Bestehen der hiesigen Real-, ehemaligen Augu- ft in er sch ule durch eine allgemein städtische Feier zu begehen, sind die nöthigen Vorbereitungen von dem unterdeffen gebildeten Festcomitü in die Hand genommen worden. DaS Programm ist vorläufig folgendes: Am 16. October Festspiel- eS wird ein von Herrn Reallehrer Kost verfaßtes dramatisches Bild, da« die Gründungszeit der Schule behandelt, von Zöglingen der Anstalt zur Aufführung gebracht. Am 17. October Festzug, SchulactuS und Festessen, Abends gesellige Ver- einigung. Am 18. Oktober Schulspaziergang. Außerdem soll eine die Geschichte der Anstalt behandelnde Festschrift her- auSgegeben werden. Die Bevölkerung unserer Stadt hat auch bereit» der geplanten Jubiläumsfeier ihre Sympathie entgegengebracht. So hat eine unter den Friedberger Damen veranstaltete Collecte Die Mittel aufgebracht, der Realschule zu ihrem Feste eine seidene Fahne zu stiften, und der Gc- meinderath hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, daü bei der Feier etwa entstehende Deficit auf die Stadtkasse zu übernehmen. D. Ztg. Mainz. 31. Juli. Ein Jubiläum, wie es wohl wenige Väter zu begeben in der Lage sind, kann Herr Michael Geier, Besitzer der Brauerei „;um Birnbaum" dahier, feiern, ind.m ihm am Samstag daS 25. Kind geboren wurde. Wir gtaiuliren! vernichte». • Berlin, 31. Juli. Ein 18jähriger, junger Mann, der Sohn eines Redakteurs Zacharias, ist in der Nähe von Babelsberg erschossen aufgefunden worden. Seine Geliebte, Emilie Dürr, hat sich mit zwei nickt gefährlichen Schußwunden per Bahn hier eingefunden unö m ärztliche Behandlung begeben. Sie erzählt, der Herr habe sie in den Wald geführt, ihr plötzlich erklärt, sie müsse mit ihm sterben, habe zwei Schüsse auf sie abgefeuert und als sie nach stundenlanger Betäubung erwacht, habe er tobt neben ihr gelegen. Der Vorgang bedarf noch der Aufklärung, zumal an dem Zacharias oder an seiner Leiche ein Raub verübt ist. Es wurde weder Uhr noch Geld mehr bei ihm vorgefunden. • Em Spieler Proceß wurde dieser Tage am Berliner Landgericht verhandelt. Der dortige Weinhändler Gustav Barthel war wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels angeschuldigt, welchem in dem neben der Weinstube des Angeklagten gelegenen Privatcomptoir desselben gefröhnt wurde. Die Beweisaufnahme gewährte interessante Einblicke in daS Treiben der Spieler. Mehrere Zeugen traten auf, welche an einzelnen Abenden Beträge von 1—5000 Mark verloren hatten, einer von ihnen wollte sein ganzes Vermögen dem Spiele geopfert haben. Ein Zeuge erzählte, daß er eines Abends die Bank gehalten und bedeutend gewonnen hatte, als er erklärte, aufhören zu wollen. Der Angeklagte habe es als ungehörig bezeichnet, daß er das Spiel so plötzlich aufgebe- sie seien darüber in Streit gerathen, und der Angeklagte habe ihm einen Schlag inS Gesicht versetzt. Das gesammte Geld, welche- er noch in der Hand gehalten, sei dabei auf den Boden gefallen, alle Anwesenden hätten sich an dem Auflesen beiheiligt, und dabei seien ihm einige hundert Mark abhanden gekommen. „Das wirft ja ein nettes Licht auf die Spieler", meinte der Vorsitzende. Criminalcommissar v. Manteuffel erzählte, daß in Berlin eine Art Spielerring bestehe, der sich aus etwa 60 Personen zusammensetze Sie hielten ihre Zusammenkünfte, die mit dem technischen Ausdruck „Commerse" bezeichnet würden, in bestimmten Localen ab und beobachteten besondere Vorsichtsmaßregeln, um sich vor Ueberrumpelungen zu schützen. Die Weinstube des Angeklagten gehöre zu dcn bezeichneten Localen, einer der Spieler habe dort — wie ihm von einem der Denuncianten verrathen worden sei — einmal 24 Stunden ununterbrochen gespielt. — Der Gerichtshof verurtheilte Barthel zu sechs Wochen Gefängniß und 3000 Mark Geldstrafe, im Unvermögensfalle für je zehn Mark einen Tag Gefängniß. P. Wiesbaden, 31. Juli. Radfahr-Sport. Am nächsten Sonntag, den 6. August, findet auf der neuen Radfahrbahn in der neuen Anlage ein Vereinswettfahren des Wiesbadener Velociped Clubs statt. Da auch auS den Nachbarstädten, selbst aus Cöln, Nachfragen um Betheiligung seitens bedeutender Radfahrer ergangen sind, so ist — um (besonders im Hinblick auf das demnächst von der Cur-Direction zu veranstaltende große internationale Rennen), auch auswärtigen Sportleuten Gelegenheit zu geben, unsere nach den bewährtesten Principien gebaute Bahn kennen zu lernen — daS Programm insofern erweitert worden, als drei Rennen nunmehr für alle Herrenfahrer offen sind und zwar daS Hochradfahren, daS Niederrad-Hauptfahren und das Tandem- Fahren, sofern die Nennungen bis zum 3. August Abends auf dem Büreau der Cur-Direction oder bei dem Schriftführer des Velociped-ClubS Herrn Ernst Seipel, Hellmund' straße 60 geschehen. DaS Rennen dürfte solchergestalt ein äußerst belebtes werden und durch die Vorführungen deS Meisterfahrers von Deutschland und des deutschen Radfahrer- bundeS, Herrn Wilhelm Albrecht auS Cöln noch ein besonderes Interesse erregen. Auch der hiesige Radfahrer- Verein hat seine Betheiligung zugesagt und ist für diesen ein besonderes Rennen eingelegt worden. * Sprotten, 1. August. Mittag« fuhr ein Blitzschlag in daS Stallgebäude deS KasemementS. Ein Kanonier blieb tobt, drei wurden betäubt. * Barmen, 1. August. Durch einen Arbeitswagen der Barmer Bergbahn, der vom Töllethurm zur Stadt hinabsauste, wurden zwei Kinder getödtet und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. • Strabburg, 24. Juli. Welche sonderbaren Blüthen daS in der Landbevölkerung tief eingewurzelte Unkraut des Aberglaubens treibt, zeigt schlagend folgender Fall: In einer hiesigen Droguenhandlung erbat sich ein Bauer zwei Toncabohnen, mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß die eine derselben männlichen und die andere weiblichen Geschlechts sein müsse. Auf die erstaunte Frage des Handlungsgehilfen, wozu denn die Bohnen Verwendung finden sollten, erklärte der biedere Landmann mit altkluger Miene, daß seine Kuh die Milch verhalte und daß dies nur daher komme, weil daS sogenannte „Rätzerle" oder „Letzel" daS Thier verhext habe, und daß eben diese Bohnen daS einzig wirksame Mittel seien, um dem Bösen beizukommen- denn dieselben würden in ein Säckchen gethan und diese- in dem Stalle befestigt, wodurch dann der Bann des Bösen gebrochen werde. Gegen diesen blöden Aberglauben war nicht anzukämpfen, und der Bauer erhielt daS Gewünschte. Nach einigen Tagen aber erschien deS Bauern Weib und erklärte, daß wohl eine Verwechselung stattgefunden und daß ihrem Manne entweder zwei Bohnen männlichen oder zwei weiblichen Geschlecht« verabfolgt worden seien, denn da- Mittel, da« sich immer bewahrte, sei diesmal erfolglos gewesen. Zu solchen Hausmitteln, anstatt zur Kunst deS ThierarzteS, nehmen die Landleute zu Ende de« neunzehnten Jahrhundert« noch vielfach ihre Zuflucht. e Für |»et Infertile über 127,000 Mk bezahlt. Wie die Amerikaner Meister in der Reclame sind, scheuen sie sich auch l nicht, gelegentlich Unsummen für Anzeigen auSzugeben^ Die WeltausstellungS-Nummer der Zeitschrift „Mauth« Com- panion" enthält eine Anzeige von „MelliniS Food" (Kindermehl), für die 15,000 Dollars bezahlt worden find. Sie füllt die ganze letzte Seite des genannten Blatte« und ist in fünfzehn verschiedenen Farben gedruckt. Die gleiche Anzeige war aber auch in der JubtläumS-Nummer de« „Sun" enthalten und wird sicher die gleiche Summe gekostet haben, so daß für zwei Anzeigen de- Kindermehls mehr als 127,000 Mk. verausgabt wurden. • Ein vierjähriger Zange von Kol» hatte sich dieser Tage nach NippeS verirrt. Dort erregte er da« Mitleid der Vorübergehenden. Diese gaben sich die größte Mühe, auS dem Kleinen herauSzubringen, wo er in Köln zu Haufe war, aber vergeben«. Er wußte eben nur, daß er in Köln zu Hanse war. Da kam eine Frau hinzu, schob die Umstehenden bei Seite und sagte: „Loht mich en« mit dem Quant spreche. Saag, Männche, wo hälft do für dinge Satter der Schabau (Schnap«)?" — „Beim Schütze P.tter", schluchzte der Kleine. DaS Mitleid der Umstehenden schlug sofort in eine allgemeine Heiterkeit um. Ein Kölner nahm den Jungen mit zur Plankgasse und eß gelang mit Hilfe der angegebenen Quelle, denselben seinen Eitern wieder zuzuführen. * Schmißsteuer. Ein Schlaukopf schlägt eine „Schmiß, steuer" als LuxuSsteuer vor. Sie solle so lange jährlich gezahlt werden, bi« der „Schmißsteuerpflichtige" erklärt, daß er die Mensuren als eine Spielerei ansehe und daß er in Zukunft mitwirken werde, dieser Spielerei ein Ende zu machen und „dem Staatsgesetz wie dem Sittengesetz Geltung zu verschaffen." Die BestimmungSmensuren sind übrigens feine Spielerei, sondern al« „Muthproben" anzusehen- ander« liegt hie Sache mit dem Duell. Der Antragsteller hätte übrigen« mit- theilen können, wieviel denn ein Schmiß — werth ist, ob sich eine Steuer darauf auch lohnt. * lieber den Geschäftsverkehr der Berliner städtische» Sparkaffe im Jahre 1892 sagt der Verwaltungsbericht de« Magistrats: Die Veränderungen, welche sich 1892 auf dem Geldmark'e vollzogen haben und sich zu einem Theile in einer wesentlichen Erhöhung der (Surfe der Werthpapiere bekunden, sowie die Besserung der wirthschastlichen Verhältnisse sind auf den Verkehr in der Sparkasse insofern nicht ohne Einfluß geblieben, als Einzahlungen und Rück- Zahlungen ein günstigeres Bild zeigen al« im Vorjahre. Während da« Jahr 1891 gegen 1890 eine Mindereinnahme von 784 430 Mk. und eine Mehrausgabe von 2 643 707 Mk. zu verzeichnen hatte, ist im Jahre 1892 gegen 1891 eine Mehreinnahme von 970835 Mark erzielt, die Mehrausgabe dagegen auf den Betrag von 127 951 Mark jurütfgegangen. (Überhaupt sind im Jahre 1892 mehr eingezahlt als zurückgezahlt, 3 417 523 Mark gegen 1891 mit 2 574 639 Mark, mehr 842 788 Mk. — Im Jahre 1891 waren bei den Einzahlungen 9980 Buchungen weniger, bei den Rückzahlungen 27 302 Buchungen mehr vorgekommen al« im Jahre 1890. Im Jahre 1892 betrugen die Buchungen bei den Einzahlungen 5964, bei den Rückzahlungen nur 16 129 Fälle mehr al« im Vorjahre. * lieber die geographische Vertheilnng der Geschlechter hat der belgische Bund für die Frauenrechte eine statistische Ueberficht veröffentlicht. Faßt man diese Zahlenangaben zusammen, so ergiebt sich, daß heute Europa 170818 561 Männer und 174 914119 Frauen hat, daS weibliche Geschlecht also ein Mehr von 4 095 558 aufweist. Bei 16 Völkern Europas überwiegt daS weibliche Geschlecht, am stärksten ist eß in Portugal und Norwegen vertreten, in welchen Ländern man auf 1000 Männer 1091 Frauen findet - am schwächsten ist baß Uebergewicht in Belgien und Frankreich, wo der Ueberschuß nur sieben Frauen auf 1000 Männer beträgt. In sechs Ländern Europas, in Italien, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Griechenland und Bosnien ist da« männliche Geschlecht im Uebergewicht. In Italien kommen 995 Frauen auf 1000 Männer. Bosnien ist daS an Frauen ärmste Land- eS besitzt nur 895 weibliche Personen auf 1000 Männer. * liebet eine unheimliche Begegnung berichtet eine Correspondenz Folgende«: Der Fabrtkänt C. auS dem Südosten Berlins hatte sich in FriedrichSroda einquartiert, um von hier auS die herrlichen Waldungen Thüringens zu durchstreifen. An einem Tage der vergangenen Woche war er auf einer Fußwanderung in die Nähe deS Bade« Liebenstein gelangt und hatte sich zur Rast auf einen Felsen niedergelassen. Da plötzlich tauchte hinter ihm ein vornehm au«» sehender Herr auf. Derselbe redete ihn ohne Weitere« mit den Worten an: „WaS meinen Sie, wenn ich mich von diesem Felsen in die Tiefe stürze." C., der sofort merkte, daß er eS mit einem Irrsinnigen zu thun habe, wollte ihn von dem Vorhaben zurückhalten- jener aber lachte grell auf und fügte hinzu: „Ich reiße Sie mit hinab." Al« der Geisteskranke, ein Berliner Millionär, wirklich Miene machte, Herrn C. anzugreifen, nahm dieser zu einer List seine Zuflucht. „Sie haben ganz Recht", entgegnete er, „ich springe mit in den Abgrund, aber ich kenne einen Felsen hier in der Nähe, der noch viel höher ist, al« dieser; wir wollen gleich dorthin gehen." Mit unheimlichem Grinsen gab der Irre seine Zustimmung und C. war im Begriffe, seine Person au« der gefährlichen Umgebung zu retten, al« sich die Büsche theilten und zwei Wärter erschienen, die sich de« Kranken bemächtigten. • Die Tauzlust ju hebe». In Pari« bildete sich vor einigen Jahren ein Verein junger Leute, dessen Zweck eS war, die gesunkene Tanzlust der jungen Herrenwelt wieder zu heben. Wer von den Mitgliedern sich am Schlüsse befl Earneval« über den Besuch der meisten Bälle auSweist, bekommt ein künstlerisch auSgestattete« Diplom. Jedes Hundert erwiesenermaßen getanzter Quadrillen wird mit einem NapoleonSdor belohnt. Der Besitzer der meisten Cotillonorden, deren jeder auf der Rückseite die eigenhändige Unterschrift der Grberia ’» finb ««»ifn 4i ’'<■ *»» di-k 2“ ®itl™ ff'«*- -6 « VS id|oi dl! u„, bin J1” fit binm "ff» iw«; ^°lner nahm ln9 mit Hjisi n zuzu- ;*ne //Schinin ,Qn9e jährliij ' "klärt, 6Qb * * « in Akzumchrn ^ung zu vrr. übrigens krint :n; anders liegt tc übrigens mit. ^th ist, ob sich lw" städtisch» ungsbericht des 1892 auf dem nem Theile in Werthpapiert Wityn Ber- 1TMt insosern 'gen und Mik- ' im Vorjahre. Mindereinnahme 2643707 W. egen 1891 eine e Mehrausgabe zuriickgegangen. ahlt als zurück- 574639 Mark, en bei den Ein- f MchaH/ungen rhre 1890. > a ^\x\^\inp k wehr als im der Geschlechter ’ eine statistische chlenangaben zu- !18 561 Männer Geschlecht also :i 16 Völkern am stärksten ist welchen Ländern ; am schwächsten Frankreich, wo 1000 Männer dien, Rumänien, Zosnien ist das gtalitn kommen en ist das an jbliche Personen btxvtyti eine , aus dem Südeinquartiert, um ingens zu durch- Woche war er ZadeS LiebenD Felsen nieder in vornehm auS- ne Weiteres mrt miA i« l-!°" "T' h-b-, «* 5 r * gre^ aut Bene mach", rx'e , »ab d« 3?” icift n «18 f’4 ' i' jiltt gib»1" firtft cei tragen muß, erhält eine Flasche^: Champagner. Ueber Walzer, Polka usw. wachen einige Aussetzer und wer da fleißig mit- rhut, kann auf eine „ehrenvolle Anerkennung" rechnen. Der Verein hat auch unterstützende Mitglieder und es hat sich herausgestellt, baß die größten Summen bisher von Damen gezeichnet wurden. * Die Ernte in Ungarn. Der „Pester Llohd" schreibt : Die Ernte arbeiten sind im ganzen Lande in vollem Zuge und die nacheinander eintreffenden Meldungen über die Ergebnisse des Weizendrusches constatieren Ueberraschungen nach oben. DaS Resultat übertrifft die allerdings nicht großen Erwartungen, die vor dem Schnitte gehegt wurden, und man wird nicht fehlgehen, wenn man den Gesammtertrag im Lande auf 35 Millionen Metercentner Weizen annimmt. Die Qualität ist im großen Durchschnitt sehr gut, Weizen ist sehr kleberhaltig, was bei der Vermahlung ins Gewicht fällt; es giebt aber auch solche Maaren, die durch die Regengüsse während des Schnittes an Farbe und Härte eingebüßt haben. * Ein amerikanisches Hotel, das alle bisher in Berlin cxistirenden Hotels vollständig in den Schatten stellen soll, An, wie das „Grundeigenth." von unterrichteter Seite erfährt, für Berlin projectirt. Ein Finanz-Consortium plant zu tiefem Zwecke den Ankauf der Grundstücke Unter den Linden 458/70 mit allen dazu gehörigen bis zur Mittelstraße sich erstreckenden Hintergrundstücken. Das Hotel soll einen ganzen Block bilden, das heißt von allen vier Seiten durch Fahrstraßen begrenzt fein. * Aluminium - Kochtöpfe. Die Einführung von Koch- geschirren aus Aluminium in unseren Haushaltungen dürfte nur eine Frage der nächsten Zeit sein. Die anfänglich gehegten Bedenken, daß Aluminium in Säure leicht löslich wäre und etwaige sich mit den Speisen vermischende Abgänge dieses Metalls für den menschlichen Körper schädlich sein könnten, sind durch monatelange, vom Reichsgesundheitsamt und vom preußischen Kriegsministerium angeordnete Versuche mit Mili- tärkochgeschirren ans Aluminium glänzend widerlegt worden. Elegantes Aussehen, außerordentliche Leichtigkeit, wesentliche Ersparniß am Brennmaterial, schnelle Reinigung sind bedeutende Vorzüge der Aluminium«Kochtöpfe gegenüber den Kupfer-, Zinn- oder Emaillegesäßen. Universität» - Nachrichten. Marburg, 1. August. Am schwarzen Brette der Universität befindet sich seit gestern Abend folgende Veröffentlichung: „Den Herren Studirenden mache ich hierdurch bekannt, daß die gegen den Studirenden der Medicin von Both wegen Vergehens gegen die academische Sitte und Ordnung eingeleitete Dtsciplinar- Untersuchung mit dem am 26. Juli d. I. von der Untversitäts- Deputatton gelallten, am heutigen Tage eröffneten Urtheil, durch welches gegen 22 Studirende aus Androhung der Entfernung von der Universität (Unterschrift des consilium abeundi) und gegen einen Studirenden auf einen Verweis erkannt ist, ihren Abschluß gefunden hat. Nachdem bei 14 der oerurthcilten Studirenden die gegen sie erkannte Strafe der Androhung der Entfernung von der Universität im Wege der Strafmilderung in einen Verweis umgewandelt ist, hat nunmehr die academische Disciylinarbehörde mit Rücksicht auf den inzwischen erfolgten gütlichen Ausgleich der Angelegenheit beschlossen, von einem weiteren disciplinarischen Einschreiten gegen die einfachen Theilnehmer an dm Beschlüssen der allgemeinen Studenten- vrrsammlung vom 3. Juli er. Abstand zu nehmen. Marburg, dm 31. Juli 1893. Der Rector der Universität: Bauer." Berlin, 1. August. Zum Rector der Berliner Universität wurde heute der bekannte Germanist Prof. Karl Weinhold gewählt. Die juristische Facultät wählte zum Decan Gneist, die medicinische Bergmann, die philosophische August Kundt, die theologische Dillmann. Erlangen, 1. August. Zur Feier bß 150jährigen Jubiläums der Universität ist gestern der Cultusminister v. Müller hier eingetroffen. Am Abmd wurde am Schloßplah ein sehr zahlreich besuchter Commers abgehaltm. Der Platz und die Umgebung waren prächtig geschmückt und beleuchtet. Bürgermeister Dr. Klippel hielt die Festrede und brachte ein Hoch aus den Rector jnagnificen- tissimuB Prinzregenten Luitpold aus. Der zweite Bürgermeister Fränger feierte dm Kaiser. Ein weiterer Trinkspruch galt dem Cultusminister v. Müller, der mit warmen Worten dankte und die Hochschule seiner vollen Fürsorge versicherte. Heute folgen Festzug, Gottesdienst und Festmahl. Literatur und ICunft Wien, 30. Juli. Heute feiert Rosegger, unser Fritz Reuter der grünen Steiermark, seinen 50. Geburtstag, das heißt die anderen feiern ihn, seine Freunde und Verehrer. Er sitzt in feinem Alpendörfchen Krieglach, rechts hinter dem Semmering, und hat gebeten, ihn an seinem Gedenktag des Aelterwerdens möglichst in Ruhe zu lassen, und wenn schon, dann wolle er lieber bei dem ihm zu Ehren zu veranstaltenden steierischen Rationalfest im September dabei fein, vorausgesetzt, daß e8 ihm dann körperlich so gut geht wie jetzt. Die Kriegiacher Gemeinde will sich aber doch nicht nchmm lassen, den 30. Juli zu feiern, und auch der Grazer Gemeinderath hat einen Glückwunsch beschlossen. Die größere Gemeinde des Dichters aber ließ ihm am 27. Juli durch eine Abordnung deS Grazer Ausschusses ein ganz in der Stille gesammeltes Ehrengeschenk von 15 000 Gulden Baargeld überreichen. Der Sprecher Dr. Ertel und eine schöne Adresse deuten an, daß man eigentlich beabsichtigt habe, dem Rosegger ein Rosegger-HauS zu schenken, aber daS Geburtshaus Roseggers in Alpl sei so entlegen und andere praktische Gründe erhoben sich gegen diese Idee. Man dachte daher lieber an ein Rosegger - Haus In Graz, ungefähr so ein hübsches AlpmhäuSchm, rote es auf der Adresse vom Architeclen Mikovics in Aquarell gemalt ist. „Ein schlichtes Dichterhelm", so heißt es in der Adresse, „mit rebenumfponnenem Giebel, das sich in Graz erheben sollte, dort, wo der reichgeschmückte Saum der Stadt die Wlesm und Wälder der grünen Mark berührt. Jedoch wurde eS, weil der persönliche Geschmack bei einer solchen Wahl nicht unberücksichtigt bleiben darf, für rathfarn gehalten, auch diese Absicht mehr anzudeuten als endgtlttg tnS Werk zu setzen. Aus diesem Grunde ist uns der Auftrag zu Thetl geworden, Ihnen daS zugedachte Festgeschenk, nicht verwirklicht im Raume, nur gedacht auf der Fläche, nicht auSgeführt mit Richtmaß und Kelle, fonbern mit leichtem Stift unb Pinsel von Künstlerhanb entworfen, gleichsam nur symbolisch zu überreichen unb Sie zu bitten, Sie möchten die Ehrengabe, bie Ihnen bankbare Volksgenossen aus allen Länbern deutscher Zunge heute barbringen, als einen beschelbenen Beitrag ju btefem Dichterheim betrachten, falls sie die Absicht haben, es in Wirklichkeit erstehen zu lassen unb Ihnen nicht aus irgenb einem Grunbe eine anbere ähnliche Derwenbung wünschenswerther erscheint." Rosegger bankte herzlichst unb sagte, es freue ihn besonders, daß die Ehrengabe ohne besondere Zeitungsreclame aufgebracht worden sei. Außer dieser Abordnung kamen noch andere aus verschiedenen Thellen Steiermarks und viele Telegramme und Glückwunsch-Adressen sind in Krieglach eingelaufen. Die in Vorbereitung befindliche Festschrift wird Rosegger erst bei dem Nationalfest im September überreicht werden. (Köln. Ztg.) - Als sechster Band des zweiten Jahrgang« der Veröffentlichungen des „Vereins der Bücherfreunde, Berlin" erschien soeben: A. Schneegans, «allia KypriS. Aus Alt-Syrakus. Roman. 250 S. in 8°. Einzelpreis brosch. 3 Mk., gebd. 3.75 Mk. Kallia KypriS ist ein historischer Roman, der an die letzte Empörung der Situier unter Duketios an den Krieg zwischen Athen und Syrakus, 461—413 v. (Ehr., anknüpft. Der Verfasser (kaiserlich deutscher General-Consul in Genua) ist der geschichtlichen Uebetlteferung thun- lichst gerecht geworden, obgleich er sich und unseres Erachtens nach mit völligem Recht, nirgends sclavisch an dieselbe bindet. Er verschont den Leser mit all dem mehr oder weniger wissenschaftlichen, meist aber durchaus überflüssigen unb langweiligen Localkram, mit dem so viele historische Romane zu zwecklos dickleibigen Werken auf- getrieben werden. Ec geht rein dichterisch-intuitiv vor und schafft aus dem Vollen eines starken, urfpcüngltchen, monumental veranlagten Talentes heraus. Der Roman ist wegen seiner knappen Anschaulichkeit, die jedoch überall das Characteristische trifft und in Bezug auf seine Composition geradezu ein Meisterstück zu nennen. Da ist keine Sette, die man überschlagen könnte, ohne nachher nicht eine Lücke zu empfinden und zurückblättern zu müssen. Mit der Genauigkeit eines Maschinenwerks arbeitet jedes Eapitel in das andere. Auch bie künstlerische Perspective ber Gruppirung ber einzelnen Figuren sowie bes Ganzen 'st vorzüglich gelungen, ins- desonbere ber erhebenb großartige Schluß bes Volksgerichts auf ber Agora von Syrakus. Kallia ist bie junge Gemahlin des Kiesias, eines Syrakusancrs, ber in Athen bei Phibias die Kunst bes Meißels erlernte unb von seiner Vaterstabt zurückgerufen wurde, das Standbild ber Aphrobite Kypris für einen neuen Tempel zu schaffen. Er kommt und mit seiner jungen athenischen Gemahlin. In Palika, seiner Milchschroester, erwacht die alte Jugendliebe zu Kiesias unb schlägt bei bem Anblick Kalltas zu glühendem Haß gegen btese um. Sie sinnt nur noch, wie sie bie Rivalin öerbetben könnte. Ihr «ruber Sikanos, ein ehrgeiziger Mensch, ber mit Hülfe ber alt: e nheimischen Stämme Syrakus selbststänbig machen möchte unb sich jum König, verbünbet sich mit ihr gegen Kiesias, als er bemerkt, baß die Slkuler, seit Kiesias in SyrakuS ist, nicht mehr ihm, sondern diesem folgen wollen. In bem ausbrechenben Krieg v it Athen suchen betbe ihre Zwecke zu erreichen unb lassen sich burch ihren Haß selbst zum Verrath an bas feinbliche Heer hinreißen; boch umsonst, ihre Betrügereien kommen zu Tage unb Kiesias unb Kalltas Unschulb erweist sich aufs G änzenbste. Es ist das erste Buch seit langer Zett, bas wir freudig unb aus vollem Herzen empfehlen können, nickt blos für Erwachsene, fonbern auch für unfere Jugenb. Der hohe, keusche Ernst unb bie blchterlsch reife Vollenbung stellt ben Roman ben besten feiner Art burchaus ebenbürtig- an bie Seite. Die Verlagsbandluna hat sich burck bie Veröffentlichung beffelben ein wirkliches Verbienft erworben. Ueber ben „Verein ber Bücherfreunbe" selbst ertbellt jebe Buchhanblung, sowie die Geschäftsleitung bes Vereins, Verlagsbuchhandlung Schall & Grund, Berlin W. 62, jederzeit gern Auskunft. verkehr, Lanv. txttö volkrwirthschaft. — «ine praktische Neuheit auf bem Gebiete ber Haus- haliungsbranche, bie sowohl für jede Hausfrau, als auch fürjeben Junggesellen von Interesse sein bürste, sind die von ber Dresbener Glühstosfgesellschaft neuerdings in den Handel gebrachten «lsthstoff.vratroste. Dieselben dienen dazu, bas Fleisch, als wie Beefsteaks, KatdS-, Schweine- unb HammelcoieleiteS anstatt auf ber bei uns gewohnten Weise in ber Pfanne mit Butter, ohne jeglichen Zusatz außer Salz, auf bem Rost zu braten, ein Verfahren, rote es in Frankreich, Englanb und Amerika allgemein üblich ist. Fleisch auf diese Weise gebraten, ist im Geschmack und Zartheit gar nicht mit dem in der Pfanne gebratenen zu vergleichen, ba eS bebeutenb kräftiger, zärter unb leichter verbaulich ist, alS Letzteres. Der bei diesen Bratrosten zur Verwendung kommende Glübstofi ist ein Präparat, welches im Glühen nicht im Geringsten raucht, noch riecht und dabei sehr billig ist, weshalb eS sich auch zum Hetzen der Kohlenbügeleisen vorzüglich eignet. Zu haben sind diese Rostapparate, Bügeleisen unb Gtühstofs in dem Haushaltungsgeschäft von Brüder Schmidt in Gießen, Seltersweg. — GägespLne als Mutter. Das Meininger Regierungsblatt veröffentlicht eine Zuschrift des AmtSthierarztes Baß in Kranichfeld, welche lautet: „Unter Hinweis auf die im Regierungsblatt veröffentlichten Futterreceple möchte ich die in der Rahe von Schneide- mühlen wohnenden Landwirthe auf die Versütt rung von Säge- spänen aufmerksam machen. Es sind hierzu geeignet nur die von weichem Holz, am besten von Fichte, da dieses geruchlos; weniger gut von Kiefer. Seit 14 Tagen gebe ich des Versuches halber einem Pferde anstatt Häcksel Sägefpäne. Es zeigt dabei dieselbe Arbeitskraft, Munterkeit u. s. ro. Dem Hafer und den Sägcfvänen sehe ich etwas Kochsalz zu. Für Rindvieh würde sich folgende Futtermischung eignen, wie sie von einem mir bekannten Besitzer schon lange ange- geivandt wird. Derselbe nimmt 7 Psund Sägespäne, 6 Pfund Schrot, übergießt die Mischung mit kochendem Wasser und fügt kaltes Wasser hinzu, sowie etwas Salz. Die Mischung bereitet er kurze Zelt vor bem Verfüttern. Die Thiere gewöhnen sich in kurzer Zeit an bie Fütterung; anfangs können etwas weniger Späne genommen werben." Vielleicht werben auch anberwärts Versuche mit diesem billigen Futter- mlttel angestellt. Bekanntmachung. Aufschrift der Postsendungen. Aar Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Dostsendungen tnüfien auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bet Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an derfelben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge. 2. Aus den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (0., N., NO. ic.)r in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbe- zelchnung „Berlin" zu vermerken. 3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich ober ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beijufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postoerkehr als maßgebend anzusehen find, ergibt stch andern „Verzetchniß gleichnamiger ober ähnlich lautenber Postorte", bas zum Preise von 10 Pf. burch Vermittlung lebet RetchS-Postanstalt bezogen werben kann. 4. Wenn ber im Reichs Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht al- allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt eS sich, die Lage bes Orts in ber Aufschrift ber Senbung noch be» Näheren zu bezeichnen. Zu berarügen Bezeichnungen eignet sich bie Angabe bes Staates unb bei größeren Staaten de» politischen Bezirks (Provinz, Regterungsbezirk u. s. ro.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, ober auch bie Angabe von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) ic.], ober von Gebirgen s(Harz), (Rlesengedirge) ic.J Nickt minder sind zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), «ic.l für den Zweck geeignet. tfenbungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer bem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Post- anstalt anzugeben, von welcher aus bie Bestellung ber Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten iu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen lleberkunft der Sendungen an Den Empfänger wesentlich beitragen, und e» liegt daher im eigenen Interesse ber Absenber, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anjufertigen. Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm. Baromeier: Thermometer: Hygrometerstand: Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. 2. AuguN, Morg. 8 Uhr min.744mm, max.747mm „+ #0 R. „ 4- 12°R Neigung f. trock. 2Bdt. 2. AuauN, Mm. 12 Uhr min. 744mm, max. 748mm „+ 140 R. „+18‘/t0B. Neigung f. trock. Wett. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 2. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13‘/>, Lust 15 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. Für und Hodizdlsgesdienke empfehle mein grosses Lager in G. Ph. Fillmann, Marktstrasse 17 Tafel-, Kaffee- und Dessertservicen, Wein-, Bier- und Bowlensätzen, Completen Crystallservicen und Waschgarnituren Möbel < Fabrik - Gietzen. mW Conrplete Betten in gröszter Auswahl. eigener Fabrik,l“tge^unVauTwärtiteVfHi 6622] 3W Bettfedern, Dannen, Rotzhaare re., Barchent «nd Drelle. WG 24 brr Lpntzrnmanalchast Th-«’1' w «f*«1 jg* *• ew <4^ <:Ä • «#•’- 31‘' 5_ cnaima rmrr ^5P Wohne von heute an Hr.ffS Wallthorstrasse Nr. 6 (Darmstädter HauS). Max Rüger, Friseur. Redacston: X Scheyda. - Dnut and Verla« der vrühl'sckm Druckerei Cfi r. Ahr. Biatsch) ta Steten. Dis tzOsdiHs Nummer »mfatzs • Gatte». LourSbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 2. August 1893. Lomd. E--B.«Act. Buschtherader E.-B^Act. Elbthal- Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost.-B>Act. Mainzer E.-B-Act. Martcndurger L^D^Acl. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß gestern, Dienstag, Abends 6 Uhr, unsere liebe Kleine, Wilhelmine Oberlaender nach kurzem aber schweren Leiden sanft entschlafen ist. Giehen, den 2. August 1898. Die trauernden Eltern: Reinhold Oberlaender und Fran Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer lieben Dahingeschiedenen, ins« besondere für die Begleitung zur letzten Ruhestätte, sowie die Grabrede des Herrn Pfarrer Schlosser und die zahlreichen Blumenspenden sagt tiefgefühltesten Dank Namens der Hinterbliebenen: Emil Dörr. 2<> „ 23 „ 23 „ 1804 Meine lUoIjmg unh GelMisräme befinden sich von heute ab Frankfurtcrstratzc 1. 3*/e Reichsanleihe 3'/.»/. do. 3*/o Preuß. CoasolS 13 Wb do. Vertreter: Für die Ortskrankenkasse (Ziehen Herr Dr. Schliep- hake, wohnt Südanlage 15. Für die Bahnkassen, Margarethenhütte, Freie Hnlfs- kaffe Henchelheim Herr Dr. Klein. Patienten, die keiner Raffe angehören, bitte sich an die Herren Dr. Klein und Dr. Schliephake vier Weißwein, per Ltr von SO—70 A in Gebinden o. 25 Ltr. an, garont eia Kelterung. [3484 Lorcnz (sder, Weinbergbesitzer, Wörrstadt. Stheinhessen- Fa**boden-Amitrleh. Otlfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, Nußdodenlack, -ochglSnzend, rasch erhSrtend, Bernstein LchnellirockenSllack mit Farbe, Parquetwachs. Nntzbodenwichse GtahlspLhne und alle sonstigen Artikel zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden empfiehlt in den bekannten besten Dualitäten Reichsbanr-DiAcont 4 sSL — Wranffurter Bank-Disc»nt 4 oLt. Donnerstag Abend b. Bourgeois, Saplaneigaste. 6744J Lade« mit Wohnung in Suter Geschäftslage zu mtetben gesucht, tauf eoent. nicht ausgeschlossen. Vermittler verbeten. Offerten unter AZ an die Sxped. d. Bl. 6727] Schüler stndet gnte Pensto«. Ludwtgstraße 4ö, 1 Tr. ^Zither-Unterricht erteilt gründlich nach «enester und rnnstgerechter Schule Adolf Arnold, Aitherlehrer, Bleichstraße 12 NB. Da ich mich ganz dem Zttberspiel widme, so möchte ich bitten m'ch nicht mit anderen sogenannten Zitherlehrern zu vergleichen. Iss« Suppenwürze, ebenso -tzleischexiract zu 12 und ,u 8 Jfeimta Twb Eeere OriginolflSschchen werden mit Maggi- Euppenwürze billigst nachgefüllt i6666 auS den unter Controle deS Herrn Dr Th Petersen, Frankfurt a. M, stehenden Kellereien von Franz Schiemann, »rantfurt a. M.r [4426 Marca Hunaaria, angen. Tisch- u. Tafelwein pr. Fl. 1— Ofener , „ 1.20 _ Bö-lauer , , 1.40 Blllanyer „ , 1.60 / g Nüster Ausbruch , , 1.60 1 Obige Weine wurden 1892 in Echeve- ningen, Haag unb Tunis mit den höchsten Auszeichnungen preisgekrönt. Hier zu haben bei H. g. Rastaner, Neuenweg 15. 86.20 9»/e 100.65 4°/i Griech. Monopol Anl. für ein Weiß-, Mod«- und Kurzwa««» Geschäft gegen Vergütung ««sucht. id738 Offerten P 8 an die G^ped. d. Bl. AÜr itüdÄuB« ip die .Deutsche Baconzen. Post" in Eßlingen am Neckar v grBaater Wichtigkeit Probe- Nr. grat. Aufn. off Stell, kostensr. >6195 für Gießen und Umgegend ein tbchtiaer Vertreter gelacht. Offerten »ud P l. 278 nehmen Haasenstein * Vogler, v G«, Wtanth»« entgegen.__. 6726] Per 1. Septbr. tüchtiges «üh- chen, welches waschen und bügeln kann, gesucht.________Pudwigstraße 46, 1 Tr. 6662] Venstanüre finden gute -us- nähme.__SelterSweg 6. 6680] Ein angehender solid Kellner, 16 biS 18 Jahre alt, per sofort gesucht. ___________ Ksnhs vierte »er 6725] Ein ober auch iwet alte Eeinerne Lhorpfeiler zu kaufen gesucht. Von wem i' sogt die Exped. d. Bl- berfartq. . 56568. Wichtig für Hausfrauen Die Holländische Kaffee-Brennerei H. Disque L Co., Mannheim empfiehlt ihre unter der Marke ElkplMlen-Kafftk wegen ihrer Güte und Billigkeit so berühmten und nach Dr. von Liebig« Vorschrift gedrannte hoihseineOualltät Kaffees: per */• Ko- JL f. WeetlndlBoh Mischung, „ „ w 1.60 f Menado- , # w w 1.70 f. Bourbon- , . , „ 180 extraf Moooa- , . , , 2.- Durch vorzügl. neue vrennmethode kräftiges feines «roma. |-40 Große Erfparniß. Nnr ächt in Packeten mit Schutzmarke «Elephant* versehen von 1, V« u. V« Pfund Niederlagen in: Siesten bei Carl Lchwaad, Hostiefer 6elter8weg 23, ff. Haas, Bleichstr 21, Äacob Häuser ^udwigstrahe 30, »ritz Sgly, Brandplatz n>, «ugust «ob ii. ßocoöfaserstrickc, bestes Baumbindematerial, empfiehlt 6724j Louis Pony, Bahnhofstr. 27. 6787] -tzalläpfel zu Selbe abzugeben Piebig*hdhe 6boO] Mehrere Eingvsgel, saw ®om* pfastenpaar bill. abzug Westanl 7 U. Barletta-Goldloose Ziehung am XO. «ugnst 1898. Absolut feine Nieten. Haupttreffer,. «. v 2.000,000.1.OOO/XM), MT.Uihi. 100,000, 50,000, 20,00), 10,000, 60f*1 Francs. Anzahlung auf 1 ganzes vriainal-teoos TU. 4 30 A Porto, a Nachn. Bestellung umgeb erbeten an Jacob Lchmid, Stapel 1, ___ OelsansstUMst« 80. 6748 Eä. 30,00» alte flut erhaltene Baetgetne sind zu verkaufen auf dem Vrand- platz zu (stieben. Näheres auf der Bermietöungen. 6722] Zwei kleine Logis zu vermiethen. A. Unverzagt, edjoltftrafce. 6728] Ein Logis zu vermiethen. _ U. Hest. KavlanSgafie 2b. 6732]LogiS zu vermiethen. Wilhelm Loeber, Brandgaste. 67331 Ja m. Hause stnd 2 «ohnungen, 2.St..4Z-u Mans m.Zub u.Gartenanth nebst Bleichpl zu verm. pr.Sept od.Octbr. z. bezieh H. Haas LIR., LSberftrahe 11. 6?tzd] Zwei Zimmer, Küche nebst Zu- bchör an ruhige Leute zu vermiethen _______T. ktzlett, TeufelSlungärtchen. 6741] Ein Logt» zu vermiethen. ^öwengaffe 28, 6786] Kleineres eins. möbl. Zimmer billig zu vermiethen. Rordanlage 19. 6723] Für das Üomptoir eine» hiefigen Fabrikgeschlftswird ein f nnger Commis pr. 1. October gesucht. Offerten unter M L O 1000 befärdert die Erpeditian d «l.____________________ Agenten - Gesuch. 6729) Für ein erstes «eltinstitnt Gr. (ObtrbtlL Eisrnbahnrn. Am 1 August b. IS. (ritt der Nachtrag II zum AuSrahmetarif für Streu« ui d Futtermittel, welchem wir un» mit Gültigkeit vom 1- b. Ml», ongeschlosten haben, in Kraft. _ , „ Nähere Auskunft über besten Inhalt ertbetlen die Güterabfertigungen Holzversteigerung. Nächsten Freitag den 4. d. M , Nachmittags um 6 Uhr, soll in («rohen-Buseck ein Eichenstamm in zwei Stücken von 4,75 Festmeter Inhalt öffentlich meistbietend versteigert werden. Derselbe ist feinstes Schreiner- und Glaserholz. Großen-Buseck. 1. August 1893. Gr. Bürgermeisterei Großen - Buseck. Meyer. 6745 6672] MöblirteS Zimmer zu vermiethen _________________LudwigSpüch 14. 6668) UnmöblirteS Zimmer ju oer- miethen_______________Steinfirage 18. 6006] Ein freundlich möblirteS Zimmer per sofort zu vermiethen. Dammftraße 31, II. mit Logi» tu vermiethen WVCP 2703] MäuSburg l. 6553] Laden in bester Geschäftslage unb ein freundl. Logt- zu oermiethm. Lud. Döll, Marktstr. 32. MAGGI5