Nr. 279. Zweites Blatt. Sonntag den 29. November 1891 LLumimn—■!—iiw—। ————— — ।■nmB— nCm ■ ~'i" —। ~~n ---------------ui — — ~~ -•'*t*fl,fr~nrinnmm htm nwnmoovviBn————Mmm— Wiw JWN« «^chMttüglich, Oft Ts-naho- M Äontae*- Wi Wehner eMte Hm Änj«t« Mchrntttch Iwieef briftüfL Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. *S6*ee*t*UytclRi 2 HR«rt 20 P,,. Bringer loha. Durch bte Post btpfi» 2 Mark 50 Ps«. JUbacttw, ExpeWH» und Druckerei: Kerujprechrr 51. Amt»- unb AnzNgevlatt für een Kcelf Gretzen. iMJfJlllMl i n > I !«c—I—P"1 fc11!*1 fi' 7? i * —■_MMh» t«: ! KiflOc «-»E»'«-!rnwk M 3» uni a.K.rJ*! e**o sÄ-«»H» Lag erscheinender» Nummer bis Vor«. IO Uhr. «»Krisen für den Gießener Lnzeizer« ent-e«-^ WWMWWWWWWWSWWWWWVMM» politische Wochenschau. Gießen, 28. November 1891. Im Reichstag steht gegenwärtig die zweite Lesung der Kranken lassen Novelle auf der Tagesordnung. Die Verhandlungen sind seither rascher von Statten gegangen, als man Angesichts der Schwierigkeit der Materie von vornherein erwarten konnte. Ein lebhafterer Streit der Meinungen hat sich bis jetzt nur an wenigen Punkten erhoben, so allerdings gleich bei § 1. Dieser dehnt die Versicherungspflicht unter anderen auch auf die Handlungsgehilfen aus, die schon jetzt dem Alters- und Jnvaliditätsgesetz unterstehen. Dieser letztere Umstand scheint der Regierung in erster Linie die Anregung dazu gegeben zu haben, auch in das neue Gesetz die Handlungsgehilfen einzubegreifen. Außerdem bestehen unleugbar vielfach in der Gehilfenschaft große Nolhstände, die der Aufmerksamkeit der Regierung nicht entgangen zu sein scheinen. Allerdings läßt sich ebensowenig bestreiten, daß die Einwände, welche man im Reichstag geltend machte, ein gewisses Gewicht besitzen. Zuvörderst ist es richtig, daß die Noth unter den Handlungsgehilfen nicht sowohl auf Krankheitsfälle, als auf Stellenlosigkeit zurückzuführen ist, gegen die auch dieses Gesetz nichts ausrichten kann und soll. Sodann kann schon jetzt jeder Gehilfe, wenn er Lust hat, einer freien Kasse unter geringeren Opfern beitreten, und ist von der bisher geltenden Bestimmung, daß durch rechtsstatutarische Bestimmung ein Versicherungszwang für den betreffenden Bezirk ausgesprochen werden darf, nur in verschwindend wenigen Fällen Gebrauch gemacht worden, woraus erhellt, daß die Gehilfenschaft selber die Zwangsversicherung herbeizusühren nur sehr selten die Initiative ergriffen hat. Indem man nun aber die Gehilfen von Staatswegen dem Gesetze unterwirft, schafft man die Möglichkeit, daß das Gefühl der Selbstverantwortlichkeit und 6er Wunsch, durch eigene Kraft im Leben vorwärts zu kommen, gerade in denjenigen Kreisen wesentlich an Kraft verlieren, in welchen seither ein solch' selbständisches Wesen recht eigentlich zu Hause war. Soweit die Anschauungen, welche einen Theil der Nationalliberalen und die gesammte freisinnige Partei veranlaßte, dem § 1 des Gesetzes ihre Zustimmung zu versagen. Die Socialisten, welche bekanntlich das gesammte wirthschaftliche Leben staatlich reglementirt wissen wollen, stimmten auch diesmal mit den Conservativen und dem Centrum zusammen. Von Interesse waren im weiteren Verlauf der Debatte die Erörterungen über die Voraussetzungen, denen ein Kassenarzt genügen soll. Während die Socialisten ihrem Princip voller Gleichheit in der Beurtheilung aller wie auch gearteter Bestrebungen getreu auch gegen die Zulassung von sogenannten „klugen Frauen" und „Männern" nichts einzuwenden hatten, war namentlich Rudolf Virchow der Ansicht, daß in einer staatlichen Versicherungsanstalt auch nur staatlich approbirte Aerzte angestellt werden dürften, weil der Staat eine gewisse Garantie übernähme, die er nur leisten könnte, wenn eine genügende wissenschaftliche Vorbildung des anzustellenden Arztes in einem Examen sestgestellt wäre. In Bezug aus den Termin endlich, von dem an die Kasse zur Zahlung verpflichtet sein würde, und der nach dem Regierungsantrage aus den dritten, nach Anträgen aus dem Hause auf den ersten Tag der Erkrankung fallen sollte, einigte man sich schließlich auf einen Compromißantrag. — An dem ersten „Schwerinstage" seit dem Wiederbeginne der Reichstagssitzungen wurde die Anfrage der conservativen und clericalen Jnnungssreunde, welche Maßnahmen die Regierung auf Grund der vor einiger Zeit einberusenen Vertrererversammlung des Handwerkerstandes plane, von Staatssecretär v. Bötticher beantwortet und zwar erklärte sich dieser rundweg gegen die von den Interpellanten gewünschte Einführung obligatorischer Innungen und eines ebensolchen Befähigungsnachweises (d. h. also eines staatlichen Handwerkerexamens). Der Centrumßabgeordnete Stuckateur Biehl hatte dabei das Mißgeschick, den Staatssecretär falsch zu versteheu und dankte in Folge dessen demselben unter schallender Heiterkeit des Hauses für sein „freundliches Entgegenkommen". — Aus Anlaß der jüngsten Vorkommnisse an der Börse haben verschiedene Parteien ähnlich lautende Anträge eingebracht, welche in allgemeinster Formultrung die Regierung zur Abstellung der Uebelstände aussordern. In einer Hinsicht kann und muß, wie zuerst Eugen Richter hervorgehoben hat, allerdings eine Aenderung des bestehenden Zustandes bewerkstelligt werden, nämlich insofern, als man die Verwendung anvertrauter Depots seitens der Bankiers, soweit diese nicht ausdrücklich zu Arier solchen ermächtigt sind, als schweren Diebstahl qualificirt und demgemäß bestraft. Im Uebrigen ist es freilich sehr schwer, im Bankgeschäft und im Börsenverkehr die heilsamen und notwendigen Manipulationen von den schädlichen und unredlichen zu trennen. Mit vollem Rechte meinte neulich der conservative Professor und Nationalöconom Wagner in Berlin, daß das Publikum selber nur zuerst in der Sucht nach leichtem Gewinn alles Unheil verschulde, und daß auch keine einzelne Confession zum Sündenbock gemacht werden könne. In der That ist nichts lächerlicher als die ewigen Declama- tionen über die vergiftenden Wirkungen der Börse, welche in Wahrheit ein unentbehrliches Institut ist, das als der weithin sichtbare Mittelpunkt und Sammelplatz alles nationalen Handels und Gewerbes freilich auch einen Crhstallisations- punkt für menschliche Schlechtigkeit und Gewinnsucht abgiebt. Vom Auslande ist so gut wie nichts zu berichten. Die Reise des russischen Ministers v. Giers entbehrt zu sehr einer tieferen politischen Bedeutung, als daß sie eine ausführlichere Besprechung rechtfertigte. — In Spanien hat sich mit einer für spanische Verhältnisse unglaublichen Geschwindigkeit an Stelle des abtretenden alten Cabinets ein neues ebenfalls unter Canovas gebildet. — In Rußland wird die Russifizirung der deutschen Provinzen neuerdings wieder aus voller Kraft betrieben. — Die brasilianische Revolution ist noch immer im Wachsen begriffen. Cecole» und provinzielles. (Siegen, 28. November 1891. — Neues Theater. Eine Posse im Stile „Pension Schöller" kommt am Sonntag den 29. November zur Aufführung. Es ist dies ein Werk von Gustav v. Moser und W. Drost: „Die kranke Familie". Das Stück wurde vor 3 oder4 Jahren schon einmal mit großem Lachersolg gegeben. Wer sich also wieder einmal tüchtig auslachen will, der versäume diese Sonntagsvorstellung aus keinen Fall. — Neues Theater. Wie bereits angekündigt, kam vorgestern G. v. Mosers sünfactiges Lustspiel „Der Hypochonder" zum ersten Male hier zur Aufführung. Wir müssen gestehen, daß wir der Aufführung dieses Lustspiels, das an sich schon einen größeren Personalbestand erfordert als die übrigen, mit gemischten Empfindungen entgegensahen. Trotz der beschränkten hiesigen Bühnenverhältniffe hat die Direction die schwierige Aufgabe theils durch Einstellung neuer Bühnenmitglieder, theils durch andere Manipulationen nach Kräften gelöst, wie wir vorgestern bemerken konnten, zumal sie in dem Darsteller der Haupt- und Titelrolle, Herrn Ernst', einen Characterdarsteller ersten Ranges besitzt. Wir wollen auf den Inhalt des Stückes nicht näher eingehen, schon der Titel desselben sagt Jedem, daß es sich um einen Haustyrannen handelt, der an „Hypochondrie" leidet, dieser Sorte von Quälgeistern, denen Niemand etwas recht machen kann, alles ärgerlich erscheint, selbst bi£ Quasten des Schlafrocks, keinen ärztlichen Rath annehmen und doch immer krank zu sein behaupten, kurz — selbst hochgradig nervöse Damen an Unleidlichkeit übertreffen, zu dieser Categorie gehört auch in diesem Falle der Rentier Birkenstock. Diese Rolle, mit deren richtiger Auffassung und Durchführung das ganze Stück stehl und fällt, wurde von Herrn Paul Ernst, wie wir es erwartet haben, in allen Einzelheiten vollendet durchgeführt. Seine Frau Emma (Frl. Hüner) hätte in den einzelnen Gefühlsstimmungen etwas natürlicher sein dürfen, während ihre reizende Tochter Asta (Frl. Krüger) die Empfindungen der ersten Liebe nach Möglichkeit zum Ausdruck zu bringen suchte. Ihre Leidensgefährtin in dieser Branche, Klara, die Feuilleton. Durchs Schlüffelloch. Erlebt und erzählt von Rentier Strippenhagen. Ich sitze da eines schönen Tages in meinem Zimmer und mache mir Karnillenthee-Urnschläge, denn ich hatte ein großes Gerstenkorn am linken Auge — da klopsts auf einmal und herein tritt ein junger Mann. „Ich störe doch nicht?" sagt er und macht mir ein Corn- pliment. „Durchaus nicht," entgegnete ich höflich, aber ein bischen verwundert, denn ich kannte ihn nicht,- „mit wem hab ich denn das Vergnügen?" „Mein Name ist Schnürpel, Cigarrenreisender," sagt er mit einem neuen Compliment, „ich habe die Ehre, im Namen der Firma Strohstengel und Comp. in Görlitz mich nach Ihrem Bedarfe zu erkundigen." „Sie sind sehr freundlich," sagte ich, „aber es thut mir leid, Herr Schnürpel, Ihnen keine Bestellung geben zu können, indem ich gar nicht rauche, sondern nur hin und wieder einige Cigarren für meine Freunde halte." Na, kurz und gut, der Mann machte sich ganz nett, war freundlich gegen mich und durch seine Überredungskunst brachte er es dahin, daß ich ihm schließlich eine Mille Cigarren bestellte. „Wollen Sie nicht ein Weilchen Platz nehmen, Herr Schnürpel," sagte ich zu ihm, weil mir der Mann gefiel, „und 'n Täßchen Kaffee mittrinken?" Und nun holte ich die warme Kaffeekanne aus der Ofenröhre. „Wenn Sie erlauben," meinte der junge Manu und legte feinen Hut und Stock bei Seite und machte es sich bequem. „Sie wohnen hier ja recht still und ruhig, unbehindert von allen Seiten, es ist hier so anheimelnd —," begann er. „Das ist auch keine Kunst, wohn' ich doch ganz allein 6ter, 's ist mein eigen Haus und hierher kommt den ganzen Tag keine Menschenseele", erwiderte ich ihm. Und so sprachen wir noch ein ganzes Weilchen, weil ein Wort das andere gab,- da sagt er mir mit einem Male: „Sind Sie augenleidend, Herr Strippenhagen?" „Nur ein Gerstenkorn," sagte ich, „ich leide häufig d'ran." „Ein Gerstenkorn?" meint der Reisende und sieht wich aufmerksam an. „Hören Sie," sagte er, „das vernachlässigen Sie nicht, sonst kanns schlimm werden! Aber ich weiß ein gutes Mittel dagegen, 's ist aber ein sympathisches; glauben Sie an Sympathie ?" „Ei, ja freilich," erwiderte ich, „was ist denn das für ein Mittel?" denn ich war neugierig geworden. „Sie müssen durchs Schlüffelloch sehen und zwar genau zehn Minuten, dann sind Sie Ihr Gerstenkorn los." „Das ist ja brillant! Ach, Sie sind zu freundlich, mein Herr!" „So bin ich immer," sagte er und ersuchte mich, die Cur nunmehr zu beginnen und durch ein Schlüsselloch, das er mir zeigte, zu sehen. „Aber ganz still und unbeweglich müssen Sie dabei bleiben." „Gerade wie beim Photographiren, nicht wahr?" „Jawohl, genau so," erwiderte er; „ich werde so lange die Uhr in die Hand nehmen und genau nachsehen, bis zehn Minuten verstrichen sind; doch halt," sagte er plötzlich, „meine Uhr ist stehen geblieben —" „Ach, das thut nichts — hier haben Sie meine Uhr so lange," entgegnete ich und gab ihm meine neue Remontoir- uhr zu 300 Mark mit schwerer goldener Kette daran. „So, jetzt kanns losgehen!" Und damit bückte ich mich und sah durchs Schlüsselloch. Kaum habe ich hineingesehen ins Schlüsselloch, da höre ich, wie sich das Schloß der Thür bewegt. Und ohne mich umzusehen, sage ich zu dem jungen Manne: „Ach, da ist wohl Jemand an der Thür?" „Werde mal nachsehen," sagte darauf der Reisende, öffnet die Thür und geht hinaus. Im nächsten Augenblicke höre ich die Thür von außen zuschließen. „Kanonendonnerwetter!" denke ich, „jetzt wird mir die Sache zu bunt" — und will dem Manne nach, aber da stehe ich und kann ihm nicht nachkommen. „Na, so'n Hallunke, so'n Betrüger, so'n gemeiner Mensch! Geht mir mit meiner Uhr und Kette durch — so'n Gauner!" Ich schrie aus Leibeskräften: „Hilfe, Räuber, Diebe!" aber Niemand hörte mich. Endlich nach einigen Stunden wurde ich aus meiner Gefangenschaft von außen befreit — es war der Briefträger, der mir eine Postkarte brachte, worauf, von dem Gauner geschrieben, die Worte standen: „Na, hat die Cur gut angeschlagen? Wünsche guten Erfolg! Die Dummen werden nie alle!" — So eine Gemeinheit von solchem Kerl! Nicht allein, daß er mich betrog und bestahl — nein! er macht sich noch brieflich über mich lustig. Ich stellte natürlich Nachforschungen an, aber sie führten zu keinem Resultat; selbstredend existirte — auf meine Anfrage hin — eine Firma Strohstengel und Comp. in Görlitz nicht. Na, mir soll wieder einmal Jemand kommen, wenn ich wieder ein Gerstenkorn habe — ich lasse ihn gleich im voraus verhaften, ob schuldig ober nicht! Nein, solche Schändlichkeit und Niedertracht! Wahrhaftig, nirgends gehts toller zu als» in der Welt! Tochter des Kaufmanns Sauerbrei (Frau Anni Reiners) hatte freilich „die Sache mehr 'raus". Sehr richtig characterisirte Herr Director Reiners den in jeder Beziehung großen Kaufmann und Stadtverordneten Sauerbrei, groß sowohl zu Hause als Pantoffelheld, als in der Stadtverordnetensitzung mit seinem Mundwerk, als in der leidigen Verwechselung des „Mir und Mich". Bezüglich des Mundwerks und sonstiger guten Eigenschaften eines rtchttgen Hausdrachens war ihm seine liebe Frau, Rosalie (Frau Lindemann) doch bei weitem über. Sowohl diese Eigenschaften als auch die der spießbürgerlichen Klatschbase wurden von der Darstellerin sehr drastisch und recht hübsch veranschaulicht. Abgesehen von dem Stadtverordneten Pieper (Herr Albert Ro senow), der für seine Eigenschaft als Radaubruder auch das richtige Organ besaß, dürfte als komische Rolle noch die des Hampel zu erwähnen sein. Herr Jaroczynski, welchen wir größtentheils in der Eigenschaft als Don Juan gesehen, zeigte in dieser Rolle, daß er auch ebenso gut den komischen Stadtboten spielen kann- Der Sanitätsrath Moll (Herr Karl Fischer) hätte jovialer aussehen und formvollendeter auftreten müssen, Herr Adolph Peickner, welcher den Baumeister Reimann gab, muß sich die leidigen Lautzusätze abgewöhnen. Von den übrigen Rollen müssen wir wegen Raummangels absehen. Wir können nur constatiren, daß sie richtig vertheilt und auch im Ganzen richtig durchgeführt wurden, wie überhaupt die ganze Darstellung des „Hypochonder" als eine gelungene bezeichnet werden darf, so daß wohl bei event. Wiederholung ein volles Haus zu erwarten steht. Friedberg, 25. November. Sonntag den 6. December, Nachmittags 4 Uhr, findet in Niederweisel in der Gastwirth- schasr zum Adler eine Versammlung des Oberhessischen Obstbauvereins, Vereinsbezirks Friedberg statt. Tagesordnung: Vortrag des Vorstehers der pomologischen Gärten in Friedberg C. Reichelt über Baumschnitt. Vermischtes. * Brussel, 26. November. Der bekannte Kistenreisende Schneider Hermann Zeitung, kam heute in einer Kiste von Amsterdam in Brüssel an. Zeitung verbrachte über achtzehn Stunden in der Kiste, deren Inhalt als „Harmonium" bezeichnet war. Als Arbeiter dieselbe heute im Entrepot öffnen wollten, entstieg er mit dem Rufe „Vive la Belgiquel* Zeitung, der zu seiner neuen Kistenreise durch eine Wette veranlaßt war, befindet sich jetzt hier in Polizeihaft, weil er keinen Erwerb nachweisen kann. (F. Z.) * Kindermund. Aus Mainz wird folgendes Ge- schichtchen mitgetheilt: Ein junger Lehrer an der Töchterschule genießt bei seinen sechs- bis achtjährigen Schülerinnen großes Vertrauen. Eine der Kleinsten kommt zu ihm mit der Bitte, ihr Höschen, welches sich an einer Seite losgeknöpft hat, wieder zu befestigen. Nachdem er die Bitte erfüllt hat, fragt er die Kleine, warum sie sich dies nicht von der Lehrerin, die vorher das Zimmer verließ, habe machen lassen, worauf sie erwidert: „Ich habe mich so vor dem Fräulein genirt!" Verkehr, Land, «n- Volkswlrthschast. — Kalkdüngung im Garte«. Der Landwirth weiß genau, welche Vortheile die Kalkdüngung darbictet, daß mit derselben nicht nur den Pflanzen ein notbwendiger Nährstoff zugeführt wird, sondern daß vornehmlich andere Pflanzennährstoffe durch dieselbe aufgeschloffen, somit den Pflanzen nutzbar werden. Der Kalk lockert ferner dm Bodm, indem er durch Zersetzung der humosen Stoffe Gase ent- wickelt, welche wieder zur Löslichmachung anderer Nährstoffe (Kohlen- saure) beitragen. Weit mehr wie auf dem Acker kommt es aber im Garten darauf an, größere Mmgen leichtlöslicher Pflanzennährstoffe im Boden zu haben, da die Ansprüche, die an das Gartenland gestellt werden, bedeutmd höhere find als beim Acker, auch ist die Gefahr, daß Pflanzennährstoffe, die in größeren Mengen in leichtlöslicher Form vorhanden sind, ausgewaschm werden, im Garten weit geringer als auf dem Acker, da das Gartenland durchschnittlich bedeutend reicher an HumuSsubftanz ist. Namentlich in Obstgärten ist eine Kalkdüngung oft von besten Erfolgen begleitet; der Kalk verbeffert nammtlich auch die Qualität des ObsteS und soll auch die Aepfel rothwangiger machen. Darum versäume man während des Winters nicht, überall dort dem Garten eine Kalkdüngung angedethen zu lassen, wo man nicht von dem gmügenden Kalkgehalt deS Bodens überzeugt ist und sich eine solche zu angemessenem Preise bewerkstelligm läßt, was bet unseren heutigm Verkehrsmitteln und den hochprocenttgen Kalkdüngern fast überall der Fall ist. Bet größeren Entfernungen vom Bezugsort ist der gebrannte Kalk die practischste Form, bei den anderen Formen muß man die Transvortkosten für eine größere Menge von chemisch gebundenem Wasser (Kalkhydrat) oder von Kohlensäure (Kalkmergel usw.) mitbezahlen. Wo man hochprocentige Mergel in der Nähe haben kann, da wende man diese an. Citeratur und TCunft „ Im Verlage der Haube & Spener'schen Buchhandlung in Berlin erschien soeben in eleaantester Ausstattung der »Samt«* tllmanad) für daS Jahr 1892*. Preis 2 Mk. - Wir können das nützliche und pracrtsche kleine Buch namentlich als Festgeschenk für Damen sehr empfehlen. . - Schade« «nd Ruhe« deS TabakSgennfseS. Etne hy- gieinische Studie von Dr. med. Otto Gotthilf ist soeben im Verlage von Friedrich Ernst Fehsenfeld in Freiburg t.B. erschienen (Preis 50 Pfg). Der durch verschiedene hygietntsche Abhandlungen, so durch die vor Kurzem im gleichen Verlage erschienene: „Medictnische Winke und hygieiutsche Regeln für Biertrinker" (Preis 60 Pfg.) bekannte Verfasser gibt in klarer und erschöpfender Form allen Rauchern und Schnupfern Winke, wie sie ihrem süßen Laster fröhnen dürfen mit möglichst geringem Schaden für ihren Körper. Er betont den Nutzen, den diese Narcottca ebenso wie der Alkohol in mäßigem Gebrauche den Menschen in unserer nervösen, nicht Ruhe noch Rast kennenden, nach Glück jagenden Zeit zu bringen im Stande ist. Jeder dem Tabakgenusse in irgend einer Form Huldigende wird die kleine Ab- handlupg zur Belehrung und zum Nutzen für Geist und Körper lesen. Wir empfehlen dieselbe auf« Beste. — Die Berliner Börse. Recht zeitgemäß in dieser Aera der financiellen Ueberrafchungen kommt ein Artikel über die Berliner 8»rse in dem neuesten Hefte (VII) von .Zur Gt««-e* (Berlin W. 57, Deutsches VerlagshauS Bong & Co.). Ein Zeitbild betitelt der Verfasser, HanS Land, seinen Aufsatz, der reich ist an fesselnden Characteristiken und lebensvollen Bildern. Der Artikel ist mit interessanten Illustrationen geschmückt, welche das Aeußere und Innere des stolzen Börsengcbäudes zur Darstellung bringen. „Die vereideten Makler", „Dav Kündigungszimmer", „Die Nische Bletch- röder", „Es wird fest" u. a. m. sind Bilder von actuellstem Interesse, deren Lebenswahrheit kein Kenner der Berliner Börsenoerhältnisse abstretten wird. Nicht minder interessant ist ein anderer Aussatz deffelben Heftes: „Aus dem Leben eines Thierbändtgers" von Paul Dobert, der im Hinblick auf die vielfachen neuen Producttonen auf diesem Gebiete gewiß Interesse erregen wird. Was soll ich zu Weihnachten schenken? Diese oft recht quälende Frage beantwortet am besten der soeben erschienene WeihnachtSeatalog des BersandgefchüfteS Mey & Edlich in Leipzig-Plagwih. Derselbe enthält eine große Auswahl von zu Geschenken sich vorzüglich eignenden Gegenständen. Er befriedigt die höchsten Ansprüche und ist gleichzeitig auch bescheidenen Verhältnissen angepaßt. Wir haben diesen soeben erschienenen Weth- nachtscatalog, welchen auf Verlangen die Firma Mey L Eblich in Leipzig-Plagwitz unberechnet und portofrei zusendet, vor uns liegen und möchten nicht unterlassen, auf diese wirklich empfehlenswerthe Bezugsquelle aufmerksam zu machen. Jeder, auch der kleinste Auftrag wird mit der größten Sorgfalt und Pünktlichkeit erledigt und nur dank ihrer stets bewährten reellen und coulanten Bedienung erfreut j sich die Firma Mey & Edlich ihrer jetzigen hervorragenden Stellung j in der Geschäftswelt. 10504 n ---------------—--------------------------------- erzielt man nur, wenn die Annoncen zweckmäßig abgefaßt und typographisch ange« sonne Jnseraten-Entwürfe zur Ansicht geliefert. Berechnet werden ledig- lich die Original-Zeilenpreise der Zeitungen unter Bewilligung höchster Rabatte Bet größeren Aufträgen, so daß durch Benutzung dieses In. sittutes neben den sonstigen großen Vortheilen eine Ersparniß an Jn- serationskosten erreicht wird. Vertreter in Gießen r Heinrich Wallach. 8570 Erfolg meßen ausgestattet sind, ferner die richtige J r cv Wahl der geeigneten Zeitungen ge- f flllfm OttnttfPtl troffen wird. Um dies zu erreichen, wende I mQn sich an die Annoncen-Expedition Rudolf Messe, Frankfurt a. M., von dieser Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kostenfrei ertheilt, Aerhesßslhe Siseubahmn. Die Lieferung von 68 Stück — 219 lfd. m Weichenschwellen aus Eichenholz ist zu vergeben Angebote sind bis zum 2. Deeernber d. I. dahier einzureichen. Die Bedingungen können bei den Sta- ttonen Alsfeld und Nidda, sowie bei unserer Magazinsverwaltung eingesehen werden. Gießen, den 25. November 1891. 10473 Großherzogliche Direktion. Montag den 30. November, Nachmittags 21/« Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dm Erben der Jacov Magel Eheleute« in Gießen gehörigen Grundstücke: Flur 4 Nr. 20 - 2319 Meter Acker am Krofdorferwea, Flur 5 Nr. 30 - 1038 Meter Wiese in den Weiden, Flur 5 Nr. 31 — 1825 Meter Wiese daselbst, Flur 5 Nr. 439 — 1038 Meter Acker über dem Fabricischen Acker auf den Fluthgraben, Flur 22 Nr. 20 — 1081 Meter Acker am obersten Bachweg links der Chaussee, Flur 23 Nr. 153 — 1125 Meter Acker auf dem Aulweg hinter dem Weiher freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 21. November 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 10346 Ikilgeöotenes. Unterröcke für Damen und Kinder in allen möglichen Stoffen und Mach» arten, ebenso solide und billiger wie selbst angefertigt, empfiehlt in großer Auswahl Robert Haas, 10367 Seltersweg 18. Folgende Aecker, als: 585 Klafter am Krmzweg, 1376 Klafter am Leufertsröderweg, 1244 Klafter am Wismarer Weg find auf neun Jahre zu verpachten, event. auch unter günstigen Bedingungen zu verkaufen Beide letztere Aecker eignen fich auch zur Backsteinfabrikatton. Carl Schwan gen., 10464___________Seltersweg 64. ______ Christbaum- ■ Confeet M Kiste 440 Stück, reichhaltige Mischung, Mk. 2.8V, Nachnahme. Bei drei Kisten ein Präsent. [10205 Friedrich Fischer, Dresden-N. 12 xxxxxxxxxxxxixxxxxxxxxxxx 8 Die besten Schuhwaaren § x zu den billigsten Preisen x x kauft man in dem Schuhwaarenlager bei 10455 £ x IKäg- X>. Katz 'chM X X M 27 Marklftratz- 27. S XXXXXXXXXXXXIIXXXXXXXXXXXX Die Fortsetzung meines Ausverkaufs von Manufacturwaaren, Strumpswaaren, Kleidungkücken. Halstüchern, IN großer Auswahl, sowie viele andere Artikel, findet in meiner letzrgerr Wohnung zu jedem annehmbaren Preise statt. Friede. Emil Loos Asterweg 9, im Hause des Herrn Dr. Ploch 10166_______________ Hof rechts, 1 Treppe hoch._________________ Aecht holl. Java - Kaffee mit Zusatz, kräftig und reinschmeckend, garantirt, ä Pfd. 80 Pfg. Postpackete . _ , $ Mk- 7,20 versende zollfrei unter Nachnahme. Auf der letzten Brüsseler Internationalen Nahrungsmittel- und Kochkunst-Ausstellung mit der höchsten Auszeichnung, der „Goldenen Medaille“, prämiirt. Hier nur einige von Tausenden der eingegangenen Anerkennungsschreiben: Bitte sobald wie möglich mir 18 Pfd. Java-Kaffee, 80 Pfg. das Pfd., zu senden, weil Ihr Kaffee gut und reinschmeckend ist. Wilh. Heinz, Duveldorf 22 3 91. — Da mir Ihr Kaffee geschmeckt hat, so bitte um Zusendung von 9 Pfd. an Bäckermeister Franz Gaide, Kätscher 16. 1. 91. — Da mem Kaffee zu Ende geht, und ich mit der Sendung sehr zufrieden bin, möchte ich bie hierdurch ersuchen, mir wieder 9 Pfd Java-Kaffee mit Zusatz zu senden. A Maass Kaufmann, Döbel, 6. 1. 91. - Mit dem mir zugesandten Kaffee war ich reent zufrieden, und bitte mir die gleiche Qualität wieder zugehen zu lassen. Carl Schlemmer, Stuttgart 19. 1. 91. — Da Ihre vorige Sendung zu memer grössten Zufriedenheit ausgefallen war, so bitte ich um weitere 9 Pfd. Ihres Java-Kaffees. Martin Jensen, Orsbeck 1. 6. 91. — Bitte schicken Sie mir wieder eine Sendung von Ihrem Kaffee, meine Frau hat sich so daran ge- wohnt, dass sie keinen andern mehr haben will, bitte um 9 Pfd. gegen Nachnahme H. Althoff, Höxter 3. 6. 91. - Da ich mit der ersten Sendung Ihres Holl. Java-Kaffee sehr zufrieden war, ersuche ich Sie freund- lIC l wieder 9 Pfd- Ihres Kaffees zu senden. Müller, Lehrer, Affhöller- bach 11. 6. 91. [10402 Vergandt täglich. Wilh, Schultz, Aitotia b. Hamburg Gelegenheitskauf. 10410 Ein Pöstchen zurückgesetzter Wolle in verschied. Farben »freuten von Mk. 1.80 an per Zollpfund Rothamel S Petry, Bahnhofstraße 31, Gas-Cokes. Infolge Stadtverordneten - Beschlusses vom 23. October 1891 festgesetzte Preise: für den Gentner Stückeokes ...... Nuffeokes in drei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung zerMmert und für alle Ofenschächte passend: ab Gaswerk Mk. LIO. Größe Nr. I., etwas größer als Anthracit . „ 1.20. Größe Nr. II., in der Größe des Anthracit . „ 1.25. Größe Nr. III., kleiner als Anthracit . . ,, 1.25. Die Anfuhr an das Haus erfolgt von dem Gaswerk aus bei Abnahme von mindestens 5 Gentner und werden für dieselbe 5 Psa. für den Centner berechnet; von Herrn Emil Pistor werden auch aeruiaere Mengen als 5 Centner zugeschickt. Bei Entnahme von Wagenladungen von mindestens 35 Centner, welche einige Tage vor dem Bezug zu bestellen sind, tritt bei allen Sorten eine Preisermäßigung von 5 Pfg. für den Centner ein. Bei Bezug von 200 Centner auf einmal tritt eine Preisermäßigung von 10 Pfg. für den Centner ein und empfiehlt es sich, diesbezügliche Bestellungen zeitig bei uns vormerken zu lassen. 9501 Städtisches Gas- und Wasserwerk Giessen. MrstärksteMam erhält bei mir ans guten Stossen elegant gearbeitete Paletots für 25 Mark *=0 Oberweite. . . . 150 em. Uuterweite . . . 165 cm. Meine Herren- und Knaben-Confection zeichnet sich, wie bekannt, durch eleganten und guten Sitz, sowie durch dauerhafte Stoffe bei billigsten Preisen aus. [9986 J. Klipstein, Bahnhofstr., Ecke Heustadt. Ausverkauf von Gold- und Silberwaaren wegen Ausgabe des Artikels. Um damit zu räumen, verkaufe ich sämmtl. hier einschlägige» Artikel weit «nter Preis und lade zu zahlreichem Besuche ergebens Fritz Scharmann 9928 Kirchenplatz. Grosser Weihnachts usverkauf meiner bedeutenden Waarenbest&nde zu ermässigten Freisen, Damenconfection Sammete u. Plüsche Leinen Kinderconfection Bettdecken Handtücher Kleiderstoffe Tischdecken Damaste Lamas Gardinen Hemdentnche Seidenstoffe Bettzeuge Druckzenge Kattune Bettfedern Unterröcke Gegen baar gebe ich 10% Rabatt. 3T Eine Parthie Reste in allen Waarengattungen Awgnst Montanus. Flanelle Futterzeuge Taschentücher Schürzenzeuge Tuche u. Buckskins u. s. tv. u. s. w. unter Einkaufspreis. “BE 10508 Gaedke8 CACAO SBlbstangefßrtiQtß ReiftKosser, Handkoffer, \ Reisetaschen, । Portemonnaies j und [10237 | Hosenträger l empfehle in vorzüglicher Z Qualität u- blltgen Preisen. äMER^-7 WA l4r, r 8 y|| M/r,r pH Ms zeige ergebenst an 10336 Die Eröffnung meiner Weihnachts-^ Ausstelimz L. Frohnhäuser, Mäusburg. "'M W M !WD Angekleidete Puppen. Eogros-Preise. la. Qualitäten. Alle Grössen Gelenkpuppen Pelzmuffe mit Boa Stickereien in Stramin, Tuch, Plüsch, Keinen etc das Neueste der Saison. 8458 Sietzen und Umgegend: [10458 welche vor wie nach unerreicht dastehen und die einzigen sind, welche -— regelmäßig ergänzt werden können; vorrätig in allen feineren Spielwarenhandlungen zum Preise von 1 — 5 Matt und höher. 50 90 Kinderhöschen Stoffröcke Schulterkragen Plüschmützen Plüschmuffe Laterna Magicas, neueste Constr. Trommeln, Trompeten, Säbel, Gewehre etc. Puppen-Zimmer, Möbel, Küchen und Küchen-Einrich- tungen, Läden, Festungen, Ställe, Theater. Ä. Kilbinger Seltersweg 19. Alle Arten Selbst- u. Gesellschafts- Spiele nachDr. Georgens Froebel. Dr. Richter’sehe Holz- und Stein- Baukasten. Schaukel- und Roll-Pferde, Puppen- Drück-Wagen, Massive Leiter- u. Kasten-Wagen etc. 1038' in erlesenen feinsten und feinen Qualitäten, roh und gebrannt, empfiehlt [1320 Emil Fischbach. vorm. 6. C. Windecker Seltersweg L, Ecke am Krem. <§. Ar». Richter & Gie., t u. k. Hoflieferanten, Rudolstadt, Thür. Nürnberg, Wien, Olten, Rotterdam, London E.C., New-York, 310 Broadway. 40 Pfg 200 „ 70 „ 35 „ 45 „ 160 Pfg. 50 „ 100 „ Commandit-GeseUschafl S. Mach t Co., Giessen, Markt 5 Maffen-Abschlüffe für 6« gleiche Geschäfte Sonnenstrasse 25. 10253 _________________________ Aeehte Nürnberger Lebkuchen ;u den billigsten Preisen empfehlen (10490 Gebr. Adami. Otto HerzKCos Schuhe u. Stiefel find nicht nur die besten, sondern auch die bequemsten. Alleinverkauf für Geschw. Heerz, Neuenweg 7 empfehlen ihr Lager in fertiger Herren-, Damen- und Kinderwäsche sowie sämmtlicher Stoffe zur Wäsche. Reiche Auswahl in Taschentüchern. Das Sticken und Zeichnen wird rasch und billigst besorgt. Extra-Bestellungen in Wäsche werden entgegengenommen und rasch und pünktlichst besorgt. 10063 Wir empfehlen zu den denkbar billigsten Preisen: Großes Lager fertig garnirter Damen« und Kinder-Hüte, Unterjacken Unterhosen Normalhemden Pantoffeln, nur zum Aussüllen Zur gefl. Beachtung!!! Unterzeichneter empfiehlt: in Plüsch, Atlas, Tuch, Fries, Leinen, Aue Sulkereien gift, Stramin 2c., sowie alle in dieses Fach einschlagende Artikel. Große Auswahl feiner Holzschnitzereien, Korb-, Plüsch- und Lederwaaren rc. mit Stickerei-Einrichtung. (LSennersNachf.) M Telephon 78. lobend anettannt; es gibt kein besseres und geistig anregenderes Spiel für Kinder und Erwachsene! Näheres über dasselbe und über das „Kreisrätsel" findet man in unserer illustrierten Preisliste, welche sich alle Eltern eiligst (gratis und franko) kommen lasten sollten, um rechtzeitig ein wirklich gediegenes Weih- Anferügung aller Häkelarbeiten und feiner Bunt- und Goldstickereien, Fahnen, Bandeliere, Kissen, Monogramme, sowie jede Zeichnung wird bestens und billigst ausgeführt. I. H Fuhr, Sonnenstrahe. uachtsgeschcnk für ihre Kinder wählen und bestellen zu können. — Alle Steinbaukasten ohne die Matte „Anker" sind gewöhnliche und als Ergänzung wettlose Nachahmungen, darum verlange man stets und nehme nm? Richters Anker - Steinbaukaste«, Louis Lind, Kirchenplatz 10, empfiehlt fst. Kaiserbräu (dunkel), per Flasche 25 H, fst. Exportbier (hell), per Flasche 22 H, aus der Brauerei I. Hildebrand, Pfungstadt, 5305 fst. Lagerbier (hell), per Flasche 18 H, aus TextorS Brauerei. Jedes Quantum frei ins Haus. Feinsten deutschen COGNAC ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2. Grosse Weihnachts- Ausstellung in Kinderspiel- Waaren von L. Süß Nachflgr., Marktstr. 9 Ausverkauf. Wegen Aufgabe des Ladengeschäfts verkaufe von heute ab alle Arten Stickereien, Holzwaaren, Korbwaaren, Kurz, Wall und Weitzwaaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 10180 C. Herber, Bahnhofstraße 8. Bahnhofstraße 8. Ein interessantes, für die langen Winterabende ehrliches Spiel. Das Kreisrätsel nur echt mit „Anker". Preis 50 Pfg. Tausend und abertausend Eltern haben den hohen erzieherischen Wert der berühmten AnKer-SleinbauKasten Llqueure und 111 Wein-Essig von Georg Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage: 10151 Alle Zuthateu zur feinen Bäckerei in unübertroffener Qualität und zu billigsten Preisen empfiehlt [10406 Emil Fischbach. Per V.Fl- V,Fl. In Gieße« zu haben bet 10165 Chemisch untersucht von Hin. Geh. Hofrath Prof. Dr. R. Fresenius u. von ärztlichen Autoritäten allen schwächlichen Personen empfohlen. Tokayer Tokayer Menescher Carlowitzer Ausbr. Rüster Ausbruch 1876er..... Cabinet 1868er. rother Med.-Wein . 2.- 1.15 2.40 1.35 3— 1.65 2.— 1.15 1.80 1.— 1.80 1.— Weidig sTokayer att8brn$ 1881ct Herrn Earl Bieler, Kreuzplatz 9, u. Herrn T. L. Salkhof Wwe., Frankfurterstr. 1. I. W Wwe und Silber I Gold waaren zu bedeutend Wegen Aufgabe des Geschäfts verkaufe sämmtliche Uhren, 8 WsUthorstrsße 8 IiisvitM herabgesetzten Preisen. Besonders mache auf eine schöne Auswahl Standuhren aufmerksam, welche zu billigem Preise abgebe. 9957 Lahnkaik-Industrie 5? Ang. Gabriel jr. in Gießen. Ringofenbetrieb. Große Production von Prima-Marmor- und hydraulischem Stückkalk. Regelmäßiger Sommer- und Winterbetrieb. Bahnanschluß Kinzenbach bei Meßen. IS“ Analyse der Marmorkalksteine: ca. 99l/2 % 9806) kohlensaurer Kalk. EHBT --- Abgabe einzelner Muhren nur gegen Baar. 5 Harmonikas, Zithern, Violinen, Trommeln, Flöten, ! J sowie alle Instrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen In der W A Instrumentenfabrik und -Handlung [8520 G Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), Giessen. K GOGGCGOSGGSCOGGGGGÄSCGSS Neuheiten nWoliwaaren als: Capntzen für Damen und Kinder, Umhängetücher, Kopftücher'jeder 9(rt, Kragen, Westen, Tricot-Taillen, Handschuhe in Tricot, Wolle, Buckskin und Glace, bedMende Auswahl in KuaveW- u« Mädchen Auzügesz, Mäntelchen und Ueberziehern in Cheviot, Tricot u. Buckskin, 6T*«n>.-at billigste BezuASqnelle für garantin neue, dopvett gereinigt n. gewaschene, echi BÄfera- Mr versrndcn jöHfrci, gegen N^chn. (nicht «mter 10 Vsd.i gute Biene Gettfeiwrn per Pstrnd für 00 Wm 1 M. H. 1M. 25 Pfg.; feine primaHatbdanne« IM. Ky Pfg.; weifie Potarsedcrn 2 M.». 2 M.L9 Pg.; silltcriveißc Bcrtscdcrn 3 M., 3 M. 50 Pfg., 4M.. 4M. 50 Pfg. ». 5 M.; ferner: echt chinesische Gauzvauuerr (sehr süllkriistig) 2 M. 50 Pfg. und 3 M. «er. Packung zum Sostenpreise. — Bei Brträgcu von mindestens 75 M. 5°/0 Rabatt. — Etwa Sttcht« gesaLcnSeS wird franktrtbereitwilligst rurückgcuommcn. Facher & Co. tu Herford Lötftfl. 81earittlichte in allen Qualitäten und Facons empfiehlt billigstWAMWWl 6 tz2 P. I. Möbs, Seifen- und Lichte-Fabrik. Aerbeff. Theerschmskl-Zcife von Bergmann 4b «o. in Dresden. Mein ätdteS, erstes und ältestes Fabrikat in Deutschland, anerkannt vorzügl. und allbewährt gegen alle Arten Harrt- unreinigkette« und HautanSschläge, wie: «ttester, Flechten, Kinnen, I Lederstecke rc. Dorr, h St. 50 Pf. bei I 5915] I H. Fuhr, Sonnenstraße 27. Strickwolle bekannt beste Marke von M. «& W. empfehlen in allen Farben und Qualitäten zu billigsten Preisen Rotbamel & Fetry, 10409 Bahnhofstraße 31. VermieHrmgeN. 8028] Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör und GartenantheÜ, zu vermiethen. GH. Bischest, Liebigstraße 66. 9702] Logis, kl. und größ., sowie einr. Zim., neu herger.,z. v. Neuen Bäue 20. 10324] Das von Frau SusanneHom- berger seit einer Reihe von Jahren bewohnte Logis im mittleren Stock, bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör, ist per 15. März k. I., eventuell auch früher, an eine ruhige Familie zu ver- miethen. Ostanlage, Wiesenstraße 1. Per sofort aülienlogis, fünf I Zimmer mit Wasserleitung und Zubehör, zu vermietben. [8685 Moritz Semmler, Wallthorstraße 15. 10311] Zwei Zimmer, Küche und Keller per sofort zu vermiethen. Balser, Friseur, Grünbergerstraße 4. 10433] Ein kleines Logis zu vermiethen. _________________________Rtttergafse 23. 10431] Im neuen Hause, Ecke Stein- und Dammftraße 39, ist eine Wohnung im mittl. Stock von vier Zimmern mir; allem Zubehör, sofort zu vermiethen. Ecke Stein- und Dammstraße 39. _ 9848] Schöne geräumige Wohnung von 4 Zimmern mit Küche, Wasserleitung und allem Zubehör, Schulstraße 4, per 1. Februar 1892 zu vermiethen. Näheres Kirchenplatz 10. 10145] Logis, 2—4 Zimmer, Wäsferltg., Gartenanth., sowie 2 möblirte Zimmer, eoent. mit Pension, zu vermiethen. ________________Marburgerstraße 29■ 9372] Stube, Cabinet und Mche gers miethet Gg. ttnverzagt, Kaplansgasie 5. 10331] Ein kl. Logis zu vermiethen. ___________Bahnhofstraße 26, Hinterh. 9321] Fam.-Wohn-, 3 Zim., Wasserl., Küche u. Keller, zu verm. Marktplatz 22. 9202] Dritter Stock, 5 Zimmer, Küche und sonst. Zubehör, in dem Neubau an der Westanlage, ferner zwei größere Läden mit Wohnungen Ecke Neustadt-Bahnhofstraße per sofort zu vermiethen. Näheres bei E. ReÄetM oder Sg. Psast, Neustadt.___ 9141] Ein schönes Logis, 3 Zimmer mit Küche, ist an ruhige Leute zu vermiethen, beziehbar im December _______L. Minkel Bahnhofstraße 3. 3 u v e rmiethen Bel-Etage, 5 Zimmer mit Zubehör, Weich' platz und Wasserleitung. 8829 ________Nordanlage Schillerftraße 16. 10448] Eine freundliche Wohnung, vier bis fünf Zimmer nebst Wasserleitung, bald zu beziehen; ferner eine geräumige Mansardenwohnung mit Wasserleitung zu vermiethen._______Frankfurterstraße 7. 98] Gartenstraße 21: Logis zu verm. 7 Zimmer mit Balkon und Gartenanth., sogleich. Näheres das. 21, 3. St. 8711] Schöne Wohnung zu vermiethen _____________ Schöne ÄlaSsicht. 4543] Asterweg 6 ist der untere Stock mit allen Bequemlichkeiten und Wasser- leitung per sofort zu vermiethen. ___Friedrich Kühne sen. 5508] Der oberste Stock meines Haut es, bestehend aus 5, event. 3 Zimmern nebst Zubehör und Wasierleitung, alsbald oder später zu vermietben. Emil Mschhach SetterSweg 24. 2056] Schöne Wohnung von 5 Zimmern mit Zubehör, zu vermiethen. Ernst Möser, neben Steins Garren. 10382] Eine Familienwohnung von drei bis vier Zimmern ist bis zum 1. December, oder auch spater preiswürdig zu vermiethen. Näheres zu erfragen Kaplansgaffe 21, 3. St. 9896] Der mittlere Stock, Bleichstraße Nr. 21, 5 Zimmer mit Zubehör, ist ander- weit zu vermiethen._____________________ 9088] Schön möblirtes Zimmer zu oer- miethen. Schulstraße 4, I. 10259] Ein unmöblirres Zimmer zu vermiethen.___________Sonnenstraße 1. 10349] Möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__Afterweg 23. 10407] Schön möblirtes Zimmer zu vermiethen.______________Bleichstraße 5- 10449] Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen^______Hessischer Hof. 9691] Orrt mäbl. Ammer an ruhigen Hsrrn zu vermiethen- ___Ludwigsplatz 13, 2. Stock- Lade« in der Mitte der Stadt auf kürzere Dauer preiswerth zu vermiethen durch 10348__________Aoh. Fr. Schaaf. 9888] Ein schöner großer Laden nut Wohnung, beziehbar im Februar, zu vermiethen. L. MinkeL Bahnhofstraße 8. W190] Mltteegrotzer Laden mit Wohnung. Lindenplatz 5, LI. 1463] Stallung nahe der alten Kaserne zu vermiethen. Näheres Wallthorftr- 48, Vermischte Anz^ee Mein Barbier- und Frifeurgefchäft befindet sich von heute ab [10489 Löwengasse 2. _____Wilhelm Simon. 10122] Ein kräftiges solid. Dienstmädchen, da-kochen kann» ans Weihnachten gesucht. Zu erfragen in der Exped» d. Bl.. Restaurant „Zum Postkeller". SSSK1' Heute Sonrrtag 9210 L Frei-Concert, gg T extors Terrasse. Die Wirthschaft ist Sonn- tags geschlossen,________10495 Kullstverem für das GrasiheyogthM Ktssev. Ausstellung von Oelgemälden im alten Hofgerichtsgebaude (Brand). Täglich geöffnet von 11—1 Uhr. Die Mitglieder des Kunstvereins mit ihren Familienangehörigen habe« gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtmttglieder beträgt der Eintrittspreis 50 Eine Liste zum Einschreiben von Beitrittserklärungen liegt offen. 18 Der Ausschuß Sonntag den 29. November ermäßigter Eintrittspreis von 20 Pf. Restaurant Felsenkeller. ----- - Feinster Biersaal. ------ ------ Alleiniger Ausschank des Spatenbräu-Bier (München) Preis per V2 Liter 20 H, Wiener Export-Bier (Actien-Brauerei) Preis per V2 Liter 15 H, über die Straße 13 Ohne Pression direet vom Fatz verzapft. ___________________Per Saat ist jederzeit geheizt._____________10352 fiapSHe „Zum Biergrund" Einem verehrlichen Publikum zur Nachricht, daß ich die Wirthschaft „zum Biergrund" übernommen habe und halte mich aufs Beste empfohlen. Hochachtungsvoll L. Löb. Im Anschlüsse an Obiges empfehle noch ein sehr schönes Kueip- loeal zur gefälligen Benutzung. [10310] D. O. Skdacttou: L, Gchrstz». — Druck uno Verlag der BrShllch« Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) In Gießen. Sonntag dm 29. November Giestener Anzeiger. Beilage zu Rr. 279.-1891 Feuilleton. Ein Dsll. Scizze von Wilhelm Fischer. (Nachdruck verboten) Ob sie schön war, ich weiß es nicht) aber sie gefiel mir, denn damals, als sie mir zuerst begegnete, schienen mir ihre lieben, treuen Augen wie der Spiegel einer reinen Seele. Uud doch hatte ich mich getäuscht. Ein Ball war die Ursache. Ein Ball, wird man mich erstaunt fragen, ein Ball, auf dem man sich zu vergnügen pflegt, auf dem die Lust Liebe athmet, und bei den verführerischen Klängen der Musik das Herz erbebt, die Brust vor Freude schwillt? Wie ist das möglich? Seltsam, daß im größten Glücke das herbste Leid schlummert,- seltsam, daß der Mann das Herz des Weibes erkämpft, um es niemals zu verstehen. Ist es so Bestimmung, ich weiß es nicht, aber ich fühle es. Wir kennen das Weib nimmer, es zu verstehen, fehlt uns die Quelle der Forschung) kennt sich das Weib doch nicht selbst. Ich lernte sie eben aus einem Balle kennen, um sie auf einem Balle zu verlieren. Ein Zufall? Mein Gott, ist nicht alles Zufall? Ein Zufall gibt uns das Leben, ein Zufall gründet uns die Familie, nur das Grab ist uns bestimmt. Eine grausame Bestimmung, und doch eilen wir dem Ende lebensfroh entgegen, das nur der Weise als Erlösung preist. Die knorrige, kräftige Eiche fällt der Sturm, die tobende, gurgelnde See stürzt Felsen, die Sündfluth vernichtet Welten, ein Hauch jedoch vernichtet Menschen. Pah, nach uns die Sündfluth, wozu das finstere Brüten des Gehirns, die philosophische Selbftmarter Hamlets! * * * Ich tanzte zuerst mit ihr einen Walzer. Wie sie den schönen Körper in meinen Armen wiegte, wie sie dahinglitt, einer Sylphide gleich! Jede Zuckung ihres Körpers, ihres Blutes meinte ich zu spüren. Ihr langes, goldblondes Haar schlang sich um meinen Nacken. „Loreley auf dem Balle," flüsterten meine Lippen, und unwillkürlich preßte ich sie an mich. Ein räthselhafter Blick der seelenvollen, unergründlichen Augen traf mich, Loreley, ich bete dich an, rief es in mir, und mit Gewalt hielten mich Erziehung und Sitte zurück, sonst wäre ich, ein willenloser Sclave, zu ihren Füßen gesunken und hätte sie angebetet, wie der Ziegenhirt in der Campagna die heilige Madonna. Ihr Haar verwickelte sich an meiner Brust und mit einem leisen, süßen Schrei lehnte sie an meiner Wange, während ich zitternd das weiche Haar befreite. Sie dankte mir leise, dann geleitete ich sie an ihren Platz. Ein Blick lud mich ein, ihr Gesellschaft zu leisten. Ich weiß nicht, was ich sprach, nicht, wie ich sprach) ich glaube, ich erzählte ihr von einem neuen Buche, von einem berühmten Sänger, ich sprach von allem und hatte dennoch das Gefühl, als spräche ich von nichts. Nicht jeder versteht es, Frauen zu unterhalten. Es schien mir, als lausche sie aufmerksam meinen Worten. „Mein Herr," sagte sie plötzlich, leicht erröthend, „Sie tanzen sehr gut." Ich verbeugte mich verwirrt . . . Tanzt man denn nur, um zu tanzen? Fast scheint es so, aber dann beraubt sich ja der, der nicht tanzen kann, eines eigenartigen Genusses. Dann wäre der Tanz ästhetischer, als er mir scheint. Der Mann tanzt nur mit einem Weibe, junge Mädchen tanzen gern miteinander. Sonderbar, sehr sonderbar . . . „Tanzen Sie gern, mein Fräulein?" „Für mein Leben gern," antwortete sie. Ihre Augen strahlten und ihre Wangen glühten,- sie war erregt wie eine Bajadere, die sich mit Opium berauscht hat. Ich habe Zigeuner tanzen sehen, in Spanien, und dort tanzen sie, bis sie bewußtlos zusammenbrechen. Das Orchester intonirte eine Saisonpolka. Die feurigen Weisen electrisirten meine Nachbarin förmlich. Sie wartete meine Bitte um den Tanz kaum ab, schwer, eine süße Last, hing sie an meinem Arme, dann umfaßte ich sie zu einem Tanz, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Wieder schlang sich ihr Haar um meinen Nacken, ich war wie electrisirt, aus ihren Adern zuckte ein magnetischer Strom in mein Blut über, ich war meiner Sinne kaum mächtig. So tanzt der Opiumtrunkene in seinen Träumen mit den schönsten Huris des Paradieses. Ihr Haar duftete nach Ambra, die Lust war sinnberückend und berauschend. Mir schlugen die Pulse wie im Fieber) ich preßte sie an mich und im tollen Reigen, halb kosend, halb hingebend tanzten wir dahin. Das war kein Tanzen mehr, das war tolles Rasen, das war dürstende Gluth. Als das Orchester erstarb, führte ich die Glühende in das Palmenhaus. Bald ruhte sie an meiner Brust und heiße Küsse bedeckten ihre Lippen. Dem Rausche folgt die Erschlaffung . . . „Sie tanzen gut!" Wie oft mag sie dies nicpt, hingerissen von ihrer Leidenschaft, anderen zugeflüstert haben, die ebenso gut tanzten wie ich. Dieser Gedanke durchbebte mich, als ich ihre Tanzkarte prüfte. „Der nächste Tanz ist leider vergeben . . entschuldigen Sie!" flüsterte sie. Die Eifersucht ist ein Nebel, aber wer vermag dem Nebel zu wehren? Ich führte sie wortlos in den Saal zurück. Er kam, sie um den gewährten Tanz zu bitten. Er tanzte nicht schlecht, vielleicht tanzte er sogar besser als ich. Der Gedanke machte mich rasend. Bei Gott, er tanzte gut, sie wie eine Göttin! Wie sie sich im Kreise wiegten! Er tanzte bester al8 ich. Eine Stunde früher, und ich hätte darüber gelächelt. Was liegt daran, daß der eine besser tanzt wie der andere? Nichts, und manchmal doch so viel, mehr, als wir ahnen! Der gute Tilnzer ist der König des Ballsaales, ein paar Phrasen, und er ist der König der Herzen. Ich blickte schärfer hin. Ihr goldblondes Haar war um seinen Nacken geschlungen. Himmel und Hölle, jetzt preßte er sie an sich und sie duldete es! Ich stampfte mit dem Fuße auf, stürzte dann ein Glas Sect hinunter und lachte plötzlich so laut, daß mich die Umstehenden erstaunt anblickten. Die Loreley! Niemals sah ich sie wieder. ♦ * * Wir schüttelten den Kopf, als der Erzähler geendet, denn wir verstanden ihn nicht. Er lachte still vor sich hin. „Nicht wahr, meine Ballgeschichte ist Euch unverständlich. Glaubs schon. Jede Geschichte hat ihre Moral, auch die meine. Als ich den Sect trank, dachte ich an einen seltsamen Spruch, und der lautet: „Du sollst dir dein Weib nicht auf dem Tanzboden wählen, wähle sie dir in der Küche und im Hause. Prüfe ihre Mutter und nicht ihre Ballschuhe." Jetzt verstanden wir ihn. Spar-u. Leihkasse Giessen. Im Monat December l. I. werden die folgenden Zahltage abgehalten: Mittwoch den Donnerstag * Samstag Dienstag Mittwoch , Donnerstag „ Samstag „ Di ne tag „ Mittwoch ,, Donnerstag „ Samstag „ Dienstag Mittwoch „ Donnerstag „ Dienstag „ Mittwoch „ Donnerstag N 2. December 1891 | i ■ io ; : ik. : : i76: : : 19. 22. 23. 24. 29. 30. , , 31. Diejenigen Einleger, welche ihre Zinsen tiaar in Empfang nehmen wollen, werden ersucht, an einem der vorstehenden Tage zu diesem Zwecke bei der Kaffe zu erscheinen und die Einlagebücher vorzulegen. Zinsen, welche bis 1 Januar 1892 weder erhoben noch beige^chrielien sind, werden den Einlegern in den Büchern der Kaste ohne weiteres zvgeschrieben und vom 1; Januar 1892 an verzinst. Es ist hier nach nicht nothwmdig daß diejenigen Einleger, welche «urZinsen blifchreiben lassen wollen, an den obigen Zah tagen erscheinen, die Wahrung in den Einlagebüchern kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des Jahres 1892 erfolgen. Gießen, den 27. November 1891. Der Rechner: Doering. Versteigerung von Woll-, Kurz-, Spiel- und Galanteriewaaren. Montag »r« 30. »e» , Dt.nlta« »en 1. $«., «. ,v. »te folgenden Lage, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Gasthof Adler" (Marktplatz Nr. 20), die nachstehend verzeichneten Maaren: 25 Dtzd. Unterhosen für Frauen und Mädchen, 25 v Unterhosen f. Herren u Knaben, 50 , Unterröcke verschied. Qualität, 25 „ Herren- und Frauenhemden in Flanell und Baumwolle, 50 w gestrickte und gehäkelte Tücher, 50 „ Herren Foulards u ShawlS, 50 „ CostümeS (Tricotagen), 15 „ Herrenwesten, 1500 Meter reinwollene Kleiderstoffe, sowie eine große Parthie Strick, Häkel« und Stickwlille, eine große Parthie Zwirn und Nähgarne u. s. w., eine große Parthie Spielwaaren und Schlittschuhe, sow. eine Parthie Tisch- und Hä grlampen, eine । Parthie ächte« Kölnische« Wasser, 150 Fl. Cognac u s. w., und schließlich eine | Parthie Messer und Gabeln. [10483 । H. C. Werner. I Bekanntmachung. Die verehrlichen Mitglieder der hiesigen Spar- und Leihkasse werden zu einer Hauptversammlung auf Montag den 30. November I. I, Nachmittags 3 Uhr, in den Saal des alten Rathhauses auf hiesigem Marktplätze eingeladen mit folgender Tagesordnung: 1) Vorlage der vorgeprüsten Rechnung für das Jahr 1890. 2) Erstattung des Verwaltungsberichts für dasselbe Jahr. 3 ) Wahl des Stellvertreters des Directors. 4) Wahl in den Ausschuß. 5) Herstellung der Directorswohnung und Weitervermiethung der- derselben. 6) Neuanschaffung eines Sparherdes in der Rechnerswohnung. 7) Gehaltserhöhungen. 8) Unterstützungen. Gießen, den 9. November 1891. Die Direction der Spar- und Leihkasse. Langsdorfs. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Garbenteich für 1892/93 liegt vom 29. d. M. an 8 Tage lang zur Einsicht aller Betheiligten auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen. Garbenteich, am 27. November 1891. Versteigerung. Dienstag den 1. December, Nachmittags 2 Uhr, werden im „Pfau", Neustadt: 4 ganz neue Verticows, 2 do. Küchenschränke m. Glasaufsatz, 9 Fußschemel, 1 Stoßkarren für Möbeltransport, 1 Hobelbank gegen Baarzahlung versteigert. Im Auftrag: 10532) L. Rothenberger. Aettzeöotenes. Auf mein neues Sortiment M. Kaffees in hochfeinen Qualitäten zu ermäßigten Preisen beehre ich mich aufmerksam zu machen. 10220 Emil Fischbach. 10432] Eine leichte Glaskalesche billig zu verkaufen. Rittergasse 23. unterzeuge, wie: Hautjacken, Normalhemden, Normalhoseu in großer Auswahl bet [9687 Fritz Nowack, SelterSweq. Billige und ungaruirte Damenfilzhüte empfiehlt [10428] gt< „MESSMER“8 FRANKFURT a. M. BADEN-BADEN Uebertrifft Souchonzs am viel höheren Preisen. In Giessen bei: Ed Lind, Hof- Oonditorei (Telephon 69). 9682 10511 Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz. Die Eröffnung unserer diesjährigen grossen Weihnachtsausstellung in Kinderspielwaaren beehren uns ergebenst anzuzeigen. 10135 Moritz Gregor! & Sohn. Weihnachts-Confect in den verschiedensten Sorten und Mustern, sowie Krö88ie8 Lager!Reizende Neuheiten! feinstes Butter- u. Anis-Gebäck empfiehlt billigst 10140 Die Conditorei und Zückkrtonareu-Fabrikatiou Ludwig Döll Marktstraste 18. GIESSEN Marktstraße 18. Für Wiederverkäufer sehr zu empfehlen!________ Whlichcs Geschenk zu jeder Gelegenheit! Andree, R., Allgemeiner Hand-Atlas in 120 Karten. 3W Neueste Austage. ’M In grünem Halbfranzband gebunden Mk. 28.—. Ferher'sche Univ.-Buchhandlung (W. Ferber) ___________________Gießen, Kirchenplatz._______________10157 Otto Schmidt 10328 Carl Krailing, Südanlage 22. 1 Marktstratze Uhrmacher Marktstraße 1 Grosses Lager aller Arten Uhren in anerkannt vorzüglicher Qualität zu billigen Preisen. Grosse Auswahl in Ketten, Gold-, Silber-, Granat- und Corallwaaren. Gänzlicher Ausverkauf der Alfenidewaaren pi Fabrikpreisen. ___________Reparaturen unter Garantie gut und billig._______9950 geräuschloser Thürschlietzer mit pneumatischem Selbstschlutz. Neueste Erfindung, geeignet für alle Thüren. ----------- Alleinverkauf für Gießen: Weihnachtsausstellung in Kinderfpielwaaren zeigt ergebend an 10427 Friedr. Rüger. Pelzwaaren in allen Arten empfiehlt in reichhaltigster Auswahl [9698 H. Rubsamen, Kürschner, Mäusbnrg 16. Das Aufertigen von neuem Pelzwerk, Um- WM/WM Änderung, Reparaturen, sowie jede in das Kürschnerfach einschlagende Arbeit wird bestens ausgeführt. W i c h t i g für Damen! Von meinen rühmlichst bekannten WollschweitzvlLtter« ohne Unterlage, die tiidjf kühlen und nie Flecken in den Taillen der Kleider entstehen lassen, hält für Gießen und Umgegend auf Lager: Herr Ph. Schlatter, Neuenweg 2. Peets per Paar 50 Pfg, 3 Piare Mk. 1.4*1 Giederoerkäufern Rabatt. •Frankfurt a. O.[9776J Robert v. Stephani. Soeben ersolieint: linnen ßOOTafeln. 300 Karten. 120 Chromotafälii Mü 480 Tafeln in Schwarzdrnclc Zu beziehen durch empfiehlt Emil Pistor 317 9449 und ™ BrockhÄ Kon versation s Lexikon kV co o ev 3 T5 P cs weiche und steife Hüte, Seidenhüte, Herbst- und Wintermützen für Herren und Knaben. Schirme für Damen und Herren, in bester Qualität, schon von Mk. 1.40 an. Neuheiten in Binden und Cravatten, Kragen und Manschetten, Glaeö-, Stoff- und Wildleder-Handschuhe, mit und ohne Futter, Hosenträger, Hutflore re. re. empfehle Pelzwaaren aller Art. Feinste schwarze Damen-Muffe von Mk. 1.40 an; ferner empfehle Boas, Barrets, Damen- und Herrenkragen, Pelzmützen re. Unser Lager in Gasbeleuchtung^ GllshkiMgs-GegeilßMdtn bewährtester Construetion empfehlen wir hiermit bestens. Städtisches Gas- u. Wasserwerk Giessen. OWWm IA A A A 11Ö Bände geb. a 10 M. <7 U U U | oder 256 Hefte ä 50 Pf. 1'16000 [Seite nText.l Z TltfcrltA Aafaw vorzügliche Dauerbrenner MJL&V.ULU WieUj für Cokesheizung, Lönholdt’sche Oefen von den Buderus schen Eisenwerken, Amerikanische Oefen von Rießner & Co. - Nürnberg, Füllregulir - Oefen, Kochöfen, Wormseröfen, Ofenschirme, Kohlenkasten, Feuergeräthe VlAleM^hm Schärpen, Cereviees, JE __Bänder, Bier- und Wein- —zipfel, sowie alle Artikel für studentische Verbindungen (i^rt Franz Reinecke, Hannover. Sämmtliche Waaren verkaufe im Ausverkauf zu Fabrikpreisen. 8546 Kiudeuplatz 5. Heinrich Repp, Lindknplatz 5. Zu Weihnachtsgeschenken Pianos zu vermiethen. Monatliche Mieth preise : 3, 4, 5, 6 Mk. und höher. Freie Stimmung. Auf einzelne Tage zu Hochzeiten, Concerten, Tanzunterhaltungen etc 6, 7, 8, 9 Mk. und hoher (einschliesslich der Transportkosten). 131 Wilh. Rudolph, Pianohandlung, Neuenweg b. Weihnachts-Ziehung der Weimar-Lotterie vom 12 —15. December d. J. 5000 Gewinne > w. T 150,000 Mark Für’ Hauptgewinn w. " ■ 50,000 Mark. Für Loose ä Stück 1 MEark9 11 St. für 10 Mk., 28 St. für 25 Mk. (für Porto und Gewinnliste sind 20 Pfge., bei Einschreibesendungen 30 Pfge. beizufügen), 10420] lange Vorrath £. Braildt L CO., Erfort E. Trenckmannl Buchhandlung und Antiquariat I Sonnenstr. 5 GIESSEN a Kanzleiberg empfiehlt sein grosses Lager von Geschenklitteratur, Prachtwerken. Jugendschriften, Bilderbüchern etc. Cataloge gratis und franco. [7089 Stuhlflechtrohr empfiehlt [9892 Louis Lony, Bahnhofstraße 27. Ahornlaubsägehotz, auf Holz lithographtrte Laubsäge-u.Kelbschnitz- vorlagen etc. empfiehlt [9891 Louis Lony, Bahnhofstraße 27. Für Landleute empfiehlt wollene gestrickte Ztrmnpsumaren in allen Größen zu billigen Preisen I. C. Wallenfels, Färberei, 10350 21 Kirchenplatz 21. Blaudruck, nur prima Waare, empf. billigst J.C. Wallenfels, Färberei, 21 Kirchenplatz 21. 10345 Baumwollflanelle prima Qualitäten in neuesten Dessins eingetroffen, zu Kleidern und Hemden 2c, empfiehlt billigst 10343 I. C. Wallenfels, Färberei, _________21 Kirchenplatz 21._________ Patent - Thür und Fenster - Verschluß gegen Luftzug empfiehlt Heinrich Hochstätten, 9918________Schloßgasse 19.______ Irdene Kochgeschirre mit verzinntem Stahlblechboden em< pfiehlt billigst [10123 Louis Lony, Bahnhofstr. 27. Husten-Heil von E. Übermann, Dresden, ist das einzig beste biäid G-nußmittel bet Husten. Heiserkeit. Zu haben bei [9904 Gebr. Adami Mäusburg 14. Zwetschenhonig, neuen, empfiehlt [lu288 ____Robert Stahl, Neustadt 23. Hülsenfrüchte, neue, gut kochend. [102R7 empfiehlt Robert Stahl, Neustadt 23 König. Belg. Poftdaurpfer vo» nauj Auskunft ertheiley: MM schnelle Fahrten, gute W Verpflegung, billigste Preise. Vai. Ha mmeran Frankfurt a. M. Lieferant der deutschen Reichsbank. Feuerfeste Geldschränke Stahlpanzerkassen, # Schmiedeiserne Cassetten und Copirpressen. iLager und Verkautslocal Kaiserstrasse 30. [637 ) Amateur-Photographie. dpfxuatc, Sio&enptattett, pwic föttHHUicfk’ cwpfiefvft 8960 X. Saptec ftanSfwnij. Wollene und wasserdichte Pferdedecken empfiehlt 10152' W Spies, Neuenweg 14. , Vermischte Anzeigen ÜHaarkettenrc.!! werden billigst angefertigt bei [10261 Max Rüger, Friseur, Wittergasse 5. Deutsche Bekleidungs-Akademie Frankfurt am Main. 6393 ZuschneidelehranstaltmitStellenzuweisung für Directricen und Zuschneider. 1500 ausgeb. Schneilourse 1—2 Wochen. Prospecte durch Director Martens. 10211] Mädchen mit guten Zeug- niffen suchen Stellen auf Weihnachten durch Vermiethfrau Seydicke, Teufelslustgärtchen 5. von der Becke & Marsily, Antwerpen F. J. Bothof, Generalagent, Mainz, H. Klippatein in Langsdorf. F551 Mk. 2000—3000 jährlich ohne jedes Risico können Agenten, vertrauensTvürd. Personen jed. Standes und allerprts durch den Verkauf von Staatspapieren, gesetzlich erlaubten Staatsprämien-Loosen gegen monatl. Teilzahlungen verdienen. Höchste Provisionen bewilligt. Adr. erb. an das „Bankgeschäft F. W. Moch“, Berliii SW , Wilhelmstr. 12. 10373 Capital-Anlage 85,3 durch günstigen Ankauf von Häusern in Frankfurt a sicher 7—10°/o Hinsein. Ankauf u. Verwaltung K. Uhrig, 37 Zeil. Gesucht auf Weihnachten ein braver Bursche, der in der Landwi'lhschaft bewandert ist und gute Zeugnisse besitzt, zu einem Pferd. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. (10477 Bringe meine Dampf-Färberei und ehern. Waschanstalt geehrtem Publikum iu empfehlende Erinnerung. J. C. Wallenfels, 10341 31 Kirchenplatz 21. BB Chemisch-analytisches Laboratorium | Dr. Alfred Gabriel, Giessen, Frankfurterstrasse 67, gegenüber den neuen Universitäts-Kliniken. Untersuchungen aller und jeder Art. i SÜi' i., '■ , I'j.; b.'hr .. > I■«■■III ... ................ ist der Salzfchlirfer Bonifacios Brunnen. Größter Heilerfolg gegen Gicht, Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Nieren?, Blasin- und Gallensteine, Rheumatismen, Magen- und Leberleiden, Hämorrhoiden, Verstopfung rc. — Gebrauchsanweisung, Analysen und Brunnenoersanbt durch die Brunnenverwaltung in Salzschlirf sowie durch alle Mineralwosserhandsung''n und Apotteken. 9676 E$thrpBara Caviar, e^tra grobkörnig, mild gesalzen, empf. 9921 Emil Fischbach. 9503] Die der Spar- und Lethkasse zu Lang-Göns gehörige Hofraithe mit Grabgarten links des Wtesecker Wegs — Gemarkung Gießen —>, 3<56 LUMtr. haltend, ist an eine anständige Familie zu vermiethen und sofort zu beziehen. Die Besitzung wird auch unter günstigen Bedingungen verkauft Auskunft ertheilt Geometer Henrich, Asterweg 8.__ Violine, für einen Anfänger, zu verkaufen 10459 __Marktplatz 17. Suche»- Mi) tonte- Scheitholz abzugeben bei K. Jung IV«, 116] «lein.Lind««. __ der aus Station Mieüa« verkehrenden Eisenbahnzüge. Ankunft. Abfahrt. 112 tzOO 5)40 H30 jOO J15 2^ 332 6^ 7£2 «12* 1032 1122. Frankfurt 229 436 469 $23 }$04* 950 H« ^157^38'^82 74-1 903 620 (führt 2.-4. Klane). Friedberg (CocdUuq) 6U ( ühr>'2.-4. «.uff j. 214 4M 7Ö8* 1131 42j 527 6M 711 E IE. «affe, 1221 l£i ,^Ua ,Of>l 1139 105 G° 440 E. - ; 214 4« ßl6 741 708* 1131 149 4L> 527 ß53 744 ßf>9 925 iE. Marburg 12°2 127 347 8 7^6 941 112Ö HB 1241'334 427 635 727 812 1<1464. Wetzlar 62.' 808 948' 10Ö0 1159 IM 230 438 537 5r 755 907 915. 941 1132 vm,_ 334 6H 811 1121. EmS—Cp-vlenz 505 8u8 948 1 159 418 ^3? 755. 1120 427 72? 1154. Deutz - «01« 625 1000 1210 5>k>. 757'üti 423H00. Fulva 7,f> ll4i 7125"O( u- fliefdb). 930 307 656. (gelnhauseri 705 12"5.14P' i '4u (i ia Hunaen). 930 307 656. GchMteMvM.Mdbh 700 12"!' 410 8^ ft) 6^81) 930 307 656. (gedern raubach bezw. Stockheim 705 1212 440 .822-tt) Die Nachtzeiten von 6 Uhr Abends bis bbv Uhr früh sind durch Un , Ostreichen der Vrinutenzvhlen aiiSgezetchnet. Die setten. Ziffern bezeichnm die'LchneVzÜqe Di, mit * bpei.t eten ftLffe führen nur 1. und 2 K laste l j Dcrcchrt währcird der Monate November bis etnschließlich Februar nur an Montagen und Dien«, tagen ab.Stockheim. tt) Derrehrt während der Moiiate November bis einschtietzlsch Fediuar nur an Sonn- und Montagen zwischen Nidda urtb Stockheim, sonst an allen Tagen zwischen Gtehen und.Nidda. Redaction: A. Schepda. - Druck und Verlag der Brüdl'fchen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) ta Gießen.