Rr. 43 Samstag den 20. Februar 1892 Amtr- nnS Anzeigeblatt ffit? den "Kreis (Stegen. Hratisdeitage: Hießener Jamikenetätter Amtlichem Thsrl. v. Knorr. de Beauclair. Alle Lnnoncm-Bureaux deS In- und Auslands «ehm« Anzeigen für den »Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Blitzableitern beschäftigen, in gemeinverständlicher Weise, so daß Vorkenntnisse nicht erforderlich sind, mit den wissenschaftlichen und technischen Grundsätzen bekannt und vertraut zu machen, welche zur sachgemäßen Herstellung dauernd zuverlässiger Blitzableiter und zur sicheren Prüfung der Zuverlässig, keit derselben unbedingt erforderlich sind. Der Unterricht und die daran sich anschließenden prac- tischen Uebungen in Bezug auf Projectirung M Neuanlagen sowie Untersuchung und Prüfung bestehender Einrichtungen werden geleitet von dem auf dem Gebiete der Blitzableitertechnik als Autorität bekannten Physiker Herrn Dr. W. A. Nippoldt. Etwaige Anmeldungen zum Besuche des Lehr-Cursus sind an die electrotechnische Lehranstalt des Physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M. zu richten und zwar möglichst frühzeitig, da zur Sicherung eine- guten Erfolges des Unterrichts nur eine beschränkte Zahl von Theilnehmern ausgenommen wird. Das Honorar beträgt 30 Mark und ist vor Beginn des Cursus zu entrichten. Gießen, den 18. Februar 1892. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Vierteljähriger LöonnementspreiO i 2 Mark 20 Pfg. tat Bringerlohn. Durch die Poft bezogen 2 Mark 50 Pf,. Redaetion, Expedition und Druckerei: Schntstraße Hkr.7. Fernsprecher 51. Deutsches Reich. Darmstadt, 18. Februar. Seine Königliche Hoheit der Erb groß Herzog sind gestern »benü 11 Uhr 10 Minuten in Begleitung der persönlichen Adjutanten Premierlieutenant v. Frankenberg u. Ludwigsdorff nach Nizza obgereist. Bekanntmachung, betr. Lehr-Cursus für Anlage und Prüfung von Blitz, ableitern. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die electrotechnische Lehranstalt des Physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M. auch in diesem Jahre einen Lehr - Cursus für Anlage und Prüfung von Blitzableitern veranstalten wird, der von Montag den 14. März bis einschließlich Samstag den 19. März l. I., täglich Vormittags von 10—12 und Nachmittags von 3 Uhr an im Hörsaal des Vereins, Stiftstraße 32, abgehalten werden soll. Der Zweck dieses Cursus besteht darin, Mechaniker, Schlosser, Dachdecker u. s. w., welche sich mit Herstellung von Der ShfttMT Z-i-ig" erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener AnmikienStütter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal taget egt Gichemr I uzeiger Henerat-Anzeiger. I Mannschaften des Beurlaubtenstandes angesichts der Ausbildung der Mannschaften in anderen Armeen. Die Lücken in der Ausbiiöuns seren schon lange fühlbar, es sei hohe Zeit, dieselben auSzusülle* Gerade bei den letzten Manöoern habe sich bei aller Tüchtigkeit dock eine gewisse Schwerfälligkeit gezeigt, die bet der heutigen Technik der Kriegführung bedenklich sei. Es handle sich hier um eine Frage von grober Bedeutung für unsere Kriegstüchttgkeit. So tief einschneidend wie Rrchter meine, seien die Uebungen nicht, da die soeben aus de« activen resp. dem Reserveverhältntß entlassenen Mannschaften schon im nächsten Jahre wieder eingezogen würden. Abg. v. Schöning (cons.) wünscht, daß die jetzt Mitte August eingezogenen Mannschaften mit Rücksicht auf die Ernte künftig erst später eingezogen werden. ö p Generallteutenant v. Spitz sagt Erwägung dieses Wunsche- in. (JöettflU rechts.) Dem Eommisfionsantrage entsprechend werden nur 55377 Mk abgesetzt. m ^K^^aturalverpflegung werden in Consequenz des vorstehende« Beschlusses unter Absetzung von 49 048 Mk. nur 82 598363 Mk bewilligt. Beim Capitel „Bekleidung und Ausrüstung der Truppen" be- Eommtssion 27 662.M. abzusetzen und demgemäß nur 20 751 174 Mk. zu bewilligen. .. Abg Schmidt-Elberfeld (dft.) fragt an, welche Erfahrunge» MH ^«!?waltung mit der Gefängntßarbeit gemacht habe, und butet, die Prtvatindustrie nicht durch die Concurrenz der Gefängniß- arbett schädigen zu lassen. Redner beschwert sich spectell darüber daß neuerdings die Fabrikation von Sttefeletsen der Prtvatindustrie entzogen und in die Strafanstalten verlegt worden sei. Generallteutenant v. Funck erwidert, daß, nachdem die 8abl der Oeconomtehandwerker um 25pCt. vermindert worden, die Ge- sangnißarbeit mehr in Anspruch genommen werde. Wünschenswertb wäre, daß die Anstalten sich auf größeren, den Bedarf der Mtlitär- verwaltung deckenden Betrieb einrichteten. Darüber schwebten noch Unterhandlungen. Was die Sttefeletsm anlange, so handle es sich nur um einen Versuch. schließt sich dem Abg. Schmidt an und wünscht daß die Oeconomte-Handwerker ganz beseitigt würden. Bi- dahin aber sei dafür zu sorgen, daß sie nicht dem Prtoathandwerk Concurrenz machten. * Generallteutenant v. Funck erwidert, daß die Derringentua der Oeconomtehandwerker ja im Interesse der Verwaltung liege da sie dann ja mehr Leute für den Dienst mit der Waffe gewinne Eine weitere V-rringerung werde aber nicht möglich sein, da die Armee einen Stamm von Handwerkern haben müsse. . , Ad«- Richier führt aus, daß auch für dm Kriegsfall der Be- darf durch das Privatgewerbe gedeckt werden könne . ^bg. v Frege (coni.) empfiehlt, die Getängnißarbeit mehr in »^nst der Landwirthschaft zu stellen, anstatt durch dieselbe eine künstliche Unterstützung der Ueberproduction, die in vielen Kreisen des Handwerks bestehe, zu schaffen. Abg. Hinze (bfr.) empfiehlt der Verwaltung, nach österreichi- ^ch^^Dorgange mit größeren LieferungSverbänden in Verbindung Abg. Osann (natl.) spricht gleichfalls für weitere Verringern»* der Oeconomtehandwerker, welche dem Handwerk eine noch empfind- fttitbeb®OnCUtrtni bctriteten' 018 r,c durch di- G-fLngntßarbcit Gmerallieut-n-nt -.Funck wledrrholt, daß eine weitere v-r- "^."^"?>^"-?"°"°"^dandw-rker unter dm heutigen Verhättnifien nicht mogltch sei. reine Erklärung darüber, daß durch die Militärschneider, Schuster usw. die Soldaten nicht zu Arbeiten für Privatleute verwendet werden dürfen. Der Htnze'sche Vor schlag würde nur dem Grotzcapital zu Gute kommen und das Handwerk vetttßsher Reichstag. 175. Plenarfitzung. Donnerstag de« 18. Februar, 1 Uhr. Zum Mitglied der Reichsschuidencoürmi'sston an Stelle deS aus der Commission auSgeschtedenen Abg. Kochann wird Abg. Prinz v. Arenberg (Ctr.) gewählt. M Die Berathung des MtlitäretatS wird fortgesetzt. ur Ntel .Geldverpflegung der Truppen" beantragt die Commission (Referent Abg. v. Keudell), von der für Löhnung in Ansatz gebrachten Summe 55 377 Mk. abzusetzen. mstbin statt 60164 283 Mk. nur 60 108 906 Mk. zu bewilligen * " Abg- Richter (bfr.) beantragt 795 345 Mk. abzusehm, das ist den gesammten im Etat eingestellten Mehrbedarf, der die Mittel '»ten soll, um künftig außer den besonderen Uebungsklassen durch- chnittllch reden Mann im Reserve- und im Landwehrverhaltniß zu Uebung von 14tägiger Dauer heranziehen zu können. ES ollten 53pCt. mehr Mannschaften zu Uebungen herangezogen werden. Er halte es nicht für richtig, eine immer größere Belastung der Leute eintreten zu lassen, ohne auf der anderen Seite dem gewünschten Ziele einer Entlastung der MUitärpfltchtigen durch Einführung der zweffährigen Dienstzeit näher zu kommen. Dazu komme, daß der Etat mit Rücksicht, auf die hohen Preise so wie so schon größer" Mehrforderungen für Naturalverpflegung enthalte und daß es den Leuten bei der heutigen wirthschastlichen Lage, die durch die Uebungen aus ihren Stellungen herausgertssm werden, schwer sei, neue Stellungen zu finden. Bundescommissar Major Garde rechtfertigt die Mehrforderung unter Hinweis auf die Rothwendigkeit einer besseren Ausbildung der Gießen, den 16. Februar 1892. 33 e t r.: Die Anschaffung der Heffen-Darmstädtischen Regenten- Tasel für die Volkschulen des Kreises. Die Großh. Kreis-Schulcommfffion Gießen an die Großh. Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises. Nachstehende Verfügung theilen wir Ihnen unter Empfehlung ^ur Anschaffung rubr. Werkes zur Kenntniß mit. Wrr fügen noch an, daß die Regenten - Tafel, Originalzeich- nung von Peter Halm, im Verlag der Buchhandlung von jJ- Dremer in Mainz erschienen ist. Die Tafel ist 73/94 Zentimeter groß, in Umrahmung und enthält die 13 Brust- •ilber der Hessischen Regenten von Philipp dem Großmüthi- gen bis zur Gegenwart. Das große Bild unseres jetzigen vroyherzogs nimmt die Mitte des Bildes ein. v. Gagern. Darmstadt, am 30. Januar 1892. Vetr.: Hessische Regententafel. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz (Ablheilung für Schulangelegenheiten) «m die Großh. Kreis-Schuleommissionen. Im Verlag von I. Diemer zu Mainz ifl das oben- genannte, für den Schulgebrauch bestimmte Bildwerk, eine Zusammenstellung der Bildnisse sämmtlicher Hessen-Darm- ssadttschen Regenten bis zur Gegenwart, in Umrahmung er- ichicnen und für die Schulen zum Preise von « Mark pro Exemplar im Buchhandel zu beziehen. Wir empfehlen Ihnen, die Ihnen unterstehenden Schul- Vorstände auf dieses Werk aufmerksam zu machen. Feuilleton. Demaskitt. «ne Carnevalsgeschtchte von Erich zu Schirfeld. (Nachdruck verboten.) ,1t, gute* Morgen, Hans! Wo in aller Welt kommst Du her und was führt Dich zu uns?" Tante Sophie rief diese Worte ihrem soeben eingetretenen Reffe«, einem sehr jungen Manne mit offenem blühenden Gesichte, freudig überrascht entgegen. ,Ia, denke Dir," erwiderte Hans, der Tante galant die dargereichte Hand küssend, „ich beabsichtige, den vom Wohlthätigkeitsvercin „Hilaria" für heute Abend veranstalteten Maskenball zu besuchen und komme deswegen direct von E. herüber." ^Hans!" rief die Tante entsetzt und ließ sich vor Schreck in einen Sessel fallen. — Die „Hilaria" hatte nämlich bei ihr aus verschiedenen Gründen noch nie im besten Ansehen gestanden. „Noch mehr," fuhr Hans unbeirrt fort, „ich erlaube mir, Dich, liebe Tante, und mein Schwesterchen einzuladen, mich dorthin zu begleiten — wenigstens als Zuschauer." „Hans!" entfuhr es, diesmal um zwei Töne höher, der Dame abermals und vor Entsetzen sprang sie wieder in die Höhe. „Was fällt Dir ein, mein Lieber! Eine so gemischte Gesellschaft und Du, der Sohn des seligen Rittergutsbesitzers »nd Hauptmanns der Reserve Ewald Horst, sein einziger Sohn und Universalerbe, ich, feine Schwester, nnd nun gar Grethe, die künftige Baronin —" „Was ! ?" rief Hans anscheinend überrascht und die Tante verständnißlos anstarrend..' Tante Sophie drehte sich um und schlug sich mit der flachen Hand aus den Mund. Sie hatte sich fürchterlich ver- schnappt und gerieth in eine kleine Verlegenheit, die sie aber schnell abzuschütteln wußte. Sie drehte dem Neffen das Gesicht wieder zu und, ihn bedeutungsvoll ansehend, sagte sie: „Reden wir einstweilen nicht mehr vom Carneval, ich habe, da das Wort nun einmal gefallen ist, Wichtigeres mit Dir zu besprechen. Willst Du mir in mein Zimmer folgen, lieber Hans?" 1 * * * * * * 8 ' Natürlich verbeugte sich der „liebe" Hans zustimmend und begleitete die Tante in ihr „Boudoir". Was da kommen würde, war ihm zwar nicht unbekannt, sein hübsches Schwesterchen hatte ihm ja ihr Herz schon geöffnet, neugierig war er aber trotzdem. Da wir uns von einer solchen Leidenschaft frei fühlen, wollen wir nicht so indiscret fein, zu lauschen, sondern uns inzwischen ein wenig mit den Personalfragen der handelnden Personen beschäftigen. Hans und Grethe waren Zwillingsgeschwister. Ihre Eltern waren früh gestorben und hinterließen ihre Kinder der Sorge der unvermählt gebliebenen Schwester des Herrn Ewald Horst, während dem Bruder des letzteren die Pflichten der Vormundschaft zufielen, die ihm aber nicht sehr schwer wurden, da er zu Allem, waö Tante Sophie verfügte, „Ja" und „Amen" sagte. Nun, er konnte sich diese Erleichterung wohl gestatten, denn Tante Sophie liebte die Kinder, als wären es ihre eigenen und sorgte mütterlich für ihre Erziehung. Hans kam nach Absolvirung [einer Vorstudien auf die landwinhschastliche Hochschule zu E., um sich für die Uebernahme der väterlichen Güter vorzubereiten, und vrethe war vor Jahresfrist aus einem ersten Pensionat der Schweiz unter das schirmende Dach der Tante Sophie zurückgekehrt um bald darauf in die große Welt eingeführt zu werde*. ' Auf einem von den Spitzen der Gesellschaft veranstaltete* Costumfeste hatte sie dann den Referendar Curt Weiher* kennen und lieben gelernt, der aber leider heute, wo er mit der Ernennung zum Assessor in der Tasche als freudig hoffender Freier bei der Tante erschienen war, eine schmachvolle Niederlage erlitten hatte. Tante Sophie hoffte für ihren Liebling mindestens auf einen Grafen,- allenfalls hielt sie im Nothsall einen Baron noch ebenhin für acceptabel und zwar den Baron von Henkelwitz, der sich auffällig um GretenS Gunst bewarb. Man sagte freilich, die Vermögensverhältniffe des Baronfeien stark derangirt — na du lieber Gott, Gretes Vermögen war mehr als groß, und für einen stolzen, altadligen Namen hatten Andere schon noch bedeutendere Opfer gebracht. Die Hauptsache blieb, daß man ihm sonst nichts nachsagen konnte die Ehre seines Namens war unbefleckt. — Daß er bereit« im Hochsommer seines Lebens stand, erschien ihr eher als et* Vorzug, denn die jungen Leute von heute — daß Gott erbarm! — Tante Sophie hatte sich also völlig in den Gedanken hineingelebt, ihr Pflegetöchterchen dereinst in Henkel- wltzhausen als Herrin regieren zu sehen — und nun kam der simple, neugebackene Asseffor dazwischen! Mitunter fteilich wußte sie nicht, ob der Baron sie oder Grete mehr bevorzugte. In den Träumen stiller Stunden sah sie sich zuweilen selbst als Hernn in dem sreiherrlichen Besitze, obgleich sie sich wacker mit allen Waffen der Vernunft gegen derartige Anwandlungen wehrte. Zu alt wäre sie wohl zum Heirathen wenigstens zu einer solchen Heirath — noch nicht gewesen • zuweilen sah sie, wie ihr nicht unbekannt war, noch sehr hübsch Abg. Schmidt (bfr.): Der Uebergang vom Oeconomiehand- roetTcr zur Gesängnißarbeit heiße den Teufel durch Beelzebub auS- tretben. Ja den Gefängnissen werde den die Gefängntßarbett bean- spruchenden Fabrikanten in weitestgehender Weife entgegengekommen, sogar durch Aufstellung der Motoren. Abg. Di. v. Frege (conf.) anerkannt daS Entgegenkommen der MtlttLroerwaltung gegen daS Handwerk und wünscht, daß dieses Beispiel im Reichsamt des Innern Nachahmung finde. Das Capitel „Bekleidung und Ausrüstung der Truppen" wird nach dem Commtfsionsantrage angenommen. Abgesetzt werden ferner 14 240 Mk. bei dem „Garnisonverwal- tungS- und Serviswesen" und 5231 Mk. beim „Militär-Medicinal- wesen". Zu letzterem Eapttel fragt Abg. Dr. Endemann (nl.) an, in welcher Weise in einem künftigen Kriege für den Transport der Verwundeten Sorge getragen werden solle, indem er auf die Rede Btll- rothS in der österreichischen Delegation Bezug nimmt. In einem künftigen Kriege werde die Zahl der Verwundeten eine erheblich größere sein, nicht blos mit Rücksicht auf die größere Zahl der Mannschaften, sondern auch proportional und zwar infolge deS schnelleren Feuers. Die Verbandplätze würden weiter zurückliegen müssen, so daß mehr Kräfte zum Transport erforderlich werden. Er wolle die Gelegenheit nicht vorübergehen lasten, ohne der unvergeßlichen Verdienste Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta um das Santtätswesen zu gedenken. Major Garde erwidert, daß die Billroth'sche Rede das größte Interesse in deutschen militärischen Kreisen heroorgerufen habe. Der nächste Krieg werde allerdings unter erheblich veränderten Verhältnissen, sowohl hinsichtlich der Menschenmassen als hinsichtlich der Waffenwtrkung, stattsinden. Das heutige kleinkalibrige Geschoß dringe noch in der Mitte seiner Flugbahn durch einen Vi Meter starken Baumstamm und erst ein % Meter starker Erdwall gewähre Schutz dagegen. Dabei sei das neue Geschoß vielleicht aber doch noch humaner als man annehme, in naher Entfernung wirke eS allerdings explosibel, in weiterer Entfernung aber gehe es durch einen Knochen, den es früher zersplittert hatte. Wir werden in einem künftigen Kriege mehr Verwundete, aber nicht mehr Schwerverwundete haben. Jede Truppe sei reichlich mit Verbandzeug ausgestattet und bet jeder Truppe befinden sich Mannschaften, die alS Krankenpfleger ausgebildet sind. Jedes ArmeecorpS habe drei Sanitätsdetachements mit 8 Wagen und 120 Träger. Diese Detachements referviren Verbandplätze und es sei auf eine Ausbildung der Militärärzte darauf htnzuwtrken, daß sie selbständig dispontren können. Für jedes Lrmeecorps sind 12 Feldlazarethe mit je 200 Betten bestimmt; doch kann jedes Lazareth auf 400 und 600 Belten erweitert werden. Die Zahl der Verwundeten betrug 1870/71 12%; sie sei bei den vorgesehenen Maßnahmen auf 20 o/g angenommen, also sehr reichlich. DaS Verbandzeug reiche für 30 %. Für den Transport der Verwundeten von der Feuerltnte nach den Verbandplätzen sei ausreichend gesorgt. Redner erläutert eingehend die getroffenen Maßnahmen. Die mittlere Entfernung der Verbandplätze von der Feuerlinie sei auf 1600 Meter angenommen, also weiter, als Btllroth angenommen. Nach den getroffenen Einrichtungen werde es möglich sein, ein Schlachtfeld in 4 bis 5 Stunden zu räumen. Abg. Dr. Virchow (bfr.) fragt, ob ausreichende Vorsorge für firicte Durchführung der Genfer Convention getroffen sei und empfiehlt Pflege der freiwilligen Mithilfe Privater bei der Krankenpflege unter Hinweis auf den großen Nutzen derselben in den letzten Kriegen. Generalmajor v. Goßler weist in Erwiderung darauf auf die Thatsache hin, daß ja eine Organisation der freiwilligen Krankenpflege bestehe. Der Rest der fortdauernden Ausgaben wird nach den Commissionsanträgen angenommen. Weiterberathung morgen 2 Uhr. Außerdem Gesetzentwurf detr. Gesellschaften mit beschränkter Haftpflicht. Uencfte Nachrichten. WvlflS telegraphifcheS Lsrrespondmz-Burecu'. Berlin, 18. Februar. Die deutschen Schi ff fahrt s- interessenten beschlosten in ihrer heutigen Versammlung, die deutschen Canalvereine zur geschlossenen Betheiligung am Pariser internationalen Binnenschiffsahrts-Congreß auszufordern, die Schiffsbauanstalten und Schifffahrtsgesellschaften um Einsendung von Modellen deutscher Strom- und Canalsahrzeuge für die Pariser Ausstellung zu ersuchen und ein für den Congreß eingesetztes deutsches Count« mit der Ausführung dieser Beschlüsse zu betrauen. Petersburg, 18. Februar. Das Hilfscomite unter dem Vorsitze des Thronfolgers überwies nach dem neuesten Berichte den N o t h st a n d s - G o u v e r n e m e n t s gegen l1/* Mill, baar und über 800,000 Pud Korn. Depeschen detz „Bureau Herold". Berlin, 18. Februar. Der Kaiser wird dem dies- zährigen Feste der Boruffen beiwohnen. — Die Kaiserin ist fast gänzlich hergestellt. Berlin, 18. Februar. Der Regierung liegt besonders an dem Zustandekommen des C h e ck g e s e tz e s. Obgleich der «ms, wie beispielsweise in diesem Augenblick, wo es ihr absolut nicht gelingen wollte, den Neffen zu ihrer Meinung zu bekehren. Ei, wie vor Erregung die Augen blitzten und die Wangen im heißen Roth erglühten! Es war ja aber auch geradezu unerhört, was sich dieser Jüngling herausnahm! Den Assessor aus einem Himmel in den andern zu heben und an dem Baron kein gutes Haar zu lassen — das war einfach himmelschreiend? Bis über die Ohren sollte er in Schulden stecken, den Spielteufel im Leibe haben und jedem hübschen Kinde nachlausen! — Gerade das hatte ja der Baron von dem Assessor behauptet, dem man im Hinblick aus seine Jugend so etwas allerdings zutrauen konnte. — Die gute Tante hatte sich so in Hitze geredet, daß sie kaum wußte, was sie sagte. Hoch ausgerichtet stand sie vor dem Neffen und schleuderte ihm, den letzten Trumps ausspielend, die denkwürdigen Worte zu: „Wenn sie alle auch mit Fingern aus ihn zeigten und das Schlimmste behaupreten — ich glaube nichts von alledem. Mein Vertrauen zu ihm ist so groß, daß ich selbst, ja ich, ihm meine Hand nicht versagen würde, wenn er sie begehrte!" Das Milchgesicht des Jünglings war plötzlich wie mit Gluth übergossen- die Lippen fest zusarnrnengepreßt, glaubte er ersticken zu müssen. Zum Glück sah die Tante nichts mehr davon, denn hoheitsvoll hatte sie ihm bereits den Rücken gekehrt und das Zimmer mit majestätischen Schritten verlassen. Jetzt aber explodirte der augehäuste Zündstoff und ein Lachen erschütterte die Wände, wie es diesen Raum noch nie durchklaug. (Fortsetzung folgt) BundeSrath die Berathung sehr beschleunigt, ist es zweifelhaft, ob dieselbe noch in dieser Session erledigt wird. Berlin, 19. Februar. Dem Bundesrath ging ein Gesetzentwurf über daS Auswanderungswesen zu, enthaltend die Bestimmungen über Unternehmer, Agenten und allgemeine Bestimmungen über die Auswanderung, besonders die überseeische nach außereuropäischen Ländern, die Beaufsichtigung deS Auswanderungswesens, Beförderung von den außerdeutschen Häsen auS und die Strasbestimmungen. Berlin, 19. Februar. Der „Liberalen Correspondenz" zufolge soll der BundeSrath in der gestrigen Sitzung den Entwurf des Spionagegesetzes berathen haben, welcher nächstens an den Reichstag gelangen soll. Die wiederholt angekündigte Einsetzung einer Commission von Hydrotechnikern, Verwaltungsbeamten und Sachkundigen aus den Kreisen der au der Wasserwirthschast Jnteressirten soll beschlossen sein. Die nächste Aufgabe soll die Untersuchung der Frage sein, ob die vorgekommenen Hochwasserschäden in ursächlichem Zusammenhänge mit den Flußregulirungen stehen, sodann die Erforschung der Ursachen der letzten Ueberschwemmungen und deren Verhütung. Bürbach, 18. Februar. Aus dem hiesigen Hüttenwerk ist zum dritten Male innerhalb kürzerer Zeit einer Anzahl Leute gekündigt worden wegen Einschränkung des Hüttenwerkes. Rom, 18. Februar. Die Urheber der Tagesordnung, beschließend einen allgemeinen Ausstand, sollen wegen Aufreizung zu Tumulten gerichtlich belangt, die Garnisonen sollen consignirt, die Tiberbrücken überwacht werden. Paris, 19. Februar. Gestern erklärte Fr eh ein et, daß nach den Sympathiebeweisen des Papstes für die Republik die Regierung den Dringlichkeitöbeschluß bezüglich der Trennung der Kirche vom Staate nicht zulasse. Pichon, Brisson und Clemenceau bekämpfen die Versöhnungspolitik. Caffagnac, Gras de Mun unterbrechen. Eine Tagesordnung Trouillot-Laserre, besagend, die Kammer verfolge die von Freycinet eingeschlagene republikanische Politik, wird mit 212 gegen 304 Stimmen verworfen. Die Minister verließen den Saal. Die Tagesordnung Pichon - Julien, erklärend, die Kammer setze den Kamps gegen die clericale Partei fort, wird mit 279 gegen 191 Stimmen angenommen, die Dringlichkeit mit 246 gegen 287 Stimmen verworfen. Paris, 18. Februar. Laut Mittheilung aus Regierungs- J kreisen beschränkte sich Freycinet gestern wegen der Em- psangssoireoe bei Carnot darauf, letzterem die durch Ablehnung des Vertrauensvotums seitens der Kammer her- vorgerusene Situation darzulegen. Freycinet werde Freitag früh die Demission des gelammten Cabinets einreichen. Sitzung bet Stadtverordneten am 18. Februar 1892. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren : Adami, Georgi, Heyligenstaedt, Hornberger, Jughardt, Keller, Löber, Dr. Ploch, Scheel, Schiele, Schmoll, Schopbach, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Vor Uebergang zur Tagesordnung erfolgten zunächst einige Mittheilungen. Die erste behandelt das Ergebniß des vor einiger Zeit auf dem Submissionswege erfolgten Nutzholz- Verkaufs. Es wurden erlöst für 470 Festmeter Eichen- Schnitt- und Schwellenholz und für 194 Festmeter Bau- und Grubenholz Mk. 17 708. Der Verkauf wird, da die Taxe erheblich (um 4400 Mk.) überschritten wurde, genehmigt. Die zweite Mittheilung bezog sich auf die Verhandlungen der zum Zwecke der Begutachtung über die Regelung der Sonntagsseier eigens eingesetzten, aus Stadtverordneten, Handelskammer-Mitgliedern und Kaufleuten bestehenden Commission. Das Wesentlichste aus der Sitzung wurde in voriger Nummer des Anzeigers bereits mitgetheilt und zwar, wie Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkte, zu dem Zwecke, um den Interessenten Gelegenheit zu geben, sich mit der Frage nach den in der Commission vertretenen Gesichtspunkten zu beschäftigen und event. derselben noch Material für die auf nächsten Dienstag anberaumte weitere Sitzung zugänglich zu machen. Schließlich berichtete der Herr Oberbürgermeister über die Verhandlungen des am Dienstag, den 16. d. Mts. in Mainz abgehaltenen hessischen Städtetages. Es wurde, wie bereits mitgetheilt, über die wesentlichsten Bestimmungen des Entwurfs der neuen hessischen Verwaltungsgesetze, im besonderen über die Stellungnahme derjenigen Städte berathen, die (nach dem Entwurf) der bisherigen Verwaltung durch den Kreis entzogen, bezw. besondere Stadtkreise bilden sollen, (lieber das Wesentlichste aus den Verhandlungen des Städtetages werden wir in nächster Nummer berichten. Red.) Gesuch des Bäckermeister Ludwig Kämmerer um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen. Gesuchsteller beabsichtigt, an seinem Hause an der Ecke Seltersweg-Teuselslustgärtchen einen Laden einzurichten und den Hauseingang auf die Seite vom Teufelslustgärtchen zu verlegen, bezw. dort einen Treppenanbau zu errichten. Das Gesuch soll wegen des Verstoßes gegen § 18 des Ortsbaustatuts dem Anträge der Baudeputarion entsprechend nicht beanstandet werden, wenn, dem § 15 und 16 des Ortsbaustatuts nach, durch Abbruch eines alten Nebengebäudes der Hofraum vergrößert wird. Der Pachtvertrag über die Vermiethung der Kellerräume in dem Schulhause der höheren Mädchenschule soll unter den feltberigen Bedingungen mit dem derzeitigen Pächter verlängert werden. Gegen die geschehene Abgabe von Deckreisern auS dem Stadtwalde im Werthe von 540 Mk. einschließlich Fuhrlohn findet die Versammlung nichts zu erinnern. Der Pächter eines in das anzulegende städtische Ob st bäum stück fallenden Triebviertels sucht um Vergütung für auf dasselbe verwendeten Dünger nach. Es wird nach Gutachten des Feldgerichts beschlossen, dem Gesuchsteller 28 Mk. zu bewilligen. Herr Stadtbaumeister Sties hatte während feiner Amtszeit den für das Stadtbauamt bestimmten Raum mit ben Gehilfen inne; es wird aber für nothwendig erachtet, bem am 1. Mai sein Amt antretenben neuen Stadtbaumeister ein besonderes Zimmer zu überweisen. Es wird beschlossen, vorläufig das Vorzimmer des Ortsgerichts dem Secretär bei Armendeputation und das von diesem innegehabte Zimmer dem Stadtbaumeister zu überweisen, lieber die für zweckmäßig erachtete Verlegung des Ortsgerichts nach der Raths- dienerwohnung und Verlegung dieser in ein auf dem betr. Nebengebäude zu errichtendes Stockwerk soll später Beschluß gefaßt werden. Metzgermeister Sack hat ein Gesuch eingereicht, nach welchem ihm gestattet werden möge, die an den Consumverein zu Lollar geliefert werdenden Fleischwaaren zwecks Rückvergütung des Octrois bei dem Erheber am Wallthor anmelden zu dürfen. Es wird nach Kenntnißnahme einer von Herrn Octroiinspector Jost erstatteten Gutachtens und Annahme der von demselben vorgeschlagenen Bedingungen beschlossen, dem Gesuche versuchsweise stattzugeben. Dem Gesuch des Herrn Aug. Schlessinger um Gestattung eines Transitlagers in seiner Hofraithe an den Bahnhöfen wird, nachdem die Finanzdeputation unter Darlegung der gegen Genehmigung des Gesuchs sprechenden Gründe einen diesbezüglichen Antrag gestellt, Genehmigung nicht ertheilt. Das Gesuch des Herrn Ed. Deuker um Übertragung ber seiner Ehesrau erteilten Wirthschastscoucefsion auf dem Lahnstein auf seinen Namen wird nicht beanstandet. Betreffs zweier nicht auf der Tagesordnung stellender Gesuche um Ertheilung der Wirthschaftsconcession wird in Übereinstimmung mit dem Bericht Großh. Polizeiamts ein Bedürsniß zum Ausschank von Branntwein als nicht vorliegend erachtet. Herr Carl Mattheis beabsichtigt Wirthschast in seinem Hause Franksurterstraße 109, Herr Georg Hebstreit im Lehrer Schmidt'schen Hause am Wall- thor zu betreiben. Die hierfür in Aussicht genommenen Localitäten entsprechen nach Angabe des Polizeiamts übrigens nicht den polizeilichen Vorschriften. Locale» ttttfr provinzielle». Gießen, 19. Februar 1892. — Der Akademische Gesangverein hat sich aus Anregung entschlossen, zu der am Samstag den 20. Februar stattfindenden Hauptprobe Eintrittskarten zu wesentlich ermäßigten Preisen (1 Mk. bezw. 50 Psg.) auszugeben. Wir können diesen Entschluß nur gutheißen, edle Musik in weite Kreise zu tragen, ist durchaus verdienstvoll. Wir glauben, daß diese Vergünstigung mit Freuden begrüßt und umfangreich benutzt werden wird. Ausführliches bringt das heutige Inserat. -s. Der Theater Verein hat gestern wieder bei gut- besetztem Hause mit der Aufführung von Lessings „Minna von Barnhelm" einen durchschlagenden Erfolg erzielt. Eine Besprechung der Vorstellung werden wir morgen bringen. — Neues Theater. Die Direction theilt uns mit, daß das für Montag den 22. Februar annonctrte Gastspiel und Benefiz für Herrn Ernst wegen Verhinderung des Herrn Hacker um einige Tage verschoben werden muß. — Neues Theater. Eine ganz besondere Ueberraschunz steht uns für kommenden Montag bevor. Herr Director Reiners und Frau, an deren Kunst als Darsteller wir uns schon so oft erfreuen durften, werden nun auch als Autoren vor das Publikum treten und zwar am nächsten Montag mit einem eigenen Stücke „Schön-Akothtraut, romantisches Zaubermärchen mit Gesang". Herr Musikdirector Krauße hat die Musik dazu componirt und wird bei der Ausführung selbst birigiren. Mehr wollen wir heute nicht verrathen, höchstens noch, daß Herr Director ReinerS mit großen Kosten eine ganz neue Ausstattung für das Stück erworben hat. Da die Vorstellung außerdem zum Benefiz der so sehr beliebten Frau Anni Reiners gegeben wird, dürfen wir wohl sicher darauf rechnen, am Montag ein ausverkauftes Haus zu sehen. — Die in heutiger Strafkammer Sitzung eröffnete Verhandlung über die bekannten Schüler-Vergehen führte eine solche Zuhörermenge herbei, daß der hierfür bestimmte Raum alsbald überfüllt war und abgeschlossen werden mußte; zahlreiche Personen mußten auf dem Corridor der Befriedigung ihres Wissensdurstes über die „interessanten" Fälle entsagen. Nach Verkündigung des umfangreichen Anklagematerials wurde zur Beweisaufnahme geschritten, die zum größten Theile durch Eingeständnisse sehr erleichtert wurde, aber mitunter recht gravirende Momente ergab. Bei Schluß der Redaction dauert die Beweisausnahme noch fort und wird mit dem darauffolgenden Zeugenverhör die Verhandlung bis spät Abends währen. — Warnung. Auch in der hiesigen Gegend treibt sich ein ehemaliger Uhrmacher und späterer Photographengehülfe Richard Mohrmanu umher, welcher lange Jahre hindurch sein Geschäft als Wurm- und Bandwurm-Heilbefllssener betrieb. Nachdem dies durch die Neichsgewerbeordnung verboten wurde, empfiehlt er sein Mittel theils persönlich, theils durch Ueberfenbung von Prospecten, theils burch bie Zeitung. Wie amtlich sestgestellt würbe, hat bieses „untrügliche" Mittel nach ber Arzneitaxe einen Werth von 1 Mk. 20 Psg., da Mohrmann bas Mittel aber für 10 Mark verkauft, so wird hiermit vor dem Ankäufe gewarnt. — Ruhestands - Versetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht: Am 17. Februar ben Lanbgerichtsbirector bei dem Landgericht ber Provinz Oberhessen Julins Muth auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung mit 1. März 1892 in den Ruhestand zu versetzen. = Lich, 18. Februar. Als an einem der letzten Tage ein hiesiger Lehrer daS Schulzimmer betrat, wurde ihm von ben Schülern ein Laib Brod überreicht. Erstaunt über dieses