1893 Samstag den 2. December -rr. 284 Erstes Blatt. Amts- unfr Anreigeblatt für den Ureis Ziehen Hratisbeikage: Gießener Kamitienötätter. zur Förderung der Ziele des Nationaloereins anvertrautes Geld zur L« . l ... i______.t »!.**•* OUTa ««rtnnnhtp h(>HlPi 11 hfl R x )EDCL Der Atrtze*er A«,eiger trldnint täglich. g*t I ul nähme deS MontagS. Die Gießener »erden dem Anzeiger »chchentlich dreimal d «gelegt. Annahme eon Anzeigen zu der Nachmittag« für den falgeudrn Tag erfcheinenden Nummer di« «orm. 10 Uhr. Deutsche- Reich. Berlin, 29. November. Wegen der Beschränkung der Sonntagsruhe vor Weihnachten, namentlich wegen des allseitig laut werdenden Wunsches, am Heiligabend den Verkauf bis 10 Ubr Abends zu gestatten, scheint dem „Confecttonär" zufolge das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein. Auf die Eingabe von Kaufleuten aus Franksurr a. M., unterstützt durch die dortige Handelskammer, soll vom Handels« Ministerium neuerdings die Zusicherung gegeben worden sein, daß eine Regelung dieser Frage noch beabsichtigt sei. Die Angelegenheit wird wahrscheinlich im Reichstage und auch in der nächsten Sitzung der Berliner Stadtverordneten zur Sprache gebracht werden. Vierlelfthrlgn j*exxetÄtuto»t*et 2 Mark 20 Psg. ■* Bringerlohn. Durch dir Post bt*e<* 2 Mark 50 Pfg. Nedacnon, Exprdttta» und Drudtrei: -ch»lßr«t< Mr.7. Ferusprrchrr 51 Ugr Lonoacen-vureaux btf In« und Auslände« nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gießener Anzeiger Senerat-Mzeiger. Deutscher Reichstag. 9. Sitzung. Donnerstag den 30. November 1893. Die ersteBerathungdes RetchShaushaltSetats für 1894/95 n’lrb Ab^Ämmermann (Reformp.) beklagt sich über Unterdrückung des Mittelstandes durch die Handelsverträge, durch Unterstützung der Confumvereine, durch hohe Gerichtskosten, durch die Ausführung des Klebeaefetzes ufw. Und nun kommt man mit neuen S'euern, die gerade den Mittelstand treffen muffen. Man Erquickt die Borfensteuer mit einer Qutttungssteuer; beide gehören nicht zusammen. Auch die Wetnstruer trifft den Mittelstand; wir verwahren uns dagegen, daß dieselbe eine Art Luxussteuer fei. Die Tabaksteuer lehnen wir ganz entschieden ab. Hat denn die Regierung daran gedacht, waS aus den Tausenden von Tabakarbeitern werden fall, die durch die neue Steuer auf die Straße gefetzt werden müffen? Warum fall denn immer die Tabakindustrte bluten? Diese Industrie ist focialpolttifch von höchster Bedeutung, da sie immer eine große Zahl Arbeiter beschäftigen wird. Was wurden die Großindustrttllen sagen, wenn eine Steuer auf Maschinen vorge chlagen würde? Man treibe durch die neue Steuer die Arbeiter, die kleinen Fabrikanten und Händler der Socialdemokratie in die Arme. Die Börse muß ganz anders herangezogen werden. Wir werden bei der Berathung des neuen Börsensteuerentwurfs selbst ein ^^ienfteuergesetz vorlegen. Auch progressive Retchseinkommensteuer und .Erbschaftssteuer.sind durchführbar; man muß nur wollen — wo ein Wille, ist auch ein Weg. Von einer Dcrmögensconfiscatton kann gar keine Rede fein, eg würde nur ein allzu rasches Anwachsen von strotzen Vermögen verhindert. Der Börse gegenüber haben wir keine Ursache, rührselig iu fein; wir sollen lieber Rücksicht nehmen auf Tausende unserer riothleidenden Mitbürger. Auffällig ist, d°ß die Soc ° demokraten die Börsensteuer perhorresciren. Der Umstand, daß Bebel s. Z. ihm um die bürgerliche Gesellschaft zu schrecken. DaS Prim>p des Anarchismus ist das Grundprinclp der heutigen bürgerlichen Gefe^ schaff Der frühere Minister v. Puttkamer hat felbst erklärt, daß ihm ein Anarchist lieber sei alS ein Socialist. Redner wendet sich dann gegen die Forderung der Doppelwährung und tritt für eine Reichs-Einkommensteuer ein. Nur durch eine solche sei es mo>glich, die Last auf die leistungsfähigen Schultern zu wälzen. Uebergehmv zum Etat bekämpft Redner das System des Militarismus und empfiehlt das Mtlizsystem- Socialdemokratische Propaganda> br«iche in den Kasernen nicht gemacht zu werden, denn der soc aldemokratische Geist komme mit den Rekruten hinein, wie 1848 bte Rekruten dm bürgerlich - demokratischen Geist mitbrachttn. In Pfützen erdrossel der Mililärstaat den Jntelligmzstaat. Für Lehrkräfte fehlt es «r Mitteln, für Kasernen sind Millionen da. Aehnltche Verhältnisse wie bei uns gab es vor 100 Jahren in einem Nachbarlande da er- klärten auch die Leistungsfähigen, kcme Steuern zu zahlm, fie wälzten sie ab auf die große unbemittelte Masse, bis die große Revolution kam. In Preußen macht man jetzt in kurzsichtigster und Gmdarmen gegen die Socialdemokratic mobil; d. h. die Spring- fluth bekämpfen zu wollen, indem man das Meer mit Eimern auszu- schöpfen "versucht Der socialdemokratische Bacillus durchfitzt alle Schichten der Bevölkerung. Frankreich kann auf'aflnn&3 ?baben nicht daran denken. Krieg zu fuhren. Und Rußland? Wir Haven aus zuverlässiger Quelle erfahren, daß das neue, mit fo großem Kostenaufwande eingefübrte russische kleinkalibrige Gewehr total unbrauchbar ist, eine Folge der in Rußland herrschenden Eorruption Man möge sich nicht gegen den Willen des Volkes^vergehen, sonst werden die Regierungen, wenn sie nicht lernen, fühlen. Vicepräsident Frhr. v. Buol ruft nach Einsich des fteno graphischen Berichts Zimmermann wegen dessen Schlußworte zur OrbnÄ8faniIn dem Text ist ein Anfang, auf den sofort das Ende folgt ohne jedes Mittelstück. Wir finden gar nicht Zett, uns für eine der beiden Hauptpersonen erwärmen zu können. Wir sehen nie etwas von dem, was geschieht, wir hören nur davon, . selbst das sehr ungenau. , e Eine sinfonische Dichtung, eine Musik, der eine Text« I erklärung zur Seite geht, eröffnet uns die Grunde von Annas Lenillston. /rankfurttr Lhkäterdrief. .(DriHmUcriAt lür den ..®'«6‘n«^W-arbotai ) Die Willi», Oper von Giacomo Puccini. Dr. M. Die Musik der Italiener steht zur Zeit wieder dttmasteu lm Vordergründe des Interesses, dast alles, was diesen Ursprung athmet, von vornherein auf erhöhte Theri. nähme rechnen dars. Mascagni har stir eine ganze Schaar von Landsleuten die Bahn gebrochen, nicht nur für solche, die auf ihn folgten, meistens angeregt durch sein Beispiel, sondern auck für diejenigen, die ihm zeitlich vorausgegangen sind, aber irgend welche formalen Berührungspunkte mit ihm ^bC Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte man eS allerorten vernehmen, gesprochen und geschrieben , daß die Musik der italienischen Oper tobt und begraben sn und daß Componisten wie Donizetti und Bellini mit ihren Werken auf dem Aussterbeetat ständen. Sogar an den vielseitigsten und phantastevollsten Tondichter romanischer Schule, an den trotz seiner Jahre noch schaffensfrischen Giuseppe Verdi trat die Kritik zersetzend heran. Es war dies die notwendige Folge des glorreichen und definitiven Steges, den das deutsche musikalische Drama über alle mit äußeren Mitteln arbeitenden Effectopern davongetragen hatte. 3n seiner gerechten Begeisterung für diese Triumphe heimischer Kunst und Art wurde man einseitig. Da kam der fabelhafte Erfolg der „Caaalleria". Und es war wirklich seltsam anzusehen, wie nun dte Bewegung wieder rückwärts fluthete. Man stellte nebeneinander, man verglich, und das Resultat waren Schlagworte, wie: das ist ursprüngliche Lebenswahrheit, das ist gesunde, frisch quellende Melodie, keine gesungene Philosophie Man bedachte im ersten Feuereifer gar nicht, daß der sogenannte Verismus MaScagnis — wo in Kunst und Wissenschaft nämlich etwas Neues austaucht, stellt sich auch sogleich ein Wort auf —ismuS dafür ein, leider! — doch Dur, im Vergleich zu dem Riesen von Bayreuth, ein eng- tegrenztes Gebiet umfaßt. Nach Mascagni lernten wir Giordano Leoncavallo und Tasca kennen, die alle drei der gleichen EntwickelungSlinie «ngehören. MrLung d°r° enÄw.n 31-U b.mdP, HM schon früher die heutigen Begriffe vom Eigenihum hatte. Sehr zu erwägen ist eine Dioidendensteuer. Man solle das Anfawm.ln großer Actiencapitalien erschweren. Der von Rickert fleftern ^"gegriffene Antisemitismus ist eine große Culturbewegung. Wir leben nicht in einem christlichen, sondern in einem Rechtsstaate, in dem die Juden Vorrechte haben, in einem Gemeinwesen, das dem Judenstaa e zu- strebt. Die Regierung solle einmal mit der Schärfe, mit der sie jetzt gegen die Landwirthe vorgeht, gegen die Börfe und die Juden vorgehen. Das Deutsche Reich sollte überall den deutschen Namen schützen. Statt dessen sehen wir die Verfolgung der Deutschen in den russischen Ostseeprovinzen, die Unterdrückung der Deutschen in Oesterreich. Da müßte deutscherseits ein moralischer Druck ausgeübt werden. Bebel hat vollkommen Recht: diese Steuerreform wirkt revolutionär und deshalb bekämpfen wir sie. Das Miß rauen n der Bevölkerung wird anwachsen zu einer Sturmfluth, die bis zu den Ministerfesseln reicht. Man wird fragen: Wie ist eS möglich, daß der Wortbruch geheiligt werde, daß die Militäroorlage durch falsche Versprechungen erschlichen wurde? Aba Liebknecht (Soc.) wendet sich gegen den Antifirnitismus. In Frankreich ist der Antisemitismus in dem Schmutze des Panama- krachS untergegangen und in Amerika hat derAntisemitismus keinen Boden gefunden. Mit all den kleinlichen Mitteln, mit denen die Antisemiten pfuschen, werden die Hebel nicht geheilt, wird der Mittelstand nicht erhalten. Die den Bauern in England auf- ftunen und die den Farmer in Amerika vernichten, find christliche Germanen, die Sonntag« zweimal in die Kirche gehen. (3ur Rechten: Sie können sich nur durch unerfüllbare Besprechungen halten. Aber man beginnt schon einzufehen, daß Sie nichts vermögen - das haben noch die letzten Landtagswablen bewiesen. Es liegen zahlreiche Anzeichen dafür vor, daß die Spielfiuche weitere Kreise umfaßt, als der hannoversche Proceß zu Tage Orderte. Alle Erlasse dagegen nutzen nichts, wie ja auch der woblgemeinte Erlaß des Prinzen Georg von Sachsen gegen Soldatenmißhandlungen den Mißhandlungen kein Ziel gesetzt hat. Der neue KnessmMtstcr v - kennt seine Stellung; der Reichstag ist nicht ihm, sondern er ip dem Reichstag verantwortlich. Wenn der Reichstag es beschließt, hör der ganze Militarismus auf. Ich protestire dagegen, daß der preußische Kriegsminister verachtungsvoll von dem Ä^^ag gesprochen hat. (Vtcepräfident v. Buol: Der Krfigsminister hat nicht verachtungsvoll vom Reichstage gesprochen; ich rufe den Redner tur Ordnung.) Dr. v. Frege machte eine Andeutung, daß wir die letzten Attentatsversuche von uns abwälzen sollten. Wir haben gar keine Veranlassung dazu. Es handelt sich um ganz gemeine Verbrechen, von denen wir nichts haben und die uns nur rugeschoben werden, um eine Handhabe zu unserer Verfolgung zu erlangen. In dem Lande, wo die Socialdemokratie am stärksten ist, in Deutschland, ist noch fein anarchistisches Attentat vorgekommen. Wohl aber benutzt die Polizei häufig Anarchisten für ihre Zwecke so stand Ravacheu in Frankreich in Diensten der Polizei, die ihn benützte, Tod. Robert hat sie vergessen und verlassen um einer „Carmen" willen, die er im goldenen Mainz fand. Auf die innere seelische Entwickelung des treulosen Liebhabers fallt kein Licht. Als er zuerst vor uns erscheint, sehen wir tyn treuherzigen Abschied von seinem Mädchen nehmend, ganz im Stile des Weber'schen Max — und als er dann wiederkehrt, ist er ein gebrochener, bußfertiger Sünder, der halb und halb die Willis herbeisehnt. Alles, was zwischen diesen Polen liegt, erfahren wir nur höchst skizzenhaft. Anna, die Braut, hat in der Oper keine andere Auf- gäbe zu erfüllen, als ein melancholisches Abschiedslied an- Robert zu singen, auf der Todtenbahre zu liegen und endlich als „Willis" den Treulosen nachzuziehen. Der Vater AnnaS, „Wilhelm Wuls", klagt über dm vorzeitigen Tod der geliebten Tochter und flucht dem Der- räther - was, da diese Oper ihren Personen keinen Spielraum zur Entfaltung gibt und andererseits das Textbuch von dramatischer Concentration nichts weiß, auch monoton aussällt. Eine wirklich dankbare Rolle spielt einzig der Chor, der sichtbare und noch mehr der umsichtbare der „Willis , welcher die eigentliche, traumhafte Atmosphäre des Ganzen Herstellen muß. Dem Decorationsmaler gibt die Oper auch zu thun. Di- anfangs in FrühiingSpracht, dann in weitzem Schn«, kleide daliegende Schwarzwaldlandschaft macht sich sehr stimmungsvoll. Die schwermüthige Partie der „Anna" singt Fraulein Schacko, Herr Rav al hat den treulosen „Robert wiederzugeben und Herr Rawiasky muß versuchen, aus dem alten Vater Wilhelm eine sympathische Erscheinung zu machen. „Die Willis" fügen sich sehr gut dem Spi^plane ein: man kann sie in Gesellschaft von Einactern und Ballet- Divertiffements geben. Am Montag standen sie zusammen mit dem liebenswürdigen, auch auf Dilettantenbühnen hinreichend bekannten Genrebild „Kurmärker und Picarde , ausgeführt durch Fräulein von Legrenzi und Herrn A. Müller. Balletscenen bildeten den Schluß. Schonung des Mittelstandes sind wir so wett gegangen, als es möglich war; aber wir können keine Steuern schaffen, die den Msttelstand gar nicht berühren. Gefallen dem Herrn Abgeordneten die Steuer- vorschlgge der Reaierung nicht, so ist es ihm unbenommen, neue Vorschläge zu machen. Abg. Dr. Förster (Reformp.) verthetdigt den Antisemitismus gegen Abgg. Liebknecht und Rickert. Wir treten für die agrarischen Forderungen ein, obgleich wir weit darüber hinausgehen und ein selbstständiges großes socialpoltttsches Programm haben. Persönlich bemerkt Abg. Zimmermann, daß ihn der Reichskanzler nicht verstanden habe und daß der Reichskanzler vom Antisemitismus nichts verstehe. Er könne nur wiederholen, daß das Votum deS Reichstags für die Mtlitärvorlage erschlichen fei. Präsident o. Levetzow ruft den Abg. Zimmermann nochmals zur Ordnung. Abg. Bebel (Soc.): Zimmermann hat keinen Anlaß, mir einen Vorwurf über die Verwendung der Gelder de8 Nattonalvereins zu machen; wenn mir über die Verwendung von Geldern Gleiches nachgesagt würde, wie dem Abg. Zimmermann im „Sächs. Vaterland", würde ich mich allerdings schämen.^ & Abg. Zimmermann: Ich kenne den Angriff deS Verleumderblattes nicht. Die Debatte wird geschlossen und der Etat in seinen Haupt» thetlen der Budgetcommission überwiesen^'U Morgen: Erste event. zweite Berathung des Antrags betreffend Wiederzulaffung der Jesuiten. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Hannover, 30. November. Der Kaiser und die Kaiserin trafen um 4 Uhr Nachmittags hier ein und begaben sich im offenen vierspännigen Wagen nach dem Schlöffe. Auf dem ganzen Wege vom Bahnhofe bis zum Schlosse bildete eine dicht gedrängte Menschenmenge Spalier, von der das Kaiserpaar mit lebhaften Zurufen begrüßt wurde. Paris, 30. November. Der CassationShof beschloß, die Angelegenheit von Atgues MorteS vor das Schwurgericht in Angoulöme zu verweisen, da, wie die Blätter an» geben, von den Geschworenen in NimeS Mangel an Unbefangenheit befürchtet werde. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 30. November. Unter dem Vorsitze Hammachers ist heute Nachmittag eine Llgliederige Commission zur Prüfung der Handelsverträge mit Spanien, Serbien und Rumänien zusammengetreten. Von Regierungsvertretern waren v. Bötticher, Marschall und Berlepsch anwesend. Nach Erledigung einiger Punkte allgemeiner Natur wurde die Regierung über die Gründe interpellirt, welche zu Zugeständnissen gegenüber Spanien hinsichtlich der Roggeneinfuhr und der Verschnittweine geführt haben. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob es zweckmäßig sei, bei Ländern mit schwankender Valuta Zölle auf mehrere Jahre zu binden. Nächste Sitzung morgen. Berlin, 30. November. Der Seniorenconvent des Reichstages hat entschieden, zuerst die einzelnen Finanz- gesetzt, dann das Gesetz über die Neuerung des Finanzwesen« im Reichstage zu bcralhen. Die zweite Lesung des Jesuitenantrages soll morgen statlfinden. Berlin, 30. November. Dem Reichstage ist ein social» demokratischer Antrag auf Aufhebung des Impfzwanges zugegangen. Berlin, 30. November. Der Seniorenconvent des Reichstages hat der antisemitischen Reformpartei Anspruch aus Vertretung in der Commission zuerkannt, weil dieselbe durch den Anschluß von Sigl und einem Bauern- bündler die erforderliche Größe von 15 Mann erreicht hat. St. Etienne, 30. November. Hier wurde eine Dynamitniederlage mit 500 Kilo Dynamit in die Luft gesprengt. Der Wächter wurde getödtet. Arras, 30. November. Die Polizei fand hier ein großes Quantum Dynamit und Stoffe, um Dynamit zu bereiten. Bei einem Grubenarbeiter wurden acht Dynamitpatronen, 13 Zünder und 200 Meter Lunte gefunden. London, 30. November. In Schottland feiern 30,000 Bergleute, 12,000 haben die Arbeit mit Lohnerhöhung wieder aufgenommen. CocaUs ttttb provinzielle». Gießen, den 1. December 1893. *♦ Die gestrigen Eiuweihnugsfeierlichkeiten sind aufs Schönste verlaufen, sowohl in Bezug auf die vorgesehenen Gesammt-Deranstaltungen wie im Einzelnen, so daß der Tag noch lange in der Erinnerung unserer Einwohnerschaft bleiben wird. Wiederholt konnte man Ausdrücke der Anerkennung über die Ausschmückung der Straßen hören und auch wir wiederholen gern die Versicherung, daß Gießen verhältniß- mäßig Großartiges im Schmücken der Häuser und Straßen zeigte. — Zu unserer großen Freude können wir den Lesern die Mittheilung machen, daß Se. Kgl. Hoheit der Groß- Herzog Herrn Provinzial-Director Freiherrn v. G a g e r n noch gestern Abend telegraphisch seine hohe Befriedigung über die gestrige Feier ausdrücken ließ. — Zu den Berichten in unserer gestrigen Fe st nummer, welche allerseits Anklang gefunden, sei noch nachgetragen, daß Se. Kgl. Hoheit der Großherzog bei dem Diner durch eine sinnige Deputat ion überrascht wurde. Dieselbe bestand nämlich aus acht jungen Mädchen in der Tracht deS sog. Hüttenberger Grundes und der Rabenau. Jedes by: Mädchen trug zwei Verse eines hübschen Gedichtes vor. Die Namen der jungen Mädchen sind: Christine Wagner und Katharine Eben aus Lang-GönS, Christine MengeS und Christine Faber aus Großen-Linden, Sophie Dern und Christine Waldschmidt auS Leihgestern, Elisabethe Benner und Anna Katharina Will auS Treis a. d. Lda. — Nach Darbringung ihrer Ovation, welche zum Theil auch in dem landesüblichen Knix bestand, wurden die Mädchen von Sr. Kgl. Hoheit, welcher über diese Ueberraschung sehr erfreut war, mit Confituren beschenkt. DaS Arrangement dieser Deputation dürfen wir wohl Frau Baronin v. Gagern zuschreiben. Als ein edler Zug unseres Sroßherzogs sei den Lesern »och mitgetheilt, daß Se. Kgl. Hoheit vor der Abreise, trotz der Kürze der Zeit es sich nicht nehmen ließ, an der alten Klinik vorzufahren und dem im Manöver verunglückten Lieutenant des Großh. ArtilleriecorpS, v. Zangen, einen Besuch abzustatten. — Bor der Abreise verabschiedete sich Se. Kgl. Hoheit am^Bahnhofe noch von den Damen derjenigen Familien, in denen er während seiner Studienzeit verkehrt hatte. -1. Festversamulluug. Aus Anlaß der Anwesenheit Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs, sowie der Etnweihung der Johanneskirche fand gestern Abend in „Steins Saalbau", welcher fast bis aus den letzten Platz gefüllt war, eine Feftversammlung statt. Dieselbe wurde durch Herrn Pfarrer I)r. Naumann mit Worten der Begrüßung an die zahlreich Erschienenen eröffnet, hierbei erwähnend, daß nicht nur sämmtliche Pfarrer Gießens, sondern auch der Sirchen- vorstand, die Gemeindevertreter, wie deren Glieder in großer Zahl anwesend seien. Redner begrüßte auch insbesondere die Handwerksmeister, Parliere, Gehülfen u. s. w., welche an dem Bau der JohanneSkirche thärig gewesen, sowie den Baumeister und den Bauführer, die denselben in dem verhältniß- mäßig kurzen Zeitraum von zwei Jahren in solch' herrlicher Weise zu Stande gebracht, und dankte ferner Allen, die Herzen und Hände geregt, um den Kirchenbau zu fördern. — Hierauf ergriff Herr Pfarrer Schlosser daS Wort, indem er eine Parallele zwischen dem Jahre 1821, wo die Stadtkirche eingeweiht wurde, und der heutigen Zeit, der Einweihung der Johanneskirche, zog. Heute wie damals ständen wir unter den Nachwirkungen einer großen nationalen Bewegung: der Befreiung vom französischen Joche. Sowohl nach den Befreiungskriegen, wie nach den großen Kämpfen von 1870/71 machte sich der Drang, Kirchen zu bauen, geltend, was auch wieder an dem Bau der Johanneskirche bewiesen werde. Sein lebhaften Widerhall findendes Hoch galt den Beschützern und Förderern der Kirche: dem Kaiser und dem Großherzog. Dem Hoch folgte die Nationalhymne. — Herr Stadtverordneter Schmal! gedachte in seiner Rede der schönen Harmonie des Geläutes der Glocken der Stadt- und der Johanneskirche, wünschend, daß die Prediger mit den Laien bis in die fernste Zeit ebenso schön mit einander harmoniren möchten, und dankt Allen, die zum Kirchenbau beigetragen, insbesondere aber dem Baumeister, Bauführer, sowie Herrn Pfarrer Dr. Naumann, durch ein auf dieselben ausgebrachtes Hoch. — Herr Pfarrer Schlosser gedenkt i der Zeit, wo er nach Gießen gekommen. Damals habe hier- selbst das Institut der Mitprediger bestanden, welches ein schönes Band zwischen Prediger und Laien gebildet habe und erwähnte, daß Herr Schmall ein solcher Milprediger sei. Es würde in Gießen gewiß nicht schwer fallen, nicht blos drei, sondern mindestens 300 Mitprediger zu gewinnen, welche den hiesigen Pfarrern namentlich bei Ausübung der kirchlichen Armenpflege, die noch einer besseren Organisation bedürfe und nicht mir die Vertheilung von Almosen bezwecke, helfend mit Wort und Thal zur Seite zu stehen hätten. Namentlich seien die Mülter und Lehrer, welchen insbesondere die Er- ziehung der Jugend zum Christenthum obliege, zum Mitpredigen gut geeignet. Der Herr Pfarrer ließ seine Rede in einem Hoch auf Mitprediger und Mitpredigerinnen ausklingen. — Herr Baumeister Grisebach-Berlin (mit Beifall begiüßt) dankt zunächst dem Kirchenvorstand dafür, daß er ihm zur Ausführung des nunmehr zur Vollendung gelangten Werkes speciell Gießener Lieferanten, Handwerksmeister, Gesellen u. s. w. empfohlen habe, mit deren Leistungen er nach jeder Richtung hin sehr zufrieden sei. Er fühle sich mit denselben auch in der Ferne eins und verleihe der Hoffnung Ausdruck, daß die Kunst, die er hierher verpflanzt, sich immer mehr und mehr entwickeln möge. Ferner dankt Redner noch dem Kirchen- Vorstand dafür, daß er ihm während der Ausführung deS Baues helfend und fördernd zur Seite gestanden habe. Sein Hoch galt dem Kirchenvorstand, welcher die erforderlichen Mittel bewilligte. — Herr Pfarrer Dr. Naumann verlieh seiner Freude noch darüber Ausdruck, daß es heute, nach kaum zwei Jahren, welche seit der Grundsteinlegung verflossen, möglich war, die Kirche einzuweihen. Die« sei nicht allein dem Baumeister, welcher den Plan dazu geliefert, sondern auch dem Kirchenvorstand, welcher die nöthigen Mittel gespendet, zu danken. Aber was wäre ein Baumeister ohne Arbeiter? Er dankte daher auch den Lieferanten, Meistern, Parlieren, Gesellen, Lehrlingen u. s. w., welche den Bau vollenden halfen, indem er erwähnt, daß namentlich in der letzten Zeit sehr flott an demselben gearbeitet wurde. Durch Handinhandgreifen von Baumeister, Bauführer, Meistern, Gesellen u. s. w. sei an der Stelle, wo sich früher ein großes Sumpfloch befunden, ein schöner Kirchenplatz und Kirche erstanden. Unglücksfälle seien erfreulicher Weise bei diesem Bau keine zu verzeichnen gewesen, selbst die Anbringung der Wetterfahne, welche mit sehr großen Schwierigkeiten verknüpft war, sei ohne jeden Unfall von Statten gegangen. Die mit großem Beifall aufgenommene Rede schloß mit einem Hoch auf alle Diejenigen, welche an der Herstellung des Baues mitgewirkt haben. — Die vorstehenden, in kurzen Zügen wiedergegebcnen Reden wurden in angenehmer Weise durch Trompeten , Gesangs -Solis, sowie Gesangs-Vorträge des „Bauer'schen Gesangvereins" ausgefüllt, welchen lebhafter Beifall gespendet wurde. Die mit großer Präcision und Exactheit zu Gehör gebrachten Vorträge gaben davon Zeugniß, was ein Verein unter einer so tüchtigen und umsichtigen Leitung, wie diejenige des Herrn Dirigenten Gör lach es ist, zu leisten vermag. Herr Pfarrer Dingcldey konnte deshalb nicht umhin, Herrn Görlach für seine außerordent- lichen Mühen, sowohl als Leiter deS Kirchengesangvereins, wie auch des Bauer'schen Gesangvereins, welch' letzterer den Abend in so angenehmer Weise durch seine herrlichen Weisen verschönert, ein Hoch auSzubringen, welches von den An- wesenden lebhaft erwidert wurde. — Gegen x/,12 Uhr fand die alle Theilnehmer in hohem Maße befriedigende Fest- Versammlung ihren Abschluß. Soncerl Epengel Heermann. Durch daS gestrige Inserat wissen unsere Leser bereits, daß Herr Professor Barth plötzlich erkrankt ist und Herr Professor Heermann auS Frankfurt in liebenswürdigster Bereitwilligkeit für jenen eingesprungen ist. So sehr wir nun auch bedauern, auf Herrn Barth verzichten zu müssen, so ist doch der künstlerische Ersatz ein so vollkommener, daß wir unS diesen Tausch wohl gefallen lassen können. Herr Professor Heermann hat wiederholt hier gespielt und wird unS ein Jeder, der ihn gehört hat, beistimmen, wenn wir diesen Künstler alS einen Geiger aller- ersten Ranges bezeichnen, der, zumal in der Kammermusik, auf höchster Stufe steht. Im Anschlüsse hieran dürfte el nicht uninteressant sein, über Herrn Spengel einen an» den letzten Tagen flammenden Bericht des Kritikers Pfohl zu lesen, welcher unS von Neuem bestätigt, daß der betreffende Künstler einer der berufensten Interpreten BrahmS ist. Pfohl schreibt: „DaS wundervolle Werk (BrahmS Quintett F.-moll) hatte m Herrn Spengel einen ausgezeichneten Führer gefunden, der den ungewöhnlich schwierigen Clavierpan character- voll und im großen Stile erfaßt hatte und damit den Geist des Kunstwerkes in feiner reichen Fülle und Tiefe dem Hörer offenbar machen lteß." — Ein solches Unheil kann die Kritik nur fällen, wenn die Leistung eine wirklich großartige war, wir stehen daher nicht an, von Neuem den Be- such des ConcerteS am kommenden Sonntag warm zu empfehlen. *• Berzrichuiß der Sitzungen deS Schwurgericht» der Privinz Oberhesseu pro 4. Quartal 1893: 1. Montag den 4. December, Vormittags 91/, Uhr: Anklage gegen Adam Rohn von Hainbach wegen TodtschlagS- Versuchs und Bedrohung. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Schilling»Tr. Venheidiger: Rechtsanwalt Dr. Fuhr. 2. Dienstag den 5. December, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Friedrich Lott UI. von Mittel-Gründau wegen Verbrechen im Amt. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt C le m cn t. Verthetdiger: Rechtsanwalt Kro f t. 3. Mittwoch den 6. December, Vormittag» 9 Uhr: Anklage gegen Georg Dietrich von Freiensteinau wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Schill ing-Tr. Venheidiger: Rechtsanwalt Wei big. 4. Donnerstag den 7. December, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Christian Kalbfleisch und Georg Friedrich Lenz Ehefrau von Ober Schmitten wegen Meineid und Anstiftung dazu. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Clement. verthetdiger: Rechtsanwälte Dr. Schwarz un5 Dr. G utfleisch. * * Schmückung der Stadt. Wie wir vernehmen, ist beab- sichtigt, die städtischen Gebäude, die Ehrenpforte u. s. w. über Sonntag in ihrem Festschmucke zu belassen. Da ohne Zweifel am morgigen Sonntag deßhalb die Stadt stark von Auswärtigen besucht wird, so dürfte eS im Interesse der Einwohnerschaft liegen, auch die Decoration der Häuser über Sonntag noch zu belassen. Die vielen Bewohner der Umgegend, die ihre Berufspflichten abhielten, gestern nach Gießen zu kommen, werden der Stadt und ihren Bewohnern sicher ihre Anerkennung dafür zollen. * • Trotz des gewaltigen Menfchenandranges während de» gestrigen Tage« und des biß in die Nacht hinein dauernden lebhaften Verkehrs auf den Straßen sind keinerlei Unfälle zu verzeichnen- auch die Polizei hat nirgend» einzuschreiten brauchen. * * Diebstähle. Im Lause dieser Woche kamen in hiesiger Stadt verschiedene Diebstähle vor. ES wurde ein lebender Hahn, vier Kanarienvögel, ein Paar Stiefel und verschiedene Schlüssel gestohlen. Mit letzteren hat sich der Dieb gestern Mittag Eingang in ein Hau» verschafft. — In der Nacht noch haben zwei Schutzleute den Dieb in der Person eines berüchtigten JndividiumS in Heuchelheim ermittelt und dingfest gemacht. Die gestohlenen Sttefel hatte er bereits angezogen, während die Kanarienvögel sich im Keller vorfanden. ** Au» Darmstadt wird uns von unserem Correspondenten geschrieben: Am 3. December d. I. begeht der Redacteur der „N e u e n H e s s i s ch c n V o l k S b l ä t t e r", Herr Rudolf Ram speck, sein 25jährigeS Dienstjubiläum. Unter seiner umsichtigen Leitung hat daS Organ, dem er seine langen, treuen Dienste gewidmet, einen raschen Aufschwung genommen und erfreut sich in den Streifen deS lesenden Publikums allge- meiner Beliebtheit. Wer nur einigermaßen mit dem Organismus einer Zeitung vertraut ist, dem ist eS bekannt, auf welchem vorgeschobenen Posten ein gewissenhafter Redacteur hält, wie auf ihm, mag er auch als Schriftsteller zunächst weniger im Vordergründe stehen, doch die ganze Last der Verantwortung ruht. Sein Ueberblick und seine Geistesgegenwart haben sich unter oft sehr schwierigen Verhältnissen zu bewähren- sein Taktgefühl, daS schnell functioniren muh, zeigt sich nicht allein in dem, was er aufnimmt, sondern auch in dem, waS er zurückzuweisen sich genöthigt sieht. Fordert man einerseits von dem Leiter eine» Blatte», daß er enge Fühlung mit den verschiedenen Interessen und Strömungen unterhalte, so tritt andererseits auch wieder die Aufgabe an ihn heran, nicht nur der allgemeinen Stimmung zu folgen, sondern, wenn eS sein muß, im Einklänge mit seinen Grundsätzen und Ueberzeugungen, auch solche zu machen und verkehrte Anschauungen, die zum Schaden be» Gemeinwohles um sich zu greifen drohen, entschieden zu corrigieren. In allen diesen Dingen hat Herr Redacteur Ramspeck stets einen gesunden Wirklichkeitssinn, verbunden mit nobler DeukungSartSart, bewiesen. Der „CurS", welchen er den „Neuen Hessischen Volksblättern" gegeben, ist diesen zum sichtbaren Helle ausgeschlagen. In dem Jubilar, der seinen Ehrentag in rüstigster ManneSkraft feiern darf, schätzen seine Mitbürger eine liebenswürdige Persönlichkeit und einen biederen Charakter, der eS stets al» eine journalistische Ehren- ktthdach, 3 tag stattgehabte Wetter btgünftig Stfufrr aug na{ taben waren in p c'.atze unb in btn tuxdi ihn mmi{ ein. tzür blt ' verschiedenartigste buben k. nenn Montag in den ( denen Löwen" t seitens der Tanz nnd Land eine- i tonen der „hesst 'tor 60 Zähren auch bei dem b tomß ein seltene ' h dieser Herr l I; Melty Züchtete vor aä bn iichz-ll QufgCl gefolgt m Regent) Lürgerschi ’Ww wurden. :’Kwnh, «it einer S 7? unb * ±* M« Wb bti wohl .... bitt«41“, iS z»»"'" $,« H 8arbi« •*$ S.« ,ll>ahrs-ftl°l'ch I“ in Sievrn wfJ .jflgrtinM r Drmstadt wr -reidenbach ' (betfe AhiveizerS Dan« L-zinmationspap Mainz aus den lautende Leg'tim Latiner aus 3uß Mannheim wegen Diebstahl »» Sinsch» der militärischen jährigen Dienste auch der üblich in S'tgfaß fomm werden. " Waareaje wie alljährlich, a dir vor zehn wenn ihre weiter löschen. " 65 Feier von 1894 ergieb' rage, welche mch sind, an einem $ ziemlich selten tu Hinzurechnung l allein »7, bei di entfallen. tiui bet Si ® nnb fi J*» aO (3 1®"» 11.1 Ufr; ^Todtschlagz. trtritt Glotzt • bikchtSaWE -L L" 6-b.u.V"! "Nil M r Q foltbetu ^Sehärl i. ?''««< "“Wmentiufii 7 Ni« Mi»«!, m8 t|t Pjotz! ? Be! ^Qrt charactri, ®tt den GeiK ‘ öl. ÄdI k°« toMliä! J(0j, - btn tQ8 toatm ju "agS 9 Uhx. tetebau stritt (Sroßi). malt Kraf,. 9 Ufr: '\U\uw lve^ea vntnttSrch. • ^^tkntnoit nltagS 9 lll)i: UNd ®{OTJ ^mitten wegen vertritt Großh. RechtSallwalit hmen, ist bead. Pforte u. s. ro. seu. Da ohne Stadt stark von i Sntereffe bff i der Häusn Bewohner ber i( -estern nach )ten Bewohnern ■8 während btt re/n baunnbtn •lei Unfälle zu einzuschre/te/i M m hir^er 6 wurde ein ir Ttirsei unb i hat sich der verfchafft. - i Dieb in btt )ruchrihrim er- i tztirsei i)Mr noiigel sich ^orrespondenlkn der Redactenr .henRudolj i. Unter M -r seine langen, wung genomen Zublikums allge- mit dem Orga- -6 bekannt, out ■alter Red°M ftsteller junoJK ,°°i- M " d unb fei« er »ff 11 ।ähren; !<_> en mutz, rt ■ sondern am i »««’S «««!»* Intens iS ä L.- pflicht betrachtet hat, in seiner Stellung zum Nutzen und Frommen des engeren und weiteren Vaterlandes zu wirken. ♦♦ Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Barbier Heinrich Schwarz von Heidelberg vom Potizeiamt Mainz wegen Diebstahls,- Georg Becker von Geiß - Nidda von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Betrags- die 19jährige Dienstmagd und Kellnerin Josephine BommerS- heim von Königstein, zuletzt in Kastel, von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen schweren Diebstahls im Rück- falle- der Dienstknecht Frch. Heinz von Dietesheim, Kreis Bingen, von derselben wegen Diebstahls von 680 Mk.; der Bergmann Eduard Ludwig von Hardersleben bei Eisleben (wahrscheinlich falscher Namen) von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls- Taglöhner Michael, genannt August Paganini von Wörrstadt vom dortigen Amtsgericht wegen Strafverbüßung- der Dienstknecht Johs. Schneider ■von Steinfurth (Kreis Lauterbach) von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Diebstahls- der Arbeiter Constantin Breidenbach von Spahl vom Polizeiamt Mainz wegen Diebstahls (derselbe hat u. A. auch auf den Namen des Schweizers Daniel Weißenstein von Niederstauffenbach lautende Legitimationspapiere gestohlen und bei seiner Flucht aus Mainz auf den Namen des Hausburschen Albert Scherer lautende Legitimationspapiere zurückgelaffen) - Uhrmacher Emil Blattner aus Oberweil, alias Schlosser Carl Schmidt aus Mannheim von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Diebstahls. ** Einschränkung des militärischen Urlaubs- Im Interesse der militärischen Ausbildung wird bei der nunmehrigen zweijährigen Dienstzeit sowohl der sogenannte Ernte-Urlaub, als auch der übliche Urlaub zu Weihnachten, Ostern, Pfingsten in Wegfall kommen, beziehungsweise bedeutend eingeschränkt werden. ** Waarenzeichen. Von der zuständigen Stelle wird, wie alljährlich, allgemein darauf aufmerksam gemacht, daß die vor zehn Jahren eingetragenen Waarenzeichen, wenn ihre weitere Beibehaltung nicht angemeldet wird, e r - löschen. ** 65 Feiertage. Wie eine Durchsicht des Elenders von 1894 ergiebt, werden im nächsten Jahre sämmtliche Feiertage, welche nicht ein für alle mal auf einen Sonntag gelegt sind, an einem Werktage gefeiert. Es kommt ein solcher Fall ziemlich selten vor. Die Zahl der Ruhetage beträgt unter Hinzurechnung der Sonntage im Jahre 1894 65, wovon allein »7, bei den Katholiken 8, auf den Monat December entfallen. Butzbach. 30. November. Der am Montag und Dienstag stattgehabte Katharinenmarkt war von schönem Wetter begünstigt und führte besonders am ersten Tage viele Besucher aus nah und fern dem Markte zu. Die Verkaufsbuden waren in practischer Weise auf unserem großen Marktplatze und in den angrenzenden Straßen aufgestellt und luden durch ihre mannigfachen Angebote die Kauflustigen zum Kaufen ein. Für die Jugend bot der Viehmarktplatz, auf dem die verschiedenartigsten Sehenswürdigkeiten, Caroussels, Schießbuden rc. vertreten waren, der Unterhaltung viel. Die am Montag in den Gasthäusern zum „Hessischen Hof" und „Goldenen Löwen" abgehaltenen Tanzvergnügen erfreuten sich seitens der Tanzlustigen und deren Angehörigen aus Stadt und Land eines recht zahlreichen Besuchs. Unter den vielen Gästen deS „Hessischen Hofs" befand sich ein Herr, der bereits vor 60 Jahren am Eröffnungsball theilgenommen hat und auch bei dem diesjährigen Ball noch dem Tanze huldigte. Gewiß ein seltenes Vorkommniß körperlicher Rüstigkeit. Möge ■sich dieser Herr derselben noch recht lange erfreuen. R. Reichelsheim i. d. W., 30. November. Ihre Zeitung berichtete vor acht Tagen, daß die Influenza urplötzlich bei Echzell ausgetreten sei- unterdessen ist sie dem Laufe der Horloff gefolgt und auch bei uns eingekehrt, denn man hört in der Umgegend Klagen, außerdem fehlen in der hiesigen höheren Bürgerschule sechs Knaben, welche von dem Uebel ergriffen wurden. Rieder-Florstadt. 28. November. Ein junges Mädchen von hier, das erkrankt war, verwechselte heute die Medicin- flasche mit einer Flasche, die reine Carbolsäure enthielt, trank von letzterer und war eine halbe Stunde später eine Leiche. Der sofort gerufene Arzt konnte leider nicht mehr helfen. Altheim bei Babenhausen, 29. November. Eine ergreifende, wohl selten stattfindende Beerdigungsfeier vollzog sich heute in unserer Gemeinde. Es wurden die Eheleute Landwirth Kämmerer und Frau gleichzeitig zur letzten Ruhe bestattet. Nachdem beide nahezu 50 Jahre ehelich verbunden waren und Freud und Leid mit einander getheilt hatten, fügte es Gottes wunderbarer Rathschluß, daß dieselben einen gemeinsamen Todestag hatten- die Frau starb wenige Stunden später als der Mann. Sie wurden nebeneinander tn ein gemeinsames Grab gebettet. Der Mann zählte 70 und die Frau 64 Jahre. Herr Pfarrer Feh hielt die Grabrede. Vermißtes. * Mailand, 29. November. Diese Nacht fand beim Bahnhofe Limito, 11 Kilometer von Mailand auf der Treviglio - Linie ein Zug-Zusammenstoß statt. Als einige Minuten vor Mitternacht der Zug Nr. 25 mit verminderter Geschwindigkeit über den Bahnhof Limito hinaus- suhr, prallte er mit dem mit einer Verspätung von 25 Minuten von Verona kommenden Güterzuge Nr. 1122 heftig zusammen. Beide Locomotiven wurden zertrümmert, zwei Wagen des Zuges Nr. 25 umgeworfen und zerquetscht. Der Postwagen wurde umgeworfen, blieb aber unversehrt. Ein einziger Wagen des Güterzuges wurde zertrümmert. Wächter, Gensdarmen und Feuerwehrleute der Gemeinde Piotetto und das Bahnpersonal arbeiten an der Rettung der Verunglückten. Die Zahl der Todten ist noch nicht sestgestellt. Bis heute früh 8 Uhr waren 13 Leichen unter den Trümmern hervorgeholt. Der Quästor, Offiziere und Militärärzte begaben sich an den Ort des Unglücks. Ungefähr 20 Verwundete sind in die Krankenhäuser von Mailand verbracht worden. Man hält für die Ursache des Unglücks, daß der Zug 25 wegen des dichten Nebels nicht bemerkte, daß die Signalscheibe geschloffen war. — Die „Frankfurter Ztg." erhält von ihrm Mailänder Correspondenten folgendes Telegramm: Ich kehre soeben zurück von Limito, der Stätte des heutigen großen Eisenbahnunglücks. .Sechs Personenwagen, sowie Loco- motive und Tender des Eilzuges und ferner die Locomotive des Güterzuges liegen durcheinander. Die Trümmer brennen noch. Es ist unmöglich, die Zahl der Opfer genau festzustellen. Dreizehn Tode sind bisher geborgen- zwanzig Verwundete wurden nach Mailand geschafft. Ein Wagen enthielt aus Amerika zurückkehrende Auswanderer- sie sind alle verbrannt, zum Theil lebendig. Die Sängerin Frandin wurde am Kopfe verwundet und aus dem brennenden Schlafwagen nur mit Mühe gerettet. Die Ursache des schrecklichen Unglücks war Nebel, welcher den Zugführer verhinderte, das Signal zu sehen, daß die Linie nicht frei sei- die Ursache des Feuers war die Gasbeleuchtung in den Wagen. Ein Scherz mit ttaurigen Folgen. In Heiligensee bet Berlin saßen im Spätsommer in einem dortigen Locale außer mehreren Sommergästen die Rentiers Rothschild und Mewis aus Berlin am^Biertisch und spielten mit Würfeln Getränke aus. Nachdem Rothschild schon mehrere Lagen Bier verloren hatte, beschlossen die Gäste, daß Mewis, der bisher frei ausgegangen war, auch noch eine Lage geben solle. Letzterer entzog sich dem und bestieg seinen an der Havel liegenden kleinen Kahn, um zu angeln. R. ärgert sich darüber und forderte M. aus, den Kahn zu verlassen und nach dem Local zurückzukehren, eine Aufforderung, die dieser mit einer Drohung beantwortete. Hierüber wurde R., ein etwa 50 Jahre alter, sonst liebenswürdiger Herr so erzürnt, daß er ans Ufer ging, den Kahn des M. bestieg und mit letzterem ins Handgemenge gerteth. Bei dieser Gelegenheit fielen beide ins Wasser, welches glücklicherweise an dieser Stelle nur flach war. Der bei weitem stärkere R. ergriff seinen Gegner und tauchte denselben mehmals mir dem Kopf unter, worüber sich die Gäste sehr amüsirten. Die Prozedur war aber nicht nach dem Geschmack des M.- dieser denuncirte den R. wegen schwerer Körperverletzung und behauptete sogar, daß R. die Absicht gehabt habe, ihn zu ermorden. Auf Antrag der königlichen Staatsanwaltschaft wurde nun gegen R. eine Untersuchung wegen Körperverletzung und versuchten Mordes eingeleitct. R. wurde jedoch auf freiem Fuß belassen. Als R. nun letzthin eine Vorladung zu einem Termin nach Moabit erhielt, schoß derselbe sich eine Kugel durch den Kopf, die den sofortigen Tod zur Folge hatte. Der Verstorbene, der in günstigen Vermögensverhältniffen lebte, hinterläßt eine Frau, die infolge der geschilderten Vorgänge hoffnungslos krank darniederliegt. Das traurige Geschick des Selbstmörders, der im Norden Berlins mehrere Häuser besitzt und als Wohlthäter der Armen allgemein verehrt wurde, erregt große Theilnahme. * Gegen die Suppe. Die Ansicht, daß Suppe ein kräftiges Nahrungsmittel und namentlich zur Krankenkost geeignet sei, wird von vielen Aerzten bestritten. Doch selten hat dieser Protest drastischeren Ausdruck gefunden, als in den Worten, mit denen Professor Schweninger in dem soeben erschienenen Hefte von Drasches „Bibliothek der gesammten medicinischen Wissenschaften" sich folgendermaßen äußert: „... Warum Fleischbrühe sehr berühmt unb immer und allgemein empfohlen wird, bleibt uns um so unverständlicher, als der Nährwerth der Fleischbrühe minimal unb burch die Wirkung ihrer Salze auf bas Herz nicht unbe- benklich ist." Amtliche Prüfung der Lichtstärke der Leuchtgase». Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gas« verbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Monat November 1893 : 133/4 Kerzen. Buchner. Sebiftsnaehrichten. (Mttgethetlt durch den Agenten de8 Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl LooS in Gießen). Bremen, 30. November. (Per ttansatlanttschen Telegraph.! Der Schnelldampfer Spree, Capt. W. Wtlltgerod, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 21. November von Bremen und am 22. November von Southampton abgegangen war, ist heute 11 Uhr Vormittags wohlbehalten tn Newyork angekommen. — Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Linie" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 28. November wohlbehalten tn Newyork angekommen. kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 3. December, 1. Advent: In der Stadtktrche: Vormittags 9'/- Uhr: Professor v. Reisch le. Beichte und heiliges Abendmahl. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nach beiden Gottesdiensten Collecte für die Kirchenkaffe. Ktnderkirche: fällt aus. Bibelstunde tm Turnsaale der Stadtknabenschule (Kirchstr) Donnerstag den 7. December, Abends 8 Uhr: Pfarrer Schlosser- milder aus dem Leben Jesu, 2. Die Versuchung). Sonntag den 17. December (3. Advent) wird im Abend- gottesdtenst eine besondere Abendmahlsfeier für die Matthäusgemeinde gehalten, wozu namentlich die tn vielem Jahre Confirmirten eingeladen werden. In der Johanneskirche: rvormmags S'/r Uhr: Pfarrer Dingslden. _ Beichte und heiliges Abendmahl tm Vormittagsgottesdienst. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Collecte für die Ktrchenkasse zur Vermehrung deS Capital- vermögens der Gemeinde Q .... Bibelstunde am Montag den 4. December, Abends 8 Uhr, in dem Conftrmandensaal der JohanniSktrche: Markus Cap.9, Verklärung und Passion. Pfarrer Dr. Naumann- Katholische Gemeinde. Sonntag den 3. December, 1. Advents-Sonntag; SamStag: Nachmittags um 4«/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. , _ , , .... ,, Sonntag: Vormittags von 61/« Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Messe; um 7Vs Uhr Austheilung ber hl. Communton; um 8 Uhr »wette hl. Messe; um 9'/, Uhr Hochamt mit Predigt; Abends um 5‘/a Uhr Christenlehre; darauf Advents- andacht. W • k yt R* direkt au» der Fabrik also aus erster Hand v von Elten & Keussen, Crefeld, g kJLLlH UllUllL io jedem Maaß au beziehen. Man verlange «» v **l*vHv Muster mit Angabe deS Gewünschten. - Die. Infektionskrankheit Influenza charaeteristrt sich durch catarrhalische Affection Iber Schleimhäute, besonders der Athmungsorgane, bei gleichzeitiger Körperschwäche und Kopsteiven. Auf die Hebung des Catarrhs soll der Leidende zuerst bedacht sein und nichts erweist sich hierfür beffer als die jahrelang sich bewahr en Fays ächten Sodener «ineral-Pastilltt, in hetßer Milch ausi gelöst, tagsüber mehrmals genommen. Die hierdurch dem Letdendm erbotene Erleichterung unb Linderung ist außerordentlich groß. Fays ächte Sodener Mineralpastillen sind in allen Apotheken, Drogen- und Mineralwafferhandlungen & »ö *T0- per Schachtel zu haben.____________________________________[uiuo 57881 Augen. Geruch, Hebt Geschmack sind die Vorz. d. Holl. Tabaks. B. Becker in Seesen a. H. 10 Psd. lose im Beutel fco. B Mr. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Kinder und Erben des Commerzienraths Georg Karl Gail sind für das Jahr 1894 an zwei bedürftige dahier wohnende Familien oder alleinstehende Personen Unterstützungen von je 200 Mark zu vergeben. Bewerbungen haben bis zum 15. December l. Js. bei der unterzeichneten Behörde — Zimmer Nr. 3 — zu geschehen. Gießen, 30. November 1893. 9938 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Vom 11. December d. Js. ab wird der jetzt in Friedberg en digende Omnibuszug Nr. 405 versuchsweise, wie folgt bis Gießen durchgeführt: Friedberg ab 928 Abends, Bad-Nauheim ab 936, Ostheim 9£0, Butzbach 957, Lang-Göns 10ii, Großen-Linden 10£2, Gießen an 1025. Von gleichem Tage ab wird der jetzt in Gießen endende Personenzug Nr. 102 wie folgt, bis Friedberg fortgesetzt: Gießen ab 11^ Abends, Großen-Linden ab 1150, Lang-Göns 1158, Butzbach 12io, Ostheim 1215, Bad-Nauheim 1224 und Friedberg an 12so Nachts. Hannover, den 28. November 1893. 9939 Königliche Eisenbahn-Direction. Gebrüder Adamis 14 Mäusburg 14. unb Kinder. M. Migste Preise. W 9929 Metzger Schmidt, Tiefenweg.19934 Mäusburg 17. > Spar- und Leihkasse Gießen. । Rechte Nürnberger Im Monat December l. I. werden bei der unterzeichneten, Kaffe | Lebkuchen außer den feststehenden Zahltagen (Mittwoch und Samstag) auch jeden Dienstag und Donnerstag Geschäftslage abgehalten Montags । — - — — und Freitags ist die Kasse geschlossen. '993ts Die Einleger werden ersucht, sich an einem dieser Zahltage bei der Kaffe einzufinden und die Einlagebücher vorzulegen. Zinsen, welche bis •••••••••••• zum 1. Januar 1894 nicht erhoben sind, werden ohne Weiteres dem £ tt » ‘RpfaIz ® Capital zugeschrieben und von diesem Tage an verzinst. Es brauchen ä H» Aj. ä hiernach alle diejenigen Einleger bei der Kaffe nicht zu erscheinen, Gtoßherzoglicher Hoflieferant welche nur Zinsen beischreibeu lassen wollen, dies kann viel- d in Alsfeld. mehr ganz gelegentlich im nächsten Jahre erfolgen. W Aeltestes Special-Versandtgeschäft W ES wird gebeten, Geschäfte, welche sich jetzt schon erledigen laffen, D m Oberheffen nicht bis zu Ende des Monats December zu verschieben, für Brautausstattungen. da alsdann der Andrang ohnedies ein sehr starker sein wird und auf ä Eig. Weberei u. Wäsche Fabrik. Ä schnelle Beförderung daher nur zu Anfang des Monats gerechnet werden kann. X Größtes Lager in Bettwaaren, Gießen, am 30. November 1893. !d Beltfebern, Tisch,engen, Leinen, d Spar- und Leihknfle Gießen. •«“ S“bn’Se f“r• r — . H rnnoo Herren, Damen und Kinder. — _____________________________D°-r'ng.________________________[9933 Selli(nBng. Muster und ! 9944 Bornemann. 1 Nr- 30 — 125 qm Hofraithe in 1 3 Flur 3 Flur Flur qm Acker 7 Flur Frau Rzepka. 9902 7 23 Flur 24 9930 Flur 25 Nr. 39 - 1450 qm Acker am auf 31 31 Heegstrauch bet der Schwalbachi- schen Wlese am Pfad. dNeelle Bedienung- Billigste Pieise.^^ Flur 32 Flur 32 und Salon« Flur 41 Flur 43 44 Flur ^ermtef (jungen. bafelbfi Brr HiMptvertketer für ^btrl)r|ftn: w Weiss, Borsöors 9812 9546 9660 Meine Wohnung befindet sich jetzt Bernhard Klein, Lehrer Samsta-r deS Zeitungswesens. U. verehr!, a H. a H. frdl. etngel. 9925 Der Vorstand. 9942 trauernde Tochter 9931 empfiehlt Fritz Aowack 1 i4i 9te>«cfton • Ä. 64eob«. — enb VerlK, her WrflM’Mjm Drucke-tt (Fr. Lhr Pietschs in Wcfcen. 3>ie heutige Kummer umfaßt 6 Seite« SMV Für die auswärtigen Abonnenten liegt die Festnnmmer bei. Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur qm Acker Acker auf A. Kilbinger Selterüweg 19. A. Kilbinger, S dem Sandkauterweg und Heegstrauch, Nr. 132 — 4000 qm Acker am Srdkauterweg, Nr. 133 — 4013 qm Acker das, Nr. 134 — 2956 qm Acker das, ,119929] 3tt »olge Versetzung de» Herrn VberamtSrtchter Wehner ist der Neustadt, Nr. 30a — 625 qm Grabgarten daselbst, Nr. 60 — 1450 qm Acker am Schwaibachischer Acker undKrof» dorserweg, Nr. 16t,! — 1150 qm Acker am Fluthgraben an dem Fabricischen Acker, Nr. 169,3 — 906 qm Acker das , Nr. 195., — 582 qm Acker auf den Fiuihgraben, jenseits des GraSwea, Nr. 195ai/(, — 562 daselbst, Nr. 1966/to — 581 daselbst, ; Nr. 142 — 3944 qm leiden entsteht, b) gegen den Verlust beim Transport zu Wasser und zu Lande, c) Mastvieh gegen verborgene Fehler, welche sich beim Schlachten ergeben. Der Wechsel im Viehstand ist zu jeder Zeit gestattet kostcnsrei. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Andere Gesellschaften erheben in der Regel 1 °/0 der Versicherung»« Flur 46 Nr. 62 — 2200 qm Acker link- । am Badenburger Fußpfad am 1 Flutbgrabcn. Flur 32 Nr. 102 6 - 3169 qm Wiese am Heegstrauch bei der Echwalbachi- schen Wiese, Erbswurst mit Schweinsohren Erbswurst mit Schinken Llnsenwurst mit Frankf Wursteinlage ,9739] Emil Fischbach. Karoline Appel. Gießen, den 1. December 1893. Die Beerdigung findet Sonntag den 3. December, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Kleine Mühlgasie 3, aus statt. Samstag, 30. December, Nachmittags 2>/i Uhr, sollen aus dem hiesigen OrtSgericht die dem Oeconomen Balthaser MaltomefiuS in Gießen gehörigen Immobilien: den Bulweg hinter dem Weiher, Nr. 49,3 — 1 194 qm Acker am BarreSgraben links des Schütz- geSbrunner WegS, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 20. November 1893. bei Otto Schaaf, Droglnbandlung. untersten Riegelpfad. Flur 28 Nr. 151 - 1150 qm Acker Eroßh OrtSgericht Gießen. I. A.: Vogt. Versteigerung. SamStag den 2. December d. 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[9921 ____________Luckhardt, Lswalds Garten 78, III. Rheinische Vieh-Versicherungs Gesellschaft zu Cöln. Die Rheinische ul die einzige Vieh Versicherungs-Gesellschaft, die empfohlen wird und im Vertragsoerhältniß steht, mit: 1. Dem Landwirthschaftlichen Verein für Rheinpreuhen, 2. Der Qldenburgischen LandwirthschaftS - Gesellschaft im Großh. Oldenburg, 3. verschiedenen .^reis-Hilfskassen, 4. dem deutschen Qfstzier-Verein in Berlin, 5. den 34 kaiserlich Deutschen Tber-Post-Direetionen. Die Rheinische, welche auf reiner (Gegenseitigkeit beruht, hat mit der Rheinischen RüekverficherungS-Aetien°(Äesellschaft zu Cöln einen RülckverficherungS Vertrag abgeschloffen und versichert infolge dessen auch gegen feste Prämien frei von jeder Rachschustverbindlichkeit. Die Rheinische Gesellschaft versichert: a) alle Thiergattnngen gegen den Verlust durch Tod oder nothweudig gewordenes Tödteu, Pferde auch einschließlich des MinderwertheS, welcher durch Huf- und Bem- 1,9937] Speisekarloffeln bonxun) 9941] bei Karl Euler, Hammstr. 5 Zwei gebrauchte Leder-Landauer sowie mehrere offene Wagen billigst abzugeben. der dritte Stück, 7 ans Wunsch 9 Zimmer, pr. 1. April 1894, event. auch früher, zu vermiethen. LndwigSplatz 10. Aermischte Anzeigen. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten bie schmenttche Mlttheilmtg. daß unser inniguaeliebtest Söhnchen i*ür Weihnachten ist mein Sortiment in ■aschentuchern nunmehr fertiggestellt und stndet man bei mir größte Auswahl in jUtn Wenres. Billigste Preise — Bewährte Fabrikate. gestern Nacht nach schwerem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stilles Beileid bittet Familie Schäfer, Eichgärten 23. [9932 Gießen, den 1. December 1893.