Nr. 11 Donnerst«« den 14. Januar 1892 Der Gießener Anjctger erscheint täglich, mir Ausnahme des Montags. Tic Gießener A-mikicnötätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Aßonncmentsprcis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. *11 Amts- und Anzeigedlutt fut* den Aveis Gieren Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Iamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. AintLichev Lhsil. Gießen, bett 11. Januar 1892. Betr.: Die Kranken«, Jnvaliditäts-und Alters-Versicherung der Kreisstraßenwarte. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen die Gemeinde-Einnehmer anweisen, bezüglich der bis Ende Decembcr o. I. für die Kreisstraßenwarte vorlagsweise gezahlten Beiträge zu den Kosten der Gemeinde- krankenversicherunq und derjenigen für Alters- und Jnvali- ditätSversicherung sofort mit der Kreiskasse abzurechnen und die Vorlagen gegen Abgabe der Quittungen hierüber in Empfang zu nehmen. I. V.: Jost. Deutsche- Reich. Berlin, 12. Januar. Der mit so viel Hoffnungen ins Leben gerufene preußische Volkswirthschastsrath ist in aller Stille sanft entschlafen. Es geht dies daraus hervor, daß das neue preußische Staatshandbuch für 1892 ihn nicht mehr mit aufführt. Besonders tiefgreifende Spuren ihrer Thätigkeit hat die genannte Körperschaft allerdings auch nicht hinterlassen. — Die Vorberathung des Trunksuchtsgesetz- ent wurss wird in der Plenarsitzung des Bundesraths vom 14. d. Mts. zu Ende geführt werden. Die Genehmigung des abgeänderten Entwurfs seitens des Bundesraths steht fest, so daß alsdann die Vorlage sofort an den Reichstag gelangen kann. Ihre Aussichten in letzterem sind zur Zeit freilich noch höchst ungewisse. Auch die Vorarbeiten zur Novelle zum Unterstützungswohnsitzgesetze sollen eine derartige Förderung erfahren, daß sie vom Reichstage noch durchberathen werden kann, selbst wenn dessen Schluß wirklich zu Ostern erfolgen sollte. Frankfurt, 12. Januar. Die heutige Ersatzwahl zum Abgeordneten Hause begann mit der Prüfung der Wahlmännerwahlen, die mehrere Stunden in Anspruch nahm, da nach lebhaften Debatten immer wieder neue Abstimmungen über die Giltigkeit der einzelnen angefochtenen Wahlen vor- genommen werden mußten. Nicht weniger als 37 Wahlen aus 28 Bezirken, 26 demokratisch-sreisinnige und 11 nationalliberale, wurden cassirt; der Hauptgrund der zahlreichen Ungilttgkeitserklärungen war der Umstand, daß vielfach Beisitzer aus solchen Wählerabtheilungen genommen worden waren, die gar keine Ersatzwahlen vorzunehmen hatten. Gegen 5 Uhr begann die Wahlhandlung, die anderthalb Stunden dauerte. Rach amtlicher Feststellung wurde der nationalliberale Candidat, Herr Stadtrath Grimm, mit 251 gegen 237 Stimmen, die auf Herrn Funck fielen, zum Abgeordneten gewählt. veuttcher Reichstag. 145. Plenarsitzung. Dienstag den 12. Januar 1892, 2 Uhr. Der Präsident v. Levehow eröffnet die Sitzung mit einer Begrüßung der Abgeordneten zum neuen Jahre. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratbung des Etats. Beim Specialelat deS Reichstages haben die Abgeordneten Dr. Baumbach und Genossen (bfr.) den Antrag gestellt, den Bundesrath zu ersuchen, eine Aenderung der Reichsoerfossung dahin berbeizufübren, daß die Reichs tagsabgeordneten aus Rcichsmitteln Diäten und Reisekosten erhalten. Abg. Dr. Baumbach (bfv.): Der Antrag würde in kurzer Zeit sein 25jäbriges Jubiläum feiern können. Im Jahre 1867 machte Fürst Bismarck das Zustandekommen der Bundesverfassung von der Ablehnung dieses Antrages abhängig. Ihm war der Berufsparlamentarier ein Dorn im Auge. Inzwischen ist man aber doch wohl zu der Ueberzeugung gekommen, daß der Berufsparlamentarier dem Parlamentarier honoris causa nicht nachsteht. AlS ein conservatioes Gegengewicht gegen die allgemeine gleiche und binde Wahl gilt die Diätenlostgkett heute auch nicht mehr; eine Bekämpfung dieses Wahlrechts wird Niemand wagen n )llen; nicht einmal eine Correctur desselben wäre rathsam aus rein staatsmännischen Rücksichten. Die Diätenlosigkttt hat der Opposttion nichts geschadet. Damit ist der ursprünglich beabsichtigte Zweck der Diätet.losigkeit hinfällig geworden. Die finanzielle Tragweite der Diötenfrage spiele keine Rolle, das habe auch Fürst Bismarck anerkannt. Die Befürchtung, daß das Parlament durch dir DiätenbeLilligun^a - seinem Anfeber» einbüßen könnte, sri nicht begründet, wie das Beispiel des preußischen Abgeordneten Kaufes zeige. Die Versagung von Diäten ist nicht eine Correctur des allgemeinen Wahlrechts, sondern ein Widerspruch gegen dasselbe, der zur Folge gehabt hat, daß selbst in der socialdtmokralischen Fraction nicht viel wirkliche Arbeiter sitzen. Die Diätengewährung würde eine Stärkung des Parlamentarismus bedeuten und diese eine Stärkung der Reichsidee und damit des Reiches. (Beifall.) Abg. Haberland (Etr.) ist mit dem Anträge einverstanden; dem Volksrnanne werden ohnehin eine Reihe von Ausgaben angesonnen, die ihn genug belasten. Abg. Dr. d Bennigsen (natl) ist mit der Diätenbewilligung einverstanden, allein zur Zeit eine Verfassungsänderung anzuregen, hält Redner nicht für opportun, weil dann eine Reihe anderer Fragen, z. B. die des Wahlrechts, in Fluß gebracht werden würden. Abg. Graf v. Behr (Rp) erklärt sich gegen den Antrag. Abg. v. Helldorf (cons) ist ebenfalls Gegner des Antrages. Diäten würden das Ansehen des Parlamentes schädigen, ebenso seien Berufsparlamentarier nicht erwünscht. Die Schäden deS allgemeinen Wahlrechts würden bei der Diätengewährung stärker als bisher hcroortreten. Abg. Dr. Lieber (Centr.): Die Centrumspartei wird, wie sie das schon früher ausgesprochen, für die Gewährung von Dläten ein- treten. Daß dadurch das Ansehen des Parlaments leiben könnte, bestreitet Redner; im Gegenthetl sage man jetzt im Volke, daß im Reichstage Leute sitzen, denen es ihr Gelbsack ermöglicht, ein Mandat anzunehmen. Dieses Wahl-Monopol wollen wir beseitigen. Richt i das allgemeine Wahlrecht, sondern der frühere Reichskanzler habe die i Wahlagitation auf dasjenige Niveau herabgebrückt, auf dem sie fast • zur Unerträglichktit würbe. Abg. Bebel (Soc.): lieber die Dratenfrage debaltireman nicht mehr, sondern man becietite sie. Dem Volksvertreter nölhige die Wahrnehmung 'seines Manbats ohnehin Cpfcr ab. Wir selbst könnten ja nicht blos unseren Abgeordneten Diäten gewähren, sonbern auch nöthigenfallS noch anderen Parteien etwas abgeben. (Heiterkeit.) Uns hat bte Diätenlosigktit nicht geschadet, wohl aber den bürgerlichen Parteien. Nicht die Diätenlosigkert, sondern das allgemeine Wahlrecht hat das Ansehen des Reichstages gehoben. In dem Moment, wo Sie die Axt an das gleiche und allgemeine Stimmrecht legen, schädigen Sie das Ansehen des Reichstages. Für den Arbeiter ist die Gewährung von Diäten namentlich deshalb nöthig, weil ihr Auftreten als Wahlcandidat ihre Maßregelung und Entlassung aus der Arbeit zur Folge hat. Die Diäten des Bundesraths haben dessen Ansehen nicht gemindert, auch die Erhöhung der Eivillrfte bat zu solchen Erwägungen keinen Anlaß gegeben, obwohl sie dort am Platze gewesen wären. Abg. Werner (Anttfemit) tritt für die Diäienbewilligung ein; wollen die vornehmen conservativen Herren auf Diäten verzichten, so können sie diese an die Armen geben. Die kleinen Landwirthe und Handwerker können hier erst vertreten werden, wenn die Reichstagsabgeordneten Diäten empfangen. Abg. Stöcker (conf.) wendet sich gegen die auf den Fürsten Bismarck gerichteten Angriffe; das fei nicht zu billigen. Bismarck bade recht gehandelt, wenn er auf einen groben Klotz einen groben Keil setzte. Persönlich habe Redner von dem Fürsten BiSm'arck eher Hinderung als Förderung erfahren: b.e gegentheiligeBehauptung sei unrichtig. In der Diätenfrage selbst stimme er mit dem Abg. v Helldorf nicht überein. Redner verlangt Diäten für die Reichstagsabgeordneten. Abg. Dr. Lieber (Etr.) versucht die Angriffe gegen den früheren Reichskanzler zu begründen durch dessen p.'rsönl.ches Auftreten der Präsident erklärt, daß er derartige Angriffe auf ein Mitglied deS Hauses nichr dulden könne. Abg. Richter (bfr.): Nur mit Zustimmung besFürsten Bismarck konnte Herr Stöcker überhaupt in den Reichstag gelangen. Jetzt kommt es nicht darauf an, ob Herr Stöcker den Fürsten Bismarck oertheidrgt. Die Uhr beider Herren ist abgelaufen. Adg. Stöcker (cons.) erklärt es für unrichtig, daß Fürst Bismarck irgend welchen Einfluß auf die antisemitische Bewegung gehabt. Die antifemittsche Bewegung sei durchaus votksthümlich und komme aus dem Herzen des Volkes. Abg. Richter (bfr.): Der Antisemitismus hat ausgespielt; er wird nur von unzufriedenen Agrariern künstlich über Wasser gehalten in den ländlichen Gegenden, wo das antisemitische Schauspiel noch neu ist. Abg. Stöcker (cons.) bestreitet entschieden, daß die antisemitische Bewegung aus diesen unedlen Motiven hervorglgangen fei, die ibr der Abg. Richter unterlegt. Abg. Pickenbach (Antisemit) wird dem Abg. Richter bei einer anderen Gelegenheit antworten. Thatsache fei, daß ehemalige Fort- Feuilleton. Ihr Bild. Scizze von Großmann-Waldegg. (Schluß.) „Aber ich bitte Dich, liebes Kind, sei doch lieb, wer weiß, ob wir noch einmal in diese Gegend kommen und die vielgerühmte Aussicht genießen. Wozu sind wir denn so früh ausgebrochen, den Sonnenaufgang haben wir schon ohnehin versäumt. Fasse noch einmal Muth, Lieschen, hänge Dich an meinen Arm, dann wird es schon gehen," klang bald bittend, bald schmeichelnd die sonore Stimme des Mannes. Mit angehaltenem Athem schaute der Alte bei Nennung ihres Vornamens aus die Gruppe hinab. Da wandte das junge Weib, den Bitten ihres Begleiters nachgebend, ein wenig ihr Haupt und ein Paar großer, brauner Rehaugen schauten aus dem leicht gerölheten Antlitz in komischer Ver« zweiflung nach der hohen Bergspitze empor. Einen Augenblick nur hatte der Alte in dies rosige Antlitz geschaut, da zuckte es schmerzlich um seine Lippen, jäh flammte es in seinen Augen aus wie ein Blitz in dunkler Gewitternacht und jede Mußtet zuckte in dem verwetterten Gesichte, in das die Stürme des Lebens tiefe Furchen gezogen. In der nächsten Secunde jedoch war die plötzliche Erregung auS seinem Antlitz verschwunden und feine Züge hatten wieder den gewohnten, gleichmüthigen Ausdruck angenommen. Ebenso leise wie er dorthin gelangt, verschwand er bald aus einem Seitenpfade in entgegengesetzter Richtung. Nach einer kleinen Stunde hatte er die Dorfstraße erreicht. „Grüß Gott! Vater Bromberg!" hörte er oft den gewohnten Morgengruß von der ihm säst jeden Morgen begegnenden Schuljugend des Dorfes, und freundlich hatte ihn jedesmal der Alte erwidert. Auch heute erfuhr er so manch freundlichen Gruß, aber er schien ihn nicht zu bemerken. Auch die behäbige Hirschwirthin, welche in der Thüre stehend, dem Vorübergehenden einen freundlichen „Guten Morgen" bot, schüttelte verwundert den Kops, als sie keinen Gegengruß erhielt und den alten Herrn so eiligen Schrittes Vorbeigehen sah..... Die letzten Strahlen der Abendsonne sandten ihren Scheidegruß durch die kleinen Fenster des Waldhäuschens. Stunde um Stunde war verronnen und noch immer saß der Alte in seinem Lehnsessel und starrte wie geistesabwesend in die Leere. Draußen senkten sich bereits die Schatten der Dämmerung aus den schweigenden Wald und allmälich war es finster geworden in dem kleinen, traulich eingerichteten Stübchen. Ein Frösteln überfiel den Alten, er stand auf, schürte die Gluth im Kamin, schob den Lehnstuhl heran und starrte wieder schweigend in die Gluth. Lautlose Stille herrschte in dem kleinen Gemach, nur unterbrochen von dem eintönigen Tik-Tak der Schwarzwalduhr und einem schweren Seufzer, der von Zeit zu Zeit wie ein qualvolles Aufstöhnen der Brust des Alten entfuhr. „Das war eine schöne Zeit," murmelte er selbstvergessen nach einer Weile, und ein schmerzliches Lächeln umspielte flüchtig seine Lippen. — Vor seiner Seele tauchten noch einmal die Bilder seiner Kindheit, seiner Jugendzeit auf, wo er in der fernen Heimath auf dem Gute seiner Väter als zehnjähriger Knabe den kleinen polnischen Ponny in kindlicher Lust und Freude getummelt, und dann jene schönen Zeiten, wo er als herangewachsener Jüngling die Universität bezog und in überschäumender Lebenskraft den Becher der Freude leere. Mit welchen Hoffnungen hatte er daß liebe Vaterhaus verlassen und wie hatte er es wiedergesunden? Der Vater war nicht mehr und von der lieben Mutter war durch den Gram und Kummer nur der Schatten geblieben. Dann war er hinweggegangen und hatte den bitteren Kamps um das Dasein ausgenommen. Das Glück schien ihm zu lächeln. Die Oede und Leere in seinem Herzen war gewichen vor der Allmacht der Liebe, er hatte ein Herz gefunden, das er bis zur Anbetung liebte. „Ach, jene Saiten voll Lieb und Gluck Längst sind sie verklungen, Nur eine Wenigkeit blieb ihm zurück, Es sind die Erinnerungen V* Ein eonvulsivisches Zittern durchbebte bei diesem Gedanken den Körper des Alten- wie der letzte Ausschret eines tödtlich Getroffenen entrang es sich aus qualvoller Brust. Nach dreißig Jahren durchkämpfte er heute noch einmal den Schmerz getäuschter Liebeshoffnung. Hastig griff er in seine Brusttasche, entnahm einer alten Brieftasche ein kleines Päckchen und löste mit zitternder Hand das rosa Band, welches die vergilbte Papierhülle sefthielt. Es war — ihr Bild. Feuchten Auges betrachtete er es bei dem unftäten Feuerschein. Ein Paar großer, schelmisch blickender Augen schauten aus einem reizenden Mädchenantlitz zu ihm empor und doch schien ein leiser Schimmer von Schwermuth über dasselbe gebreitet; unten am Rande standen von zarter Frauenhand die Worte: „Behüt Dich Gott, es hat nicht sollen sein!" Dasselbe Antlitz hatte er heute in Wirklichkeit wiedergesehen. Vielleicht war eö ihre Tochter, oder hatte er sich getäuscht? Soeben verkündete die alte Wanduhr die neunte Stunde und noch immer saß der Alte in dem Lehnsessel und schaute .aus das Bild in seiner Hand. Zusehends schwand die Gluth im Kamin, noch einmal prasselte die Flamme empor und erhellte auf einen Augenblick das dunkle Gemach. Eine einzige Thräne rollte jetzt langsam über das tobtcnblaffe Gesicht des Greises und fiel auf das Bild in seiner Hand. Müde lehnte er das Haupt zurück, aber seine gramerfüllten Züge schienen von Friede und Seligkeit verklärt, ein letzter, langgezogener Seufzer — und seine Seele, vom irdischen Kerker befreit, schwang sich empor in jene unbekannten Regionen einer besseren Welt..... Krittler sich dem Antisemitismus zuwenden, weil sie hier die wahre Freiheit und den wahren Fortschritt erkennen. (Heiterkeit.) Abg. Singer (Soc.) stimmt mit dem österreichischen Reichs- rathSmttgltede überein, das dm Antisemitismus als den SoctaltSmus der dummen Kerle bezeichnet. Wenn die Leute klar denken, werden sie sich zum SoctaltSmus bekennen. Er denke von dem Antt- femtttSmus nach dem Grundsätze Feuerbachs: Von der Dummheit gehaßt zu werden, ist ehrenvoll, von der Gemeinheit gehaßt zu werden, sft bmeidenswerth. Nach einer langen Reibe persönlicher Bemerkungen der Abgg. Ptckenbach, Stöcker und Richter wird der Antrag Baumbach m* Gm. angenommen, ebenso der Etat des Reichstages. Hierauf vertagt sich daS Haus. Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Tages-Ordnung: Etat. — Schluß 5 Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telkqraphischeS Lorrerpondenz-Vureau. Berlin, 12. Januar. Der Kaiser verlieh dem General Constantin von Alvensleben den Schwarzen Adlerorden. In dem Telegramm, das diese Auszeichnung ankündigt, verweist der Kaiser daraus, er thue dies in Erinnerung an den für das dritte Corps bedeutungsvollen Entscheidungstag von Le Mans, um ihm und dem braven Corps eine Auszeichnung zu verleihen, von der er überzeugt sei, daß sie im Sinne seines verstorbenen Großvaters erfolge. Berlin, 12. Januar. Dem im Cultusministerium zu Ehren des Erzbischofs v. Stablewski gestern Abend stattgehabten Souper wohnten der Cultusminister mit Gemahlin, Minister Miquel, General v. Meerscheidt-Hüllesem, Armeebischof Asimann und mehrere Parlamentarier, darunter v. Kleist-Retzow, Fürst Radziwill, bei. Hamburg, 12. Januar. Der „Hamburger Corresp." schreibt: Entgegen anderen Mittheilungen wurde die Ansprache des Kaisers am Neujahrstage an die Generäle durchaus nicht bei verschlossenen Thüren gehalten. Die Militär-Attaches waren im Empfangssaale anwesend, auch die Dienerschaft. Die Ansprache des Kaisers beschäftigte sich mit Dingen nur militärischen Characters. Eine Veranlassung zur Annahme, daß die äußere Politik in einer Form besprochen worden sei, die Geheimhaltung bedinge, liegt, wie ganz zuverlässig mitgetheilt wird, absolut nicht vor. Breslau, 12. Januar. Nach Meldungen aus Königshütte ist der Schacht I der Deutschlandgrube gestern ausgebrannt. Das Feuer soll durch die Unvorsichtigkeit eines Arbeiters entstanden sein. Wien, 12. Januar. Nach amtlichem Ausweis wurden hier vom 2. bis zum 11. Januar 521 Influenzasälle constatirt. Paris, 12. Januar. Die berühmte Abtei Fe camp, Fabrik des Benedictiner-Liqueurs, brannte letzte Nacht vollständig nieder. Der Schaden wird auf 2 Millionen geschätzt. Petersburg, 12. Januar. Der „Birshewyja Wiedomosti" zufolge legte der Finanzminister dem Reichsrathe einen Gesetzentwurf vor, wonach bei der Ausfuhr von Baumwolle- fabrikaien ins Ausland der Zoll für die Rohbaumwolle und die Färbestoffe, welche zur Herstellung genannter Fabrikate verwandt wurden, zurückzuzahlen ist. Washington, 12. Januar. Im Senat beantragte der Republikaner Tiller eine Resolution, welche den Präsidenten der Republik ermächtigt, die Staaten zu einer Conferenz über die Festsetzung eines gemeinsamen Werthverhältnisses zwischen Gold und Silber und Einführung des bimetallisti- schen Münzsystems in sämmtlichen Staaten einzuladen. Alexandria, 12. Januar. (Reutermeldung.) Sechs britische dem Mittelmeergeschwader angehörende Schiffe sind eingelaufen zur Begrüßung des Khedive bei seiner Ankunst, welche erst Freftag erwartet wird. Dem Vernehmen nach wartet Abbas Pascha in Alexandrien die Einhändigung des Kaiserlichen Firman ab und begiebt sich dann nach Kairo. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 12. Januar. Erzbischof von Stablewski leistete heute Mittag vor dem Kaiser den Huldigungseid. Er hielt eine längere Rede, in welcher er dem Kaiser für seine Ernennung dankte. Der Kaiser drückte hieraus in einer längeren Ansprache die Hoffnung aus, daß es Stablewski gelingen werde, die in seiner Diöcese bestehenden Gegensätze auszugleichen. Berlin, 13. Januar. Dem „Berliner Tageblatt" zufolge bringt die freisinnige Partei des Reichstags einen Antrag, betreffend die Behandlung der wegen politischer Vergehen Verurtheilten in Gefängnissen, ein. — Das „Berliner Tagebl." meldet aus Bern: Die Bundesregierung arbeitet eine Denkschrift aus über die zu ergreifenden Maßregeln gegen Frankreich nach Ablauf der Handelsverträge. Loudon, 12. Januar. Es verlautet, die serbische Regierung suche Kriegsmaterial auf Credit von französischen Lieferanten zu bekommen. Dublin, 12. Januar. Der offizielle Regierungsbericht constatirt die Abnahme des Pauperismus in Irland. Sandringham, 12. Januar. Letzten Nachrichten zufolge ist das Befinden des Herzogs von Clarence schlechter. Dte Lungenentzündung hat stark zugenommen. Rom, 13. Januar. Aus Sicilien, nahe bei Castro Giovanni, soll ein befestigtes Lager errichtet werden. Der Knegsminister beabsichtigt, ein sicilisches Sondercorps errichten, welchem die Vertheidigung der Insel übertraaen werden soll. a Neapel, 13. Januar. Der Vesuv ist in stärker Thätig- kett. Der Lavastrom ergießt sich in der Richtung des Atrico de Cavallo. Localer und provinzieller. Gießen. 13. Januar 1892. _ .."7,N'u-s Theater. Fräulein Klinkhammers »weites Gastspiel vermittelte uns die Bekanntschaft mit dem Erstlingswerke eines talentvollen jungen Dichters. Hans Oldens „Ilse" bekundet eine frische, natürliche Begabung, wenn auch die Unerfahrenheit des Autors im Ausbau der Handlung nicht zu verkennen ist. Man bekommt unwillkürlich den Eindruck, als sei das ganze Werk in einem Tage niedergeschrieben, ohne daß eine nochmalige Durchsicht erfolgt sei, die wohl manche Unebenheit hätte glätten, manchen Widerspruch in der theil- weise trefflichen Characterisirung der einzelnen Figuren hätte lösen können. — Die gestrige Aufführung erweckte das lebhafte Jntereffe des zahlreich erschienenen Publikums. Fräulein Klinkhammer bot in der Darstellung der reinen Mädchengestalt der „Ilse" wieder eine entzückende Leistung, die das Publikum zu enthusiastischem Beisalle hinriß- nur das größte Lob kann einer solchen Darbietung gespendet werden. Auch unsere einheimische Künstlerschaar hielt sich wacker- ganz köstlich war Herr Rosenow als „Rentier Schmid", mit ihm vereinigten sich die Herren Ernst, Stegemann, Bellmann, Fischer und Peickner zu einem trefflichen Zusammenspiel. Dasselbe läßt sich von den Damen sagen, unter denen Fräulein Plog besonders zu nennen ist. — Nach der gestrigen mustergültigen Vorstellung zweifeln wir nicht, daß uns auch die Aufführung von Sardous „Cyprienne" am Donnerstag einen ungetrübten Genuß bieten wird. — Ernennungen. Durch Entschließung Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wurden ernannt: die Gerichtsaccessisten Heinrich Dörr in Friedberg, Dr. Karl Langsdorf in Darmstadt, Ludwig Nenenhagen in Gießen, Dr. Bernhard Pfeifer in Mainz, Joses Pirsch in Mainz, August S ch e n k in Darmstadt, Dr. Otto Sander daselbst, Robert Stammler in Gießen, Karl Steinberger daselbst, Franz Uebelshäußer in Darmstadt, Rudols Münzer daselbst, zu Gerichtsassessoren, und der Gerichts- accessist Dr. Hermann Kratz in Friedberg zum Regierungs- affeffor. — lieber das 1893 abzubaltende Deutsche BuudeSschießen wurde dieser Tage in Mainz berathen. Der Voranschlag für die Gesammt-Einnahmkn und -Ausgaben wurde mit 414 900 Mk. gutgeheißen, ebenso wurde die Frage wegen Unterbringung der auf etwa 2000 Personen geschätzten Gäste als befriedigend gelöst zum Abschluß gebracht. Für den aus 200000 biß 250000 normirten Garantiefonds sind bis jetzt bereits 107 000 Mark gezeichnet. — In Angersbach entleibte sich in seiner Wohnung ein Landwirth durch einen Revolverschuß. — Die Großherzogliche Gefängniß-Verwaltung in Darmstadt sandte, wie verschiedene Blätter melden, nach Frankfurt folgendes Circular: „Wir theilen Ihnen ergebenst mit, daß sich gegenwärtig eine große Anzahl von Handlungs- gehülsen in unserer Anstalt befinden, die wir, da unsere eigenen Bureau-Arbeiten hierzu nicht ausreichen, nur unvollständig beschäftigen können, zumal diese Leute sich durchaus nicht zu anderem Arbeitsbetriek^eignen. Es wäre uns daher sehr erwünscht, wenn uns von Geschäftsleuten schriftliche Arbeiten, wie das Schreiben von Adressen und dergl. übertragen würde. Unser Tarif für derartige Arbeiten ist für volle 20 Bogen-Seiten 1.40 Mk., 1000 Converts 3 Linien 2 Mk., 1000 Couverts 4 Linien 3 Mk. Sollten Sie Arbeiten fraglicher Art zu vergeben haben, so ersuchen wir Sie ergebenst um gefällige Zuweisung derselben und können wir prompte und saubere Ausführung im voraus zusichern." Helpershain, 12. Januar. Eine naturgeschichtliche Merkwürdigkeit besitzt der Landwirth Christian Hofmann dahier in einer Kuh. Dieselbe hat bereits fünf Mal lebensfähige Zwillinge zur Welt gebracht- dieser Tage warf sie nun Drillinge, welche aber kurz nach der Geburt verendeten. Lauterbach, 12. Januar. Der Weihnachts-Bescheerung für arme Kinder sind auch in diesem Jahre so reichliche Gaben zugeflossen, sie sand so viele dankenswerthe Betheiligung, daß der hiesige Frauen Verein den Gebern und Helfern jeder Art wärmsten Dank zu sagen sich gedrängt fühlt. Es wurde 64 Kindern bescheert und konnte noch etwas an arme Familien vertheilt werden — em Erfolg, der nur durch Zusammenwirken vieler freundlichen Menschen möglich war. Friedberg, 11. Januar. Im hiesigen Saalbau fand gestern die Landesconserenz der hessischen Socialdemokraten statt, welche aus 111 Orten mit 78 Delegirten beschickt war. Der Kassebericht des Lindes-Comites ergab eine Einnahme von 426 Mk. 40 Pf. und eine Ausgabe von 320 Mk. 25 Pf. Als Redner traten auf die Abgeordneten Ulrich-Offenbach über die geplante Revision der Verwaltungsgesetze, Müller-Darmstadt über die Landtagswahlen und Jöst-Mainz über die Presse. In einer Resolution verwarf die Versammlung die Vorlagen der Regierung, protestirte gegen die Aufhebung der directen Bürgermeisterwahlen, forderte die Beseitigung des Einflusses der Höchstbesteuerten in der Provinzial-, Kreis- und Gemeindevertretung und verlangte die Aushebung des Bestätigungsrechtes für Bürgermeisterwahlen. + Büdingen, 12. Januar. Heute Morgen brach in dem E cke r t'schen Hause in der Vorstadt ein Schorn stein- brand aus, welcher sich auch in das Dachwerk verbreitete und dadurch die Alarmirung der hiesigen Feuerwehr veranlaßte. Bevor letztere in Thätigkeit treten konnte, hatten die herbeigeeilten Nachbarsleute das Feuer gelöscht. A Aus dem Kreise Alsfeld, 12. Januar. Einen sehr bedeutenden Preisrückgang hat die Butter erlitten. Nachdem man noch vor acht Tagen für das Pfund 90 Psg. bezahlte, giebt man jetzt erst für dasselbe 75 Pfg. Ein solcher Rückschlag in den Butterpreisen tritt alljährlich nach den Festtagen ein, aus die der Butterverbrauch seinen Höhepunkt erreicht, nur war der Preisrückgang nicht so schroff, sondern vollzog sich allmählich. — Die Preise für fette Schweine sind feit den Feiertagen wieder in die Höhe gegangen. Vor Weihnachten bezahlte man für das Pfund Lebendgewicht gemästeter Schweine 35—37 Pfg., jetzt giebt man für dasselbe 40 und 41 Pfg. Die fetten Schweine sind eben um diese Zeit seltener und werden deswegen mit höheren Preisen bezahlt. Darmstadt, 12. Januar. Am Sonntag sand unter zahlreicher Betheiligung der hiesigen katholischen Gemeinde die feierliche Installation des neuen Stadtpfarrers von Darmstadt Herrn Dr. Friedrich Eltz (früher in Gießen) statt. Tags zuvor, Vormittags lP/4 Uhr, wurde derselbe von der Geistlichkeit und dem Kirchenvorstande der Gemeinde am Main-Ne,ckar Bahnhof empfangen und in das festlich geschmückte Pfarrhaus geleitet. Am Sonntag Morgen 9 Uhr begann die kirchliche Feier. In festlicher Procession wurde Herr Dr. Gltz unter Vorantragung der Banner der katholischen Vereine in die geschmackvoll decorirte Kirche geführt, wo Herr Decanatsverwalter Hermes von Astheim die bischöfliche Jnstallationsurkunde verlas und den neuen Pfarrer mit herzlichen Worten auf die Pflichten seines neuen Amtes hinwies. In dem darauffolgenden Hochamte hielt Herr Dr. Eltz seine Antrittspredigt. Er sprach in sehr sympathisch aufgenommenen Worten über die Pflichten eines katholischen Pfarrers in einer so wichtigen Gemeinde wie Darmstadt und über Hoffnungen, welche er auf die so blühende und eifrige Gemeinde Darmstadt setze. Die mehrstimmigen Gesänge des Kirchenchores trugen wesentlich zur Erhöhung der Feier bei. vermischter. * Berlin, 10. Januar. Am Neujahrstage beging die Firma Rudolf Mosse die Feier ihres 25jährigen Bestehens. Am Vormittag fand in den Geschäftsräumen die Beglückwünschung der Chefs des Hauses statt. Herr Rudolf Mosse und Herr Emil Mosse wurden von dem Personal bcr Firma, von hiesigen und auswärtigen Freunden durch zahllose Glückwünsche, kostbare Blumenspendeu, Ehrengeschenke und künstlerisch ausgeführte Adressen gefeiert. Gleichzeitig wurde eine zur Feier des Jubiläums verfaßte Festschrift, die Geschichte der Firma, welche die wohlgelungenen Portraits beider Inhaber ziert, seitens des Personals überreicht. Die Herren Mosse dankten tiefbewegt für diese Ovationen und überreichten ihrerseits als Erinnerung an den Jubeltag der Firma jedem Angestellten ein mit entsprechender Widmung versehenes Portefeuille, dessen Inhalt den Werth der Gabe noch erhöhte. Am Abend waren im Festsaal des Vereins junger Kaufleute sämmtliche Angestellte der Firma, auch die auswärtigen Vertreter derselben, zu einem Banket bereinigt. In einer Ansprache, in welcher Herr Rudolf Mosse seinen und seines Bruders Dank für die vielen Beweise oon Liebe und Treue aussprach, machte er die Mittheilung, daß die Inhaber der Firma eine Stiftung von 100,000 Mark für ihre Angestellten begründet haben, deren Verwaltung einem später zu ernennenden Comite übertragen werden soll. Der Bürgermeister von Grätz, der Vaterstadt des Herrn Rudols Mosse, überreichte dem Jubilar das Ehrenbürger-Diplom. Ein Festspiel bildete den Schluß der Feier. * Mannheim, 6. Januar. Welch' schlimme Folgen unter Umständen der Unfug der Absendung von Witz karten am Neujahrsfeste haben kann, zeigt nachstehender Fall. Der Heizer Kalt erhielt von einem Mädchen, mit dem er während seiner Militärzeit ein intimes Verhältniß hatte, welches er jedoch schon einige Jahre vor seiner Verheirathung vollständig gelöst, eine Witzkarte, worüber seine Ehefrau so in Aufregung gerieth, daß sie ihrem Leben durch einen Sprung in die hochgehenden Wogen des Neckars ein Ende machte. Die Leiche wurde wenige Siunden daraus gelänget. * Aus Ludwigshafen wird gemeldet: „Die Direction der Pfälzischen Eisenbahnen hat ihren Dienstesstellen Folgendes bekannt gegeben: Angesichts der auch im Betriebsjahr 1891 bestandenen gesteigerten Verkehrsthätigkeit und der hierdurch erforderten stärkeren Inanspruchnahme des ge- sammten Personals und im Hinblick auf die hierdurch eingetretenen günstigen Ertragsverhältnisse wird dem Personal der Pfälzischen Eisenbahnen eine außerordentliche Remuneration in der Weise gewährt, daß jeder beim Betrieb oder im Werkstättendienst ständig verwendete Arbeiter, ferner jeder Bedienstete mit einem Gehalt bezw. Lohn bis zu einschließlich 1000 Mark je 50 Mark, jeder Beamte und Bedienstete mit einem Gehalt von über 1000—2000 Mark einschließlich je 75 Mark und jeder Beamte und Bedienstete mit einem Gehalt von 2000—3600 Mark einschließlich je 100 Mark erhält. Beamte mit höheren Bezügen werden nicht berücksichtigt. Diätare und Bahnmeistercandidaten erhalten je 75 Mark, bezahlte Lehrlinge der Werkstätte je 25 Mark. Diejenigen Arbeiter :c., welche erst im Laufe des Jahres 1891 in den Dienst der Verwaltung eingetreten sind, erhalten die Gratification pro rata ihrer Dienstzeit, wobei der angefangene Monat voll anzurechnen ist. Die im Laufe des Jahres 1891 ausgetretenen oder entlassenen Arbeiter, Bedienstete und Beamte sind vom Bezug ausgeschlossen." * Ludwigshafen, 12. Januar. Auf dem hiesigen Bahnhose wurde gestern Abend der Locomotivführer Adolf aus Speyer beim Überschreiten der Geleise von dem Freins- heimer Personenzuge überfahren und augenblicklich zermalmt. Der Getödtede hinterläßt die Frau mit sieben kleinen Kindern. — Der Gefreite Schleppe aus St. Ingbert erschoß sich mit seinem Dienstgewehr gestern Nachmittag im Exercierhause des 18. Infanterieregiments in Landau vor seinen versammelten Kameraden. Motiv: falsche Rapporterstattung. * Carneval steht vor der Thür und wieder bringt die Liebigs Compagnie für ihre Freunde und Anhänger eine reizende Fastnachtsspende. Dieselbe besteht aus einer Serie von gold- und farbenprächtig ausgesührten Maskenbildern, auf denen eine Anzahl der hervorragendsten Städte Italiens in ihren bekanntesten Typen verkörpet werden. Allen denjenigen, welche für Masken- und Costümseste Anregungen suchen, dürsten diese Karten willkommen sein. Belehrend für die Jugend ist übrigens der Umstand, daß oben in den Ecken dieser Kärtchen sich das Wappen der betreffenden Städte befindet, deren Eigenart in dem Bilde dargestellt wird.