Ibin Freitag den 1. December 959c und Anzeigeblatt für den ICrets Gietzen Hratisbeikage: chießener Kamikienökätter Amtlicher Theil E-ietalla-ung aus zeit gestattet sev. t. 283 Erstes Blatt Alle Annoncen-Bureoup de- In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" entgegen. lhempreirften, l-Gesellschaft er BeMmql Etwa acht Tage sind auf die Commissionsverhandlungen gerechnet. Lasier uud;« roeldje jich bei» zu Gl«. L-Gesellschch, bit Die Gießener MO»ikie»SlSlter Weben dem Anzeiger Bchchnukich dreimal davl^t. Bormittags 10 Uhr, anberaumten Termin vor dem unterzeichneten Gericht zu erscheinen, widrigenfalls die wieder ihn eingeleitete Untersuchung geschloffen, er in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldbuße von Einhundert und fünfzig bis Dreitausend Mark verurtheilt werden wird. Darmstadt, 28. November 1893. Gericht der Großherzoglich Hessischen (25.) Division. t5°/0, 0. ehe und Der J»*id|er «»scheint täglich, Btt Ausnahme M Montags. i bnti N.1 'l t) d!i bW,w ton SWW* der IW* MM Lireetioneo, tixtftit berch, n-Grsiüschaft Wen unö dh> ien frei in ist durch Tob Psnde oui ein« I Huf- und drin- Deutsche» Reich. Berlin, 29. November. Zwei nichtswürdige verbrecherische Unternehmungen, welche in diesen Tagen gleichzeitig gegen die geheiligte Person des Deutschen Kaisers und gegen dessen ersten Diener, den Reichskanzler Grasen Caprivi, aus sicherem Hintergründe ins Werk gefetzt worden sind, erregen in ganz Deutschland tiefste patriotische Entrüstung. Zugleich gibt sich aber auch überall dankbare Genugthuung darüber kund, daß eine gnädige Fügung deS Himmels die eigentliche Ausführung der geplanten Verbrechens vereitelte und daß also namenloses Unheil vom deutschen Baterlgnde ferngehaiten worden ist. Der bis jetzt bekannt gewordene Thatbestand ergibt, daß am letzten Sonntag sowohl beim Reichskanzler, als auch im Cioilcabinet des Kaisets eine Sendung aus Orleans einging, die in beiden Fällen ganz gleich war und aus einem in französischer Sprache geschriebenen Briefe, sowie aüs einem harmlos aussehenden Kästchen bestand. Das Begleitschreiben enthielt die kurze Mittheilung, daß das Kästchen eine Probe Radieschensamen ,ganz überraschender Art" enthalte- unterzeichnet war der Brief mit „G. de Chanteau, Orleans, Rue du Pologne Nr. 17." Der Adjutant des Reichskanzlers, Major Ebmeyer, bemerkte indessen bei dem Versuche, das für den Kanzler bestimmte Kästchen zu öffnen, daß letzterem schteßpulverähnliche Körnchen entquollen, infolge dessen das Behältniß sofort der Polizei zur Untersuchung übergeben wurde. Bei derselben stellte sich heraus, daß das Kästchen eine Art Höllenmaschine war, die eine mit dem gefährlichen Nitroglycerin gefüllte und derartig angebrachte Patrone verbarg, daß sie beim vollständigen Oeffnen des Kästchens hätte explodiren müssen, die Wirkung würde jedenfalls furchtbar gewesen sein. Das unter der Adresse des Kaisers eingegangene Kästchen erregte ebenfalls noch rechtzeitig den Verdacht der mit seiner Oeffnung betrauten Personen und wurde dann auch unschädlich gemacht. __ Begreiflicher Weise ist die Untersuchung über die Urheber dieses schändlichen Bubenstückes sofort in die Wege geleitet worden. Da kaum anzunehmen ist , daß irgend welche persönlichen Beweggründe die That veranlaßt haben, so bleiben nur politische Motive übrig, wobei den Muthmaßungen allerdings ein ziemlich weiter Spielraum geöffnet ist. Es kann ebenso gut sein, daß ein wahnwitziger Revanchepolitiker jenseits der Vogesen in seinem politischen Haffe gegen das deutsche Reich auf den Gedanken eines verbrecherischen Anschlags gegen das Oberhaupt und gegen den ersten Beamten Les Reiches gekommen ist, als daß dte internationale Ver- schwörerrotte der Anarchisten hierbei die Hände im Spiele hat. Die letztere Vermpthung wird sogar vielfach gehegt, besonders da sich die Anärchiften in letzter Zeit wieder bedenklich rühren, und gilt es als sehr wahrscheinlich, daß Briefe und Packele in Orleans nwr aufgegeben worden sind, um den wirklichen UrsprungSorr zu verheimlichen. Der Name unter den Briefen ist zweifellos ein fingtrter. In bet französischen Botschaft in Berlin ist man von diesem Ereigniß peinlichst berührt und daffelbe dürfte auch in den leitenden Pariser Kreisen der Fall sein. Um so mehr steht daher zu hoffen, daß die französische Regierung den deutscherseits eingeleiteten Erörterungen nnd Schritten zur Ermittelung der Schuldigen die bereitwilligste Unterstützung und Förderung zu Theil werden laffen wird. Berlin, 28. November. Die unter dem Vorsitze Hammachers gebildete Reichstagscommission für Handelsverträge zählt acht Freunde, sieben Gegner der Verträge, forote sechs unentschiedene Centrumsmänner zu Mitgliedern. Arrrland. Wie«, 28. November. Infolge der Studenten- demonstrationen in dem Hörsaale des Profeffors der Medicin Schauta, welchem die Studenten eine übergroße Strenge bei dem Tentamen rigorosum vorwerfen, sind die Vorlesungen des Profeffors Schauta bis auf Weiteres siftirt worden. Heute wiederholten etwa 500 Studenten die Demonstrationen unter Johlen, Pfeifen und Pereatrufen. Der Assistent Schauta's mahnte vergeblich von den Ausschreitungen ab und theilte schließlich mit, daß die Vorlesungen sistirt seien. London, 27. November. Die Regierung hat die für kommenden Sonntag auf dem Trafalgar - Square beabsichtigte Versammlung von Anarchisten verboten. London, 28. November. Einem Jnterwiewer erklärte der Redacteur eines hiesigen Anarchistenblattes, die Bomben im Liceotheater von Barcelona seien nicht von der Gallerie aus geworfen worden. In Spanien bereite sich ein Bürgerkrieg vor, der mit dem Siege der socialistischen Bestrebungen enden werde. Dublin, 28. November. Auf dem Tironplatz fand gestern eine Explosion statt. Ein Individuum, das eine Bombe in den Händen hielt, wurde verhaftet. Washington, 27. November. Der neue von den demokratischen Mitgliedern der Zolltarifcommission miageru-hmM-e Zolltarif wurde der Commission in ihrer heutigen Sitzung von dem. Vorsitzenden der Finanzcommission Wilson vorgelegt. Wilson gab hierbei ein Exposä über die Hauptpunkte des Entwurss und erklärte, die Vorlage strebe die möglichst baldige Einführung von Werthzöllen an Stelle der spezifischen Zölle an. Es sollen auf die Freiliste gesetzt werden, Rohstoffe, welche in amerikanischen Fabriken verarbeitet werden, ferner Chemikalien, insbesondere Schwefelsäure, sodann Eisen, Stahl, Kupfer, Nickel, silberhaltiges Bleierz, Rohzucker, Hans, Leinen, Wolle und Kunstwerke. Auf der Liste der herabgesetzten Zölle stehen mehrere Produete, insbesondere Ricinusöl, Leinöl, Blockblei, Bleifarben, Töpferwaaren, Stahlschienen, Stahlwaaren, Eisenblech, Bleierz, Tabak, Cigarren, Weine, mousfirende Weine, Bier, kohlensäurehaltige Wasser, und Baumwollenstoffe, Tuche und Gewebe, Teppich- waaren, Handschuhe. Der Zoll für Raffinadezucker wird auf die Hälfte herabgesetzt, die Prämie für Rohzucker wird jähr- lich um ein Achtel herabgesetzt. Spirituosen sollen an Zoll das Doppelte der inländischen Steuer entrichten. Der Wollenwaarenzoll wird fünf Jahre hindurch allmählig reducirt. Die Zollfreiheit für Wolle soll am 1. März, die Zollherab- setzungerr für Wollwaaren sollen am 1. Juli in Kraft treten. Die Zölle auf Edelsteine werden erhöht. Der Gesammtbetrag der ZollreductioNen beläuft sich auf 50 Millionen Dollars. Aavahmr eon Anzeigen zu der Nachmittags für den falzenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Ubr. Nachdem wider den Rekruten Ludwig Weller dem Landwehr-Bezirk Gießen, geboren am 16. März 1871 zu Heuchelhelheim, Kreis Gießen, der förmliche Defertions- prozeß eröffnet worden ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, sich sofort bei seinem Truppentheil zu gestellen, spätestens aber in dem auf Mittwoch den 18. April 1894, Cn $ s. w”(£e0‘1' zetleo-^ ler d“ je n^-ezablW SMS Deutscher Reichstag. 8. Sitzung. Mittwoch den 29. November 1893. Dor Eintritt in die Tagesordnung erklärt der Präsident u. Levetzow: Das Hau« war gestern ties entrüstet, als es von einem Attentatsversuch gegen den Reichskanzler ettuhr. Inzwischen ist bekannt geworden, daß ein gleicher verbrecherischer Versuch auch gegen den Kaiser begangen worden ist. Ick> sprechest» Ihrem Namen wenn ich erkläre, daß das Haus davon schmerzlich berührt ist und Gott dafür dankt, daß dieser Versuch weitere Folgen für Kaiser und M?EMstellung eines gegen dm Abg. B ueb (Soc.) schwebenden Strafverfahrens für die Dauer der Session wird beschlossen. 'Die ersteBerathungdes ReichshaushaltSetats für 1894/95 mlrb Abg^Möller (natl): Wir find Alle darüber einig, daß es mit dem jetzigen Verfahren, Schuld auf Schuld zu Haufen, nicht so fortgehen könne und daß wir an eine Amortisation denken müssen. Die Pebel'sche Berechnung deS Ertrags einer Entwickelung der directen Steuern, wie er sie sich denkt, ergibt, daß es! auch Herrn Bebel unmöglich ist, für dm von ihm geforderten Wegfall der Zolle und inbirecten Steuern Deckung »u schaffen. Den colonialen Forde- rungm werden wir zustimmm. Wir werden ben Militär- und Marineetat ernsthaft prüfen, denn nach den Opfern, die wir für die Armee und die Marine gebracht haben, ist hier strengste Spärsawkeit am Platze.. Zu prüfen ist u. A., ob die Unfformttung der Armee nicht zu vereinfachen ist. Der Pensionsetat erfordert eine Prüfung der Frage, ob nicht eine Einschränkung der Pmfionirungen durch anderwette Verwendung der betr. Offiziere erfolgen könne. Der Hannooer'sche Proceß wird hoffentlich retnigMd gewirkt haben. Die Korberuna nach Einführung einer Milttär-Strafproceßordnung mit dem mündttchm und öffLtlichen Verfahren muffen wir festhalten, was in Bayern geht, muß auch bei unS gehen. Was im Maring etat für den Schutz der Küste und des Handels gefordert wird, wird bnoilligt werden. Die Reform der Reichsfinanzen laßt sich nicht abwetsm. Unter meinen Freunden bestehen wie in allen Fracttonm verschtedme Meinungen über die Mittel zur Deckung des bestehenden Uni zu ichMchn * Liebe und fa ^ Kinder un> er9^ besonder« :run6 für unsere 7 an eine der Wie Banse «“M rüel "enstrch 15), ,r Baumann ArWe iß). tu % Bedarfs. Die meisten meiner Freunde stimmen darin überein, daß Tqbak unb Wein Objecte find, die bet einer Steuervermrhrung heranzuziehen fein mürben, aber gegen bie oorgelegten Entwürfe bestehen ernste Bedenken. ES ist fraglich, ob bie Erträge ber neuen Steuern die Schädigungen aufwtegen, die den Jnteresserrien barauS erwachsm- Hoffentlich wird sich unter Mitwirkung meiner Freunde in der Commission ein befriedigender Modus finden. Auch bas Erträgniß bes Stempelgesetzes werbe kein bebeutmbeS fein, dagegen werbe bas neue Gesetz sehr viel Aergerniß bringen. Zur QuittungS- steuer sollte man nur im Falle äußerster Roth greifen. Festzuhalten ist an bem Grunbfatze, baß ben Einzelstaaten im Allgemeinen die birecten unb bem Reiche bie inbirecten Steuern verbleiben. LuxuS- steuern würben mir ganz genehm fein, wenn ich ein nennenswenheS Ergebntß baoon erwartete. Abg. Haußmann (Volksp.): Die Spannung, welche über Europa liegt, hat burch bie Mllttäroorlage keine Besserung erfahren. Unsere Politik hat mit ber wtrthschaftlichen Lage Europas unr bet Dreibunbsmächte zu roenig gerechnet. Bei dem wirthschaftlichm Revanchekrieg, dm Frankreich in ben letzten Wochen gegen Italien geführt, fand Italien keinen ausreichenbm Rückhalt in bem beulfdben Gelbmarkt. Das ist bie Folge der gewaltiqm militärischen Aufwendungen. Es war eine kurzsichtige, nicht staatsmännische Politik, welche sich in der Mililäivorlage ausbrückt. In der Colonialpolitik ist in Deutschland vollständige Ernüchterung eingetreten. Die Re- Sierung hat gar kein festes Programm. Früher wollte man sich auf le Küste beschränken, jetzt erklärt man das für unmöglich. Die militärische Besetzung des Hii-.terlandes ‘ber Schutzgebiete wird ober viele Millionen kosten. Nachbem die Elsaß-Lothringer dem Kaiser einen Empfang bereitet haben, ber selbst in ber Thronrede Anerkennung gefunden, ist es nicht mehr am Platze, die Ausnahmemaßregeln für die Reichslande aufrecht zu erhalten. Die dem Reichstage gemachte Zusage der Vorlegung einer neuen Strafproceßordmmg ist bis jetzt unerfüllt geblieben. Auch von den Justtzreformen enthält die Thronrede kein Wort. Der^ Kernpunkt ber neuen Situation ftnb bie neuen Militarsteuern. Die neuen Finanzvorlagen find nur groß in ihrer Begehrlichkeit. Die Wetnsteuer würde die Landwirthfchaft in Süb- deutschlanb aufs ärgste schädigen. Das Tabccksteuergesetz ist ganz dazu angethan, das Monopol von hinten herein einzuführen; man rutriirt damit die kleinen und mittleren Interessenten und braucht sie nicht zu entschädigen. Bezüglich der Quittungssteuer faäte Finanz Minister vr. Miquel, wer baar bezahle, brauche feine Quittung; ich sage umgekehrt: Wer nicht baar bezahlt, braucht keine Quittmrg. Mit der Branntweinsteuer wurde die kleine Brennerei tutnlrt, jetzt soll die Tabakindustrte ruintrt werben; so schädigt man stetig den Mittelstand. Wir lehnen jeden Pfennig för die sogen. Finanzreform ab. Lieber lassen wir uns auf bie Matricularbeiträge zurückdrangen, denn da haben wir doch eine Garantie dafür, daß bie Mittel durch birecte Steuern aufgebracht werden. Das Volk ist, verdrossen unb das Kopfschütteln ist zu einer nationalen Beschäftigung ber Deutschen geworben. Generallieutenant v. Spitz erklärt einer Bemerkung deS Vorrebners gegenüber, baß ber (zur Zeit erkrankte) KriegSmintster nur seine Stellung wahrgenommen habe, wenn er eine aus bem Hause gegen bas Osfizierscorps erhobene schwere Beleidigung energisch zurückgewiesen habe. Staatsstcretär Graf Posadowsky bestreitet dem Abg. Haußmann gegenüber, daß Seitens ber Regierung erklärt worden sei, baß ber Tabak nicht her ungezogen werben solle. Finanzminister Dr. Miquel bemerk: Haußmann gegenüber, es sei abzuwarten, in welche Lage auch Württemberg kommen würbe, wenn bie Finanzreform nicht zu Staube komme. Die Rothwenbigkeit ber Beschaffung neuer Einnahmen ist von ben meisten Rednern anerkannt worden, auch von Bebel, aber selbst bie Redner der Rational- liberalen unb Conseroativen vermieden es, den Dingen gerade inS Gesicht zu sehen. Das VerhSltniß ber birecten zu ben Inbirecten Steuern ist in Deutschland auch nach Annahme ber neuen Steuervorlagen viele günstiger als in anderen Staaten z B. England unb Frankreich. Bebel empfahl eine Reichs - Vermögenssteuer. Eine Vermögenssteuer wird aber zu ehret Vermögensconfiscation, wenn ste nicht bie Spitze einer Einkommensteuer bildet und die schärfere Heranziehung ber funbiden Einkommen bezweckt. Ich bitte, ben Deckungsvorschlägen der Regierung näher zu treten. Abg. v. Karborff (Rp.): Bebel hat sich neulich bis zu einem gewissen Grade als Schutzzöllner bekannt. Früher hat er erklärt, er könne nicht für die Jndustriezölle stimmen, sonst müßte er auch für die lanbwirthschöstlichen Zölle eintreten. Nachdem er sich jetzt als Schuhzöllner entpuppt, werben wir sehen, inwieweit er für bie landwirthschaftlichen Zölle eintritt. Die Tabaksinbustrie unb ber Weinbau werben als Interessen ber Allgemeinheit vertreten, wenn wir aber hier für bie Interessen bet Lanbwirthschaft eintreten, so heißt es, wir verträten Sonderinteressen. Redner verliest eine Erklärung seiner Fractton, in der bie Ueberjeugung ausgesprochen wird, daß, wenn bet Bunb der Landwirthe Maßnahmen der Regierung bekämpfe, dies nur geschehe, weil seine Mitglieder die Königstreue nicht besser betätigen zu können glauben, als indem sie ben Stand aufrecht zu erhalten bestrebt sind, bet allezeit bie treueste Stütze ber Monarchie gewesen. Er wendet sich dann gegen die Legende ber so- Senannten Liebesgabe; bie Bet Heiligung ber betnffenben Bestimmung cs Branntwestrsteuergesetzes würbe eine Erhöhung bes Branntwein- preiseS um 20 Procent zur Folge haben. Er empfiehlt ferner eine Veränderung in dem militärischen Dienstverhältniß ber Volk iLul- lehtet. Entweder man laffe sie ganz frei ober men lasse ihm r. bk Wahl zwischen Ausdilbung im Lazatethbienst unb voller Dienstzeit. Redner schließt mit Befürwortung ber Doppelwährung. Abg. Rickert (frf. Vereinig): Die Rechte unb ber Bund ber Lanbwirthe sind bie Vorfrucht des Antisemitismus, o. Karborff bestritt, baß von einer Liebesgabe bie Rebe sein könne. Werben benn bie Berechtigungsscheine nicht in baarem Gelbe bezahlt? Die Klagen über den Rückgang der Lanbwirthschaft find übertrieben. Eine vom Director bes Statistischen Bureaus in Dresden Dr. Victor Böhmer ausgestellte Statistik ergiebt, daß in den Jahren 1879/88 । das Einkommen aus Grundbesitz, zwar nicht in dem Maße wie bad : Einkommen aus Hanbel unb Gewerbe, aber boch gestiegen ist. Wir i stimmen gegen Alles, was über den Bedarf ber Militärvorlage i hinausgeht. Was bas Votum für bie Militärvorlage anbelangt. Gießener Anzeigers Aenemt-Wnzeiger. •sä* I LandeSlehrerverein gemachte Eingabe betr. SeftlbaM unk t •» Ueber Sparfa»keit im csw k cr otfinnb t#—«k—। bedrängten Erwerb und Wirthschaf^ kommen. Dn Vorstand deS LandeSlehrerverelnS Wird nun leben kann die Spariamkeu viel Gutes stiften, doch be^f^Mr^nft8011610» b,C ®ünF?e der wir hier natürlich nicht von der Sparsamkeit im Gegensätze he'sifchen Lehrenchaft lur StenntniR brmaen. Sin dem hr. ...r «.«Am.nh.— .-—k__ ’ v.. ~ , H”,avc neMeftc riachrichten. Anar- der steht der find die Mayer- hessischen Lehrerschaft zur Kenntniß bringen. In dem betreffenden Gesuche wird gebeten, Großherzoglichr Regierung möchte in Gemeinschaft mit beiden Kammern der Stände ge- setzlich bestimmen: 1) daß die durch daS Gesetz zu bestimmenden Gehälter der Bolksschullehrer ohne Rücksicht auf die Größe der Wohnorte, wie bei Staatsbeamten, überall die gleichen seien- 2) daß der Anfangsgehalt eines definitiv angestellten Lehrers 1200 Mark betrage urd daS Aufrücken in den Gehaltsklassen in Zwischenräumen von fünf zu fünf Jahren um je 500 Mark erfolge, so daß der Höchstgehalt in 25 Dienst- jahren mit 2200 Mark erreicht werden kann- 3) daß bei Versetzungen dem Lehrer behufs Einreihung in die Gehaltsklassen — auch wenn in dem neuen Wohnorte durch Beschlüsse von Stadtverordneten höhere Gehattszusätze als die durch das Gesetz bestimmten eingeführt 'sind — stets sämnuliche in andern Gemeinden verbrachten Dienstjahre zur Anrechnung gebracht werden,- 4) daß außer dem Gehalt jeder Lehrer eine angemessene Dienstwohnung oder eine den ortsüblichen Mieths- preisen entsprechende Wohnungsvergütung erhalte, daß die Wohnung, wie in Baden, einen Theil des pensionsfähigen Einkommens bilde und bei der Pensionirung für alle Lehrer mit dem gleichen Betrage von 300 Mark in Anrechnung gebracht werde- 5) daß die Auszahlung der Lehrergehalte für alle Landgemeinden aus der Staatskasse erfolgen möge- 6) daß in erster Linie der Organistendienft für den Lehrer nicht mehr obligatorisch, also Artikel 50 des Schulgesetzes aufzuheben sei, oder daß in zweiter Linie die Vergütung bei sonntäglich einmaligem Gottesdienst 150 Mark, bei zwei- maligem Gottesdienst 250 Mark betrage - 7) daß die ständigen Vicariatsstellen aufzuheben und alle Stellen definitiv zu besetzen seien- jeder Schulverwalter, der die Schlußprüsung bestanden hat, entweder sofort oder doch nach gleichem Zeiträume nach derselben, also ohne Rücksicht auf das Lebensalter, definitiv angestellt werden könne- daß einem Schulverwalter, wenn er drei Jahre nach bestandener Schlußprüsung noch nicht zur definitiven Anstellung gelangt sein sollte, in Bezug auf Gehalt, Pensionsberechtigung, Mitglied der Wittwenkasse und eventuelle Vertretung in Krankheitsfällen die Rechte eines definitiv angestellten Lehrers zuerkannt werden und daß Schul- Verwalter vor der Schlußprüfung 900 Mark, nach derselben 1000 Mark und nach weiteren drei Jahren, falls sie bis dahin noch nicht definitiv angestellt sein sollten, 1200 Mark erhalten. | Dem Gesuche ist eine ausführliche Denkschrift beigegeben. ! Obwohl sich die Lehrerschaft nicht verhehlt, daß zur Erfüllung I der ausgesprochenen Wünsche nicht unbedeutende Opfer j Seitens des Staates in Anspruch genommen werden müssen, I so setzt sie dennoch in die Regierung und in die Abgeordneten I der beiden Kammern das Vertrauen, daß die bescheidenen I Forderungen wohlwollende Berücksichtigung an dieser Stelle I finden werden. *• Auszeichnung. Der königl. bayerische General-Musik- direetor Herr Hermann Levi in München, der bekannte Dirigent der Bayreuther Festspiele, ein Sohn des hiesigen Rabbiners Dr. Levi, hat kürzlich von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich den Orden der eisernen Krone erhalten, womit der persönliche Adel verbunden ist. Dem „Mainz. Tagbl." wird geschrieben: Bekanntlich konnte eine zu Schluß der vorigen LandtagSsessiou vom ** In der Zeit vor Weihnachten empfiehlt es sich, bei der Versendung von Packeleu durch die Post zu jedem Packet eine besondere Begleitadresse auszufertigen. Wenn mehrere Packete zu einer gemeinschaftlichen Begleitadresse gehören, ist es für die pünktliche Bestellung erforderlich, daß die Packete gleichzeitig am Bestimmungsort eintreffen. Bei dem während der Weihnachtszeit riesig gesteigerten Päckerei- Verkehr läßt es sich aber nicht immer durchführen, die Beförderung dieser Packete so einzurichten, daß sie zu gleicher Zeit den Bestimmungsort erreichen. ** Vielfach begnügen sich heute gewisse Geschäftsleute nicht mehr mit der Versendung von Preislisten u. s. w., sondern sie senden sofort die Waare dem zu gewiuueuden Kunde« zu. Ist dieser damit einverstanden, nimmt er die Waare zu dem ihm aufgegebenen Preise an (in dem Ge- und Verbrauch der Waare ist deren Annahme zu sehen), so ist I ein Kaufgeschäft zu Stande gekommen und von dem Absender ein Anspruch auf Zahlung des Preises erworben worden. Aber die wenigsten Adressaten wollen Kunden werden, sind Über die Zusendung recht wenig erfreut. Sie wissen nicht, was sie mit den unerbetenen Sachen thun sollen. Ihnen zu Nutz und Frommen theilen wir Folgendes mit: Das einfachste Gegenmittel, Zurückweisung der ganzen Sendung, wird von diesem Theilc des Publikums selten angewendet. Man ist ja । auch nicht immer in der Lage, die Art und den Zweck der Sendung sogleich zu erkennen. Man pflegt oft nach Empfang mit der Zuschrift auch die Waare (z. B. Billet, Kalender, Abonnementsquittung) unbesehen in den Papierkorb zu werfen oder bei Seite zu stellen und fernerhin unbeachtet zu lassen. Der Absender fordert aber je länger, desto dringender Bezahlung und begründet sein Behren damit, daß ihm ja seine Waare nicht zurückgeschickt worden sei. Mit Unrecht. Er hat keineuAnspruch aufRücksendung derWaare, I ja nicht einmal darauf, daß der Empfänger die Waare vor I Schaden bewahre. Damit soll nicht gesagt sein, daß der I Empfänger sie zu vernichten befugt ist. Der Absender muß selber oder durch einen gehörig legitimirten Vertreter sich I seine Waare von dem Empfänger abholen und in dem Zustande I zurücknehmen, in welchem sie sich ohne arglistiges Verhalten I des Anderen befindet. Hieraus ergiebt sich zugleich, daß der Absender auch nicht Bezahlung fordern darf. Das Schweigen I aus sein nicht begehrtes Anerbieten und auf seine Mahn- I briese kann er nicht als Annahme seiner Anerbietungen deuten. I Denn Stillschwelgen soll nach dem Landrecht nur . dann als I Zustimmung gelten, wenn ein Gesetz zur Antwort nüthigt, und dieses ist hinsichtlich der „Offerten" nicht der Fall. Es I kommt auch wohl vor, daß Jemand sich mit dem Absender in Unterhandlungen einläßt, z. B. einen anderen Preis zu erzielen sucht oder sonst ein Gegengebot macht, dann verlangen Treu und Glauben, daß er die empfangene Waare, den Gegenstand der Verhandlungen, in besondere Obhut nimmt und nach Fehlschlägen der Verhandlungen dem Absender zur I Zurücknahme der Waare eine angemessene Frist läßt. .. 29. November. Der Postbeamte, welcher le nach Berlin gesandten Packete abgenommen hatte, wurde heute durch die Polizei vernommen. Da man ein großes Zusammenkommen ausländischer Anarchisten befürchtet, werden HrJrT" fd)Qrf überwacht. Aus London werden anar- chistische Flugschriften in so großen Massen eingeschmuggelt, daß von den Zollbehörden in den Nordhäfen energische Maßnahmen angewandt werden. △ Main,. 29. November. Die in Würzburg erscheinende „Neue Bayerische LandeSzeitung" bringt in ihrer vorletzten Nummer von hier als Depesche die sensationelle Nachricht, daß im Großherzogthurn Hessen 10000 Personen an 1 der Cholera erkrankt seien. Glücklicher Weise ist in Hessen von der Cholera zur Zeit nichts bekannt, indem das Würzburger Blatt aus den allerdings sehr zahlreichen, jedoch wenig gefahrvollen Jnfluenzaerkrankungen eine große Cholera- seuche gemacht hat. ES ist dem Würzburger Blatt hier offenbar ein Jrrthum pasfirt, der indeß mit Rücksicht auf daS bevorstehende Weihnachtsgeschäft einen sofortigen Widerruf erfordert. △ AuS Rheiaffea, 29. November. In einer letzter Tage in Bechtheim (bei WormS) stattgehabteu Protestversamm lung gegen die Reichsweiusteuer wurde beschlossen, eine Massenpetition an den Reichstag und die Regierung zu richte«. Zu diesem Behufe wurde ein die großen Schäden deS geplanten Gesetzes darlegender Aufruf an die weinhautreibenbe Bevölkerung der Provinz Rheinhessen verlesen, welcher au alle Bürgermeistereien weinbautreibender Orte zum Sammeln von Unterschriften versendet worden ist. Lampertheim. 26. November. Eine hier stattgehabte Versammlung deS Bundes der Landwirthe, wobei Scipio von Mannheim, Direktor Hofmann von Karlsruhe und Lucke von Patershausen in längeren Ausführungen sprachen, nahm folgende Resolution einstimmig an: „Die vom Bunde der Landwirthe, Abtheilung Hessen, heute nach Lampertheim ein» berufene Versammlung von Tabakpflanzern erklärt: Die von der Reichsregierung vorgeschlagene Tabakfabrikat- steuer ist für die Tabakpflanzer nur dann annehmbar, wenn 1) der Zoll der ausländischen Tabake in der heutigen Höhe thunltchst erhalten bleibt, 2) die Besteuerung des Rauchtabak« c. Di- juristisch- Faeultät U. LandeSmüversitat hat dem Großh. Staatsminister Finger !?, J?" ?Q8C/ ,an ®cld)cm Seine Excellenz vor 50 Jahren Schüler der alma Ludoviciana wurde, in Anbettacht der " sich um die hessische Gesetzgebung, die Wissenschaft und die Gießener Universität erworben, die Doktorwürde honoris causa verliehen. CocaU* ttttö provinzielle». Tießeu, den 30. November 1893. •• Die Einweihung der Zohanneskirche ging heute j™gratnmgema& von Statten. Wie zu erwarten, vollzog sich diese Feier unter Theilnahme der ganzen Einwohnerschaft Gießens. Die Stadt war aufs Prächtigste geschmückt, besonders die Straßen, die Se. König!. Hoheit der Groß- Herzog nach seinem um 10 Uhr erfolgten Eintreffen passirte, zeigten wahre Prachtstücke der Decorationskunst. Der Zu- ström Auswärtiger war ein ganz bedeutender, so daß die »t®:t heraus lebhaftes Gepräge trug. Einen eingehenden Sestvericht finden unsere geehrten hiesigen Leser heute schon tn der dem Anzeiger beigegebenen Feftnummer, den auswärtigen Abonnenten wird diese Festnummer mit dem morgen erscheinenden Anzeiger zugestellt. ^«^heute wiederholen. Aus den Ausgaben des immer noch ein paar Millionen herausbringen, so mit ihren colossalen Maschinen haben sich «kPaue jedenfalls noch nicht bewährt. Ich bedauere, daß die Ä«ng die Deckung der Mittel für die Milttärvorlage mit der verbunden hat. Und was bedeutet die ganze Ftnanr- ftÄe Tisch gemacht, wenn die Froncken- Uttn 'ehe ElousA beseitigl würde. Eine Retchseinkornmensteuer ist d" die preußische Einkommen- durchgebracht hat, sollte nicht im Swode sein, eine Retchseinkornmensteuer von etwa 6000 Mk^Etn- 1 m a!r iuc Waffen' Ich bedauere, daß der Netch-kanzler noch di- Tonsequen; gezogen hat, baß mtt der RiMung die im uCrtrttKm iU patten ist. ebensowenig r BnlÜfemiten, deren Richtung, wie ich annehme, der' "eser Seele verabscheut. (Oho! rechts.) Reue UN- und nicht -.um-, eine Ab,-g- °n Finanzminister vr. Miquel: Herr Rickert cltirte eine frühere hlSrt»r' d^gFagt tft, daß es nicht so leicht sei, neue tn-- wtt li eben" td) damit etwa, nachdem was EM«: "icht Recht gehabt ^ Ist es denn so leicht, neue tn- vtrecte Steuern durchzusetzen- (Heiterkeit.), t* Dr Bß6mrr7 M?;H2re8e:k^r $at in der Statistik des ’ ©tunbb.fiS °-rw-»,-it. zur Verschwendung reden, ionbem von dem Ersätze wftlb, schaftlicker Ausgaben und Unkosten durch billigere Vciftimpen. ©ei dem großen Angebot, welches gegrnwärttg auf dem $e» biete der meisten Bedarfsartikel erfolgt, bütt man sich, sowohl die erste, beste theuere als auch die billigste Waare zu kaufen, denn im erstere» Falle wird man meistens auch noch Gelegen' heit finden, eine gleich gute Waare etwas billiger zu beziehen, und im letzteren Falle, wenn man die billigste Waare kauft^ wird auch gewöhnlich ihre Oualttät fthr gering fein, also dir billige Waare witthschaftlich keinen genügenden Nutzen bieten, daher trotz der Billigkeit theurer sein. In vielen wirthschast. licken Betrieben und Haushaltungen bietet sich auch gerade im Ämter, wo Beleuchtung und Heizung emc große Rolle spielen, Gelegenhest, die Sparsamkeit zu üben. Durch mangelnde Eontrolle, durch veralteteEinrichtungen usw. wird da oft viel Heiz- und BeleuchtungSstoff vergeudet, und ist dringend den Geschäftsinhaber^ Wlrthschaftsvorstehern und Hausftauen zu rathen, in dieser Hinsicht Eonttolle zu üben, fonft gehen tn den dunkelen und kalten Wmtermonaten ganze Sümmchen verloren. *e Erledigte Stellen für Militaranwärter im Bezirk des 11. Ameecorps. Camburg, Amtsgericht, Kopist, 1000 Mark jährlich. Kassel, Stadtrath, 2 Hilfsschreiber in der Stadt- kanzlei, Schreibgebühr von 30 Pf«, für den Kanzleibogeu. Frankfurt a. M., Hess. LudwigSbahn zu Mainz, 1 Büreau- diener und 1 Wagensckrciber je 900 Mark JahreSgehalt- im Bezirk der Großh. Hess. (25.) Division: Arheilgen, Bau- und Bettlebsverwaltung der Hess. Nebenbahnen im Privatbetrieb, Stationswärter, 758 Mk. 40 Psg. Gehalt und 60 Mark Wohnungsgeldzufchuß. M. Aus der mittleren Wetteran, 29. November. Die Diphtheri tis greift immer weiter um sich- sie ist auch tn Steinheim bei Hungen eingekehrt. Besonders hart wird das Dorf Ober-Mockstadt im Niddathale mitgenommen. Dort sind nicht weniger als 20 Sterbefälle vorgekommen, welche Trauer und Leid unter der Bevölkerung erregt haben. — Die Arbeiten auf der Nebenbahnstrecke Hungen — Berstadt — Bey enheim—Friedberg schreiten rüstig voran. Nächsten Montag sollen die DermessungSarbeiten auf der Strecke Beyenheirn—Friedberg beginnen, welche etwa 10 bis 11 Kilo- meter lang ist. Wenn die Witterung günstig bleibt, hoffen I die Herren Ingenieure bald fertig zu werden. Die Zuver- i sicht, daß im Vorftühjahre mit dem Baue der Bahn begonnen werden wird, erhöht sich wesentlich. — Mit Lieferung ter ! Zuckerrüben fahren unsere Landwirthe fort. Die Rüben finö in die Erde eingegraben, damit sie vor Frost geschützt sind und nicht an Zuckerstoff verlieren. DaS HerauSnehmen, Verladen und Wegbringen der Rüben ist bei dem gegenwär« tigen schmutzigen Wetter eine keineswegs angenehme Arbeit. Der Zuckerstoff der Rüben beträgt gegenwärtig immer noch 13,5 bis 14 pCt., geht aber langsam zurück, weshalb von Anfang December für den Gentner etwas mehr gezahlt zu werden pflegt (etwa 5 Pfg.) als vorher. Nieder-Semuden, 27. November. Der israelitische Handelsmann Kallmann Jacob dahier hat aus Anlaß seiner glücklichen Rückkehr aus Amerika, wo er die Weltausstellung in Chicago besuchte, in seine geliebte Heimath der hiesigen Gemeinde eine namhafte Stiftung in der Höhe von 500 M. überwiesen, die in diesen Tagen die landesherrliche Genehmigung erhalten hat. Die Zinsen dieses CapitalS sollen nach bem Willen des Stifters alljährlich je zur Hälfte an israelitische und evangelisch-christliche OrtSarmc durch den Gr. Bürgermeister in Gemeinschaft mit bem evangelischen OrtSgeistlichen vertheilt werben. Bon der Bergstraße, 26. November. DaS kürzlich in AlSbach errichtete PaSquL-Denkmal ist vor einigen Tagen durch Bodensenkung total in sich zu- samrnengebrochen, wobei die Büste PaSquöS in lauter Stücke ging. • Depeschen des Bureau .Herold". (bifteT^Prf9, ^Dember-. In einer gestrigen Anar- K C® ,unfl' tn welcher über die Gewerk- wurde, protestirten einige Anarchisten- ®nnaJme' daß der Attentatsversuch auf den " ®r“fen Caprivi anarchistischen Ursprungs sei. im ,CLmbti<^ nuSzukommen - seine Feinde habe er unter den Anarchisten nicht zu suchen. ,“'*»*«' 29- N°v-mber. Vor km Reich«,«richt beginnt !"°nz'bMch"n°Spi?n?^ fterb6,Chl/p’h®ler,'UnmlUn8 fta,L a“f Tag.«ordnung sieht die Lohnfrage und der Sttike. H rx 2?* ^o^mber. Die hiesigen Zeitungen bringen Engere Artikel über die Attentatsversuche gegen den Deutschen Kaiser und den Reichskanzler v. Caprivi, worin I 6 rTu ®ntI„üftun0 Ausdruck geben und gleichzeitig hoffen, hrr C*Kt°aCT M(^tc bergische Mittel zur Unterdrückung ^Anarchisten angewandt werden. Einzelne Blätter find der Ansicht, baß ber Urheber der beiden Mordanschläge in das Irrenhaus gebracht werden müsse. Paris, 29. November. Seitens der Regierung sind mehrere höhere Polizeibeamte nach Orleans beordert worden, um dort eingehende Recherchen bezüglich der gegen den Deutschen Kaiser und den Grafen Caprivi geplanten Attentate vorzunehmen. Bisher sind alle Haus- I 6CI r 6eJanfntcn Anarchisten erfolglos geblieben, wobur^ die ursprüngliche Annahme, daß Orleans nur der Aufgabeort und der Thäter anderwärts zu suchen fei, be° jtattgt wirb. ®olffä telegraphisches Correspondenz - Bureau. Di. »'5,7' 29' ?06cm6er- D-r „R-ichS°nzciger" mtlbet: ° leytn f“T 8cf,nn m'1 d-m Kr°uprinz-n nach Berlin und stattete deut Reichskanzler einen Besuch ab. deuten /b-, November. Di- Haupw-rsammlung d-S mnaV«4 rQr "”6 finbet ““ D-e-mber, Nach. ’W»»" fAus d-r Tagesordnung Entwurf Wr Tabakfabrikatssteuer. Referenten Herren Wommerztenrath Schmidt. Altenburg und Manheim. ° ^5- SÄ ,a ME 61 . »trliR- ’ t Sassen" i‘* 18 W*" " ' z, oov £ V.-rr 9**? fiirteo ® Mit inüaüt" ' SS Si a© r.nj). Die Fest! nod) frtntt die zahl' • $etHi, 'Vjdjmittag jwi' 7wdstr°ße °a werden. Die^ tr-brbahtn Schi Der rtzS/er, b- fitint ein ®«i)i sicher suchte. bat RW tcorben sein- ' MM, 2' Harpener D 11,000 M. dur • Cinen r Müller aui E oorigea k-onnlao FriedrWsiraht ^rher in Spiml amtlich trauen li im feinig 4000 Mark trf| OiprtuM rovh Wicker Qaißtliei) zu vekbeirathen, Du wurde ihm t totrlore» wärt. . 86er \ perMstltt werde. DaS tz musterhafter Arl Theilnahme. Li Frau ist der 8«; ' Oin Qirjit sich eine ted KäSw sich biS in noch nicht erreicht österreichische Prüft Montag d, 4 Nachmittag ^llawfbemMn bei -eivr Hn «HUwiea do; rarta(i @kitij gelt fax 6 9h. 226 - 1 »T W. Wö«, 1 J» oAresgehalt, tilgen, Bau« l,: *® Privatbetried und 60 K? tplff di*, „«h« ’Ö*W San** ui*' ’ L SS Verkehr £anfc* ttnd Volkrwirthschaft. 8imtmrg, 28. November Fruchtmarkt. Rother Wei,en •* 12.50, weißer Weizen X 12.25, Korn X 10.46, Gerste x 9.00, Hafer X 7 60. — Zerbrochene gußeiserne Gegenstände wieder zu reparire«. Bisher war man der Ansicht, datz, wenn ein guß- etserner Artikel gebrochen war, er nicht mehr auszubessern wäre und dann als nutzlos weggeworfen werden müßte. Es giebt aber einen Kitt, womit man die zerbrochenen Thetle wieder zusammenfügen kann, und dieser Kitt wird nach der „Werkff." folgendermaßen hergestellt: Man nehme 2 Theile Salmiak, 1 Theil subltmirten Schwefel und 16 Theile Gußeisenfeilspane, mische die Bestandthetle in einem Mörser und Halle dies Pulver vollkommen trocken. Wenn man dann von ihnen Gebrauch machen will, mische man es Mit dem Zwanztgsachen seines Gewichtes reinen Etsenfellspänen, zerstößt das Ganze im Mörser, netzt es mit Master an, bis es zu einem Teige geworden ist, womit man die Bruchtheile bestreicht und den Gegenstand zusammenpreßt. Nach einer Weile werden die gekitteten Stellen so stark und hart wie die anderen Metallthetle. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 2. December: Vorabend 4M Uhr, Morgens 900 Uhr, Nachmittags 3°° Uhr> Sabbathausgang 5 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keligiousgesellschafl. Freitag Abend 4« Uhr, Samstag Vormittag 8®» Uhr, SamStag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abend 5°° Uhr. Eingesandt. Gießen, 30. November 1893. In Nr. 281 Ihres geschätzten Blattes befindet sich ein Artikel des Herrn Pfarrer Naumann aus Frankfurt a. M. über die Frage: „Woher kommt der Zuzug nach der Stadt und wie ist diesem entgegen zu wirken?" Die Lösung dieser Frage findet der Verfasser in seinem Schlußwort: „den beruflichen Dorfbewohnern muß neben ihrer Arbeit in der Landwirthschaft, die sie nur einen Theil des Jahres beschäftigt, eine industrielle Arbeit geboten werden, die ihnen Arbeit und Brod für das ganze Jahr schafft." Das, was Herr Pfarrer Naumann empfiehlt und erstrebt, hat sich in unserer Stadt und Umgegend durch die segensreich wirkende Decentralisation der Cigarrendustrie geblldet und glänzend bewährt. Hier und in 29 Ortschaften der Umgegend befinden sich 50 Etgarrensabrtkbetriebe, welche über 3000 Personen beschäftigen und in denen dieselben neben Verrichtung ihrer, häuslichen und land- wtrthschaftltchen Arbeiten, namentlich während der schlechten Jahreszeit, lohnenden Verdienst finden. Das, waS Herr Pfarrer Naumann empfiehlt und erstrebt, was sich hierorts bereit» gebildet «nd segensreich bewährt hat, geht aber zu Nichte mit de« schwerfälligen u«d schwierige« Controlbestimmnngen der von der Sieichs- regierung geplanten Tabakfabrikat-rfaetnra,Werthsteuer. Wird die projectirte Vorlage Gesetz, so muß, abgesehen von einer Reduction innerhalb der Betriebe, theilweise deren gänzliche Elnstrllung flultflnbcn und eine Conccntrirung der Fabriken angebahnt werden. Von diesem Gesichtspunkte aus die Vorlage betrachtet, hat solche ebenfalls ihre Bedenken und sollen diese Zeilen dazu beitragen, hieraus hinzuweisen. riicht höher als bisher erfolgt, keinesfalls aber die procen- tualen Sätze der Cigarren überschreitet. Im übrigen begrüßt die Versammlung in dem neuen Gesetzentwürfe die Erfüllung alter Forderungen der Landwirthe, insbesondere das steuerfreie Entrippen und Entlauben des Tabaks und ferner die Sicherung gegen die Rückwälzung der Steuer auf den Pflanzer." * Berlin, 28. November. Sein 60jähriges Bestehen feierte gestern der unter dem Protectorat Ihrer Majestät der Kaiserin stehende Verein zur Beförderüng der Klein-Kinder-Bewahranstalten, der zur Zeit 18 Anstalten unterhält. Die Feier fand nn großen Saale des Lhristlichen Vereinshauses in der Wilhelmstraße. statt und wurde vom Zwölfapostelkirchenchor unter Musikdirector Prüfers Leitung mit dem Gesang eines Chorals eingeleitet. Herr Julius Schlunk gab sodann einen RückbM auf das Wirken des Vereins, das der Redner außerdem in einer Festschrift eingehend geschildert hatte. Der Verein hat mit zwei Anstalten und einer Jahresausgabe von 519 Thalern begonnen, verwaltete aber schon 1842 13 und 1846 16 Anstalten. Seitdem hat sich der Verein auf annähernd gleicher Höhe gehalten. Leider brachten die letzten Jahre nur Fehlbeträge, die allerdings durch Grunderwerb etwas ausgeglichen sind. Die Festansprache hielt Superintendent Gielen- später sprach noch Superintendent Merensky. Fräulein Ribbeck erfreute die zahlreiche Festversammlung durch ,'Gesangvorträge. • Berlin, 29. November. In Spandau ist gestern Nachmittag zwischen 12 und 1 Uhr auf dem Wege von der Äreibstraße nach den Restwiesen ein Raubmord verübt worden. Die 13 Jahre alte Tochter des in Valentinswrrder wohnhaften SchiffscapitänS Frank wurde erwürgt aüfgefunden. Der Thäter, besten man noch nicht habhaft geworden ist, scheint ein Strolch zu sein, welcher die dortige Gegend unsicher machte. Die mit wenigem Inhalt versehene Geldrasche des Kindes fehlt. Ein Lustmord soll nicht versibt worden sein. * Witten, 29. November. Ein 17jähriger Commis der Harpeuer Bergbaukasse ist unter Mitnahme von 11,000 Mk. durchgebrannt. ♦ Einem recht tragischen Geschick ist der Mechaniker Müller aus Spandau zum Opfer gefallen, der sich am vorigen Sonntag in Berlin in einer Gastwirthschaft in *6er FriedrichSstraße erschossen hat, nachdem er an dem Tage vorher in Spandau mit einem Fräulein M. sich hatte standesamtlich trauen lasten. Der Unglückliche arbeitete seit mehreren Jahren im königlichen Feuerwerks-Laboratorium und hatte sich 4000 Mark erspart. Diesen Betrag hatte er seinen in Ostpreußen wohnhaften Eltern übergeben, welche dos Geld wieder ausgeliehen hatten. Als Müller im Begriff war, sich zu 'vethetrathen, wollte er seine Ersparnisse wieder haben. Da wurde ihm die Nachricht, daß das Geld möglicherweise verloren wäre. Diese Hiobsbotschaft hat ihn in den Tod getrieben. Aber etwa zur selben Zeit, als er in Berlin die verzweiselte That beging, traf bei seiner jungen Frau die briefliche Mittheilung ein, daß Müller das Geld sicher erhalten werde. DaS Schicksal des Mannes, der ein nüchterner, musterhafter Arbeiter der Fabrik war, erweckt allgemeine Theilnahme. Die so jäh in den Wittwenstand versetzte junge Frau ist der Verzweiflung nahe. * Ein Herzensroman in hohen Kreise». In München Hut sich eine recht pikante Hofgeschichte zugeträgen, dessen Fäden sich bis in die Donaustadt ziehen, und die ihr Ende noch nicht erreicht hat. Es hatte wiederholt geheißen, der österreichische Präsumtiv-Thronerbe Erzherzog Franz Ferdinand werde nack seiner Rückkehr von der Reise um die Welt sich mit der Prinzessin Elisabeth von Bayern, der älteren der beiden Enkelinnen des Kaisers, verloben. Als Bestätigung des Gerüchts betrachtete man den Umstand, daß sich Erz- Herzog Joseph Augustin, als beide Schwestern frei waren, mit der jüngeren verlobte- man sagte sich: die ältere bleibt für ein glänzenderes Schicksal reserviert. Es ist ja auch natürlich, daß Kaiser Franz Joseph den Wunsch hegt, wenigstens einer Enkelin den Anspruch auf den Thron zu verschaffen, penn es ihm schon versagt blieb, im eigenen Kinde den Thronerben zu sehen. Aber die junge, lebenslustige Prinzessin Elisabeth hat es anders gewollt. Vor mehr als einem Jahre begann^ sie sich für einen Lieutenant aus altern, fränkischen^ Freiherren - Geschlecht zu interessiren. Sie beachtete die regelmäßigen Fensterparaden, die der schmucke Offizier auf einem prächtigen Pfetde vor dem Palais machte, sie sah ihn am Fenster des gegenüberliegenden Hauses, und als der Fasching kam mit den Hofbällen, ließ sie ihn öfter als andere Cavaliere zum Tanz befehlen. Im Frühling trafen sich die Prinzessin und der Lieutenant beim Fußballspiel und waren oft Partner. Das damalige Ende vom Liede war die Versetzung des Lieutenants in ein anderes Regiment, daS im Elsaß stationirte. Die Prinzessin soll nun aber den Aufenthalt beim kaiserlichen Großpapa in Ischl so gut ausgenutzt haben, daß sie demselben die Einwilligung zu einer Heirath mit Baron S. abrang. Freilich soll aus dem Baron erst ein Graf oder, wie Andere behaupten, gar ein Fürst werden, ehe sich die Liebenden bekommen. Einstweilen ist es eine'Thatsache, daß Baron S. aus dem bayerischen Armeeverband ausgetreten ist, was er bei dem mäßigen Vermögen seiner in Franken begüterten Familie, früher nicht in der Absicht hatte. Es heißt, er werde vom Kaiser Franz Joseph zum Titel auch Landbesitz bekommen und müsse während der Prüfungs- und Wartezeit Landwirthschaft studiren. Er ist 24 Jahre alt, die Prinzessin 19. * London, 27. November. Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Montreal hat sich dort und in der Umgegend heute Mittag ein überaus heftiges Erdbeben, wie man sich eines ähnlichen in Canada vorgekommenen nicht entsinne, ereignet. Die Einwohner ergriffen die Flucht ins Freie. Menschenleben sind nicht zu Grunde gegangen, der Schaden an Gebäuden ist jedoch sehr beträchtlich. Citeratur unfc Arrrrst. — Eine Fülle von Abbildungen bietet der soeben zur Ausgabe gelangende »Jllufirirte WeihnachtScaialog vo« 9* Dl. Brockhauö in Leipzig*, dieser seit Jahren als vorzüglich bewahrte literarische Berather. Obenan steht Brockhaus Eonver- sations-Lexikon mit seiner Jubiläumsausgabe, die vorlieaeode Besprechungen der angesehensten Blattern als unübertreffliche Leistung bezeichnen. 6 ganzseitige Tafeln, darunter eine Chromotafel, versuchen dem, der den „Brockhaus" noch nicht kennen sollte, eine Probe der reichen, meisterhaften Abbildungen zu geben. Von anderen Werken fällt die „Orientreise des Großfürsten-Thronfolgers von Rußland" in die Augen, ein Prachtwerk ersten Ranges. Durch die Ausgabe in Lieserungen ist ihre Erwerbung allen Kreisen möglich. Eine Zierde des Verlags von F. A. Brockhaus bilden auch die Werke von Schliemann, Gregorovius, Carriere, Schopenhauer, Bodenstedt, denen sich die Elite der Forschungsreisenden mit ihren hervorragendsten Werken anreiht; wir finden Emin Pascha, Wißmann, Hauptmann Morgen, Schwetnfurth, Stanley, Nordensktö.ld und andere berühmte Namen vertreten. Ein besonderes illustrirtes Derzetchniß von Reisewerken mit einer größeren Anzahl von Werken erscheint im Verlag von F. A. Brockhaus gleichzeitig. Die Cataloge sind durch alle Buchhandlungen zu erhalten. — Auch in diesem Jahre ist unsere Gegend von der Landplage der Influenza nicht verschont geblieben. Zu ihrer Ausbreitung trägt natürlich viel die Witterung bet, das feuchtkalte Wetter hat einen günstigen Nährboden für den Influenza - Baccillus geschaffen, daher laufen uns von allen Theilen Deutschlands Berichte zu, wie schrecklich diese Ansteckungskrankheit um sich greift. In vielen Famllten ist sogar kein Mitglied mehr auf den Beinen, um seine Angehörigen zu pflegen. Da sucht denn ein Jeder sich durch Fay» ächte Sodener Mineral-Pastille« vor der drohenden Seuche zu schützen, ober wenn bereits befallen, wenigstens schnelle Erleichterung von diesem peinlichen Uebel und rasche Genesung zu finden. Montag d. 4. December, Nachmittags 2V. Uhr, sollen auf dem hiestgen OrtSgericht die zum Nachlaß der Heinrich Marli« J«g- Hard Eheleuten von Gießen in der Ge- markung Gießen gelegenen Grundstücke: Flur 6 Nr. 226 — 1113 qm Wiese über der Hatth am Gleiberger Weg, Flur 16 Nr. 179 — 2962 qm Wiese auf der Hohleiche, Flur 16 Nr. 181 — 275 qm Wiese da., Flur 16 Nr. 182 — 762 qm Wiese da., Flur 16 Nr. 183 — 4 >50 qm Acker da., Flur 28 Nr 69 — 2412 qm Wiese am Heegstrauch auf das Bruch, Flur 28 Nr. 70 — 2475 qm Wiese das., Flur 28 Nr. 71 — 2550 qm Wiese das., Flur 31 Nr. 71 — 3275 qm Acker am Grüninger Pfad links, Flur 42 Nr. 1 — 1988 qm Acker auf dem Sandfeld öffentlich freiwillig versteigert werden. Gießen, den 24. November 1893. Grohh. OrtSgericht Gießen. _________I 8L£ Vogt. 9794 Simstag, 6. Januar 1894, Nachmittags 2 Fevla« der »rl|lMd)cn Druckerei (yr. Lhi BUtldklh es Herrn UniverfitätSprofefsorS und Geh. <2taat»archwars Dr. von Pflugk- Harttung aus Berlin in der Aula der Universität Dienstag den 5. D-eember, 7»/< Uhr. [9872 Thema: Die Entdeckung, Eroberung und ColoMrung Amerikas. Karten im Vorverkauf in den Buchhandlungen der Herren Reimer, Ferber, Frees & Taschö L 75 Pfg., für Mitglieder und deren Angehörige 50 Pfg., an der Kasse 1 Mk., Studentenkarten 50 Pfg. beim Hausmeister der Universität, Schülerkarten 25 Pfg. bei den Pedellen. Lonys Bierkeller. Heute Donnerstag Nachmittag von 5 Uhr abi Barfüssige Fräulein. Reparaturen u. Stimmungen a« Flügeln und Pia«ino» werden unter Garantie aufS Sorgfältigste auSgeführl. 9393], Stube mit Küche, sowie Pserde. stall tu vermiethen. Neuenweg 38. 8230] Mbl. Parterre.Ztmm« »u irr» miethen. Marburgerstraße 29 fit •t*8'1. 'S* l"iea 1 imNu 3 Von; Ts war ttr •jurfttt un» » Ir ’^ge ■.; 6609 D«r HTj|