kanrrar: "‘üeiti^ErMtCbaÄ Vhr 826 i Inr. ua02 5^ 15W» |S69» UJ.5» 69 00 Nr. 24 Donnerstag den 29. Januar 1891 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Sie Gießener »««itienSkätter Werden dem Anzeiger yGchentlich dreimal beigelegt Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bierteljlähriger AvanaemenLsPretO 1 2 Mark 20 Pfg. mU Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rebaction, LxpedMor und Druckerei: Kchutßraße Kr.^ Fernsprecher 51. Amts* und Anzeigeblatt für den Atreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den solg/nden Tag erscheinenden Nunimer bis vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. GratisKeikage: Gießener Kamikienbtätter. Mi Amtlicher Therl. Bekanntmachung. 6ft wirb hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der aus den 3. März l. I. angesetzte Gießener Viehmarkt nicht abaehalten werden wird, daß dagegen der Vieh- und Krämermarlt, welcher auf den 4. März l. I. ausgeschrieben ist, stattfindet. Gießen, den 27. Januar 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen- v. Gagern. Gießen, den 27. Januar 1891- Bett.: Die Jahresübersichten und Rechnungsabschlüsse der Krankenkassen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Vorstände der Gemeivde-Krankenverfichernng-kaffen, die Labrik-KrankenVaff-n und der eingeschriebenen Hülfökaffen. Unter Hinweis aus unser Ausschreiben vom 15. November 1887 — Amtsblatt Nr. 11 - machen wir Sie auf die Einsendung der nach 8 9 und 41 des Krankenversicherungs- gefetzes vom 15. Juni 1883 und nach § 27 des Gesetzes über die eingeschriebenen Hülfskassen vom 1. Juni 1884 für das abgelaufene Jahr zu liefernden Nachweisungen (Jahresüber- fichteu und Rechnungsabschlüsse) aufmerksam. Als spätester Termin für die Ablieferung dieser Nachweisungen ist der 31. März bestimmt, es ist jedoch wünschens- werth, daß dieser äußerste Termin nicht abgewartet wird, sondern die Einsendung thunlichst bald erfolgt. Wir empfehlen Ihnen sorgfältigste Ausstellung der Ueber- sichten, damit Rücksendungen behufs Ergänzung und Berichti- gung derselben möglichst vermieden werden. Die Nachweisungen sind in zwei Exemplaren — beide mit der Unterschrist des Vorstandes versehen — vorzulegen; die Formularien hierzu sind durch Bundesrathrbeschluß vom 23. Juni 1887 vorgeschrieben und bei Wilhelm Klee zu Gießen erhältlich. v. Gagern. Deutsches Reich. Darmstadt, 27. Januar. Die Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes Seiner Majestät des Kaisers wurde gestern Abend durch großen Zapfenstreich/ heute in der Frühe durch Reveille eingeleitet. Um 9J/2 Uhr fand in der katholischen Kirche, um 10 Uhr in der evangelischen Festgottesdienst der Militärgemeinde statt. Die Schulen veranstalteten im Lause des Vormittags die üblichen Feierlichkeiten. lli/2 Uhr wurde auf dem Paradeplatz eine Parade über die Truppen der Garnison abgehalten. Dieselbe wurde von dem Generalmajor v. Obernitz commandirt. Seine Königl. Hoheit der Grobherzog nahmen die Parade ab. Der Divisious- commandeur Generallieutenant v. Bülow brachte das Hoch aus Seine Majestät den Kaiser aus, woraus die Truppen dreimal Hurrah riesen und sämmtliche Musikcorps dreimal Tusch bliesen. Demnächst wurde von sämmtlichen Musikcorps die Nationalhymne ausgeführt. Mit dem ersten Hurrahruf begann eine Salutierbatterie zu 6 Geschützen, welche aus dem Exerzierplatz aufgestellt war, die Abgabe von 101 Schüssen. Der Parademarsch erfolgte einmal und zwar für alle Waffengattungen in Zugssront. — Ihre Großh. Hoh. die Prinzen Heinrich und Wilhelm wohnten der Parade bei, Ersterer hatte wie Seine Königliche Hoheit der Großherzog preußische Uniform angelegt. — Um 2 Uhr vereinigten sich die Civil- beamten und Bürger zu einem Festmahl im „Darmstädter Hof", die Offiziere und Militärbeamten um 3 Uhr zu einem solchen im Militärcasino. — Im Neuen Palais fand um 5 Uhr Hofrasel zu 40 Gedecken statt. Darmstadt, 26. Januar. Das am 24. Januar ausgegebene Grobherzogliche Regierungsblatt (Nr. 1) hat folgenden Inhalt: 1) Oefjemliche Anerkennung einer edlen That. Seine Königliche Hoheit der Grobherzog haben dem Sergeanten Heinrich Esch vom 1. Großh. Hess. Infanterie- Regiment (Leibgarde-Regiment) Nr. 115 in Anerkennung der von demselben am 27. Juli d. I. zu Burg-Solms a. d. L. mir Muth und Entschlossenheit vollzogenen Rettung des dreizehnjährigen Georg Sattler von Burg-Solms vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie bewilligt. — 2) Bekanntmachung, die Aussührung des Jnvaliditäts- und Altersversicherungs- zesetzes betreffend. — 3) Bekanntmachung, die Landesverfiche- Tungsanstalt sür das Großherzogthum Hessen betteffend. — 4) Statuten der zur Durchführung der Jnvaliditäts- und Altersversicherung für das Großherzogthum Heffen errichteten Versicherungsanstalt. — 5) Uebersicht der von Großherzog- lichem Ministerium des Innern und der Justiz sür 1890—91 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürf- nisse der Gemeinde Dürr-Ellenbach im Kreise Heppenheim. — 6) Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reinheim mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000—1400 Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Staufenberg mit einem jährlichen Gehalte von 900^-Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Framersheim mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Götzeuhain mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Groß-Zimmern mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährl. Gehalte von 1000—1600 Mk. Dem zu ernennenden Lehrer können die Functionen eines Oberlehrers an dieser Schule übertragen werden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Fauerbach b. Fr. mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Herrn Grasen zu Solms - Rödelheim in Assenheim steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hahn mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bechtheim mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Merlau mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eppertshausen mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Darmstadt, 24. Januar. Die Vorlage eines Neubaues sür die gesammte technische Hochschule wird nunmehr baldigst den Landständen gemacht werden, nachdem die Stadtverordneten in geheimer Sitzung der Staatsregierung 1200 000 Mk. zur Verfügung gestellt und daran die Bedingung geknüpft haben, daß das jetzt von der Hochschule benutzte Gebäude nach Fertigstellung des Neubaues der Stadt überlaffen werde. Berlin, 27. Januar. Heute um 11 Uhr war anläßlich des Geburtstages des Kaisers Gottesdienst in der Schloßcapelle. Bei dem feierlichen Zuge dahin führte der Kaiser die Kaiserin Friedrich und der König von Sachsen die Kaiserin Augusta Victoria, der Großherzog von Weimar die Großherzogin Marie von Mecklenburg, der Großherzog von Oldenburg die Prinzessin Heinrich, der Herzog von Genua die Prinzessin Friedrich Karl, der Erzherzog Eugen die Prinzessin Albrecht. Im Weißen Saale, wo gegenüber den silbernen preußischen Thronsesseln die Schloßgardc-Compagnie aufgestellt war, machte der Zug Halt. Der Kaiser trat vor und verlieh der Schloßgarde eine Fahne mit etwa folgender Ansprache: „Meine treuen, alten Freunde! Ihr habt manchen heißen Tag mitgesochten unter meinem Vater und Großvater^ als Belohnung dafür habe ich beschlossen, daß Ihr den Rest des Lebens zubringt, in meinem Schlosse die Wache zu übernehmen und ich will hiermit der Compagnie eine Fahne verleihen, derjenigen nachgebildet, welche die alte Schloßgarde unter Friedrich II. geführt, die jedoch von schnöder Feindeshand weggerafft wurde. Sie sei Euch ein Zeichen meiner Gnade, eine Erinnerung an die großen Thaten und ein Sinnbild der Tapferkeit." Oberstlieutenant Kessel dankte und brachte ein Hoch aus. Hierauf begab sich der Zug zur Capelle. Nach dem Gottesdienst war große Cour im Weißen Saale, woran die Kaiserin Friedrich nicht theilnahm. Die Defilir- cour begann Caprivi, die Botschafter folgten, die der Kaiser durch Entgegentreten und Händedruck auszeichnete, ebenso später die Feldmarschälle Moltke und Blumenthal, den General Pape, Burggraf Dohna und Hinzpeter. Während der Cour spielte die Musik des 1. Garde-Regiments und des Koslock'schen Trompetercorps- im Lustgarten wurden 101 Kanonenschüße abgegeben. Außer dem Erzherzog Eugen und dem Herzog von Genua verlieh der Kaiser noch dem Prinzen Johann Georg von Sachsen den schwarzen Adlerorden. — Der Kaiser erschien zur Paroleausgabe im Zeughaus und wurde bei der Ankunst und Absahrt von der dichtgedrängten Menge enthusiastisch begrüßt. Nach 2 Uhr fuhr der Kaiser im offenen Wagen durch die Linden, überall begeistert begrüßt. Berlin, 27. Januar. Der Kaiser verlieh dem Minister Miquel den Rothen Adlerorden 1. Kl. mit Eichenlaub, den Ministern v. Berlepsch und v. Heyden den Rothen Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub, Herrsurth den Stern der Com- thure des Hausordens von Hohenzollern - ferner der ver- wittweten Frau Postdirector Simon (Wernigerode) den Luisen- orden 1. Abtheilung, Frl. Constanze von Zieten-Schwerin (Wustrau), Frau Teuscher (Berlin), Frau Hösch (Düren), Frl. v. Goßler (Königsberg) und Frl. v. Kröcher (Vinzelberg) die zweite Klaffe der zweiten Abtheilung des Luisen- ordens. Den Kronenorden 4. Klasse erhielt Maler Koner, das Comthurkreuz des Hausordens Geh. Rath Hinzpeter. Berlin, 27. Januar. In der Universität hielt Curtiu-» die Festrede über die Wechselbeziehungen zwischen Rom und Hellas. Er wies aus das lebhafte Interesse des Kaisers für die studirende Jugend hin und schloß mit innigem Segenswunsch für den Kaiser und das Kaiserhaus. — In der technischen Hochschule hielt Geheimerath Reuleaux die Festrede über Deutschlands Leistungen und Aussichten aus technischem Gebiete. — Die Kunstakademie hielt eine öffentliche Sitzung ab, wobei Professor Dobbert den Kaiser als Friedenshort und Schützer der Künste feierte und sodann Goethes Beziehungen zur Berliner Kunstrichtung schilderte. Deutscher Ueichrtag. 52. Plenarsitzung. Montag, 26. Januar 1891, 1 Uhr. Die zweite Etatsberathung wird fortgesetzt mit de« Specialetat des Reichsschatzamts. Hierzu liegt vor der Antrag Richter (dfr.), die Beamtensnhr- kosten derart zu regeln, datz für Dienstreisen, die auf Eisenbahnen oder Dampfschiffen zurückgelegt werden, an Stelle der KUometer- gelder die für Fahrkarten verauslagten Beträge vergütet werden. Der Antragsteller begründet feinen Antrag mit dem Hinweise, daß die im Jahre 1848 bemessenen Sätze heute nicht mehr zutreffen. Aus den Dienstreisen dürfe keine ergiebige Einnahmequelle für die Beamten erflteßen. Die heute gezahlten Reisekosten sind viel zu hoch, namentlich wenn es sich um wette Strecken handelt. Die Ersparnisse, die hier gemacht roerben können, belaufen sich auf Millionen. Abg. Hahn (cons.) ist Namens seiner Partei mit der Tendenz des Antrages einverstanden, nicht mit den Einzelnheiten. Er beantragt Berathung durch die Budgetcommission. Staatssecretär Frhr. v. Maltzahn-Gültz: Das bestehende System der Reisekosten-Vergütung hat bisher zu Unzuträglichkeitm nicht geführt, weder im Reich noch in Preußen, wo das System ei« ähnliches ist. Eine Neuregelung nach dem Anträge Richter wird nicht durchführbar sein, denn er übersieht völlig die Gepäckbeförderung. Abg. v. Strom deck (Etr.) hält die Neuregeluna für dringend nöthig, da im Publikum die Befürchtung gehegt wird, es würden infolge der hohen Reisekosten unnöthige Reisen unternommen. Abg. v. Kardorff (Reichsp.) glaubt nicht, daß bet einer Reform der Reisekostenentschädigung viel zu ersparen sein wird. — Wetter verlangt er von den verbündeten Regierungen, daß sie mit den Vereinigten Staaten Amerikas sich verständigten über die Ausprägung von Silber. Abg. Dr. Bamberger (dfr.): Im Publikum und auch bei den Finanzleuten besteht nicht die mindeste Sorge, daß Herr v. Kardorff mit seinen Silberwährungsanträgen Erfolg haben könnte und auch die verbündeten Regierungen denken gewiß nicht an eine solche Möglichkeit. Erwünscht wäre es, wenn die Regierung fich entschließen könnte, bei nächster geeigneter Gelegenheit sich des Restes von Silberthalern zu entledigen, der im Betrage von etwa 200 Millionen Mark noch im Umlauf sich befindet. Der in großem Umfange durch- geführten Goldwährung ist es zu danken, daß gegenwärtig die Geldkrisen so schnell zu Ende gehen, während früher unter der Silber- und Doppelwährung solche Krisen andauernd und sehr folgenschwer waren. Mit der Goldwährung haben wir für die Nation ein gutes Werk geschaffen. Staatssecretär Frhr. v. Maltzahn-Gültz: Die russisch« Geldverhältnisse haben eine Erschütterung unserer Goldwährung in keiner Weise zur Folge gehabt. Daß die bei uns noch vorhandenen Sllbervorräthe von schädlichem Einflüsse auf unsere Geldoerhaltniffe find, ist in keiner Weise erwiesen. Bankpräfident Koch: Weder unser Gold noch unsere Silber- vorräthe geben uns einen Anlaß, eine Aenderung unser Währung zu wünschen. Unsere Banknoten find in Höhe von 85 Procent durch Metall gedeckt, während die französischen Noten nur in Höhe von 36 Procent gedeckt sind. Allerdings hat die russische Regierung bei uns Guthaben in Höhe von 80 Millionen, doch ist das für uns kein Schaden, denn dies Geld arbeitet bei uns mit. Das beste Mittel, unsere Währung gut zu erhalten, liegt in einer geschickten Discont- Politik und wir können mit dem, was wir auf diesem Gebiete erreicht haben, zufrieden sein. Abg. Dr. v. Frege (cons.): Die Ansichten Kardorffs würde« in weiten Kreisen der Bevölkerung getheilt. Besonders für unsere Eolonialpolitik sei der Luxus der Goldwährung unzweckmäßig. Wir stehen am Vorabend wichtiger Ereignisse, die sehr wohl eine Wiedereinführung der Silberwährung zur Folge haben können. Abg. v. Kardorff (Reich??.) weist nochmals auf die große« Kosten hin, welche uns durch die Einführung der Goldwährung bereits entstanden sind und noch entstehen werden. Hierauf wird der Antrag Richter bett. Reisekosten-Reform an die Budgetcommisston verwiesen. Der Etat des Reichsschatzamtes wird genehmigt. Von dem Abg. Dr. Buhl (eatl.) wirb noch eine Erhöhung des Kaiserlichen Dispositionsfonds zu Gnadmbewilligungen angeregt. um Invaliden mit gesteigerter Erwerbsunfähigkeit höher als bisher zu unterstützen. Abg. Rickert (bfr.) widersprach einer solchen Erhöhung, da hierfür die nöthtgen Unterlagen fehlen. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Etatverathung. Schluß 5 Ubr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Torrespcndenz-Bur^au. Wien, 27. Januar. Die „Polit. Corr/' bezeichnet die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen Oesterreich-Ungarns zu Brasilien als nahe bevorstehend. Der frühere Gesandte in Belgrad, Hengelmueller, sei zum Gesandten in Rio ausersehen. Zum Gesandten in Wien als Bertreter für Brasilien und Nordamerika sei Valente designirt. Wien, 27. Januar. Anläßlich des Geburtstags des Kaisers Wilhelm fand auf der Hofburg ein Festdiner statt, welchem der deutsche Botschafter mit dem Personal der deutschen Botschaft, die Spitzen der Hofämter, die Minister Kalnoky, Taaffe, Bauer, Kallay, Szögyenyi und Admiral Sterneck beiwohnten. Der Kaiser brachte den Toast auf Kaiser Wilhelm aus. Wien, 27. Januar. Das „Fremdenblatt" erklärt, zu der Leitung des Reiches werde eine nicht zufällig zusammengekommene Mehrheit berufen, sondern ausschließlich eine mit den österreichischen Staatsbedürfnissen sich identificirende Majorität, an welcher die Politiker der verschiedenen Parteirichtungen theilnehmen. Die Deutschböhmen unterstützten die Regierung loyal in dem Kampfe für den Ausgleich, die Deutschliberalen Niederösterreichs im Kampfe für Großwien. Es ist ein'rühmliches Zeugniß für die Vaterlandsliebe der Deutschen, daß ihnen gegenwärtig allgemein Aufmerksamkeit ^ugewendet werde. Die Kundgebung der Regierung ebnet ihnen die Wege. Eine große Verantwortung ruht auf den Führern der Deutschen. Die „Neue Freie Presse" hebt hervor, die Vereinigung der Deutschen mit dem Feudaladel zur Bildung einer Majorität ohne eine gründliche Verständigung über eine Reihe staatlicher Grundfragen sei unnatürlich. Prag, 27. Januar. Ein Kommunique des Landesaus- stellungs-Comites theilt mit: An der Ausstellung be- theiligten sich 69 6 deutsche Firmen, die 40000 Mk. Platzmiethe bezahlten. — Morgen ist voraussichtlich Landlagsschluß. London, 27. Januar Ein über Mexiko eingegangenes Telegramm jju» Chile besagt, daß unter den Regierungstruppen große Unzufriedenheit herrsche und ein Aufstand zu befürchten sei, wenn der Präsident Balmaceda nicht bald Frieden mit dem Congresse machen sollte. Rom, 27. Januar. Der Director des Museums in Spezia erklärte die e r u p t i v i s ch e n Erscheinungen zwischen Genua und Spezia durch einen Verbrennungsproceß unterirdisch angehäuster organischer Stoffe. Madrid, 27. Januar. Im gestrigen Ministerrathe wurde die Kündigung aller Handelsverträge beschlossen, welche die Clausel der meistbegünstigten Nation enthalten. Petersburg, 27. Januar. Der deutsche Botschafter Graf Schweinitz war heute Vormittag zum Frühstück nach dem Anitschkoff-Palais geladen. Dem zu Ehren des Geburtstages Kaiser Wilhelms veranstalteten Galadiner wohnten die Herren der deutschen Botschaft, die ^Gesandten Bayerns, Württembergs, Minister Giers und zahlreiche höchste Würdenträger bei. Konstantinopel, 27. Januar. Der Sultan sandte Osman Pascha und Munir Pascha auf die deutsche Botschaft, um die Glückwünsche des Sultans zum Geburtstage des deutschen Kaisers zu überbringen. Ein türkisches Schiff im Hafen gab 21 Salutschüsse ab. Locales und Kr^vknzseLles. Gießen, 27. Januar. — Die unfern Lesern wohlbekannte dramatische Vorleserin Frl. Natalie Köhler gedenkt nach Abhaltung zweier Abschieds- Vorlesungen nach Leipzig überzusiedeln und sich dort ein Heim zu gründen, sowie auch ihre Memoiren, die sie bis aus die Zeit ihrer Erblindung bereits vollendet hat, nach endgültiger Fertigstellung dem Druck zu übergeben. Die Dame, die noch vor wenigen Jahren in Darmstadt, Worms, Mainz, Wiesbaden und andern Städten als begeisterte Interpretin namentlich der antiken Tragiker große Triumphe feierte, ist durch widrige Schicksalsschläge, besonders durch ihr langwieriges Staarleiden, in bedrängte Verhältnisse gerathen, -und deshalb muß jeder Verehrer ihrer Kunst und jeder wahre Menschenfreund aufs Innigste wünschen, daß ihre beiden Abschiedsvorlesungen recht stark besucht sein mögen. Vielleicht gewähren auch die Zeitungen in den genannten Städten diesen Zeilen freundlichen Abdruck und veranlassen hoffentlich recht Viele ihrer früheren Zuhörer, in dankbarer Erinnerung an den Genuß, den ihnen einst Frl. Köhlers Vorlesungen bereitet, dieses bedeutende Talent vor der drückendsten Noth mit schützen zu Helsen. In ihren Abschiedsvorlesungen wird Frl. Natalie Köhler zunächst am 4. Februar im Leib'schen Saale die „Antigone", und an einem späteren Tage Schillers „Maria Stuart" vor- iragen. Es ist dafür gesorgt, daß die Musikbegleitung zur Antigone in den Händen tüchtiger Künstler von Fach liegt. Alle diejenigen, welche noch Antigone-Karten von früher haben, können dieselben als gültig für diese Vorlesung benutzen. Hoffen wir, daß unsere verehrten Leserinnen und Leser recht zahlreich diese Vorlesung besuchen! Ist -doch Frl. Köhlers Meisterschaft in der Wiedergabe dieses unvergleichlichen Kunstwerkes unbestritten. Lasse sich auch Niemand von einem Besuch durch die fälschliche Meinung abhalten, er sei wohl nicht im Stande, den Inhalt der erhebenden Dichtung zu verstehen. Nur die Namen sind griechisch, der Inhalt aber ist allgemein verständlich und es bedarf keinerlei besonderer gelehrten Bildung, um den echt menschlichen Conflict zwischen Mensckensatzung und Gottesgebot in seiner erschütternden Einfachheit aus sich wirken zu laffen. Die Gestalt der Heldin selbst, eine ideale Verkörperung der opfermüthigsten Geschwister- liebe, ist so recht geeignet, besonders jugendliche Gemüthcr zu begeistern. Und so hat sich denn vor einigen Jahren z. B. die bekannte Schriftstellerin Luise Büchner nach einer Antigone-Vorlesung Frl. Köhlers in Darmstadt, die den kleineren Saal des Saalbaues bis zum letzten Platze füllte, dahin geäußert, sie kenne kein Dichterwerk, das sich so sehr zur bildenden Einwirkung aus jugendliche Mädchengemülher eigne, als eben die „Antigone" in der mustergültigen Wiedergabe Frl. Köhlers. — Theater. Die „GebrüderBock" von L'Arronge scheinen aller Wahrscheinlichkeit nach von ihrem Verfasser dazu bestimmt zu sein, den Beweis zu erbringen, daß die deutsche Posse nicht nur, wie die herben Vorwürfe stirnrnnzetnder Sittenrichter es behausen, Unheil in der Welt stiftet, sondern auch unter besonders gearteten Verhältnissen geradezu rettend wirken kann. Infolge eines verlorenen Schuldscheines steht ein Mann im Begriff, einen großen Theil seines Vermögens zu verlieren, ein anderer geräth in den Verdacht, jenes Papier aus dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege des Diebstahls seiner Effectensammlung einverleibt zu haben und droht unter der Wucht der Verleumdung fast zu verzweifeln; da tritt glücklicherweise als rettender Engel ein Possendichter aus, der sich in der bei Possendichteru usancemäßigen Verlegenheit um einen passenden, d. h. möglichst unpassenden Stoff befindet und alle Archive und Bibliotheken, die sich ihm angesichts seiner humanen Absichten ohne Weiteres öffnen, nach einem solchen durchschnüffelt. In dieser ausopfernden Thätig- keit entdeckt er denn auch natürlich jenen abhanden gekommenen Schuldschein, rettet auf diese einfache und sinnige Weise dem einen Mann (eine Ehre und dem anderen sogar sein Geld und macht die hochgehende Freude dadurch vollkommen, daß er es tactvoll unterläßt, eine Ausführung seiner dichterischen Hintergedanken als sicher in Aussicht zu stellen. Man kann sich denken, daß ein solcher zwar toll, aber originell erfundener Stoff geradezu zur Production der gewagtesten Meidinger verführen mußte. Aber man kann nicht umhin,, zu bekennen, daß L'Arronge es fertig gebracht hat, auch die polizeiwidrigsten Kalauer so geschickt zu placiren, daß tue Wirkung auf die Lachmuskeln unausbleiblich ist. In der famosen Rolle des Possendichters Cäsar Muffel befand sich Herr Reiners wieder einmal in seinem eigensten Fahrwasser, in dem er sich mit bekannter Gewandtheit zum höchsten Gaudium aller Anwesenden bewegte. Ganz überraschend wirkte das frische Spiel von Frl. Elisabeth Bischofs in der Soubrettenrolle der resoluten Pauline Punzel, die sie sehr characteristisch und ergötzlich darstellte. Auch ihr Gesang war recht nett und wirkungsvoll. Es verdient alle Anerkennung, daß Frl. Bischoff sich so glücklich in eine derartige, ihrem eigentlichen Fache ganz fremde Rolle zu finden gewußt hat. Warm und sympathisch spielte Herr Gonllon den unglücklichen Dornewald; treffend in Maske und Spiel waren die Herren Schreiner und Winolt als Gebrüder Bock und Herr Biebrach als Freihold. Es wäre unrecht, Fräulein Unger wegen der geringen Ausdehnung ihrer Rolle übergehen zu wollen, indem sie ihre kleine, aber wirksame Partie ganz vorzüglich und unter stürmischer Heiterkeit ausführte. Von Nebenrollen sei noch diejenige der Frau Dornewald wegen des treffenden Spieles von Frau Anni Relners hervorgehoben. — Von der gestrigen Parade des 116. Regiments auf Oswalds Garten haben die Herren Photographen Gebr. Müller hier, Bahnhofstraße, einige gelungene Moment- Ausnahmen unter einer Belichtungsdauer von 150 Secunden hergestellt. Die Bilder, recht passende Andenken an die Parade, dürsten namentlich im Kreise der Soldaten selbst, wie auch des zuschauenden Publikums und Aller, die an den Vorgängen in unserer Stadt lebhaftes Interesse haben, Freunde finden, zumal der Verkaufspreis ein mäßiger sein soll. — Wir erinnern nochmals daran, daß Postwerthzeicheu, Briefumschläge und Streifbänder älterer Art nur noch bis zum 31. Januar Gültigkeit behalten. — Ein vorwitziger Junge, der, wie es gewöhnlich bei solchen Gelegenheiten zu geschehen pflegt, vorgestern Abend beim Zapfenstreich in der Franksurterstraße aus das Spalier eines Vorgartens kletterte, glitt aus und wurde durch die Spitzen zweier eiserner Stäbe am Leib beschädigt. — Am Montag fiel der Dienstknecht eines Oeconomen in der Mühlgasse beim Heuholen in der Scheuer so unglücklich vom Gerüst, daß er die Wirbelsäule brach und an den Verletzungen gestern in der Klinik verstorben ist. — Unter Hinweis aus eine in Nr. 3 d. Bl. gebrachte Notiz über eine gelegentlich einer Metzelsuppe in Holzmühl stattgesundene Schlägerei wird uns von den Theilnehmern an der Metzelsuppe mitgetheilt, daß nur nach der Metzelsuppe eine durch zwei sremde Gäste hervorgerusene Rauferei entstanden sei, bei welcher jedoch kein Messer gebraucht wurde. Da wir die Richtigkeit der damals uns zugegangenen Notiz nicht prüfen konnten, .so haben wir unseren Berichterstatter um nochmalige Angabe des Thatbestandes ersucht, und beschränken uns deshalb vorläufig daraus, diese Notiz im Sinne der Betheiligten zu berichtigen. Red. d. „G. Anz." □ Dom Vogelsberg, 26. Januar. Dem Herrn Schreiber des Artikels „Aus dem Kirchspiel Nieder-Moos" in der „Darmst. Zig." zur gefälligen Bedeutung, daß das Kirchspiel Nieder-Moos noch lange nicht den ganzen Vogelsberg ausmacht. Hätte der Herr Einsender qu. Artikels aufmerksam die Berichte der Kreisblätter über die Preise des Brodes gelesen, so würde er gesunden haben, daß dieselben während der anhaltenden strengen Kälte gestiegen sind und hätte er Erkundigungen bei den Bäckern eingezogen, so würde er erfahren haben, daß sie kaum den während der strengen Kälte gesteigerten Ansprüchen voll genügen konnten. Unsere Laudlcutc liefen eben bei dem durch die Kälte verursachten Mehlmangel nicht gleich zu den Mehlhändlern, sondern sie kauften meist das Brod beim Bäcker, weil sie täglich auf Besserung der Witterung hofften. — Mit dem L October 1891 tritt im Kreise Schotte» eine Polizeiverordnung in Kraft, nach welcher für den Umsang des Kreises die Anwendung des Doppeljochs verboten und ausnahmsweise zunächst nur noch gestattet ist für die Mittelgespanne, wenn drei oder mehr Gespanne int Wagen gefahren werden, und für die Hintergespanne, wenn zwei oder mehr Gespanne beim Pflügen oder Eggen zur Verwendung kommen. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft. § Gontershausen, 27. Januar. Ein hiesiger Landwirth wollte gestern mittelst emes Schlittens Frucht nach einer Mühle in Ober-Ofleiden fahren. Auf dem Rückweg scheute das Pferd plötzlich, drehte den Schlitten um und rannte in wilder Hast gegen die Deichsel eines Wagens, die dem Tbiere die Brust vollständig zerdrückte, sodaß dessen Tod sofort eintrat. § Ober-Sorg, 26. Januar. Der Knecht eines hiesigen Landwirths hat sich gestern Abend aus Unvorsichtigkeit drei Finger der linken Hand mittelst eines Revolvers weggeschossen. — Kleine Mittheilungen aus dem Großherzoglhu« Hessen. In Mainz fiel dieser Tage von einem Dache eine ca. drei Kentner schwere Eisfläche und traf einen vorübergehenden Mann so, daß er schwere Kopfverletzungen davon trug; außerdem wurde ihm ein Finger vollständig von der Hand gerissen. — Ein scheinbar bezechter Bursche, welcher trotz der Warnung noch zu Fuß bei Kastel den Rhein überschritt, wurde am anderen Ufer von Schutzleuten scstgehalten. Der Bursche war sehr ungehalten über diesen Empfang und verlangte noch eine Bescheinigung darüber, daß er als Letzter über den Rhein gegangen sei. — In der Nacht vom Samstag zum Sonntag holten Schutzleute unter großer Mühe vom Rhein einen ebenfalls betrunkenen Mann, der bereits eingebrochen war und jämmerlich um Hülse schrie. Er konnte nicht angeben, wie er auf das Eis gelangt war. — Ein Mainzer Einwohner hatte auf dem Eise des Rheins, wo er beschäftigt gewesen, eine Flagge und zwei Schaufeln liegen lassen. Um die Gegenstände nach Eintritt des'Thauwetiers noch zu holen, begab er sich auf den Rhein, brach indeß mehrere Male bis an die Brust ein, kam aber schließlich doch völlig durchnäßt wieder ans User. — In Mainz wurde einem Schutzmann, der zur Schlichtung einer Streitigkeit gerufen worden, eine Laterne mit solcher Wucht an den Kopf geworfen, daß er schwere Verletzungen davontrug. — Bon losen Bubenhändeu wurde Montag Nacht in WormS ein Gebund Stroh, welches dazu diente, um die Kälte von einem Hauskeller abzuhalten, angesteckt. Der Qualm, welcher durch die Fensterläden in das Zimmer eindrang, weckte die Bewohner des Hauses ans dem Schlafe, die das Feuer sofort löschten. — In Darmstadt fiel der Director des Hotels Kaiserhof zu Stuttgart, Leopold Pfalz, welcher am Montag früh mit dem Zuge 4 Uhr 50 Min. von Stuttgart eintraf, nach Verlassen des Zuges in einen offen stehenden Perronschacht. Der Unglückliche, welcher hierdurch einen Schädelbruch erlitt, wurde sofort in das städtische Hospital verbracht, woselbst er gegen Abend seinen Verletzungen erlag. Vermischtes * In Gelsenkirchen fand am Montag die Beerdigung der 52 auf der Zeche Hibernia verunglückten Bergleute statt. Die meisten Häuser zeigten Trauerflaggen. Das Leichengefolge umfaßte mindestens 30 000 Menschen. Von den Verletzten sind nachträglich mehrere gestorben. Es sind nahezu sechszig Todte. Da noch immer Leute vermißt werden, wird die Gesammtzahl der Opfer einschließlich der Verletzten zwischen 80 und 90 betragen. Sechs leicht Verletzte sind aus den Krankenhäusern entlassen. Verheirathet sind 25, dieselben hinterlassen Wittwen und über 60 Waisen. Das Unglück gehört zu den größeren des Ruhrbergbaubezirks, dessen größtes, die Explosion auf Zeche Neu-Jserlobn am 15. Januar 1868, 101 Opfer erforderte. Universität- - Nachrichten. — Der Orientalist Professor Spiegel in Erlange« legt feines vorgerückten Alters wegen sein Lehramt nieder. — In Würzburg ist der Kirchenrechtslehrer Dr. Christian Meurer, bisher außerordentlicher Professor, zum ordentliche» Professor befördert worden. t n — Aus Innsbruck wird gemeldet: Gestern wurde an der hiesigen Universität der 1000. Student inscribirt. Es war ein Mediciuer. Citeratur nnd Unnst. — Der poetische Ha«Sfreu«d. Reichhaltige SammlunK von Original Gedtchlen zu jeder im Leben vorkommenden Gelegenheit, von Ida Naerger, geb. Fichtner (Verlag von Georg Brieger in Schweidnitz). 8<>. 200 Seiten. Preis 1 Mk. In der vorliegenden reichhaltigen Gedichts-Sammlung dürfte sich für Alle und Jeden das Passendste finden, was zur Verschönerung der im Familienleben sich fo oft darbietenden Festlichkeiten, sowie zur Verherrlichung einzelner Personen in wetteren Gesellschaftskreisen oft vergebens gesucht wird. In einfacher herzlicher, ebenso fließender, als gedankenreicher Sprache wird das Büchlein bald ein wirklicher und unentbehrlicher Hausfreund aller solcher Familien werden, wo Sinn und Verständuitz für gute Poesie vorhanden ist. — Die darin enthaltene reiche Auswahl Fest- und Tafellieder in ansprechenden, bekannten Melodie» bieten einen reichen und billigen Ersatz für den zu Hochzeiten, Jubt? läums :c. oft vergeblich gesuchten Gelegenheitsdichtec! - Dies Blatt gehört der HauSfra«! Zeitschrift für die Angelegenheiten des Haushaltes. Erscheint wöchentlich im Verlage von Friedrich Schirmer in Berlin und kostet vierteljährlich nur 1.25 Mk. Auf die monatliche Modennummer mit Original Schnittmustern (ausgeschnittene Papterschablonen, keine Umrttzzeichnungen!) haben wir bereits htngewiesen. Heute »ehmen wir wiederhott Gs- O# w Fabrik-Marke Nsssd r" ST-ttic' btn Rhein fitafc" Sltuttn ftftgejaften, ®er M« empfang and 6tl, *' M n tu tttor !»dn Nacht 6om Lamima un‘ei 9«to MW aom 1 ^Qnn/ der bereits ein- -Hülfe schrie. Er konnte ^-s gelangt war. - ($in >em Eise des Rheine, wo Md zwei Schanseln liegen Eintritt des Thauwetiers s den Rhein, brach indeß n, kam aber schWich doch ■ ~ In Mainz wurde lichtung einer Streitigkeit solcher Wucht an den Kops ingen davontrug. — Von 1 Woty in Normt ein *i um die Kälte von einem Lex weicher dnxch eindrang, weite die Be- ftase, die das Feuer sosorr el der Director des Hotels Pfalz, welcher am Montag Rin. von Stuttgart eintras, en ossen stehenden Penou- t hierdurch einen Schädel- städtische Hospital verbracht, !?erlekungkll erlag. "eVtt"9 ber 'ritt im (. . D°pp.,; > «h ""r noch *’J* »tu 6er ? “ttet 'st * ob,r 6 »um * htnt S“ 'öO M L mit jjj" Mtoittf, «nf Ä ** einer wogens hjP sin ’**ÄÄK ! >ter. Montag die Beerdigung der „glückten B-rglent- jten Lrauechggr». Dos , 30000 Menschen. nebtere geftorben. ® f» immer Leu-- ® f jpfer tini*lie6Hdl»« $*' TToröerte. — lachrichte«- s&Cw .„»»ÄSt j KMttH- mlMi| Sn®n, -LL 'K ’ to ° „„„tenrrfi« t h#r alS seda sicher « 3* 1. 8. der beiden ju dürfen. 2 (2) Summa: 8 (3) 623 wasserhandlungen etc. 3 (1) 1 Weichmachen von Gummiringen; Vergoldete Sachen zu — Geselligkeit. (Carnevals-Zauber. Ein Fastnachtsspiel und Klein). — Unsere Kinder. (Lichter. Ein Märchen.) kunftsecke. — Briefkasten. für Glotz — Aus- Betanntinachrtrrg. Aufschrift der Postsendungen. — Wann sollen Edelreiser zum Proysen «nd Copn- liren der Bäume geschnitten werdenr Am besten geschieht dieses im Januar und Februar, spätestens Anfang März, dann aber nur in solchen Lagen, wo der Saft um diese Zeit sich noch nicht regt. Zu spät geschnittene Reiser, bei denen bie Knospen schon zu schwellen begonnen haben, wachsen weit schwerer an, besonders wenn sie nicht bald nach dem Schnitt verwendet werden können. Zum Schnitt der Edelreiser dürfen nur gesunde kräftige Bäume benutz! werden, weil nur diese genügend Neferoenahrung in den Knospen abgelagert haben, von der der junge Sproß in der ersten Zeit leben muß. Die Reifer müssen mit vollkommenen Augen versehene vorjährige Triebe sein. ÜRur wenn man keine einjährigen Triebe besitzt und eine besonders werthvolle Sorte trotzdem fort- pflanzen möchte, lohnt es sich, mit altem Holz zu veredeln. Das Alter der Bäume, von denen die Edelreiser genommen werden, ist, wenn die Bäume nur frisch und kräftig von Wuchs sind, auch die zu verwendenden Triebe nichts zu wünschen übrig lassen, gleichgültig. Die Ansicht, daß die Bäume, von denen man die Edelreiser schneidet, schon Frucht getragen haben müßten, damit auch die jungen Evlinge sruchtbar würden, ist eine irrige. Die Aufbewahrung der Edelreiser erfolgt am besten an einem kühlen Orte. z. B. einem kalten Keller, wo man sie in den Sand etnschlägt. Letzterer ist so feucht zu ha ten, daß ein Vertrocknen nicht möglich, aber auch ein Austreiben nicht herbeigefuhrt wird. Rechtzeitig geschnittene und gut aufbewahrte Edelreiser kann man noch Ende Frühling verwenden. „Berlin" zu vermerken. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bereich- nung bLizufügen Welche Zusätze für die Ortsnamen im Post- verkehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem „Ser« zeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte", das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittelung jeder Reichs-Postanstalt bezogen werden kann. Wenn der im Reichs-Postgebiet bele-ene Bestimmungsort zwar nut einer Postanftalt versehen, deffemmgeachtet aber nicht als all« gemein bekannt anzunehmen ist, so empsiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch des Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. ro.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen j(Oder), (Elbe), (Rhein)- (Main) k.], oder von Gebirgen l(Harz), (Niesengedirge) rc.j. Nicht minder sind zusätzliche Be« Zeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) ic.) für den Zweck geeignet. 5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Post« an stalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. e. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften bet Sendunaen hiernach aenau aurufertigen. Die ausschliesslich ans den Natron-Lithion-Salzen der „Kajger-Friedrich-Quelle“ hergestellten Pastillen lässt man am besten im Munde zergehen oder löst 2—3 Stück in einer Tasse heisser Milch auf. Zu haben in allen Apotheken, Mineral- Frau. Von H. Äarrtng, ferner den Berliner Theaterbrief Nr. VIII, Sprüche für Ge»ft und Gemüth, ein Gedicht und zwei Räthsel. Das ist dcr Inhalt einer einzigen Wochennummer; einer wetteren Empfehlung glauben wir uns angesichts solcher Vielseitigkeit enthalten Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen- 3. Woche. Vom 18. Januar bis 24. Januar 1891. Einwohnerzahl: 20 600 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 20,1 °/oo bezw. für die Einheimischen nur 12,6 o/oe. Kinder Rachenbräune Acute entzündliche Er- krankungen der Ath- mungs-Organe Gebirnschlagfluß Andere bekannte Krankheiten_____ Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müßen auf denselben Empfänger und Bestimmungs- ort fo genau bezeichnet fein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei sind namenttich folgende Punkte zu beachten: Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichstgenauanzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets au derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmitteU bar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Poft bezirk (0., N., NO. :c), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbezeichnung Daneben bietet das Feuilleton zunächst Fortsetzungen Romane: Ungarisch Blut. Von Carl Ab. Klopfer. — Eine tadellose Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—Ib^Jahr: legcnheit, auf diese gediegene und reichhaltige Zeitschrift empfehlend aufmerksam zu machen. Beispielsweise enthält Nr. la, welche am 10. Januar d. I. erschienen ist, folgende Artikel: Zum hundertjährigen Geburtslage Franz Grillparzers. — Nervenschwäche und Lebensweise. (Schluß.) — Früh auf! — Für die Küche. (Wöchentliche Speisezettel für die feine, einfache und vege- lariantsche Küche; Kleine Winke für die Kücke, Recept zu Sardellenbutter- Recept zur vorzüglichen Nemouladen-Sauce; Gebackene Kalbsnieren ; Gebackene Kalbsfüße.) Nahrungsmittel. (Die Herstellung deS Trtronenols in Sictlien.) Kleidung. (Masken-Anzüge; Stockflecke aus Glcco-Handschuhen zu entfernen; Trocknen des Schuhzeugs der Kinder bet nassem Wetter.) Handarbeiten. (Russische Mützen- Baretts- Arbeittztäfchchen für junge Mädchen, mit Abbildungen; Arbettskorb, besonders zweckmäßig für die Reise, mit Abbildungen; Decke aus Band und Häkelsternen, mit Abbildungen; zwei Monogramme für Kreuzstich, zwei Monogramme für Plattstich.) — Kunst tm Hause. (Ständer für Spazierstöcke; Eine hübsche Randverzierung.) — Haus- und Zimmergarten. (Zimmerpflanzen im Januar; Schutz gegen Frostschäden der Zimmerpflanzen.) Wohnung. (Zur Schonung der Tapeten; Zur Schonung der Möbel; Eichene Möbel zu reinigen.) — Hausthiere. (Der Ohrwurm bet Hunden.) — Heilmittel. (Gegen rissige Hände; Gegen Heiserkeit; Gegen Frostbeulen; Gegen Schuppen auf der Kopfhaut). — Gemeinnütziges. (Nähmaschinen zu reinigen; Silberzeug zu putzen; Etngewachfene Fingerringe zu entfernen; reinigen.) Anm. Die in Klammern gesetztm Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke lomnten ganzen Sommer gearbeitet haben. Wahrlich, die Obstbäume sind in vieler Hmsicht ein beschämendes Bild für den Menschen!" Während dieser Betrachtungen kamen wir an einen Acker, der mit jungen Obftbäumen bepflanzt war. „Dieses Grundstück ist mein Eigentbum", sagte R . . ., „ick habe die Bäume im Frühjahr 1888 gepflanzt, aber sie wollen nicht recht vorwärts; worin mag dies wohl seinen Grund haben?" Ich unterzog die Bäume einer eingehenden Besichtigung, sie hatten meistens krumme, verwachsene Stämme, zeigten eine unregelmäßige Kronenbildung und schwache Jahrestriebe. „Woher Haden Sie denn die Bäume bezogen?" lautete meine Gegenfrage. „Ich habe sie", versetzte er, „von Händlern gekauft, die jeden Herbst und jedes Frühjahr Hunderte von Obstbäumen in die hiesige Gegend bringen und absetzen." „Guter Freund", erwiderte ick, „da haben Sie aus Unkenntniß einen großen Fehler begangen. Händlersbäume sind geringwerthtge Waare, das Wurzelvermögen derselben ist in der Regel mangelhaft, die Stämme lassen hinsichtlich des Wuchses und her Stärke viel zu wünschen übrig und für die Richtigkeit der Sorten ist keine Garantie geboten. Junge Obnbäume bezieht man am besten aus einer leistungsfähigen in der Nähe befindlichen Baumschule. Selbstverständlich mutz bei der Bestellung auf die Auswahl der für die Bodenverhältnisse geeigneten Sorten, für deren Richtigkeit vom Baumfchulenbesttzer Bürgschaft geleistet wird, Bedacht genommen werden." „Das will ich mir merken", sagte N. . ., „und auch meinen guten Freunden die empfangenen Lehren mittheilen, damit sie nicht in denselben Fehler verfallen, den ich gemacht habe. Vielleicht gelingt es uns, eine Vereinigung der obstbautreibenden Bewohner unseres Dörfleins zu Stande zu bringen, wodurch ein gemeinsamer Bezug von Odstbäumen ermöglicht wird. Wir bekommen dieselben dann ganz gewiß um so schöner und billiger. Zugleich will ich aber auch das schöne Sprüchlein beherzigen: „Wer die Bäume liebt und hegt, Sie recht sitzt und gut verpflegt, Der ist werth zu leben. Aber wer sie läßt vergeh'n, Den soll Kind und Enkel schmäh'n!" Verkehr, Land- unö rtzrankfuet, 26. Jamrar. Vieh markt. Es waren angetrieben 346 Ochsen, 7 Bullen, 443 Kühe, Stiere und Rinder, 256 Kälber, 179 Hämmel und 800 Schweine. Die Preise stellten fich für Ochsen L Qual, auf JL 67—69 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. JL 58—62, Bullen 54—60, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 54—58, 2. Qual. 45-48, Kälber 1 Qual. 65—70 H, 2. Qual. 55-60 4, Hämmel 1. Qual. 63-66 H, 2. Qual. 56—60 H per Vfd, Schweine 1. Qual. 57—60 2. Qual. 55—56 H pr. Pfd. Schlachtgewicht. W. Wieses, 27. Januar. Es ist Sonntag-Nachmittag. Milde Frühlingslüfte wehen. Freundlich blickt die Sonne vom klaren Himmelsdom hernieder. Wir greifen zum Stabe und wandern in Gottes schöne Welt. In der freien Natur vergißt man die Sorge, das Gemüth wird besänftigt, „wenn es vom wilden Drange der Leidenschaften bewegt ist". Unser Weg führt an einer Obstanlage vorbei. Ein verständiger Landwirth, den das herrliche Frühlingswetter gleichfalls ins Freie gelockt hat, gesellt sich zu uns. „Sehen Sie, Herr N . . den Blüthenretchthum der Bäume", sagte ich, „Millionen von Blüthen sind den Knospen entschlüpft, wenn wir keine Spätfröste bekommen, Raupen, Blüthenstecher und anderes Ungeziefer nicht überhand nimmt, so haben wir eine reiche Obsternte zN ei warten." Wir traten unter einen besonders blüthenreichen Apfelbaum und schauten unverwandt aus das weiß und röthlich geschmückte Blüthendach. Tausende von Bienen summten und schwirrten in den üppig schwellenden Blüthen, wie Pfeile kamen und flogen sie wieder ab. „Wie uneigennützig und selbstlos sind doch die Obstbäume", nahm ich wieder das Wort, „im Lenz erfreuen fie unS durch ihre Blüthenpracht, öffnen in freundlicher Weise den emsigen Bienen, durch deren Wirksamkeit eine leichtere, schnellere und sichere Befruchtung der Blüthen stattfindet, ihre mit Nectar gefüllten Kelche «nd reichen uns im Herbste ihre Früchte, an deren Bildung sie den Zahlreiche zeugjViss«: der ersten medicinlsohen Autoritäten. Verkauf in allen Apotheken und Droguen-Handlungen. gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. la. Qual,, bei G. Dort, Wallthorstr. 45 Das Haus Nestle bat an der Pariser Weltausstellung 1889 die höchsten Auszeichnungen, einen GROSSEN PREIS und eine GOLDENE MEDAILLE erhalten. 32 Auszeichnungen, worunter 12 Ehrendiplome und 14 Gold. Medaillen. Vollständiges Nahrungsmittel für kleine Kinder. Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, desshalb auch EILWACHSENE1V bei MAGEN- LEB DEN bestens empfohlen. Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Henri Nestle. H. NESTLE’S Khl OERMEHL 3OJähriger Erfolg. 822] Zum 15 März ober 1 Apri bfH «r ü v 11|tii rft wird ein reinliches und gesundes Mädchen lU IU UV ftUJUbo (ex traf.) Capwein Hcuhche MeneRcher Ausbruch Tokayer Ausbruch 2- 2 — 2.50 2.- 2 50 2.50 1 2.50 1.40 1.40 2 — 1.10 Laubenheimer Diirkheimer Oppenheimer Hochheimer Ingelheimer Hoth- wein Elsässer Rothwein „ Wachenheimer Sect „ Oppmann Sect „ pr. Fl. JC 1.10 ,, „ m 120 „ „ 1.40 ,, n h 1.40 Span. Cotes ] Portug. Gebirgwein Priorato (herb) „ (mild) „ (siiss) „ (süss, alt) Tarragona (süsser) Valdepenna# Malaga Xeres Pajarete Portwein (weisser) Sherry Malaga „ (alter) Madeira „ (alter) Alicante Muscateller Sanios Barletta (alt) Marsala Burgunder 1.20 1.— 1.75 3.— pr. Fl. vtt 1.40 ■ „ „ >» 1.60 „ » „ 1-80 i „ „ 180 n m i) 2. ) „ >, „ 3.- .. » „ 2.60 . 158 Beerenweine eig. Bereitung. Johannisbeeren-Wein pr.Fl.70^) Heidel beeren-Wein „ „ 90 „ pr. FL 1.— 1 » „ ,» 1-20 »> ,, i» 130 » » h 1-30 n )> » 1-40 „ „ „ 1.50 „ „ 1 40 » » ,, 1.50 „ » ,, 1 50 n » n 2.— Friedrich Leo, Seltersweg 71 empfiehlt unter Garantie der Reinheit nachstehende IVeinC Ausländische (dir. importirt). Bordeaux Medoc 1 „ St. Jjilien Kneter Ausbruch Mit den neuen Schnelldampfern de« Norddeutschen iSööv jlW* tu* z-öv rief- and Packetsiegel* Marken i» Viiteira* werden schnei m Wq aogefertKit Inder ruhl’schen c Druckerei r e**trw«e ’• benutit "«rä»- ____ n MtM i ZMk l®91' ;> »ÜÄy?* ^jil Lck-t »—■ As«.» »chenmädchcn gesucht iahnhos-Restauratm. äWiiTsknlm“*« Bahnhoffkahe 45- Mr^ ^'Ub »saune. 8: b,*'ä6tn>i8il6t .---*!•£. • * »«Ltz «dfa ffiÄ"“ in btt .Rfmmtr mt"1 d” -dtr,«i M qr Mit $rd§anö W iolibtr gnuanbter SJIntt ajj, »«bursche ------ f“*‘ «'« «tihilfc fit «offner ein braver Ve, der mit Pferden jebttt verseht Gute leylung erfordert. [840 iherediuderEA d. «L Auf sofort wird in ein hiesiges kW ein angehender Tommi« der sich jeder rorko-nmevden Lr- untersiehen hat und eine schLse rift besitzt. Nur solche wollen sch die mehr Lust zur Arbeit zeigen, 'onfligen gingen. en nebst Angabe der (dlbtrigtit it, GrhaitsLnivckche ic. wolle »an . M \Tk \)tl Donnerstag de» 29. Januar. (ßtefeener Anzeiger. Beilage zu Rr. 24. - 1891. Feuilleton. Vater Alexei, der Pope. Eme russische Geschichte von Friedrich Meister. (2. Fortsetzung.) II. Inzwischen strebte Vater Alexei durch Sturm und treibenden Schnee dem entgegengesetzten Ende des Dorfes zu, an dem kleinen Kirchlein vorüber, bis er sein Häuschen erreicht hatte. Hier schien er bereits erwartet worder; zu sein, denn die Hausthür wurde geöffnet, ehe er noch die Hand auf die Klinke gelegt hatte. „Es ist hohe Zeit, daß Du kommst, Väterchen!" ries ihm eine harte, kreischende Frauenstimme entgegen. Freundlicher aber als die Stimme waren die Hände der alten Frau, die ihm mit sorgender Geschäftigkeit den schweren Rock und die Pelzmütze abnahmen. „Ein Mann von Deinen Jahren sollte was Besseres zu thun wissen, als sich zu nachtschlafender Zeit außerhalb des Hauses herumzutreiben, Vater Alexei", fuhr die Alte keifend fort. „Man kommt ja beinahe auf den Gedanken, daß —" „Ich bin noch nicht gar so alt, Anfissa", entgegnete der Priester sanstmüthig, „ich bin eben erst sechzig Jahre geworden, während Du —" „Schon gut, Du brauchst mir üicht immer mein Alter vorzuwerfen, Väterchen," unterbrach ihn Anfissa gereizt. „Ich weiß, daß ich älter bin als Du, aber Du bist auch schon alt genug, daß Du wissen könntest, wann Du Dich zu Hause einzufinden hast." „Anfissa," sagte der Priester, sich vor Kälte schüttelnd, „bringe mir den Thee. Und noch eins: letzte Nacht hat mich gefroren, Du mußt mir noch eine Decke aufs Bett legen." Dieser kühne Ausfall gegen ihre hauswirthschastliche Umsichtigkeit ließ die alte Dame verstummen- sie sah ihrem Herrn ins Gesicht und als sie merkte, daß es demselben Ernst war mit seiner Rede, ging sie, ohne noch ein Wort zu entgegne«, hinaus, um die ihr gegebenen Weisungen auszuführen. Sie war kaum aus dem Gemach, als Jemand an die Hausthür pochte. Der Priester öffnete. „Ich bins — Iwan Jvanowitsch," sagte eine Stimme aus dem Windesgebraus. Der Priester fuhr ein wenig zusammen, dann hieß er den jungen Mann eintreten. „Väterchen," sagte Iwan, nachdem er den Schnee von seinem Rock geschüttelt hatte, „ich habe Dir etwas mit- zutheilen." Er näherte sich dem Priester, so daß er demselben ins Ohr flüstern konnte. „Ich habe eine Beichte abzulegen, eine dringende Beichte. Es ist schon spät, aber sage mir nicht, daß es schon zu spät sei — ich bitte Dich inständigst ! Höre mich an, Vater Alexei, damit ich in Frieden meine Straße ziehen kann!" Der Pope schaute dem Supplikanten fest in die Augen, dann wendete er sich ab. „Ich will Dich anhören," sagte er, nach seinem Rocke greifend. Dann zündete er eine Laterne an und schritt dem anderen vorauf zum Hause hinaus und der Kirche zu. Er schloß das kleine Gotteshaus auf und ging hinein, direct auf den Beichtstuhl zu, der sich unweit des Altars befand. Hier angelangt, vermißte er seinen Begleiter. „Nun, Iwan, wo bist Du?" fragte er, sich umwendend. Iwan Iwanowitsch trat aus der Dunkelheit hervor und an den Beichtstuhl heran- es schien, als sei er hinter dem Altar hervorgekommen. Die Stimme des Beichtenden ertönte zuerst wie ein leises Gemurmel. Dann kam eine schnelle, heftige Frage des Priesters und darauf eine laute, saft höhnisch triumphirende Antwort. Vater Alexei kam aus dem Beichtstuhl hervor, bleich, zitternd und mit entsetzten Blicken. Er stützte sich aus die niedere Thür des Schreins und starrte Iwan mit weit ausgerissenen Augen an. „Du Teufel!" stieß er hervor. „Du Dämon der Hölle! Aber Du sollst dafür büßen! Noch heute soll ein Bote nach Kiew gehen — ich selbst will hin und den Behörden die Anzeige machen." „Nicht doch, Väterchen!" lachte Iwan mit Hohn, „das wirst Du nicht thun, denn ich habe Dir meine Mittheilung unter dem Siegel des Beichtgeheimnisses gemacht." „Mein Gott! Mein Gott!" ächzte der Priester, auf die Knie niedersinkend und die Hände zusammenschlagend, während Thränen gerechten, aber ohnmächtigen Zornes seine Wangen herabrieselten. Iwan Getrachtete ihn eine Weile schweigend, als wolle er noch eine Frage an ihn richten- dann aber schüttelte er den Kopf und verließ eiligen Schrittes das Gotteshaus. Als endlich Anfissa erschien, die ihren Herrn allenthalben gesucht hatte, sand sie denselben wie in tiefem Gebet vor dem Altar knieend. Er kauerte ganz still und regungslos, so daß die alte Frau eine Furcht überkam. „Väterchen!" rief sie leise, ihm die Hand aus die Schulter legend. Der Priester erhob sich in Hast. „Ich weiß nichts, ich weiß gar nichts davon!" rief er verstört. „Nicht ein Wort kommt über meine Lippen." Dann erkannte er seine treue Haushälterin. „O, Du bist es, Anfissa," sagte er erleichtert. „Komm, Väterchen, Du mußt nun schlafen gehen," drängte sie, seinen Arm unter den ihren nehmend und ihn der Thür znsührend- er folgte ihr ohne Widerstreben. Sie ergriff die Laterne, schloß die Thür zu und beide eilten durch den Sturm ins Haus. Kaum aber hatte der Priester in seinem^Wohngemach Äthern geschöpft, als zum zweitenmale laut an seine Pforte gepocht wurde. Unwillig und Verwünschungen murmelnd, schob Anfissa den Riegel zurück und lugte durch die Thürspalte hinaus, wer der späte Störenfried noch sein könnte. Die Thür wurde aufgestoßen und ohne erst lange um Entschuldigung oder um Erlaubniß zu bitten, schob Sarakoff, der Inhaber der Polizeigewalt des Dörfchens, die alte Frau zur Seite und trat raschen Schrittes ins Zimmer. Der Pope erschrak, als er die Uniform des Beamten erkannte, aber er beherrschte sich und blieb ruhig. „Willkommen, Anton Demitriwitsch," sagte er. „WaS führt Dich zu so später Stunde noch in mein Haus? Besorge Thee für Anton Demitriwitsch, Anfissa." Der Beamte erhob jedoch ablehnend und verneinend die Hand und schaute den Priester mit einem eigentümlichen Blicke an. Es schien, als ob er auf die Frage desselben nicht gleich eine Antwort finden könne, denn er räusperte sich eine ganze Weile. „Ahern, Väterchen, ahem," polterte er endlich hervor, „ja, ahem — ich soll Dich holen, Väterchen! Nimms nicht für ungut, Väterchen, —- aber, ahem, man muß seine Schuldigkeit thun — Du weißt, Väterchen, — ich bin Polizeibeamter und da muß ich ausführen, was man mich heißt." (Fortsetzung folgt.) provmjiellesw — Lüstet die Zimmer! Wohl der schlimmste Mißbrauch, der mit den Fenstern getrieben wird, ist der, sie nie zu öffnen. Im Winter glaubt man sich mit Rücksicht auf die Kälte noch mehr berechtigt, dies zu unterlassen, und doch tritt durch die durch Heizung bewirkte Luftverschlechterung gerade im Winter die Nothwendigkeit der Zimmerventilation in gesteigertem Maße ein. In vielen Häusern wird fast den ganzen Winter hindurch kein Fenster geöffnet. Was können, was müssen sich da für Krankheitsstoffe entwickeln! Wenn man genügend scharfe Augen hätte, so würde man sehen, welch grauenhafte Microben und Bacterien durch dieses grundsätzliche Vermeiden frischer Luft gezüchtet werden. Darum muß man immer und immer wieder das Mahnwort ertönen lassen: „Lüstet die Zimmer!" Weickartshain, 24. Januar. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Fest des Krieger-Bezirks-Vereins Grünberg für dieses Jahr in hiesigem Ort gefeiert und mit demselben die Einweihung der neuen Fahne des Kriegervereins Weickartshain verbunden werden. Mücke, 24. Januar. Gerüchtweise verlautet, daß dem so sehr fühlbaren Mangel eines Ueberganges bei der Station Mücke von der Kreisstraße Flensungen-Merlau nach dem neuen Bahnhof durch Anlegen eines hohen, quer über die Schienen laufenden Steges abgeholfen werden wird. — Die Zahl der Häuser wird sich im nächsten Frühjahr hier- selbst wieder um eins vermehren. Es wurde zu diesem Zweck eine Wiese zum Preise von 11OO Mk. angekaust. Beltershain, 21. Januar. Heute kamen drei Wagen Zigeuner mit drei Pferden, sechs bis acht Hunden und etwa dreißig Köpfe stark hier an. Wie die Heuschrecken strömten sie in die Häuser, um Fleisch, Brod, Grosch', Kaffee, Heu, Hafer, Holz, Kleider u. s. w. in ihrer frechen, ausdringlichen Weise zu erbetteln. Ein Bewohner, der gerade geschlachtet, hatte in wenigen Stunden nicht weniger als 17 Zigeunergäste gehabt. Die Nahrung derselben ist doch, gering gerechnet, mit 40 Mk. zu veranschlagen. Gegen diese arbeitsscheuen Menschen ist Barmherzigkeit wohl nicht am Platze, darum die Hausthüren zu und Strenge angewandt. Die Lust derselben zur Arbeit gibt ein Zigeuner selbst in folgender Räthsellösung an: „Bei den Juden haben's die Frauen gut und bei den Zigeunern die Männer." vermischtes. * Aus dem Nied, 24. Januar. In dem Orte B..... bei Worms bereinigten sich jüngst die dortigen Barbiere — was allerdings nicht besonders schwierig war, da es deren dort nur zwei gibt — behufs einer Erhöhung der Rasier- nnd Haarschneidtaxe. Das ist nun allerdings heut zu Tage nichts Auffallendes und wird dieser Aufschlag in Anbetracht der jetzigen Lebensmittelpreise den Herren ganz gewiß von den übrigen Geschäftsleuten nicht verdacht werden, es gibt aber eine Menge Leute, welche mit der modernen „Lohnerhöhung" durchaus nicht einverstanden sind' und das sind die betreffenden Kunden, meistens aus biederen Landleuten bestehend. Als dieselben nämlich von der unerhörten „Neuerung" vernommen, hielten sie eine Versammlung und nach längerer erregter Debatte nahmen sie sich gegenseitig das feierliche Versprechen ab, sich von nun an selbst zu rasiren, zum nöthi- gen Haarschnitt aber soll ein Mann aus ihrer Mitte gewählt werden! Somit wäre also über die ehrsame Barbierzunft in B. förmlich der Boykott verhängt und wenn derselbe von Dauer wäre, so wären die Mitglieder derselben am gründlichsten „barbiert", ohne daß sie ein Messer in die Hand zu nehmen brauchten. Wir unsererseits rechnen jedoch auf ein baldiges Uebereinfommen, denn bald werden die biederen Landleute, deren Hände doch leichter den Dreschflegel und die Sense regieren, als das Rasirmesser, nach öfterer Tortur im eigenen Gesichte schmerzvoll mit dem Dichter ausrufen: „Der Thränen sind genug geflossen! — Des Tages Qual war groß!" Und die zärtliche Gattin wird, wenn sie das Rauschen und Kratzen hört, gleich dem Laute, den der Schornsteinfeger beim Reinigen des Kamins verursacht, ebenso poetisch wie mitleidig beifüge»: „O, Vater, laß endlich genug fein des grausamen Spiels!" — Und „dem armen Manne (d. h. dem Barbier) wird geholfen werden!" Probatum est! — Wie nachträglich berichtet wird, soll in einer dortigen Wirtschaft zur Bequemlichkeit des sich selbst bedienenden Publikums auch eine Rasirmeffer-Niederlage errichtet werden. Ja, ja, der Zeitgeist! * Unüberlegter Kauf. Vor Kurzem kaufte ein Metzger von Trunstadt bei dem Bauer Klarmann in Dippach ein gegen 160 Pfund wiegendes Schwein. Als der Metzger dann den vereinbarten Kaufpreis 'nicht zahlte, sagte Klarmann: „Ich schenke Dir von dem Schwein 125 Pfund und von dem, was es mehr wiegt, gibst Du mir für's erste Pfund 5 Pfennig und für die nächsten Pfunde immer das Doppelte des vorhergehenden." Der Metzger war mit diesen Bedingungen sofort einverstanden und freute sich schon, diesmal einen so billigen Kauf gemacht zu haben. Die Rechnung ergab jedoch das nette Sümmchen von 26 834 545 Mk. für nur 30 Pfund Mehrgewicht über 125 Pfund und würde sich, wenn 160 Pfd. gerechnet, in's Unendliche belaufen haben. * Ein hübsches Wahl-Idyll wird in einem Proteste gegen^ die Gültigkeit der Wahl des preußischen Landtagsabgeordneten v. Jagow (1. Potsdamer Wahlkreis) berichtet. In Philipps- Hof bei Putlitz habe, so wird nachgewiesen, als der Müller Henning seinen Zettel abgab, der Wahlvorsteher allein sich an dem Wahltisch befunden, die Beisitzer hätten an einem andern Tische Skat gespielt. Die Commission hat indessen diesen Einwand für unerheblich erachtet, „da es sich nur um eine Stimme handelt und es immerhin nicht ausgeschlossen ist, daß bei deren Abgabe die Beisitzer es an der nöthigen Aufmerksamkeit nicht haben fehlen lassen". * Ein Artillerist des 3. Bayerischen Feld-Artillerie- Regiments, David Knörringer, wurde zu 5 Jahren 4 Monaten Gefängniß verurteilt, weil er seine Kameraden aufforderte, den Stalldienst zu verlassen, obwohl ein Unteroffizier der Mannschaft befohlen hatte, im Stall zu bleiben. * Höflichkeit ist eine Zier. Ein eigenartiger Zwischenfall spielte sich vor Kurzem in Posen gelegentlich einer Schöffengerichts-Verhandlung ab. Während derselben mußte der Amtsrichter plötzlich mehrere Male hinter einander niesen, worauf ein Mann, der als Zuhörer der Verhandlung beiwohnte, ohne jede böse Absicht ihm zurief: „Prosit!" Der Richter fragte hierauf, wer denn so freundlich gewesen sei, diesen Zuruf an ihn zu richten, worauf sich auch sogleich der Betreffende meldete, in der Voraussetzung, daß er nun den Dank für seinen höflichen Wunsch ernten würde. Er wurde in dieser Erwartung aber bitter enttäuscht, denn der Amtsrichter ließ den höflichen Mann durch den Gerichtsdiener vorführen und der Gerichtshof erkannte gegen ihn „wegen Ungebühr vor Gericht" auf eine dreistündige Haftstrafe. Jedenfalls ist dem biederen Manne der Berliner Wahrspruch noch nicht bekannt gewesen: „Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr." Literatur und Kunst. — Wir hören so oft im Leben darüber Hagen und habe» eS wohl auch selbst schon gethan, daß es gar so viele häßliche Menschen gibt und ihre Zahl die derjenigen, denen wir in dieser Hinsicht ein besseres Prädikat ertheilen, wett überlegen ist. Wir haben aber entschieden unrecht und können uns selbst davon überzeugen, wenn wir uns nur einmal die Mühe geben, die vielen von uns als häßlich bezeichneten Gesichter etwas genauer und länger zu betrachten. M f werden gewiß bann in den meisten Fällen finden, daß Züge darin vorhanden sind, denen Anmuth nicht abzusprechen ist, und daß vor allen Dingen Momente und gewisse Bewegungen der Gesichtsmuskeln dies deutlich hervortreten lassen und selbst das wenigst anziehende Menschenantlitz wirklich und oft geradezu auffallend verschönen. Den» geborene Häßlichkeiten existtren nur wenig und absolut häßlich sind nur mißgestaltete. Ein hauptsächliches Schönhettsmoment für jedes Gesicht liegt in dem Lachen, wie uns der sehr interessant getriebene Artikel „Zur Verschönerungskunst" von E. Schulz in Nummer 13 von ,Uet>et Land und Meer" (herausgegeben von Pros. Jos. Kürschner, rebigtrt von Otto Bätsch, Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt) lehrt und der die allgemeine Beachtung wohl verdient wegen der trefflich Haren und vernünftigen Behandlung dieses fesselnden Themas. — Naturgeschichte des PflameureichS. Großer BUder- allas mit Text für Schule und Haus. Herausgegeben von Dr. M. Fünfstück, Privatdocent am K. Polytechnikum in Stuttgart. 4. Auflage. 40 Lieferungen L 50 Pfg. Lieferung 10—21. Verlag des Süddeutfchen Verlags-Instituts in Stuttgart. Von dem prächtigen Werke sind weitere 12 Lieferungen erschienen, deren Betrachtung jedem Liebhaber der Flora wahrhafte Freude bereitet. Die Ausführung der Tafeln ist trefflich gelungen. 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Wetzlar 506 626 803 948 1000 11« 1210 441 505 736 867 9®. EmS—Eoblenr 505 808 948 1159 441 736, Deutz—Cöln 625 1000 1210 500. 767 130 425 1000. Fulda 642 1160 735.__________________ 930 307 666. Gelnhausen 700 1210 442. 930 307 636. Schotten bezw.Ridda 706 1210 4*2 800. ____ 930 307 666. Gedern, Zaubach bezw. Stockheim 7» 1210 4*2 800.