<893 Mittwoch den 1. März fit. 51 Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gießern Hrattsöeikage: Hießener Aamikienökätter. Me Rm»»cm^ureavx bei 3«- bb» laH«M n*a«e Wojtigt* für btn „Gießener «Bgeigtr* entgegm. »ob ÄngtigtB zu brr Wad)mittag» für bem felgmbro tag scheinenden Nummer bt» vor». 10 llh«. «edactiou, LkpedMo, unb Druckerei: rchBkßT tz« Ur H. 8cn*rt*r 51. Dir «Wietzener •»«ItltBltiUlt Werden brm Anzeiger »Tchmllia dreimal Zeitungen „Paris" und „Radikal" große Summen gezahlt, ebenso habe Herz mehrere Millionen erhalten, weil dieser im Jahre 1888 die Liste der bestochenen Parlamentarier zu veröffentlichen drohte. Rom, 28. Februar. Eine Depesche aus Zanzibar meldet, der Sultan sei ernstlich erkrankt. Ernste Unruhen werden in dem Falle seines Todes befürchtet. vierlrltähriger jLle*wmr«b»rd»i 2 Mark 20 Pfg. mit vringerloha. Durch die Post bqog* 2 Mark 50 «K. Der ODtzemer «fcheint täglich, •M Uutnabme bei Montag». Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. Deutscher Reich. Berlin, 27. Februar. Ueber das jüngst beim StaatS- secretär v. Bötticher stattgefundene und durch die Gegenwart des Kaisers ausgezeichnete Abendessen gehen noch immer mancherlei Mittheilungen durch die Tages- preffe. So wird jetzt u. A. gemeldet, daß der Kaiser nach Aufhebung der Tafel in einem Nebenzimmer einen engeren Kreis der Tischgäste um sich bildete und hier eine Reihe von Fragen berührte, die indessen mit der Politik in keinerlei Zusammenhang standen. Bei der Tafel dagegen hatte der Monarch mit dem Abgeordneten v. Manteuffel, dem Vorsitzenden der Militärcommission, eine eingehende Unterredung über die Militärfrage. Auch der mitanwesende Finanzminister Dr. Miquel wurde vom Kaiser mit einer längeren Ansprache beehrt. — Großherzog Peter von Oldenburg feierte am Montag sein vierzigjähriges Regierungsjubiläum, da er am 27. Februar 1853 seinem Vater, dem Großherzog Paul Friedrich August, auf dem Throne nachfolgte. Großherzog Peter bekannte sich gleich beim Antritte seines Regentenamtes zu den besonneren und versaflungs- treuen Regierungsgrundsätzen, die schon sein Vater befolgte und durch welche der jetzige Herrscher von Oldenburg in seiner nun vierzigjährigen Regierungsthätigkeit das Land in jeder Beziehung auf seine hohe Stufe der Entwickelung gehoben hat. Der Großherzog steht jetzt im 66. Lebensjahre, er ist vermählt mit Elisabeth, geb. Prinzessin von Sachsen- Altenburg, welcher Ehe zwei Söhne entsproffen sind, Erb- großherzog August und Herzog Georg Ludwig. — Die internationale Sani"tätsconferenz zur Bekämpfung der C h o l e r a g e f a h r soll nach den neuesten Mittheilungen hierüber nunmehr bestimmt am 5. März in Dresden zusammentreten. Als Sitzungssaal ist der Ballsaal im Gebäude des Ministeriums des Aeußern in Aussicht genommen, die Verhandlungssprache soll französisch sein. . — Aus Afrika sind über den Gesundheitszustand des Reichscommissars für Deutsch-Ostafrika, Major v. Wiß- mann, recht bedauerliche Nachrichten eingegangen. Ihnen zufolge hat Herr v. Wißmann mit seiner Dampfer-Expedition zwar den Nyassa-See erreicht, aber in einem körperlich überaus elenden Zustande. Major v. Wißmann selbst soll sich den schlimmsten Befürchtungen hingegeben, 'die aber hoffentlich nicht gerechtfertigt sind. Freilich erscheint zu seiner Wieder- crholung das Klima am Nyassa-Sce gerade nicht besonders geeignet. Ausland. Brüssel, 26. Februar. Heute Vormittag um 9 Uhr hat die Reserendums-Abstimmung in der Stadt und den Vororten über das in Belgien einzuführende Wahlsystem unter reger Betheiligung der Bevölkerung begonnen. Die Abstimmung findet über folgende 5 Anträge statt: 1) das mit vollendetem 21. Lebensjahre zustehende active allgemeine Wahlrecht (Antrag Janson), 2) das mit vollendetem 25. Lebensjahre zustehende active allgemeine Wahlrecht (Antrag Nothomb), 3) Ausschluß der Unterstützten und derer, welche weder lesen noch schreiben können (Antrag Graux), 4) Abhängigkeit der Wahlberechtigung von dem Jnnehaben einer eigenen Wohnung und dem Nachweis eines gewiffen Bildungsgrades (Regierungsvorlage), 5) Ausschluß derjenigen von der Wahlberechtigung, welche keine Volksschulbildung besitzen (Antrag Fröre-Orban). Die Stimmabgabe, welche in Redactionslocalen, Cafes und anderen öffentlichen Localen vorgenommen wird, vollzieht sich bis jetzt in völliger Ruhe und Ordnung- bisher ist keinerle Zwischenfall vorgekommen, in den Vorstädten wird die Abstimmung um 6 Uhr, im Innern der Stadt um 9 Uhr Abends geschlossen werden. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphische« Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. Februar. Die KaiserlichenMajestäten begingen heute die Wiederkehr ihres Vermählungstages. Am Abend findet im Opernhause ein Gesellschaftsabend statt, zu welchem die zur Zeit in Potsdam anwesenden Mitglieder der Königlichen Familie nach Berlin zu kommen gedenken. Berlin, 27. Februar. Abgeordneter Boediker (Ctr.) ist gestern in Hildesheim gestorben. Berlin, 27. Februar. Die brasilianische Regierung hat nach langdauernden sorgfältigen, in Rio stattgehabten Prüfungen der Gewehre aller bedeutenden Waffenfabriken der hiesigen Firma Ludwig Löwe L Co. den Auftrag auf 70000 Gewehre und 35 Millionen Patronen definitiv ertheilt. Brüffel, 27. Februar. DaS gestrige Volksreferendum ft überall ruhig verlausen. In Brüffel waren etwas über die Hälfte der Einwohner in den Listen eingetragen, davon »etheiligten sich 25000 an der Abstimmung. Die Mehrheit timmte für den Antrag Janson. Brüffel, 27. Februar. Das Gesammtresultat des V o l k s - referendums für Brüssel und Vorstädte ist folgendes: Eingeschriebene 111700, Abstimmende 60279; davon stimmten ür den Antrag Janson 48 660, für den Antrag Nothomb 7684, für die anderen Anträge 3935. Rom, 27. Februar. Der deutsche außerordentliche Abgesandte, General der Cavallerie Freiherr von Lotz, ist heute Mittag vom Papste in feierlicher Audienz empfangen worden, um demselben die Glückwünsche Seiner Majestät des Deutschen Kaisers zum fünfzigjährigen Bischofsjubiläum zu überbringen. Nach der osficiellen Audienz lud der Papst den General von Los ein, ihm in seine Privatgemächer zu folgen, wo er sich mit ihm eine halbe Stunde unterhielt. Hierauf stattete General Freiherr von Los in Begleitung seines Gefolges dem Cardinal-Staatssecretär Ram polla einen Besuch ab. Auckland, 27. Februar. Der König der Tonga- Inseln ist an Influenza gestorben. Depeschen des Sureeu „Herold*. Berlin, 27. Februar. Das Staatsministerium hielt heute unter dem Borsitz des Grafen v. Eulenburg eine Sitzung ab, welcher auch der Reichskanzler beiwohnte. Dem Vernehmen nach wurde heute die deutsche Antwortnote auf das russische Anerbieten wegen des Handelsvertrags festgestellt. — Berlin, 28. Februar. Die „Kreuzztg." meldet auS Güstrow: Etwa 1000 Landwirthe, größere und kleinere Besitzer, schloffen sich dem Bunde der Landwirthe an. Berlin, 28. Februar. Der „Berliner Börsencourier" erfährt von unterrichteter Seite, die deutsch-russischen Handelsvertragsverhandlungen hätten zur Zeit die beste Aussicht auf einen baldigen Abschluß. Der Czar selbst wünsche den Abschluß des Handelsvertrags. Der russische Botschafter Gras Schuwalow habe das Verdienst, den Czar in diesem Wunsche bestärkt zu haben. Der Botschafter reist am Samstag zur Vorbringung der deutschen Vorschläge nach Petersburg ab. Berlin, 28. Februar. Der deutsch-russische Handelsvertrag stipulirt deutscherseits eine Ermäßigung des Getreide- und Holzzolles, russischerseits die Aufhebung des Zolles auf landwirthschaftliche Maschinen und eine Ermäßigung des Kohlenzolls für die Landeinfuhr. Altona, 27. Februar. Auf Anordnung der Polizeibehörde wurden 30 Pumpen, deren Wasser für in hohem Grade gesundheitsgefährlich befunden wurde, geschlossen. Die Maßregel erfolgte nach der bacteriologischen Untersuchung des Altonaer Brunnenwaffers. Leipzig, 27. Februar. Der Rath der Stadt Leipzig dementirt nachdrücklichst die Machinationen interessirter Kreise, namentlich in Berlin, nach denen unter Ausbeutung der Cholerafurcht Zweifel wegen der Abhaltung der dies- jährigen Ostermesse wachgerufen wird. Der Gesundheitszustand in Leipzig sei nach wie vor äußerst günstig. Basel, 27. Februar. In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Verbrecher bei der Station Laufen der Jura-SimploN'Bahn 26 Schrauben an den Schienen gelöst und ein 12 Meter langes Schienenstück ausgehoben. Die That wurde glücklicherweise vom Bahnwärter noch recht- zeitig entdeckt. Die Thäter sind unbekannt, man vermuthet, daß ein entlassener Arbeiter dabei betheiligt ist. Wien, 27. Februar. Zahlreiche katholische Deutschböhmen in den Gemeinden des Saazer und Komotauer Bezirks drohen mit dem Ueber tritt zumProteftantismus, falls dort czechisch gepredigt wird. Wien, 27. Februar. Nach polnischen Blättern wüthet die Cholera zur Zeit in den Gouvernements Czernichow und Jekaterinoslaw. Paris, 27. Februar. Der Panama-Prozeß kommt am 8. März vor die Geschworenen. Es sind vier Tage für die Verhandlungen angesetzt. Der „Figaro" glaubt, der Prozeß werde noch manches ans Tageslicht bringen. Paris, 27. Februar. Der parlamentarische Untersuchungsausschuß prüft gegenwärtig die Aussagen Charles de Leffeps vor dem Untersuchungsrichter Franqueville. Bisher wurden keinerlei Nachrichten darüber bekannt gegeben. Die Aussagen sollen sehr belastend für Floquet, Freycinet und Clemenceau sein. Leffeps sagte aus, die Panamagesellschaft habe im Jahre 1888 auf Drängen des damaligen Ministerpräsidenten Floquet, insbesondere der Cocales unb provinzielles. Gießen, 28. Februar 1893. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnete« Donnerstag den 2. März 1893, Nachmittags 4 Uhr pünktlich, nötigenfalls mit Fortsetzung Freitag den 3. März, Nachmittags 4 Uhr: 1. Decretur von Kostenrechnungen. 2. Entwurf eines Statuts für die Gemeindekrankenversicherung. 3. Berathung des Voranschlags der Stadt Gießen für 1893/94. ** Bon der Universität. Der außerordentliche Professor vr. R e h m in Marburg ist zum ordentlichen Professor in der juristtschen Facultät der hiesigen Universität ernannt worden. ** L. G. Das vierte Coucert des Gießener Coueert- Vereins unter Leitung des Herrn Musikdirectors Felchner wurde mit Schuberts Symphonie in H-moll (unvollendet) eingeleitet. DaS gefällige Werk erfuhr eine ganz vortreffliche Wiedergabe. Düster und ernst, im weichsten pp beginnen Celli und Contrabässe das Hauptthema des ersten SatzeS. Oboe und Clarinette stimmen dann einen lieblichen Gesang an, der sich in dem von den Celli zuerst vorgetragenen Seitenthema fortsetzt, um plötzlich durch eine Generalpause unterbrochen zu werden. Die nun mit aller Gewalt hervorbrechende Leidenschaftlichkeit, im Wechsel mit den immer wiederkehrenden, von Synkopen begleiteten Seitenthema, brachte das Orchester geradezu musterhaft zu Gehör. Die schönste, wirkungsvollste Leistung aber bot es in dem mächtigen, bis zum furchtbaren Schmerzensaufschrei gesteigerten Crescendo des zweiten TheileS, sowie den Steigerungen des Hauptthemas in der Coda. Das Andante con moto beginnt mit einem abwärtssteigenden Pizzicato der Bässe, zu dem Hörner und Fagotte die harmonische Grundlage bilden. Die Violinen bringen darauf einen schlichten, träumerischen Gesang, der nach verschiedenen Modulationen und nach einer Gegenmelodie der Holzbläser in den Mittelsatz ausläuft. Hier, bei der synkopischen Begleitungsfigur der Violinen, wie vorher, bet dem Einsatz der Holz- und Blechbläser bet beglei- tenden Achteln der ersten Violinen in energischem Ganz- Bogenstrich, wäre eine einheitlichere Bogensührung erwünscht gewesen. Nun beginnt jenes liebliche Thema, das, nach echt Schubert'scher Weise, in häufigerem Wechsel zwischen dur und moll von Clarinette, Oboe, Flöte wiederholt wird. Die Leistungen der einzelnen Instrumente ließen wenig zu wünschen übrig, insonderheit war es auch heute wieder die Clarinette, die ihren Part „unvergleichlich schön", wohl zur Freude aller vorurtheilsfreien Zuhörer, vortrug. — In gleich guter Weise gelang die Ausführung der zweiten Orchesternummer, der Anacreon-Ouverture von Cherubint. Nach einer kurzen Einleitung folgt das Allegro. Das im großen Ganzen heitere Gesammtbild dieses Satzes wird nur wenige Male durch düstere Harmonien unterbrochen. Ein kurzes Fugato, deffen Figuren von den ersten Violinen leicht und graziös gespielt, von den Holzbläsern ebenso zierlich nachgeahmt wurden, leitet in ein neues jubelndes Thema ein, das mit einer glänzenden Stretta zum Schluß führt. — Das Vorspiel zur Oper „Lohengrin" von Wagner wurde correct und finngemäß, mit geschmackvoll dynamischer Schattirung gespielt. Von den vortrefflich gelungenen zarten und feineren Stellen seien hervor- gehoben: die Flageolett und hohen Geigentöne zu Anfang und Schluß des Vorspiels. Etwas vorlaut war die Clarinette beim Einsatz der Holzbläser. — Für die mitwirkende Solisttn, die Königlich sächs. Hofopernsängerin Frau Marie Wittich, gestaltete sich der Concertabend zu einem Festabend, der der gefeierten Künstlerin die reichsten Ehren brachte. Wir können unser Urtheil über sie in die wenigen, aber schwer- wiegenden Worte zusammenfassen: „Sie ist eine Sängerin von außergewöhnlicher Begabung, von größter Bedeutung; sie ist eine Künstlerin von Gottes Gnaden." Und in der That: eine solch wundervolle, von Wohllaut überquellende Stimme (Mezzo-Sopran), die in der Höhe, wie in der Tiefe schönste Ausgeglichenheit zeigt, verbunden mit einer musterhaften Aussprache, wird man wohl selten zu hören bekommen. Dazu gesellt sich das gänzliche Aufgehen der Person in der Sache, das liebevolle Sich-Vertiefen in den Stoff, wie es Dichter und Componist fordern müssen, wenn sie die Gefühle zum Ausdruck gebracht wissen wollen, die sie selbst bei der Eomposition des Werke- beseelt haben. Wie lebhaft die Rünftlerin empfindet und wie fie diesem Empfinden, dem Tief-Innigen und Sinnigen bei aller Einfachheit und Natürlichkeit im Dortrag, dem Leidenschaftlichen mit der ganzen Lebendigkeit ihres Temperaments den rechten Ausdruck zu verleihen weiß, das zeigte die Wiedergabe der Scene und Arie: „Wie nahte mir" a. d. „Freischütz" von Weber, sowie deS RecüativS und der Arie: „Endlich naht sich" aus ^FigaroS Hochzelt" von Mozart. Der stürmische Beifall, mit dem daS Publikum bewies, wie die aus dem Herzen kommenden Töne ihm so recht ins Herz gesungen worden waren, erhob sich zur Begeisterung, als ein bekannter Musikfreund unserer Stadt, Herr L. Lotz, der Gefeierten einen silbernen Lorbeerkranz auf kunstvoll verziertem, seidenem Kisten überreichte, gestiftet „von Kunstfreunden der Vaterstadt Gießen". Auch der wohlgelungene Vortrag der drei Lieder mit Clavier- begleitung („LiebeStreue" und „Ständchen" von Brahms, sowie „Gegenliebe" von RieS) bot dem Publikum Beranlastuog, der Sängerin seine Gunst zu beweisen, die sich denn auch zu einer freundlichen Zugabe: „Widmung" von Schumann, verstand. Die Clavierbegleitung lag diesmal in Händen des Herrn Adler, Lehrer am Raff'schen Eonservatorium, der sich seiner Ausgabe mit anerkennenöwerthem Geschick entledigte. Eine von Kunstfreunden, sowie von dem Vorstande deS ConcertvereinS veranstaltete Reunion zu Ehren des Gastes vereinigte am Abend eine große Zahl ihrer Verehrer und Bewunderer im Saale des „Hotel Einhorn". Dort entwickelte sich bald bei würzenden Toasten und belebenden Liedern eine festliche Stimmung, die bis zu später Stunde die Versammelten zusammenhielt. Wir wissen, daß der Verlauf dieses an ehrenden Ueberraschuugen so reichen Tages einen bleibenden Eindruck bei der Gefeierten hinterlasten hat; wir knüpfen daran die Hoffnung, daß eS Gießens Euterpe- Jüngern früher oder später wieder einmal vergönnt sein wird, im Tempel der Musen den weihevollen Tönen der Hohenprlesterin zu lauschen. * * Kunstverein für das Großherzoglhum Heffen. Im Jahre 1892 betrug die Zahl der Mitglieder in Darmstadt 475, Offenbach 209, Gießen 130, Worms 75, Mainz 143, ins- gesammt 1032 Mitglieder mit 1088 Antheilscheinen. Verloost wurden 19 Oelgemäldc, 25 Aquarelle, Kupferstiche rc., für deren Anschaffung 3 934.80 Mk. verausgabt wurden. Von den 44 Gewinnen kamen 20 nach Darmstadi, 8 nach Offenbach, 5 nach Gießen, 8 nach Mainz, 3 nach Wormö. Die Einnahmen betrugen 21243 Mk., die Ausgaben 14 819 Mk., sodaß 6 424Mk. übrig blieben. Die Hauptversammlung des Kunstvereins findet am 4. März, Nachm. 3 Uhr, in der Kunsthalle zum Darmstadt statt. * * Der Laudesausschuß der nationalliberalen Partei im Großherzogthum Hessen tagte am Sonntag in Darmstadt. Derselbe faßte nach Erledigung verschiedener innerer Angelegenheiten folgenden Beschluß: „Der LandesauSschuß erachtet angesichts der unablässig fortgesetzten Rüstungen und neuen Militärorganisationen in Frankreich und Rußland eine wesentliche Verstärkung der deutschen Wehrkraft für unbedingt geboten, er hofft zuversichtlich, daß die Militärvorlage unter Festhaltung der in ihr gebotenen Vortheile der zweijährigen Dienstzeit u. s. w. durch Verständigung zwischen dem Reichstag und den verbündeten Regierungen über das nothwendige Maß der Verstärkung deS Heeres zum raschen Abschluß gebracht werde." * * Eine Delegirten - Versammlung von Kriegs-Invaliden findet am Sonntag den 5. März in Offenbach statt. Es soll ein deutscher Invaliden - Verband gegründet und auf einheitliches Vorgehen zur Verbesserung der Nothlagc der Invaliden hingearbeitet werden. * ♦ Glasmalerei. Im Schaufenster des Glasermeister Hirz am Seltersweg sind einige Glasmalereien für Kirchensenster-Schmuck ausgestellt, welche seitens der Passanten und Interessenten namentlich Abends, wo durch Beleuchtung die herrlichen Farbeneffecte zur Geltung kommen, bewundert werden. * ♦ Der Sanitäts-Verein Gießen hielt gestern Abend in der Restauration Spieß seine Generalversammlung über daS abgelaufene 11. Vereinsjahr ab. Der Geschäftsbericht meldete erfreulicher Weise einen Bestand von nunmehr über 400 Mitgliedern, der Rechnungsabschluß ergab in Einnahme 2797.32 Mk., in Ausgabe 2716,39 Mk., so daß der gegenwärtige Kaffenbestand mit 80.93 Mk. abschließt, außerdem ist noch ein angelegter Fond von 200 Mk. vorhanden. Ferner wurde beschlossen, in Gemeinschaft mit der Allgem. Sterbekaffe eine Petition behusS kostenloser Uebernahme des BestattungSwescnS seitens der Stadt dem Stadtvorstand zu unterbreiten. Nach Erörterung einiger weiterer Mittheilungcn wurde die Versammlung geschloffen. " Turchgegangenes Pferd. Gestern Nachmittag ging von der Rodhcimerstraße auö daS Pferd eines hiesigen Brauerei- besitzerS durch. Der Wagen blieb an einem Baume hängen und daS Pferd jagte in sausendem Galopp in die Stadt, wo eö an der Biegung um die Ecke der Wctzfteingasse in eine große Ladenschribe stürzte und diese ganz zertrümmerte. Das Pserd hat durch die herabfallenden GlaSstücke einige Verletzungen erhalten. ee Zimmerbrand. Gestern Nachmittag brach in einem Hause nm Lindcnplatz ein Zimmer brand auS, der jedoch rasch gelöscht werden konnte. ** Akademisch gebildete Eisenbahn-Ingenieure, insbesondere jüngere, werden, wie hessische Blätter melden, zu Vorarbeiten und zum Bau von Nebenbahnen gesucht. Schriftliche Meldungen sind unter Beifügung eines LebenS- laufS und der Zeugnisse über Studienzeit, etwaige Prüfungen und bisherige Praxis, sowie mit Angabe der Gehaltsansprüche bei dem Großherzoglich Hessischen Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Eisenbahnwesen, einzureichen. •* Wir weisen auf die dochwichtigc Veränderung hin, die im Beiriebsreglemeul der Eisenbahnen Deutschlands ringe- treten ist. Durch das mit Anfang d. I. außer Kraft gesetzte BetriebSreglement ist außer der Anwendung neuer Fracht- briefformulare eine besondere Veränderung in den Gebühren der Lieserfristversicherung eingetreten, und empfiehlt eS sich, von dieser Einrichtung der Versicherung deS JntereffeS rechtzeitiger Lieferung bei Frachtgutsendungen lieber keinen Gebrauch zu machen, da sich bei weiteren Entfernungen die Gebühren höher stellen, als für kleine Ellgutseudungen. *♦ Tas Recht zur Milfahrt auf der Eisenbahn. Im Publikum ist vielfach die Anschauung verbreitet, daß em Reisender, sobald er im Besitz: eines Billets ist, auch ein Recht zur Mitsahrt in dem betreffenden Zuge geltend machen könne. 'Durch die seit dem 1. Januar in Kraft getretene „Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands" ist die Anschauung wesentlich klar gestellt worden. Im § 6 wird bestimmt: „Die Beförderung von Personen, Thieren und Sachen kann nicht verweigert werden, sofern die Beförderung mit den regelmäßigen Transporte möglich ist. § 14. Die Fahrkarten geben Anspruch aus Plätze der entsprechenden Wagenklaffe, soweit solche vorhanden sind. Wenn einem Resenden ein entsprechender Platz nicht angewiesen werden kann, auch nicht ein Platz in einer höheren Klasse zeitweilich eingeräumt wird, so steht ihm frei, die Fahrkarte gegen eine solche der niedrigeren Klaffe unter Erstattung des Preisunterschiedes umzuwechseln oder die Fahrt zu unterlassen und daS Fahrgeld zurückzuerheben. ,e Eisenbahn - Statistisches. Nach einer Uebersicht über die Betriebs Ergebnisse deutscher Eisenbahnen für den Monat Januar hatten die im Betriebe befindlichen 70 Eisenbahnen eine Länge von 37 513,13 Km. Die Einnahmen betrugen: aus dem Personenverkehr: 18614.550 Mk. (oder 517 408 Mk. weniger als im Januar 1892); der 2lussall an Einnahmen berechnet sich sonach aus Mk. 505 für den Kilometer oder 3,99 pCt.; aus dem Güterverkehr: 62 596 689 Mk. oder 39 366.79 Mk. mehr als im selben Monat der Vorjahres oder Mk. 1671 oder 5,49 pCt. für den Kilometer mehr. * ♦ Eine Tabakarbeiter-Schuhmarke einzuführen, hat sich der Unter st ützungsverein deutsche rTabakarb eiter entschlossen. Diese Marke soll nur an solche Fabrikanten und Gesellschaften verabfolgt werden, die nur Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigen, welche den vom Vorstand anerkannten Organisationen angehören, die festgesetzten Arbeitslöhne zahlen, deren Fabrikräume den bundesräthlichen Bestimmungen mindestens entsprechen, und die keinerlei Hausarbeit ausgeben. Händler von mit der Schutzmarke versehenen Maaren dürfen neben diesen keine andere Waare in den Verkauf bringen. Die Schutzmarke soll, wie in einer Tabakarbeiter-Versammlung am Sonntag in Mainz mitge- theilt wurde, am 1. April d. I. eingeführt werden. Zweck der Marke soll hauptsächlich eine Besserstellung der Tabakarbeiter, insbesondere auch neben materieller in sanitärer Hinsicht sein. * * Eltern sollten wohl beachten, daß sie die Kinder bei der jetzigen gefährlichen Witterung niemals auf den Mund küssen, da die gefürchtete Diphtheritis durch nichts so leicht aus daS Kind übertragen werden kann, als eben durch einen Kuß auf den Mund; es ist erwiesen, daß bei den Erwachsenen die Diphtherie oft in ganz geringem Grade auftritt. Zur Zeit sind viele Personen von Heiserkeit, Halsentzündung rc. heimgesucht. Ein Kuß von mit derartiger Heiserkeit befallenen Menschen aber kann den Kleinen das Leben kosten. Ueberhaupt ist es auch allen Eltern anzurathen, ihre Kinder nicht aus mißverstandener Zärtlichkeit von Fremden, und wenn es auch die nächsten Bekannten sind, küssen zu lassen. Mancher weiß selbst nicht, daß er krank ist, und überträgt mit dem Kuß die Krankheit auf daS SHnb. * * Beherzigeuswerthe Worte enthält der neueste Bericht des Vereins für HandlungScommis in Hamburg. Es heißt dort: Erneut müssen wir an die Handlungsgehülsen und Handlungslehrlinge die Anfforderuug nchten, rechtzeitig für ihre weitere Ausbildung Sorge zu tragen. Die Zahl der durch unseren Verein besetzten Stellen würde noch eine weit größere werden, wenn nicht die Fähigkeiten mancher Bewerber ihren Wünschen und Forderungen so wenig entsprächen. Namentlich gilt dies bei Comptoristen bezüglich der Ausbildung der Handschrift und der Beherrschung der deutschen Sprache. Verkennen wollen wir dabei nicht, daß hierin viel durch diejenigen Prinzipale ge- sündigt wird, welche die nvthige Ausbildung der ihnen anvertrauten Lehrlinge nicht als ernste Pflicht ansehen oder zu viele und häufig für den Kaufmannsstand völlig ungeeignete Lehrlinge einstellen. — Auszeichnung. Se. Königliche Hoheit der Großherzog hat dem Docenten der Chirurgie an der Kaiserlich Japanischen Universität zu Tokio I)r. mvä. Jul i us Scrib a den Character als Professor ertheilt. § Crainfeld, 25. Februar. Die hier bestandenen Ian b» wirthschastlichen Ortsgruppen unb der lanb- wirthschaftliche ConsumVerein haben sich aufgelöst. An beten Stelle soll ein HanbelS- Geschäft mit verschiebenen Theilhabern gegründet werden, welche- sich mit dem öffentlichen Verkauf von Colonialwaaren u. s. w. befaßt. § Nieder-MooS, 25. Febr. Von der Kaiserlichen Ober- postbirection in Darmstadt ist bie Herstellung einer Telephon - Derbinbung zwischen hier unb Freiensteinau genehmigt worben. § Nieder-^hmen, 27. Februar. Ein schwerer Unfall ereignete sich vorgestern Morgen bei ber hiesigen Molkerei. Der Fuhrmann beS MilchfuhrwcrkS von Ruppertcnrob suchte sich in ber Nähe ber Molkerei, weil ihm ein anbereS Fuhr- werk entgcgenkam, mit bem mit gefüllten Kannen beladenen Wagen zu drehen. Da der Weg hier schmal und die Böschung sehr steil ist, bekam der Wagen daS Uebergewicht unb rutschte mit sammt dem Pferbe bie hohe Böschung hinab, dem zur Zeit hochangeschwollenen Wasser beS Mühlgrabens zu. Alle Milchkannen rollten inS Wasser und trieben stromabwärts- Mittlerweile hatte man in der Molkerei die Hilferufe des Fuhrmanns vernommen unb eilte rasch herbei. Trotz bet größten Anstrengung war eS nicht möglich, daS Pferd bie Böschung hinauszubringen, eS stürzte inS Wasser. Mu Gefahr schnitt man ihm im Wasser bie Stränge entzwei und reitete eS noch vieler Mühe. Inzwischen waren bie meisten Rannen von bem reißenden Wasser fortgetrieben, ganz schwere untergegangen, aubere am Usergesirüpp hängen geblieben. Man fischte bie Kannen auS dem Wasser, sieben sind aber bis irht noch nicht gefunden worden. Auch die Milchcontobücklein sind alle verloren gegangen. 0 Helpershain, 27. Februar. Am verflossenen SamStag Morgen brach in der Scheuer des hiesigen Fuhrmanns P. Feuer auS und legte sie in Asche. DaS Wohnhaus konnte durch rasch herbeigeeilte Hilfe gerettet werden. □ Aus bem Vogelsberg, 27. Februar. Begehrte Artikel sind gegenwärtig Heu und Futterstroh. Bekanntlich war die Heu- und Grummeternte deS vorigen JahreS eine sehr schlechte, w daß schon von vornherein ein größerer Bedarf an Futterstroh vorhanden war. Der strenge Winter bebtngte eine größere Menge Futter. Die bei einem milden Winter zum Verkauf übrig blcibenben Futtervorrathe würben ausgebraucht, so baß baS Angebot in Heu unb Futterstroh äußerst gering ist. Die erste Qualität Heu wirb gegenwärtig mit 5 Mk. ber Gentner bezahlt, ein Preis, ber den vorjährigen um bas Doppelte übersteigt. Gerste- unb Haier stroh gilt per Gentner 2,50—3,00 Mk., Weizenstroh 2,30 Mk. — Sehr hohe Preise werden gegenwärtig für fette Schweine bezahlt. Das Pfund Lebendgewicht kostet 44 unb 45 Psg., gegen 40 bis 42 Psg. vor Weihnachten. Bei der Schweine mast bezahlt sich die aufgewandte Frucht bei den jetzigen niedrigen Preisen am besten. Friedberg, 26. Februar. Gestern Abend, kur; nach 9 Uhr, brach in den Hintergebäuden ber Schubt'schen Schmicdewerkstätte in ber Kirchgasse Feuer auS. Der sofort am Platze erschienenen Feuerwehr gelang eS nach kurzer Zeit, ben Brand auf seinen Herb zu beschränken. g. Großhetzogliche Technische Hochschule zu Darmstadt. Der mit Schluß dieses Semesters in Erledigung kommende Lehrstuhl für Maschinenbau an ber Darmstäbter Hochschule ist burch Berufung beö Herrn Ernst Reichel, technischen DirectorS ber Maschinenfabrik von Nagel L Kämp zu Hamburg - Uhlenhorst, mit Wirkung vom Beginn beS SommersemesterS b. I. an wieberbesetzt. Der bisherige Inhaber bieses Lehrstuhls, Herr Professor R. S tri deck, hat einen ehrenvollen Ruf an bie Königlich Technische Hochschule zu Dresden erhalten unb angenommen. DtrmiMfrfe*. ♦ Koblenz, 25. Februar. Nachbem erst kürzlich ein Solbat b-S Fuß-Artillerie-RegimentS Encke, ber in Arrest geführt werden sollte, in ben Rhein gesprungen unb ertrunken war, stürzte sich heute ein Rekrut deS 28. Infanterie-Regiments von einer Mauer ber Festung Ehrenbreit st ein eine FclSwanb hinab. Schwer verletzt würbe er aufgehoben unb in baS Lazareth gebracht. * Saarlouis, 26. Februar. Heute früh 4 Uhr entstand infolge ber Erpiosion eines VerkaufSlagerö von Feuerwerks- körpern eine Feuersbrunst, burch welche mehrere Hauser vollstänbig eingeäschert würben. Eine Person ist verbrannt. ♦ Potsdam, 28. Februar. Das Schwurgericht ver urtheilte ben 19jährigen Dienstknecht Bleich wegen Mordes einer 76jährigen Wittwe zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe. * Probstzella, 28. Februar. Im benachbarten Borberg würben in einem Schieferbruch fünf Arbeiter burch herein brechendes Gestein verschüttet; brei sind tobt, zwei wurden verwunbet, bieselben sind gerettet. Verkehr, Land- nnd Volkswirtschaft. »Uten, 23. Februar. Marktbericht, «ul dem beutifltn «ochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. X U,95—1,00, Hühnereier per Stück 5-6 4, 2 Stück — 4, Mfe pr. 6t. 5—8 4, Äflicmatie pr. St. 8 4, Erbsen or. Ater 24 4, Zinsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar X 0,70—1,00, Hühner pr. Stück X 1,00—1 20, Ha-nrn pr. 6t X 1,40—2.00, Enten pr. St X 1,70 biß 2,00, Ochsenfletsch pr. Pfd 68—72 4 Kub- unb Rindfleisch pr. 931b. 50-66 4, Schweinefleisch pr. Md. 60-70 4, ffall-fleffch pr. Psd. 40-60 X Hammelfleisch pr. Pfd. 40 -70 4, Kartoffeln pr. 100 RUo 4,40—5,00 X, Weißkraul vr Stück 5—12 X Zwirbeln pr- Gentner 12,50—0.00 X, Milch pt. Liter 12—18 A, Enteneier pr. St. 6 41 — Nach den statistischen (Ermittelungen de4 Verein» deutscher Visen- und Ltahlindustrieller belief sich die Roheisenproductton des Deutschen Reiches (einschließlich lluxcmburg) im Monat Januar 1893 aus 373,641 Tonnen, darunter Puddelrohcisen unb Spiegeleisen 132,111 To., Beffemerroheisen 27,048 To., Thomaßroheffen 159 009 To. unb Gießereiroheisen 55,473 To. — Die Production im Januar 1892 betrug 408,375 Io., im December 1892 391,353Io. Kirchliche 21 tistigett der evang. Ge>nein-e. Mittwoch ben 1. März, AbenbS 6 Uhr: 3. PassionS» andacht. Pfarrer v». Naumann. Nächsten Sonntaa ber 5. März: Beichte und heilige» Abendmahl im AbendgotteSdienst. Amtliche Prüfung der Lichtstarke des Leuchlgases. Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem GaS verbrauch 13 bis 15 deutsche VereinS-Paraffinkerzen. Monat Februar 1893: 141/« Kerzen. Buchner. - - ■ ■ Von vielen Setten laufen Klagen ein über das jetzt te Handel befindliche amerikanische Petroleum. Das find die Folge» des Kampfes der Amerikaner unter fich. [22$ Tagegen ist russisches Petroleum, Marke Nobel, immer besser geworden und erhalt heute schon ;u gleiche» Preisen den Vorzug. 336Millionen^L 359 Millionen^. bis Ende Pie Merflcherlen i rtlitrttn durL- schniltlich an pioi- Sende gt,ahlt: , 1840—49: 13O/o 1850-59: 160/0 | 1860—69: LS°/o . 1870-79: 37 60 9J2t 21.70 63» 96 00 400.00 210.50 156.20 109 60 11250 63 CO DiSconto-Eommand^Aath. Darmstädter S Concert und Vorstellung der Gesellschaft Humor. i»n Friedrich Rotenberger Grüter-Expedient i. F. Ein kräftiges älteres Mädchen oder alleinstehende ffrau für meine Badeanstalt gegen guten Lohn für 1. April gesucht. 1910 __Andr. (Puter. Junge« Mildche« vom Lande auf Mitte März gesucht. 1896 ,9«* kühlen »re*».* Sine junge stran sucht Laufsteg für Morgens und Mittags [1904s Matgasse 7. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter^Börse vom 28. Februar 1893. Schlußes uri« 1 Uhr 15 Min. 87.95 4 pEt. Ung. Gold-Rerue 101.40 ' - - — 1872] Annger Hund, Farbe reh, braun, weiße Brust und weiße Pfoten, am Donnerstag entlaufen. Bor Ankauf wird gewarnt. S venderoid, Olein»Linden. ™1873j Sin Mildideu für die Lüche sucht zu Ostern Frau Oe. Ploch. MWWW Gießener Ruder - Gesellschaft. F*™™1 Mittwoch den 1. «4n, Abends 9 Uhr. Vortrag über die Verhandlungen de» IX. Ruder tage» zu Mainz, nach steno» graphischem Berichte. Vortrag: Hr. Dr. W. Ule: Die Entstehung der Alpen. — Festsetzung der Eect. Touren für 1893.__________________________[1891 Lehrling gesucht. ^Dernh. Wolf, Glasermetster, 1349] Bahnhofstraße 32. .Hausbursche J-sucht. [1890 dirurg. und ophthalmol. KliuU. 1338] 4-5000 Mart werden gegen i bopothekarische Sicherheit |o leihe« ge- sucht. Näh, bei S. Katz, Asterweg 10 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. März, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause (Marburger Strasse 20) aus statt. [1909 5 ptfcL 3teL Rente 3 pd,t. Portugiesen 101.55 4 p6L (Kriech. Monopol-Anl. 3 p6t. Reichsanleihe' 3«/t pCt. do. 3 pdt Preuß. Cousol» 3«/i pCt. do. LMwirWaftsschulk m Weilburg a. d. tahn. OestenUiche Prüfung zum Schluß de» Winterhalbjahrs 24. Mär». Beginn des neuen Schuljahres 11. April. Von fremden Sprachen ürtrd nur noch Französisch gelehrt; die Reifezeugnisse berechtigen nach wie vor zum einjährig»freiwilligen Militärdienst. Anmeldungen bis zum 9. April an Direktor «atzat in Weilburg, welcher auch Programme (kostenfrei) versendet und weitere Auskunft erhetll. Da* Curatorium. DappevLastt, cköntgl. Regierungspräsident in Wiesbaden. [1601 Statt besonderer Anzeige machen wir Verwandten. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst geliebte Gattin, Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Grossmutter geb. wogt im 11. Lebensjahre zu sich zu rufen. Uhr vom Sterbehause, Seltersweg 7, aus statt. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 41 Fami ien-Drucksachen (Qeburts-, verlobnngs-, Vermählnngs-Anzeigen, Trauerbriefen eto.) empfiehlt eich die Bruhrsche Druckerei Schuhtrasse 7. Husten lindern 1902 Dr. Platz und Fran. Wucherers Gummeßrust- BBonbons.«! WesiWOMMW Heute entschlief sanft nach 3 wöchigen schweren Leiden unser einziges geliebtes Kind Ida im Alter von 2 Jahren 8 Monaten. Um stille Theilnahme bitten wir tiefgebeugt. GroßeU'Linden, am 28. Februar 1893. von Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'jchru Druckerei (Fr. Ldr. Bietschs toi Gieße» Die heutige Nummer umfaht 8 Seite».