ns wem eib März: Rr. »b 28^? ,, a,,iQ't=>«» :.$* ,Sffi^s. mSÄ** %zSrl. ... * g'kcht. 1 ** ir. äässj^^b; ta,4MS?fä5»5S " >j°dn bäS’Nn Ä ""ZK!«" “'«Sfe®s« MUR8 fyfnöcr Cotntnk Ärthlt Smd.d.U LML - H Meckel, eititt. :m grsucht. w KÄtzn, (gditttatg. .mrheiUnatalt istadt a. M.. Hesti age und Electricität * e gratis durch den dir. Arzt titzer Dr. med Kleeblatt 189L ekel, Lehrer. ng. tarnte, welche wir öei bflit n irrau von hier unb aus» । ini Namen her Meinigen. llOo * jh bieutraurige WM 181*, geb. Sw, A bnlriue*«L z.Iedrich 15** F IlSt* L , 2 Uhr vom g Mchmttag i ^731 1891 Samstag den 28. Februar Nr. 50 $er ^Mrfm jtojeigtt «ßcheim täglich, ®H Lurnahme bd Äoetagl. Webaction, LxpedM— Mb Druckerei: >oni(iic9i.i Ksrialprccher 5L $* «etzrner vwrtwn dem Kitjdftr rAächaMttch dreimal d eigelegt. vierteljähriger 2 Mark 20 Pfg. «» Lringerlohn. Durch die Poft bezöge« 2 Mark 60 Pfg. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Amts- tmb Anzeigeblatt für den Areio Gieren. M ii ■ ............................................... . Hl i'iinw»m mim. I Hrati-Seika,-- Hi-ßm-r Ja«ikieMrtter. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. G» wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz dem Verwaltungsrath des ersten deutschen Reichswaisenhause» in Lahe die Erlaubniß ertheilt hat, die Loose einer in diesem Jahre zum Besten der genannten Anstalt zu veranstaltenden verloosung von thells angetansten, thells geschenkten Gegen- stLnde«, erstere hauptsächlich aus Silber, innerhalb de» Groß- herzogthums zu vertreiben. Indem wir dies zur öffentlichen Kenntniß bringen, bemerken wir, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten verloosungsplan 200 000 Loose zu 1 ausgegeben werden dürft» und 10300 Gewinne im Werthe von 140000 *#. zur verloosung kommen. Gießen, den 25. Februar 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsches Reich. an. Darmstadt, 26. Februar. Zweite Kammer der Laudstände. Die Verhandlungen beginnen um 9^ Uhr. Vie Tribünen sind heute dicht gefüllt. Meistentheils sind es Gastwirthe aus der Bergstraße und Rheinhessen, welche der Debatte über die Beseitigung der Weinsteuer in Person bei- vohnen wollen. Am Ministertische befinden sich Finanzminister Weber, rie Mimsterialräthe Baur und Draut, Oberforstrath Kilbrandt, Oberbaurath Wetz, Bergrath Braun und tzfinanzrath Krug. Bor Eintritt in die Tagesordnung erfolgt Berichterstattung über die im Wahlkreise Butzbach stattgesundene Nachwahl eines Landtagsabgeordneten. Berichterstatter Friedrich schlägt Namens des Ausschusses dem Hause vor, die Wahl des Dr. Vogt- Butzbach ^ach stattgehabter Wahlprüsung für giltig zu erklären. DaS Haus stimmt diesem Vorschläge zu. Nunmehr folgt die Fortsetzung der Berathung des Haupt- »orauschlags mit Einnahmen. Hauptabtheilung 1., Domänen. Sap. r, Erträge aus dem Familieneigenthum des Großh. Hauses. Tit. 1, Einnahmen aus Cameral-Domänen. Die Einnahmen für Getreide waren uach Mittheilung Eroßh. Regierung im vorigen Hauptvoranschlag zu hoch ver- —^gggggg anschlagt. Dieselben werden um 684 Mk. für diesesmal niedriger veranschlagt. Die Einnahmen aus Wiesen, die jetzt unter eigener Verwaltung stehen, sind mit 450,000 Mk. eingestellt. Der Flächeninhalt beträgt heute 4116 Hectar. Schon aus dem vorigen Landtag, besonders bei der Berathung über die Erhebungen über die Lage der Landwirth- schast ist von mehreren Abgeordneten der Zustand der in Selbstbewirthschaftung des Staats befindlichen Wiesen bemängelt worden. Auch heute tritt dieselbe Klage zu Tage. Der Ausschuß hält es daher für rathsam, daß dem Hause ein Gutachten über den Zustand dieses Wiesenbesitzes bald- thunlichst mitgerheilt werde. Diese Wiesen müßten den Land- wirthen als Muster dienen. Zu diesem Capitel sprechen die Abgeordneten Hechler, Muth und Graf Oriola. Zu Tit. 2, Braunkohlenbergwerk Ludwigshossnung, sind 55,000 Mk. Einnahme eingestellt und geben zu keiner Debatte Veranlaffung. Tit. 3,' Saline Theodorshalle, wird mit dem früheren Betrage genehmigt. Bei Tit. 4, Badeanstalt Salzhausen , weist der Abg. Erk aus einige Mißstände, z. B. die Bade-Einrichtungen u. s. w., hin und bittet um etwas mehr Berücksichtigung gegenüber Bad-Nauheim. Finanzminister Weber sagt Erhebungen zu und versichert den Abg. Erk des größten Wohlwollens gegenüber Salzhausen. Tit. 5, Forstdomänen, wird genehmigt, ebenso Tit. 6, unmittelbare Einnahme« der Hauptstaatskasse. Zum ganzen Capitel beantragt der Ausschuß, die vorgesehenen Einnahmen mit 4,485,634 Mk. zu bewilligen, jedoch mit der Beschränkung, daß bei Festsetzung der Beiträge der waldbesitzenden Gemeinden u. s. w. zu den Besoldungen der Oberförster nur diejenige Besoldungssumme angerechnet werden darf, welche sich nach den Verhandlungen über die in Cap. 107, Tit. 1 und 2, der ordentlichen Ausgaben enthaltenen Vorschläge als verwilligt ergeben wird; sodann Großh. Regierung zu ersuchen, durch das cultur- technische Personal der oberen landwirthschaftlichen Behörde eine Untersuchung deS Zustandes des unter eigener Verwaltung des Staates befindlichen Wiesenbesitzes vornehmen zu laffen und das hierüber erstattete Gutachten den Landständen mit» zutheilen, auch wegen Verbesserungsbedürstigkeit der Wiesen den Ständen eine Vorlage zu machen. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Cap. 2, Erträge aus Staatsdomänen, hier Tit. I, Cameral- und Forstdomänen, sind mit 8070 Mk., und Tit. 2, Saline Bad-Nauheim, mit 5998 Mk. eingestellt. Hiergegen wird nichts erinnert. Zu Tit. 3, Badeanstalt Bad-Nauheim. Die Einnahme an Badegeldern und Kurtaxe konnte infolge der gestiegenen Frequenz auf 35,000 Mk. eingestellt werden. Abg. Weith spricht der Negierung Dank aus für ihr seitheriges Wohlwollen. Ferner erachtet es der Ausschuß für geboten, im Ein- verständniß mit Großh. Regierung für Unterstützungen cm das Hospital für arme Kurfremde statt 500 Mk. wie früher jetzt 2000 Mk. zu überweisen, welcher Betrag an dem Nauheimer Kurfond zu kürzen sein würde. Nack einer Erklärung des Ober-Bergraths Braun, wonach es in der Absicht der Regierung liege, verschiedene Verbesserungen in Bad-Nauheim herbeizuführen, u. A. event. des elektrischen Lichtes, wird die Beschlußfassung ausgesetzt. Schluß 1 Uhr. Deutscher Reichstag. 74. Plenarsitzung. Mittwoch, 25. Febrvar 1891, 1 Uhr. (Verspätet etngegangen.) Die zweite Berathung der Novelle zur Gewerbeordnung (Arbeiterschutz) wird fortgesetzt. S 119a (Lohneinbehaltung) wird in derCartellfassung angenommen. Abg. Dr. Hirsch (dfr.) zieht seine zu diesem Paragraphen gestellte Resolution betr. wöchentliche Abschlagszahlungen in den Staatsbetrieben für diese Lesung zurück, um sie in veränderter Fassung in dritter Lesung wieder etnzubrtngen. S H9b bestimmt, daß unter den in den vorstehenden Paragraphen bezeichneten Arbeitern auch diejenigen Personen verstanden werden, die für bestimmte Gewerbtreibende außerhalb der ArbeitS-- stätten der letzteren beschäftigt find. Abg. Stadthagen (Soc.): Durch die Annahme des $ 119» und die damit sanctiontrte Lohnbeschlagnahme feien wir zu den primitivsten und zu barbarischen Zuständen zurückgekehrl. Das sei kein Schutz, wenn dem Arbeiter ein Wochenlohn einbehalten werden könne, denn er, der von der Hand in den Mund lebe, sei darauf angewiesen. Eine solche Bestimmung müsse Unzufriedenheit erwecken und die Grundlagen der Gesellschaft erschüttern. Eine solche Bestimmung begünstige die ärgste Auswucherung. (Oho!) Sie sei der schlimmste Ausfluß des Ausbeutungssystems. Das tGeseh schütze nur die Ausbeutung der Arbeiter durch die Unternehmer. Jedenfalls beantrage er, die hier in Frage kommenden Arbeiter dem S H9a zn entziehen. Durch die Lohneinbehaltung würden auch Schwindler und Bankerotteure begünstigt. Was wolle der arme Arbeiter dem Bankerotteur, der ihm aus Grund des $ H9a den Lohn einbehalten hat, gegenüber machen? Aus Muthwillm werde der Arbeiter den Feuilleton. Der einzige Sohn. Novelle von I. Bonnet. (10. Fortsetzung.) O, wie gerne zog sie ihn nicht an ihre mütterliche Brust, und ix den schwermüthig ernsten Mutteraugen perlten Thränen M Entzückens über ihn, der für sie die Welt und alles, alles war. Auch er hing an ihr. Denn sie war so einzig gut, sie konnte ihm nichts versagen, stattete ihn aus mit allem, , wa» er irgend wünschte, und vertraute ihm als ihrem Abgott. Leider verfolgte ihn ein ungünstiges Geschick, er verlor eins seiner theuersten Pferde, verspielte ungeheure Summen, verwettete andere und sah sich, um die Mutter nicht ewig anzusprechen, zumal sie aus notwendige Einschränkungen hin- gedeutet hatte, genöthigt, Wechsel zu schreiben, bis eine günstigere Wendung für ihn einträte. Da sie fortzog und dar Geld, statt ihm reichlich zuzufließen, wie es seine unumgänglichen Bedürfnisse erheischten, knapp und knapper ward, blieb nichts übrig, als Schulden zu machen, wo die Gelegenheit sich bot. So ging es fort, mit eiserner Nothwendigkeit, Schritt für Schritt. Die Anforderungen des Lebens wuchsen, die Einnahmen verkürzten sich. Um vor den Gläubigern den glänzenden Schein zu bewahren, wurden bald diese, bald jene neuen Anschaffung nöthig. Er mußte Aufwand machen, um daS Vertrauen zu seinen unerschöpflichen Mitteln aufrecht zu halten. Von Stufe zu Stufe ward er weiter geschoben, er mochte am Ende wollen oder nicht. Manchmal schwindelte ihm der Kops. Dann that das Glas seine Schuldigkeit und zu einem Rausche ward sein Leben. Ein paar Bekannte in ähnlicher Lage hatten zu ihrer Rettung den Sprung inS dunkle Jenseits gethan, wovor ihm graute, da eine unbestimmte Ahnung in seiner Brust dem widersprach, was al» ausgemachte Ansicht auf jedem Blatte neuerer philosophischer Werke zu lesen stand. In dieser verzweifelten Lage führte ihn der günstige 1 Zufall bei einer Gesellschaft mit einer bekanntermaßen sehr | reichen jungen Dame zusammen. Er hatte Glück bei den Damen gehabt, so lange er denken konnte, und blitzartig hatte sich in ihm ein willkommener Plan gebildet, mit einem Schlage die Netze, die seinen Fuß umgarnten, zu zerreißen. Es gelang ihm bald, sich in dem Hause des Bankiers Zutritt zu verschaffen, zu rechter Zeit, da gerade die Spürhunde von Gläubigern, als hätten sie aus einmal Witterung von seiner Lage bekommen, hinter ihm anschlugeu und ihn zu saffen drohten. Eile war von Nöthen. Und so machte er eines schönen Tages dem Bankier seine Aufwartung, um von ihm die Hand der Tochter zu erbitten. Glücklicherweise sah der Herr auf Namen von gutem Klang und war soweit nicht abgeneigt, ihn als Schwiegersohn willkommen zu heißen, nur sei zuvörderst ein Pünktchen zu erledigen, eine Kleinigkeit, die, wie er vertraue, nichts zu bedeuten habe. Das Pünktchen aber verdichtete sich im Lause der peinlichen Erörterungen, dehnte sich und schwoll zu einer Wolke an, die Schulden des Herrn Lieutenants, über welche der zukünftige Schwiegervater erst im Reinen zu sein wünschte, bevor er sein klares, volles Ja gebe. Aurelie, die an dem Heraustretenden wie zufällig vorüberhuschte, warf ihm einen ermuthigenden Blick zu und zwischen Furcht und Hoffnung fortgehend, marterte er seinen Kops mit Entwürfen, wie er sie sich sichern könnte. Um die nächste Straßenecke biegend, gewahrte er den Wechselgläubiger wenige Schritte vor sich, wie er mit einem Unbekannten sprach. Schnell kehrte er um und ging die Straße hinunter, eilte hieraus in die Querstraße und schritt doppelt gepeinigt seiner Wohnung zu. Als er die Klingel gezogen und die Haus- thür aufgesprungen war, prallte er zurück, der Gläubiger, dem er soeben entflohen war, stand vor ihm und hielt ihm mit höhnischem Augenzwickern den fälligen Wechsel vor die Nase. Den Blutsauger — denn ein solcher war es — loö zu werden, kostete Schweiß uud Angst, ein todesartiger Schauer durchrieselte ihu, wie die ungeheuren Zahlen vor seinen AugeN flimmerten. Ein neuer Wechsel, in acht Tagen fällig, ward unterzeichnet, dann warf er sich keuchend in einen Seffel und strich sich die Schweißperlen von der Stirn, während die Schritte des Gläubigers unten verhallten. Plötzlich sprang er empor. Fieberhaft pochten seine Schläfen, in seinen Augen spielte ein irres Feuer. Wenige Augenblicke später befand er sich in einer Zeitungsexpeditivn und gab seine Verlobungsanzeige für das nächsterscheinende Blatt ab. Am folgenden Tage wußte alle Welt, daß er mit der reichen Bankierstochter verlobt sei. Wo ihn Bekannte trafen, da gratulirten sie und nannten ihn einen Glückspilz. Er aber warf sich in den ersten besten Wagen und fuhr im schnellste« Trabe bei dem Bankier vor. „Fatale Sache das — düpiert, rein düpiert worden — keine andere Wahl als Verlobung sofort —" „Es möchte doch noch einen anderen Ausweg geben, die fatale Anzeige in der Zeitung zu Schanden zu machen," bemerkte der Bankier kühl. „Ich werde mich deßwegen an Ihren Herrn Hauptmann wenden, bin augenblicklich beschäftigt, bitte um Entschuldigung —" Mit einer Handbewegung hinausgewiesen, taumelte er aus die Straße, weiter, immer weiter, er wußte nicht, wohin. Da glitzerte an ihm ein Wagen flüchtig vorüber. Er zuckte zusammen. Der Bankier! Und dann begegneten ihm lachende Kameraden, die grüßten ihn artig, gratulirten und nannten ihn einen Träumer vor Glück. Und am Tage daraus grüßte ihn Niemand mehr, er war kassiert und in der Nacht hockte er dumpf in der Ecke eine- Bahncoupös und sauste mit dem Zuge fort, der neuen Wett entgegen, Amerika, dem Ablagerungswelttheil verunglückter einziger Söhne, und feine Mutter verkaufte ihre Schmuck- fachen, um zu zahlen, so viel in ihrer Macht stand, uud in ihre» Alter den Kamps mit Roth und Elend zu beginnen. (Fortsetzung folgt.) Aerlrag nicht Brechen, sondern nur tu8 Roth, denn er sei ft daS unglückliche Opfer der capttolistischen ProduettonSwetse. Und da »olle man ihm noch ein Recht entliehen, daS jeder Andere habe, und ihm daS Nolhwendigfte, einen vollen Wochenlohn einbehaltrn. Redner bemängelt lodann die Enquete über die Coutractdrüchigkett der Arbeiter. In den meisten ASllen liege in Wirklichkeit kein Contract- ärnch vor, vielmehr hätten die Arbeitgeber ihre Verpflichtungen gegen Über de» Arbeitern nicht eingehalten. Wollte man S Md noch auf die HauSinvustriellen auSdehnen, so würde man die Rechtsverletzung noch verschärfen. Der Haß sei die Triebfeder der Unternehmer, welche fic veranlasse, unter der falschen Flagge eine« Arbeiterschutz tz ; ■eie Waffen gegen die Arbeiter -u schmieden. E» sei der hohe | HanibaltsmuS bett UnternehmerthumS, der solche Gesetze fördere. K 119b wird angenommen. S 120 handelt vom Besuch der Fortbildungsschule. Die CommifflonSfassung besagt u. A.. „Der Unterricht das ■icht am Sonntage vor Beendigung deS HauptaottesoiensteS statt- fbtben.'* Ein Antrag der Abgg. Dr. Hartmann, Letocha, Möller und i. Stumm will dafür fetzen: „Am Sonntage darf der Unterricht »ur stattsinden, wenn die Unterrichtsstunden fo gelegt werden, daß die Schüler nicht am Besuche des HauptgotteSdiensteS ihrer Eonfesston gehindert werden. Ausnahmen von dieser Bestimmung kann .die Zentralbehörde für bestehende Fortbildungsschulen, zu deren Besuch ktiie Verpflichtung besteht, bitt zum 1. October 1894 gestatten." Abg. v. DziembowSki-Pomtan begründet einen von den Polen gestellten Antrag, wonach der FortbtldunaSschulunterrtcht in denjenigen LandeStheilen, in welchen die Bevölkerung eine andere Sprache als die deutsche als ihre Muttersprache betrachtet, den Schülern i» ihrer Muttersprache ertheilt werden soll. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) begründet den Antrag Hartmann ». Gen. und spricht sich dabei im Prtncip gegen die Zwangtt-Fort- dtldungSschule aus. Abg. Dr. SchLdler (Etr.) würde es als wünschenSwerth «achten, daß der FortbtldungSunterrickt nicht tn dte Admde, sondern i» die Arbeitsstunden gelegt werde. Sehr entschieden spreche er sich boa'gen au8, daß der FortbildungtzschulzMang auf Anstalten autt- Jedel)»l werde, in denen Unterricht in weiblichen Hand- und Haus arbesten ertheilt wird. Derartige Anstalten könnten gut wirken, der beste Lehrer sei hier aber die Mutter. Er beantragt in den Antrag Hartmann einzuschalten: „oder einen für sie besonders eingerichteten Gott Sdienst." Abg. Wbllmer (dfr.) vertheidigt die obligatorische FortbildungS schule gegen Vorwürfe, die in der Commission ausgesprochen worden leint. Der Sonntag Vormittag sei für den FortbtidungSunterricht Unerläßlich. Dem religiösen Gefühl der Eltern und Kinder solle kein Zwang angethan werden. DieS werde erreicht, wenn man sich darum beschränke, auS-usprechen, daß kein jugendlicher Arbeiter gezwungen werden kann, während deS Gottesdienstes seiner Confefsion tzie Fortbildungsschule zu besuchen. Der Antrag Hattmann lasse befürchten, daß der Sonntag-Vormittag überhaupt verloren geht. DaS weibliche Geschlecht möge man nicht von der Wohllhat deS Gesetzes «uSnehmen. Endlich erklärt sich Redner gegen die Gleich berechttgung der Innungü- mit communalen FottbildungSschulen. Abg. v. Münch (wilddem.) beantragt: „Der Unterricht muß an Gönn- und Festtagen so gelegt werden, daß die Arbeiter nicht am Bes»ch deS in die ortsübliche Zeit fallenden HauptgotteSdtenstes ihrer Goiseffion gehindert werden. Die zum Besuch dett Unterrichts ver-- pstichteten Arbeiter sind berechtigt, in die Zeit desselben fallende Gottesdienste ihrer Eonfesston zu besuchen." Handelsmtnister Frhr. v. Berlepsch: Die Bestimmung über die obligatorische Fortbildungsschule sei ausgenommen, weil infolge etme« Erkenntnisses deü Kammergerichts der gesammte FortbildungS- toulunterritbt in Preußen in Frage gestellt sei. Um den früheren RechtSruftand wieder herzustellen, sei gesetzliche Regelung nöthig. Ohme Zwang sei hier nichts zu machen. Seitdem das Kammcrgertcht »»Sgesprochen, daß Niemand zum Besuch deS FortbildungSunterrtchtS Jezwungen werden könne, würden einige Fortbildungsschulen über; aupt nicht mehr besucht. Am richtigsten wäre es, den Fortbildungs- Unterricht aus zwei Nachmittage in der Woche zu verlegen; leider sei baß Nicht durchführbar; auch den sogen. HauöhaltungSschulen lege er Großen Werth bet. Abg. Eberty (dfr.) tritt lebhaft für die obligatorische Durch- flbmng der Fortbildungsschulen ein. Man sollte die Frage regeln •b»e Verquickung mit kirchlichen Bestimmungen und deshalb empsiehlt Htbeer ben Antrag Gutfletsch (dfr) zur Annahme, wonach die Bestimmung, daß der FortbildingSunterrtcht nicht während deS Gottesdienstes stattfinden darf, gestrichen werde. Ibg. Dr. Buhl (natl.) bekämpft einen von dem Abg. Auer «stellte» Antrag, wonach an Werktagen der Fortbildungsunterricht tot die Arbeitszeit zu verlegen ist; dieser Antrag wurde zur Folae haben, daß auch an den Orten, wo heute der Unterricht in der Woche stattfindet, er in Zukunft auf den Sonntag verlegt wird. Dagegen empfiehlt Redner einen Antrag Gutfleisch, die Beschränkung der Ve- LimmungdeSParagraphen auf die männlichen Arbeiter durch Streichung eel Wortes „männlichen" zu beseitigen. Abg. Klemm-Sachsen (conf) bekämpft den Antrag Gutfletsch; ftr junge Mädchen set der Fortbtldungsunterrtcht entbehrlich; dieselben legten auch auf diesen Unterricht keinen Werth; es wird ihnen viel wichtiger erscheinen, fich zu verhetrathen (Heiterkeit) und da ist der FortbildungSunterricht nicht so sehr nöthig. Hieraus vertagt sich daS HauS. Nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung bet soeben abgebrochenen Berathung. Schluß 5>/4 Uhr. Tb. Plenarsitzung. Donnerstag. 26. Februar 1891. DaS Hauö setzt die zweite Berathung der Arbeiter schutzoorlage fort mit den Bestimmungen über die Fortbildungsschulen (S 120 der Vorlage. Abg. Bebel (Soc) schildert die lange Arbeitszeit der Lehrlinge, Namentlich der Bäckerlehrlinge; wenn man die Schulzeit nicht In die Arbeitsstunden verlegte, fo werde der Unterricht nichts nützen, weil die jungen Leute abgefpannt zur Schule kommen. ES wäre nur in der Ordnung, wenn staatliche Fortbildungsschulen gegründet werden, wie sie in Sachsen und Württemberg bestehen. Der Sonntogtz- unterricht ist zu verwerfen. Dem Antrag Gutfletsch wird Redner zustimmer«, wonach der Unterricht nicht während des Gottesdienstes stattsinden soll. BundeS-Eommtssar Geh. Reg.-Rath Lüders bekämpft die Verlegung der Unrerrtchtsstunden in die Arbeitszeit, da die Gemeinden in dieser Zett keine UnlenichtSlocale disponibel haben dürften. Abg. Szm ula ((Mr.) bekämpft den obligatorischen Fortbtldunaö- unterrtcht; derselbe zeige schon jetzt bedenkliche Erschetnungen; die Schüler respecttren weder Lehrer noch Meister, besudeln die Schulbänke und versehen diese mit den gemeinsten Zeichnungen. In keinem Falle dürfte die Fortbildungsschule dem Gottesdienste vorangestellt werden. Die Kirche befchästtge sich mit den zukünftigen Dingen, die Schule nur mit den gegenwärtigen. Butides-Eommissar Geh. Rath LüderS bestreitet dem Vorredner gegenüber, daß der Fortdildungsunterricht namentlich in Schlesien so mangelhaft fei. Abg. v. Unruh-Bomst (RchSp.): Daß die Fortbildungsschule bei der national polnisch gesinnten Bevölkerung in der Heimath deS Abg. Szmula nicht sonderlich beliebt ist, sei zwar richtig; trotzdem wirken diese Schulen auch dort segensreich; die jungen Leute lernen Deutsch sprechen, schreiben und empfinden. Da« sei ein großer Vortheil für sie. Abg. Dr. Gutfletsch (dfr.) hält den socialdemokratischen Antrag für unannehmbar. Der obligatorischen Durchführung der Fortbildungsschulen kann ntan nur zustimmen. Unannehmbar sei auch der Antrug Hirtmann (cons). welcher die für den Besuch deS Gottesdienstes nöihige Zeit freUuffen will. Der Eonflict zwischen Kirchen- und Schulzeit könne allein dadurch beseitigt werden, daß man de« Schüler die Wahl überläßt, ob er während der Stunden deS HauptgotteSdiensteS die Schule besuchen wrll ober nicht. Im Klebrige» kann «an diese ganzen Bestimmungen über die F ellaffung der Gattesdienststundm völlig entbehren. Redner empfiehlt seinen in diesem Sinne gestellten Antrag. Abg. Stöcker (cons.) nimmt die Innungsschulen in Schutz gegen die Angriffe der Socialdemokraten; der Verfasser des Buche« „Die Frau und der SoctaliSmuS" habe mit diesem BuchejedeSRecht verwirkt, ein UrtheU über die HaushaltrmgSschulen für Mädchen zu haben. Während des Gottesdienstes soll fein Schulunterricht gegeben werden, denn daS heißt: Unterricht und Wtffen ist wichtiger als Religion. Die Kinder, welche bet der Einsegnung geloben, die Ordnung der Kirche zrr halten, müffen am nächsten Sonntag in die Fortbildungsschule und werden irre an ihrer religröseN Empfindung. Wir stehen hier vor einem wichtigen Prtncip, nämlich ob am Sonntag die Kirche ober die Schule bet Vorrang haben soll. Sic haben für die Schule sechs Tage. Lassen Sie den fiebenten Tag für die Kirche frei. Abg. Heine (Soc): Die Kirche hat bisher für die Arbeiter nichts gethan; sie schützt dm Arbeiter nicht vor der Ausbeutung. Wtffen gehe über Religion und Wtffen werde die Kirche, namentlich die des Herrn Stöcker, tobt machen. (Lachen rechts!) ES handelt sich hier um die Frage, ob der junge Mann ein Ausbeutungsobject für seinen Meister ist. Diese Frage wird in den zahlreichen Peti> Honen bejaht, welche die Fortbildungsschule beseitigen. Man verweist aus Frankreich, wo fein Zwang bestehe. DaS ist richtig; aber dort bestehen Prämien; in Deutschland Haden wir Ptämtm blos für die Zuckersabrikanten»und Brenner; für Arbeiter gibt es nur den Zwang. Woher kommt e«, daß unser Kunstgewerbe mit dem französischen nicht concurriren kann? Einfach daher, weil wir unsere jungen Leute nicht so ausbtlden können, wie in Arankreich die jungen Leute auSgebtldet werden. Will man für die Schulen etwas thun, so lasse man den Unterricht in der Woche und am besten in den Arbeitsstunden stattfinden. Abg. o. DziembowSki-Pomtan (Pole) befürwortet den Antrag der Polen, daß der Fortbildungsunterricht in Gegenden, wo nicht deutsch gesprochen wirb, in der Muttersprache der Bevölkerung ertheilt werden soll. Abg. Dr. Drterer (Etr.): Das Fortbildungsschulwesen in Süddeu'.schland hat fich sehr gut entwickel! und steht dem der französischen Schulen nicht nach. Wir sollen nur nicht vergesse», daß mit dem Wtffen das Erziehungöwerk bei dm jungen Leuten nicht beendet ist, sondern daß Wissen unb Religion sich gegenseitig durchdringm müssen unb baß die Liebe zu Religion unb Kirche in ihnen geweckt werben muß. Der soctalbemokratrsche Antrag ist dem Redner sehr sympathisch, scheint ihm aber praktisch nicht durchführbar. Den jungen Mädchen schadet der Fortdildungsunterricht nicht; er ist später, wenn sie zur Ehe schreiten, von Wichtigkeit, Vermindert die Ursachen, welche Unfrieden in der Ehe erzeugen. Daß Herr Bebel fich zum Ber- theidiger Der Ehe aufwirft, ist ein Beweis, daß die Herren ihre Stellung je nach ben Verhältnissen zu ändern wissen. Abg. Dr. Eberty (bfi.) ist verwundert, daß diese Debatte über die staatliche Regelung des Fortbilbungsschulwesens sich auf daS religiöse Gebiet hinüberzuspielen droht. (Widerspruch!) Die Fürsorge für die Arbeiter kann keine Partei alS Monopol für sich in Anspruch nehmen. Wenn die Innungen einmal im Stande fein werden, aus eigenen Mitteln etwas Gemeinnütziges zu schaffe», so wird ihnen die Anerkennung nirgend vorenthalten werden. Der kirchliche Sinn schützt die Massen nicht vor Aberglauben, Intoleranz und Verhetzung, wie wir das erfahren haben. Es empsiehlt sich die Annahme des Antrages Gutfletsch. Abg. Dr. Hartmann (cons.) präcistrt kurz SiN», Ztel unb Zweck bett unter seinem Namen gestellten conseroattoen Antrages. Hierauf wird die Debatte geschloffen. Bet der Abstimmung des Paragraphen werden angenommen der Antrag Hartmann (cons.) mit dem Unterantrag vr. Schädl er (Etr.). Danach müssen beim Fortbtldungsunterrtcht die Schulstunden so gelegt werden, daß bie Schüler nicht gehindert werden, den Haupt- gotteSdienst ober ben für sie eingerichteten besonberen Gottesdtenst ihrer Eonfesston zu besuchen. Ausnahmen von dieser Bestimmung kann die Eeniralbehörde für bestehende Fortbildungsschulen, zu deren Besuch keine Verpflichtung besteht, bis zum 1. October 1894 gestatten. Ferner wird angenommen ein neuer Absatz nach dem Anträge Hartmann, welcher die Besucher von anerkannten Fach- und Jnnungs- schulen vom Besuch der Fortbildungsschule entbindet. — Mit diesen Zusätzen wird $ 120 genehmigt. Hieraus vertagt sich daS Hau«. Nächste Sitzung Freitag 12 Uhr: Etat. Schluß 58/< Uhr. Neunte Nachrichten. Wolffs «^graphisches Lorrespovdmz-BuremL. Berlin, 26. Februar. Der „Kreuzzeitung" zufolge ist der UnterstaatSsecretär im CultuSministerium, Barkhausen, zum Nachfolger des am 1. Mai in den Ruhestand treteuben Präsidenten des evangelischen Oberkirchcnraths, HermeS, ernannt worden. Hamburg, 26. Februar. Die strikendett Heizer und Trimmer von Hamburg und Umgegend hielten gestern Abend eine Versammlung ab, in der sie beschlossen, den Lohn- kamps fortzusetzen und die Direction der Packetsahrtgesellschast zu ersuchen, bei den Anmusterungen von Feuerleuten „befahrene" zu bevorzugen. Wenn in drei Tagen keine Antwort eintrifft, soll der frühere Generalstrike wieder an die Stelle der pailtcden Arbeitseinstellung treten. Hamburg, 26. Februar. Dem „Hamburger Cvrresp." zufolge hatten einige Matrosen der „Augusta Victoria" im Hafen Konstantinopels heimlich das Schiff verlassen, um sich zu amüsiren. DaS Boot kenterte, wobei der Stewart Sing (Berlin) ertrank. Ein ausgesetztes Boot rettete die Uebrigen, darunter vier Matrosen des Dampfers „Loreley". Strasjburg, 26. Februar. Gestern Abend sand bei dem Statthalter Fürsten Hohenlohe ein parlamentarisches Festessen statt, an welchem die Spitzen der Eivil- und Militärbehörden und die Mitglieder des LandeSausschusseü — im Ganzen ungefähr 90 Personen — theilnahmen. Bei der Tafel brachte der Statthalter das erste, mit Begeisterung ausgenommene Hoch aus Seine Majestät den Kaiser aus und hielt sodann eine längere Ansprache, in welcher er der Freude Über das Vertrauen und die loyale Gesinnung der Bevölkerung Ausdruck gab; auch das Vertrauen zu den besseren Absichten unseres westlichen Nachbarn sei gesteigert, das srüher gestört und Maßregeln veranlaßt habe, die theilweise noch auf dem Lande lasteten. Auf beiden Seiten sei Hoffnung vorhanden, zu normalen Zuständen znrückzukehren. Zum Schluffe bemerkte der Statthalter gegenüber den über seinen Rücktritt verbreiteten Gerüchten, er werde auf dem Posten bleiben, solange er daö Vertrauen Sr. Majestät des Kaisers besitze. Die Ansprache schloß mit einem Hoch aus Elsaß^Lothringen und die Vertreter im LandeSausschUsse. Der Präsident deS AuSschuffes Dr. Schlumberger toastete hieraus aus den Statthalter. Klauseuburg, 26. Februar. Eine Versammlung der Rumänen nahm einen Protest gegen das Gesetz, betreffend die Kinderbew«hranftalten, an. Aus der Straße harte fich eine größere Menschenmenge angesammelt, welche von der Polizei am Eindringen in den Saal verhindert wurde. Pari«, 26. Februar. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich besuchte heute früh mit I. K. Hoheit der Prinzessin Margarethe in Begleitung der Eomtesse Marie Münster und des Grafen Seckendorff die Notredarne-Kirche, das Cluny Maseum und den Luxembourg - Garten und nahm hieraus bei de« Militärattache der englischen Botschaft, Oberst Talbot, das Frühstück ein. Paris, 26. Februar. Mehrere Boulangiften sind nach Brüssel abgereist, um mit Rochefort und dem dort ein» getroffenen Boulanger zu conferiren. Lyon, 26. Februar. Die Glasfabrikanten weigern sich entschieden, die Forderungen der Arbeiter zu erfüllen,- sie sind entschlossen, die Fabrikation hierorts ganz auszugebea. Es verlautet, sie würden für den Schaden von etwa zwei Millionen von dem Syndicat der französischen Glasfabrikanten entschädigt werden. Die Zahl der Strikenden beträgt gegenwärtig etwa 2000. Londan, 26. Februar. Auf den Gruben von Silkswort h fanden heute erneute Unruhen statt. Eine zahlreiche Menge stürmte gegen die Häuser der Aufseher, zerschlug Thüren und Fenster und lief bei Ankunft der Polizei auseinander. Loudo«, 26. Februar. „Daily News" meldet aus Liffa- bon, daß die portugiesische Regierung in den ostafrikanischen Colonien völlige Religionsfreiheit gewährleistet; in de» Vertrag mit der Mozambiquegesellschaft ist eine diesbezügliche Clausel eingesetzt worden. Portsmouth, 26. Februar. In Gegenwart der Königin sand heute die Taufe und der Stapel lauf zweier neuer Panzerschiffe, des „Royal Arthur" und des „Royal Sovereign" statt, von denen das letztere das größte Panzerschiff der Welt ist. Der Feierlichkeit wohnten ferner der Prinz von Wales und alle übrigen königlichen Prinzen, sowie eine überaus große Menge Zuschauer bei. Die Stadt hatte Flaggen schmuck angelegt und es herrschte überall große Begeisterung. Rom, 26. Februar. Gestern begann der Prozeß gegen die Anarchisten Calzoni, Pedroni und Penacor, die an« geklagt sind, den König im Januar 1889 durch ein Schreiben auf gefordert zu haben, vor dem 21. März abzudanken, widrigenfalls er durch Dynamit in die Lust gesprengt wärde. Die Angeklagten leugnen. Rom, 26. Februar. Der König ernannte zu Unter« staatssecretären die Abgeordneten Frola (Schatz- ministerium), Salandra (Finanzministerium), Pulle (Unterrichtsministerium), Pascolata (Postministerium). — In Florenz theilte der Sindaco dem Munizipalrath mit, der öffentliche Gesundheitszustand sei wieder ein normaler. Die eingesetzte Specialcommission fand nunmehr das Trink,wasser gut. Konstantinopel, 26. Februar. Beim Sultan fand geftern Abend zu Ehren des Prinzen Schaumburg und der Prinzefsin Victoria ein großes Galadiner statt. Der Sultan verlieh der Prinzessin den Großcordon des Schesekat- ordens in Brillanten, dem Prinzen den Großcordon bett OsmanieordenS. Der Prinz und die Prinzessin reisen Abends über Wien zurück. — Der Schnelldampfer „Augusta Victoria" ist mit den Paffagieren heute früh nach dem Piräus ab- gedampft. Washington, 26. Februar. Ueberschwemmungen und Unwetter werden von überallher gemeldet. Biele Menschen find im Wasser umgekommen. Großer Schaden ist in der Stüdt Tuma (Arizona) verursacht worden, indem der Damm, welcher gegen den Fluß Gila errichtet wurde, fort- gerissen wurde. Die Bewohner sind obdachlos. Die Flüffe Gila und Colorado steigen beständig. Rio de Janeiro, 26. Februar. (Meldung des Bureau Reuter.) Marschall Deodoro da Fonseca ist mit geringer Majorität zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Brasilien für vier Jahre gewählt worden. Rio de Janeiro, 26. Februar. Der Präsident Fo n seka leistete heute vor dem (Songreffe den Eid und hielt später eine Revue ab. Rio de Janeiro, 26. Februar. Zum Vicepräsiden- ten der Republik wurde General Floriono Peixoto gewählt. Locale» and provinzielle». Gießen, 27. Februar. — Samstag den 28. Februar l. I., Nachmittags 3 Uhr, findet eine öffentliche Sitzung des Kreisausfchnße- deS Kreises Gießen im Regierungsgebäude statt, in welcher eine Reclamatio» gegen den Voranschlag der Gemeinde TreiS an der Lumda zur Verhandlung gelangen wird. — Unter den im Staatsvoranschlag für das Groß- herzogthum Heffen vorgesehenen Straßenbauteu befinden fich u. A. folgende Bauten: Verbreiterung der Wiefeckbrücke in Gießen (Neuenwegerthor) mit 7000 Mk., Erneuerung der Trottoirplatten der Lahnbrücke mit 5500 Mk. w. Theater. Die letzte Abonnementsvorstellung war nicht gerade das, was man als glänzenden Abschluß zu bezeichnen pflegt. Ein so seines Schauspiel, wie eS die — übrigens nicht durchweg glückliche — dramatische Bearbeitung von O h n e t S „H ü 11 e n b e s i tz e r" ist, muß sehr fein gegeben werden, um zu wirken. Und daran fehlte es gestern nur zu sehr. Schön und ergreifend, wie zum ersten Male, war das Spiel von Frl. Elisabeth Bischofs als Claire, und ebenso dasjenige des Herrn Rudolf Bicbrach (Derblay) wahr und treffend. Sonst füllten noch in ihren kleineren Partien Frau Anni Reiners (Susanne), Frl. Unger, Herr Goull on (Octave) und Frl. Antonie Roland (wenigstens dem Spiele nach) ihren Platz entsprechend auS. Alle übrigen Mitwirkenden konnten dagegen nicht befriedigen- bei ihnen macht sich schon in der mangelhaften äußeren Beherrschung ihrer Rollen eine gewisse Ferienstimmung geltend. Dazu kam bei Herrn Winolt noch, daß er seinen Herjog cHo.aus Einwohner W. Greb stürzte Anfangs dieser Woche in seiner Scheuer 25 Behrens’scher | Linoleum-Fußbodenlack Ä — bester Fussbodenanstrich = NESTLE'8? in allen Nüancen, 1760 m LU ui m ui GO UJ m en IM ui gfe »ooriK-ir. .i marke. w kNingsmit CD m Apfelsinen, per Stück 8 [1776 1 kleine zu 1124] 591 [1321 der Wäsche empfiehlt Emil Fischbach D: 0 elegantesten angefertigt. [1610 mieerer allein echten Benedictine zu verkaufen. 84 Andreas Euier, 88] CD 1000 Ctr. Dlckwurz s Oeeouom Sitz. verkauft Buverus'sche Eisenwerke 1439 Emä8 Orbig. 1517 Ul z UJ Dolch vor sofort ihr der Sitten- o 30 C. Roth li Wallthorstraße 5. m 30 m 3 n.iKKKi: Unübertroffenes Fabrikat zum Starken *01* btr rere A hi tn. dort Q $ fQ b r i F ö „ i Reiter riftnben betrSg: LS-r •uÄl a#'f .. SoCettlir tncr bcr Prinz von M sowie eine übein Stadt hatte Uam überall große Begeisteroeo ^rn begann der Prozei tbroni und Penacor, die qi. iU” durch ein Dchni- bnn 21. ndzudtthn, w dte tzch gesprengt M. König ernannte zu Hüter 'geordneten Frola ftzhtz inistermm),PllüelUnterriitzi Nterium). - In Morn, palrath mit, der öffentltz der ein normaler. D're ti unmehr das . ^t\XR^w\\Qx\ sand yim :n Tchaumburg Hük. großes Galadiner statt, k en Großcordon des !riazen den Großcordm ib die Prinzessin reisen AM relldampser ^Augusta stütz nach dem Piratt^ Das Neueste und Eleganteste in Kinderwagen eingetroffen. A.Kilbinger(2# etuttttfr )» .Seltersweg 19[1422 sotiSäi JÄHRIGER ERFOLG fr BENEDICTIWE LiQUEUR DES ANCIENS BENEDICTINS De L’ABB AYE DE FEGAMP (France) Vortrefflich, tonisch, den Appetit und die Verdauung befördernd. Man achte darauf, dass sich auf jeder Flasche die viereckige Etiquette mit der nebenstehenden Unterschrift des General-Directors befindet. Nicht allein jedes Siegel, jede Etiquette, sondern auch der Gesammteindruck der Flasche ist gesetzlich eingetragen und geschützt. Vor jeder Nachahmung oder Verkauf von Nachahmungen wird mithin ernstlich gewarnt und zwar nicht allein wegen der zu gewärtigenden gesetzlichen Folgen, sondern auch hinsichtlich der für die Gesundheit zu befürchtenden Nachtheile, deren sich der Consument aussetzen würde. Nur die Nachbenannten verpflichteten sich schriftlich, keine Nachahmungen 1659] Ein braves kräftiges MLVche« vom Lande auf Ostern gesucht. ________Löberftraße 4. 1700] Für das Comptoir einer hiestae« Li-arrenfadrik wird zu Oster« ein strebsamer junger Mann mit guter Schulbildung als Lehrling gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. Ao rdernug^^^er^ftachw^e? verstorbenen Jakob «Shler I. find innerhalb 14 Tagen an Unterzeichneten ^nzureichen, anderenfalls dieselben keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 27. Februar 1891. ™ S. Scherst. 1742] Ein hr. Junge kann die »Metei erlernen bet «duard »oll, Neustadt. Lehrlingsstelle. Zu Ostern wird in unterzeichneter Firma für einen mit tüchtiger «chul- bilbung ausgerüsteten jungen Mann eine Stelle frei. •mll Roth, Verlagsbuchhandlung, Gießen. Einige Otrngm far leichte Arbeit ges«cht. 1754 Andrea- Guter. 1696] Tüchtiger Möbelschreiuer gesucht von_____________Th. Brück. 1684] Ein ordentl. Dierrstmüdcheu vom Lande zum sofortigen Eintritt gesucht. Neuenweg 60. Damen-u.Kinder-Costümes werden von den einfachsten bis M den 1656] Wir suchen per sofort oder Ostern einen Lehrling mit guter Schulbildung. Rowack A Schlüter, 1656 Colonjalw-Engros-Geschäst. 1671] Drei biS 4 tüchtige Grub- steiu Arbeiter gesucht für Marmor, Syentt, Sandstein. F. chewel, Grünbergerstraße, j Pfarrer K-.kipps Prod und; Krastsupprnmehl, genau nach dessen Vorschrift hergestellt und von demselben gtp-üft, empfehlen Morr L Comp., Bruchsal. Niederlage bet W. Schomber, 1757] Emil Orbig. FFankfüdenVürstcherT 89] bei Gwil Fischbach. Monnikendamer Bratbückinge, pr. Stück 6 ächte Kieler Bücklinge, pr. St. 5^, do. eine Kiste (50 St) 2 JL, ächte Kieler Sprotten, pr. Pfd. 70 do. eine Kiste (ca. 4 Pfd) 2 J6, I ger. Lachs pr. Pfd. o A, ferner I. Schellfische, Zander, Hecht, Eabliau, aew Stockfisch und prachtvoll. Maftgestügel empf E. G. Steintzen«. HÄF* Aechte Frkf. Würstel, ächt, westf. Pumpernickel. — Sehr schöne hochrothe Die Restbestände aus der Keller'schen EoncurAmafte, bestehend aus Handschuhen, Pelz- und Federnbesatz, Schleiern, Spitzen, Posamentrien, Lützen, Ballkleidern, Sammtcn, Pelüschen und Seidenresten, Wagendecken, Spitzendecken und Schonern, Spitzenstoffen zu Kleidern, Cor- setten rc. werden weit unter Preis verkauft bei 300 L. Mühlhausen, Westanla ie 15. Brennholz. Buchen- und Tannenholz, ir guter trockener Waare, per Meter um per Centner, billigst bei _______ SelterSweg 44 4. St. 1521] Eine Scheuer oder größere« Lagerhaus in Milte der Stadt wird auf längere Zeit zu miethen oder kaufen gesucht. Offerten erbitte unter R. 20 an die Exped. d Bl._______ mi> fttbtzc editiHt s direkt aus üor Fabrik von von Elte« & Sieuffcn, Crese», io"au4'"ri:cf .^>anb tn jedrm Maas ui bcUfti/n- " > "““ uUftii"rrlann.t1 aJinfter mit trA (fittoünf&tcn. 1764] Ein braves Mübchen im Alter von 15—16 Jahren für leichte Arbeit zu miethen gesucht. Kirckenplotz 21, 1. St. 1770] Ich suche für alsbald ein zuverlässiges HauS- und KinbermLdcheu. Frau Rechtsanwalt Holzapfel, ______________Frank'urterstrotze 4_______ 1605] Ein Junge kann die Buchbinderei erlernen. Heinrich Bourgeois, Buchbinder. DOM G V £ D Bekanntmachung, i Bekanntmachung 1. im für 2. 3. 4. 5. Der Dorffantz. zur näheren Besprechung eingeladen. 1763 Riegel. rm Eichen-Nutzscheit u- Knüppel, H und Placate und specielle Annoncen. mit und 65 mit 7,62 Losporleure mit 52,04 567 535 mit 11,27 und 1,12 Hundert Buchen - Wellen III. H 10 If 58 n rm Eichen-Scheit und -Knüppel, 1 ft 182.80 Person ein unmöbl. frbl- drtnb.s oder Ltcherstrahe- Näh- Schulstraße H Reichsbank-DiScont 3 pSt. — Frankfurter Bank-DiScont 1 pLt. 1779 8 6 6 2 8 Eichen-Reifer III. Klaffe, Buchen-Scheit und -Knüppel, 124 99 112 12 2 157 60 10 66 15 2) 3) 1 5 n if M 206.70 149.90 152 00 132 40 108 25 217 00 26S 50 11450 42» 50 300.25 151.60 135 30 115-80 60 75 -2 SC 94 70 80.90 77 29 3Vs e/o Gichener Selsenk. Bergw.-Act. n it 15 128 2175 Buchen-Scheit und- Koüppel, Buchen-Reiser II. und III. Klaffe, und Weichholz-Knüppel. Buchen - Reiser III. IV. Klaffe, Eichen-Stämmem. 20,03 Festm., Nadel-Stämme m. 69,47 Festm., gebot: 8 32 505 Buchen-Nutzjcheit, Weichholz - Nutzscheit -Knüppel, Nadelholz-Nutzknüppel, welche de« Stratzeuverkauf oder sonsti-e« »trttirt eimer sensationell illustrirte« Wochenschrift» leicht wtf kLirßlich, einzig i« ihrer Art, ohne «oncurrenz, übernehmen wollen, find um Aufgabe ihrer Adresse gebeten- Großer Absatz, »erb««de« mit großem Verdienst. [1744 Ketroly & Liebmann, Verlags-Anstalt, Hambnrff. Eichen - Derbstangen Festm., Nadel-Derbstangen Festm., Nadel - Reisstangen Festm., Bor«, Gr. Gerichts Vollzieher. Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E. B.-Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Norbeft-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße«. Gnauth. Versteigerung GamStag de« LS. Februar d. I»., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler" gegen Baar- zahluna: Damen- und Kinderhüte, 1 Nähmaschine, 3 Betten, 1 Regulator, 1 Spiegelschrank und verschiedene andere HauSmobilien. Das Reinigen des Heerdes und der Oefen. Die Abgabe von Knochen, Ge- spül, leeren Oxhostfäffern u. Mi- neralwafferflaschen, und Die Entleerung der Senkgruben. Die Lieferung von Kohlen, ta«nen Holz, Kornstroh, Schreibmaterialien, Backwaaren, Fleischwaaren, Specereiwaaren, Mich, Butter und Eier, Mer. Das Reinigen der Wäsche Beamten und Dienstpersonal. Disconto-Command^Anch. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Worbb. Lloyb Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Crebit-Act. Oest. Staatsb.-Act. Klaffe, rm Buchen-Stockholz, Am Mittwoch den <. Martz. I-., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bahnhose zu Wetter, auf de» Lagerplätzen, für Eisenbahnzwecke nicht «ehr brauchbare Altmaterialien und zwar annähernd: 1) 22600 kg Stahl- und Eisen- 1747] Pferdeknecht gesucht, «iegeipfad 12. Gießen, den 27. Februar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 86 8014% Ung. Gold-Rente 99.00 5 o/o Jtal. Rente 86 801 4Veo/o Oest. Silber-Rente 99.0015% Ruff. in. Ortest Mittwoch den 11. März I. Z.: Iltis- imd kri'iiiiiTiiiiirlti Casseler Fos tf acüschule. (Zweigschule in Bockenheim bei Frankfurt a. M.) Sichere Vorbereitung z. PostgehiUfeuprüfung Am 6. April beginnt der Unterricht Pension aus Wunsch in der Anstalt. Satzungen durch Dieector Volz, Cassel. ________________IWfr Rm. Buchen-Scheiter, Rm. Eichen-Scheiter, Rm. Buchen-Knüppel, Rm. Eichen-Knüppel, Rm. Nadel-Knüppel, Hundert Buchen-Reiserwellen, Hundert Eichen-Reiserwellen, a L8./2.8 U. mufik. F.-A 1718 Forsthaus Strupbach, den 26. Februar 1891. Der Königliche Oberförster: Baumann. 1774 Gesangverein Heiterkeit. Sonjntag den 1. März, Abends 8 Uhr: Famiiienabend im „Deutschen Kaiser", Grünbergerstr. 1772 Der Vorstand. Zusammenkunft Vormittag« i/210 Uhr im Holzschlage, Dtstrict 4, Rothestrauch, am Bergwerk Morgenstern. Der Verkauf wird von 11 Uhr ab in der Reehmühle fortgesetzt, woselbst das Holz vom Rotheberg und Lenchen verkauft wird. Auch kommen daselbst aus dem Schutzbezirk Bieber (Vorderer Eulenkops und Metlhardt) noch zum AuS- Weichholz-Scheit und -Knüppel, Weichholz-Reiser III. Klaffe und Nadelholz-Reiser III. und IV. Klaffe. 40 Hundert Nadel-Reiserwellen, 4 Rm Buchen-Stöcke, 26 Rm. Eichen-Stöcke, 10 Rm. Nadel-Stöcke. Bemerkt wird, daß dar Stamm- und Stangenholz am ersten Tag zur Versteigerung kommt und ist die Zusammenkunft an der Rabenauerstraße beim Climbacherpfad. Großen-Buseck, 26. Febr. 1891. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Stephan. 1755 Holzversteigerung in der Königlichen Obersörsterei Strupbach. Freitag den 13. März e. Schutzbezirk Königsberg. Förster Guericke zu Fh. Haina. Districte Nr. 3 und 4 Rothestrauch, 10 Köpselhecke, 13 Lenchen, 15 und 16 Rothebergskopf und Wand: 8 Stück Eichenstämme mit 1,96 fm, Die Bedingungen können aus dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen Nachmittags von 3—5 Uhr eingesehen werden. Offerten, verstegelt mU entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 16. März 1891, Mittags 12 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau der neuen Äiniken abzugeben. Gießen, den 26. Februar 1891. Großh. Verwaltungs-Direction der neuen Kliniken. Coursbericht m E. Wasserschieben, Bankgeschäft Kranks»rter Börse vim 27- Februar 189L Gin Mopshund, auf den Namen „Bor" hörend, abhanden gekommen. Dem Wiedcrbringer Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. 1775 An den Bahnhöfen Nr. 7. Veteranen-Verein Gießen. Der Verein beabsichtigt, im nächsten Jahr wieder eite gemeinschaftliche Reise zu unternehmen und werden alle Diejenigen, auch Richtmitglieder, welche sich hieran betheiligen wollen, heute 1TT1 GamStag den 28. d. MtS., Abend- 81/? Uhr, in die Restauration Ullrich (Bahnhofstraße), 0,60 Hundert Nadelholz-Stangen IV. und V. Klaffe, 2 rm Eichen-Knüppel, Für die Großh. neuen Kliniken zu Meßen sollen pro 1. April 1891 bis Ende März 1892 auf dem Snb- misstonswege vergeben «erden: Bekanntmachung. Der in der gestrigen Sitzung der StadtverordneteurersammlW- fest- gestellte Voranschlag der Stadt Gießen fürs Etatsjahr 18-1/92 liegt während 8 Tagen zur Einsicht jedes Betheiligten auf dem Bürgermeisterei- Büreau offen. Bekanntmachung. Da» Hebregister pro 1891 liegt bei dem Unterzeichneten für jeden Jntereffenten 8 Tage zur Ansicht offen und können nach Ablauf dieser Frist spätere Reklamationen nicht mehr berücksichtigt «erden. Gießen, den 27. Februar 1891. 176fr Der Vorstand der israelitischen Religionsgesellschaft. Entlaufen | Dachshündin, schwarz mit röthbraun, auf den Namen „©rbmannbtnc* hörend. Vor Ankauf wird gewarnt. Wiederbringer sehr gute Belohnung. Windecker. Bekanntmachung. Nachdem der Plan über die abgeänderte Fluchtlinie für die Ssmte«. straße die höhere Genehmigung erhalten, wird dies in Gemäßhett des Art. 7 der allgemeinen Bauordnung mit dem Anfügen bekannt gsmacht, daß der Plan auf dem Stadtbauamt jederzeit eingesehen «erden kann. Gießen, dm 25. Februar 1891. 0,90 fm, „ Nadelholz-Stangen II. III. Klaffe, schienen, 1 altes Herzstück, 4470 kg Eisenschrott (La- scheu, Schrauben, Nägel u. s. w) öffenttich meistbietend verkauft werden. Die Bedingungen werden im Ter- •—.— 18er. KönigS-Laurah-Act. 162.901 Tendenz: wkM. Stück Nadelholz - Stämme 16U1] «ine fl. ruhige FumM* sucht Wohnung, 2—3 A. mit per 1. April. Offerten mit PreiraAl. unter Nr. 194 beförd. die Exped. d- Bl- 1757] Ein junger Kaufmann sacht per sofort ein schön möbltrtes Zimmer, amm möolich mit Pension. Offerten unter B. 120 an die Sxpevt- tton dieses Blattes. . — ft7K2 Hochachtungsvoll Der Unternehmer. in Allendorf a. d. Lumda. § Telegramm!!! Die Schweizer Rlgl-Bahn, eise neue Srstndlmg von Dampfearouffels (auch Rutschbahn genannt), jedoch rundgehend, bergauf bergab mit acht Wagen (150 Personen fassend), unter Musikbegleitung, und mit circa 500 Gasflammen erleuchtet, welche zuletzt in Frankfurt a/W. gestanden, ist hier eingetroffen unv wird auf dem OSwaldSgart« dahier aufgestellt. Die Eröffnung findet nächsten Sonntag statt. Näherer durch 3*/e Reichsanleihe 3Vt°/o do. 3»/o Preuß. ConselS 3 m Scbeit, 43 rm Knüppel, 1674 rm Reiser. Fichte«: 18 rm Reiser II. Kl. District Hagelschlag 73a. Buchen: 31 rm Scheit, 35 rm Knüppel, 831 rm Reiser. Weichholz: 8 rm Knüppel, 70 rm Reiser. Fichten: 1 Stamm mit 0,15 fm c. I., 7 Stangen L Kl., 4 II. Kl., 35 III. Kl., 15 rmReiser. District Hemmstotz 74. Buche«: 311 rm Reiser. District 70. Buche«: 4 rm Scheit, 21 rm Knüppel, 3 rm Stockholz, 79 rm Reiser. Fichten: 5 Stämme mit 1,06 fm c. I.. Distr. 73. Buchen: 3 rm Knüppel, 98 rm Reiser. Fichte«: 6 Stämme mit 1,37 fm c. I, o Stangen I. Kl-, 4 Stangen II. Kl. District 74. Buche«: 154 rm Reiser- Fichten: 1 Stamm mit 0,12 fm c. I, 4 Stangen I. Kl., 7 II. Kl. Distr. 61. Fichten: 6 Stämme mit 1,54 fm c. I., 3 Stangen I. Kl. District 77b: 5 rm Buchen-Retser. Krofdorf, den 26. Februar 1891. [1756 Der König!. Oberförster: Müller. Holzversteigerung. Donner-tag de« 1. und Freitag den 6. März l. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald zu Großen-Bufeäk, Districten Unter und Radenkopf, versteigert werden: Der Dünger aus der kleinen Gmbe im Schlachthause soll Dten-tag den 8. März d. I., Vormittags 11 Uhr, au Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. Februar 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1736 Die diesjährige Lohernte aus den diesseitigen Gemeinde-Waldungen wird Mittwoch den 11« d-. MtS., Vorm. 10 Uhr, in des Unterzeichneten Amtsstube öffentlich ausgeboten. Nachweisung über bezügliche Lohe u. s. w. kann hier erfahren werden. Groß-Rechtenbach, 24. Febr. 1891. 1748] Das Bürgermeister-Amt. Soenne&erisScfireififedern Welche Feder palst für meine Hand am besten? _ / Federhaltung _ steil gestreckt — Dünne 1 Mittelstarke 1 Dicke Schrift | Schrift | Schrift Dünne 1 Mittelstarke 1 Dicke Schrift | Schrift | Schrift Auswahl Nr 1 | Nr 2 | Nr 3 Auswahl Nr 4 | Nr 5 | Nf 6 1 Auswahl 30 Pf. — In jeder Handlung vorrätig. Berlin * F. SOENNECKEN’j» VERLAG ♦ BONN • Leiprig Bhtattat: A. Gcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schev Druckerei (Fr. Shr. Pietsch) in Gießen.