Odw. KZL. ;’Ä 4618 N ■n nach Ütmore Aralien fUa lenbach a. M., Butzbach Meine jter G plan» m Giessen, O Friedberg, ® lenz, Deutz, W Stockheim, 5 mmenden und M von 20 Pf. G r Anzeiger“ G durch die Aus- ® em*M HHWt Ü>WH | en - ii8 i» d" • MW". - 14. Beeil»«' t6499L— Nr. 174 Donnerstag den 30. Juli - ---------‘a‘-------------in« - i jai ii i—ri m 1891 Der Kietze»er Axzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei RoutagS. Die Gießener Wsmitieuvkälier »erben bem Anzeiger söcheMlich breimal beigelegt. KießenerAn,zeiger Keneral-MnMer. Vierteljähriger ASounemenlspreisr 2 Mark 20 Mg. m« Bringerlohn. Durch bie Post bezog« 2 Mark 50 Pf,. Rebaction, Expebitia« unb Druckerei: -chutstratze 3tr.1* Fernsprecher 5L Amts- ttttb Anzeigeblatt fih» -en Aveis Gieren. annabc, ton KnaeigeIl 4u bet ^mittag» fär be= «^rali^Kil'isacN" «ll- «nn°nc-rr.Bur--ux bei In. unb Kubtanbet nehm« M»"»"' r°° erfdjeinenben Nummer bi* Sovm. 10 Uhr. ^01^111^01011«. Anzeigen für ben „Siebener Anzeiger- entgegn 21mtlid>er T^sil. Bekanntmachung, die Heegzeit des Dachses betreffend. Nachdem begründete Klagen über den durch den Dachs verursachten Schaden bei uns vorgebracht worden sind, heben wir die Heegzeit dieses Wildes für die Monate August und September d. I. für die zum Bezirk des Großh. Forstamts Nidda gehörigen Gemarkungen unseres Kreises hierdurch auf. Gießen, den 28. Juli 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost. Gießen, 27. Juli 1891. Betr.: Das Arbeiterschutzgesetz für das Deutsche Reich, vom 1. Juni 1891. Das Großherzogliche Kreisamt Gieße« an die Grotzh. Bürgermeistereien de- Kreise-. Im Verlage der C. H. B e ck'schen Verlagsbuchhandlung in München ist neu erschienen: Das Arbeiterschutzgesetz für das Deutsche Reich, vom 1. Juni 1891, Textausgabe mit Einleitung, Erläuterungen und Register von Regierungsrath Dr. Zeller. Preis 1 20 H. Wir machen Sie auf das Erscheinen dieses, bei dem- nächstiger Ausführung des genannten Gesetzes zweckdienlichen Buches aufmerksam und sind Bestellungen an Kreisamts- gehülfen Hach zu richten. I. V.: Jost. lieber Abhilfsmaßregeln gegenüber den häufigen Eisenbahnunfällen. Fast keine Woche vergeht, in welcher nicht die Schreckens- Lunde von einem neuen furchtbaren Eisenbahnunglücke die Runde durch die Zeitungen macht,- auf die Katastrophe von Mönchstein und den Unfall bei Eggolsheim ist nun ein neues entsetzliches Unglück bei Saint-Mande auf der Linie Paris- Nantes erfolgt, bei welchem über 50 Personen sofort aus schreckliche Art umgekommen und über hundert mehr oder weniger gräßlich verstümmelt und verwundet worden sind. Bei Mönchstein war es eine schlechte Brücke, bei Eggolsheim schlechter Zustand des Geleises und mangelnde Vorsicht und Lei Saint-Mande gar das Jneinanderfahren zweier Eisenbahn- 3Üge, welche die gräßlichen Katastrophen herbeiführten. Nun, man suche die Ursachen solcher häufigen Unglückssälle nicht in kleinen Fehlern und Unvorsichtigkeiten, man mache auch nicht den Versuch, sich mit dem Hinweise aus den gewaltigen Verkehr auf den Eisenbahnen die Hände in Unschuld zu waschen, sondern man forsche endlich einmal gründlich nach, worin die wahren Ursachen bei den sich häufenden Eisenbahnunfällen bestehen. Die ganze Angelegenheit ist doch von höchster öffentlicher und internationaler Bedeutung, denn jeder Personen- und Schnellzug birgt Hunderte von theueren Menschenleben und auf jeder Eisenbahn der Culturstaaten fahren nicht nur Einheimische, sondern Angehörige saft aller Nationen. Auch wenn man gerade nicht zu den ängstlichen Gemüthern gehört, so muß man gegenüber der Häufigkeit der Eisenbahnunfälle, von denen kleinere saft jeden Tag passiren, doch nur mit größtem Unbehagen jetzt eine größere Eisenbahnreise antreten. Was liegt aber in einer Bedrohung von Leben und Gesundheit auf Eisenbahnfahrten nicht für eine ungeheuerliche öffentliche Calamität? Die Todesarten bei Eisenbahnunfällen, Zerquetschungen, Verbrennungen, Verbrühungen, Erstickungen, ferner die Verstümmelungen bei solchen Katastrophen spotten jeder Beschreibung, und das öffentliche Interesse wie auch die öffentliche Moral erheischen dringend, daß man nach den Hauptursachen der Eisenbahnunfälle forsche und dieselben beseitige. Die Fehler suchen wir nicht bei den unteren Beamten und da und dort auftretenden Gebrechen und Uebelständen der Schienenwege und Eisenbahnwagen, sondern wir suchen die Fehler in der Organisation und Verwaltung vieler Eisenbahnen selbst. Wenn zum Beispiel untere Eisenbahnbeamte, denen oft ein ganz beispiellos verantwortlicher Dienst obliegt, sehr niedrig besoldet werden und dabei schließlich auch noch zu wenig dienstfreie Tage resp. Stunden zu ihrer Erholung haben, so braucht man sich gar nicht zu wundern, wenn solche Beamte in ihrer Leistungsfähigkeit erschlaffen. Ist es doch auch hinlänglich bekannt, wie der Eisenbahndienst die Nerven, die Ohren, die Augen angreift, so daß man sagen möchte, daß gewisse Beamte des äußeren Eisenbahndienstes, zumal die Locomotivsührer, die Zugführer und Schaffner, sowie auch die Weichensteller bei überhäuften Dienstanstrengungen oft gar nicht mehr recht ihrer Augen und Ohren mächtig sind. Ganz widerspruchsvolle Aussagen bei Untersuchungen von Eisenbahnunfällen über die Wahrnehmung von Signalen können diese Vermuthung nur bestätigen. Bessere Besoldung und Verringerung der Dienstzeit für den Tag oder die Woche für die fahrenden und die Aufsicht in den Bahnhöfen übenden Beamten dürfte daher wohl eines der sichersten Mittel gegen Eisenbahnunfälle sein. Offenbar liegt aber auch ein weiterer Fehler in der Organisation mancher Bahnen, denn die Unfähigkeit, welche sehr oft die Oberbehörden bei Verhütung und Aufdeckung der Ursachen der Eisenbahnunfälle zeigen, läßt darauf schließen, daß die Oberbehörden ihres Amtes oft nur nach der Schablone und dem souveränen Bureaukratismus, aber nicht nach den Geboten practischen und umsichtigen Verständnisses walten. Deutsches Reich. Berlin, 27. Juli. Wie die „Voss. Ztg." hört, hat sich die Landesvertheidigungscommission in Berlin in ihrer letzten Sitzung vor der Reise des Kaisers nicht nur mit der Helgoländer Befeftigungsfrage, sondern auch mit den geplanten neuen Eisenbahnbauten für strategische Zwecke beschäftigt. In letzterer Beziehung wurden jedoch endgiltige Beschlüße noch nicht gefaßt, sondern weiteren, im September und October stattfindenden Verhandlungen Vorbehalten. — Die Einnahmen der preußischen Staatseisenbahnen im ersten Vierteljahr des Rechnungsjahres 1891/92 (April, Mai, Juni) beziffern sich nach dem vorläufigen Ausweis auf rund 224 Millionen Mk., oder 8,86 Millionen mehr als im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Die Steigerung beträgt indessen, im geraden Gegensatz zu dem Calcul des Etatvoranschlags nicht einmal 2/3 pCt. beim Personen- und Gepäckverkehr, wo der Voranschlag rund 4 pCt. Mehreinnahmen erwartete, dagegen 5J/4 pCt. beim Güterverkehr, für den eine erhebliche Steigerungsfähigkeit nicht veranschlagt war. Leipzig, 26. Juli. Die Petition, welche kürzlich von Seiten sämmtticher Handels- und Gewerbekammern Sachsens wegen Festlegung des Osterfestes dem Ministerium des Innern unterbreitet worden ist, befürwortet, daß das Osterfest alljährlich an dem ersten Sonntage nach dem 4. April gefeiert werden möge. Neueste Nachrichten. WoM telegraphisches Cvrrespvndenz^Bureau. Berlin, 28. Juli. Der „Reichsanzeiger" meldet aus Maalsnaes, daß der Kaiser heute Regierungsgeschäfte erledigt hat- sein Befinden sei durchaus befriedigend. Die „Hohenzollern" fährt heute nach Mo und morgen nach Trondjem- in der Dauer der Reise ist keine Aenderung beabsichtigt. Berlin, 28. Juli. Nach aus Alpe nach hierher gelangten Meldungen ist der seit etwa vier Wochen vermißte Dr. v. Kalckstein nunmehr dort, als vom Pilatus herabgestürzt, tobt ausgefunden worden. Memel, 28. Juli. Bei der gestrigen Reichstagsersatzwahl erhielten bis jetzt Schlick (conservativ) 6528, Scheu freis.) 1858, Lorenz (Sozialist) 1554 Stimmen. 26 Bezirke fehlen noch. Schlicks Wahl ist gesichert. München, 28. Juli. Zum Ehrendienst bei Seiner Majestät dem Kaiser während dessen Anwesenheit in Bayern wurden der General der Infanterie und Generalcapitän der Leibgarde der Hartschiere Graf Verri della Bosia, der Com- mandeur der 1. Cavallerie-Brigade Generalmajor von Nagel und der Rittmeister Seitz vom 1. Ulanenregiment bestimmt. Coburg, 28. Juli. Prinz Ferdinand ist gestern zur Besichtigung der Krupp'schen Werke nach Essen gereist. Bern, 28. Juli. Im Nationalrath brachte Häberlin- Thurgau den Antrag ein, der Nationalrath solle seinen Beschluß, betreffend die Einführung des Banknotenmonopols, wieder aufnehmen und im Ganzen annehmen, sowie dem Ständerathe mit der Einladung übermitteln, den Antrag in dieser Session zu erledigen. Die geplante Jnitiativ- bewegung für die Einführung des Notenmonopols soll dadurch überflüssig gemacht werden. Pest, 28. Juli. Der Handelsminister Baroß richtete an die Seebehörde von Fiume nachfolgendes Telegramm: „Da das Aufhören der Cholera in Massauah amtlich nicht festgestellt ist, die in Alexandrien von Massauah anlangenden Schiffe aber frei zugelassen werden, so ordne ich an, daß die aus ägyptischen Häsen anlangenden Schiffe einer gründlichen ärztlichen Untersuchung unterzogen werden." Szegediu, 28. Juli. Heute Nachmittag stürzte ein Theil eines Gewölbes des Sparkassengebäudes ein, wobei 15 Arbeiter verschüttet wurden. Bisher sind 3 Todte, 4 Schwer- und 2 Leichtverletzte hervorgezogen. Paris, 28. Juli. Es verlautet, daß der zweite Vorsteher des Bahnhofs von Vincennes und der Locomotivsührer des Ergänzungszuges verhaftet seien, und steht die Verhaftung des Heizers bevor. Dieselben werden für die Eisen- bahncatastrophe bei Saint-Mandö verantwortlich gemacht.— Die Eisenbahngesellschaft theilt jetzt mit, daß der Unfall bei Saint-Mando keinesfalls durch einen Bruch der Bremse, sondern durch die Schuld des Locomotivführers des Ergänzungszuges herbeigesührt sei, welcher die Haltesignale unbeachtet ließ. Rom, 28. Juli. Die „Agenzia Stesani" meldet aus Massauah, es sei amtlich festgestellt, daß in der Erythräischen Colonie keine Cholera vorhanden und der dortige sanitäre Zustand gut sei. e Lissabon, 28. Juli. Die portugiesische Postverwaltung theilt mit, daß die Annahme internationaler Postanweisungen, welche seit dem 21. Juli cr. suspendirt ist, bis auf Weiteres eingestellt bleibt. Depeschen des „Bureau Herold". Memel, 28. Juli. Reichstagswahl. Schlick (cons.) wurde mit großer Mehrheit gewählt. Paris, 28. Juli. Der Bahnhosschef von Vincennes wurde verhaftet, weil er den Zug abgehen ließ trotz des Signals, daß die Strecke nicht frei sei. Die ursprüngliche Angabe von 70 Tobten ist eher unzureichend als übertrieben. Madrid, 28. Juli. Bei Lorca sind zwei Züge zu- s^mmengefto ß en - es werden zahlreiche Verletzungen gemeldet. Petersburg, 29. Juli. Dem amtlichen „Regierungsboten" zufolge brachte beim gestrigen Diner in Peterhof der Kaiser einen Toast auf den Präsidenten Carnot und die französische Flotte, insbesondere auf das unter dem Commando des Admirals Gervais stehende Geschwader aus. Die Musik spielte die Marseillaise. Locales unb provinzielles. Gießen, 29. Juli. — Ferien • Sonderzug Hamburg • Frankfurt * Basel. Am Samstag den 8. August wird wieder ein Ferien-Sonderzug in der oben bezeichneten Richtung abgefertigt. Das Nähere ist aus der Bekanntmachung der Königlichen Eisenbahn- Direction in vorliegender Nummer ersichtlich, auch bei den Fahrkarten-Ausgabestellen zu erfahren. — Orgelconcert. Das am Donnerstag den 30. Juli, stattfindende 6. historische Orgelconcert ist das letzte. Das Programm desselben bringt Orgelcompositionen von Nicht- deutschen , nämlich ein Postlude von Calkin (Engländer), Sonatensatz von Capocci (Italiener), Concertsantasie von Sjoegren (Norbländer), Choralfantasie mit Chor von Mathison- Hansen (Däüe) und die Sinfonie für Orgel und Orchester von Guilmant (Franzose). — Daß in dem an Orchestern armen England Orgelconcerte — orgen recitals — einen Haupttheil der öffentlichen Musikpflege ausmachen und zum Theile unsere Symphonieconcerte rc. ersetzen, ersieht man auch aus den englischen Orgelcompositionen (sowohl aus den originalen wie transscribirten). Die ganze Schreibweise ist eine durchaus andere, als wir Deutsche es gewohnt sind. So verhält es sich auch mit dem gewählten Postlude von Calkin. Dasselbe ist gleichsam ein kirchlicher Festmarsch- seine Ryth- mik deutet gleichsam eine Gemeinde an, die in Procession aus der Kirche hinauszieht. — Italien, das Land, in dem einst die Wiege der Orgelcomposition stand, hat in der neueren Zeit wenig Componisten für die Orgel auszuweisen, die sich lossagen von opernartigem Getändel. Capocci, aus dessen erster Orgelsonate das Programm einen Satz enthält, macht hiervon eine rühmliche Ausnahme. Seine Musik bekundet ein Streben nach Stilreinheit und kirchlicher Würde. Natürlich ist es aber nicht der heilige Johann Sebastian, an den sich der Italiener anschließt, sondern es wird vielmehr Mendelssohn als Muster genommen- ferner ist auch ein Anlehnen an den Franzosen Guilmant deutlich bei ihm erkennbar. — Bei Mathison-Hansen und Sjoegren sind deutsche Einflüsse bemerkbar- bei Ersterem der Schumanns und Genossen und bei Letzterem gar der Wagners. Ersterer arbeitet seine Themen trefflich thematisch durch. Bei Letzterem ist von thematischer Arbeit keine Spur. Nach Art der Neudeutschen bringt er seine Themen in allen möglichen Tonarten auf die Bildfläche und staffirt sie reich mit Chromatik aus- dies nennen natürlich gewisse Leute auch thematische Arbeit. Hin typischer Zug, den die Musik des Nordens oft aufweist, ist bei beiden Componisten erkennbar, nämlich ein Zug von geheimnißvoll, elegisch ernster Färbung. — Die Sinfonie von Guilmant ist in ihrer Art epochemachend. Schon die Zusammenstellung von Orgel mit dem vollen Orchester wirkt an und für sich großartig. Hierzu kommt aber noch der Umstand, daß Guilmant wirklich ein Componist von eminenter Begabung ist. Man darf ihn sehr wohl den französischen Rheinberger nennen. — Die beiden geistlichen Sieber von Winterberger paffen ihrem ganzen Character nach trefflich in den Rahmen dieses Concertes, ebenso die Arie von Gade mit ihrer farbenreichen Orchesterbegleitung. — Herr Stroebel aus Marburg ist ein früherer Schüler des Raffconservatoriums und hat bereits seit einem Jahre in mehreren Städten als Concertsänger guten Erfolg gehabt. — Das „Regierungsblatt" vom 25. Juli verkündigt ein Gesetz, wodurch das bisherige Civilbeamtenpenfionsgesetz einen bemerkenswerthen Zusatz erhält. Danach kann nämlich in die Dienstzeit ganz oder theilweise die Zeit eingerechnet werden, während welcher ein Beamter als Rechtsanwalt oder Notar thätig war- es soll jedoch in keinem Falle dem Beamten durch diese Einrechnung ein höheres Dienstalter als solchen seiner Dienstcategorie, welche gleichzeitig mit ihm die Staatsprüfung bestanden haben, eingeräumt werden. Als Ueber- gangsbestimmung ist noch beigefügt, daß mit landesherrlicher Genehmigung bei Beamten, welche vor Erlaß dieses Gesetzes aus dem Stande der Rechtsanwälte oder Notare in den Staatsdienst übergetreten sind, die endgiltige Anrechnung der Dienstzeit durch Beschluß des vorgesetzten Ministeriums innerhalb drei Monaten nach Eintritt der Gesetzeskraft dieses Gesetzes erfolgen kann. — Internationale elektrotechnische Ausstellung in Frank- ffurt a. M. 1891. Die Arbeiten an der Linie für die elec- irische Kraftübertragung von Lauffen a. N. nach Frankfurt a. M. sind in vollem Gange. Eine Reihe von Arbeiter- colonnen sind unter Leitung von Beamten der Reichspost und der württembergischen Telegraphen-Verwaltung mit der Auf« stellung der Stangen, Befestigung der Isolatoren und Spannung der Leitungsdrähte beschäftigt. Die gesammte Linienanlage, sowie^die zum Betriebe derselben erforderlichen Maschinen sollen bis gegen Mitte August fertig sein. Inzwischen ist dem Vorstande der Internationalen electrotechnischen Ausstellung eine Mittheilung des Herrn Reichskanzlers (Reichsamt des Innern) zugegangen, in welcher kundgegeben wird, daß der Reichskanzler Werth darauf legt, über die Einrichtung der Kraftübertragungsanlage und über die bei ihrem Betriebe sich ergebenden Beobachtungen und Erfahrungen genau unterrichtet zu werden. Der Reichskanzler hat mit der Besichtigung der Pläne und Einrichtungen, mit den erforderlichen Prüfungen und Messungen die physikalisch - technische Reichsanstalt beauftragt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich in Verbindung mit der wlssenschastlich-technischen Prüfungscommission ausgeführt werden, welche bekanntlich unter dem Ehren-Vorsitze des Präsidenten der Reichsanstalt, Geheimrath v. Helmholtz, sich dieser Tage constituirt hat. Mit der Theil- nahme an den Arbeiten der Prüfungscommissiou hat Herr v. Helmholtz die Herren Director Dr. Löwenherz, Dr. Lummer, Dr. Brodhun beauftragt. Seitens der Prüfungscommission sind die Herren Professoren Dietrich Stuttgart uud Weber- Zürich mit den Vorbereitungen für die Prüfung der Lauffener Kraftübertragung betraut worden. § Vom oberen Vogelsberg, 28. Juli. Die Heuernte geht jetzt hier ihrem Ende entgegen. Was die Quantität an- belcmgt, so ist das Resultat doch hinter den Hoffnungen zurückgeblieben. Die besseren Wiesen sind im Winter erfroren und hat dieses Fehlende noch lange nicht den Mehrertrag der trockenen höher gelegenen Wiesen gedeckt. Im Ganzen ist die Ernte eine Mittelernte zu nennen. Was an Heuernte zurückgeblieben ist, wird uns hoffentlich die Frucht- und Grummeternte wieder ersetzen. Friedberg, 25. Juli. Heute erhängte sich in einer hiesigen Scheuer ein Jlbenstädter Oeconom, angeblich aus unglücklicher Liebe. Er hatte ein Mädchen gerne, das weniger Vermögen besaß als er selbst und deßhalb wollten seine Angehörigen nichts von der Heirath wissen, dies setzte sich der Unglückliche so in den Kopf, daß er sich schon wieder- holentlich tagelang umhertrieb, ohne daß man seinen Aufenthalt wußte. Auch hier soll er sich schon einige Tage in der Scheuer aufgehalten haben, ohne daß der Besitzer der Scheuer etwas davon ahnte. Bad-Nauheim, 26. Juli. Einen gräßlichen Fund machte gestern der Gendarm Steinbach von hier auf einem Gange durch den Wald. Er wurde auf eine Menge Raben aufmerksam, die alle um einen Baum herumflogen. Bei näherem Hinzugehen entdeckte er dann, hoch im Geäst -es Baumes, einen menschlichen Körper, der bereits stark in Verwesung übergegangen war. Der Gendarm holte rasch Hilfe und bald gelang es, den Leichnam loszubinden und auf die Erde zu bringen. In dem Selbstmörder erkannte man den schon seit 14 Tagen vermißten 13jährigen Sohn des Taglöhners Sohl, der sich aus Furcht vor Strafe vor der genannten Zeit von seinen Angehörigen wegbegeben hatte, und von dem seither jede Spur fehlte. Rieder-Weisel, 28. Juli. Das Sprichwort: „Der Mensch kennt seinen Ausgang, aber nicht seinen Eingang", hat sich gestern wieder dahier in schrecklicher Weise bewahrheitet. Der Metzger Johs. Maas von hier fuhr gestern Nachmittag gegen sechs Uhr nach Hochweisel, um ein Schwein zu holen. Kaum in der Hofraithe des Landwirths Scheppler dort- selbst angekommen, wo er das gekaufte Schwein holen wollte, sagte Maas, „es wird mir nicht gut" und mit diesen Worten war er schon eine Leiche. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein jähes Ende gemacht. Der Wagen, den er vor kaum zwei Stunden geschäftlich fuhr, brachte ihn gegen acht Uhr als Leiche. Bingen, 25. Juli. Dieser Tage wurde in Büdesheim eine an Milzbrand erkrankte Kuh geschlachtet. Ein Metzger und ein Schmiedemeister, welche das Schlachten vornahmen, wurden von dem Milzbrand angesteckt und ist an dessen Folgen der Schmied bereits gestern gestorben; der Metzger ist noch in ärztlicher Behandlung. Worms, 27. Juli. Fabrikinspector Moeser hat an die Fabrikbesitzer feines Bezirks ein Schreiben gerichtet, worin er folgende Maßregeln zur Fürsorge für die Arbeiterschaft empfiehlt: 1. das Verbot der Verunreinigung der Fußböden und der Wände durch Ausspucken- 2. das Verbot des Spuckens in Taschentücher - 3. die Ausstellung großer, zum Theil mit Wasser, nicht aber etwa mit Sand oder Sägespähnen gefüllter Speibecken in möglichst großer Zahl in den Fabrikräumen sowie aus Treppenabsätzen und in Aborten - 4. die häufige und regelmäßige Entleerung der Speibecken und deren Reinigung mit kochendem Wasser durch hierzu besonders angewiesene Personen - 5. die feuchte Reinigung des Fußbodens und das Verbot des trockenen Aufwischens. 6. Das Aufhängen besonderer Anschläge über bie, Verbote unb 7. Belehrung ber Arbeiter über bie Bebeutung ber Behanblung bes Auswurfes für die Lungenschwindsucht durch die Arbeitgeber oder deren Vertreter unter Mitwirkung der Kassenärzte. Vermischtes. * Berlin, 26. Juli. Wieder hat ein alberner Scherz den Tod eines jungen Mädchens herbeigeführt. In der Familie des am Grünen Weg wohnenden Versicherungsbeamten K. wurde am Donnerstag Abend der Geburtstag der einzigen achtzehnjährigen Tochter Emma gefeiert. Es waren zahlreiche Freunde und Bekannte geladen, bie Stimmung war recht fröhlich unb alle befanben sich in bester Laune. Leiber sollte bem traulichen Familienfest ein recht jähes Enbe bereitet werben. Zwei Freunbinnen bes jungen Mäbchens waren aus ben Einfall gekommen, biefer burch einen selbst- verfaßten Brief einen „Schreck einzujagen". Das junge Mäbchen hat einen Unteroffizier vom 35. Regiment in Branben- burg a. H. zum Bräutigam, ber aber am Geburtsfeste seiner Braut aus bienstlichen Rücksichten nicht theilnehmen konnte. Nun überreichte bie eine Freunbin ber Braut einen Bries, ber ihr, wie sie angab, von anberer Seite zugesteckt worben sei. Als bas junge Mäbchen ben Bries geöffnet unb einige Zeilen in bemselben gelesen hatte, stürzte es mit dem Aufschrei: „Allmächtiger Gott, er hat mich betrogen!" nach ber Küche, wo es sich mittels eines Messers bie Pulsabern ber linken Hanb öffnete, so baß bas Blut hervorquoll unb bas Mäbchen bewußtlos zufammenbrach. Trotzbem sofort ein Arzt herbeigeholt würbe, kam Hilfe bennoch zu spät- bas arme Mäbchen hatte sich bereits verblutet unb seinen Geist aufgegeben. Der Brief enthielt ben „Scherz", baß jener Unteroffizier ein anberes Verhältniß angeknüpft habe. Die beiden „Freundinnen", welche das junge Mädchen durch ihre Albernheit in den Tod getrieben hatten, verließen bald die Gesellschaft, weil sie den durch sie heraufbeschworenen Jammer der Eltern nicht mit anzuhören vermochten. * Aus Bayern, 27. Juli. Bei dem gestrigen Abend- Personenzuge Bamberg-Nürnberg riß unterwegs zweimal die Kuppelung der Wagen, das eine Mal bei der Einfahrt in Baiersdorf, das zweite Mal bei der Ausfahrt aus Erlangen. Die losgeriffenen Wagen sind in beiden Fällen ruhig stehen geblieben. Durch die ben beiben Unfällen vorhergehenden Stoße waren die Fahrgäste aufs äußerste erschreckt, so daß viele aus den Wagen heraussprangen. — Im Studentenwäldchen bei Bayreuth erm ordete ein Soldat feine Geliebte, eine 17jährige Fabrikarbeiterin, um in den Besitz von 17 Mark zu gelangen, welche das Mädchen als Wochenlohn bei sich trug. Der Soldat henkte bie Leiche an einen Baurn, um an Selbstrnorb glauben zu machen. * Aachen, 24. Juli. Heber bas grausige Geschick, welches gestern Abenb ben Schaffner Joseph Noppen bes nach 10 Uhr von hier nach Jülich sahrenben Personenzuges ereilte, wirb noch gemelbet: Noppen würbe beim Abnehmen ber Fahrkarten auf ber Strecke bes Viabucts hinter ber Parkstraße burch einen Fahrgast, ber keine Fahrkarte besaß, vom Trittbrett hinuntergestoßen unb fiel über bie Brüstung bes Viabucts aus einer Höhe von etwa 20 Meter auf bie Erbe. Durch bas schmerzliche Stöhnen bes Herabgestürzten kam balb Hilfe herbei. Der Unglückliche ist gräßlich zugerichtet, ber Unterleib ist aufgeriffen u. f. w. Trotz ber gräßlichen Verletzungen konnte der Verunglückte noch bie Angabe machen, baß er beim Abnehmen ber Fahrkarten einen Passagier ohne Fahrkarte angetroffen habe, ber ihm auf wiederholtes Verlangen statt der Fahrkarte einen Hieb auf die Hand, mit der er sich an der Abtheilthüre hielt, versetzt und gleich daraus einen Stoß vor die Brust gegeben habe, in Folge dessen er vom Trittbrett des Wagens herabgeworfen worden sei. Das Opfer einer brutalen Rohheit ohne Gleichen ist ein braver, pflichtgetreuer Beamter unb Vater von brei Kinbern. Nach einem weiteren Berichte befanben sich in bem Abtheil fünf junge, bem Arbeiterstanbe angehörige Burschen von 17 bis 20 Jahren. Zwei berselben zeigten sofort ihre Fahrkarten vor, bie anberen brei aber sahen zur entgegengesetzten Seite zum Fenster hinaus. Auf bie Aufforberung bes Schaffners, bie Fahrkarten vorzuzeigen, brehte sich einer berselben kurz um unb versetzte bem Schaffner einen Stoß gegen bie Brust, baß er rücklings vom Wagen herunterstürzte. * Paris, 27. Juli. Im Hospital Trousseau liegen brei bei bem Eisenbahnunglück von Saint-Manbe verletzte kleine Mäbchen, ein einjähriges, ein sechsjähriges unb ein breijähriges, alle mit schweren Verletzungen. Keines ber Kinber war im Stanbe, einen Namen zu nennen. Um bie Mittagsstunbe kamen bie Arbeiter eines Möbeltischlers, bereu Meister mit ber Familie verschwunben war, unb erkunbigten sich, ob sich nicht vielleicht bie Kinber baselbst in Pflege be- fänben. In ber That erkannten sie Juliette unb Emma Pabby, beten Eltern, wie man jetzt hort, sich unter ben Tobten befinben. Die Jbentitat be5 breijährigen Mäbchens konnte noch nicht sestgestellt werden. — Unter den Pfleglingen des Hospitals Beauson befindet sich der Almosenier des Hauses, Abbe Menassieux, welcher seinen Freund, den Pfarrer von Saint-Mande besuchte, ehe er seine Ferienreise antreten wollte. Er mußte mit seiner Haushälterin im Packwagen ben Heimweg antreten unb würbe gleich biefer verletzt. Heber bie Hälfte ber Verwunbeten befanben sich gerabe in biefent Wagen, ber vorschriftsmäßig leer bleiben sollte. * Schwäbischer Trinksprnch. „Meine Herten! Wenn ich bas sage wollt', was ich an diesem saumäßig feschtliche Tag alles sage könnt, so wüscht ich wahrlich gar not, was ich all sage sollt. Na, ich sage auch gar nix! Aber, was ich sage wollt —! Das muß ich sage- es hat auch gar nix zu sage, daß wer not weiß, was mer sage soll. Denn das muß mer sage, dieses Fescht, meine Hette, spricht für sich selber !" liniverfitäts - Nachrichten. — Aus Leipzig wird berichtet: Zum Rector der hiesigen Universität wurde für das nächste Studienjahr der Professor der Philologie Dr. Lipsius gewählt. — Aus Bonn wird gemeldet: An Stelle des verstorbenen Sternwarten-Directors Professor Schönfeld ist der Observator an der Berliner Sternwarte Dr. Küstner an die hiesige Universität berufen worden. Marburg, 28. Juli. Zum ersten Male seit ihrer Einweihung diente am vorigen Samstag die neuerbaute Universitäts-Aula ihrer Bestimmung. Es fand in ihr die Wahl des Rectors für das Jahr 1891/92 statt. Gewählt wurde im dritten Wahlgange der Director des pathologischanatomischen Instituts, Herr Professor Dr. Marchand; les verlautet jedoch, daß eine Neuwahl nöthig sein werde, da Herr Prof. Marchand die Wahl abgelehnt habe. Schlffsnachrichten. Hamburg, 27. Juli. Das Hamburg-Newyorker Postdampss schiff „Gellert", Capilän Kaempff, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, ist am 26. Juli, 9 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. — Der Hansa-Dampfer „Steinhöft", Capitän Rehse, ist am 23. Juli in Quebec angekommen. Bremen, 27. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.j Der Schnelldampfer Aller, Capitän H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. Juli von Bremen und am 19. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Literatur uud Nuust. — Katechismus der Malerei. Von Karl Raupp. Mit 48 in den Text gedruckten und 4 Tafeln Abbildungen. 158 Seiten. Preis in Original-Letnenband 3 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. In dem unter Betheiltgung hervorragender Münchener Künstler als Mitarbeiter von Professor Raupp herausgegebenen und mit einer stattlichen Anzahl werthvoller erklärender Abbildungen versehenen Katechismus der Malerei sind im Rahmen künstlerischer Praxis nützliche Winke für die Ausübung der verschiedensten Zweige der Malerei niedergelegt, welche dem angehenden Kunstbeflissenen, sei er Künstler oder Laie, sich fördernd und lehrreich erweisen werden. Zeichnen, Oel- und Pastellmalerei, letzteres nach Miltheilvngen von Professor Piglhein, sind von dem Herausgeber, Aquarellmalerei von Hans von Bartels, Fächermalerei von Max Ebersberger, die Perspective von Georg Dehn bearbeitet. Den Schluß des Buches bildet eine kurze Erläuterung über die Anwendung des photographischen Apparates und der Camera lucida für künstlerische Zwecke. Die Verfaffer haben sich bei ihrer Arbeit von jeder einseitigen Anschauung fern-, und bei ihren Erklärungen allein an die zu allen Zeiten giltigen Principien und Grundsätze bei der Gestaltung malerischer Darstellung gehalten. So ausgestattet, wird der Katechismus der Malerei als ein Rathgeber in allen Fällen, auch in unbedeutenden Nebendingen, Gebrauch des Materials, technischen und mechanischen Hilfsmitteln, erklärend und fruchtbar wirken und überall eine freundliche Ausnahme finden. Verkehr, £mtb* utt6 VolksrorrLhdch^f^ Frankfurt, 28. Juli. Viehhändler aus Königsberg brachten gestern zum ersten Male einen größeren jTransport gemästeter Schweine auf den hiesigen Viehmarkt; darunter befanden sich, abgesondert in einer Abtheilung, sechs Exemplare, welche zusammen nicht weniger als 42 Centner wogen und von den Marktbesuchern allgemein bestaunt wurden. S Bermuthshain, 28, Juli. Der heute hier abgehaltene Viehmarkt war ziemlich gut befahren, meistens mit jungen Ferkeln im Alter von 5—7 Wochen; das Paar wurde mit 25—35**; bezahlt, ältere Ferkel kosteten 40—50**; das Paar. Frühjahrs-Ferkel, sogen. Einlege-Schweine, waren viel begehrt, jedoch nur ca. 30 Stück vorhanden, das Paar wurde mit 80—100 JL. bezahlt. Wegen ungünstiger Witterung war der Handel etwas gedrückt. — Der LebensverficheruugS- und Ersparnitz-Bank in Stuttgart sind im Monat Juni 685 Versicherungs-Anträge über 41500U0 Maik zugegangen. Der Versicherungsstand hat sich auf 334 Millionen Mark gehoben- Die Sterblichkeit ist mäßig. Durch die im Jahre 1891 zur Vertbeilung kommende Dividende werden die gewöhnlichen Prämien um 40pCt., die alternativen Zufatzprämien um 20pCt. und beim Bezug der Dividende in steigender Form gegen voriges Jahr um weitere 3vCt. vermindert. — Bei Überreich tragenden Bäumen müssen die zu zahlreichen Früchte abgepftückt werden, wenn die Bäume regelmäßig reich tragen und mchr erheblich leiden sollen. Das diesjährige Frühjahr ist meistens sehr günstig für die Baumblüthe gewesen, der Fruchtansatz daher allgemein ein sehr guter, theilweise überreich«. Hat man sich überzeugt, daß die Früchte nicht von selber abfallen, was man erkennen kann, wenn sie ca. V- ihrer Größe erreicht haben, so pflücke man so viel ab, daß je nach Größe der Apfel- oder Birn-- sorte 5 bis 15 Früchte auf jeden Meter eines Astes stehen bleiben, wobei die Verthetlung der Früchte an dem Aste eine untergeordnete Rolle spielt. Hat ein Bäumchen z. B. nur fünf ca. 2 Meter lange Aeste, so dürfen an jedem der fünf Aeste nur 10 bis 30 Früchte, also in Summa 50 bis 150 Früchte zur Entwicklung gelangen, wobei jedoch noch zu bemerken ist, daß je jünger das Bäumchen, desto weniger Früchte darf es tragen. Wöchentliche Keberfichtder Todesfälle in^ Gießen 29. Woche. Vom 19. Juli bis 25. Juli 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (incL 1600 Mann Militär). Sterblichkettsziffer: 15,14 ’A» bezw. 10,09 nach Ausschl. der Ortsfremdem Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15.Jahr: Rachenbräune 1 (1) — 1 (!) — Gewaltsamem Tod durch Verunglückung 1(1) 1(1) — 1 Andere bekannte Krankheiten_________4_________2__________2_________— Summa: 6 (2) 3 (1) 3 (1) — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern flehen an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen Temperatur der Lahn und Lust gemeffen am 29. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14'/», Lust 15 Grad Reaumur. L. Chr. Rübsamen Wwe. tust. n Karl Rauvp. Mit bildungm. 158 Setten. Tlag von I. I. Weber Mmynber Diünchmer pv herausgegebeven und erklärender Abbildungen im Rahmen künstlerischer der rer'chiedenstm Zweige enden Knnstbeflisienen, sei lehrreich trmtlien werden, z nach Mlheilvnzm von cher, Aquarellmalerei von n SbtrSbtrger, bie Per- 5$u& des SW bilbtt m des pbotogrQpWn nstlerische Zwecke. Die wetnsetttgm Anschauung SÄSS teäös S2SSS aui M*» bM-» IranSjort .„.fiter be anden ssch,QD SS w* i*!S groben WtoN” SS-ff . tox-- j üb« lerunflstty10 JL. Durch ‘Tftf*”’'9 sm, ®e® HSLs ^0 6>8 3.°(u®»«61* x«'an»«1' •Sollt i« w i»91- A l,el (» J ÄJ?’»*- "N° im $2ttetl« i sollte. Olesem Herren' ,„ . •* «*ta 5 9ar not .ix! .btt age soll äu ■rre T?e,,n d°s Ht für sch chten?^^" rLSL *Unltirfltit6(rufm ‘J* \e« tjxw «inraeiBuna Ä***« ^Rectorz das S? Wahlgange der ,™, Herr Professor ne Neuwahl nüthig sein lbgelehnt habe. ss-Newyorker Postdamps- Hamburg-Amerikanischen Zult, 9 Uhr Morgms^ ' Der Hansa-Dampfer tn Cuebec angekommen, ischm Telegraph] Der rrs, vom Norddeutschm von Bremen und am war, ist heute 6 Uhr men. Bekanntmachung. Die Klee- und Grasernte von einigen zu den Klinikbauten ange- kauften Grundstücken auf dem Seltersberg soll Areitag den 31. Juli 1891, Nachmittags 5 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden, desgleichen ein daselbst gefällter Obstbaumstamm, welcher sich zu Werkholz eignet. Gießen, den 28. Juli 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6870 Donnerstag den 30. Juli, Nachmittags von 2 Uhr an, wird die Versteigerung der Mobilien des Bölker'schen Nachlasses, Maigasse Nr. 12, fortgesetzt und kommen zum Ausgebot; 2 vollständige Betten, 1 dreiteilige Wollmatratze, 4 gute Federndecken, mehrere Unterbetten, 2 Sophas, 2 Tische, 1 großes Real, 2 Schränke, ein- und zweithürig, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 2 Kaffeeservice, Tische, Stühle, 1 Holzfällen, gute Betttücher, Ueberzüge, Handtücher u. a. Leinen, Frauen- und Herrenkleider, 1 Regulator, 1 Partie Holz, Stroh u. s. w. 16744 Im vormundschaftlichen Auftrag: Louis Rothenberger, Gerichts-Taxator. Aettgeöotenes. Neue Grünkern [6862 eingetroffen bei J. Iffl. Schulhof, 6868) Gebrauchter, großer, feuerfester Cassascbrank zu verkaufen.________Sonnenstraße 31. 6863] Alle Sorten Stroh und einen Haufen Spreu verk. Karl Wallenfels II. ReimMem Kleiderstoffe einfarbig und carrirt bedeutend unter Preis bei [6846 Fritz Nowack, Seltersweg. Neue Kartoffeln per 100 Pfd. ; I E rfolg anwendbar!D Bahnhofstraße 81. I sicher! Durch meine Tageslicht - Reflektoren werden dunkle Räume in jeder Lage und Größe tageshell erleuchtet. Nudols Pol, Fabrikant in Heidelberg. Vertreter: Herr C- Th. Gläsener, Asterweg 44. Apparate sind aufgestellt bei den Herren FritzNowack, Robert Haas, Ernst Bloedner, Carl Schwa ab und im Maschinensaale der Brühl'schen Druckerei (Gießener Anzeiger).6180 Portland-Cement-Fabrik Karlstadt a. Main vorm. Ludw. Roth in Karlstadt a. Main empfiehlt la.Fortland-Cement Fabrikat ersten Ranges von höchster Festigkeit und V olumenbeständigkeit. Durch die hohe Leistungsfähigkeit der Fabrik — grösstes "Werk dieser Branche in Bayern — wird die prompte und gleichmässige Ausführung auch der grössten Aufträge garantirt. Ferner: la. Roman-Cement, vorzügliches billiges hydraulisches Mörtelmaterial. Zahlreiche Zeugnisse über ausgeführte grosse Lieferungen stehen gern zu Diensten. Die Niederlage für Giessen und Umgegend befindet sich bei 4279 J. Happel, Neustadt 56. Zucker in allen Sorten empfiehlt billigst H. F. Nassauer, Neuenweg 15. Saftpresse wird leihweise abgegeben. 6636 Ein neues Sicherheitsrad und ein gut erhalt. Hochrad wegzugsh. bill. abzug. [6726 Näh. Lahnstraße 10, II. (kam umsonst kann ich 8chuhe Hilf) Stiefel freilich nicht verkaufen, aber wegen vorgerückter Saison verkaufe ich die noch in großen Onan- titäten vorräthigen Herren- und Damen- Touristenschuhe, sowie gelbe Leder - Halbschuhe für Mädchen und Kinder zu staunend billigen Preisen. Um gütigen Zuspruch bittet L. Süss Nachfolger, 6722]__Marktstraße 9.________ 6797] »eite Kartoffeln (Früh-Rosa) die MesteZzu 80 H, verkauft L» Schmidt, Wolfstraße 8. Türk. Zwetschen und Apfelspalten empfiehlt [6508] Robert Stuhl. Gefrorenes anerkannt vorzüglicher Qualität, in mehreren Sorten stets vorräthig, empfiehlt 4050] Eonditorei Hettler, Südanlage, Fernsprechanschluß 71. Kaffee roh gebrannt von Mk. 1.2V an von Mk. 1.60 an und höher, garantirt reinschmeckend, bet 6509 Robert Stuhls 6795] Ein Porzellanosen zu Verkäufern___________________Asterweg 9, I. Familien - Seife von der Parfümerie Union, Berlin ist äußerst mild und ihres angenehmen Parfüms wegen sehr zu empfehlen. 4996 Preis pro Pocket i6 Stück) 60^ zu haben bei DrebeS & Wallenfels, Marktplatz, Wilh. Schomber, Neuen Baue. Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche empfiehlt [1321 öoigs® STAEBKE Emil Fischbach. Zum 1. September 1891 ist zu vermiethen oder zu verkaufen ein -faörtfiaiUDefen, in Oberheffen (Großh. Hessen) in welchem bisher eine Wollspinnerei betrieben wurde. Wasserkraft mit Girard- turbine, reichliche Oeconomiegebäude, V/2 Hectar Ackerland, 2Va Hectar Wiese, großer Grabgarten- Das Grundstück liegt unmittelbar an ausgedehnten Waldungen und dicht an einem Braunkohlenbergwerk, welches durch schmalspurige, das Anwesen berührende Bahn mit der V2 St- entfernten Bahnstation (Kreisstadt mit Gymnasium) verbunden werden soll- Näheres unter E. 2359 an Rudolf Moffe, Le ipzig. ______________________[4237 Damen- u.Km-erktei-er werden gut und passend angefertigt. 6849] Verlängerter Asterweg 50, III. Alle Neuheiten in Shlipsen, Kravatten, Hemden, Kragen, Manschetten, Taschentüchern, Glace- und Stoff-Handschuhen, Hosenträgern, Kragen- u Manschettenknöpfen, Hosenstreckern, Hut- und Armfloren, Regenschirmen rc. empfiehlt zu billigen Preisen 2671 H. Rübaamen. Oberhemden liefere unter Garantie für guten Sitz und tadellose Arbeit. ©arantirt reine | Ungarweine von der Ungarwein-Vertriebs-Gesellschaft Werner Kielemann & Co., Berlin, zu Originalpreisen zu haben bet Ferd. Wokoum Wwe., Wallthorstraße 14. Touristen u. Radfahrern empfchle die so beliebten Hemden mit Kragen von selbigem Stoff, in seinen Flanellen, Prof. Dr. Jägerischen Normal-Woll- und Dr. Lahmann'schen Reform - Baumwoll - Stoffen, sowie Schuhe mit Gummisohlen in Leder und wasserdichtem Segeltuch. 2470] H. Riibsamen. e J 5 Das Neueste und Eleganteste in Kinderwagen trifft stets ein bei A. Kilbinger (L. SennerS Nachf.), ___________Seltersweg 19______[1422 IPtzkNMWttkMs. Wegen Umrug nach der Ludwig- straße 12 verkaufe ich meine sämmt- lichen Schürzen zum Selbstkostenpreis aus. [6233 F. Lachmann, Südanlage 15. Für Metzger! Hackklötze in jeder Stärke zu haben bei 6688 Andr, Euler. Herrenhemden nach Maß werden unter Garantie des guten Passens in kürzester Zeit geliefert. — Reiche Auswahl in Stoffen und Einsätzen. Geschw. Heerz, 6055 Neuenweg 7. Alle Saugflaschen mit eingeprehten D Zeichen sind den Kindern gefährlich ■ und oft Urfache der Durchfälle. Beil richtiger Anwendung der Saugflasche V nach Professor Efcherich gedeihen diel Kinder ohne Beschwerden. Prospekte W gratis. Preis 65 Pfg. [55991 Zu haben bei E. Ranft. ■ Feinsten deutschen COGNAC ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2.—. Liqueure und Hl Wein-Essig von Georg Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage t Adolf Geisse vorm. 6. C. Windecker Seltersweg 8, Ecke am Krens. 5000] Gesucht per 1. Septbr. kleine Wohnung (drei Zimmer mit Zubehör). Angebote mit Preisangabe an die Exped. d. Bl. unter F. G. erbeten. Vermietungen. 6877] Freundliches Logis zu vermiethen. Dammstraße 8. 6852] Ein Logis, sowie ein einzelnes Zimmer per 1. Sept, oder später zu oerw miethen. H. Tichy, Seltersweg 43. 6881] Schöne neu hergerichtete Wohnung, 5 bis 6 Zimmer mit allen Beguem- lichkeiten, per October oder früher zu vermiethen. Näheres Ludwigstraße 14. ti859] Ein kleines Logis zu vermiethen. Wolfstraße 10 _________(Ecke der Grünbergerftraße). 68661 Wohnung von 3 bis 4 Zimmern nebst Zubeh. zu verm. Schützenstr. 11. 6377] Gartenstratze Nr. 38 schönes Mansardenlogis mit Wasserleitung, abgeschlossenem Corrtdor, Gartenantheil, sofort beziehbar, an eine ruhige Familie zu vermiethen. Näheres________,__Nordanlage 31. 3800] In meinem^neuerbauten Hause Steinftratze 9 (Nordanlage), ist der erste Stock, fünf Zimmer und Küche mit allem Zubehör, sofort zu vermiethen. Andreas Euler, Steinstraße 7. 3958] Der zweite Stock, Grünbergerstraße Nr. 28, 5 Zimmer, Wasserleitung und Zubehör, ist zu vermiethen.________ 5502] Hammstraße 27 schone Wohnung, drei Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen._______________________________ 5710] Zweiter Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, tn schönster Lage,auf 1. October zu vermiethen. __________K. KleeS, Südanlage 18. 6085] Eine schöne Mansardenwohnung ist an eine ruhige Familie vom 1. October ab, auf Wunsch auch früher, sowie eine Werkstätte zu vermiethen. A. MarcuS, Bahnhofstraße 15- 6299] Eine Wohnung, 5—6 Zimmer, zu vermiethen.__Bahnhofstraße 62. 6742] 2. Stock (3 Zimmer mit Zub ), zu vermiethen. Grünbergerftraße 43. 6756] Logis zu vermiethen. __Wallthorstraße 43. 6759] Kleines Familienlogis zu ver- miethen-________________Steinftraße 57. 6766] Liebigstraße 66, Neubau, erster Stock, 5 Zimmer mit Zubehör u. Gartenantheil, sowie daselbst im zweiten Stock ein möbl. Zimmer zu vermi.then.______ 4051] Ein Logis zu vermiethen. Georg Möhl, Bahnhofstraße 26. 6587] In meinem Neubau, Ecke der Stein- und Ederstraße, sind schöne Wohnungen zu vermiethen und per 1. October beziehbar._______Gröuiuger Glaser. 6504] In meinem Hause, Frankfurterstraße 12, ist im unteren Stock eine kleine Wohnung mit eigenem Corridor zu vermiethen und alsbald beziehbar. ___________Rechtsanwalt Holzapfel. In meinem Hause auf der Mäirsburg ist der seit längeren Jahren von Herrn Friedrich Seibel innegehabte Ladeu nebst Woyuuug und großem Lagerhaus per 1. September anderweitig iu vermiethen- Näheres bei (6290 Frau Ed. Liud Wwe., Kirchenvlatz 10. 6274] In meinem neuerbauten Hause am Oswalds Garten ist etne Wohnung von 5—6 Zimmern, Küche, Bleichplatz, , Wasserleitung und sonstigem Zubehör sofort oder später zu vermiethen. _____________Heiurich Carl6. 6683] Der erste Stock meines Hauses, Löbersttaße 21, Ecke der Bleichstraße, in gesunder freier Lage, bestehend aus sechs theilweise großen Zimmern, zwei Mansardenkammern, Küche mit Wasserleitung, Waffercloset, sowie Benutzung des Gartens, ist vom 15. September ab zu vermiethen. _______________A. Siegel. 98] Gartenftraße 21: Logtv zu verm., 7 Zimmer mit Balkon und Gartenanth., sogleich._______Näheres das. 21, 3 St. 6807] Kl. freundl- Famtlienlogis zu vermiethen.__Kaplansgasse 18. _ 6264] Kleine Mansardenwohnung zu vermiethen._________Bahnhofstraße 34. 0443] Eine Stube und Küche zu vermiethen._________________Lindengasse 1. 6873] Möblirtes Zimmer mit Pension zu vermiethen._______Kreuzplatz 3, HL 6851] Möbltrte Wohnung von zwei Zimmern nebst Burschenstube zum 1. September zu miethen gesucht. Offerten an die Exped. d. Bl. unter Chiffre 6. 5 erbeten._____________________ 6tf55j Einfach möblirtes Zimmer zu vermiethen.__________Bahnhofstraße 26. 6867] Zwei möblirte Zimmer zu vermiethen^^ __Neuen Baue 16. "6193] Möblirte Zimmer mit oder ohne Pension im »Lindenhos^, Lindenpl. 11. t)8iuj Möblirtes Zimmer zu vermiethen^______Kanzleiverg 7, II 6728] Ein einfach möblirtes Zimmer zu vermiethen. Kirchenplatz 15. 6680] Schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. _________ Seltersweg 56. 5173] Laden zu vermiethen. Seltersweg 41. Vermischt- Anzeigen. 6888] Eine Weißzeugftickeriu cnw pfieblt sich bestens. Seltersweg 32. 6875] Ein Mädchen empfiehlt sich im Kleidermachen, Meißzeugnähen und ^8, bessern. Näheres Grünbergerstr. 42, I. *6869] Tüchtiger Pferdeknecht so- gleich gesucht. K. Euler Hammstr. 5 ^fussbodenanstriche Todes - Anzeige mittheilen. Die trauernden Hinterbliebenen. 6871 Gießen und Gleiberg, den 29. Juli 1891. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Hardt 12, aus statt. war. 6886 00 SKT Heute | Wageulackirer Bonnerstag, 30. Juli Carl Leib. finden dauernde Arbeit. 16885 erbeten. 6838 6861 90 10 90 00 79.20 38.70 n n 3% Reichsanleihe 31/2% do. 30/0 Preuß. ConfolS 98.4515% Jtal. Rente 8 4 55141/5i°/o Oest. Silber-Rente 98.45 |3°/o Portugies. Anl. sofort gesucht. Näheres Kirchenplatz 21, III. St. erfragen. Hannover, den 25. Juli 1891. Königliche Eisenbahn-Direction. Vom 28. Juli ab befinden fich mein Geschäft u. Wohnung Bahnhofstraße Nr. 1 im Hause des Herrn Metzger- meifters M 661. W. Katz. in erlesenen feinsten und feinen Qualitäten, roh und gebrannt, empfiehlt [13-0 Emil Fischbach. Conrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Die Verficheruugsbediugungeu find unübertrossen günstig. Fällige Versicherungssummen werden sofort ohne Diskonto-Abzug ausgezahlt. Verunglückung wird gleich gewöhnlichem Todesfall behandelt. . Im Selbstmordssalle wird die volle Summe bezahlt, wenn die Police 5 Jahre m Kraft Berufsänderuug wird nicht beanstandet und die Lebensweise nicht kontrollirt. Für Wehrpflichtige bleibt die Versicherung auch im Kriegsfälle ohne weiteres m Kraft. Dividende pro 1891 nach Plan All 4O°/0 der gewöhnlichen und weiter .20% der alternativen Zusatzpr'ämie oder steigende Dividende mit je 3% Erhöhung per Jahr. Türken-Loose. Nächste Ziehung am I. August d.J. Haupttreffer Fr. 600,000 Kleinster Fr. 400.—. Stets vorräthig: [6682 Schulhof & Co., Frankfurt a. M., Glessen, Zeil 69. Marktstrasse 4. Gießener Zither Club Vereins Röhrles Bierhalle. Frankfurter Börse vom 29. Juli 1891. Schlußcourf« 1 Uhr 15 Mtn. 84.551 40/0 Ung. Gold-Rente Kuustverem siir das GroHeyoMm Seifen. Ausstellung von Oelgemääden im alten Hofgerichtsgebäude (Brand). Täglich geöffnet von 11—1 Uhr. Die Mitglieder des Kunstvereins mit ihren Familienangehörigen haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis 50 Eine Liste zum Einschreiben von Beitrittserklärungen liegt offen. 18 Der Ausschuß Sonntag den 2. August, ermäßigter Eintrittspreis von 20 Pf. Zu weiterem Beitritt laden ein die Vertreter: Gietzenr V. Stammler, ^rpoftfeeretSr a $> und E? Fischbach. Grünberg r Louis Moll. Hungen r Joseph Stern. Laubach - W. Klipstein. b8to Sonntag den 2. August Abends 8 Uhr: Geistliche Musikaufführung des evang. Kirchengesangvereins unter gütiger Mitwirkung der Concert- sängerin Erl. Lilli Keil (Darmstadt). Programm. Palestrina,Sanctus; Schütz Motette (östimmig), Stollbrock, Psalm 100 und ein Oratoriensatz von Schwalm für Chor. Mendelssohn, Motette für Frauenchor. — Soli für Alt von M. Franck, Händel und Josefine Lang. — Für Orgel von Bach, Siebeck und Mendelssohn. — Eintritt frei. — Die Plätze am Altar, die ersten beiden Abteilungen im Schiff der Kirche und die dem Kirchenplatz zu gelegene Emporbühne sind für die inactiven Mitglieder reservirt, welchen gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarten die erforderlichen Plätze angewiesen werden. — Programme ä 20 Pfg. am Eingänge. Freiwillige Beiträge zur Deckung der Unkosten in die bereit stehenden Büchsen Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem schweren Verluste unserer geliebten Tochter Johanna Hammel sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank. [6883 Die tiefbetriibten Eltern und Geschwister. Gewerbe he. $ Schaaf. Drogeuhauäluug in Giessen O> _______ erhält jederStellenfuchendcsosort ■ 1111 gute dauernde Stelle. Verlangen Sie die Liste der Offenen Stellen. Gene-- ral-Stellen-Anzeiger, Berlin 12. [6499] 1841. 50 Jahre! 1891. Alle diejenigen Herren, welche das 50 jährige Geburtstagsfest mitfeiern wollen, werden gebeten, sich in die bei Herrn Kaufmann Fischbach, Seltersweg, aufgelegte Liste bis spätestens Freitag Abend einzuschreiben. 6750 _______________ Die Altersgenossen. Fmen-ÄuderW vch Frankfurt a. M. u. Kasel. Am 8. August d. Js. wird ein Sonderzug mit 50 o/y Fahrpreis- ermäßigung von Hamburg nach Frankfurt a. M. und Basel über Cassel- Gießen bezw. Mainz-Weißenburg befördert werden. Rückfahrkarten L, II. und III. Wagenklasse gelangen auf den Stationen Harburg, Lüneburg, Netzen, Celle, Hannover, Northeim, Göttingen, Münden, Caffel, Marburg, Gießen, Geestemünde, Bremen, Minden, Hameln und Hildesheim zur Ver- ausgabung und zwar nach Frankfurt a. M. und nach Basel, nach letzterer Station hin und zurück über Mainz-Weißenburg. Die Hinfahrt nach Frankfurt a. M. bezw. Basel muß mit dem Sonderzuge erfolgen. Bezüglich der Rückfahrt ist das Nähere aus den Fahrkarten zu ersehen. Für die Strecken der Preußischen Staatsbahnen werden auf jede Fahrkarte eines Erwachsenen 15 kg, auf jede halbe (Kinder-) Fahrkarte 7 kg Freigepäck gewährt. Alles Nähere ist auf den auf obengenannten Stationen aushängenden Bekanntmachungen zu ersehen oder bei den FahrkarlenAusgabestellen zu MWWWM 6'27] Ein sauberes, in Äücbe und CH U Haushalt tüchtiges Dienstmädchen wird ' gegen guten Lohn in ruhige Familie für Disconto-Command-Anth- Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankoer.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Aet. 4% Mainzer St.-Aul. Gelsenk. Bergw^Act. ReichSbank-DiScont 4 pSt. — Frankfurter Bank-DiScont 4 pEt. Abends 8 Uhr: Sechstes historisches Orgel - Concert (letztes) in der Stadtkirche unter gütiger Mitwirkung des Herrn Stroebel (Concertsänger aus Marburg), der hiesigen Militärcapelle und der Chorschule. Programm: zwei geistliche Gesänge von Winterberger und Arie von Gade mit Orchester f. Bariton. —- Mathison- Hansen: Fantasie über den Choral „Lobe den Herrn“ (Schluss mit Chor). — Guil- mant, Sinfonie f. Orgel und Orchester. — Orgellieder: Capocci, Calkin und Sjögren. 6760 Billete ä 1 Mark, Karten für Studenten und Schüler ä75Hb. Hin. Ernst C h a 11 i e r. 21J, mit Kind, welches adoptirt werden muß, wünscht sofort zu heirathen. Vermögen Nicht beansprucht. Nicht anonyme Off. erbeten „Redlich" Post 12 Berlin. [6498 6800] Ein Schreinergeselle per sofort gesucht. w With. Wack, Ederstraße 7. 6884] Junger kräftiger Mann als HauSbursche für hiesiges Hotel sofort gesucht. Hotel Lenz. . Heschäsk-Eröffnuag in Schotten. ♦ ♦ Hierdurch beehre ich mich anzuzeigen, daß ich am hiesigen Platze, ♦ 0 im früheren Kreisamtsgebaude, meine neu eingerichtete Gastwirth- ♦ , 0 fchaft und Metzgerei ♦ ♦ „Zum Hessischem Haus66 ♦ ▼ am 1. August d- I. eröffnen werde. ♦ Besonders Reisenden und Touristen halte ich mein in V ▲ nächster Nähe des Bahnhofs gelegenes Gasthaus mit besten Logir - Ein- richtungen empfohlen und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, durch freundliche und aufmerksame Bedienung die mich beehrenden Gaste in ▲ jeder Hinsicht zufrieden zu stellen. lv844 Um recht zahlreichen Zuspruch bittet Mit aller Hochachtung Carl Chi*» Pfi*ÖSChei*. Schotten, im Juli 1891. VelöcherllugsbestaNd . 334 MillillNt», Kallkfsuds .... 89 Miüloueu Mark, Kers- Summ» ansMhlt 54 Dwideudeu uusgerahlt . 28 y2 „ Anträze im Juni . . 41 „ Zugmg 1886/90 . . 121 /2 ,, Grosses Zither - Concert mit Abwechselung von Streichmusik der hiesigen Civil-Capelle unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Brand. NB. Große Illumination der ganzen Halle. Mitglieder frei. _ Entree 20 Pfg. 6858 ________________________ Der Vorstand.____ Gestern Morgen 7 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Derr Philipp Valentin im Alter von 74 Jahren, was wir Verwandten und Freunden mit der Bitte um stille Theilnahme KbeiMlHellllW- unii Echmis-KilnK in Stuttgart. □ 31./7. A 8 U Bef. II. Gr. »■■■■■■■■ 6830] Ein Sckneiderlehrling ges. I. Becker, Bahnhofstraße 8. UM Weißbinder gesucht für auswärts. Zu erfragen 6876___________Neustadt 27, I Stock. —6848] Gefunden vor dem hiesigen Bahnhofe ein Portemonnaie mit Inhalt. Abzuholen_______Lindengasse 18, III. 6850] Ein wachsamer Hofhund zu kaufen gesucht. Bon wem? sagt die Exped. d. Dl. 6860] Arbeiter von 16-17 Jahren gesucht. F. Habenicht, Lampenfabrik. Wohne jetzt Vahnhofstraße34. Max Matz, in Firma: [6874 Mayer Katz Söhne. Bekanntmachung^ Ich warne hiermit Jedermann, ■ meinem Sohne Wilhelm au . meinen Namen etwas zu borgen, . indem ich für nichts haste. Allendorf a. d. Lahn. [6845 ’ ______Kaspar Wagner. 6280] Ein braver Bursche für ein Flaschenbier-Geschäft auf sofort gesucht. Fr. Kühnhold, Ludwigstraße 55. 3«/,v/s do. 171.40 Lomb. E--B.-Act. 98.00 132 30 Buschtherader E--B.-Act. 406 00 136 20 Elbthal-Bahn-Act. 174 75 108 70 Gotthard-Bahn-Act. 129 00 9437 Schweizer Nordost-B.-Act. 125 50 246 00 Mainzer E.-B.-Act. 112 50 243.12 Marienburger E.-B.-Act 65 50 101.80, Ver. Konigs-Laurah^-Act 112 60 154.80 Tendenz: matt. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.