ldwipthschy^ 5124 x Uva °n und 8ög”|' #!e,e»: «rotz, m""'Win«. -®r«6inÄy‘l Ä« ‘«»»5 ÄKSittS ~TT——-?EL . Austaöt 48. s Locales: 'Stelly TB® awinskh. ’6 wird viel Ml!! <2 E. Harms. chmng nir den Thätcr, ag znm Montag Iger zum Sinken ch ihn gerichtlich len Wwe. Amerika bw vorKMen lldampstrn des lirtu 5>«l t Bremen 'Miere her conceffionirte 1614 OOS in Gießen. ÄS' Äö? Mgtltlltn »ni WN Mi filhelm Seipp. Mubwigit*-- i°d»E^77 s«5S L 111 1U ,S > *(Ä- ZKS-'H 8880 8S 60 7750 39.10 &> >» ,1 * wN1 i. B- 1891 Sonntag den 30. August Erstes Blatt. Nr. 201 Gießener A nzeiger Kenerat-Mnzeiger. »kboction, (typebttin und Druderti: -chutftratze g«r»lprccher 61. Bicrtilidlnrigtt >l»wiemcwtsiittUi 2 Mark 20 Pfg. uwft Bringerlobn. Durch bie Post bezog« 2 Mark 60 Pf,. Der •Mtw >«)Hf n neichnnt täglich, DM Ausnahme de» Montag». We Meßmer He*Ui<*irattu •Htm dem Anzeiger »Ach«ttNch dreimal d eigelegt. MtwewwÄ -M-W Amts- und Anzeigeblatt fflr den Kwb Gielzen wagyii’CT').-~ * -tr"" a—t s^7 ■ Hfle Lnnoncen-Vureauk de» In- und AaSlande» nehme» | Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. I________mu. . .1 U1_____LIILI । —*————^*‘*^***-*"*‘l »anahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den vriynben Tag erfcheinmden Nummer bl» Bonn. 10 Uhr. 2lmtlid?er Theil. Bekanntmachuna. Zu der Donnerstag, 3. September l. I-, Vor- mittags IO*/, Uhr, in Steins Garten zu Gießen mit nachstehen- der Tagesordnung stattfindenden constituirenden Generalversammlung des Oberhessischen Obstbauvererns beehre ich mich, die Mitglieder des Obstbauvereins und die Freunde des Obstbaues aus dem Vereinsbezirk Gießen freundlichst einzuladen. Tagesordnung: 1) Berathung und Feststellung der Satzungen. 2) Wahl des Präsidenten und Vicepräsidenten. 3) Wahl der Ausschußmitglieder. 4) Wahl des Directors der Geschäftsstelle und der Geschäftsführer. 5) Festsetzung des Voranschlags pro 1891/92. 6) Ernennung der Beamten des Vereins. 7) Mittheilungen über die Obstausstellung in Gießen. Gießen, 27. August 1891. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen. Nebel, Amtmann.__ ' " Wieseck, den 28. August 1891. Betr.: Den Gang des Decanatsboten im September 1891. Das Großh. evangelische Decanat Gießen an die evangelischen Pfarrämter des Decanats. Sie werden hiermit benachrichtigt, daß verschiedener Gründe halber der Decanatsbote seinen nächsten Rundgang schon Montag, den 31. August und Mittwoch, den 2. September l. I. machen wird. ________Wahl.___________________ Gefunden: 1 seidenes Halstuch mit Fransen, 1 Geldstück, 2 Armbänder, 1 Halstuch, 1 Leine, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Armkettchen, 1 Handschuh, 1 Marktnetz, mehrere geschliffene und ungeschliffene Agatsteine. Zugelaufen: 2 Hunde. Zugeflogen: 1 Huhn. Gießen, den 29. August 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. politische Wochenschau. Gießen, 29. August. In Sachen der Getreidezölle und Lebensmittel- vertheuerung hat die vergangene Woche nichts Neues gebracht, ohne daß deshalb der Kampf um die Aufrechterhaltung der Brodzölle inzwischen nachgelassen hätte. Mittlerweile ist das neue Brod für die Armee zum ersten Male in Berlin dem Gardecorps beim Ausmarsch zu dem Manöver verabfolgt worden. Das Gebäck, welches der Soldatenwitz sofort mit dem Namen „Caprivibrot" belegt hat, besteht zu gleichen Theilen aus Roggen und Weizen und wird, weil es leichter trocknet, nicht wie das seither eingeführte Brod alle vier Tage, sondern immer für zwei oder drei Tage gebacken. Für die gesummte Volkswirthschast in Deutschland erwächst aus der Durchführung der schon länger geplanten Einrichtung kein nennenswerter Vortheil, da die Ersparniß an Roggen in Folge der Verwendung von Weizen im Ganzen nur 50000 Tonnen Roggen im Jahre beträgt, d. h. also nur etwa den 15. Theil derjenigen Roggenmenge, welche seither aus Rußland nach Deutschland jährlich exportirt wurde. — Im Reichsanzeiger ist der Entwurf zu einem Trunksuchtsgesetze nebst ausführlicher Motivirung letzthin veröffentlicht worden. Ein Trunksuchtsgesetzentwurf war dem Reichstage schon 1881 ein Mal vorgelegt worden, wurde damals aber bereits in der betreffenden Commission begraben. Der neue Entwurf schließt sich in einzelnen Bestimmungen an jenen alten an. Er fixirt zunächst den Begriff Kleinhandel, indem er als solchen denjenigen Handel mit Branntwein oder Spiritus gelten läßt, welcher anders als mit Gefäßen von mindestens 50 Litern Inhalt betrieben wird. Den Kleinhändlern wird verboten, Branntwein oder Spiritus in Mengen von weniger als 1/2 Liter abzugeben. Gast- und Schankwirthe müssen nach dem Entwurf neben den geistigen Getränken stets auch nichtberauschende Getränke feil halten und dafür sorgen, daß in ihren Localen kein Uebermaß im Genuß geistiger Getränke Platz greift. Vor 8 Uhr morgens soll nur in Ausnahmefällen eine Verabreichung alcoholhaltiger Trinkwaaren gestattet sein. Personen, welche das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen nur bei Erfüllung besonderer Bedingungen mit geistigen Getränken versehen werden. Auf ’ Borg solche Getränke zu verabfolgen, ist, wenn sie zum I augenblicklichen Genuß bestimmt sind, in der Regel untersagt. I Der Wirth, welcher dieser Bestimmung entgegen handelt, hat auf die Erstattung des geschuldeten Betrags keinerlei rechtlichen Anspruch. Offensichtlich Betrunkenen darf ein Wirth geistige Getränke unter keinen Umständen abgeben. Ueber- tretungen der angeführten Bestimmungen werden mit Geldstrafen von 30—60 Mark oder mit Hast bis zu 14 Tagen geahndet. Wer sich bei Gelegenheit einer Feuersgefahr und ähnlicher Vorkommnisse, statt den ihm zukommenden Posten gewissenhaft auszufüllen, berauscht, kann mit einer Geldstrafe bis zu 100 Mark belegt werden. Einer gleichen Strafe setzen sich Diejenigen aus, welche in einem selbstverschuldeten Zustand ärgernißerregender Betrunkenheit an einem öffentlichen Orte betroffen werden. Schließlich wird noch bestimmt, daß Gewohnheitstrinker in einer Trinkerheilanstalt unterzubringen sind und entmündigt werden können, wenn sie durch ihre Trunksucht sich oder ihre Familie der Gefahr des Roth- standes aussetzen oder die Sicherheit Anderer gefährden. Der internationale socialistische Congreß in Brüssel ist am letzten Samstag geschlossen worden, nachdem zuvor noch einige recht lebhafte Discussionen stattgefunden hatten. Namentlich hatte sich bei der Frage der Stellungnahme des Socialismus zu den Anforderungen des Militarismus ein leidenschaftlicher, durch eine scharfe, persönliche Rede des deutschen Delegirten Liebknecht geschürter Streit erhoben- dazu waren noch Meinungsdifferenzen in Bezug auf die Maifeier und den Werth des Parlamentarismus gekommen, so daß der Congreß ein recht deutliches Bild von den innerhalb der socialistischen Partei sich bekämpfenden Gegensätzen gewährte, wiewohl alles aufgeboten war, um nach außen hin den Eindruck vollendeter Einmüthigkeit zu erzielen. — Das französischeGeschwader des Admirals Gervais ist am Donnerstag vor acht Tagen mit feinem Kommandanten in Portsmuth eingetroffen, um der englischen Regierung einen Besuch abzustatten. An den programm- ! mäßigen Festlichkeiten hat die Königin von England in Person \ theilgenommen und damit ihren Gästen eine ähnliche Aus- - zeichnung erwiesen, wie sie ihnen in Cronstadt durch den Zaren zu Theil geworden ist. Indessen fehlt hier jeder politische Hintergrund, so daß auch kein Anlaß zu lebhafteren nationalen Evolutionen gegeben ist und Europa nicht schon : wieder in feiner mühsam gesammelten Ruhe gestört wird. — In Chile scheint die Revolution sich ihrer Crisis nunmehr endgiltig genähert zu haben. Seit letztem Freitag ist es im Norden von Valparaiso zwischen den streitenden Parteien mehrfach zu blutigen Kämpfen gekommen, die bis jetzt noch Feuilleton. Die Familie Knüppel. Von Ernst Lenbach. (1. Fortsetzung.) Die Frau Lehrerin, die wir in einem recht freundlichen, in den Wald hineingelehnten Wirthsgärtchen hinter einem wahren Ungethüm von Kaffeetopf fanden, erwies sich schon im Aeußeren als das passendste Seitenstück zu ihrem Gatten: eine runde, kleine Dame mit freundlichen Zügen und köstlichen Schalksaugen. Die Erzählung von unserem „Zusammenfallen" gab den Anlaß zu einem neuen Lachausbruch, der diesmal im Duett und durch meinen Zutritt bald im Trio erfolgte, — es war eben nicht möglich, von einem solchen ansteckenden Lachen frei zu bleiben. Ich stellte mich nun endlich geziemendermaßen vor. „Ach ja," meinte der Alte, „Sie müffen nun aber auch meinen Namen erfahren. Ich heiße Quöppel. — Ja, sehen Sie, der Name überrascht Sie, nicht wahr? Es ist ein merkwürdiger Name. Schön ist er nicht, aber ich habe ihn jetzt schon so lange, daß wir uns aneinander gewöhnt haben. Meine liebe Frau kann ihn noch nicht recht leiden- sie sagt lieber Quöps." — „Aber Quöps," bemerkte die Gattin, „der Herr ist hungrig und durstig, er will sich etwas bestellen. Du kannst ja hernach erzählen, während ich an den Socken für unseren Jungen stricke." — Nun erhob sich ein kleiner freundschaftlicher Zwist der beiden, da mir jeder eine besonders zuträgliche Erfrischung empfehlen wollte. Schließlich einten sie sich dahin, daß Herr Ouöppel das Getränk und Frau Quöppel die Speisen — Eierkuchen mit Schinken — für mich aussuchte, und ich fand, daß sie beide vortreffliche Berather seien. Dann saßen wir beisammen und plauderten, uno es ließ sich sehr gut mit ihnen plaudern: über Jugenderziehung, über die Volksart und Volkssagen der Gegend, über die schönsten Partien des Waldes erhielt ich eine Fülle herrlicher Weisheit, alles bescheiden und mit köstlichem Humor vorgetragen. Dazu aßen und tranken sie weidlich, der alte Quöppel rauchte seine „Wald- und Wiesenpfeife", verschmähte aber auch eine meiner Jmportirten nicht. Ihr Leibthema aber, von dem sie gar nicht müde wurden, war „ihr Junge". Ich erfuhr, daß der „Junge" nun feit neun Semestern auf der Universität Philologie studiere, — „das heißt," erläuterte Vater Quöppel, „die ersten drei Semester war er eigentlich Hauslehrer, um sich das Geld für drei Semester Studium zu sparen, in Bonn hat er dann zugleich sein Jahr gedient, und jetzt ist er wieder seit drei Semestern Hauslehrer beim Grafen Sartern auf Wolkenburg. Nächsten Herbst macht er sein Examen und dann wird er ein Herr Doctor Quöppel. Darauf freut sich meine Frau schon feit zwanzig Jahren." „Das heißt," meinte Frau Quöppel, „Du freust Dich daraus, lieber Quöps." Und dann lachten sie beide selig. Es war klar, daß sie sich beide unbändig auf das Ereigniß freuten, am meisten aber freute sich jedes über die Freude des andern. Es wäre grausam gewesen, diese Seligkeit durch den leisesten Ausdruck des Zweifels am Erfolge eines so lückenhaften Studienganges zu trüben. Ich müßte die Nacht durch sprechen, wollte ich alles aufzählen, was diesen beiden alten Lebenskünstlern Stoff zur Erheiterung gab. Es fiel kein Käfer in den Kaffee und keine Raupe kroch über den Tisch, ohne daß die beiden sich über den Zwischenfall ergötzten und sich und mir nachwiesen, welche Weisheit der Gottesschöpsung sich auch in diesen kleinen Wesen offenbare. — „Liebe Frau," sagte Herr Quöppel plötzlich, indem er ein altersgraues Portemonnaie hervorzog und den Inhalt höchst unbefangen nachzählte, „jetzt könnten wir gerade noch ein zweites Fläschchen von dem Johannisbeerwein trinken, aber es fehlen zwanzig Pfennige." Ich bin schon von allerlei Leuten angeschnorrt worden und habe jetzt das Absahrenlasfen so ziemlich heraus, aber hier, dieser Naivetät gegenüber, war für mich die einzige Verlegenheit, wie ich mich zur Lieferung der zwanzig Pfennige oder vielmehr der Flasche bereit erklären sollte. Frau Qöppel aber löste auch diese Schwierigkeit. „Der Herr Doctor", so unterbrach sie meine verwirrten Anerbietungen, „gibt das Fläschchen zum Besten und dafür ist er dann hernach in der Stadt unser Gast. Weißt Du, Quöps, wir haben noch fünf Flaschen von dem Mosel, den unser Junge uns neulich schickte, da seßen wir ein Böwlchen an." „Juchhe," lachte Herr Quöppel, „das wird ein lustiger Abend!" Und es wurde auch ein sehr lustiger Abend, so lustig, daß ich nur bedauern konnte, schon am nächsten Tage den Ort verlassen zu müssen, wo ich ein paar so fröhliche alte Leutchen kennen gelernt. Wie wir aber an jenem Tage zur Stadt gelangten, das war einfach unbezahlbar. Mitten auf dem Wege überraschte uns ein Gewitter. Die beiden Alten begrüßten dieses Ereigniß wie etwa zwei ausgelassene Schulkinder und sie fanden es unendlich ergötzlich, daß wir uns unter eine alte, halb verfallene Feldhütte vor dem Regen flüchten mußten. Dabei waren sie aber zärtlich für einander und mehr noch für mich besorgt, „ob ich auch keine nassen Füße bekommen", —- und bann freuten sie sich wieder recht herzlich, wie schön nach diesem Abenteuer uns die Bowle schmecken würde. Schließlich, als nach dem schwersten Regenschauer das Tröpfeln gar nicht nachließ, nahmen Herr Quöppel und ich eine breite Holzplanke von der Hütte weg. „Ich schicke sie morgen," sagte er, „dem Besitzer wieder hinüber- er wohnt dicht bet uns und nimmt mir so etwas nicht Übel!" — und indem wir diese Planke auf unseren hineingesteckten Stöcken balan- cirten, wandelten wir, Frau Quöppel in der Mitte, unter dem hölzernen Schirmdach triumphirend dem Palazzo Quöppel zu, der glücklicherweise ziemlich am äußersten Saume des Städtchens lag. Im Früh-Herbste lernte ich dann bei einem Hochzeitsfeste , dem ich — hauptsächlich in meiner Eigenschaft als Dichter und Regisseur des Festspiels — auf Schloß Wolkenburg beiwohnte, auch den „Jungen" kennen. Es war ein frischer, hübscher Bruder Studio von freiem, einnehmendem Wesen und voll rührender Verehrung für seine Eltern - übrigens zeigte sich aber auch bei ihm durchaus deutlich jene Leichtlebigkeit der Lebensauffassung, welche er von ihnen ererbt hatte. (Fortsetzung folgt.) zu keiner Entscheidung geführt haben, jedoch eine solche binnen kurzer Frist erwarten lassen. Es scheint, als ob die aufständische Partei (die sogenannten Congressisten), die sich zuerst Balmaceda gegenüber in entschiedenem Vortheile befunden haben soll, schließlich in eine sehr mißliche Lage gebracht worden sei und sich schwerlich auch noch nach den letzten Kämpfen werde halten können. — Auch aus Creta werden die dort herrschenden Unruhen immer bedrohlicher und erregen die Befürchtung, daß demnächst ein offener Aufstand auf der Insel ausbrechen wird. Ner»efte Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondeuz-Bureau. Berlin, 28. August. Der Kaiser besuchte Vormittags in Begleitung des Oberstlieutenants Zizewitz die Kunst-Ausstellung, nahm dann den Vortrag Caprivis im Reichskanzlerpalais entgegen und folgte einer Einladung des Reichskanzlers zum Frühstück, woran auch die Minister Zedlitz, Schelling, Thielen und Staatssecretär Marschall, ferner die Flügeladjutanten Zizewitz, Hülsen, Hauptmann Ebmeyer und Regierungsrath Günther theilnahmen. Hamburg, 28. August. Der Hamburger Dampfer „Celia" ist auf der Fahrt von Hamburg nach Petersburg 30 Seemeilen nördlich von Helgoland gesunken. Die Mannschaft wurde gerettet. Kiel, 28. August. Die Marinestation und die Polizeibehörde untersagten dem englischen Dampfer „Drudje", die für den chilenischen Kreuzer „President Pinto" bestimmte Ladung hier zu löschen. Der Capitän des „Drudje" wartet aus Ordre von Newcastle. Esten, 28. August. In der Bochumer Stempelangelegenheit erhielt der „Rheinisch-Westfälischen Ztg." zufolge nach Abschluß des Ermittelungsverfahrens eine kleinere Anzahl von Meistern und Arbeitern eine mehrmalige Vorladung vor dem Richter im Untersuchungsverfahren. Wien, 28. August. Ein Leitartikel des „Fremdenblattes" lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Broschüre, welche für die Erhöhung der Forderungen des Kriegsministers an die Delegationen um 16 bis 18 Millionen eintritt. Wien, 28. August. Die angekündigte Broschüre über das österreichische Heer enthält folgende concrete Vorschläge: Vermehrung des Offizierssriedensstandes bei der Infanterie und den Jägern um 105 Stabsoffiziere, 105 Hauptleute und 1800 Lieutenants, wodurch der Friedensstand der Subalternoffiziere aus drei per Feldcompagnie gebracht würde- Vermehrung der Unteroffiziersprämien, Erhöhung des gegenwärtigen Friedenspräsenzstandes aus hundert Mann per Compagnie, Vermehrung der Zahl der Berufsoffiziere der Cavallerie, Errichtung weiterer Remontedepots, um für die Erhaltung der Güte und Schlagfertigkeit der Cavallerie vorzusorgen, wogegen die Vermehrung des Friedensstandes der Cavallerie,'obwohl Wünschenswerth, aus finanziellen Gründen ausgeschlossen sein soll. Weiter schlägt die Broschüre die Vermehrung der Artillerie um 14 Offiziere, 2604 Mann, 980 Pferde und 84 Geschütze vor, um die sogenannte verminderte Batteriedivision mit den normalen Batteriedivisionen gleichzustellen. Schließlich empfiehlt die Broschüre zur Sicherstellung der Kriegsverpflegung die Anlage großer Conserven- vorräthe, Anschaffung genügender Quantitäten von Feldbahnmaterial, entsprechende Organisation und diesbezüglich erforderliche Einrichtung von Fabriken, Werkstätten und Depots. Venedig, 28. August. Das Befinden der Königin von Rumänien hat sich plötzlich verschlimmert. Das Leiden soll in einer fortschreitenden LähmüNg bestehen. Char- cot aus Paris ist an das Krankenbett der Königin berufen worden. Lucca, 28. August. In den nächsten Tagen wird das Monument weiland Kaiser Friedrichs III., ein Werk des Bildhauers Begas, in Marmor ausgesührt von Bacci, von Serravezza nach Deutschland abgesandt. Paris, 28. August. Der hiesige Vertreter der chilenischen Congreßregierung erklärt die Meldungen von einem Siege Balmacedas über die Congreßtruppen für unrichtig. Derselbe theilt zugleich Depeschen aus Jquique und Buenos Ayres mit, denen zufolge das Heer Balmacedas von den Congreßtruppen geschlagen sein soll. Paris, 28. August. Dem hiesigen Vertreter der chilenischen Congreßregierung wird ferner aus Buenos Ayres gemeldet, der Oberbefehlshaber der Congreßtruppen, Canto, halte die Höhen von Quique bis Penablanca besetzt, das Heer Balmacedas die Gegend von Quillota bis Vinadelmar. Aus Jquique wird bestätigt, daß die Truppen Balmacedas am 22. August bei Concon eine Niederlage erlitten hätten. Von der argentinischen Regierung ist die Anwerbung von Mannschaften für die Marine der chilenischen Regierung verboten worden. Loudon, 28. August. Ueber die in Witebsk am 19. August wegen der Roggenaussuhr stattgehabten Unruhen erfährt die „Times" aus Petersburg, eine zusammengerottete Volksmenge habe das Militär angegriffen und zum Rückzüge genöthigt- nachdem Verstärkungen eingetroffen waren, habe das Militär auf die Menge, um sie zum Verlassen des Bahnhofs zu zwingen, gefeuert. Zwei Tumultuanten seien dabei getödtet worden. Auch die Eisenbahnbediensteten wären von der erregten Volksmenge angegriffen, die Getreidehändler mißhandelt und deren Häuser geplündert worden. Die Ruhe habe nur mit Mühe wieder hergestellt werden können. Newyork, 28. August. Ein Telegramm des „Herald" aus Valparaiso vom 27. August lautet: Abermals ein Tag und keine entscheidende Schlacht. Die militärischen Operationen beschränken sich auf lebhafte, aber ^bedeutungslose Scharmützel. Die Aufständischen befestigten ihre Stellungen auf den Hügeln oberhalb der Rennbahn von Vinadelmar. Melbourne, 28. August. In der Nacht vom 27. August sand in der Bucht von Port Philipp ein Zusammenstoß zwischen den britischen Schiffen „Easby" und „Gambier" statt. Der „Gambier" wurde von dem „Easby" Mittelschiffs getroffen und sank binnen sieben Minuten. Die Verwirrung unter den halb angekleideten Passagieren war groß- der größte Theil derselben wurde an Bord des „Easby" ausgenommen. 25 Personen gingen mit dem „Gambier" unter. Washington, 29. August. Eine amtliche Depesche des amerikanischen Consuls zu Valparaiso meldet die Niederlage der Regierungstruppen. Die Verluste aus beiden Seiten sind groß. Die Stadt übergab sich den Gegnern. — Mit Santiago tft keine Verbindung. Die Gegner besetzten die Stadt, sie bleibt jedoch in Händen der amerikanischen, französischen, deutschen und englischen Admirale behufs Aufrechterhaltung der Ordnung. Depeschen des „Bureau Herold". Frankfurt a. M., 28. August. Deutscher Städtetag. Vormittags-Sitzung. Die Sitzung füllte ein überaus klarer und mit lebhaftestem Beifall ausgenommener Vortrag des Ausstellungsleiters, Ingenieurs v. Miller, aus, welcher über das Thema sprach: „Die verschiedenen Systeme der Stromvertheilung zur Beleuchtung und Kraftübertragung in Städten". An der Hand übersichtlicher Planzeichnungen gab der Vortragende Aufschluß über die verschiedenen bereits in Anwendung befindlichen Systeme. Er erklärte die Wirkungsweise des Zweileiter-Systems. Für weitere Vertheilungsstrecken empfiehlt sich das Drei- und Mehrleiter - System mit hintereinandergeschalteten Dynamo- Maschinen in entsprechender Anzahl. Statt der Anlage nur einer Centralstelle empfiehlt sich das in Berlin angewandte System mehrerer Centralstellen, welche untereinander verbunden sind. Für andere Fälle dürste sich die Abgabe des Stromes von einer Central- und Primärstelle an mehrere Sekundärstellen empfehlen. Zwar wird hierbei ein Stromstärkeverlust von etwa 25 pCt. eintreten. Dieser Ausfall ist jedoch mehr wie genügend ersetzt durch die Vereinfachung des Betriebs und der Bedienung. Bei Leitungen von größerer Länge als 5 Kilometer ist die Anwendung des Wechselstromes rationeller als die des Gleichstromes. Eine derartige Anwendung zeigt die electrische Anlage in Kassel. Die Aufspeicherung der gesammelten Electricität in Accumulatoren wird da von Nutzen sein, wo zur Erzeugung des Stromes nur an gewissen Tageszeiten zur Verfügung stehende Er- zeugungskräste angewandt werden. Für die Verbilligung und Vereinfachung der electrischen Stromleitung sind die modernen Transformatoren von hohem Werth. Dieselben sind von sehr einfacher Construction und mit wenig Raum- und Kostenaufwand leicht überall zu placiren. Angewandt finden sich dieselben bis jetzt in 55 Städten des Continents. Bei electrischen Neuanlagen sei kein besonderes System zu empfehlen. Die jeweiligen Localverhältnisse müssen genau'geprüft und der zu erzielende Nutzeffect des event. anzuwendenden Systems genau vorher berechnet werden. Die Kraftübertragung von Lauffen nach Frankfurt gibt den besten Beweis, daß die Anwendung der Electricität nicht mehr an die großen Centren allein gebunden ist. Die Electrotechnik ermöglicht heute schon die Uebermittelung und Vertheilung der Electricität auf Provinzen und Länder von Centralen aus, zu Beleuchtungs- und Jndustriezwecken, wie z. B. das kleine Dorf Sontheim schon electrische Beleuchtung erhält, von der Leitung der Kraftübertragung, welche von Lauffen am Neckar für Heilbronn hergestellt ist. Die fernere Frage, ob nur Wechsel- oder nur Gleichstrom zur Anwendung kommen soll, hat bis vor kurzer Zeit in technischen Kreisen tiefgehende Meinungsverschiedenheiten und Zwiste verursacht. Aber die „Intern, electr. Ausstellung" zeigt den Besuchern, wie Wechsel- und Gleichstrom-Dynamos friedlich nebeneinander arbeiten. Für Glühlichterzeugung ist der Nutzeffect beider Stromarten völlig gleich. Für Straßenbeleuchtung mit Bogenlampen ist vielleicht der Gleichstrom noch vorzuziehen, weil er ein volleres, mehr nach unten fallendes Licht liefert bei gleichem Energieverbrauch. Der Drehstrommotor gleicht diesen geringen Vortheil durch eine einfache Construction, die weder einen Commutator noch eine bedeutende Wickelung verlangt, wieder aus. So zeigt denn die ganze Ausstellung der weitesten Bevölkerung, welchen Nutzen heute die Anwendung der Electricität für die volkreichste Stadt, wie für das kleinste Dors bietet, und wie allen und jeden Verhältnissen Rechnung getragen werden kann. (Lebhafter, lang anhaltender Beifall.) Nach dem Referenten sprachen noch die Vertreter einiger Ausstellungsfirmen, dann wurde der am gestrigen Tage nicht beendigte Rundgang durch die Ausstellung fortgesetzt. Um 12V2 Uhr begaben sich die Stadtvertreter zu dem vom Ausstellungsvorstand dargebotenen Frühstück. — Nachmittags-Sitzung. In der heutigen Nachmittags- Sitznng referirte Stadtbaurath Lindley über: „Die verschiedenen Systeme der electrischen Straßenbahnen". Die Culturstaaten, so führte der Redner aus, begrüßten die Electricität als Beförderungsmittel für den Straßenbahnbetrieb schon deswegen, weil sie die Möglichkeit in Aussicht stelle, von animalischen Betriebskräften zu motorischen überzugehen. Indessen muß zugestanden werden, daß die Erfahrungen, welche man bis jetzt mit den verschiedenen Systemen erlebt hat, eine Aussicht auf baldigen Ersatz des so schmiegsamen Befördernngsmirtels der Pferde durch die Electricität nicht geben. Redner demonstrirt dann an Plänen und Modellen die Art der einzelnen Systeme, welche bis jetzt in Anwendung befindlich sind und hebt die Schwierigkeiten der verschiedenen Anlagearten hervor. Die. Straßenbahnen mit oberirdischen Leitungen haben den Uebelstand, daß die Träger der Leitungen den Straßendamm räumlich behindern und den Nachtheil der ästhetisch unangenehmen Häufung von Drahtkreuzungen in der Lust. Gegen die Einführung von Wagen mit Accumulatorenbetrieb spricht das ungünstige Belastungsgewicht derselben, wie Versuche in Hamburg und Brüssel ergaben. Straßenbahnen mit unterirdischer Kraftzuleitung bieten außer finanziellen Mehranforderungen die Gefahr, passirende Thiere durch electrische Ströme zu verletzen, besonders ist dies der Fall bei den Anlagen, welche ihre Stromzuleitung durch die Schienen erhalten. Das von der Firma Siemens & Halske in Budapest angewandte sogenannte Schutzsystem hat zwar die letztere übele Eigenschaft nicht, ist aber sonst leicht Betriebsstörungen ausgesetzt. Redner geht dann noch genauer auf die Systeme mit unterirdischer Zuleitung ein und kommt nach einer Fülle von Zahlen- und Daten-Angaben zu dem Schluß, bei Neuanlagen sei je nach den städüschen Verhältnissen vielleicht eine Combination der verschiedenen Systeme anzuwenden, im Großen und Ganzen aber müsse von der Zukunft eine Lösung des Problems und mit ihr die Herstellung eines idealen Systems erhofft werden. (Lebhafter Beifall.) In der sich nun entspinnenden Discussion sucht Ingenieur Schwieger von der Firma Siemens & Halske (BerUn) einige Ausführungen des Vorredners zu recüficiren. Danach spricht der Vertreter der Firma Thompson-Houston für die Vorzüglichkeit seines Systems. Stadtbaurath Lindley knüpfte einige modificirende Bemerkungen an, und schließt damit unter lebhaftestem Beifall der Versammlung die Discussion. — Damit sind die Sitzungen des „Deutschen Städtetages" zu ihrem Ende gelangt. Kiel, 28. August. Sämmtlichen Marinemannschaften wurde verboten, das chilenische Schiff zu besuchen. Die Reservisten wurden gewarnt, in den Dienst der Chilenen zu treten. Das Schiff wird fortwährend überwacht. München, 28. August. Das Landgericht verurtheilte den Schriftsteller Freiherrn Hans v. Gumppenberg wegen Beleidigung des Kaisers zu 2 Monaten Festung. Gumppenberg hatte Sonntag Abend in der Gesellschaft „Modernes Leben" Hierselbst eift Gedicht von Karl Henkels „An die deutsche Nation" vorgetragen. Die Verhandlung sand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Kopenhagen, 28. August. Der 81jährige deutsche General von der Groeben, welcher mit Familie im Badeort Hornbaek weilt, wurde gestern bei einer Ausfahrt aus dem Wagen geworfen, da die Pferde scheuten. Verwundet wurde derselbe nach dem Lazareth gebracht, woselbst er verstarb. Cocales unö ^vovinzielles. Gießen, 29. August. — Zur Bärenjagd in Frouhaufen. Die „Frankfurter Zeitung" sowohl als auch die „Kleine Preffe" lassen sich aus Gießen von einer bei Fronhausen stattgefundenen „Löw en - jagd" mit allerhand Ausschmückungen berichten. So heißt es u.A.: „DerLöwe ließ sich in einem Dickwurzacker nieder und that sich an den saftigen Blättern gütlich." Seit wann frißt der Löwe Dickwurzblätter? — Kuglers Museum. Ueber das in Oswalds Garten aufgestellte große Kugler'sche Museum liegen uns zahlreiche Berichte anderer Städte vor. Nach denselben gehört das Museum zu den größten Sehenswürdigkeiten der Gegenwart. Es zerfällt in 8 große Abteilungen und zwar zeigt uns die 1. Abtheilung in tausenden von Exemplaren die prachtvollsten exotischen Muscheln, Korallen, Schmetterlinge und Käfer- die 2. Abtheilung enthält eine Sammlung ethnographischer Gegenstände, aus der wir nur einen echten Koran, Götzen und Musikinstrumente aufführen- die 3. Abtheilung enthält eine große altertümliche Waffen-Sammlung, die nächste Abtheilung enthält seltene Raritäten aus allen Gegenden der Welt. Die 5. Abtheilung entrollt uns ein Bild aus der sog. guten alten Zeit: Das Gerichtsverfahren im Mittelalter. Da sieht man die Instrumente, welche damals in Anwendung gebracht wurden, wenn der Angeklagte die beschuldigten Verbrechen nicht eingestanden hat. In der 6. Abtheilung: Große Sammlung von Geld- und Denkmünzen, sowie Briefmarken. Die 7. Abtheilung enthält über 40 lebende Thiere, hauptsächlich Thiere, die in Menagerien und Zoologischen Gärten nicht geführt werden. Die letzte Abtheilung enthält ein großes historisches Panorama, Oelgemälde von besseren Malern der Vergangenheit und Gegenwart. V Aus dem Decanat Gießen, 29. August. Unser Decanat feierte sein diesjähriges Misstonsfest in Allendorf an der Lumda am Donnerstag, den 27. d. M. Trotzdem das Fest an einem Werktage und mitten in der Ernte war, war die Theilnahme von Seiten der Gemeinde und der Umgegend eine außerordentliche. Vormittags predigte Pfarrer Wagner von Wetterfeld über Heidenmission, Nachmittags Pfarrer Walz aus Bad-Nauheim über innere Mission, außerdem hielt Decan Wahl eine Ansprache- das Schlußwort und freie Schlußgebet sprach der Ortsgeistliche Pfarrer Volp. Der unter Leitung des Lehrers Ziegler stehende Kirchenchor fang Vormittags: „Nun freut euch, lieben Christen gemein" und „Nun preiset Alle Gottes Barmherzigkeit", Nachmittags: „Ein Blümlein auf der Haide" und „O selig Haus, wo man Dich ausgenommen". Die Leistungen des Chores, der erst seit Ende Februar besteht, sehr eifrig ist und über 50 Mitglieder hat, sind allgemein gerühmt worden. Die überaus große Collecte betrug 135 Mk. 19 Pf. und erhält zum Theil die äußere, zum Theil die innere Mission. Die große Festversammlung, die Altarliturgie, der lebendige Gemeindegesang, die herrlichen Gesänge des Kirchenchores und die große Collecte haben uns daran erinnert, daß hier viel Liebe zur Kirche und . zur Mission und darum der fruchtbarste Boden für kirchliche Feste ist. § Ilbeshausen, 27. August. Gestern Abend hatte der zweite Lehrer an der hiesigen Volksschule das Unglück, aus dem Fenster seiner im zweiten Stock des Hauses befindlichen Wohnung zu stürzen. Nach der ärztlichen Untersuchung sind die dabei erhaltenen Verletzungen nicht lebensgefährlich. + Herbstein, 28. August. Der Müller Schäg von Zahmen ging vor Kurzem Abends gegen 11 Uhr aus der Wirthschaft des Johannes Oestreich von Bannerod, woselbst er mit noch anderen Gästen längere Zeit verweilt hatte, nach Hause. Unterwegs wurde er von einer unbekannten Person über fallen und geschlagen, sodaß er mehrfache Verletzungen erhielt. Schäg glaubte in dem Angreifer einen gewissen: n %rn,A genannte ■e "'t geh h" N f’Mfe n"4 'lems und m;fer-rlnüi'e fft kerben (QPär.bie „ »“«cttficiren. S^f0^»ufta ®™t6ourat6 ginll. “W «->, unö f4 j t Mamrtung di-Dik 18 «Deutschen Stiidte- ° M«inem°nnsch„t,n zu besuchen. Die ^dn Chilenen zu d ubeitoadjt. 9 ?anb9e* verurteilte ’WUtrtttt wegen W //Modernes Mu" „An die deuW ung sand unter Ausjährige deutsche General lie im Badeort Hornbaek fahrt aus dem Wagen mundet wurde derselbe er verstarb. mzkclles, Gietzkll, 29. August. n. Die „Frankfurter Presse" lassen sich aus igefundenen „Lötven- berichten. So heißt es nem Dickwurzacker saftigen Blättern >e Dickwurzblatter? i§ in Oswalds Garten k liegen uns zahlreiche denselben gehört das gkeiten der Gegenwart. nb zwar zeigt uns die [aren die prachtvollsten -rlinge und Mfer -^ie chuvgraMn Gegm> ;en Koran, Götzen und Abteilung enthält eine ilung/ die nächste Ab- ms allen Gegenden der uns ein Bild aus der lersahren im Mittelalter, e damals in Anwendung te die beschuldigten Der- r6. Abtheilung: Große ,en sowie Briefmarken, 'lebe de Thiere, Haupt- Wh-ilung mthck m gemälde oon brieten lwart. «Uduft. Uni« ®'caMt \ M. Trotzdem^ J»e war, -l in bK h her lWeh * un«fLr W”er r-d>g‘- 8alä »i “ un& L°itE „ ®ornttttag§ ■ *r jiun o ma n ;e|t Ende ^/^Mglieder hat, der50 ” Sb«°us 8* ^ßere, ^ d e he"^". ■ *!*# 3-; sä ' < «*£< •** Möller von Bannerod, welcher sich an jenem Abend ebenfalls in der Oestreich'schen Wirrhschaft befand, zu finden. Er begab sich hierauf in die Nähe von dessen Wohnung und wartete auf diesen. Als Möller erschien, sprang Schäg aus einem Versteck hervor und versetzte dem Möller mit einem Messer einen Stich aus die linke Kopfseite, wobei das Ohr durchschnitten wurde und der Stich noch in die Schultern ging. Möller ist ein schwächlicher Mann, der lahm ist und an Stock und Krücke geht, und ist es nicht gut denkbar, daß er es gewesen, der den Schäg überfallen und verwundet hat. Die eingeleitete Untersuchung wird das Nähere ergeben. + Herbstem, 28. August. Am 16. l. Mts. geriethen einige Burschen von Reichlos in der Möller'schen Wirthschaft zu Gunzenau in Streit, wozu ein gewisser Schäddel die Veranlassung gegeben hatte. Gegen 3 Uhr Nachts entfernten sich drei dieser Burschen, um nach Haufe zu gehen, Schäddel blieb zurück. Kaum hatten sie den Ort verlassen, als ihnen Schäddel nacheilte und mit den Worten: „Was wolltJhr",seinMesser drohend in dieHöhe hob und einem gewissen Jöckel einen Stich in den Kopf versetzte. Beide kamen dann in's Handgemenge, wobei Jöckel um Hülse ries. Einer seiner Collegen, welcher sich mittlerweile entfernt hatte, erschien denn auch, bekam aber sofort von Schäddel einen Messerstich in die linke Kopsseite. Die beiden Verletzten suchten sich nun durch die Flucht zu retten, Schäddel holte sie jedoch wieder ein und versetzte noch einem derselben einen Stich in den Rücken. Der Messerheld wird seiner wohlverdienten Strafe nicht entgehen, da die Sache der Staatsanwaltschaft mitgetheilt worden ist. Stockheim, 29. August. Georg Holzmann zu Hof Leustadt, geboren in Petterweil, Kreis Friedberg, vollendete am 28. August sein 100. Lebensjahr. Der Greis ist noch körperlich und geistig rüstig. Borsdorf, 28. August. Gestern stürzte ein Landmann Namens Weis beim Abladen von Erbsen in der Scheuer- tenne so unglücklich aus den Kops, daß der Tod sofort e i n t r a t. Alsfeld, 27. August. In der letzten Sitzung des hiesigen Schöffengerichts wurde ein Mann, der mit Absicht einen Radfahrer derart gestoßen hatte, daß derselbe zu Boden geschleudert und dadurch verletzt wurde, zu acht Tagen Gefängniß und in die Kosten verurtheilt. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft erblickte in dem Vorgang eine vorsätzliche Körperverletzung und beantragte drei Monate Gefängniß. Der Kläger soll gewillt sein, gegen das Urtheil Berufung einzulegen. 8. Friedberg, 28. August. Am 26. August kam ein seingekleideter Herr in den Laden des Uhrmachers St. und ließ sich einige Uhren vorlegen. Als der Uhrmacher einige Augenblicke anderweitig beschäftigt war, nahm der Gauner eine silberne Damenuhr und verschwand. Als man ihn verfolgte, muß er die Uhr einem Helfershelfer übergeben oder sie weggeworfen haben, denn bei seiner Festnahme war sie nicht vorhanden. * Friedberg, 27. August. In den Laden des Eisenhändlers R. kam gestern ein junger Mann, um ein V e l o c i p e d zu kaufen. Er ließ sich verschiedene Maschinen zeigen und bat endlich um die Erlaubniß, eine derselben auf der Straße probiren zu dürfen. Dies wurde ihm gerne gestattet und der Verkäufer hatte Gelegenheit, die große Kunst seines Kunden im Radfahren zu bewundern. Diesen mußte nun plötzlich eine gewaltige Sehnsucht, „in die Ferne zu schweifen", erfaßt haben/ denn er fuhr mit einem Male im schnellen Tempo davon — „und Roß und Reiter sah man niemals wieder". Die ganze Geschichte wurde anfangs für einen schlechten Scherz genommen, doch ist es nicht unmöglich, daß ein ebenso raffinirter, wie frecher Gaunerstreich vorliegt; denn man hat noch nicht ein Wort von dem edlen „Stahlroßritter" vernommen. D. Z. Worms, 27. August. Zu den für das nationalliberale Parteisest angemeldeten Rednern gehören die Reichstagsabgeordneten Dr. Buhl oder Dr. Biirklin, ferner Freiherr Hehl zu Herrnsheim, Professor Rohrhust-Mannheim, Professor Dr. v. Marquardsen und Dr. Osann-Darmstadt. Das Programm sieht für die Festlichkeiten auf dem Barbaroffaplatz (Festwiese am Rhein) vor: Begrüßung der Festtheilnehmer, Festrede nebst Kaisertoast, gemeinsames Lied „Heil Dir im Siegerkrauz", Rede auf die Bundesfürsten, Lied „Deutschland Äber Alles", Rede auf das Vaterland, Lied „Stimmt an mit Hellem, hohen Klang", Rede auf den Fürsten Bismarck, Lied „Stolz und frei wiegt auf den Wogen", Rede auf das Heer, Lied „Die Wacht am Rhein". Bei ungünstiger Witterung wird die ganze Feier im städtischen Spiel- und Festhaus abgehalten. vermischtes. * Frankfurt a. M., 26. August. Der schweizerische Bundesrath hat die beiden eidgenössischen Fabrikinspeetoren, die Herren Dr. Schuler und Rauschenbach zum Besuche der internationalen electrotechnischen Ausstellung nach Frankfurt entsendet, mit dem besonderen Austrage, die Schutzvorrichtungen, Ventilatoren und andere hygienische Einrichtungen auf der Ausstellung eingehend zu studiren. Der Gedanke, die überaus bedeutenden maschinellen Anlagen der Ausstellung mit ihren zahlreichen Schutzvorrichtungen, sowie auch insbesondere die noch nirgends in solcher Reichhaltigkeit und Mannigfaltigkeit gezeigten electrischen Motoren, die electrischen Ventilationsapparate u.s.w. durch die Fabrikinspeetoren besichtigen und prüfen zu lassen, ist ein so überaus glücklicher und zeitgemäßer, daß hoffentlich auch Seitens anderer, in erster Linie der deutschen Regierungen die sich ihnen hier bietende günstige Gelegenheit, die Ersabrungen der Fabrikinspectoren nach dieser Richtung hin zu vervollständigen, vielfach benutzt werden wird. Der Ausstellungsvorstand wird zweifelsohne diesen Beamten, deren Thätigkeit für Verbesserung der Lage unserer arbeitenden Klassen eine so überaus bedeutsame sein kann, bei dem Besuche der Ausstellung in jeder Weise entgegen kommen. — Wie wir soeben erfahren, hat das König!, bayerische Staatsministerium die bayerischen Fabrikinspeetoren zum Besuche der electrischen Ausstellung abgeordnet. * Würzburg, 25. August. In Schweinfurt wurde vorgestern der Hutmacher Hesselbach verhaftet, weil er feine 19jährige Tochter aus erster Ehe feit nahe zwei Jahren im Keller eingesperrt hielt, um dadurch zu ihrem nicht unbedeutenden Vermögen zu gelangen. Die Gefangene erhielt nur Brot und Wasser und war mit einem Rehfell bekleidet. Die Haare waren mit Ungeziefer und der Körper mit Schmutz ganz bedeckt. Das Mädchen war ganz stumpfsinnig und dem Wahnsinne nahe. Die That kam durch das Dienstmädchen, welches mit ihrer Herrschaft in Streit geriet!), an die Oeffentlichkeit. * Aus Trier kommen für die Hoffnungen der dortigen Bewohner auf großen Verdienst aus Anlaß der Ausstellung des heiligen Rockes gerade nicht die besten Meldungen. Die Zehntausende von Pilgern, welche Tag für Tag eintreffen, sind entweder arm oder verzehren nichts und kaufen nichts, und wenn sie Abends nicht zurückreifen, so behelfen sie sich mit billigen Massenquartieren. Die neu eingerichteten 1250 Wirtschaften, deren Inhaber große Aufwendungen gemacht haben, stehen meist leer. Natürlich haben die Leute es sich an Vorbereitungen viel kosten lassen, das Resultat der bisherigen Pilgerfahrten ist also bisher — vom geschäftlichen Standpunkte — recht deprimirend. * Auch eine Hoffnung. Die „Nordd. Allg. Ztg." macht darauf aufmerksam, daß in Folge der in diesem Jahre fast um vier Wochen verspäteten Ernte nur ein elfmonatlicher Bedarf an Brotgetreide zu decken ist, bis auf die Ernte von 1892 zu rechnen fein wird,- vorausgesetzt natürlich, daß sich bei dieser nicht wieder eine Verspätung einstellt. Univerfitäts - Nachrichten. — Richard Schillmann in Berlin, Stadtschulinspector a. D., ist, wie die „Volksztg." mittheilt, von der Universität Leipzig wegen seiner Verdienste auf dem Gebiete der Geschichte und der Kartographie zum Ehrendoctor ernannt worden. Schiffsnachrichten. Bremen, 27. August. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hellmers vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. August von Bremen und am 19. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 27. August. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Weimar, Capitän H. Heinecke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. August von Bremen abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. Verkehr, Land- unö Volkswlrthschaft» Siesten, 29. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. x 1,00—1,08, Hühnereier 1 ©t -, 2 St. 11-14 H, Enteneier 1 St---H, 2 St. - Käse pr. St. 7—10 H, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen vr. Liter 25 A. Linsen pr. Liter 29 Lauben pr. Paar X 0,60—0,80, Hühner pr. Stück X 0,80—120, Hahnen pr. St- X 0,50—0,80, Enten pr. Stück X 1,70—2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd- 70—76 A. Kuh- und Rindfleisch 60—64 A. Schweinefleisch 60—70 Af Hammelfleisch 50—74 A, Kalbfleisch 56—60 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00—8,00, Weißkraut pr. St.--A, Zwiebeln per Centner X 6,50—7,00, Milch per Liter 12-18 A. Auszug aus -en Stan-esanitsregisterw der Stadt Grestcu. Aufgebote. August: 22. Friedrich Wilhelm Nowack, Kaufmann dahier, mit Elisabeth Marie Christine Engelbrecht zu Cassel. 22. Wilhelm Berk, Zimmermann zu Frankfurt a. M., mit Margarethe Pink daselbst. 22. Jacob Pollack, Commis dahier, mit Cäcilie Kahn zu Egelsbach. 25. Dr. August Anton Heinrich Hoffmann, practischer Arzt zu Düffeldorf, mit Emma Margarethe Julie Friederike Schwan von hier. 26. Carl Hermann Fischer, Schreiner dahier, mit Caroline Marie WerzU bierselbst. 26. Peter Wilhelm Thönges, Feldwebel c-aorer, mu Elisadeihe Bauer zu Slemfurih. 28. Fried-.»ch ^arl Benner, Handelsmann dabter, mtt Eiisadelha Nathes von Bl.icen . d. 28. Joseph Sandebeck, Maurer zu Münster, mit Katharine Luise Löbig dahier. Eheschließungen» August: 25. Johann Friedrich August Meyer, Architcct dahier, mit Elisabeth Uhl hterselbst. 28. Georg Christian Valentin, genannt Wilhelm Etdmann, Bureau-Vorsteher dahier, mit Marte Margarethe Philtpptne Junker Hierselbst. „ Geborene. August: 15. Dem Metzgermeister Gustav Kreuder eine Tochter, Auguste Wilhelmine. 18. Dem Schuhmacher Karl Müller X. ein Sohn. 19. Dem Bäckermeister Heinrich Faß eine Tochter. 21. Dem Photograph Gustav Mook eine Tochter, Minna Sophie Louise. 24. Dem Installateur Peter Walter eine Tochter. 24. Dem HUfs- bremser bet der Main-Weser-Bahn Heinrich Schäfer III. ein Sohn. 24. Dem Viehhändler Karl Johannes Born eine Tochter, Lina Wilhelmine. 25. Dem Kunst- und Frtedhofsgärtner Carl Volk eine Tochter, Hedwig Margarethe Marie Elisabethe. 25. Dem Schneider Johann Friedrich Bosold eiue Tochter. 25. Dem Vorarbeiter- Aspirant Magnus Becker ein Sohn, Ludwig Heinrich. 26. Dem Wirth Georg Pfaff eine Tochter, Auguste. Gestorbene. August: 21. Wilhelm Röder, 40 Jahre alt, Fuhrmann dahier. 22. Margarethe Wagner, 46 Jahre alt, Tochter von Fuhrmann Conrad Wagner VIII. dahier. 22. Emilie Fuckert, 4 Jahre alt, Tochter von Kaufmann Eduard Fuckert. 22. Anna Jahreis, 22 Jahre alt, ledig, dahier. 24. Johanna Schwan, geb. Fischer, 38 Jahre alt, i Ehefrau von Gelbgießer Heinrich Schwan dahier. 26. Christian j Dräbing, 42 Jahre alt, Gastwirth dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränte. Den 25. August. Johann Friedrich August Meyer, Architect und Elisabeth Uhl, Tochter des Photographen Philipp Christian Uhl zu Gießen. Getaufte. Den 22. August. Dem Stationsdiätar Johannes Letzing ein Sohn, Hans Georg Peter, geboren den 8. August. Den 23. August. Dem Metzger und Wirth Georg Kraft eine Tochter, Luise Christine Jakobine, geboren den 22. Juli. Denselben. Dem Schmied Christoph Schmidt ein Sohn, Ludwig, geboren den 25. Juli. Dmselben. Dem Brauer Heinrich Zinn ein Sohn, Karl Heinrich Otto, geboren den 28. Juli. Denselben. Dem Packmeister Konrad Reusch ein Sohn, Eduard, geboren den 11. August. Denselbm. Dem Backsteinfabrikant Johannes Dern III. ein Sohn, Ludwig Christian Hugo, geboren den 7. Juli. Denselben. Dem Bürstenmacher Johann Heinrich Schneider eine Tochter, Marie, geboren den 17. Juli. Denselben. Dem Kutscher Peter Wagner eine Tochter, Susanne Luise Emma Christine, geboren den 22. Juli. Denselben. Dem Gärtner Wilhelm Wipper eine Tochter, Auguste Emilie Pauline, geboren den 3. Juli. Den 24. August. Dem Buchbinder Wilhelm Mook eine Tochter, Emilie Amalie, geboren dm 30. Juli. Den 25. August. Dem Hauptmann Adalbert von Erhardt ein Sohn, Kurt Adalbert Otto Hans, geboren den 23. Juli. Beerdigte. Den 23. August. Wilhelm Rover, Fuhrmann, alt 40 Jahre, starb den 21. August. Den 24. August. Margarethe Wagner, Tochter des Fuhrmanns Konrad Wagner VIII., alt 16 Jahre, starb den 22. August. Den 25. August. Anna Jahrets, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Ludwig Jahrets, alt 39 Jahre, starb den 22. August. Den 26. August. Johanna Schwan, geb. Fischer, Ehefrau des Gelbgießers Heinrich Scbwan, alt 38 Jahre, starb den 24. August. Den 28. August. Christian Dräbing, Wirth, alt 42 Jahre, starb den 26. August. Brodpreise vom 30. August bis 13. September 1891. Bei den Bäcker«. 1 Kgr. (2 Pfd.) Tafelbrod..............33 bei L. Kämmerer 32 2 , (4 „ ) Tafelbrod............» . 66 bei L. Kämmerer 64 1 „ (2 „ ) Weißbrod..............31 2 , (4 „ ) Weißbrod..............62 1 , (2 „ ) Schwarzbrod.............29 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod....... 58 3 w (6 „ ) Schwarzbrod............. bei K- Haas, 8. Keil, I. Lein 87 Bei de« Brodverkänfer«. A 1 Kgr. (2 Pfd.) Tafelbrod..............33 2 , (4 „ ) 66 1 , (2 „ ) Weißbrod..............31 2 „ (4 „ ) „ 62 3 v (6 „ ) » .............. 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod.......... 29 2 „ (4 , ) .58 3 , (6 , ) , ............. bei K- Heuser, I. Thomas 87 Gießen, den 29. August 1891. Großh. Polizeiamt Gießen. Fresenius. Temperatur der Lahn und Luft gemessen am 29. August, Vormittags zwtschm 11 und 12 Uhr: Wasser W/2, Lust 17 Grad Reaumur. L. Chr. Rübsamen Wwe. Grummetgrasversteigerung. Das diesjährige Grummetgras von den Domanialwiesen wird Donnerstag den 3. September d. I. versteigert und zwar: 1) Vormittags 8 Uhr im Schloßhof zu Grünberg von 17,20 ha Wiesen der Gemarkung Grünberg; 2) Vormittags 11 Uhr am District Krummstrauch aus dem Schnittpunkt der Staatsstraße Grünberg—Lindenstruh und der Kreisstraße nach Queckborn von sämmtlichen in eigener Verwaltung befindlichen Domanialwiesen der Gemarkungen Göbelnrod, Harbach, Lindenstruth, Queckborn und Saasen. Die betreffenden Wiesenwärter sind beauftragt, auf Verlangen die Grasloose vorher vorzuzeigen. Grünberg, am 23. August 1891. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. Schober. 7698 Möbel- 7748 Gerichtsvollzieher. 7727 7728 Geißler, Gerichtsvollzieher. Engel, Gerichtsvollzieher. von Nachmittags 1 Uhr an, werden in dem früher B ramm'scheu Saale — Neustadt — gegen Baarzahlung versteiget: Stickwolle, Borden, Perl- u. (Selben- possamente, Franzen, Einfaß- und Besatzlitzen, Hutfedern, Sttckereien, Spitzen, Gor fetten, Gummiband, eine Parthie Deckchen, Seiden- und Atlas- band, Knöpfe, Handschuhe, Tarlatan, Verzierstoffe, Schleiertülle, 1 Stück blauer Plüsch, Damenkragen, vier Meter Mantelsammt und vieles andere. Versteigerung ganz bestimmt. 7720] Ein Pferdeknecht sofort gesucht. Licherstratze 5. Dienstag den 1. September, Nachmittags 2 Uhr, werden im Bramm'schen Saale dahier Möbel aller Arten, 1 Ladentheke, Bücher, 1 Stoßkarren, 2 Hobelbänke, 1 Pferd u. a. gegen Baarzahlung versteigert. Geißler, Zwangsversteigerung. ^ien9taÜhSptmbfr’ Grummetgras .... Versteigerung. Mittwoch den 2. Septbr., Vormittags von 8 Uhr an, soll das Grummetgras von den hiesigen Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist an der Lehmkaute. Alten-Buseck, den 28. August 1891. 7711 Krämer, Bürgermeister. laEmmentiiSchweizerkäse (vollsaftig) wieder frisch im Anschnitt. [7723 L. Kalkhof. Dienstag den 1. September, in der Bieker'schenHofraithe zu Gießen $ sollen gegen Baarzahlung offenllich versteigert werden: 4 Pferde, 5 Wagen, 1 Jagdwägelchen, 1 Pianino, 1 Commode und andere 7736 Frankfurter Pferdelotterie ä 3 Mk. Radfahr-Verein Darmstädter CO ä 2 Block. 7734 in 7729 Heute Sonntag den 30. August: // wozu ergebens? einladet Phil. Quill u Gießen, am 29. August 1891. 7742 Vermischte Anzeigen 7702 Gießen, den 29. August 1891. 7709 7747 Vermiet-ungen 101'801 Ver. KönigS-Laurab^Act 114 50 Tendenz: fest. 149 ReichSbank-DiSamt 4 pCt. — frankfurter Bank-DiScont 4 pCt den Äccord ge- veranschlagt zu 88 80 89 60 7800 39.20 4°/0 Mainzer St.-Anl. Gelsenk. Bergw.-Act. 168.20 127 50 130,00 109 90 93 00 235 50 244 50 91.50 397 50 185 25 127-40 123.1 0 109 00 49.20 Disconto-Command.-Änth Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. StaatSb.-Act. beiten öffentlich geben werden: Erdarbeiten Röhrenlegung Fuhrlöhne Maurerarbeiten Pflasterarbeiten Decksteinelieferung Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E.,B.-Act Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft-B.-Act. Mainzer E.-B.-Att. Marienburger E.-B^Act n Senßfelder, Bez. - Bauaufseher. 7) 11 Stück sort. 10 Mk. 284.— 66.— 151.— 55.50 154.78 140.— Stock, 5 Zimmer mit Wasserleitung und Zubehör, per !♦ October zu vermiethen. Moritz Semmler, die Wirt he: Heinrich Wagner II Wilhelm Balßer. Gießen, den 29. August 1891. Der Stadtrechner: Doepfer. Hochlohnende Fabrikation, schon mit 200 mögl- Prosp. grat- [7744 R. Fallnicht & Co., Hamburg 6. Schlußcourf-. 1 Uhr 15 Min. 83.90 4% Ung. Gold-Rente 9780 do/«, Jtal. Rente 84 00 4Vb?/o Oest. Silber-Rente 97 80 3°/o Portugies. Anl. J. Schön, L. Schön, Fr. Weinrich 7712] Ein kleines moblirtes Zimmer zu. vermiethen. Chr. Frutig, Asterweg 5. 7716] Moblirtes Zimmer mit od. ohne Kost zu vermiethen. Lindenplatz 7. 7708] Mein Atelier für Künstliche Zähne befindet sich Kreuzplatz 3, 2. St. und halte ich mich geehrten Jnter- essenten bei mäßigen Preisen bestens empfohlen. ES. Melior. Arbeitsvergebung. Freitag den 4. September, Mittags 1 Uhr, sollen in der Gemeinde Staufenberg nachstehende Ar- Restaurant z. deutschen Kaiser 10 Grünbergerstratze 10. Snnntag den 30. August: Großes Preiskegeln , (ein hohes Zweirad). SS5* Liste zum Einzeichnen liegt auf. Montag den 31. August, präeis 8 Uhr: [7198 Haupt-UebuM. Zur gefl, Beachtung! Ich bringe hiermit, besonders den Arbeiter-Kreisen, zur gefl. Kenntnißnahme, daß ich den Allein - Berkaus sür Gietzen und Umgegend in fertigen Arbeiter -Anzügen aus der berühmten Fabrik von Gustav Lamparter, Reutlingen übernommen habe. Die Fabrikate sind allerorts bestens eingeführt und liegen zahlreiche Auerkennungsschreiben vor. 7739 Robert Hecker Brandgaffe 4. R-d«c«°n: «. Scht,d«. — Druck und Cerlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Thr. Pietscki) in Gießen. Die heutige Nummer umfaßt 1*4 Seite« Bekanntmachung. Das dritte Ziel Gemeindesteuer für 1891/92 muß innerhalb 8 Tagen — an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag — bei Meidung des Beitreibungsverfahrens, zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Zugleich wird daran erinnert, daß die in Folge von Reclamationen erlassenen Gemeindesteuern gegen Quittung in Empfang zu nehmen, bezw. zu verrechnen sind. Statt besonderer Nachricht Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser liebes Töchterchen Wilhelmine nach kurzer Krankheit, im Alter von sieben Monaten, heute Morgen 9 Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Eltern: Heizer Christian Marx nebst Frau. _________„ _____________________[7672 Chausseehaus. Heute Sonntag den 30. August: Tour nach Dillenburg1 _______Abfahrt: Oswalds Garten, Morgens 7 Uhr. Restauration „Ium Abendstern* Rodheimerstrasse. — Kleines Logis mit Zubehör, Waffer- leitung und Gartenantheil, zu vermiethen. 7717]Marburgerstraße 29. Grummetgras. Versteigerung. Das diesjährige Grummetgras von den Domanialwiesen wird versteigert: Donnerstag den 3. Sep tember, Vormittags 9 Uhr, bei Wirth Rabenau zu Alten-Buseck aus der Gemarkung Alten-Buseck; Freitag den 4. September, Vormittags 9 Uhr, bei Wirth D o r - feit) in der Post zu Wieseck aus der Gemarkung Wieseck; Freitag den 4. September, Nachmittags 2 Uhr, bei Wirth Leib im Philosophenwald aus der Gemarkung Gießen. Gießen, den 28. August 1891. Großh. Oberförstern Gießeu. 3W Ausverkauf! vs * Von heute bis 20. September werden wegen baulicher Veränderung sämmtliche Porzellan- u. Glaswaaren u. s. w. ausverkauft. Fertige Spiegel billigst ! W. Fillmann Wittwe (in Firma: Chr. Dan. Fillmann) 7756 15 Kirchenplatz 15. Sonntag den 30. und Montag den 31. August: ttwllifel zu Lollar wozu ergebeust einladen ^Knegel-DklkillGjeftil.»Gt Sedanfeter. Mittwoch den 2. September, Nachm. 1/25 Uhr: Sammlung mr Vereinslocal; Abmarsch von da präcis 5 Uhr zur Schmückung der Gräber auf dem Friedhof. Hierauf Banket und später Tanz im Lerb'schen Saale. Mitglieder mit ihren Frauen und Töchtern haben freien Zutritt. Sohne über 14 Jahre, sowie Nichtmitglieder zahlen ä Person 50 Pfg. ©ntree. Karten für Nichtmitglieder sind bei Herrn Kaufmann Dort, Wallthorstraße 45, zu haben. Vereinsabzeichen, Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. [7710 PIANOS ä™ ten Fabriken zu soliden Preisen. Klavierstimmen und Reparaturen Leihanstalt von Pianos etc. A Gg. Dtr. Gebauer, » r) Pianohandlung, Seltersweg 67. 7722] Wallthorstratze 15. 7354] Schöne Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, zu ver- miethen. Näheres Licherstraße b. genommen. 772i Heinrich Wallach Loose der Frankf. Electr. Ausstellung. Vi = 5.20, ’/2 Anth. = 2.80, «/< Anth. = 1.50 Mk. Sonntag den 30. und Montag den 31. August Kirchweihfest zu Rödgen wozu ergebens! einladen Chaisen-Fahrten s nach allen Richtungen übernimmt Th. Schmidt, Ederstraße 6. Laufmüdchen tagsüber gesucht. 7746____________Bismarckstraße 7, II. 7733] Ein angehender Kellner oder Kellnerlehrling kann sofort eintreten. Wo? sagt die Exped. d. Bl.__________ 7740] Ein Mädchen aus anständiger hiesiger Familie wird als Ladnerin zu engagiren gesucht. Solche, die schon in einem Geschäft tbätig waren und mit Nahmaschinen Bescheid wissen, erhalten den Vorzug. Offerten sind zu richten an G. Neidlinger, Gietzen, Asterweg 6. Deutsche Bekleidungs-Akademie Frankfurt am Main. 6393 ZuSChneidelehranstaltmitStellenzuweisung für Directricen und Zuschneider. 1500 ausgeb. Schnellcurse 1—2 Wochen. Prospecte durch Director Martens. Loose von Grossgerau (2. Zieh.), Lahr, Nürnberg, Frankfurt (Kunstgew.) Kiedrich, Strassburg, Weimar (2. Zieh.) ä 1 Mk. Bestellungen auf Colonial-Loose werden an- AeilgeSotenes. Junge Möpse zu verkaufen [7745] Gartenstraße 36. Grummetgras [7725 von einer Wiese (ca. 7 Morgen) preis- würdig zu verkaufen. 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K. Rühl. Gourrbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 29. August 1891. 3% Reichsanleihe 3Va 0/0 do. 3o/o Preuß. Consolv 3Vi% do. ^0