Dienstag den 29. September 1891 Nr. 226 D« cttd)ihxt täglich, ■M LuLnahm« de- Monragr. im Pichen er dem Lnzeiß« «»ch«rlich dreimal btittüeL Gießener Anzeiger viertNjährigeB >lo**e«t*UfteU 2 Mark 20 Psg. veS Bringerlohru Durch die Post bejefü 2 Mark 50 Pf,. Rcdactton, ExpedW« und Druckerei^ Keneral-Mnzeiger. AchutstratzeAr^ Kerufprecher 5JL Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. > -------- |-------- - ---- ■ --------------------------------■ - ..... - _______ ____________ loieieee |u der Nachmittag für dm 1 imtft WWSSMSVSS»«WSSMWch»MWWNSWNWM^MW«»WWWSS>^SSWW«WWWMW«>^!.MS^MM^WSSSMJ Lll'i MMBMWMHMMMPMMMW» Theil. Bekanntmachung, die Viehpreisvertheilung zu Hungen betreffend. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß bei der am 21. l. M. durch den landwirthschaftlichen Bezirksverein Gießen zu Hungen veranstalteten Viehpreisvertheilung die nachverzeichneten Viehzüchter für Vorführung preiswürdiger Thiere die beibemerkten Preise erhalten haben. Gießen, den 25. September 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. I. Für Fasel (Simmenthaler Rasse.) 1. Aus dem Kreis Gießen. Gemeinde Langsdorf..........25 Gemeinde Bellersheim.........20 Nikolaus Neusel, Bellersheim.......20 Balthasar Metz, Holzheim ........20 Phil. Noth, Langsdorf.........20 Pachter Klingelhöffer, Hof-Graß......20 Metzger Seibert, Hungen........15 Konrad Schäfer, Langsdorf.......15 Joh. Bender, Langsdorf.........15 Phil. Wirth, Langsdorf.........15 Bürgermeister Ronthaler, Langd......10 2. Außerhalb des Kreises Gießen. Roth, Cyriaksweimar bei Marburg.....15 Heinrich Huber, Wölfersheim.......15 Georg Reitz, Echzell..........10 Weller, Melbach...........10 Döll, Borsdorf...........10 Michel, Ober-Mockstadt.........10 Döll VII., Borsdorf ..........10 Mk. V n u n ti u ff tf ff tf tt ff // ff ff ff n II. Für Fasel (Vogelsberger Rasse). Zimmer, Bingmühle bei Lauter......25 „ Derselbe............20 „ Gemeinde Hasbach..........20 „ III. Für Kühe (Simmenthaler Rasse). Bürgermeister Bopp, Bellersheim, führt die schönsten Thiere vor, kann jedoch, da dieselben erst neu angekauft, nach der Prämiirungsordnung einen Preis nicht erhalten. Christian Seiber, Hungen (Kuh mit Rind)... 35 Mk. von Oven, Hungen..........30 „ Georg Hahn, Bellersheim........25 „ Heinr. Schudt II., Muschenheim......15 „ Bürgermeister Weiß, Ober-Widdersheim.... 15 „ Hermann Petri, Lich..........15 „ IV. Für Rinder (Simmenthaler Rasse). Wilh. Neusel, Bellersheim........25 Georg Hahn, Bellersheim........15 Heinr. Strauch I., Borsdorf.......15 Georg Balser, Borsdorf........15 Bürgermeister Kühn, Ober-Bessingen.....10 Hermann Jhring, Lich.........10 Zoh. Jox, Ettingshausen........10 V. Für Kühe (Vogelsberger Rasse). Heinrich Kneipp, Langsdorf ........35 Ernst Zimmer, Bingmühle bei Lauter .... 30 Friedr. Steul, Bellersheim........30 Ludw. Weisel, Birklar.........20 n tt ft // // n n tr n n n VI. Für Rinder (Vogelsberger Rasse). Ernst Zimmer, Bingmühle........25 „ Georg Hofmann, Grünberg.......„ Karl Christ, Grünberg.........™ „ Georg Keil, Grünberg.........1U " Deutsches Reich. Darmstadt, 26. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Provinzialdirector fr-rhrn. v. Gagern von Gießen. Darmstadt, 26. September. Wegen des Ablebens Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Großfürstin Alexandra von Rußland, geb. Prinzessin von Griechenland, tft aus Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis zum 9. October l. I. einschließlich angeordnet worden. Berli», 26. September. Der Sarkophag für Kaiser Friedrich ist, wie die „Nordd. Allg. Ztg." mittheilt, am Dienstag aus Italien hier eingetroffen und in das Atelier des Prof. Begas überführt worden. Er ist aus carrarischem Marmor und an 200 Gentner schwer. Berlin, 26. September. Wie für Roggen, so haben auch für die Ernte in Weizen Ermittelungen auf Grund des Probeerdrusches stattgefunden. Nach denselben stellt sich, wie die „Nordd. Allg. Ztg." berichtet, die Weizenernte Preußens für 1891 auf 18 408 000 Doppelcentner, während diejenige des Vorjahres 17 523000 Doppelcentner betrug. In Weizen, d. h. Sommer-, und Winterweizen zusammen, beziffert sich also die diesjährige Ernte um rund 1 Million Doppelcentner höher als die vorjährige. — Im Interesse der Betriebssicherheit hat, wie die „Köln. Ztg." berichtet, jüngst der Minister für öffentliche Arbeiten die Königlichen Eisenbahn-Directionen angewiesen, in geeigneter Weise Vorsorge dafür zu treffen, daß in Zukunft Hilfsbedienstete und Arbeiter, auch wenn sie es im Interesse der Erhöhung ihres Verdienstes wünschen sollten, während ihrer Ruhezeit zu Dienstleistungen nicht herangezogen werden können. Berlin, 26. September. Die bisherige Ausnahme des sogenannten Trunksuchtsgesetzes durch die öffentliche Meinung ist im Allgemeinen keine sonderlich günstige gewesen und diese Wahrnehmung wird schwerlich ohne Rückwirkungen auf die fernere Gestaltung des Gesetzentwurfes bleiben. Es heißt, daß man in Regierungskreisen wohl auf Schwierigkeiten in der Frage des Trunksuchtsgesetzes gefaßt gewesen sei, daß man jedoch nicht einen so lebhaften Widerspruch erwartet habe, wie er dem Entwürfe vielfach entgegentrete. Finanzminister Dr. Miquel, welchem ein wesentlicher Antheil an dem Zustandekommen des genannten Entwurfes zugeschrieben wird, soll deshalb gesonnen sein, auf manche Punkte desselben, die am meisten Verurtheilung erfahren haben, zu verzichten. Jedenfalls wird der ganze Entwurf einer gründlichen Umarbeitung unterzogen werden müssen, wenn er dem Reichstage mit einiger Aussicht auf Annahme unterbreitet werden soll. — Der Versuch, eine Anzahl polnischer Volksschullehrer nach dem Westen der preußischen Monarchie zu versetzen, soll vollständig gescheitert sein. Die polnischen Lehrer haben sich in ihrer neuen Heimath fast durchgängig unglücklich gefühlt, namentlich bei den Lehrerfrauen soll das Heimweh geradezu Erkrankungen veranlaßt haben. Ein kleiner Theil der betreffenden Lehrer ist bereits nach Posen und Westpreußen zurückgekehrt, resp. zurückversetzt worden, ein anderer Theil steht noch mit der Regierung wegen der Rückkehr in Verhandlung. Die einschlägigen Verhältnisse sollen in der nächsten Session des preußischen Landtages^zur Sprache gebracht werden. Berlin, 26. September. Nach der „Post" treten die commandirenden Generäle des siebenten, des Garde- und des zweiten Armeecorps demnächst in den Ruhestand, Waldersee erhält das Gardecorps, Blume das siebente, Krosigk das zweite Corps. Blomberg erhält das neunte Corps, — Das „Tagebl." meldet aus Daar-Es-Salam' Die deutsche Schutztruppe wird um 800 Sudanesen und 500 Zulus vermehrt. Der Conflict mit den Wadigos wegen der Palmkernsteuer ist beigelegt. Wismann tritt am 3. October mit dem Dampfer „Lowedes" seine Rückreise nach Europa an. Neueste Nachrichten. VolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. September. Der heute im reich geschmückten Festsaale des Rathhauses stattgehabten Festsitzung des Stolze-Tages wohnten unter anderen Finanzminister Dr. Miquel, Stadtrath de Neve, Director Dr. Schwabe und der Sohn des Begründers des Systems bei. Geh. Ober- Regierungsrath Blenck feierte in einem Vortrage die Stenographie als Factor des culturellen Fortschritts, gab eine kurze Geschichte derselben und theilte mit, daß der Kaiser dem Fest- comite sein Interesse an den stenographischen Bestrebungen habe ausdrücken lassen. Hierauf begrüßte Stadtrath de Neve die Festversammlung im Namen der Stadt. Dr. Hempel hielt alsdann die Festrede über die culturhistorische Bedeutung der Stenographie. Cassel, 27. September. Ihre Majestät die Kaiserin wohnte heute dem Gottesdienste in der Hof- und Garnisonkirche bei. Metz, 27. September. Bei der heutigen Wahl zum Bezirkstage für die Stadt Metz wurde Heister (Altdeutscher) gegen Lallemant (Einheimischer) mit 200 Stimmen Mehrheit wiedergewählt. Paris, 27. September. Der gestrige „Lohengrin"- Vorstellung ist völlig ohne Zwischenfall innerhalb und außerhalb des Opernhauses verlaufen. Bapaume, 27. September. Bei der heutigen Enthüllung des Denkmals für den General Faidherbe hielt der Minister des Auswärtigen Ribot eine Rede, in welcher er zunächst auf die militärischen Tugenden hinwies, von denen Faidherbe ein Beispiel gegeben habe, und die sich in der Armee wie in der Marine wiederfänden, sodann aber der Besuche gedachte, die die französische Flotte abgestattet habe. Europa habe Frankreich endlich Gerechtigkeit widerfahren lassen. Ein Souverain, vorausschauend und fest in seinen friedlichen Absichten, wie dies auch Frankreich selber sei, habe öffentlich die tiefen Sympathien bekundet, die sein Land mit Frankreich verbänden. (Lebhafter Beifall und Rufe: „Es lebe der Czar!" — „Es lebe Frankreich"). Die russische Nation habe sich ihrem Kaiser angeschlossen, um Frankreich herzliche Freundschaft zu bezeugen. Jedermann wisse, wie die Gefühle erwidert worden seien. Die Vorgänge von Kronstadt hätten in den kleinsten Ortschaften Frankreichs Widerhall gefunden. Unvergessen dürfe aber auch nicht bleiben, weder das, was vorausgegangen, noch das, was daraus gefolgt fei. Ueberall hätten die französischen Matrosen den Namen Frankreichs höher geachtet, ja geliebt gefunden und in Dänemark, Schweden und Norwegen die rührendsten Kundgebungen erlebt. In Portsmouth, wo die Königin selbst die französische Flotte habe Revue passiren lassen, sei derselben die großartigste und liebenswürdigste Ausnahme zu Theil geworden. Alle Welt habe einen Eindruck bekommen, der nicht erlöschen werde. (Lebhafter Beifall.) Es ergebe sich hieraus, daß sich Frankreich in einer neuen Lage befinde, was aber nicht etwa bedeute, daß es sich einer neuen Politik anzupassen habe. Die bisher befolgte Politik sei eine so günstige gewesen, daß man sie nicht aufgeben dürfe an dem Tage, wo ihr Werth vor aller Augen zu Tage trete und wo Frankreich beginne, die Früchte derselben einzuernten. Frankreich, im Bewußtsein seiner Stärke und voll Vertrauen auf die Zukunft, werde fortfahren, die Klugheit und das kalte Blut zu zeigen, die ihm die Achtung der Völker verschafften und dazu beitrügen, ihm den Rang wiederzugeben, den es in der Welt einnehmen müsse. — Die Rede RibatS wurde mit fast ununterbrochenem Beifall und mit Hochrufen auf Ribot, auf die Republik, auf Frankreich und auf Rußland ausgenommen. ©ent, 27. September. Bei dem von der Presse veranstalteten heute Nachmittag hier stattgehabten Feste brach ein Theil der für ba§ Publikum erbauten Tribünen ein, die Zahl der dabei zu Schaden gekommenen Personen soll eine erhebliche fein. Nähere Details waren noch nicht festzustellen. Depeschen des „Bureau Herold". Hamburg, 27. September. Der hiesige Kaufmann Korkus wurde zum Generaldirector der von Baron Hirsch gegründeten Actiengesellschaft für jüdische Colonisation ernannt. Bern, 27. September. Internationaler Congreß betr. Arbeits-Unfälle. Die letzte Congreßsitzung begann um 11 Uhr unter dem Präsidium von Linder-Paris. Folgende Beschlüsse wurden ohne Discussion angenommen: 1. Die Zukunftsbenennung: Congreß und permanentes Comite betreffend die Betriebsunfälle und die Socialversicherung. 2. Es ist die Pflicht der Jetztheit, Vorbeugungsmaßregeln gegen Betriebsunfälle und Berufskrankheiten zu ergreifen und deren Folgen zu mildern. In Verbindung der Privat- thätigkeit mit solcher von Genossenschaften und des Staates bezüglich der Vorbeugungmaßregeln scheint zur Sicherstellung der Entschädigungen der Bersicherungsweg angezeigt und ist die Verbindung der leichten Unfälle mit der Krankenversicherung zweckmäßig. In den Staaten, welche eine Altersund Jnvalidttätsversicherung besitzen, ist die Verbindung derselben mit einer Versicherung für Berufskrankheiten und schwere Unfälle von Vortheil. 3) Der Congreß wünscht, die Staaten möchten in methodischer Weise Erhebungen über die Betriebs-Unfälle veranstalten und bestätigt den Auftrag an das permanente Comite, das Studium über die einheitliche Anlage einer internationalen Unfallstatistik fortzusetzen. Der nächste Congreß soll frühestens in 2, spätestens in 4 Jahren stattfinden - es wird dem Comite überlassen, Ort und Zeit zu bestimmen. Nach einem Rückblick des Bundesrathes Droz auf die Arbeiten des Congresies, welche schöne Arbeiten zu Gunsten der Arbeiter aufweisen, und einem Dank an Droz und Linder durch Cheysson und Bödicker wird der Congreß aufgelöst. Osnabrück, 28. September. Der Reichskanzler Caprivi erklärte, der „Köln. Ztg." zufolge, auf die Begrüßung durch den Bürgermeister im Friedenssaale des Rathhauses: die Befürchtungen, ob der gegenwärtige Zustand erhalten werde, seien unbegründet. Keiner der regierenden Fürsten haben den Wunsch, den Frieden zu stören und einen europäischen Krieg hervorzurufen. Auch die Annäherungen von Staaten in der neuesten Zeit gäben keinen Grund zu Befürchtungen, sie seien nur der Ausdruck schon vorhandener Verhältnisse. Soweit sich übersehen lasse, wolle keine der europäischen Regierungen den Krieg, der in seinen Folgen alle früheren übertreffen werde- auch die Verhältniffe im Innern, um welche sich der Kaiser bemüht, werden befriedigenden Abschluß finden, wenn schon vielleicht erst nach Jahrzehnten. Cocafc» und pmittjieHw. Gießen, 28. September. gv — Ordens-Verleihungen. Se. Majestät der Kaiser hat aus Anlaß seiner Anwesenheit bei den Herbstübungen des 4. und 11. Armeecorps u. A. die nachstehend aufgesührten Ordens-Decorationen verliehen: Dem Generalmajor v. Obernitz, Commandeur der 49. Infanterie-Brigade, den Rothen Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe- dem Generalmajor v. Massow, Commandeur der 25. Cavallerie-Brigade, den Rothen Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub - dem Oberst und Commandeur des 1. Großh. Hess. Jnsanterie(Leibgarde)-Regiments Nr. 115, v. Kracht, den Rothen Adlerorden 3. Kl. mit der Schleife und Schwertern am Ringe- dem Oberst v. Voigt, Commandeur des 2. Großh. Hess. Dragoner(Leib-Dragoner)-Regiments Nr. 24, den Rothe» Adlerorden 3. Kl. mit der Schleife - dem Major Buchholz, dem Major Emmich, dem Hauptmann Hiepe vom 2. Großh. Hess. Jns.-Regiment (Großherzog) Nr. 116 den Rothen Adlerorden 4. Kl.- dem Generalmajor Lademann, Commandeur der 50. Infanterie-Brigade, den Kgl. Kronenorden 2. Kl. mit dem Stern- dem Bezirksfeldwebel Pfeiffer vom Landwehrbezirk Gießen das Allgemeine Ehrenzeichen in Gold- dem Feldwebel Wenzel, dem Sergeanten und Hautboisten Richter, dem Büchsenmacher Engel, dem Büchsenmacher Schröder vom 2. Großh. Hess. Infanterie- Regiment (Großherzog) Nr. 116 das Allgemeine Ehrenzeichen. — Oberhesfische Obstausstelluug. Die „Franks. Ztg." meldet: Zu der vom 15. bis 23. October in Gießen vom Oberhessischen Obstbauverein veranstalteten Obst-Ausstellung ist Herr Obergärtner Carl Schuhmann von hier (Frankfurt a. M.) als Preisrichter berufen worden. — Die Nr. 21 des im Auftrage des Evang. Pfarrvereins im Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenen „Hessischen Kirchenblattes" hat folgenden Inhalt: 1. Pilgerlied. 2. Stimmen aus Pfarrvereinen über Psarrvereine. 3. Die Frage, ob der Kirchenvorstand das Recht zur Anstellung des Organisten habe. 4. Bemerkung zu dem Danaergeschenk (5. Religionsstunde). 5. An die Amtsbrüder unter fünf Dienstjahren. 6. Kirchen- Gesetz, die Aufhebung der Accidenzien der evang. Geistlichen betr., Landessynode. 7. Weitere Aeußerung aus die Anfrage betr. Selbstständigkeit und Würde der Kirche. 8. Jüdische Anmaßung. 9. Antrag betr. den Pfarrverein und seine Hauptversammlung. 10. Das „weltliche" Mitglied. 11. Lies — aber laß dich nicht gelüsten! 12. Anfrage. 13. Einladung. 14. An die Vertrauensmänner! 15. Mitglieder. 16. Familiennachrichten. 17. Anzeigen. — Ernennung. Ernannt wurde am 17. lsd. Mts. der Hilfsbremser bei den Oberhessischen Eisenbahnen, Heinrich Schneider aus Breitenstein zum Bremser bei diesen Bahnen — mit Wirkung vom 1. October l. I. an. — — Von im Großherzogthum Hessen wohnenden Erfindern fanden letzthin folgende Patent-Anmeldungen statt: Exzenter-Formmaschine: Hans Rudolf Rolle in Lollar. — Toiletteneinsatz für Reisetaschen: E.Ph. Hinkel in Offenbach a.M. — Zugverminderungsvorrichtung an Regulieröfen: Hugo Buderus in Hirzenhain. — Waage mit Differentiallaufgewichten ' Carl Schenk in Darmstadt. — Fa^ondrehbank (Zusatz zum Patente Nr. 56162): Carl Moschel in Offenbach a. M. — Schraubstock Klemmbacke mit drehbarer Stahlbacke: Curt Nube in Offenbach a. M. — Der Landesausschuß der laudwirthschastlichen Vereine hat in seiner in Darmstadt abgehaltenen Sitzung auch einem Anträge des Pferdezucht-Vereins für das Großherzogthum Hessen zugestimmt, wonach die Zeitschrift für die land- wirthschastlichen Vereine dem Pferdezucht-Verein als Vereinsorgan zur Verfügung gestellt wird. Betreffs der Zulassung der VaterländischenVieh-Versicherungs-Gesell- schaft in Dresden zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum — welche Zulassung von der genannten Gesellschaft beim Großh. Ministerium des Innern und der Justiz beantragt wurde — faßte der Landesausschuß eine Resolution, in welcher er sich gegen diese Zulassung ausspricht. Ferner wurde folgender Antrag des Herrn Kreisraths Haas angenommen: Der Landesausschuß wolle 1) im Anschluß an mehrere diesbezügliche, ähnlich lautende Beschlüsse der vor- hinigen Großh. Centralstelle für die Landwirthschast und die landwirthschaftlichen Vereine erklären: Die Lage der Verhältniffe auf dem Gebiete des Molkereiwesens im Großherzogthum erheischt auf das Dringendste, daß die von den Landständen zum Zwecke der Förderung des Molkereiwesens neuerdings bewilligten Mittel in erster Linie zur Bestellung eines in dem fraglichen Fache in Theorie und Praxis durchaus erfahrenen Jnstructors Verwendung finden- 2) Großh. Regierung ersuchen, diese Maßnahmen sobald wie irgend möglich ergreifen zu wollen. Reichelsheim in Oberhessen, 23. September. Die Vermessungsarbeiten für die zu erbauende Secundärbahnstrecke Friedberg-Reichelsheim-Nidda werden jetzt eifrig betrieben. Seit heute befinden sich zur Vornahme genannter Arbeiten hier im Auftrage der Baubehörde ein Ingenieur und ein Forstassessor. § Grebevham, 25. September. Der zur hiesigen Ober- sörsterei gehörende, in der Gemarkung Bermuthshain liegende zweite Karpfenteich wurde heute gefischt. Das Resultat war ein sehr befriedigendes. Vor zwei Jahren wurden 600 Stück Strecklinge eingesetzt, wovon 527 Stück Karpfen gefischt wurden. Die Fische wurden an einen auswärtigen Händler verkauft, der Centner zu 50 Mark. Der große Karpfenteich wird im nächsten Jahre gefischt. -. Büdingen, 26. September. In dem benachbarten Bindsachsen hat sich heute eine 61jährige Dienstmagd, welche schon über zwanzig Jahre bei einer Herrschaft diente, erhängt. Das Motiv der That ist unbekannt. Friedberg, 25. September. Heute feierte Herr Rent- amtmann Domänenrath Stoltz sein 60jähriges Dienst- jubiläum. Auf besonderen Wunsch des Jubilars wurde von jeder festlichen Veranstaltung abgesehen und das Fest nur im engsten Familienkreise begangen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog zeichneten den rüstigen Jubilar durch Verleihung des Ritterkreuzes 1. Klasse des Ludewigsordens aus. nn. Darmstadt, 27. September. Ueber den gestern von mir gemeldeten, unter so tragischen Umständen stattgesundcnen Selbstmord der Frau Dr. Meyer von hier kann ich Ihnen noch das Folgende berichten: Dr. Meyer befand sich seit einiger Zeit wegen Nervenüberreizung in einer Wiesbadener Heilanstalt für Morphiumsüchtige, wohin ihm auch seine Frau bald folgte. Vorgestern kehrten nun beide von dort zurück und mietheten sich im Bahnhofhotel ein Zimmer, trotzdem sie in der Stadt eine aufs Prächtigste eingerichtete Wohnung besaßen, und scheint es nicht ausgeschlossen, daß sie sich schon hier mit Selbstmordgedanken trugen. Das weist auch darauf hin, daß sie ihr Dienstpersonal schon vor einiger Zeit entfernten und auch ihr einziges Kind, einen Sohn von drei Jahren, zu den Eltern der Frau nach Stuttgart schickten. Vom Bahnhofhotel aus begaben sie sich gegen Abend in ihre Wohnung und was nun hier alles zwischen den beiden Ehegatten vorgefallen ist, bleibt wohl ein Geheimniß der unglücklichen Frau und des theilweise geistig umnachteten Mannes. Gestern Mittag wurde die Leiche der Frau nach dem städtischen Hospital gebracht, woselbst eine Section derselben vorgenommen wird. Die Staatsanwaltschaft ist eifrig bemüht, Licht in das Dunkel zu bringen, und hat schon eine große Zahl von Zeugen vernommen. Dr. Meyer selbst befindet sich noch in seiner Wohnung und wird von zwei Wärtern und zwei Schutzleuten fortwährend bewacht, da es nicht ausgeschlossen ist, daß er einen Selbstmord begeht, was aus seinen Aeußerungen zu schließen ist. Er soll wieder nach einer Heilanstalt gebracht werden. Darmstadt, 24. September. Mit der Errichtung eines Gewerbegerichtes scheint es nunmehr bei uns vorwärts zu gehen. Der Entwurf eines Statuts liegt vor und nach Anhörung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sind bereits gutachtliche Aeußerungen des Gewerbevereins und der Handelskammer eingegangen. Dieselben sind in allen wesentlichen Punkten mit dem Statutenentwurf einverstanden, so daß dessen definitive Feststellung wohl keine Schwierigkeiten mehr machen dürfte. Eine besondere Commission, die man zu wählen beabsichtigt und welche aus zwei Vertretern aus dem Handelsstande, zwei Juristen und einem bis zwet Herren aus dem Gewerbestande bestehen soll, wird demnächst von den Stadtverordneten gewählt werden. Die Commission soll auch Vorschläge bezüglich der Wahl des Vorsitzenden und der Beisitzer des Gewerbegerichts machen. Mainz, 25. September. Das Polizeiamt hat eine Statistik über die in den Wirthschaften, Restaurationen u. s. w. beschäftigten Kellnerinnen angeordnet, da sich in den letzten Jahren in dem Kellnerinnenwesen eine Reihe von Uebelständen herausgebildet haben- es ist nämlich Thatsache, daß in vielen Wirthschaften mit „Damenbedienung" die Mädchen entweder einen ganz geringen Lohn, sogar 5 und 3 Mark pro Monat, oder überhaupt gar keinen Lohn erhalten. Daß dadurch die Mädchen geradezu darauf angewiesen werden, unlautere Mittel anzuwenden, um Trinkgelder oder sonstige Zuwendungen zu erhalten, kann nicht geleugnet werden. Das Polizeiamt ist dieser Angelegenheit näher getreten, um die oben angegebenen Mißstände auf die eine ödere andere Weise zu beseitigen. A Mainz, 27. September. Das in Castel garnisonirende Hessische Pionierbataillon Nr. 11 feierte heute das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. Zu der Feier, die in einem Bataillonsappell, Mannschaftsfeste, geselliger Vereinigung der Offiziere u. s. w. besteht, find erschienen der Generalinspector des Pionier- und Jngemeurcorps, ein Theil der früheren Commandeure des Bataillons, sowie eine Anzahl sonstiger Offiziere von auswärts. Da das Bataillon immer in Castel garnisonirte, so feierte die Gemeinde durch Illumination und Flaggenschmuck das Jubiläum mit. Der Empfang der auswärtigen Offiziere sand in dem bekannten Gasthause „zum Anker" in Castel statt, wo das Osfiziercorps des Bataillons seit dem Bestehen sein Casino statt. — Von einer merkwürdigen Geschichte, die allgemeines Aussehen erregt, wissen verschiedene Blätter aus dem hiesigen Gerichtspalast zu berichten. Danach soll ein Gerichtsschreiber bei der Kammer für Handelssachen seit Jahren versäumt haben, die Kostenrechnungen aufzustellen. Erst jetzt, nachdem jener Gerichts- schreiber pensionirt, ist die Sache zu Tage gekommen und sollen nunmehr die Kosten nachträglich eingefordert werden. Da die Unregelmäßigkeiten bis zum Jahre 1879 zurückreichen, so finden diese nachträglichen Zahlungsanforderungen natürlich allenthalben Widerstand. — Nach langem schweren Leiden ist gestern der Justizrath Dr. Wilhelm Bruch, der Senior der hiesigen Notare, gestorben. — Heute ist ein dritter Pilgerzug von hier nach Trier abgegangen, an dem nahezu 800 Personen theilnahmen. Mainz, 26. September. Ein von Mannheim kommendes Rh ein floß ist gestern früh bei Nebel an einer Rheinaue in der Nähe von Nackenheim zerschellt. Von der Bemannung sind zwei Leute ertrunken. vermorschtes. * Frankfurt a.M., 27. September. Der Schluß der electrischen Ausstellung ist nunmehr definitiv auf Montag den 19. October, Abends 11 Uhr festgesetzt. * Marburg, 26. September. In der Gemarkung des etwa zwei Stunden von hier entfernten Dorfes Sterzhausen wurde in vergangener Nacht ein Wilddieb erschossen. Letzterer, ein Mühlenbesitzer Namens Ludwig Schmidt aus Großfelden, war gegen 12 Uhr Nachts in dem Forstorte Eisenberg von dem in Sterzhausen stationirten Förster Happel in der Ausübung seines verbotenen Handwerks betroffen und angehalten worden. Nach Angabe des Försters hat Schmidt zuerst auf diesen angelegt und losgedrückt, allein der Schuß versagte und in demselben Augenblick soll dann auch der Wilderer von einer Kugel durchbohrt zu Boden gestreckt worden sein. Der Getödlete war ein in der ganzen Gegend als Wilddieb bekannter und als solcher bereits vorbestrafter, etwa 60 Jahre alter Mann, welcher einen früher dort stationirten Forstbeamten St., der ihn ebenfalls beim Wildern betroffen, schon einmal mit Erschießen gedroht hatte. Näheres über den vorliegenden Fall wird die sofort eingeleitetc Untersuchung ergeben. * Schmalkalden, 26. September. Der Batteriechef der auf dem Rückmarsch von den Kaisermanövern begriffenen 6. Batterie des Großh. hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 ließ bei Roßdorf die Geschütze mit je sechs übriggebliebenen Manöverkartuschen laden. Beim Feuern zersprang der Rohrverschluß, flog zurück und verletzte einen Unteroffizier, sowie einen Kanonier leicht, den Kanonier Blatt schwerer. Ztg." * Wittenberg, 25. September. Volksmittel. Die Kossäthensrau Riebe in Meuro hatte am 20. April ds. Js. drei ihrer sieben Kinder, die an einem Blasenausschlag litten, in einen gelinde angeheizten Backofen gesteckt, aus dem die jüngeren Kinder unbeschädigt wieder herausgenommen wurden, während der älteste, zehn Jahre alte Knabe, ein kränkliches, schwächliches Kind, im Ofen die Besinnung verloren hatte und nach einigen Stunden, ohne wieder zum Verstand gekommen zu sein, verstarb. Die Section des Kindes hat ergeben, daß die Todesursache zweifellos eine Kohlenoxydgasvergiftung gewesen ist, die das Kind sich in dem Ofen, in dem es am weitesten nach hinten gesessen, zugezogen hatte. Die unglückliche Mutter wurde unter Anklage der fahrlässigen Tödtung gestellt und stand gestern unter dieser Anklage vor der hiesigen Strafkammer. Festgestellt wurde hierbei, daß die Backofen- cur unter der Landbevölkerung von Kemberg, Uthausen und Meuro ein beliebtes Volks- und Hausmittel bei Hautkrankheiten ist, und mit aus diesem Grunde wurde die Angeklagte freigesprochen. Canfc« und votkswirthschaft. Grünberg, 26. September. Fruchtpreise. Weizen X 23 60, Korn X 25.50, Gerste X 16.30, Hafer X 14.00, Erbsen X —.—, Linsen X —.—, Wicken X —.—, Lein X —.—, Kartoffeln X —•—. rpielpla« der vereinigten frankfurter Ltadttheater. Opernhaus. Dienstag den 29. September: Zur Erinnerung an die erste Aufführung der „Zauberflöte" vor 100 Jahren. Die Räubers flöte. Große Preise. Mittwoch den 30. September: Cavalleria rusticana. Hierauf: Mikado. Große Preise. Außer Abonnemmt. Donnerstag dm 1. October: Der Barbier von Sevilla. Hierauf: Ballet-Divertissement. Große Preise. Freitag den 2. October: Excelsior. Große Preise. Außer Abonnement. Samstag den 3. October: Die Meistersinger. Große Preise. Sonntag den 4. October: Aida. Große Preise. Montag den 5, October: Excelsior. Außer Abonuemmt. Große Preise. sowie die drei Sorten Vino da Pasto“ Rothweine, welche als wohlbekömmliches Tischgetränk ganz besonders zu empfehlen sind, und deren Qualität nach dem Ausspruch competenter Weinkenner von keinem der sogenannten Bordeaux-Weine in gleicher Preislage erreicht wird. Durch königl ilal. Staatscontrolle wird für absolute Reinheit garautirt. 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Staatsanwaltschaft — Justizgebäude Zimmer Nr. 43 — woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können, niederzulegen. Gießen, den 18. September 1891. Der Großh. Erste Staatsanwalt. in großer Auswahl, sowie eine Partie Reste bedeutend unter Preis empf. Geschw. Heerz. Submission. Die zum Ausbau der westlichen Strecke der Steinstratze erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, nämlich: Maurerarbeit, Steinhauerarbeit, Schlofserarbeit, Basaltsteinliefe- rung, Steinfuhrlohn, Chaussir- arbeit und Pflasterarbeit sollen im Submissionswege vergeben, werden. - Voranschlag und Uebernahmsbe- dingungen hierfür liegen auf dem Stadtbauamt offen, woselbst die bezüglichen Angebote bis nächsten Freitag, Vorm. 11 Uhr, einzureichen find. Gießen, am 28. September 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. rwirthschaff. eise. Weizen.*2360, 100, Erbsen * - Clausius, Hauptmann und Präses der Menage- Commisston III/116. • Ausgebot. Die Lieferung des Bedarfs an Kartoffeln, frischen Gemüsen (Weißkohl, Wirsing, Kohlrabi, gelbe Rüben), eingemachten Gemüsen (Sauerkraut, eingemachte Bohnen) und Suppengrünem für das III. Bataillon Jnf.-Regts. Nr. 116 vom 1. November 1891 bis Ende October 1892 soll im Wege des öffentlichen Ausgebots vergeben werden. Die Lieferungs-Bedingungen können im Zimmer Nr. 68 Kaserne II eingesehen und Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden. Angebote mit der Aufschrift: „Angebot auf Lieferung von Menage- Bedürfnissen" sind verschloffen und portofrei bis spätestens 15. October d. I. an den Unterzeichneten sein reichhaltiges Lager in eichen- u. nussbaum-polirten Möbeln, sowie completen Betten, polirt und lackirt aller Art, Blumentischen und Rohrsesseln, sowie Spiegel, Teppiche, Läufer und Gardinen zu aussergewöhnlichen Preisen ! durch Ersparnisse der Ladenmiethe! 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Boitniechef der b-zriffenm «Eem-KMents j- kchr übtiq= ! Bnm gtiittn ^8 zurück und verlebe r ^icht, den Kanonier ,Frks. Zlg." 3o[Ermittel. Die m 20. April ds. Js. )lasenausscblag litten, gesteckt, aus dem die ausgenommen wurden, ^nabe, ein kränkliches, ng verloren hatte unb n Verstand gekommen ides hat ergeben, daß hlenoxydgasvergiftuntz Ösen, in dem es am i hatte. Die unglücksahrlässigen Tödtung cklage vor der hiesigen ei, daß die Backostti- mderg, Uthausen und Mttel bei Hautkranb wurde die Angeklagte »«■■■■■■BnnciHgsaBnmBHMBHaBHBHnnB 'SoennecRen’sScfireitifedern Welche Feder pafst für meine Hand am besten? J. G, Bote Sohn Carl, Aachen. Referenz: Jede Gasanstalt. Montag den 9 November, Nachmittags 21/a Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht das dem Wilhelm Schaum in Hamburg gehörige ideelle Dritttheil an nachbenannten in der Gemarkung Gießen gelegenen Immobilien: Flur 17 Nr. 1493/in - 132 Meter Grabgarten in der Schepvecken, Flur 17 Nr. 149a7/10 _ 463 Meter Hof- raithe daselbst, Flur 17 Nr. 149a9/10 - «/i» Meter Hofraum daselbst, Flur 17 Nr- 149«/,o — 28 Meter Grab- > garten daselbst | Flur 17 Nr. 15O’/io — 709 Meter Grabgarten daselbst , öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 28. September 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. ___J_A_:,Bogt.__8613 Mittwoch drn 30 September ' versteigere ich gegen Baarzahlung: I. um l’/s Uhr die Kartoffeln^, Meer- rettig- und Gemüseernte von drei Tricboierteln. — Zusammenkunft an der Wolfstraße. 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Es wird zur Beschlußsaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in § 120 der Concursord- nung bezeichneten Gegenstände, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, 5. Novbr. 1891, Bormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Concursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche fie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 25. Oktober 1891 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen. __Fresenius._____8604 Ausgebot. Die Lieferung des Bedarfs an frischem und gefallenem Schweinefleisch, Speck, Frankfurter Würstchen, Merenfett, frischem Ochsen- und Kalbfleisch, sowie Blut- und Leberwurst für die Menage des HI. Bataillons Jnf.-Regts. 116 soll für die Zeit vom 1. November 1891 bis 31. Januar 1892 im Wege öffentlichen Ausgebots im Ganzen oder getheilt vergeben werden. Die Lieferungs-Bedingungen können im Zimmer Nr. 68 der Kaserne II eingesehen und Abschriften gegen Er- stattung der Schreibgebühren bezogen werden. Ana-bote mit der Austchrift: „Angebot auf Lieferung von Fleisch" sind verschlossen und portofrei bis spätestens 15. October d. I. an den Unter, zeichneten einzurerchen. I1™91» Clausius, Hauptmann und Präses der Menage- Commission III/116. Mltzeöstenes. Laubfägeholz zu haben bei [8598 _____Andreas Euler. Sofort |U verkaufen mein neuerbautes Wohnhaus in Heuchelheim. [8601 ______________Heinrich Rinn V. 8602] Ein Kinderwagen zu verkaufen. Kaplansgasse 10. 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Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß NationsaWnt Schaumann heute Vormittag 11 Uhr in Burgwedel bei Hannover nach kurzem Krankenlager plötzlich gestorben ist. Beerdigung: Mittwoch Mittag 1 Uhr in Burgwedel. Im Namen der Hinterbliebenen: Heydt, Stationsvorsteher, Rautenkranz, Stationseinnehmer. Gießen, den 28. September 1891. [8614 Die einzige grotze Modenzeitung, welche alle 8 Tage erscheint, ist Der Bazar Nustrirte Damen-Zritung für Mode, Handarbeit und Unterhaltung. Aöovuementpreis — 21l2 Mark — vierteljährlich. Der Bazar übertrifft an Reichhaltigkeit jedes andere Modenblatt. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Abonnements an. P r o b e - N u m m e r n versendet auf Wunsch unentgeltlich die Administration des „Bazar", Berlin flrW., Charlottenstr. 11. ReichSbank-DiScovt 4 pEtt — frankfurter Bcmk-DiScont 4 pCt- Sredacttonr A. Scheyd«. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. 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