1891 Dienstag den 28. April Ntr. 97 Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger Rebaction, ExpcdNiv» »nd Druckerei: -q«tfir«teAr.A. Ferusprecher 51. vierteltLhrtger >5oimtwnUytdl3 2 Mari 20 Pfg. m« Bringerlohn. Durch die Post bez«-« 2 Mark 50 Pig. Der Wetze»« -»Zeiger erscheint täglich, mit LuSuahme bei Moutag«. Die Gießener W»«itte»ßktiter Serben dem Anzeiger BLchmtlich drei mal h eigelegt. AnrtS- und Anzeigeblntt für den Kreis Gieren* ÄnnaNmt von Anzeige» zu der Nachmittags für bat sLixenden Toy erscheinenden Nummer bti Norm. 10 Uhr. Grattsöeitage: Gießener KamilienKlätter. Alle Armoncen-Sureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. U __L. J—LIU —LL11JL1118BHBBWI Arntlrehsv Thsil. Bekanntmachung, Errichtung eines chemischen Untersuchungs - Amtes für die Provinz Oberhessen betreffend. Unter dem Namen „chemisches Untersuchungs-Amt für die Provinz Oberheffeu" ist in Gießen (Liebigstraße 12) eine Provinzial - Anstalt zur technischen Untersuchung, namentlich von Nahrungs- und Gennßmitteln, sowie Gebrauchsgegenständen, errichtet worden. Sowohl den Staats- und Gemeinde- Behörden als auch Privatpersonen steht die Inanspruchnahme dieser Anstalt gegen Bezahlung der tarifmäßigen Gebühren frei. Für Untersuchungen, welche im Auftrage der Kreisämter oder Gemeinden der Provinz in amtlicher Eigenschaft oder für amtliche Zwecke veranlaßt werden, wird nur die Hälfte der Tarifsätze berechnet. Der Tarif kann von den Großh. Kreisämtern oder direct von dem Untersuchungs-Amte bezogen werden und ist in demselben auch angegeben, welches Quantum von den einzelnen Untersuchungsgegenständen einzusenden ist. Die Einsendung von Untersuchungsgegenständen kann oom 15. Mai d. Z. an erfolgen und har portofrei an das chemische Untersuchungs-Amt in Gießen zu geschehen- für persönliche Einlieferung derselben seitens des Publikums find die Stunden von 10—12 Uhr Vormittags und 3—5 Uhr Nachmittags (mit Ausnahme der Sonn- und Festtage) bestimmt. Gießen, den 25. April 1891. Großherzogliche Provinzialdireetion Oberhessen, v. Gag er n. Bekanntmachung. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß der practische Betermärarzt Herr Gerhardt zu Büdingen zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Grünberg mit dem Wohnsitz in Grünberg ernannt worden ist, und daß derselbe spätestens am 29. l. M. sein Amt antreten wird. Gießen, den 24. April 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Deutsüyes Aeia-. Berlin, 25. April. Das Plötzliche Scheiden unseres g r o ß e n M o l t k e hat, wie alle schmerzlichen Ueberraschungen, fast betäubend auf die Hauptstadt gewirkt. Nur allmählig wird sich der Einzelne, der die Nachricht hört und weiter trägt, des großen Verlustes bewußt, und langsam senkt sich der Schmerz immer tiefer in's Gemüth. Beim Erwachen des Tages durcheilten die Extrablattboten die Straßen, riefen die Nachricht aus, vertheilten vielfach das Extrablatt ohne Entgelt zu nehmen: man wollte eben keine Geschäfte mit der Trauerbotschaft machen. Nach und nach erwachte die Hauptstadt und die Zeichen besonderer Erregung tauchen in den Tagesstrom hinunter; nur mit dem Leben der großen Stadt Eingeweihten sind die Anzeichen einer besonderen Stimmung bemerkbar. Sonst brachten nur wenige Morgenblätter die Todesnachricht. Daß der Kaiser von seinem Eisenacher Jagdausfluge zurückkehren werde, vermuthete Jeder, im Lause des Tages fand die Vermuthung Bestätigung, der Kaiser reiste 11 Uhr in Eisenach ab, trifft hier nach 5 Uhr ein und be- giebt sich sofort zu seinem großen Todten. Vormittags 93/< Uhr fuhr die Kaiserin vor und legte einen prachtvollen Kranz von Rosen und Lorbeer am Todtenbette nieder, wo sie eine Viertelstunde im Kreise der Moltke'schen Familie, der des Neffen Majors von Moltke verweilte. Gleich darauf erschien der Erbprinz und die Erbprinzessin von Meiningen, welche zu Fuß von ihrer nahen Thiergarten-Villa herüberkamen. Auch der Reichskanzler v. Caprivi, der Kriegsminister v. Kaltenborn, General Oberst v. Pape, Herzöge, Fürsten, die Präsidenten der Parlamente und zahlreiche distinguirte Personen statteten Besuche ab. — Der Lauf des letzten Tages war, wie alle anderen streng geregelt, der Feldmarschall fühlte sich seit Tagen besonders wohl, was er auch seinem Hausarzte gegenüber äußerte. Gestern früh erhob sich Graf Moltke etwas zeitiger, als gewöhnlich, da er sich noch vor der Schwester der Frau seines Neffen, auch einer Comtesse Moltke, verabschieden wollte, welche früh abreiste. Mittags 12 Uhr fuhr der Feldmarschall zur Sitzung nach dem Herrenhaus, versäumte er doch selbst Sitzungen nicht, welche weniger wichtigen Materien galten als dem Einkommensteuergesetz. Um 3 Uhr ist Graf Moltke dann zu Fuß nach dem etwa 20 Minuten jenseits des Thiergarten entfernt liegenden Generalstabsgebäude gegangen, was er nur that, wenn er sich ganz wohl fühlte.— Um 5 Uhr speiste er, wie gewöhnlich, im Kreise seiner Familie, und trank um 7 Uhr ebenso seinen Thee- beide Mahlzeiten nahm er mit dem besten Appetit ein, und setzte sich um 8 Uhr mit seinem Neffen, dem Major von Moltke, dessen Gemahlin und einem Freunde des Neffen zur üblichen Partie Whist. Mit Vergnügen spielte der große Stratege die Robber aller Touren durch, doch zeigte er plötzlich gegen Ende Spuren von Unbehagen. Auf die besorgte Frage, was ihm fehle, erwiderte er, er habe Asthma, (der Marschall litt hin und wieder daran). — Doch wolle er das Spiel durchspielen. Zum Schluß machte er seine Gegner Groß-Schlemm, was ihn sehr belustigte. Da das Unbehagen nicht wich, so schlug man vor, ein junger Künstler, der in der Familie viel verkehrte, Herr Dreßler, solle Musik machen. Gras Moltke war deß gern zufrieden, ließ sich in seinem Sessel nieder und Herr Dreßler spielte ein kleines polnisches Lied eigener Composition. Doch der Feldmarschall zeigte wieder Unbehagen, erhob sich bald, um sich in ein Nebengemach zu begeben. Besorgt folgte ihm sein Neffe nach kurzer Zeit und fand nun den Onkel sitzend, das Haupt leicht vorgebeugt, die Hände leicht auf den Knieen liegend. Aus die besorgte Frage, was ihm fehle, wollte Graf Moltke antworten, sein Neffe hat ihn jedoch nicht verstanden,' in der Meinung, der Onkel wolle sich durch Erbrechen Erleichterung verschaffen, legte er die Hand an die Stirn, da sank ihm der Kops entgegen, der Körper brach zusammen. Schnell eilte auf den Ruf der Freund herbei, und beide Herren trugen den Marschall auf sein Bett- da athmete er noch einmal tief, dann war der große Geist entflohen. Gras Moltke ruhte heute noch auf seinem Bett, in tiefem Frieden Augen und Lippen leicht geschlossen. Da hat kein Kampf vorher stattgesunden. Gott hat dem Marschall den Tod geschenkt, den er sich oft gewünscht, wenn er sagte: „Welch' schönen Tod müssen doch die Menschen haben, welche am Herzschlage sterben!" So ist es ihm geworden. Frieden seiner Asche. Ein Denkmal unvergänglicher denn aus Erz hat er sich errichtet! Berlin, 25. April. Seine Majestät der Kaiser ist um ö1^ Uhr hierher zurückgekehrt und wurde aus dem Bahnhofe von Ihrer Majestät der Kaiserin und dem Reichskanzler v. Caprivi empfangen. — Im Reichstage machte die Rede des Präsidenten v. Levetzows einen tiefen Eindruck. Auch die Soeialdemo- kraten hörten die Rede stehend an. Berlin, 25. April. Herrenhaus. Auf dem Platze Moltkes hängt ein Lorbeerkranz mit schwarz-weißer Atlas- schleife. Der Präsident verliest ein Schreiben des Majors v. Moltke mit der Meldung vom Tode des General-Feldmarschalls Grasen Moltke und schloß hieran eine Ansprache, worin er die allgemeinen Verdienste Moltkes würdigte, besonders als Mitglied des Herrenhauses, wo der Verstorbene noch gestern weilte. Der Vorschlag auf Aussetzung der Sitzung bis Montag wurde hierauf angenommen. Berlin, 25. April. Die heutige Herrenhaussitzung war voll besetzt. Graf Waldersee entnahm dem Lorbeerkranze, welcher aus dem Platze des Grafen Moltke lag, ein Blatt und legte es als Erinnerung in sein Portefeuille. Berlin, 25. April. Abgeordnetenhaus. Präsident v. Köller theilte dem Hause die Todesnachricht vom Grafen Moltke mit und sagte: Bei der hohen Bedeutung dieses Mannes für unser Vaterland und bei der allgemeinen Trauer, die in Deutschland herrschen wird, wird das Haus nicht geneigt sein, heute die Tagesordnung zu berathen. Er schlage vor, die nächste Sitzung für Montag anzuberaumen. Hieraus wurde die Sitzung sofort aufgehoben. Berlin, 25. April. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen tief empfundenen Nachruf an Graf Moltke, der nach dem Hinscheiden der Kaffer Wilhelm I. und Friedrich III. wie ein lebendiges Denkmal der großen Zeit des nationalen Aufschwungs in die Gegenwart hineinragte. Nur Verehrung, Dankbarkeit und Liebe empfanden alle Glieder der Nation für diesen Paladin des großen Kaisers, selbst diejenigen Nationen, die er im blutigen Kampfe besiegte, konnten ihm nicht die schuldige Ehrfurcht und Bewunderung vorenthalten. Ungetrübt wird sein Bild in der Geschichte, wie in den Herzen des deutschen Volkes bis in die fernsten Zeiten strahlen. So lange es ein preußisches und ein deutsches Heer gibt, wird das Andenken an den größten aller seiner Heerführer nicht verlöschen. Berlin, 25. April. Ueber die Bestattungsfeier- lichkeit des verstorbenen Feldmarschalls Grafen v. Moltke erwartet die Familie desselben die Befehle Seiner Majestät des Kaisers. Von Seiner Majestät war noch Nachts ein sehr herzliches Beileidstelegramm eingegangen. Die Familie gedenkt die vorgeschlagene Aufbahrung in demselben Saale vorzunehmen, wo die Jubilüumsdeputation inmitten der Fahnen empfangen worden ist. Vormittags 9 Uhr wurde ein schlichter Eiserffarg in das Generabstabsgebciude gebracht. Berlin, 25. April. Sämmtliche königlichen Theater find anläßlich des Todes Moltkes heute Abend aus Anordnung des Kaisers geschlossen. Berlin, 25. April. Der „Reichsanzeiger" bezeichnet die Nachricht über die bevorstehende Aushebung des deutschen Einfuhrverbots gegen amerikanisches Schweinefleisch als nicht zutreffend. Bevor die Organisation des FleischschaudiensteS in Nordamerika sich nicht näher übersehen lasse und bevor das neue System in Praxis nicht die Probe bestanden, fei keine Entscheidung zu erwarten. Berlin, 24. April. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht in seinem nichtamtlichen Theil den Wortlaut der in der Hauptsache bereits bekannten Verfügung des CultusMinisters vom 11. April an die Regierungen zu Posen und Bromberg über den Privatunterricht an polnische Kinder in polnischem Lesen und Schreiben. Köln, 25. April. Der „Köln. Ztg." wird aus Duisburg gemeldet: Die hiesigen größeren Werke beschlossen bei eintretendem Kohlenmangel Betriebseinstellung. Die Rheinischen Stahlwerke in Meiderich haben ihre Arbeiter theilweise vorläufig entlassen. Der „Phönix" in Laar beabsichtigt ein Gleiches. Bochum, 25. April. Der „Bochumer Verein" hat infolge des Ausstandes seiner Zechen das Schienenwerk stillgelegt, zahlt aber den Arbeitern Lohn. Die Effenbahndireetion Magdeburg bot 9.50 Mk. für westfälische Kohlen- die Zechen, find aber nicht geneigt, unter 10.50 Mk. zu liefern. Die- kaiserliche Marine hat ihren Mehrbedarf für das laufende Jahr für beste westfälische Stückkohlen auf 13 Mk. ab Zeche gedeckt. Den ganzen Bedarf für 1892/93 mit 13.50. Sie zahlt für Landkesselkohlen Mk. 10.50 ab Zeche. Wen, 25. April. Der „Rhein.-Weftf. Ztg." zufolge versandte der Vorstand des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund ein Rund- schreiben, in dem den Vereinszechen empfohlen wird, die Namen der strikenden Bergarbeiter dritter Klasse der Knappschaft, welche nach Ablauf der gestellten Frist die Arbeit nicht ausnehmen, aufzugeben, zwecks Streichung der Namen aus den Listen der Knappschaft, um die betreffenden Ausständigen der Vortheile der bisherigen Beitragsjahre, nämlich Berechtigung des eventuellen Jnvalidengeldbezuges nach 15 Arbeitsjahren, verlustig zu erklären. Sollte die Wiederannahme der jetzt entlassenen Bergarbeiter später in Frage kommen, so hat dieselbe nur nach Beibringung eines neuen Gesundheitsattestes zu erfolgen. Wen, 25. April. Die „Rh.-W. Ztg." theilt mit, daß der Strike auch das Wittener Revier ergriffen habe. Angefahren sind auf Zeche „Helene Nachtigall" bei Witten heute früh 39 von 250, Nachmittags 14 von 139, auf „Christian Levin" vom Essener Bergwerkoerein „König Wilhelm" 16 von 410. Auf „Centrum" bei Wattenscheid strikcn Nachmittags 494. Die Gesammtzahl der Strikenden übersteigt Nachmittags 15,000. Graudenz, 25. April. Bei der Reichstagsersatz- wahl in Stuhm-Marienwerder erhielten aus 133 Bezirken Wessel (eons.) 5967, Ossowski (Pole) 4428. Auf Hobrecht (natl.) und Jochem (Soe.) zersplitterten sich zusammen 365 Stimmen. 15 Bezirke sind noch unbekannt. Der Sieg Wessels ist bis jetzt wahrscheinlich. Hamburg, 24. April. Die „Hamburgische Börsenhalle" veröffentlicht bereits die Statistik über Hamburgs Maaren- ein fuhr und -Ausfuhr. Die Einfuhr seewärts betrug 1890 Mk. 1,376,728,760 gegen Mk. 1,245,580,760 in 1889. Die Ausfuhr betrug in 1890 Mk. 1,260,475,900 gegen Mk. 1,206,414,930. Sowohl dem Werthe als dem Gewicht nach ist abermals eine Steigerung eingetreten. Ausland. Wien, 25. April. Eine Deputation des Infanterie- Regiments Nr. 71 begibt sich zur Leichenfeier seines Inhabers, Grafen Moltke, nach Berlin. Wien, 25. April. Die „Wiener Abendpost" leitet die Meldung vom Ableben Moltkes mit den Worten ein: „Das deutsche Reich verlor gestern Abend seinen berühmtesten, verdientesten Heerführer" und gibt sodann eine ausführltche Biographie des Verstorbenen. Rom, 25. April. Sämmtliche militärischen Journale bringen sympathische und anerkennende Neerologe für Moltke. Pittsburg, 25. April. Der hiesigen Polizei ging eine Mittheilung zu, daß gegen das Leben des Besitzers der Cokssabrtken von Frick ein Complott geplant werden mehrere ungarische Emgewanderte hätten sich hierher begeben, um das Attentat auszusühren. j-—t-.-w—iwwi । -jiururwonrr- .rr> n— wwwwor- Deutf^er rrei^stag. 108. Plenarsitzung. Samstag, 25. April 1891. Auf dem Platze des Grafen Moltke liegt ein großer Lorbeer- kraoz. Präsident o. Lev etzow eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. mit folgender Ansprache: Meine Herren! Ganz unerwartet und tief schmerzlich für uns und für das Vaterland hat Gott einem Leben ein Ende gemacht so reich an Ruhm, an Ehren, an Erfolgen, aber zugleich auch an Liebe, an Verehrung und an Vertrauen, wie selten einem Sterblichen bis in das höchste Greisenalter es zu führen vergönnt war. Unser greises Mitglied, der Feldmarschall Graf v. Moltke, ist gestern Abend 98/< Uhr ohne vorheriges Unwohlsein an einem Herzschläge sanft verschieden, nachdem er noch vor zwei Tagen unseren Sitzungen und gestern bis zum Nachmittage wenige Stunden vor seinem Tode einer Sitzung des Herrenhauses mit der bekannten freudigen Thetlnahme betgewobnt. Mitglied des Reichstags von Anfang an, stets gewählt im 1. Wahlkreise Königsberg, Hal der Heimgegangene diesem Hause angehort und seit 1881 zu Anfang jeder Legislaturperiode das Alterspräsidium geführt. Meine Herren, uns Allen ist bekannt, mit welcher Gewissenhaftigkeit er unseren Verhandlungen folgte und wohl kaum habe ich das Haus so aufmerksam gesehen als dann, wenn er hier das Wort nahm. Seine letzte jugendfrische Rede, die er am 16. März hier gehalten, die Rede eines Neunzigjährigen, wird uns In steter Erinnerung bleiben. Meine Herren, ich kann es nicht unternehmen, von dieser Stelle aus zu rühmen, was der Heimgegangene für Kaiser und Reich geleistet; er selbst machte niemals Wesens davon und wohl niemals so viel Bescheidenheit zu so viel bewunderten Erfolgen sich gesellt: die Geschichte unseres Landes und die Weltgeschichte wird es mit goldenen Lettern verzeichnen und unsere Nachkommen werden stolz sein auf diesen Landsmann, wie wir stolz sind, ihn persönlich gekannt und als unser Mitglied unter uns gehabt zu haben. Meine Herren, ein Mann, ein Held, ein gelehrter Denker, aber auch zugleich ein Vorbild menschlicher und bürgerlicher Tugenden, ist von uns gegangen; seine Werke folgen ihm nach. Sein Andenken, zu dessen Ehren Sie sich erhoben haben, wird stets gesegnet sein und bleiben ewig. Von verschiedenen Setten ist angeregt worden, daß wir unter dem Eindruck drr Trauer um den Heimgegangenen in unsere Tagesordnung nicht ehüteten. Ich verstehe dies und schlage vor, die nächste Sitzung abzuhalten am Montag 12 Uhr mit der Tagesordnung: Zweite Beralhung der Zuckersteuer. Neueste Nachvichte«. WolffS telegraphisches Tovcespoudcnz-Burca Berlin, 26. April. Die Trauerfeier für den verewigten Feldmarschall findet am Dienstag den 28. d. Mts., Dormittags 11 Uhr, im Generalstabsgebäude statt, von da wird sich der feierliche Leichenconduet nach dem Lehrter Bahnhof bewegen. Berlin, 26. April. Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht eine Cabinetsord re an den Kriegsminister vom Gestrigen, betreffend die Trauer um Moltke. Sie lautet: „Nach Gottes unersorschlichem Räthschluß ist am gestrigen Tage Generalfeldmarschall Moltke aus dem Leben abberufen worden. Tieferschüttert sehe ich den greisen Helden, meinen Irenen Freund und Berather von meiner Seite gerissen. Ich betrauere auf das Schmerzlichste den unersetzlichen Verlust, ben mit mir meine Armee, wie das ganze deutsche Vaterland erlitten. Hohe Ehre sei seinem Angedenken, welches für alle Zeiten unauslöschlich in den Blättern der Weltgeschichte sort- leben und späteren Geschlechtern das Bild eines tiefen Denkers und großen Feldherrn lebendig erhalten wird. Bis zum letzten Athemzuge hat der Verewigte in bescheidener Einfachheit, selbstloser Pflichterfüllung und unwandelbarer Treue meinen erlauchten Vorfahren wie mir gedient und durch seine hervorragenden Gaben, seine glänzenden Leistungen in siegreichen Kriegen wie im stillen Wirken des Friedens sich mraussprech- «liche Verdienste erworben um den Ruhm der Armee und das Wohl des Vaterlandes, dessen Dankbarkeit nie verlöschen wird. Ilm dem Schmerz und der tiefen Trauer, welche mit mir die ganze Armee für den von ihr so hoch verehrten Generalfeldmarschall empfindet, sichtbaren Ausdruck zu verleihen, bestimme ich: Sämmtliche Offiziere der Armee legen vom Tage des Eingangs dieser Ordre acht Tage hindurch einen Trauerflor um den linken Unterarm. Bei dem Colberg'schen Grenadierregiment „Gneisenau", dessen Ches der Verewigte fast 25 Jahre gewesen ist, dauert die Trauer 12 Tage, bei den Offizieren des Generalstabes, welch letzterer seinem Reorganisator und langjährigen Ches seine ruhmvolle Stellung verdankt, 14 Tage. Ich beauftrage Sie, das Erforderliche bekannt zu machen. Wilhelm." Berlin, 26. April. Die Leiche Moltkes ist von heute früh ab im großen, schwarz drapirten Saale des Generalstabsgebäudes aus von Kandelabern mit brennenden Lichtern umgebenen Katasalk aufgebahrt. Die Straßen ringsum find von einer Menschenmenge angesüllt, aus welcher immer je 30, welche dem großen Todten ihre letzte Huldigung -erweisen wollen, zum Katafalk zugelassen werden. Esten, 26. April. In der heute in Bochum abgehalteuen allgemeinen Delegirtenversammlung der Bergleute deS nieder- rheinisch westfälischen Kohlenreviers, in welcher 166 Schächte durch 274 Delegirte, darunter auch solche aus dem Saarbrückener und Wurm-Revier, vertreten waren, wurde, wie die „Rheinisch-Westfälische Zeitung" meldet, beschlossen, daß morgen (Montag) die Arbeit nicht wieder ausgenommen werden soll. Die Frage des Vorsitzenden Bauer, ob die Delegirten gewillt feien, das; morgen wieder gearbeitet werde, wurde einstimmig mit „Nein" beantwortet. Die Versammlung wählte sodann eine aus 21 Mitgliedern bestehende Lohneommission, welche mit dem Vorstand des bergbaulichen Vereins über die Anerkennung der Bochumer Forderungen betreffend die Einführung der achtstündigen Schicht einschließlich der Ein- und Ausfahrt und betreffend die Lohnerhöhung verhandeln soll. Die Verhandlungen wurden mit dem Ruse „es lebe die internationale Vereinigung!" geschlossen. Wien, 26. April. Sämmtliche Blätter bringen anläßlich des Hinscheidens Moltkes warme, sympathische Nachrufe. Das „Fremdenblatt" betont, Moltkes Genius werde neidlos von Allen gewürdigt; auch Oesterreich habe ihn achten und bewundern gelernt. Moltke war als siegreicher Feldherr einzig- er zog und bildete ein Heer zum Siegen, genoß das Glück im patriarchalischen Alter die Früchte der militärischen Arbeit und die Segnungen des durch dieselbe gesicherten Friedens zu sehen; er hinterläßt eine in seinem Geiste erzogene und gesittete Armee. Die „Presse" hebt besonders die unwandelbare Treue für Kaiser und Vaterland, die imponirende Pflichterfüllung, sowie die Bescheidenheit und sittliche Reinheit des Hingeschiedenen hervor. Die „Neue Freie Presse" bezeichnet Moltke als den Stolz und die Freude der ganzen Menschheit- ihn liebten die ©einigen, die Besiegten haßten ihn nicht- er sei nur vergleichbar mit Mark Aurel, der ein Kriegsheld, Menschenfreund und Philosoph gewesen- alsdann hebt das Blatt die weise Selbstbeschränkung Moltkes und den Mangel an leidenschaftlicher Begierde nach Macht hervor- sein Tod erwecke in der ganzen Welt Trauer. Die „Deutsche Zeitung" nennt Moltke den Lehrmeister des deutschen Volkes und mittelbar den Lehrmeister aller Nationen, in denen die Armee nicht blos als Werkzeug des Krieges, sondern als Schule der Völker anzusehen ist. Das „Neue Wiener Tagblatt" bezeichnet die Kriegstüchtigkeit der deutschen Nation als Vermüchtniß Moltkes. Paris, 26. April. Das „Journal des Debats" schreibt über den Tod Moltkes: „Eine der berühmtesten Gestalten ist vom Schauplatz abgetreten. Die Erinnerung au das, was Moltke gethan, wird uns nicht hindern, den seltenen Talenten, der unermüdlichen Thätigkeit, Schlichtheit und Bescheidenheit dieses großen Feindes unseres Landes eine unparteiische Huldigung darzubringen." Petersburg, 26. April. Ein kaiserliches Manifest gibt den gestern erfolgten Tod des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch bekannt und ordnet anläßlich desselben eine dreimonatige Trauer für die Garde und die übrige Armee an. — Prinz Albert von Sachsen-Altenburg hat gestern Abend die Heimreise nach Deutschland angetreten. — Der Neichsrath hat die Berathung eines Gesetzent- wurses, betreffend die Versorgung der Arbeiter und ihrer Familien, in Fällen, wo die Arbeiter bei der Arbeit verunglücken, begonnen. Petersburg, 26. April. Das „Journal de St. Petersburg" veröffentlicht einen sehr sympathischen Nachruf an den verstorbenen Generalfeldmarschall Grafen v. Moltke, in dem es sagt: „Der Feldmarschall starb überschüttet von den Zeugnissen der Dankbarkeit seitens seiner Souveräne und umgeben von der erkenntlichen Verehrung des deutschen Volkes; die deutsche Armee insbesondere wird Trauer tragen um ihren großen Strategen, den „Schlachtendenker", dessen Genie so sehr dazu beitrug, sie von Sieg zu Sieg zu führen. Auch alle anderen Zeitungen enthalten von Achtung erfüllte Nachrufe an den verewigten Generalfeldmarschall. Athen, 26. April. Die hiesigen Journale feiern fast allesarnmt den verstorbenen Generalfeldmarschall Grafen v. Moltke in sympathischen Nachrufen. Locales und Krovnrzielles. Gießen, 27. April. Kunstverein. Die Ausstellung im ehemaligen Hosgerichts- gebäude, welche während des Aushebungsgeschäftes eine Unterbrechung erfahren mußte, ist nach Eintreffen weiterer Gemälde feit gestern wieder eröffnet und kennzeichnet sich nach Zahl wie nach Bedeutung der ausgestellten Bilder wohl als die schönste unserer seitherigen Ausstellungen. Von den gegen 60 Oelgemälden und Aquarellen heben wir besonders die nachstehenden, neuausgestellten Werke hervor: A. G e i g e x- Thuning (München) „Nach dem Wolkenbruch in den Tauern" - Waldemar Knoll (Frankfurt a. M.) „Landschaft"- Toni Schulz (Berlin) „Heraldisches Stillleben"- Gust. Bartsch (Dresden) „Die Rast des alten Kriegers"- Carl Büttger (Holzminden) „Hünengrab", Bertha Aussin - Orth (Flensburg) „Hunde" ; Ad. Müller-Gr antzow (Berlin) „Strand- vogts Heim". Die Aquarelle von Lauter (Frankfurt a. M.), welche hier schon eingehende Besprechung erfahren haben, bleiben gleichfalls noch kurze Zeit ausgestellt. Daß die Bestrebungen des Kunstvereins allmählich auch in weiteren Kreisen Anerkennung finden, beweist neben der von der Stadtverordneteu- Versammlung neuerdings verwilligteu Unterstützung aus städtischen Mitteln insbesondere der im letzten Vierteljahr erfolgte Beitritt von nahezu dreißig neuen Mitgliedern. — Die Nr. 10 des im Auftrage des Evang. Pfarr- vereins im Großherzogthurn Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenen „Hessischen Kirchenblattes" hat folgenden Inhalt: 1. Die Auferstehung Christi — das Fundament unseres Glaubens. 2. Pfarrverein und Geistliche Wittweukasse. 3. Heimliche Randbemerkung zur Frage der kirchlichen Vermögensverwaltung. 4. Ein Wort zu den Auslassungen 'be§ Herrn Dr. G. in Nr. 9 des Kirchenblatts. 5. Schulsachen. 6. Ev. Psarrverein für Nassau. 7. Ev. Psarrvereine in aubcrcu deutschen Landen. 8. Bischossamt. 9. Kirchliche Uebersicht. 10. Mitglieder des Psarrvereins. 11. Berichtigung. — Wegen schwerer Mißhandlung eines fünf Jahre alten Kindes (Armbruch und sonstige erhebliche Verletzungen) wurde dessen zukünftiger Stiefvater, ein Dieustknecht, verhaftet und zur Anzeige gebracht. — Ein junger Mensch, welcher in einem Hause 5 Mk. entwendete, wurde abgefaßt und an gezeigt. — Ferner wurden einige Verhaftungen wegen Trunkenheit, Obdachlosigkeit und Ruhestörung vorgeuommen. r. Lich, 26. April. Die hiesige altehrwürdige Stiftskirche, ein herrliches Denkmal christlicher Baukunst, ist um eine Zierde reicher geworden. Zum Gedächtnisse der jüngst Heimgegangenen Brüder, des Herrn Stiftsdechanten Dr. (Stemm dahier und des Herrn Fabrikanten Clemm-Lenning in Heidelberg hat die Familie Clemm für diese Kirche zwei gemalte Fenster gestiftet, welche sowohl in Folge der technischen Ausführung als auch wegen des wohlthuenden, meu harmonischen Farbenreflexes allgemeine Bewunderung erregen. Nidda, 26. April. Heute morgen war aus unserem Bahn- hose ein sehr reger Verkehr und es fand eine sehr rührende Abschiedsseene statt. Es reiften ungefähr 30 Personen, dieselben waren von hier und zwei Nachbarsorten, nach Bremen ab, um ihr Glück über dem fernen Ccean zu suchen. Das Reiseziel derselben ist die durch das Unglück zweimal heim- gesuchte Stadt Jongslon. vermischtes. Kassel, 24. April. Congreß. — Stipendium für Maler und Bildhaner. Laut Beschluß der Heff. Barbier- und Friseur-Innungen wird der Congreß Deutscher Barbiere im nächsten Jahre in Kassel tagen. Der Bezirkstag der Innungen findet bereits im lausenden Jahre, voraussichtlich im Juni, hier statt. — Das von der Frau Gräfin Bose, geborene Gräfin von Reichenbach-Lefsonitz, gestiftete Stipendium für talentvolle Maler und Bildhauer soll für das Jahr 1891—92 im Betrage von 2060 Mk. vergeben werden. Bewerbungsgefuche müssen bis zum 15. August an Herrn Oberbürgermeister Weife in Kassel cingefanbt werden. f's- Kassel, 26. April. Cong resse. Hessischer Städtetag. Auch in diesem Jahre wird wiederum in „Kassel, der Stadt der Künste und (Songreffe", eine Reihe von großen all- meinen Versammlungen tagen. So hat der Ceutralvorstand des „Evangelischen Bundes zur Wahrung der beut) ch-p rotestantischenIntere ssen" beschlossen, daß der diesjährige Congreß des Bundes vom 28. bis 30. September hier in Kassel tagen wird. Es ist dieses der fünfte Congreß, die vier vorhergehenden haben in Frankfurt a. M., Duisburg, Eisenach und Stuttgart stattgefunden. Mehrere hundert Theilnehmer aus allen Theilen Deutschlands werden erwartet. — Ferner tagt in unserer Stadt am 1. und 2. Juni der Hessische St übte tag, welcher sich auf Anregung des Herrn Oberbürgermeisters Westerburg in Hanau im vorigen Jahre conftituirte und in Fulda seine eiste Versammlung ab>- hielt. Inzwischen hat der Verein sich in günftiger Weise entwickelt und sind demselben fast alle Städte des ehemaligen Kurhessens, jetzigen Regierungsbezirks Kassel beigetreten. * Aus den Controlversammlungen, die in Düsseldorf stattfanden, nahm der die Versammlung abhaltende Major eine Untersuchung der Civilanzüge vor und ließ jeden, dem auch nur ein Knopf fehlte, zum Nachappell ausschreiben. Universität» > Ncrchr:.d cen. — Aus Leipzig wird berichtet: Der uornu’lfle Minister bei Innern v. Nosttz-Wallwitz ist anläßlich seines Uebcitrittö in den Ruhestand von Selten der theologischen Facultät unserer Universität zum Doctor theologiae honoris causa ernannt worden. Innerhalb der philosophischen Facultät hat sich vor einigen Tagen der Dr. jur. et phil. Gerhart v. Schulze-Gaevernitz für das Fach der Volks- wirthschastslehre habilitirt. Die Habilitationsschrift behandelt das englische Genossenschaftswesen und die Antrittsvorlesung bezog sich auf den Entwurf eines Heimstättengesetzes. — Aus Jena wird gemeldet: Dr. Erhardt aus Jena und Dr. Seitzmann aus Magdeburg habilitiren sich in den nächsten Tagen an der hiesigen Universität mit Probevorlesungen über die menschliche Willensfreiheit und über Georg Forster, ein Bild aus dem Geistesleben des 18. Jahrhunderts. — Die medicinische Facultät der Unioersilät Würzburg hat dem Medtcinalrath Bach in Zeulenroda anläßlich des 50jähUgen Doctorjubiläums das Diplom erneuert. — Der Privatdocent sür Geographie, Dr. Ludwig Neumann in Freiburg i. B. wurde zum Professor an der dortigen Universität ernannt. Verkehr, Cattfc* und Volkswirtschaft S Dauernheim, 25. April. Auf dem gestern hier abgehaltcmn Vieh markt waren ca. 80 Stück Schweine aufgetrieben. Der Handel war sehr schwach, doch wurden einige Verkäufe abgeschlossen. Rindvieh war nicht aufgetrieben. Im Ganzen fehlte es an Verkäufern wie Käufern. Der Grund hierfür liegt darin, daß jetzt die Landwirthe mit ihrer Feldbestellung zu stark beschäftigt sind. Butzbach, 25. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund JL 1,05—0,00, Käse per Pfund 45—46 Eier zwei Stück 11 H. Ganz seid. GedruckteL'ttnIarUsMk.l.SO bis 7.25 pr. Met. — (ca. 450 versch. Disposit ) oers. roben- und stückweise porto- und zollfrei in's Haus das Fabrik-DäM G. 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Pietsch) in Gießen. $»2 00 92 bü 80.70 75.40 99 20 85 60 99 20 3o/o Reichsanlethe 3V2o/o bo. 3o/o Preuß. ConsolS Theile hierdurch meiner werthen Kundschaft mit, daß ich den Dachdeckergesellen Martin Müller aus meinem Geschäft entlassen habe und derselbe deshalb keinerlei Aufträge mehr für mich übernehmen kann. Zu Ehren des früheren Dirigenten und Ehrenmitglieds Herrn Frledr. Schneider (Offenbach) findet ein Familienabend bei Mitglied Loth (Licherstraße) heute Dienstag Abend 8 Uhr statt NB. Der auf der Karte angeführte Familienabend findet SamStag, 2. Mat, stau. b°/o Jtal. Rente 41/bjo/o Oest. Silber-Rente 5o/o Ruff. HL Orient Hiermit zur gefälligen Nachricht, das; ich vom 29. d. M. ab die Stelle eines Kreisveterinärarztes dahier antrete. Grün berg. 35. April 1891. Adolf Bieler, Agent, Gießen, Westanlage 45. Achtungsvoll Chr. Schwalb, Dachdeckermeister. Akademischer Gesangverein. Jeden Montag von 7i/2—8V2 Uhr ist Einzelprobe für die Damen, von 81/2—9V2 Uhr Abends für die Herren, und jeden Freitag von 8—91/. uhr Abends ist Gefammtprobe. 4002 Der Vorstand. Coar-vericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 27. April 189L sowie für den reichen Trost des Herrn Pfarrers vr. Naumann im Hause wie am Grabe, die zahlreichen Blumenspenden, dem Männer-Turnverein und besonders auch Denen, die uns hulfreich zur Seite standen, sagt innigen und tiefgefühlten Dank Familie Trautmann. Mittwoch den 29. April er.,! Abends 9 Uhr, II. ordentl. Generalversammlung pro 1890/91 im Cafe Schnell» Tagesordnung: Bericht über Kreis, Gau und Verein. Gerhard, Kreisveterinärarzt Generalversammlung des Verschönerungs-Vereins Dienstag, den 28. April, Abends 8 Uhr, int Cafe Balzer. Tagesordnung: Bericht über die Lage und Wirksamkeit des Vereins. Rechnungsablage. Besprechung auszuführender Arbeiten.3894 mit Zimmer zu vermietben. 4027 Seltersweg 25. 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Fünftes Concert (99. Vereinsjahr). Sonntag den 3. Mai 1891, Nachmittags 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Di r i g e n t: Herr UniversitatsmusikdirectorAd .Fefchner Mit wirkende: Frau Marie Fleisch, Concortsäugerin (Alt), Herr Alfred Hertz, Pianist aus Frankfurt a/M und das durch auswärtige Künstler verstärkte Vereinsorebester. 3956) Zwei Zimmer, Wetzfteingaffe Nr. 27, vom 16. Mar l I. ab zu oers miethen. Näheres bei der Bürgermeisterei. 3968] Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen- Südanlage 18, III. Schlußcovrse 1 Uhr 15 Min. 85 60 4% Ung. Gold-Rente Frankfurter Transport-, Unfall- und Gtas- Verßcherungs-Actien-Gkfellschaft. —— Gegründet 1865. Grundkapital 5000000 Mark. Kapitalreserve Mark 1016250. 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