M 199 Freitag den 28. August 1891 L«r Z«zeiger erfdjeint täglich, •ait ÄuSnahme de- VtontagL. Vn Gießener »«den dem Anzeiger «Gütlich dreimal beigdegt Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Lierteiiäln^'-^r Aßs»»e«e«i»Pt ’SJ man die Mhr-n einig« ! unt« ) » np r beige?-- Saucen, «8tr ’ j Ouitte« , mrifoien, inSW"* ,>e„ sowie I» « - •«’S“ g M f6r hd«, „urdt, Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die im Abdruck nachstehenden Bestimmungen fordern wir diejenigen Grundbesitzer, welche bei den nunmehr in der hiesigen Gemarkung beendigten Herbstübungen Flurschäden erlitten haben, hiermit auf, ihre Entschädigungs-Ansprüche sofort und spätestens binnen 3 Tagen bei der unterzeichneten Großh. Bürgermeisterei unter Angabe von Flur, Nummer und Größe der betr. Grundstücke, sowie der ungefähren Größe der beschädigten Geländefläche zur Anmeldung zu bringen. Gießen, den 26. August 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 7652 Entstehen bei Truppenübungen Flurschäden, so fordert der Ortsvorstand (Bürgermeister) die Beschädigten zur Anmeldung ihrer Entschädigungsforderungen auf und stellt letztere behufs Vorbereitung der Feststellung der Vergütung in einer Nachweisung nach Anlage E unter Berücksichtigung der dieser Nachweisung vorgedruckten Anmerkung 1 Absatz 2 zusammen. Diese Nachweisungen sind von dem Ortsvorstande bezw. der zuständigen Civilbehörde der Abschätzungs-Commission bei ihrem Eintreffen vorzulegen. Die Beschädigten haben unmittelbar nach eingetretener Beschädigung die Entscheidung des Ortsvorstandes darüber anzurufen, ob und inwieweit die Aberntung der beschädigten Felder einzutreten hat. Der Ortsvorstand hat die Aberntung anzuordnen, insoweit beim Verbleiben der Früchte auf dem Felde ein höherer, als der durch die Truppen verursachte Schaden entstehen würde, namentlich also bei Früchten, welche dem Verderben ausgesetzt sind. Ordnet der Ortsvorstand die Aberntung vor dem Eintreffen der Ab- schätzungscommission an, so hat derselbe sofort in Gemeinschaft mit zwei unparteiischen Ortseingesessenen den Stand der beschädigten und abzuerntenden Felder, das Quantum (Fuder u. s. w.) und die Qualität der übrig gebliebenen Früchte und deren etwaige weitere Verwendbarkeit (z. B. als Viehfutter) und den sich hiernach ergebenden Umfang des Schadens festzustellen und über den Befund der Abschätzungscommission Mittheilung zu machen. Ist der Ortsvorstand selbst der Beschädigte, so muß er die Noth- wendigkeit der Aberntung -vor dem Eintreffen der Abschätzungscommission, sowie den Umfang des Schadens durch zwei unparteiische Zeugen con- statiren lassen. Beschädigungen, welche nicht durch die Truppenübungen selbst, sondern auf andere Weise, im Besonderen dadurch entstanden sind, daß die Betheiligten das rechtzeitige Abernten unterlassen haben, begründen keinen Anspruch auf Vergütung. Arbeiten und Aufwendungen, von welchen die Interessenten gewußt haben, daß sie durch die Truppenübungen der nächsten Tage zerstört werden Mußten, begründen einen Anspruch auf Schadloshaltung gleichfalls nicht. Bekanntmachung. Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe der israelitischen Reli- -gionsgemeinde Gießen pro 1890/91 liegt 8 Tage lang auf dem Bureau Äes Unterzeichneten zur Einsicht der Betheiligten offen. Gießen, den 27. August 1891. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. M. Homberger. 7675 Grummetgras- Versteigerungen der Fürstlich Solmsischen Rentei Lich. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Donnerstag den 3. September, Bormittags präcis 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt,, zusammen 115 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke, nächst der Peinmühle. 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Ehr. Pietsch) in Gießen.