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Ikt Mn« **!•*•« nWjtiin täglich, »M Rasnahmr M MonlagZ Bit Gießener HvllttalUlill Mrtm btm «»|rb*ty and Drucker« Ker^echer 6) Amts- und Anzeigeblntt für den lireis Giefzen. »kle iHnoecm-Buttem: M>ul kommenden Käferart, im Durchschnitt 18 Eier ablegt, was im April stattfindet, deren ausschlüpfende Larven imstande sind, 18 kräftig?, zum Fruchttraaen geeignete Apielb>üthen auszufr.ssen, also unter nicht störenden Einflüssen 18 Aepfem daS Lebenslicht auszublasen! Bei der großen Mehrheit der Gartenbesitzer ist leider aber das Treiben aller dieser meist sehr kleinen thieri'chen S'ören- friebe zu ihrem eigenen Nachthelle recht wenig bekannt; sie leisten allo an diese jährlich den hohen Tribut, der ihnen selbst sehr leicht zufiele. Roch weit weniger bekannt sind die pflanzlichen Rachegeister, die sich als winzige Pilzgestalten, Krankheit unb Verderben für ihre Pflanzenwirlhe um sich streuend, schon vom Lenz ab im Garten breit machen. Schon jetzt im April kann sie der aufmerksame Freund seiner Kulturen in ziemlicher Zahl findm. Ich erinnere z B. bloß an die Kohlhernie, eine Anschwellung der durch sie dem Ve>darben preisgegebenen Kohlpflänzchen Durch den Pilz Plaemodiophora brassicae Wor., dann an das jetzt an Birnen- und Apfelz-ve.gchen erwachende böse Fusicladinm pirinum Fuck., auch Schorf ober Grinb genannt, unb an bie sich neu regenbe Fleckenkrankheit der sich entfaltenben Birnblätter Septoria nigerrima Fuck. ES sind dies alles böse Wucherer, welche bie Obsternte so vieler ahnungslosen Gartensreunbe für sich wegnehmen ober beschneiden. Und doch kann diesen Krankheiten allen durch richtige und sorgfältig ausgeführte Maßnahmen, auf die ich hier näher einzugehen, mir verfügen muß, gewehrt werden. Wie werthvoll die Kenntniß des oft geheimnißoollen Wegs des Entstehens und der Ursache mancher schädlicher Pilze ist. zeigt der bekannte orangerothe Gitterrost der B»rn- blätter Roestelia cancellata Rab. Entfernen wir jetzt aus den Obstgärten ober aus deren Nähe den sog. ©abebaum Juniperus sabina L. (er hat noch einige seltenere verdächtige Kameraden), so wird mit ihm auch im Sommer der Gitterrost verschwunden fein: der Sadebaum beherbergte in einem gallertartigen Pilz bie erste EntwickelungSform dcs Gitterrostes, deren Sporen der Frühltngswind als postiUon d’amour alljährlich zum späteren Sitz auf die geprüften Btrnblätter hinüber wehte! Heinrich Frhr. von Schilling. FenMeton. „Merhase". Von E. Reinhold. (Nachdruck verboten.) „Wer von Euch noch einmal das Wort Osterhase in den Mund nimmt, der bekommt einen Denkzettel von mir, daß er genug hat für die ganzen Feiertage, bas sage ich Euch!" Heftig auffahrend rief der Oberamtmann Krüger diese Drohung nach dem Winkel der Wohnstube, wo seine jüngsten beiden Sprößlinge sich in klagendem Flüstertöne unterhielten; dann erhob er sich und ging mit wuchtigen Schritten aus dem Zimmer hinüber in die Kanzlei, wie das Arbeitszimmer des Hausherrn allgemein genannt wurde. Erschreckt und verschüchtert sahen die beiden Kleinen, die neunjährige Gertrud und das siebenjährige Aeunchen, einander an unb schwiegen. Sie kannten die väterlichen Denkzettel zur Genüge und trugen kein Verlangen, einen solchen muth- willig heraufzubeschwören. Als aber Papa außer Hörweite war, ging das Jammern von Neuem los: „Warum war denn dieses Jahr am grünen Donnerstage der Osterhase nicht gekommen unb hatte feine schönen, bunten Eier gelegt, draußen im Garten, in den Buxbaumsaum der Beete" oder unter die knospenden Hecken und in das saftige Grün des Rasens zwischen blaue Veilchen und gelbe Himmels- schlüffel? Und warum sollten sie, bie Kinder, nicht von ihm reden? Papa hatte doch noch vorige Woche allerlei von ihm erzählt, und daß dieses Jahr vielleicht ein ganz besonderer Osterhase kommen würde, und dazu hatte er gelacht, und die Mama auch, und die große Schwester Marie war über unb über roth aeworden und hinausgelaufen. Und nun mit einem Male durften sie gar nicht seinen Namen aussprechen, unb Papa war den ganzen Tag böse und mit Mama hatte er sich gezankt — ja, das hatten die Kinder gehört — und Schwester Marie ging immer mit verweinten Augen umher. Ach, gewiß hatte Papa den armen Hasen auch so angefahren, als er seine Eier legen wollte, und darum war der weiter gegangen. Und nun würde wohl auch morgen, am ersten Feiertage, der Schäfer nicht das mit grünen Bändern geschmückte Osterlamm bringen, und sie, die Kinder, würden ihre neuen Kleidchen nicht anziehen dürfen, und sie würden in der Stube hocken müssen, und draußen war es doch so wunderschön, der Frühling war ja nun da —" Während oben in ihrer Ecke die Kleinen klagten und Papa Krüger in feiner Stube grollte, faß unten in den Wirthschastsräumen die Frau Oberamtmann mit ihrer ältesten Tochter Marie. Die beiden Damen hatten den Tag über wacker zu schaffen gehabt mit den Zurüstungen für das Fest, aber nun war Alles fertig, und auch die mächtigen Kuchenbleche waren in den Backofen geschoben, und Mutter unb Tochter hatten Ruhe, sie konnten derselben aber nicht froh werden. Auch sic beschäftigten sich mit dem Thema, das oben die Mäulchen der Jüngsten in Thätigkeit setzte und die Gedanken des Vaters grolldurchzittern ließ, mit dem Osterhasen. Das Gesicht der Mama zeigte eine diplomatisch-vermittelnde Miene, Mariechen aber, die mit ihrer jugendkräftigen Gestalt, der selbst die Pensionsjahre in der Stadt nichts von ihrer ländlichen Frische hatten nehmen können, das verjüngte Ebenbild der Mama war, Mariechen hatte sich mit kampfbereitem Troß gewappnet, wie der Ausdruck ihres hübschen Gesichtchens unb ihre Haltung bezeugte. Das war erklärlich, denn der, dem der Kampf gelten sollte, der Papa, war nicht da. „Du mußt aber Vatern auch nicht alle Schuld beimessen", i sagte die Frau Oberamtmann, „von Herrn Haase wars gewiß \ nicht hübsch, daß er Papa gleich antwortete: „Dann können Sie eben nicht reiten!" Und wer weiß, ob der Gaul nicht wirklich voller Fehler ist, denn beim Pferdekauf--" „Oh," fiel hier Mariechen der Mama eifrig ins Wort, „Herr Haase hats Papa vorher gesagt, daß der „Osterhase" hartmäulig ist und seine Mucken hat, namentlich wenn er j einen Tag gestanden hat. Und nun läßt ihn Papa zwei Tage ! im Stall und will ihn dann vom Jnspeetor reiten lassen. I Daß er den heruntergeworfen, ist kein Wunder." ! Die Frau Oberamtmann seufzte: „Wenn nur die Sache rückgängig zu machen wäre." ,Das geht nicht, Mama, auf keinen Fall. Wenn Herr 1 Haase" fein Pferd zurücknimmt, so sieht das aus wie ein Zugeständniß, daß er Papa habe übervortheilen wollen. Herr Haase wollte sein Pferd überhaupt nicht verkaufen, unb bloß weil er —" Hier stockte Mariechen plötzlich, errötheke unb warf einen unsicheren Blick auf Mama. Aber bie hörte gar nicht mehr auf bie Reben ber Tochter. Sie hatte burchs Fenster auf den Hof geblickt unb rief nun lebhaft: „Da sieh, Kinb, ist das nicht ber „Osterhase", der da gesattelt wird." Mariechen sprang in die Höhe: v „Wahrhaftig, Mamachen, unb ba, sieh, Papa selbst wirb ihn reiten." Es war in ber That der Oberamtmann selbst, der sich da vor dem Stalle auf den gesattelten „Osterhasen" schwang. Herr Krüger hatte in seinem Zimmer in sehr ungemüth- licher Stimmung gesessen. Er verglich Einst unb Jetzt. Als vor zwei Jahren Herr Ernst Haase das Nachbargut gekauft hatte, hatte er die Nachbarschaft mit aufrichtiger Freude begrüßt. Der junge Mann gefiel ihm. Er war fo ein netter Kerl, mit dem man bei einer Flasche Rothspon gemüthlich plaudern konnte, gemüthlich und doch schneidig, unb dabei, was für den Oberamtmann ausschlaggebend war, ein tüchtiger Landwirth, noch einer von der „allen Schule", trotz Akademie. Er hatte ihn lieb gehabt, der Oberamtmann den jungen Haase, wie einen Sohn. Nun, unb das sollte ja nun auch geschehen, daß der junge Nachbar ihn, den alten Krüger, Papa nenne, das war eine längst ausgemachte Sache, noch nicht birect besprochen, aber — „Hols ber Teufel, jetzt «ärs soweit, wenn bie verhexte Pferdegeschichte nicht dazwischen gekommen wäre. Muß der Junge auch meine Worte gleich so krumm nehmen. Und jetzt thut noch Alles, als ob ich schuld wäre! Soll ich etwa hingehen und ihm die Hand bieten dafür, daß er mir — freilich, er kann nicht kommen, ich Habs ihm ja birect verboten. Aber ich? Teufel auch, nein! Mir zu sagen, ich könne nicht reiten! Mir, ber ich noch bis jetzt jeben Gaul reiten konnte. Nein, alter Freunb, bas können wir uns nicht gefallen lassen. Wollen doch mal das Vieh zwischen die Schenkel nehmen. Soll mich nur abwerfen!" „Osterhase" wurde gesattelt und von dem Oberamtmann bestiegen. Zunächst ging Alles glatt ab; erst am Hofthor kam eine Meinungsdifferenz zum Vorschein; das Thier wollte kurz Kehrt machen, ber Reiter aber hinaus. Der letztere besuchen. Unter den Geburtsländern der Schüler bemerken wir: Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Holland, Schweiz, Luxemburg, Großbritanien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Rußland, Türkei, Rumänien, Serbien, Bulgarien, Italien, Frankreich, Spanien, oufl Asien: Java, Afrika Kapland, Oranje-Freistaat, ferner Nord-, Mittel» und Südamerika (Bereinigte Staaten von Brasilien, Argentinien, Venezuela). Die Eltern der Schüler gehören hauptsächlich dem Stande der Fabrikanten, Ingenieure, Mühlen« und Brauereibesitzer, Schlosier, Mechaniker, Baugewerke, Staats- und Eommunal« beamten und Kaufleute an. Die Aufnahmen für da- nächste Sommerhalbjahr beginnen am 10. April. Aufnahmen in den unentgeltlichen Vorunterricht finden von Mitte März bis Beginn des Semesters jederzeit statt. Programm und Jahresbericht erhält man unentgeltlich von der Direction de- Technikum Mittweida (Sachsen). ft Kassel, 31. März. Attentat aus einen Forstbeamten. Eine scheußliche Blutt hat ist in der gestrigen Nacht in dem Dorfe Lengenfeld bei Wann fried an der Werra verübt worden: Der Förster Dunckelberg aus Sturrh wurde von zwei Holzdieben, den Gebrüdern Gundelach, auf dem Nachhausewege überfallen und mittelst Axthieben zu Boden geschlagen und tödtlich verletzt. Ueber die näheren Einzelheiten können wir Folgendes mittheilen: In der Lorentz'schen Wirthschaft saßen Abends die Korbmacher Gebrüder Gundelach, die seit einigen Jahren in Lengenseld wohnen, aber aus einem Dorfe bei Heiligenstadt gebürtig sind. Sie erfreuten sich nicht des besten RufeS, ja — es wird von Eingeweihten behauptet, daß sie das meiste Holz und die meisten Weiden, die sie verarbeiteten, im Walde stahlen. Die Forstbeamten sahen ihnen daher sehr scharf auf die Finger. Als nun der Förster Dunckelberg auch in die WirthSstube trat, führten die beiden GundelachS allerlei Stichelreden, was der Förster anfänglich gar nicht beachtete, schließlich aber doch entgegnete, sie möchten nur hübsch stille sein und vor allen Dingen ihn in Ruhe lasten, denn er wiste von ihnen mehr als ihnen lieb sei und er hoffe auch sicher, sie noch einmal beim Holzdiebstahl abzufassen. Gegen Mitter« nacht, bevor der Förster fortging, entfernten sich die Gebrüder Gundelach, liefen nach Hause, holten ihre Axt und legten sich vor dem Dorfe am Wege, den der Förster nehmen mußte, in Hinterhalt. Als Dunckelberg erschien, überfielen die beiden Strolche den nichts ahnenden, zufällig unbewaffneten Mann von hinten, schlugen ihn durch wuchtige Axthiebe zu Boden und brachten demselben, der bet dem ersten Schlage bewußtlos zusammenbrach, mehrere tödtliche Verletzungen bet. Der Schädel ist gespalten, eine Hand abgehauen rc., überhaupt der Zustand hoffnungslos. Die Mörder hielten ihr Opfer für tobt und liefen fort. Gegen Morgen kam Dunckelberg aber wieder zu sich, schleppte sich an ein nahegelegenes Haus und bezeichnete feine Mörder, darauf brach er wieder zu- fammen. Dunckelberg wurde sofort verbunden, doch ist sein Zustand hoffnungslos, da er mehrere schwere Axthiebe erhalten hat. Die Mörder sind flüchtig geworden. * Frankfurt, 28. März. In Arbeitskreisen ist der Wunsch laut geworden, daß die hiesigen Sparkaffen auch Sonntags in einer Bormittagsstunde Einzahlungen entgegennehmen möchten. Die Anregung ist um so beachtenswerther, als durch derart vermehrte Spargelcgenheit solchen Leuten, denen an Wochentagen in den üblichen Geschästsstunden die Zeit mangelt, die Möglichkeit geboten würde, von dem am SamStag erhaltenen Wochenlohn den zurückzulegenden Theilbetrag auf die Sparkaste zu bringen. * Benthe», 27. März. Die „Oberschlesische Grenzzeitung" erzählt, aus Großdombrowka sei eine redliche Arbeiterfamilie, die dort zwanzig Jahre wohnte, nach Rußland auSgewiesen worden- in der Verzweiflung habe der Mann seine blinde Ehefrau ertränkt und sich selbst dann aufgehängt. Genaueres über daS Eceigniß wird wohl noch zu erwarten fein. • Iugeah-Tharheiteo. Dem Emzelrichter in Wien wird der 15jähr,ge Fleischerlehrling Josef Ackerl vorgeführt. Er ist beschuldigt der Verleitung zum Diebstahl, weil er mehrere AlterSgenoffen dazu überredet hatte, Geld zu stehlen. Die Genosten AckerlS waren nicht mit angektagt, weil die Eltern ihnen verziehen hatten. — Richter: „WaS wollten Sie in den Karpathen machen?" — Angeklagter: „Unser Plan war, dort Bären zu erlegen. Von den Tatzen wollten wir uns ernähren, bte Häute aber verkaufen. DaS Geld hätt' unS zur Reise nach Afrika gedient, wo wir Löwen und dergleichen gejagt und Forschungen vorgenommen hätten." — Richter: „Sie haben einen Ihrer Theilnchmer veranlaßt, die Uhr zu versetzen!" — Angeklagter: „Für daö Geld wurde ein Revolver gekauft." — Richter: „Wozu einen Revolver?" — Angeklagter: „Zu der Bärenjagd in den Karpathen." — Richter: „Aha, Sie wollten mit dem Revolver Bären schießen. Wie wären Sie aber in die Karpathen gekommen?" — Angeklagter „O, wir hätten schon gefragt!" — Richter: „Dann haben Sie noch einen Lehrjungen über« redet, das für seinen Meister einkassine Geld zu veruntreuen." — Angeklagter: „Ah, den habe ich nicht verleitet. Die der vom Plan gehört hat, da hat er g sagt: Wisst S, wie m r zu an Geld komm'n? Wia mi met Master an größer'n Betrag einkassir'n schickt, brenn' i einfach durch und bring'» Geld." — Der Angeklagte wurde zu einer Woche strengen, mit Fasten verschärften Arrest verurtheilt. Die Karpathen- und Afrika Expedition ist somit zum mindesten auf acht Tage verschoben. * Der telegraphische Gruß, den der in Mainz versammelte Bund der Landwirthe unter stürmischem Jubel an den Fürsten Bismarck zu senden beschloß, lautete nach den „Hamb. Nachr.": „Dem besten deutschen Bauern, — Dem Bauern, der stets unverzagt — Für unS fein Bestes hat gewagt, — Dem Bauern, der zu jeder Zeit — Gekämpft für Deutschlands Herrlichkeit — Dem Bauern, der es so geführt, — Daß heut' ein Kaiser uns regiert, — Dem Bauern, der stolz so sich nennt — Als Fürsten BiSmarck die Welt ihn kennt — Dem wollen ein Lebehoch wir bringen, — DaS soll bis FriedrichSruh erklingen." * Wie wenig das Eintrittsgeld, daS in neuerer Zeit in Rudolstadt bei kirchlichen Trauungen erhoben wird, der Neugierde steuert, beweist die Thatsache, daß dieser Tage bei einer Trauung in der dortigen Stadtkirche 301 Personen den Eintritt bezahlt haben. * Die neueste Leistung der Statistik! Voriges Jahr veranstalteten die Stadtbehörden von Fontainebleau einen Ball in dem dortigen Schloß. Die Wandgemälde eines Saales litten sehr bei diesem Anlaß, so daß ein Ausschuß beauftragt wurde, die Schädigung wie ihre näheren Ursachen festzustellen. Der Ausschuß giebt als Ursache der Schädigungen den Schweiß der Tänzerinnen an und berechnet, daß eine Dame während eines sechs Stunden dauernden Balles einen Liter Wasser auöschwitze und verdunste. Für 3000 Tänzerinnen mache dies 3000 Liter, die in Wasserkunst aufgehen. Unter sollen Umständen müßten die Wandgemälde hart mitgenommen werden. * Im Wildpretladeu. „Nun, Herr Lampel, da diesen großen Hasen schieß' ich heut'!" — „Bedaure, den hat soeben Ihr Herr College, der Affeffor Müller, schon geschossen !" Derfcbr, Canö» uttfc Dolfsroiribfäiaft, 8i*»ote, 29. Mär». Frachtmarkt. Rothrr ödmr X 13.70, wrtin ©dien X —, Korn x 10.60, Gerste X 9.55t Hafer X 7.70, Erbten X . Bei der Redactiou eingeganqene Bücher re.: — 3u0en6fr<*n>. 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Deßbalb empfiehlt eS sich, eine neue Erfindung, welche die bisherige Lücke ausfüllt, auch entsprechend auSzunutzen und kein Haushalt sollte ohne sein, der nach AuSsage der Aerzte weil wirkungsvoller als tfolb« Oream, Carbol-, Glycerine-, Vaseline:, Zinksalbe rc. Man lese in der GratiSbroschüre über die rationelle Behandlung der Hautkrank- bdten die Gutachten der Aerzte und überzeuge sich von der Vorzüg« lichkeit von Flügges Morrben-Erdme. Erhältlich * Dose Mk. 1.— in Gießen in alle» Apotheke«. Apotheker «. Flügges Myrrhen- Eröme tft der patentiere ölige und verdickte AuSzug deS Myrrhen Harzes._____________________________________________________[3107 Lebensversicherung, »al der «llgemetnen Verforg« ungS-Anstati zu Karlsruhe waren die Ergebnisse des IahreS 1802, soweit sie vorläufig festgestelll find, wieder sehr befriedigend. Ein- gereicht wurden bei ihr in 1892: 7615 Anträge mit Mk. 32.474,200.— BersicherungScapital (!>/« Millionen mehr alt in 1891) und abgeschlossen 6021 Versicherungen über Mk. 25,306,600.—. Rach Abzug der durch Tod, Ablauf der Verficherungen rc. abegangenen Ver sicherungen bleibt ein reiner Zuwachs von Mk 4311 Verficherunaei' über Mk. 18,492,500.— und ein Gefammtbeftand auf Ende 1892 von 41,700 Versicherungen über Mk 293,875,500.- Kapital. Die in Folge AblebenS von 583 Personen auSgezahUe Summe von Mk. 2,612,400.— blieb noch mehr, all in den Voriahren, hinter der erwartungSmäßigen Sterblichkeit zurück. Rach diesen Ergebnissen kann daS abgelaufene Geschäftsjahr, wie überhaupt der Stand der Karlsruher Anstalt all sehr günstig bezeichnet werden. bei Gebrüder Stamm die schönste ZyCllll flUVvl Auswahl der neuesten V«ckskt«s, Tcha- viotS «nd Kammgarne rc. zum meterweisen verkauf iowohl all auch zur besten Änfeitigung nach Maß auf eigener Werkstätte. ,Tlrti.v Herren- und »nadenanzllge, Havelocks, Paletot» «nd Joppe« re. zu sehr billigen Preisen. 111» siegte nach kurzem Kampf, aber daS erstere ließ ihn seinen Unwillen deutlich merken. Bei dem nächsten Kreuzwege wollte „Osterhase" wieder ivo anders hin als sein Herr, bäumte sich und machte einen riesigen Satz in der von ihm gewählten Richtung. „Nichtswürdiges Vieh, ich werde dich lehren", knirschte Herr Strüger, an den Zügeln reißend. Da, waS war das? Donnerwetter, die Kinnkette war gerissen. Nun war eS aus mit der Herrschaft über die hartmäulige Bestie, und Herr Krüger mußte sich dem Willen seines Gaules fügen. Der Weg, den „Osterhase" eingeschlagen hatte, war der Weg in seine Heimath, nämlich die alte Heimath auf dem Gute deS Herrn Haase. Den Oberamtmann rührte beinahe der Schlag. Was würde man sagen, wenn daS Bcest ihn, den berühmten Reiter, etwa gar bis in den Stall auf dem Gute deS Nachbar Haase trug! Aber „Osterhase" hatte ein Einsehen, denn er war ein wohlerzogenes Reitpserd. Nicht in sausender (Saniere, sondern in elegantem Galopp sprengte er durch daS Hosthor der Haase'schen Besitzung und steuerte birect auf daS Herrenhaus zu. Vor demselben machte er Halt und blieb wie angegossen stehen, mit stiller Befriedigung leise wiehernd. Im selben Augenblick, noch ehe der Oberamtmann sich auS dem Sattel schwingen konnte, erschien in der geöffneten HauSthür der Besitzer deS Grund und Bodens, auf dem Herr Krüger sich gegenwärtig befand. Ernst HaaseS männliches, gebräuntes Gesicht strahlte vor ehrlicher Freude, und raschen Schrittes trat der junge Mann hinzu, um dem unerwarteten Gast beim Absteigen dehülflich zu jein. „Herr Nachbar, sehe ich recht, Sie kommen zu mir, und aus dem „Osterhasen?" ries er erregt. „Haben Sie herzlichen Dank, daS ist wahrhaftig eine Uederraschung. Ich wäre ja längst zu Ihnen gekommen, wie meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit war, aber —" Jetzt wurde Ernst Haase bei herabhängenden Kinvkette ansichtig. „Donnenvetter", unterbrach er sich, „das Ding ist ge- rissen, und doch haben Sie die hartmäulige Bestie regieren können? Hut ab vor Ihnen, Herr Oberamtmann! DaS macht Ihnen so leicht keiner nach. Und ich dummer Kerl konnte sagen — na, ich möchte mich selber prügeln." Herr Krüger, der inzwischen glücklich abgestiegen war — „Osterhase" stand da, unschuldig wie ein Lamm — wurde bei den letzten Worten dunkelroth und schaute mißtrauisch auf den jungen Gutsbesitzer. Hatte der junge Fant etwa was gemerkt und wollte sich über ihn lustig machen? Aber nein, das ehrliche Gesicht log nicht, was da zu lesen war, war eitel Freude über den willkommenen Besuch. Liebe weckt Gegenliebe, und so schmolz auch die EiSrinde um daS Herz beS OberamtmannS. ES war nicht bte biplo- matische Berechnung, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, um sich vor einer Blamage zu schützen, sonbern wirkliche Herzlichkeit, mit ber ber Oberamtmann Ernst Haase bte Hanb entgegenstreckte. „Na", sagte er lachenb, „Ihr junges Volk glaubte ja nicht, baß unsereins auch noch zu Pferbe sitzen kann, ba muß maus Euch ad oculoa bemonftriren —" „Aber, Herr Oberamtmann —" „Na schon gut, mein Junge!" Mein Junge? DaS war das sicherste Zeichen, daß aller Groll geschwunden- Ernst Haase war überglücklich, und er führte den alten Freund unter fein gastliches Dach. WaS die beiden Herren da drinnen im gemüthlichen Zimmer besprochen, ist nicht bekannt, aber so viel steht fest, daß beim Abschiede die beiden Herren einander umarmten und sich duzten, und daß Ernst Haase den Oberamtmann Papa nannte. „Also morgen früh, mein Junge, um halb zehn, ehe wir zur Kirche fahren, kommst Du zu und. Und waS Du Marien zu sagen hast, kannst Du ihr selbst sagen, ich erzähle nichts." „Werd ich schon besorgen, Papa. Und wie stehiS mit dem „Osterhasen", soll ich ihn zurücknehmen?" „Nein, laß mal. DaS Thier hat mehr Verstand als wir beide." Mit diesen Worten schob der Oberamtmann seine etwas corpulente Gestalt in den Dattel und sprengte davon, ohne weitere Aufklärung über die letzte Bemerkung zu geben. Er hatte Ernst nicht erzählt, wie er dazu gekommen, ihn zu besuchen, da- sollte ein Geheimniß bleiben zwischen ihm und „Osterhasen." — Der Morgen deS ersten OsterfeiertageS war angebrochen. Marie Krüger war schon seit früher Stunde auf; sie hatte so wie so nicht recht schlasen können, weil allerhand Gedanken sie nicht zur Ruhe kommen ließen. Papa war von feinem Spazierritt so vergnügt zurückgekommen und batte den „Öfter Hasen" einen tüchtigen Gaul genannt. Was hatte baS zu bedeuten? Die ganze Nacht hatte sie darüber gegrübelt, immer schwankend zwischen Hoffnung und Furcht, und alS der Osterrnorgen heraufstieg, hielt sie eS in ihrem Kämmerchen nicht länger aus - sie ging hinaus in den Garten, in den FiühlingSsonnenschein deS OsiermorgenS. Ja, eß war Frühling geworden. UeberaQ keimte, sproßte und grünte neue« Leben in der sich verjüngenden Natur. Abgestorben war baß Alte, und baß Neue brang siegreich hervor unter bem erroärmenben Strahl ber Sonne. Die entfaltete Sommerpracht labet ein zum Freuen unb Genießen, ber Anblick beß Werdens in ber Natur zur Zeit beS Frühlings regt an zu sinnigem Nachdenken. Unb wenn ein Menschenkind, unb noch dazu ein junge», mag eS auch meinen, alle Hoffnung auf Glück begraben zu haben, hinauStritt in den Auferstehul-gSmorgen unb betrachtet baS frisch auskeimenbe Leben, bann hält auch in seinem Herzen bie Hoffnung ihre Auferstehung. „ES muß doch Frühling werden." Marie sprach eß, aber nicht mit bem trotzigen Groll, ben sie gestern gezeigt, fonbem mit ber gläubigen Zuversicht eines hoffnungsvollen, jungen Herzens, baS hingerissen ist von bem Zauber beß FrÜhlingSmorgenS. „Marie!" ertönte ba eine jubelnde Stimme hinter ihr, unb im nächsten Augenblick schon, noch ehe sie sich umdrehe» konnte, hatten zwei kräftige Arme sie umschlungen. „ES ist doch Frühling geworden." — Beim VerlobungSdiner löste ber Wein die Zunge des Papa Krüger, unb ber alte Herr theilte ben Sachverhalt mit dem „Osterhasen" mit. „Ehre, wem Ehre gebührt," sagte er, „er hat seine Sache gut gemacht unb unserem Mäbel richtig auch zu ihrem Oster- Haafe verhalfen. Ich bin nur neugierig, wie oft ber Witz mit Oster-Haase in ber Nachbarschaft noch gemacht werden wird. Macht Ihr Euch gar nichts daraus, Kinder?" „Gott bewahre, Papa." jubelte das Brautpaar. „Na, dann, vivant alle Osterhofen Kuvholz: 70 2 echnMtzen Brennholz'. unb Mlenr t-?. 3510 Achen-, Mang 10 Uj ÄuBtrbein fopn »alb vim Berkaus: 3 fm Zichtenb ssichtenwellen sowie Hobensolm», de -chntzbei' hsaMenkunjl - r*"' k>rrnn,h°l- m tobenW” 10830 $ '1150 U59 ” ’4' 2 mit 1WJ « «13 fn>. 22n» ® finrilt unt eeWti**1,’ Mining* i st io Siw $ in Freitag den ' Pfrg, LamperiSlhor, werden 230 rm S8i Elammprügel), 91 Ntrorugtl und ■ 4,15 cbm, 2 Buchen 4 Nadelhahstämme = 9 und 10 cm Tchm., niftr unb Leöhoh flä, Zusammenkunft 2 Mkn tzautzplatz un' Laubach, den 28 üir üoburrf] voin 28. d. M. in d ^ch'lfenberg ist geneh Nihrscheine können vo bei Gr.Aeniami Gieße, Dre Uederweisung be< ifrnlag, 14. April, 5 den 30. § W Dbtrförfterei —Heyer^ Äittmod), hm j 2>/t Külte biesim rughttd in WSrunbM; Nr. 2i)8 ~ 250 Jinttr bem M4-2113 s •ssSftÄ »■4 & 189 NitSofei Äta ■?’Berlin, r' d. H. brkat wrodtrren äffe Äs f die rtid;ä|iu bWtn )m bescheiden» ! a,u8®W SgxB H»ii? ^vnrchlumtz. 238t MSL Är,?\ntut ErfwdlM «mfpre^oib -uSMuhm M ."‘"'IN* •*> S-L), Mtn^r $ct re.- ALL Ar . S^McyiHanWta ' Behandlung der Hautkran!- -erzeuge sich von der Bonüg. ErhSltttch L Dose Mk. 1.- Acker 8. Flügge? Myrrhen- oiatc Auszug bt? Mynhrn- [3W7 '« Avgemünm versorg' )te Ergebnisse de? Jahre? 1892, 'eder sehr beiriedtgmd. Ein- lnlrLge mit Ißt. 32,474,200.- rnebr als in 1891) und ab- M. 25,306,600.-. Nach Abzug ungen 2c. abgegangenen Neroon M. 4311 Bersicherunaen ammtbeftanb auf Ende 1892 293,875,500.- Capital, nm ausgezahite Summe von in den Dorsahrrn, hinter der i. Nach dielen ErgrdMen vie überhaupt der Stand der ezrichnei werden. eit ader Stamm die schönste ec neuesten Buckskins, Thd idermditn Verlaus sowohl al« i aus eigener WrrkfiLck. nzügt,-avtlo«»,Pastt-U -eism. 1118 en. Papa war von seinem mven und hatte den //Oster- mnt. Was hatte oaS zu £ fit darüber gegrübelt, a und Furcht, und als der es in ihrem Kämmerchen . in den Garten, 'm den ®*a, -- •“« Ä L Hr-sr )t mit ®°'9WS' attame * i^^f,4umW 1 f« »*"9'”' Herr 1 MS." « e oft der M "^^?oemachtrotrbtn haft L?« * Sb®r«»fl”or' sä«,b,;„ Holzversteigerung. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. Dienstag, den 4. April 1893. Schutzbezirk „Frankenbach". Districi „Windelbach". Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr auf der Gladenbacher Chaussee am District Windelbach. Brennholz: 129 rm Buchenscheitholz; 24 rm Buchenknüppelholz; 8 rm Eichenknüppelholz; 17 rm Erlenknüppel; 63 rm Buchen- und Eichen- stockholz; 10 830 Buchen- und Eichenwellen (Durchforstung); 70 Fichtenwellen ; 1150 Erlenwellen. Nutzholz: 10 Eichenstämme mit 6,50 fm (2. Klasse); 50 Eichenstämme mit 14,59 fm; 6 Buchenstämme mit 3,78 fm; 111 Erlenstämme mit 19,43 fm; 2 Fichtenstämme mit 0,44 fm; 5 Fichtenstangen mit 0,33 fm; 22 rm Buchenfelgenholz; 4 rm Eichennutzholz in Rollen; 11 rm Erlennutzholz in Rollen (2 Meter lang). Mittwoch, den 5. April. Distrikt „Pfaffenmarkt". Anfang Vormittags 10 Uhr. Zusammenkunft am „Runden Wieschen" zunächst dem Bechlinger Weg. Nutzholz: Elchenstammholz 1., 2., 3. Kl., 42 Stück mit 36 fm Küfer- unv Glaserholz; 24 Fichtenstangen mit 0,45 fm; 9 rm Eichenschichtnutzholz bester Sorte. Brennholz: 49 rm Buchen- und Eichenscheitholz; 23 rm Buchen- und Eichenprügelholz; 63 rm Buchen- und Eichenstockholz - 5900 Buchen- und Eichenreisigwellen, darunter 2700 Buchenwellen 1. Kl. und 700 Wellen 2. Kl.; 70 Fichtenreisigwellen. Donnerstag, den 6. April. District „Scheuernwald". Nutzholz: 70 Eichenstämme 2. und 3. Kl. mit 27,61 fm Wagnerholz; 2 Eichenstangen mit 0,24 fm; 8 rm Buchenfelgenholz. Brennholz: 109 rm Buchen- und Eichenscheitholz; 43 rm Buchen-, Elchen- und Fichtenknüppelholz; 73 rm Buchen-, Eichen- und Fichtenstockholz; 3510 Buchen-, Eichen- und Fichtenreisigwellen. Anfang 10 Uhr Vormittags unmittelbar bei Hohensolms. Außerdem kommen aus dem Eichelsberg am 5. April im Scheuernwald zum Verkauf: 3 fm Fichtenbauholz; 4 rm Fichtenscheitholz; 8 rm Stockholz; 110 Fichtenwellen sowie 6 Wellen Flechtweiden. Hohensolms, den 29. März 1893. 3105 Fürstliche Oberförsterei. Holz-Berfteigerung in Gräflichem Reviere Thiergarten. Freitag den 7. April d. I sollen in den Districten Wildfrau- 'berg, LampertSthor, Hausplatz, Taubhaus und Hahnenkopf versteigert werden: 230 rm Buchen-Scheiter, 440 rm .Prügel (zum großen Theile Stammprügel), 9 rm Eichen-Prügel, 100 rm Buchen-Stöcke, 430 rm -Reiserprügel und -Reiser, 9 Eichenstämme von 15—41 cm Dchm. — 4,15 cbm, 2 Buchen (Schnittholz) von 42 und 49 em Dchm. — 1,96 cbm, 4 Nadelholzstämme — 1,25 cbm, 15 Buchenstangen (Langwieden) von 9 und 10 cm Dchm., 10 Fichtenstangen von 11 — 13 cm Dchm.; Kohl- reiser und Lesholz flächenweise. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr auf dem „Weickartshainer Weg" zwischen Hausplatz und Wildfrauberg bei Holznummer 336. Laubach, den 28. März 1893. 3115 ______________________________Gräfliche Oberförsterei. Sie Hostverfleigerung vom 28. d. M. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Ab- fuhrscheine können vom 13. April an becGr.Rentamt Gießenbezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Freitag, 14. April, Morgens 7 Uhr. Gießen, den 30. März 1893. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. ___________Heye r._______3097 Mittwoch, den 5. April, Nachmittags 2‘/g Uhr, sollen auf dem hiesigen Orlsgericht die dem Ernst Jughard in G t e ß e n gehörigen Grundstücke: Flur 37 Nr. 2U8 - 25C0 Meter Wiese hinter dem Waldbrunnen an der Wieseck, Flur 38 Nr. 17 - 3938 Meter Wiese am Gänseacker, Flur 40 Nr. 72 — 1650 Meter Acker links am Schwarzlachweg, Flur 4t Nr. 15 - 1113 Meter Acker auf dem Rodt, Flur 41 Nr. 41 - 3997 Meter Acker über dem Rodt auf die RodtgSrten, Flur 41 Nr. 92 — 3625 Meter Acker vor der Wart auf die Marburger Chausiee, Flur 41 Nr. 114 — 2113 Meter Acker da, selbst, Flur 41 Nr. 132 — 4688 Meter Acker auf der Wart, links der Chaussee, Flur 42 Nr. 96 — 1269 Meter Acker über dem Rodt auf den Wartweg, Flur 42 Nr. 97 — 2562 Meter Acker daselbst, Flur 44 Nr. 518/,0 - 1162 Meter Acker auf dem Fluthgraben, freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 28. März 1893. Großh- OrtSgericht Gießen. I. A.: Bogt. 2997 Ieikgeöotenes. 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Bl- 3118] Zweiter Stock zu vermiethen- _________________Grünbergerstraße 43. 3117] Der mittlere StockmeinesHauses, 6 Zimmer — eventuell auch mehr — und Badezimmer, nebst Gartenanthetl und Bleichplatz, ist per Anfang Juli zu ver» mtethen- Emil Schmoll Ostanlage 36. 3112] Die Parterrewohnung meines Hauses, Ltebigstraße 13, ist per 1. Juli zu vermiethen.______M. Rosenthal. 3167] Lndwigstraße 32 ein Logt», bestehend aus 8 Zimmern, Badezimmer u. f. w., zrr vermiethen. RühereS Bahnhofstraße 28. 3169] Wegzugshalber Ist der 3. Stock per 1. Juni ober später zu vermiethen. __________________Dammstraße 30. 3161] Drei Zimmer im 2. Stock mit Wasserleitung zu vermiethen ______________________Steinstraße 17. 3136] Zwei oder drei schöne ineinandergehende Zimmer, gut möbl., zu verm- ______________________Ludwigsplatz 13. 3123] Eine Stube mit Bett zu oet* mtethen-_________________Tiefenweg 16. 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ES wird mein Bestreben sein, den geehrten Theater-Besuchern nur gute vor» flellunaen zu bieten und die mir vor zwei Jahren erwiesene Gunst und Tbetlnahme aufS Neue zu erwerben. Zur Aufführung gilangen u- A folg Director de» Stadttheaters ia Sreislwaitze. - Cafe Leib Voranzeige. Hiermit zur gefl. Kenntnißnahme eines geehrten kunstsinnigen Publikum», daß ich am Donnerstag den 6. April 1893 Edi Jacobis Rege ist der be meiden uiynbt' tboTn-ikt 8. staUdof SymphonionH. Herophons. Aristons Harmonikas, Zithern, Violinen, Flöten, sowie alle Instrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen In der Instrumentenfabrik und Handlung wi_ , _ . n. ,,, /D . . . .. ! Deutsche ReichSbank . Ernst Chai her (Rudolphs Nachf)., Giessen. ♦ «erivr.Handelsgefellsch. Illastrirte Preisverzeichnisse gratis und franco. [3099 , Deutsche Bank . . . . . ...... _ L _ J DeuticheSenoffenschftSb. 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Der Schluß der letzten Woche bedeutete lür die Hausseparlet einen Abgang, wie er glanzvoller nicht gut gedacht werden kann. Mit einem Hurrah ole habe eS gegolten, eine Schlacht zu gewinnen, wurde — wie es in der Börien- fprache heißt — der 300er geköpft und sanguinische Speculanten sahm die so verhaßten (Sontremlnencourfe schon der Reihe nach an diesem entschetdenden Punkte ihre Operationen für lange Zeit aufgegeben. Mitein Hauplgi und für die größere Steigerung war eben das unauihörliche Wühlen der norddeutschen Baiffepartei und das infolge dessen hervorgetretene DeckungSbedürfniß, welchem das von Wien aus unausgesetzt erneuerte Dlängen nach oben sehr zu statten kam. Unser Süddeutschland hält sich mit Recht etwas relerolrt in dieser Strömung, da es immer noch nicht al» sicher betrachtet werden kann, daß die Wiener Börse siegreich aus dem Hexentanz hervorgeht; hieß e» doch schon, daß die Budapester Böife eher stark überladen sei und wie eS dort mit bei Qualität eines großen TbeileS der Speculanten bestellt ist, davon hat man schon öfter Beweise gehabt. Schon zu Beginn der Woche trat eine kleine Ernüchterung ein, welche von dem Rückgang der Koblenwerthe ausgtng. Die Schwächen de» Syndikat» treten schon an allen Ecken und Enden aus und lassen darauf deuten, daß es einzelnen Werthen schon heute nicht mehr wohl bei der Vereinigung ist. Man hatte geglaubt, daß nach dem Zustandekommen de» Syndikat» ein Festhalten an guten Preisen, wenn auch nicht eine Preissteigerung eher möglich sei, und sieht sich nunmehr bitter mttäuscht, da sich speciell die englische Eoncurrenz ziemlich breit macht, nicht nur in Holland, sondern auch, wie sich in den letzten Tagen zeigte, tn Deutschland. ProductionSeinschränkung der Ruhrzechen ist unter den heutigen Verhältnissen sicher bevorstehend. Mil den niedrigen Eoursen für Kohlenweithe und der dadurch bedingten Abschwächung der leitenden Bankactien hat eine weitere Verschärfung be» Kampfes zwischen Pessimismus an ber Spree und Optimismus an ber Donau ein, bte schließlich für Wien einen kleinen Steg brachte, benn Berlin war gezwungen, ber AufwLrtSbewegung für Banken zu folgen, da die östlichen Käufe überwogen. Die äußeren Antriebe zu diesem Vorgeh'n waren die neuerlichen Unterhandlungen der beiden Finanzmtntster und der Hinweis auf die bevor stehende Ausgabe eines weiteren Posten Goldrente. Die verschtedent- Uchen Preßstimmen über den angeblich schweren Stand Wekerle'S in ber kirchen- politischen Frage blieben ganz ohne Einbruck, ba man bis zum Actucllwerben tiefer kritischen Frage die Valutaoperaiio» glücklich geborgen glaubte. Eine wenn auch nicht starke Hilfe enlftanb ben weniger Optimistischen Mitte ber Woche in ben mit der Ausweisung be» deutschen Journalisten Brande« oerknüpiten AuSschreilungen de» französischen Janhagels. Wir erinnern unS Zeiten, in welchen ein derartiger Zwifchenfall der Börse gefährlich gewesen wäre, diesmal legten nur einige Nervöse dem Vorfall eine Bedeutung bei, welche derselbe wahrhaft nicht verdiente. Daß solche Ungeheuerlichkeiten selten» unserer Regierung nicht ungerügt bleiben, dessen ist man ja sicher und der falte Wasserstrahl, ben Oberbranbmeifter Pinbter höheren Auftrags entfanbte, hat seine Wirkung bet ber französischen Regierung keineswegs verfehlt, man wird dort wohl einsehen, daß unsere Journalisten zwar nicht fewohnt sind, mit (Slacö^audschuhen angesaßt zu werden, man aber Gassenungen heute nicht duldet, auch wenn dieselben gegen einen ber sonst unbeliebten lintenbuben gerichtet waren. Jebensalls aber ist eS verkehrt, die oben erwähnten Auslassungen ber „Norbb. Allg." mit ber M litärvorlage »u- Ismmrnzubrtngen, al» wolle man auS einem berartigen Vorgänge zu Gunsten der Militär Vorlage Stimmung machen. Eine» scheint unü nach allem bi» jetzt Erfahrenen unbedingt fesizustehen. Wirb der Reichstag aufgelöst, so bedeutet die» eine Zeit der Unruhen und Tenbenzgerüchte und für die Börse selbstverständlich ein un- »ewisseS Lavieren durch Nachrrchten, bet welchen eS schwer ist, Hafer von Spreu zu unt-richeiden Und deßhaid wäre für die Börse ber noch immer erhoffte Eompromiß eine Wohlthat. Bei Schluß unsere« Berichtes Hal aelegrntlich ber franzöfischerr Bub- aetbebalic eine Dea ilsion be» Ministeriums Ridot ftaitgefunben. Wie bte» von ben deutschen Börsen aufgefaßt wird, läßt sich wegen be» am Eharsreitag ruhenden Verkehr» noch nicht erwägen. lieber ben Koh'.enmarkt haben wir schon oben berichtet, unter dem Rückgang batten besonder» Zarpener stark zu leiden. Die Hauffepostttonen tn Hüttenactien scheinen nach wie vor sehr groß zu fein. Die Werke machen fortgeteht große An, Krengungen, eine Einigung zu erzielen. Bet ber letzten Schienrnsubmission in Karlsruhe haben auch belgische Werke Bestellungen ex ballen. Von Bahnenwerthen waren Schweizer Eisenbahnen vorübergehend lebhaft unb höb.r, die übrigen Sifmbahngediete zeigen fast keine Veränderung. Auch ber Rentenmark zeigt wenig Veränderung. Deutsche Renten waren ab- rischwächt in Anbetracht der bevorstehenden Sleuaulgabe von Eonlol», mit der Vereisung de» G.ldstandeS trat auch eine kleine Besserung ein lürktsche Fond« zeigten auf Pariser Imp >1» eine Besserung. Zi'Zo) Ern ttaVlii.« gencht. ““ 2782] Per sofort oder später ein I jüngeres Sira&mäbftra I K. Köhler, Schreincrm., Dammstr. 32. gesucht SelterSweg 85. Am 2 Jtiertaft, Morgen» 8 Uhr: Spaiirrgang i. b.forflgartrn. Zufammenknnfi: Licherffratze 1. Braunfels. » Hotel „Lolmser Hof" ■ dicht am Schlöffe »el#arn (Besitzer: H. Himmelreich) hält sich Tonrrften den emofovten [3171 31 0] V n rubtaer Familie wird ein Logt» von 4—5 Z'mmern tn uhiaer Lage |U n 1 Juli |# mieihen gelacht. Offe ttn u; ter C W an bie Erp.dttion diese» Blatte» erbeten.__ 4°/e PffUz. Ludwigsdahn (Berbach) . . , Hessische LudwigSb. 68/69 garenL , EUsaberhb. steuerfrei «old . . . . 5% Oestr. StaatSbahn. 4»/0 do. do. >/o do. do. L-VTILÜmtfl. Wo do. ErgänzungSnetz 5°/q Rordwestbahn Gold Gotthardt . . . . i 157 20 Jtal. Mitrelmecr . . 1103 40 Prima Aeplelwe Habe neben btin Pjifncr der Münchner Zac im Ausschi laulbfl guten hräfligtii Uii iaAbomiement 6( empfteblt erßtbenft Wilhelm -rische Wer ff. Sutter tkima Pobntn taurrtraut J. Broder, Mc uaftt V <6rrmflnifl-Wen,nd i^ill ! 3129] A««»e für Sonnt g Rachmit, >52 20 tag» zur Ausbülfe gesucht im ......n .Kützten ens«>*. 24JHI 30 ./III. Caere vom 24./III. 30. in. l«>6 05 106 — 4V?/rVorrug.-A.88u.89 28 80 28 40 107 55 107 30 &»//> emort. 5erb. Sold- l<>5 05 >' 5 10 Rente .... 7960 79.20 87.90 87 60 5°.; SerbifchtEiscridahN' 98 50- 98.50 Hyp^Obl. L. A. 82 30 82.— 98 55 98 90 4-/2 Schweb. Oblig.l8»> 104 40 104 50 98.60 98 40 l°/n Zürfen conv. Lit. D. 22 15 22.45 5“ 0 Ärgent Sold - Anl. 46 20 47 — 64.60 63 40 o. 1887 . . . 98.75 98.75 3*/t®/o Egvpt. priv. ÄnL 96.55 96 90 6^ 9 Südbahn Lombarden 105.90 105 75 104.30 4^/0 bo bo. 98 75 98 65 ! 30/3 do. do. 65.70 66 — 103.45 103 60 4°/o Brag-Duxer Solo 10030 100 75 , Rudolf Sold (Sollt.) 101.80 101.80 102.— 109.— 102.— 108.50 , Franz-Josef Silber 3% ftaatL garant Ftal. 82.45 82.40 101.85 101.70 Eisenbahn 58.25 58 15 3°/o Livorneier . . . 64.95 64 80 84.50 84 2<) »o/o Ruff.Südw Effenb. 95.05 81.85 81.90 9 Wladikawkas garnl 95.15 95 M —.— 108.25 40/g gar. Sardin.Sec.stfr. 80.95 80 85 40/0 Franks. Hyp.-Psbdr. 0. 91 ab . . . 103.70 103.70 40/oDeutscheSrunbschld.- Bk.-Psondbr. 102 — 102 20 3^/oFrnks^yp-Psddr. 40/oPreuß^vp. Act^Bk^ Psonddr. . - 97.50 97.50 3'/?Vo bo...... 31/ 2/^ Rhein. Hyp.-Bank- 97 — 97.— 103 — 103 — Psonbbr. . . . 97 10 97.10 3V»°/ü bo...... 97 60 97 50 Meininger Pfanbbr. 101 45 101.50 40/0 Preuß. Eentr^-Bod.- 4°/e bo. bo. Erco.-Psandbr. btv 1886 ..... 101.65 101.40 unkünbbar bis 1900 103.45 103.35 Oestr. 18tzOrfl.bl)0-Loose 130.10 129.70 Braunschweig. 20 Thlr^ , !864rfl.26O- , 129.90 130.05 Loose .... 104.70 104 10 4%9)ldningn Prämien- 3°/o Oldenburger Loose . 3Vs°/vKöln-Mindn.Loose 128.— 128 20 Pfanbbr. . . . 130.50 130.65 133.85 133.95 aautUanift« »isenvabn-Voatz». 80/oEhtc.Mllw.s.St.Paul »o/o Chicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . 115.30 115.60 Nebraska 1927 . . 85 25 84.75 60/oShtc.Vtilw.f.St.P-iul 4Vi°/i Ealifornia Pacis. Prt., rückzahlb. 1921 . 6°/o Eenlr. Pacis. I.Mrtg. 108 20 108 05 I. M., rückzahlb. 1912 62/oPacif.osMiffouri con- 107.80 107 70 rückzahlb. 1896 . . 105.— 104.90 solidated I. M. r. 1920 109.50 109.20 Cbltqatiatua« 50/0 BuderuS-Obltgat. 105.50 I I 4°/o Eisenbahn-Rentenb.- Obligat. . 100 80 100.80