Nr. 278 An ochchettu täglich, e» «»Lnatzm« d«L Ihrtiteel. Mr Meßmer IM*»ri€*iratte* **ta km Sn»«»« »Hiwi -rig-rqt. Samstag den 28. November ------------ ; -■ - -■ "—■ »I HO nmr 4»- 1.1OU- - LI Gießener Anzeiger Kenerak-Mnzeiger. 1891 >le**t*ad»|Prrt6l 2 Mark 20 Mg. flfi vringerloy«. Durch die Poß be^ey* 2 Mark 50 P^. Rebactien, ttfeHttel und Druckerei: >4*CHrtt< M»»Hi Heru^recher 51, Amt»- «nd Anzeigeblatt fßr den "K*ei» Gießen. Gratisßriksge: Gießener AaMikimskÄLLer 2lmtlid?er Theis Deutsches Reich. Berlin, 25. November. Der Kaiser wohnte, wie schon gemeldet, am Mittwoch dem 15Ojährigen Jubiläum des in Torgau garnisonirenden Pionier-Bataillons Nr. 3 „von'Rauch" bei. Der allerhöchste Kriegsherr war zu diesem Dehuse kurz nach 1 Uhr Mittags in Torgau ein- getroffen und hatte er sich alsbald durch die festlich geschmückten Straßen, umjubelr von der Bevölkerung, nach der Pionierkaserne begeben, wo ihn die Generäle v. Versen, v. Rauch und der Amtsrath Dietze-Barby empfingen. Alsdann nahm der Kaiser am Brückenkopf die Parade des Jubelbataillons ab, woran sich Parade auch des 72. Infanterie- Regiments schloß. Später wohnte der Kaiser dem Festmahle anläßlich des Jubiläums im Rathhause bei. Bei dem Diner gedachte der Kaiser der ruhmvollen Thaten des Jubelbataillons und hob die näheren Beziehungen desselben zu ihm hervor. Im Weiteren sprach der erlauchte Redner seine Sympathien für diese Waffe aus und schloß mit der Aufforderung, fortzuarbeiten, um Deutschland groß zu machen. Kurz nach Aufhebung des Diners erfolgte die Abfahrt des Kaisers durch die glänzend erleuchteten Straßen nach dem Bahnhofe, von wo aus er dann nach Potsdam zurückreiste. Am Donnerstag begab sich der Kaiser nach dem herzoglich altenburgischen Jagdschlösse Hummelshain und nahm an den im Gräfenberger Revier vom Herzog Ernst veranstalteten größeren Hofjagden Theil. Der Monarch gedenkt am Samstag Nachmittag von Hummelshain wieder in Potsdam einzutreffen. Berlin, 26. November. Der mehrtägige Aufenthalt des russischen Ministers v. Giers in Berlin anläßlich seiner Heimreise von Paris nach Petersburg hat zu mannigfachen Gerüchten Veranlassung gegeben. Wenn man denselben glauben wollte, so müßte man dem Besuche des Leiters der auswärtigen Politik Rußlands in der deutschen Reichshauptstadt eine besondere Bedeutung beilegen, wird doch hierbei u. A. behauptet, Giers habe Auftrag gehabt, in Berlin auf eine Wiederannäherung zwischen Rußland und Deutschland hinzuwirken, indessen ist schwerlich anzunehmen, daß der russische Staatsmann mit einer solchen speciellen Mission nach Berlin gekommen ist, zumal er ja die deutsche Kaiserstadt nothgedrungen auf seiner Rückreise nach Rußland berühren mußte. Immerhin darf man aber erwarten, daß die Audienz des Herrn v. Giers beim Kaiser Wilhelm und seine Unterredungen mit den leitenden deutschen Persönlichkeiten von friedlichen Nachwirkungen sein und das deutsch-russische Ver- hältniß vor weiterer Erkaltung bewahren werden. Es wird daher auch den Worten, die Kaiser Wilhelm unmittelbar nach Ertheilung der Audienz an Herrn v. Giers bei Vereidigung der Rekruten der Berliner Regimenter an dieselben richtete, eine tiefere Bedeutung beigelegt. Der erlauchte Monarch sagte ungefähr: „Ihr werdet voraussichtlich nur im Frieden Gelegenheit haben, eure Tapferkeit und euren Muth zu be- thätigen und zu zeigen!" Man bringt diesen erfreulichen Ausspruch des Kaisers mit dem muthmaßlichen Inhalt der kurz zuvor Herrn v. Giers ertheilten Audienz in Verbindung und alsdann^ dürfte von dem Besuche des russischen Staatsmannes allerdings nur Günstiges für die Weitergestaltung der internationalen Lage zu erhoffen sein. Lehrer-Conferenz des Conferenz-Bezirks Grünberg Mittwoch den 2. December, Bormittags 10 Uhr in Grünberg. Lieder: 20, 21 33, 134, 147. Gießen, den 26. November 1891. Büchner, Schulrath. Deutscher Reichstsg. 12 7. Plenarsitzung. Donnerstag, 26. November 1891, 1 Uhr. Die zweite Berathung der Novelle zum Krankenverst cherungsgesetz wird mit dem $ 53 der Vorlage fortgesetzt. Derselbe bestimmt, datz die Arbeitgeber berechtigt sind, die Eintrittsgelder und zwei Drittel der Beiträge bei den Lohnzahlungen in Abzug JU ^Abg" v. d. Schulenburg (cons.) beantragt eine anderweite Fassung dieser Bestimmung, wonach die Versicherten verpflichtet sind, sich die Abzüge machen zu lasten. Streitigkeiten aus diesem Anlaß sollen von den Gewerbegerickten entschtedm werden. Staatssecretär vr. v. Bo etlicher hat gegen den Antrag kein Bedenken und stellt dessen Annahme anheim. Abg. Sv ahn (Ctr.) bekämpft den Antrag, halt aber den Paragraph selbst für verbesserungsbedürftig und behält sich einen entsprechenden Antrag für die dritte Lesung vor. Der Antrag Schulenburg wird abgelehnt; der $ 53 wird unverändert genehmigt, ebenso 8 54 und 55. S 55a bestimmt, datz auf Antrag von mindestens 30 Versicherten die höhere Verwaltungsbehörde anordnen kann, daß die Leistungen der Kaste durch weitere als die von der Kaste bestimmten Aerzte, Apotheken und Krankenhäuser zu gewähren sind, wenn die von der Kaste getroffenen Anordnungen unzulänglich sind. Abg. Dr. v. Dziembowskt (Pole) beantragt, statt 30: 20 und statt „kann" zu setzen „hat"; ferner dem Paragraph einen Zusatz zu Mbcn, wonach im Falle der Ablehnung eines solchen Antrages dre Gründe der Ablehnung angegeben werden müssen. Abg. Hitze (Ctr.) beantragt, daß auf Antrag von 30 Versicherten die höhere Verwaltungsbehörde die Zulastuna anderer als der durch die Kaffen bestimmten Aerzte, Apotheken, Krankenhäuser verfügen muß, sofern nicht Vermögms-Jnteresten der Kaste entgegen- ^^^Staatssecretär Dr. v. Poetticher: Gegenüber dem ftüheren Zustande ist durch die Vorlage eine wesentliche Verbesterung geschaffen. Das Bestere ist hier ein Feind des Guten. Die Anträge führen die Sache nicht weiter. Laste man den oberen Verwaltungsbehörden die freie subjective Beurtheilung des Etnzelfalles, ohne bestimmte Zwangs- vorschriften, wie sie die Anttäge enthalten und lehnen Sie deshalb bie ^Aba?Eberly (dfr.) empfiehlt ebenfalls, an den Commisfions- vorschlägen festzuhalten. Die Agitation für freie Aerztewahl sei auch nickt aus den Kassm, sondern von des Aerzten in Scene gesetzt. Mit der freien Aerztewahl werde man bald schlechte Erfahrungen WotffS telegraphisches «orrefpondmz-Bureav. Berlin, 12. November. Der frühere Präsident des brandenburgischen Consistoriums, Hegel, ist heute gestorben. Paris, 26. November. Seit gestern treffen in Roubaix und Tourcoing zahlreiche Kohlensendungen aus Deutschland und Belgien ein. Im Kohlenbecken von Pas de Calais hat sich beute Nacht kein Zwischenfall ereignet. In einigen Minen des Norddepartements, wo der partielle Strike fortdauert, ist eine lebhafte Erregung bemerkbar. Deveschen des „Bureau Herold". Berlin, 26. November. Ende Januar oder Anfangs Februar findet der nächste deutsche Jnnungs-Hand- werkertag in Berlin statt. — Nach der „Allg. Reichscorr." verlautete in dem Foyer des Reichstages, Bismarck habe geäußert, er komme zu der Handelsvertrags-Debatte nach Berlin und wenn er sich hintragen lassen müsse. — Die Zahl der Jnfluenzakranken in Berlin beträgt 40 000. In letzter Woche ereigneten sich 30 Todesfälle von Jnfluenzakranken. — Das Bankgeschäft Hugo Löwy wurde soeben gerichtlich versiegelt, der Inhaber ist verreist. — Hugo Löwy wurde verhaftet. Berlin, 27. November. Die „Voss. Ztg." erhält Nachricht aus Kattowitz, daß nunmehr auch die russische Ausfuhr kleiner zollfreier Weizenquanten verboten ist. — Die „Voss. Ztg." meldet aus Rom: Der Abgeordnete Antonelli verlangte gestern Regierungsmaßregcln für die macken; schon jetzt haben Kassm, welche die freie Aerztewahl zulassm, z. B. die Kaffe der Buchdrucker in Berlin, erhebliche Mehrausgaben bloS durch diese Neuerung gehabt. Abg. Möller (natl.) bekennt sich als Freund der fteim Aerztewahl; das sei kein unerreichbares Ideal, sondern ein sehr wohl erreichbarer Zustand, der von mehreren Kassm bereits eingeführt sei. Eine Zwangsbestimmung für die Verwaltungsbehördm, wie sie in den Anttägm Hitze und Dziembowskt beabsichtigt wird, empfiehlt sich nicht. Er bittet diese Anträge abzulehnm und es bet den CommtssionS- anttägen zu belaffm. Abg. Dr. Langerhans (dft.) hält die Bestimmung des ganzen $ 55a für sehr bedenklich, das setm die üblm Folgm des Kassen- zwanges! Hätte man den Leuten die freien Kassen anheimgegebm, so bräuchte man alle diese Bestimmungm nicht. Bei der nächstm Novelle werdm wir doch zur freien Aerztewahl gedrängt werdm. Dm Aerzten sucht man heute Alles aufzuladm; thatsächltch find sie bei den Zwangskassm am schlechtesten daran, dmn jeder Kranke glaubt, der Arzt ist ja bezahlt, er kann also auch möglichst oft kommm und dich besuchen. Aus diese Weise drückt man dm ärztlichen Stand herunter und schädigt ihn. N Herrenwesten, [10425 empfiehlt Heinrich Carle, 79 Neustadt 79. [10496 versteigert. Dienstag Nachmittag 2 Uhr werten im Gasthaus ,a«m Pfa«^, Neustadt 55: 24 Pelzmuffe (Nerz, Iltis, Opossum, Hase u. s. w.) Mädchen, Unterhofens. Herren u- Knaben, Unterröcke verschied- Qualität, Herren- und Frauenhemden in Flanell und Baumwolle, gestrickte und gehäkelte Tücher, Herren-Foulards u- Shawls, Costümes (Tricotagen), Großh. Bürgermeisterei Gießen, j Gnauth. Lausdienste, leichtere Taglohnarbeiten, Strick-, Näh-, Bügel- und Wasch-Arbeit, sowie schriftliche Arbeiten werden fast beständig von einer Im Auftrag: Louis Rothenberger, Anzahl unserer Armen gesucht. Gießen, den 27. November 1891. Die Armendeputation. Gnauth. Die Füllung der Cisksller der Gr- neuen Kliniken pro 1 £91/92 foU auf dem öffentlichen Submisstonswege -vergeben werden. 10471 Die Bedingungen können £uf dem Verwaltungs-Bureau der Gr° neuen Kliniken an den Wochentagen,Vorm. Don 8—12 und Nachm. von 3—5 Uhr eingesehen werden. Gefällige Offerten sind bis Donnerstag, A. Decbr. 1891, Mittags 12 Uhr, mit nöthiger Aufschrift versehen, an die Unterzeichnete eingureichen. Gießen, 26. November 1891. Gr. Direction der neuen Kliniken. 25 50 25 50 50 50 Tttrchttche Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 1. Advent, Sonntag, 29. November: Anfang des neuen Kirchenjahres. Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl im Vormitlagsgottesdienst. Abends 5 Uhr: Pfarrer Din gelben. Nach den Gottesdiensten Collecte für die Krrchenkasse zur Erhöhung des Capitalvermögens der Gemeinde. Kinderkirche Vormittags HVt Uhr: Pfarrer Schlosser. MtzeSstenes. Fürstliches Rentamt Hungen hat die Grohh. Hessischen Regierungsblätter von 1820 bis 1890 inel. abzugeben. Liebhaber wollen Gebote an das unterzeichnete Rentamt richten. Hungen, den 26. Novbr. 1891. Fürstliches Rentamt Hungen. Ziegler-Stege. 10485 Bibelstunde am Montag den 30. Novbr-, Abends 8 Uhr, in der Kleinttnderfchule; Römerbrief, Kap. 3, Vers 1: Der Menschen Untreue und Gottes Wahrheit. Vsarrer Dr. Naumann. 1. Adventswochengotttesdienst am Donnerstag den 3. December, Abends 8 Uhr. Pfarrer Dingeldey. Die Pfarrgeschäfte in der Woche oom 29. November bis in großer Auswahl empfiehlt zu billigen Preisen [10286 Robe r t Stuhl, Neustadt 23. Pferdedecken! empfiehlt Heinrich Wallach . eröffnet wird. Schon der Anfang gibt ein ebenso anziehendes, als ’ naturwahres Bild aus dem deutschen bürgerlichen Leben und läßt uns den frischen, gutherzigen Helden voll überschäumender Juqend- kraft, Otto Gerding, von Herzen liebgewinnen. Nicht weniger fesselt der zweite Roman: „Eine Taube auf dem Dache" von Ernst Wichert, der ja längst als einer der hervorragendsten deutschen Schriftsteller anerkannt ist. Sein liebenswürdiger Humor, feine stets gute Laune und die feine Satire, die ihn befonders auszeichnen, kommen in dieser pikanten Badegefchichte zur vollen Wirkung. Diesen beiden großen Romanen werden sich dem Prospect nach im Lause des Jahres noch folgende anschließen: „Rutschepeter^ von Robert Byr, „Aus der Feuerstätte" von Wilhelm Jensen, „Dedi" von Th Zingeler, „Unter den Taunusbuchen" von A. Brennecke, „Die Brüder" von D. Duncker, „Die Rache ist mein!" von O. Beta, „Die Geächteten" von Fr. Jacobsen, „Das Haus der Schotten" von K. E. Klopfer. Eine Bereicherung erfährt die „Romanbtbliothek" insofern, als dem Feuilleton fortan eine größere Aufmerksamkeit zugewendet werden soll. Es wird fortan nicht nur Miscellen, sondern auch selbständige Aufsätze, Plaudereien und kleinere Erzählungen enthalten, die in einer Nummer zu Ende kommen. Der „Ptntscher" von Emil Roland und die „Selbstbekenntnisse" von August Niemann in dem ersten Hest sind ebenso amüsant als anregend und tn ihrer Art mustergilttg. Der neue Jahrgang wird daher den alten Lesern der „Romanbtbliothek" sicher viele neue hinzugewinnen und bezeichnet einen entschiedenen Fortschritt dieser so beliebten, billigen (Preis vierteljährlich 2 Mark, das vierzehntägige Heft 35 Pfennig) und empfehlenSwerthen Zeitschrift. Braut-^verdenstoffe, schwarz, weiß, creme rc. — von 65 Pf. bis Mk 22.85 — glatte u. Damaste rc. (ca- 300 versch. Qual. u. Dispos.) versendet roden- u- stückweise porto- u. zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K- u. K Hoflieferant) Zürich. | Muster umgehend- Dopp- Briefporto nach der Schweiz. [10475 Kieler Sprotten, Kieler Bücklinge, fst. grobkörn- Ural-Caviar, Sardine«, Sardelle«, Rollmöpse, Fst. marin. Häringe, Christ. AnchoviS, Aal uvd Lachs in Gelee empfiehlt [10480 Emil Orbig. Statt. Mchthms. Freibank. [10494 Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 45 Psg. Dienstag den 1. December, Nachmittags 2 Uhr, werden im Gasthaus zum Pfau, Neustadt 55 (früher Bramm) versteigert : ra. 80 Mtr. Buckskins, |u Anzügen geeignet Ratinestoff zu2 Winterüberziehern, ca. 144 Ctm. breit, in guten Qualitäten, 1 Part hie Herren- und Frauenhemden, Metzgerbloufen [wegen Aufgabe eines Geschäftes), ferner: 1 vollständiges Bett, 1 Roßhaarmatratze, 1 Kommode mit Glasaufsatz, 2 schöne Etaqsres, 1 Schirmständer; verschiedene Spiel- sachen, dabei L Puppenstube mit schönem Möblement^l Puppen- kucke mit vollständiger Einrichtung und Herd, 1 Sitzbadewanne, 1 B^mentisch u. s. w. 10481 Im Auftrag: Louis Rothenberger Versteigerung von Woll-, Kurz-, Spiel- nnd Galanteriewaaren. Montag ten 30. Nov., Dienstag den 1. Dec., «♦ ev. die folgende« Tage, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich tm Gasthof ,)«m Adler- (Marktplatz Nr. 20), die nachstehend verzeichneten Maaren: ' 25 Dtz'o. Unterhosen für Frauen und Sdtthesßscht Wubahuen. Die Lieferung von 68 Stück — 219 ! ifb. m Weichenschwellen aus Eichenholz ist zu vergeben- Angebote sind bis zum 3. December d. I. dahier einzureichen. Die Bedingungen können bei den Stationen Alsfeld und Nidda, sowie bei unserer Magazinsverwaltung eingesehen werden. Gießen, den 25. November 1891. 10473 Großherzogliche Direction echte und rechte Waidmann endlich streift Wohl achtlos die ftet§ willkommene Lectüre über das ihm aus den vorbenannlen Familien wohlbekannte Federwild ? Mein mit dieser Auszählung ist dem großen Interessentenkreis für die neue Erscheinung aus /Brehms Thierleben" nicht annähernd Erwähnung gethan. Die sonstigen vielen Freunde der Thierwelt und seiner hervorragendsten Schilderung werden den neuen Band zweifellos hoch willkommen heißen. Auch bei dem vorliegenden fünften Bande von „Brehms Thierleben" bemerkcn wir die von den Herren Prof. Dr. Pechuel-Loesche und Dr. Wilh. Haacke mit großer Sorgfalt und anerkennenswerthem Fleiß und mit Berücksichtigung der Bcehm'schen Schreib- und Dar- flellungsweise durchgcführte Neubearbeitung besonders. Den Ergebnissen der neueren wiffenschaftlichen Forschungen haben die Bearbeiter vollkommen Rechnung getragen. Dadurch sind einerseits ältere Anschauungen berichtigt, andererseits ist eine Vermehrung des Stoffes herbeigeführt. Zm Zusammenhang damit steht der gegen die frühere Auflage bedeutend reichere Bilderschmuck des fünften Bandes, der allein bei den Textillustrationen einen Zuwachs von 23 neuen Zeichnungen erfahren hat. Aus den letzteren seien ihrer Vorzüglichkeit wegen genannt: Jako, Prairiehuhn, Silberfasan, Satyrhuhn, Hokko. Aus den das Auge jeden Kenners entzückenden Jllustrationsbeigaben aus besonderen Tafeln verweisen wir hauptsächlich auf die in feinster Ehromomanier hergestellten Abbildungen: Goldfasan, Graufifcher, Krontaube, und auf die Tafeln in Schwarzdruck: Birkhuhn, Rebhuhn, Jungfern- und Pfauenkranich. Im ganzen enthält der fünfte Band von „Brehms Thierleben" einen Bilderreichchum von 126 Textbildern und 18 besonderen Tafeln in Chromodruck und Holzschnitt, in Wirklichkeit Musterleistungen unserer ersten Thierzeichner: W-Kubnert, Fr. Specht, G. Mütze! und R. Kretschmer. Ein ferneres Lob gebührt der Verlagshandlung für die technisch glänzende Ausstattung auch dieses neuen Bandes von „Brehms Thierleben". — Zu einem der beliebtesten deutschen Erzähler hat August Niemann tm Laufe der letzten Jahre sich emporgefchwungen. Seine Werke sind ebenso unterhaltend als geistvoll, nie wird er trivial, stets ist er farbig und originell und überall merkt man, daß er aus einem vollen Herzen schöpft und nicht schreibt, nur um zu schreiben, sondern weil er in Wirklichkeit etwas zu sagen hat, das des Sagens werth ist. ES ist deshalb für den neuen Jahrgang der ^Deutsche« Rormrstvi-liottz-k^'(herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, redigirt von Otto Baifch, Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart) sicher von guter Vorbedeutung, daß er mit dem neuesten Roman dieses Autors: „Voll Dampf voraus", eine Seemannsgeschichte, Rechte Nürnberger Lebkuchen zu den billigsten Preisen empfehlen (10490 Gebr. Adami. Frische Eier, schwere Waare 1 Stück.....0,07 Pfg. 100 , ..... 6,50 Mk. bei Heinrich Arnold II-, 5807 Schloßgaffe 5. stehenden Unterschrift des General-Directors befindet. Nicht allein jedes Siegel, jede Etiquette, sondern auch der Gesammteindruck der Flasche ist gesetzlich eingetragen und geschützt. Vor jeder Nachahmung oder Verkauf von Nachahmungen wird mithin ernstlich gewarnt und zwar nicht allein wegen der zu gewärtigenden gesetzlichen Folgen, sondern auch hinsichtlich der für die Gesundheit zu befürchtenden Nachtheile. Nur die Nachbenannten verpflichteten sich schriftlich, keine Nachahmungen unserer allein echten Benedictine zu verkaufen: Emil Fischbach, Hr. Kinkel, Carl Schwaab. 84 HANS HOTTENBOTH, General-Agent, HAMBURG. ®* 2, B V f k «j ÄS direkt aus der Fabrik also aus erster Hand von von Elten & Keussen, Crefeld, Z vJLIUlIIIIUIIL in jedem Maaß zu beziehen. Man verlange Ijv Muster mit Angabe des Gewünschten. LIQUEUR DES ANCIENS BENEDICTINs De L’ABBAYE DE FECAMP (France) Vortrefflich, tonisch, den Appetit und die Verdauung befördernd. Man achte darauf, dass sich auf jeder Flasche die viereckige Etiquette mit der neben- December besorgt Psarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 1. Advents-Sonntag, 29. November: Sämmtliche Nouveautäs für die Weihnachts-Saison sind Z eingetroffen. • Ich empfehle vorzügliche Fabrikate in Bielefelder 9 M und Schlesischen Taschentüchern. 9782 M Ä Größte Auswahl in leinen Batist- und seidenen Tüchern. Ä d Fritz Nowack, Ausstattungs-Geschäft. A Samstag de« 28. l. Mts^ Mitteln der 'städtischen Armenkaffe müssen unter Anderen auch Vormittags 9 Uhr, wird auf dem eine süßere Anzahl von Personen unterstützt werden, weil es denselben an ausreichender, ihren Fähigkeiten entsprechender Lohnarbeit ermangelt, arbeit, veranschlagt zu 96,26 Die Zuwendung solcher Arbeit seitens Privater würde ebensowohl eine n V" Unterstützung dieser Armen, wie eine Entlastung der städtischen Armenkasse Gießen, am 26. November 1891., I Wir ersuchen danach alle Diejenigen, welche in der Lage sind, Arbeits' 10468 -frä-fa» ,u heuernder oder vorübergehender Beschäftigung zu suchen, sich Frische Schellfische, ff. Caviar, Frankfurter Würstchen, Bückinge, Verschiedene Käse, Neue Bollhäringe, do. marinirt, empfiehlt __ [10498 Friedrich Wrrtz, Scltersweg 9^. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um XV8> Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte- Sonntag: Morgens von 8/<6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6 Ubr erste Frühmesse; um ^/,8 Uhr zweite Frühmesse; um 8/<10 Ubr Hochamt mit Predigt- Nachmittags um V»3 Uhr Advenlsandacht. Abends um 6 Uhr Herz-Mariä-Bruderschaftsandacht mit Predigt. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 28. November: Vorabend 4°° Uhr, Morgens 8»o Uhr, Nachmittags 300 Uhr, Sabbathausgang 445 Ubr. 8 Obcrhcmdc». X Bestellungen für das Weihnachtsfest erbitte ich möglichst ftühe zeitig behufs prompter und bester Ausführung. X Fritz No wach, Geleitet von dem Streben, ein vollständige# Bild der litterarischen Produktion untrer Zeit ru geben, hat die Zeitschrift „VOM FELS ZUM MEEH“ den neuen Boman Faul Heuses „merlin” erworben und beginnt soeben die Veröffentlichung desselben. In jener schlichten, vornehmen, immer auf die Sache gerichteten DarsteUungsweiee, welche der Hegseschen Muse eigen, werden die Schicksale eines Dichters berichtet, dem es ernst ist mit seiner Kunst und mit seinem Leben, der das kühne Wagnis unternimmt, einer ganz anders gearteten Welt zum Trotze seinen Idealen nachzuleben. Es ist eins ernst« Mahnung an das deutsche Volk, sielt seine ideale Weltanschauung zu erhalten. „VOM FELS ZUM MEER“ erscheint in zwei Ausgaben; in 26 Halbmonatsheften ä 50 Pfennig und in 13 Ganzheflen ä 1 Mark. — Abonnements bei allen Buchhandlungs» und Postanstalten. — Man verlange Probehefte zur Ansicht. werden darauf aufmerkiam ge- b NI- 4 ▲ Aa aai macht, daß man in dem Special- -JfW 1111ITI^V Geschäft von Phil. Weiler, Rr Marktpl. 1, die größte Auswahl / in Cigarren, Cigarette« und Tabake« findet. Ein Versuch zeigt, daß selbst dem verwöhntesten. Geschmack Rechnung getragen werden kann. 9741 Wiener Hof. 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