Nr. 153 Drittes Blatt. Sonntag den 3. Juli 1893 Der Akßttsr A«,elß«r «scheint täglich, «it Ausnahme deS Montags. Die Gießener »«den dem Anzeig« »-chentlich dreimal dechelegt. Gießener Anzeiger Generat-Itnzeiger. vierteljähriger Köan«emeats»r«ta» 2 Mark 20 Pfg. b* Bringerlohn. Durch die Post be-sg«» 2 Mark 50 Pf,. vedaction, Lxpkdina» und Druckerei: rchncSraßeMs.Ts Fernsprech« 6L Aints- und Anzeigeblntt für den ILveis Gieren. Gießen, den 30. Juni 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien Hungen, Langd, Rodheim, Steinheim, Rabertshausen, Inheiden, Trais-Horloff, Utphe. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, die für Ihre Gemeinden in Betracht kommende Bestellung in ortsüblicher Weise verkündigen zu lasten. v. Gagern. Bekanntmachung. Georg Schneider, Gensdarm i. P., in Gießen ist als Mobiliartaxator heute von uns ernannt und verpflichtet worden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen, den 28. Juni 1893. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. Gesunden: 1 Regenschirm, 1 Zirkel, 2 Paar und 1 einzelner Handschuh, 2 Rechen, 1 Chaisenkapsel, 1 Gewichtsstein, 1 Thermometer, 1 goldener Manschettenknopf und 1 goldenes Kreuzchen. Gießen, 1. Juli 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen: Fresenius. SÄi’Än—MS wZ | Gratisbeilage: Gießener Aamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und LuSlandrS nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche» Theil. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach dem Milzbrandreglement den Thierärzten zugewiesenen, sowie die nach § 8 der Fleischbeschau-Ordnung dem beamteten Thierarzt zukommenden Befugniße für die Orte Hungen, Langd, Rodheim, Steinheim, Rabertshausen, Inheiden, Trais-Horloff, Utphe, neben dem Grohh. Kreisveterinärarzt Schmidt in Nidda dem practischen Thierarzt Spring in Hungen übertragen worden sind. Gießen, den 30. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Wies eck, den 30. Juni 1893. Betr.: Den Gang des Dekanatsboten. Das Großh.evangelischeDecanat Gießen an die evang. Psarrämter des Decanats. Es wird Ihnen zur Kenntniß gebracht, daß besonderer Verhältniste halber der nächste Gang des Decanatsboten erst am 10. und 12. Juli stattftnden kann. Wahl. politifdye Wochenschau. Gießen, 1. Juli 1893. Die Ergebnisse der Reichstagswahlen stehen nunmehr fest Die Gewinne und Verluste der einzelnen Parteien an Retchstagssitzen ergeben sich aus folgender Zusammenstellung: 1890—93 Conservative .... 67 Freiconservative... 18 Nationalliberale ... 42 Antisemiten . . . K 5 Socialisten .... 36 Deutschhannoveraner . 4 Polen...... 16 Elsässer..... 10 Däne...... 1 Freisinnige Volkspartei | Freisinnige Vereinigung | Süddeutsche Volkspartei 10 Centrum.....111 1893 Gewinn bezw. Verlust 74 + 7 24 + 6 50 + 8 17 + 12 44 + 8 7 + 3 19 + 3 10 0 , 1 0 24 | oo 14 r8 — 29 11 + 1 96 — 15 Die „Wilden" haben wir bei dieser Zusammenstellung außer Betracht gelassen. Sie ergiebt, daß (bei Einrechnung der Wilden nach Abzug der Doppelmandate) 189 unbedingte Gegner und 172 unbedingte Anhänger der Militärvorlage gewählt sind. Die Entscheidung ruht demnach bei den 19 Polen,. 10 Böckel'schen Antisemiten und 4 Mitgliedern der freisinnigen Vereinigung, die ihre Stellung zur Militärvorlage noch nicht hinreichend präzisirr haben. Zieht man die Gesammtstimmenzahl der einzelnen Parteien in Rechnung, so ergiebt sich nach den Mittheilungen eines osficiösen Blattes, daß die Gegner der Vorlage ungefähr 200,000 Stimmen mehr erhalten haben als ihre Freunde. Im Ganzen haben von den mehr als 10,000,000 Wahlberechtigten etwa 7,400,000 ihr Wahlrecht ausgeübt. Davon haben die Conservativen, Mittelparteien, freisinnige Vereinigung, katholischen Candidaten für den Antrag Huene, Polen, Antisemiten und Wilde zusammen 3,600,000 Stimmen erhalten. Der Opposition sind also rund 3,800,000 Stimmen zugefallen. Verloren haben, soviel bis jetzt feststeht, die Nationalliberalen 210,000 und die Freiconservativen 100,000 Stimmen, gewonnen dagegen die Antisemiten 240,000, die Conservativen 90,000 und die Socialisten 290,000 Stimmen. Die Ge- sammtzahl der freisinnigen Stimmen scheint demnach nicht erheblich hinter der 1890 erzielten zurückgeblieben zu sein. Die Gewinne der Socialisten sind nicht so bedeutend, wie man vor den Wahlen auf ihrer Seite durchweg gehofft und auf der Gegenseite vielfach befürchtet hatte. Die Erreichung der zweiten Million hatte man allseitig ins Auge gefaßt. Es ist indessen schon jetzt sicher, daß die erlangte Stimmenzahl um 2—300,000 Stimmen hinter dem erstrebten Ziele zurückbleibt. Noch überraschender ist der geringe Gewinn von Reichstagsmandaten, den die Socialisten zu verzeichnen haben. Bei den Stichwahlen hat sich eben die ost gemachte Erfahrung von Neuem bestätigt, daß die Socialisten in der Regel nur im ersten Wahlgange Erfolge erzielen, weil sie beim zweiten so ziemlich von allen nichtsocialistischen Parteien „als das größere Nebel" angesehen werden. Unter diesen Umständen sind die Vorstöße der Socialisten gegen die freisinnige Volkspartei nicht der Opposition, sondern der Regierung zu Gute gekommen. In 7 Wahlkreisen hat die Socialdemokratie die freisinnige Volkspartei aus der Stichwahl verdrängt und sich selber in dieser nicht zu behaupten vermocht, während der Candidat der freisinnigen Volkspartei, ein Mal in die Stichwahl gelangt, mit Hilfe der Socialisten wahrscheinlich gesiegt hätte. In anderen (etwa 9) Wahlkreisen hat das Anwachsen der Socialisten auf Kosten der Freisinnigen es überhaupt verhindert, daß irgend ein Gegner der Militärvorlage auch nur in die Stichwahl gelangt ist. Von den Siegen der Socialisten sind nicht weniger als 9 gegen die Volkspartei errungen worden. Allerdings hat die Socialdemokratie den Freunden der Militärvorlage 6 Sitze abgenommen, dafür aber auch wieder 6 Sitze an diese verloren. Kurz das Vordringen der Socialisten hat nicht eine Stärkung, sondern eine Schwächung der Gegner der Mtlitärvorlage bewirkt. In Preußen hat der Landtag kürzlich seine Sitzungen wieder ausgenommen. Das Abgeordnetenhaus hat das Wahlgesetz in dritter Lesung angenommen und über die FeuiHeton. Briefe aus Chicago. (Von unserem Correspondenten.) (Nachdruck verboten.) Ich bin ein Mensch, deßhalb ist mir nichts Menschliches fremd. I. E. Wer je das Glück -gehabt, nach längerer Seefahrt in mondheller Frühlingsnacht im Hafen von Newyork einzufahren, wird den Zauber einer solchen Stunde nie vergessen ! Da liegt Amerika vor dem geblendeten Auge wie ein Feenland, zu dem der Weg durch Sturm und Sonnenschein über das ewige Meer gleitet, da winken tausend und abertausend Lichter vom Ufer herüber und die Statue der Freiheit grüßt mit ihrem fernhin sichtbaren blauen Lichtglanz das unhörbar dahingleitende Schiff. Im Osten dehnt sich das herrliche unendliche Meer, aus dem die Sonne allmorgendlich jung und neu emporsteigt, im Westen aber liegt, zuerst blos als schwarzer Streifen erkennbar, die gewaltigste Stadt der Neuen Welt, ein staunenswerthes Kunstwerk menschlichen Fleißes: Newyork! Wenn dann der Tag zu grauen beginnt, die Farben am Ufer sichtbar werden und die Stadt langsam näher und näher kommt, wenn zwischen hellgrünem Laub die ersten Häuser hervorblicken und sich eine reizende Landschaft dem Auge erschließt, dann begreift man wohl, daß dieser Hafen mit Recht der schönste der neuen Welt genannt werden konnte. Es ist das wundervolle Portal, durch welches man in die gewaltigen Staaten Nord-Amerikas eintritt. Als Nikolaus Lenau von seiner Amerikareise müde und enttäuscht — es sind genau fünfzig Jahre in diesem Monat — wieder in Bremen eintraf, nannte er die Neue Welt, in die er ein Jahr zuvor mit so viel Hoffnung und Erwartung ausgezogen, „ein Land voll träumerischen Trugs". Er würde nicht dasselbe sagen, wenn er heute dieses Land Wiedersehen könnte. Das Träumerische ist nicht mehr zu finden, der Trug aber ist geblieben. Oder doch! Auch das Träumerische hat hier noch eine Heimstätte! Wer seine Schritte abseits von den großen Völkerstraßen lenkt, wer die duftigen Prärien, die schatten- dunkelen Wälder aufsucht, wer in todtenstiller Nacht über die tiefen stillen Ströme oder die großen Seen hinfährt und dem geheimnißvollen Rauschen der Wasser lauscht, der wird auch hier jenen Frieden fühlen,, der die Natur in ihren ruhigen Stunden immer umgiebt, und er wird die Stille zweifach fühlen, wenn er sich der riesenhaften amerikanischen Städte und ihres betäubenden Lärms erinnert. Was wir in Deutschland von Nord-Amerika wisten, ist eine unklare Vorstellung von großen Städten mit thurmhohen Häusern, wo die Menschen dem Dollar nachjagen, wo Mord, Raub und Todtschlag eine ebenso alltägliche Sache sind, wie Eisenbahnunglücke, Häusereinstürze oder große Brände. Die Amerikaner, die immer blind für ihr Land sind, finden alles großartig, was in geringster Beziehung zu Amerika steht, und es ist die Schuld ihrer etwas ungebildeten Großsprecherei, wenn der stillerdenkende Deutsche bei seiner ersten Bekanntschaft mit den Vereinigten Staaten mit einem starken Gefühl von Enttäuschung findet, daß hier auch nur mit Wasser gekocht wird. Allerdings redet der Amerikaner nur von seinen mächtigen Städten, seinem grenzenlosen Handel und Verkehr, — fast nie aber spricht er von der Schönheit der Natur in seinem Lande, nie erzählt er vom Schmutze seiner Straßen, von der Unsicherheit seiner Eisenbahnen, Schiffe und Hotels, oder den vielen unfertigen Dingen, welche Amerika in erschreckender Menge aufzuweisen hat und die nur durch seine Jugend einigermaßen zu entschuldigen sind. Der Fremde, welcher die Vereinigten Staaten zum ersten Male betritt, muß sich bald daran gewöhnen, mit großen Verhältnissen zu rechnen, fünfmal so viel Schmutz und Staub zu finden, als in Mitteleuropa, und bald von unausstehlicher Langeweile, bald von gewaltigen, hinreißenden Scenen umgeben zu sein. Er muß sich auch daran gewöhnen, hundertmal täglich rücksichtslos behandelt und zweihundertmal ausgelacht zu werden, denn das Land, in welchem er sich befindet, ist in erster Linie das Land der — Parvenüs. Kein Staat der Erde hat ein so großes, alles durchdringendes Parvenu- thum aufzuweisen, wie die mächtigen Städte Nord-Amerikas, und daraus erklärt sich vieles. Der Parvenü, da er eben in so großer Anzahl auftritt, kann sich hier weniger verleugnen als anderswo: die schamlojeste Reclame, die Verachtung alles besten, was sich über das Niveau der Durchschnittsvernunft erhebt, die Vorliebe für Colossales und äußerlichen Prunk, auf der anderen Seite großes Unverständniß für Wissenschaft und Kunst, für Forderungen allgemeiner Menschlichkeit, für die gewaltigen Errungenschaften untergegangener Zeiten, — alles das sind Zeichen des herrschenden Parvenuthums. Daß Nord-Amerika ein so junges Land ist, kann hier wenigstens nicht als Entschuldigung gelten: der staunenerregende Fortschritt, den es in den letzten Jahren gemacht, wäre kein so einseitiger, hätten nicht gerade die Emporkömmlinge den größten Antheil daran. Was aber Amerika von Europa unterscheidet und was mir am besten an ihm gefällt: es hat eine Zukunft! Eine große Zukunft sogar! Seine Zustände sind nicht morsch und faul, wie so vieles in Europa, seine Verhältnisse nicht so eng und kleinlich. Zudem ist es ein reiches, gesundes Land, das jede Arbeit bezahlen kann und Platz hat für noch viele Tausende von arbeitsfrohen Menschen. Auch erzieht es den Menschen zur Selbstständigkeit und zum Selbstvertrauen. Man spürt hier nichts von der Bevormundung, die in Europa die freie Bewegung jedes Einzelnen hemmt oder unmöglich macht. Dafür ist eben jeder auf sich selbst angewiesen, „everybody look out for himaelfl“ ist die erste Forderung für einen Aufenthalt in Amerika. Die Warnungstafeln, die in Deutschland jeden Bahnübergang, jedes Waldgeheg, jede Brücke zieren, sind hier eine unbekannte Sache: man muß eben Augen und Ohren immer offen halten, das ist das Wichtigste, im Ueb- Tigen kann man thun und machen, was einem beliebt, kein Mensch fragt danach. Insofern ist Nord-Amerika das Land der Freiheit, und der Amerikaner ist bekanntlich auf seine Freiheit nicht wenig stolz. Ob aber diese Freiheit wirklich die Freiheit ist? ES ist nun leider einmal wahr: jedes Volk braucht einen Götzen, bekannten Anträge in Betreff der Staffelta^se verhandelt. DaS Herrenhaus ist bereits mit der Ber^hung des UeberweisungS-, deS Vermögenssteuer-, und de» Schulbauten- gesetz'eS zu Ende gekommen. ES hat die drei Gesetze m der Raffung deS Abgeordnetenhauses angenommen. "Im italienischen Parlament har der Ministerpräsident StofeiH es mit knapper Noch durchgesetzt, daß daS vorgelegte Gesetz über die Reform der Banken vor der Beendigung deS BaokenprozesseS zur Berathung gelangt. Deutsche» Reich. Berlin, 30. Juni. Die auf Grund deS Antrages Huene umgrarbeitere Militärvorlage ist dem Bundesrathe nun- mehr zugegangen. Sie soll denselben Umfang und eine ebenso kurze Begründung aufweisen, wie ihre Vergängerin. — Ueber die herrschende Futteruoth und die zu er« greifenden Linderungsmaßnahmen sand am Mittwoch eine private Besprechung in Berlin im Gebäude deS Herrenhauses statt. An derselben nahm u. A. auch der preußische LandwirthschaftSminister v. Heyden Theil, welcher erklärte, daß der Entwurf eine« Verbotes der Ausfuhr von Heu und Kleie dem Bundesrathe bereits vorltege. Don einer Unterstützung der nothleidenden Landwirthe aus Staatsmitteln wollte der Minister zunächst noch nicht« wiffen, er empfahl statt dessen Selbsthilfe durch die landwirthschaftlichen Organisationen. Ein besonderer Beschluß wurde von der Versamm« lung nicht gefaßt. In Bayern steht nach der Erledigung der Reichstags« Wahlen die Landtagswahlcampagne vor der Thür. Die Socialdemokratie gedenkt sich an den bayerischen Landtagswahlen besonders intensiv zu betheiligen und rechnet sie mit Sicherheit auf den Gewinn mehrerer Mandate. In Erkenntniß dieser Gefahr haben in München Liberale und Centrum, in Nürnberg Nationalliberale und Freisinnige ein Wahlbündniß abgeschlossen. — Der langjährige Weihbischof von Köln, Dr. Baudri, ist gestorben. Der Heimgegangene Prälat zeichnete sich allzeit durch eine versöhnliche, milde Gesinnung auS. — AuS Kamerun ist eine Hiobspost eingegangen. Sie besagt, daß ein deutscher Offizier und ein Feldwebel in die Gefangenschaft feindlicher Eingeborenen gerathen und von diesen ermordet worden seien, ehe der zur Hilfe heranrückende Lieutenant v. Stetten habe Ersatz bringen können. Näheres über diesen Vorgang steht noch aus, auch muß noch abgewartet werden, ob sich die ganze Nachricht überhaupt bestätigt- dieselbe stand zuerst in der „Frankfurter Zeitung". Localer attö provinzieller. Gießen, Juli 1893. ♦♦ Kunstvereiu. Wir machen unsere Leser auch an dieser Stelle daraus aufmerksam, daß die Gemälde-AuSstellung deS Kunstvereins in dem Schulhause an der Schul« st raße ein neues Heim gefunden hat. Dieselbe ist neuestens durch eine Anzahl älterer, im Privatbesitz eines hiesigen Kunstfreundes stehender Gemälde verstärkt worden, während Werner Schuchs prächtiges „Aus schwerer Zeit" dem Vernehmen nach nur noch einige Tage ausgestellt bleibt. ** Militär koncert. In Steins Garten findet nächsten Dienstag Abend ein Concert des Garde-Kürassier- Regimentö auS Berlin statt, auf welches hierdurch aufmerksam gemacht sei. Genanntes Musikcorps ist auf seiner erstmaligen Concert Tournöe begriffen und geht demselben ein ganz vorzüglicher Ruf voraus. Besonderen Beifalls erfreuen sich stets die von der Eapelle als Specialität gepflegten Cornet-Quartette, welche durch künstlerisch vollendete Vortragsweise sich auSzeichnen. G. 30. Jam. Tu- ' in d-r Oberförster« sind er ft L-uf-dieses beenbiat roorben, weil bie Auf-rb-i!u->gSth°t.gkc<- bei unS niet Mitt beginnt, aU in füblid) ober günfnger gelegenen Forsten. Die Beendigung der Holzhauereten must daher eme viel spätere sein, al» anderswo. Gan, ähnlich ergeht es m den Forsten der benachbarten Oberförsterei Feldkrücken. Am meisten interessirt nun hierbei das Publikum d,e Preise, welche bei unseren Versteigerungen erzielt werden und es wird mancher freundliche Leser dabei etwaS neidisch werden, wenn er folgende Zahlen erfährt. Das Buchenscheuholz erster Klasse kommt im Durchschnitt bei uns auf 3,<0 Mk. bis 4 Mk. per Raummeter, währen eS in Gießen wahrscheinlich 9 bis 10 Mk. kosten wird. Buchenscheitholz zweiter Klaffe kostet durchschnittlich 2,40 Mk. Man kann sich also noch den LuxuS der Buchenholzfeuerung (und daS ist Winter bekanntlich etwas ganz vortreffliches) gestatten. Buchene Knüppel kosten ebenfalls 2,40 Mk., Stöcke sind zu 1,90 Mk. im Durchschnitte erhältlich. Der Tarifpreis wird 6et unS für das Holz nicht erreicht. Die übrigen Holzsortimente als Eichen, Kiefern u. s. w. sind in demselben Verhältnisse billiger, wie für Buchenholz die Zahlen geliefert wurden. WaS die Grasversteigerungen in unserer Gegend anbelangt, so sind die Preise nicht so hoch wie in der Wetterau, weil das vorhandene Grasquantum meistens sehr geringe ist. Daß unsere Gegend aber bedeutend an Wohlstand gewinnen wird, wenn wir einmal eine Eisenbahn haben werden und unsere trefflichen Hölzer um hundert Procent besser verwerthen können, daS ergibt sich eigentlich ganz von selbst. § Aus dem Wahlkreis AlSfeld . Lauterbach . Schotten, 30. Juni. Nach der amtlichen Bekanntgebung stimmten bei der Stichwahl am 24. Juni d. I. von 17 285 Wahlberechtigten 12190, wovon 24 Stimmen ungiltig waren. Hiervon entfielen auf Herrn Redacteur Zimmermann in Dresden (Antts.) 6352, auf Herrn Professor vr. Backhaus (Nat.) 5814 Stimmen - Zimmermann siegte somit mit einer Majorität von 538 Stimmen. A Mainz, 30. Juni. Der Reiseverkehr am Rhein wird von Tag zu Tag stiller. Ungeachtet des günstigsten Reisewetters zeigen die meisten der Dampfschiffe eine große Leere und zwar nicht allein die großen Salonboote, sondern auch die Personenschiffe, welche in der jetzigen Jahreszeit immer den kleineren Rheinorten zahlreiche Fremden brachten. Ausländer sind unter den Reisenden gleich Null: Einige Belgier, ein paar 'Russen, ab und zu ein Franzose, das ist Alles. Engländer und Amerikaner fehlen ganz. Verhältnißmäßig am meisten sieht man unter den Reisenden Norddeutsche und Oesterreicher. Selbstredend führen sämmtliche Hoteliers lebhafte Klagen und zwar nicht nur über die geringe Zahl der Fremden, sondern mehr noch über den geringen Consum und die große Sparsamkeit derselben. Letzteres kennzeichnet deutlich die heutigen Verhältnisse. — In einer hiesigen Schreib materialenfabrik kam heute Morgen ein 18jähriges Mädchen durch eigene Unvorsichtigkeit mit dem Kopf unter eine Papierschneidemaschine und zwar derart, daß der unglücklichen Person der Kopf vom Scheitel bis zum Halse total abgeschnitten wurde. — Für den kommenden Monat hat sich die „Heilsarmee" die Rheinlande als Agitationsfeld ausersehen. Männliche und weibliche Offiziere durchziehen jetzt schon das Land und- bereiten für den demnächstigen großen Feldzug vor. ♦ Eine Wahlgeschichte — Bravo! Einiges Aufsehen erregte in Berlin am Sonnabend in der Commandanten- straße das Heranrollen einer Brautkutsche vor dem daselbst belegenen Wahllokal. Heraus sprang in Gala ein junger Mann, der, seine Braut in der Equipage zum Gaudium vor dem cü aus den Knieen liegt und dem eS seine Anbetung zollt. Warum soll nicht auch einmal ein Wort, ein schönes, edle« Wort zum Götzen werden? Und die Freiheit ist für die Amerikaner ein soicheS Wort — und dieses Wort — denn mehr al« daS ist e« nicht — ist ein gefährlicher, despotischer Götze, der von Tag zu Tag neue Sclaven zu seinen Füßen sieht. CS giebt auch Sclaven der Freiheit. Und vielleicht — nach hundert Jahren etwa — wird eines Tages ein genialer Kopf kommen, der die alt gewordene Freiheit mit herzlosem Fußtritt vom Throne stößt, um sich selbst auf den leer gewordenen Platz zu setzen, und der Staatencoloß Nord« Amerikas löst sich eines Tage« ganz hübsch in eine Anzahl von absoluten Fürstemhümern aus. Und warum auch nicht? Der Amerikaner braucht die Peitsche ebensogut wie der Europäer, — wenn der gordische Knoten fertig ist, wird sich schon ein Alexander finden, ihn zu lösen. Schon jetzt ist her Unterschied zwischen den einzelnen Staaten ein großer. Aeußerlich schon durch die klimatischen Verhältnisse, durch die Bodenbeschaffenheit und die Producte des jeweiligen Lande«. Die Bevölkerung am Meeresstrand ist eine andere als die der Schwarzen Berge, der Süden ist leidenschaftlicher al« der kühlere Norden, der Osten ruhiger als der niedere Westen. Die Städte in den Prärien zeigen eine andere Phvsiognomie als diejenigen an den Mündungen großer Flüsse oder am Ufer der kanadischen Seen und man erkennt den Einwohner einer westlichen Provinz an Dialect und Gestalt ebenso gut, wie man den Südländer durch seine Beweglichkeit und Lebhaftigkeit vom besonneneren Nordländer zu unterscheiden vermag. Nirgends aber tritt die Verschieden« heit deutlicher hervor, al« bei den Frauen. Man braucht nur zwei Städte zu sehen, um das sofort zu bemerken: New-^ork und Chicago. Daß die beiden Städte mehr als 900 englische Meilen von einander entfernt liegen, ist bei dem geradezu staunenerregenden verkehr zwischen ihnen — e« gehen mehr al« 8000 Eisenbahnzüge in einer einzigen Woche — ganz bedeutungslos. Während sich nämlich die Damen in Stew-pork von denjenigen Europa« nur wenig muerfcheiden, ist die Chicagoerin größten Theil« ein überaus selbstständiges, dem Manne in Vielem überlegenes Wesen. Was hätte wohl Schopenhauer, der die Westeuropäerin ein „Monstrum europäischer Cultur und christlich - germanischer Dummheit" nennt, was hätte er wohl gesagt, wenn er die Damen Chicagos kennen gelernt? Wenn je in der Welt ein Frauenstaat entsteht, hier wird man den Grundstein dazu legen. In Chicago verdrängt die Frau nach und nach den Mann aus den meisten wichtigen Berufsarten. Nicht beim Manne findet man hier die tiefere Bildung, sondern bei der Frau. Sie ist durchweg kühl und vernünftig, und der Reiz echter Weiblichkeit, den wir an den Frauen der germanischen Völker so sehr lieben und bewundern, hier ist er nur aus« nahmö- und bedingungsweise zu finden. Die wirkliche Chicagoerin ist weder eine gute Mutter, noch eine geschickte Hausfrau, noch eine treue und verständnißvolle Gattin. Ihre erschreckende Selbstständigkeit, die Männlichkeit ihres Auftretens, die Rücksichtslosigkeit ihres Urtheils trübt in deutschen Augen leicht den Anblick der eigenartigen Schönheit des west- amerikanischen Geschlechts. Wenn aber Hesse -Wartegg in seinem interessanten Buche über Chicago eine Anzahl junger, besonder« emanzipierter Amerikanerinnen Chicagos als typisch hinstellt, geht er doch ein wenig zu weit: solche Damen werden auch in ihrer Heimathstadt als extravagant angesehen, und sie sind es auch nicht, die eine Bedeutung in der Geschichte von Illinois erringen werden. Denn Alles in Allem unterscheiden sie sich mit ihren ästlethischen Frühstücks- und Theegesprächen nicht allzu sehr von vielen ihrer europäischen Schwestern, und daß die eine ober andere große Reisen macht, Rennpferde hält, eine Rindviehzüchterei in Dokata besitzt oder ein Buch über Südamerika schreibt, ist bei dem großen Reich« thum der jungen Damen auch nicht so hoch anzuschlagen. Was mir bcachtenSwerth erscheint, ist die Frau am Bureau- ttsch, auf dem Katheder, in der Redaction, ist bie einfache, wirklich fleißige Frau, bie mit arneisenhafter, stiller Geschäftig- keil bie Rechte beS Mannes zu ihren eigenen macht, um dem Manne nach unb nach eine Stelle anzuweisen, die seiner — nach unseren europäischen Begriffen wenigstens — nichts weniger al« würdig ist. einer schnell sich heranbrängenden Menge zmücklassend, zur Urne stürmte. In der Aufregung des Tages war ihm erst auf der Fahrt zur Kirche eingefallen, daß er feiner Pflicht als Staatsbürger noch nicht genügt. Diese Dersäumniß noch im letzten Augenblicke wieder gut zu machen, hatte der an- gehende Ehemann, ein Assessor S., sich umsomehr veranlaßt gefühlt, als es sich um den Sieg oder Niederlage von Munckel handelte, unter dem er als Referendar einige Zeit gearbeitet. Als der Act mit bekannter Schnelligkeit erledigt war, kehrte S. auf Flügeln der Liebe zur Equipage zurück, bie mit bem Mäbchen seiner Wahl unter bem Hurrah ber zahlreichen großen unb kleinen Kinber davonjagte. Herr S. wirb jeben« falls kein „Pantoffelhelb" werben. Citeratur «nd Kttnft. — Katechismus der Nutzgärtuerei ober Grundzüge des Gemüse- und Obstbaues von Hermann Jäger. Fünfte, vermehrte unb verbesserte Auflage, nach den neuesten Erfahrungen unb Fortschritten umgearbeitet von I. Wesselhöft. Mil 63 in bm Text gedruckten Abbildungen. Preis in Original-Leinenbanb 2 Mk. 50 Pf. Lerlag von I. I. Weder in Leipzig. Von den zahlreichen, den Gemüse- unb Obstbau behanbelnben Büchern bietet wohl kein« dm reichen Stoff in so gebrängter Kürze unb ohne irgenb etwas Wesentliches vermissm zu lassen, wie Jäger« Katechismus der Nutz- gärtnerei. Er hübet ein billiges UnterrtchtSbuch in Frage- und Antwortform, wodurch alle Abschweifungen vermiedm werdm, und ist ein Handbuch für Lehrende und Leinende. Der al« tüchtiger Fachmann und durch feine verfchiedmen Schriften in den weitesten Kreisen bekannte Bearbeiter dieser neum Auflage hat allen Fortschritten in der Gemüse- und Obstcultur im vollsten Maße Rechnung getragen, und das gut ausgestatlete mit zahlreichen Abbildungen versehene Buch wird daher auch fernerhin eben so nutzbringend wirken, wie die bisherigen Auflagen es bereits gethan. — »Wiener Mode^. In Fachkreism erregt die THatsache Aussehen, daß da« genannte Blatt — im Gegensätze zu den meisten illustrtrten Zeitschristen — in dem soeben beginnenden ©ommer Quartale nicht nur keinen Rückgang, sondern sogar eine Steigerung der Abonnentenzahl zu verzeichnen hat. Offmbar beweist diese Erscheinung, daß die „Wiener Mode" ihren Abonnentinnen unentbehrlich geworden ist, die das reichhaltige und anregende Blatt auch in der Reisesaison nicht missen wollen. — Adrian BaldiS Allgemeine Grdbeschreibung. Ein Handbuch des geographischen WsssenS für die Bedürfnisse aller Gebildeten. Achte Auflage. Vollkommen neu bearbeitet von Dr. Franz fietdertch. Mit 900 Illustrationen, vielen Textkärtchen und 5 Kartenbeilagen auf 41 Rartcnfeiten. Drei Bände. In 50 Lieferungen ä 75 Pfg. ober In 10 Abtheilungen ä 3.75 Mk. Auch in drei cleg. Halbfranzbänden L 15 Mk. zu beziehen. Bisher 30 Lieferungen auSgegeben. (A. Hartlebens Verlag in Wim.) Wir haben bereits Gelegenheit gehabt, unsere Leser auf diese wahrhaft klassische Länderkunde aufmerksam zu machen, welche in ihrer völlig neuen, von Dr. Heiberich besorgten Auflage den strengsten Anforderungen entspricht unb auch von der gelammten Kritik einhellig die lobendste Beurtheilung erfahren bat. Mit fließender Darstellungsweise vereinigt sich eine seltene wissenschaftliche Eorrectheit. Eine Unsumme von Originalmaterial findet sich darin verbreitet. Zahlreiche künstlerische Illustrationen, Textkärtchen unb aparte Kartenbeilagen beleben und unterstützen das VerstSndniß der Lectüre. Jedermann wird in diesem Werke die reichste Belehrung unb Anregung finden. — Die uns vorliegenden Lieferungen 25 bis 30 bringen den Schluß der Länderkunde Asiens, eine anschauliche Schilderung der Polargebiete und der Jahrhunderte langen Entdeckungsfahrten nach denselben, sowie den Beginn der Länderkunde Europas. — Wir empfehlen das Werk unseren Lesern auf das Wärmste; er ist eine der hervorragendsten Erscheinungen auf dem deutschen Büchermärkte. Autor wie Verleger Haden an dasselbe ihr Bestes gesetzt; die Ausstattung ist eine musterhafte. Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, unb die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (bie leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden"' weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschtm nicht. Die Eeideufadrik ti. Henneberg, (K. u. K. Hoflieferant) Zürich versendet gern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke vorto- und zollfrei ins Haus. 1970 Diejenigen, welchedic Ledmückung von «rabNLtte» beab- sichtigen, seien auf das Grabstein-tieechäft, verbunden mit Bildhauerei, des Herrn Emil Kalbfleisch, Licherstraße 1, aufmerksam gemacht, welches wohl als das größte dieser Branche am hiesigen Platze genannt werden kann. In ihrem Verkaufslocale, sowie in einem weiteren Lagerräume bringt gen. Firma nahezu 200 fertige Grab-Monumente, «rab- kreuze, Grabstein« u. s. ro. in allen Steinarten zur Ausstellung, welche in ihrer Ausführung als künstlerisch zu bezeichnen sind, und durch die reichhaltige Auswahl kann sowohl den bescheidensten, als auch den weitgehmdsten Anforderungen Rechnung getragen werden. Auch in Grab- eiUfaffUUge« befindet sich daselbst ein großes Lager. Wir können deshalb allm Interessenten eine Besichtigung dieser Ausstellung heften« empfehlen. Sehr schön auSgeführte Entwürfe liegen ebmfalls zur gefälligen Ansicht auf unb werdm etwaige Aufträge in kürzester Zeit auSgesührt bei billigster Preisberechnung. 2398 Bedeutende Betriebsersparnisse maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes ober ber Landwirthschaft durch Ausstellung einer Wols'schen Locomobile al« Betriebsmaschine erzielt- Die von der rühmlichst bekannten Maschinenfabrik von R. Wolf in Magdeburg-Vuckau seit mehr als 30zJahrm als Specialität gebauten halbstationärm und fahrbarenLocomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit deS Brennmaterialoerbrauchs, Dauerhaftigkeit und Lei- ffungsfLhigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. haben auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzen den Sieg davongettagm. [4276 Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. Sarometer: Thermometer: Hygrometerstand: Bewölkung, trocken. Mittlerer Barometerstand bei 0” R. = 744,7 mm. 30 Juni, Mittags 12Uhr min.75ümm, max.752mm „+8t/t»R. „+19«/.o R. 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St, 4 Zimm, nebst Zubehör, sofort zu verm. Balth« Strauch. 5722] Das bisher von Herrn Amtmann Nebel bewohnte Logt«, «ltcestroße 23, jwei Treppen hoch, 7 Zimmer nebst Zu, bebör, ist wegzugsbalber vom 1 Juli ab anderweit ,u vermiethen. Nähere» bet Bahnhofftratze 7 emofiehlt sich tm Einsetzen künst« licher Zähne, Plombtren u f w. brr billigster Berechnung. [4381 5825] Dammstraße 6: Wohnung von 3 Zimmern, Küche und Zubehör zu ver- miethen. Näheres Nordanlage 18. »um Bügeln wird *ÖUf anaenommen [4483 *i,b,CtiOn: *• ®*'«»*• - t>ru4 im» B«1M Ui CrüSl ld,«, «nutad (j}r. stet(4) S1u vermiethen. 3oft« Lepper, Schiffenbergerweg 43. 5646] Neu hergerichtet: drei Zimmer, Küche und Zubeh-, tm Hinterhause zu ocr miethen. Ltndenplatz 5, 2. St. 5653) Schöne Wohnung zu »et« miethen. ft. 9. Winter Wwe. „ 5713] Ein LoaiS, Ecke der Bleich, und Lonvstraße Nr. 20, 6 geräumige Zimmer nebst Zubehör, zu vermiethen- Näheres das. tm Mansardenstock Ai Activa. vM. Kaffen vorrath 3824.07 Vorschüsse 86454.80 Hypotheken 34114.97 Kaufschillinge 10608.33 Werthpapiere 6926.89 Mobilien 283.50 Zinsenreste und Stückzinsen 3844.11 Uncrsetzte Vorlagen 85.56 Coursdifferenz an Werth- papieren 1819.74 B. Passiva. Gesckästsantheile der Mitglieder 8727.05 Reservefond 3024.93 Capitaleinlagen 136083.31 Unerhobene Zinsen 126.68 Lumina der Activa 147.961.97 Summa der Passiva 147961.97