893 Nr. 128 Amts- und Anzeigeblatt für den Aveis Gieren Gratisbeilage: Gießener Jamitienbkätter tt Ortsau^ch^. Feuilleton 106 « Samstag deu 3. Juni traurige Überraschungen für den wahren VaterlandSfreund anknüpfen werden! Mw den Tochter zeige« Der Oi-ßt-er Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Greßener ^amtkiendtälter werden dem Anzeiger achrntlich dreimal Ueigelegt. SUI. iaubeS bleibt die Kunst- Regierungsrath Fleischmann, Mitglied der Direction der Main- Neckar-Bahn, den Kreisbaumeister Daudt von BenSheim, den Pfarrer Dauber von Dexheim, den Pfarrer Vogel von Dieburg, zum Vortrag den Staatsminister Finger, den Oberstallmeister Frhrn. Riedesel zu Eisenbach, den Cabinetsrath Römheld. Berlin, 1. Juni. Der Kaiser ist von seinem jüngsten Jagdaufenthalte in Ostpreußen im bestem Wohlsein wieder in Berlin resp. Potsdam eingetroffen- die nächsten Wochen über wird der erlauchte Monarch wieder vorwiegend im Neuen Palais bei Potsdam residiren. — Der Termin für die Reichstagswahlen, der 15. Juni, rückt näher und begreillicher Weise blickt man allseitig mit erhöhter Spannung der herannahenden Entscheidung entgegen. Nach wie vor wäre es jedoch ein müßiges Beginnen, irgendwie bestimmtere Voraussagen bezüglich der Wahlergebniffe des 15. Juni machen zu wollen. Die Wahlbewegung zeigt im Großen und Ganzen andauernd ein derartiges wirres Bild der sich bekämpfenden Parteien und Jntereffengruppen dar, daß ein einigermaßen sicherer Schluß auf den Ausfall der vorläufigen Wahlentscheidung so gut wie unmöglich ist. Nur das Eine kann allerdings schon als gewiß gelten, daß diesmal infolge der ungemeinen Parteizersplitterung und der sich hieraus ergebenden Massenhaftigkeit der Reichstagscandidaturen ganz ungewöhnlich viel Stichwahlen zu vollziehen sein werden, sodaß der Wahlausfall vom 15. Juni schwerlich schon einen orientirenden Ueberblick auf die Zusammensetzung des neuen Reichstages gestatten dürfte. — Die bisherige Entwickelung des Wahltreibens zeitigt fort und fort gar mancherlei seltsame Erschein- ungen, theils heiterer, theils aber auch ernster und überaus bedenklicher Art. Zur Kategorie letzterer Art müssen namentlich auch gewisse Vorgänge in Bayern gerechnet werden. Wenn man z. B. die Candidatenreden liest, welche der bekannte Dr. Sigl-München in Pfaffenberg und anderen Orten des niederbaherischen Reichstagswahlkreises Kehlheim gehalten hat und in denen es von den gehässigsten Auslassungen gegen die deutsche Vormacht wimmelt, ja in welchen es sogar an mißgünstigen Aeußerungen über das Reich selbst nicht fehlt, so muß man sich erstaunt fragen, wie es denn eigentlich zu einem solchen Niedergange des nationalen Gedankens in breiten Schichten des deutschen Volkes kommen konnte. Die jubelnde Zustimmung, welche die unpatriotischen Reden des Dr. Sigl allerorten, wo er bislang auftrat, gefunden haben, bekundet deutlich, daß Dr. Sigl mit seinem Standpunkte nichts weniger als vereinzelt dasteht, während er auch außerhalb Bayerns noch genug Gesinnungsgenossen zählt. Vielleicht, daß sich darum an die diesmaligen Reichstagswahlen noch gar manche sich in die Wellen desselben. Keine der über sie hinzischenden Kugeln traf; aber die schwere Reithose, die Waffen, Munition u. s. w. erschwerten das Schwimmen ungemein, und nur einer einzigen seichten Stelle des Stromes verdankte eß Küchler, daß er weit, wett unterhalb der Eingangsstelle das mexikanische User glücklich erreichte. Er war allein, sand später einen Theil seiner Gefährten wieder, mußte aber die schmerzliche Entdeckung machen, daß sechs Kameraden ertrunken waren. Trotz einer 14tägigen Rast in Piedras-Negras langte er eine Woche später erschöpft und krank in Saltillo an. Ein heftiges Gallenfieber warf ihn aufs Lager. Von einer ihm befreundeten deutschen Familie aufs Liebevollste ausgenommen und gepflegt und von einem deutschen Arzte behandelt, erholte er sich und erlangte bald wieder seine frühere Gesundheit. Aber der Gedanke, mittellos im fremden Land^ zu stehen, seinen Freunden weitere Opfer auferlegen zu müssen, keine passende Beschäftigung zu finden, peinigte seine noble Denkungsart aufs Schmerzlichste. Glücklicherweise suchte der damalige Gobernador von Nuevo-Leon und Coahuila, Vidauri, einen sachkundigen Mann, der genaue Vermessungen der beiden Staaten vornehmen sollte. Küchler wurde von einflußreichen deutschen Kaufleuten in Monterey zu dem Amte vorgeschlagen und erhielt es. Er machte sich sofort ans Werk, erhielt die nöthige Unterstützung an Mannschaft und Proviant und lieferte in verhältnißmäßig kurzer Zeit eine so ausgezeichnete, vorzügliche Aufnahme des ihm überwiesenen Territoriums, daß dieselbe, nachdem man in dem betreffenden Reffort der Hauptstadt davon Einsicht genommen hatte, allgemeine Bewunderung sand. Eine solche Genauigkeit, eine solche feine exacte Zeichnung schien geradezu wunderbar, und alle Blätter sprachen davon. Als Vidauri durch Heranziehen der in den beregten Landestheilen wohnenden Guts- und Minenbefitzer,' welchen natürlich erst im Allgemeinen die Pläne erklärt werden mußten, sich von der genau verzeichneten Lage der Flüffe, Bäche, der Höhen und bewaldeten Berge, der Minen, der Länge und Richtung der Straßen Alle Annonccn-Bureaux bei In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Bierleljähriger Avannementsprei» : 2 Mark 20 Ptg. mit -vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutftratze Ar.7. Fernsprecher 51. ' «in Deutsch-Texaner. (Schluß.) Während Küchler und seine Gefährten meist mit nur Vorderladern bewaffnet waren, verfügten die Conföderirten über ausgezeichnete Hinterlader, sowie Colts sechSschüssige Revolver. Dreimal versuchten die Amerikaner das mit Menschenleichen, Pferdecadavern, Sätteln und Cedernästen spärlich gedeckte Lager zu stürmen, und dreimal wurden sie von dem todesmuthigen Häuflein mit blutigen Köpfen zurückgewiesen. Dieselbe zähe Tapferkeit, die unser Heer im ftan- zösischen Feldzuge so glänzend auSzeichnete, bewährte sich auch hier. Aber 20 Todte und Schwerverwundete bedeckten nach dem dritten Angriff den Lagerplatz und Küchler beschloß, ehe der vierte erfolgte, sich zurückzuziehen. Der Feind kannte genau die geringe Zahl der Gegner und war ebenfalls geneigt, einen abermaligen Versuch zu wagen. Der Rückzug erfolgte durch einen dichten Cedernwald und gelang. Aber noch im Bereiche der! feindlichen Kugeln hörten sie Gewehrfeuer aus dem eben verlaffenen Lager und ließ ihnen die schreckliche Wahrheit klar werden, daß der grausame Feind sämmtliche Verwundete erschossen hatte. In einer riefen Schlucht, worin eine kleine Quelle, fanden sie Zuflucht, aber keine Atzung. Der Proviant war ausgegangen, doch wagte Küchler nicht, auf Wild zu pürschen, um sich und seine Freunde nicht zu gefährden. Mit unermüdetem Eifer unterzog er sich der Wartung und Pflege der Verwundeten, sprach den Hoffnungslosen Muth ein, ermunterte bie Ver- zagenden und wies darauf hin, daß sich der Feind aus Mangel an Lebensmitteln keinesfalls lange in ihrer Nähe aufhalten könne. Eine auf einem hohen, mit Cederngestrüpp verdeckten Felsen aufgestellte Wache unterrichtete die Versteckten von den Bewegungen desselben. 95.90 91.90 22.11 51.00 69.36 389 g 200-g 158.« 110.« 110« 69.10 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Amtliche* Theil. Deutsches Reich. Darmstadt, 1. Juni. Seine ^Königliche Hoheit der Großherzog empfingen gestern den Generalmajor Leo, Commandeur der 11. Feld-Artillerie-Brigade, den Major v. Rosen, etatsmäßigen Stabsoffizier vom Magdeburgischen Husaren-Regiment Nr. 10, den Premierlieutenant der Reserve Tiedemann vom Infanterie-Regiment Nr. 95, den Landgerichtsrath Kull mann von Gießen, den Kgl. Preußischen Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bure-u. Berlin, 1. Juni. Der Graf von Turin traf um 4 Uhr 55 Min. auf dem Bahnhofe Friedrichstraße ein, vorn Kaiser mit glänzender Suite empfangen. Der Kaiser begrüßte den Prinzen mit zweimaligem Kusse; das zahlreiche Publikum brachte dem Prinzen Hochrufe dar. Der Kaiser begab sich sodann mit dem Prinzen in offenem Wagen unter Eskorte von Gardekürassiren nach dem königlichen Schlosse. Berlin, 1. Juni. Wie die „Nordd. Allg. Z'g." meldet, ernannte der Kaiser gestern in Danzig den Viceadmiral Knorr zum Admiral. Berlin, 1. Juni. Der evangelisch-sociale Con- greß trat heute Vormittag unter dem Vorsitz des LandeS- öconomieraths Nobbe zusammen. Eingesunden hatten sich ungefähr 300 Theilnehmer. Vom Reichsamt des Innern wohnte der Versammlung bei Geheimrath Kaspar, vorn Handelsministerium Unterstaatssecretär Lohmann und Geheimrath Neuhaus. Nach dem Geschäftsbericht wurden von 15000 zumeist an Geistliche versandten Fragebogen über die Stimmung der Landbevölkerung 1000 eingehend beantwortet. Die Einnahmen betrugen 3000, die Ausgaben 5000 Mark; von dem sich ergebenden Deficit sind 1000 Mark durch den Bestand gedeckt. — Hierauf refertrte Professor Kaftan Über das Thema: „Christenthum und Wirthschafts- ordnung" und stellte dabei folgende Thesen auf: Christliche Religion und wirthschastliches Leben sind an sich getrennte Gebiete. Das Christenthum ist unabhängig von der Wirth- schaftsordnung und mit jeder Form des wirtschaftlichen Lebens verträglich. Die christliche Religion und die wirth- schaftliche Arbeit treten aus dem Boden des sittlichen Lebens nothwendig in innere Berührung und Wechselwirkung. ES ist Christenpflicht, die Wirtschaftsordnung so zu gestalten, daß sie die Grundlage zur Pflege der sittlichen Ideale des Christenthums bildet. Gegenüber der heutigen Wirthschaftsordnung führt diese Pflicht zur Vertheidigung ihrer wesentlichen Grundgedanken gegen Umsturzgelüste und zu einschneidenden Forderungen bezüglich ihrer Umgestaltung. — Nach längerer Debatte wurden diese Thesen einstimmig angenommen. , Berlin, 1. Juni. Der Evangelisch-sociale Con- greß berieth im weiteren Verlauf über das Referat deS Pastors Cronemeyer betreffs der Heimathcolonien und nahm eine Resolution, an, worin erklärt wird, der Congreß würde Nach dem dritten Tage zog er richtig ab und die Flücht- | linge beschlossen, sich nach der Heimath zurück zu begeben, sich neu auszurüsten, um abermals den Weg nach Mexiko einzuschlagen. Ein kurzer Besuch, den Küchler dem Schlachtfeld abstattete, erfüllte ihn mit Grausen. In beinahe verwestem Zustande, von Wölfen und Aasgeiern halb verzehrt, lagen die verstümmelten Opfer eines unversöhnlichen Feindes unbeerdigt umher. Ein entsetzlicher Anblick! Erst vierzehn Tage später vermochten die Gehetzten, die inzwischen von dem von Küchler reichlich gelieferten Wild, aber nur davon lebten, weil sich inzwischen wieder feindliche Streif- parthien zeigten, ihren Rückmarsch anzutreten. Unterwegs erfuhren sie, daß die Horde Duffs aus Rache über den Der- lüft ihrer Kameraden, sowie des Entkommens der verhaßten „Dutsh" eine Zahl deutscher Frauen wegen ihrer „Unions- treue" bei Nacht und Nebel aus den Betten geholt und an die nächsten Bäume aufgehängt haben. Heldenthaten, würdig der Söhne der Sclavenhalter und ein Ausfluß ihres scheußlichen Systems. Nur mit der größten Vorsicht durften die Heimkehrenden ihren Wohnungen sich näheren. Küchler verbarg sich in einer in der Nähe seines Hauses gelegenen Höhle, von wo er Frau und Kinder besuchen konnte. Es war ein schmerzliches Wieder- sehen, gesteigert durch die Aussicht auf abermalige schnelle Flucht und den damit verbundenen Gefahren. Im Verein mit 17 Geächteten unternahmen sie den früheren Weg nach dem Rio Grande und besuchten dabei den unglücklichen Kampf- platz, um die zerstreuten Gebeine ihrer gemordeten Freunde unter einer Steinpyramide zu bergen. Sie wünschten womöglich bei Nacht den Fluß zu durchreiten. Doch der Tag überraschte sie und plötzlich fanden sie sich einer conföderirten Truppe gegenüber. Die Uferbank bildete treffliche Deckung und angesichts der entschloffenen Haltung der Flüchtlinge wagte der Feind keinen Angriff. Er schickte nach Verstärkung, aber ehe dieselbe eintraf, gab Küchler seinen Leuten durch einen Schuß das Zeichen zum Ueberschreiten des Flusses und warf ,As6 V"» bei * . Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Arbeiten an der Wasserleitung bleibt die Bahnhofstraße von der Wolkengasse bis zur Kaplans- gasse auf einige Tage für Fahren, Reiten und Vtehtreiben gesperrt. Gießen, den 31. Mai 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. ht Juni 1883. Ulin. A. Renü Sa a Mgcr Giehener Anzeiger General-Wnzeiger. lüler und Frau )ppenheimer. sM , '(-Manration W (l® btr W Wintn un rtfltw Der Vorstands k, wMV bleute. Gießen, den 31. Mai 1893. Betr.: Die Ausführung der Landesfeuerlöschordnung, hier die Anschaffung neuer Feuerspritzen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen die Grsßh. Bürgermeister eie« M «reifes. Wir benachrichtigen Sie, daß die Kosten ttfuer Feuerspritzen sich für die Regel geringer belaufen werden, wenn Sie diese durch unsere Vermittelung bestellen, als wenn Sie den Lieferungsvertrag mit einem Agenten des Fabrikanten abfchließen, und empfehlen Ihnen deshalb, sich bei beabsichtigter Anschaffung einer neuen Spritze an uns zu wenden. In den betreffenden Berichten wollen Sie zugleich anzeigen, ob Sie wegen der Bezugsquelle besondere Wünsche haben. v. G a g e r n.__ Gießen, den 30. Mai 1893. Betr.: Vertilgung der Blutlaus. Das Grotzherzogliche Kreisamt Giehen AN bi< Gresch. Bürgermeistereien ses «reifes. Soweit Sie unserer Verfügung vom 10. Mai lfd. Js. (Kreisblatt Nr. 112) noch nicht entsprochen haben, erinnern wir Sie an baldige Erledigung. v. Gagern. -^Mosstrahe 23,2,6t JjEfi illtidtrmachttii, Edchev gesucht. dchwar,, Bahnhosstratze 58. 'imMWa-zu baldigM W. Aeichstrahe 5,1, in tüchtiger, solider, ordnung?« raster Hetzer W Eintritt gesucht. i die Expedition ds. Blatte?. tiger Kutscher, nd fahren kann, sosort gesucht. K. Junker, Lohnkutscher. in ord. fieih. Zunge, welcher lerhandwerk erlernen will, $t> ______________Lowengasse 13. einen VLekerlehrlirr- Ml I Lein, WalltMlcht. Ltellmsvchwre lackt schnellSitatndvvrtsn en, Ostra-Allee 35. M In dem Gedeihen der Heimathcolonien eine werthvolle Ergänzung der Arbeitercolonien erblicken. Berlin, 1. Juni. In einer von mindestens 3000 Personen besuchten Versammlung freisinniger Wähler deS 5. Wahlkreises sprachen Richter und Baumbach unter stürmischem Beifall. Baumbach gab zu, daß er den franzS- fischen Botschafter Herbette in dem bekannten Gespräch über die russisch-französische Allianz mißverstanden haben könne. Richter stellte daS ganze Vorgehen gegen Baumbach durch die Veröffentlichung des Briefwechsels in der „Nordd. Allgem. Zeitung" als ein Wahlmanöver dar, zu dem Herbette benutzt worden fei. Die Begeisterung der Wähler für Baumbach werde durch den Zwischenfall nur noch wachsen. Dem entsprach die Haltung der Versammlung. Nur als Richter scharf gegen die Socialdemokratie sprach, erhob sich Widerspruch bei den anwesenden Socialisten. Rom, l.Juni. Der Papst wird am 12. und 15. Juni Consistorien abhalten, wobei er in einer Allocution für die ihm anläßlich seines BischosSjubiläumS dargebrachten Huldigungen danken und ferner fünf oder sechs Cardinale ernennen wird, darunter den Erzbischof von Bordeaux, den Bischof von Rodez, den Barnabitenpater Graniello und den Jesuitenpater Steinhuber. Belgrad, 1.Juni. Das definitive Wahlergebniß ist folgendes: 120 Radicale, 10 Fortschrittler, 1 Liberaler und drei Stichwahlen. Jnsgesammt wurden 203,932 Stimmen für die Radikalen und 26,012 für die Fortschrittler abgegeben, 6000 weniger als am 9. März. Depeschen deS Bureau „Herold*. Berlin, 2. Juni. Zur Durch führung der Sonn- tagsruhe in der Industrie und im Handwerk sollen Anfangs Juli weitere vorbereitende Schritte erfolgen und alsdann Conferenzen mit den Vertretern derjenigen Berufszweige beginnen, deren Wünsche auf Bedenken gestoßen. Nach Beendigung der Conferenzen wird dem Bundesrath ein Entwurf zu den AuSführungSschriften vorgelegt. Berlin, 2. Juni. In Sachen der Eingemeindung der Vororte Berlins hat Oberbürgermeister Zelle in der Stadtverordnetenversammlung gestern eine Erklärung abgegeben, wonach am nächsten Dienstag eine entscheidende Sitzung stattfinde. Die ursprüngliche Idee, ein Großberlin nach dem Muster Wiens zu schaffen, sei als aufgegeben zu «rächten, e- handele sich jetzt nur noch um die Einverleibung einzelner Vororte. Rom, 1. Juni. Der König verlangte von Brin den Schlüssel der diplomatischen Geheimschrift, um eventuell mit den Gesandten ohne Vermittelung verkehren zu können. Paris, 1. Juni. Der „Gaulois" meldet, Turpin werde demnächst ein neues Buch über das M elenit veröffentlichen. Paris, 1. Juni. Der „Petit Parisien" schreibt, die Uneinigkeit zwischen England und Deutschland sei tiefergehend als gewöhnlich angenommen werde. Der Bruch zwischen der Königin Victoria und dem Kaiser Wilhelm komme daher, weil die Königin dem Vorschlag des Kaisers, den Herzog von Aork, nach dem Tode des Herzogs von Clarence, mit der Prinzessin Feodoro von Schleswig-Holstein zu vermählen, nicht annahm. Der Kaiser werde auch nicht zur Hochzeit des Herzogs von York gehen. Sitzung der Stadtverordneten am 1. Juni 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelius, Flett, Habenicht, Heß, Helfrich, Heyligenstaedt, Hornberger, Jughardt, Keller, Löber, Schmall, Scheel, Schiele, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Herr Wi lh. Reusch ling hat nach polizeilich erstatteter Anzeige neben seiner Ruffensteinbrennerei im Neustädter Feld ein Fachwerkshäuschen errichtet, ohne die vorgeschriebene Geir. s. w. überzeugt hatte, sprach er seine höchste Anerkennung auö und ernannte Küchler zum Civilingenieur der beiden genannten Staaten. Leider jedoch ließ die Zahlung für die gelieferte Arbeit auf sich warten. Die Invasion der Franzosen war inzwischen eingetreten und alles, was die liberale Regierung an baarem Gelbe auszubringen vermochte, diente zur Vertheidigung deS Landes. Daö war hart für unseren geprüften Freund und er gerieth in gelinde Verzweiflung. Aber „man soll den Flegel nie aufhängen, ehe gedroschen ist." Vidauri wurde immer und immer wieder, allerdings in der höflichsten Weise, bestürmt, und es gelang schließlich den Bemühungen deS amerikanischen Vice-ConsulS, eines naturali- sirten Deutschen, die bedungene Gratification von 5000 PesoS, ungefähr 20,000 Mk., zu erhalten. Endlich, endlich, von allen Sorgen befreit, in gesicherter, angesehener Stellung, war cö die erste Aufgabe, Frau und Kinder von Texas kommen zu laffen. Schmerzlich hatte er die Familie vermißt, schwer ihre lange Abwesenheit empfunden, denn er lebte in glücklicher Ehe, und seine spätere Wohlhabenheit gaben ihm reichliche Mittel an die Hand, sich mit allen Deauemlichkeiten zu versehen. Er blieb nun als Ingenieur bis nach Beendigung des conföderirten Krieges in Mexiko und siedelte dann abermals nach TexaS Über. Nach dem Wahlsieg der republikanischen Partei wurde er Chef des VermessungS- burcauS des ganzen texanischen Staates (1870). Hier entfaltete er eine so fruchtbringende Thätigkeit, zeigte eine so reine, makellose Gesinnung, daß er in den weitesten amerikanischen Kreisen (deutschen selbstverständlich) als ein Muster von Pflichttreue, Gewissenhaftigkeit und Selbstlosigkeit geachtet war. Nie wurde daö Departement in so zuverlässiger, exacter Weise verwaltet, nie wurden größere Landverkäufe mit Eisenbahnen und anderen Gesellschasten schneller und für die Regierung ökonomischer abgeschloffen. CorruptionSversuche wurden überhaupt nicht gemacht. Man kannte den Mann und hütete nehwigung dazu zu besitzen. ES wird, nachdem Reuschling um nachträgliche Genehmigung eingekommen, die ausnahmsweise und widerrufliche Genehmigung beschloffen. DaS Gesuch deS Herrn Carl Wallenfels II. um Erlaubniß zur Errichtung einer Gartenhütte am Hamm soll unter Hinweis auf den letzten Absatz des Art. 11 der allgemeinen Bauordnung genehmigt werden. Danach ist der Gesuchsteller verpflichtet, die projectirtt Gartenhütte wieder zu entfernen, bezw. sich die Entfernung auf seine Kosten gefallen zu laffen, wenn daS Gelände, auf dem die Hütte errichtet werden soll, in die Flucht der verlängerten Hamm- straße gezogen wird. Der von Herrn Oeconom G g. Simon beantragten Verlegung eineß Fluthgrabens im Neustädter Feld und Ber- werthung eines überflüssig werdenden GrabentheilS stimmt die Versammlung nach Annahme des Simon'fchen Angebots, die dabei auszuwerfende Erde auf eigene Kosten fortzuschaffen, unter der Bedingung zu, daß die aus dadurch veranlaßtem Geländeaustausch entstehenden Kosten für Meßbrief usw. der Stadt ersetzt, sowie derselben das überschießende Gelände mit 40 Pfg. pro Quadratmeter vergütet werden. Ueber daß in voriger Sitzung behandelte und durch Bejahung der Bedürsnißfrage befürwortete Gesuch des Herrn Peter Leppla um Concession zum AuSfchank von Cognac und Liqueuren im Hause Seltersweg 83 hat Großh. KreiSomt gutächtliche Aeußerung verlangt. Die Versammlung erklärte sich mit den die Bedürsnißfrage bejaht habenden Mitgliedern der Commission einverstanden, daß als Grund des bejahenden BeschluffeS die Ansicht Großherzoglichem KreiSamte unterbreitet werden soll, daß eS sich um Errichtung eines feineren Restaurants handele, in welchem kein gewöhnlicher Branntwein, sondern Cognac und Liqueure zum Ausschank kommen sollen. Herr Joh. Seipel will die in seinem, Frankfurterstraße 62 belegenen Hause bestehende Wirthschast wieder selbst betreiben. Die Bedürfnißfrage wird bejaht bezw. die Er- theilung der nachgesuchten Concession an Seipel befürwortet mit der Begründung, daß es sich nicht um Errichtung einer neuen, sondern um Fortbetrieb einer bereits bestehenden Wirthschast handelt. Aus gleichem Grunde wird bejaht die Bedürsnißfrage bezüglich des Gesuchs der Peter Jmmel Ehefrau für die „Liebigshöhe". Die Gesuchstellerin will die bisher von ihrem Ehemann betriebene Wirthschast weiterführen. Auch bezüglich des Gesuches des Herrn Jakob Horn um Concession zum Betrieb der früher Hubler'schen Wirthschast in der Brandgasse konnte die Bejahung der Bedürsnißfrage mit dem Umstande begründet worden, daß es sich lediglich um Uebergang einer bestehenden Wirthschast auf eine andere Person handelt. Bor Schluß der öffentlichen Sitzung erhielt auf vorher gestelltes Ersuchen Herr Scheel das Wort zu einer Erklärung in Betreff der Sonntagsruhe, insbesondere des abgeänderten, die Verkaufszeit auf 11»/, bis 3»/, Uhr festsetzenden Ortsstatuts. Diese Erklärung bezieht sich auf daß in Nr. 80 des „Gießener Anzeigers" abgedruckte Eingesandt, in welchem behauptet wird, daß ein Mitglied der Stadtverordnetenversammlung sich gebrüstet habe, seinen früher gestellten Antrag auf Verlängerung der Verkaufszeit durchgedrückt zu haben. Herr Scheel habe darauf, da er diesen Vorwurf auf sich beziehen mußte, die Einsender, als welche er die Herren E. Fischbach, Ch. Wallenfells und Gg. Adami vermuthete, ebenfalls durch ein Eingesandt im „Anzeiger" ersucht, den Namen des betreff. Stadtverordneten zu nennen. Dies sei nicht geschehen, weshalb er (Herr Scheel) durch einen Anwalt Ermittelungen anstellen ließ. Auf diese Weise habe er erfahren, wer die Einsender gewesen und seine Der- muthung in Betreff der genannten Herren bestätigt gesunden. Er habe sich hieraus zunächst durch seinen Anwalt an Herrn Chr. Wül len se ls gewendet, der erklärt habe, er habe die dem Stadtverordneten in den Mund gelegte Aeußerung von Herrn L. Plank. Herr Plank habe daraus Herrn Wallenfels zu einer Erklärung schriftlich aufgefordert, die aber bis jetzt sich, die Finger zu verbrennen. Keinerlei „Unregelmäßigkeiten" konnten ihm nachgewiesen werden, keine Aussichten aufs „Grüne" (wegen der grünen Rückseite des PapierdollarS) vermochten ihm eine Gunstbezeugung zu entringen, und als er nach vier Jahren, durch die siegende Gegenpartei vertrieben, feinen Posten verließ, übergab er das Amt seinem Nachfolger, ohne daß ihm „ein Fetzen Land an der Hand hängen geblieben wäre". Ein öffentliches Amt hat Küchler später meines WiffenS nicht mehr bekleidet, wurde aber oft genug als Schiedsrichter bei Gebiets- und Landesbesitzstreitigkeiten in Anspruch genommen, ebenso seine Hilfe bei Vermessungen und Ausarbeitungen von Plänen u. s. w. gesucht. Ein treuer Anhänger seines alten Geburtslandes, verfolgte er die Ereignisse der Jahre 1866 und 1870 mit dem größten Interesse, und als nach dem letztgenannten Jahre die Macht und das Ansehen Deutschlands zu einer Höhe stieg, wie eS kein Ausgewanderter zu ahnen wagte, kannte seine Bewunderung für den alten Heldenkaiser, Moltke und BiSmarck keine Grenzen. Bis zu seinem Tode galt ihm der GeburtS- tag deS letzteren als höchstes Fest. Die Sehnsucht, daS alte Vaterland wiederznsehen, den Ort seiner Geburt, die Stätte seiner akademischen Bildung zu besuchen, bewog ihn im Jahre 1887, nach Darmstadt zu kommen. In herzlicher Weise verkehrte er hier mit den noch wenigen früheren Kommilitonen und Freunden. Er reiste wohl mit dem Gedanken zurück, den theuren Boden nie wieder zu betreten. Und so ist eß gc» kommen. Unser braver Küchler ist für immer von unS geschieden, aber die Liebe, welche wir ihm entgegengebracht, daS Ansehen, die Achtung, deren er sich jenseits des großen WafferS erfreute, reichen weit über fein Grab und erhalten ihm ein ehrendes Andenken. — Möge ihm die texanische Erde leicht sein! noch nicht erfolgt sei. Als kurz daraus kaS „Gießener Tageblatt^ einige gegen ihn (Herrn Scheel) gerichtete Artikel gebracht, habe er unter Nennung seines Namen- eine Erklärung im „Tageblatt- erlaffen und damit die Sache für abgethan gehalten. Jndeß seien daraus weitere gehässige und in gemeinen Ausdrücken gehaltene Artikel im „Tageblatt" erschienen, angesichts deren er nicht Lust habe, sich des „Tageblattes" zu weiteren Erklärungen zu bedienen,- er bitte deshalb den Herrn Oberbürgermeister, den Tharbestand nach den Acten hier festzustellen. Herr Oberbürgermeister Gnauth bezeichnet eß zunächst als wünschenswerth, daß die Sache klar und objectiv geschildert werde. Nach langen und schweren CommisfionSberathungen über die gestellten Anträge auf Abänderung bezw. Verlängerung der ursprünglich angenommenen Verkaufszeit habe sich der Stabtvorstand unierrn 23. Februar zur Annahme des von Herrn Heyligenstaedt gestellten vermittelnden Antrag-: unter Wegfall der Vormittagsstunden die Verkaufszeit auf die Stunden von 11 bis 3 Uhr (Ortszeit) festzusetzen, entschlossen. Mit Beifügung deS Wortes „Ortszeit" habe man anSdrück- lich für die Zwecke deS Statuts auch nach dem 1. April die alte Sonnenzeit beibehalten wolle. Zweifel, was unter der Ortszeit zu verstehen sei, sind erst nach dem 1. April laut geworden. Don diesem Tage an war nach der Aus- saffung der Versammlung die Ortszeit dahin zu verstehen, daß statt 11 Uhr 11 Uhr 25 Minuten, statt 3 Uhr 3 Uhr 25 Minuten als BeschäftigungSzrit gilt. Der in der Der- fammlung vom 30. März gefaßte Beschluß, nämlich als Verkaufszeit anstatt bisher die Stunden von 11 biß 3 Uhr (Ortszeit), die Zeit von IN/, bis 3V, Uhr anzunehmen, drehte sich sonach nur um die Differenz von 5 Minuten, um die Abrundung der durch die mitteleuropäische'Zeit gegebenen 25 Minuten auf eine halbe Stunde, nicht aber, wie im Publikum angenommen, um eine Verlängerung der Verkaufszeit nm eine halbe Stunde. Zu Gunsten der Zeit von IN/, bis 3»/, Uhr spreche auch der Umstand, daß aller Verkehr auf den Eisenbahnen noch heute mit einem Zuschlag von 25 Minuten gegenüber der früheren Ortszeit rechne. Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärte weiter, nach bestimmter Versicherung beß ersten evangelischen Pfarrers, daß der HauptgotteSdienft im Winter in den Stunden von 10 bis IN/, Uhr gehalten werde, während in der für den katholischen Gottesdienst bestimmten Zeit eine Aenderunz überhaupt nicht eingetreten fei. Herr Oberbürgermeister Gnauth bestätigt schließlich, daß weder in der juristischen Commission, welcher Herr S ch e e l übrigens nicht angehört, noch in der Versammlung eine andere Meinung als die oben bezeichnete bestanden, daß insbesondere der Beschluß vom 30. März, nach welchem die Zeit auf 11«/, bis 3«/, Uhr festgesetzt worden, ohne jede DiScussion und ohne jedes Zuthun Seitens tu Herrn Scheel gefaßt wurde. -------------------- Cocains und provinzielle». Gießen. 2. Juni 189S. * Zn Sachen Katzenstein. Wie der „Fr. Ztg." gemeldet wird, antwortete die Großh. Regierung auf Katzen'teinS, nach der Entscheidung der Zweiten Kammer in der bekannten Acceß-Angelegenheit eingereichtes Gesuch um cnbgiltigc Ent scheidung unterm 24. Mai, daß daS Großh. Ministerium sich nicht veranlaßt gesehen hat, eine von den früher er- gangenen Verfügungen abweichende Entschließung zu fassen, und daß eS hierbei lediglich sein Bewenden zu behalten habe. Damit ist Katzenstein die Anwaltschaft im Deutschen Reiche verschlossen, da der Vorbereitungsdienst in der Verwaltung nothwendige Voraussetzung deS Staatsexamens bildet. Seit längeren Jahren besteht eine Verordnung, wonach das Mitnehmen von Hunden in Wirthfchaften verboten ist, ohne daß dieselbe biß jetzt ernstlich durchgeführt wurde. Durch häufige Beschwerden in neuerer Zeit ist jetzt die Schutzmannschaft angewiesen, Zuwiderhandlungen unfehlbar zur Anzeige zu bringen, worauf wir die Hundebesitzer, um sich vor Strafen bewahren zu können, aufmerksam npdien. * • Verhaftet. Aus der hiesigen '21 ctlenbrauerci sind gestern Vor- und Nachmittag verschiedene dem Dienst- personal gehörige Spinde erbrochen und daraus größere Geldbeträge entwendet worden. Ein dort in Arbeit gestandener hiesiger junger Mensch, welcher dieser Diebstähle verdächtig, wurde in Haft genommen. Vom 1. Juni ab ist der Preblfaag in allen offenen Gewässern beß GroßherzogthumS Hessen wieder gestattet. — Mit dem 9. Juni geht die für baß Großherzogthum Hessen, angeorbnete Frühjahrs-Schonzeit für Fische zu Ende. - e- Alienbnfeck, 2. Juni. Gestern Abend fanb dahier eine von bem freisinnigen Wahlcomitv einberufene Wählerversammlung statt. Dieselbe würbe von bem Borsitzenben beß Gießener freisinnigen Vereins, LandtagSabgeord- neten Metz, mit einigen einleitenden Worten eröffnet, indem er die Versammlung auf die Wichtigkeit und Bedeutung beß bevorstehenden WahlacteS binwieß. Herr Rechtsanwalt Dr. Jung entwickelte sodann daß Programm der freisinnigen Partei sowie die Stellung derselben und insbesondere diejenige des freisinnigen- Sandidaten, Landrichter Dr. Dove zur Militärvorlage und anderen Tagesfragen und empfahl schließlich warm die Wahl deS danbibaten ber freinnnigeo Partei. Herr Schmidt aus Gießen erwiderte und empfahl, indem er auszuführen versuchte, daß die freisinnige Partei daß Wohl der Arbciterklaffen nicht genügend wahre, die Wahl deS Ganbibaten der Arbeiterpartei. LandtagSabgeordneter Metz wies die Angriffe des Herrn Schmidt auf die freisinnige Partei zurück, indem er auf die einzelnen Ausführungen beß Herrn Schmtdt näher einging und schloß dann nach einem kurzen Schlußwort beß Herrn Schmidt die Der- fammlung mit einem Hoch auf baß beutsche Vaterland. Die Verhandlungen wurden beiderseits streng sachlich geführt und .r°s «... Steen y, S-richne *h‘ ' *616'« L ?nrft «= Cn M! » ^^ere 1Cttn et hi*. ^Eel ^Srn z^A habe, Bister, btnTS- er 11 ^Nanb y bezeichnt,» , . klar und ob ect ?^ 11 ßom<1Q' b ^efdiiU 'N Verkaussiei't?JanF Hat m 9innL habe ji^ fcfij* be8^ K n!Vem i. uh erft^nS toöd unttr MLS «Ä=Vh; W, ‘"ÄS m6ln von 11 bis 3 Uhr a * * ®*Ji Wn 5 Mimen! blc mtteleurvMe» Zeit ,ne halbe Stunde, nicht uommen, um eine &r, ® eine halbe Stunde. 5 o'/z Uhr spreche auch der ien Eisenbahnen noch heule en gegenüber der früheren rmchrr Gnauth nMe ag des ersten evangelischen tim Winter in den Stunden -erde, während in der für amten Zeit eine Aenderung : Oberbürgermeister Gnauth der juristischen Commission, t angehört, noch in der Ver- il§ die oben bezeichnete bt> schloß vom 30. März, ni P/j Uhr festgesetzt werten, jedes Zuthun Seiles des wittzic/le,. Wie der „Fr. Zitz." gemeldet Regierung aus Katzeniteins, >n Kammer in der bekannten Gesuch um endgiltige Em- ß das Großh. MinisieriM t, eine von den früher er- ibe Entschließung zu fassen, Bewenden zu behalten habe. Uschast im Deutschen W gsdienst in der Verwaltung StaatseMllS bildet. behebt eine Verordnu.a, «b io Wirthschaften * irnstlich durchgefühtt » neuerer Zeit ist I'kl MdnhandiMgen i"l!F c wir die W*x’ önnen,aufmerksam ^cheu- rochen . ^ilanbener M® einKWp.LubSeb«« f hie ®1WL „ jjetts«"1”11 hi»»«8 selben nndws ' $oDe äu Landrich«r empfahl Tagekfraöe" . weiilnin^ WO eiB^ Kchmibt . die 'S He^ Jaterla^' - 'etts fi«"»1 Verlief die anirnirte Versammlung in durchaus ruhiger und würdiger Weise. E. Echzell, 1. Juni. In Folge der sehr ungünstigen Frühjahrswitterung sind die Kartosfelpreise binnen wenigen Wochen rapide in die Höhe gegangen. Noch zu Anfang diese- MonatS fragte Niemand nach dem unentbehrlichen Knollengewächse, man verwandte es als Viehfutter und konnte den Doppelcentner gute Speisekartoffeln für 2,50 Mk. in« Haus geliefert bekommen. Heute ist es anders geworden, denn man verlangt und erhält pr. Malter 5 Mk., der Preis ist also um 100 Procent gestiegen. Die jungen Gemüsepflanzen werden immer rarer und theurer, manche Sorten werden bis zu 80 Pfg. das Hundert bezahlt. Da die Dickwurzelpflanzen nicht vorangehen wollen, werden manche Landwirthe Pflänzlinge von Zuckerrüben, wo diese sehr dicht stehen, ausziehen und sie statt Futterrunkel verpflanzen, wenn sie auch nicht die Massenerträge liefern wie die Runkelrübe. N. Aus dem Nidderthale, 1. Juni. Der Futtermangel ist so groß, daß in der Umgegend schon 7 Mark für den Gentner gutes Wiesenheu geboren worden ist. Die Rindviehpreise sinken langsam, aber stetig. Das Kuhfleisch, sowie das Kalbfleisch schlägt ab, denn die Landwirthe haben weder Futter noch Streumaterial, um Jungvieh einstellen zu können. Da die Kartoffeln in trockenen Lagen nicht aufgehen wollen, pflügen die Leute um und setzen von Neuem. Mir den Runkelrüben sieht es auch schlecht aus. Wer dieses Jahr an feuchten Plätzen seine Saatbeete angebracht hat, kann für Setzlinge ein schönes Stück Geld einnehmen. Babenhausen, 31. Mai. Nachahmenswert!»! In Anbetracht der herrschenden Futter not h wurde heute durch die Schelle bekannt gemacht, daß die Leute sich im hiesigen Stadtwalde unentgeltlich Futter holen können. Mainz. 1. Juni. Zur Theilnahme an der am 24. und 25. Juni hier stattfindenden Ruder-Regatta haben sich gemeldet: der Kölner Ruderverein, der Wiesbadener Ruderclub, die Wormser Rudergesellschaft, der Höchster Ruderclub Nassovia, die Gießener Rudergesellfchaft, der Mannheimer Ruderclub, die Mannheimer Rudergesellschaft und der Mannheimer Ruderverein Amicitia, der Frankfurter Ruderverein, die Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen, der Heidelberger Nuderclub und der Mainzer Ruderverein, im Ganzen 12 Vereine mit 39 Booten, 3 Vereine und 10 Boote mehr als im vorigen Jahre. venn-schte». * Berlin, 31. Mai. Am Montag in der Frühe wurde in Oranienburg ein Schuhmacher P. erhängt aufgesunden. In der Nähe der Leiche lag auf einem Tischchen ein Zettel, der die Aufschrift trug „Für die Polizei", und der Behörde die Mittheilung machte, daß der Lebensmüde sich erhängt habe, weil er in der Nacht von Sonntag zu Montag beim Kartenspiel in einem Restaurant 600 Mk. verloren, worüber er dem glücklichen Gewinner einen innerhalb vierundzwanzig Stunden einzulösenden Wechsel ausgestellt. Auf dem Zettel sind auch die Namen der Gewinner und des Wirthes angegeben. Aus Grund dieses schriftlichen Nachlasses hat die Polizei am Montag bereits Vernehmungen und Verhaftungen vorgenommen. * Köln, 1. Juni. Während der Frohnleichnamsprozession ü.berfiel ein. Unbekannter die Schwester des Caplans Müller in der Caplanei und brachte ihr fünf Messerstiche bei. Er raubte einiges Geld und entfloh infolge der Hilferufe des Vaters des Caplans. Um in die Wohnung zu gelangen, hatte der Raubmörder einen Brief an den Caplan abgegeben, wofür er eine Bescheinigung verlangte. Die überfallene Schwester des Caplans ist schwer verletzt, lebt aber noch. * Bamberg, 26. Mai. Ueber das Falliffement Heßlein schreibt die hiesige „Allg. Ztg." in theilweiser Berichtigung anderer Meldungen, daß die Aufnahme der Depots noch nicht beendet ist und noch einige Tage in Anspruch nehmen wird, worauf mit der Ausnahme der Baarbestande begonnen wird. Heber die Größe des Mankos bei den einzelnen Depots sind genaue Angaben noch nicht zu machen, da das Gericht die Bücher beschlagnahmt hat und man erst durch Vergleichung den fehlenden Betrag constatiren kann. DaS Durcheinander soll unerhört fein; sraglich, ob die anfängliche Schätzung von zwei Millionen nicht noch zu niedrig gegriffen ist. Sogar Depots vckn sehr bedürftigen Leuten, die ihre einzigen Erspar■ nisse für das Alter dort hinterlegt haben. Von überall melden sich jetzt die Einleger von Depots und fragen, ob diese in Ordnung sind. Selten fällt die Antwort befriedigend aus. — Hiernach scheinen die. Depot-Unterschlagungen noch umfangreicher zu sein, als ursprünglich mitgetheilt wurde. * Nimburg (Böhmen), 1. Juni. Von den an dem Distanzmarsch Berlin-Wien Betheiligten sind die ersten Fünf über eine Strecke vom 5 Km. zerstreut. Die Spitze hat ein Vegetarianer, welcher wieder wohlauf ist, dann folgen der Ingenieur von Wien und der Naturmensch. Fast alle leiden an aufgeriebenen Füßen. Seit heute befinden sich die Distanzläufer im böhmischen Gebiete und sind Befürchtungen dieserhalb nicht unbegründet. Einem derselben wurde in Weihwasser der Hut vom Kopfe geschlagen; in einzelnen Dörfern wurden dieselben mit Steinen beworfen. Die zurückgelegte Strecke beträgt bereits 321 Kilometer. Scliiffsnach richten. (Mitgetheilt durch den Agenten be8 Norddeutschen LloydeS, Herrn Carl Loos in Gießen.) Bremen, 1. Juni. Der Schnelldampfer Havel, Capitän Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. Mai von Bremen und am 24. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. _____ — Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 31. Mat wohlbehalten in Newyork angekommen. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen. 21. Woche. Vom 21. Mai bi« 27. Mai 1893. Einwohnerzahl: angenommm zu 21100 (incl. 1600 Mann MUitär). SterblichkettSztffer: 46,82 °/«>bezw. 36,96 nach AuSschl. der Ortsfremden. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Diphtherie 5 (2) 1. Lebensjahr: 2 (1) 2.—15. Jahr: 3 (1) Lungenschwindsucht 3 3 — — Tuberkulose d.Gehtrns und seiner Häute 1 (l) — — 1 (1) Entzündl. Erkrankungen d. Athmungsorgane 1 1 — — Apoplexie 1 1 — — Darmcatarrh 1 — 1 — LebensschwSche 1 — 1 —- Altersschwäche 1 1 — — Andere bekannte Krankheiten 5 (1) 4 (1) 1 — Summa: 19 (4) 10 (1) 5 (1) 4 (2) A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der TodeSsälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. kirchliche Anzeige« der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst 1. Sonntag nach Trinitatis, den 4. Juni: In der Stadtkirche: Vormittags 9'/, Uhr: Professor Reischle Nachmittags 21/e Uhr: Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirttn au8 der MarkuSgemeinde- Pfarrverwalter Dr. Grein- In der Friedhofscapelle: Vormittags 8'/r Uhr: FrühgotteSdtenst. Pfarrverwalter Dr. Grein. Nachmittags 2‘/i Uhr: Gottesdienst mit Christenlehre für die Reuconfirmirten aus der LucaSgemetnde. Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. Sonntag den 4. Juni, 2. Sonntag nach Pfingsten: SamStag: Nachmittags um 4Vi Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/» Uhr erste hl. Meffe; um 7‘/t Ubr AuStheilung der hl. Kommunion; um 81/? Uhr zweite hl. Messe; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Andacht mit Segen. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 3. Juni: Vorabend 7» Uhr, Morgen« 8*> Uhr, Nachmittags 4°° Uhr, Sabbathausgang 915 Uhr. Citeratur rrnd Annst. — Dem Starnberger See ist ein reich illustrirter Aufsatz gewidmet, den daS neueste Heft von ,g«r guten Stunde" (Berlin W. 57, Deutsches VcrlagShauS Bong & Co.) veröffentlicht. Mit liebenSwürdigcm Humor und feinsinniger Naturbeobachtung schildert der bekannte Münchener Schriftsteller R. von Seydlitz die Schönheiten des den Münch«nern so vertraut gewordenen Sees, und St. Grocholski gibt in einer Anzahl von höchst effectvollen BUdern die Hauptreize und Stationspunkte der Gegend wieder. Die Aussicht von der RottmannShöhe, Ankunft des Dampfers „Luitpold" in Leoni, das König Ludwigs-Denkmal, Hotel Strauch in Feldafing usw. sind virtuos ausgesührte Bilder, die das größte Lob verdienen. Gleich meisterhaft sind die anderen JllustrationSschätze, die daS Heft enthält. Eine besondere Zierde ist die Jllustrirte Klassiker-Bibliothek, die UhlandS Gedichte und Dramen publicirt. Preis deS HefteS 40 Psg. Eingesandt. Wir erhielten nachstehende Zuschrift: Großen-Buseck, den 2. Juni 1893. Ich ersuche Sie um gefällige Aufnahme nachstehender Erklärung in Ihrem geschätzten Blatte. Herr Rechtsanwalt Dr. Jung bezeichnete in seiner freisinnigen Wahlrede zu Großen Buseck den Bund der Landwirthe als eine von Grasen und Baronen aus dem Osten bet Champagner gemachte Gründung zum Zweck der Bauernfängerei; er nannte den Bund einen Schwindel, welcher wohl nicht von langer Dauer sein werde. Nach Beendigung der Rede des Herrn Rechtsanwaltes erwiderte ich, daß wir süddeutschen Landwirthe zwar nicht allen Punkten der Tioolirefolution betgestimmt haben, daß jedoch die tausende von süddeutschen Landwirthe«, die dem Bunde beigetrete« seien, wohl schwerlich nur Schwindel von «khampaauer trinkenden «rasen und Baronen mitmache« würden. Der Entstellung dieser Worte durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Jung, rote sie in Ihrem geschätzten Blatte unter Groben - Buseck den 31. Mat wiedergegeben sind, bin ich schon in der WShlervelsammlung sofort energisch entgegen getreten, doch scheint eS dem Herrn Verfasser deS betreffenden Artikels nicht gepaßt zu haben, dies zu bemerken. Aus wessen Seite der Beifall war, werden die Herren nach den Wahlen erkennen. P. Pass avant. Mivalbedarf in Kerren- und Knaöen-Sloffen Cheviots, Kammgarn, Tuche und Buxkin ä Mk. 1.75 Pfg. per Meter 1281 versendet in einzelnen Metern an Jedermann daS Buxkin-Fabrik. Däp'.t Oettinger & Co., Frankfurt a. M. Muster in reichster Auswahl berettwilligst franco ins Haus.sS Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 2. Juni, Mittags zwischen,11 und 12 Uhr: Wasser 13, Lust 15 Grad. RÜbsamen'sche Badeanstalt. Bekanntmachung, betreffend die Verwerthung der Grasnutzung im Gießener Stadtwald pro 1893. Die diesjährige Grasnutzung von den Blöfen und Schneisen, des Gießener Stadtwaldes soll Dienstag den 6. d. M., Vormittags 11 Uhr, im Saale des alten Rath- Hauses versteigert werden. Gießen, den 1. Juni 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. [4991 Versteigerung 1. schöner Kassenschrank lange Wirthstische rc. rc, Gerichtsvollzieher. 4963 [4935 I. A-: LouiS Rotheuberger, Taxator. I. 92 Cto. IIa 26. vom Nr. 10 X. 92 „ 26. welche Ieikgeöotmes 4859 Gebrüder Ziegler, Minden in Wests. 30. III. 92 9. VII. 92 27. VIII. 92 Ila Ila Ila Ila 4 6 7 9 1) B 3) 4) 5) Großh. Amtsgericht. Gebhardt. von 10 Pfg. an, „ 20 , , Arbeitsvergebung. Der Turnverein beabsichtigt bei Montag den 5. Juni, Nachmittags von 2 Uhr an, ; Glanztapeten , 80 , w I in den schönsten neuesten Mustern. I Musterkarien überallhin franco. [861 Sopha, Stühle ovale, runde und längt Tische. Commoden, 8 vor« zügliche Betten mit Sprungfederund dreitheil fast neuer Roßhaar, rnatratze, gute Federbetten, ovale und längliche Spiegel, 1 Pendule, 2 Uhren, Kleiderschränke. 2 Küchenschränke mit Glasaufsatz, Teppiche, Bütten, Nippsachen, Haushaltungsgegenstänbe rc-, ferner: neuer amerikanischer Oien. Nr. Nr. Nr. Nr. Täglich frisch in nur bester Qualität Caffee- und Theegebäck, Torten rc., sowie Gefrorenes in verschiedenen Sorten bekannter Güte stets vorräthig.[4413 Aufgebotsverfahren. Der Inhaber der fünf Lagerscheine Großh. Hauptsteueramts Gießen, nämlich: hat in dem Termin Freitag den 14. Juli I. I, Bormittags 9 Uhr, seine Rechte anzumelden und die _ Lagerscheine vorzulegen bei Vermei- Naturelltapeten duna der Krastloserklärung derselben.' Soldtapeteu Gießen, 26. Mai 1893. für Rettung von Trunksucht! 7 versend. Anweis, nach 17jähr. appro- I* birter Methode zur sofort, rablcalen ■ Beseitigung, mit, auch ohne Vorwissen K zu vollziehen, feine Berufs- fiörung, unt. Garantie. "MU Briefen sind 50 4 in Briefmarken beizuf Man adr.: .Privat-Anstalt Villa Christina bei Säoklnflen. Baden "____________[4916 4933] Sartoffcl« sind zu verkaufen. Neustadt 50 dem Fabrikanten August Ackermann zu Gießen nach glaubhafter Angabe eigenthümlich gehört haben und abhanden gekommen find, 2. mehrere Wecker und Wanduhren, - 8 Betten und anderes Möbel. Versteigerung ad 1 findet bestimmt statt. Born, SamStagden8. Juni d. I., Nach- mittags 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz werden auS dem Nachlaß ber Frau Jug- Nr. M dahier gegen Baarzahlung: bard Wwe., Die,strafte (Kleinkinder 2 EophaS, 4 Nachtschränkchen, schule), nachbenannte Mobilien Der 1 Kletderschrank, 1 geschnitztes steigert: Büchergestell, 1 Schreibpult, 1 Tisch, \ 1 Commode, 1 Spiegel, 1 neue 1 Reisetasche und 1 neuen Küchen- fchrank mit GlaSaufsatz, sowie zwei, seiner Turnhalle einen Gerätheschup- pen zu errichten und sollen die Arbeiten vergeben werden. Reflectanten j können Pläne, Kostenvoranschlag und Uotflor Bedingungen bei unferm 1. Sprecher, IslIIIIIIIIIl Ul HulUul . Herrn W. Herbert, Marktplatz,j einsehen und find bei demselben auch Angebote bis zum 10. Juni er. einzureichen. [4970 Der Vorstand des Turnvereins Gießen. RfclZ-WKi für je 3 Mark liefern wir frei i«S HauS r Wiener Ex-ort #/i ober ”/2 Flaschen- Böhmisch Export u/i ober «/, Flaschen. Franziskaner (dunkel) (2314 uk ober w/a Flaschen. Pilsener 20 i/,-Liter-Flaschen. Gebr. Röhrle, Meßen. ersuchen Sie gefl. Schusters Caffee. Verkaufsstelle Gießen: Hch. Wallach, Markt 8 Lohnenbe Verkaufsstellen werben foltben HSnblem an allen Orten übertragen. 1246 M. Schuster, Bonn, Damps-Kaffee-Brennkrei, gegr. 1857. Emser Silber-Gartenkies liefern in großen und kleinen O^uantttäten ___ Jean Dern & Cie. 4435] Baumalerialienhandlung. Carbolineum bestes Holzerhaltungsmittel [2796 Gustav Walter, Mäusburo 13. Alle Artikel für die einfache und feinere Küche lind bei mir in gediegenster Waare zu billigstem Preise vorräthig. 1874 Emil Fischbach. Wähler! 4980 Vermischte Anzeigen. 4881 ] Ein Kindermädchen tagsüber Neuenweg M. gesucht. 4805 Exped. d. Dl. 4926 Handlungen [16 UM für 4983 Danksagung lieben Xtl Vt zahlreichen Blumenspenden und trostreichen Sergeant und Regiment-schneider Gouter und Familie. Briefpapier Couverts Trauerhause (Grünbergerstraße 47) au- statt. [4984 Rfbection; BL Schevda. — Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) ta Gieße«. besonders für die Worte des Herrn bdieftenb Nachdem irlauenseuche und Gkmarfi Nmdvich, S murfung Sam geschlachtet wer Acht von Händlern Lhim, welch, werden, beda -ürgemeiker Sießen Heute Freitag den 2. Juni: Atter-Herrenabend. Z ':'¥*** 11 Thealerdirection Leite, Dillenburg. recht zahlreiche Betheiligung. Bezüglich des Krämermarkte» bemerken wir noch, daß die Stünde die betreffenden Gewerbtreibenden Morgens 9 Uhr verloost werden. Lountag den 4. Juni: Familienausflug. Versammlung um 3 Uhr am Schiffen- bergerweg (Bahnübergang). [4998 Der Vorstand. sm. $k! zonstr (Somi **« Mit W nsth (mb bi von gnintm dürrem zum xomamalwail Abgabe von Snttni der Sie beaustra, üngehdrigen Erwirkung vi särftereien in Schauspieler erhalten sofort Stellung. Hausbursche von 17—18 Jahren gesucht. 4985]Marktplatz 17. Brtil'scle Onictera (Fr. Ohr. PleUeh) 7. SchuJetraeee 7. Aufforderung. Kein «Ittel ist bester, die schmutzige Wäsche nicht nur blendend weiß r« machen, sondern ihr auch einen an» genehmen Geruch zu der» leihen al» «iothS Leig- seife zum Kochen der Wäsche Wer die Seife einmal ge« habt hat, namentlich zur Kinderwäsche, kauft fU wegen ihrergutenWirkung und Billigkeit (per Pfund 20 Pfg), stet» wieder vnd kann nicht oft genug zu etnemDersuch aufgefordert werden. Au haben in jedem Seifengeschäft «nd gräßeren Eolonialwaaren- Sonntag* den 4. Juni spricht unser Candidat, Herr C. Meiner! aus Konradsdorf, Nachmittags 3 Uhr in Hungen im „Solmser Hofe". Nachmittags 6 Uhr in Langsdorf in dem Saale des Großherzoglichen Bürgermeisters Köhler. Abends 8 Uhr in Lieh im Saale des „Hollän- X Lahnkalk-Jndustric X Äug. Gabriel jr., Giessen. Telephonanschlüffe 84 und 88. Bahnanschluß Abendstern bei Gießen. Sommer- und Winter - Ringosenbetrieb. la. Marmor (Weih), hydraulischer (tzrauftückkalk und gemahlener Oran - Sactkalk. 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[4658 Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht. 2) Vorstandswahl. 4813] Dammstraße 39 ist der mittlere Stock per 1. Juli 1893 zu vermiethen. 3870] Ein große- schön möbl- Zimmer zu vermiethen.______Nordanlage 2, II. 4595] Ein gut möblirteS große-, deSgl. ein unmöbltrteS Zimmer in schöner Lage Iu vermiethen. Ecke der Nordanlage, iderstraße 2- Näh im mittleren Stock. Sroßer mit Wohnung von da* 5 Zimmern u. Zu- X U U L II beh. zu vermiethen. 1620] Seltersweg 87. Utber oti ' . vergär fngmeß und | "Human '*”• eiet »arte dir s "J*™ '°S- ja Ä““'" » *m ^"en i ^5 h Nindvieh- und 2chweine-Martt wird in hiesiger Gemeinde Mittwoch den 14. Juni l. I. abgehalten. Zum Abschreiben s, mtffenschafll. Arbeiten resp. Schr.iben nach 1 4975_________KirchetfRruba«. Dtctat wird eine gute Handschrift gesucht. > 4734] Ein Schreinergeselle gesucht. Offert, unter Z 25 an die Exped. d. Bl. । H Sack, große MÜHigaffe 5 4918]____________________ 3 um 1. 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