Samstag den 2. September 1893 Gießener Anzeiger Heneral-A'nzeiger Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen. ttt leÄ»etm.®ertaiu M > al InMeM »chm» Hratiskeitage: chießmer KamilieuSkättrr Amtliche»« Theil .•= ür v. Gayern. Cholera «I 10 nach Co blenz ab. August. Es geht das Gericht, Rußland einigen hiesigen Banken wegen einer starken wurden Strom» Schiffs» Mi Paris. 30. unterhandle mit Anleihe. Stockholm, dem vorgestern eingelieferten Arbeiter wurde keine constatirt. Berlin, 31. August. , In. den letzten Tagen sämmtliche 890 Flußschiffe auf dem Berliner ln|tt|te |w Vt ««chWM«4Z ftr Wn t^nitni lag rrlftnnmWu fhnroer bi« Bora. 10 UN- UMotttch bwieel t- -i--j—. Gießen, den 1. September 1893. Letreffend: Obsternte. Das Großherzogliche Kreisamt Gieße« <* tzU Grstzh. Bürger meister eie« M «retses. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Auflage vom 14. August d. I. (Kreisblatt Nr. 192) Irt Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 3 Tagen -erinnert. «LZ Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz- Bureau. Berlin, 31. August. Das Kaiserpaar reiste Abends Uhr 50 Min. von der Wildparkstatton mir Sonderzug 30. August. Der Major im Generalstabe mtboongrji SeWfratit- au»1 tB» ** Armeecorps bei Straßburg ab, am 10. trifft er, von Metz kommend, in Karlsruhe ein, um am 12. und 13. September den Manövern des 14. (badischen) Armeecorps gegen das 15. Corps beizuwohnen. Am 15. September findet bei Stuttgart die Parade des 13. (württembergischen) ArmeecorpS vor dem obersten Kriegsherrn statt, am nächsten Tage begibt sich der Kaiser zu den ungarischen Manövern, womit seine diesjährigen Manöverreisen abschließen. — Die bisherige sommerliche Stille in der inneren deutschen Politik scheint am längsten gedauert zu haben. In den nächsten Tagen beginnen in Berlin die angekündigten Verhandlungen der bundes staatlichen Commissarien über die auf der Frankfurter Finanz- minlfterconferenz vereinbarten neuen Reichs st euerpro- jecte und wird man jetzt hoffentlich bald Authentisches über diese Steuerpläne hören. Noch vor letzteren Berathungen hat der definitive Wechsel in der obersten Leitung der Reichsfinanzverwaltung stattgesunden, am 1. September ist der Poften eines Staatssecretärs im Reichsschatzamte von Herrn v. Maltzahn-Gültz thalsächlich an den Grafen v. Posadowsky-Wehner übergegangen, und vielleicht wird es sich schon bald zeigeu, weß Geistes Kind der neue Reichsschatzsecretär eigentlich ist. Mancherlei Commentare hat die kürzliche Conserenz zwischen dem preußischen Cultus- Minister Dr. Bosse und dem Erzbischof Dr. v. St ab - lewski von Posen hervorgerufen, namentlich weil vielfach gemuthmaßt wurde, daß in dieser Unterredung über Zuge» ständniffe an die Polen in der Sprachenfrage verhandelt worden sei. Indessen erscheint eine derartige Annahme im Hinblick auf die gebrachten Dementis der Berliner Osficiösen als verfehlt. — In Würzburg hielten die deutschen Katholiken ihre diesjährige Generalversammlung q6; über ihren Verlauf liegen bis jetzt nur knappe Berichte vor. Berlin, 30. August. Der „Nordd. Allg. Ztg." wird aus Kiel gemeldet: Die Untersuchungsacren in der Spionage - angelegenheit der beiden Franzosen Dubois und Daguet sind bereits dem Reichsgericht überliefert worden. Der Polizeichef Lorey erstattete gestern dem Regierungspräsidenten von Schleswig persönlich Bericht. Berlin, 30. August. Ingenieur Carl Paasch ist gestern aus der Untersuchungshaft entlasten worden. Nürnberg, 30. August. Der Magistrat, welcher ersucht wurde, für ein Einfuhrverbot deS russischen Hopfens einzuschreiten, lehnte dieses Verlangen ab. Man befürchtet nämlich, daß durch die Einfuhr des Hopfens die Cholera eingeschleppt werde. Würzburg, 30. August. Zur Abhaltung des nächstjährigen Katholikentages ist die Stadl Köln aus- ersehen worden. « ja ! ESSte* En 6 . teieaN» M Umtigi. von Matern hat die Erlaubniß erhalten, den Manövern in Süddeutschland im Stabe der 25. Division beiwohnen zu dürfen. Marseille, 30. August. Eine gestern in der Holznieder« läge von St. Layare ausgebrochene Feuersbrunst ergriff zugleich 30 Häuser, in denen sich zur Zeit eine große Anzahl Personen befand, sodaß eine große Panik entstand. Es mußten Truppen requirirt werden. Der Schaden beträgt 12 Millionen Francs. Newyork, 30. August. Die Straßen von Savannah bieten einen traurigen Anblick. Bäume und Häusertrümmer sind umhergeschleudert und beträgt der Schaden in der Stadt allein sechs Millionen. Die Todtenliste wächst fortwährend. Die telegraphischen Verbindungen sind noch immer gestört. In Newyork hat der Sturm nachgelaffen. Chicago, 30. August. Eine große Menge arbeitsloser Männer und Frauen hielt am Fuße deS Columbus-Denkmals ein Meeting ab. Etwa 500 Polizisten überwachten die Versammlung. Eine große Anzahl Italiener durchzogen die Straßen mit der Absicht, die Ruhe zu ftören; die Polizei mußte einschreiten. gebiete ärztlich auf den Gesundheitszustand der bevölkerung untersucht. Die Untersuchung hat ein befrie- ’Ä» W-fserltiM Arr-land. Paris, 30. August. Der socialistische Gemeinderath von Marfeille soll nächstens aufgelöst werden. Gießen, den 30. August 1893. Betr.: Die Herbstübungen der Großh. Hest. (25.) Division im Jahre 1893. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen mi die »rstzh. Bürgermeistereien des Ardfei. Im Anschluß an unsere Verfügung vom 11. d. M. — Anzeiger Nr. 190 — benachrichtigen wir Sie hiermit, daß 1. vom 9. September ab sich die Starke des Ttabes des ersten Bataillons Infanterie - Regiments Rr. 115 stets um 1 Unteroffizier, 6 Mann, 11 Pferde und 4 Wagen erhöht, 2. daß vom 10. Seplember ab die Starke des Stabes der 49. Infanterie - Brigade beträgt: 2 Generale, 1 Stabsoffizier, 4 Lieutenants, 3 Unteroffiziere, 13 Gemeine utb 13 Pferde. Die Quartierlisten find danach zu ergänzen. v. Gagern. Zum zweiten September. Jedes Jahr, wenn die ersten Septembertage nahen, da stilagen seit der Gründung des deutschen Reiches die Herzen der Patrioten Alldeutschlands höher, denn nicht nur Freude und DankeSgefühl erfüllen dann unsere Brust, sondern unser Patriotismus wird auch in diesen Tagen von dem beglückenden Bewußtsein getragen, daß die vereinigte deutsche Macht am - ersten und zweiten September 1870 einen Sieg errang, wie die Weltgeschichte keinen zweiten kennt. Die damals als die größte geltende französische Großmacht lag nicht nur vollständig zertrümmert zu Deutschlands Füßen, sondern der Frankenkaiser und mir ihm mehr als hunderttausend Franzosen fielen am zweiten September, am Tage nach der großen Schlacht, auch in deutsche Gefangenschaft. Der Sieg war so groß und gewaltig, daß er wie mit einem Zauberschlage das bis dahin mißachtete Deutschland in der ganzen Welt großmächtig und berühmt machte, weil schlechterdings keine einzige andere Nation in ihrer EntwickelungSgeschichte eine ähnliche Großthat ausweisen kann. Für alle Zeiten darf deshalb auch Deutschland auf den Tag von Sedan stolz sein, und dies um jo mehr, weil die verflossenen beiden Jahrzehnte bewiesen Laben, daß die deutsche Nation nicht nur militärisch am stärksten, sondern auch politisch am friedlichsten ist. Das deutsche Volk wird daher am Tage von Sedan auch nicht von übermütigem Stolz und Triumphe erfüllt, sondern es iü wesentlich Freude über die nationale Großthat und Dank und Anerkennung gegenüber den tobten, wie noch lebenden Helden, welche uns den herrlichen Steg vor'nun dreiund- zwanzig Jahren erfochten. Im Uebrigen liegt es auch ganz und gar in der Natur des deutschen Gemüthes, daß die Feier des Sedantages neben der patriotischen, eine vorwiegend ideale Bedeutung hat. Die Einheit und Freiheit des deutschen Volkes zu erhalten und zu kräftigen und die Einmischung aller fremden Mächte in deutsche Angelegenheiten als der Ehre und Würde der Nation zuwiderlaufend, abzuweisen, gilt uns als das höchste irdische Gut. Dies predigt der Tag von Sedan dem jetzigen, wie dem kommenden Geschlechte, denn nur als einige und freie Nation können die Deutschen die hohe Culturmission erfüllen, die ihnen Gott auf dieser Erde übertragen hat! JUtKuaaürcte ♦ 2 Mark 30 Pf,. ■* Bnngrrlobn. Durch die Poft 8 Mark S, «tMrtiee . enb ftnitfnä. Deutsche- Reich. Berlin, 30. August. Kaiser Wilhelm hat zur Stunde seine diesjährigen großen Manöverreisen angetreten. Sie führen den erlauchten Monarchen zunächst nach Lothringen, woselbst er, umgeben vom Kronprinzen Victor Emanuel von Italien und noch anderen hochfürstlichen Manövergästen, in der Zeit vom 5. bis zum 8. September den Manövern des 8. und des 16. Armeecorps beiwohnen wird. Am 9. September hält der Kaiser die Parade über das 15. (elsässische) • n der bk MJ 6 Z m.allW i 1. Dct a-nü , Qu fpr. bl« W:- t, Mrstrck^ Emilien rvUottr «ennielbtn. Jiulburg Legi« wn it »& iu ommchM' Keser-B^n s. i pR 8a;-. itT ^ontiaje- der 206 ■ MHMd i«i Btn) in M-inxrt xl -13. 9u§r digendes Ergebniß aufzuweisen. Köln, 31. August. Wie die „K. V." meldet, ist in Andernach ein Schiffer als choleraverdächtig tsolirt worden. Die Tochter des Schiffers soll bei Köln an Brechdurchfall gestorben sein. Bremen, 31. August. In der Nähe von Ternenzen ist der deutsche Dampfer „Heinrich" gestrandet. Trier, 31. August. Freiherr v. Schorlemer-Alst ist hier zum Emp fang des Kaisers eingetroffen. Cardinal Krementz und Bischof Korum werden an der Festtafel theil» nehmen. Budapest, 31. August. Gestern wurden hier vier CholLrafälle amtlich constatirt. Neapel, 31. August. Gestern kamen hier vier Todesfälle an der Cholera vor. Kopenhagen, 31. August. Zu dem lebigen Pastorat an ber hiesigen beutschen St. Petri-Kirche haben sich fünfzig deutsche Pastoren gemeldet, von denen zwölf zur Abhaltung von Probepredigten aufgefordert worben sinb. London, 31. August. In den Gruben von Wales und Mammouthshire nahmen heute fast alle Bergleute die Arbeit wieder auf. Antwerpen, 31. August. Trotz gegenteiliger Meldung wird aus guter Quelle versichert, daß bis jetzt kein russisches Getreide von hier nach Deutschland eingeschmuggelt worden sei, da von Seiten des deutschen ConsulatS alle Vorkehrungen getroffen sinb, jeben Versuch zu verekeln. Codlenz, 1. September, 10 Uhr 40 Min. Vorm. (Privat- bepesche.) Das Kaiserpaar ist soeben unter Kanonenbonner unb Glockengeläute hier angekommen, von ber Bevölkerung lebhaft begrüßt. Im Bahnhofe fanb militärischer, im Schloß Empfang ber Civilbehörben statt. Am Löhrronbel begrüßte ber Oberbürgermeister Schüller Seine Majestät ben Kaiser, währenb Ehrenbamen der Kaiserin Blumen überreichten. _____ tr. 6, S- ton fr .iftbindjtefici-; tr mit ckm HeM mttijtn. lettenhfjr giS mit Brda Mit zu wrarr n neuen pau't, i lm-rm ffiotoir , SüchtimdZick n_ew|M nt etod mit & al?baü »tr- mWMSM- iplaj, nabt btt Äu im, per Crtobtr | Mi Abtckrchk 5 Codarg, 31. August. Die verwittwete Herzogin Alexandrine erläßt eine Bekanntmachung, worin sie in ihrem namenlosen Schmerze den lieben Bewohnern ber Herzogtümer Coburg unb Gotha ihren Dank für die beim Hinscheiden ihres Gemahls bezeugte mitfühlende Theilnahme ausspricht. Nancy, 31. August. Infolge ber jüngsten Ereignisse verließen 35 italienische Arbeiter gestern Abend die Stabt unb reisten nach Straßburg unb Baden ab. Rom, 31. August. Nachdem der Zwischenfall von AigueS-Mortes seinen Abschluß gefunden hat, trat der Botschafter Reßmann in Paris seinen bereits früher bewilligten Urlaub an. Rom, 31. August. Der Prinz von Neapel, welcher heute Abend von Monza abreift, wird morgen Nachmittag 4 Uhr 40 Minuten in Bingerbrück eintreffen. Hier wird der zum Ehrendienste beim Prinzen commandirte Generallieutenant Ebler v. b. Planitz benfelbcn im Namen Seiner Majestät beS Kaisers begrüßen. Newyork, 31. August. Die Kriegsschiffe „Kearsarge- unb „Nantucket", bereu Untergang bei bem Cyclon befürchtet würbe, sind wohlbehalten auf der Rhede von Hampton eingetroffen. Der Dampfer „City of Savannah" aus Boston hat bei der Insel Huntington vollständig Schiffbruch gelitten. Die Passagiere sinb in Savannah gelanbet. Die Baumwollernte ist in ben Küstendiftricten von Georgia, Südcarolina unb Alabama stark geschädigt. Der gejammte Verlust an Menschen wirb jetzt auf 200 geschätzt. Depeschen bcB Bureau „Herold". Berlin, 31. August. Der „Reichsanzeiger" meldet, der bisherige Staatssecretär deS Reichsschatzamts v. Maltzahn übergab heute die Geschäfte an seinen Nachfolger, ben Grafen Posabowsky. Berlin, 31. August. Der „Reichsanzeiger" mclbct: Folgenbe weitere Control st ationen sind errichtet worben in Emmerich, Wesel, Ruhrort, Duisburg, Düsseldorf, Köln, Coblcnz, St. Goar und Mainz. Berlin, 31. August. Amtlich wird bekannt gemacht, daß heute Vormittag zwei Männer und ein Kind als cholera- verdächtig im Krankenhause eingeliefert worden sind. Bei Coblenzer Kaisertage. 6ob(ea|, 31. August. Seit vierzehn Tagen ist die Bevölkerung der allen Rhein- und Moselstadr von einer eigenartigen bangen Stimmung beherrscht! Hat sich doch die Cholera, dieser unheimliche Gast, der un vergangenen Jahr in letzter Stunde die Kaiserfestlichkeiten hintertrieb, wieder am Rhein eingefunden und ist darum weder den Behörden noch der Bevölkerung zu verargen, wenn man nur mit großer Zögerung an die nothwevdigen Fest Vorbereitungen ging, da man jeden Augenblick eine Absage befürchten mußte, durch welche wiederum, wie im verflossenen Herbste, viele Tausende für DecorationSarbeiten zwecklos verausgabt wurden. Diese Zögerung hat erst vor einigen Tagen, als von Berlin die Meldung eintraf, der Kaiser werde bestimmt kommen, ein Ende genommen, plötzlich regten sich alle Hände zu Vorbereitungen und heute steht Cvblenz schon im vollen Feftkleide, für welches eS nur zu bedauern, daß sich am heutigen Nach- mittag ein ziemlich dichter Regen eingestellt hat, durch welchen die vielen reichen Decoratiooen wesentlich beschädigt wurden. Hoffentlich hat der Himmel ein Einsehen und zeigt morgen an dem Hauptfesttag eine heitere Miene. Nach der neuesten Meldung treffen die Kaiserlichen Majestäten Morgen Vormittag 10 Uhr aus dem Rheinbahnhof ein, wo ein großer militärischer Empfang stattfindet. Don dem Rhelnbahnhof fährt der Kaiser durch die Eisenbahnstraße, obere Löhrstraße, daS Löhrrondel, die Schloßstraße nach dem Schloß. Auf diesem langen Straßenzug von dem Bahnhof zum Schloß sind zu beiden Seiten in einem Abstand von zehn Schritten hohe Flaggenmaste errichtet, die mit Laubkränzen umwunden und durch Guirlanden verbunden sind. Hinter den Flaggenmasten her Haus für HauS mit Fahnen, Kränzen, Blumen, Wappen und Büsten von oben bis unten reich decorirt, gewähren die Straßen, durch welche der Kaiser seinen Einzug hält, ein farbenprächtiges Bild. Einen besonders angehenden Anblick gewährt in ihren reichen Decorationen die langgestreckte Schloßstraße. Auf dem Löhrrondel — ein freier Platz, der die Schloßstraße mit der Löhrstraße verbindet — ist eine mächtige via triumphalis errichtet, unter welcher Oberbürgermeister Schüller mit einer Ansprache morgen den Kaiser begrüßen wird. Dor dem Triumphbogen, dessen oberer Theil eine Kaiserkrone bildet, sind zu beiden Seiten mit rothem Sammt auSgeschlagenen Tribünen errichtet, von welchen die linksseitige zur Aufnahme von Ehrenjungfrauen bestimmt ist, welche die Kaiserin mit Blumen bewillkommnen werden. Auf der rechtsseitigen Tribüne nehmen die Stadtverordneten Aufstellung und neben denselben die Vertreter der Presie, der man hier Seitens der das Arrangement leitenden Polizei- direction mit der größten Zuvorkommenheit entgegen kam. Die beiden Vertreter der Polizeidirectton, die Herren Grafen von Brühl und Asieffor von Bartsch Überboten sich gegenüber der Presie an Liebenswürdigkeit und zwar in der Art, daß jeder von den anwesenden Journalisten, die mit den beiden Herren in Berührung kommen, sich verpflichtet fühlen muß, denselben öffentlich Dank abzustatten. — Zu der Rheiniahrt nimmt der kaiserliche Zug seinen Weg vom Schloß durch die Neustadt, Poststraße, über den Goebenplatz und die untere Rhein- straße, welche Straßen sämmtlich in der gleichen Weise wie die obengenannten reich decorirt sind. An der Ausmündung der Rheinstraße ist abermals ein mächtiger Triumphbogen errichtet, durch welchen der Kaiser nach dem Landungsplatz des FeftschiffeS geht. An dem Ufer weit links ab von den Landungsbrücken, an der sogenannten „Deutschen Ecke", da wo sich die Mosel in den Rhein ergießt, ist an der Stelle, wo ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I. zu errichten projectirt ist, ein hoher prächtiger Pavillon aufgebaut, in welchem unter einer Kaiserkrone in vielfacher Lebensgröße die Büste Kaiser Wilhelms I. Aufstellung gesunden hat. Besonders wirksam und reich ist auch die Decoration an den bekannten großen Hotels an dem Rheinuser, welche für die Kosten, welche ihnen daö Zieren bereitet, aber dadurch reichlich entschädigt werden, daß sie von unten bis oben dicht besetzt sind und keinen Fremden mehr hier unterbringen können. Neben dem starken Fremdenverkehr ist der Andrang auS der Umgegend heute schon ein sehr bedeutender. — Nachschrift: Soeben ist der Prinz Albrecht von Preußen, sowie Reichskanzler Caprivi, und General der Cavallerie Graf von Schlieffen hier angekommen. CocaUs nnö provinzielle*. Gießen, 1. September 1893. • * Zur Feier de8 SedautageS wird Morgens ein Choral vom Thurme der Stadtkirche geblasen und das Fest selbst schon am Vorabend feierlich eingeläutet werden. An die Bewohner unserer Stadt aber richten wir die Bitte, durch allgemeine Beflaggung der Häuser auch in diesem Jahre wiederum der sreudigen Erinnerung an den denkwürdigen Tag Ausdruck zu geben. * * Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin kamen heute srüh 7 Uhr 45 Min. mittelst SonderzugS hier an. Die Weiterreise nach Coblenz erfolgte um 7 Uhr 50 Min. ES fand keinerlei Empfang stutt. — Prmz Albrecht von Preußen sowie der Reichskanzler Graf v. Caprivi reisten bereits gestern Nachmittag hier durch. • * Da» 1. Großh. Ins (Leibgarde-Regiment Nr. 115 traf heute Vormittag 11 Vi Uhr hier ein. Die nach Steinbach und Watzenborn-Steinberg in Quartier kommenden Compagnien marschierten unter dem Spiel der Capellen des 115. und 116. RgtS. vom Bahnhose aus durch bic Bahnhofstraße und die Südanlage. • • Alice Schule. Der Sommer - CursuS der hiesigen Alice - Schule fand vorgestern durch die Prüfung der zu Jndustrielehrerinnen herangebildeten Schülerinnen, sowie durch die gestern geschloffene zweitägige Ausstellung der in den übrigen Abtheilungen hergestelllen Arbeiten seinen Abschluß. Der Prüfung unterzogen sich acht Candidatinnen, welche sämmtlich gut bestanden. Die Ausstellung bot unter allen Rubriken ein recht befriedigendes Bild von den Leistungen der Schule. Besonders hervorzubeben Ist der für die neue JohaoueSkirche bestimmte, von Lehrerinnen und Schülerinnen gemeinsam gewebte Teppich. — Am 15. October beginnt der Winrer- CursuS, welcher wieder in folgenden Abtheilungen ertheilt wird: Maschineuuäben, Sleidernähen, Haudnähen, Sticken, Zeichnen, Kochen, Bügeln, KunftwiffchW, Kochen und Weih- nachtSarbeiten aller Art. Schülerinnen können Wohnung bei den Lehrerinnen und Kost in der Alice Schule "nden. Anfragen schriftlich bei Fräulein Möser, Stiften bergen straße Nr. 14. * * Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheitt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des G roßhtrZ o g S vom 2. August l. IS. den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Mainz: 1) Spritzenmeister Anton Staub, 2) Signalift August Ratzlaff. *• Eröffnung der Zagd. Am 1. September wirb im ganzen Großherzogthum die Jagb eröffnet. Dank ber vorzüglichen Witterung werden die Nimrode ihre Freude Haden, feit langer Zeit war ber Bestand an Hafen nicht so bedeutend wie in diesem Jahre. ** Erledigte Lehrerßellen. Erledigt sind: Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bürgel mit einem nach dem Dienstalter sich bemesienden jährl. Gehalte von 1000—1600 Mk. Dem zu ernennenden Lehrer können die Functionen eines Oberlehrers an gen. Schule übertragen werden. Eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Frei-Weinheim mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. ** Schuldienst - Nachrichten. Am 30. Juli wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Sprengel aus Reichelsheim i. d. W. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ruppertenrod, — am 11. August wurde dem Schulverwalter August Noeske zu Lindheim die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst, — am 20. August wurde dem SchulamtsaSpiranten Jacob Speckert aus Bretzenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Freimersheim über- tragen. Kirchliche Dienstnachrichten. Ucber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887, die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betteffend, zur Uebernahme eines Kirchenamtes nothwendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der Candidaten der evangelischen Theologie: Wilhelm Diehl aus Groß- Gerau, Johannes Engel aus Oppenheim, Wilh. Fischer auS Eichelsdorf, Carl Lampas aus Nidda, Georg Land- mann auS Erbach i. O., Wilhelm Nebel auS Groß-Gerau, Carl Peters aus Nieder-Erlenbach und Ludwig Stotz auS Laubach, sowie bezüglich der katholischen Geistlichen: Jacob H a t t e m e r aus Gau-AlgeSheim, Phil. I ö ck e l auS Dieters- heim, Georg Lenhart aus Gernsheim, Jacob May aus Büdesheim und Victor Rathgeb aus Jagstzell. ** Eisenbahn-Personenverkehr. Die süddeutschen Bahn- directiouen haben die Einführung von Platzkarten für die Anschlußzüge an die preußischen DurchgangSzüge ab gelehnt. ** Mahnung zur Vorsicht. In der letzten Zeit ist auS verschiedenen Städten berichtet worden, daß die Kleider von Damen durch weggeworfene glimmende Cigarrenreste in Brand gerathen sind. Einerseits kann deshalb nicht dringend genug zur Vorsicht beim Wegwerfen glimmender Cigarrenreste gemahnt werden. Wie die Thatsachen lehren, kann durch die Unvorsichtigkeit schweres Unglück hervorgerufen werden und der Schuldige würde alsdann wegen fahrlässiger Körperverletzung zur Verantwortung gezogen werden. Andererseits mögen die Damen von dem Unfug des Schleppentragens abstehen und sie sichern sich damit am besten vor einer derartigen Gefahr. § Ilbeshausen, 29. August. Die beiden Söhne des hiesigen Holzhändlers Heinrich Georg IV. waren mit dem Fahren von schwerem Fichtenholz beschäftigt, wobei die starken Stämme auS dem Wald bis an die Straße geschleift werden mußten. Hierbei gerieth infolge Umschlagens eines Fichtenklotzes der älteste Sohn unter denselben, so daß ihm beide Beine gebrochen wurden. In ber Nähe beschäftigte Walbarbeiter fuhren ben Verunglückten nach Grebenhain, von wo auS er in das Krankenhaus nach Lauterbach verbracht werden mußte. § Freiensteinau, 30. August. Heute Morgen gegen 10 Uhr fand man den in den fünfziger Jahren stehenden Gastwirth Friedrich Euler aus seinem Speicher erhängt vor. -e. Neu - Ulrichstein , 31. August. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro August 189 3. Ende August 1893 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 66 Mann. Dieselben vertheilen sich auf baß Groß- herzogthum Hessen 17, Regierungsbezirk Kassel 5, Regierung»- bezirk Wiesbaden 5. Königreich Preußen: Provinz Rhein- lanbe 5, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 1, Provinz Brandenburg 1, Provinz Schlesien 5, Provinz Posen 1 , Provinz Pommern 1 , Provinz Ostpreußen 1; Königreich Bayern 6, Königreich Württemberg 3, Königreich Sachsen 4. Thüringische Staaten 3. Großherzogthum Baden 2, Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin 1, Großherzogthum Luxemburg 1. Ausland: Böhmenl. Hiervon waren: Arbeiter 24, Bäcker 5, Bergmann 1, Brauer 1, Buchbinder 1, Färber 1, Glaser 1, Instrumentenmacher 1, Kaufleute 7, Kellner 2, Kesselschmiede 1, Maurer 1, Metzger 1, Sattler 1, Schlaffer 3, Schneider 5, Schreiber 1, Schuhmacher 3, Tuchscheerer 1, Tüncher 1, Weber 1, Winzer 1 , Zimmermann 2. Im Monat August wurden entlasten 22 Mann, und zwar in Stellung durch die Colonie 1, auf eigenen Wunsch 16, wegen Arbeitsscheu 1, wegen Arbeitsverweigerung 4 VerpflegungStage im August 1893: 2237. Gearbeitet wurde an 1991 Tagen, hierunter 578 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie sind aufgenommen worden im Ganzen 2300, dagegen abgegangen rat Ganzen 2234 Mann, bleibt Bestand am 31. August 1893: 66 Mann. Abgewiesen wurden im Monat August 4 Mann. E. Aas ben untere» Horloffthale, 31. August. Die Grummet ernte hat bei uni begonnen, aber, wie ei scheint, ran acht Tage zu früh. Dai Grai ist zwar ziemlich hoch geworden, vielleicht daher all in sonstigen Jahren, ei wuchs aber schnell, ist bettalb saftig und würde besten Masten geliefert baden, wenn man das Futter noch eint Woche länger hätte reifen lassen, well dann die weniger saftigen Stengel nicht so sehr zufammengesallen wären. Hebet die Grummetpreife in unserer Gegend läßt sich folgen bei mittheilen: Der Morgen wurde mit 15, 20, 25 bii 85 Mk. bezahlt, je nach dem Stande bei FutterS. Man rechnet nach ben verschiedenen Lagen der Wiesen auf 6 biß 12 Gentner Grummet pro Morgen. Daraus ergibt sich, daß der Gentner Fuuer auf ber Wiese mit 2,50 bis 3 Mk. berechnet werben muß. Dai Grummetemlewener läßt Einiges zu wünschen übrig; ber Himmel ist stark bewölkt und das Dürrmachen geht recht langsam vor sich. DaS Grummet kann wegen seiner Weich- unb Zartheit nur wenig Regen vertragen, ei wirb sogleich schwarz und oerlicrt an Qualität. Bei ben tbeuren Futterpreisen ist daS Rlsico darum nicht gering. WaS die sonstigen Futterpflangen anbelangt, so ist der recht- zeitig gepflanzte PferbezahnmaiS in unserer Gegend zu einer merkwürdigen Höhe emporgewachsen. ES gibt viele Aecker, auf denen die Pflanzen 12 biß 15 Fuß hoch und dieser Höhe entsprechend dick geworden sind, sodaß man beim Abhauen gehörige Kraft anroenben muß. Manche Aecker sehen von Weitern wie Eichenlohrindenschläge aui. Trotz dieser Starke ist daS Futter bei dem Rindvieh sehr beliebt und wirkt günstig auf die Milchabsonderung. Auch der zweite Klee hat sich gut heranSgemucht, steht aber ziemlich dünn. Bei den Dickwurzeln wird ei Ausfälle geben, denn ihr Stand und WachSthum läßt zu wünschen übrig. Dagegen wuchert baß Unkraut seit einigen Wochen ganz außerordentlich. Die Ob ft ertrüge sind in manchen Gemarkungen, die höher liegen und durch Hügel und Wälder geschützt werden, geradezu coloffal zu nennen. Der Anblick erinnert lebhaft an die riesigen Dbftertrage beß JahreS 1847. BesonberS gesegnet ist u. A. baß kleine Dorf Blofeld, welches auf ber zwischen» dem Nidda- und Horloffthale hinziehenden Hügelkette liegt. Dort hängen buchstäblich alle Hecke» voll Obst. Selbst die Schlehen sind bereits hellblau, bi Beeren beß Weißdorns hellroth, diejenigen der wilden Rose» (Hagebutten) gelbroth und alle schwer beloben. Die Dbfi- bäume find mit 20 biß 30 Pfählen gestützt und trotzde» viele Aeste gebrochen. Daß Obst ist fast reif, durchgängig rothwangig; unter beg Bäumen liegt massenhaftes Faüobb, bereits sehr wohl verwerthbar, aber eß ist weder Verwendung noch Nachfrage. Die Anschaffung einer Gemeinde-Mahlmüdle und -Kelter ist sehr zu empfehlen, von Obstprei sen hön man immer noch nichts; man nimmt an, daß die Württemberger nicht kämen unb spricht von billigen Preisen. Daneben wird unsinnig gefordert, z. B. 15 P'g. für baß Hunden Zwetschen, obwohl die Früchte auf dem Boden liegen und verderben. Darmstadt, 31. August. Einen „gelungenen Scherzi erlaubte sich gestern ein Unbekannter, indem er per Postkarte sämmtliche Jmmobilien-Agenten für eine bestimmte Stunde in die Restauration Faust einlud, um wegen eines Geschäfts mit ihnen Rücksprache zu nehmen. Die Herren erschienen denn auch nach und nach fast vollzählig, die später Kommenden machten aber recht lange Gesichter, als sie ihre Goncurrenren bereits vorfanden. Bald dämmerte allen Anwesenden bal Bewußtsein auf, daß sie die Opfer eines „Witzboldes" geworden, der sich nicht wenig ausgelacht haben mag, daß ihm fein Streich so gut gelungen. Alzey, 29. August. Wie lotterseüberdrüssig baß Gro ber Bewohner unserer Gegend wie auch der ganzen Provin ist, zeigt sich bet jeder Verloosung. So blieben auch von den hiesigen Silberlotterieloosen trotz der gewaltigen Anpreisung über 3000 Stück, also mehr als 30 pCt., unverkauft. •1 ■............. '1 11 ...... u i Dennifcbtc*. * Halle a. h 6., 30. August. In der zahnärztlichen Klinik deS Herrn Professors Hollaender hier starb gestern ein 15jährigeS Dienstmädchen, Charlotte Berger, in der Narkose. DaS junge Mädchen war sehr erregt und eS mußte dreimal Chloroform angeroenbet werden. Ob hierbei ein Zuviel geschehen ist, wird wohl die sofort eingeleitete Untersuchung ergeben. Die Behandlung deS jungen Mädchens war den Assistenten Herren Dr. Simon und Dr. Rosenthal zugewiesen. • Bon ber preußisch-lothringische« ffirenje, 29 August. Die Wirtschaft von Weber in Behren im Kreise Forbach ist auf Verfügung ber dortigen KreiSdirection vorläufig geschlossen worden, da deren Inhaber sich gegen daS QuartierleistungSgesetz vergangen hat. Er hat sich nämlich auS Furcht, daß der verkehr ber Mannschaften bei ihm unterbleiben würde, hartnäckig geweigert, einen Offizier inS Quartier zu nehmen und sich zudem dem quartier» machenden Offizier gegenüber zu beleidigenden Aeuherungen und Drohungen verstiegen. Gegen andere Wirthe im Kreise, welche für die Verpflegung ungewöhnlich hohe Preise nehmen, so für ein ganz einfaches Mittagessen ohne Wein 3 Mk, soll mit enttpreäenben Strafen vorgegangen werden. • Chicago, 25. August. Die Stadt wurde gestern von einer furchtbaren Feuersbrunst heimgesucht. Nachmittags gegen 4 Uhr, brach In einem dreistöckigen massiven Gebäude im Süden der Stadt ein Feuer auS. ES herrschte ein überaus ungünstiger, heftiger Westwind, die Flammen griffen mit unglaublicher Raschheit um sich und binnen zwei Stunden waren fünf Häusergevierte mit 250 größtenthetlS hölzernen Gebäuden völlig eingeäfchert. Abgebranm sind u. a. zwei Kirchen, mehrere Hotels unb ein großer Kohlen- • ei vtl «miüchofi * bei dvr ihrer! Snraliunb Mftui ji Mario! Siwäer c ffiakft/ 1 Wo nittf Bonn itto mir in bei ■ja fl&J liftn unter! 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Zusammen-1 fünft an der Bornwiese. Hohensolms, 30. August 1893. 7409] Fürstliche Oberförsterei. Concursverfahren. In dem Concursverfahren über das Vermögen des Bäckers Wilhelm Born zu Rodheim a. B. ist in Folge eines von dem Gemeinschuld' ner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleich Vergleichstermin auf den 21. September 1893, Nachmittags 4 Uhr vor dem Königlichen Amtsgerichte auf dem Gerichtstage zu Nodheim a. B. anberaumt. [7414 Gladenbach, 26. August 1893. Becker, Gerichtsschreiberdes Kgl. Amtsgerichts. Verdingung. Die Anlieferung von 18,5 ob« Basalt- lava zu Treppen an die neue Lade- stratze bei Nierstei« soll Montag de« 111. September d. I., vormittag- 10 Uhr, vergeben werden. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht aus, können auch gegen Einsendung von 0,80 X von uns Vinadori «paidsche Weingrosshandlung. Dir ec ter Import feinster, alter Medicinak und Frühstficksweise: Halaga, Madeira, Marsala, Sherry, Laoriwae Christi, Portwein, rett eed weht. 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