Nr. 14. Zweites Blatt. Sonntag den 17. Januar 1892 Der •itfttttt Anzeiger erscheint täglich, wiit Ausnahme deS Montags. Die Gießener A««rrtenVtStter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger ^Utonncmcnbprtte: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schntstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt fiiv den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. ] Hratisöeikage: Hießener Iamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher* Theil. Nr. 1 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 9. d. M., enthält: (Nr. 1982.) Gesetz, betreffend die Controle des Reichs- Haushalts und des Landeshaushalts von Elfaß-Lothringen für das Etatsjahr 1891/92. Vom 4. Januar 1892. Gießen, den 15. Januar 1892. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 14. Januar 1892. Betr.: Die Jahresübersichten und Rechnungsabschlüffe der Krankenkassen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen ett die Großh. Bürgermeistereien, die Vorstände der Gemeinde - Krankenversicherungskassen, der Fabrik-Krankenkassen und der eingeschriebenen Hülsskassen. Unter Hinweis auf unser Ausschreiben vom 15. November 1887 — Amtsblatt Nr. 11 —, sowie aus unsere Verfügung vom 6. Mai 1891 — Anzeiger Nr. 108 — machen wir Sie auf die Einsendung der nach § 9 unb 41 des Krankenversicherungsgesetzes vom 15. Juni 1883 und nach S 27 des Gesetzes über die eingeschriebenen Hülsskassen vom 1. Juni 1884 für das abgelaufene Jahr zu liefernden Nachweisungen (Jahresübersichten und Rechnungsabschlüsse) aufmerksam. Als spätester Termin für die Ablieferung dieser Nachweisungen ist der 31. März be ümmt, es ist jedoch sehr wunschenswerth, daß dieser äußerste Termin nicht abgewartet wird, sondern die Einsendung thunlichst bald erfolgt. Wir empfehlen Ihnen sorgfältigste Aufstellung der Uebersichten, damit Rücksendungen behufs Ergänzung und Berichtigung derselben möglichst vermieden werden. Ganz besonders machen wir die Großh. Bürgermeistereien darauf aufmerksam, daß die Rechnung der Krankenversicherung infolange nicht mit einem Rest abschließen darf, als noch Vorschüsse an die Gemeindekaffe zurückzuerstatten find; ein etwa verbleibender Ueberschuß also an die Gemeindekaffe zur Tilgung des Vorschuffes abzuführen ist. Die Nachweisungen sind in zwei Exemplaren — beide mit der Unterschrift des Vorstandes refp. Bürgermeisters versehen — vorzulegen, die Formularien hierzu sind durch Bundes^ 1 rathöbeschluß vom 23. Juni 1887 vorgeschrieben und bei j Wilh. Klee zu Gießen erhältlich. j____________________v. Gagern.__ Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf § 366 pos. 10 des Reichsstras- gesetzbuchs, Art 104 des Polizeistrafgesetzes und das Local- ? Reglement vom 8. Mai 1856 bringen wir zur öffentlichen i Kenntniß, daß das Befahren des von der Göthestraße nach j dem Schiffenbergerweg führenden sogenannten Stephansweges ! für alle Nichtanlieger bei Meidung der in den angeführten ! gesetzlichen Bestimmungen angedrohten Strafen verboten ist. Gießen, den 13. Januar 1892. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. politifc^e Wochenschau. Gießen, 16. Januar 1892. I Im Reichstag hat am 12. Januar die zweite Lesung i des Etats begonnen. Zunächst ist im Zusammenhang mit • dem Etat des Reichstages der sreisinnig-volksparteiliche An- ’ trag, den Bundesrath zu ersuchen, seine Zustimmung zur ; Gewährung von Diäten an die Volksvertreter zu gewähren, ' zur Berathung gelangt und mit erheblicher Majorität an- ' genommen worden. Ein kleiner Theil der Nationalliberalen ' unter Führung v. Bennigsens stimmte aus diplomatischen J Gründen gegen die Resolution, während die Freiconservativen und der größere Theil der Conservativen eine principielle \ Gegnerschaft bekundeten. Die wichtige Frage, wie sich die gegenwärtige Regierung zur Diätenfrage stellt, ist unbeant- ' roortct geblieben, so daß auch diese letzten Verhandlungen ■ über die schon zum Ueberdruß oft diseutirte Angelegenheit i keine Klarheit in die Situation gebracht haben. Bis jetzt ' kann man im Hinblick auf die Gesamrnthaltung des Mini- ; steriums Caprivi nur verrnuthen, daß es die Gewährung von | Diäten im Interesse der Wählbarkeit unbemittelter Reichs- i bürger möglicher Weise gutheißen wird. In Preußen ist die parlamentarische Session am 14. Januar mit einer vom Ministerpräsidenten Grasen v. Caprivi verlesenen Thronrede eröffnet worden. Neue organisatorische Gesetze sind außer dem neuen Entwurf eines Bolksschulgesetzes nicht angekündigt worden. Was von Gesetzesvorlagen außer biejem eingebracht werden soll, ist lediglich Aussührung früherer Beschlüsse: wie die angekündigten Vorlagen über die Entschädigung für die Aushebung der Steuerfreiheit der Reichsunmittelbaren in Preußen, über :e oft verlangte Ausbesserung der Gehälter der seither rrcht schlecht dotirten Lehrer an höheren Lehranstalten, über die Herausgabe des eonfiseirten Vermögens des Königs Georg von Hannover (sog. Welsensonds), über die Beseitigung der Stolgebühren der Geistlichen (Aceidenzien nach hessischer Ausdrucksweise) und deren Ersatz durch Gewährung staatlicher Zuschüsse zu den Besoldungen. Wenig erfreulich für Preußen klingen die Mittheilungen über die Finanzlage des Staates. Es heißt, daß das neue Finanzjahr vielleicht nicht nur keine Ueberschüsse ergeben, sondern unter Umständen sogar mit einem Defieit abschließen werde. Ueber die materielle Bedeutung der oben angeführten Vorlagen ist bis jetzt ein Urtheil unmöglich, da bis jetzt zu wenig Sicheres über ihren Inhalt bekannt ist. Nur das kann man schon jetzt prophezeien, daß das Volksschulgesetz auf feinen Fall anders als unter heißen Kämpfen durchgesetzt werden wird. Und zwar erregen namentlich die in dem Gesetze enthaltenen Bestimmungen über die Suprematie der Geistlichkeit über die Schule den Widerspruch der nationalliberalen und auch der freifumigen Partei. Ueber den Streit Bulgariens mit Frankreich, der durch die Ausweisung des französischen Journalisten Chadonrne veranlaßt worden ist, haben wir bereits letzten Sonntag Näheres berichtet. Die Art, wie sich beide Staaten aus der Sackgasse, in die sie sich verirrt hatten, nunmehr herausgefunden haben, wirkt geradezu erheiternd. Man ist nämlich übereingekommen, daß Bulgarien zwar zugesteht, den Journalisten Chadonrne mit Unrecht ausgewiesen zu haben, daß aber Frankreich darauf verzichtet, die Wiederzulaffung Cha- daurnes durchzusetzen. — In Egypten ist der Khedive Mehe- med Thewfik gestorben und zu feinem Stellvertreter sein siebenzehnjähriger Sohn Abbas-Bei vorn türkischen Sultan ernannt worden. Man hatte zuerst geglaubt, daß Frankreich anläßlich dieser Veränderung der Verhältnisse einen energischen Versuch machen werde, England zur Räumung Egyptens zu bewegen. In Folge der festen Haltung Englands blieb eS indeffen bei einigen journalistischen Posaunenstößen. — In Oesterreich ist den Deutschliberalen eine große Freude gemacht worden. Der Kaiser hat den Grafen Kuenburg, ein Mitglied dieser Partei, zum Minister ohne Portefeuille ernannt. Anzuerkennen bleibt, daß die Deutschliberalen trotzdem eine vorsichtige und abwartende Haltung beobachten und nach wie vor ihre Ansprüche und Grundsätze aufrecht zu erhalten ent; schloffen sind. — Ein trauriges Bild gibt das kürzlich veröffentlichte russische Reichsbudget. Während im Vorjahr das Feuilleton. Ein praktischer Mensch. Nooellette von Ed. Vogler. (Fortsetzung.) Er setzte sich und drückte auf den Knops der vor ihm auf dem Tische stehenden silbernen Glocke. „Susanne!" rief er dann der diensteifrig eintretenden alten Wirthschafterin zu, „sowie der Herr Medicinalrath Winter erscheint, bitte hier herein," bann vertiefte er sich, nachdem die Alte mit einem verwundert fragenden Blick auf ihre Herrin gegangen, wieder in feine Zeitung. Es wurde still im Salon, nur das Knistern der umgeschlagenen Zeitungsblätter ließ hin und wieder die emsig arbeitende Dame mit einem sorgenvollen Ausblick zu ihrem Eheherrn hinüber sehen, doch still senkte sie dann wieder den Blick aus das stetig fortschreitende Werk ihrer Hände und die Nadel fuhr schneller durch die Fäden. Von draußen drang nur schwach das Geräusch der kleinen Residenzstadt herein, unterbrochen von dem Zirpen und Jubilieren der gefiederten Sänger, die in den Linden ihr munteres Wesen trieben, doch je höher die Sonne des herrlichen Vormittags stieg, je glühender ihre Strahlen die Erde küßten, um so seltener durchzitterte ein Laut des Lebens die tiefe, köstliche Stille. Plötzlich drang ein voller, weicher Ton durch das Gemach, Aecorde, so perlend rein und klar, dann immer mächtiger und gewaltiger anschwellend, und in die Töne, welche die Spielerin in dem anstoßenden Zimmer dem herrlichen Flügel entlockte, mischte sich jetzt ihre glockenreine Stimme Lu dem tief empfundenen Liede Mignons: Kennst du das Land, wo die Citronen dlühn, Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrlhe still und hoch der Lorbeer steht? Kennst du es wohl ? Dahin, dahin Möcht ich mit dir, o mein Geliebter ziehn! Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach, Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach, Und Marmorbilder stehn und sehn mich an: Was hat man dir, du armes Kind, gethan? Kennst du es wohl? Dahin, dahin Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn! „Das klingt ja ordentlich schwermüthig," sagte der Commerzienrath, dem schon bei den ersten Tönen die Zeitung entglitten war und der jetzt zu seiner Gattin aufblickte, „es ist mir neu, aus dem Munde unserer lebensfrohen Emma solche Weisen zu hören." „Ach!" seufzte die Frau Commerzienrath und eine schwere Thräne tropfte in ihren Schooß. Unhörbar hatte sich der alte Herr erhoben und die verbindende Zimmerthür etwas geöffnet. „Da sitzt sie," murmelte er, „wie entgeistert blickt sie vor sich nieder auf die Taften. Was ist mit meinem Kinde geschehen, Agnes?" fragte er angstvoll. Ein erneuter Seufzer feiner Gattin antwortete ihm, dann blickte sie dem vor ihr Stehenden einen Moment voll in die Augen, um dann sofort mit einem leichten Kopfschütteln wieder den Blick auf ihre Arbeit zu senken. „Mohrenelement, nun wird es mir aber zu toll," polterte der alte Herr, bei dem der Unwille über die ihm aus dem Auge leuchtende Sorge den Sieg davontrug. „Emma klagt da drinnen wie ein gefangener Staarmatz und Du aceompagnirst ihr mit den fürchterlichsten Seufzern, die ich je von Dir gehört habe. Was ist geschehen?" „Der Herr Doctor —" meldete in diesem Augenblicke das Stubenmädchen von der geöffneten Thür her. „Gott sei Dank!" fuhr der Hausherr herum und eilte schnellen Schrittes dem Eingänge entgegen, doch plötzlich stockte fein Fuß, erstaunt sah er nach der Thür. „Täusche ich mich wirklich nicht," kam es dann fragend von feinen Lippen, „Herr Doctor Röhn?" „Ich sehe Sie überrascht, Herr Commerzienrath," entgegnete der Angeredete nach einer respectvollen Verneigung vor der Dame des Hauses, die sich mit einem Laut der Bestürzung erhoben, „wenige Worte werden genügen, mein Hierum zu erklären. Herr Medicinalrath Winter, den Sie zu confulttren wünschten, ist verreist und hat mich mit seiner Vertretung betraut; darf ich um Ihre Befehle bitten?" ,/Ah — ah so," stotterte mit einem verunglückten Lächeln Herr Wehner, bald auf den vor ihm Stehenden, bald wie hilfeflehend auf feine Gattin blickend, um dann plötzlich, wie von einem großen Gedanken erleuchtet, hinzuzufetzen: „Ja, verehrter Herr Doctor, da — da kommen Sie wirklich zu spät -" 9 „Aber, lieber Willibald," ertönte es hinter ihm. „Wahrhaftig zu spät," wiederholte der Herr des Hauses, einen nicht mißzuverstehenden Blick hinter sich werfend, „mir erschien meine Tochter gestern nicht wohl, daher mein Billet an den Herrn Medicinalrath, doch heute früh da jubelt sie schon wieder mit den Lerchen um die Wette; nicht wahr, Frau?" ' „Jawohl, sie — jubelte," bestätigte mit schwerer Betonung der letzten Worte die Angeredete. „Gott sei Dank," entfuhr es wie erleichtert dem Doctor, „da bin ich also —" „Ueberflüffig, Herr Doctor, vollständig überflüssig, Gott sei Dank!" entgegnete Herr Wehner, dem jungen Manne leutselig die Hand schüttelnd. „Sie — Sie sind sehr freundlich — wollte sagen, das ist recht erfreulich," lächelte verlegen der Doctor, „ich will deßhalb auch nicht länger stören, Herr Commerzienrath!" „Ich darf Sie ja leider nicht zurückhalten, Herr Doctor, ich würde, Ihre Patienten —" „Erwarten mich — gewiß!" Mit einer tiefen Verbeugung sich von dem Ehepaare verabschiedend, verschwand der Doctor hinter der Portiere. „Mohrenelement, das hat noch gefehlt," brummte Herr Wehner, von der Thür zurückkehrend und mit langen Schritten das Zimmer durchmessend, „wäre mir dieser rettende Einfall nicht gekommen, so säße jetzt dieser Poggenburg der Zweite dort drinnen bei meinem Kinde und — na, es giebt ja noch Deficit „nur" 48 Millionen Rubel betrug, hat man eS im neuen EtatSjahr aus 75 Millionen gebracht. Locale» «nd provinzielles. Gießen, 16. Januar 1892. — Der erste deutsche Congreß für erziehliche Knaben- Handarbeit wird am 11. und 12. Juni dss. Js. in Frankfurt a. M. stattfinden; eS soll mit demselben eine größere internationale Ausstellung von Schüler- und Lehrerarbeiten in den unteren und oberen Räumen des Kunstgewerbe- Museums verbunden sein. Aus Einladung und unter Leitung des Oberbürgermeisters Adickes sand vor einigen Tagen in Frankfurt eine zahlreich besuchte Versammlung im Saale des Polytechnischen Vereins statt, in welcher der Abgeordnete v. Schneckendorff unter lebhafter Zustimmung der Versammlung die Ziele dieser sich immer weiter in Deutschland aus- breitenben gemeinnützigen Bestrebungen darlegte. Von besonderem Interesse waren auch die Mittheilungen des Redners, in welchem Umfange eine Reihe außerdeutscher Staaten die Bestrebungen förderten. So gibt in Frankreich, wo der Unterricht obligatorisch eingesührt ist, die Stadt Paris allein 486,000 Francs hierfür aus, und daselbst erhalten 63,000 Knaben methodischen Unterricht in der Handarbeit. In Schweden geben der Staat jährlich 116,000 Mk. und die Provinzen 225,000 Mk. Aehnlich sei es in einer Reihe anderer Staaten und die Statistik hierüber sei saft für alle derselben fertiggestellt. Er wäre wünschenswerth, daß das Deutsche Reich für diese so wichtige Angelegenheit ein ähnliches Interesse bekunde wie das Ausland. — Nach den im Reichs-Versicherungsamt angefertigten Zusammenstellungen, welche aus den von den Vorständen der Jnvaliditäts» und Altersverficherungs-Anftalteu und der vom Bundesrath zugelassenen besonderen Kaffeneinrichtungen gemachten Angaben beruhen, betrug am Schluß des ersten Jahres seit dem Inkrafttreten des Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes (Ende December 1891) die Zahl der erhobenen Ansprüche auf Bewilligung von Altersrenten bei den 31 Jnvaliditäts- und Altersversicherungs-Anstalten und den 8 Kassen-Einrichtungen 173 668. Von diesen wurden 132 917 Rentenansprüche anerkannt, 30 534 zurückgewiesen und 7102 als unerledigt auf den Monat Januar 1892 übernommen, während die übrigen 3115 Anträge aus andere Weise ihre Erledigung gefunden haben. Von den erhobenen Ansprüchen entfallen auf Schlesien 19 337, Ostpreußen 16 838, Brandenburg 13 332, Rheinprovinz 11 750, Hannover 10159, Sachsen-Anhalt 9289, Posen 8327, Schleswig-Holstein 6922, Westfalen 6721, Pommern 6095, Westpreußen 6074, Hessen- Naffau 3733 und Berlin 1859. Auf die acht Anstalten des Königreichs Bayern kommen 17 638 Attersrentenansprüche, auf das Königreich Sachsen 7381, auf Württemberg 3935, Baden 3248, Großherzogthum Hessen 3153, beide Mecklenburg 3571, Thüringische Staaten 3702, Oldenburg 593, Braunschweig 1253, Hansestädte 1105, Elsaß-Lothringen 5349 und auf die acht zugelassenen Kasseneinrichtungen insgesammt 2304. Von den sämmtlichen Ansprüchen sind 168 070 in den elf ersten Monaten des Jahres, 5598 im Lause des Monats December erhoben worden. — Bei der letzten Viehzählung wurden in Hessen gezählt: 290105 Stück Rindvieh, 27 246 Pferde, 101663 Schafe, 162 920 Schweine, 93 646 Ziegen, 297 Esel und Maulesel und 32095 Bienenstöcke. mehr Aerzte hier. — Susanne!" rief er dann der soeben nach den'Befehlen der Herrin fragenden Dienerin zu, „senden Sie sofort Jemand zu Doctor Grünstein, „der Herr wohnt hier am Ende der Straße — " „Was willst Du thun, Willibald?" unterbrach ihn seine Gattin. „Etwas, was ich schon längst hätte thun sollen: mein Kind den Händen eines tüchtigen Arztes anvertrauen, dem jungen Manne konnte ich es unmöglich zuführen. Also ich lasse bitten," fügte er dann zu der Haushälterin hinzu, die im Begriff stand, das Zimmer zu verlassen, „ich erwarte, wenn möglich, den Besuch sofort." „Aber was wird Doctor Röhn von uns denken, wenn er zufällig Herrn Grünstein unser Haus betreten sieht?" . ,j Der Commerzienrath zuckte die Achseln. „Ich habe einmal kein Vertrauen zu dem Herrn," sagte er dann trocken, „zudem kann ich solche Leute nicht ausstehen, die vor Schüchternheit und Herzensangst ordentlich zittern, wie dieser Doctor Röhn, das war ja ein Jammerbild, dieser Mann." „Aber bedenke doch diese Situation, in der er sich befand," entgegnete Frau Wehner, „glaubst Du, er hätte an Deiner gewundenen Erklärung nicht gemerkt, daß Du ihn nicht haben willst? Ich kann seine Befangenheit sehr gut begreifen." „Larifari!" polterte ihr Gemahl. „Ihr Frauen habt für alles eine Entschuldigung! Wenn er es gemerkt hat, wie Du meinst^ hätte er mir ruhig seine Meinung sagen sollen, ich an seiner Stelle hätte es wenigstens gethan, ich — wäre grob geworden, glaube ich." //Der Herr Doctor," ertönte es da von der Thür her, in welcher Frau Susanne, den Zipsel der weißen Latzschürze jetzt schnell vor die Lippen preffend, stand. „Schon?" fragte der Commerzienrath erstaunt, „ist denn der Mensch geflogen? Ah — ah!" rang es sich bann überrascht, ungläubig aus seinem Munde und beide Hände streckten sich wie abwehrend nach dem Eingänge, wo Doctor Röhn mit hochrothem Kopse soeben erschien. „Sie wieder, bester Herr Doctor!" stotterte er dann. (Schluß folgt.) vermischtes. * Die Arbeitsleistung eines Briefträgers. Man schreibt so viel von sportmäßigen Distanzmärschen- seitdem Sevme seinen bekannten Spaziergang nach Syrakus zurückgelegt und beschrieben, glaubt Jeder, den die Lust anwandelt, bei einer längeren Wanderung die Eisenbahn zu umgehen, dafür durch die ganze Welt getragen werden zu müssen. Dabet gibt es Menschen genug, die anstrengende Fußtouren, ohne Aussicht auf Wettgewinn und ZeitungSrufen, pflicht- und geschäfts- mätzig bei geringer Entlohnung zurückzulegen haben, lieber die Arbeitsleistung eines Briefträgers giebt nachstehender Bericht aus Elbing einen Maßstab. Der dortige Uhrmacher Z. hatte, wie die „Altpreußtsche Zeitung" erzählt, dem Briefträger eines Reviers der inneren Stadt der Wissenschaft wegen einen „Schrittzähler" zur Benutzung während der letzten Tage gegeben. Mit absoluter Sicherheit markirt so ein Ding jeden Schritt, den fein Träger macht. Danach hatte der betreffende Briefträger in seinem Hin und Her, Trepp auf, Trepp ab in der Zeit vom 31. December früh bis zum 2. Januar Vormittags 10 Uhr genau 158,900 Schritte gemacht, das sind in Meilen umgerechnet, die Meile zu 9500 Schritt, rund 17 Meilen. * Amerikanische Schuldmahnung. Ans dem Anzeigen- theil eines Blattes: „Em junger Freund von uns, Namens Bacon, früher in La Crosse, neuerdings in New Iersei ansässig, ist tobt. Er borgte vor vier Wochen fünf Dollars von uns und versprach sie in einer Woche zurückzuzahlen, wenn er am Leben bleibe. Da er ein Gentleman und Mann von Wort war und seitdem nichts von sich hören liefe, muß er natürlich gestorben sein." * In einer Pariser Gerichtsverhandlung über ein Liebesdrama theilte der Staatsanwalt eine Statistik mit, wonach in den letzten zwölf Monaten im Durchschnitt alle 48 Stunden ein Revolverattentat eines Mannes auf eine Frau ober einer Frau auf einen Mann in Paris vorgekommen sei. * En passant. „Herr Professor, haben Sie vielleicht fünf Minuten Zeit? — ... Ich möchte Sie nämlich um eine gründliche Aufklärung über die moderne Literatur bitten!" * Das längste „deutsche" Wort. Die „Modern Society", ein vielgelesenes Londoner Blatt, erzählt in ernstem Ton ihren Lesern: Das längste Wort findet sich in der deutschen Sprache. Es lautet: „Metaamidomethylathylmetylbenzil- diamidophenylcarbinol“. Die Aermste weiß nicht, daß dies ein Ausdruck für eine zusammengesetzte chemische Verbindung ist. Das Wort preßt ihr daher folgenden Ausruf ab: „Und da gibt es Menschen, die dieses Wort jeden Tag aussprechen und ihre Zunge schmeichelnd darüber hinlausen lassen. Verkehr, Land« nnd Volkswirthschaft. △ An- vberheffen, 15. Januar. Das Jahr 1891, welches sich nach Falscher Methode vom landwirthschastlichen Standpunkte aus als ein kritisches Jahr erster Ordnung bezeichnen ließe, laßt sich nunmehr auch binsichtlich der Zuckerrubencullur und ihrer Resultate überblicken. Diese Cultur ist für die Provinz Obelhessen von hervorragender Bedeutung, denn viele Tausend Morgen Gelände sind mit Zuckerrüben alljährlich bestellt und die Erzeugnisse dieser gewaltigen Flächen werden in den zwei großen Fabriken Friedberg und Büdingen (Stockheim) verarbeitet. Hinsichtlich der letztgenannten Fabrik, welche mit Herstellung ihres 1891er zweiten Productes begonnen hat, mögen einige Daten bier folgen, welche der Einfachheit wegen in runden Zahlen gegeben sind. Sie werden mit den nöthigen Abänderungen auch für Friedberg zutreffen. Die ungünstigen Witterungsverbältnisse des 1891er Sommers waren der Zuckerrübe, welche warmes, trockenes Wetter und viel Sonnenschein verträgt, nicht hold. Erst der schöne Septemdermonat bi achte eigentliches Rübenwetter. Am 22. September begann man in Stockheim mit der Rübenverarbeitung und diese dauerte bis zum ersten Weihnachtsfeiertag früh 1 Uhr. Das zweite Product wird gegenwärtig hergestellt. Das dritte Product dürfte die Zeit bis in den 1892er Sommer in Anspruch nehmen. Für die Stockheimer Fabrik waren 3500 Morgen Gelände mit Rüben bestellt, welche 488000 Gentner, also rund eine halbe Million Gentner Rüben ergaben. Der Morgen ertrug folglich im Durchschnittee 140 Gentner; da nun für den letzteren 0.95 bis 1 Mk. bezahlt werden, so kann sich Jeder den Brutto-Ertrag eines Morgens sofort berechnen. Es ergibt sich daraus, daß dieser Brutto-Ertrag höher ist, als derjenige von vielen anderen Bodenerzeugnissen. Dazu kommt, daß viele Rüben- probucentcn auch Aktionäre der Fabrik sind; sie nehmen also auch an der Dividende Theil, weiche tm langsamen Steigen begriffen ist. Da wo die klimatologischen und Bodenverhältnisse geeignet sind, empfiehlt es sich also, Zuckerrüben zu bauen. An vielen Orten sind 140 Gentner pro Morgen ein geringer Ertrag; in Rheinhessen und im Riede gibt es Bauern, die 220 bis 260 Gentner auf dem Morgen erzielen. Die Stockheimer Fabrik hat den Vortheil, das gute und billige Braunkohlenheizmatertal der Zeche „Hedwig" bei Rinderbügen verwenden zu können, welches gegen die Steinkohlenfeuerung eine bedeutende Ersparniß aufweift. Der Ort Stockheim geht einer erfreulichen Zukunft entgegen, denn er liegt an der Oberheffischen Eisenbahn und ist zugleich Anfangspunkt der Nebenbahn Stockheim-Gedern, welche demnächst über Lindheim sortgeführt nnd mit Frankfurt verbunden werden soll. Die tägliche Leistung der Fabrik beziffert sich sitzt auf 6000 Gentner. ES wird nur Rohzucker und hier und da ein kleiner Posten Eonsumzucker (dieses Jahr 150 Gentner) hergestellt. Der Rohzucker wurde mit 17 bis 20 Mk. verwertet; für den Gonsum- zucker wurden 32 Mk. pro Gentner berechnet. Die Rübenabläufe gehen an andere Fabriken (Waghäusel). Im abgelaufenen Jahre 1891, das bin Landwirthen vielen Schaden durch das Auswintern von Weizen und Roggen brachte, war es der Zuckerrübencultur Vorbehalten, vielen Schaden wieder auszualeichen. Die ausgefroienen Getreidefelder wurden häufig mit Zuckerrüben (auch mit Kartoffeln und sonstigen Gewächsen) bestellt und lieferten, trotz des naßkalten Sommers recht befriedigende Erträge. Das was die Rübencultur in manchen Orten nicht beliebt erscheinen läßt, ist die große Arbeit, welche sie verursacht. Am meisten zeigt sich dies im Späthcibste, wenn die Rüben geerntet werden sollen. In den letzten Jahren traten zu Anfang November schon starke Fröste auf, welche sehr hörend wirkten. Dagegen ist hervorzuheben, daß der Grund und Boden durch die Rübencultur sehr gründlich durchgearbeitet und für die nachfolgenden Halmfrüchte bedeutend ertragtzsähiger wird als anderer Boden. Die wohlgrfüllten Scheuern und Speicher der Rüben- baueni zeigen dies recht deutlich Ohne Arbeit und Mühe hat der Landwirth nichts; wo darum Klima und Bodenbeschaffenheit geeignet sind, ist der Bau von Zuckerrüben einer von denjenigen, welche das aufgewandte Capital, die Mühe und Arbeit immer noch recht gut lohnen. - «enrtheilnng bet Güte des Kaffees. Um den Kaffee auf seine Qualität zu p.üfen, achte man besonders auf den Geruch. Natürlich kann es sich hier nur um ungebrannten Kaffee handeln, denn gebrannten kann man nur durch probiren beurtbetlen. Jeder geringe Rohkaffee hat einen unangenehmen stechenden Geruch. Dte Farbe der einzelnen Bohnen ist eine ungleichmäßige, einzelne find schmutzigerdfarben. Die größten Mengen zu uns kommenden Kaffees sind solche geringeren ©orten, die zum größten Theil auS Brasilien stammen. Bester sind die auS Westindien und dem übrigen Mittei- amerika stammenden Sorten. Sie.Haden durchschnittlich eine bläu- "kde oder grünliche Färbung und einen angenehmen Geruch. Die hochfeinen Sorten haben einen Geruch von frischem Zwieback. Mao sucht diesen Geruch bei minderwerthigen Sorten durch schwache- Anrbsten zu imitiren, was man jedoch dadurch nachweisen kann, daß diese beim zweiten Rösten nicht mehr aufquellen. — Nach Ablauf des Jahre« stellte sich heraus, daß der Umsatz der Düngerabtheilung der Deutsche« Lanbwitthschaft-- Gesell- schäft sich 1891 auf etwa 1500000 Doppel-Gentner — 3000000 Gtr. belauft, darunter 1000000 Doppel-Gentner = 2000000 Gtr. Kalisalze gegen 1000000 Doppel-Gentner = 2000000 Gtr. Umsatz überhaupt des Vorjahres. Es zeigt diese Zunahme der Beftellungen die Zunahme der Verwendung des Handelsdüngers überhaupt, besonders auch der Kalisalze, sowie die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Auch die anderen Vermittlungs-Einrichtungen für Kauf und Verkauf land- wirthschaftlicher Erzeugnisse der Deutschen Landwirthschafts - Gesellschaft sind in der Zunahme begriffen. Während die Saatstelle in dem ersten Jahre ihrer Wirksamkeit 14887 Doppel-Gentner, im zweiten 17102 Doppel Gentner vermittelte, so war diese Ziffer für das letzte Betriebsjahr 34701 Doppel-Gentner im Wertbe von fast 1000000 JL Davon entfallen auf Getreide etwa ’/s des Gewichts und der Rest auf Hülsenfrüchte, Klee, Gräser, Futterkräuter und Kartoffeln. Die Vermittelung in Futtermitteln betrug in dem ersten Betriebsjahr 43151 Doppel-Gentner im Werthe von über 500000 JL, sie vermehrt sich im zweiten Betriebsjahre ganz erheblich. — Diese Zahlen zeigen, daß die Methode der Vermittelung der Deutschen Landwirthschafts- Gefellschaft, welche dem Käufer volle Freiheit läßt, aber den Bezug von guten und preiswürdigen Maaren bei prompter kaufmännischer Behandlung garantirt, bei den Landwirthen sich einer steigenden Beliebtheit erfreut. Citeratur und Kwitft — In dem ersten Quartal der „Deutschen Romandibliothek" (Stuttgart, Deutsche Verlags Anstalt), das jetzt abgeschlossen üorltegt, sind die ebenso gesunden und geistvollen als unterhaltenden Romane „Voll Dampf voraus" von August Niemann und „Die Taube auf dem Dache" von Ernst Wichert zu Ende geführt worden und hat ein neues Werk von Theodor Zingeler, dem Verfasser des mit so großem Beifall aufgenommenen „Reichskanzlers", begonnen. Wie dieser, so spielt auch „Dedi" in der deutschen Vorzeit, im letzten Drittel dkS elften Jahrhunderts und behandelt als Hintergrund zu einer fesselnden Liebesgeschichte zwischen dem Heiden, nach welchem der Roman betitelt ist, einem Sohne des Markgrafen von Thüringen, und Himmel- trub, der Tochter eines schwäbischen Edeln, die erste Regierungszeit Heinrichs IV. und den Gonflkt zwischen diesem Kaiser und seiner Gemahlin Bertha. Ein Roman aus dem modernen Wien: „Rutsche- peter" von Robert Byr, der ja längst zu den beliebtesten Erzählern Deutschlands gehört, schließt als vierter sich an. Das reichhaltige Feuilleton erhält einen besonderen Reiz durch die Selbstbiographien der in dem neuen Jahrgang bisher vertretenen Autoren, die vor Allem darüber berichten, wie sie Schriftsteller geworden sind. Wir empfehlen daher die Romanbibltothek noch einmal auf das Lebhafteste, da sie für den billigen Preis von nur 35 Pfg. pro Heft eine Fülle gediegenen Unterhaltungsstoffes bietet, wie keine andere deutsche Zeitschrift. __________________ — Unsere Zeit stellt hohe Ansprüche an den Einzelnen. Wie im kaufmännischen Leben, so ist auch auf geistigem Gebiete ein nger Eoncurrenzkampf entstanden. Am schärfsten äußert sich derselbe in unseren illustrirten Zeitschriften. Bei der großen Menge belletristischer Zeitschriften fällt oft die Wahl schwer. Erstes Erforderniß ist strengste sittliche Reinheit, ein Verlangen, welches so selbstverständlich erscheint und trotzdem mit aller Entschiedenheit betont werden muß, damit das Blatt ohne jede Gefahr auch den jüngeren, noch in der Entwicklung begriffenen Familienmitgliedern in die Hand gegeben werden darf. Ein derartiges Blatt ist „SchorerS FamMeridlatt", von welchem soeben der 13. Jahrgang zu erscheine begonnen hat. Man hört häufig aussprechen, daß „Schorertz Familienblatt" sich durch Eigenart von allen anderen illustrirten Blättern unterscheidet. Der Grund hierfür liegt in dem Bestreben der Herausgeber des BlatteS, zeitgemäße Ideen zu erfassen, zu erörtern und zu verbreiten. So haben btefelben die ^Schulreform, die Sonntagsrube gründlich erörtert, so haben sie die Idee der Feriencolonien, der Eisenbahnverkehrsreform mit warmer Sympathie begleitet und jetzt ihre Aufmerksamkeit der immer stärker hervortretenden Frauenbewegung (nicht im Sinne un- weiblicher Emancipation, sondern als Frage des Erwerbs, der prae- tischen Betbätigung in Haus und Welt) zugewendet. Ein Preisausschreiben für kunstgewerbl'cheHandarbeiten (Schlußder Einsendungen 1. März 1892) sucht den Ge'chmack zu heben. In der uns vorliegenden Nr. 1 beginnen zwei vortresfliche Romane: „Er soll Dein Herr sein" von L. Weftkirch und „Scherben" von Natalie v. Eschstruth. Paul Reichard, der bekannte Afrikaforscher, gibt einen erläuternden Text zu einigen afrikanischen Originalphotographien von der Dr. Peters- schen Expedition nach dem Kilimandscharo. Kunstblätter von Gabriel Max, A. Hornemann u. a., begleitet von Texten von E. Bely, JobanneS Trojan, Julius Freund, ein gediegener Artikel über „Häusliche Erziehung" von Hedwig Heyl vervollständigen den Inhalt des reichhaltigen Blattes, nicht zu vergessen die sehr beliebte Rubrik „Gedankenaustausch für und durch unsere Leser", in welcher Fragm vom Publikum gestellt und beantwortet werden. Wir verfehlen nicht unsere Leser auf den jetzt beginnenden Jahrgang von „SchorerS Familienblatt" aufmerksam m machen. Beodpreise vom 17. bis 31. Januar 1892. Bei den Bäckern. 4 l Kgr. (2 Pfd.) Tafelbrod.............38 2 „ (4 „ ) Tafelbrod..............66 1 „ (2 „ ) Weißbrod ..............31 2 „ (4 „ ) Weißbrod..............62 1 „ (2 „ ) Schwarzbrot).............29 2 „ (4 „ ) Schwarzbrot).............58 3 „ (6 „ ) Schwarzbrot).............— bei K. Haas, L. Keil, I. Lein 87 Bei de« BrodverkLnsern. A 1 Kgr. (2 Vfd.) Tafelbrod..............38 2 „ (4 „ ) ................. 1 „ (2 „ ) Weißbrod ..............31 2 : (4.5 .62 3 w (6 „ ) „ ..............- 1 „ (2 „ ) Schwarzbrot)............... 2 , (4 , ) „ 58 bei K. Heuser, I. Thomas 87 Gießen, den 16. Januar 1892. Kroßh. Polizeiamt Gießen. Fresenius. ooooooooooooooo-oooooa o 'S. ^fpom/iauer s 9 Neuenweg 17 GicMsen Neuenweg 17. 224 Y 0 Herren- and Knaben-Contection, Dam n v Q n. Mädchen-Contection, Manufactarwaaren. ft OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO