1893 Mittwoch ben 2. August Nr. 179 Virrttliähriger Die Gießener Kenerat-'Unzeiger unb Anzeigeblatt für den Kreis <6i«szan. Hratisöeitage: Hießener Jamilienökätter. Börse. n vom 28./YII.21.T 2H TU I eer Feuilleton nL Igrdn . \ o* h I Mb«t * nSbüit . ‘10i I ihiiahl J02- nmdsO.« Kyp/Solk« 96 g0 97.- s - 01.3« os.-K 82 20 )Utlin0t6n 82.40 nol . • g.'.sv te' - *' Ste *** 29.15 77 30 3».' 15V- Unnahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den fotgtnben Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. 77.25 102.85 21.40 47.50. 103.35 96.90 64.40 100.05 101.70 80.10 54.70 61.40 95.65 10!J 21* 491 vw »erden dem Anzeiger «schnitt,ch dreimal hrigrlegt. Der Gießener Anzeiger ^scheint täglich, BÜ Ausnahme deS Montags. 103 i 911 65.6 1001 10UI > 553 62.- 96U 95.1 I 761 hatte, sah er den vor ihm Stehenden zweifelnd an und fragte: „Wie kommen Sie, lieber Mann, zu diesem Briefe, der schon Berathung über die zukünftigen Grundsätze der Finanz- gebahrung im Reich und den Einzelstaaten zusammentretenden deutschen Finanzminister über die Einführung einer festen Schuldentilgungspflicht sich zu verständigen gedenken und daß beabsichtigt wird, eine Tilgungsquote von einem Procent in Aussicht zu nehmen; es würde das jährlich eine Summe von 20 Millionen erfordern. — Die Meldungen, welche zu dem nunmehr entbrannten Zollkriege zwischen Deutschland und Rußland vorliegen, lassen erkennen, daß man auf beiden Seiten entschlossen ist, diesen wirthschaftlichen Kampf mit größter Ent« schlossenheit zu führen. Namentlich scheint man russischerseits gewillt zu sein, den Kampf mit „allen Chicanen" durchzufechten. So ist von der russischen Regierung beschlossen worden, die Sätze des Maximalzolltarifs gegenüber Deutschland durchgängig um fünfzig Procent zu erhöhen, überhaupt sollen dem Finanzminister Witte die weitgehendsten Vollmachten ertheilt worden sein, damit der Zollkrieg gegen Deutschland mit allem Nachdruck geführt werden kann. Natürlich entfällt da für Deutschland jeder Anlaß, noch irgendwelche Rücksichten auf den so ungemüthlich gewordenen Nachbar im Osten zu nehmen, und eine kräftige Handhabung der Daumenschrauben der «fünfzigprocentigen Zollerhöhungen vor Allem gegenüber dem russischen Getreide dürfte vielleicht schon bald die hiervon zu erhoffenden Wirkungen zeitigen. — Die jüngste Reise des Fürsten Bismarck nach Bad Kissing en hat sich unstreitig zu einem neuen förmlichen Triumphzuge des Altreichskanzlers gestaltet. Allenthalben, wo auf der Reise einiger Aufenthalt war, wurden dem greisen Staatsmanne die begeistertsten Huldigungen dargebracht und auch in Kissingen selbst wurde ihm ein wahrhaft großartiger Empfang bereitet. In wiederholten rednerischen Kundgebungen hat Fürst Bismarck seiner tiefgefühlten freudigen Genugthuung über diese ihm dargebrachten Huldigungen Ausdruck verliehen. Rostock, 31. Juli. Der frühere deutschfreisinnige Reichstagsabgeordnete Dr. Witte ist heute hier gestorben. Nr. 28 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 27. d. M., enthält: (Nr. 2117.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etats- jahr 1893/94. Vom 23. Juli 1893. (Nr. 2118.) Gesetz, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung des Reichsheeres. Vom 23. Juli 1893. (Nr. 2119.) Bekanntmachung, betreffend die Ausführ, ung des Gesetzes über die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen vom 19. Mai 1891. Vom 23. Juli 1893. Gießen, den 31. Juli 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Melior. Lrin^rtohn. Durch die Post btjo|t» 2 Mark 50 Pf«. Siedaction, Expedition und Druckerei: KchulSraßeKr.7. Fernsprecher 51. Brodkorns bei der Vermahlung eintreten zu lassen, um zu einer ergiebigeren Ausnutzung des Nahrungsgehaltes des Korns zu gelangen. Es sind nunmehr Versuche mit diesem Verfahren angestellt, die zur Zeit allerdings noch nicht abgeschlossen sind. Erfüllen sich indeß die gehegten Erwartungen, so wird für die Folge eine nicht unwesentliche Ersparniß an Roggen bei der Brodverpflegung der Armee und damit auch eine verhältnißmäßige Einschränkung in der Benutzung ausländischen Getreides eintreten. Es sind ferner die Truppen- commandos verständigt worden, bei der Verpflegung der Pferde für Fouragebestandtheile der reglementsmäßigen Ration Ersatzmittel verwenden zu lassen. Da hierbei u. A. auch der verhältnißmäßig billige Mats in Betracht kommt, dessen Einführung hauptsächlich aus Amerika erfolgt, so wird auch durch diese Maßnahme dazu beigetragen werden, daß von der Benutzung russischen Getreides Umgang genommen werden kann. Auch die theilweise Verwendung von Weizen zur Brodverpflegung der Truppen war in Erwägung gekommen. Es ist jedoch von einer solchen Maßregel Abstand genommen worden, weil hierzu wegen der mäßigen Höhe, auf welcher sich die Roggenpreise halten, und mit Rücksicht auf den wahrscheinlich günstigen Ausfall der inländischen Getreideernte ausreichender Anlaß zur Zeit nicht gegeben erschien. Berlin, 31. Juli. Der bevorstehende Besuch des Prinzen Heinrich von Preußen in Italien wird, wie der „Polit. Corresp." aus Rom geschrieben wird, in den politischen Kreisen der italienischen Hauptstadt mit großer Freude begrüßt. Man erblickt in diesem Besuch ebenso wie in dem bevorstehenden des Kronprinzen von Italien, Prinzen von Neapel, in Deutschland einen neuerlichen Beweis für die intimen Beziehungen zwischen den beiden Nationen. Der Prinz von Neapel wird in Begleitung zweier Offiziere aus seinem Militärcabinet in den ersten Tagen des Septembers die Reise nach Deutschland antreten, um den Manövern des deutschen Heeres beizuwohnen. Prinz Heinrich von Preußen wird den Manövern der italienischen Flotte an Bord des Kreuzers „Lepento" beiwohnen, auf welchem sich auch der Herzog von Genua, der Obercommandirende der ständigen italienischen EScadre, befinden wird. Wie in Hoskreisen verlautet, wird der Aufenthalt des Prinzen Heinrich in Italien l ungefähr zehn Tage dauern und mit einem Besuche in Monza oder Turin abschließen. Cavaliere Volpe, der Marine-Attache der italienischen Botschaft, welcher dem Prinzen zur Verfügung gestellt worden ist, begibt sich nach Kiel. — In einem längeren Artikel, der sich mit der pro* jectirten Reform des Reichsfinanzwesens besaßt, bestätigt die „Nordd. Allg. Ztg.", daß die demnächst zu einer Ausland. London, 31. Juli. Der längst drohende Riesen st rike der englischen Bergleute ist nunmehr zum AuSbruch gelangt. Zur Stunde dürfte sich die Gesammtzahl der feiernden Bergleute auf etwa 300000 belaufen, vermuthlich wird sie aber noch eine Erhöhung um 50000 erfahren, da auch die noch schwankenden Kohlenarbeiter in Süd-Wales und Durham sich dem Ausstande höchst wahrscheinlich anschließen werden. Es handelt sich bei dem jüngsten großen Strike der englischen Alle Annoncen'vureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. lich zur Flasche griff und mit ihrer Hilfe seinen Gram zu vergessen suchte, ward unter seinen Vorgesetzten und Collegen kaum beachtet, weil Wagner darüber niemals den Dienst versäumte und überhaupt ein viel zu gefestigter Character war, als daß er im Laufe einiger Monate völlig allen Halt hätte verlieren und zum Trinker werden können. Ueberdies standen Frau und Tochter des Unglücklichen diesem treu zur Seite und mehr noch als die liebevollen Blicke und Worte dieser beiden hielt das Bewußtsein ihn aufrecht, daß diese wenigstens felsenfest an seine Unschuld glaubten und ihn nicht nur freisprachen „wegen mangelnder Beweise", sondern weil ihnen ein Versiegen der Elbe eher möglich schien, als eine unehrenhafte Handlung ihres Gatten und Vaters. Dennoch würde sich die Stütze, die Wagner an seinem Weibe und seiner Tochter fand, vermuthlich zuletzt als zu schwach erwiesen haben, hätte ihm nicht ein glücklicher Zufall endlich Befreiung von seiner Qual und Aufklärung über das räthselhafte Verschwinden jenes Geldbrieses gebracht. Eines Vormittags im Spätherbst erschien in den Geschäftsräumen der Firma Hermann Möller u Co. ein ehrsamer Tischlergeselle und verlangte den Chef des Hauses persönlich zu sprechen. Da sich der Mann durchaus nicht abweisen lassen wollte und immer wieder versicherte, die Sache sei von großer Wichtigkeit, so führte ihn endlich ein Commis in das Comptoir des Handelsherrn. „Guten Tag," begann der Handwerker dort und verneigte sich höflich vor Herrn Möller- dann aber stellte er sich stumm an eine Wand und wartete, bis der Commis das Zimmer wieder verlassen hatte. Als solches geschehen war, begann er von Neuem: „Ich wollte Ihnen man diesen Brief abliefern, Herr Möller," und damit legte er einen von ungeübter Hand geöffneten und an die Firma des Angeredelen gerichteten Brief vor diesen hin. Nachdem der Kaufmann die Adresse geprüft und mit wachsendem Erstaunen ein Häufchen Wegen mangelnder Beweise. Don Georg Paysen Petersen. (Schluß.) Seine Vorgesetzten und seine Kameraden fanden leicht heraus, daß der gebeugte Mann sich in seiner Ehre gekränkt sühlte und daß die Freisprechung „wegen mangelnder Beweise" in seinen Augen nicht genügte, um als rechtschaffener Mann mit Seinesgleichen wieder unbefangen verkehren zu können. Wenn, wie solches zuweilen geschah, der Postsecretär Bauer, dem der alte Wagner von Herzen leid that und der niemals an seiner Unschuld gezweifelt hatte, dem Gebeugten auf die Achsel klopfte, dann glitt wohl vorübergehend ein trübes Lächeln über WagnerS Antlitz- aber nur allzu bald versank er wieder in seine frühere Theilnahmlosigkeit. Auch als der Herr Oberpostrath einmal einige freundliche Worte an Wagner richtete, schien diese Auszeichnung den Alten aufzurichten- aber cs schien nur so, denn schon am nächsten Tage war Wagner dem Trübsinn wieder verfallen- er empfand eben, daß es Mitleid fei, was seine Vorgesetzten und seine Collegen ihm entgegentrugen, und glaubte nicht daran, daß sie von seiner Schuldlosigkeit überzeugt seien- er wollte aber nicht das Mitleid der Herren, denn Mitleid kann man auch empfinden für den zum Tode verurtheilren Verbrecher. So dachte der alte Wagner, und so lebte er monatelang dahin und seine Schwermuth wuchs in dem Maße, wie für ihn die Hoffnung sank, den Verbleib des verschwundenen Geldbriefes zu ermitteln. Wer mit dem alten Murrkopfe zu thun hatte, gewöhnte sich allmälig an seine Eigenart und ließ ihn gewähren. Vielleicht hätte eine Versetzung an einen anderen Ort, eine Verpflanzung in völlig neue Lebensverhält- niffe Wagner wieder aufzurichten vermocht- vielleicht! Indessen die Versetzung eines Beamten erfolgt bekanntlich nur Gießener Anzeiger~ 188189 b. ®o& smbahn- il.L. A.. 116-1880: t>. Sit. D. ta.ini ombirden do. do. r Gold. (W) ' Silbe: nl3ltL n - - d Wb. OltbbT. • 9/51 Deutsches Reich. Jagdschloß Wolfsgarten, 30. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben die Nächte gut schlafend zugebracht und sind nahezu ausnahmslos schmerzfrei- auch die Schmerzhaftigkeit der Anschwellung bei Berührung hat sich vermindert. D. Ztg. Berlin, 31. Juli. Von militärischer Seite hat man, wie die „Nordd. Allg. Ztg." mittheilt, bereits Maßregeln getroffen, um den Folgen vorzubeugen, welche etwa der Ausschluß des russischen Getreides hinsichtlich der Verpflegung der Armee haben könnte. Schon längere Zeit war beabsichtigt, eine möglichst gründliche Schälung des <6 gtxnt. 1 94.20 iS* > so viel Unheil angerichtet hat?" „Jerr, Herr Möller," entgegnete der Tischler, „den Brief hat meine Frau gefunden, und wenn ich da man was von gewußt hätte, dann hätten Sie Ihr Geld all lang wiedergekriegt- aber sie hat mir das erst heute Nacht gesagt, als es mit ihr zu Ende ging." „Aber das Geld gehört nicht mir, lieber Freund," erwiderte Herr Möller, „und Sie müssen sofort mit mir kommen, damit . . . ." „Aufs Stadthaus," unterbrach ihn der Tischler ängstlich, „nee, Herr Möller, das können Sie nicht verlangen, meine Frau ist nun tobt und ich will da weiter keine Weitläufigkeiten van haben." Der Kaufherr indessen wußte den sich Ereifernden durch das Versprechen zu beschwichtigen, daß ihm aus der Rückerstattung des Briefes keine Verdrießlichkeiten erwachsen sollten und daß es sich überhaupt nicht darum handle, aufs Stadthaus zu gehen, sondern aufs Postamt. Dorthin machten sich denn auch die beiden Männer sofort auf den Weg und in Gegenwart des Herrn Möller berichtete der wackere Handwerksmann dem Oberpoftrath, daß seine Frau im letzten Frühjahre allmorgentlich die Geschäftsräume eines Handelshauses zu reinigen gehabt habe- dort seien ihr gewöhnlich durch den Briefträger die Morgens eingelaufenen Briefschaften und Zeitungen übergeben worden, die sie dann auf das Pult der Prinzipalität zu legen pflegte. Eines Morgens fei aus einem der Zeitungsblätter ein Brief herausgefallen, aus dessen Aufschrift sie erkannte, daß er versehentlich in ihre Hände gelangt sei - sie habe anfänglich die Absicht gehabt, das Schreiben an die richtige Adresse, also an die Herren Hermann Möller u. Comp., zu befördern, aber durch den auf dem Briefe gemachten Vermerk: „Inhalt 300 Mark", sei sie in Versuchung geführt worden. Sie habe also den Brief unterschlagen und Amtliche* Theil. Bekanntmachung. betreffenb bie Felbbereinigung in ber Gemarkung Steinbach. Freitag den 4. August l. I., Nachmittags von 3—4 Uhr, sinbet bie Entgegennahme ber Wünsche bezüglich der Zutheilung ber neuen Grunbstücke vom III. Bereinigungs- felbe in bem Rathhaussaale zu Steinbach statt. Die Wünsche finb schriftlich einzureichen, müssen Flur unb Nummer ber zufammenzulegenben Grunbstücke enthalten unb vom eigen» thümer unterschrieben fein. Ausbrücklich bemerkt wirb, baß nur Wünsche wegen Zu- fammenlegung ber Grunbstücke entgegen genommen werben. Gießen, ben 31. Juli 1893. Der VollzugS-Eommissär: Dr. Wallau. 126- I 104* igSvtM 178‘" M.MM ... 8*6; M80 11W mb Stroh Qu§ Tat, - ienbutto S ,n Ber 3 SS •>«. rSM !®58rii Wnä 5 ib«n Xxibut, mf. Utbtx btnfcalbiak ft* 2 6 bet Coats ihrer 8* Deutsche Bank oetfe &l8 aus einen Bruchs nb Londoner Notim- belbtti Gpiocentigen L bleie reihen sich «|e MissoiMZ mehr Procent Ghte wie weit bitji $itk 1 Gesellschaften Lerechn fit Arbarnerikas et • • — 10 rlÄ» / lS8.50[im- ' ' 96.- 66.7k ; 9Wi ' ' I 97.50 Mi aus dienstlichen Gründen, und solche lagen nicht vor. Daß I Fünfzig-Markscheine aus der unsauberen Hülle hervorgeholt der alte Briefträger, was ehedem nie geschehen war, schließ- 1 fnfi pr hpn hnr ibm Stehenden rweiselnd an und fraote: Bergleute vor Allem um tiefgehende Lohndifferenzen zwischen ihnen und den Grubenbesitzern, doch spielen auch noch andere Fragen in den Eonflict hinein, wie die Frage deS achtstündigen Arbeitstages. Weder die strikenden Arbeiter noch die Gruben« besttzer scheinen bis jetzt zum Einlenken bereit zu sein, obwohl auS Newcastle gemeldet wird, eine dort stattgefundene Versammlung von Grubenbesitzern habe Geneigtheit bekundet, mit dem StrikeauSschuß zu unterhandeln. Die Wirkungen des BergmannSstrikeS machen sich im industriellen Leben Englands vielfach schon recht bedenklich geltend. Nerieste Nachrichten. Dolfs» telegraphische« LorrespondenpBureau. Berlin, 31. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Beschluß deS BundeSrathS vom 6. Juli, wonach der Hanseatischen Landminen • Handelsgesellschaft für Deutsch'SÜdwestafrika die Fähigkeit beigelegt wird, unter ihrem Namen Eigenthum und andere dingliche Rechte an Grundstücken zu erwerben, Verbindlichkeiten einzugehen und vor Gericht zu klagen und verklagt zu werden. Berlin, 31. Juli. DaS „Reichsgesetzblatt" veröffentlicht die Verordnung vom 29. Juli, wonach die hauptsächlichen russischen Ausfuhrartikel bei der Einfuhr nach Deutschland einem SOproc. Zollzuschlage unterworfen werden. Die Verordnung lautet: § 1. Nachstehend aufgeführte Waaren unterliegen, sofern dieselben aus Rußland mit Ausnahme Finnlands kommen, bis auf Weiteres nachbezeichneten Zollsätzen für je 100 Kilogramm bezw. 1 Stück oder ein Festmeter Zollabgabe in Pfennigen: Weizen 750, Roggen 750, Hafer 600, Buchweizen 300, Hülsensrüchte 300, rohe Hirse 150, Gerste 335, Raps, Rübsaat, Mohn anderweit nicht genannte Oelfrüchte, ausgenommen Sesam, Erdnüffe 300, Mais, Dari 300, Malz 600, Annis, Koriander, Fenchel, Kümmel 450, Schreibfedern gezogen, Bettfedern gereinigt, zugerichtet 900, Holzborke, Gerberlohe 75, Bau-, Nutzholz mit oder ohne Rinde, eichene Faßdauben 30 oder ein Festmeter 180, andere Faßdauben, ungeschälte Korbweiden, Naben, Felgen, Speichen 60, ein Festmeter 360, Säge-, Schnittwaaren 150, ein Festmeter 900, Hopfen Brutto 3000, feine Kautschukwaaren 9000. Waaren aus edlen Metallen 90000, Garn mit Ausnahme von Baumwolle bis Nummer 8 englisch 750, Seile, Taue, Slrike 1500, Seilerwaaren anderer Art 3600, Leinwand, Zwillig und Drillig 1800, Butter 3000, Fleisch geschlachtet, oder frisch zubereitet 3000, Fische in Fässern eingehend, ausgenokdmen Heringe, 450, Geflügel, Wild 4500, Caviar, Caviar-Surro- gate 22,500, Käse 3000, Obst, Beeren, trockene Nüffe 600, Mühlenfabrikate, Mehl, Backwerk 1575, Tabakblätter und Stengel 12,750, Cigarretten 40,500, Thee 15,000, Oel- säure 600, Schmalz von Schweinen, Gänsen, andere schmalzartige Fette 1500, Talg, Knochenfett, sonstiges Thiersett 300, fertige unüberzogene Schafpelze, Angora, Schaffelle, Decken, Pelzfutter 900, Petroleum, andere Mineralöle 900, mineralische Schmieröle 1500, grobe Matten, Fußdecken aus Bast, Stroh, Schilf 450, Geflügeleier 450, Pferde 3000, Schweine 900, grobe unbedruckte Wollfilze 450. § 2. Die Bestimmungen des § 1 finden auf solche Waaren keine Anwendung, die vor dem Tag der Verkündigung der gegenwärtigen Verordnung die russische Grenze überschritten haben. § 3. Die Verordnung tritt sofort in Kraft. Anschließend an diese Verordnung betreffend die Erhebung eines Zollzuschlags für die aus Rußland kommenden Waaren publizin eine Extraausgabe des „RetchsanzeigerS" eine Bekanntmachung des ReichSschatzsecretärS, wonach für die von dem Zollzuschlag betroffenen Waaren die Zollsätze deS geltenden allgemeinen Zolltarifs bezw. der Vertragstarife nur insoweit Anwendung finden, als die Abstammung dieser Waaren aus anderen Ländern als Rußland mit Ausschluß von Finnland glaubhaft nachgewiefen wird. Bezüglich der zur Zeit der Verkündiguug der Verordnung vom 29. Juli seinen Besitz auch ihrem Manne verheimlicht, anfangs um ihm, im Falle etwa eintretender Noth, damit eine Ueberraschung zu machen, später aber — als ihr Gewissen immer lauter mahnte — aus Furcht. Seine Frau, so fuhr der Tischler fort, habe sich nicht getraut, von dem gestohlenen Gelde etwas auSzugeben, aber auch gefürchtet, sich zu verrathen, wenn sie es den rechtmäßigen Eigenthümern ausliefere, daher habe sie den unheilvollen Schatz gehütet, bis sie ihr Ende habe nahen fühlen. Heute Nacht, so schloß der Mann seinen Bericht, sei seine Frau gestorben, nachdem sie zuvor ihr beschwertes Ge- wiffen erleichtert und ihm alles gestanden, ihn auch beschworen habe, da« Geld den rechtmäßigen Eigenthümern unversehrt zu übergeben und deren Verzeihung zu erflehen. „Diese Bitte um Verzeihung, guter Freund," so entgegnete ihm der Postrath, „richten Sie zweckmäßiger an einen anderen Mann, der durch den Leichtsinn Ihrer Frau in großes Elend gerathen ist." Der alte Wagner ward nun sofort vor feinen Vorgesetzten beschieden, welcher ihm im Beisein der beiden fremden Männer und des PostsecretärS Bauer die glückliche Wendung mit- theilte. Dem alten Briesttäger wurden die Augen feucht, als er mit zitternden Händen nach dem unheilvollen Briefe griff, und ein tiefer Seufzer entrang sich seiner Brust; dann aber fiel er aufathmend dem ehrlichen Handwerksmann um den Hals und erleichterte fein gequältes Herz durch einen Strom von Freudenthräuen. Wie zuvor geht der „alte Wagner" heute wieder er- hobenen Hauptes elnher, und wer so viel Zeit übrig hat, dem treuherzigen Geplauder des redseligen Alten ein Viertel- stündchen zuzuhören, der bereitet ihm dadurch eine große Freude- er braucht auch nicht zu fürchten, von ihm um ein „Trinkgeld" angegangen zu werden, denn der alte Wagner trinkt jetzt grundsätzlich niemals etwas anderes als Kaffee oder Thee. im Zollinlande in öffentlicher Niederlage oder Privatlager mit oder ohne amtlichen Mitverschluß aufgenommenen oder in Zollconto angeschriebenen Waaren russischen Ursprungs bewendet es bei der Erhebung der Sätze des allgemeinen Zolltarifs. Auf Waaren, welche die russische Grenze vor dem 31. Juli überschritten haben, sind die Sätze des allgemeinen Zolltarifs nur dann anzuwenden, wenn dieser Umstand glaubhaft nachgewiesen roifb und zugleich die betreffenden Waaren vor dem 1. October zur Verzollung, zur Abfertigung oder zur Anschreibung auf Privatcredülager angemeldet und zur Abfertigung gestellt werden. CoweS, 31. Juli. Der Kaiser nahm an Bord deS „Meteor" an der von dem Londoner Nachtclub veranstalteten Wettfahrt Theil. Pari», 31. Juli. Der Minister des Auswärtigen, Dupuy, empfing heute den im Laufe des Vormittags nach Paris zurückgekehrten UnterstaatSfecretär der Colonien, D el- caff6, und hatte mit demselben eine Unterredung, im Verlaufe deren sich die völlige Uebereinstimmung und Genug- thuung über den diplomatischen Erfolg Frankreichs gegenüber Siam herausstellte. In politischen Kreisen erblickt man darin einen Beweis dafür, daß die Gerüchte von der Absicht einer Demission des UnterstaatSsecretärs der Colonien jeder that- sächlichen Unterlage entbehren. London, 31. Juli. Die Bergleute der sogenannten Topdrift-Gruben in Derbyshire willigten in eine Unterredung mit den Bergwerksbesitzern, um die Arbeit unter den früheren Bedingungen fortzusetzen. London, 31. Juli. Einer Reuter-Meldung zufolge forderte die französische Regierung, um eine Garantie für die Erfüllung der durch Siam angenommenen Bedingungen zu erhalten, außer den Bedingungen des Ultimatus, daß Siam ihr die provisorische Besitznahme des Häsens Chantaboon zugestehe, der am Golf von Siam, 200 Kilometer südöstlich von Bangkok gelegen ist. Außerdem verlange die französische Regierung, daß keinerlei siamesische militärische Station an gewiffen Grenzpunkten CambodschaS und in einer gereiften Entfernung von dem Flusse Mekong zu errichten seien. Depeschen de» Bureau .Herold* *. Berlin, 1. August. Der neue antisemitische Abgeordnete für Neustettin, Förster, wird der deutschen Reformpartei als Hospitant beitreten. Berlin, 1. August. Auf Anordnung des preußischen Kriegsministeriums werden neuerdings die MilitärverpflegungS- beamten, Zahlmeisteraspiranten und Jntendantursecretäre in der Untersuchung von Fleisch auf Trichinen, Finnen und sonstige ähnliche, der menschlichen Gesundheit schädliche Erscheinungen unterwiesen. Posen, 31. Juli. Meldungen aus Petersburg zufolge wird gegenüber den Nachrichten ausländischer Blätter offiziös mitgetheilt, daß die Grenzwache nicht verstärkt, sondern nur eine eingreifende Reorganisation erfahren wird. Wien, 31. Juli. Nach italienischen Berichten grassirt die Cholera sehr stark in Neapel. Der Tod deS Grafen Caraccioli an der Cholera hat eine große Flucht in den Aristokratenkreisen verursacht. Auf dem Panzerschiffe „Umberto I." sind einige 30 Erkrankungen unter den Matrosen vorgekommen. Die Krankheit tritt übrigens mild auf. Paris, 31. Juli. Der Commandant von Dahomey, General Dumas, zeigte der Regierung an, daß König Behanzin sich selbst zur Unterwerfung bereit erklärte und eine große Anzahl französischer Gefangener freigegeben habe. Pari», 31. Juli. Wie der „Gaulois" meldet, werden die französischen Schiffe die siamesische Stüfte bis zur Erledigung des Ultimatums besetzt halten. Paris, 31. Juli. Die französische Presse bespricht mit sichtlichem Behagen die Einführung deS Maximaltarifs durch Rußland und sagt, der Zollkrieg werde Deutschland zum Schaden gereichen- daS Hinzutreten der landreirthschaft- lichen KrisiS zur industriellen Krisis gebe dem SocialtSmuS neue Mittel zur Propaganda. Londou, 31. Juli. AuS Bangkok wird gemeldet, Admiral Humann fei an Bord des „Triomphante" bei Kosi-chang und erhalte mit fünf anderen Schiffen die Blokade aufrecht. Die Handelscorrefpondenz wird über Landwege befördert. Petersburg, 31. Juli. Zu den diesjährigen Herbst- manövern inPolen, welchen dcrCzar beiwohnt, kommt eine größere Anzahl höherer französischer Offiziere an. Stockholm, 31. Juli. In der Umgegend von Skara tritt die Pockenkrankheit jetzt epidemisch auf. Cocalcs und Lrovinzicilcs, Gießen, 1. August 1893. * ♦ Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 3. August 1893, Nachmittags 4 Uhr. 1. Den Wiesengang- hier: Entwässerung der Wiesen in den Torflöchern und am Wallbrunnen. 2. Herstellung deS Purnp- brunnenS im Philosophenwald. 3. Fortsetzung der Wasserleitung in der Weserstraße zwecks AnschluffeS des L. Hellmold- scheu Doppelhauses. 4. Herstellung deS Gasmessers im Realschulgebäude. 5. Anschaffung eincS zweiten Gartenspreng- wagenS. 6. Verlegung deS Viehmarktes hinter das Schlachthaus. 7. Gesuch einer Anzahl Viehhändler um Anlage eines DiehhofeS zu Gießen. • • Turnerisches. Unter der Ungunst deS Wetters hatte besonders daS Turnen der Musterriegen beim Kreisturnfest in Darmstadt am Sonntag Nachmittag zu leiden. 124 Muster- riegen, eine Zahl, welche bis jetzt noch nicht bei unseren KreiSsesten erreicht wurde, waren angemeldet und trotz der regnerischen Witterung auch zur Stelle. Fürsorge für daS Turnen in bedecktem Raum war nicht getroffen, unmöglich konnte eS aber unter strömendem Regen abgehalten werden und so beschloß der TurnauSfchuß, die Riegen nach dem vorher eingesandten UebungSverzeichniß, Entwickelung des Stoffes, Turnsprache :c. zu werthen und den Vereinen hiernach Ehrenurkunden auSzuferngen. Auch unsere beide» Gießener Vereine hatten zwei Mufterriegen gestellt, der Turnverein eine solche am Seitenpferd, der Männerturnverein eine solche am Reck- beide wurden mit „gut bis recht gut" ausgezeichnet. Am Montag Morgen war daS Wetter günstiger und so konnte daS Einzelwettturnen programmmäßig stattfinden. Auch hieran war die Bttheiligung eine sehr lebhafte, ca. 300 Turner waren angetreten und wurden gute Leistungen erzielt. An dem Turnen hatten sich unsere beiben Vereine beteiligt und errang Carl Häuser (Turnverein) den dreißigsten Preis mit 51 Punkten und Wilhelm Ziegler (Turnverein) mit 45’/« Punkten eine lobende Erwähnung. „Gut Heil" zum nächsten Mittelrheinischen Kreisturnfest in Gießen! * • Tie zehn ersten Preise deS m i t t e l r h e i n i s ch e n Turnfestes in Darmstadt wurden wie folgt vertheilt: 1. Fritz Gehrhardt, T.-Gem. Hanau 658/< Punkte- 2. Adolf Schmidt, T.'B. Offenbach. 63l/< P-- 3. Franz Schott, T.- Ges. Offenbach, 61% P-- 4. Adolf Grebe, T.-v. Offenbach, 59% P- - 5. Karl Winkler, T.-Gem. Hanau, 59'/4 $•; 6. Georg Franken, M.-T.-v. Wiesbaden und Kaspar Herbert, T.-G. Klein-Steinheim, 59 P. - 7. Karl Weimer, T.-Ges. Wiesbaden, 58% P. - 8. Robert Becker, T.-v. Idar, 58'/. P.- 9. Adolf Gölzenleuchter, T. - Gern. Bornheim, 57% P-- 10. I. Herzberger, T.-D. Mainz, Th. Kahle-, Turn- und Fechtkl. Frankfurt und Emil Schwab, M.-T.-B. Wiesbaden 57% P. Die Durchschnittsziffer der Werthungen betrug drei Punkte. * * Ernennungen. Ernannt wurden: am 26. Juli der Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Grünberg Heinrich Rühl zum Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Friedberg - an demselben Tage der Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Friedberg Johan neSFormhalS zum Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Grünberg. Die Wahlmaunerwahleu für die Ersatzwahlen zur Zweiten Kammer werden im Laufe des Monats September stattfinden. ♦ ♦ Die schlimmste Zeit deS Futtermangels scheint vorüber zu fein. Die Wiesen stehen nach dem in der letzten Zeit reichlich gefallenen Regen ausgezeichnet, so daß mit Bestimmtheit auf eine reiche Grummeternte zu rechnen ist. Der günstige Rückschlag macht sich auch schon beim Biehhandel geltend. Die Viehpreise haben ihren normalen Stand wieder erreicht. § AuS dem Lhmthol, 31.Juli. Klagen über Feld- dirbstähle hat es wohl zu jeder Erntezeit gegeben, aber sie traten einzeln auf. In jetziger Zeit dagegen nehmen die Felddiebstähle nachgerade ein Uebermaß an. Schon zur Heuernte verschwanden von einzelnen Wiesen während der Nacht die Heuhausen. Die allgemeine Futternoth konnte hier als allerdings ungerechtfertigte Ursache angesehen werden. Diese Futternoth ist aber jetzt nicht mehr in demselben Maße vorhanden, dessenungeachtet mehren sich die Klagen über Dieb» stähle, begangen am Getreide, namentlich an den Kornhaufen. Einzelnen Landwirthen fehlen auf einem Acker 10 bi« 15 Garben, anderen weniger. Zweifellos werden diese gemausten Garben während der Nacht nicht heimgefahren, sondern auf dort befindlichen Kornhaufen aufgestellt und mit diesen dann unbemerkt in die Scheune gebracht. Die maßgebenden Sicherheitsbeamten sollten angesichts dieser bedauerlichen Vorkommnisse ihre besondere Wachsamkeit dem Felde bezw. dem darauf befindlichen Getreide zuwenden. § Grebenhain, 28. Juli. Herr Oberförster Weber schoß gestern drei Rehböcke, darunter einen, welcher vier Stangen hatte. Zellhaufen bei Seligenstadt, 30. Juli. Der hiesige Landwirlh Peter Differ, welcher kürzlich von einem- Jagdaufseher dabei ertappt wurde, als er auf seinem zur Abtaxirung deS Wildschaden« angemeldeten Komselde die tauben Aehren abzwickte uod dadurch einen höheren Schadenersatz zu erzielen hoffte, wurde vorn Seligenstädter Schöffengerichte wegen Betrugsversuchs zu einer Geldstrafe von 35 Mark, eventuell sieben Tage Gefängniß, sowie zur Tragung der ziemlich erheblichen Kosten verurtheilt. Der Anspruch auf Wildschadenersatz wurde natürlich abgelehnt. Der Schlaumeier braucht überdies für den Spott kaum zu sorgen. • TreSden, 31. Juli. Eine 19jährige Fabrikarbeiterin wurde heute Mittag auf dem Heimwege von ihrem früheren Geliebten erschaffen. Der Mörder wurde verhaftet. * Ein Opfer seiner Eitelkeit wurde kürzlich ein Dienstmädchen in Dreogfurt. Um eine dünne Taille zu erhalten, schnürte daS Mädchen ihren Körper in ein so enge« Corset, daß infolge deS Druckes die Leber anschwoll. Der Zustand deS Mädchens hatte sich trotz sorgsamster Pflege so verschlechtert, daß eS unter großen Schmerzen einige Tage spater verstarb ♦ Für „Spaßmacher", und deren gibt eS ja überall, wird die Mittheilung von Wichtigkeit sein, daß daS Reichsgericht ein Urtheil gefällt hat, nach welchem wegen groben Unfug» derjenige bestraft werden kann, der einem ihm bekannten Berichterstatter einer Zeitung eine nachweislich falsche Nachricht mitthcilt, von welcher er vorauSsetzen kann, daß sie zur Kenntniß der Leser gebracht wird. Ist mit solcher Veröffentlichung noch der Schaden einer ober mehrerer Personen verbunden, so kann der AuSstreuer dieser Nachricht außerdem noch für den entstandenen Schaden haftbar gemacht werden. * Metz, 30. Juli. Die sämmtlichen Kriegergräber und Denkmäler werden auch in diesem Jahre in hergebrachter Weise am 15. August geschmückt und daran anschließend eine Gedenkfeier für die Gefallenen in der denkwürdigen Schlacht bei Gravelotte veranstaltet werden. Die feit einer Reihe von Jahren in Metz bestehende „Vereinigung zur Schmückung \J Haltbarkeit. und Denselben liefere in Korbflaschen zu folgenden Preisen: w4L 1 «50 Ltr. Inhalt JL 5.— Korbflasche mit von empfehlen n 4463 flasche zurück- ! vergütet. .75 1.75 n H. F. Nassauer, i // 93cbtnßungen nebst Angebo^ogen ju « 6714 id b werden gegen postsrere Einsendung 883 Neuheiten [2314 Gebr. Röhrle, Gießen [4308 Ernst Zimmer. 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G.-A." aus emem Dorfe bei Bonn: Bei einer der Morgen üb ungen der Bonner Husaren erkundigte sich ein Offizier bei einem Bauern, der, im Kirschbaum auf hoher Leiter stehend, bte Gegend überschauen konnte, ob er keine Husaren in der Nähe gesehen habe. „Ja, lever Herr Ovvizier", wurde ihm darauf geantwortet, „dat sage ech nett, on wenn ehr der Kaiser selvs wärt, meent ehr, ech wär een Baterlandsverräther! * Neue« Wort. Die Ehre, die deutsche Sprache um em neues Wort bereichert zu haben, gebührt entschieden dem Professor' der oberen Abteilung eines Stuttgarter Gymnasiums. Derselbe, ein glühender Hasser jeglichen Fremdwortes, verdeutscht den gefürchteten „Komma-Bacillus" in das fein klingende rein deutsche „Betstrichknirps". MW Altzitgel, Herz- und Doppelfalzform, hochroth, blau gedampft imd schwär; glaßrt, Boehm’s SAPONIA 10694 ist das Allerwelts-Putz- Mittel. 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August: Flick und Flock. Montag den 7. August: Flick und Flock. Schaufptelhavs. Mittwoch den 2.August: Der Vetlchensresser. Donnerstag den 3. August: Die schöne Helena. Freitag den^4. August. Fedora. Samstag den 5.August: Grohstadtluft. Sonntag den 6^. August: Registrator auf Reisest. Montag den 7. August. Der Hüttenbesitzer. Doppel-Essig. ÜÜRcitt Doppelessig mit Weinzusatz verbindet mit vorzüglicher Halt I barfeit den feinsten Geschmack der damit eingemachten Conseroen und ist bis jetzt UUÜbetttOfflll an Güte, Feinheit des Geschmackes Schisssnachvichten. Hamburg, 26. Juli. [Hamburg-Amerikanische Packetfahrt- Actien-Gesellschast.s Der Hamburger Doppelschrauben-Schnelldampfer »Columbia", Capitän Vogelgesang, welcher am 21. Juli von Southampton aögegangen, ist am 28. Ju'i, 4 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Rewyork 7 Tage 20 Stunden 25Min. Oceansahrt von Southampton 6 Tage 18 Stunden 35 Minuten, von Queenstown aus gerechnet nur 6 Tage 3 Stunden 35 Minuten. ________________________ verkehr, £anö. ttttb volkrwirthschaft. Gietze«, 1. August. Marktbericht. Auf dem beuttgen öotbemnarft kostete: Butter pr. Pfd- X 1,10—1,25, Hübnereier per Stück 6- A, 2 Stück 11 A, Käse pr. 6t. 5-84, «eäsematte pr. St. 3 A. Erbsen vr. Liter 18 A, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar Jt 0.60- 0,80, Hühner pr. Stück ^0,9^-l,50. Hahnen pr. Si 0,60-1,00, Enten pr-St- IM bis 2 M Ochsenfleffcb pr. Pfd 56—F4 4.#ub’ und Rindfleisch pr. Wb. 30—40 A, Schweine. flrifch pr. Pfd. 60-70 A. tkalbfleisch pr- Pfd- 40- 50 A, Hammel» Arbeitsversteigerung. Freitag den 4. August, Vormittags 8V2 Uhr, sollen in hiesiger Gemeinde nachstehende Arbeiten öffentlich in den Accord gegeben werden: veranschlagt zu Schreinerarbeiten . . «/& 12.60 Weißbinderarbeiten . . „ 194.68 Reparatur von 3 Stegen im Tage- lohn. Treis a. d. Lda-, 1. August 1893. Gr. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Benner. [6719 Pferd e^etc^ Ver Steigerung Dienstag den 8. August, Bormittags 10 Uhr, werden im Großherzoglichen Hofmarstalle dahier sieben zu Landgeftütszwecken nicht mehr geeignete und bereits seit Ende! Juni castrirte Landgestütsbeschäler, sowie einige ausrangirte Inventarstücke versteigert. Darmstadt, den 29. Juli 1893. GroßherzoglicheLandgestütS'Direction. von Willich. 6697 Im Adler , Marktplatz 20 versteigere ich nächsten Mittwoch den 2. «uguy, Nachmittags 2 Uhr, eine große Parthie Putzmacher« Urtiket, bestehend in garnirten und unaal nirtrn Damenhüten, Hetzer«, Flügel«, Blumen, Bändern u. s w-I JA: [b624 G. Schneider, Ger -Taxator- } Gebrauchte Säcke Ä.«.’ 6699] Bahnhofstrabe 51, I _ 66911 Eine Nähmaschine (Singer- System), sehr wenig gebraucht, für den halben Preis zu verk- Seltersweg 21. 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