Plr> 303 Mittwoch den 30. Deeember An •kftwr täglich, «tt ÄisLnak»«« btf Wüsts-A. fch Mtßnter Nein No-eitzrr bwimlee*meeU|Kd»l 2 M«rk 20 Pfg. «Ä Vringerlodu. Durch die Post bt^oyt L Mark 50 Pf«, •tebacttm, tpet-WNf and Druckerei: Per»tz»rechn LI, Hinte» «nd Anzeigeblatt für den Urei» Gieren. Assahme Mn Anzeige« p der N«»chMittagr fLr bt» X&g erscheinenden Kummer dir Borm. 10 llhr. WM lj IJI ||I,wII1111,11VMIMNMMWMMWMI111II WWIIIIUIIWMI II, PKW Gratisbeilage: Gießener KaMikieubkätter, WW» TSe Am»»ckn-Änr»eux frts In- and ÄuSltnM ntv^<3 Anzeigen für drn ^Aießeaer Anzeiger^ »wf®WW?i li| ,u I.^«11^1 il.WAMMWSISWM' 'M ÜKIW»'1'1!—....." "plt—lm Abonnements - Einladung! Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 1. Vierteljahr 1892 laden wir hiermit ergebenst ein. — Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer objectiver Uebersicht zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Correspondenz- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- tikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3.mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Januar den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Exemplare nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch). Amtlicher Shell. Bekanntmachung, betr. Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche, hier in Kloppenheim und Okarben. Im Kreitz Friedberg ist die zu Kloppenheim ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche erloschen, die daselbst verhängten Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden; m Warben wurde die Seuche in einem Gehöfte sestgestellt und Gehoft- sperre verfügt. Gießen, am 28. Deeember 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.___________________ Gießen, den 24. Deeember 1891. Betr ' Die land- und forstwirthschaftliche Berufsgenoffenschaft, hier die Ernennung von Vertrauensmännern. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grofth. Btirgcrmeistereien des Amtsgerichtsbezirks Lich. Wir benachrichtigen Sie unter Bezugnahme aus unseri »»«schreiben vom 5. August d. I. (Kreisblatt Nr. 181), daß 1 an Stelle des Herrn Oberverwalters Erb zu Lich Herr Bürgermeister Köhler in Langsdorf zum Vertrauensmann für den Amtsgerichtsbezirk Lich bestellt worden ist. Sie wollen diese Aenderung auf ortsübliche Weise zur Kenntniß Ihrer Gemeinde-Angehörigen bringen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährigfreiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1892. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 1892 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum!♦ Februar 1892 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- ciellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfuugs - Com- Mission nur dann auzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere bcigufügen: a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein- c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist- d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. , 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugniß beizulegeu. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 5 von 1889) Ausschluß. Bezüglich des Prüfungstermius, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattsindet, erfolgt ev. weitere Bekanntmachung- auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 17. Deeember 1891. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst aus Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch aus die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuchs zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach uuvoll- ständige Gesuche ohne Weiterer zurückgegeben werdm. 1) Dar Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzuretchen, wenn der fich Meldende im Großherzogthum Hesse« gefiel- lungrpflichttg ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. , 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätesten« bi« zum 1. Febrnar de« Jahre« nachgesucht werden, in welchem der fich Meldende da« 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachwei« der Berechtigung zum ein- jährigen Dienst ist bei Verlust de« Anrecht« spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. (Wenn z. B. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung der Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schluffe des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bi» 1. April Nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; b) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt z» übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welcher für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen mllitärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) dar Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestMen Hochschulen und Reifezeugniffe für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmllich nach dem Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müffen. Im Uebrigen wird aus die Bestimmungen der SS 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfung-- Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Deutsches Reich. Berlin, 28. Deeember. Der Kaiser hat während der Weihnachtsfeiertage wiederholt Regierungsangelegenheiten erledigt, womit auch die am zweiten Feiertag abgehaltene Sitzung des preußischen Staatsministeriums in Zusammenhang gestanden haben dürfte. Um welche Fragen es sich hierbei gehandelt hat, entzieht sich noch der Beurtheilung. — Im Unter st aatssecretariate des preußischen Cultusministeriums soll ein Personalwechsel bevorstehen. Es heißt, daß der gegenwärtige Inhaber diese» Postens, Dr. v. Weyrauch, seinen Abschied nehmen wolle, als seinen Nachfolger nennt man bereits den Regierungspräsidenten Dr. v. Bitter in Oppeln. Eine Beglaubigung dieser Nachricht liegt noch nicht vor, doch tritt sie mit großer Bestimmtheit auf. — Die namentlich von der „Kreuzzeitung" sehr eifrig verfochtene Nachricht, wonach die vom Reichskanzler angekündigte Novelle zum Unterstützungswohnsitz-Gesetze bereits fertiggestellt sein sollte, erweist sich als durchaus verfrüht. Die ganze Angelegenheit befindet sich vielmehr noch im Stadium der Vorerörterung, indem Erhebungen über die Verhältnisse der ländlichen Arbeiter, über Sachsengängerei, Zuzug fremder Arbeiter und dergleichen mehr angestellt werden. Erst von den Ergebniffen dieser Vorerörterungen hängen die weiteren Arbeiten ab, von einem schon ausgearbeiteten Entwürfe der gedachten Novelle kann demnach nicht im Entferntesten die Rede sein. — In Dresden fand am Sonntag die feierliche Beisetzung des verstorbenen Cultusministers Dr. von Gerber statt. Die Feierlichkeit im Trauerhause wurde durch die Gegenwart des Königs Albert, sowie der Prinzen Friedrich August, Johann Georg und Max ausgezeichnet. Der König geleitete die Wittwe des Verstorbenen an den Sarg. Nach Beendigung der Trauerfeier bewegte sich der imposante Letchenzug zur Beisetzung nach dem Neustädter Kirchhofe. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Locrespondenz-Bureav. Berlin, 28. December. Der „Reichsanzeiger" meldet: Zwischen den beseitigten Ministerien schweben Verhandlungen darüber, ob die Geheimhaltung derVeranlagungs- ergebnisse der Einkommensteuer durch die Gesetzgebung weiter auszudehnen sei, um ein Bekanntwerden gelegentlich der Auslegung der Wahllisten und Steuerlisten zu verhüten. Eingehende Erhebungen von Seiten der Provinzialbehörden sind bereits veranlaßt worden. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." theilt mit, über alle Grundlagen des Volksschulgesetzes sei im Staatsministerium vollständige Einigung erzielt und es sei zu erwarten, daß die Vorlage dem Landtage alsbald nach seinem Zusammentritt zugehen werde. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." erfährt ferner, die Ernennung der Mitglieder und Vorsitzenden der Sperrgelder-Ver- wendungs-Commission in allen Diöcesen stehe unmittelbar bevor. Rom, 28. December. Der Papst empfing heute Vormittag den österreichischen Botschafter und den preußischen Gesandten zur Entgegennahme ihrer Neujahrs-Glückwünsche. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 28. December. Der Kaiser hat die neuen Bestimmungen über die Anrechnung der Militärdienstzeit aus das Dienstalter der Civilbeamten genehmigt. Die Bestimmung tritt am 1. Januar 1892 in Kraft. — Nach der „Nordd. Allg. Zig." hat der Cultus- mi nist er sein Einverständniß erklärt mit dem in Frankfurt a. M. projectirten Versuch eines gemeinsamen Unterbaues für höhere Schulen. Berlin, 29. December. Die „Kreuz-Ztg." meldet aus Hamburg, die von Santos hier ankommenden Schiffe bringen zahlreiche Fieberkranke mit. Die Lazarethe seien dort überfüllt. Viele Seeleute, darunter auch deutsche, seien gestorben. Gelsenkirchen, 28. December. Auf den hiesigen Bulmker und Schalter Eisenwerken sind Arbeiterkündigungen erfolgt. Straßburg i. E., 28. December. Das Industrie-Syndikat tagte zusammen mit den elsässischen Reichstagsabgeordneten und beschloß, eine Petition einzureichen für die Herabsetzung des Zolles aus Feingarn in dem Handelsvertrag mit der Schweiz. Wllhelmshaven, 28. December. Die beurlaubte Besatzung der Corvette „Prinzeß Wilhelm" wurde telegraphisch nach Kiel zurückberufen. Es verlautet, die Corvette werde demnächst nach Brasilien in See stechen. Wien, 29. December. Aus Krakau wird gemeldet, die russische Polizei entdeckte in Warschau Spuren eines Geheimbundes gegen den Czaren. Zahlreiche russische und polnische Studenten, Beamte, Offiziere und Bauern wurden verhaftet. Paris, 28. December. Wie hiesige Blätter melden, befinde sich Emin Pascha in Wadelai und sei derselbe nur in deutsche Dienste getreten, um seinen langgehegten Plan auszuführen. Mailand, 28. December. Hier ist die Influenza in starkem Maße ausgebrochen. London, 28. December. Der „Times" wird über Sansibar aus Mponda berichtet, daß Engländer 269 Sclaven befreiten. Die Einflüsse der neuen Handelsverträge aus den Handel mit industriellen und land- wirthschastlichen Produkten. In der gesammten Geschäftswelt erörtert man lebhaft die wichtige Frage, welchen Einfluß die am 1. Februar 1892 in Kraft tretenden neuen Handelsverträge auf den Handel und die Preise der industriellen und landwirtschaftlichen Producte haben werden. Betrachtet man den Grundzug der neuen Handelsconventionen, so erkennt man sofort, daß derselbe darin besteht, daß sich Deutschland, Oesterreich und Italien hinsichtlich ihrer hauptsächlichsten Aussuhrproducte Coucessionen gemacht haben, aber diese Concessionen sind keineswegs gleichbedeutend mit der Aushebung der Jndustrie- und Getreidezölle, sondern sie bestehen nur in einer ziemlich bedeutenden Ermäßigung und in ganz einzelnen Fällen auch in einer vollständigen Aufhebung der Zölle. Eine genaue Uebersicht läßt sich bei dem colossalen Umfange der Zolltarife und der Mannigfaltigkeit der Ermäßigungen, die 5 bis 35 °/0 steigen, an dieser Stelle hinsichtlich der Zölle auf Jndustrie- producte nicht geben und erwähnt fei nur, daß bezüglich der Ermäßigung der deutschen Getreidezölle von 5 auf 3V2 Mk. für den Doppelcentner die Zollfrage am klarsten liegt. Der Natur der neuen Zollverträge entsprechend kann deren Einfluß also auch nicht umwälzend, sondern nur schroffe wirth- schastliche Gegensätze mildernd sein. Der ermäßigte Getreide» zoll von Mk. ist noch immer groß genug, um aus der einen Seite der einheimischen Landwirthschast einen erheblichen Schutz zu gewähren, auf der anderen Seite wird er aber wohl dazu beitragen, die in Deutschland enorm hohen Getreide- und Brodpreise und damit in Verbindung stehend wahrscheinlich auch die Schlachtviehpreise etwas zu ermäßigen und damit einem in der großen Mehrheit des Volkes vorhandenen Bedürfnisse nach billigeren Lebensrnitteln Rechnung zu tragen. Nicht groß wird auch der Einfluß sein, welchen die neuen Handelsverträge aus den Jndustriemarkt ausüben werden, denn die Zollermäßigungen, welche Oesterreich, Italien u. s. w. Deutschland gewähren, sind nicht bedeutend genug, um die Conjunctur vollständig umzugestalten. Natürlich werden aber alle Fabrikanten und Exporteure sich zu bemühen haben, die neuen besseren Verkaussaussichten nach Oester eich, Italien u. s. w. nach Kräften auszunutzen und sicher werden auch einzelne Geschäftszweige von den neuen Zolltarifen großen Vortheil haben und aus die Dauer sich größerer Ausfuhr zu erfreuen haben. Als solche Jndustrie- branchen, welche die meiste Aussicht haben, größeren Erport nach Oesterreich, Italien und übrigen, dem neuen Zolltarife beitretenden Staaten, zu erzielen, nennen wir landwirthschast- liche und gewerbliche Maschinen, technische Geräthe, Wirk- toaaren, ganzseidene Gewebe, Posamentier- und Knopfwaaren, gestickte Webwaaren, verschiedene Eisen-, Stahl- und Metall- waaren und Uhren. Dabei ist natürlich nicht ausgeschlossen, daß unter der Gunst der immerhin durch die neuen Handelsverträge gebesserten Ausfuhraussichten auch für andere Judustrieartikel größerer Absatz erzielt werden kann. Cötafcs unö Provinzielles. Gießen, 29. December 1891. — Neues Theater. „Und der Beutel schlaff und leer" wird wohl mancher Theaterbesucher im Hinblick auf die gehabten Weihnachtsanstrengungen und auf „das Ende der Tage" im Quartal schwer empfunden haben und — er ging nicht ins Theater, die leeren Bänke legten beredtes Zeugniß davon ab. Aber gespielt wurde mit gutem Humor, in diesem Falle wohl Galgenhumor, und die Musik spielte, und das war sehr anerkennenswerth. Das Lustspiel selbst, Ernst Wicherts „Ein Schritt vom Wege", eine Composition von Verwechselungen der Begriffe und Personen, theilweise langweilig, manchmal etwas „lächerlich", brachte die Zuschauer gerade nicht „außer Athem". Die Darstellung war nichts desto trotz eine nach allen Kanten hin befriedigende. Herr Georg Stegemann (Gutsbesitzer Arthur v. Schmettwitz) spielte wie immer seine Rolle mit richtiger Auffassung und Tact, seine junge Frau Ella (Frl. P l o g) spielte das launenhafte kokette und im Grunde genommene herzensgute „Weibchen in den Flitterwochen" gar nicht übel. Herr Karl Bellmann eignet sich zum biftinguirten Lebemann ober Bonvivant nicht schlecht, bas zeigte gestern sein „Egon". Herr Peickner hätte bis auf bie Ueberraschungsscene, wo eine überhastete Sprache sehr richtig angebracht war, etwas ruhiger sprechen bürfen, so hätte sein Spiel bebeutenb gewonnen. Die übrigen erwähnenswerthen Rollen lagen in bewährten Hänben unb würben auch bementsprechenb burchgesührt. — Morgen wirb bie „Leibrente", ein empfehlenswertes, recht originelles Stück gegeben, vielleicht hat es mehr Zuspruch. — Die zu Ehren bes nach Darmstabt versetzten Herrn Pfarrers Dr. Elz von Seiten ber katholischen Gemeinbe veranstaltete Abschiedsfeier auf Lonhs Bierkeller verlief in überaus toürbiger unb erhebenber Weise. Die von Herrn Amtsrichter Hermann, Herrn Pfarrer Dr. Elz und Herrn Jnstitutsvorsteher Dr. Kübel gehaltenen Reden zeigten, wie innig sich das Verhältniß zwischen Pfarrer und Gemeinde in kurzer Zeit gestaltet hat und wie schmerzlich bie Trennung beiderseits empfunden wirb. In hohem Grabe anerkennend sprach Herr Amtsrichter Hermann von bem verbienstvollen Wirken bes scheibenben Pfarrers, ber es auch verstauben habe, mit allen Behörben ein gutes Einvernehmen zu wahren. Unb Herr Dr. Kübel sagte in einem Passus seiner Rebe mit Recht, baß bie Gemeinbe nach bem vorzüglichen Ruf, ber Herrn- Dr. Elz vorausgegangen, eine besonbere Hoffnung auf feine Thatkraft gesetzt habe. Die Erfüllung dieser Hoffnung wäre für eine langjährige Wirksamkeit gebucht gewesen. Es sei aber seiner umfassenden Sorge unb nnermüblichen Tätigkeit gelungen, ben wesentlichen Theil ber Hoffnung schon bis bahin in Erfüllung zu bringen. Er habe in vieler Beziehung bie Arbeit langer Jahre in einem kleinen Zeiträume geleistet unb bamit gleichsam ein Recht erworben, die Gemeinde jetzt schon zu verlassen. Man würde sich nicht beklagt haben, wenn der Herr Pfarrer nach seiner ganzen Thätigkeit in anderen und in unserer Gemeinde einen ruhigen Wirkungskreis ausgesucht habe, geschweige, wenn er jetzt in eine Gemeinde eintrete, bie nach Umfang unb Schwierigkeiten bie unserige noch übertreffe. Auch könne man es bem Herrn Bischof nicht verbenken, wenn berfelbe nach bem Maß ber seitherigen Wirksamkeit ihn für eine Stellung erkoren habe, bie einen Mann von besonberer Thatkraft erforbere. Aus ber Rebe bes Herrn Pfarrers vernahm bie Gemeinbe unter anderem mit hoher Freube, baß er auch weiterhin seine Sorge ber bevor- stehenden baulichen Erweiterung ber Kirche zuwenben will. — Möge bie Gemeinbe auch ihrerseits ber großen Ausgabe gegenüber es an Opferwilligkeit nicht fehlen lassen! Damit wirb sie einen Herzenswunsch bes scheibenben Psarrers erfüllen, ber für ben genannten Zweck bereits bebeutenbe Mittel von außen heranzuziehen verstauben hat. —h. Am britten Weihnachtsfeiertage veranstaltete bie hiesige Rudergesellschaft im oberen Saale bes Hotel „zum Prinz Carl" ihre alljährliche Weihnachtsfeier, welche baburch von ben borangegangenen abwich, baß auch Damen baran Theil nahmen. Wie alle Festlichkeiten ber „Rubergesellschaft", hatte auch biefe sich eines zahlreichen Zuspruchs ihrer Mitglieder unb Freunbe zu erfreuen. Nach einem einfachen, ber Küche bes Hauses aber alle Ehre machenden, Abendessen folgten beclamatorische unb musikalische Vorträge. Unter dem strahlenben Kerzenglanze eines von einem Mit- gliebe gestifteten Tannenbaums würbe, nachbem ber Vor- sitzenbe bie Anwesenben begrüßt hatte unb ben Damen frische Blumensträuße überreicht waren, eine Verloosung vorgenommen, bie, ba Nieten nicht vorhanden waren, Jebem einen hübschen Gewinn einbrachte. Hieran schloß sich ein improvisiertes Tänzchen, welches bie Anwesenben in fröhlichster Stimmung bis zu ben ersten Morgenstunden zusammenhielt. — Die Vorbereitungen zu dem am 23. Januar in „Steins Saal" stattfindenden Ballsefte sind in vollem Gange und dürste dasselbe unter den diesjährigen Wintersestlichkeiten eine hervorragende Stelle einnehmen. — Statistisches. An Porto - und Telegrammgebühren gingen im Großherzogthum Hessen im Jahre 1890 ein 4,116,992 Mk., an Briesen, Postkarten, Drucksachen und Waarenproben 33,075,100 Stück, Packeten ohne Werthangabe 2,135,980 Stück, Briefen mit Werthangabe 134,237 Stück, Packeten mit Werthangabe 49,168 Stück. Aufgegeben wurden Briefe, Postkarten, Drucksachen und Waarenproben 29,916,600 Stück, Packete ohne Werthangabe 2,083,578 Stück, Briefe mit Werthangabe 140,970 Stück, Packete mit Werthangabe 48,213 Stück. Postnachnahmesendungen gingen 204,462 Stück ein und Postaustragsbriese 136,550 Stück. Der Betrag der eingezahlten Postanweisungen belief sich aus 95,504,896 Mk. und derjenige der ausgezahlten Postanweisungen aus 98,071,146 Mk. An Zeitungsnummern wurden aufgegeben 8,857,514 Stück. Telegramme gingen ein 386,985 Stück und es wurden deren aufgegeben 361,629 Stück. R. Stockheim, 24. December. Die hiesige Zuckerfabrik hat am Heutigen das letzte Quantum Rüben verarbeitet. Gegen das Vorjahr hat sie die Arbeit etwa vier Wochen früher vollbracht, obgleich in diesem Jahre ein bedeutend größeres Quantum Rüben zur Verarbeitung kam. Der günstigen Witterung in diesem Winter ist es zuzuschreiben, daß während der Campagne fast keine Stockung eingetreten ist. Wie uns mitgetheilt wird, hat die Nachbars-Zuckerfabrik Friedberg noch einige Wochen zu thun, bis sämmtliche Rüben verarbeitet sind. § Ober-Moos (Kreis Lauterbach), 28. December. Gestern Abend brach in der Hofraithe des Landwirths und Gemeinderechners Schäg hier Feuer aus. Die aus den Nachbarorten erschienene Hulfsmannschaft konnte bald Herr des Feuers werden, so daß nur Scheuer und Stallung niederbrannten, das Wohnhaus jedoch gerettet wurde. Homberg a. d. Ohm, 23. December. Unschuldig ver- urtheilt. Gestern wurde von der Strafkammer in Gießen ein vor fast zehn Jahren unschuldig verurtheilter hiesiger Einwohner, Namens Deeg, freigesprochen. Deeg war im Jahre 1882 beschuldigt, einem gewissen Nebhuth in Homberg ein Dreimarkstück aus der Tischschublade entwendet zu haben; sein Leugnen half nichts, Schöffengericht • und Landgericht verurteilten ihn wegen Diebstahls zu einer Woche Gesängniß. Erst im Jahre 1891 gelang es ihm, durch seinen Anwalt die Wiederaufnahme des Verfahrens zu erwirken. Seine Behauptung, daß nicht er, sondern der Sohn des Bestohlenen den Diebstahl verübt habe, soll in der gestrigen Verhandlung vor der Strafkammer sehr wahrscheinlich geworden sein, so daß das Gericht dem Anträge des Vertheidigers, Rechtsanwalt Grünewald in Gießen, stattgab und den Deeg kostenlos freisprach. Es hatten sich nachträglich zwei Zeugen gefunden, die verdächtige Aeußerungen des jungen Nebhuth bekundeten. So ist dem Verurtheilten, der unschuldig Strafe erlitten hat, nach langen Jahren noch sein Recht geworden! cf Ruppertenrod, 28. December. Alljährlich am Vorabend des Weihnachtsfestes erhalten die hiesigen Ortsarmen ein Weihnachtsgeschenk, bestehend in Lebensmitteln und baarem Gelbe. Die Austeilung ber Gaben pflegt in stiller Weise auf dem Bureau der Bürgermeisterei zu geschehen. Angeregt wurde dieses edle Thun vor etlichen Jahren durch eine Armenbescheerung mit einer sehr schönen öffentlichen Feier, aber den Grund zu einer bleibenden Stiftung mit diesem edlen Zweck legten dann der frühere Postverwalter Herr PH. und später ein Herr A. Die Zinsen dieser unveräußerlichen Stiftung werden zur Armenbescheerung auf Weihnachten verwandt. Sie erhalten noch einen erklecklichen Zuschuß durch den Inhalt der Armenbüchse, der Sammelbüchsen aus den Gastwirtschaften und namentlich auch der Vergleichsbeträge bei Bagatellsachen, wozu es immerhin in einer größeren Gemeinde Veranlassung gibt. Weihnachten 1889 wurden unter 18 Ortsarmen Gaben vertheilt, worunter die Bedürftigsten einen Betrag von 7.82 Mk. erhielten- 1890 erhielten 22 Personen Unterstützung, die für die Bedürftigsten 3.42 Mk. betrug. Auch an diesem Weihnachtssest ist eine ansehnliche Summe unter die Armen vertheilt worden- wie hochwillkommen ihnen diese Gabe namentlich in einer solchen Zeit mit teueren Lebensrnitteln ist, braucht nicht hinzugesetzt zu werden. Ehre und Anerkennung den hochherzigen Stiftern! Friedberg, 25. December. Zwei armen Familien in dem benachbarten Rödgen sind die Weihnachtsfreuden nicht wenig vergällt worden. In der Dachkammer des Wohnhäuschens der Georg Klee II. Wittwe brach vorgestern Abend Feuer aus, welches den Dachstock in Asche legte, den Parterrestock beschädigte und den größten Theil der fahrenden Habe der nicht versicherten Wittwe vernichtete. In ähnlicher Weise wurde ihr ebenfalls unversicherter Schwager Adam Klee II. geschädigt, der die andere Hälfte des Zwillingshäuschens bewohnte. Die Entstehung des Feuers ist bis jetzt nicht aufgeklärt. Vermischtes, tt Kaffel, 28. December. Ein erschütternder Unglücksfall hat sich gestern Nachmittag hier beim Schlittschuhlaufen zugetragen. Vor dem Leipziger Thore befindet sich ein großer und tiefer Teich, der sog. Fackelteich, dessen Eis im Winter vorzugsweise von den hiesigen Bierbrauern abgeeift wird. Ab und zu taufen auch Kinder aus der Unterneustadt und der Leipziger Vorstadt dort Schlittschuhe, doch sind weniger Erwachsene dabei, auch fehlt es an den nöthigen Sicherheitsvorkehrungen, der erforderlichen Aufsicht rc. So war es auch am gestrigen Sonntage der Fall- es tief eine Anzahl Kinder auf dem großen Teiche umher, als plötzlich an einer schon einmal abgeeiften Stelle ein 14jähriger Schüler, der Sohn des Kochs Ohlwein, einbrach und unter das Eis geriet. Der jüngere Bruder von 12 Jahren eilt daraus rasch herbei um ihn zu retten, konnte ihn auch noch soeben am Schöpse fassen und ihn etwas emporziehen, indessen im selben Moment als der Körper des älteren Bruders oben aus dem Eise war, gab die dünne Decke abermals im größeren Umfange nach und das Schreckliche geschah nun, daß der Retter mit bem schon nahezu geretteten Bruder auch einbrach und bei b in die Tiefe versauken, sodaß öride Brüder ertranken und ein gemeinsames Grab sanden. Die andern aus dem Teiche befindlichen Kinder waren Zeuge dieses schrecklichen Vorfalles, sie mußten es mit ansehen, ohne Helsen zu können, und als auf ihr Hrlsegeschrei Erwachsene herbeieilten, war eine Rettung nicht mehr möglich, da man zu Fuß und per Rettungsschiff nur sehr schwer an die Unfallstelle gelangen konnte. Erst nach stundenlangem Umhersuchen gelang es, die beiden Leichen auszufinden und herauSzuschaffen. Das höchst traurigeMglück begegnet allseitiger Theilnahme, umsomehr als nur die Mutter zu Hause war, der Vater befand sich in der Stadt Würzburg und mußte telegraphisch nach Hause zurückberusen werden. * Er hat sein Glück gemacht, der Diener eines Photographen in Moabit bei Berlin. Dort wohnt seit einiger Zeit bei ihrer Tante eine junge Amerikanerin Namens F. A. Whit- xey aus Boston, eine junge, unabhängige Dame, die eine Rente von 62,000 Mk. zu verzehren hat. Jüngst ließ sich die hübsche Miß photographiren. Der Ueberbringer des Probebildes fand so sehr ihren Beifall, daß sie es kaum erwarten konnte, bis der junge Mann ihr das volle Dutzend Bilder bringen würde. Als dies endlich geschah, besann sich die Miß nicht lange und machte dem Bringer der Conterseis in resoluter Weise einen Heirathsantrag. Der junge Mann war natürlich anfangs verdutzt, besann sich aber nicht lange und nahm den Antrag an. Der so im Sturme Gewonnene ist erst im Herbste von den Soldaten freigekommen. Diesen Sonntag soll die Hochzeit des jungen Paares stattfinden und ein Festschmaus, zu welchem der glückliche Bräutigam sich 40 seiner früheren Kameraden geladen hat. * AllenmterthLnigste ExperimentalcheMie. Der Chemiker Thenrad hielt vor dem Herzog von Orleans einen Vortrag über Erperimentalchemie, in welchem er mit einer tiefen Verbeugung vor dem Prinzen äußerte: „Somit werden diese beiden Gase die Ehre haben, sich vor Ihrer Königlichen Hoheit zu vermischen." * Bei einem Gastspiel Poffarts im Stadttheater zu Düsseldorf gab es einen großartigen Bühneneffect. In dem Drama „Bonaparte und Josephine" wird ein Sarg auf die Bühne gebracht. Poffart hatte dem Jnspicienten mündlich befohlen, aus denselben „N. II., König von Rom" malen zu lassen. Die erschütternde Scene kam, der Sarg wurde .hereingetragen und zeigte die wirkungsvollen Worte: „Entzwei: König von Rom." titeratur uwö Rrrnst. Soldatenhort-, illuffrirte Zeitschrift für das Masche Heer. Pre s pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl unh b 'Berlin ^V., Mauerstraße 68. Heft 8 erschien soeben enthält. „Bekehrt . Original-Erzählung von Tanera. Schluß. ?ennann von Blomberg, General-Lieutenant und comm. ZEneral des n Armee-Corps. Original-Holzschnitt. Mit Text. - Telephongeschichtletn von Joseph Maertl. — ~CJ AK dn Befreiungskriege. Original-Abhandlung von Fedor in1* s eitm FA^Hung. — Vollbild: Rast an der Heerstraße. ?oaA l Gemälde von Tobler. - Ein Militärschriftsteller vor it u fahren. Bon Baron von Eschenbach. Fortsetzung. — Schwimm- Uebungen der Caoallerie. Von Oderstlieutenant a. D. Nienstaedt. — m Armee, ihre Einrichtungen und ihr Dienst. Jur? Fortsetzung. — Die Löwenjagd. uRit Bud mrd Text. — Plauderecke. — Vaterländische Gedenktage. — Humoristisches. — Kameradschaftliches Plauderstündchen. — Prets- räthsel. — Briefkasten. . — „Zur leichten und bequemen Aneignung der französischen ^lischen Sprache seien unseren Lesern die Zeitschriften „Le Kepetiteur“ und „The Repeater“ zum Abonnement warm empfohlen. Diese Blätter erscheinen im Verlage von Rosenbaum und Hart in Berlin am 1. und 15. jedes Monats und verfolgenden Zweck, die beiden Sprachen, deren Kenntntß heute in allen Berufszweigen äußerst wichtig ist, heimisch zu machen. Unter jedem Worte der fremden Sprache steht das entsprechende deutsche, sodaß dem Leser das Unbekannte sofort auffällt und bei der Wiederholung in Erinnerung gebracht wird, wodurch der Wortschatz eine stete Bereicherung erhält. Abgesehen von der sehr practtschen Methode aber bietet die Lectüre beider Journale mannigfachen Reiz durch den ebenso spannenden als abwechslungsreichen Inhalt, der in bunter Reihe Ernst und Scherz. Poesie und Prosa, belehrende Artikel und Muster für Briefe und zwar Alles im modernen Style behandelt. Für vorgeschrittenere Leser ist dadurch gesorgt, daß die Zeitschriften monatlich eine Beilage mit nur französischem und englischem Text enthalten, deren zwecks besseren Verständnisses am Fuße jeder Seite die erforderlichen Bemerkungen heigegeben sind. Vielen unserer Leser, welche ohne Zuhilfenahme eines Lehrers mühelos die fremden Sprachen sich aneignen wollen, werden daher diese sehr billigen Journale, deren Abonnementspreis pro Quartal nur je 1 Mark kostet, gute Dienste leisten. Abonnements können zu jeder Zeit bei allen Buchhandlungen und Postanstalten gemacht werden. — „Das gesellige Leben in und außer dem Hause" steht in vollster Blüthe, doch kommen oftmals Stunden, wo man ermüdet von all den Genüssen den Abend gern im trauten Familienkreise mit guter Lectüre beschäftigt verbringen will. Die Wahl einer guten Zeitschrift, welche den Vorzug besitzt, allen Mitgliedern der Familie etwas Zusagendes zu bieten, ist oft recht schwer, da besonders die Jetztzeit mit Lesestoff sozusagen überschwemmt wird. Es durfte daher ein Hinweis auf die im 10. Jahrgang erscheinende practische Wochenschrift »Fürs Haus*, welche, um obengenannte Bedingungen vollständig zu erfüllen, ihr bestes Können etnsetzt, all unseren Lesern willkommen sein. Ein Blick auf die geradezu erstaunliche Reichhaltigkeit des Gebotenen läßt erkennen, daß eS keine zweite deutsche Haussrauenzettung gibt, welche ihren Lesern einen gleich abwechselungsreichen Stoff zur Belehrung und Unterhaltung gewährt. Die Sonderbeilage „Für- kleine Volk" reicht in Wort und Bild den Kleinen belehrende und unterhaltende Nahrung. Den Wünschen der musikliebenden Leser wird durch eine nur Originalcompofitionen enthaltende Musikbeilage mtsprochen. Außerdem bringt „Fürs Haus" noch eine mit geschmackvollen Abblldungen geschmückte „Handarbeitsbeilage". Ein Abonne- ment auf diese vorzügliche Zeitschrift, welche vierteljährlich nur 1 Mk. kostet, sei Jedermann aufs Wärmste empfohlen. Probe-Nummern gibt jede Buchhandlung, sowie auch die Geschäftsstelle von „FürS Haus" in Dresden gratis ab. Verkehr, Land« «nd Volkswirt!. Zchaft. Gieße«, 29. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00—1,10, Hühnereier 1 ©t -, 2 St. 15-17 A, Enteneier 1 St.--2 St. - A. Käse pr. St. 7—9 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 20 A» Linsen pr. Liter 30 A. Tauben pr. Paar X 0,60—0,00, Hühner pr. Stück X 0,85-100, Hahnen pr. St- X 0,70-1,20, Enten pr. Stück X 1,50-1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-76 A, Kuh- und Rindfleisch > 62—66 A, Schweinefleisch 60 -70 A, Hammelfleisch 50—70 A, Kalbfleisch 54-60 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 7,50-8,50, Weißkraut pr. St. 4—10 A, Zwiebeln per Certtner X 6,50—7,50, Milch per Liter 12-18 A, Gänse 48-62 A. — Ueber Häckselfütterung. Unsere neuliche Notiz über ' Häckselfütterung an Pferde hat in unserer Stadt — wie wir hören — vielfach die Anregung zu Versuchen in dieser Richtung gegeben. Wir freuen uns über den Erfolg unserer Anregung. Gleichzeitig aber » wollen wir darauf aufmerksam machen, daß es unvortheilhaft ist, sehr kurzes Häcksel zu verfüttern. Nur langes Häcksel erfüllt ganz den Zweck, dem es dienen soll: die Pferde zum tüchtigen Durchkauen der Haferrationen zu veranlassen. Alttatholischer Gottesdienst. Am 1. Januar 1892 findet in der Stadtkirche um elf Uhr altkatholischer Gottesdienst statt. Am 2. Januar 1892, Vormittags 9 Uhr, ebendaselbst eine i Gedenkfeier für den verstorbenen Professor Dr. Lutterbeck. > tfcfiulfiof & ^€omp. Bankgeschäft Giessen Frankfurt a. M. Marktstrasse 4. [11286] Zell 69. Holzversteigerung. Montag den 4. Januar 4892 soll in dem Stadtwalde zu Hungen nachstehendes Holz versteigert rverden: 338 Nadelstämme ------ 140 Festmeter, von 12—40 Centimtr. Durchmesser und 3—23 Meter Länge. Der Anfang der Versteigerung ist 9i/g Uhr im Distrikt Herbern. Hungen, den 28. December 1891. Großh. Bürgermeisterei Hungen. Buttron. 11274 HMeSotenes. Mt. Schlchthms. Freibank. [11292 Heute und morgen: Sti-rfleifch, nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. rief- nnd Packetsiegel- Marken !■ Präeedraek werden schnell und billig aog •»fertigt in der rühl’schen Femepreeber M. Druckerei 7. Vorhandene Stempel kitaeen benutzt werden. Alle Sorten Punsch- Essenzen, sowie feinsten Rnm, Arrac u. Cognac empfiehlt 11183 L. Kalkhof. “Punsch-Essenzen? la. Rtrmvuirsch Arracpunsch, Ana. imdtotittfdb Birrgrrrlderpttasch, ff*» SSTttW, Arrac, div. Liqueure. in. «ad auSl. Rotv-«. Weißweine, 3Hewff«u$ -c- -"Ab» in ""erkannt vorzüglichste OuMilaten. lllzyd C G Klemhenn, Bahnhosstraße 59. Tel-pbon Nutzholz Versteigerung im Keldheimer Walde. Dienstag den 5. Januar 1892 sollen im Feldheimer Walde öffentlich versteigert werden: 11 Eichen-Abschnitte (Schnittholz von 45—72 cm mittl. Qurfym.), mit 17 fin, 35 Eichen-Stämme (Bau-, Schwellen- und Wagnerholz von 27 bis 45 cm mittl. Durchm.), mit 23 fm, 1 Kirschbaum-Stamm (30 cm mittl. Durchm.), mit 0,40 fm, 225 Fichten-Stämme (15—35 cm mittl. Durchm.), mit 64,20 fm, 375 Fichten-Derbholzstangen (Sparren, Gerüststangen, Leiterbäume, Baumstützen), mit 22,50 fm, 11 rm Fichten-Reiserprügelholz (Baumstützen, Bohnenstangen), 17 „ Fichten-Neiserholz (Bohnenstangen), 3 „ Eich en-Reiserprügelholz, 5,3 „ Weichholz-Prügelholz, Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr auf der Haide bei Nr. 119. Arnsburg, den 28. December 1891. 11273 __________________________Gräfliche Forstverwaltung. Herzliche Bitte. Bei dem kürzlichen Brande einer hiesigen Spinnerei hat der Spinnmeister Ernst Hardt aus Kleinbernberg bei Gummersbach durch den Verlust fast seiner gesammten nicht versicherten Habe einen Brandschaden von ca. 1600 Mk. erlitten und demnächst, ohne eigenes Verschulden, auch seine seitherige Brodstelle eingebüßt. Zur Zeit steht er ganz mittellos da und sieht nebst Frau und fünf unmündigen Kindern, zumal ihm die Wiedererlangung einer feiner bisherigen ähnlichen Stellung erschwert wird, einer trostlosen Zukunft entgegen. Wir wenden uns daher an edle Menschenfreunde mit der herzlichen Bitte, uns zu helfen, eine brave, unverdient ins Unglück gerathene Familie vor dem sicheren Ruine zu bewahren. Zur Entgegennahme milder Gaben, über welche, unter Namhaftmachung der gütigen Geber, öffentlich quittirt werden soll, ist Jeder von uns gern bereit. Battenberg a/Eder, im December 1891. Cellarius, Decan. Geldbach, Erster Lehrer. Kahler, Apotheker, v d. Malsburg, König!. Oberförster. Schellenberg, Pfarrer. Steinmetz, König!. Forstmeister. Dr. Türck, König!. Amtsrichter. Die Unterzeichneten sind gerne bereit, Gaben hierfür in Empfang ju "^E^ramtsrichter Fresenius, Amtsrichter Gebhardt, Kreisarzt i. P. Stammler, sowie die Expcd. d. Bl. lirllfi' LHiniiliT II ul Irr. 11151 Gebrüder Muller Mogr. Ateliers GIESSEN — BASEL. Den vielen Anfragen zufolge, sowie einer hochverehrten Kundschaft mr aest. Notiz, daß durch Errichtung unseres neuen Geschäftes m Basel d"s hiesige Geschäft in keiner Beziehung beeinträchtigt wird, sondern unter unserer persönlichen Leitung fortgefuhrt wird. Wir werden bemüht fein, das uns in so reichem Maße geschenkte Wohlwollen auch fernerhin zu erhalten. v Hochachtungsvoll Erweiterte Handwerkerschule und Sonntag-Zeichenschule. Der Unterricht beginnt nach den Weihnachtsferien für die Sonntag- Zeichenschule am 3. Januar, für die erweiterte Handwerkerschule am 5. Januar. Der seither durch Herrn Director Hug ertheilte Unterricht wird bis zum Amtsantritt des neuen Lehrers, Herrn Stadtbauinspector Traber, — d. i. bis Anfang Februar — durch die Herren Architekt Seulinq und ine übrigen Lehrer der Schule, die Herren Barthel, Dr. Molly Gerhard und Carle ertheilt. 11285 Der Vorstand des Ortsgewerbevereins. Restaurant Felsenkeller. ----—- ■ Feinster Biersaal. —- ■ ---- Alleiniger Ausschank von Spatenbrän (München) Preis per y2 Liter 20 H, Wiener Cxport -Bier (Actien - Brauerei) Preis per % Liter 15 H über die Straße 13 H. Ohne Pression direct vom Faß verzapft. Der Saat ist jederzeit geheizt. 10352 Chemisch-analytisches Laboratorium | Dr. Alfred Gabriel, Giessen" Frankfurterstrasse 67, gegenüber den neuen Universitäts-Kliniken. Untersuchungen aller und jeder Art. H>robe-Wummer ^zum Januar 1892 28. Jahrgang gratis ta allen Buchhandlungen. Daheim ist das altbewährte, wohlfeile Unter- haltungSblatt des gebildeten deutschen Hanfes mit reichem ausgewähltem Lesestoff an Romanen, Novellen und mannigfaltigen Artikeln, sowie zahlreichen vortrefflichen Illustrationen und den Beilagen: „Aus der Zeit — für die Zeit" — „Frauen-Daheim" und „Hausmusik". Wochen-Ausgabe: Jeden Sonnabend 1 Nummer: vicrtrljährl. 2 M. Hrst-Ausgabe: 18 Hefte im Jahrgang: dreiwöchentlich a 50 Pf. * Man abonniert in alten Suchhandtnngen, sowie Sei jedem Postamte. Mittwoch Morgen treffen trifte 2 ch - l l f i s ch e und (prima Maare) ei# 11267 im.Rebstock-. tiesellNchnft für Fabrikation diätetischer Produkte Ed. Loedund «& (Jq, 17 Medaillen n. Ehren-Diplome. Wir empfehlen unser vorzügliches Ihr? Als besten Haustrunk in -er Mieren Jahreszeit empfehlen wir unser nur für -en Verkauf in Flaschen extra kräftig eingebrautes Franziskaner (lieblicher, nicht bitterer Geschmack), 10666 1 * i ovcr Flafchen für Mk. 3.—. Nur echt, wenn mit nnferem Etiqnett vcrfchen. Gebr. Röhrle, Exportbierbrauerei. jswr Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. Das Meisterschafts-System zur praktische« und naturgemäße« Erlernung der französischen, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, holländi« scheu, dänischen, schwedischen, polnischen russischen und böhmischen G-eachäfts- und TT mgangasprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal. Französisch — Englisch — Spanisch, Polnisch, compl. i je 15 Leciionen ä 1 Italienisch — Russisch, complet in je 20 Lectionen ä 1 Schlüssel dazu » 1 Mk. 50 Pf. Portugiesisch — Holländisch — Dä> uisch — Schwedisch — Böhmisch, complet in je 10 Lectionen Probebriefe aller 11 Sprachen ä 50 Pf. Menthal'sche Kerlagshandlung. Zu verkaufen. 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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Gatten, Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und Onkels, Wilhelm Löher, Spenglermeister, _ sagen herzlichsten DanK [11269 - » rw» - Jp*!* — - v* Sie trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Wir sprechen den verehrlichen hiesigen Gesangvereinen für die so außerordentlich zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung unseres allverehrten langjährigen Präsidenten Herrn Wilhelm Löher unseren aufrichtigen Dank aus. [11276 Namens des Bäuerischen Gesangvereins: Der Vorstand. mittags 2 Uhr, von der neuen Klinik aus statt. [11277 Todes - Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater, Herr Alexander Eu-leiu, nach langem schweren Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Die trauernde Familie Gäbisch. Gießen, den 28. December 1891. Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. December, Nach- 11271] Wegzugshalber der 2. Stock, r 5 oder 3 Zimmer (nach Wunsch), mit Zubebör, sofort oder später zu vermiethen. __Ecke Grünberger- und Wolfstraße. 11278] Kleine schöne Wohnung mit Zubehör, sow. zwei gut möblirte Zimmer sofort zu vermiethen. _________Damm- und Steinstraße 39. 11290] Zwei Zimmer nebst Zubehör sofort zu^ vermiethen. Lahnstraße 14. 11166] Möblirtes Zimmer zu vermiethen Seltersweg 83, III. Vermischte Anzeigen. Ich sende zu Gunsten eines guten Zweckes keine Neujahrskarten. 11266 Dr. Kübel. J. C. 11272 Heute Dienstag r Generalklatsch. D. O. J. Verloren am Sonntag Mittag ein Zahn-Gebiß von der Schulstraße längs der Grünbergerstraße. Dem Finder eine Belohnung. Abzugeben in der Expedition dieses Blattes. [11282 Hasenfelle Füchse, Marder und Iltis kauft zu höchsten Preisen A. Kretzschmar, Kürschner,! ________22 Marktplatz 22. [11280s 11261] Für die BorurittagSstunde« wird r« leichter Arbeit ein ordentliches Mädchen oder Fra« gesucht. _______H. Hettler, Co«ditor. Arbeite- und Privatstunden in Lat., Griech., Deuisch u. Geschichte für Schüler des Gymnasiums. Bedeutende Preisermäßigung bei T i) ttnahme mehrerer Schüler an einem Cur2. [11162 Dr. Köse, Gymnasiallehrer i. P., ____________Löberstraße 5, I____________ Als alleiniger Vertreter einer der größten Hypothekenbanken vermittele ich die Beleihung von Immobilien zu günstige« Bedingungen. 9472 ».LL.atLvii8teKn-Schillerstr.27. 11279] Ein Mädchen, das kochen kann und sleichte häusliche Arbeiten mit- übernimmt, wird gesucht. Weserstraße 1, 3. Stock. ntwerpe Auskunft ertheilcy schnelle Fahrten, gute Verpflegung, billigste Preise. von der Becke L Marsily, Antwerpen F. J. Bothof, Generalagent, Mainz. H.KlippBtein in Langsdorf. [551 11263] ©In tüchtiges Mädchen, welches gut kochen kann, sofort gesucht. Asterweg 39. 11193] Eine alleinstehende Dame sucht ein Logis mit drei Zimmern nebst Zubehör ^in der Nähe der Gartenftraße per 1. März oder 1. April. Näheres zu erfragen_________Gartenstraße 14, 1 St. 11189] Für ein hiesiges feineres Co- lonialwaaren-Geschäft wird ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann als Lehrling gesucht. Offerten unter F. W. 20 an die Exped. dieses Blattes erbeten.___________________ 11100] Gesucht per 1. Februar 1892 eine tüchtige Haushälterin auf ein Gut in der Nähe von Gießen- Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 11291] Pens. Beamte (Maschinist) sucht BertrauenSffelle. Offerten unter I*. an die Exp d- Bl. 11288] Ein braves Dienstmädchen mit nur guten Zeugnissen sofort gesucht. I. LSdermann, Ederftraße 7, I, (£i« tüchtiger Hausbursche gesucht. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. 11287 BezirksvereinSettersberg. Generalversammlung1 Mittwoch den 30. December, Abends 8 Uhr in der Restauration Seibel, Frankfurterstraße 62. Tagesordnung: Umbau des Bahnhofs, Ausbau der Ludwig- und Liebigstraße, Rechnungsablage. 11284 vater und Großvater verschieden ist. trauernden Hinterbliebenen. [11275 Freunden und Bekannten it' die traurige Gatte, Vater, 1 im 56. Lebensjahre nach längerem Leiden Um stille Theilnahme bitten Wieseck, den 29. December 1891. Die Beerdigung findet Mittwoch 9 von E. Wasserschieben, Bankgeschäft- Frankfurter Börse vom 29. December 1891. Schlußcour-r i Uhr 15 Min° 8°/o Reichsanlethe W/o do. 3% Preuß. SonfolS Wie do. 8490, §8.85 84 9" 99 06 40/g Ung. Gold-RerrK 5% Jtal. Rente W/o Oest. Silber-RerM 3°/o Portugief. Änl. 91 20 9010 79 20 34,70 DiSeonto-Commantb-Ankh 169.50 Lomb. 72.50 Darmstädter BankcAet. 122.60 Bufchtherader E.-B.-Act. 410.25 Dresdener Bank-Act. 131 80 Elbthal-Bahn-Act. 197.00 Nordd. Lloyd-Act. 99.00 Gotthard-Bahn-Act. 137 00 Wiener Bankver^Akt- 92 00 Schweizer Nordost-B.-AÄ» 107 20 Oest. Credtt-Act. 246 00 Mainzer E-B.-Act. 110 90 Oest. StaatSb.-AcL. 24800 Marienburger C.-B.-Act 48.20 Selfeuk. Bergw^Aet. 135.001 Der. KörägS-Llmrah^Sct. 105,30 ReichSLüub-Mreout 4 pSt. — Frankfurter Bauk-Discont 4 pSt Lenken,: abgeschwächt. 4o/o Darmstädter 101.00 Rrdactton: A. Scheydu. — Druck und Verlag der Brühl'scherr Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Zvße heuN-s Stammet umfatzt 6 NBettaU Kitlvoch Griestzläv S/Lchzig M Jahre M rin rech Seine Frau n mbjatte Mer Kit 0 mit ganz im * unb tebensiuft Jahren, das e ■ Wlle hatte, di und schätzt. Mrauischen l Sprach sie im kleinen, unmit servorgestürzt „Wec wo „Es war „Nimm ' mit den Leute jeden Tag sä Schrecken. N „Ja, P° „Ich wi' 1 Zomplimente l sind alle Vunt $ Lieschen?" ,3o, Pr Tag für solche Scener hinkend — 5 seinem Comp | Wischten C ' tagen Hinte , Lumpen und Mls lustig, etwa j klebrigen abe $rdu(ein Lie l Eid abgelegt, beibringen so ihr schon ma »etS. e#*. alles, le« mdüf be]a <Ärt S "“lutn ©iefeen, ®rogt). Nie] m SK w Chauss ungejd I-Die Liese- W/93 un , Nhmg der Gießen- 23- Lich-Bu^ . und Jordnlicher !W°ge 6fient werden. cj®ieRt Mre bett, «""! Man 7°s° gelre, 1 '"Net Detl 8-d Mieter $ 5 Decem k'^nde ^awstg. . Vvri n#t le». für Qiae» Jb, sowie : JW2 f Mk [5129 enwrgLL aß 20 X ans. >te Schreibet. tgl.> leurg, !ineres Co- in mit den ener junger Dame sucht i nebst Hu- nstraße per eres zu er, 4,1 St. die HM chrm 1892 M Gietzen- d. Bl- (Maschinist) Hp d- Bl. iftoMt* fort gesucht. atze i, i sbursche ne Expe- j. 11287 ttg. 1g 8 Uhr M lieft«5 tu 11275 812» »010 191» 50» nto 410.2» 187-00 1-1»° IC* ,»0° Mttwoch dm 30. December Erestener Anzeiger. Beilage zu Rr. 303. -1891 Feuilleton. D i e blaue Hand. Neujahrs-Humoreske von Heinrich Heinrich. (Nachdruck verboten.) Griesgrämliche Hypochondrie ist häufig eine Mitgift des Alters. Wenn der wehmüthige Verfall der Kräfte den Körper beschleicht, sind viele zu dem Glauben geneigt, es verfiele alles, wenigstens war das in einem höchst fatalen Maße bei dem Handschuhfabrikanten Fritz Lohmeyer der Fall. Herr Lohmeyer besaß in einer der frequentesten Straßen der guten Stadt Leipzig einen Handschuhladen, in dem er seit etwa dreißig Jahren sein Geschäft betrieb und wo er in dieser Zeit ein recht ansehnliches Vermögen angesammelt hatte. Seine Frau war schon seit einer Reihe von Jahren gestorben und hatte ihm nur ein Töchterchen hinterlassen, das seit einiger Zeit den Kleinverkauf leitete. Lieschen Lohmeyer war ganz im Gegensatz zu ihrem Papa ein frisches, munteres und lebenslustiges Geschöpfchen von kaum einundzwanzig Jahren, das eine hübsche Anlage zu einer gewissen rundlichen Fülle hatte, die man bei jungen Mädchen besonders gern hat und schätzt. Aber auch sie hatte unter der mürrischen und mißtrauischen Griesgrämlichkeit ihres Vaters viel zu leiden. Sprach sie im Laden mit Jemanden, so kam er aus seinem kleinen, unmittelbar hinter dem Laden gelegenen Comptoir hervorgestürzt und fragte: „Wer war das, Lieschen?" „Es war der und der, Papa!" „Nimm Dich in Acht vor ihm. Sei nicht so vertraut mit den Leuten. Du kennst die Welt nicht. Die Welt wird jeden Tag schlechter und ruchloser. Die neue Zeit ist ein Schrecken. Nimm Dich in Acht. Hörst Du?" „Ja, Papa!" „Ich wills nicht haben, daß Dir jeder Hausnarr fade Complimente sagt. Die jungen Leute taugen alle nichts, sind alle Lumpen und Schufte. Hüte Dich wohl. Hörst Du, Lieschen?" „Ja, Papa!" Tag für Tag ereigneten sich mit kleinen Abweichungen solche Scenen, nach denen dann Papa Lohmeyer mühsam und hinkend — er war häufig von der Gicht geplagt — nach seinem Comptoir zurückging, und Fräulein Lieschen mit recht gemischten Gefühlen, manchmal sogar mit thränenseuchten Augen hinter ihm herblickte. Und es waren doch nicht alle Lumpen und Schufte- sie wußte es ganz genau. Der junge Oswald Nehring von Nehring und Walter mochte etwas zu lustig, etwas gar zu übermüthig und muthwillig sein, im Uebrigen aber war er eine Seele von einem Menschen und Fräulein Lieschen hätte auf sein gutes braves Herz einen Eid abgelegt. Wie sie aber ihrem Papa diese Ueberzeugung beibringen sollte, das war ihr ein unlösbares Räthsel, das ihr schon manchen schweren Seufzer abgepreßt hatte. Da geschah eines Tages oder vielmehr in einer Nacht etwas Unerhörtes, etwas Beispielloses, das Herrn Fritz Lohmeyer mit dem Gedanken vertraut machte, daß der Welt Ende nun da sei, daß alles zu Grunde gehen, alles von dem furchtbar drohenden Geist der schrecklichen neuen Zeit verschlungen werden müsse. Die große, schön blau mit einem Goldrande 'angestrichene Holzhand, die über dem Lohmeyer- schen Laden als Zeichen des Gewerbes hing, war in der Nacht gestohlen, eine Beute marodirender Sylvesterstrolche geworden. Und das konnte geschehen in der ehrsamen Stadt Leipzig, trotz Schutzmannschaft und Polizei, in einer der belebtesten Straßen der Stadt, die Tag und Nacht nicht leer wurde! Das war der Gipfelpunkt der Niedertracht und der Verkommenheit. Herr Fritz Lohmeyer war überzeugt, daß nun alles, alles, nicht blos er selbst, zu Grunde gehen müsse. Es waren seit diesem erschütternden Ereigniß schon einige Tage vergangen, als Herr Nehring junior, ganz als ob gar nichts geschehen wäre, in den Laden trat. „Ach, Fräulein Lieschen! Guten Morgen, Fräulein Lieschen! Wie gehts Ihnen? Gut? Natürlich, wie sollte es Ihnen denn nicht gut gehen? Sie sehen ja aus wie die Engelchen im Paradiese! Oder nein! Wahrhaftig, ich bezweifle, daß die Engelchen im Paradiese so nett aussehen und so kleine, verschämt blinkende Schelmaugen haben, wie Sie." Dabei hielt er ihr lächelnd und sie mit seinen fast zu ausdrucksvollen, beinahe stechenden Augen gemüthlich ansehend die Hand zum Gruße hin, in die Fräulein Lieschen ihre kleine weiche, sammtzarte Patschhand legte. Warum hätte sie es denn nicht thun sollen? War das eine Sünde? Herr Nehring war ja ein — guter Kunde. „Und so kleine, süße, kurzfingerige Händchen haben die Engelchen im Paradiese gewiß auch nicht, Fräulein Lieschen, und Sie haben wahrhaftig nicht nöthig, dabei zu erröthen, denn Sie sehen auch ohnedies hübsch genug, fast zu hübsch, unerträglich hübsch aus, Fräulein Lieschen!" „Um Gotteswillen, Herr Nehring, lassen Sie doch wieder los, Papa kommt ja." „Was wünschen Sie, Herr Nehring?" fragte Herr Lohmeyer schon von Weitem mürrisch und geschäftsmäßig. Er glaubte seinem hübschen Töchterchen zu Hilfe kommen, es gegen die faden Lobhudeleien und Weitschweifigkeiten in Schutz nehmen zu müssen. „Ah, Herr Lohmeyer," fuhr der junge Herr Nehring mit einer sehr stürmischen und etwas verdächtigen Freundschaftlichkeit auf den alten Herrn los, „was ich wünsche? Nun, zunächst wünsche ich Ihnen guten Morgen; zunächst wünsche ich, daß es Ihnen wohlgehen möge und alle Ihre Unternehmungen, wie in dem vergangenen, so auch in diesem Jahre, zu Ihrem Wohle ausfallen mögen. Das wünsche ich, Herr Lohmeyer, und zwar von Herzen." Herr Lohmeyer sah sich den jungen, herzlichen Gratulanten mißtrauisch von oben bis unten an. Er war offenbar der Meinung, daß er die Miethe für seinen Handschuhladen nicht dafür bezahle, daß er darin die Gratulationen junger und offenbar speculativer Laffen entgegennehme. Da Herr Nehring aber sonst ein guter Kunde war, so blieb er in den Grenzen des Anstandes und sagte nur: „Ich meinte, was Sie zu haben wünschen, Herr Nehring." „Je nun, Herr Lohmeyer, da gerathen wir auf ein sehr umfängliches Thema, denn es gibt sehr vieles, was ich zu haben wünschte und leider nicht besitze. Zunächst —" „Herr Nehring," unterbrach ihn Herr Lohmeyer in seinem vermuthlich sehr langen Wunschzettel. „Sie sind wahrscheinlich gekommen, um sich ein Paar Handschuhe zu kaufen, nicht aber mich um meine Zeit zu bringen." „Ah, richtig- ja natürlich, Herr Lohmeyer, ein Paar Handschuhe und zwar von den besten. Das hätte ich wahrhaftig beinahe vergessen. Mein Gott, was vergißt man nicht alles in Ihrem Laden —" „Ich will nicht hoffen —" „Nein, nein, Herr Lohmeyer, hoffen Sie nicht und fürchten Sie auch nicht, daß ich etwas reclamire. Aber wenn ich bei dieser Gelegenheit die Hoffnung ausdrücke, daß es Ihnen gut geht und Sie mit Ihrer Gesundheit zufrieden sind, so haben Sie hoffentlich nichts dagegen." „Nein, Herr Nehring, ich danke sogar der gütigen Nachfrage. Leider geht es mir nicht so gut, wie Sie hoffen." „Wieso das, Herr Lohmeyer? Wieso das? Wo fehlt es?" „Ich habe einen großen Verdruß gehabt, der mich mehr alterirt, als ich sagen kann, der meine Gesundheit untergräbt." „Nicht möglich! Nicht möglich! Und welchen Verdruß, Herr Lohmeyer? Und welchen Verdruß? Nein, Fräulein Lieschen, nicht braun, sondern dunkelgrau, wenn Sie sie haben ?!" „Haben Sie nicht bemerkt, daß meine blaue Hand vor dem Laden fort ist?" „Was Sie sagen, Herr Lohmeyer, was Sie sagen. Und wo ist sie?" „Gestohlen ist sic. Von ruchlosen Sylvesterbummlern entwendet!" „O, unerhörte Frechheit, o entsetzliche Rohheit! Sie müssen die Polizei benachrichtigen." „Das ist schon geschehen. Haben Sie nur keine Sorge. Ich ruhe nicht, bis ich meine Hand wieder habe und der Dieb bestraft ist. Hundert Thaler Belohnung habe ich darauf ausgeboten. Morgen früh steht das Plakat mit fußlangen Buchstaben an allen Ecken der Stadt. Und wenn es tausend Thäler kostet — ich will meine Hand." (Schluß folgt.) Lieferung an Chaussee-Deckmaterial in ungeschlagenem Zustand. Die Lieferung der für die Jahre 1892/93 und 1893/94 für Unterhaltung der Staatsstraßen: Gießen-Gelnhausen, Abtheilung 23—108 und Lich-Butzbach, Abtheilung 55—70 und 80—105 erforderlichen Basaltbruchsteine soll im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die ganze Quantität für dre beiden Jahre beträgt circa 1500 cbm und kann zusammen an einen oder in Loose getrennt an verschiedene Ueber- nehmer vergeben werden. Die Bedingungen sind bei unterzeichneter Behörde von Montag den 28. December d. I., während der Dienststunden einzusehen, woselbst auch die Angebotschreiben bis zum ^ub- mifsionstermine Samstag d. 9. Januar 1892, Bormittags 11 Uhr, einzureichen sind. Gießen, den 22. December 1891. Großh. Kreisbauamt Gießen. Neuling. 11169 Donnerstag, 31. Beehr., Bormittags IO Uhr und Nachmittags 2 Uhr, werden Neuenweg 1 im Hinterhaus die zum Nachlaß des Schreiners Wilh. Diehl gehörigen Werkzeuge und ttUtott, wobn zwei Hobelbänke, Leim, Werkholz, Nourniere, einige Bücher über Schreinerei nnd Holz- berechnung, eine angefangene Bettlade, eine silberne Remontoiruhr u. f w- verfteigert- Die Kleider und Uhr kommen Mittags zum Ausgebot. t11 27 I. A.: F. Hoffmann. 11258 11102 Daniel Heil Lindenplatz 3. werden. Gießen, den 28. December 1891. Der Stadtrechner: Doep fer. W einlager in empfehlende Erinnerung. i Uerbeff. Werschmskl-Zeise ! von Bergmann & Eo. in Dresden. i Allein ächte-, erstes und ältestes Fa- i brtkat in Deutschland, anerkannt vorzügl. und altbewährt gegen alle Arten Haut- unreinigkeiten und Hautausschläge, wie: Mitesser, Flechten, Finnen, Leberstecke rc. Vorr. ä L>t. 50 Pf. bei 59151 I. H. Fuhr, Sonnenstraße 27. Die einzige große Modenzeitung, welche alle acht Tage erscheint, ist Der Bazar Mustrirte Damrn-Zeitung für Mode, Handarbeit und Unterhaltung. Abonnementöpreis = 2l/2 Mark = vierteljährlich. Der Bazar übertrifft an Reichhaltigkeit jedes andere Modenblatt. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Abonnements an. ProbeNnmmern versendet aus Wunsch unentgeltlich die Administration des „Bazar", Berlin SW., Charlottenftr. 11. MMe-stmes. Laubfageholz M „ (»SS» ’ ____Andreas Euler^ FuHandlente wS* grflriiMc Stnimpfimrm in allen Größen zu billigen Preisen I. C. Wallenfels, Färberei, 10350 21 Kirchenplatz 21. Schlafröcke für Herren empfiehlt 10723 H. Rübsamen. Ausl. Spirituosen, nur höchst prtLmlLrte von Südweine. H. J. Peters & Co. Nachf., Cöln a. Rh. Ueberall käuflich. 11139 Enthebung von Neujahrs - Gratulationsbesuchen. Der Wunsch, die Neujahrs-Gratulationsbesuche zu beschränken, hat seit Jahren viele Einwohner unserer Stadt dazu bewogen, durch em Geld- qeschenk an die hiesige Kleinkinder-Bcwahranstalt sich gleichsam von Abstattung solcher Besuch- loszukausen. Dadurch ist zugleich dieser Anstalt eine beträchliche Unterstützung zu Theil geworden. Auch bei dem bevorstehenden Jahreswechsel bitten wir, zur ZU DBVOrStßhBDdeiB Nßlljähf bringe Ußlll Tagen bei Meldung des Beitreibungsverfahrens zur hiesigen Stadtkasie zu bezahlen. Die in Folge von Reclamationen erlassenen Gemeindesteuern können gegen Quittung dahier in Empfang genommen bezw. verrechnet MW ungenügend vertreten bin, können noch Niederlagen vergeben werden. 10815 W Mntni m der bestraf solje $ G 13t.1t w* durch Z segensr« dies köi genug c fern gä ab und G S< nach M verpfleg währt: Station burschen wirb g sonstige Es wir vollstän ungsf unter werden Di M 25. Gi Ui Kat eil sprach j Hgensti i //$ lohend Tpaß l ^-cht u Dc ** seh- Mk i - [9698 Wenn Sie husten in verschiedener Ausführung empfiehlt nehmen Sie Oscar Tietze’s 11255 Willi. Klee, WarKtftraße 2 11207 empfiehlt [11062 J. Schäfer, Kirchcnplatz 4. ÄAettton: @6e»b«. - Druck mrt Brrla- »et «rühllch« Druckern (Fr. Ehr. Pietsch) in eiegati Beutel, ä 20, 25, 40 und 50 Pfg., zu haben in Giessen bei Herren Heb. Wallach und Aug. Noll II., Bahnhofstr. 53. 10892 J. G. Houben i Sohn Carl, Aachen.; [11164 Emil Orbig. i 9o03] Die der Spar- und Leihkasse zu ! Lang-Göns gehörige Hofraithe mit : Grabgarten links des Wiesecker Wegs — Gemarkung Gießen — 3156 lUMtr. i haltend, ist an eine anständige Familie : zu vermiethen und sofort zu beziehen > Die Besitzung wird auch unter günstigen - Bedingungen verkauft Auskunft ertheilt I Geometer Henrich, Asterweg 8. Frisch eingetroffen: Jtal. Blumenkohl, Franz. Kopfsalat, Orangen, Citronen, Wall- und Haselnüsse, Goldfischeu. 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