9h. 237 Zweites Blatt. Dienstag den 11. October 1892 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamiflenbtätter werden dein Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Ketteral-Anzeiger. Vierteljähriger Avonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchutSratze Ir.7. Fernsprecher 51. ttttö 2lnzsigebl«tt fiit» den Ureis Gieren. Hratisöeil'age: Hießener Jamikienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmilid?er Theil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aus- schlag« von Fünf vom Hundert, pro Monat S e p t e m b e r 1892 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen: Hafer JL 16.40, Heu JL 8.70, Stroh JL 5.30.1 Gießen, den 7. October 1892. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betr. Maul- und Klauenseuche zu Muschenheim und Grüningen. . Nachdem in je einem Gehöft zu Grüningen und Muschenheim die Maul- und Klauenseuche sestgestellt worden ist, haben wir die Sperre der betreffenden Gehöfte und weiter verfügt, daß Rindvieh, Schafe, Ziegen, Schweine aus beiden Gemarkungen bis auf Weiteres nur zur sofortigen Abschlachtung und nur aus Grund thierärztlicher Gesundheits- scheine ausgeführt werden dürfen. Gießen, den 8. October 1892. f ' t , Großherzogliches Kreisamt Gießen. ' _______________v. Gagern. Gießen, den 8. October 1892. Betr.: Den Wiesengang. t Das Großherzogliche Kreisamt Gießen 1* die «rptzh. Bürgermeistereien de- Nach Art. 7 der Wiesenpolizeiordnung ist in diesem Monat der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deshalb, dieselben hierzu baldigst auszusordern und uns die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis längstens 10. November d. I. vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die Anordnungen, welche sie bei dem letzten Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht/ 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang Vorgefundenen Mängel von ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden/ hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos 2c., auf die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be- und Entwässerungsgräben, aus die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und aus die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren/ 3) Verbesserungsvorschläge in Bezug auf größere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung die Bildung von Wassergenossenschaften nach dem Gesetze vom 30. Juli 1887 über die Bäche und nicht ständig fließenden Gewässer (Regierungs-Blatt S. 159) erforderlich ist. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer speciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wiesenvorstand zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstellungen aus Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Jedenfalls sind die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen einzusendenden Protokollen einstweilen zu erwähnen. Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theil- nehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesenvorstandes verhindert, am Rundgange Theil zu nehmen, so ist dieses am Schlüsse des Protokolles zu bemerken. Sollte der Wiesenvorstand, der außer dem Großherzog- lichen Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderathes in besonderer Verhandlung vorlegen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach. Die Arbeiten des II. Abschnitts des HI. Feldbereinigungsbezirks zu Steinbach (Feld zwischen dem alten Anneroder Weg und der Staatsstraße nach Lich), nämlich die durch die Besih- standsaufnahme erwachsenen Bonitirungsarbeiten, das Besitzstandsverzeichniß, die Gütergeschoffe nebst deren Zusammenstellung, sowie das Protokollbuch liegen in der Zeit vom 12. bis 25, Cctobcr d. I. auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Steinbach zur Einsicht der Betheiligten offen. Termin zur Entgegennahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten findet Mittwoch den 26. Oktober d. I., Nachmittags von 2*/z bis 4V2 Uhr in dem Rathhause zu Steinbach statt. Ich lade zu diesem Termine die Betheiligten unter dem Hinweis darauf, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschloffen sind. Gießen, den 8. October 1892. Der Vollzugscommiffär: ________________Nebel, Amtmann.________________ Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Landwirthschaftslehrer Leithiger von Alsfeld 1) Samstag den 22. October 1. I., Abends 7 Uhr zu Lich im Saale des Herrn Gastwirths Glöckner einen Vortrag „über rationelle Fütterung des Milch- und Mastviehes und Züchtung und Aufzucht des Rindes", 2) Sonntag den 23. October I. I., Nachmittags 3 Uhr zu Muschenheim im Saale des Herrn Gastwirths Konrad Roth einen Vortrag „über die Anwendung der künstlichen Dünger und die Gründüngung", 3) Sonntag den 6. November I. I., Nachmittags 3 Uhr zu Weitershain im Saale des Herrn Gastwirths Theiß einen Vortrag „über Schweinezucht und Mast", 4) Sonntag den 13. November l. I., Nachmittags 3 Uhr zu Lollar in dem Saale des Gasthauses zum Schwanen einen Vortrag über das Thema „Wie bringt der Landwirth in futterarmen Zeiten sein Vieh am Besten durch den Winter?" halten wird. Zu diesen Vorträgen werden alle Mitglieder des land- wirthschaftlichen Vereins und alle Freunde der Landwirthschaft hierdurch freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister der obengenannten und benach- barten Gemeinden werden ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwirken. Gießen, den 8. October 1892. Der Director des landwirtbschastl. Bezirksvereins Gießen. __________________________Jost._________________________ Bekanntmachung, betreffend den Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg pro 1892. Der diesjährige Herbstfaselmarkt des landw. Bezirksvereins Friedberg soll Mittwoch den 26. l. Mts. zu Friedberg abgehalten werden. Die aufgetriebenen Fasel werden durch eine hierzu bestimmte Commission gemustert und wird den Eigenthümern der als preiswürdig erkannten Thiere eine Geldprämie bewilligt, wozu der landwirthschaftliche Bezirksverein und die Kreisstadt Friedberg entsprechende Beträge zur Disposition gestellt haben. Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigenthümer erscheint nicht als eine Bedingung der Prä- mürung. Von der Preisbewerbung sind Gemeindefasel ausgeschlossen, desgl. Fasel, die um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze sind. Für Fasel, welche als tauglich befunden, aber nicht prämiirt werden, wird auf Verlangen eine Wegvergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte Thiere werden vom Platze weg- gewiesen. Die zum Abschluß kommenden Verkäufe wollen dem Großh. Bürgermeister, Herrn Stein häußer, zur Anzeige gebracht werden. Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Friedberg, den 4. October 1892. Der Director des landw. Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. Hauptversammlung des landwirthschaftl. Vereins von Oberhessen. Zur diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung beehre ich mich, die Vereinsmitglieder wie alle Freunde der Landwirthschaft nunmehr auf Mittwoch den 19. October l. I., Vormittags 111/2 Uhr, in Steins Garten zu Gießen hiermit ergebenst einzuladen. Gegenstände der Verhandlung werden sein: 1) Versicherung gegen Hagelschaden. Referat der Ausschuß- Commission. 2) Heber den heutigen Stand des Molkereiwesens und seine weitere Entwickelung. Referent: Herr Landwirthichafts- lehrer Leit Higer-Alsfeld. 3) Die Bekämpfung der Kartoffelkrankheit. Referent: Herr Landwirthschaftslehrer Andrae-Büdingen. Laub ach, am 6. October 1892. Der Präsident des landwirtbschastl. Vereins von Oberhessen. Friedrich Graf zu SolmS-Laubach. Unterstützungskaffe der hessischen Landes-Irrenanstalten. Unserer Geschäftsordnung entsprechend bringen wir nachstehend die Namen und den Wohnort der dem Kreis Gießen angehörenden Vertrauensmänner unserer Kasse zur öffentlichen Kenntniß und erinnern daran, daß da, wo es sich um die Aufnahme eines Geisteskranken in eine der beiden Landes- Irrenanstalten handelt, oder wo die Absicht besteht, als Krankenwärter oder Krankenwärterin oder in sonstiger Eigenschaft in den Dienst der hiesigen Anstalt oder des Großherzoglichen Landeshospitals zu Hofheim zu treten, die genannten Vertrauensmänner zur Ertheilung von Auskunft und Rath bereit sind. Heppenheim a. B., den 27. September 1892. Die Verwaltung der Unterstützungskaffe der hessischen Landes-Jrrenanstalten. Dr. Ludwig. Dr. Wittich. Dr. Stühlinger. Schaum. _ 1. Allcndorf a. d. Lahn: Bürgermeister Volk daselbst. 2. Allcndorf a. d. Lumda: Bürgermeister Rein daselbst. 3. Altcn-Buscck: Forstwart Balth. Volz I. daselbst. 4 Beuern: Lehrer Fischer daselbst. 5. Gießen: Polizeirath Fresenius daselbst. 6. Großen-Linden: Pfarrer Hepding daselbst. 7. Grünberg: Decan Pull- mann daselbst. 8. Hungen: Dr. Rouge, Medicinalrath daselbst. 9. Inheiden: Gemeinderechner Koch daselbst. 10. Klein-Linden: Schmiedmeister Schaum daselbst. 11. Langsdorf: Lehrer Bach daselbst. 12. Lich: Dr. Seipp, pract. Arzt daselbst. 13. Lollar: Oeconom C. Geißler daselbst. 14. Londorf: Pfarrer Weber daselbst. 15. Münster: Pfarrer Weber daselbst. 16. Nonnenroth: Bürgermeister Jacob daselbst. 17. Ober-Bessingen. LehrerW alz daselbst. 18. Saasen: Bürgermeister Schmitt daselbst. 19. Steinheim: Bürgermeister Niclas daselbst. 20. Villingen: Bürgermeister Koch daselbst. 21. Weitershain: Bürgermeister Faulstich daselbst. 22. Wieseck: Lehrer Katzenbach daselbst. Cocalcs rrnd provinzielles. Gießen, 10. October 1892. — Der Vorstand des Verbandes deutscher Haudlungs- gehilfen ersucht in einer Eingabe die deutschen Handelskammern, „in geeigneter Weise aus die Geschäftsinhaber einzuwirken, daß sie den Ansturm gegen die eingeführte Sonntags ruhe unterlassen und daß sie für eine Abkürzung der übermäßig ausgedehmen Geschäftszeit besorgt sein möchten", unter Hinweis aus die in mehreren Orten wiederholt, aller- dings bisher vergeblich unternommenen Versuche, die Handlungsgehilfen für die Sozialdemokratie zur gewinnen. In der Eingabe wird auch betont, daß eine ungünstige Wirkung des Gesetzes aus den Geschäftsbetrieb nach so kurzer Zett entschieden noch nicht sestgestellt werden könne, zu sachgemäßer Beunheilung zweifellos eine längerer, alle Jahres- zelten umfassender Zeitraum, also wenigstens ein ganzes Jahr, gehörte. [8674 Vossius. Aeilqeßotenes. Ztädtlschks Gas- und WasskriverK Gieren 8702] Conr» vom 30,/LK. 7./X. Cours vom 30./IX. 7./X. empfiehlt billigst [8505 Heinrich Wallach. [8504 von 1891. chem. Pergamentpapierstreifen. Gebrauchsanweisungen. pr. Stück 10 Stück 25 Stück empfiehlt Bekailttiulachulljj. Die Entleerung der Senkgruben rc. unserer Anstalt soll für die Zeit vom 15. d. M. bis 31. März 1893 aus dem Submissionswege vergeben werden. Die Submissionsbedingungen liegen Nachmittags von 3—5 Uhr aus dem Berwaltungsbureau offen. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 12. d. M. auf dem genannten Bureau abzugeben. Gießen, 6. October 1892. Großherzogl. Verwaltungs - Direction der chirurg.-ophthalm. Univ.-Klinik. Wohllhätigkeits-, Ausstellungs. und Pferde-Lotterien -mpfi-hll Heinrich Wallach. Sepiemberwoche der Reichsbank gebracht batte. Die Bank wurde bri weitem stärker in Anspruch genommen als vergangenes Jahr, denn bte Notenresei oe fiel um 210 Millionen gegen 175 im Vorjahre. Es schemt indessen, daß der Vergleich mit dem Vorjahre diesmal nicht angebracht ist, weil die Bank gegen ihre sonstige Gewohnheit in diesem Jahre auch wahrend des Herbsttermins Käufer von Privat- disconten gewesen ist und dadurch jedenfalls viel mehr Wechsel an sich heranzog, als dies sonst der Fall zu sein pflegte. Jedenfalls ist von einer Anspannung im offenen Markte auch heute noch nichts zu bemerken Die Sätze sind nach der Liquidation wieder zurückgegangen, und es scheint auch für den Schluß dieses Jahres keine erhebliche Steigerung bevorzustehen. Behufs Veräußerung des Restes der 3 0/0 Russischen Anleihe scheinen abermals Verhandlungen angeknüpft worden zu sein, die aber wiederum zu keinem Resultat geführt haben. Dagegen hat der Finanzminister wiederum zur Notenpresse greifen müssen, um seinen nicht enden wollenden Geldverlegenheiten zu begegnen. Diese Notenemissionen geschehen fortgesetzt gegen Hinterlegung von Gold, das aber natürlich nur der Deckung für die bereits umlaufenden Noten entnommen werden kann und deren Werth daher ständig beschränken müßte. Daß dies zur Zeit nur in geringfügigem Maße geschieht, ist ein Punkt, der noch nicht vollständig aufgeklärt tft. Die Börse hält fest an der Hoffnung, daß ein Handelsvertrag mit Deutschland zu Stande kommen werde, und sie zahlt von Monat zu Monat nicht unbeträchtliche Reportsätze für die Prolongation ihrer Rubelengagements. Es gehört doch aber ein gut Theil Optimismus dazu, um den Glauben aufrecht zu erhalten, Rußland könne bei seinen desolaten wirihschaftlichen Zuständen für die nächste Zeit irgend welchen Vortheil aus einem Handelsvertrag ziehen. Recht ungünstig wirkte am Schluß der Woche ein scharfer Rückgang der 3O/o deutschen Fonds. Den Anlaß zu demselben gibt die neue Militärvorlage und die Vermehrung der Reichsschulden, welche dieselbe jedenfalls im Gefolge haben wird. Auch die Steuerprojecte, zu welchen die Militärvorlage den Anlaß gibt, machten recht ungünstigen Eindruck, denn unter denselben befindet sich auch eins, welches der Börse neue Lasten auslegen will. Das Schlimmste dabei ist, daß gar keine Aussicht besteht, daß die wahren Absichten der Regierung bald bekannt gegeben werden, so daß die Ungewißheit und damit die Beunruhigung noch geraume Zeit anbauern dürfte. Die Cholera hat wenig Einfluß mehr geübt. In Hamburg hat sich der Gesundheitszustand wesentlich gebessert, und geordnete Verhältnisse scheinen allmälig zuruckzukehren. Dagegen hat in Budapest die Seuche ihren Einzug gehalten, und wenn sie auch bisher keinen großen Umfang gewonnen hat, so hat sie doch neue Sorgen wachgerufen. Die Kohlensubmission in Karlsruhe hat den Nachweis gebracht, wie weit die Kohlenpreise eigentlich in der letzten Zeit zurückgegangen sind. Die Zechen haben etwa zu 70 loco Zeche angeboten, und die Kohlenpreise sind daher auf ein Niveau zurückgegangen, welches dasjenige vor dem 1889er Strike kaum überragt. Die Bestrebungen, das Kohlensyndicat zu Stande zu bringen, werden fortgesetzt, ob mit besserem Erfolg als bisher, ist zu bezweifeln, obgleich für die Betheiligung der Zechen eine neue Grundlage conftruht wurde. Die Course selbst find per Saldo wohl etwas zurvckgegangen, obgleich dies nirgends sehr bedeutend ist. Von Banken erlitten nur die österreichischen Werthe größere Einbußen. Ebenso ist auch das Verbältniß bei Bahnen. Oesterreichische Werthe sind überwiegend abgeschwächt, während deutsche, schweizer und italienische Actien sich behauptet haben. Montanwerthe haben ihren vorwöchentlichen Rückgang noch etwas weiter sortgesetzt, aber auch hier sind die Differenzen unbedeutend. Im Rentenmarkt war außer dem erwähnten Coursabschlag deutscher Fonds die Bewegung der Türkenwerthe auffallend, die während der Pariser Liquidation zum Rückgang neigten, dann aber wieder fest wurden und ihre Einbußen zum Theil einholten. Griechen und Portugiesen sind erholt. Oesterreich-ungarische Renten schwächten sich am Schluß der Woche mit den anderen nach Wien gravirenden Werthen ab. Froftspavner- Leim ^,6648] Mein Lager von neuen Arbeiterkleidern, wie Hosen, Säckchen, Westen, Hemden rc. verkaufe ich unter Sin- kaufSpreis wegen Aufgabe dieser Artikel. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. Börse» woüdw Eisend. 92 90 93.— 3O/o do. Ergänzungsnetz 5o/n Nordweftbahn Gold 76.20 107.60 76.40 107.65 4o/o Wladikawkas garnt. 4% gar. Sardin.Sec.ftfr. 91.50 78.35 91.50 78.30 Ludwigshafen-Bexbach. 223.80 224 50 Galtz.CarlLudw.-B-Act. 1823/4 1823/g Hessische Lndwigsbahn. 114 25 11405 Oeft. Nordw.-Bahn ßiLB. 1968/4 195.50 Pfälzische Nordbahn . 114.10 114.45 Gotthardt..... 155 — 155.— Lübeck-Büchner 145 — 144.20 Jtal. Mittelmeer . . 107 45 107.— Deutsche Reichsbank . Sanf*Äcti