keitsvereiu) ksamw/uug ^Ibenbd V 8 hl J"* Mita«. ^Vorstand. münem ßompiotr ist' Ä”S?« ÄÄ*k Ftad. Burk, -___fiMflmübitn. "p® kann, fotoU 'm ^tr Mort M At ^tb. b.JBL stlittgsteüe — bd. rubneiltv, Ehrling mit guten $01 per sofort oder auf Osten Kaeß Nachfolger. >" braves foltbeS Dimstmi» auch jünger, fofort gesucht. bei der Erped d. Bl ifmäMitn gefacht. die Exped- d. &. iWn nh. \t>\. gute W t, Verrntethst, kapimigA eimchmM. -untere oder dritte Bifmr [immer, Sabtjlmmtt, 2 Ar Itodtnbobtn, 1 Keller,: omnietben. Petri 1U., Afterweg ft. ne Mansardenwohmg ffl g md Zubehör zu omM - LichMltze b. wigfttaße 12, WW zimmer nebst ZudA. zue if Verlangen auch früher, P SM anLex M ^e6anlage 28. » tz, 5 Zimmer mit Zudehöl, u vermiethcn. . ,g ib Zteinstrabe, mmern mit oder ohne Laden ’.jSfJß*** u vermiethcn. !U 1138 l06 4ZM ilBÜ“*’ Rr. 28 Erstes Blatt Donnerstag den 2. Februar 1893 Amts- und Anzeigeblutt für den Krds Gieren. Amtlicher» Theil gewesene 1. 2. 3. 0 a) b) Die Gießener W«Mikt-»blttt-r »erden dem Anzeiger »tchentlich dreimal be,gelegt. BekanntmachMg, betr. Schafräude in Geilshausen. Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, | mit Ausnahme des MonkaqS. Gießen, am 30. Januar 1893. Betr.: Die Verwaltung und Rechnungsführung der Gemeinde- krankenversicherung. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen arr die Grotzh. Bürgermeistereien de» Kreises. Im Anschluß an die Seitens des Bundesraths getroffenen neuen Vorschriften über die Statistik und Rechnungs- führung der Krankenkaffen — die indessen bei den eben für das vergangene Jahr aufzustellenden Nachweisungen und Ueberstchten noch nicht zur Anwendung kommen — hat Gr. Ministerium des Innern und der Justiz die Anweisung obigen Betreffs vom 26. März 1891 — vergl. Gießener Anzeiger Nr. 113 von 1891 — in einigen Punkten abgeändert. Die betreffenden, in dem Amtsblatt Gr. Ministeriums Nr. 2 l. I. enthaltenen Vorschriften werden Ihnen k. H. zugehen und können zum Ueberkleben der abgeänderten Stellen verwendet werden. Sie wollen die Rechner besonders darauf aufmerk« sam machen, daß hiernach das bei uns eingeführte Einnahme- und Ausgabebuch am Ende des Monats Januar (erstmalig des l. M.) abgeschlossen werden soll und daher Einnahmen und Ausgaben im laufenden Monat, soweit sie aus dem abgelaufenen Jahr — 1892 — herrühren, noch in das Buch für letztere aufzunehmen, dagegen die in diesem Monat eingehenden Einnahmen, die aus dem begonnenen neuen Rechnungsjahr herrühren, sowie die das neue Rechnungsjahr betreffenden Ausgaben in das für diese zu führende Buch ein- zutragen sind. Willigkeit, den FreiwMgen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen mllitärberechtigten Anstalten) durch den Director der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; wieder ausgehoben. Gießen, den 31. Januar 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ______ Anzeiger Nr. 25, desgl. vom 4. Februar 1887, Gießener Anzeiger Nr. 37, desgl. vom 15. November 1887, Amtsblatt Nr. 11. v. Gagern. «anahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfungs - Commission für Einjährig-Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. vierteljähriger Aöonacmentrprei«, 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chalftratzeMr.B. Fernsprecher 6L “ Gießen, am 28. Januar 1893. Betr.: Die Statistik und Rechnungsführung der Kranken- lassen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießeu an die Vorstände der Ortskrankenkasse Gießen, der Fleischer-Jnnungs-Krankenkasse daselbst und der Betriebs-(Fabrik-)Krankenkassen. Anzeigen für den »Gießener Anzeiger" entgegen. vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum ein* jährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. (Wenn z B. mit Rücksicht aus das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinaus- geschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schlüsse des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: Geburtszeugniß; Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereit- Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwMgen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgen, den, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvoll- ständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum gestellungs- pflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufent- Haltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig-fteiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensja hr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr außer Kraft: Unser Ausschreiben vom 28. Januar 1886, Gießener Meßmer Anzeiger Kenerak-Mzeiger. Nachdem die zu Geilshausen ausgebrochen . Räude erloschen ist, werden die angeordneten Sperrmaßregeln , Zur Vermeidung von Zweifeln bemerken wir noch, daß I ; die eingetretene Theilung der seitherigen Rubrik „Beiträge | i in die nunmehrigen Spalten 3 und 4 ihre Erklärung in § 6a Ziff. 5 des Krankenversicherungsgesetzes vom 10. April 1892 I findet; die Spalte 4 indessen vorläufig noch nicht zur Anwendung kommt, da Seitens der Gemeinden noch keine Beschlüsse darüber gefaßt sind, ob den Versicherten die Inanspruchnahme der Krankenversicherung auch für ihre nicht dem Versicherungszwang unterliegenden Familienangehörigen gewährt werden soll. Wir empfehlen Ihnen, den Gemeinderechnern hiervon ebenfalls Kenntniß zu geben und dafür zu sorgen, daß das neue Formular für das Einnahme- und Ausgabebuch mit Wirkung vom 1. l. M. ab in Gebrauch genommen wird; dasselbe wird Ihnen in Kürze durch die Klee'sche Papierhandlung direkt zugehen. v. Gagern. Nachdem Seitens des Bundesraths tm 3. November 1892 neue Vorschriften in obigem Betreff erlassen worden sind, hat Großh. Ministerium des Innern und der Justiz mit Bekanntmachung vom 23. December 1892 nähere Ausführungs- beftimmungen hierzu getroffen und insbesondere in § 5 derselben angeordnet, daß Ihre Rechnungs- und Registerführung derart einzurichten ist, daß sie mindestens den in Anlage B der Bekanntmachung bezeichneten Anforderungen entspricht, damit die vorgeschriebenen Nachweisungen ordnungsmäßig und erschöpfend aufgestellt werden können. Indem wir Ihnen empfehlen, das in dieser Hinsicht Erforderliche alsbald -u veranlassen, fügen wir an, daß die vorgeschriebenen, erstmalig uu Jahre 1894 zu benutzenden Nachweisungsformulare (Anlage A der Bekanntmachung vom 23. December 1892) zum Preise von 5 Pfg. per Stück, die Vorschriften über die Rechnungsführung der Orts-, Betriebs- (Fabrik-) und Jnnungskrankenkassen (Anlage B der cit. Be. kanntmachung) zum Preise von 3 Pfg. per Stück bei der Buchdruckerei von Friedrich Langnes in Darmstadt be- zogen werden können. Ferner ist der Sonderabdruck der erwähnten Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 23. December 1892 betr. die Statistik und Rechnungsführung der Krankenkassen bei der Buchhandlung Großh. Staatsverlags (Jonghaus) in Darmstadt erhältlich. Wie oben bereits bemerkt, sind bei Aufstellung der Nachweisungen in diesem Jahre — vgl. Gießener Anzeiger Nr. 23 — die neuen Formulare noch nicht zu verwenden. Für die Zukunft treten zufolge der neuen Vorschriften Deutscher Reichstag. 33. Sitzung. Dienstag, 31. Januar 1893. Präsident v. Leoetzow ersucht mit Rücksicht °us die schwache Besetzung des Hauses um möglichste Beschränkung der Urlaubs - ^^Der Reichstag setzt die Berathung deS Reichshaushalts- Ctat Vbg. Sip/o (notl)"tritt^der socialdemokratischen^ entgegen, daß in Mannheim ein Nothstand größeren Umsanges z Ia6e aTga®»mibt (Soc) beflrett.1 dl- d-r An°°b-n des Staatssecretärs v. Bötticher und des HandetsministeisvBerlepsch. wonach im Königreich Sachsen eine Besserung der w rchschafMchen Lage etngetreten sei. Das Gegentheil sei der Fall. Nur einzelnen Saisonartikeln sei ein kleiner Aufschwung eingetreten; im Ganzm aber habe sich die Lage verschlechtert, wie sich aus den Berichten der Fabrikinspectoren ergebe. Die Zahl der Almoienempsanger seiin allen Orten gestiegen. In Dresden habe die Polizei den Arbeitern die Ausnahme einer Statistik ^er Arbettslosen vei^^u. DleAfyle seien überfüllt. Der Generalbericht, aus den sich der Staatssecretar berufen bade, sei tendenziös gefärbt; mehr Glauben verdienten die Angaben der Arbeiter selbst. Das Mittagessen der LZte bKhe aus Kartoffeln und höchstens Häring; wenn der Staatssecretar damit vorlieb nehmen wolle, sei er freundlichst dazu eingeiadm. Seine Worte hätten große Erbitterung unter den Darbenden ^roorgerufen. Anläßlich des letzten Empfanges von Arbetterdeputattonen te Arbeiter auf den Handelsminister v. Berlepsch mcht gut )u sprechen, er habe die Deputation kurz abgethan. Staatssecretär v Bötticher fei freundlicher gewesen; er habe die Beschwerden angehort und sich länger^ Zett mit ^ihnen unterhalten; schließlich h-eiedesMged der Devutatton zum Trost noch zwei Cigarren erhalten. (Hetterkei .) Der Staatssecretär würde sich aber ein besonders Verdienst er®«l&en' wenn er sich das eingehende Studium der Berichte der sächsischen Fabrikinspectoren angelegen lassen sein wollte. ^.r Kgl. sächs. Bundesbevollmachtigter Graf v. Hohenthal. Der Staatssecretär habe nichts weiter gesagt, als daß Anreichen vorhanden feien welche zur Hoffnung einer baldigen Besserung her wirthschaf - Uch-N Sage in Ä b-r-chttgm. GE C°,-g-.ta d« A-b-tt r seien ja schwer betroffen, aber von einem allgemeinen Nothstand in Sachsen sei deshalb noch keine Rede. Die fäd-Me Regierung habe alles Mögliche gethan, um die Lage der arbcltenuen Klassen stetig im Auge zu behalten und einer etwaigen Notblage begegnen zu können. Redner thetlt das Ergebniß der stattgefundenen Erhebungen mit zum Beweise dafür, daß sich in der Thai Anzeichen einer Besserung geltend machen und vertheidtgt ferner die Dresdener Poltzetd rkctton gegen die Angriffe Schmidts. Er könne nur wünschen, daß diese Besserung bald im vollen Umfange eintreten möge und daß die deutsche Industrie., weitere Absatzgebiete gewinne. Den Arbeitern könne er aber nur rathen, zu erkennen, daß ihr Interesse von dem der Unternehmer nicht zu trennen sei. Wenn sie Klassenhaß säen, könnten sie sich nicht wundern, wenn die Saat aufgehe. (Beifall.) Abg. Bebel (Soc.): Die Zunahme der Bankerotte und der Moratorien beweise das Borhandenfein eines NothstandeS. Die Berichte, auf welche sich Vorredner berufe, seien einseitig vom Unternehmerstandpunkte aus aufgestellt; die Arbeiter seien nicht gehört worden. Der Nothstand mache sich weniger in der Zahl der Arbeitslosen als in dem Rückgänge der Arbeitslöhne geltend. Wochenlohne von 8, 6 Mark und weniger seien Hungerlöhne sur Familien mit fünf und mehr Angehörigen. Die einzige Nahrung dieser Leute bildeten Kartoffeln und Kaffee, der gar kein Kaffee sei; Fleisch komme einmal im Jahre vor. Ueber das VerhSltniß zwischen Arbeiter und Arbeitgeber würde der Vertreter für Sachsen andere Ansichten haben, wenn er selbst einmal Arbeiter gewesen wäre. Redner wendet sich bann gegen die preußische Eisenbahnverwaltung, welche die bestehende Nothlage als Unternehmer ausgenutzt habe, anstatt seine Aufgabe vom soctalpolitischen Standpunkte aufzufassen. Den Schaffnern seien die Pelzstiefeln und Pelze entzogen worden; die Bestände seien an Händler verkauft worden, die sich für einen Pelz, den sie mit 7 Mark bezahlten, 25 Mark von den Schaffnern bezahlen ließen. König!, sächf. Bundesbevollmächtigter Graf Hohenthal halt dem Abg. Bebel gegenüber seine Angaben im vollen Umfange, aufrecht. Abg. Dr. Buhl (natl.): Wir leben in einer Zeit der Depression; welche ungeheure Krisen aber entstehen würden, wenn die social- demokratischen Projecte durchgeführt werden sollten, davon könne man sich einen Begriff machen, wenn man erwäae, daß wir im letzten Jahre allein für 4 Milliarden Maaren aus dem Auslande bezogen. Von einem Verschwinden des Mittelstandes im Königreich Sachsen könne keine Rede sein; die Einkommensteuerslatistik ergebe eine Zunahme des Mittelstandes über das Verhältniß der Bevölkerungs- zunahme überhaupt. Er wünsche, daß die Arbeitgeber ihren Arbeitern über die schwere Zeit hinweghelfen; aber mögen die Arbeiter den Arbeitgebern diese Aufgabe nicht allzu sehr erschwere. Abg. Dr. Mehnert (conf.) kann auf Grund sorgsamster Feststellungen bestätigen, daß in einer ganzen Reihe von Erwerbszweigen am Ende des Jahres eine merkbare Besserung constattrt werden konnte. Wenn Bebel Concurse anführte, ja so treffen diese nicht die Arbeiter, sondern den Mittelstand, die Bauern und die Handwerker; Bebel habe aber bisher noch nie die Bestrebungen unterstützt, die von der Rechten ausgehen, um den Mittelstand zu heben. Wenn Beb« glauben machen wolle, daß der sächsische Staat wenig oder nichts für die Arbeiter thue, so sei nur auf die Thatsache hin gewiesen, daß der sächsische Staat den Freiberger Bergbau nur im Interesse der Arbeiter aufrechterhalten und zwar obgleich er mit einer beständigen Unterbilanz arbeite. Ebenso thue das sächsische Unternehm er thum für die Arbeiter viel. Die zahlreichen Vergnügungen, Maskenbälle mit Bonbonreigen u. dgl., welche Seitens der socialdemokratischen Vereine in ununterbrochener Reihe veranstaltet wurden, standen im Widerspruch mit der Klage über Roth. Abg. Bebel (Soc.) erklärt die Unternehmerschast für ein ganz überflüssiges Glied der Production. Eines schönen Tages werde die ganze Unternehmerschaft verschwunden sein und die Welt werde sich wundern, wie schön das gehe. Die Zunahme der mittleren Einkommensteuerpflichtigen sei eine Folge der Vermehrung der Be- ---------------------- . . , Pf,./« Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Gratisbeilage: chietzener Kamlsienblatier amten, öffentliche und private. Die Concurse von Kleinbauern und Kleingewerbtretbenden, die Dr. Mehnert anführte, beweisen, roas die Socialdemokratm immer behaupten, dm rapiden Rückgang des Mittelstandes. StaatssecretLr v. Bötticher würde dem Abg. Bebel sehr dankbar gewesm feilt, wmn derselbe einmal ein klares Bild davon Gegeben hätte, wie er sich die Fernhaliung von Nothftänden und die Unterdrückung der Pauoerttä bente. ES sei ihm nicht eingefallen, das Vorhandensein von NothstLndm -u ILugnen; er habe nur in Abrede gestellt, daß ein allgemeiner Nothstand, der das Etngreifm des Reiches erforderlich mache, vorhanden sei. Der Nothstand in Berlin und anberen Jnbustriecentren sei dadurch veranlaßt, daß sich zu viel Arbeiter nach gewisien Plähm zudrängten und sich Eoncurrenz rnachtm. Die Mtttheilung Bebels über die Grausamkeit der preuß. Eisenbahnverwaltung sei unrichtig. Die Pelze seim von einzelnen Eismbahn - Directionen für solche Beamte, die in geheiztm Coupes fahrm, abgeschafft worden. Das sei Alles. Die Soctaldemokraten /outen doch nicht mit Jnvection gegen die Regierung vorgehen, lrs möge ja sein, daß, wie Bebel meinte, die Regierung nach Oxmstiernas Spruch, wenig Verstand habe, es möge auch richtig sein, daß vom wcialdemokratischm Standpunkte die Thatigkett eines socialdemokratischen Agitators werthvoller als die eines Vertreters einer der verbündeten Regierungen fei; aber das haben wir vor Ihnen voraus, wir wollen ehrlich den Dingen auf den Grund gehen und beffern, wo zu bessern ist, während Sie, nach Ihrem eigenen Zugeständniß nur darauf auSgehen, Unzufriedenheit zu erregen. (Beifall.) Abg. Dr. Bachem (Etr.) fordert die Socialdemokraten auf, ihren Zukunftsstaat bier oorzusühren ober boch anzugeben, in welchem -Werke man sich darüber informtren kann. Er sei bereit, in ruhigster unb objecttvfter Weise auf eine Erörterung darüber einzugeb-n. Auch von den Socialdemokraten sei ein Befähigungsnachweis zu verlangen, wenn diese an die Stelle des jetzigen einen neuen Staat sitzen wollten. Dieser neue Staat erfordere das höchste Maß von Autorität. Die Führer der Soctaldemokraten hatten bisher diese Autorität nicht einmal in ihrer Partei, wie könnten sie es roagen, einen neuen Staat aufbauen zu wollen, der auf der Grundlage der anerkanntesten Autorität beruhet Eine Partei, die es nicht einmal ertragen könne, daß ihr Führer ein Jahreseinkommen von 10000 füll habe, könne doch nicht verlangen, daß man ihr blindlings folge. Man möge sich doch nicht einbildm, daß der Sprung ins Dunkle auf die Autorität von Leutm hin gemacht werde, die nicht einmal die nöthtge Autorität besitzen, um eine Genossenschafts-Bäckerei auf: recht zu erhalten. Auf leere Wahngebilde werde sich der Reichstag und merben sich auch die Arbeiter nie einlaffen. (Lebhafter Beifall.) Bet der Abstimmung über einen Vertagungsantrag stellt sich Beschlußunfähigkeit heraus. Weiterberathung morgen 1 Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphische« Eorrespondmz-Bureau. Bern, 31. Januar. Das Departement des Innern hat eine Commission von Sachverständigen bestellt, die untersuchen soll, ob eine Verschärfung der im letzten Sommer ergriffenen Schutzmaßregeln gegen die Cholera im Personen- unb Waarenverkehr mit Deutschland, Frankreich, Oesterreich- Ungarn und Italien angezeigt erscheine. Depeschm des Bureau „Herold". Berlin, 31. Januar. Die Militärcommission des Reichstages beschäftigte sich heute mit der finanziellen Tragweite der Militärvarlage und deren Einfluß auf die Gestaltung der Reichsfinanzen in den nächsten fünf Jahren. Zur näheren Prüfung der Frage wurde eine Sub-Commission von sieben Mitgliedern eingesetzt. Nächste Sitzung unbestimmt. Berlin, 31. Januar. Wie verlautet, steht die Aussicht auf das Zustandekommen des deutsch-spanischen Handelsvertrags weniger günstig, da seit der Einsetzung des neuen Ministeriums in Madrid neue unvorhergesehene Schwierigkeiten entstanden seien, deren Beilegung jetzt den Gegenstand von Verhandlungen bilde. Berlin, 1. Februar. Der Entwurf zum Reichs- Seuchengesetz liegt dem Vernehmen nach dem Cabtnet des .Kaisers vor und dürfte in allernächster Zeit zur Beschlußfassung an den Bundesrath gelangen. Berlin, 1. Februar. Angesichts zweier neuerdings er- folgter, höchst zweifelhafter Entscheidungen der Wahl- prüfungs-Commission des Reichstages wird in einflußreichen Kreisen des Reichstages die Uebertragung des Wahlprüfungs-Geschäfts an das Gericht oder eine andere unparteiische Behörde erwogen. Augsburg, 1. Februar. Der deutsche Juri st en tag findet in diesem J^hre hier statt. Köln, 31. Januar. Der „Köln. Volksztg." wird von Rom gemeldet, gestern Nachmittag habe Cardinal Krem en tz Besitz von seiner Titelkirche Crisogno genommen; er verlas eine lateinische und eine deutsche Ansprache. Der Act der Besitzergreifung wurde unterschrieben von dem deutschen Gesandten v. Bülow, dem Legationssecretär v. Reichenau, dem Grafen Hatzfeld und Anderen. Beuthen, 31. Januar. Der Herzog von Ratibor ist auf feinem Schlosse Randen gestorben. Halle, 31. Januar. In Wettin ist eine Frau an der Cholera gestorben. In Kröllwitz erkrankte eine aus vier Personen bestehende Familie an der Cholera. Budapest, 31. Januar. In Monastir (Macedonien) vertrieben die Bulgaren den griechischen Bischof aus der Kirche. Paris, 31. Januar. Der „Figaro" veröffentlicht Docu- menle, welche beweisen, daß Annel auf Anstiften Retnachs einen Vergiftungsversuch auf Herz machte. Annel starb im Jahre 1890 in Paris, nachdem er noch der Polizei davon Mittheilung gemacht hatte. Paris, 31. Januar. Der Gesundheitszustand von Cornelius Herz ist uach dem Bericht des aus England zurück- gekehrten PolizeiinspectorS verzweifelt. Brüffel, 31. Januar. Eine Deputation der Arbeits- losen wird am Mittwoch vvm Minister empfangen. Brüffel, 31. Januar. Der Gemeinderath bewilligte 20,000 Fr. für die Arbeitslosen. Petersburg, 31. Januar. In Hofkreisen verlautet, der Toast Kaiser Wilhelms machte auf den Czareu den ausgezeichnetsten Eindruck, ebenso die Ovation beim Reiterfest in der Kaserne der Gardedragoner. Der Großfürst soll telegraphisch sofort beauftragt worden sein, Kaiser Wilhelm in deS Czaren Namen herzlichst dafür zu danken. CocaU» unb provinzielles. Gießen, 1. Februar 1893. — Theater. „Der Raub der Sabinerinnen". Schwank in vier Acten von Franz und Paul von Schonthan. Das Stück gehört in die Zahl derjenigen, welche in jeder Saison zur Aufführung gelangen unb das mit Recht, denn die als Lustfpieldichter rühmlichst bekannten Autoren verstehen cs, in demselben den Beschauer durch die Verbindung einer äußerst humorvollen Sprache mit einer an Situationskomik überreich ausgestatteten Handlung, immer wieder zu fesseln und zu unterhalten. Wir können uns daher eine Besprechung des Inhaltes des Stückes ersparen, und sogleich über die gestrige Aufführung desselben berichten. Diese fand unter den günstigsten Ausspizien statt. Sahen wir doch als Vertreter der Hauptrolle einen der bedeutendsten Komiker der Jetztzeit, nämlich Herrn William Büller von Leipzig. Fürwahr dieser „Theaterdirector Emanuel Striese" unseres geschätzten Gastes ist ein Cabinetstück einer komischen Leistung. Schon die glückliche Wahl der MaSke erregte, als der Künstler die Bühne betrat, große Heiterkeit im Publikum. Dazu kommt dann ein so feines und wohldurchdachtes Mienen- und Geberdenspiel, wie es häufig wohl kaum gefunden werden dürfte. Herr Büller hat seine Gesichtsmuskeln in einer Weise in der Gewalt, die wirklich staunenerregend ist. Dabei wird jedoch auch keine Spur von Uebertreibung oder Effect- hascherei bemerkt, jedes Wort, jeder Gestus wird mit einer solchen Natürlichkeit und Wahrheit gegeben, daß man sich in die Wirklichkeit versetzt glaubt. Der Erfolg eines so herrlichen Spieles war denn auch geradezu großartig, drei, vier, fünfmal mußte der Künstler vor der Rampe erscheinen, um den rauschenden Beifall des Publikums entgegenzunehmen. — Die übrigen Darsteller traten natürlich bei einer so glänzenden Besetzung der Hauptrolle etwas in den Schatten. Gleichwohl können wir mit bestem Gewissen konstatieren, daß sich die Mitglieder unseres Ensembles recht wacker gehalten haben. Herr M a r t i e n se u machte aus dem alten „Professor Gollwitz", dem Verbrecher des „Raubes der Sabinerinnen", eine sehr sympathische Figur, unterstützt wurde er dabei durch das recht gute Spiel des Herrn Stückel (Dr. Neumeister), die Rolle des „Karl Groß" (Herr Halpern) ist zu wenig dankbar, um einen namhaften Erfolg zu erzielen. Herr Born als dessen Sohn wurde durch das Spiel des Gastes besonders gegen Ende zu sehr beeinflußt, so daß er nur mit der größten Mühe sich des lauten Lachens enthalten konnte. Herr Rupp als „Schuldiener" war sehr hübsch. Unter den Damen verdient besonders Frau Director Reiners unser Lob für ihr ungemein nettes und frisches Spiel, auch Fräulein M ä r ke r und Frau und Fräulein Copps ließen nichts zu wünschen übrig. — Wir wollen zum Schluffe nicht versäumen, allen Denjenigen, die Freunde einer gediegenen schauspielerischen Leistung sind, den Besuch der beiden noch folgenden Gastspiele des Herrn Büller dringend zu empfehlen. Denn es dürfte sobald kaum Gelegenheit geboten sein, einen ähnlichen Virtuosen in hiesiger Stadt bewundern zu können. — Neues Theater. Der berühmte Komiker Herr William Büller, welcher gestern Abend mit seinem ersten Gastspiel als Emanuel Striese einen so durchschlagenden Erfolg erzielte, wie vor ihm noch kein Gast einen solchen Erfolg zu verzeichnen hatte, tritt morgen, Donnerstag, in einer Novität, „Madavie Mongodin", auf. Das Stück ist, wie uns von Kennern mit- getheilt wird, zum Todtlachen. Versäume daher Keiner, sich diesen Kunstgenuß zu verschaffen. — Theater Verein. Wie wir bereits früher schon bemerkten, giebt der Verein im Februar zwei Vorstellungen. Ueber den ersten Abend am Donnerstag den 9. d. Mts. haben wir gestern berichtet. Heute sind wir in der Sage, auch über Mittwoch den 22. d. Mts. Auskunft geben zu können. Die Darmstädter Hof bühne hat für ihr Debüt in Gießen ein hochbedeutsames Bühnenwerk bestimmt. «El gran galeotto“ von Josö Echegareh, deutsch von Paul Lindau ist gewählt worden. Echegarey ist wohl der bedeutendste lebende Dramatiker Spaniens; das Werk selbst auf dem Repertoir vieler Bühnen, sogar für Gießen keine Novität mehr. Trotzdem dürfen wir mit großer Spannung dem „22. Februar" entgegen sehen, Galeotto, wie man nach Lindau kurzweg sagt, ist, abgesehen von seiner sonstigen künstlerischen Bedeutung eine Glanzleistung gerade der „Darmstädter Hofbühne" und wird zweifellos auch bei unserem Theaterpublikum durch seine musterhafte Darstellung, tiefen Eindruck hinterlassen. — Wer in naturgetreuer Weise die alte Stadt Rom in Augenschein nehmen will, rathen wir, sich ins Panorama in der Bahnhofstraße zu begeben. Wunderschön ist die der italienischen Landschaft eigene Färbung wiedergegeben. Von besonderem Interesse ist jedenfalls die Peterskirche, zuerst der Hauptaltar, welcher von Gold und Silber strotzt, die Stufen sind von grünlichem Marmor. Ferner sind die herrlichen Grabdenkmäler der Päpste Wunder der Baukunst, sodann der Kreuzgang und das Innere der St. Pauls- Kapelle hervorzuheben. Ferner sehen wir den Vatikan mit seinen historischen Erzeugnissen der Bildhauerkunst. Von besonderer Wirkung sind die Ansichten, wie Papst Leo XIII. den Cfterfegen ertheilt, sowie der Aufenthalt im Garten deö Vatikans. Ferner ziehen eine Reihe verschiedener Einzelheiten an unserem Auge vorbei. Dabei ist die Ausführung der photoplastischen Ansichten bis ins Detail genau, so daß man olles in Wirklichkeit zu sehen glaubt. — Die Helme der Schuhmannschafte« der Städte Darmstadt, Mainz, Offenbach, WormS unb Gießen tragen bekanntlich dermalen ein verschlungenes doppeltes L unter der Krone. Wie man der „Offenb. Ztg." rnittheilt, bat Groß- Herzog Ernff Ludwig die Aenderung deS nunmehr auf den Helmen anzubringenden Allerhöchsten NamenSzugS genehmigt, so daß die Polizeibeamten der genannten Städte demnächst nun daS verschlungene EL auf den Helmen zu tragen haben. — Mit dem heutigen 1. Februar ist die Hasenjagd z» Ende gegangen, die Flinte ruht und Meister Lampe bleibt einige Monate ungeftört. Die Jagd des abgelaufenen Jahre« war allenthalben sehr ergiebig, aber auch der Wildschaden meist erheblich. Vielfach wurde über das Verenden des WildeS, namentlich der Rehe, geklagt. Die Jäger schreiben das Düngen mit Chilisalpeter als Ursache dieser Erscheinung z«. § Grüuberg, 31. Januar. In besonderer Weise zeichnet sich die hiesige Spar- und Leihkasse au« durch alljährliche Verwendung namhafter Beträge zu humanen Zwecken. Außer einem namhaften Betrag für die Prämiirung lang dienender Dienstboten hat sie in ihrer letzten Hauptversammlung 600 Mk. zur Ausbildung von Jndustrielehrerinnen in vier Subventionen bewilligt, um tüchtige Lehrkräfte für den weiblichen Handarbeitsunterricht in den Schulen des Sparkasiebezirks zu gewinnen. Auch in sanitärer Hinsicht reicht die Kasse den mit ihr in Verbindung stehenden Gemeinden hilfreich die Hand. So hat sie einen Betrag von 500 Mk. für die Verpflegung von 20 armen, scrophulösen Kindern in dem Elisabeth HauS zu Nauheim zur Verfügung gestellt. Ranstadt, 30. Januar. Für baß verstorbene Kreistag«- mitglieb, Herrn Heck von Selters, wurde heute dahier der Landwirth Georg Mickel von Obermockstadt, für den diesseitigen Bezirk gewählt. — Der hiesige Krieg erverein veranstaltete -eine Feier zum Geburtstag Sr. Majestät de« Kaisers, verbunden mit theatralischen Aufführungen, im „Herchischen Saale", an welcher sich 400 Personen beteiligten. Angersdach, 31. Januar. Daß nicht genug vor dem Wersen mit nassen Schneebällen gewarnt werden kann, zeigt folgender Vorfall. Vorigen Mittwoch Abend warfen sich hier mehrere Burschen aus Spaß mit Schneebällen. Auf einmal stürzte einer derselben, von einem Ball an die Stirn getroffen, ohnmächtig zusammen unb mußte nach Hause getragen werben. Er verfiel in Fieber unb ber Arzt würbe an einem Tage zweimal gerufen. Erft heule ist Hoffnung vorhanben, ben jungen Menschen am Leben zu erhalten. nn. Darmstadt, 31. Januar. Zweite Kammer ber Stäube. Unter bem Vorsitz beß Präsidenten Weder Offenbach begannen heute Morgen um 10 Uhr die Verhandlungen ber zweiten Kammer ber hessischen Stände, welche voraussich^ich mehrere Wochen in Anspruch nehmen werben. Vor Eintritt in bie Tagesorbnung begrüßte ber Präsibent bie zahlreich erschienenen Abgeorbncten unb wie« darauf hin, welche Fülle von Arbeit noch vor Schluß des Landtages der Erledigung harre. Er bat um die Unter» stützung der Mitglieder des Hauses hierzu. Auf eine An- •frage des Abg. Reinhardt über die Verzögerung des Brückenbaues zu Worms erwidert Finanzminister Weber, baß in einer gestern ftattgefunbenen Sitzung mit ben Commissären der hessischen LudwigSbahn eine Verständigung dahin erzielt worden sei, welche die Ausführung ber Brücke nunmehr sicher gestellt habe. Die Reaieruno fmüc cii bem Project von zwei Brücken, eine fü. Eisenbahn unb bie anbere für Personenverkehr fest, weil sie glaube, bamit ben Schürf» nissen von Worms gerecht zu werben. In diesem Sinne seien auch die Verhandlungen mit der LudwigSbahn geführt ,- für eine combinirte Brücke könne sich die Negierung nicht erkläre». — Es erfolgte nunmehr der Eintritt unb bie Ver- eibigung bes neugewählten Abg. Steingötter von Langen, unb nach Verkünbigung einer Reihe neuer Einläufe beginnt bas Haus bie Berathung ber Regierungs-Vorlagen auf Bewilligung von 123000 Mk. für Herstellung einer electrischen Beleuchtungsanlage zu Bab-Nauheim, sowie auf Bewilligung eines Betrags von 21 100 Mk. für Herstellung einer Schifflabestelle am Rheinufer zu Nackenheim. Beibe Forberungen werben einstimmig bewilligt. Bezüglich ber Vorlage wegen Ausnahme von Ausnahmebestimmungen in bie der hessischen LudwigSbahn zu ertheilende Concession zum Bau und Betrieb einer Nebenbahn Flonheim- Wendelsheim beschließt das HauS, diese an ben Ausschuß behufs weiterer Erhebungen zurückzuverweisen. — Zur Regierungsvorlage wegen beß Umbaue« beß Bahnhofes zu Kastel ertheilt bie Kammer bie verfassungsmäßige Zustimmung. Ferner genehmigt bie Kammer einstimmig bie Regierungs-Vorlage auf nachträgliche Bewilligung von 70 000 Mk. zur Verbesserung bezw. zum Umbau ber Bahnlinie Hungen-Laubach nach ber FriebrichShütte. Auch ber Antrag beß Abg. Erk auf Einrichtung einer Güter - Einlabestelle auf ber Station Ober- Wibbersheim der Oberhessischen Bahn, sowie derjenige de« Abgeorbneten Pf an n stiel auf Einrichtung ber Haltestelle zu Nieber-Ohmen ber Oberhessischen Bahn in eine solche für ben Vollverkehr wirb nach eingehenben Erklärungen. beß Regierungs-CommissärS Oberbaurath Meyer für erlebigt erklärt. — Zu ber Rückäußerung ber Ersten Kammer, betr. ben Antrag Westernacher, ben Bau einer Nebenbahn von Bübingen durch da« Seementhal, empfiehlt der Ausschuß Beharren auf früherem Beschluß. Da« HauS beschließt demgemäß einstimmig in diesem Sinne. — Ein Gesuch der Steuer-CommissariatSgehülf en im GroßherzogthurnHessenurn Regulirung ihrer GehaltSver- hältnisse :c. hat bei Großh. Regierung keine Annahme gefunden unb auch heute spricht sich Finanzminister W ebe r auf Grund beß bestehenben PensionSgesetzeS gegen diese« Gesuch aus. Der Finanzausschuß dagegen beantragt, Großh. Regierung zu ersuchen, bei Aufstellung deS Hauptvoranschlag« der nächsten Finanzperiode, den für die Pensionirung der Steuer-Commisssariatsgehülfen budgetmäßig festgesetzten Höchst» betrag de« Gehalte« von 1200 Mk. für die Zukunft entsprechend zu erhöhen unb den älteren Gehülfen, welche zur Zeit ber in Kraft getretenen Pensionsbestimmungen länger al» 15 Jahre tadelloser Dienstführung hinter sich hatten, die Mehr-Zeit, jedoch höchstens vom 33. Lebensjahr an, in der Weise in Anrechnung zu bringen, daß denselben Anstell- ungßbecrete mit Einrechnung ihrer weiteren Dienstjahre ver- unb & $elj, '"hch-r $”',e «ui »Ä*y* '9“«9 606 20 "n"1 !r ift die k, le§ abne[oil(QD1Pe (4 1 Stenten Ä etlM MkAilg jf®Si Tfi.v E ^dler bet “S?i; ®'«s St. ieJ “ a.**ltu, im °Hw6ttl|eiligltn. * ienug 6ot be, toerbetl kann ^vü, Mend warfen fit mit Schneeballen. Aui '""all an die Mte nach Hause gt= L“n Arzt wurde 7, 'ft HGung E zu echlten. ^eite Kammer brr PMbrnrrn Weber um 10 W die D- dn hessischen Stand, en in Anspruch nehmet 'sordnung begrüßte der Abgeordneten und wies t noch vor Schluß des Er bat um die Unter« hierzu. Auf eine An- Serzögerung desBrücken- nister Weber, daß in ] mit den Commissaren ftändigung dahin erzielt 9 her Brücke nunmehr falte an dem Pro/ect n und die andere siir .be, damit den Bedürf- den. diesem Sinne er Ludwizdbahn ^Ghrt i sich die Regierung nicht ier Eintritt und die Vereingötter von Lanzoi, neuer Einläuse begm ierunzs-Vorlagen für Herstellung einer rd'Nauheim, sowie ans 00 Mk. für hechllnnz zu Nackenheim. Bride ewillitzt. Bezüglich der rsnahmebestimmungen m i ertheilende Wfwn btnbal)a Monheim- Haus, diese an den ngen zurückzuverwrrsen. L des Umbaues Nhckt die Kammer dir Ferner geneh-mgtdi Vorlage auf «** Striifietung t-j». J« ,ro,L-nb-ch "•< * w w ®t!.auf± auf der Station Ober *' ’-’Ä ;■?.*** «•*S5 S-u «tft w i diel-« a”? ;en iw i°"°"ibi-lG-h-»^ tJ*t i« ** 8 < trung sb'" Neber aus ^inanzml»sttt @e|U(6 etzes 9c 8 Aroßh. ng Menfionirung Zürnst 16» Ä? .. rA-a weitrren liehen werden. Das Haus nimmt diese sämmtlichen Anträge an, und ebenso denjenigen des Abg. Hechler, für neun bei den Steuer-Commissariaten thätigc Finanz-Aspiranten eine Zulage vom 1. April 1893, im Ganzen von 900 Mk. zu verwilligen und künftig 31 statt 25 Steuer-Commissa- riatsgehülfen unter den früheren Voraussetzungen auf Widerruf anzustellen. — Die Vorlage der Regierung, dem ersten Lehrer an der Landwirthschaftlichen Winterschule zu Mainz die gleiche Remuneration wie den übrigen acht Landwirthschafts-Lehrern zu gewähren, findet ohne Debatte Annahme. — Eine Eingabe einer Reihe von Landwirthschaft treibenden Gemeinden aus den Provinzen Starkenburg und Oberhessen auf Errichtung privater und staatlicher Lagerhäuser für landwirthschaftliche Producte ruft eine lebhafte Debatte hervor. Der Ausschuß spricht sich dagegen aus. DieAbgg. Westernacher, Vogt und Muth sprechen sich für Errichtung solcher Lagerhäuser aus. Die Sitzung wird hier abgebrochen, um morgen früh weitergeführt zu werden. A. Aus Starkenburg, 31. Januar. Die bei uns abgehaltenen Holzversteigerungen zeigen ein deutliches Anziehen der Holzpreise. Letztere sind fast doppelt so hoch, als die Preise in der Oberförsterei Grebenhain, von welchem Ihre heutige Nummer 26 berichtet. Bei uns kommt Buchenscheitholz 1. Klaffe auf 7 bis 9 Mark pro Raummeter und die übrigen Sortimente zeigen ähnliche Preise nach Verhältniß. — Seit gestern fangen unsere kleinen Flüsse und Bäche an, da§ Eis in Bewegung zu setzen. Es ist ein großes Glück, daß dies nur langsam geht, sonst könnte an den Strömen gewaltiges Unheil geschehen. Die Witterung in den letzten 3d)t Tagen war recht befriedigend. Mainz, 1. Februar. (Privatdepesche.) Seit IOV2 Uhr ist 'das Rh ein eis hier im Gange. Der Verlauf ist bis jetzt gefahrlos. Bingen, 31. Januar. Eine gefährliche Lage ist seit gestern Abend in der Rheingegend bei Bingen entstanden. Das treibende Eis der Nahe konnte sich über die Mündung hinaus nicht weiterbewegen, da dort das Rheineis noch feststeht. Infolge dessen thürmte sich das Eis auf und das Naheeis trat über das Ufer und überschwemmte die niedern Stadttheile von Bingen. Dazu ist heute Vormittag bei Mannheim das Neckar- und Rheineis in Bewegung gerathen, so daß die Lage bei Bingen doppelt gefahrdrohend geworden ist. Die Eissprengungen oberhalb der Loreley werden fortgesetzt. Worms, 31. Januar. Heute hat sich das Rheineis in Bewegung gesetzt. Worms, 31. Januar. Die am Sonntag dahier stattgehabte Versammlung der Mitglieder der nationalliberalen Partei unseres Wahlkreises hat in Bezug auf die in Hessen geplante Steuerreform folgende Resolution gefaßt: ,,.Die in Worms versammelten Mitglieder der nationalliberalen Partei erklären, daß von Aenderungen an den bestehenden Steuergesetzen solange abgesehen werden soll, bis eine allgemeine Reform, insbesondere mit Rücksicht auf die in Preußen inzwischen angesammelten Erfahrungen, angestrebt werden kann, durch welche eine Beseitigung der drückendsten Doppelbesteuerung, in erster Linie durch Verbesserung unserer Eommunalsteuerverhältnisse, wie auch in Durchführung der im Einkommensteuergesetz (Art. 35) bereits vorgesehenen sozialpolitischen Grundsätze herbeigeführt werden kann." Alzey, 28. Januar. Offenbar um dem bekannten „dringenden Bedürfniß" zu genügen, hat sich hier ein Verein solcher junger Leute gebildet, die als untauglich der Reserve oder dem Landsturm zugewiesen sind, weil sie in den „Soldaten- Vereinen" keine Unterkunft fänden. Es wird halt nicht eher besser, bis jeder Deutsche für sich selber einen „Verein" hat. Vermischtes. * Leipzig, 30. Januar. Das Reichsgericht hob heute das Urtheil des Landgerichts Mrnberg vom 14. October v. I. auf, durch das der Braumeister Georg Wagner von der Anklage der Verletzung des Nahrungsmittelgesetzes freigesprochen worden war. Derselbe hatte im Biere eine tobte Katze mitgekocht. Das Landgericht hatte angenommen, daß hierin keine Verfälschung des Bieres liege. * Mannheim, 31. Januar. Der Rhein ist heute Vormittag 50 Ctm. gestiegen. Ilvesheim, Seckenheim und Ladenburg melden Hochwassergefahr infolge der Stauung des Neckareises. * Mannheim, 31. Januar. Das Neckareis brach um ,/210 Uhr los und setzte sich mit dem Rheineise von der Neckarmündung aus in Bewegung. Um 10 Uhr stellten sich alsdann Rhein- und Neckareis wieder fest. * Charleroi, 31. Januar. Gestern fand man im Walde nahe bei der Stadt die Leichen eines fünf- und eines siebenjährigen Mädchens, welche seit Samstag verschwunden waren. Es liegt Lustmord vor. Die Polizei ist dem Mörder auf der Spur. * Seltenes Jubiläum. In einer Herberge in Könitz feierte am 9. Januar ein 78jähriger „reisender Handwerker" sein sechzigjähriges Wander-Jubiläum. Der Mann hat seit seinem 18. Lebensjahre nie gearbeitet, sondern stets „fechtend" ganz Deutschland und andere Länder durchzogen. Der „Jubilar", welcher mehrere Sprachen spricht, ist noch sehr rüstig. * Von der Weltausstellung in Chicago. Die Holländische Abtheilung der Chicagoer Ausstellung, welche vieles Interessante bietet, sollte auf Wunsch des Regierungs-Commiffars dadurch einen 'characteristisch holländischen Ausdruck erhalten, daß eine holländische Windmühle aufgestellt werde, wie sie jedem Kenner Hollands und holländischer Landschaftsgemälde bekannt sind. Eine Anfrage des Commiffars bei der holländischen Regierung q mußte deßwegen abgelehnt werden, weil dieselbe selbstredend sich mit derartigen Sachen nicht befassen kann, und andererseits war es nicht möglich, einen Mühlenbauer für das Project zu interessiren. > Da entschloß sich die Firma I. u. C. Blooker in Amsterdam, auch in Deutschland allgemein bekannt durch ihr Fabrikat Blookers Holländischer Cacao, obgleich sie schon ein sehr hübsches Arrangement für die Ausstellung im Agriculturgebäude fertig hatte, ein weiteres Opfer in der von dem Commiffar gewünschten Richtung zu bringen. Sie hat demzufolge ihre alte Fabrik, eine im Jahre 1806 gebaute holländische Windmühle, in welcher sie zuerst ihren Cacao fabrizirte, die aber natürlich schon lange außer Betrieb ist und bisher für die Firma nur em Denkmal ihrer Vorfahren war, abtragen lassen und dieselbe per Schiff nach Chicago expedirt, wo sie auf dem Terrain der Ausstellung Platz finden und dem Beschauer ein Stück holländischer Romantik vorführen wird. In der Windmühle wird vor den Augen des Publikums während der ganzen Dauer der Ausstellung Blookers holländischer Cacao fabricirt und in dem geräumigen Müllerhause, welches im Styl holländischer Renaissance erbaut wird, werden junge Holländerinnen das vorzügliche Getränk gratis verabfolgen. * Ein tanzkundiger Mathematiker hat berechnet, daß eine Dame in einer einzigen Ballnacht, wenn sie die programmmäßigen Tänze alle mitmacht, einen Weg von 30 Kilometer zurücklegt, und dies auf den Fußspitzen, hüpfend, die Brust von einem küraßarligen Schnürleib eingeengt. Was würde dieselbe Dame sagen, wenn man ihr zumuthen würde, an einem Tage auf dem besten Wege im bequemsten Anzuge 30 Kilometer zu gehen? Sie würde hochgradig entrüstet sein und entgegnen: „Mein Herr, bedenken Sie das Ende!" • Literatur und Tiunst. — »Universum^, illustrtrte Farnlltenzettschrift, Dresden, Wien. Von der mit großer Sorgfalt geleiteten FamUtenzettschrtft liegt uns das 11. Heft vor. Aus dem reichen Inhalte dieses Heftes führen wir Folgendes an: Die Novelle „Unweibtich" von Marie Bernhard. — „Der Hirsepopel", Manövergefchichte von E. v. Adlers- feld-Ballestrem. — „Der Streit um den Tsadsee" von C Holstein. — „Eine Tragödie", Novelle von Ida Boy-Eb. — „Menschenaffen" von 0r. L. Staby. Mit Original-Illustrationen von W. Kuhnert. — „Diplomatische Dichtung" von (Sb. Schulte. — „Culturgescdichtliche Scizzen, die Eisenbahnen", mit Original-Illustrationen von M. Buch- roalo. — „Die Gefahren der Frauen-Emancipation" von E. Wasser- zieher. — Rundschau: „Des deutschen Reichstagsgebäudes Baurn» tfter." Mit Illustrationen. — „Guttapercha." — „Thiere, welche blutige Thronen weinen." — „Neue Erfolge der H>mmelspbotographie." — Ehrenrettung des „Doctor Eisenbart" — „Prinz Victor Napoleon" mit Portrait. — Gedichte, Humoristisches, Räthsel und Spiele. — Neben den Text-Illustrationen enthält das Heft folgende heroorzu- hebende Kunstbeilagen. „Hypatia" von A. Seifert (Lichtdruck). — „Im Bahnhof" von F. Brüll (Holzschnitt). — Preis für ein Heft 50 Pfg. Wöchentliche Ueberficht der Todessälle in Gießen. 4. Woche. Vom 22. Januar bis 28. Januar 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21500 (incl. 1600 Mann Militär.) Sterbltchkeitsziffer: 34,50°/oo bezw. 22,18nach Ausschl. der Ortsfremden. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Masern Diphtherie 1 1 (1) — 1 1 (1) Lungentuberculose Acutecntzündtiche Erkrankungen der Ath- 2 (1) 2 (1) — mungs-Organe In Folge von 4 (1) 2 (1) 2 — Verunglückung Andere bekannte 1 (1) 1 (1) — — Krankheiten 5 (1) 2 (1) 3 — Summa: 14 (5) 7 (4) 6 1 (1) 21 nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Eingesandt. Giatzen, 31. Januar 1893. Sehr geehrter Herr Redacteur! Aus der heutigen Gastdarstellung des Herrn William Büller zurückgekehrt, drängt es mich, einer der Wenigen, die heule das Kunstverständniß von Gießen zu repräsentiren hatten, einen kleinen Schmerzensschrei in ihrem werthen Blatte loszulassen. Ist es wirklich möglich, daß Wetter und Vorurtheile in einer Stadt wie Gießen, der Stadt, die die Wissenschaft unseres engeren Vaterlandes verkörpert, bewirken können, daß ein Schauspieler von Gottes Gnaden, ein Schauspieler, der — ohne Spitze sei es gesagt — hoch über dem Durchschniltsmaß jedes fremden Ensembles steht, vor leeren Bänken und doch so ungetrübten Humors seine Kunst bieten mufc? Ich will hier keine Kritik schreiben, es genügt mir, und ich habe schon mehr Theater gesehen, festzustellen, daß selbst der Verwöhnteste heute hochbefriedigt dgs Neue Theater verließ; daß das hiesige Ensemble gut war und daß der Gast eine Leistung bot, die nur gesehen, nicht geschildert werden kann. Möchten diele Zeilen vielleicht etwas dazu beitragen, daß Mancher sich selbst überzeuge, daß ich hier nichts Gewagtes behaupte und möchte ein volles Haus an den nächsten Abenden den Gast belehren, daß auch in Gießen die Muse der wahren Schauspielkunst noch eine Stätte findet. Genehmigen Sie, Herr Redacteur, den Ausdruck meiner vollkommenen Hochachtung. B.. p. Holzversteigerung 6m Gietzener Stadtwalde. Montag den 6. Februar 1893, von Vormittags 9J/2 Uhr an, soll im Gießener Stadtwatde in dem District Fernewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 2 Eichenstämme mit 0,36 fm, 306 Fichtenstämme „ 169,44 „ 6 Eichenderbstangen „ 0,64 „ 122 Fichtenderbstangen mit 9,80 „ B. Brennholz. Scheith. Kniippelh. Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Eichen 27 67 36,5 3430 Radel 22 134 37 2890 Birke 6 - — — DieZusammenkunstistim Steinerts- wald am Müllerweg. Gießen, am 31. Januar 1893. Großhcrzogl. Bürgermeisterei Gießen. _________Gnauth._____[luQQ Bekanntmachung. Der interimistisch ernannte Director des Spar- und Vorschußvereins, ein» getragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht zu Daubringen, Wilhelm Alb ach zu Daubringen, ist laut Beschluß der Generalversammlung vom 15. Januar 1893 zum Director gewählt worden. Eintrag im Genossenschastsregifter ist heute erfolgt. Gießen, 30. Januar 1893. Großherzogliches Amtsgericht. Gebhardt. [992 Brennholz- Versteigerung in den Waldungen der Stadt Lich. Es kommen zur Versteigerung in der Forstwartei Hinterwald: Mittwoch den 8. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr, iiK den Districten Eisenkaute und Möuchköpfc: 33,4 rm Buchen-Scheiter, 196 „ Buchen-, Birken-, Eichen-, Nadel« und Weichholz-Knüppel, 6752 Wellen Buchen-, Birken-, Eichen- und Nadel-Reisig, 257 rm Buchen-, Eichen- und Nadel- Stöcke. Zusammenkunft und Anfang am Burkhardsfelderweg am Floß. Donnerstag, 9. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr, in den Districten Schweinstallsheege, Oberer und Unterer Speicrlingskops: 163 rm Buchen-Scheiter, 164 „ Buchen-Knüppel, 13,2 „ Nadel-u.Weichholz-Knüppel, 4822 Wellen Buchen-Reisig, 1360 „ Lärchen-, Nadel- und Weichholz-Reisig, 129 rm Buchen-Stöcke, 29 „ Nadel-Stöcke. Zusammenkunft und Anfang beim Pflanzgarten in der Schweinstallsheege. Lich, den 31. Januar 1893. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz. [994 Holzversteigerungen in Gräflicher Oberförsterei Kaubach. Versteigert werden: I. Dienstag den 7. Februar d. I., nach Zusammenkunft um 91/2 Uhr Vormittags beim Altenhainer Teiche, im Nassewald und in anderen beim Obernseenerhos gelegenen Districten: 450 rm Buchen-Scheiter, 180 rm -Prügel, sowie größere Mengen Stock- und Reisholz; ferner an Stammholz: 19 Buchen (Schnittholz) mit 20,53 cbm, 1 7 Ahornabschnitte (theilweise kernfaul) von 28—62 cm Durchm. — 3,66 cbm, 14 Eschenabschnitte von 18—48 cm Durchm. mit 4,28 cbm, 1 Ulme von 56 cm Durchm. und 9 m Länge. Das Stammholz kommt gegen Mittag im Nassewald beim Feuer zum Ausgebote und wollen sich Steigliebhaber zwecks Vorzeigung desselben zuvor rechtzeitig an Forstwart Schreiner zu Altenhain wenden. II- Donnerstag den 9. Februar d. I., nach Zusammenkunft um 9V2 Uhr Vormittags in den Hirfchröther Wiesen, 1) im Hirschroth und Hirfchröther Busch (bei Bahnstation Villingen); 470 rm Buchen-Scheiter, 235 rm -Prügel, 70 rm Stöcke, 300 rm Reiser; 2) im Hölzchen und Dörnberg (unvorgezeigt): 26 rm Buchen- Stöcke. 54 rm -Reiserprügel, 200 rm -Stamm- und Zopsreiser in Schichten. Laubach, den 30. Januar 1893. 987 Gräfliche Oberförsterei. Holzversteigerung. Montag den 6. Februar sollen im Bettenhausener Markwald versteigert werden: 138 Kiefern- und Fichtenstämme von 19—39 cm Durchmesser mit 94 fm Inhalt, ferner: 24 rm Mtzknüppel. Zusammenkunft beim Pflanzgarten Mittags 12 Uhr. Bettenhausen, 30. Januar 1893. Gr. Bürgermeisterei Bettenhausen. Rückel. 978 Keilgeöotenes. Frifchgefchofsene Hafeu, Frische Krammetsvögel, per Stück 25 [998 Frische Eier, sowie Pariser Kopfsalat empfiehlt 8. Klotz, Mäusburg 17. Regenschirme »2? schnell und billig bei (991 H. A. Sack, Neuenweg Nr. 58 Schellfische u. Cabtiau | frische Zufuhr im .Rebstock". 1 ! Oeffentlicher Aufruf. Der an unbekanntem Orte abwesende Georg Wahl von Garbenteich wird unter der Benachrichtigung, daß er mit Anderen als gesetzlicher Erbe zum Nachlasse der am 28. December 1892 kinderlos verstorbenenKatharina, Konrad Hinterländer II. Frau, geborenen Wahl von da berufen fei, hiermit aufgefordert, sich über Annahme dieser Erbschaft binnen zwei Monaten dahier zu erklären und Bevollmächtigten anher zu bezeichnen, als sonst diese Erbschaft als von ihm angetreten angenommen und im Weiteren nach den Anträgen des dafür bestellten Curators, Jacob Wallbott XI. von Garbenteich, verfügt werden wird. Gießen, den 24. Januar 1893. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. [993 SANITAS ToilelteM-Seife Zu haben in 'allen •ParfumerienaDroguerien. Terniancnto Ausstellung von li m Sud« 189: 108Wiaionenv* 1860-69; 160fo 1860—69 : 230fc 1870-79: 34«/o 1880—89: UOfo 1890-92: m> der ordrnlltchen IahrtlprLmie. CT JH< Verftcherln» IKJ «rOirftrn butifl- MnschatttNch an Vivi • li brnbr gezahN: IV Jahrgang >erIagv-«I g 6*rd>er in tf^liegru v Stuttgart IIIÜ’ u ßü-vc flotrt Artt-- Tklk A<» ^k'chvrrl N flutr 3ätin( afafye ®®Hf in, er°bllCtttt bi' ^8 ff? * ^drr f ?Mrlt । In * lklrii an bit eit sofort J892 bi bet 8b. Q itrl imnertuni untti W ->lls entrang Hern bien medtn. Z MF |Ä . • 1< Rechts« richten, : dezeichi bqid (Äl iutrtnenb Wiliiarpi Tfrtt bit\ tzabmM Sattln Zdjmie triotbttl werbe ij 5ei btn hgm iß Wen) ob bitjtlb Lod bMich l 0 baß fr -) bah 01 Bei 3)M ieb M In A« ernennt Mürber Ss ® > .ft ZS? Dermieihungm. Das Allervollkommenste! 1» Der Vorstand. 1003] Arobenummrr gratis und franko Neu! Neu! Ludwig Berger, Chr. Bieker, Carl Petri. SW" r» billigte« Preisen. TBCi 996 Maschinen- Fabrik, Darmstadt Heinr. Hofmann. , — Soeben beginnt zu erscheinen: — 130 Lieferungen zu je I M.—IO Halbfranzbände zu je 15 M. V. tS-rr Giessen. 649 ist reich zu nennen. "1KL Ke,ahN« N«rftch«rungs- fummrn : bi, End« 1890: = ftC • = r* w y 92 3» 2061 559* 81» 385.5) 199K) 15t» 104.» 110» 59.i< 96.J A,rmäg«u: Ende 1890: 86 Millionen Snd« 1891: 94 Millionen y«rfl4rrung,- Sesland: Snd, 1890: SSSMilliouen^. Ende 1891: j 359 Millionen^. Ende 1892: ' 883 Millionen^ 137 20 | ver. StönigSdlauieb. »et Tendenz: fest von Prof. Pechuel-Lotseht, Dr. W. Haacke, Prof. W. Marshall und Prof. E. L. Taschenberg, mit Ober igoo Abbild, im Text, 9 Karten, *8° Tafeln in Holzschnitt u. Chromodruck von W. Kuhnert, Fr. Speckt u. a. Schluhcour«« 1 87.75 ICo 60 87.15 101.15 Damplziegelei C. Zulelmer ck Co., Cassel, empfiehlt Handsteine, Maschinenfleine, Form- steine, Jaststegel etc. Madame Mongodin. Schwank in 3 Acten von ErnBt Blum und Toche. Freitag den 3 Februar 1893: Drittes Gastspiel des Hrn. William Büller Doctor Wespe. Akademischer Gesangverein. Ausnahmsweise findet die Probe anstatt Freitag heute Donnerstag den 2. Februar, Abend- 8 Uhr, statt. 999] Der Vorstand. ft A ft«-’ s * S 6 3» S:B »’N Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Hin- scheiden und der Beerdigung unseres unvergeßlichen Töchterchens Sophie, sowie für die zahlreichen Blumenspenden und die trostreiche Grab« rede des Herrn Sttftspfarrers Cremer sagen wir hierdurch unseren innigsten Dank. Postvenvalter Stotz und Fran. Lich, 31. Januar 1893. ___________________l997 . 61 Millionen X bi« Ende 1891 : 66 Millionen^ di« End« 1892: 72 Millionen X Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 1. Februar 1893. Suppenwürze E. Orbig. Das Meisterschafts* System zur praktische« und naturgemäßen | Erlernung der französischen, englischen, italienischen,! spanischen, portugiesischen, hollönd'-I schen, dänischen, schwedischen, polnischen! rnsstschen nnd böhmischen Greachäfta- und ■Umgangssprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten! eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal I Französisch — Englisch — Spanisch, I Polnisch, compl-i je 15ßecttoncnM^t| I Italienisch — Russisch, complet in je 20 Lectionen ä 1 x Schlüssel hierzu ä 1 Mk 50 Pf. I Portugiesisch — Holländisch — Da- I nisch - «chw, bisch — Böhmisch, com- I plet in je 10 Lectionen 1 1 4 I Probebriefe aller 11 Sprachen ä 50 Pf I K^lknlhal'sche Serlagnhaublung. 0>«s«lllcha»»gkbäudt In 8«t»llg. Bei den 38 deutschen Lebensversicherung- - Gesellschaften waren Ende vorigen Jahre- zusammen 4500 Millionen Mark versichert- Diese Riesen- uffer zeiai, welche An-debnung die Leben-verfichernng in Deutschland bereit- genommen hat. Die Lebensversicherung ist ein Segen für Jedermann: Niemand, rein Kaufmann, kein Gewerbtreibender, kein Landwirth, kein Beamter sollte daher versäumen, seinen Berstcherungsantrag zu stellen. m Die Lebeu-versichrrungS tstesellschast zu Leipzig ist bei günstigsten Versicherung- bedinannqen (Unansechtbarkeil fünfjähriger Policen) eine der Grössten und billigsten Leben-verstcherung-anstalten Deutschlands. Alle Ueberschufle fallen bei ihr den Versicherten zu. Nähere Auskunft erteilen die Gesellschaft, sowie deren Vertreters Hüller Ä Schwäre in Stehen, Wallthorstraße 25, Theodor Haubach „ ,. Bahnhofstraße 40. ftdensvttWrilllgg-GcsclWft?u üipsig (alte Leipziger) aus Gegenseitigkeit gegründet 1830. Uhr 15 Mtn. 4 pEt. Ung. Gold-Rente 5 pEt. Ital. Rente 3 pEt. Portugiesen 4 pEt. Griech. Monopol-Aul. Lomb. E^B.-Act. Buschlherader tz-B.-Act. Elbthat-Bahn-Act. Aotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost.-B.-Nct. Mainzer S.-B.-Nct. Marienburger E^B.-Nct. Jahr aus Jahr ein von gleich vorzüglicher Qualität. Zu haben in Glessen bei den Herren. 982] In meinem Neubau, Ärofborfcr« ; straße 3, ist der untere Stock, sowie in । meinem alten Haus ein kleines Familien- logiS zu vermiethen. _ Hch. Kinn V., Heuchelheim. Der von Herrn Profeffor Heffter seither bewobme mittlere Srock, Ludwig- straße Nr 27, ist zu vermtetben. 1001] A. Lenuer, Gartenstraße 19. 990s Äl. Logis ,u vermiethen. e. Elsoffer, Marttstratze 27, II. 18410 13210 140 JO 96 66 100 50 271.25 100.50 Todes - Anzeige. Men Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mit- theilunq. daß es'Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren guten Vater, Schwiegervater und Großvater, den Herrn Lehrer H. M. Helmer im 63. Lebensjahre nach längerem Leiden in ein besseres Jenseits zu fich zu nehmen. Salzboden, den 31. Januar 1893. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonnabend den 4. Februar er., Nachmittags 1 Uhr, statt. [1006 Danksagung. Für die erwiesen«- allseitige herzliche Theilnahme bet dem Verluste unserer lieben Mutter, Großmutter und Schwiegermutter sagt den innigsten Dank J9h8 Familie Nagel, Lowengaffe. ReichSbank-DiScont 3 pLt. — Frankfurter Bank-DiScont 3 ptt» 3 pCt. Reichsanleihe 3‘/i p6t do. 3 pTl Preutz. Lonfol» 3Vi vSl. do. DiSconto-Lomnumd^Anlh. Darmstädter Bank-Att. Dresdener Bank-Act. Stordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver^Act Oeft. Credtt-Act. Ital. Mtttelmecrbahn Act Kelfenk. Be-aw^Act., 0 B = x Locomobiten u. Dreschmaschinen mit allen Neuerungen und Schutzvorrichtungen. Unübertroffene Leistung. «y Bedeutende Kohlenersparniss, weitgehende Garantie Katalane gratis und franco. Reparaturwerkstätte nnd Latrer aller Reservetheile. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig u. Wien. | Vermischte Anzeigen. Neues Theater, Giessen Donnerstag den 2 Februar 1893: Zweites Gastspiel des berühmten Komikers Herrn William Büller ■i Äusser Abonnement Ml /M^öttrrontn'Drrrin Gießen. Die diesjährige Generalversammlung findet Montag den 6. d. M. in der Restauration Jaskowski statt. Tagesordnung: Geschäftsbericht, Rechnungsablage, Vorstand Swabl. v.-wkJVvCjC-X „ beginnen jeden 1. Januar, 1 - April, 1. Juli, 1. October ein neues Quartal und werden Freunde dcS Humors zum ÄÄXf- Abonnement auf diese« höchst originelle WM wöchentlich einmal erscheinende »farbig illnstrirle 1 Witzblatt^ tingtlaben. (Preis nur X 3 — pro Quartal). Jede Buchhandlung, jedes Pcstamt (Nr. 8915 de« deutlchen Postzettungs^erzeichniss-4), sowie her Verlag nehmen Bestellungen an- Probenummer fltatii und franco. -wt SB- «eeigueteS Insertion Sorga« für atte Branchen 7« J. F. Schreiber, Esslingen b. Stuttgart. (3r. 66r. ^umm(r umf„6t 6 Seife«- Donnerstag, 2 kfebr., Abds. 8'/» Uhr: Eafe Sbelr [989 Monatssitzung. 1005) Ein Pferdeteppich von der kath. Kirche bis zur Marktstr. verloren. Geg Belohn, abzug. in der Exped d. Bl. Ich nehme hiermit die Beleidigung gegen PH. Müller zurück. Beuern, 31. Januar 1893. ßuschenthaFs F leisch - Ext^^ct. Geprüft and .eegezeiebnei befanden wn ernten wiMenMh.ftbehen AntoriUten Enrop« - Allein zu haben be. Drehe» * Wallenfel», M^ktplaU 21, Gieren. 977) Bestellungen aut ftottv und Weizenstroh können in der Herberge zur Heimath abgegeben werden-______ —884] Ein braves Müdchen, welches die Hausarbeit gut versteht, wird gesucht. Grünbergerstratze 11, 2. Stock- 983] In einem hiefigen FabrikgeschSft tft eine Lehrliugsstelle gleich oder Ostern zu besehen. Schriftl. Offerten unter ß 500 an die Exped d Bl erbeten.____ ' 9sÖ] Kür fofort »weitstillende gesucht. Von wem? AMMe wgt die Exped^d. $l__ 979] Kellnerlehrling kann sofort eintreten. Wo? sagt die Exp. d. Bl. 1002) Em braves solides Die« st• mLdchen sofort gesucht. Frau Schnple, Schillerstrahe 19. I Ankau f alter Bücher n. Bilderwerkh Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die J. ßiekefsche Buchhandlung I ROLLOS 985 Coxnplet KafEee von Henry Roll ä Co. in I^ondon. 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