1893 Dienstag dm 1. August Alr. 178 Zweites Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gissten Hratisöeitage: chießener Jamitienblätter. Fenilletsn gewählt Keilgeöotenes Stimmen. mit 119 Neue holländ. Vollhäringe Baumstützen empfiehlt [oouu W. M Noll, Ederstraße 2. I billig bei [6129] Andr. Eul< billig bei [6129] Andr. Euler. w JÄHRIGER ERFOLG 25 // V sc NESTLfc’ \ n ui b. aus der Zahl der Arbeiter: mit 342 i Jung00 // m m o 'NMS-ttab1 m u m 12. Karl Ockel, Fabrikarbeiter ki'k 6648 m 90 342 341 341 340 339 339 339 338 338 337 331 ui Z o o Ul m 90 O z o m n n u 11 ul z LU // II II II ff n ii ii ii u u CD CO Stimmen. n n n 119 119 118 118 118 118 118 117 116 115 108 s z LU in m o CD Z w CD , sch*an ?• Der tkieatt >ajeifler erscheint täglich, «tt Ausnahme de« Montags. Dir Gießener ^amtttenktLtter werden dem Anzeiger ►Bdientli* dreimal I. Kirch, Gastwirth L. Petri III., Weißbindermeister H. Winn, Maurermeister C. Berg, Schuhmachermeister P. Pitz, Zimmermeister C. 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August 189.3, pr. 1. cetober i Abends 81/, Uhr: an ruhige Leute zu vermiethen. . w vt.i*48oe*.t«. w üebung. 6636] Ein Mädchen zu einem »wei- jährigen Kind auf sof. zur AuSH. gesucht. Frau Dr. Matthaei, Ostanlage 29. ihnen folgen Harvener mir annähernd ebensoviel, was umsomehr auffällt, als der veröffentlichte MonalSausweiS eher daß Gegentheil rechtfertigen würde. Eisenactiü^, welche gewöhnlich mit den Kohlenpavteren Hand in Hand zu gehen pflegen, 'chluges diesmal ihren eigenen Weg ein, weil den oderichlesischen Hüttenwerken in Folge ö russischen Maximaltarifs ein Hauptabsatzgebiet verschlosien wird. Laura verlöre, demgemäß vier Prccent. Bochumer v«mochten ihren Eour» nur mit Mühe z, behaupten. Auch unsere östlichen Bahnen hatten unter dem in Aussicht siebend«,! Zollkrieg zu leiden. Den ersten Stoß versetzte ihnen eine Depesche auS Tavsiz, nach welcher die deutsche Regierung die Einfuhr von Heu und Stroh aus einzeln« russischen Districien in Anbetracht der damit verbundenen Eholeragesahr verbot«, habe. Obwohl die Bestätigung dieser Nachricht bis jetzt nicht erfolgt ist und trvtzdeM die Dtrectton der ostpreußtichen Südbahn versicherte, daß ihr au» ben erschwert, Zollmaßregeln keine Schädigung zugesügt werde, weil die Getreibe-Exr?rls Rußland tm Transitverkehr über ihre Linien laufen müßten, wurden ihre Actien in Berlir. doch um sechs Procent geworfen und diejmigen der Marienburger Eisenbahn u® annähernd neun Procmt. Lübeck-Büchener und Mainzer Actien mußten gleichst nachgeben. Unter ben österreichischen Bahnen fallen Buschtherader durch ihre Souitz» einbuße von 6 fL auf, jedoch sind auch die übrigen Werthe abgeschwächt, nm Lombarden hielten sich aus ihrem allen Stand. Den schweizerischen Eiscnbahnea brachte die zweite Wochenhälste eine leichte Erholung, so daß die meisten wieder aus ihr vorwöchentliches Niveau zurückkehrten, Gottbardtactien sind sogar einen Bruch thetl höher. Die italienischen TranSportwerthe schließen auch diese Woche wied« mit Verlust ab. Die Ursache zu diesem Rückgang bildet die erneute Steigerung de» Goldagios in Italien, wodurch eine gewisse Antipathie gegen alle italienische Effect« erzeugt wird. Noch stärker al» auf diesem Gebiet kam die Verkaufsmeinung hierfür aus de» Rentenmarkt zum Ausdruck. Insbesondere in Pari» wurde viel Material offerin, so daß die von dort einlaufenden Notirungen täglich niedriger waren. Oesterreichisch und ungarische Renten warben burch den niedrigen Wiener Wechselcour» ungünftiz beeinflußt. Monopol-Griechen haben ihren EourSrückgang um weitere 3 Procern gesteigert. Spanier und Portugiesen sind dagegen eine Kleinigkeit besser. Von den erotischen Werthen waren Argentinier behauptet und Mexikaner gedrückt. Unsere einheimischen Stenten zollten der Gesammtrichtung ebenfalls ihren Tribut, erholt« sich aber wieder mit dem leichter werdenden Geldstande. Bankaclicn weisen auf der ganzen Linie Verlust aus. Neber den Halbjahr»- abschluß der Ereditanstalt wurden außerordentlich günstige Schätzungen verbreit« bei der Uncontrollirbarkelt der angegebenen Ziffern konnte der Eour» ihrer Acttea jedoch keinen Borthell daraus ziehen. Eommandit und Deutsche Bank verlor« etwa 1 Procent, Dresdener Bank vermochten ihren Verlust bi» auf einen Bruchlheil wieder einzuholen. ErwähnenSwerth sind noch die zahlreichen CourSrückgänge der amerikani jchea Eisenbahnfonds. welche durch die niedrigm Rewuorker und Londoner R'otirunß« bedingt roorben sind. Die erste Stelle in btefer Hinsicht nehmen ble bvrocentigen Northern-Pacific mit über 7 Procent ein, bann folgen die beiden Gprocenttgen Ao leihen der gleichen Gesellschaft mit je 4 Procent und an diese reihen sich Gbkapr u. Pacific Western Division, Oregon u. Ealifornia, 6procentige Miffouri-Pacific und öprocentige Southern-Pacific-Bonds, alle mit 2 und mehr Procent Einbuße. Von hier au» läßt sich einstweilen noch nicht beurtheilen, wie weit diese i'reit Ermäßigungen durch die inneren Verhältnisse der einzelnen Gesellschasten berechtig werden und wie viel davon auf die allgemeine Geschäftslage Nordamerika» zurückzuführen ist. Bengalische Scbelbdcfrucr & Maonesium-fackcla Fabrik: Fried r Wösch, Würzburg. Börse«woche»bericht von E. Wasser ««hieben, Bankgeschäft. Die Nachrichten, welche während der laufenben Woche von den Westplähen eingelaufen sind, zeigen, daß die Krisen, welche die Börsen von Newyork und London durchmachen, immer noch im Wachsen begriffen sind und daß von dorther eine bessere Strömung nicht so bald in Aussicht genommen werden kann. Die Fallimente in den Vereinigten Staaten haben weiter um sich gegriffen und ziehen immer größere Kreise in Mitleidenschaft; Silber hat seine rückläufige Bewegung neuerdings wieder ausgenommen und in London forderte die Liquidation mehrere Opfer, deren Wirkung auf die Marktlage sich jedoch abfchwächte, weil sie schon im Vorau» signalisirt waren. So verstimmend diese Ereignisse sind, so haben sie doch nur wenig Einfluß auf die Tendenz der deutschen Börsen gehabt, weil sie durch ble neuesten Verfügungen ber russischen Regierung in den Hintergrund gedrängt worden sind. Vom 1. August ab sind nach ber ofsiciellen Petersburger Mittheilung alle auS Deutschlanb kommenden Maaren dem russischen Maximal-Zolltarif unterworfen. ES ist biS jetzt noch nicht bekannt, ob diese ZwangSmaßregel auch gegenüber den übrigen Ländern, welche das Meistbegünsttgungsrecht nicht genießen, in Anwendung Sebracht werden wird und aus diesem Umstand leitet man in deutschen RegierungS- eisen die Hoffnung ab, daß die schwebenden Handelsvertrags-Verhandlungen doch noch zu einer gütlichen Verständigung führen werden. Da» Zustandekommen deS Vertrages liegt zweifellos im Interesse beider Länder, denn die deutsche Regierung würde diese Repressalien jedenfalls durch Einführung unserer erhöhten Zollsätze erwidern, immerhin zeigt aber das Vorgehen Rußlands, daß man dort nicht gewillt ist, von den ursprünglichen Forderungen viel nachzulaffen, indem man russischerseits der Ansicht zu sein scheint, daß ber Hauptoortheil eine» Handelsvertrages auf deutscher Seite liegt und wir un» unter dem Druck deS Maximaltarifs leichter zu Eoncessionen verstehen werden würden. Welche Schritte unsere Regierung thun wird, soll in der nächsten BundesrathSsttzung beschlossen werden. Auf die Stimmung ber Börse war die Inkraftsetzung beS Maximaltarifs um so wirkungsvoller, als ihr daburch die lang genährte Hoffnung, in Rußland für die Folge einen noch stärkeren Abnehmer deutscher Industrie-Erzeugnisse zu erblicken, geraubt roorben ist, unb an beren Stelle jetzt ble Furcht vor einem Zollkrieg, und die Sorgen um ble nächste Entwickelung eines Thetis unserer industriellen Werke getreten sind. Der Eonslikt Frankreich» mit Siam hat sich weiter zugespihi unb aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Franzosen im Verlauf weniger Tage wieder in einen Eolonialkiteg verwickelt sein. Ursprünglich hatte e» den Anschein, al» ob die Pariser Börse diesen Zwistigkeiten gegenüber unempfindlich wäre; nach den neuesten Berichten jedoch schenkt sie der siamesischen Frage mehr Beachtung, insbesondere deswegen, weil sich der Conflikt auf England und China auszudehnen droht, für den Fall, daß die französischen Machthaber auf ihren durchaus unbegründeten Ansprüchen beharren. Gegen Ende der Woche richtete sich die Aufmerksamkeit der Speculalion auf ble beglnnenbe Ultimo-Regulirung. Gold stellte sich hierbei billiger als anfänglich erwartet roorben war, unb in Folge besten gestaltete sich bi« Tendenz einzelner Gebiete vorübergehend etwas freundlicher. Im weiteren Verlauf fielen aber die Course wieder in ihre matte Haltung zurück und nur Kohlenactien machten eine Au», nähme. Als Gründe hierfür wurde die neuerdings wieder erfolgte Preiserhöhung der englischen Kohlen und der in Folge de» bevorstehenden StrikeS der englischen Kohlenarbeiter »u erwartende Mehrabsatz inS Treffen geführt. ES bricht sich mehr und mehr die Ueberzeugung Bahn, daß die deutschen Gruben au» dieser Massen- arbeitSeinstellung Nutzen ziehen werden, wenn sie nur einigermafen von Dauer fein wird. Unterstützt wurde die Besterung noch durch die Meldungen rheinischer Zeitungen, daß sich eine Anzahl hervorragender Z chen für die feiten» de» Kohlen- verkauf»-Verein» projectirte Betriebseinschränkung erklärt habe und somit Aussicht vorhanden sei, daß die Snndicatsleitung bei der in den nächsten Tagen stattfindenden Versammlung eine ihren Plänen günstig gestimmte Majorität vorfinden werde. Den namhaftesten Gewinn erzielten Gelfenktrchener Actien, mit etwa» über drei Prozent, Unser ilsener ist beliebt wegen seine» vorzüglichen GeichmackeS und weil e» außerordentlich gut bekommt. ES kostet (P per */a Ltr.-Flesche 15 Pfg. Gebr. Röhrte, Exportbierbrauerei. 5952J Däglich frische Butter nutz Eier zu Marktpreisen bei 3573; KSiW-Rwßälkc P. Jos. Mobs Seifen-Fabrik. 6136 Fassbodenanstrich aller tlrt, rasch trocknend unb oon großer Dauerhaftigkeit billigst. [5157 Anglist Noll 11., Bahnhofstraße 51. 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