sse 31 Tag. beträgt der K» Tonern -L««°chand. wTJ5 8612 u. Mmam. KAeW L 891. » Fuhr, ött Kdantage. für diese Zeitung, sowie alle andern Zeitungen n. i FachzeltachrlftendeJn- / u. Auslandes werden am schnellsten u. billigsten Frankfurt a. M., Zeil 39. misse gratis. Auskünfte Diensten. Bei Wieder- M5 ilt von Pianos etc. e. chricht, ^6 MM» Miet iuck W in SutJ®'1,l1' nteiM**'' [8614 111.»» SS 60 69 60 78.60 39.50 97.25 40800 198 75 128 50 131-2° 110 30 5610 Sten" rlal- 4- 4 lkgesB^ jt 1891' Rr. 227 Der nßSektt täglich, Mt SbrSnahme de» Montag-. .H« Virßener dtwbtr. hnn Lnzei-er dreimal dvqelegr. Mittwoch den 30. September 1891 Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. ViertNjährigrv Ato««emr»L»Prei»l 2 Mark 20 Pfg. ÖÄ Vrmgerloha. Durch die Post btpye 2 Mark 50 Pf,. ♦hbaenon, ttrpebtttra ttnb Druckerei: -«»rßraßeZtt.r Herstprecher 5L Amts- unb Anzeigeblatt f9x* den Nveis Gieszen. 5»?.^«« »en Anzeige« zu der Nachmittags für den Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. I chratisöeikage: Gießener JamilimStütter. ; Abonnements^Emladung! Zum Bezug des „Gietzenev Anzeigen" für das 4. Vierteljahr 1891 laden wir hiermit ergebenst ein. — Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer objectiver Uebersicht zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Correspondenz- Burcaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zü Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird'der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschäft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- ükeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familrenblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Exenrplare nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch). Shell. Greß en, 28. September 1891. Betr.: Ausführung der Feuerlöschordnung, hier Ernennung und Verpflichtung der Befehlshaber der Pflichtfeuerwehr und deren Stellvertreter für die Orte der Gerichtsbezirke Grünberg, Homberg und Laubach. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grohhcrzo-ff. Bürgermeistereien der Gerichtsbezirke Grünbcrg. Homberg und Laubach. Nachdem Sie uns die zu der Stelle eines Befehlshabers der Pflichtfeuerwehr und dessen Stellvertreters geeigneten Persönlichkeiten in Vorschlag gebracht haben, beauftragen wir Sie - dieselben anzuweisen, sich Behufs ihrer Verpflichtung Samstag den 3. Oktober, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause zu Grünberg einfinden zu wollen. von Gagern. > ---- (Sieben, 28. Septemder 1891. Setr.: Ausführung der Landesfeuerlöschordnung. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Trotz unseres Ausschreibens im Gießener Anzeiger Nr. 169, n dem wir den Bürgermeistereien empfohlen, mit Anschaffung ■ der Feuerlöschgeräthfchasten noch zu warten, da wir die Absicht ! hätten, dieselben für den Kreis oder wenigstens für mehrere t Gemeinden, zwecks Erzielung einer nicht unbedeutenden Preis- I ermäßigung, gemeinsam zu bestellen, haben wir erfahren, daß \ einige Gemeinden neuerdings Verträge für Lieferung von 1 Feuerspritzen abgeschloffen haben. Bei diesem Verfahren wird uns eine Controlle darüber, ob die Geräthe den Anforderungen der Landesfeuerlöschordnung entsprechen, unmöglich, und setzt sich eine Gemeinde der Gefahr aus, daß ihr später Schwierigkeiten bereitet werden. Wir beauftragen Sie deshalb, uns, bevor Sie Verträge über Lieferung von Spritzen abschließen, jedesmal unter Anschluß des Vertragsconceptes Vorlage zu machen, damit wir die Zweckmäßigkeit der Anschaffung zu prüfen in der Lage sind. Unser oben angeführtes Ausschreiben wollen Sie nach wie vor beherzigen. von Gagern. Ae«este Nachrichten. Wölfls tel-graphischeS Torrespvndenz-Bureau. Hannover, 28. September. Das Füsilier-Regiment (Hannoversches) Nr. 73, das Hannoversche Jnfanterie-Regi- ment Nr. 74, das Feld-Artillerie-Regiment von Scharnhorst (1. Hannoversches) Nr. 10 und das Hannoversche Train- Bataillon Nr. 10 feierten ihr 25jähriges Jubiläum durch Festesten der Offlziere, Mannschastsspeisungen und Aufführungen und Commerse. Se. König!. Hoheit der Prinz Albrecht als Ches des Füsilier-Regiments Nr. 73 hatte demselben sein Porträt als Geschenk übersandt- Ihre König!. Hoheit die Prinzessin Albrecht, welche Chef des Infanterie- Regiments Nr. 74 ist, hatte ein Glückwunschschreiben an das Regiment gerichtet. Viele ehemalige Angehörige der Truppen- theile wohnten den Festlichkeiten bei. — Das Königs-Ulanen- Regiment (1. Hannoversches) Nr. 13 feiert sein Jubiläum erst Mitte November. Osnabrück, 28. September. Der Reichskanzler v. Caprivi gab heute Abend den Offizieren, Reserveoffizieren und den Spitzen der Behörden ein Souper, an dem insgesammt 41 Personen theilnahmen. Die Rückreise des Reichskanzlers nach Berlin erfolgt heute Abend 11 Uhr 56 Minuten. Schwerin, 28. September. Nachrichten aus Cannes zufolge hat der Großherzog die Reise gut überstanden - auf sein Befinden hat sie keinen ungünstigen Einfluß gehabt. Stuttgart, 28. September. Der „Staats-Anzeiger" meldet aus Bebenhausen: Von einer wirklichen Besserung im Befinden des Königs kann auch heute noch nicht berichtet werden, zudem in den letzten Tagen zeitweise Fiebererscheinungen sich zeigten. Immerhin wirken die Waldluft und vollkommene Ruhe ersichtlich förderlich und wohlthuend. In einer zweiten Mittheilung des „Staatsanzeigers" heißt es: „Nachdem am 25. September ein stärkerer Fieberanfall aufgetreten, ist seither der Zustand ein leidlich befriedigender, das Fieber ist nicht wieder aufgetreten, auch find die Unter- leibsftörungen gemindert." Brüste!, 28. September. Wie der „Patriote" aus guter Quelle wissen will, hätte der Generalstab der Armee beschlossen, daß, um Vorsorge für den durch die Maasbefestigungen erforderlichen Bedarf zu treffen, ein neues Regiment Artillerie, zwei neue Regimenter Infanterie und ein neues Regiment Cavallerie errichtet werden müßten, demzufolge würde die Ziffer des Jahres-Contingents von 13 000 auf 19 000 Mann erhöht werden. Rom, 28. September. Der Papst empfing sämmtliche zum Pilgerzuge der katholischen Jugend gehörenden auswärtigen Wallfahrer. Loudon, 28. September. Die „Times" veröffentlicht einen Artikel über die ernste Lage, in welcher sich die Britische Ostasrika-Gesellschast befinde: Dieselbe habe infolge der energischen Concurrenz der Deutschen auf dem Victoria Nyanza das 500 englische Meilen von der Küste entfernte Uganda besetzen müffen und dadurch ihre Mittel erschöpft. Große Anstrengungen müßten gemacht werden, hauptsächlich um die Gesellschaft in den Stand zu setzen, ihre Positionen zu behaupten, ohne welche der Sclavenhandel sich alsbald wieder ausrichten würde. Die „Times" schlägt vor, England solle der Britischen Ostafrika-Gesellschaft eine mäßige Zinsgarantie gewähren für die Erbauung einer Eisenbahn von der Küste bis Uganda. Für die Möglichkeit eines dahingehenden Antrages habe sich auch Lord Salisbury jn Glasgow ausgesprochen und nur der von den Liberalen herbeigeführte Schluß der Session habe die Erledigung desselben verhindert. Petersburg, 28. September. Nach einer Meldung aus Saratow brachte der Gouverneur Generallieutenant Kossitsch durch eine in seinem Hause veranstaltete Sammlung für die Nothleidenden 30000 Rubel zusammen. Das Stadthaupt, sowie mehrere Kaufleute zeichneten Beträge von 1000 bis 3000 Rubel. Moskau, 28. September. Das Kaiserpaar mit den Prinzen und Prinzessinnen ist heute Vormittag hier eingetroffen und reisten nach einer Andacht an der Leiche der Großfürstin mit dem griechischen Königspaar nach Petersburg. Mit dem gleichen Zuge wurde auch die Leiche der Großfürstin Alexandra dorthin überführt. Sofia, 28. September. Da die am 21. September fälligen Mei st geböte für den Ankauf des als Zehent pro 1891 abgelieferten Getreides zu niedrig befunden wurden, lehnte der Ministerrarh nahezu alle Angebote ab und schrieb einen neuen Termin auf den 5. October aus. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 29. September. Der „National-Zeitung" wird bestätigt, daß der nächste Etat des Auswärtigen Amtes eine erhebliche Erhöhung des Postens für geheime Ausgaben enthalten wird. Berlin, 28. September. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt an hervorragender Stelle, die Zumuthung, daß die Regierung zur russischen Anleihe eine bestimmte Stellung nehme, sei namentlich deshalb zurückzuweisen, weil die in Betracht kommenden politischen und finanziellen Verhältniffe jedem erkennbar zu Tage liegen und schon seit Jahren öffentlich besprochen werden. „Das Publikum muß sich endlich daran gewöhnen, über derartige Fragen selbst zu entscheiden." — Nach demselben Blatte ist der Volksschulgesetzentwurf nicht so weit gediehen, daß die Vorlage an den Landtag bestimmt zu erwarten sei. — Die „Kreuzztg." meldet aus Warschau: Der „Kurher Warszawski" erfährt aus Bialistock, es herrsche dort eine ernste Krisis in der Wollindustrie. Die Firmen Barasch, Friedländer, Lewitan, Frisch, Ostrowski, Schoen und Zettel hätten ihre Zahlungen eingestellt. Hamburg, 29. September. Die „Nachrichten" besprechen die Vorgänge bei der Entlassung Bismarcks und sagen, daß Zwischenschiebungen die Haltbarkeit der verfassungsmäßigen Stellung des Reichskanzlers beeinträchtigten, welche stattgefunden hätten von militärischer, privater und collegialer Seite, von Couservativen, Fractionsführern und von höheren Stellen, am wirksamsten, wenn Beziehungen bestanden hätten, welche die Collegen unter Umgebung des Kanzlers, unter Bekämpfung seiner Politik oder unter Benutzung des amtlichen Zutritts an höchster Stelle erlangten. Wien, 29. September. Die „Pol. Corr." erfährt aus Belgrad: Serbien sprach in einer Note an den österreichischen Gesandten die Bereitwilligkeit aus, mir Oesterreich Handelsvertrags-Verhandlungen zu eröffnen, nicht mit Deutschland, da der Vertrag mit Deutschland noch nicht abgelaufen sei. Wien, 29. September. Chlumecky hielt in Neu- titschein eine große Rede, worin er betonte, die Deutschen seien noch lange nicht am Ziele ihrer Wünsche, die Situation sei jedoch wesentlich gebessert. Schließlich sprach er fein Vertrauen in Kalnokhs Außenpolitik aus. Paris, 28. September. Der „Gaulois" publizirt eine Unterredung mit dem Straßburger Reichstagsabgeordneten Petri, worin dieser sagt, eine ungeheure Majorität Elsaß- Lothringer wünsche, Deutsche zu bleiben, weil eine Aenderung in der Nationalität nur in Folge eines blutigen Krieges stattfinden könne, dessen Schauplatz wieder Elsaß-Lothringen sein würde. , London, 28. September. Der „Standard" schreibt: Europa schuldet Kaiser Wilhelm für die bekundete Einsicht Dank, daß Deutschlands feindseliges Verhalten zur neuen russischen Anleihe in Europa die Meinung von einer Unüberbrückbarkeit der Gegensätze zwischen den beiden Nachbarstaaten erweckt hätte. Roggen, Weizen und Kartoffeln. Wie bekannt, hat die preußische Staatsregierung die Herabsetzung der Tarife für Getreide und Mühlenfabrikate aus weitere Entfernungen (über 200 Kilometer) beschlossen, damit der Versandt von Getreide u. s. w. aus den Landes- theilen mit besserer Ernte nach Landestheilen mit geringerer Ernte erleichtert und verbilligt werde. Diese Maßregel ist am 1. September in Kraft getreten, und da sich dem Vorgehen der preußischen Staatsbahnen auch eine große Reihe anderer Bahnen angeschlossen hat, darf auf die Erreichung des Zweckes gehofft werden. Wie es mit dem Ausfall der Ernte in den verschiedenen Landestheilen gegenwärtig steht, kann noch nicht mit Sicher« heit festgestellt werden. Dagegen wird es von Interesse sein, zu wissen, welche Landestheile überhaupt in Vergleich zu anderen eine ganz besonders reiche Production haben und in welcher Richtung sich der Ausgleich der Producte vollzieht. Es muß daher dankbar begrüßt werden, daß das Statistische Amt in dem neuesten Monatshefte (Juli) eine kartographische Darstellung veröffentlicht, durch welche die Production von Roggen, Weizen und Kartoffeln, wie sie sich im Durchschnitt der Jahre 1880—89 gestellt hat, veranschaulicht wird. Nach diesen Darstellungen treten als Gebiete mit einer starken Roggenproduction die Kreishauptmannschaften Dresden, Bautzen und Leipzig (mit 20 und mehr Tonnen auf 1 Quadratkilometer Gesammtfläche) hervor. Daran schließen sich der Regierungsbezirk Merseburg und das Herzog- thum Anhalt, ferner im nordwestlichen Deutschland Braunschweig, Regierungsbezirk Hannover, beide Lippe, Minden, im Norden Mecklenburg-Schwerin und im Westen Rheinhessen Und Düsseldorf. Alle diese Gebiete erzeugen durchschnittlich 15 Tonnen Roggen und darüber auf 1 Quadratkilometer. Am schwächsten ist dagegen die Roggenproduction in mehreren südwestlichen Gebietstheilen des Reiches: in Elsaß-Lothringen, Baden, Württemberg, Schwaben und im Regierungsbezirk Trier ist die Roggenproduction eine sehr schwache,- sie beträgt unter 6 Tonnen auf den Quadratkilometer. Zwischen 6 und 9 Tonnen produciren die Regierungsbezirke Gumbinnen, Lüneburg, Stade, Arnsberg, Cassel, Wiesbaden, Coblenz, ferner Oberhessen, Unterfranken, Oberbayern. Eine Mittelstellung nehmen mit einer Production von 9 bis 12 Tonnen Königsberg, Danzig, Marienwerder, Cöslin, Frankfurt, Potsdam, Schleswig, Oldenburg, Osnabrück, zum Theil Thüringen, Aachen, Mecklenburg - Strelitz, die Rheinpsalz, Ober- und Mittelfranken und die Oberpfalz ein. Eine noch stärkere Production mit 12—15 Tonnen haben die Provinzen Posen und Schlesien, die Regierungsbezirke Stettin und Stralsund, Magdeburg, Hildesheim, Münster, Cöln, Zwickau und Niederbayern. Die stärkste Production an Weizen (und Spelz) mit 9 Tonnen und mehr aus 1 Quadratkilometer hat das südwestliche Deutschland, und zwar Elsaß-Lothringen, der größte Theil des badischen, hessischen und württembergischen Staatsgebiets, Hohenzollern, Schwaben und Niederbayern - in Norddeutschland treten mit derselben reichen Weizenproduction hervor der Niederrhein (Düsseldorf und Cöln), ferner einige Gebiete zwischen Elbe und Weser (Braunschweig, Schaumburg- Lippe, Hildesheim, Magdeburg und Leipzig). Sehr gering ist die Weizenproduction mit 3 Tonnen und darunter aus 1 Quadratkilometer an der Mosel (Trier, Coblenz), in nordwestlichen Theilen Deutschlands (Aurich, Osnabrück, Oldenburg, Bremen, Stade, Lüneburg), ferner in Reuß ä. L. und Zwickau und in einem ausgedehnten Theile des Ostens (Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Stettin, Cöslin, Posen und Gumbinnen). An Kartoffeln haben die stärkste Production (60 und mehr Tonnen auf 1 Quadratkilometer) die mittelrheinischen Gebiete und mittlere und südöstliche Theile von Norddeutschland, nämlich Braunschweig, Magdeburg, Merseburg, Anhalt, Königreich Sachsen, Sachsen-Altenburg, Frankfurt, Regierungsbezirk Posen, Breslau und Oppeln. Die geringste Production (30 Tonnen und darunter) haben der Südosten: Hohenzollern, Jagst- und Donaukreis, Schwaben, Ober- und Niederbayern; der Nordwesten: Aurich, Osnabrück, Münster, Oldenburg, Regierungsbezirk Hannover, Stade, Lüneburg, Waldeck, Schleswig, Lübeck/ außerdem Stralsund / ferner die Nordosten: Provinz Ostpreußen, und zwar besonders der Regierungsbezirk Gumbinnen, der auf 1 Quadratkilometer weniger als 20 Tonnen producirt. Die verschiedenartige Bertheilung dieser Hauptfruchtgattungen in den verschiedenen Theilen Deutschlands läßt eine Erleichterung des Austausches, wie er jetzt eingeführt ist, wenigstens zu einer Zeit als gerechtfertigt erscheinen, wo die Zufuhr erschwert ist und die Börsenspeculation sich die ungünstigen Meldungen über die Ernteergebnisse in dem einen Theile Deutschlands zu sehr zu Nutze macht, um die Preise in die Höhe zu treiben ohne Rücksicht darauf, daß der Bauer in anderen Theilen Mühe hat, seine reiche' Ernte unterzubringen. Die Staffeltarife werden zweifellos, wie zur schnelleren Versorgung mit eigener Production nicht genügend ausgestatteter Gegenden, so zur Herbeiführung billigerer Preise beitragen. In jedem Falle mag die vorstehende Ueber- sicht Jeden davor warnen, ungünstige Berichte über Ernteergebnisse ohne Rücksicht auf die Bedeutung, welche eine Fruchtgattung für eine Gegend hat, auf die Allgemeinheit zu übertragen. Locales unb provinzielles. Gießen, 29. September. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 1. October 1891, Nachmittags 4 Uhr: 1. Mittheilungen. 2. Gesuch des Heinrich Ernst um Erlaubniß zum Betrieb einer Zapswirthschaft. 3. Desgleichen des Schreiners Ludwig Löb. 4. Gesuch des Heinrich Schäfer VII. um Erlaubniß zum Betrieb einer Wirthschast. 5. Die Einfriedigung an dem Garten des Gastwirths Philipp Schwinn in der Bahnhofstraße. 6. Gesuch des Bauunternehmers Georg Siepmann um Erlaubniß zur Einfriedigung eines Platzes und Aufstellung einer Bretterhütte. 7. Gesuch des Philipp Uhl um Erlaubniß zur Anbringung eines Ausstellkastens für Photographien. 8. Gesuch des H. M. Merz um Erlaubniß zur Errichtung eines Anbaues. 9. Das Wohnhäuschen des Malers Julius Vogler am Nahrungsberg. 10. Abschluß der Zugänge zu dem Stadtbach, hier: an der Wohnung des Dienstmanns Heil. 11. Voranschlag über Pflasterung der Trottoirs in der Sonnenstraße. 12. Die im Jahre 1890/91 vorgekommenen kleineren Holzabgaben aus der Hand. 13. Gesuch des Turnvereins um Erlaß des Beitrags zu den Straßenbaukosten. 14. Erlaß eines Polizei- reglemcnts, die Bezeichnung der Fuhrwerke betr. 15. Voranschlag der Armenkasse pro 1892/93. — Diebstahl. Am 3. d. Mts. früh wurde aus der Küche eines Hauses der Bleichstraße dahier eine Weckeruhr entwendet. Der Thäter ist heute in der Person eines 14 Jahre alten Weißbinderlehrlings aus Wismar, welcher zur Zeit des Diebstahls im oberen Stock des betr. Hauses arbeitete, ermittelt und zur Anzeige gebracht worden. — Gefährliches Ackern. Als gestern ein hiesiger Oeconom mit seinem Ochsengespann auf seinem am Rodberg gelegenen Grundstücke pflügte, sank plötzlich das eine der Zugthiere mit einem Beine tief in die Erde. Nachdem das Thier aus seiner Lage befreit war, sand sich an der betr. Stelle ein ca. 5 Meter tiefer Schacht vor. Wahrscheinlich ist in früheren Jahren am Rodberg erfolglos nach irgend etwas gebohrt worden, ohne daß man bei dem Zuwerfen des Schürsloches die nöthige Sorgfalt beobachtete. — Die Kreis-Obstausstellnng zu Offenbach, welche am Samstag eröffnet wurde, ist über alle Erwartung glänzend ausgefallen und erfreut sich eines fortwährenden sehr regen Besuchs aus allen Schichten der Bevölkerung. Der land- wirthschaftliche Bezirksverein hat sich daher entschloffen, die Dauer der Ausstellung bis zum Sonntag den 4. October zu verlängern, was namentlich auch von auswärtigen Besuchern mit Freude begrüßt wird. Auf dem Obstmarkt, welcher sehr reich beschickt war, ist der größte Theil zu guten Preisen verkauft. Es treffen indessen fortwährend neue Probesendungen ein. In der Ausstellung selbst ist man mit der Ausstellung eines Normalobstsortiments beschäftigt. Heute findet Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins statt, bei welcher Gelegenheit die Prämiirungsresultate veröffentlicht werden. — Juristische Staatsprüfung. Montag, den 5. October beginnt in Darmstadt die juristische Staatsprüfung, der sich etwa 12 Herren unterziehen werden. x Wettsaasen (Kreis Alsfeld), 28. September. Den seit heute 14 Tage vermißten Maurer Kaspar Görnert von hier, Wittwer und Vater von vier unerzogenen Kindern, hat man endlich gefunden. Eine Frau, welche gestern von Maulbach durch den Wald bei dem Hof Sorg ging, gewahrte seinen Leichnam an einem Baume hängen. Allgemein bedauert man den unglücklichen jungen Mann, der, brav und fleißig, in der Gemeinde im besten Rufe stand. In seinen deran- girten Bermögensverhältnissen vermuthet man das Motiv zur traurigen That. Friedberg, 28. September. Heute fiel dahier ein kleines anderthalbjähriges Kind in einen Zuber mit Wasser/ ehe man den Unfall merkte, war dasselbe bereits ertrunken. Aus Heffeu, 28. September, wird der „Franks. Ztg." geschrieben: „Nach dem Beschlüsse der zuständigen Schulbehörden des Landes müssen von nun an die Bestimmungen des Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes einen Platz in dem Lehrplane der Fortbildungsschulen finden. Ferner wird gewünscht, daß die Lehrstunden während des Winters mindestens die Zahl 70 erreichen/ auch soll, wo es möglich ist, die Schulzeit statt aus den Abend aus den Nachmittag verlegt werden. Endlich find nicht alle Schüler, die höhere Lehranstalten besucht haben, von der Fortbildungsschule zu dispensiren, sondern nur solche, welche die höheren Klassen mit Erfolg absolvirt haben. Offenbach, 29. September. Gestern Nachmittag ereignete sich an dem Canalbau auf der Biebererchaussee ein entsetzlicher Unglückssall. Es stürzte nämlich vor der Fabrik der Herren Schramm & Hörner ein Theil des im Bau begriffenen Straßenkanals ein, wodurch zwei der daselbst mit Auswerfen der Erde beschäftigt gewesene Arbeiter verschüttet worden sind. Der eine derselben, der 29 Jahre alte Taglöhner Ludwig Wilhelm Wagner, konnte nach mehrstündiger anstrengender Arbeit seiner College« aus seiner verzweifelten Lage befreit und glücklich gerettet werden, er wurde vermittelst Tragbahre ins städtische Krankenhaus gebracht, woselbst eine Verletzung am linken Bein constatirt worden ist. Sonstige Verletzungen hat der Mann glücklicher Weise nicht davongetragen. Sein College, der 23 Jahre alte Taglöhner Martin Ahlig, mußte leider bei dem Unfall sein Leben einbüßen. Die Bergung der Leiche gelang trotz ununterbrochener Arbeit erst gegen 11 Uhr Nachts. Der Verunglückte, ein braver fleißiger Mensch, war verlobt und wollte in 14 Tagen heirathen. Worms, 28. September. In den hiesigen bedeutenden Fabriken werden gegenwärtig wegen Ueberproduction und Mangel an Absatz der Fabrikate viele Arbeiter entlassen/ da auch in den übrigen Gewerben große Arbeitslosigkeit herrscht, so werden im bevorstehenden Winter traurige Verhältnisse eintreten. vermischtes. * Frankfurt a. M., 28. September. Eisenbahn-Minister Thielen besichtigte am Samstag Abend gleich nach seiner Ankunft in Gemeinschaft mit dem Eisenbahn-Präsidenten v. Guörard, Baurath Vogel und Betriebsdirector Knoche zwei im Hauptbahnhof ausgestellte, mit electrischem Licht versehene Eisenbahn-Personenwagen erster und zweiter Klaffe, wie solche demnächst in Betrieb genommen werden sollen. * Hildesheim, 23. September. Ein schreckliches Unglück ereignete sich gestern Nachmittag bei den Bauten an der Andreaskirche. Fünf Arbeiter waren mit Abbruch eines Gerüstes in einem neuerrichteten Kreuzgewölbe beschäftigt, als plötzlich das 15 Meter hohe Gewölbe einstürzte und vier Arbeiter unter sich begrub. Ein Arbeiter blieb sofort I tobt, die drei anderen sind schwer verletzt. * Ei» neuer Brillen Nasensteg. Es ist bekannt, daß die bisher übliche Befestigungsart der Brillen und Kneifer vielfach krankhafte Erscheinungen an der Nase, insbesondere die Röthung der Nase, und an den Augen Hervorrufen. Das kommt davon her, daß die gebräuchlichen Stege, die von Technikern, nicht von Anatomen construirt werden, aus den anatomischen Bau der Nase, sowie auf den Verlauf der Ader« und Nerven keine Rücksicht nehmen und so vielfache Störungen veranlassen. Der cand. med. Fritz 'Lueddeckens in Leipzig hat nun einen Steg construirt und sich denselben patentiren lassen, der allen krankhaften Erscheinungen vorbeugt. Das Knapp-Schweigger'sche „Archiv für Augenheilkunde" veröffentlicht eine ausführliche Beschreibung dieses Nasenstegs und eine Begründung seiner Vortheile, unter Beifügung von Illustrationen. Der Steg ist so construirt, daß er oben die Nase nicht drückt und seitlich die Hauptvenen der Nase nicht schneidet, sondern ihnen zur Seite läuft. Die Mehrausgaben für Brillen und Kneifer mit diesem „Normalsteg" sind unbedeutend. Die Anfertigung derselben ist der Firma Busch in Rathenow übertragen. * Paris, 22. September. Vom Hose Napoleons III. erzählt de Lano im Figaro verschiedene characteristische Begebenheiten. So schreibt er über die erste Kammerfrau der Kaiserin Eugenie, Namens Pepa, und erzählt, daß diese über ihre Herrin eine derartige Macht besaß, daß der ganze Hof, ja selbst der Kaiser, darunter zu leiden hatte. Wiederholten. Versuchen, Pepa aus den Tuilerien zu entfernen, widersetzte sich die Kaiserin derartig energisch, daß man sich schließlich darein fügen und Pepa als ein unvermeidliches Nebel betrachten mußte. Die gesammte Verwaltung der Privatkasse der Kaiserin, sowie die Aufsicht über deren Garderobe fiel der Kammerfrau zu, die natürlich auch alle Einkäufe besorgte, wobei sie den Geschäftsleuten oft unerhörte Geschenke erpreßte. Wagte es einmal Jemand, der Kaiserin Vorstellungen zu machen, so sagte diese immer: Wenn Sie wollen, daß wir Freunde bleiben, so verläumden Sie meine arme Pepa nicht. In ihrer Wohnung im Pavillon de Flore hatte Pepa ein ganzes Magazin von Kleidungsstücken, welche die Kaiserin nicht mehr trug. Die Kleidungsstücke verkaufte die Vertraute der nunmehrigen Exkaiserin um sehr hohe Preise. Als der Mann Pepas, ein Unteroffizier, starb, kam es zwischen der Kammerfrau und der Familie ihres verstorbenen Mannes zu Erb- schastsstreitigkeiten. Bei dieser Gelegenheit stellte es sich heraus, daß Pepa, die, als die Kaiserin Eugenie -noch Gräfin von Montijo war, in deren Dienst als armes Landmädchen eintrat, zu jener Zeit ein Vermögen von nahezu drei Millionen besaß. * Die Menge werthvoller Substanzen, welche täglich, in Staub verwandelt, für immer der Technik entzogen wird, ist eine ungeheuere. Einen intereffanten Beleg hierzu bilden einige von der belgischen Regierung angestellte Versuche. Hiernach verlieren, wie man dem „Prometheus" entnimmt, 7500 Meter Schienengeleise unter dem Einfluß jedes darüber hinwegrollenden Eisenbahnzuges unter normalen Betriebsverhältnissen ca. 1 Kilo Eisen, resp. Stahl. Nimmt man, niedrig gegriffen, an, daß aus den Eisenbahnen je durchschnittlich zehn Züge in 24 Stunden cursiren, so ergibt sich für die gesummten Schienen aller Eisenbahnen auf der Erde von 450,000 Kilometer Länge ein täglicher Verlust von 600,000 Kilo Stahl und Eisen. Diese riesige Quantität erscheint indessen bedeutungslos, wenn man andererseits erwägt, daß die 18 Milliarden Kilo Schienen auf diese Weise erst in etwa 1000 Jahren aufgerieben sein würden. * In ein Klaviermagazin in Kiel trat ein reicher holsteinischer Marschbauer und erstand um einen hohen Preis ein mit reichem Schnitzwerk ausgestattetes Forte-Piano, welches dem elegantesten Salon zur Zierde gereicht haben würde. Wunderte der Händler sich schon, daß die Wahl gerade auf dieses theure Prachtstück gefallen, so erstaunte er noch mehr, als nach kaum 8 Tagen derselbe Bauer wieder frei ihm eintrat mit den Worten: „Ick wull noch ak'rat so'n Klavier köpen!" — //Ja, ak'rat so een is nich mehr da", entgegnete der Händler, „äwer hier sünd noch welk', de eben so god sünd." — „Nee, nee, dat mutt ganz ak'rat so sin, als dat anner!" — „Na", fragte der Händler, „ward bi Se denn so veel speelt, dat Se twee Instrumenten bruken? — „Ne, speelen kann Keen", antwortete der Bauer, „äwer hebben mutt man ja doch so'n Dings, un nu seggt min Fru, dat uns' beste Stuw ganz unschändt wörd, wenn nich an de anner Wand gegenüber just so'n Kasten stünn/ so weer dat en scheesen Kram!" — „Ja, min leewe Mann, wat Se köfft hebben, dat weer en Wiener Instrument / ick müßt rein eerst een vun Wien verschriben, und dat kann Se licht en dreehundert Mark mehr kösten!" — „Na ja, denn verschrieben S' man! Laten S' man gau en richtigen Passer kamen!" — Im Vollgefühle seines guten Geschmacks und stolz auf seinen Geldbeutel, der ihm solchen Kunstsinn gestattete, kehrte der Bauer auf seinen Hof zurück. * Schreckliches Schicksal. Ein Odenwälder Land-Schulmeister hielt einer unverbesserlichen Range eine Strafpredigt, die mit folgenden Worten schloß: „Ich hab schon ehmohl so en Nixnux uff dere Bank hocke gehabt/ der Hot aach net parirt. Waaßt de, was aus dem geworde is? (Nach einer längeren Pause, während welcher er den Jungen mit durchbohrendem Blick ansieht): Er ist im Badische geschtorwe." Verkehr, Cattb* rrird Volkswirtschaft» «teste«, 29. September. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 1,10—1,20, Hühnereier 1 St. 6—7, 2 St.--4, Enteneier 1 St.--4, 2 St. — 4, Käse pr- St. 4—8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Liter 25 4, Linsen vr. Liter 29 4, Tauben pr. Paar X 0,50—0,70, Hühner pr. Stück 0,90—1 00, Hahnen pr. St -X 0,50- 0,75, Enten pr. Stück JL 1,70—2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—76 4, Kuh- und Rindfleisch 60—64 4, Schweinefleisch 60—70 4, Hammelfleisch 50—74 4, KaÜ- fleisch 56—60 4, Kartoffeln pr. 100 .Kilo X 7,00—8,00, Weißkraut pr. St.--4, Zwiebeln per Centner X 4,00—5,00, Milch per Liter 12-18 4. etl Steae v. « toe* teBerta/"?'» vielfache %e Mehrausgaben ^7-steg" sind 1,1 Firma Bnjch ie^aveleonslll ° 7'«tt>stische SBe" ,r?e 8®titifrou her Wi H diese über der Hof, ^atte. Wiederholten Entfernen, widersehte B man sich schWch rmeidliches Uebel de- ltung der Pnvalkasie deren Garderobe siel ille Einkäufe besorgte, Geschenke erpreßte, rin Vorstellungen zu Sie wollen, daß wir eine arme Pepa nid)t. slore hatte Pepa ein welche bie Kaiserin erkaufte die Vertraute Preise. Als der Mann zwischen der Kammer- nen Mannes zu Erb- mheit stellte es sich Eugenie noch Gräfin armes Landmädchen jn nahezu drei Milzen, welche täglich, in nit endogen wirb, ist Selig Hierzu bilben mgefüllte Versuche, metheus" entnimmt, instuß jedes darüber Wuebö- ötabl. w' Eisenbahnen je durch- ersten, so ergibt rf ^bahnen aus der Erde täglicher Verlust von liefe riesige Dw* man andererseits n- hienen auf btefe M । sein würden, trat ein reicher p i TS m gerade auf W» ; „ nach «hr, lieber Ki ihm-'A 1 y9S”eü“ d° ’TsfiwI7,et b bi Se ° .^elen «■«ft rf * .in R‘ „«r Wand nich a" , -n Ml'" io M h-bbi"' een ou“ ;e ?L S' uialt' «»**.»-3^ -ö-l 8 auf *ebe hab.! VadW^^^ - Schaft- AlSseld, 26. September. Auf dem heutigen Frucht markt wurden 100 Kilo Weizen au 24.18 JL, Korn zu 25 84 Jt, Saatkorn -u 26.50 JL, Hafer zu 13.96 und Kartoffeln ju 6 JL verkauft. — Auslese btt Kartoffel« bei der Ernte. Die neuesten Forschungen über das Wesen der Kartoffelkrankhett haben wieder bestätigt, daß eine Uebertragung derselben von einem Jahre auf das andere nur durch kranke Knollen statthaben kann. Es liegt hierin schon die außerordentliche Bedeutung, welche eine gute Auslese der Kartoffeln hat. Aber nicht nur für die Saatkartoffeln ist dieselbe von größter Wichtigkeit, sondern auch für die Speise- und Futter- kartoffeln. Kranke Kartoffeln faulen auch bei der besten Aufbewahrung und verbreiten die Fäulntß auch unter den anderen. Bet trockener Aufbewahrung entwickelt sich nur eine andere Form der Faulniß, die sogenannte Trockenfäule, während bei feuchter sich die Naßfäule einstellt, bei der die Faulniß durch Schimmelpilze beschleunigt wird. Es empfiehlt sich, die Saatkartoffeln schon im Herbst auszulesen, um ihnen eine besondere gute Aufbewahrung zu Theil werden lassen zu können an einem Ort, wo die Umsetzungen, die ein Autzkeimm im Frühjahr erst ermöglichen, möglichst langsam vor sich gehen (niedere Temperatur, nicht zu trockene Luft). Wo die Kartoffeln zum Verkauf gelangen sollen, thut man gut, mit der Auslese der kranken und der Saatkartoffeln eine Sortirung nach der Größe vorzunehmen, die kleinen und ganz großen auszuscheiden, denn eine möglichste Gleichmäßigkeit auch in der Größe läßt die Waare vortheilhaft erscheinen. — Eier so ,« koche«, daß das Weiße weich, das Gelbe fest wird, empfiehlt das practische Wochenblatt für alle Hausfrauen „Fürs Haus" das folgende Verfahren: Man bringe soviel Master zum Kochen, als zum Bedecken der Eier nöthig ift, entferne sobald das Wasser sprudelt, den Topf vom Feuer und setze ihn auf eine kalte Stelle. Nach zwei Minuten der Ruhe lege man die gewaschenen und wieder abgetrockneten Eier hinein, decke den Topf fest zu und stelle ihn auf die kühlste Stelle des Ofens, sodaß die Hitze des Gefäßes langsam abntmmt. Hebt man nach Ablauf einer Viertelstunde die Eier heraus, so ist das Weiße gallertartig weich, das Gelbe eine aebundene weiche Kugel. Will man die Eier auf Spiritus kochen, so lasse man das Wasser sieden, lösche, sobald dies der Fall, die Flamme aus, lege nach ein bis zwei Minuten der Ruhe die Eier hinein, decke das Gefäß fest zu und umhülle es mit einem Tuch, um das allzuschnelle Abkühlen zu verhüten. Nach 15 Minuten sind die Eier fertig. ________ Literatur unv Kunst. — Einen reichen und hochinteressanten Unterhaltungsstoff bietet wieder das soeben erschienene zweite Heft des neuen Jahrgangs der allgemein beliebten illustrirten Familienzettschrift »Jllnstririe ®eXt* (herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, redtgtrl oon Wilhelm Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). Die beiden großen spannenden Romane „Die Welt des Scheins" von A. von der Elbe und „Pique-Aß" von A. Berthold, die gleich beim Beginn die Leser ganz für sich eingenommen haben, fahren fort, das Interesse Aller zu fesseln und zu steigern. Eine treffliche Auswahl unterhaltender kleinerer Artikel von Rauchenegger, Vacano und anderen bekannten und beliebten Autoren schließt sich an und macht auch das zweite Heft wieder zu einer fast unerschöpflichen Fundgrube für jede Geschmacksrichtung. Prächtige Illustrationen ernsten und heiteren Genres gewähren dem Auge einen herrlichen Genuß. Was uns an „Jllustrirte Welt" besonders gefällt und uns dazu veranlaßt, sie unseren Lesern wiederholt aufs Wärmste zu empfehlen, ist die kerndeutsche, solide, echt familiäre und volksthümliche Haltung des nunmehr in das fünfte Jahrzehnt seines Bestehens eingetretenen Blattes. Dieser treu etn- gehaltenen Richtung verdankt „Jllustrirte Welt" ohne Zweifel auch seinen großen Erfolg. Für den unglaublich billigen Preis von nur 30 Pfg. ift das schöne Heft in jeder Buchhandlung und bei jedem Zeitungsträger zu erhalten. — Im Manöver. Wenn der Wind über die Stoppeln der Felder fährt, dann beginnt der Krieg im Frieden. Der Nichtmilitär verfolgt mit reger Aufmerksamkeit die Operationen der Armeen und sein Interesse wendet sich allen Erscheinungen auf diesem Gebiete zu. Aus diesem Grunde wird auch das neueste Heft ,gur guten Etunde" (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong & Co.) der Beachtung aller militärisch gesinnten Kreise sicher fein, denn es enthält eine Anzahl ganz reizender Farbenillustrationen aus dem Manöverleben. Da sehen wir die Vorposten, die abgeschlagene Attacke, das Unglück des Marketenderwagens, die kleinen Manöverleiden und -Freuden, von zwei Meistern militärischer Darstellung wie Röchling und Knötel gezeichnet. Die mit dem ersten Hette des neuen Jahrgangs von „Zur fluten Stunde" eingeschlagene Richtung, dem Aquarellfarbendruck Eingang in die illustrirten Journale zu verschaffen, wird nicht nur in diesen Militärbildern, sondern auch in der Fortsetzung der Schilderung der Leipziger Messe befolgt. Der Inhalt des Heftes ist ein außerordentlich reicher; von den Artikeln erwähnen wir die Hotelstudie von Paul Dobert, den Manöverartikel von M. v. Trützschler, die Corfu-Schllderung von W. Kaden rc. Im Romaninhalt feffelt namentlich „Empor", der neueste Roman von Ida Boy-Ed, und der Roman „Komödianten" von R. Ortmann. Die Kunstbeilagen sind ganz vorzüglich und zahlreich. Als Grattsbetgabe zu dem soeben beginnenben neuen Jahrgang erhalten alle Abonnenten von „Zur Guten Stunde" Theodor Körners Leyer und Schwert mit faibtgen Illustrationen von R. Etchstäbt. Der Preis bes sehr starken Vier- zehntagshefteS beträgt nur 40 Pfg. unb bie Abonnenten gelangen ^mit ohne weitere Kosten in ben Besitz einer reich illustrirten Klassikerbibliothek. Den früheren Jahrgängen lagen als Gratisbeigabe bereit- die reich illustrirten Werke: Heinrich HeineS Buch der Lieber, Goethe« Fast unb Goethes Hermann unb Dorothea bei. Wir können unseren Lesern ein Abonnement auf biefe äußerst gebiegene unb reichhaltige Zeitschrift nur auf bas Wärmste empfehlen. ,^7" Sieben der 81. Jahrgang von LcSkcS Schreib« unb GeschäftSkalender erschienen. Seit ben 81 Jahren seines Bestehens dietel et: einen Kalenber und Notizenblätter für alle Tage des Jahres, einen Kalender der Juden, ein Kassabuch, die Jnteressen-Rechnung Don 3 bis 6pCt., Umrechnungstabellen von sechs verschiedenen Währungen in die jetzige deutsche Reichswährung, viel wichtige unb höchst interessante, im Geschäftsleben wohl zu verwendenbe Notizen, einen Post- unb Gebühren-Tarif für Telegramme, einen ausführlichen Verloosungs-Kalender, sowie sehr verwerthbare statistische Notizen in Betreff bes Großherzogthums Hessen unb schließlich eine ausführliche Genealogie ber Regenten und aller hohen fürstlichen Häuser und zwar Alles dies — sauber und solid gebunden — zu dem Preis von 1.25 Mk., zu welchem das handliche Büchlein in Taschen-Format durch jede Buch- unb Papierhandlung, sowie von dem Verleger — 6. W. Leske in Darmstadt, Promenaden-Straße Nr. 5 — zu beziehen ift. Buxkin-Stoft genügend zu einem Anzuge «eitle Wolle nabelfertig zu Mk. 5.85 Pf. für eine Hofe allein bloS Mk. 2.35 Pf. durch das Boxkln-Fabrlk-Depöt Oettinger & Co., Frank« fnrt a. M. — Muster-Auswahl umgehend franco. [7125 Dross-Seife ist in jeder Beziehung mindestens ebenso vorzüglich wie Dörings Seife. Preis: I Stück 30 Pfg., 12 Stück 3 Mark. [8214 IW Siehe Inserat. Bekanntmachung, Ausgebot Gnauth. 8659 Gnauth. 8626 1. ungefähr 16 Tonnen Heringe, H U Obstversteigerung Stück wollene Bettteppiche. Kuhl. 8616 8541 Bornemann. Bekanntmachung. Heyer. 8648 bilden. Gießen, den 14. September 1891. 8658 Gießen. [8527 Gerichtsvollzieher. 8599 Gießen, dm 28. September 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 65 800 7 400 60 Die Armendeputation. ____Gnauth. betreffend die Vergebung der Holz- Die Lieferung des Bedarfs an Co- hauer- und Setzerlöhne für den lonialwaaren rc. rc. für die Unter- und Birnen, öffentlich versteigert werden. Dorf-Gill, am 28. Septbr. 1891. Großh. Bürgermeisterei Dorf-Gill. waaren" sind verschlossen und portofrei bis spätestens 15, Oktober Die Lieferungs-Bedingungen können in Kaserne II Zimmer Nr. 68 ein- gesehen und Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren biogen werden. Angebote mit der Aufschrift: „Angebot auf Lieferung von Colonial- d. I. an den Unterzeichneten einzureichen. [8634 Engel, Gerichtsvollzieher. Den Eingang sämmtlicher Neuheiten in Tricot- und Stoff-Kleidchen, Plüsch-, Sammt- und Stoff-Mäntelchen, Tricot- und Winter-Jäckchen, Tricot-, Sammt- und Cheviot-Knaben-Anzüge empfiehlt in großer Auswahl zu billigen Preisen 8645] Einmachbirnen (Bergamotten) empfiehlt Frau Hammel, gr. Mühlg. 6. Mittwoch den 30. September versteigere ich gegen Baarzahlung: I. um IV2 Uhr die Kartoffeln-, Meer- rettig- unb Gemüseernte von drei Triebvierteln. — Zusammenkunft an der Wolfstraße. II. um 2 Uhr imBieker 'schen Saale: Möbel oller Arten, 1 Pianino, 1 Kassaschrank, 1 Ladeneinrichtung, 1 Partie Hutblumen u. a. Geißler, Clausius, Hauptmann und Präses der Menage- Commission III/116. AWge Kroncesarben. Mit ben „flüssigen Broncen" aus der Adler-Drogerie zu Halle a/S>, welche in allen Farben hergestellt werden, kann man alle nur denkbaren Gegenstände, als: Gypsfiguren, Körbchen, Kinderwagen, Buderrahmen u. f. w., schön und dauerhaft bronciren. Zu haben in Gieße« nur allein bei Drehes & Wallen- fei» in Fl. k 25 und 50 H. [7028 Arbciter- Kleider in allen Größen unb Weiten empfiehlt Robert Stuhl Ausschreibung. Die Lieferung des Ochsenfleisches, Schweinefleisches, Hammelfleisches, Kalbfleisches, der Wurst, der Kartoffeln, des Sauerkrautes, eingemachter Bohnen, frischer Gemüse, Hülsenfrüchte, des Kaffees und der Gewürze u. s. w. für die Unteroffizier- und Mannschafts-Speise-Anstalt des unterzeichneten Bataillons soll vom 1. November 1891 ab auf ein Jahr vergeben werden. Zwischenhändler sind ausgeschloffen und bleiben unberücksichtigt. Bedingungen liegen aus Stube Nr. 71 der Kaserne I zur Einsicht offen. Bewerbungen unter der Adresse des Bataillons bis zum 10. Oktober 1891. 1 .Bataillon Jnfanterie-Regt. „Kaiser", V5T Jeden Mittwoch und Samstag Abend: [8353 Haas im Topf. Restauration Bob. Obstversteigerung Donnerstag den 1. Oktober Aus Mitteln der städtischen Armenkasse müssen unter Anderen auch d. Js., Nachmittags ein Uhr, eine größere Anzahl von Personen unterstützt werden, weil es denselben wird das Gemeindeobst zu Holzheim, an. ausreichender, ihren Fähigkeiten entsprechender Lohnarbeit ermangelt, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zuwendung solcher Arbeit Seitens Privater würde ebensowohl eine Zwetschen, am Rosweg anfangend, Unterstützung dieser Armen, wie eine Entlastung der städtischen Armenkasse versteigert. bilden. Holzheim, den 28. Septbr. 1891. Wir ersuchen danach alle Diejenigen, welche in der Lage sind, Arbeits- Großh. Bürgermeisterei Holzheim, kräste zu dauernder oder vorübergehender Beschäftigung zu suchen, sich Klotz. 8615 wegen des Nachweises von Solchen zunächst an unser Armenamt (Bürger- X.- . Elsterei Zimmer Nr 6) gefälligst zu wenden. Laufdienste, leichtere Taglohnarberten, Stnck-, Näh«, Bügel- und Wascharbeit, sowie schriftliche Arbeiten werden fast beständig von einer Bekanntmachung. Dienstag den 6. Oetober d. I., Vormittags 9 Uhr, werden dahier 1900 Centner auserlesene Eßkartoffeln, 3agöoerpüdjtung in der Oberförsterei Schiffenberg. Donnerstag, 15. October I. I., Vormittags 10 Uhr, wird die dem Grobherzoglichen Hause zustehende Jagd in der Gemarkung Klein-Linden auf weitere vier und ein halb Jahr verpachtet. Die Jagd enthält ca. 183 ha Acker- und Wiesen-Gelände und 5 ha Wald. Die Verpachtung findet auf dem Geschäftszimmer unterzeichneter Oberförsterei (Marburgerstraße 9) statt. Personen, deren Qualificatton nicht notorisch vorliegt, haben sich binnen 14 Tagen (resp. spätestens bei dem Beginn der Verpachtung) bei der Oberförsterei hierüber auszuweisen. Gießen, 28. September 1891. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 2. 3. 4. 5. 6. Donnerstag -rn 1. Moder, in der Bieker'schen Hofraithe zu Gießen unserer Armen nehiffit sollen gegen Baarzahlung versteigert werden ™a9L.vrer 9elW. Ncgulirfüllofeu billig zu verkaufen. 8655 Frankfurterstraße 67. 50 „ untererdige Kohlrabi zur Anlieferung für Großh. Landeszuchthaus versteigert. Sodann werden an demselben Tage, Vormittags 11 Uhr, durch schriftliches Angebot vergeben: 3 Schweine, 1 Wagen, 1 Handwagen, IPatthie Nutzholz, 1 Pianino, 1 Jagd- ttsch, 2 Sophas, 2 Betten, 2 Com- moden, Schränke, Spiegel rc. rc. Versteigerung voraussichllich theilweise bestimmt. Bekanntmachung. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt eine Woche lang und zwar vom 1. bis 8. October l. I. auf dem Bürgermeistereibureau zu Jedermanns Einsicht offen. Innerhalb dieser Offenlegungsfrist können Einsprüche gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Liste schriftlich oder zu Protocoll des Bürgermeisters erhoben werden. Gießen, den 29. September 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Die Bedingungen liegen in der Geschäftsstube der unterzeichneten Be- Freitag den 2. Oetober, Hörde zur Einsicht offen und sind die Angebote, versehen mit der Aufschrift Vormittags 9 Uhr anfangend, soll „Vergebung auf Hering- rc. Lieferung" bis zu obigem Tage kostenfrei ein- das der Gemeinde Dorf-Gill gehörige zureichen. Obst, bestehend in Zwetschen, Aepfeln Von Ord.-Nr. 6 ist ein Muster vorzulegen. Angebote, welche den Bedingungen nicht entsprechen, finden bei der Vergebung keine Berücksichtigung. Marienschloß, den 23. September 1891. Großherzogl. Landeszuchthaus-Direction. Centner Weißkraut, Stück Wirsing, Centner Zwiebeln, „ Kornstroh, m m c Herde und Feuerungsutensilien in großer Auswahl Po3au5 «-^Bahrchofstr., Gießen, empfiehlt zu billigst gestellten Preisen 8395 August Kröll, Seltersweg. Gießener Stadtwald pro 1892/93. Offiziere- und Mannschafts-Menage Die vorbemerkten Löhne sollen des III. Bataillons Jnfanterie-Regi- Samstag. 3. October 1891, ™"ts Nr. "6 soll für die Zeit vom Bormittags 11 Uhr, iö?Q0”Cm™r October im Saale des alten Rathhauses offent- «. W°g° °ffentllchen Ausgebots lich vergeben werden. vergeoen werben. Corsetten, vorzüglich fitzend, empfiehlt in allen Qualitäten und Weiten billigst [8654 A. Fangmann, Bahnhofstr. 29. G’selchte Würst’l mit Sauerkraut 8623 täglich bei I. Arnold (Brauerei Förtfch). Wafferd.Wggk»- u.Waggovdecke« zu Fabrikpreisen. [8624 LorriS Wittich II., Sattler, Neustadt 6. 100,000 Säcke für Kartoffeln, Getreide einmal gebraucht, groß, ganz u. stark, L 25 u. 30 Probe- ballen oon 25 Stück versend, unt. Nachn. und bittet Angabe der Babnstation [8617 Max Mender-Harrserr, Coeiveir i Anh. Eleg. Sicherheitszweirad wegzugsh. preiswürd. sof. abzugeben. 8653 Schmidt, Bahnhosstr. 48. 8644j 5—6 Wagen guten Kuhmist verkauft Gg. Hammel, gr. Mühlg. 6. Meitzeöotenes 8657 A Faugmauu, Bahnhofstraße 29. w J* Löhnholdts Amerikaner Oefen, sowie Füllregulir- Trier^a/d! Mosel^Weindeftilla^hn'e Oefen der Buderusffchen Eisenwerke, Wurmbach^sche den geringsten Spritzusatz; in Brüffel Oefen, Dauerbrenner, Alleinverkauf, Regulir-Füllöfen nut der silbernen Medaille gekrönt, ern- fx. < V.... o T*'” pfiehlt die Vi-Flasche zu 3— und die und sonstige .petzosen verschiedener Hüttenwerke. Vs-Flasche zu jc 1.60 [3038 Herde und ReuerunasutenMien in arofier Unäwtrfis r 0 o y Feinsten deutschen COGNAC GEGrt' 111 ac7 = Soeben beginnt zu erscheinen: = a*6 8632 Ilch wohne jetzt Grabenstratze Mr. 7,1 parterre. E8631 1 Gießen, den 29. Sept. 1891.J Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig u. Familien Weisel und Frees. 8660 97.65 97 55 3% Portugies. Anl. 10) 801 Ver. KönigS-Laurab^Act. 114.70 Tcnbem: fest. 153 80 | 89 50 89 50 78.70 36.40 95.50 407 00 189 00 128 80 121 90 110 20 5 6 20 174.90 129 30 135 20 112 00 94.00 244 00 247.75 ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2 — 8629] Möblirtes Zimmer zu vermiethen- Grünbergerstratze 36 II. WerMtettzrmzM. 8640] 2 bis 4 Zimm-, Küche Wasser!., zu verm. I. Thoma, Bahnhofstr. 43. 8638] Zwei möblirte Zimmer, welche immer von Herren des 2. Bataill. bewohnt waren, sind wieder zu vermiethen. Wetzfteingasie Nr. 48 iLomb. E^B.-Act. Buschtherader E.-B.-Act> Elbthal-Bahn-Act. fGotthard-Bahn-Act. «Schweizrr Nordost-B.-Aet. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger 8646] Eine Mansarden-Wohnung von 4 Zimmern zu verm. Dammstrahe 39. 8649] Zimmer zu vermiethen, auch möblirt. Marktstraße 7. _ 8647Einjähriger Zwei schön möbL Z., n. d. Kas., z. verm. Afterw. 44. dritte, neubearbeitete Auflage von Prof. Pechuel-Loesche, Dr. W. 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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so sehr schwer betroffenen Verluste unsrer innigst geliebten , unvergeßlichen Gattin, Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin, sowie für die vielen Blumenspenden, insbesondere aber den lieben Schwestern für die liebevolle Pflege, sagen innigsten Dank Verwandten und Bekannten hiermit die schmerzliche Mit- theilung, daß meine innig geliebte Frau Elisabethe Fischbach geb. Winn gestern nach kurzem Leiden in ein befferes Jenseits abberufen wurde. Um stille Theilnahme bittet ybbl der tieftrauernde Gatte Georg Fischbach« Gießen, 29. September 1891. Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. September, Nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehause, Leihgesternerweg 3, aus statt. 84 00 14% Ung. Gold-Rente >5 o/v Jtal. Rente 84 oo 4V#/ö Oest. Silber-Reute 8627] Für ein Kurzwaarengeschäst dahier wird per sofort eine tüchtige Ber» käuferin gesucht. Solche, die sticken können, werden bevorzugt. Näheres bei der Exped. d. Bl. unter 0. 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Frankenberg, trafen heute früh 7i/2 Uhr hier ein.| Berlin, 28. September. Die Betheiligung einiger Berliner Bankhäuser an der Begebung der neuen russischen Anleihe hat in der deutschen Tagespresse einen förmlichen Sturm der Entrüstung hervorgerusen und die Organe der verschiedensten politischen Parteirichtungen sind einmüthig in der Verurtheilung dieses Vorganges. Derselbe ist in der That beklagenswerth und wirst ein seltsames Licht aus den Patriotismus, das nationale Empfinden gewisser Kreise unserer „hohen Finanz". Denn die neue russische Anleihe kann doch nur als eine weitere Rüstungsmaßregel Rußlands aufgefaßt werden, die Angabe, daß die geforderten 500 Millionen Francs größtenteils zum Baue von Eisenbahnen und für andere öffentliche Arbeiten Verwendung finden sollen, bedeutet doch nur eine Verschleierung des wahren Zweckes des neuen Anleiheversuches Rußlands. Derselbe zielt auf die Verbesserung der Kriegsbereitschaft des Czarenreiches durch Stärkung seiner Finanzkrast und daß deutsche Geldinstitute den Muth finden, solche Bestrebungen, die ihre Spitze schließlich doch auch gegen Deutschland richten, zu unterstützen, ist vom nationalen und patriotischen Standpunkte traurig genug. Hoffentlich läßt die deutsche Capitalistenwelt, wenigstens die private, die Herren Mendelssohn und Warschauer in dieser finanzpolitischen Affaire gründlich sitzen. Inzwischen sind die Sensationsgerüchte, welche von einer Begünstigung der Auflegung der russischen Anleihe in Berlin seitens der deutschen Regierung wissen wollten, durch eine anscheinend osficiöse Berliner Mittheilung im „Hamburger Corresp." als unbegründet bezeichnet worden. Dieses Dementi erhält seine Bekräftigung durch die Erklärung der „Nordd. Allgem. Ztg.", daß in den Bestimmungen über die Beleihbarkeit „gewisser Werthe" im Lombardverkehr der Reichsbank keine Veränderung geplant sei, womit entgegenstehende Behauptungen hinfällig werden. Unter den gewissen Werthen, von denen die „N. A. Z." spricht, sind natürlich die russischen Papiere zu verstehen, welche bekanntlich noch unter der Amtsführung des Fürsten Bismarck von der Lombardirung durch die Reichsbank ausgeschlossen wurden. Wenn die deutsche Regierung jetzt indirect zu verstehen gibt, daß diese Maßregel auch fernerhin in Kraft bleiben solle, so ist hiermit zur Genüge ausgesprochen, daß man in den Berliner Regierungs- kreisen in keiner Weise an eine Unterstützung der jüngsten russischen Finanzoperation denkt. Aus naheliegenden politischen Gründen will aber die deutsche Reichsregierung dem Versuche, am Berliner Platze einen Theil der neuen Anleihe Rußlands unterzubringen, auch keine Hindernisse bereiten, sie überläßt es dem einheimischen Capitalistenpublikum, seine Stellung in der Frage zu nehmen und diese Stellungnahme wird hoffentlich in der angedeuteten Weise aussallen. — Die Erneuerungswahlen zum badischen Landtage sind zu Ungunsten der Nationalliberalen ausgefallen. Es waren 32 Mandate zu erneuern, von denen nicht weniger als 28 sich im nationalliberalen Besitze befanden, während drei dem Centrum und eins der Volkspartei gehörte. Die Nationalliberalen befanden sich also in einer sehr ungünstigen Position, denn sie sahen sich fast nur auf die Vertheidigung angewiesen und hatten zudem gegen die erneuerte Allianz des Centrums mit den radicalen Parteien anzukämpfen. Die nationalliberale Partei Badens hat denn auch von ihren 28 zur Erneuerung stehenden Mandaten gerade die Hälfte eingebüßt und sieben Sitze an das Centrum, drei an die Demokraten und Freisinnigen, je zwei aber an die Conservativen und Socialisten verloren. Aus der Gewinnst- seite können die Nationalliberalen nur die Eroberung des Pforzheimer Mandats verzeichnen, das bislang der Volkspartei gehörte. Die gemäßigt-liberale Partei Badens wird also in der erneuerten zweiten Kammer erheblich geschwächt erscheinen, trotzdem aber noch immer die absolute Mehrheit besitzen, da in der Kammer 34 Nationalliberale den 29 Abgeordneten der anderen Parteien gegenüberstehen werden. — Zur allgemeinen Weltlage ist eine hoch- beachteuswerthe Kundgebung (s. Depesche in vor. Nummer) seitens des leitenden deutschen Staatsmannes zu verzeichnen. Der Reichskanzler Caprivi erklärte in Osnabrück, der „Köln. Ztg." zufolge: Soweit er die Verhältnisse übersehe, wünsche keine europäische Regierung den Shieg und vermöge die Annäherungen der Staaten hieran nichts zu ändern. Auch die innere deutsche Lage berührte Herr v. Caprivi- er versicherte, die Verhältnisse im Innern, um deren Regelung sich der Kaiser bemüht, würden den erhofften Abschluß finden, wenn schon vielleicht erst nach Jahrzehnten. — Durch diese Kundgebung, deren authentischer Wortlaut inzwischen wohl zur Veröffentlichung gelangt ist, tritt der deutsche Reichskanzler den Besorgnissen entgegen, welche die Vorgänge in Bönstadt in weiten Kreisen erregt hatten. Herr v. Caprivi betont nachdrücklich, daß alle europäischen Regierungen von dem Wunsche nach Aufrechterhaltung des Friedens beseelt seien, und gibt weiter zu verstehen, daß mit diesem Wunsche die Gruppirung der Mächte in zwei große Lager keineswegs unvereinbar sei. Sicherlich hat Herr v. Caprivi der öffentlichen Meinung Europas mit dieser Darlegung einen großen Dienst erwiesen und wird man ihm dasür überall, wo man aufrichtig die Fortdauer des Friedens wünscht, gewiß nur dankbar sei. Was den zweiten Theil der Caprivi'schen Rede anbelangt, so muß zu dessen Beurtheilung erst der nähere Wortlaut der betreffenden Erklärungen abgewartct werden- einstweilen klingt es doch etwas befremdlich, wenn Herr v. Caprivi den Abschluß der eingeleiteten Reformen erst für Jahrzehnte in Aussicht stellt. Localer un6 Provinzielles. Gießen, 29. September. — Reservist und Rekrut im Juvalidit'äts- und Alters- Verficherungsgesetz. Die Zeit der Reservenentlassung und die der späteren Einstellung der Rekruten gibt der „Nat.-Ztg." Veranlassung, wieder aus einige wichtige Punkte jenes Gesetzes hinzuweisen, welche bisher practisch noch nicht zur Geltung, wenigstens nicht in dem jetzigen Umsang, gekommen sind. Der Reservist, 'der jetzt des Kaisers Rock auszieht, wieder in das wirthschaftliche Leben eintritt und in diesem eine Stellung einnimmt, welche ihn nach Lohn und Gehalt oder Art der Beschäftigung gesetzlich zum Versicherungspflichtigen macht, soll sich im eigensten Interesse sofort an seinem neuen oder seinem letzten nicht militärischen Wohnorte von der unteren Verwaltungsbehörde seine jetzt beendete Militärdienstzeit bescheinigen lassen und sich eine Quittungskarte beschaffen. In diese Karte ist mit Anfang der ersten Woche nach der Entlassung aus dem Militärdienst das Einkleben der wöchentlichen Marke zu beginnen und zwar der Klasse des Einkommens, welches der Pflichtige im letzten Civildienst bezogen hat, ohne Zuschlag der Zusatzmarke, auch wenn er noch keinen Dienst gefunden hat. Diese Zusatzmarke hat nur derjenige Reservist zu lösen, welchem nach § 8 des Gesetzes die Selbstversicherung gestattet ist. Damit nun der Reservist im Nothfalle auch die zum ersten Male Ende November d. I. möglich werdende Jnvalid en- rente beanspruchen kann, mutz er, wie jeder andere Versicherungspflichtige nachweisen, daß er während des fehlenden Restes des hier bezeichneten Zeitraumes, also bis Mai 1887 zurück, in versicherungspflichtiger Arbeit stand — sofern er nicht (und das wird nur eine Minderzahl wie Musiker u. s. w. können) den Nachweis zu führen vermag, daß er bereits vor dem 1. Januar 1891 mindestens 188 Wochen (4 Jahre zu 47 Beitragswochen) im Heeresdienste gewesen. Solche Nachweise möge sich auch der Reservist verschaffen, welcher vor seinem Eintritt ins Heer nach dem neuen Gesetze v er- sicherungspslichtig gewesen wäre, jetzt aber in Folge höheren Gehaltes (über 2000 Mk.) oder in Folge veränderter wirthschaftlicher Stelle versicherungs b e r e chti g t wird. Der Rekrut nun, der demnächst als Ein- oder Drei-Jähriger ins Heer tritt und bisher versicherungspflichtig war, möge — 0 h n e Zusatzmarke! — die Rentenmarken weiter einkleben laffen oder selbst einkleben bis zu der Woche vor seinem Eintritt. Er sichert sich dann den Anspruch auf Invaliden- Rente und hat später, wenn er dieselbe verlangen müßte, keine Weitläufigkeiten zu befürchten. * Mainz, 25. September. Gestern Abend kam wieder einmal der Fall vor, daß bei dem letzten Zug nach Alzey die Reisenden im Wartesaal zweiter Klasse abzurufen vergessen worden sind. Es waren etwa dreißig Personen, welche über Nacht in Mainz bleiben mußten, da ihnen ein Extrazug zum Anschluß an den abgesahrenen fahrplanmäßigen Zug nicht zur Verfügung gestellt wurde. Die Thüre vom Wartesaal nach dem Perron war fest verschlossen. Als dieselbe endlich geöffnet wurde, erreichten die Reisenden nach Frankfurt diesen Zug gerade noch mit Mühe. Bekanntlich sind vor einigen Wochen auch die Reisenden dritter Klaffe bei dem Zug nach Alzey abzurufen vergessen worden. — Im Schwurgerichssaal spielte sich heute Vormittag eine sensationelle Scene ab. Der Ver- theidiger, Herr Dr. Brenner, hatte den Antrag gestellt, die Verhandlung gegen seinen Clienten, einen Wormser Rentier, aus Samstag zu vertagen, weil ein Sachverständiger, den er geladen habe, erst am Freitag hier eintreffen könne. Das Gericht lehnte jedoch diesen Antrag hauptsächlich mit Rück- sicht aus den Umstand ab, daß bereits mehrere Sachverständige geladen seien und man deshalb gar nicht wissen könne, ob die Vernehmung eines weiteren Sachverständigen noch nothwendig sei. Herr Dr. Brenner legte hieraus die Vertheidigung nieder, woraus das Gericht den anwesenden Herrn Rechtsanwalt Dr. Görz zum Vertheidiger bestellte. Mit Rücksicht darauf, daß dieser keine Kenntniß von dem Falle, resp. den Acten hatte, wurde die Versammlung nun doch aus nächsten Samstag vertagt. Der seltene Fall einer solchen Unterbrechung einer Gerichtsverhandlung erregte im Justiz- Palast großes Aussehen. Das Porkommen von Viehseuchen in Hessen wahrend des Monats August 1891. Milzbrand wurde festgestellt in Kostheim, Kreis Mainz, am 10. und in Nteder-Weisel, Kreis Friedberg, am 15. August bet je einem creptrten Rinde. Die Maul- und Klauenseuche ist erloschen in Neutsch, Kreis Dieburg; in Gleimenhain und Wahlen, Kreis Alsfeld, in Fürfeld, Kreis Alzey, in den Orten des Kreises Bingen: Appenheim, Groß-Wtnternheim, Dromersheim, Engelstadt und Ober-Ingelheim. Die Seuche herrscht fort in Gau-Algesheim, Kreis Bingen. Die Seuche wurde im Monat August festgeftellt und war am Schluffe desselben wieder erloschen in Bullau, Kreis Erbach, und in Wimpfen t. Th., Kreis Heppenheim. Die Seuche wurde im Monat August festgeftellt und herrschte am Schluffe desselben noch fort: in Steinbuch, Kreis Erbach, und in Brauerschwend, Kreis Alsfeld. Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh ist erloschen in Lindenfels, Kreis Bensheim, in Winnerod, Kreis Gießen, in Armsheim, Kreis Oppenheim, und in Heppenheim a. d. W., Kreis Worms. In Großen - Linden, Kreis Gießen, herrscht die Seuche fort. — Festgestellt wurde dieselbe in Horgenau, Kreis Lauterbach, am 2., in Hattenrod, Kreis Gießen, und in Maulbach, Kreis Alsfeld, am 3. August. In Hattenrod ist die Seuche wieder erloschen. Die Räude gilt als vorhanden unter dm Schafm in den Orten des Kreises Gießen: Hof Albach, Burkhardsfelden, Stangmrod und Retnhardshain; in den Orten des Kreises Alsfeld: Eudorf, Romrod, Wahlm, Liederbach, Ober-Sorg, Hopfgarten, Leusel und Over-Breidenbach; in den Orten des KreiseS Büdingen: Usenborn, Bellmuth, Michelau, Leidhecken; in Rodheim, Kreis Friedberg, in dm Orten des Kreises Lauterbach: Bernshausm, Reuters, Angersbach, Engelrod, Uellershausen und Hof Fitmes; in Meiches und Altenhain, Kreis Schottm. Literatur «ud Aunst. — Jeder gebildete Mensch sucht nach des Tages Last und Mühen, die sein Beruf, seine mehr oder minder schwierige Arbeit mit sich bringt, Erholung in einer Herz und Geist erfreuenden und bildenden Lectüre. Unser deutscher Journalmarkt ist nun zwar reich, ja sogar überreich mit Erscheinungen der verschiedensten Richtung und doch ist der Kreis derer, welche wirklich alle die Bedingungen erfüllen, die ein Gebildeter an ein seine Ansprüche befriedigendes Journal macht, nur ein kleiner. In diesem Kranze der Ausgewählten strahlt als herrliche Perle »Ueber Laud und Meer" (herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, redigirt von Otto Baisch, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). Dieses trefflich geleitete und vornehmgediegene Familienjournal führt seinen Namen mit vollstem Rechte, es ist nicht nur wett über Land und Meer bekannt, sondern es führt auch seine Leser in jedem neuen Hefte weit über Land und Meer in die mtferntestm Theile der Erde, und nicht nur jedes bedeutende Ereigniß der Gegmwart findet seine gebührende Erwähnung, sondern auch die wichtigen Vorkommnisse der vergangenen Tage, deren Folgen und Wirkungen noch die Jetztzeit berühren, werdm den Lesern durch Wort und Bild ins Gedächtntß zurückgerufen. So bringt das 25. Heft der prächtigen Großfolto-Ausgabe verschiedene mit trefflichen Illustrationen geschmückte Artikel zum hundertjährigen Geburtstage Theodor Körners, des begetstertm Sängers der Freiheitskriege. Und ähnliche feffelnde Stoffe, so recht den Bedürfnissen der Jetztzeit entsprechend, behandeln die anderen gediegenen Artikel, die im Verein mit feinsinnig ausgewählten größeren und kleineren Erzählungen den abwechslungsreichen Inhalt des stattlichen Heftes bilden, das .sich ein Jeder für den ungemein niedrigen Preis von 50 Psg. erwerbm kann. Arikgebotenes. Z5 Soeben erschien -aS mit Spannung erwartete Werk r Geschichte des deutsch- französischen Krieges 1870/71 «eby einem Aufsatz über de« angeblichen Kriegsrath in den Kriegen König Wilhelms I. von Generalftldmsrschsil Graf Hrlmuth von Moitke. Preis M. 7.—, in reich geschmücktem Einband 8 M. 60 Pf. und ist zu beziehen durch [8442 E. Trenckmann, Buchhandlung nnd Antiquariat, Sonnenftr. 5, Gießen, am Kanzleiberg. 8576] Pianino zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl- Grosse Geld-Ijotterie der Electrotechnischen Ausstellung Frankfurt a. M. 4170 Geldgewinne, darunter Haupttreffer von 100,000 Mark. r 50,000 Mark. 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