1892 Samstag den 10. September Nr. 211 Giehener Anzeiger Henerat-Anzeiger. Aints- und Anzergeblutt für den 'Kreis Gieren. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutstratze Nr.7. Fernsprecher 51. Vierteljährig »r Monncmentspreis: 2 Mark 20 P^q. mit- Brmgcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark hl) Pfg. , Die Gießener Iramikien btatter lverdrn dein Anzeiger wöchentlich dreimal veigelegt. Der HieKcner Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Hratisöeil'age: Hießener Jamitienöl'ätter Einnahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Rümmer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Nr. 37 des ReichS-GesetzblattS, ausgegeben den 6. d. M. enthält: (Nr. 2048k Bekanntmachung, betreffend die Bezeichnung der Kauffahrteischiffe. Vom 1. September 1892. Gießen, den 8. September 1892. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. _________v. Gagern.___________________ Bekanntmachung. In einem Gehöft zu Lützellinden, Kreis Wetzlar, ist die Mau! und Klauenseuche ausgebrochen. Gießen, den 7. September 1892. Großherrogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. __________ Gießen, den 7. September 1892. Betr. i Die Ableistung des Huldigungs- und Verfaffungseides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfaffungseides der neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großh. Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, verheirathetxhaben, soll, wie nachstehend angegeben, statt staden: \ 1) der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amts- gerichksbezirken Lich und Butzbach gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Montag den 19. September l. I., Nachmittags 1 Uhr in dem Rathhause zu Lich. 2) der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amts- gericktsbezirken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Montag den 26. September l. I., Nachmittags 1* 1/4 Uhr in dem Rathhause zu Hungen. 3) der Orts- und Staatsbürger aus den in dem Amts- perichtsbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag den 27. September l. I., Vormittags 11 Uhr in dem Regierungsgebäude (auf dem Brand) zu Gießen. 4) der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg und Homberg gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Samstag den 1. October I. I., Vormittags 8 Uhr in dem Rathhause zu Grünberg. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Vorgeladenen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. ___________________v. Gagern. ________ Bekanntmachung, die Veranstaltung von Verloosungeu innerhalb des Groß- herzogthums betreffend. Das Ausstellungscomite des Oberhessischen Obstbauvereins der Bezirke Büdingen und Schotten beabsichtigt mit einer vom 6. bis 9. October zu Nidda stattfindenden Obstausstellung eine Verloosung von Gegenständen zum Betriebe des Obstbaues zu verbinden, um die Mittel zur Einrichtung der Ausstellung zu gewinnen. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 4000 Loose ZU 0,30 Mark das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 % des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Der Vertrieb der Loose in den Kreisen Büdingen und Schotten ist gestattet worden. Gießen, den 8. September 1892. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J.V.: Jost- Deutsches Reich. Berlin, 8. September. Das Unterbleiben der großen Manöver am Rhein und in Lothringen hat den Wegsall der geplanten Reisen des Kaisers nach Coblenz und nach Metz zur Folge gehabt. Der Besuch in Metz aus Anlaß der nun abgesagten Manöver des 16. Armeecorps war längst 1 Lieblingswunsch des hohen Herrn, und wie sehr Kaiser llhelm bedauert, auf bie Aussührung dieses Planes verzichten zu müssen, gehr aus seinem Erlaß an den Statthalter bpr Reichslande zur Genüge hervor. Vielleicht, daß indessen den Metzern noch im Spätberbste die Ehre und Freude zu Theil wird, den erlauchten Monarchen in den Mauern ihrer Stadt begrüßen zu dürfen, wenigstens ist noch nicht bekannt, daß er auf einen Besuch in seiner lothringischen Besitzung Urville im lausenden Jahre verzichtetet hätte. — Im Anschluffe an das Fallenlassen der großen Manöver beim rheinischen und beim lothringischen Armeecorps ist Allerhöchsterseits auch das Unterbleiben der Bildung einer Reservebrigade beim 8. Armeecorps verfügt worden. Weiter soll es denjenigen Reservisten und Dispositionsurlaubern der gedachten Armeecorps, welche nach Choleraorten entlassen werden müßten, gestattet fein, einstweilen noch bei den Truppen zu verbleiben. 2ie*icftc Nachricht«»». Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 8. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." bestätigt die Meldung von der Einberufung des Colo- ni alt aths für October. An die verschiedenen colonialen Geselljchaften, denen das Recht zusteht, Mitglieder für den Rath vorzuschlagen, ist bereits seitens des Reichskanzlers die Aufforderung ergangen, Candidaten namhaft zu machen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 8. September. Der nächste preußische Etat enthält vor Allem eine Forderung für die Ausstellung zu Chicago zwecks einer Ausstellung im Unterrichtssache. — Die Milit ärv orlage gelangt im Anfang des nächsten Jahres an den Reichstag. Berlin, 8. September. Das „Berliner Tagebl." meldet, daß auch in Bayern wegenGesundheitsrücksichten die Truppenübungen aussallen. Berlin, 9. September. Die „Nationalliberale Corre- spondenz" schreibt, die Deckung der neuen Militär- ausgaben aus Reichsmitteln sei unbedingt nöthig, da eine Erhöhung der Matrikularbeiträge undenkbar sei. Die Erwägungen der Regierungen betreffen nur die Steuern mit großer Ergiebigkeit, in erster Linie Gegenstände mit Massenverbrauch, wie Tabak, Bier, Branntwein, weiter auch eine stärkere Heranziehung des Börsenverkehrs. Berlin, 9. September. Die „Berl. Polit. Nachr.", die Errichtung von Gewerbekammern besprechend, erklären, die Bildung neuer Innungen sei unmöglich und werthlos, weil ihre Befugnisse auf die Gewerbekammern übergehen, dagegen sei den bestehenden Innungen die Bildung von besonderen Gruppen in den Gewerbekammern zu gestatten. Genua, 8. September. Das italienische Königspaar ist auf der 9)ad)t „Savoya", von drei Divisionen der italienischen Flotte begleitet, um 4 Uhr 30 Min. hier ein- getroffen. Als die fremden Geschwader die italienische Flagge hissten und Salven das Königspaar begrüßten, war der Riefenhafen von einer dichten Rauchwolke eingehüllt. Unter Hurrahrufen der Matrosen und einer colossalen Menschenmasse legte die Dacht, von etwa hundert Booten umschwärmt, an und fuhr bald darauf unter Glockengeläute und Salven von 40 Kriegsschiffen nach dem Wilhelmskai, woselbst sich die Hurrahruse der Menge erneuerten. Genua, 8. September. Die Blätter feiern d e n heutigen Tag aufs Schwungvollste und heben hervor, daß nur die einheitliche Macht Italiens dieses Friedensfest ermöglichte. Wenn sich das Volk noch in seiner alten Zerrissenheit befände, würde Genua niemals Zeuge einer so großartigen Huldigung gewesen sein, wie sie heute vor sich geht. , 11l'LS!" JL J 1 J_____■ ' JJ. I I Die Cholera. Die Cholera in Hamburg weist leider wieder eine Zunahme der täglichen Fälle auf. So wurden z. B. vom Dienstag 702 Erkrankungen und 333 Todesfälle an Cholera gemeldet. Stärker tritt die Seuche auch im Vororte Barmbeck und in den Ortschaften in der Nähe des Friedhofes zu Ohlsdorf, wohin die meisten Choleraleichen zur Bestattung verbracht werden, auf. Hoffentlich entwickeln darum die Hamburger Behörden in der Bekämpfung des gefährlichen Feindes jetzt die größte Energie, dies umsomehr, als sie ursprünglich der Seuche gegenüber offenbar sehr nachlässig gewesen sind. Namentlich muß der.bisherige oberste Sanitätsbeamte Hamburgs, Medieinalrath Dr. Kraus, als ein Vertreter des ursprünglichen Vertuschungssystems betrachtet werden. In allen Kreisen der Hamburger Bevölkerung ist es daher mit Genugthuung begrüßt worden, daß der Senat die von Herrn Dr. Kraus nothgedrungen eingereichte Entlassung desselben ohne Weiteres angenommen hat. An Stelle des genannten Herrn ist Physikus Dr. Keincke provisorisch mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Medicinal-Jnspectorats beauftragt worden. — Die sächsische Regierung hat die vom Rath der Stadt Leipzig beantragte Verschiebung des Beginnes her Leipziger Michaelis messe auf den 3. October nur unter her Voraussetzung gestattet, daß sich die gesundheitlichen Verhältnisse bis dahin erheblich bessern. Sollte diese Voraussetzung nicht eintreffen, so wird die Messe vermuthlich ganz unterbleiben. — Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 7. bis 8. September, Mittags, gemeldete Cholera-Erkrankungs- und Todesfälle: Datum Staat 1/9, 5/9. 6/9. 7/9. und O r t — e E E s Bezirk c a Q c — •TT c- L c 5; Hamburg Preußen Hamburg 501 158 674 264 702 333 655 315 Lüneburg Wilhelmsburg 7 4 5 2 3 1 12 4 Stade Krautsand 3 1 1 — 3 2 — — Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirk Stade: in je einem Orte der Kreise Neuhaus und Kehdingen 1 Erkrankung. Regierungsbezirk Lüneburg: in einem Orte des Kreises Harburg (Land) 1 Erkrankung, 1 Todesfall. Regierungsbezirk Hannover: in einem Orte des Kreises Hoya 2 Erkrankungen. Berlin: 1 Erkrankung. Regierungsbezirk Köslin: in einem Orte des Kreises Stolp 1 Erkrankung. Großhcrzogthum Mecklenburg-Schwerin: in den Städten Dömitz und Tessin je 2 Erkrankungen, in Güstrow 1 Erkrankung. Aus dem Regierungsbezirk Schleswig find Nachrichten bis jetzt nicht eingetroffen. Berlin, 8. September. Die Stadtverordneten genehmigten einstimmig die Magistratsvorlage betreffend Bewilligung eines Credits von 300000 Mark zur Abwehr der Choleragefahr. Berlin, 8. September. In der gestrigen Sitzung der medicinischen Gesellschaft legte Pros. Virchow dar, daß der Cholera-Seuchenheerd nur in Hamburg zu suchen sei und daß von dort die Cholera verbreitet werde, jedoch noch nirgends epidemisch aufgetreten sei. Berlin, 8. September. Mehreren auswärtigen Blättern wird von hier gemeldet: Auf Anordnung des Kaisers trat gestern unter dem Vorsitze Böttichers dieCholeracommisfion zusammen. Die Vertreter der Bundesstaaten wohnten der Sitzung bei, ferner der Reichskanzler, Cultusminister Bosse und Graf Eulenburg. Hamburg, 8. September. Es wird allgemein gewünscht, daß das kaiserliche Gesundheitsamt die Oberleitung des hiesigen Sanitätswesens übernehme. Die Einwohnerschaft Hamburgs ist sehr befriedigt über die Entlassung des Medicinal-Jnspectors Dr. Kraus. Hamburg, 8. September. Der amtliche noch vom Ju- spector Kraus unterzeichnete Wochenbericht des Medt- cinal-Jnspectorats ergibt für die Woche vom28. August bis 3. September: 1158 Choleratodte, 3922 Cholerakranke, davon 1253 in der Innenstadt, 491 in St. Georg, 516 in St. Pauli, 459 in den rechtSalstrigen, 555 in ödi links- alftrigen Vororten, 492 in Borgfelde, Hamm, Horn und Billwärder. Von den Todten hatten 581 ein Alter von 25 dis 50 Jahren, 222 darüber. Altona, 8. September. Hier wurden heute 17 Erkrankungen an der Cholera und 10 Todesfälle conftatirt. Baden-Baden, 8. September. Auf dem Verbandstag der Vereine für Reform des Bestattungswescns und facultativen Feuerbestattung wurde folgende Resolution gefaßt: In Anbetracht der zur Zeit in Hamburg herrschenden Cholera, der Schwierigkeit der Erdbestattung der Leichen und der hiermit zweifellos verbundenen vermehrten Ansteckungsgefahr machen die am 8. September 1892 in Baden-Baden versammelten Vertreter der deutschen Feuerbestattungsvereine folgenden Vorschlag zur raschen und gefahrlosen Beseitigung der Cholera-Leichen: In Hamburg sind täglich wenigstens 350 Leichen von an der Cholera Gestorbenen zu bestatten. Zu deren Verbrennung sind auf jedem Hofe der beiden dortigen Choleraspitäler 8 Nothöfen nach dem System Georg Feist zu Forbach zu errichten. Diese können Temperatur der Lahn und Luft gemesim nach Reaumur am 9. September, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 10V» Grad, Luft 9 Grad im Schatten. Rübsamen'sche Badeanstalt. innerhalb drei Tagen erbaut werden und ermöglichen die Verbrennung von täglich 360 bis 400 Leichen. Die Kosten der Erbauung eines Ofens belaufen sich aus etwa 500 Mark, die des Brennmaterials für eine Leiche auf 2 Mark. Der Verbandstag hat den Verein für Feuerbestattung zu Frankfurt am Main mit Auskunstsertheilung betraut. Bern, 8. September. Der schweizerische Bundesrath hat sämmtliche schweizerische Eisenbahndirectionen angewiesen, alle aus dem Auslande kommenden Extrazüge, gleichviel welcher Art die Herkunft ist, nicht weiter ins Innere des Landes zu befördern. Brüssel, 8. September. Die Cholera ist hier im Abnehmen begriffen, dagegen breitet sie sich von Antwerpen den Canälen entlang im Lande aus und sind besonders die Provinzen Hennegau und Brabant stark heimgesucht. London, 8. September. Die „Times" meldet, daß die Cholera tn Teheran erloschen sei, mindestens 13000 Personen seien der Seuche erlegen, in ganz Persien ungefähr 30 000. i Cer Ötrom hat einen falschen Weg genommen und nur ein Knacken i im Fernhörer verursacht. Cs empfiehlt sich also, das Ende jeden Gespräches mit „Schluß" zu bezeichnen- hierauf schleunigst die Fernhörer einzuhängen und durch dreimaliges kurzes deutliches Drücken Ä^^^opies das Schlußzeichen zu geben. Geschieht !°pbl^bt die Verbindung bestehen und beim nächsten An- Apparal genö4hig^ no$ verbundene Theilnehmer wieder an den ^ider wird nun im Unmuth erst recht hastig abgemeldet, ohne daß, wie oben angeführt, das Amt etwas davon merken kann. k c xnc Ä^altung auf kurze Zeit unterbrochen, so muh ?e^ch der eine Theilnehmer den Fernhörer unausgesetzt am Ohre behalten; es empfiehlt fid) aber, das Schlußzeichen zu geben und bei Aortschung des Gespräches das Amt von Neuem anzurufen. In stärkeren Verkehrsstunden fallen viele Klappen gleichzeitig, die Be- d^uung der betretenden Leitungen kann alsdann nur nacheinander hSr* >An^&aen es nicht richtig, im Unmuth ?^uber, daß die gewünschte Verbindung nicht sofort zu erlangen ist. den Apparat gleich zu verlassen. Anderseits tritt eine Verzögerung t)er Verbindungen häufig dadurch ein, daß der Beamte die Meldung ^hier Amt oft wiederholen muß, weil der rufende Theilnehmer es verabsäumt, seinen linken Fernhörer vor dem Anruf an das Ohr zu ^hmen Oft wird fälschlich nur der rechtsseitige Hörer abgehängt der Therlnehmer kann alsdann die Meldung überhaupt nicht erhalten. Bei vielen Theilnehmern find' besondere Einrichtungen, wie z. B zweste Apparate, besondere Wecker, Umschalter für den Anschluß aa n^r^uerwache u. s. w., vorhanden. Auf die richtige Stellung der Umschalter muß besondere Sorgfalt gelegt werden. Durch unrichtige Stellungen derselben werden recht empfindliche Störungen verursacht. Eingesandt. Gießen, 9. September 1892. f r. Mittwoch Abend hatten drei Herren bei dem gegenwärtig ber L°hn das Malheur, bei der Einsahr? auf Einen der dort zahlreich im Wasser stehende" RAen °Aeiiahrcn und waren trotz allen Anstrengungen nicht im §iande, rhr Boot wieder flott zu machen. Das Vergebliche ihrer Bemühungen etnsehend, suchten sie einige der auf der Brücke zahlreich versammelten Anwesenden zum Herbetholen eines Bootes zu oer- anlaffen. Wohl an 100 Zuschauer befanden sich auf der Brücke Änft11!1 Dt£n ^nCnrlanb bemüßigt, dem Treiben der Jungen Einhalt zu thun, welche, anstatt jener gewiß gerechtfertigten Aus- ^nfafte^he^ SU leisten, sich nicht entblödeten, die Insassen des Bootes zu beschimpfen und Steine nach ihnen zu ,H°Ern Schwimmlehrer Rödel endlich mit Diel’« Mvhe bewirkte Flottmachen des Bootes entlockte der Menge nur erneutes Gejohle. Es ist sehr bedauerlich, daß die beiden Herren "blche sich vergeblich bemühten, die versammelte Jugend in Schänken ju halten, keine Unterftuöun0 bei den anderen Leuten fanden die SÄ&ÄXJ*"1*8 b" kirchliche Anzeigen -ee Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- 13. Sonntag nach Trinitatis, 11. September* Vormittags ?a/4 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. dienst Hl* unb heiliges Abendmahl im HauptgotteS-I Kinderktrche fällt aus. besorg^Pfdrer^Äauman^ 17’ @tptm6s Katholische Gemeinde. tember:SOnnta0 $fing,icn' MariSG-burt, 11. S-p- @etege®6dlSiur66I.9®Äta6§ W Unb 3*bCnb§ um ™ .^Sonntag: Vormittags von s/46 Uhr an Geleaenbeit nir M Deich e; um 6 Uhr erste hl. Messe; um V,8 Uhr zwette hl Messe; um /<10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 10. September: U& 8°° U6r' 92at6mi,ta^ 4™ Vermischte-. I * Frankfurt a. M., 7. September. Das Obstmarkt- I ^omite versendet soeben die Einladungen zu den in diesem I v§ühre (29. September und 11. October) stattfindenden Ob st Märkten. Nach der Marktordnung wird ausschließlich in Deutschland gezogenes Obst u. s. w. zugelaffen und zwar sortirtes Tafelobst, gepflücktes Wirthschastsobst, gewöhnliches Wirthschafts- und Mostobst, gedörrte und eingekochte Obst- srüchte, Obstweine, Obstbranntweine, Obstliqueure, Mus, Marmelade, Gelse u. f. w., sowie gedörrte und eingekochte ! Gemüse. Der Verkauf geschieht nach Proben. Die Proben von sortirtem Tafelobst und gepflücktem Wirthschastsobst dürfen bis 5 Kgr. brutto, diejenigen von gewöhnlichem Wirthschastsobst bis 25 Kgr. betragen. Obst- und Gemüse- Producte sind mit Ausnahme der flüssigen, die in Flaschen aufzustellen sind, in Originalpackung auszustellen. Jeder Probe ist ein Begleitschein beizugeben, der folgende Angaben enthält. Name der Sorte, Preis per Kilogramm, bezw. per 100 Kgr. ab nächster Bahnstation, das zur Verfügung stehende Quantum, den Namen des Verkäufers, die ungefähre Lieferzeit. Die Proben sind am Tage vor Abhaltung des Marktes franko Marktlocal zu liefern. Alle Verkäufe auf dem Obstmarkte finden durch vom Marktcomite abgestempelte Schlußscheine unentgeltlich statt. Begleitscheine find vom Obstmarkt-Comite erhältlich, das auch jede weiter gewünschte Auskunft ertheilt. * Augsburg, 8. September. In dem Lechfeldlager e x p l 0- dtrte eine blindgegangene Granate beim Entladen. Zwei Fußartilleristen wurden gelobtet, ein dritter ist schwer verletzt. * Kiel, 8. September. Vergangene Nacht explodirte 1 ein schwedisches Schiff, mit Naphta befrachtet, und verbrannte vollständig. Ein Matrose ist tobt. Der Capitän wurde ins Wasser geschleudert, jedoch gerettet. Z** xxx?L 6ir,ft Rabnt allo au 8 erfter Hand b v0" El,®n & Bussen, Crefeld, \rV iVlIlllVIll ,n 'Am Manh beziehen. Man verlange f t ' Muster mit Angabe dcS Gewünschten. Verkehr, Land. uttfc Volkswirthschaft. I o △ dluS dem Ohmthal, 7. September. Aeußerft stark sind die gegenwärtig stattfindenden Grummetgrasversteigerungen fAr a ' Gemeindewiesen von Steigerern besucht und^die für das Grummetgras gebotenen Preise übersteigen die des Heugrases 9Vrft,.ainPMrDPPe^Dessenungeachtet erreicht bei manchen Versteigerungen der Gesammterlos den Erlös aus der Heugrasver- ift 0ehflU6n9pr aI”6 be-^iafbcltanb auf Didcn Wiesen eben so schlecht fannb ^ür fnlA, ' ^^brn nur zur Weide benutzt werden u“,r 'Olche Wiesen^ werden eben auch sehr geringe Preise be- r.c^tercJ“r Wiesen mit gutem Graswuchs ganz un- gewohnlich hoch find. Der Gentner Grummet stellt sich vielfach schon 3 6 § 4 SWarf. Es ist aber auch in der That ein ^lttnes Vorkommen, daß nach einer schlechten Heuernte eine r? CT/ Grummeternte folgt. Schlechte Heuernten sind auch fM0urch das Ost-Detachement ihren Schluß, nach hM^hCmJtd,,@tree Hoheit zu Wagen nach Wörrstadt begab^too em Ex-razug zur Rückfahrt hierher bereitflanb. it 'Rheiuhissin), 6. (September. Ein gräßlicher UN»lücksfall trug sich hier zu. Der Arzt von Mommet. heim benutzt zu leinen Kraukknvtsiien in den Nachbarorten ein Velociped; derselbe fuhr nun durch unsere Gemarkuna und m ber Nahe der Straße pflügte der Kne?t d^s h s,q . Adsunkten mit zwei Pferden. Durch den ungewohnten Anblick i erirfirecft, scheuten die noch jungen Thiere und gingen durch. I Briefkasten. △ in L. Ihr Artikel über bie Brob- unb Fleisckpreife betubl «uf talfdier Auffassung Hierorts werben von 14 zu 14 Tagen die Srobpreife °°n den Backern iestgesetzt unb sowohl durch den „Anzeiger veröffentlicht als durch einen polizeilich gestempelten Anschlag an einer von Außen sichtbaren Stelle der Verkaufstoeale besonn g'Seb-n. Desg eichen sind bie Bäcker unb Brodhändler verpflichtet, in ihren Verkausslocalen gestempelte Waagen zum Nachwiegen des Brodes aufzustellen, sowie das etwa am Gewicht"hlenbe zu ergänzen. 2)ie Preise ber Backwaaren jedoch zu regeln, wie ©re angeben, liegt außerhalb der polizeilichen Befugniß; bie Bäcker können auf Grunb der Gewerbe reihett bie Brodvretfe nach «Beliebt Wen. Mit Ihrer Meinung, baß bie BrobprT nach ^ Frucht- unb ^blpreifen noch ermäßigt werden könnten, haben Sie nicht umecht; hosfentlrch haben die Herren Bäcker ein Einsehen und SmeÄeSünl ' b£n $tud,,= unb M-hlpr-ise» -77 Dus Technikum Mittweida zählte im vergangenen 25. Schuljahre 1198 Schuler, welche bte Ablheilung für Maschinen- Jngenieure ur.b Ettctrotechniker bez. die für Werkmeister betuchler. Unter den Geburtylanbem bei Schüler bemerken wir: Deutschland. Oesterreich, Ungarn, Holland, Schweiz, Luxemburg Großbritannien, Danewatk, Schweden, Norwegen. Rußland, Türkei, Rumänien, Serbien, Bulganer- Jtalun, Frankreich, Spanien, aus Asien: Java, Ostindren, Afrika: Aegypten, Kapland, Oranje-Fieistaat, ferner Nord-, Mittel- und Südamerika (Vereinigte Staaten von Brasilien, Argen- ^^.^Enezuela) Die Ellern der Schüler gehören haupljächlich dem Stande der Mrikanten, Ingenieure, Mühlen- unb Brauerei- bEsitzer, Schlosser, Mechaniker, Baugewerke, Staats- undEommunal- beamten unb Kaufleute an. Die Ausnahmen für das nächste Winter- halbiabr beginnen am 17. October. Aufnahmen in den unentgeltlichen Vorunterncht frnben von Mitte S.ptember bis Beginn bes Semesters jedkrzeit statt. P.ogramm unb Jahresbericht erhalt man unentgeltlich von der Direktion des Technikum Mittweida (Sachsen). b bC[anb auf i>er Chaussee ein Mädchen des Hand- di- Fernhörer nach dem Gespräch nicht sofort eingehängt worden arbettery Huck von hier, welches mit einem Handwägelchen ' h*r ' • * futter heirnfuhr. Dasselbe konnte vor den wild daher rasenden Pferden nicht rechtzeitige, ausweichen, so daß das ganze Gefährt das Kind überrannte. TÄs Wägelchen ging in Stücke, das Kind wurde vom Pflug etwa 200 Schritte milgeschleift, bis man in der Nähe unseres Ortes die Pferde zum Stehen brachte. Mit Mühe brachte man das verunglückte Mädchen aus dem Pflug heraus. Heute wurde demselben ein Theil des Schädels trepanirt, die übrige Operation soll morgen erfolgen.