Schlitz durch 140] •ft $861 öilbeitO rhriilh. it jedes IbonnEtz an. s »Bazar», Neubau, Bismarck« er Rcalsckule, sind ißtn, je 6 Zimmer, aantheilund sonstiges hm. !org LchuveSn. Neubau an derNord- e Stock (6 Zimmer) !o«is Sellmold. - Wobnunz zu oer- .1. anwdlt Satz, Bahn- Stock, 5 Zimmer, bebör, in dem Neu- e, ferner zwei größere MNeustadt-Bchn- >li vermietsm. MtttWl obit As» LchrmÄttSsicht.^ öhmmg oon^5 Zim» ,u «rmethem itbtn Steins Garten. ^LlimManmh. . KaplaMsstl^ ^SusanneSom- Me von 3a&ren be- mittleren Stock be- rnmern mit Zabeh^ f 0« eventuell auch M Milte zu m- SickIi-L,^ 39. (Ul* AO «r >v fl) Sch^ iiÄ>”,ri“5 ft»-., S!-°^ t W--L SZc Ki* b(t .ftp* s$s U1, $«■ f1’ d-P < tzraS-. 38Skrür* 1891 Dienstag ucn 29. December Nr. 302 Lr?r OMkM* >»K*1 tLglich, 0K ®dSnc5m< W Sicetce». Ä* «Kie-mer «Mw 6wi ÄRFiyr Wirkte- OmIomI L-i-dle-L. Meßmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. JUemieamiUpreta '■ 2 M«rk 20 Pfg. rtÄ vnngcrlohre. Durch die Post begifw- 2 Mark 50 Pf«. Redaktion, LxpediS«,. und Drucker«: Acr utp r c chrr M Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gietzen. w&SQfxMKmi uniMWli MU 11 ■ I ■!■ II wirw'F^^.Mr-naixumMW Knesset een Anzeigen zu der Rachsüttag» für dm j^gwdeN Lag erscheinend« Rümmer bis vor«. 10 Uhr. IZIlin illlMWMMMNWMWAWM Anrtlichev Therl. Bekanntmachmlg, die directe Verbindung der Bahnhöfe zu Gießen mit dem südlichen Stadttheil am Seltersberg betreffend. Nachdem die Stadt Gießen zur Herstellung der rubr. Wegverbindung die Enteignung des nachverzeichneten Geländes des Justus Lenz zu Gießen: 54 jH Meter von Flur XVII Nr. 2855/10 u. 2856/10, Grabgarten an der Hollergaffe, beantragt hat, so wird der Plan mit Anlagen nebst dem Antrag der Stadt Gießen von Mittwoch den 30. December 1891 bis Mittwoch den 13. Januar 1892 auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde zu Jedermanns Einsicht offen gelegt und wird Tagfahrt vor der Localcommission auf Mittwoch den 13. Januar 1892, Vormittags 9 Uhr, aus das neue Rathhaus zu Gießen zur Verhandlung über den Plan und die zu leistende Entschädigung hierdurch anberaumt. Der Eigenthümer des obenbezeichneten Geländes und etwaige Nebenberechtigte werden hierdurch aufgefordert: a) Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschluffes und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, b) Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebotes, c) Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meldung des Ausschlusses mit solchen, d) Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten (Art. 19) bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, .e) Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen im Sinne des Art. 14, f) etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an das zu enteignende Grundstück, in dem Termin vorzubringen. Wenn in dem Termin Einwendungen gegen den Zweck und den Plan, sowie die damit in Verbindung stehenden Anträge nicht vorgebracht werden sollten, dann wird in dem genannten Termin Mittwoch den 13. Januar 1892, Vormittags 9 Uhr, zugleich über die Höhe der Entschädigung und die mit ihr zusammenhängenden Fragen verhandelt werden. Gießen, den 22. December 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Polizei-Vorschrift betreffend die Benutzung der Kreisstraße von Büdingen nach Rinderbügen mit schwerem Fuhrwerk. Nach Anhörung der Localpolizeibehörden und mit Zustimmung des Kreisausschusses des Kreises Büdingen wird mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 19. October 1891 zu Nr. M. I. 27571 hiermit angeordnet: § 1. Die Räder der Lastfuhrwerke, welche die Kreisstraße von Büdingen nach Rinderbügen von der Station der Drahtseilbahn der Zeche Hedwig an bis zur Stadt Büdingen gewerbsmäßig oder regelmäßig, wenn auch nur zeitweise, mit Braunkohlen oder Basaltsteinen befahren, müssen eine Felgenbreite von mindestens 10 Ctm. haben. § 2. Die Eigenthümer der unter $ 1 bezeichneten Fuhrwerke, deren Räder die erwähnte Felgenbreite nicht haben, werden nach § 366 pos. 10 des Reichs-Strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 60 Mk. oder mit Haft bis zu 14 Tagen beftrait Gegenwärtige Vorschriften treten mit dem 1. April 1892 in Kraft. Büdingen, den 20. October 1891. Großherzogliches Kreisamt Büdingen. Klietsch. Deutsches Reich. Berlin, 27. December. Die weihnachtliche Stille in der inneren deutschen Politik ist durch kein be- meckenswerthes Ereigniß unterbrochen worden und voraussichtlich wird erst die Wiederaufnahme der parlamentarischen Arbeit nach Neujahr von Neuem einen lebhaften Pulsschlag in unsere inneren Angelegenheiten bringen. Es tritt als- ibnnn auch der preußische Landtag in Thätigkeit, zwei Tage nach der am 12. Januar erfolgenden Fortsetzung der Reichstagsverhandlungen, so daß wir uns dann mit einem Male vor der parlamentarischen Hochfluth sehen werden. Im Reichstage wird man sich zunächst mit dem deutschschweizerischen Handelsverträge und hieraus mit der Fortsetzung der Etatsberathung beschäftigen. Von wichtigeren Gesetzentwürfen harrt vor Allem noch die Novelle zum Krankenkassengesetz ihrer definitiven Erledigung in dritter Lesung, ebenso das Telegraphen-Monopol-Gesetz. Dabei sind einige andere in Aussicht gestellte Vorlagen, wie das Weingesetz, das Trunksuchtsgesetz, der Entwurf über die Revision des Unterslützungswohnsitzgesetzes u. s. w. noch gar nicht an den Reichstag gelangt. Außerdem harren noch eine ganze Anzahl von Initiativanträgen sowie verschiedene kleinere Vorlagen der Erledigung. Wenn der Reichstag dieses gesammte Material wirklich bis Ostern, zu welchem Zeitpunkt sein Schluß erfolgen soll, aufarbeiten will, so wird er sich tüchtig rühren müssen, selbst dann aber dürste noch die eine oder die andere Sache unerledigt bleiben. — In Betreff einer Meldung der Braunschweigischen Landeszeitung, wonach der Reichskanzler in einer Fracüons- sitzung der Conservativen hätte formell erklären lassen, daß, so lange er Reichskanzler sei, werde von dem Kornzoll von 3,50 Rmk. nicht abgewichen werden, bemerkt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung", allem Anscheine nach liege die willkürliche Variation einer in einem Privatgespräche gefallenen Aeußerung vor, wo die Frage über die Dauer des gegenwärtigen Getreidezolles mit dem Hinweis auf die Verträge beschieden worden sei. Ausland. Bern, 24. December. Der Bundesrath hat für sämmt- liche Artillerie-Geschütze die Einführung des rauchschwachen Pulvers beschlossen. Brüssel, 24. December. Die Sectionen der Deputirten- kammer beriethen heute die Vorlagen über die Handelsverträge. Nach dem nunmehr bekannten definitiven Resultate wurden in den sechs Sectionen der Deputirten- kammer 22 Stimmen für und 21 Stimmen gegen denselben abgegeben. Zwölf Mitglieder enthielten sich der Abstimmung. Drei Sectionen haben sich für und drei gegen den Vertrag ausgesprochen. Brüssel, 26. December. Der Finanzminister Beernaert empfing heute Vormittag Abgesandte der „Union eyndicale“, welche bei demselben betreffs gewisser Abänderungen des deutsch-belgischen Handelsvertrags vorstellig wurden. Die „Union syndicale“ wünscht, daß auf Baumwollgewebe spe- cifische Zölle an Stelle der Zölle ad valorem treten möchten und daß die Zölle auf Baumwollgewebe, soweit es sich um rohe Waare handelt, gänzlich aufgehoben oder doch sehr stark herabgesetzt, dagegen für Baumwollgewebe je nach dem Grade ihrer Vervollkommnung oder Vollendung zum Vertriebe durch den Handel erhöht werden. Paris, 26. December. Der Senat berieth in seiner heutigen Sitzung den Gesetzentwurf betreffend die Verlängerung der Handelsverträge. Der Deputirte Griffe führte aus, daß die Regierung nicht unter dem Minimaltarif verhandeln könne. Der Minister des Auswärtigen, Ribot, erklärte, die Regierung wolle sich ihre Freiheit wahren, ohne die Rücksichtnahme aus das Parlament zu vergeffen. Hierauf wurde der Gesetzentwurf angenommen. Stockholm, 24. December. Der König ist seit mehreren Tagen an der Influenza erkrankt. Washington, 23. December. Die demokratische Mehrheit der Commission für die Staatseinkünfte ist entschieden gegen eine Revision des Zolltarifs, würde aber Zollfreiheit für bestimmte Artikel gewähren. Netteste Nachrichten. WolffS telegraphisches Lorrespsadm^BurcaL. Berlin, 27. December. In der ersten Nachmittagsstunde brach im Passage-Panoptikum Feuer aus, das von der wegen der Gefährlichkeit des Brandherdes in beträchtlicher Stärke herbeigeeilten Feuerwehr nach kurzer Arbeit unterdrückt wurde, ehe es erheblicheren Schaden angerichtet hatte. Zerstört wurde lediglich ein größeres Panoramabild, eine Gruppe von Wachsfiguren wurde beschädigt. Die Entstehung des Brandes ist noch nicht aufgeklärt. Man glaubt, daß die Ursache in der Heizvorrichtung oder in der electrischen Beleuchtungsanlage zu suchen ist. Das Panoptikum konnte nach kurzer Unterbrechung für den Besuch des Publikums wieder geöffnet werden. DaS Bekanntwerden des Vorfalls hatte eine zahlreiche Menschenmenge herbeigezogen. Depeschen deS „Bureau Herold". Berlin, 28. December. Die „Voss. Ztg." meldet aus Wien, polnischerseits verlautet, daß weitere wichtige innere Ereignisse bevorstehen. Die nationalliberalen Mitglieder deS Polenclubs befürworten den Bruch mit dem Hohenwarth- club. Die conservativen Polen sind dagegen, in Folge dessen droht Jaworski mit dem Rücktritt. — Die „Voss. Ztg." meldet aus Wien: Der japanesisch en Gesandtschaft wurde gemeldet, daß die Auflösung des Repräsentantenhauses am Freitag erfolgte. Wirthschaftliche Wahrheiten. Die Regierungen Deutschlands, Oesterreich-Ungarns und Italiens haben ihren Völkern mit den neuen Handelsverträgen und den damit verbundenen gegenseitigen Zollermäßigungen und Handelserleichterungen ein Weihnachtsgeschenk gemacht, dessen Werth gewiß in der Hauptsache richtig gewürdigt und auch zur Beseitigung so mancher wirthschastlichen Calamitäten einen guten Theil beitragen wird. Wie alle politischen und wirthschastlichen Errungenschaften haben aber auch die neuen Handelsverträge ihre Schattenseiten, sie konnten nur durch gegenseitige Opfer zu Stande kommen, die Producenten wie Consumenten werden an den Zollermäßigungen zu tadeln haben, theils weil die Zollermäßigungen nicht groß genug sind, um der darniederliegenden Industrie zu einem wirklichen Aufschwünge zu verhelfen, theils deßhalb, weil man durch die Zollermäßigungen die inländischen Productions- bedingungen erschwert zu haben glaubt, ohne daß das Brod und Fleisch wirklich billiger wird. Solchen entgegenstehenden Meinungen und niemals ganz zu befriedigenden Ansprüchen gegenüber glauben wir ausführen zu müssen, daß es auch der besten Wirthschasts- und Handelspolitik niemals gelingen wird, alle Interessenten zu befriedigen, weil nämlich die wirthschastlichen Interessen der Producenten untereinander und dann auch diejenigen der Händler und Consumenten jenen der Producenten entgegenstehen. Alle Producenten wünschen im Allgemeinen hohe Preise oder doch selche gute Bezahlung für ihre Producte, daß sie reichlich dabei verdienen können, die Händler aber, welche großen Absatz ^erzielen wollen, begehren mit Vorliebe billige Einkaufspreise und billige Einkaufspreise ersehnt auch stets das große kaufende Publikum. Eine Wirthschaftspolitik, welche hohe Schutzzölle zur Hebung der inländischen Production einführt, wird also schon den Producenten gefallen, aber niemals den Consumenten, und eine Wirthschaftspolitik, welche durch Freihandel der ausländischen Concurrenz Thür und Thor öffnete, mag ja den Beifall der Consumenten finden, weil der Freihandel sehr geeignet ist, die Preise zu drücken, aber den inländischen Producenten wird er als gefährlicher Nachtheil erscheinen. Dabei ist in einem Industrie- und Ackerbauftaate wie Deutschland oder Oesterreich noch mit dem Umstande zu rechnen, daß die Interessen der Fabrikanten und Landwirthe, also der Producenten, nicht einmal dieselben sind. Wenn die Landwirthe Kornzölle zum Schutze vor der ausländischen Concurrenz begehren, so hat der Fabrikant, um mit seiner Leistungsfähigkeit auf dem Weltmärkte zu bestehen, ein Interesse daran, daß seine Arbeiter billiges Brod haben, um auch bei niedrigen Löhnen noch bestehen zu können. Nicht anders als durch Handelsverträge, welche die Zölle einigermaßen den Productionsbedingungen und Import- wie Exporthandel anpaffen, ist also dieser Jnteressenkampf zu mildern, und in dieser Hinsicht ist mit den neuen Handelsverträgen sicher ein guter Schritt vorwärts gethan worden, wenn sie auch nickt alle Wünsche erfüllen. Locales uttö provinzielles. Gießen, 28. December 1891. — Neues Theater. Dienstag den 29. December kommt ein ausgezeichnetes Lustspiel, „Die Leibrente" von G. v. Moser, zur Aufführung. Das Stück, welches unseres Wissens hier in Gießen noch nicht gegeben wurde, ist eines der besten der Moser'schen Schöpfungen und hat seiner Zeit am Wallner- theater in Berlin einige hundert Aufführungen erlebt. — Diebstahl. Am 24. d. Mts. stahl ein junger, mit Eismachen am „Felsen" beschäftigter Mensch aus Wismar dem gerade abwesenden Maschinisten auf der dort liegenden Rübsamen'schen Baggermaschine die Taschenuhr aus der Kajüte. Der requirirte Schutzmann fand die Uhr im Ranzen des Beschuldigten und verhaftete ihn. — Herberge zur heimath. Ungefähr hundert Handwerks- burschen übernachteten vom heiligen Abend auf den ersten Feiertag auf der Herberge zur Heimath. Nach einer an sie gerichteten Ansprache wurde ihnen ein Nachtessen mit Bier sowie Zuckergebäck verabfolgt. Vor der Abreise am andern I Morgen erhielten die Handwerksburschen Kaffee mit Kuchen. — Verhaftet. Am zweiten Feiertag glaubte ein in sehr gehobener Stimmung befindlicher Mann aus Lohra seiner Festfreude dadurch Ausdruck geben zu müssen, daß er sich aus den Lindenplatz stellte und den Reichstagsabgeordneten Dr. Böckel hochleben ließ. Die Folge war, daß sich bald eine Schaar Jungen um den Mann versammelt hatte. Da dieser jedoch dem ihn zur Ruhe verweisenden Schutzmann keine Folge leistete, wurde er verhaftet. — Gestohlen. Gestern Abend, während oder kurz nach dem Ausgange des Gottesdienstes, in der Stadtkirche wurde eine Opferbüchse mit Inhalt gestohlen. — Eine Schlägerei, bei der zwar kein Blut floß, wohl aber Hüte und Frisuren sehr Noth litten, sand gestern Abend zwischen zwei in dem nach einer Brauerei führenden Gäßchen sich begegnenden Damen statt. Beide sind verheirathet. Nachspiel bei Gericht wahrscheinlich. — Das am 23. December ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 39 enthält Bekanntmachung des Groß- herzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Organisation des zur Ausübung der Feldmeßkunst bestellten Personals betreffend. Vom 10. December 1891. — Neujahrsbriefe. Beim Herannahen des Jahreswechsels machen wir nochmals auf die kürzlich besprochene postalische Einrichtung aufmerksam, wonach srankirte Stadtbriefe, Postkarten und Drucksachen schon vom 26. December ab an größeren Orten zur Post geliefert werden können. Diese Sendungen sind in einen Briefumschlag mit der Aufschrift: „Hierin srankirte Neujahrsbriefe für den Ort" zu legen, der am Postschalter abgegeben oder in einen Briefkasten geworfen werden kann. — Auch bringen wir den recht frühzeitigen Ankauf der zur Neujahrszeit erforderlichen Freimarken und Postkarten in Erinnerung. — Die Nothwendigkeit strenger Untersuchung amerikanischer Fleischwaareu. Die Herren Amerikaner pochen bekanntlich daraus, daß ihre Schlachtthiere, zumal die Schweine, streng aus Krankheiten untersucht würden, daß aber in Wirklichkeit die amerikanische Praxis in dieser Hinsicht nicht gründlich ist, das lehrt die Thatsache, daß seit der Aufhebung des deutschen Einfuhrverbotes für amerikanische Fleischwaaren sich unter den nach Deutschland eingesührten mehreren hundert amerikanischen Schinken und Speckseiten doch immer einige mit Trichinen befunden haben, was doch sehr bedenklich ist. Sehr beachtenswerth ist daher in dieser Hinsicht, daß die Polizei- direction in Stettin angeordnet hat, daß sämmtlicher amerikanischer Speck, welcher sich aus Verkaufslagern der Stettiner Groß- und Kleinhändler befindet, von den amtlichen Fleischbeschauern auf Trichinen zu untersuchen ist. Auf die Vorstellung der Vorsteher der Stettiner Kaufmannschaft, welche sich aus die Erklärung des Staatssecretärs v. Bötticher beriefen, daß zur Anordnung einer Nachuntersuchung amerikanischen Schweinefleisches auf Kosten der Importeure noch keine amtliche Veranlassung vorliegt, hat die Polizeidirection erwidert, daß durch das Gesetz vom 3. September d. I. nur das Einfuhverbot vom 6. März 1883 ausgehoben, nicht aber der Wegfall der örtlich angeordneten Untersuchung aus Trichinen vor dem Berkaus ausgesprochen sei. Auf die in Amerika vorgenommenen Untersuchungen sei kein besonderes Gewicht zu legen, vorausgesetzt, daß sie überhaupt erfolgen (!). Bei der in Stettin vorgenommenen Untersuchung von 68 amerikanischen Speckseiten seien zwei trichinös befunden worden, eine davon stark. — Die Nothwendigkeit, alle amerikanischen Fleischwaaren noch einmal in Deutschland zu untersuchen, muß also anerkannt werden. Lich, 27. December. Heute fand im Gasthofe zum Holl. Hof dahier die Generalversammlung der hiesigen Pfennigsparkasse statt. Aus dem vom Schriftführer des Vereins, Herrn Lehrer Sauer, verlesenen Rechenschaftsbericht pro 1891 war zu entnehmen, daß die Zahl der Einleger gegenwärtig 434 beträgt, welche im letzten Jahre die Summe von 9844 Mk. 30 Pf. eingelegt haben. Seit der Gründung des Vereins, dem Jahre 1882, wurden im Ganzen 91246 Mk. 80 Pf. eingelegt- mithin dürste das hiesige Institut eine der ersten Stellen unter sämmtlichen Anstalten derselben Art im Großherzogthum Hessen einnehmen. Bad-Nauheim, 23. December. Heute Mittag 2 Uhr wurden die sterblichen Ueberreste des verewigten Bade- eommissärs Majors z. D. Freiherrn v. Rotsmann unter einer außerordentlich zahlreichen Trauerbegleitung auf den hiesigen Friedhos der Erde übergeben. Dem reich mit Blumen und Kränzen geschmückten Leichenwagen schritten der Bezirks- commandeur Major z. D. Winter von Friedberg mit den dortigen Reserveoffizieren und der Commandeur des Gendarmeriecorps des Districts Oberhessen Major Cullmann von Gießen mit den Gendarmen des Bezirks voran. Hinter dem Wagen folgten im Anschluß an die nächsten Verwandten der hiesige Militärverein „Hassia", dessen Ehrenpräsident der Verewigte gewesen, mit umflorter Fahne, weiter der Stadtvorstand in corpore, die Beamten, die Salinenarbeiter und Badewärter, sowie zahlreiche Vertreter des Bürgerstandes. Herr Pfarrer Walz hielt die tief ergreifende Trauerrede. Bürgermeister Wörner legte Namens der Stadt, Rittmeister z. D. Langsdorf Namens des Militärvereins „Hassia" und Lehrer Wagner Namens des Curvereins Kränze auf das Grab mit ' entsprechenden Ansprachen nieder. Rüsselsheim, 22. December. Wie der „Mainsp." mit- getheilt wird, hat die Kramer-Klett'sche Fabrik zu Gustavsburg bezüglich ihrer jugendlichen Arbeiter, welche die Fortbildungsschule besuchen müssen, solgende Bestimmungen getroffen: Jeder Schüler, der sich gut beträgt und fleißig lernt, erhält beim Schluß der Fortbildungsschule eine Prämie von 10 Mark. Wer sich gut beträgt, aber nicht fleißig lernt, bekommt keine Prämie. Wer sich Ungezogenheiten erlaubt und ein schlechtes Zeugniß in der Schule erhält, wird aus der Fabrik entlassen. A. Lampertheim, 26. December. Der gestern erfolgte Uebertritt des katholischen Lehrers Herrn W. zum Protestantismus macht in hiesigen Kreisen Aussehen. Herr W. hatte sich im Sommer nach Ober-Ingelheim in Rheinhessen gemeldet, bekam auch die Stelle, nahm sie aber nicht an, sondern blieb hier. Aus welchen Gründen der Uebertritt zur evangelischen Consession erfolgte, ist bis jetzt nicht bekannt geworden. Seit längerer Zeit empfing der Ueber- getretene Religionsunterricht. — Nicht minder Aussehen macht der tragische Ausgang eines Streites, welcher zwischen zwei Brüdern stattfand. Die Uneinigkeit wurde zu Thätlich- keiten, der eine stach den andern in die Hand- der letztere versetzte ersterem einige heftige Schläge mit einem starken Stocke auf den Kops. Gestern Abend starb der Geschlagene'- heute srüh wurde der andere in das Amtsgerichtsgesängniß nach Lorsch abgeführt. — Bau-, Werk- und Nutzhölzer zeigen eine abwärtsgehende Tendenz. Es kommen derartige Sortimente aus Süddeutschland und aus dem Schwarzwald, weil die Franzosen den Holzzoll erhöht haben. Fichtenholz wird von den Zellstofffabriken in riesigen Massen verarbeitet. Diejenigen Fichtenwaldungen, welche jenen Fabriken bequem erreichbar sind, machen gute Geschäfte, weil sie selbst solche Stämme verwerthen können, die für andere Zwecke nicht mehr brauchbar sind. Man stellt jetzt aus Fichten- und Weißtannen eine Holzwolle her, welche bezüglich ihrer weißen Farbe und Zartheit fast mit mancher Baumwolle verwechselt werden kann. Vermischtes. * Frankfurt a. M., 24. December. Scheidung und Abschied. Gestern sand hier eine Ehescheidung statt, die einen ganz merkwürdigen Abschluß fand. Das Urtheil war gefällt und die Parteien entfernten sich. An der Thüre des Saales standen Mann und Frau, da eilte er plötzlich aus sie zu, drückte sie an sein Herz, gab ihr einen Kuß, stieß sie dann von sich und rief: Werde glücklich! Dann gingen sie weg, jeder seinen eigenen Pfad fürs fernere Leben. * Frankfurt a. M., 24. December. Der Historiker Professor Janssen ist heute Nacht 1 Uhr an Lungenlähmung gestorben. Schisfsnachrichteir. Der Postdampfer „Waesland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 24. December wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Belgenland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 24. December wohlbehalten in Phtla- delphta angekommen. Universität- - Nachrichten. Bonn, 17. December. Der zeitige Rector der hiesigen Universität Geheimer Regierungsralh Prof. ]0r. Strasburger ist zum auswärtigen Mitgliede der Royal Society in London, der ältesten wtffenschaftlichen Gesellschaft Englands, ernannt worden. — Die Universität Leipzig wird in dem laufenden Wintersemester von 3431 Studirenden besucht. Die Universität Breslau zählt 1262 Studirende, Stratzburg 969, Heidelberg 932, Marburg 841, Königsberg 667, Jena 581, Rostock 381, Basel 401. — Der Besuch der Universität Berlin ist im laufenden Winterhalbjahr wieder etwas stärker. Im Sommer waren 4427 Studirende immatriculirt, von denen 4026 hier verblieben. Hinzugekommen sind 2345, sodaß die Gesammtzahl im gegenwärtigen Semester 5371 beträgt, das sind 40 mehr als im Vorjahr. Die Studentenschaft vertheilt sich folgendermaßen auf die einzelnen Facultäten: Theologen 707, Juristen 1505, Mediciner 1410, Philosophen 1650. Von diesen sind 363 aus Gymnasien, 213 aus Realgymnasien hervorgegangen, 360 besitzen noch kein Reifezeugniß. — Die badische Regierung hat kürzlich aus einer besonderen Veranlassung die Zulassung von Frauen zum Studium, zunächst in der naturwissenschaftlich-mathematischen Facultät genehmigt. — Dem Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen, Graf zu Stollberg-Wernigerode ist das Amt des Curators der Universität Königsberg übertragen. — Am 19. December waren 100 Jahre verflossen, seit einer der gefeiertsten Lehrer der Universität Erlangen, Ludwig v. Döderlein, geboren war. Zur Erinnerung an diesen Tag veranstaltete die philosophische Facultät der Universität einen Festact. — Ein interessanter Fall ist jetzt an der Berliner Universität eingetreten. In der letzten Woche am Montag habilitirte sich ein erst jüngst immatriculirter Student als — Prtvatdocent in der philosophischen Facultät. Der Fall, daß Jemand an derselben Hochschule gleichzeitig Lehrer und Lernender sein wird, hat ein eigenes Be- wandtniß. Der neue Docent vr. Dessoir war literarisch bereits thätig. Seine philosophische Doctorarbeit (1889) beschäftigte sich mit Karl Philipp Moritz, der, Conrector am Grauen Kloster und Professor an der Akademie der Künste, E..de des vorigen Jahrhunderts als Sprachforscher, Mytholog, Romandichter und Aesthettker eine Rolle gespielt hat. Deffoir hat in seiner Doctorschrift ihn als Aesthettker gewürdigt. Im vorigen Jahre veröffentlichte Dr. Dessoir eine Schrift aus dem Bereiche des wissenschaftlichen Spiritismus. In diesem Winterhalbjahre hat er sich als Student der Medtcin von Neuem an der Universität einschreiben lassen und während er in dieser Eigenschaft mithin noch als „Brandfuchs" gelten muß, hält er bereits in einer anderen Facultät seine Antrittsrede als Prtvatdocent. Halle a. S. Der berühmte Augenarzt Prof. Graefe suchte Kränklichkeit halber um Entlassung von der Leitung der Universitäts- Augenklinik nach. Literatur und riunft. — Geh. Krrchenrath D. theol. Diegel in Friedberg hat den vielen Schülern und Freunden, die er vorab in Hessen, seiner Heimath und dann in ganz Deutschland besitzt, eine Gabe vor Weihnachten geweiht in dem eben erschienenen sebr nett in Leinwand gebundenen und sehr billig-n (gebunden 1.60 Mk) Bucke: Franz Volkmar vteirrhard. Elf ausgewählte Predigten mit einer ooi trefflich ortenlirenden „einleitenden Monographie" von Diegel. Mitglieder des geistlichen Standes und Gemeindeglieder, welche sich für die Geschichte der evangelischen Predigt und Kirche interesstren, machen roh mit Freuden auf des Verfassers schöne und so billige Gabe aufmerksam und find wir gewiß, daß insonderheit die zahlreichen Schüler des hochverehrten Leiters des F'iedberger Predigerseminars seine, neuesten Arbeit gern ihre Aufmerksamkeit widmen werden. Sie kennen die finnige, liebevoll der jeweilig vorliegenden Arbeit sich hin gebende Art des beliebten Lehrers. Nicht ohne Einschränkung ist natürlich die Anerkennung Reinhards Seitens des neuesten Herausgebers. „Man muß zugestehen, daß sich bei ihm nichts im höchsten Sinn deS Wortes EigenthümlicheS und Geistreiches findet, aber auch das Andere, daß er sehr viel tüchtige und feine Gedanken bringt und wohl nie in Verfehltes und Werthloscs hinetngeräth." Wir nennen zum Schluß noch einige Themata der soeben bet Fr. Richter in Leipzig erschienenen Predigten: Von der Empfindlichkeit. Von der Pflicht, Geduld mit sich selbst zu haben. Ueber das Schicksal, bald vergessen zu werden. Ermahnungen zu bürgerlicher Eintracht. Ob jeder Mensch seinen Preis habe, für den er fich »eggibt. — Die Sorgfalt der Ausarbeitung der Richter'schev Predigten ist den Kundigen bekannt. L. — Das zwölfte Heft der Monatsschrift ^Unsere Zeit", heraus- gegebm von Friedrich Bienemann (Leipzig, F. A. Brockhaus), wird eröffnet durch eine Novelle von Martha Asmus, „Rosen", die ein erschütterndes Lebensschicksal zum Vorwurfe genommen hat. Darauf begegnet uns in einer Studie von I. E. Freiherr von Grotthuß „Der Zukunftsstaat im Spiegel des modernen Romans". Beobachtungen in Mexico „An dem Südende der Ljanos" theilt H. Pohlig mit. H. A. Lier urtheilt mit einem Rückblick auf Berlin über „Die Malerei auf der dritten Münchener Jahresausstellung". Die Löwen- feld'sche Ausgabe von Tolstois Werken hat Fritz Lernmermayer den Anlaß zur Zeichnung der dichterischen Persönlichkeit des Grafen Leo Tolstoi geboten, wie Münsterbergs Schrift über die Aufgabe der Psychologie zu einem Artikel über „Die gegenwärtige Lage der psychologischen Forschung" von Dr. Morltz Kronenberg geführt hat. Ein Aufsatz des Herausgebers „Noch ein Blick auf Finland" schließt den Text, worauf ein sorgfältiges Generalregister über die letzten vier Jahrgänge der Zeitschrift folgt. — Napoleon UI. und sein Hof. Denkwürdigkeiten, Erlebnisse und Erinnerungen aus der Zett des zweiten französischen Kaiserreiches (1851—1870) von Adolf Ebeling. I. Band. 8° broschirt 6 Mk. In elegantem Liebhaber-Einband 8 Mk. (Verlag von Albert Ahn, Köln und Leipzig.) Der Verfasser hat ganz recht, wenn er in seinen» Vorwort sagt, daß jetzt, nachdem schon zwei Jahrzehnte seit dem Sturz des zweiten Kaiserreiches verflossen find, ein größeres Werk über dasselbe willkommen sein dürfte. Das Urtheil über jene bedeutsame Epoche und über Napoleon III. selbst ist aufgeklärter und unbefangener geworden, ohne der von jedem geschichtlichen Werke verlangten Unparteilichkeit zu nahe zu treten. Und namentlich von diesem letzten Standpunkte aus verdient schon dieser erste Band volle Anerkennung und Empfehlung. Das auf drei Bände berechnete Werk (der zweite ist bereits unter der Presse) bildet eine weitere Reihenfolge der in demselben Verlage erscheinenden Memoiren- bidliothek, welche bereits diejenigen der Gräfin Remusat, der Generalin Durand (Napoleon I. und sein Hof, 4 Bände) und neuerdings die Memoiren des Fürsten Talleyrand umfassen. Spielplan der vereinigten frankfurter Ltadttheater. Opernhaus. Dienstag den 29. December, Nachmittags 3*/2 Uhr: Aschenbrödel. Außer Abonnement. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Golo. Gewöhnliche Preise. Mittwoch dm 30. December, Nachmittags 3% Uhr: Aschenbrödel. Ermäßigte Preise. Donnerstag den 31.December, Nachmittags 3^Uhr: Aschenbrödel. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Der schwarze Domino. Gewöhnliche Preise. Freitag den 1.Januar, Nachmittags 3^2Uhr: Aschenbrödel. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Mignon. Außer Abonnement. Große Preise. Samstag den 2. Januar: Meistersinger. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 3. Januar, Nachmittags 3«/, Uhr: Aschenbrödel. Außer Abonnement. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Norma. Große Preise. Montag den 4. Januar, Nachmittags 3Vs Uhr: Aschenbrödel. Ermäßigte Preise. Dienstag den 5. Januar, Nachmittags 3*/? Uhr: Aschenbrödel. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Neu einstudirt: Johann von Paris. Hierauf neu einstudirt: Coppelta. Gewöhnliche Preise. TchauspttkhauS. Dienstag den 29. December: Der freie Wille. Gewöhnliche Preise. Anfang 7 Uhr. Mittwoch den 30. December: Das verwunschene Schloß. Gewöhnliche Preise. Anfang V|7 Uhr. Donnerstag den 31. December geschlossen. Freitag den 1.Januar: Das Buch Hiob. Der vornehme Schwiegersohn. Anfang 7 Uhr. Gewöhnliche Preise. Samstag den 2. Januar: Zum ersten Male: Die Sclavin von Ludwig Fulda. Gewöhnliche Preise. Anfang 7 Uhr. Sonntag den 3. Januar, Nachmittags 372 Uhr: Großstadtluft. Außer Abonnement. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Zum ersten Male wiederholt: Die Sclavin. Gewöhnliche Preise. Montag den 4 Januar: Eine Dante-Lecture. Die Kreutzer-Sonate. Gewöhnliche Preise. Altkatholischer Gottesdienst. Am 1. Januar 1892 findet in der Stadtkirche um elf Uhr altkatholischer Gottesdienst statt. Arn 2. Januar 1892 ebendaselbst eine Gedenkfeier für den verstorbenen Professor Dr. Lutterbeck. werden in verschiedenen Preislagen angefertigt in der Br u hlsclt C7i Drucker ei (Giessener Anzeiger)- 7 wisfr und; 'Sratulations Jürten die reichhaltigste Auswahl der gedie- JylClH jlHVlri flenften, mobmiften Herren- und Knabcnkleider, sowie vorzügliche Stoffe zur Anfertigung nach Maass und zum Verkauf nach Meter zu sehr mäßigen Preisen bei Gebrüder Stamm, Markt und Schulstraßen-Ecke. Havelocs und Joppen aus wasserdichtem bayrischen ßoben, foroie SchnwaloiFs und Schlafröcke sind zu allen Preisen vorrä'lfig U"d meib.n m-ch Maaß nnoeiertint. 7978 D«° ist ttled-r Wb" den 23. Der Kol Hol fol ®i( E jollül ® flrictext i*W\ werden: A. Br 503 M Luchen Eichen Mel DieM straße, 5. Gießen Großh. Hol i« der Töri E Waldwäi Moli r.J. f Neiger 56 Ei mi 3S 0, 143 rr pl 172 n 9 rir 19,75 J 60 n 7 n 21,00 j I 2 rn 3,5 rn Kl Zusair 7 bolzs bacher P Bei ui Verkauf Miebl vvr dem , Hl] den 23. Der foU stuf Karl raithe- Mr ösfentli Gies Don Rory iUUl IM $tim, I l - fi 11258 Herzliche Bitte 11207 Scheith. Priigelh. Enthebung von 56 3 143 Berlin, den 21. December 1891. befindet fich van heute an 11245 billiger wie die Post [11136 MenlkldsWv.-KnWM. |öas Flaschen-Exporibier Frees <& Tasche. r M872 I Gebr. Röhrte in Gießen frisch gebratenes Beefsteak ^==== für 20 Pfg. verabreicht. — 1121u zu haben bei [10275 Drehes & Wallenfels. Buchen Eichen Radel 172 9 Achtungsvoll Frau Seybicke. Rmtr- 24 71 40,5 Reish. Wellen 360 3230 4240 Rmtr. 5 78 45 i. Stockh Rmtr. 2,5 78 10,5 Gießen, den 28. December 1891. Der Stadtrechner: Doep ser. Bei dem kürzlichen Brande einer Spinnerei hat der Spinnmeister Ernst Hardt aus Kleinbernberg bei Gummersbach durch den Verlust fast seiner gesammten nicht versicherten Habe einen Brandschaden von ca. 1600 Mk. erlitten und demnächst, ohne eigenes Verschulden, auch seine seitherige Brodstelle eingebüßt. Zur Zeit steht er ganz mittellos da und sieht nebst Frau und fünf unmündigen Kindern, zumal ihm die Wiedererlangung einer seiner bisherigen ähnlichen Stellung erschwert wird, einer trostlosen Zukunft entgegen. Wir wenden uns daher an edle Menschenfreunde mit der herzlichen M Bitte, uns zu helfen, eine brave, unverdient ins Unglück gerathene Familie — vor dem sicheren Ruine zu bewahren. Oberamtsrichter Fresenius, Amtsrichter Gebhardt, Kreisarzt i. P. Stammler, sowie die Exped. d. Bl. ■ >ft rein, nur aus bestem Hopfen uni> ■ Malz gebraut, gehaltreich, gut abgelagert, g haltbar und bekommt vorzüglich. Neues ' " Holzversteigerung in der Königlichen Oberförsterei Strupbach. Schutzbezirk Wilsbach. Waldwärter Seibel zu Wilsbach. Montag den 11. Januar k. I sollen am Thalberg öffentlich Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 4. Januar 1892, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Brauhof und Waldshut nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk» und Nutzholz: 503 Nadel-Stämme mit 179,35 Festmeter. B. Brennholz: mit 81,58 fm, Stück Nadelholzstämme mit 0,82 fm, rm Eichen-Nutz-Scheit u. Knüppel (Grubenholz, 2—5 m lg.), rm Eichen-Scheit u. -Knüppel, rm Eichen-Neiser I. Kl., Val. Hammeran Frankfurt a. M. Lieferant der deutschen Reichsbank. Feuerfeste Geärischränke Stahip- nzerkassen Schmiedeiserne Cassetten und Coplrpressen. Lager und Verkaufslocal Kalaerstrasse 30. [637«) Die Zusammenkunft ist an der Licher- straße, 5. Schneiße. Gießen, am 28 December 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 11254 19,75 Hdt.Eichen-NeiserwellenIII.Kl. 60 rm Eichen-Stockholz, 7 rm Buchen-Knüppel, 21,00 Hdt. Buchen-Reiserwellen III. Kl., 2 rm anderesLaubholz, Knüppel u. 3,5 rm Nadelholz, Scheit und Knüppel. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Holzschlage, District 45, am Noß- bacher Pfad. Bei ungünstigem Wetter findet der Verkauf an der eisernen Hand statt. Kaufliebhaber wollen daher das Holz vor dem Termine besichtigen. Forsthaus Strupbach, den 23. December 1891. Der Königliche Forstmeister: Baumann. 11260 ^Gartenlaube, Daheim, Fl egende BahnhofStraSSB Nr. 43. Blatter, Ueber Land und Meer, Bazar, Modenwelt etc. etc. liefert I Zeitschriften, \ Vermielh-Bureau 5 Funsch-Essenzen J feinster Qualität empfiehlt 11250 M Gustav Walter, Mäusburg 13. XXXXXXXXXXXXIXXXXXXXXXXXX Gasthaus „Zum weihen Roß", Iknenmcg. An Sonn- und Feiertagen, Morgens von Uhr an, wird Neujahrs-Gratulationskarten Gratulations-, sowie Witzkarten in großer Auswahl, aus diversen Fabriken, reich sortirt, von den feinsten bis zu den billigsten, sowiej Gratulations-Postkarten mit Ansichten von Giehen, neu und elegant ausgeführt, empfiehlt Neujahrs-Gratulationskarten 5u nehmen Unteri*ten finb Betne ®aben ! Klapp-, Zug-, Seiden-u. Witzkarten in größter Auswahl Postkarten mit Anfichten von Gießen in verschiedener Ausführung empfiehlt 11255 Bahnhofstrasse 41. Julius HOOS Bahnhofstrasse 41. versteigert werden: Stück meist schwere Eichenstämme Neujahrs - Gratulationsbesuchen. Der Wunsch, die Neujahrs - Gratulationsbesuche zu beschränken, hat eit Jahren viele Einwohner unserer Stadt dazu bewogen, durch ein Geldgeschenk an die hiesige Kleinkinder-Bewahranstalt sich gleichsam ▼ von Abstattung solcher Besuche loszukausen. Dadurch ist zugleich dieser Anstalt eine beträchliche Unterstützung zu Theil geworden. Auch bei dem bevorstehenden Jahreswechsel bitten wir, zur Ent- )ebung von Neujahrs-Gratulationsbesuchen der Kleinkinder- Bewahranstalt eine Gabe zuwenden und einem der Unterzeichneten ▼ übermitteln zu wollen. Die Namen der Geber werden noch vor ▼ Jahresschluß in diesem Blatte veröffentlicht werden, und es möge dadurch, wie in anderen Städten, so auch bei uns, immer mehr zur Geltung kommen, daß Alle, die auf solche Weise ihren Namen veröffentlichen lasten, ▲ von Abstattung der Neujahrsbesuche befreit sind und ihrer- eits solche nicht beanspruchen. X Gießen, den 28. December 1891. Fabrikant Emil Schwall. Pfarrer Dingeldey. ♦ Fabrikant E. Kauffmann. Rentamtmann Lynker. > Pfarrer Dr. Naumann._________ ▲ Wegen Geschäfts- ♦ Verlegung ♦ in meinen demnächfligen Neubau ▲ „MäuSburg S" ♦ wird mein großes Waareulager * gänzlich ausverkauft. ♦ Hermann Katz ♦ Seltersweg 20 ♦ Illanusactur-, JHoöenmarFn t nnh Damencoitfection. t 10957 X Die Alnläjenöier Handlung ' Jugendfreund. I ”«« Baniel Heil, »4 i. Ä"«..« « . 15. **.-Ml«** ► * ia»aenplat= 3 W*. Ur. 55 Mädchen und zehn Knaben — vollständig zu kleiden. Wir danken deßhalb allen aütiaen Gebern von Cigarrenabschnitten und Geldspenden. Wir S.*8£ 8*w L »ftJSt! Der am 7. December 1891 er- laffene Steckbrief gegen die Margarethe Schäfer von Launsbach ist erledigt. Limburg a. d. Lahn, den 23. December 1891. Der Königliche Erste Staatsanwalt. I. A.: Hagemann. 11212 Dienstag den 9. Februsr189L Nachmittags 21/i Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Karl Ftt« in Gießen gehörige Hof- Seltersweg 53 FrCBS & TaSChS Seltersweg 53 empfiehlt zum bevorstehenden Quartalswechsel ihren Derselbe enthält eine reiche Auswahl der gediegensten Fach- und Unterhaltungs-Zeitschriften und hat sich einer stets wachsenden Beliebtheit bei unseren Abonnenten zu erfreuen. ii-uo Da wir die Einrichtung getroffen haben, dass unsere Abonnenten unter den 30 Journalen des Lesezirkels Auswahl treffen können und die Abonnementsgebühren äusserst massig sind, glauben wir, dass jeder neue Abonnent zu einem dauernden wird. Der Eintritt in den Lesezirkel kann mit jedem Tage er o gen. — Prospecte in der Buchbandlnng. ----j KeitzeSotenes. Irischen Cabliau, Kheinsalm, Seemuscheln empfiehlt [11256 Friedr*. Wirtz, 6.3 Seltersweg 63. 112591 Sehr gute Singer NLhmasH. für 15 JL zu verk. Ederstraße 2, 1. Et. Bekanntmachung. Das 5. Riel Gemeindesteuer für 1891/92 ist binnen acht Tagen bei Meldung des Beitreibungsversahrens zur hiesigen Stadtkafle zu bezahlen. Die in Folge von Reclamationen erlassenen Gemeindesteuern können gegen Quittung dahier in Empfang genommen bezw. verrechnet werden. empfiehlt: Srer der Actien-Brauerei Gießen: bernfböhmn WenfAuk; b« SütgetgefÄHI Lagerbier, bellfarbig (Wiener Brauart) per Flasche 18 4 w7rkunq der m unserem Vereine äußerst thätigen Frau Steinmetz Kalb- »o. dunkelfarbig (B-yr. Brauart) „ „ 20 „ fleisch' für die schon seil Jahren unentgeltliche Anfertigung der Mädchen- Exportbier, hellfarbig (Wiener Branart) „ „ 23 .. kleidet, sowie schließlich der Redaction dieses Blattes für die ebenfalls Jedes Quantnm frei in.’s HaUB. und Mitglieder, unserer •>«» fernerHedenken. Der Vorstand. Febsenleld’s Universitäts-Buchhandlung Wilh. Klee, MUddUtalif 2. XXV. Kölner Dombau-Lotterie. Nur baares Geld, Hauptgewinne: M. 75,000, 30,000, 15,000 u. s. w. Ziehung am 18, Februar 1892 Loose z« 3 Mk. (Porto mit Liste 80 Pf.) bei 25 Loosen und mehr mit Rabatt empfiehlt [9105 B, J- Dussault, Köln, General Agent, Brandenburgerstr. 2. Am 20. December starb in Darmstadt nach längerem Leiden der ▲ Oberbürgermeister Ohly. Der deutsche Protestanten-Verein verliert in ▼ ibm einen seiner Begründer, der namentlich in der hessischen Landeskirche I das Recht der Gemeinde und der freien Selbstverwaltung in mannhafter ▼ und energischer Thäügkeit verfochten und in den leitenden Ausschuffen bis an sein Lebensende für das Ideal einer freien deutschen Volkskirche ge- “ ' e arbeitet hat. Ein echter Anwalt des Laienpriesterthums in der evangelischen (1* Anmin H Gemeinde hat er stets das Recht eigenartigen reltgwsen Lebens gegenüber MUUUdNM UVstVlN aller geistlichen Bevormundung vertreten und für dre christliche Liebes- 1 aXUW 1 K * thrtHnSif in weitberüa humanem Geiste seine ganze Kraft eingesetzt. Entöltes Maismehl. Für Kinder und Kranke mit Milch gekocht speziell tyatigteil in roeii9e^9 V geeignet - erhöht die Verdaulichkeit der Milch. - In Colonial Ehre seinem GevachlMY! -»V und Drog.-Hdlg. in Pack, ä 60 und 30 9719 Das ständige Bureau des Deutschen Protestanten-Berems.' ---- Schroeder, O Friese, Vorsitze nder. Schriftführer^ raithe: Flur I Nr. 1183 — 56 Meter in der Sandgasse öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 28. December 1891. 11244 DÖDnerstagTäTDecbr., Vormittags 10 Uhr und Nachmittags 2 Uhr, werden Neuenweg 4 im Hinterhaus die zum Nachlaß des Schreiners Wilh. Diehl gehörigen Werkreug- und Kleider, wobei zwei Hobelbänke, Leim, Werkholz, Fourniere. einige Bücher über Schreinerei und Ho»z- Berechnung, eine angefangene Bettlaoe, eine silberne Remontoiruhr u- f- w- versteigert. Die Kleider und Uhr kommen Mittags zum Ausgebot. I. A.: F. Hoffmann. l/,3 Uhr von der „Neuen Klinik“ aus statt. 11241 gewohnter Weise. 11234 Rudolfvon Münchow Giessen, im December 1891. 11238 vermiethen Louis Hellmold Der Vorstand 11213 Nr. 110. 11235 9000 per 3 Gewinne O C8 General - Debit Moritz Strauss jr. Z ot Frankfurterstraße 23 miethen. empfiehlt Selsevk. Bergm^AÄ. 11236] Heute Montag Abend im -öSweit". c © s 5 £ r. ns e p in eigener Werkstätte und unter Garantie Th. Haubach, Nähmaschinengeschäst, Bahnhofstraße 40, 1 Treppe. 9 *1 F ff Am 21. ds. Mts. verschied zu Essen a. d. Ruhr im Alter von 73 Jahren unser innigstgeliebter guter Vater, Schwiegervater und Grossvater [11126 Emil Orbig. Rente 5 Pfennig Dividende. Beitrittserklärungen werden jederzeit entgegengenommen. Gießen: Hauptagentur S. Trerrckman«, Buchhandlung, Sonnenstraße 5, und die Generalagentur Darmstadt r Ar. Eckert, Saalbauftr. 65. Blaudruck, nur prima Waare, empf. billigst J.C. Wallenfels, Färberei, 21 Kirchenplatz 21. 10345 Königl. Ober-Post-Commissarius a. D. Um stille Theilnahme bittet Namens der Hinterbliebenen: Curt von Münchow. Mitesser Ainnen, RSthe der Haut re., Hautübel beseitigt in kurzer Zeit Germanns üchte Sandmaudel« kr eie Seife, ä Pack- 50 ^>- Nur acht bei Drebes & Wallenfels, Marktplatz 21.M231 11253] Der heutigen Gesammtauflage ist eine Nummer der „Mittheilungen aus dem Verein zur Abwehr des Anti- semitismus" beigelegt. Carl Stohr L, Ludwigsplatz 5. Allgemeine Renten anstatt ?u Stuttgart. Versicherungsgesellschaft ans volle Gegenseitigkeit. Die Beträge der mit Ablauf des 31. December l. I fällig werdenden 1 Renten können von da an gegen Uebergabe der mit LebenSbestätigung und Quittung versehenen Coupons ohne jeglichen Abzug bei den unterzeichneten Vertretern der Anstalt erhoben werden. Soweit ein Dividendenanspruch best ht, entfallen auf je eine volle Mark ReichSdsntsDMsot 4 pSt. - Frankfurter Bank-Discont 4 pCt. Tendenz: matt. 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Statt 'jeder besonderen Mittheilung Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unser lieber Sohn und Bruder Hermann Lehr im Alter von 26 Jahren nach langer schmerzlicher Krankheit am 26. d. Mts., Nachmittags um Uhr sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 28. December 1891. Die Beerdigung findet Dienstag den 29. d. Mts., Nachmittags um Hrankfurterstratze 4, III Gesucht Schellfische in schöner Waare empfehlen Drebes & Wallenfels, 11251] 21 Marktplatz 21. Kölner MasKen-IabriK Bernhard Richter, Köln, Rhein, Neumarkt 19, versendet franco u. gratis illuftr. ! Preisliste pro 1892. Alle in Mainz und allen [11232 Looseverkaufsstellen. 3000 „3 „ 38000 sonst. Gewinne 5000 _ Gewinne. Reparaturen „ an Nahmaschinen WermiettzrmgeU. 11243] Der obere Stock meines Wohnhauses (7 Zimmer 3 Kammern, Garten u f.ro.), per 1. März k. I zu vermiethen. Rechtsanwalt Lauer ^ahnhosstr. 42. Bel-Etage, 7 Zimmer, Badezimmer, Gartenvergnügeu re. per 1. 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Man mahle den Bodncn- unh Malzeaffee jeden für sich, schütte zuerst den Malzeaffee in das siedende Wasser, laste ihn mindeste«» 5 Minuten koche«, setze den Bohnencaffee hinzu und lasse das Ga«re «och kurze Zeit a«swallen. Alsdann verfahre man m setiher gewohnter Weise. oder 2. Reiner Malzeaffee. Man nebm-' ebinfoDtd Malzeaffee als man früber Bobnmcaffee und Zusatz genommen hat, mahle den Malzeaffee. schürte ibn in das siedende Wasser, lasse ihn mindestens 5 Minuten kochen und verfahre sodann in bisher 1LOOS npnACQU LOO8e 1 Mark. Ul Uuuu 10 Mark. Z Strassburg. Lotterie i ® G. G. 60000 Mark. * 9 30@S" Ein Goldklumpen j St Mark 1OOOO Mark Baar S . Ä Ä seltene Briefmarke«! nur v. Aegypt.. Argent, Austral , | Brasil., Bulg-, Cap, Ceyl., IU U Chil., Coftar., Cuba, Ecuad» Ftnnl-, Gibralt., Griech., Gua- tem, Haw., Jamaic., Japan, Java, Kaschmir., Lomb. 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