1891 Mr. 172 Börse. Amts- ttttb Anzeigeblatt fite den Ateeis Gieren. 64,80 59.— 88.60 88.40 Hratisöeikage: Gießener JamrüenölaLLer. Gießen, den 20. Juli 1891. 92.45 10. September l. I. vorzulegen. v. G a g e r n. 2M Ungef. Stärke Wird belegt es Wird belegt Ort mit am Q mit ♦ 7 Grünbcrg. . . 23 ft 11 c 4 4 93.60 101.50 12 13 14 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den feigenem Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Alle Armoncen-Bureaux de- In» und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 32 4 32 101.21 95.21 8 9 10 1 2 3 4 5 0 Lauter. Lollar . Lumda. 6 1 1 1 5 2 Alten-Buseck. Beltershain . Daubringen . Ettingshausen Geilshausen . Göbelnrod . 1 130 5 1 1 2 32 4 32 1 1 5 7 3 3 4 1 9 1 2 3 7 11 5 1 9 1 2 3 6 2 10 3 2 3 13 1 5 98Z 101.5t 101.- 95.20 eGrundschld^ Mklndbr. . n.Hyp/Ban!- * • - ' igerPf«nt>br. 92.— 101.65 18.30 , 44.10 Die Gichener Ma«ikie«-tälter «»erden dem Anzeiger wLchentlich dreimal beigelegt. 92.- 101.30 18.25 40.70 10—26.Aug. 27. „ 1.^ ft Gemeinden zu liefern. Die Rationssätze für Marschrationen sind: 1 Comp. I. Bat. 115. Regts. Leib-Escadr. Dragoner-Regts. Nr. 23 Stab u. 1 Comp. III. Bat 115. Regts. 1/4 Leib-Escadr. Dragoner-Regts, Nr. 23 V3 Comp. I. Bat. 115. Regts. 1 Comp. III. Bat. 116. Regts. 5. Escadr. Dragoner-Regts. Nr. 23 1/3 Comp. II. Bat. 115. Regts. Stab u. 2 Comp. II. Bat. 116 Regts. 8/5 Comp. II. Bat. 115. Regts. a/s Comp. II. Bat. 115. Regts. 1 Comp. II. Bat. 116. Regts. Stab u. 2 Comp. II. Bat. 115. Regts. Harbach . . Hattenrod. . Hungen . . Langsdorf. . 1 Comp. II. Bat. 115. Regts. 1/2 Comp. I. Bat. 115. Regts. 1 Comp. I. Bat. 115. Regts. 1 Comv. III. Bat. 115. Regts. 1 Comp. III. Bat. 116. Regts. 1/4 Leib-Escadr. Dragoner-Regts. Nr.23 1 Comp. I. Bat. 115. Regts. 1/4 Leib-Escadr. Dragoner-Regts. Nr.23 Stab 49. Infanterie-Brigade. Stab 115. Jnfanterie-Regts. 1/2 Leib-Escadr. Dragoner-Regts. Nr.23 Stab u. 1 Comp. I. Bat. 115. Regts. 1 Comp. II. Bat. 115. Regts. Stab 116. Regts. II . Bat. 116. Regts. I. Bat. 116. Regts. Stab Artillerie-Regts. Nr. 25 Stab II. Abth. Arttllerie-Regts. Nr. 25 5. Batterie Artillerie-Regts. Nr. 25. Reitende Batterie Artillerie-Regts. Nr. 25 1 Comp. III. Bat. 115. Regts. 1 Comv. III. Bat. 115. Regts. 72 5. Escadr. Dragoner-Regts. Nr. 23 V2 5. Escadr. Dragoner-Regts. Nr. 23 Stab Dragoner-Regts. Nr. 23. Vs 5. Escadr. Dragoner-Regts. Nr. 23 Stab Dragoner-Regts. Nr. 23. V2 5. Escadr. Dragoner-Regts. Nr. 23 1 Comp. II. Bat. 115. Regts. Stab u. 1 Comp. I Bat. 115. Regts. 7s 6. Batterie Artillerie-Regts. Nr. 25 1/3 6. Batterie Artillerie-Regts. Nr. 25 1 Comp. III. Bat. 116. Regts. Der Htzeßener erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. 1 Comp. III. Bat. 116. Regts. 1 Comp. III. Bat. 116. Regts. V< Leib-Escadr. Dragoner-Regts. Nr. Stab u. 1 Comp. II. Bat. 115 Regts. 1/4 Leib-Escadr. Dragoner-Regts. Nr. 23 V2 Comp. I. Bat. 115. Regts. 2/3 Comp. II. Bat. 115. Regts. Stab u. 1 Comp. III. Bat. 116. Regts. Stab u. 2 Comp. II. Bat. 116. Regts. Vierteljähriger Akonnemenlspretsz 2 Mark 20 Pfg. uck Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expeduu» und Druckerei: -chutstraße 31c. 1» Fernsprecher 51. 1 Comp. I. Bat. 115. Regts. 1 Comp. HI. Bat. 116. Regts. Train-Detachement 1 Comp. III. Bat. 116. Regts. III. Pionier-Comp. Train-Detachement 1 Comp. II. Bat. 116. Regts. 27. 29.-30. 10.-26. 26. 27. 27. 27. 27. 27. 29.-30. 26. 27. 27. 27. 10.-26. 27. 29.-30. 10.-26. 26. 27. 27. 27. 28. 28. 10.-26. 27. Sonne emporstieg über die Kalkfelsen der Dalmatinerküste und ihre ersten jungen Strahlen das regenschwangere Gewölk des grau in grau schattirten Firmaments durchbrachen, da war Tegetthoff mit den Seinen schon hart am Ziele. Gras Persano war auf das Erscheinen seines jungen Gegners nicht vorbereitet, er vermuthete ihn noch oben im Norden der Adria hinter den schützenden Batterien Polas. Der italienische Admiral hatte eben seine Dispositionen zu einem Generalangriff aus die meist schon breschirten Uferforts getroffen, da taucht am nordöstlichen Horizont ein Schiff mit der italienischen Trikolore auf, es ist der „Esploratore", Persanos Avisodampfer. Der „Esploratore" entfaltet seine Signale: „Verdächtige Schiffe in Sicht," so lautet sein Flaggenrapport. Bald weiß man auf der italienischen Flotte, wer die angemeldeten verdächtigen Schiffe sind. Eine Rauchsäule nach der andern taucht am Horizont empor, es ist Tegetthoffs Flotte, die, von des Sturmes und Dampses- flügeln getragen, schlachtbereit daherrauscht. Ein häßliches, unfreundliches Wetter, wolkenbehangeu das Firmament, schwärzlichgrau die See, die von einer scharfen Regenböe zw mih vom ti.88u.89 erb. Gold- ^senbrhn- W880t Gießener Anzeiger General-MlMer. SW» Betreffend: Herbstübungen der Großh. Heff. 25. Division im Jahre 1891. Das Großherzogliche Kreisanü Gießen Uebersicht derjenigen Gemeinden des Kreises Gietze«. welche während der diesjährigen Herbstübungen der 2». Division Einquartierungen erhalten. lonWtrlt IHUJ 7 MW lOMOpQM den Haseneingang forcirten und am Abend des 19. Juli mit weithin bis zu den italienischen Küsten vernehmbarem Donner die Batterie „Schmidt" in die Lust flog, da schien das Loos über die Insel geworfen, trotz allem Löwenmuth der Ver- theidiger schien der Fall Lissas entschieden. Aber da, als die Roth auf den höchsten Gipfel gestiegen war und der italienische Admiral Persano eben seine Landungstruppen bei Port Karober ausschiffte, um durch einen Sturmangriff der Marine-Infanterie die widerspänstige Veste zum Hissen der Capitulations- flagge zu gewinnen, da erschien der Retter in der Roth, die österreichische Flotte mit Tegetthoff an ihrer Spitze. Am Vormittag hatte Tegetthoff aus der Rhede von Fasana eine Depesche des Kriegsministeriums erhalten, welche mit den Worten schloß: „Wegen der Demonstration gegen Lissa nicht auslaufen." Aber Tegetthoff gab die Ordre: „Alle Kessel Heizen. Wer dampsklar, nach Lissa abgehen!" Und um 2 Uhr Nachmittags fftach Tegetthoff trotz der erhaltenen Ordre in See, um das hartbedrängte Lissa zu retten, denn der Kaiser hatte ihm anheimgestellt, „nach eigenem Interesse zu handeln", und als am nächsten Morgen, dem des 20., die ^Wa«*** Ä* di- Tlt bei 4'ftÄfÄ rlagtatfM M.S0M.R ^Meister, \ c MM. m. A.v. Sold-M. PÜv. Änl. 1 92.60 Q 4 3 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nachstehend theilen wir Ihnen die Uebersicht der aus Anlaß der Herbstübungen in den Gemeinden des Kreises stattfindenden Einquartierungen mit und fügen zugleich die besonderen Mühlen rc. keine Aufnahme gefunden und ist es den Gemeinden überlassen, falls eine weitere Untervertheilung auf einzelne Gutshöfe, Mühlen -c. ^^"z^Nugust beziehen'die^nicht^biwakirenden Truppen enge Quartiere (s. Grünberg); für die biwakirenden Truppen sind Nothquartiere angesetzt (s. Stangenrod). Berüalick der „enaen Quartiere" wird auf 2 des Art. 1 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 verwiesen. ™ ... .n 3 9 $ 3) DK Verpflegung der Mannschaften in der Zeit vom 10. bis 27. August hat durch die Quartiergeber gegen Zahlung der. mit unserer Verfügung vom 10. d. Mts. den interessirten Gemeinden bereits mitgetheilten Vergütung zu erfolgen. Vom 28. August ab werden die Mannschaften aus den Manover-Magazmenl verpflegt. - 4) An den Marschtagen der Truppen (Infanterie-Regiment 115 am 10. und 27. August; Jnfanterre-Regunent 116 und PuEr-Compagme am 27. August Dragoner Regiment Nr 23 und Train-Detachement am 26. August; Feld-Artillerie-Regiment Nr. 25 am 22. August) werden für die Verpflegung der Mannschaften pro Kopf und ±acj 8o Plg. bezahlt. Jtegiment ä^ie Pferde der Truppentheile ist nur in den Marschquartieren (am 27. August und den vorstehend unter 4 erwähnten Marschtagen) von den Fei-illston. Die Serschlscht bei Liss« 1866. Bor fünfundzwanzig Jahren erfüllte Schlachtenlärin die sonst so stillen Küsten der Adria und tausendfältig wieder- ballte das Echo der Jnselfelsen den Kanonendonner der italienischen Kriegsflotte, welche am 18. Juli mit dem Bombardement Lissas begonnen hatte. Ein Häuflein Tapferer, Alles in Allem 1833 Mann, bildete die Besatzung der ^nsel, deren ganze Vertheidigungsstärke in einundzwanzig zumeist veralteten Merken bestand. Achtunvachtzig Küstenkanonen hatten das Feuer der nahezu tausend schwere GeiMtze zählenden Angriffsflotte zu erwidern. Es war ein aussichtsloser Kamps, der da am 18. Juli 1866 vom Morgengrauen an seitens der Oesterreicher geführt ward. Bald war das Fort Georg, die Batterien Mamula und Soparina, die Thürme Robertson und Bentig zum Schweigen gebracht, nur vier Kanonen feuerten noch weiter und als dann die italienischen Panzerschiffe, die „Formidabile", der „Terribile voran, 8 139 135 3 135 113 3 136 135 135 28 145 28 70 90 145 281 139 28 143 28 46 137 112 45 280 75 60 135 279 Dienstag dm 28. Juli i ri i iwi ■■ .......... ■>■■■ ■■■■■» a. schwere Ration 6000 gr. Hafer, 1500 gr. Heu, 1750 gr. Stroh. b. mittlere „ 5650 „ ,. desgleichen. Sie wollen hiernach für di- ordnungsmäßige Unterbringung "der Offiziere, Mannschaften und Pferde Sorge tragen, die Quartiergeber auf ihre Verpflichtungen, insbesondere weaen Stelluna einer ortsüblichen Streu für die Pferde aufmerksam machen und für Bereitstellung des Fouragebedarfs besorgt sein. aud) wegen Wellung, einer ertheilenden Fourage-Quittungen und Duartierbescheinigungen sind uns zwecks Liquidation der Vergütungen bis zum ]04 35 104.31 --------------- i Burlington -- V02'30 101,1 'Lombarden do. 104.80 91.05 104.10 96.10 do. 64.05 1)4.40 rxer Gold. ld (Schi) 99.80 99.45 99.90 99.95 I-f SM-r 83.70 — _ iranl ZtiU. )rhn . . 56.10 55.9; er . . . 63.70 63 4( iw Äsend. 96.50 9616 vkaö garnt. 9650 95.96 btn.Sec.stft. 81.50 81.- dw.-B.-Nct, 183.- 182.- Bahn». 18625 185.5t 133.40 133.85 nen . . 100.20 99.91 Boni. . . 139.20 IM he Credttb.. 103.- 103.16 nl-Beretn . 971/8 96.2 Veretnsban! 125- 124.6C ereioSbank. 108.- 108.15 Ungef. Stärke Bemerkungen. 1 Ordn.-Nr. II Ort am Offiziere Mann Pferde 10.-26. Aug. 27. „ 10.-26. „ 27. „ 29.-30. „ 26. „ 27. „ 26. „ 27. „ 27. „ 27. „ 27. „ 27. „ , 28. „ / 28. „ 1 28. „ 28. „ ( 28. „ 28. „ 28. „ \ 27. „ 27. „ 26. „ 27. „ 26. „ 26. „ 27. „ 27. „ 27. „ 10-26. „ 22.-26. „ 27. „ 29.-30. „ 5 2 4 4 3 2 5 2 2 5 4 9 5 4 17 17 3 4 5 5 5 5 3 3 5 3 5 3 4 9 2 2 3 135 69 139 132 135 28 139 29 6 59 57 148 135 56 552 550 12 10 111 120 133 133 56 56 15 56 15 56 134 148 37 37 135 1 1 1 1 32 1 33 6 9 66 4 1 8 9 9 12 5 63 123 1 1 65 65 26 65 26 65 1 4 22 22 1 Enges Quartier 8 2d.N.-Ges.v.2I/6.87 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 Mainzlar.... Münster .... Nieder-Bessingen . Nonnenroth . . . Ober-Bessingen. . Odenhausen . . . Queckborn . . . Reinhardshain . . Rödgen .... Röthges .... Rüddingshausen . Ruttershausen . . Saasen u.Bollnbach Stangenrod . . . Trohe ..... Villingen .... Weickartshain . . Stockhausen . . . Weitershain . . . Wieseck .... zu. und ein, 23. zog Der französische Flottenbesuch in Kronstadt. Die französischen und russischen Zeitungen berichten alle in begeisterten Artikeln über den glänzenden Empfang der französischen Flotte in Kronstadt durch den russischen Großadmiral Alexis und zahlreiche Vertreter der russischen Marine, sowie durch ein nach vielen Tausenden zählendes Publikum aus Kronstadt, Petersburg und anderen russischen Städten. Es kann auch nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, daß der Empfang der französischen Gäste in Rußland thatsächlich ein außerordentlich glänzender und freundschaftlicher war, das beweisen nicht nur die Zeitungsartikel, sondern das geht auch aus den Festlichkeiten hervor, welche zu Ehren der französischen Gäste veranstaltet wurden und auch noch mehr veranstaltet werden. Doch die Salutschüsse, Fahnenhissungen, Fest- coneerte und Festmahle können uns allein keinen Maßstab dafür abgeben, ob der französische Besuch in Kronstadt und Petersburg wirklich von bedeutsamen politischen Folgen begleitet ist, und ob damit wirklich die französisch-russische Waffenbrüderschaft besiegelt wurde- und was nun gar die Kundgebungen der französischen und russischen Zeitungen bei diesem Anlaß anbetrifft, so kommen dieselben über ein schönes Phrasengeklingel und geschraubte Redensarten nicht hinaus. Was soll es zum Beispiel heißen, wenn Pariser und Petersburger Blätter melden, daß es ein erhebender Augenblick gewesen sei, als sich im Hafen von Kronstadt Rußland und Frankreich durch den Donner der Kanonen begrüßt hätten und daß die französische Flotte durch die Größe ihrer Schlachtschiffe, die Sicherheit ihrer Bewegungen und die Tadellosigkeit ihres Aussehens die Bewunderung aller Zuschauer erregt hätte, wenn gleichzeitig in Frankreich unter dem Vorsitze des Kammerpräsidenten Brisson eine Commission feststellt, daß in der französischen Flotte eine wahre Verwirrung in Bezug auf Schiffsbauten und Organisation herrsche und daß Frankreich kein Opfer scheuen dürfe, um die französische Flotte aus die Höhe der Zeit zu bringen. Ganz genau wollen auch die Pariser Blätter wissen, daß Rußland durch den glänzenden Empfang der französischen Flotte die richtige Antwort auf den Empfang des deutschen Kaisers in England und auf die Verlängerung des Dreibundes geben wolle. Frankreich stehe nun nicht mehr einsam da und an dem Abschlüsse der französisch-russischen Alliance könne man nicht mehr zweifeln. Dadurch würde das Bündniß Deutschlands, Oesterreichs und Italiens das nöthige Gegengewicht erhalten und der Friede würde für absehbare Zeit gesichert sein. Wenn die Alliance Frankreichs mit Rußland nichts weiter erstrebt, als mit aller Macht den europäischen Frieden gegen den Dreibund zu sichern, so kann man sich nur in ganz Europa aus eine ungetrübte Friedensdauer freuen, denn der Dreibund ist ja erwiesenermaßen auch von friedlichen Bestrebungen beseelt. An die Ausrichtigkeit der französischen Friedensliebe glaubt indessen ein Kenner der französischen Reigungen nicht so leicht, denn man weiß, welche Absichten Frankreich in Bezug auf Elsaß-Lothringen hegt. Aber immerhin ist es erfreulich, daß man in Frankreich wie auch in Rußland dem französischen Flottenbesuche nur friedliche Absichten beimischt. Daß aber auch keine anderen bedenklichen Demonstrationen bei der Anwesenheit der französischen Gäste in Petersburg und Kronstadt stattfinden, hat der Kaiser Alexander befohlen, daß bei allen officiellen Festlichkeiten zu Ehren der französischen Gäste nur vier Toaste ausgebracht werden dürsen, nämlich aus den Kaiser von Rußland, auf den Präsidenten Carnot und auf die französische und russische Flotte. Das wird den redseligen Panslavisten und Revanchepolitikern schlecht in den Kram passen.________ wo die Königin ihren Aufenthalt nehme. — Nach dem „Reichsanzeiger" glitt der Kaiser am Juli auf dem Fußboden des „Hohenzollern" aus und sich eine leichte Verletzung des rechten Knies In Folge dessen unterbleiben in der nächsten Zeit die bäckerei brach heute früh gegen vier Uhr ein Schadenfeuer aus, das durch das schnelle Eingreifen der Garni- sons- und der städtischen Feuerwehr um sechs Uhr bewältigt wurde. Der Dachstuhl ist abgebrannt. „Hohenzollern" den Hasen von Skjeraö und traf am Samstag in Skaarö ein. Das Wetter war in diesem Theile Norwegens in den letzten Tagen vielsach regnerisch. Die Nord- landssahrt des Kaisers wird noch ungefähr acht Tage dauern, worauf sich der Kaiser nach England begeben und mit der Kaiserin und den Prinzen nach Deutschland zurückkehren wird. — In der inneren deutschen Politik ist mehr und mehr eine Ruhepause eingetreten. In leider recht bedauerlicher Weise wird aber zur Zeit das öffentliche Interesse durch wirthschastliche Sorgen in Anspruch genommen. Es kann nicht weggeleugnet werden, daß die geschäftliche Stille in vielen Erwerbszweigen, ferner die hohen Brod- und Fleischpreise und die noch zweifelhaften Ernteaussichten in Verbindung mit andauernd ungünstiger Witterung in vielen Kreisen der Bevölkerung große Sorgen verursachen. Einen kleinen Lichtblick bietet in dieser sorgenvollen Zeit zunächst nur der Umstand dar, daß die Ernte schließlich doch besser zu werden verspricht, als man bisher annahm. Den Beweis dasür glaubt man darin zu erblicken, daß das Angebot von noch vorräthigem Weizen und Roggen an den letzten Getreidebörsen ziemlich bedeutend gewesen ist. — Bei prachtvollem Wetter sand am 23. Juli in Schleswig die Einweihung des Denkmals für den Grafen Reventlow und Wilhelm Beseler statt, welche vom Herbste 1849 ab bis Anfang 1851 die Statthalterschaft der Herzogthümer führten. Der Oberpräsident v. Steinmann, die Spitzen der Behörden und eine äußerst zahlreiche Festversammlung wohnten der Feier bei. Die Festreden hielten Dompastor Schnittger, der Probst des adeligen Convents zu St. Johannis, Freiherr v. Liliencron und der Bürgermeister Heilberg. Mit kirchlichen und patriotischen Gesängen begann und schloß die Feier. Nachmittags sand ein Festmahl statt. Berlin, 25. Juli. Dem „Reichsanzeiger" zufolge ist in Betreff des Berechtigungswesens an den höheren Schulen in den Verhandlungen des Staatsministeriums nunmehr eine Verständigung dahin erzielt, daß die Abiturienten der Ober - Realschulen Preußens Zugang zum Baufach, Maschinenbau, Bergfach, Forstsach und zum Studium der Mathematik und der Naturwissenschaften mit Aussicht auf Anstellung an allen realistischen Lehranstalten erhalten, ebenso auch im Dienstbereiche des Reiches sür das Post- und Telegraphenwesen, den Marineschiffsbau und Marinemaschinenbau. Die Ober-Realschulen werden also den Realgymnasien im Wesentlichen gleichgestellt. Das Reifezeugniß höherer Bürgerschulen berechtigt künftig zu dem gesummten Subalterndienst, nicht blos, wie bisher, zu dem Justizsubalterndienst. Der bisherige Vorzug bei den neunjährigen, sowie den siebenjährigen Anstalten, daß die Befähigung zum einjährig-freiwilligen Dienst durch Versetzung nach Ober - Secunda ohne Prüfung erreicht wird, hört auf. An allen Anstalten findet nach Abschluß des sechsjährigen Cursus eine Prüfung unter Vorsitz eines Staatscommissars statt. Von dem Bestehen dieser Prüfung hängt die Ertheilung des Berechtigungsscheines für den einjährigen Dienst ab. Berlin, 25. Juli. Die „Nationalzeitung" meldet: Der Generaladjutant des Sultans, Ri stow Pascha, ist gestern in Stettin in Folge eines Sturzes aus dem Wagen Ausland. Wien, 25. Juli. Gegenüber den Vermuthungen verschiedener Blätter über die Ursache der Reise Taafses Bergparthien. Das Allgemeinbefinden ist gut. Straßburg i. Els., 25. Juli. In der hiesigen Garnisons- Deutsehes Reich. Darmstadt, 25. Juli. Das gestern ausgegebene Groß- herzogliche Regierungsblatt Nr. 23 enthält: 1. Gesetz, betreffend Ergänzung des Gesetzes wegen Revision der Bestimmungen über Versetzung der Civilbeamten in den Ruhestand vom 27. November 1874. 2. Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, die Abänderung der Polizeiordnung für die Schifffahrt und Flößerei auf dem Neckar betreffend. Berlin, 26. Juli. Von der Nordlandsfahrt des Kaisers Wilhelm sind neue Nachrichten von Bedeutung in den letzten Tagen nicht eingegangen, man weiß nur, daß sich der Kaiser auf der Rückfahrt von Hammerfest nach den norwegischen Fjords befindet. Am Freirage passirte die Yacht an das Hoslager nach Ischl coustatirt das „Fremdenblatt"^- eS sei constitutionelle Uebung, daß der Cabinetschef am Schlüsse der Session über deren Ergebnisse dem Monarche berichte, was nicht ausschließe, daß auch die jüngsten Vorkommnisse in Prag zur Sprache kamen. Wien, 25. Juli. Rudini beauftragte den Botschafter Nigra, der österreichischen Regierung für die tactvolle, feinfühlige Art der Feier des Gedenktages der Schlacht bei L i s s a und für die sympatifche Anerkennung der italienischen Marine den Dank der Regierung auszudrücken. Nigra reist morgen zu einem kurzen Besuche Taaffes nach Schloß Elischau. Prag, 25. Juli. Am 1. September wird hier der börsenmäßigeZucker handel eingeführt. Der Secretär der hiesigen Börse reist nach Hamburg und Magdeburg, um die dortigen Einrichtungen für den börsenmäßigen Zuckerhandel kennen zu lernen. Murren (in der Schweiz), 25. Juli. Der Asrikaforscher Stanley brach heute früh aus der Promenade den linken Unterschenkel. Paris, 25. Juli. Ueber das versuchte Attentat gegen Constans, Etienne und Treille wird berichtet, daß am Donnerstag Vormittag Constans aus seinem Bureau einen Brief aus einem Buche liegend vorsand, Constans erkannte auf der Adresse die Handschrift seiner Großnichte - das Buch: war ein Gebetbuch. Der Minister sandte Alles an seine Gemahlin, welche den Goldschnitt des Bandes vergeblich zu öffnen suchte. In der Meinung, das Buch enthalte Verdächtiges, wie es wiederholt bei Sendungen an Regierungsmitglieder vorgekommen war, wurde das Buch dem Hausmeister übersandt. Als dieser versuchte, das Buch mit einem Meißel zu öffnen, bemerkte der Kammerdiener eine Lunte. Der Band wurde sofort zur Untersuchung an das städtische Laboratorium gesandt. Der Director des Laboratoriums con- statirte, daß das Buch eine Sardinenbüchse mit 200 Gramm Explosivstoff, 20 bis 22 Revolverkugeln und etwa 30 Kapseln enthielt. Der des Attentats verdächtige Touloner Marinearzt soll sich vorgestern in Toulon entleibt haben. Toulon, 25. Juli. Der chilenische Kreuzer „Presidente Pinto" gerieth bei der Abfahrt nach Genua, wo er Kanonen und Pulver laden wollten, noch auf der Rhede auf eine Untiefe. Bis jetzt es nicht gelungen, das Schiff wieder flott zu machen. An Bord befand sich kein Franzose. Falmouth, 25. Juli. Der Capitän des österreichischen Dampfers „Sz ap ar y", in Fahrt von Newport nach Triest, berichtete heute hier, daß im Kohlenraum des Dampfers zwei Explosionen sich ereignet haben, wodurch ein Mann getödtet und mehrere schwer verwundet wurden. __ Kiew, 25. Juli. Der König Alexander von Serbien ist hier im Kaiserpalais eingetroffen und abgestiegen. Washington, 25. Juli. Der Generalpostmeister Wana- maker theilte dem Chef der Post von Neuseeland mit, er beabsichtige, zweimal monatlich statlfindende Fahrten von schnellen Postdampfern zwischen San Francisco und Australien einzurichten unter abwechselndem Anlaufen von Wellington und Auckland. Cairo, 25. Juli. Die Cholera in Mekka forderte in ten letzten Tagen 1600 Todte. undzwanzig Kriegsschiffe, auf welchen die weißrothe Flagge Oesterreichs flattert, aber was für Nußschalen find darunter, zumal im Vergleiche mit den Italienern, die mit dem Curs Nord-Nord-Ost daherdampften, eine schwimmende Erzburg neben der anderen und in ihrer Mitte, alle anderen an Größe überragend, der „Re d'Jtalia" mit seiner dreifachen Reihe offener Gefchützpforten, aus denen die feuerbereiten Erzmäuler der Armstrongriesen drohend hervorstarren. Und ihm zunächst gewahrt das Auge eine schwimmende Citadelle neben der andern, den „Re di Portogallo" und die „Ancona", den „Castelsedardo", den „Caregnano", die „Maria Pia" und den „Palestro", den „San Martino", „Varese", „Terribile" und, wie sie alle heißen, im Hintertreffen Persano auf feinem neuen Admiralsschiff und hinter jenen Panzercolossen zeigt sich, so weit das Auge reicht, der Mastenwald von Albinis Holz- slotte. Wie gering mußte den Unfern gegenüber solcher furchtbarer Armada die eigene Flotte erscheinen. Dem blonden kleinen Manne mit der gewaltigen Denkerstirne und dem vom buschigen Seemannsbart umrahmten Antlitz, der da aus der Commandobrücke des Admiralsschiffes steht, allerdings nicht- er signalisirt den Seinen den kühnsten Flottenbefehl, den je ein Admiral erlassen: „Muß Sieg bei Lissa werden!" Kaum ist mehr Zeit, dieses vorbereitete Signal auszusühren, da blitzte es schon auf aus der Batterie des „Caregnano", der „Portogallo" secundirt, der „Ferdinand Max" antwortet. (Schluß folgt.) mächtigen Wellenbergen emporgepeitfcht wird, so daß die schweren Schlachtschiffe schlingern und rollen und die Stück- pforten geschlossen werden müssen. Schweren Herzens versteht sich der italienische Admiral dazu, von Lissa abzulassen, er läßt seine Schiffe wenden und Curs auf den Gegner nehmen. Vor Allem jedoch verläßt Persano das Admiralschiff, den „Re d'Jtalia", und begibt sich in den Eisenschacht der Thürme des besser gepanzerten „Affondatore" und mit solcher Eilfertigkeit vollzieht Angesichts des mit voller Dampf- traft anbrausenden Gegners Gras Persano seine Umsiedelung, die man auf dem Großtop des „Re d'Jtalia" einfach ver- gefsen hatte, so daß die italienischen Commandanten, von denen nur Wenige eine Ahnung vom plötzlichen Umzuge ihres Führers hatten, vergebens nach Befehlssignalen Auslug hielten und die. durch die Flaggensprache signalisirten Ordres des „Affondatore" gar nicht beachteten. Um 10 Uhr Vormittags sind sich beide Flotten gegenüber. An der Spitze der österreichischen schwimmt der mächtige, mit steirischem Eisen umgürtete Panzerrecke „Ferdinand Max", der Wilhelm Tegetthoff und sein Glück trägt. Ihm folgen sechs andere, kleinere Panzer, der „Don Juan", „Eugen", „Kaiser Max", die „Habsburg", der „Drache" und der „Salamander"; in ihrer Kielwasserlmie dampft die zweite Division, die der Holzschiffe, heran mit dem alten Linienschiff „Kaiser", von dessen Commodorestander die Flagge des tapferen Petz niederweht, und die Arriöregarde bilden zehn Kanonenboote und Schooner. Im Ganzen sind es sieben- gestorben. Berlin, 25. Juli. Die „Post" erfährt aus Paris, die Königin von England habe den Wunsch ausgedrückt, das von Kronstadt zurückkehrende französische Geschwader zu empfangen. Die Segelordre sei in Folge dessen abgeändert das Geschwader treffe am 20. August in Portsmouth Neueste Nachrichten. Wolfis telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Gastein, 26. Juli. Fürst Ferdinand von Bulgarien ist nach beendigter Cur heute Vormittag über München nach Coburg abgereist, um der zehnjährigen Trauer- seier anläßlich des Todes seines Vaters beizuwohnen. In Gastein hatte der Fürst eine längere Unterredung mit Sir William White, dem britischen Botschafter in Konstantinopel. Paris, 26. Juli. Eine gestern Abend von etwa 4000 Personen abgehaltene, meist aus Anhängern Boulangers bestehende Versammlung verlief äußerst stürmisch. Unter Anderen wurden von Deroulöte und Laur Lobesreden auf Boulanger gehalten, die jedoch zahlreiche Protestrufe hervorriefen. Später kam es zu Thätlichkeiten. Schließlich wurde eine Tagesordnung angenommen, welche verlangte, daß den in Frankreich lebenden Deutschen dieselbe Behandlung zu Theil werden solle, wie sie die Franzosen in Elsaß-Lothringen feit 1888 Seitens ter Deutschen genössen. Petersburg, 26. Juli. Das Communicationsministerium arbeitet im Verein mit dem Finanzministerium an einer Reform d es Personentarifs auf den russischen Eisenbahnen. Ein modificirter Zonentarif ist bereits ausgearbeitet, der gleich nach dem Zusammentritte des Reichs- rathes demselben unterbreitet werden soll. Cincinnati, 26. Juli. Gestern Abend erfolgte bei Middletown, einer Station der Cincinnati-Hamilton- Dayton Eisenbahn, ein Zusammenstoß zwischen einem Güterzug und einem Vergnügungszug, in dem sich meist junge Leute aus Dayton befanden. Drei Wagen des letzteren wurden umgestürzt und hierbei 7 Personen getödtet und gegen 20 verletzt, darunter mehrere tödtlich. Paris, 27. Juli. Bei Saint Mands, Linie Vincennes- Paris, fuhr gestern ein Ergänzungszug auf den vor ihm ab° gegangenen Hauptzug. Der Gepäckwagen und drei mit Reisende« gefüllte Wagen stürzten um, ein Wagen gerieth in Brand. 49 Todte, 100 Verwundete, von letzteren find inzwischen sechs I gestorben. Paris, 27. Juli. Die meisten der bei Saint-Mauds getödttten Reisenden sind verkohlt. Die Verwundungen sind meist schwerer Natur- es sind ganze Familien ums Leben gekommen. Die Verunglückten sind größtentheils von einer Vergnügungsfahrt zurückkehrende Arbeiter und Handlungs- diener. Das Geleise ist wieder frei. Wer die Schuld an diesem Unglück trägt, ist noch nicht festgestellt. Maalsnäh, 27. Juli. Der Deutsche Kaiser traf gestern Nachmittag 2 Uhr ein. In Transö nimmt der Kaiser einen zweitägigen Aufenthalt. ®o6tnetS(J)ef '■ b,e luigstlii £ 8 vn Italien - ’S* ^agbeburg, UM. Rw°blg-n 3ufa. ö« Jlftihjorfötr mbe de» Kntm. Attentat gegen ™ berichtet, ba§ inem Bureau einen Ntan§ erkannte Mes an feine Geldes vergeblich zu M enthalte Ver- >en an RegierungS- ' Buch dem Haus- as Buch mit einenr rbiener eine Lunte» 5 an das städtische Laboratoriums con- e mit 200 Gramm und etwa 30 Kap- : Touloner Marine- it haben. krenzer „Prejiömte q, wo er Kanonen :r Rhede auf eine das Schiss wieder in Franzose. des österreichischen iewport nach Triest, des Dampfers zwei va\ Mann gelobtet ander von Serbien i abgestiegen. •alpoftmei[ter Ew uftelanb mit/ er be* -ährten von schnellen Leo und Australien (en von Wellington m Metta sorderte in- w©nreau. .in»» utc Bomitt-g ud-r zehnjährig« TrE - beizuivohnew x$ enb von etwa 400V Mr Li »A «* ^'L-d-sE soll. „folgte vel S-nd ' Lwilton’ fiintinnaf 2 *en.hdunb9* onenS“* , 0t '“’S be» Ä nö drei vlü ^xglld. ** „t.^e ■ÄS*'’ Si. traf F • V Locales uttfc provinzielles. Gießen, 27. Juli. — Provinzialdirector Freiherr von Gagern hat einen mehrwöchigen Urlaub angetreten. — Herr Dr. Heußner, Director des Kaiser-Wilhelms- Gymnasiums zu Kassel, weilt heute hier, um den Unterrichtsbetrieb am Gymnasium und die Einrichtungen des pädagogischen Seminars kennen zu lernen. — Sommerfest der Rudergesellschaft. Das von der Rudergesellschaft am gestrigen Sonntage abgehaltene Sommersest nebst Einweihung des neuen Boothauses nahm, begünstigt von dem herrlichsten Wetter und einer außerordentlich zahlreichen Betheiligung Seilens des Publikums, den besten und programmmäßigen Verlauf. Ausführlicher Bericht folgt. — Lenz'scher Felfeukeller. Auf die heute Montag statt- sindende Abschiedsvorstellung der beliebten fidelen „Seppel Bothmann-Gesellschaft" machen wir Freunde des Gesangs und Humors aufmerksam. (S. Inserat). — Feuer. Am gestrigen Sonntag verursachte zweimaliger Feuerlärm in der Stadt die erklärliche Aufregung. Anlaß zum ersten Alarm gab ein Morgens gegen 2 Uhr im Burggraben ausgebrochener Brand, welcher ein Herrn Süß gehöriges, von Herrn Wallenfels als Stallung und Remise benutztes Gebäude zerstörte. Ein an letzteres stoßendes Lagerhaus konnte, trotzdem es schon angebrannt war, gerettet werden. — Der zweite, gegen 9 Uhr Abends stattfindende Feueralarm erwies sich glücklicher Weise als weniger unheilverkündend. Ein im Gartseld gelegener Feldbacksteinofen verbreitete, während er in Brand gesetzt werden sollte, eine solch intensive Flamme, daß der Thürmer in dem Glauben an einen Häuserbrand Sturm läutete. — In nicht gerade kameradschaftlicher Weise benahmen sich während des Brandes im Burggraben einige Mitglieder der Feuerwehren gegen einander. Im Interesse der guten Sache sei indeß von weiteren Erörterungen an dieser Stelle abgesehen, hoffentlich genügt der Hinweis auf das Geschehene, daß in Zukunst derartige Reibereien vermieden werden. — Tiemanus mechanisches Theater. In Folge des Beifalls, welchen die gestrigen Vorstellungen ernteten, hat sich die Direction entschlossen, heute Abend 8^ Uhr noch eine letzte Vorstellung zu geben. Wir empfehlen den Besuch bestens. — Ernennungen. Ernannt wurden: am 11. d. Mts. die Steueraufseheraspiranten und Militäranwärter Wilhelm Bock aus Affolterbach, Karl Theodor Daniel aus Mosbach, Heinrich Hamel aus Rainrod, David Hensler aus Herbstein, Heinrich Philipp Kaiser aus Ober-Wöllstadt, Johannes Münstermann aus Hochstätten und Georg Trautmann aus Ernsthofen zu Steueraufsehern. — Sonntagsarbeit zur Erntezeit betr. Es dürfte jetzt wohl angebracht sein, an die im vergangenen Jahre erlassene Erläuterung des Großh. Ministeriums des Innern zu erinnern, wonach als „dringender Fall" für die Erlaubniß zur Vornahme landwirthschaftlicher Arbeiten an Sonn- und Festtagen auch anzusehen ist, wenn zwar im Augenblick der Arbeit das Wetter noch günstig ist, über ein Umschlag in das Gegentheil menschlichem Ermessen nach mit Grund zu befürchten steht, oder wenn durch anhaltend schlechte Witterung die Erntearbeiten in Rückstand gekommen sind. Ebenso kann bei plötzlich eingetretener großer Hitze die rasche Einbringung gewisser Früchte als ausnahmsweise dringlich erscheinen. §§ Trais-Horloff, 26. Juli. Der hiesige Einwohner Häuser hat schon zu wiederholten Malen aus einige Wochen seine Wohnung verlassen, ohne daß man seinen Aufenthalt ausfindig machen konnte, doch ist derselbe immer wieder nach geraumer Zeit von selbst heimgekehrt. Seit einiger Zeit ist derselbe wiederum fort und trotz Nachsuchens hat man bis jetzt keine Spur von seinem Aufenthalt. H. ist ein in den dreißiger Jahren stehender Mann, ist verheiratet und Vater mehrerer unmündiger Kirder. -n- Altenstadt, 24. Juli. Verflossenen Dienstag beging Herr Lehrer Werner von Höchst a. d. Nidder sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum. Zu dessen Ehren veranstalteten die Collegen ein Festessen, an welchem 71 Personen verschiedener Stände theilnahmen. Anläßlich dieser langjährigen ersprießlichen Dienstzeit wurde ihm von Kreisschulinspe^or Buß zu Büdingen das von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog verliehene Verdienstkreuz Philipps des Großmüthigen überreicht. Außerdem wurde der Jubilar seitens der Gemeinde mit einem Sessel und von dem Bezirkslehrerverein Altenstadt, dessen Obmann er ist, mit einem Regulator, sowie von dem Bezirkslehrerverein Büdingen mit einem silbernen Pokal bedacht. Die Freiherrlich von Günderode'sche Familie, deren langjähriger Kellereiverwalter Lehrer Werner ist, übermittelte ihm einen Rohrstock mit silbernem Griff. Heppenheim a. d. B., 24. Juli. Das bereits gemeldete beklagenswerthe Jag dun glück ist glücklicherweise doch nicht so schlimm, als man erst befürchtete, indem die betreffende Frau nicht tobt, sondern nur durch einen Schrotschuß verletzt ist. Hoffentlich wird dieselbe wieder hergestellt. Die Frau suchte Himbeeren, als sie durch ein Versehen des Jagdpächters den Schuß empfing. Birkenau, 24. Juli. Gestern wurde dahier ein dreijähriger Knabe zur Erde bestattet, welcher in Folge des Genusses der Frucht von einem giftigen Zierstrauche starb. Ungeachtet aller ärztlichen Bemühungen konnte derselbe nicht mehr gerettet werden. Eine Mahnung für Eltern, ihre kleinen Kinder auch bezüglich des Genusses der Früchte von Bäumen und Sträuchern zu beaufsichtigen. Worms, 23.Juli. Ein merkwürdiges Buch wurde dieser Tage hier entdeckt. Es ist ein Pentateuch mit zwei beigedruckten Commentaren (Raschi und Nachmanides). Das Buch stammt aus der berühmten Bomberg'schen Offizin in Venedig vom Jahre 1517. Eine hebräische Bemerkung auf dem weißen Blatte im Anfänge des Buches lautet in deutscher Uebersetzung: „Ein Feuerbrand,- gerettet beim Brande unserer Synagoge im Jahre 1689." Das Buch trägt deutliche Spuren des Brandes. A Mainz, 26. Juli. Mit dem Pariser Schnellzug ist gestern Abend der des Mordversuchs beschuldigte Tünchergeselle Marsilius durch den Criminalschutzmann Hodams von Metz hierher gebracht und in das Untersuchungsgesängniß eingeliesert worden. Bei der Auslieferung an den hiesigen Criminalbeamten benahm sich Marfilius durchaus nicht so harmlos, wie es nach seinen verschiedenen hierher gerichteten Schreiben erscheinen mochte, so daß sich der Beamte veranlaßt sah, demselben Fesseln anzulegen und den Transport in einem separaten Eisenbahncoups zu bethätigen. Die Festnahme Marfilius', bei dem man einen Baarbetrag von nahezu 300 Mk. vorfand, geschah in einer Gartenwirthschast auf dem Moselfort, wo er es sich bei dem Eintreffen des ihn verhaftenden Polizeicommissars grade bei Champagner wohl sein ließ. Auf welche Art Marfilius in den Besitz der großen bei ihm vorgefundenen Baarsumme gekommen ist, darüber haben die Behörden noch nicht den geringsten Anhaltspunkt, doch ver- muthet man, daß das Geld nicht auf rechtmäßige Art erworben. Schon im vergangenen Jahr war Marfilius einige Zeit in Untersuchungshaft, weil man eine schwere goldene Taschenuhr bei ihm gefunden, über deren Besitz er sich nicht ausweisen konnte. Ein Diebstahl ließ sich ihm damals nicht nachweisen, weshalb er unbestraft wieder in Freiheit gesetzt werden mußte. Lpirlplau der vereintzten Frankfurter Ltadttheater. Opernhaus. Dienstag den 28. Juli: Wiedereröffnung des Opernsaison. Cavalleria rusticana. Vorher: Die beiden Schützen. (Abonnements-Vorstellung.) Große Preise. Mittwoch den 29. Juli: Excel,tor. Außer Abonnement. Große Preise. Ansong 7 Ubr. den 30. Juli: Die Meistersinger. Abonne- ment-Vorstellung. Große Preise. den 31. Juni: Excelsior. Außer Abonnement. Große Preise. Samstag den 1. August: Cavalleria rußticana. Vorher: Joseph in Egypten. Abonnement-Vorstellung. Große Preise, m ®°nntfl0den2.August: Excelsior. Abonnement-Vorstellung. Große Preise. m den 3. August: Lohengrin. Außer Abonnement. Große Preise. O1 . Schauspielhaus. Dienstag den 28. Juli geschlossen. Mittwoch den 29. Juli: Wiedereröffnung der Schauspiel- saison. Fedora. Abonnement-Vorstellung. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 30. Juli: Abonnement-Vorstellung für einen ausgefallenen Freitag. Die Journalisten. Gewöhnliche Preise. Freitag den 31. Juli geschlossen. Samstaa den 1. August: Das verlorene Paradies. Abonnement-Vorstellung. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 2. August: Die Fledermaus. Abonnement- Vorstellung. Gewöhnliche Preise. Sd?iffsnad?rid?tcm Hamburg, 23. Juli. Das Hamburg-Newyorker Postdampfschiff „Bohemia", Capitän Schröder, von der Hambura-Amerikavischen Packetfahrt-Actten-Gesellschaft, ist am 22. Juli, 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Verkehr, Land- utt6 Volksrvtrthsehaft» Grünberg, 25. Juli. Fruchtpreise. Weizen JL 24 30, Korn X 21.—, Gerste JL 18.-, Hafer JL 16.30, Erbsen 11.—, Linsen Jt. —, Wicken , Lein JL —, Kartoffeln 10.—. § Kirtorf, 25. Juli. Unser vorgestriger 'Jacobimarkt wurde zwar nichl von sehr gutem Wetter begünstigt, nahm aber doch einen befriedigten Verlauf. Der Schweinemarkt war infolge deS vorausgegangenen Alsfelder Plämienmarktes sehr schwach befahren, auch die Preise waren sehr gedrückt. Man bezahlte für das Paar Ferkel durchschnittlich 20—30 Mk. Läufer und fette Schweine waren nicht aufgetrieben. Der Krämermarkt war gut besucht und verlief, da er zugleich Vergnügungsmarkt für die Umgegend ist, recht gut. Alle unsere modernen Kunstseifen enthalten mehr oder weniger Zusätze, die gar nicht zur Seife gehören, als Thon, Wasser, Kreide, Talkum, Wasserglas, Kieselerde, Soda etc. etc. Derartige Mischungen, die rechtmässig vor den Strafrichter gehörten, sind für die Consumenten von doppeltem Nachtheil: 1) ist die Seife schwer, 2) minderwerthig und schädlich, sie zerstört in kürzester Zeit völlig die Haut. Eine Seife, die ganz unverfälscht, ohne Zusatz, ohne Wasserglas, ohne Soda, also vollkommen rein und daher gesundheitfördernd ist, das ist einzig in ihrer Art Doerings Seife. Deswegen sollten aus allen Kinderstuben, Wasch- und Baderäumen, wie nicht minder aus den Boudoirs unserer Frauen und Jungfrauen diese schädlichen Kunstseifen verbannt und ausschliesslich nur Doering angewendet werden. Ihr Preis ist nur 40 Pfg. und ist zu haben in Giessen bei Gebr. Adami, Benner & Krumm, Engrosverkauf; C. F. Conrad, Drebes L Wallenfels, Eberhard Dort, Fritz Egly, E. Fischbach, A. Geisse, G. Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, L. Loth, Eberh. Metzger, P. J. Mobs, C. Möser, H. F. Nassauer, A. Noll II., Carl Petri, Marktplatz, Otto Schaaf, J. M. Schulhof, Frau R. F. Thomas, A. Voigt, Heinrich Wallach. 5453 Engros-Verkauf: Benner L Krumm. Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 27. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 15, Luft 17% Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Bekanntmachung. Die Anstreicherarbeiten beim Bau der Knabenschule sollen im Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Angebotsformulare Liegen während der Dienststunden auf dem Geschäftszimmer Nr. 3 auf und werden dortselbst unentgeltlich abge- geben. Versiegelte Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen bis Donnerstag den 30. Juli, Vormittags 10 Uhr, ebendorthin einzusenden, woselbst die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Gießen, den 24. Juli 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6740 Arkeitsverstelgerunq. Mittwoch den 20. Juli d. I., Mittags 2 Uhr, sollen dahier nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben werden: veranschlagt zu Erd- und Pflasterarbeiten «X 302.64 Pflastersteinlieferung „ 564.— Kalksteinlieferung „ 102.— Fuhrlöhne „ 397.64 Sandlieferung „ 80.40 Setzen und Klopfen der Steine „ 99.80 Heuchelheim, den 25. Juli 1891. Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim. Kreiling- 6799 Verdingung der zur Herstellung des zweiten Geleises auf der Strecke Friedberg— Heldenbergen—Windecken erforderlichen Erd- und Planirungs- rc.- Arbeiten: Loos I = 22573 cbm, Loos II — 23146 cbm. Termin: Mittwoch den 12. August 1891, Vormittags 11 Uhr, in unserem Geschäftslocale. Bedingungen u. s. w. können in unserem technischen Bureau, Zimmer Nr. 8, eingesehen oder gegen kostenfreie Einsendung von 1,00 Mark für jedes Loos durch unseren Bureau- Vorsteher biogen werden. Zuschlagsfrist zwei Wochen. .Cassel, den 24. Juli 1891. Königliches Eisenbahn-Betriebs-Amt ______Main-Weser-Bahn). [6792 Donnerstag den 30. Ivlss Nachmittags von 2 Uhr an, wird die Versteigerung der Mobilien des Dölker schen Nachlasses, Maigasse Nr. 12, fortgesetzt und kommen zum Ausgebot: 2 vollständige Betten, 1 dreitheilige Wollmatratze, 4 gute Federndecken, mehrere Unterbetten, 2 Sophas 2 Tische, 1 großes Real, 2 Schränke' ein- und zweithürig, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 2 Kaffeeservice, Tische, Stühle, 1 Holzkasten, gute Betttücher, Ueberzüge, Handtücher u. a. Leinen, Frauen- und Herrenkleider, 1 Regulator, 1 Partie Holz, Stroh u. s. w. [6744 Im vormundschaftlichen Auftrag: Louis Rothenberger, Gerichts-Taxator- Ernte-Versteigerung. Die Korn- und zweite Schur Kleeernte von mehreren zur Mittelstmühle gehörigen Grundstücken soll Donnerstag den 30. Juli, von Vormittags 9 Uhr anfangend, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft ist auf der Hard bei der Gansenburg. Korn und Klee kommt je nach Lage und Reihenfolge zum Ausgebot. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October d. I. gewährt. [6813 Alten-Buseck, den 26. Juli 1891. Krämer, Bürgermeister. Vergebung von Erbarbeiteu. Die zur Herstellung eines Geleisanschlusses für die Erste Oberhessische Dampfziegelei und Thonwaarenfabrik des Herrn Wilh Gail erforderlichen Erdarbciten sollen im Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsformulare liegen bei Unterzeichnetem offen. Versiegelte und mit gehöriger Auffchrift versehene Angebote find bis 6751 Freitag, den 31. Juli, Abends 7 Uhr, bei demselben einzureichen. Wieseck, den 25. Juli 1891. Lotz, Ingenieur. Billig! Billig! Ausverkauf b. Frau Karl Braubach Wwe. Neuen Bäue 16, I. St. [5415 6818 «ngel, Gerichtsvollzieher. Kleider-Biber stets in gröhter Auswahl billigst bei [6798 F ritz Nowack, Seltersweg Frische Eier, schwere Waare, 2 Stück ..... 11 Pfg. 100 „ .....5,00 Mk. bei Heinrich Arnold II., 5807 Schloßgasse 5. Aeitgeöotenes. Homöopathischer Gesundheitskaffee von ärztlichen Autoritäten empfohlen. Hauptniederlage bei H. F. Nassauer, 6812________Neuenweg 15. Mittwoch den 29. Inti, Nachmittags 2 Uhr, in der Bieker'schen Hofraithe zu Gießen sollen versteigert werden: 3 Schweine, 1 Wagen, 1 Handwagen, 2 Hobelbänke, 1 Bett, 1 Pianino, 1 Ladeneinrichtung und eine Reihe von Mobilien rc. Versteigerung voraussichtlich theilweise bestimmt. Gießen, den 27. Juli 1891. Deutsch-Belgischer Güterverkehr. Unter Aufhebung des Ausnahmetarifs vom 1. October 1885 gelangt am ersten August d- I. ein anderweiter Ausnabme- tarif für die Beförderung von Holz, Infusorienerde m.Braunkohlenbrikets zwischen Belgischen und Oberhessischen Eisenbahn- Stationen zur Einführung. Nähere Auskunft ertheilen die Güterabfertigungs- ftellen. Gießen, den 24. Juli 1891. 6789 Großh. Direction __der Oberhessischen Eisenbahnen. Mittwoch den 29. Juli, Nachmittags 2 Ubr, versteigere ich im Bieker Aschen Saale — Neustadt — gegen Baarzabiung: 1 noch neues Pianino, Sopbas, Commoden, Kleiderschränke, Tische, Spiegel, Bilder, Wanduhren, einen Secretär, 1 Verticow, 1 Silberschrank, 1 Ladentheke mit Glaskasten, 2 Hobelbänke, 1 Stoßkarren, 1 Pferd, 1 Kuh, 1 Wagen u. a. m. und nach dieser Versteigerung ein großes Quantum Backsteine. Geißler, 6806_________________Gerichtsvollzieher. In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli l. I. wurde dahier eine Obligation über 100 Mark mit Zins» Coupon gefunden. Der rechtmäßige, sich ausweisende Eigenthümer kann dieselbe bei unterzeichneter Stelle in Empfang nehmen. Staufenberg, am 24. Juli 1891. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. _________(Stephan. 6791 die Meste zu 80 H, verkauft L. Schmidt, Wolfstraße 8. 80,46 Procent Nährwerth. EMlhM's Deutscher Perl-Kaffee, nahrhasteffer Frucht-Kaffee in ganzen Körnern mit 80,46 Procent Nährstoffen (Kneipp's Malz-Kaffee nur 64 Procent). Detail-Preis: ein Pfrrnd-Packet 40 Pfg», ein Halbpfund-Packet 20 Pfg. Mein Deutscher Perl-Kaffee in Packeten steht in Bezug auf seine Aechtheit und Güte unter Controle der Grohherzogl. Hess, staatlichen chem. Prüfnngs- und AnsknnftSftation für die Gewerbe in Darmstadt und wird nach verbessertem Verfahren auf 80,46 Procent Rährwerth hergestellt. Mein Deutscher Perl-Kaffee ist daher bester, billiger und besonders nahrhafter wie alle anderen Frrrcht-KaffeeS und hat keine kraftlosen, klebrigen Schalen wie Kneipp's Malz-Kaffee. Das städtische chem. Untersuchungs-Amt in Darmstadt schreibt darüber wörtlich: Aus meinen Untersuchungen zwischen Engelhardt's Deutschem Perl-Kaffee und Kneipp's Malz-Kaffee geht zweifellos hervor, daß der Deuische Perl-Kaffee in Bezug auf seinen Nührwerth dem Kneipp's Malz-Kaffee entschieden vorzuziehen und sehr zu empfehlen ist. Chemisches Untersuchungs-Amt Darmstadt: Dr. H. Weller. Ein kleines Loth oder knapp 15 Gramm (1 Mäschen) Deutscher Perl-Kaffee gemahlen, aufgekocht und dann filtrirt giebt eine große Tasse rein und angenehm wie Bohnen-Kaffee schmeckendes Getränk. Als Zusatz zu Bohnen-Kaffee ist mein Deutscher Perl-Kaffee vorzüglich. Fr. Engelhardt in Rüffelsheim Cichorien-, Frucht- und Eichel - Kaffee - Fabrik. Gegründet 1819. — Acht Medaillen und Diplome. Verkaufsstellen, durch Plakate erstchtlich, bei: Carl Bieler, Am Kreuz. Chr. Bieker, Neustadt. Sberh. Dort, Wallthorstraße. Emil Fischbach. Seltersweg. W. Fritsch, Westanlage. Ad. Geiste, Am Kreuz. F. C. Henzerling, Neustadt. H. E. Jughardt, Markt. L. Kalkhof, Frankfurterftraße. «g. Kinkel, Am Kreuz. C. G. Kleinherrn, Bahnhofstraße. Eberh. Metzger, Neustadt. Emil Orbig, Bahnhofstraße. Carl Petri, Markt. Emil Pistor, Marktstraße. Aug. Voigt, Seltersweg. Ehr. Wallenfels, Markt. 6582 MnkM-Wilstrie Grcheiilmdkil-Gikßell Inhaber: Carl Haas jr- Großer Ringofen-Betrieb. 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[6804 Alte Kliniken 6805] Ein Hansbursche gesucht. Monatlich 20 Mk. Lohn.________ 6809] Lauffran sofort gesucht. Näh, b. Frau Hüttenberger, Sellersw.52 6808] Ein Mädchen, welches läng. Jahre in e. Stelle war u. gut kochen kann, sucht in bess. Hause Stelle. Näheres bei Frau Hüttenberger, Seltersweg 52. 6800] Ein Schreinergeselle per sofort gesucht. W i l h. Wack, Ederstraße 7. 6817] Ein Student sucht für August ruhiges Zimmer. Gefl. Off. mit Angabe der Bedingungen unter R. B. an die Exped. d. Bl. erbeten. Ein durchaus braves und tüchtiges Dienstmädchen sucht für Ende September [6796 Frau Dr. Kunze, Ludwigsplatz 5, II. 6790] Gegen hohes Fixum u. o. Provision such. w. Vertreter f. d Verk. v. Caffee, Hamburger Cigarren rc. an Prtv. F. Löding & Co., Hamburg. G. F. F. Heute Montag Abend 8 Uhr: Hauptübung. | Steins Garten. 3KF* Mittwoch den 29. 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Dienstag, den 28. Juli, Abends 8 Uhr: Probe in der Stadtkirche. Die geehrten Mitglieder werden dringend um vollzähligen Besuch gebeten. Nur, wer an dieser Probe theil- nimmt, ist zur Mitwirkung bei der Aufführung am 2. August berechtigt. Der Vorstand. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unsere theuere vielgeliebte Tochter Johanna Hammel gestern Vormittag um 11 Uhr nach kurzem schwerem Krankenlager nach ihrem vollendeten achten Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten die tieftrauernden Eltern und Geschwister. Conrsvericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 27. Juli 1891. Schlußcovri« 1 Uhr 15 Mtn. Inuit erhalt jeder Stellensuchende sofort gute dauernde Stelle. Verlangen Sie die Lifte der Offenen Stellen. Gene- val-Stellen-Auzeiger, Berlin 12. [6499] rum Besten des Jnvalidendank 671,1 ausgeführt von der Capelle des 2. Großh. Hess. Jns.-Regts. Nr-116 unter Leitung des Großh. Mufikdirectors Herrn Krauße. ♦ Türken-Loose. • 2 Nächste Ziehung am I. August d.J. X Haupttreffer Fr. 600,000 ♦ v Kleinster Fr, 400.—. ♦ „ Wilh. Hamel, Bleichstr. 7. Kindermädchen wird auf sofort für Nachmittags gesucht. 6708 Kirchenplatz 11, 11. Stock. Ein zuverlässiges, älteres, gewandtes Kindermädchen zum 1. August gesucht. Sofort zu melden 6561 Marburgerstraße 35. Kräftiger Junge als Lehr- 3% Reichsanlethe 3V2°/o do. 3% Preuß. ConsolS 3Vse/e do. Tüchtige Maurer und Handlanger finden gegen hohen Lohn dauernde Arbeit vom 1. August ab am neuen Schulhaus zu Wohnbach. [6785 Joh. Gg. Sames, Maurermeister. 20 Maurer und 6 Handlanger an den Neubau des Steinsägewerks in Kesselbach gesucht. [6747 Cölbe, am 24.JuliR8L1. J. Bieker, ________Bauunternehmer. föSg3 Sehr reiche Dame (Waise), 21J., mit Kind, welches adoptirl werden mutz,1 wünscht sofort zu heirathen. Vermögen nicht beansprucht. Nicht anonyme Off.' erbeten „Redlich" Post 12 Berlin. [6498 84.80 98.30 84.70 98.30 4% Ung. 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