Nr. 304 189t Donnerstag den 31. Deccmber . £- , , , , - ------! . - täglich, rät DrZnohm« de- Äoxlctgl. Sir-Mer ffiräea brat Snzei^r Gießener Anzeiger Keneral-Unzeiger. Lterräjichr^u« JMe*emt*Ufrdi l 2 Mark 20 Pfg. M Bringerlohu. Durch die Post bc^ye 2 Mark 50 Pf«. Äcbaction, tpebWw und Druckerei: -ch»lßr«t< Her»j«recher 51, Amts» und Anzrigeblatt für den Kreis Gieren. MgmW—MlIIIW illlWEMBEagHlB3EMywWBgg5K^^8eaMJUJMgMMiBynHIIMIIBIIIIIIIIIII . 1MWFT . JBIWWftlMm JtMEK-TO*riiau S^e|mt »sä Anzeigen zu der Nachmittag» fit den ff *6* I Me de» In- und IrätaM nchVk« X®9 erscheinenden Nummer Ml Vor». 10 Uhr. | ^»UUJPvillljC» ^luUlultUVmlUU | Anzeige« für den „Gießener Anzeiger" entgeh MMVIM1iWLS^^MS®^WWi»SN8MM^_WI!^IU^,—?p^M!JMlBll*gggC"gg^»"gggg.g!gM!!Mi’Wi!!l.ujj ^E1_WSW»MWWWWW»«SIW«W Amtlichem Theil. Bekanntmachung. Wir sehen uns veranlaßt, hierdurch zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß das Gratuliren zum neuen Jahre in der Absicht, dadurch Geschenke zu erhalten, als Betteln bestraft wird und daß das Aufsichtspersonal angewiesen ist, solche Bettler vorzuführen bezw. zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 30. December 1891. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. __________________Fresenius.__________________ Bekanntmachung. Seit dem 20. October 1887 ist, um dem Vagantenthum nach Möglichkeit zu steuern, in hiesiger Stadt eine Naturalverpflegungsstation errichtet worden, welche sich bis jetzt bewährt hat. Von der Verpflegungsstation wird an die die Station in Anspruch nehmenden durchreisenden Handwerksburschen kein Almosen gegeben, sondern den Durchreisenden wird gegen von ihnen zu leistende Arbeit Nachtlager und sonstige Verpflegung in ausreichender Weise verwilligt. Es wird also der drückende Gedanke des Almosenempfangs vollständig ferngehalten. Zugleich mit der Berpfleg- ungsstation ist eine Arbeitsnachweisestelle bei der unterzeichneten Behörde errichtet worden und werden die Gewerbetreibenden dahier dringend gebeten, im Bedarfsfälle sich an die genannte Behörde zu wenden, UM durch Anmeldung ihres Bedürfnisses an Arbeitskräften die so segensreiche Einrichtung auch ihrerseits zu unterstützen. Ueber- dies können die übrigen Einwohner Gießens nicht dringend genug aufgefordert werden, das Almosengeben in ihren Häusern gänzlich einzustellen und die um Almosen Nachsuchenden ab und an das Polizeiamt Gießen zu verweisen. Gießen, den 30. December 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _____Fresenius._________________ Bekanntmachung. Die Forst- und Feldstrafen der 5. Periode können bis zum 25. Januar 1892 kostenfrei hierher bezahlt werden. Gießen, den 30. December 1891. Großherzogliche Districtseinnehmerei Gießen I. Platz. Deutsches Reich. Berlin, 29. December. Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hat, wie fast immer, so auch diesmal so gut wie gar nichts des Erwähnenswertheren in der inneren deutschen Politik hervorgebracht. Die Tageszeitungen beschäftigen sich daher in Ermangelung actueller Ereignisse theils mit Rückblicken aus die wichtigeren Begebenheiten der letzten Monate auf innerpolitischem Gebiete, theils mit Ausblicken auf die nächste Zukunft, wobei die zu erwartenden parlamentarischen Arbeiten in erster Linie stehen. Jedenfalls wird erst der Wiederzusammentritt des Reichstages und die kurz darauf erfolgende Aufnahme der Verhandlungen des preußischen Landtages wieder neues Leben in den augenblicklich sehr verlangsamten Gang der inneren Politik bringen. — Der Kaiser hat kürzlich neuen Bestimmungen über die Anrechnung der Militärdienst zeit auf das Dien st alter der Civilbeamten seine Zustimmungen ertheilt. Diese Bestimmungen sollen schon vom 1. Januar 1892 ab in Kraft treten. — Die Blättermeldungen über bevorstehende Personal- veränderungen im preußischen Cultusministerium sind, wie die „Nordd. Allg. Ztg." bestimmt zu versichern weiß, unbegründet. — Die außergewöhnliche Sitzung des preußischen Staatsministeriums am zweiten Weihnachtsfeiertage hat gutem Vernehmen nach dem neuen Entwürfe des Volksschulgesetzes gegolten. Es soll über alle Grundlagen dieses Reformgesetzes eine vollständige Einigung innerhalb des Staatsministeriums erzielt worden sein und erwartet man die Einbringung der betreffenden Vorlage im Landtage alsbald nach dessen Zusammentritte. Ob der Jmmediatvortrag, welchen der Reichskanzler und Ministerpräsident Graf Caprivi dem Kaiser am Montag hielt, mit den Beschlüssen des Staatsminifteriums vom 26. December im Zusammenhänge gestanden hat, muß noch dahingestellt bleiben. Neueste Nachrichten. WolffS selegrapbisches- Torresponbenz-Bvrca«. Berlin, 29. December. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung Puttkamers zum Commissar im Togogebiet, ferner Bestimmungen betreffend die Anrechnung der Militär di en st zeit auf das Dienstalter der Civilbeamten. Depeschen deS „Bureau Herold". Berlin, 29. December. Die „Kreuz-Ztg." meldet aus Wiesbaden, die Nachricht, der hiesige Regierungspräsident von Tepper-Laski werde der Nachfolger des schlesischen Oberpräsidenten v. Seydewitz, sei vollständig unbegründet. Berlin, 29. December. Laut „Staatsanzeiger" wird der Landtag auf den 14. Januar 1892 einberufen. Berlin, 30. December. Einer Meldung verschiedener Blätter zufolge wird zu Neujahr eine politische Ansprache des Kaisers an die Generale erwartet. Bremerhaven, 29. December. Das deutsche Schiff „Sara", aus Oldersum von Schottland hierher unterwegs, ist mit der ganzen Besatzung untergegangen. Köln, 29. December. Die „Köln. Volksztg." meldet aus Saarlouis, der ehemalige socialdemokratische Redacteur Braun wurde wegen Kaiserbeleidigung in einer Versammlung von Bergarbeitern verhaftet. Bochum, 29. December. Die Bergarbeiter-Versammlungen sind sehr schwach besucht, ebenso eine in Gelsenkirchen abgehaltene socialdemokratische Versammlung. Der Verband in dem hiesigen Jndustriebezirke nimmt täglich ab. Wien, 30. December. Der russische Geheimrath Zeve- genrow berichtete nach Petersburg, daß die Regierungs- organe bei Vertheilung von Getreide und Geld in den Nothstandsbezirken gröbste Mißbräuche treiben. Warschau, 30. December. Infolge des Nothstandes hat der Unternehmer der Truppenverpflegung die Lieferungen eingestellt. Angeblich aus gleichem Grunde wurde die Charkower Cavallerie-Division nach Dubno vorgeschoben. Loudon, 29. December. Bisher wurden allein auf den Docks 33 Leichen von während des Nebels Verunglückten aus dem Wasser gezogen. kscater unb provinzielles. Gießen, 30. December 1891. — Wir möchten nicht verfehlen, in Bezug auf die Wahl der Stadtverordneten alle stimmberechtigten Personen — ausgenommen Ortsbürger — besonders darauf aufmerksam zu machen, daß nur noch am heutigen Tage die Abgabe der Erklärung von der Gebrauchmachung ihres Stimmrechts im Bürgermeistereigebäude Zimmer Nr. 15 erfolgen kann, wenn sie bei der im Jahre 1892 stattzufindenden Wahl der Stadt- Feuilleton. Die blaue Hand. Neujahrs-Humoreske von Heinrich Heinrich. (Schluß.) Unwillkürlich stutzte der redegewandte junge Herr und trat einen Schritt zurück. Auch Lieschen erschrak- ihr Papa sprach mit einer zähen Beharrlichkeit, mit einem versteiften Eigensinn, wie ihn nur das Alter hat. Mit mir, Herr Nehring," fuhr Herr Lohmeyer m fast drohendem Tone fort, „sollen sich die jungen Herrchen keinen Spaß machen, und so lange ich da tun, will ich schon aus Recht und Ordnung halten. Koste es, was es wolle. Damit ging Herr Lohmeyer sehr aufgebracht, sehr zormg und sehr hinkend nach seinem Comptoir zurück. Man bemerkte leicht, daß ihn die Angelegenheit über alle Maßen aufreate. Fräulein Lieschen sah Herrn Nehrmg verstohlen an. Ihr war, ohne daß sich das Factum irgendwie erklären ließ, die Befürchtung ausgestiegen, daß Herr Nehrmg zu der blauen Hand in irgend einer Beziehung stünde. Sie seufz e leise und sagte: „Ach Gott, nun auch das noch V Herr Nehring sah die junge Dame aufmerksam an und Fräulein Lieschen wurde sehr roth und sehr verwirrt, wahrend sie ihm die Handschuhe anpaßte. „Fräulein Lieschen, darf ich mir diesen Stoßseufzer aus- legen, wie ich will?" „Ach Gott--aber--Herr Nehrmg, wenn Papes hört. Was meinen Sie damit?" „Ich meine, ob ich aus diesem unbewußten Stoßseuszer entnehmen darf, daß Sie mich gern haben und furchten, Papa könnte sich über mich erzürnen?" „Ach Gott, Herr Nehring —* Ja oder nein, Lieschen!" Cka i» Sie sagte es so leise, daß sie -s selbst kaum hörte, aber hörte. Mit unglaublicher Schnelligkeit und mit noch un- glaublicherer Kühnheit küßte er sie aus den Mund — ein kurzes, aber ein echt goldenes Glück. Dann klapperte Herr Nehring auffällig einige Münzen aus den Ladentisch und ging fort. Herr Lohmeyer verfolgte seine Hand nun in der That mit einer wahren Berserkerwuth, mit einer Verbissenheit, wie sie nur die beleidigte Würde, der beleidigte Ordnuugs- und Rechissinn kennt. Da die hundert Thaler nicht zogen, setzte er einige Wochen später fünfhundert Thaler aus die Entdeckung des Thäters — ohne Erfolg. Er schimpfte aus Polizei und Stadtverordnete und sagte, sie seien faule, schlemmerische Tagediebe, auf die Regierung, die keine Ordnung im Lande halte und der das Wohl und die Sicherheit der Bürger nicht am Herzen läge, — alles vergebens! Die blaue Hand kam nicht wieder. Auch Herr Nehring stellte sich mit einer seltenen Opser- bereitwilligkeit in den Dienst der guten Sache. Er schimpfte weidlich auf das nächtliche Bubenstück, auf die verkommene, revolutionär augesreffene Zeit, auf die Ritter der Nacht, die im Dunkeln schleichen und Nachts auf der Leiter groß thun- aber es hals alles nichts — die Hand war fort. Höchstens war es als ein Erfolg anzusehen, daß Herr Lohmeyer bei dieser Gelegenheit in dem jungen Herrn Oswald Nehring von Nehring und Malter einen sehr ordentlichen, braven und gesinnungstüchtigen Kaufmann und Menschen kennen und schätzen lernte. Der Sommer kam, aber die blaue Hand kam nicht und Herr Lohmeyer sah sich schließlich doch aus Geschäftsintereffe veranlaßt, eine neue Hand über seinen Ladeneingang anzuschaffen. Aber als eine Art Entschädigung für erlittene Unbill, als ein beredter Protest wurde die Hand feuerroth angestrichen. Blutig, wie das Morgenroth der socialen Revolution, lohte und drohte die Hand die Grimmaische Straße cntIan9 — ein mene tekel allem Bestehenden. Immer weiter rollte die Zeit und bald wurde es jährig, seit die blaue Hand fort war. Herr Nehring hatte in der ganzen Zeit seine Nachforschungen in der aufopferndsten und dankenswerthesten j Weise fortgesetzt, hatte auch wirklich Erfolg und konnte schon s an den Weihnachtsfeiertagen Herrn Lohmeyer mittheilen, daß er der Hand auf der Spur wäre. Der Verkehr zwischen Herrn Lohmeyer und Herrn Nehring wurde infolge dessen immer freundschaftlicher, auch Fräulein Lieschen durfte sich manchmal erlauben, etwas nett zu Herrn Nehring zu sein, ohne vom gestrengen Herrn Papa auf den verruchten Character der Jugend hingewiesen zu werden. So kam endlich die Sylvesternacht — schauerlichen Angedenkens — wieder heran. Um jedem neuen Unfall vorzubeugen — man war ja, wie Herr Lohmeyer jetzt behauptete, in der neuen Zeit nicht des Bettes mehr sicher, in dem man lag, — wollte Familie Lohmeyer, die direct über dem Laden ihre Wohnung hatte, die Nacht wachen, bis der Spectakel vorüber war. Damit das aber nicht allzu ängstlich aussehen sollte, hatte Fräulein Lieschen noch eine Freundin und Herr Lohmeyer Herrn Nehring junior zu einem Glase Punsch eingeladen. Natürlich wurden aus dem einen Glase Punsch noch verschiedene andere und als die Stimmung dem Herrn Nehring eine hinreichend sylvestermäßige zu sein schien, sagte er leise und geheimnißvoll zu Herrn Lohmeyer: „Ich bin ihr aus der Spur!" „Das haben Sie schon oft gesagt und es ist immer nicht gewesen, mein lieber Herr Nehring. Ich glaube nicht mehr daran." „Aus mein Wort und auf meine Ehre, Herr Lohmeyer, ich bin ihr aus der Spur. Aber die Sache will schlau an- gedreht werden. Was geben Sie mir, Herr Lohmeyer, wenn ich die blaue Hand wieder zur Stelle schaffe?" „Die blaue Hand?" fragte Herr Lohmeyer eigenthümlich schwärmerisch, als ob ein holder Traum um seine etwas benebelten Sinne fliege. „Aus mein Wort und meine Ehre, die richtige blaue Hand, Herr Lohmeyer!" „Gut. Wenn Sie mir meine blaue Hand wieder herschaffen und den Dieb dazu, daß ich ihn bestrafen laffen kann, so sollen Sie sich aus meinem Laden wünschen, was Sie wollen, und ich werde es Ihnen geben." „Topp! Herr Lohmeyer, es gilt. Fräulein Lieschen, verordneten von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen beabsichtigen. — Im Interesse von Kranken und sonstigen Ruhebedürfligen sei daraus aufmerksam gemacht, daß das Schießen in der Neujahrsnacht, sowie das sonstige Unfugtreiben, Wersen mit Feuerwerkskörpern rc. nach § 367 pos. 8 des Reichs- Strafgesetzes verboten ist. Auch das überlaute Schreien und Spectakuliren ist nicht gestattet, sondern wird als Ruhestörung betrachtet und zur Anzeige gebracht. Wie man uns mittheilt, ist das Polizeipersonal angewiesen, für die Neu« jahrsnacht mit aller Strenge gegen Ruhestörer einzuschreiten und solche zur Anzeige zu bringen. — Ordens - Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habenAllergnädigst geruht: Am 24. December dem Peter Korell aus Zeilbach, Kreis Alsfeld, im Dienste des Landwirths Heinrich Schaaf zu Unter-Seibertenrod, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" zu verleihen. — Sämmtliche Mannschaften der Ersatz-Reserve, welche nicht geübt haben und deren Dienstpflicht in der Ersatz-Reserve vom 1. October 1886 ab zählt, d. h. solche, welche im Jahre 1886 der Ersatz-Reserve 1. Klasse überwiesen worden sind, haben die in ihrem Besitz befindlichen Ersatzreserve-Pässe sofort behufs Uebersührung zum Landsturm 1. Aufgebots dem zuständigen Bezirksfeldwebel einzureichen. Es wird hierbei besonders darauf aufmerksam gemacht, daß, so lange der Uebersührungs-Vermerk in dem Ersatzreserve-Paß fehlt, der Inhaber desselben noch der Ersatz-Reserve angehört. — Der „Deutsche Reichsanzeiger" veröffentlicht das osficielle Gesammtresultat der letzten Volkszählung. Danach hat das Deutsche Reich (einschließlich Helgoland) 49,428,470 Einwohner und gegen 46,855,704 Einwohner (ohne Helgoland) im Jahre 1885. — Erledigte Stellen im Bezirke des 11. Armeecorps. Altenbüren, Gemeinde Altenbüren, Waldwärter, 700 Mk. behalt, 50 Mtr. Deputat-Brennholz und 75 Mk. Mieth- entschädigung. Berleburg und Birkenau, Postamt, Landbriefträger, je 650 Mk. Gehalt und 60 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. Eichberg (Rheingau), Direction der Jrrenheil- und Pflegeanstalt, 2. Verwaltungsgehilse, auf dreimonatliche Kündigung, 500 Mk. Anfangsgehalt nebst freier Dienstwohnung und Verpflegung in 3. Klasse. Gotha, Postamt, Briefträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 900 Mk. Gehalt und 44 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. Main Weser-Bahn, Eisenbahnbetriebsamt, zwei Lademeisteraspiranten, zunächst aus Probe, nach der Prüfung auf Kündigung, im ersten Jahre je 1020 Mk., nach dem ersten Jahre 1140 Mk., nach dem zweiten Jahre 1200 Mk. jährlich. Schmalkalden, Postamt, Landbriefträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 650 Mk. Gehalt und 108 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. Königl. Eisenbahnbetriebsamt Altena, 25 Aspiranten für den Bahnbewachungs- und Weichenstellerdienst, nach bestandener Probezeit und Prüfung auf monatliche Kündigung, 700 Mk. Jahresgehalt und Dienstwohnung. Alsfeld, 28. December. Nach einer Mittheilung des katholischen „Volksblattes" befindet sich auf dem hiesigen Rathhause ein im Jahre 1501 vollendetes kurmainzisches Meßbuch mit herrlichen Initialen, einer Darstellung der Kreuzigung Christi rc. Mainz, 28. December. Die verurtheilten Verbrecher Förster, Wieghardt und Hochgesandt, denen, wie bekannt, die Privatleute Lüft und Weismantel zum Opfer gefallen sind, wurden heute früh in der achten Stunde unter Gensdarmeriebedeckung über Castel ins Zuchthaus gebracht. Die Burschen benahmen sich höchst frech, schamlos und verhöhnten noch das Publikum, das sie bei Abgang des Zuges fast gelyncht hätte. Sie habens gehört, Fräulein Kollmann, Sie sind Zeugin. Ich werde die Hand schaffen und den Dieb dazu." Der Sylvesterabend verlief sehr fidel. Man trennte sich spät und mit höchst seltsamer Herzlichkeit. Als Herr Loh- meyer am nächsten Tage erwachte, war sein erster Blick aus dem Fenster nach der Hand. Himmel, was sah er da? Die rothe Haud war wieder fort und an ihrer Stelle schaukelte sich vergnügt und vertraulich die alte gute blaue Hand mit dem Goldstreifen im Morgenwinde! Ging das mit rechten Dingen zu? Mußte er nicht an Gespenster glauben? Er hatte fast die ganze Nacht gewacht seiner rothen Hand zu liebe und nun war nicht nur die rothe Hand fort, sondern die alte blaue Hand war auch wieder da! Gegen Mittag kam Herr Nehring de- und wehmüthig, im schwarzen Frack mit weißer Cravatte und weißen Handschuhen trat er ein. Herrn Lohmeyer wurde die Situation nunmehr mit überraschender Schnelligkeit klar. „Also Sie — — —!" brauste er auf. „Herr Lohmeyer, gestatten Sie mir em Wort," sagte Nehring. „Ich habe mein Versprechen erfüllt. Die blaue Hand hängt unten, ich habe sie zur Stelle geschafft, der Dieb steht hier. Ich habe ihn ebenfalls zur Stelle geschafft. Mein Wort ist erfüllt. Nun erfüllen Sie das Ihre. Ich habe mir auch schon aus Ihrem Laden ausgesucht, was ich gern haben möchte. Hier steht sie. Es ist Fräulein Lieschen!" „Ich werde Sie bestrafen lassen," raisonnirte Herr Lohmeyer. „Wie es Ihnen beliebt, Herr Lohmeyer, aber Sie werden Ihr Wort halten und werden mir Lieschen zur Frau geben." „Gut," sagte Lohmeyer mit sonderbarem Schmunzeln, „sehr gut, und das soll Ihre Strafe sein!" Das kurze Ende dieser Geschichte war ein langer Kuß. vermischtes. * Frankfurt a. M., 28. December. Am zweiten Feiertag Vormittag hat sich die 21jährige Tochter einer hinter der Peterskirche wohnenden Wittwe mittetfft Vitriol das Leben genommen. Der Grund ist Liebeskummer. Sie hatte ein Verhältniß mit einem städtischen Angestellten und glaubte annehmen zu müssen, daß dessen Neigung zu ihr erkalte. Als der Betreffende sich nun am ersten Feiertage nicht bei ihr in gewohnter Weise sehen ließ, beschloß sie zu sterben, zu welchem Zwecke sie fast einen Schoppen Vitriol austrank, was den Tod unter allen Umständen zur Folge haben mußte. Vorher hatte sie ihrem Verlobten durch einen Dienstmann einen Zettel geschickt, sofort zu ihr zu kommen, wenn er sie noch einmal sehen wolle. Der Aufforderung wurde umgehend Folge geleistet, es war aber schon zu spät. Der traurige Fall findet um so mehr Theilnahme, als die Wittwe vor Kurzem einen Sohn und eine Tochter verloren hat. * Barmeu, 28. December. Aus entsetzliche Weise kam hier gestern ein junges Mädchen ums Leben, indem es von einem Eisenbahnzuge erfaßt und üb erfahren wurde. Die Persönlichkeit der Verunglückten konnte noch nicht festgestellt werden, weil die Leiche bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt ist. * Einen eigen artigen Lotteriegewinn erhielt dieser Tage ein Herr zugesandt, der im Sommer während seines kurzen Aufenthalts in Zwickau für eine Mark ein Loos in einer dortigen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung gekauft hatte und davon benachrichtigt war, daß aus seine Nummer ein großer Gewinn gefallen sei Eine mit 3.50 Mk. Porto be> lastete, riesengroße Kiste traf bet dem glücklichen Gewinner ein. Als er sie erwartungsvoll öffnete, sand er darin eine — große metallene Kirchthurmspitze, welche eine erzgebirgische Blechhütte für die genannte Industrie-Ausstellung gestiftet hatte! — Der Mann braucht jetzt zu der Spitze nur noch einen Thurm zu gewinnen, dann ist er „fein heraus!" Denselben. Dem Glaser Johann Jakob Lauppe eine Tochter» Karoline, geboren den 28. November. Den 25. December. Dem Schuhmacher Theodor Faßfiller eine Tochter, Elli Elise Emllie, geboren den 19. November. Denselben. Dem Schriftsetzer Joseph Weinert eine Tochter, Elsa Emilie Luise Karoline, geboren den 24. October. Denselben. Dem Maurer Johann Weiß ein Sohn, Johann Heinrich, geboren den 2. December. Denselben. Dem Bierbrauer Heinrich Kraushaar ein Sohn, Wilhelm, geboren den 5 November. Denselben. Dem Hilfsheizer Wilhelm Reis eine Tochter, Emm« Margarethe Marie, geboren den 25. November. Den 26. December. Dem Taglöhner Peter Kern ein Sohn, Robert Friedrich, geborrn den 29. August. Denselben. Dem Schretnermeister Karl Pfeil eine Tochter, Emilie Anna, geboren den 29. November. Denselben. Dem Friseur Heinrich Tichy ein Sohn, Jean Heinrich, geboren den 9. November. Denselben. Dem Fuhrmann Johannes Dechert ein Sohn, Heinrich Otto Johann, geboren den 16. November. Denselben. Dem Taglöhner Conrad Will ein Sohn, Wilhelm, geboren den 9. November. Denselben. Dem Schneider Johann Büttner ein Sohn, Emil, geboren den 21. November. Denselben. Dem Schneider Heinrich Klee ein Sohn, Friedrich, geboren den 21. November. Denselben. Dem Schuhmacher Martin Schmidt ein Sohu, Friedrich August, geboren den 22. Mai. Denselben. Dem Schreinermeister Hermann Koch eine Tochter, Elisabeth, geboren den 1. December. Denselben. Dem Hilfsbremser Johannes Stock ein Sohn, Heinrich, geboren den 4 December. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Heinrich Martin Ludwig, geboren den 21. Dccember. Beerdigte. Den 20. December. Luise Pfeffer, geb. Walbert, Ehefrau des Wagenrevtsors Gottfried Pfeffer, alt 44 Jahre, gestorben den 18. December. Den 21. December. Hermine Lang, Tochter des verstorbenen Pumpcnmachers Conrad Lang, alt 63 Jahre, gestorben den 19. Decbr. Den 22. December. Christian Jughardt, Rentner, alt 64 Jahre, gestorben den 20. Dccember. Den 24. December. Christian Wisfig, Schneidermeister, alt 74 Jahre, gestorben den 22. December. Den 25. December. Louis Lichtenberger, Buchdruckereibesitzer,, alt 51 Jahre, gestorben den 22. December. 5 Literatur und Knnft — »Der Stein der Weisen". Wir erhalten das 24. (Schluß-) Heft des laufenden dritten Jahrganges dieser vielgelesenen populärwissenschaftlichen Zeitschrift (A. Hartlebens Verlag, Wien), welches nachstehenden interessanten Inhalt ausweift: Minenkrieg von A. Hueber (mit 12 Bildern); Torpedo-Erfolge im chilenischen Krieg; die Veranstaltungen der „Urania" in Berlin von William Fromont (3 Bilder); Neapel von Clara Schorner (8 Bilder); Die Matterhorr.bahn von G. van Mvyden (1 Bild). Sodann eine Anleitung über das Gyps- ormen (mit 6 Bildern) und drei sehr interessante sachliche Abhandlungen: Die Beobachtung des Erdmagnetismus, Schichtung und Lagerung der Gesteinsarten und Mikroskopische Untersuchung des Papiers, mit insgesammt 17 Abbildungen und 1 Tafel. Mit diesem reich und splendid ausgestatteten Hefte beschließt „Der Stein der Weisen" seinen dritten Jahrgang. In dem kurzen auf dem Umschlag abgedruckten Prospect zum vierten Jahrgang geschieht der Thattache Erwähnung, daß die Zeitschrift in den abgelaufenen drei Jahrgängen über 800 Aufsätze von größerem und kleinerem Umfange mit zusammen 3500 Abbildungen publicirt hat. Das ist in der That eine Leistung, welche die größte Anerkennung verdient und die dem „Stein der Weisen" zu seinen alten Freunden sicherlich eine Schaar neuer zu- ühren wird. Wir wünschen fie ihm ohne Vorbehalt. Verkehr, £anbe und Volkswörthschaft. Ein neues Mittel zur Vernichtung von Engerlingen und Raupen der Wiuterfaaterrle. Da oekanntlich die Saaten der Lunowttthe ungemein, von den Engerlingen und Raupen der Wintersaateule zu leiden haben, so verdient eine Mttiheilung von M. Decaux, Mitglied des Vereines der Jnsectenkunde von Frankreich, in der französischen „Rundschau der angewandten Wissenschaften" über die Vernichtung von Engerlingen und Raupen der Wintersaateule berechtigtes Aussehen. Dicaux schreibt: „Im Jahre 1888 befand ich mich auf der Suche nach Silpha spaca (Aaskäfer) und kam dabei durch die Rübenfelder der Ortschaft Solesmes (Nord); hier fiel mir plötzlich eine Rübenbrette auf, die zwischen anderen, von Maikäferlarven (Melolantha vulgaris) zur Hälfte zerstörten, vollständig unversehrt und hervorragend schön dastand. Der Besitzer behauptete, das Feld ganz wie seine Nachbarn bestellt zu haben und wußte keinen Grund dafür, daß es von den Engerlingen verschont geblieben. Nach Untersuchung des Ackers fand ich im Boden viele Theile von Lumpen, die der Besitzer als Dünger benutzt hatte; sie waren durch einen 2 Kaufmann in Solesmes in den Handel gebracht worden und I stammten aus einem Posten von 4000 Centner alter gebrauchter I Putzlappen her, den eine Eisenbahngesellschaft verkauft hatte. Diese mit Erdölen getränkten Lappen hatten die Rübenernte gegen die in der Erde lebenden Jnsecten geschützt. In diesem Jahre, 1891, babe ich wieder Solesmes besucht und mich dort längere Zeit aufgehalten. Der Besitzer des oben erwähnten Ackerstückes versicherte mir, daß seit 1888 auf dem mit Putzlappen gedüngten Acker keine Spur von Jnsectenfraß zu entdecken sei. Ich ließ mir von dem Kaufmann in Solesmes sämmtliche Käufer jener Lumpen nennen und habe sie alle aufgesucht. Ihr einstimmiges Urtheil lautete dahin, daß nach Verwendung der Putzlappen als Dünger die betreffenden Felder weder von Engerlingen noch den grauen Raupen der Eule (agrotis segetum), noch von anderen Larven zu leiden gehabt haben. Nach eigener Untersuchung kann auch ich dies bestätigen. Decaux hat dann noch festgestellt, daß auch derartige erdölgetränkte Lappen die Zuckerrüben vor den Angriffen der Nematoden (Heterodera Schacht») schützen, und zwar im Gegensatz zu dem zwar krästtg und absolut, aber nicht dauernd wirkenden Schwefelkohlenstoff, auf einen Zeitraum von drei Jahren hinaus, er hofft, daß diese Entdeckung auch den bisher noch reblausfreien Weinbergen zu gute kommen werde. Auszug ans den der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränte. Den 20. December. Philipp Knoch, Oberkellner in Gießm, und Marie Eli-abeth Amalie Sonntag, Tochter des verstorbenen Buchbindermeisters Heinrich Sonntag in Gießen. Den 23. December. Ludwig Zecher, Stuhlflechter in Gießen, und Auguste Clar, Tochter des öerftorbenen Hauptmanns a. D. August Clar in Gießen. Den 26. December. Ulrich Georg Ludwig Vermehren, Buch Händler in München, und Luise Martha Anna Marie Vaubel, Tochter des verstorbenen Maschinenmeisters Christoph Vaubel in Stettin. Getaufte. Den 20. December. Dem V>ce»eldwebel Johann LouiS Lotz ein Sohn, Louis Willy, geboren den 21. November. Denselben- Dem Metzgermeister Gustav Sack ein Sohn, Karl Emll, geboren den 25. September. Kird?lid?e Anzeige« -er Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sylvester, 31. December: Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Neujahr, 1. Januar 1892: Vormittags 9^2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Collecte für die Armen der Gemeinde. Die Vorbereitung für die Kinderkirche findet Nachmittage 3 Uhr in der Kirche statt- Am Sonntag den 3. Januar: Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. Katholische Gemeinde. Neujahr, 1. Januar 1892: Donnerstag: Nachmittags um 4 Uhr und nach der Sylvester- andacht Gelegenhett zur hl. Beichte; um W Uhr Syloesterandacht mit Predigt- Freitag: Morgens um 3/46 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte; um 6 Uhr Frühmesse; um W Uhr Militärgottesdienst mit Predigt; um 8/*10 Uhr Hochamt. Nachmittags um Uhr Festandacht. Sonntag nach Neujahr, 3- Januar: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V»8Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte Sonntag: Morgens von %6 Uhr an Gelegenhett zur hl. Beichte; um 6 Uhr erste Frühmesse; um Vi8 Uhr zweite Frühmesse; um 8/<10 Uhr Hock amt mit Predigt. Nachmittags um 4/»3 Uhr Christenlehre und Andacht- Altkatholischer Gottesdienst. Am 1. Januar 1892 findet in der Stadtkirche um elf Uhr altkatholischer Gottesdienst statt. r . r ' , Am 2. Januar 1892, Vormittags 9 Uhr, ebendaselbst eine Gedenkfeier für den verstorbenen Professor Dr. Lutterbeck. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen 51. Woche. Vom 20. December bis 26. December 1891. . Einwohnerzahl: 20 611 (ind. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 22,71 a/oybezw. 15,14nach Ausschi, der Ortsfremden. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Anm Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in ter betreffenden .Krankheit auf von Auswärts nach (S’CBei. gebrachte Kranke kommen Lungenentzündung 1 Gehirnschlagfluß 2 Andere bekannte Krankheiten 6 (3) 1 2 3 (2) 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 2 (1) 1 Summa: 9 (3) 6 (2) 2 (1) 1 Eingesandt. Gieße«, 30. December. Die zahlreich besuchte WeihnachtSbescheerntN fechtelnbS Gießen (Wohlkbälttzkettüverim zum Ersten Gießener armer Walsen) am zweiten Feiertage verlief in wm dtgster Weise. Es wurden sechs Kinder vollständig gekleidet. Der Waisen Dank ist Gottes Dank. R; Bankgeschäft Giessen Frankfurt a. M. Marktstrasse 4. [11286] Zeil 69. Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen seit Jahren SollLnd. Tabak von B. in Seesen a. Harz 10 Psd- fco° 8 JL mit stets gleichem Behagen-__________________ ~ e Cigaretten und Tabake findet man I MltilWl in größter, fachmännischer Auswahl in I lll Mil Illi dem Bpecial-Cigarrenlager von I ,jv l||| ] || Philipp Weiler, Marktplatz 1. V jl^ilzl I V Sie Für Wi.derverkLnfer empfohlen: VI3 p Vorzügliche Qualitäten von LI Mk. per Mille an in geschmackvollen Packungen. 11805 Holzversteigerung im Gietzener Stadtwalde. Montag den 4. Januar 1892, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwaldc in den Districten Brauhof und Waldshut nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz: 503 Nadel-Stämme mit 179,35 Festmeter. B. Brennholz: bcheith. Prügelh. Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 24 5 2,5 360 Eichen 71 78 78 3230 Nadel 40,5 45 10,5 4240 Die Zusammenkunft ist an der Licher- straße, 5. Schneiße. Gießen, am 28. December 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 11254 —Das" VerDchniß"der"Culturverände- rrmgen, welche seit der vorjährigen Steuer- regulirung gewahrt worden sind, liegt während der Dauer von 4 Wochen bei Gr. Ortsgericht Gießen zur Einsicht der Interessenten offen. Gießen, den 17. December 1891. Großh. Ortsgericht Gießen- GroS. 11094 Frankfurt a. M — Mer- hesfischrr Güterverkehr. Am 1- Januar 1892 gelangt der Nachtrag HI zum Gütertarif für den vorbezeichneten Verkehr zur Einführung. Die Güterabfertiaungsstellen ertheilen über den Inhalt desselben jede gewünschte Auskunft. L11311 Gießen, den 28. December 1891. Großb. Direction der Oberhefsischen Eisenbahnen. Per '/.Fl- '/«Fl- 3.— 165 rother Med. Wein 2.— 1.15 15 1016» In Gieße« zu haben bei fcuhulemarkA » Ausländische (dir. importirt). Span. Cötes pr. Fl. JL 1.— 11105 99 Grast. Forstverwaltung. pr. Fl. JL 1.10 » Heidelbeeren-Wein 90 . für 20 Pfg. verabreicht. 11219 DWk' aud) in Flaschen 11200 jEeitsehriflen, wie Gartenlaube, Daheim, Fl egende L. Kalkhof, Frankfurterstraße. 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