Nr. 242 Zweites Blatt. Sonntag den 16. October irrr>2 Der Inet euer Anzeiger erscheint täglich, Mit AuSnabme de- Montag-. Die Gießener -««ttien V kälter werden dem Anzeiger söchmtlich dreimal beigelegt. GießenerAnzeiger Hemmt-Anzeiger. vierteljähriger Avonnementspretsr 2 Mark 20 Pfg. mH Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchnlftrnteNr.'. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für deit ’Kveis Gieren. Annahm r von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» Mgenbtn Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. 1 chrätiskeikage: chießener Jamitienötätter. Alle Lnnoneen-Vureaux de- In» und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger"' entgegen. politische Wochenschau. Gießen, den 15. Ocrober 1892. In der inneren Politik herrscht seit einiger Zeit insofern Stille, als keinerlei neue Ereignisse eingetreten sind und eine Aenderung der politischen Gesammtlage herbeigeführt haben. Die beiden Gesetzgebungsprojecte, denen in der kommenden parlamentarischen Session das politische Hauptinteresse zugewandt sein wird, sind in ihren Hauptzügen und theilweise auch in Nebenpunkten bereits so ziemlich bekannt. Auch wir haben nicht versäumt, unseren Lesern rechtzeitig über alles das, was sich an Tatsächlichem aus den lebhaften Discussionen der politischen Presse ergeben hat, genügende Auskunft zu geben. Neue Thatsachen von Bedeutung sind mittlerweile nicht hinzugekommen. Nur sind in der Zeitungs- Polemik, die gleichwohl mit unverminderter Heftigkeit fort' dauert, neuerdings zwei Umstände mit besonderer Deutlichkeit in den Vordergrund getreten. Zunächst ist die Thatsache, daß vor der Einbringung der neuen Militärvorlage im Bundesrath das preußische Staatsministerium nicht veranlaßt worden ist, ein amtliches Gutachten über die neue Vorlage -abzugeben, fast von allen Parteien mehr oder weniger in den Bereich kritischer Preßerörterung gezogen worden. Vielfach glaubt man, daß man in dieser Art verfahren hat, um einem möglichen Widerspruche des preußischen Finanzministers von vorneherein aus dem Wege zu gehen. Es ist ja bekannt, daß Minister Miquel die Verschiebung der Militärvorlage auf eine spätere Session schon früher um deswillen eifrig befürwortet hat, weil er zunächst in Preußen seine Reform- -gesetzgebung ans dem Gebiete des Steuerwesens durchführen will, diese aber durch eine gleichzeitige Behandlung der Militärvorlage gefährdet glaubt. Schars ist sodann auch der weitere Umstand in der Zeitungssehde der letzten Woche her- tiorgetreten, daß das Centrum die Vorlage ablehnen wird, falls die bisher in die Oeffentlichkeit gedrungenen Mitthei- limgen auch nur annähernd richtig sein sollten. Schon seither hat die „Kölnische Volkszeitung", ein mehr demokratisches Organ der Centrumspartei, eine lebhafte Gegnerschaft gegen die Projekte der Reichsregierung bekundet. Nunmehr hat auch das eigentlich führende Organ der Partei, die Berliner Germania" in einem offenbar von der Parteileitung veranlaßten Artikel erklärt, daß die Centrumspartei eine Vorlage von der wiederholt von uns gekennzeichneten Tragweite nicht gut heißen wird. Da nun aber die Freisinnigen, Demokraten und Soeialisten zweifellos geschloffen gegen jede namhafte ^Erhöhung der Friedenspräsenzstärke stimmen werden, so sind die Absichten der Regierung in dem bekannten Umfange sicherlich aussichtslos. Man rechnet denn auch in politischen Parteikreisen mit der Möglichkeit, daß der Reichstag ausgelöst werden wird. Nicht nur hat aäf diese Eventualität Richter die Freisinnigen in seinem Organe und persönlich in Halle und der socialistische „Vorwärts" die Soeialisten schon jetzt hingewiesen, sondern auch das amtliche Organ der Nationalliberalen hat bereits seine Parteigenossen aufgesordert, sich für alle Fälle bereit zu halten. In Italien macht die Wahlbewegung weitere Fortschritte. Die Auflösung der Deputirtenkammer ist am letzten Mittwoch erfolgt. Die allgemeinen Neuwahlen sind aus den 6. November festgesetzt, die Stichwahlen aus den 13. November. Am 23. November soll die Kammer zusammentreten. — Auch in Amerika ist die Wahlbewegung in vollem Gange. Die Aussichten des demokratischen Präsidentschaftseandidaten Cleveland, der auch von der Mehrzahl der Deutschen unterstützt wird, gestalten sich immer günstiger. ' Vernrischtes. * Ter bedeutendste Eisenbahn-Knotenpunkt der Erde. Nicht nur Techniker und Ingenieure, sondern die gesammte Verkehrswelt wird es interessiren, daß Chicago der bedeutendste Eisenbahnknotenpunkt der Erde ist, und in Chicago jetzt 31 verschiedene Eisenbahnlinien münden, welche 28 Gesellschaften angehören. * Der Berlin-Wieuer Diftanzritt ist bereits dem Berliner Witz zum Opfer gefallen. Hier einige Pröbchen: Dem Sieger! Daß ohne Pserdewechsel Du Auf die Distanz hast reussirt, Halt' ich für Deinen größten Coup, Der mir gewaltig imponirt! Ich käm auf keinen Fall so weiter! Mit Gruß von Pumpwitz, Wechselreiter. Der Begeisterte. Wär ich ein Reiter jugendlich Gleich wollt ich aus mein Roß mich schwingen, Denn so ein Ritt könnt sogar mich Noch aus dem Steuerhäuschen bringen! Miquel, Finanzminister. Auf viele neugierige Fragen soll der Distanzreiter Oberlieutenant Miklos im Stile des Mirza Schafft geantwortet haben: Wie ich's geplant, wie ich's gemacht, Hält' Jeder gern erklärt. Wer wissen will, wie ich's vollbracht, Dem sag' ich nur: „Frag 's Pferd!" Das Roß aber soll mit bedeutsamem Wiehern versichert haben: Wie Pyrrhus einst im Krieg Hab' ich auch mir geschworen: Noch so ein Sieg Und ich bin verloren! Sehr treffend schildert diese Empfindung auch der Stoßseufzer eines Thierschützers. Manch' Rößlein geht heut' lahm und krumm, Für Viele war's ein „todtes Renne n", Man sollte den Diftanzritt drum Doch lieber Rittualmord nennen! Hamburg, 12. October. Postasfistent Grabmann. Literatur unö Ainst. — P. K. Rosegger, einer der gelesenslen und beliebtesten der deutschen Schriftsteller der Jetztzeit, läßt noch im October d. I. unter dem Titel „Allerlei Menschliches" ein neues zweibändiges Werk in A. Hartledens Verlag in Wien erscheinen. „Adam und Christus, das sind die Pole dieses Buches", so bezeichnet der Verfasser sein neuestes Werk, und wir glauben treffend. Zwischen beiden Polen liegt allerlei Menschliches. Bücher wie dieses werden nicht viel geschrieben. Für den ersten Blick gibt es sich wie ein zusälliges Sammelweik, näher besehen ist es die weite Scala einer mit sich einigen Menschenseele, die das Ringen, Lieben, Leiden und wohl auch Irren der Welt tapfer mitmacht und über Alles und Jedes eine selbstständige Ansicht und ein freimüthiges Wort hat. Die Abschnitte über Liebe und Ehe, über den Haß. über den Selbstmord, über den Krieg, über Religion usw. sagen Dinge, die bisher noch kaum ausgesprochen worden sind. Besonders hinzuweisen wäre auf den „Empfangßtag im Elysium" mit seiner wunderlichen Satyre. Auch Erzählungen hat das Buch und zwar aus Bereichen, in welchen man diesem Poeten noch selten begegnet ist. Als das Eigenartigste des Werkes dürften aber sicherlich die „drei Legenden" bezeichnet werden, die in der modernen Literatur ihresgleichen nicht haben. In welchem Sinne, das möae der Leser entscheiden. — Wer Dampfbetrieb einzurichten ober seine bestehende Anlage zu verändern wünscht, wende sich an R. Wolf, Magdeburg- Buckau. Diese Firma, die bedeutendste Locomobil-Fabrik Deutschlands, baut auf Grund 30jähriger Erfahrungen Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln, fahrbar und feststehend, welche in der Landwirthschaft und jeglichen Betrieben der Klein- und Großindustrie zu Tausenden Verwendung gefunden und sich als sparsamste und dauerhafteste Betriebsmaschinen vorzüglich bewährt haben. Wölfische Locomobilen gingen aus allen deutschen Locomobil-Prüfungen wegen ihres äußerst geringen Brennmaterial-Verbrauchs als Sieger hervor. 2547 Feuilleton. D e r ehrliche Finder. Von E. Fa dr ow. (Nachdruck verboten.) „Auf dem Wege vom Nordthor bis zum Centralbahnhof ist eine Brieftasche, enthaltend eine Photographie und mehrere Privatpapiere, verloren worden. Gegen hohe Belohnung abzugeben be:m Portier des Bahnhofs." Also stand es drei Tage hintereinander mit fetten Lettern in den gelesensten Zeitungen der Stadt gedruckt. Emily Tußner las es erst am dritten Tage, weil sie bis dahin vor lauter Zerstreutheit und Aufregung einigermaßen den Kops verloren hatte. Es war allerdings eine sonderbare Sache: auf der Straße eine Brieftasche zu finden und darin seine eigene Photographie zu entdecken, das passiert doch nicht alle Tage. Nicht nur sonderbar war es, aber auch ärgerlich. Emily wußte, daß sie niemals einem Herrn ihr Bild geschenkt hatte, und dieses Fundobject war offenbar eine Herrenbrieftasche - es befand sich darin ein Brief, überschrieben „Carlo mio," und eine A^t Commissionszettel, des Inhalts: Cigarren, Sporen abholen, Mamas Säule, Werner, Cravatten. Man konnte sich eine Art Vorstellung von dem Schreiber dieses Zettels machen. Etwas vergeßlich erstens, sonst hätte tr sich diese wenigen Besorgungen nicht zu notiren brauchen,- ein guter Sohn, der für seine Mutter Bestellungen übernahm,- wahrscheinlich ein Landwirth, der nur für wenige Stunden in die Stadt gekommen war — Emily zerbrach sich, wie gongt, den Kops über ihren interessanten Fund. Plötzlich fuhr sie auf — Werner, so hieß ja der Photograph ihres Bildes! Sie zog sich an und ging zu ihm hin. „Wer hat von meinen Bildern noch welche nachbestellt?" Photograph (verwundert): „Niemand, mein Fräulein." Emily (sehr roth werdend): „Dann bitte erklären Sie mir, was ein junger Herr hier vor drei Tagen mit meiner Photographie zu thun gehabt hat." Photograph (noch verwunderter): „Ich verstehe nicht — bei mir hat Niemand ein Bild von ihnen — aber darf ich fragen, was Sie eigentlich von mir wünschen?" Emily (sich sammelnd): „O, es besitzt Jemand ein Bild von mir, ohne daß ich es der betreffenden Person gegeben habe - ich dachte, daß vielleicht" — Photograph (in plötzlicher Erleuchtung): „Ah, — einen Augenblick, — vielleicht" — — er fährt aus eines der umherliegenden Albums los, blättert fieberhaft, findet nichts, blättert nochmals, lächelt endlich intim und macht Emily eine Verbeugung, die ungefähr der Ueberreichung eines Lorbeerkranzes gleichkommt. „Mein Fräulein, das Bild ist aus meinem Album verschwunden — gar nicht wunderbar!" Erneute Verbeugung. „Doch muß das schon vor länger als einem Monat geschehen fein, denn so lange ist es mindestens schon her, daß mich die letzten Leute fragten, wer denn dieses schöne junge Mädchen sei. Ich wurde nämlich danach ziemlich oft gefragt, auch von jungen Herren, und tch erinnere mich jetzt, daß dies schon längere Zeit nicht mehr geschehen ist." „Aber wie konnten Sie mein Bild in Ihr Album stecken!" rief Emily aufgebracht. „O, ich bitte sehr, das ist ganz usuell. Die Damen erlauben allerdings nicht oft, daß ich sie im Kasten ausstelle, — aber hier in meinem Empfangszimmer habe ich es stets thun dürfen. Nur auf speziellen Wunsch unterbleibt es —" „Dann wünsche ich allerdings hiermit „speziell", daß es nicht wieder geschieht, Herr Werner, — adieu!" Spruchs, schmetterte den Unglücklichen noch einmal mit den blauen Augen nieder und verschwand. Auf dem Heimwege lächelte sie aber mehrmals. Welchem noch so wohlerzogenen Mädchen schmeichelt Bewunderung nicht, wenn sie sich auch etwas keck ausdrückt, wie hier bei dem jungen Bilderstürmer. „Jung? Natürlich, er mußte jung [ein. Aeltere Herren begehen solche Streiche nicht mehr. Der betreffende Carlo war ein junger Landwirth, der eine Mutter besaß, und der ihr Bild „gemopst" hatte. Emily sagte von alledem nicht eine Silbe ihrem Vater, dem Geheimen Justizrath Tußner. Erstlich, weil er sie aus- gelacht hätte, und zweitens, weil er rücksichtslos und ohne viel Worte die interessante Brieftasche selber an die richtige Adresse befördert hätte. Und das wollte sie eben selbst thun! Sie schwankte von ihrem geraden Wege ab und wanderte zum Centralbahnhof. „Die Brieftasche hat sich gesunden," sagte sie zu dem erstaunten Portier; „ich bitte um die Adresse des Verlierers." „Ich soll weiter nischt sagen," erwiderte der alte Mann, „als bloß zwanzig Mark geben und die Tasche aufheben, bis er kommt." Dabei holte er seinen alten. Geldbeutel hervor und kramte darin herum. Emily lachte dummerweise nicht, sondern wurde dunkel- roth. „Hier" sprach sie, indem sie ihrerseits dem Alten einen Thaler reichte, „geben Sie mir nur die Adresse, sonst bekommt er die Brieftasche garniert; mein Vater wird sie ihm senden." „Soso, Ihr Vater?" Und der Portier sah mißtrauisch in das verlegene schöne Gesicht. „Na, mir kann's egal sein. Also der Herr ist der Rittmeister Eigström in Mariahos. Maria- Hos bei Hosburg. Adieu Fräulein." Zu Hause nahm Emily zunächst ihr Bild aus der Tasche, beguckte noch einmal den übrigen Inhalt und siegelte dann das Packetchen sorgsam und zierlich ein. „Einschreiben. Herrn Rittmeister Eigström. Mariahos bei Hosburg." Brrrr! Es war ihr ganz seltsam zu Muthe. Und weil einmal eine Art tolle Laune sie ergriffen hatte, drückte sie in die Mitte des kleinen Briespackets ein uraltes Siegel, welches sie besaß,- darauf stand in feiner, kaum lesbarer Schrift: „Une lettre adoucit les peines de l’absence." An diesem Abend bemerkte der Geheime Justizrath, daß seine Tochter einsilbig und zerstreut sei, entgegen ihrer sonstigen Art, unaufhörlich zu plaudern. „Na, Mädchenlaunen!" dachte er. „So ein zwanzigjähriges Kind will auch mal schweigen, wenn's ihm beliebt." (Schluß folgt.) Goldene Goldene 8801 Eigener Import von Friedrich Leo zu Fabrikpreisen- [6677 LorriS Wittich II., Neustadt 6. 3 u. 1.40 2 — [8907 Möbelfabrik u. -Lager aller Art. Feinsten denteeben COGNAC 8914 werden im Hause des Hrn- Hirz, Selters« weg 22 11, versteigert: in Spiegel, Teppiche, Gardinen. 1- 1.30 1.40 1.20 1.40 1.50 1.50, ti 2.— I Fuhr, Hahn, Oberlehrer. 5 Z ES M o © M r D S* A © ä ■5 ■ e ä es M Gnauth, Oberbürgermeister. Batavia-Arao Jamaica-Rum franz. Cognac 3.50 4 — 3.— u. vM 4.— U fl fl fl © 9 © © eiserne Träger, Säulen, Alle Bauartikel. Giessen. pr. Fl. X 2.50 Kochgeschirre Waschtöpfe, Bügeleisen Klichemvaagk«, Rkibkmasihinkn. Der Vorstand Schlosser. Jeikgeöotenes. Corsetten T h o n r ö li ren, Tuffsteine, Platten von Gement. Sandstein, und Thon. Staats-Medaille 1880. Staats-Medaille 1880. Gießen, den 12. October 1892. Für den Schulvorstand: Alicante Muscateller Burgunder California (Riesling) Samos Marsala Bordeaux Medoc Chateaux Margeaux Menescher Ausbruch Rüster Ausbruch Tokayer Ausbruch X Capwein Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. empfiehlt [7681 A. Dickore, Schanzenstr. 8. ,, (süss) X 1.50 u. Portug. Gebirgswein Tarragona Valdepennas Malaga Xeres Pajarete Malaga X 2.50 u. Madeira X 2.50 u. Portwein Sherry vorn». 8. C. Windecker •eltersweg 8, Ecke am Ureas. Montag Ocn 17. uuo MrhHs-r «se«da»c». Dienslng K 18. Octobct, \ Kieslieferung. Nachmittags 2 Uhr, ! Die Lieferung von ca- 300 cbm LahnkteS soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind die bezüglichen Bedingungen im Bureau des Unterzeichneten tFrankfurterstraße Nr. 24) von heute ab zur Einsicht offen gelegt. Schriftliche Angebote sind eben dahin bis zum Eröffnungstermin Montag den 17. d. Mts., Vormittags 11 Uhr. abzugeben. Wasserdichte Wagk»- Md WazgMdkd»» Die Kochschule -rs Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege. Der dritte Cursus unserer Kochschule beginnt Montag den 24. Oetob er und wird Vormittags von 9 bis 12 Uhr gehalten. Der Cursus dauert acht Wochen. Das Schulgeld für den ganzen Cursus beträgt 1 Mark und ist im Voraus ju entrichten. Für die Theilnahme an den Mahlzeiten sind seitens der Schülerinnen täglich 10 Pfennige zu vergüten. Die Schülerinnen müssen sich zu pünktlichem Besuch der Unterrichtsstunden durch den ganzen Cursus hindurch verpflichten. Anmeldungen sind an Fräulein Pauline Stammler, Neuen- bäue 22 II., zu richten. per */i Literflasche X „ Vi .. 8/. 2 pol. Eommoden, 1 Rohrsessel, 6 polirte Stühle, 2 Tische, 1 Sopha, 1 Schlafsopha, 1 großer und 1 kleiner Spiegel, 1 Bücheretagere, 1 Toilettenspiegel, 1 Bücherschränkchen, 1 ein- thür. und 1 zweithür- Kleiderschrank, 3 Pol. Eekdretter mit schöner Handstickerei, 2 Nachttische, 1 Garderobehalter, 2 Etageres, 1 Ofenschirm, 2 span, kleine Wände, 1 Bettstelle mit guter Sprungfedermatratze, vorzügliches Bettwerk, 1 Leiter, 2 Fahnen, 1 Handwägelchen, 1 Schlüssel- schränkchen, emaillirtes Kochgeschirr, Porzellan, 1 Petroleumherdchen, Span. Roth wein Aragon pr.Fl. X —.95 „ Cötes Priorato (herb u. mild) „ 2.50 , 1.10 , 1.30 , 1.40 , 2— , 1.40 , 1.60 , 1 80 , 1.80 , 2.- , 2.60 Bekanntmachung. In Gemäßheit des Art. 23 des Volksschulgesetzes bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß die Fortbildungsschule Montag den 17. October im Schulhaus in der Schulstraße beginnen und von da ab wöchentlich 2 Mal abgehalten werden wird, und daß zum Besuch derselben alle Knaben verpflichtet sind, welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlassen und hier aufenthaltlich sind. Auf Beschluß des Schulvorstandes und mit Zustimmung der Stadt- verordneten-Versammlung sollen dabei für die Folge die Fortbildungsschüler nach Berufsarten vereinigt und der Unterricht auf die Stunden von 5y2—71/2 Uhr Abends, bezw. 2—4 Uhr Nachmittags, verlegt werden; daneben ift für solche Schulpflichtige, welche Abends schwer abkömmlich sind (Kellner u. dergl.) eine besondere Klasse mit den Unterrichtsstunden von 3—5 Uhr Nachmittags eingerichtet. Es haben sich danach erstmals einzufinden: Montag, den 17. October, Nachmittags 2 Uhr: Alle schulpflichtigen Kaufleute, Schreiber, Schriftsetzer, Buchbinder und Geometer. Montag den 17. October, Abends SVa Uhr: Alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Spengler, Schlosser, Schreiner, Glaser, Weißbinder, Lackirer, Tapezierer, Mechaniker, Gärtner und alle sonstigen Bauhandwerker. Dienstag den 18. Oktober, Abends 5V2 Uhr: Alle übrigen Schulpflichtigen. Unter Hinweis auf Art. 25 des Gesetzes, wonach Lehrherren, Dienste Herrschaften und Arbeitgeber ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche der Fortbildungsschule nöthige Zeit bei Meldung polizeilicher Strafe einzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten, sowie die be- theiligten Eltern, Vormünder rc. den Schulpflichtigen von vorstehender Bekanntmachung rechtzeitig Kenntniß zu geben. Gemüsen stets vorräthig bei [2807 E. Trenckmann, Buchhandlg. in Gießen, Sonnenstr. 5. Jagdpatronen sorgfältigst geladen per JOO Stück Hk. 6.50 E Dnrch Ersparnis* der Dadenmiethe Billigste Preise. X Aug. Gabriel, Gießen X r,.«ph»« Kohleuhaadlung Anthracitkohlen und gewaschene Nußkohlen in verschiedenen Korngrößen, Stückkohlen und stückreichste melirte Kohlen. 8494 Prima Qualitäten. Billige Preise. ao* Abgabe in Waggonladungen und einzelnen Fuhren. **s Hausverkauf. Für Geschäftstreibende! Mein Gasthaus, i. w. zugleich ein gut, gehendes Colonialwaarengeschäst betrieben v>-, beabf. ich Familien-BerbLltniffe halber aus freier Hand unter günst. Abtrage- bebg. meiftb. zu versteigern. Das Grundst-, z. w. separate Stallungen, schöner Garten -e. gehören, eignet sich sowohl zur Fabrikanlage wie auch Haupts, f. Betrieb von Metza-rei o. SBSrferei. Die Versteigerung Pnbet Mittwoch, 19. Oct. 1892, Nachm. * Mr, an Ort und Stelle statt. NLHere ^"Äanst. auch briefl., ertheilt Herr Bau- deutscher Cognac „ */4 „ „ .... „ „ t? erner empfehle ich mein Lager in deutschen und selbst- bereiteten Beeren-Weinen. [2672 ^sten Fa^ons, für Damen und Kinder. Extra-Weiten werden nach Maß angesertigt. [734 A. Fangmann. 8204] $ür Confeetion empfehle Sammte, Seidenstoffe und Bänder in den neuesten Farben zu sehr billigen Preisen. Ä. Fangmann, ! 8204]Bahnhofstraße 29. ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2.— Liqueure and Wein-Essig von Georg Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage: ‘“‘MS'-TMöbeF Roth. 8286 Großh. Eisenbahnbaumeifter. I fit ilt ihi .seit 30 Jahren bewährtes Fabrikat unter Garantie für höchste Festigkeit und unbedingte Gleichmässigkeit _ und Zuverlässigkeit. Versand jährlich 500,000 Fässer. 4920 Niederlage in Giessen bei Emil Pistor. Weine und Spirituosen Trocknen von Früchten und m . ------7— meifter Göbig in Biedenkopf, w. auch Portwem, Sherry,. Malaga u. Madeira»r. Bücktna Wwe.. gorantirt rein und ächt in vorzüglichen l —’----------(Kr. Biedenkopf). Qualitäten empfiehlt zu billigen Ori- ~ . 1 Badewanne m. Heizapparat, 1 Barometer, verschiedene Vasen, 8 OelgemLlde, verschiedene andere Bilder, 1 Notenständer, 1 Clavier- stuhl, 1 Parthie Noten, 1 vernickelte Wärmflasche, 1 Salonlampe, 1 Garderobehalter, 1 Pendule u. s. w-, Schillers Werke und andere Schriftsteller in Prachtbänden. Ferner: 72 Handtücher, 4 Tafeltücher, 36 Servietten, 24 Betttücher, farbige Ueberrüge, 1 Cachemirkleid (fast neu), verschiedene Hauskleider, 1 braunes seidenes Kleid, 1 dunkler Herren- anzug, Druckzeugkleider, 1 Parthie Strümpfe, fast neue Leibwäsche, zum Theil nicht gebraucht. [8821 LouiS Rothenberger, Taxator. Buchen-«. Tannen- Scheitholz ßlbzugeben bet [7041 IC Jung IV., MeimLirrderr. I Die Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne in Amöneburg bei Biebrich a. Rhein Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf § 10 der Bedingungen für den Bezug von Wasser aus der städtischen Wasserleitung werden hiermit die betreffenden Hausbesitzer oder deren Stellvertreter dringend ersucht, dafür Sorge tragen zu wollen, daß die Waffermesser für unsere mit deren Untersuchung und Aufnahme betrauten Beamten jederzeit leicht und ohne Zeitverlust zugänglich sind. — Unsere Leute sind nicht verpflichtet, sich den Zutritt erst durch Wegschaffung von Kohlen, Holz u. dergl. möglich zu machen. — Unsere Monteure sind gegenwärtig mit der Aufnahme der Wassermesser beschäftigt. Gießen, am 11. October 1892. Beste uni) billigste Bezugsquelle für flarantirt neue, doppelt gereinigt u. gewaschene, echt * Bettfedern. Dir versenden zollfrei, gegen Nachn. (nicht unter io Pfd.s gute neue Bettfedern per Pfund für 60 Pfg., 80 Pfg., 1 M. u IM. 25 Pfg; feine prima Halbdaunen IM. 60 Pfg.» weitze Polarsedern 2 M. u. 2 M. 50 Pg.; silberweiße Bettfedern 3 M., 3 M. 50 Pfg., 4 M., 4 M. 50 Pfg. u 5M.; lerucr: echt chinesische Ganzdaunen (sehr Mkräflig) 2 M. 50 Pfg. und 3 M. «er. Packung zmn «ostenprcise. — Bei Vettägen von mmdesten» 75 M. 5°/0 Rabatt. — Etwa Nicht gefallendes wird frankirt bereitwilligst zurückgenommen. Pecher & Co. tn Herford i. Westfl. ST""*1"" KM WM,