'» Sotfe. IS* • 9120 167. 165.50 !chner Kger t . tolmttr N./l. 87- 1105.25 I 99.50 67.70 100.60 100.70 86— 57.60 64 80 95.85 94.25 165^ 99.10 88- 10050 .80.. 57.45 64.30 96.15 95.30 rtug...»^ Qttt U1 ®Olb: • /}£* uC ^UOO.50 101.80 24-/I. 87— 89.50 93.75 191.8h 18.65 71.30 94- ,fe£,M«rbtn i do. -ft do. MGoid 'Weser ' • sä ^Eec.stft. s ypt. . ■ * . !56^i 155.40 HO- 110— r s«nk. . । ,r Mtzrrdiü' w 55,40 Wttfalt 234.M 233, :.9i 'e,vorm.Meister, US L Brüning.' 271.40 27i 50 iirMonlklmverke 184- igkH llcheGnwdschL.- ^-Pfvldbr. . 100.60 ?l. • • - • - 94.80 taWr. . . . 93,15 rtngfr Bfandbr. loo.sä 100.60 94.80 92.90 100.80 weih. MM.- )»U .... nbmger Loose. !in-MindnLoose 105.60 128.85 136.- 106.- 128.50 137.- i-vmrds. ^lgo Burlington iska 1927 . . 87.— Aiforma Poch'. , rüdW 1912, 103.90 ^iMomicoll- j dtb L SU. r. 1920 ■ 105.80 85.50 103.90 105.50 au reföaikelv.Don-1 \ Allü |105.10| $ Speyer Ixport. Personen fassend, mit Pia- Wwe. ft5t 6-1 1891 Nr. 23 Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gieren. Hratisßeikage: chießmer Jamitienölätter Mittwoch den 28. Januar Alle Anrwncen-Bureaux deS In« und Auslandes ach«« Anzeigen für dm „Gießener Anzeiger" entgegen. Redaction, Expetitt», und Druckerei: Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für dm fslgmdm Tag erfcheinendm Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Äierteljährtgre Zd-nnewcatrprets; 2 Mark 20 Pfg. mh Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener W««ttie»StLtter verdm dem Anzeiger NSchentüch dreimal beigelegt. Ter -ießrner Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MsntagS. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Berichtigung der im Monat Januar d. I. gerichtlich erkannten Forst- und Feldstrafen hat in den ersten 25 Tagen des Monat Februar 1891 und zwar mit Ausschluß des 12., 13. und 14. an die Großh Districtseinnchmerei Gießen I bei Meldung der Beitreibung zu erfolgen. Gießen, den 27. Januar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Gnauth. Deutsches Reich. Darmstadt, 26. Januar. Se. Majestät der Kaiser hat aus Anlaß des hundertjährigen Stiftungsfestes des 4. Großh. Infanterie-Regiments (Prinz Carl) Nr. 118 folgende Gnadenbeweise eintreten lassen: Den Character als Generalmajor erhielt der Oberst z. D. Winter, zuletzt Commandeur des 3. Großh. Jnf.-Regts. (Leib-Regts.) Nr. 117, zum überzähligen Hauptmann wurde befördert der Premierlieutenant Walter vom Regiment) Ordensdecorationen erhielten und zwar: den Rothen Adler-Orden 3. Klasse mit der Schleift: der Oberst Kuchenbecker, Commandeur des Regiments, den Rothen Adler-Orden 4. Klasse: der Major Tauscher, der Hauptmann K ü l p vom Regiment; der Oberstabsarzt a. D. Dr. Groß, zuletzt im jetzigen 2. Großh. Jnf.-Regiment (Großherzog) Nr. 116; den Königl. Kronen-Orden 2. Klasse: der Generalmajor z. D. v. Grün dl er, zuletzt Commandant von (Solberg; den Königl. Kronen-Orden 3. Klasse: der Oberstlieutenant a. D. Hauß, zuletzt im jetzigen 2. Großh. Jns.-Regt. (Großherzog) Nr. 116; den Königl. Kronen- Orden 4. Klasse: der Premier-Lieutenant v. Wachter II. vom Regiment. Berlin, 26. Januar. In Gegenwart sämmtlicher, zur Zeit in Berlin anwesenden Mitglieder des Kaiserhauses und der fürstlichen Taufgäste von auswärts fand heute Nachmittag im entsprechend hergerichteten Speisesaal des Berliner Residenzschlosses die feierliche Taufe des jüngsten kaiserlichenPrinzen statt. Die heilige Handlung wurde durch Consistorialrath Dr. Dryander vollzogen. Nach Schluß derselben brachten sämmtliche Fürstlichkeiten der Kaiserin ihre Glückwünsche dar, woraus die hohe Frau im Audienzzimmer eine Defilircour der übrigen Taufzeugen entgegennahm. Alsdann folgte im Weißen Saale eine größere Galatasel. Bei derselben saßen rechts vom Kaiser die Kaiserin Friedrich in Heller Atlasrobe, der Herzog von Genua, die Prinzessin Wera und Prinz Heinrich; linkö vom Kaiser die Großherzogin Marie, der Erzherzog Eugen von Oesterreich und die Herzogin Caroline Mathilde. Der Herzog von Genua und Erzherzog Eugen trugen beide das gelbe Band des heute erst verliehenen Schwarzen Adlerordens. Der Kaiser brachte das Hoch aus den Prinzeu Joachim von Preußen aus. Berlin, 25. Januar. Die socialdemokratische Reichstags- fraction hat den Antrag im Reichstage eingebracht, die Apotheken in die Verwaltung deS Reichs übergehen zu lassen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Worms, 26. Januar. Das Personenboot der H e s s i sch e n L u d w i g s b a h n hat heute Nachmittag den Verkehr wieder ausgenommen. Koblenz, 26. Januar. Das Rheineis hat sich beim Kammereck wieder gestellt. In St. Goar ist die Aufregung groß. Der Corpsgeneral v. Los ist dorthin gereist. Die Truppen sind hier consignirt, um sofort zur Hilft bereit zu sein. Der Rhein steigt rapid. Das Moseleis geht hier stark vorbei. Köln, 26. Januar. Die „Köln. Volksztg." veröffentlicht einen Bries deS Missionärs Schynse, datirt vom Südufer des Victoriasees,4.October 1890. Schynse zog der Expedition Emins zum Victoriasee voraus. — Der Brief erwähnt, daß die Wangoni ganz Uniamwesi verwüstet hätten. Der Marsch unter deutscher Flagge sei ohne Schwierigkeiten erfolgt und die Häuptlinge hätten sich sehr zuvorkommend gezeigt, selbst da, wo früher der Marsch unter schweren Opsern erkauft werden mußte. Speyer, 26. Januar. Der Oberrhein ist vollständig eisftei, das Wasser fällt langsam. Heute Nachmittag ist die Eisenbahn-Schiffbrücke eingefahren. Karlsruhe, 26. Januar. Die Schiffsbrücke bei Maxau ist wieder aufgeführt und der Eisenbahnbetrieb darüber ausgenommen. Braunschweig, 26. Januar. Die Generalcommission der hiesigen Socialiste» beschloß, in diesem Jahre von einer Feier des 1. Mai abzusehen, dagegen den ersten Sonntag im Mai zu feiern. Helgoland, 26. Januar. Der Hamburger Dampfer „Betty Sauber", Kapitän Schulz, mit Steinkohlen von Grimsby nach Hamburg, strandete im Nebel auf den Nathur- klippen. Die Mannschaft mußte wegen Explosionsgefahr das Schiff verlassen und wurde von einem Helgoländer Rettungsboot geborgen und gelandet. Der Seegang ist hoch, das Schiff Wrack. Wien, 26. Januar. Die bisher angeordneten Abgeordnetenwahlen finden in der ersten Hälfte des März statt, nur in Dalmatien sind sie bis zum 21. März hinaus- geschobeu. Die Wahlen in den Städten Niederösterreichs sind wie in Wien aus den 5. Mürz festgesetzt. Paris, 26. Januar. Der Zollausschuß beschloß, für reinseidene Gewebe 600 bezw. 400 Frs. Zoll zu befürworten. Die Regierung hatte Zollfreiheit beantragt. — Der Senator Baron Leguy ist gestorben. — Das Zuchtpolizei-Gericht verurtheilte vier der bei der anarchistischen Kundgebung am 2. d. M. Verhafteten wegen Landstreicherei und Waffentragen zu vier Tagen bis zu zwei Monaten Hast. London, 26. Januar. Die Delegirten der Eisenbahn- Angestellten der Great Western Eisenbahn hielten in Gloucester eine Versammlung ab und erklärten nach einer Berathung mit ihren Auftraggebern die Antwort der Directoren auf ihre Forderung wegen einer zehnstündigen Arbeitszeit an sechs Wochentagen für ungenügend. — Eine über Mexiko eingegangene Depesche aus Chile meldet, Präsident Balmaceda werde eine Zusammenkunft mit den Deputaten haben und sei bereit, einen Theil der Forderungen zuzugestehen. Wie verlaute, werde der englische Ministerrefident zwischen dem Präsidenten und dem Congreß zu vermitteln versuchen. Greenock (Schottland), 26. Januar. Zahlreiche st r i k e n d e Eifenbahnarbeiter versammelten sich gestern in Folge der Wahrnehmung, daß ihre Stellen anderweitig besetzt waren. Sie zogen gegen Mitternacht zum Centralstrikebureau und griffen die herbeigeeilte Polizei an. Nachdem die Polizei bedeutende Verstärkung erhalten hatte, gelang es ihr erst gegen 2 Uhr, die Menge zu zerstreuen. Mehrere Polizeiagenten wurden durch Steinwürfe verwundet. Glasgow, 26. Januar. Die Lage des Strikes der Bahnbediensteten ist unverändert. Indessen haben in Folge der Erleichterung des Verkehrs der Züge die meisten Bergwerke und Fabriken, die seit dem Beginn des Strikes feierten, heute die Arbeit wieder ausgenommen. Antwerpen, 26. Januar. Als heute Nachmittag eine Rieseneisscholle am Hafendamm anlegte, wagten Hunderte von Personen sich daraus. Plätzlich brach die Scholle und viele Personen sanken in die Fluth. Brüssel, 26. Januar. Der Kriegsminister beurlaubte in einem Circular zwei infolge der letzten Ereignisse einberufene Milizklassen aus einen Monat, indessen müßten sie sich stets bereit halten, aus Befehl wieder unter die Waffen zu treten. Brüssel, 25. Januar. Zwischen dem Congo-Staate und den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika, welch letztere bisher die Erklärung der Mächte bezüglich der Eingangszölle'sür den Congo-Staat noch nicht unterzeichnet hatten, ist nunmehr ein Special-Ueberein- kommen getroffen worden, durch welches die Bereinigten Feuilleton. Haler Alexei, der Pope. Eine russische Geschichte von Friedrich Meister. (1. Fortsetzung.) „Ich woltte Dich bitten, Väterchen, mich wieder die Orgel in der Kirche spielen zu lassen," begann Iwan. „Das ist unmöglich," entgegnete der Priester kühl und abweichend. „Ich habe Dich entlassen müssen, weil Du wiederholt betrunken in die Kirche gekommen bist." „Ich will mich nie mehr betrinken," fiel Iwan ihm ins Wort, „wenigstens nicht zur Kirchenzeit." „Das hättest Du Dir früher vornehmen sollen," sagte der Priester. „Jetzt ists zu spät. August Hermann wird an Deiner Stelle die Orgel spielen." „Was? Der Hermann?" wiederholte Iwan zornig, den Genannten mit haßerfüllten Blicken messend, die ihm von demselben mit Zinsen zurückgegeben wurden. Der Pope nickte. „Ja, ja, ich sehe, wie die Sache liegt!" rief der junge Nüsse in Wuth. „Der Deutsche ist Dir von jeher lieber gewesen als ich, deßwegen hast Du ihn auch nur genommen und nicht wegen der paar salschen Töne, die ich gespielt! Was machst Du für ein Wesen davon, daß ich ein wenig betrunken gewesen bin? Wer betrinkt sich denn nicht? Ist j)enn etwa der große Czar selbst stets nüchtern? Wozu hat denn der Herrgott den Wutki geschaffen? Nein, Du hast an dem Deutschen einen Narren gesresftn, weil er Dir mehr zum Munde redet und Dir mehr Gefälligkeiten erweist als ich. Meine Braut, die Marfa Michailowna, hat er mir auch genommen, während ich damals nach Moskau verreist war — als ich noch hier war, da getraute er sichs nicht — und nun hat er auch die Zeit abgelauert, wo ich betrunken gewesen bin, um mich um mein Orgelspiel zu bringen." „Wart, Du verwünschter Lügner!" rief der Deutsche, um de» Tisch herum und auf Iwan zuspringend. Der Pope aber erhob sich schnell und stellte sich ihm abwehrend entgegen, während Iwan einige Schritte zurückfuhr. Vater Alexeis Einmischung reizte Hermanns Zorn noch mehr; er umfaßte den Priester, um ihn auf die Seite zu schieben, waS ihm aber bei dem Widerstand desselben nicht sogleich gelang. In diesem Augenblick öffnete sich die Thür des Neben- gemachs und Marsa Hermann erschien in derselben. Sie stand tief erschrocken, als sie den Zwist und das Ringen der Männer wahrnahm. Bei ihrem plötzlichen Erscheinen ließen Hermann und der Priester von einander ab und schauten verwirrt und verlegen drein. „Wie, August," sagte die junge Frau vorwurfsvoll, „Du streitest Dich mit dem Vater Alexei? Schäme Dich! Was habt ihr miteinander? Was ist vorgefallen?" August sah sich nach Iwan um, der aber war nirgends zu sehen. „DaS hätte ich nimmermehr von Dir erwartet, August," fuhr Marsa fort, „vergib ihm, Vater Alexei, er kanns nicht so böse gemeint haben." Ein hinter ihr beginnendes Kindergeschrei bewog sie, sich schleunigst zurückzuwenden; sie warf noch einen bittenden und beschwichtigenden Blick auf den Priester und dann schloß sie wieder hinter sich die Thür. Dicht neben derselben, in der Ecke am Ofen, stand Jwav; derselbe hatte sich, als Marsa öffnete, hier versteckt. „Ich freue mich, zu sehen, daß Du doch noch etwas Schamgefühl in Dir hast, Iwan Iwanowitsch," sagte der Priester ernst. „Jetzt aber geh und verlaß das HauS. Geh! Hörst Du nicht?" Der junge Russe that finster und stumm, wie ihm geheißen. Als er hinaus war, setzte Vater Alexei sich wieder an den Tisch, um sein Glas Wutki auszutrinken. „Beruhige Dich, August Hermann," sagte er nach längerem Schweigen. „Beruhige Dich. Der Mensch war wieder betrunken. Ich will nun auch gehen, es ist schon spät." „Ja, Väterchen, es ist spät," bemerkte August mechanisch. Dann hals er dem Priester in den langen, schweren Rock hinein und geleitete ihn zur Thür hinaus. „Ich sehe hier nur meine Spur von vorhin," sagte der Priester, auf den Schnee deutend. „Der Iwan muß rechts heruntergelaufen sein, obgleich sein Haus doch entgegengesetzt liegt. Nun, er wird wieder in die Schenke getrabt sein. Gute Nacht, August Hermann!" „Gute Nacht, Väterchen!" Der junge Deutsche trat langsam ins Haus zurück. Einer der Stühle war umgesallen, vorhin, als er aus den Russen zugesprungen; er bückte sich, hob ihn aus und schob ihn unwirsch aus die Seite, gegen den Ösen. Plötzlich fuhr ihm ein eisiger Windhauch in den Nacken. Er wendete sich schnell herum. Ein Fenster stand weit offen, der Schnee wehte herein und am Tische stand ein Mann — Iwan Iwanowitsch. August Hermann verharrte starr vor jäher Wuth aus dem Flecke, die Fäuste geballt und die Augen sunkelnd aus den eingedrungenen Feind gerichtet. „Ich will Dir zeigen, Du deutscher Hund, was eS heißt, uns Russen die Weiber und das Brot zu nehme»," sagte Iwan mit zusammengebissene» Zähnen «ach einer unheimlichen Pause. Damit griff er nach dem Revolver, den Staaten die Erhebung von Eingangszöllen im Congo-Staate zugestehen und ihnen das Recht der meistbegünstigten Nationen eingeräumt wird. Rom, 26. Januar. Gerüchtweise verlautet, daß am Meeresuser zwischen Genua und Spezia eine vulcanische Eruption erfolgt sei. Messina, 26. Januar. Eine große Schneelawine verschüttete 11 Bauernhäuser in Floresta, es gab 7 Todte und viele Verwundete. Madrid, 26. Januar. Das Befinden der Königin- Regentin ist erheblich besser. Malaga, 26. Januar. Die Hafenarbeiter haben die Arbeit eingestellt. Sofia, 26. Januar. Die belgische Regierung theilte der bulgarischen Regierung durch den bisher mit der Vertretung Belgiens betrauten Agenten Italiens mit, daß wieder ein belgischer diplomatischer Agent in Sofia ernannt worden sei. Buenos Ayres, 25. Januar. Aus Chile eingetroffene Nachrichten wollen wissen, die Jnsurr ection habe erheblich an Ausdehnung zugenommen und der Regierung bisher ergebene Truppen seien zu den Insurgenten übergegangen. Andererseits bringen die Regierungsorgane Meldungen, wonach die Insurgenten in einem nicht unerheblichen Gefechte bei Pisagua geschlagen worden seien. Loyales itnS* provinzielles. Gießen, 27. Januar. — Zu Ehren des Allerhöchsten Geburtstags Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm veranstalteten heute Morgen die städtischen Schulen hier eine geziemende Schulfeier. Dieselbe begann präcis 1/a9 Uhr in allen Klaffen mit Gesang rind kurzer Ansprache, in welcher auf die Bedeutung des Trages hingewiesen und die Jugend ausgefordert wurde, ihr ganzes Leben hindurch treu und fest zu Kaiser und Reich zu stehen. Darauf fand wie üblich die Vertheilung der Taigscher "statt, von der wir glauben, daß sie wohl neben dem schulfreien Tage zur Erhöhung der festlichen Stimmung nicht am wenigsten beigetragen haben wird. — Die Feier von Kaisers Geburtstag sand heute in der üblichen Weise statt. Der militärische Theil derselben war von heiterem Wetter begünstigt, in Folge deffeu eine große Zuschauermenge der aus Oswalds Garten abgehaltenen Parade des 116. Regiments beiwohnte. — Die Studenten-Verbindungen Wingolf in Gießen und Marburg begehen die Feier von Kaisers Geburtstag morgen Mittwoch Abend in Steins Garten. — Concert des Akademischen Gesangvereins. Das letzte Concert des Akademischen Gesangvereins brachte „ D e r Rose Pilgerfahrt" von Schumann und „Schön Ellen" von Max Bruch. Das Schumann'sche Chorwerk gehört in die Klasse der weltlichen Oratorien. Mit der ihm zu Grunde liegenden Handlung sind die Leser des „Gießener Anzeigers" bereits vor dem Concert von anderer Seite bekannt gemacht worden. Sie ist einfach und schlicht, ohne alle Verschlingungen und jede schroffere Peripetie durchgeführt und machte derart schon durch ihre Natur die Anwendung gewaltigerer musikalischer Darstellnngsmittel unmöglich; in richtiger Würdigung dieses Umstandes hatte Schumann sein Werk ursprünglich mit Clavierbegleitung versehen und diese erst später — fraglich, ob zum Vortheile der Composition — für Orchester umgeschrieben. Gegen die Tonschöpsung im Ganzen har sich seiner Zeit Richard Wagner in der ihm eigenen wegwerfenden Manier ausgesprochen, indem er die Dichtung als unnatürlich hinstellte und von hier aus Einwendungen auch gegen den Kunstcharacter der Composition erhob. Es mag sein, daß man in bescheidenem Umfange seinem Urtheile beipflichten darf,- jedenfalls muß zugleich betont werden, daß Schumanns Werk an Perlen musikalischer Kleinkunst so überreich ist, daß jenen Bedenken nur eine nebensächliche Bedeu- der Priester aus dem Tisch vergessen hatte. Hermann erhob die Hände und that einen Schritt vorwärts. In demselben Augenblick aber krachte auch der Schuß und weißer Pulver- Lamps erfüllte das Gemach. Noch ehe derselbe sich verzog, war die Lampe ausgelöscht und der Eindringling verschwunden. Im Hinteren Zimmer saß Marsa und zerbrach sich in banger Unruhe der Kopf darüber, was August wohl bewogen haben konnte, mit dem Priester Streit anzufangen. Da hörte sie den Schuß und gleich darauf einen schweren Fall. Dann war alles still. „August!" ries sie mit unterdrückter Stimme- sie saß rind lauschte — keine Antwort. Sie stand auf, legte daS Kind auf das Bett und öffnete die Thür. Alles war finster. „August!" rief sie in Angst. „August, so sprich doch zu mir!" Nichts rührte sich. Sie holte ihre Lampe. Aus den Dielen des vorderen Zimmers, halb im Schatten Les großen Tisches, lag ein Mann. Zitternd kniete Marsa nieder- sie setzte die Lampe auf den Fußboden und schaute, sich vornüber neigend, in das Antlitz — ihres Gatten. //August! Mein August!" schrie sie aus, indem sie sich Äber den regungslosen Körper warf. Noch waren Gesicht und Hände des Daliegenden warm, aber das Herz schlug nicht mehr und keine Antwort kam auf das Wehgeschrei des jammernden Weibes. Die Augen des Tobten standen weit offen und seine Stirn war in finsterem Zorne gerunzelt. Gegen wen? Marsa erhob sich und leuchtete über den Tisch. Ein leeres Glas und eine leere Papierhülle befanden sich auf Lemselben, außerdem ein kleiner Ladeftock, eine Flasche mit Pulver und einige kleine Kugeln. Wieder kniete sie neben dem leblosen Körper nieder. „O, August!" rief sie klagend. „Warum hat der Priester Dich getödtet?"..... (Fortsetzung folgt.) tung zugemeffen werden kann. Im ersten Theil sind namentlich der liebliche Frühlingschor, ferner die Scene, in der sich mit dem düsteren Gesang der Leidtragenden die innigen Klagen der Rose vermischen, und endlich der Schlußchor, in dem die Elfen ihre Schwester noch einmal vor dem irdischen Geschick warnen und zu sich zurückrufen, von hinreißender Wirkung. Darüber hinaus geht noch die Anziehungskraft der zweiten Abtheilung, die gleichsam einen duftigen Strauß von Liedern und Romanzen darstellt. Den Glanzpunkt bildet der wundervolle Männerchor „Bist du im Wald gewandelt", in dem die ganze Poesie des Waldes zu einem so hinreißenden Ausdruck gelangt, wie in der ganzen musikalischen Literatur kaum zum zweiten Mal. Ebenbürtig stellen sich ihm die übrigen Nummern zur Seite. Musikalisch von nicht so hervorragender Bedeutung ist die Bruch'sche Chorballade „Schön Ellen", deren frische und kraftvolle Musik gleichwohl zum Besten gehört, was Bruch geschrieben hat und namentlich durch die packende Verwendung des Campbellmarschmotivs und die fast dramatische Steigerung des musikalischen Ausdrucks, die in dem wuchtigen Schlußchor der Sieger ihren Gipfel erreicht, immer einen mächtigen Eindruck hervorbringen wird. — Die Ausführung der beiden Chorwerke, von denen namentlich die erstgenannte in ihren Chor- und Solopartieen selbst für geübtere Sänger erhebliche Schwierigkeiten bietet, fand allseitig die wärmste Anerkennung und darf als trefflich bezeichnet werden. Sie bildet einen neuen Beweis für die Hingabe, mit der sich der Akademische Gesangverein seiner Ausgabe unterzieht und vor Allem für den unermüdlichen Eifer und das große Geschick, mit denen es sein Dirigent, Herr Universitätsmusikdirector Adolf Felchner, versteht, den ihm unterstellten Verein zur Lösung solcher Aufgaben zu befähigen. Den großen Erfolg des Abends darf er als eine reichlichst verdiente Würdigung seines mühseligen Studiums der Solo- und Chorpartieen mit lauter nicht berufsmäßigen Sängern ansehen. Vereinzelte Versehen, wie Schwankungen und verwischte Einsätze, kommen immer vor und haben auch am Sonntag nicht ganz fehlen können. Als besonders gelungen heben wir aus den Chören den Grabgesang im ersten Theil, den tief empfundenen Waldchor und den stimmungsvoll wiedergegebenen Gesang der Engel am Schlüsse des Werkes hervor - ebenso fanden der derb realistische Tanzchor im zweiten Theil und der zündende Schlußchor von „Schön Ellen" einen besonders frischen und krästigen Ausdruck. Mit der Partie der Rose war Frau Schubart- Tiedemann betraut, die das freundliche Andenken, das man ihrem früheren künstlerischen Wirken hier noch bewahrt hatte, um so völliger aufs Neue zu rechtfertigen wußte, als die Rose ihrer Individualität ganz besonders angemessen ist. Vermöge ihres weichen und wohllautenden Organs, ihrer innigen Auffassung und Vortragsweise war sie in der Lage, ein überaus anmuthiges und gewinnendes Bild des unter die Menschen gegangenen Elfenkindes und seiner irdischen Erlebnisse hervorzurufen - hervorragend schön war namentlich die Wiedergabe des ergreifenden Abschiedsliedes der Rose. Nicht ganz so gut lag für Frau Schubart-Tiedemann die mehr heroische Partie der „Schön Ellen", der sie dessen ungeachtet zum wirkungsvollsten Ausdrucke verhalf. Die umfängliche Tenorpartie, die trotz ihrem durchaus diegetischen Character und obwohl sie nur an zwei Stellen zur Darstellung lyrischer Elemente verwandt ist, zu den dankbarsten derartigen Tenorpartien zählt, wurde von Herrn Schirmer sehr glücklich ausgesührt. Der Herr vereinigt mit den technischen Vorzügen einer selten schönen, durch und durch gleichmäßigen Tenorstimme vom echtesten Tenorklange und einer guten Textaussprache das Talent, die Gedanken des Tondichters in warmer und zu Herzen gehender Weise zu verstehen und mitzutheilen. Ausnehmend gelang ihm insonderheit das Liebes-Duett mit der Rose. Die ebenfalls ausgedehnte und wichtige Altpartie sang Fräulein Emma Weifsenbach, die mit ihrer schönen weichen und modulationsfähigen Stimme, ihrer großen musikalischen Sicherheit und glockenreinen Intonation ebenso sehr wie durch ihre Gabe, treffend und poetisch auszufassen, in den Stand gesetzt war, ihrer Aufgabe vollkommen gerecht zu werden. Die schwierigen Duette mit ihrer Schwester Frl. Luise Weiffenb ach, die schon jetzt nicht viel hinter ihr zurücksteht, gehörten zu den lieblichsten Darbietungen des Abends. An Herrn Friedrich Weifsenbach, der die Baßsolos in beiden Werken erfolgreich durchsührte, überraschte vornehmlich seine absolute musikalische Sicherheit in jedem Betracht. Die übrigen weniger hervortretenden Solisten, Frl. Noll, Herr Spohr, trugen das Ihre zum Gelingen des Ganzen redlich bei. Die Begleitung zu den Gesängen, die in beiden Compositionen ungewöhnliche technische Schwierigkeiten enthält, wurde von Frl. Sophie Gross, wie zu erwarten, mit Gewandtheit und Geschmack am Clavier bewerkstelligt. Vielleicht hätte sie hie und da im Jntereffe des Gesammteindruckes gutgethan, den Tempo-Angaben und übrigen Winken des Dirigenten unbedingter Folge zu leisten. Daß sie die Orchesterbegleitung zu „Schön Ellen" nicht ganz zu ersetzen vermochte, war nicht ihre Schuld. — Theater. Die Besprechung der Sonntagsaufführung muß bis morgen zurückgestellt werden. — Der Gießener Theaterverein hat sich bisher begnügt, seiner Genugthuung über den künstlerischen Erfolg der ersten Aufführung Ausdruck zu geben und da mag sich gewiß Manchem die Frage ausgedrängt haben, ob denn auch daS pecuniäre dem künstlerischen die Waage hält. Diese Frage kann unbedingt mit einem „Ja" beantwortet werden und wenn nicht alle Voraussetzungen trügen, dürsten die Einnahmen sich schon bei der nächsten Aufführung am 5. März noch erhöhen. Trotzdem haben die Leiter des Vereins es nicht sür angezeigt gehalten, die Hände in den Schooß zu legen, sondern sofort an Erweiterung der Einnahme gedacht. Als solche ist in erster Linie eine Gewinnung von neuen Abonnenten beschloffen worden und zur Ausführung gebracht. So erfreulich es immer auch sein mag, wenn eine Tageskasse beträchtliche Summen ergiebt, ein Verein, der sich in seinen Statuten kostspielige Unternehmungen vorschreibt, muß unbedingt auf eine festere Stütze, als die schwankenden Einnahmen einer Einzelvorstellung sehen, eine Sicherheit kann nur ein kräftiger Stamm von Abonnenten bieten. — Der Aboune- mentspreis beträgt für 1. Parquet Mk. 12.50, für 2. Par- quet Mk. 8.50 - auch Nichtmitgliedern werden Abonnements gern zur Verfügung gestellt, den Mitgliedern auch jetzt noch die ihnen statutenmäßig zugesicherten Vortheile gewährt. Der schon vor längerer Zeit als zweiter Theaterabend bestimmte 5. Februar konnte festgehalten werden, er bringt uns drei liebenswürdige Kinder dreier deutscher Dichter von gutem Klang, zumal brauchen wir wohl kaum die beiden ersten hier förmlich vorzustellen. Die Kinder heißen: „Eine Mutter vor Gericht", „Durch's Ohr", „Simsou u. Delila", die Väter.' Ed. Mauthner, Wilhelm Jordan, E. Claar. Ueber die Ausführenden berichten wir später. Hoffen wir dem Theaterverein, daß ihm ein gleich glücklicher Stern auch über dem zweiten Theaterabend schweben möge, dann wird auch die stattliche Zahl seiner Mitglieder wieder wachsen. Jeder Freund der Muse Thalia ist willkommen und alle diese können mit Vertrauen diesen Schritt wagen, denn der Theaterverein will feine Mitglieder nicht ködern, sondern gewinnen. — Wir machen nochmals an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß morgen, Donnerstag den 29. d. M., Vormittags 11 Uhr die Hauptprobe und Abends 1/28 Uhr die Generalprobe der vom akademischen Concertverein zu Marburg zur Aufführung gelangenden Missa solemnis von Beethoven stattfindet. — Aus Crefeld wird uns berichtet, daß in der gestrigen Stadtverordnetenwahl der I. Abtheilung an Stelle des verstorbenen Herrn Geh. Commerzienrathes von Heimen- dahl der nationalliberale Bewerber Herr Chefredacteur Dr. Friedr. Noack zum Statverordneten gewählt worden ist. Herr Dr. Noack, der 1858 zu Gießen geboren ist, war in den Jahren 1880 und 1881 am hiesigen Gvmnasium als Lehrer thätig. -na- Bad Rauheim, 25. Januar. In dem Hofe des Herrn Hotelbesitzers Sprengel dahier ist heute ein hier noch nie gesehenes Wild ausgehängt. Es ist nämlich ein Elenthier aus Rußland aus der Gegend von Riga, welches Herr Sprengel von einem Bekannten von dorten zum Geschenk erhalten hat. Das Thier hat die Größe eines starken. Rindes, wiegt 4^2 Centner, hat einen sehr starken Hals, scheint ziemlich gut gemästet zu sein. Der Körper ist sehr dicht mit graubraunen Borsten bedeckt. Der Kops sieht einem Pferdekopfe ähnlich. Die Beine sind nett und schlank, die Afterhufe an denselben ziemlich lang, welche beim Laufen ein Klappern verursachen sollen. Das Fleisch von dem Elen soll sehr schmackhaft und gut sein. In einigen Tagen soll dasselbe ausgehauen werden und es ist den Bewohnern unserer Stadt Gelegenheit geboten, Elenbraten zu kosten. § Grebenhain, 24. Januar. Der hiesige Local-Bauern- Verein (Vorstand Beigeordneter Müller hier) hat in seiner letzten Monats-Versammlung beschloffen, eine Prämie von fünf Mark Demjenigen zu bewilligen, welcher Personen, die Obstbäume vorsätzlich beschädigen, so ermittelt, daß sie zur Anzeige gebracht werden können. X Aus dem Vogelsberg, 23. Januar. Gar häufig hört man Klagen von Seiten der Händler, daß sie so mit Bor- räthen an Maaren überfüllt feien, daß an einen Absatz beinahe- nicht mehr zu denken sei. Das Anhäufen von Waaren ist wohl mit darauf zurückzuführen, daß fast alle One von Reisenden förmlich überlaufen werden. So sollen kürzlich in Grebenhain (einem Orte von ca. 500 Seelen) in einer Nacht 13 Geschäftsreisende logirt haben. Vermiete». *△ Mainz, 26. Januar. Der seit verflossenen Samstag mit Spannung und großer Besorgniß von Stunde zu Stunde erwartete Moment des Aufgehens des Rheines ist heute Mittag eingetreten. Kurz nach 1 Uhr wich die längs der Stadt lagernde, theilweise schon morsch und binn gewordene Eisdecke dem Druck der von oberhalb kommende« Eismaffen und brach sich, eine Steigung des Waffers von 80 Zentimeter hervorrufend, in dem linksseitigen Stromarm zwischen der Ingelheimer- und Petersaue Bahn. In den ersten Morgenstunden hat sich das Eis von dem Untermaingebiet in den Rhein geschoben und sich unterhalb der Eisenbahnbrücke bis vor den Mainzer Winterhafen gedrückt. Das oberhalb der Eisenbahnbrücke losgebrochene Rheineis drückte hierdurch zunächst gegen das Maineis und brachte dasselbe gleichzeitig mit dem Rheineis in Bewegung, so daß beite Flüsse zur selben Zeit Leben bekamen. Trotz der großen Gewalt, die die Eismaffen hatten, ging der Eisgang ganz normal von Statten und rief nur die oben angedeutete Steigung des Wassers hervor. Kurz nach 2 Uhr brachte der Main kein Eis mehr, was die Strömung in dem Rhein wesentlich verminderte. Eine halbe Stunde später bekam das Eis unterhalb nach und nach Stopfung und schob sich nur noch unter- und übereinander, bis es sich endlich gegen 3 Uhr wieder vollständig festgesetzt hatte und zwar zu einer Decke, die fester als die erste war. Die Eismaffen, die aus dem Main kamen, brachten große Quantitäten Flößholz mit. Auch ein kleiner Hund befand sich auf dem Eis, der winzelnd von einer Platte zur anderen sprang. Tausende von Personen sahen von dem User und den Brücken aus dem intereffanten Schauspiel zu. Kaum hatte sich das Eis wieder festgesetzt, so überschritten einige Waghälse auch wieder die Decke. Wetzlar, 25. Januar. Ein eigenartiges, in unserer Stadt, noch nicht gesehenes Schauspiel fesselte heute Vormittag eine große Volksmenge an die städtische Lahnbrücke. Gegen 10 Uhr war ein'Commando vom 11. Pionierbataillon — ein Offizier und etwa 20 Soldaten — hierselbst eingetroffen, um Sprengungen des Lahneises vorzunehmen. Die Leute machten fich sofort nach ihrer Ankunft an die Arbeit. Bald waren an einer Anzahl von Stellen mittelst schwerer Spitzhacken Löcher ins Ei- gehauen und die mit Schießpulver geladenen, «ehr 822] Zum 15. März oder 1. April wird ein reinliches und gesundes MLdche« gesucht Wo? sagt die Exped. d. Bl. 726] Für ein Tuchgeschäft wird ein Lehrling aus achtbarer Familie gesucht. Anerbietungen schriftlich unter A. Z. 5 an die Exped. d Bl.__________________ 824J Ein jüngeres Mädchen tagsüber zu Kindern gesucht. ________Bahnhofstraße 40, 2 Treppen- 8181 Larrffielle sofort gesucht. Näheres_____________Neuenweg 46. Tausende, die an Blasen- tauch Bettn.), Niere«-, Kranen- und GeschlechtSkrankh. selbst in den schlimmste« Fällen gelitten, wurden geheilt. Prosp. gratis. Brieflich zu wenden an [457 K. E. Bauer, Frankf. a/M., Leerb. 80. \Technfcum Mittweida \e\ — Sachsen. — \ \ a) lasehlBei - legeeleur - Scheie L W Werk bi Bluter-Schale. \ v, — VoninterrteM ffL — Zöpfe fertigt. Perrücken.Loupes, Scheitel nach Maß. Theater- verrücken u. Bürte leihweise bei Georg Petri Wwe. Rachs., Seltersweg 43. [492 ’ 1. tut hin u* & ist nämlich ein El-,t- ®e9en& °°n Riga, milch» intcn ü°n dorten zum Ve- )QI ,^e ^röße eines starken ! nnen sehr starken Hals, st>n. Der Körper ist sehr -deckt. Der Kops sch einem e sind nett und schlank, die ang, welche beim Lausen ein Ueisch von dem Elen soll Zn einigen Tagen soll das- ijt den Bewohnern unserer raten zu kosten. Der hiesige Local-BMn^. Mtx tyft \\\ seiner schlosien, eine Prämie von. ewilligen, welcher Personen, gen, so ermittelt, daß sie zur J. Januar. Gar häusig hört ändler, daß sie so mit vor- , daß an einen Absatz beinahe s Anhausen von Maaren ist i, daß säst alle One von erden. So sollen kürzlich in , 500 Seelen) in einer Äachl *tw. D« fett oerftoflenen &>«»- r gtfotgnife »»« Stund- j« jufnebettä d-sR|et«t* S 1 Uhr mch dm wilsr jd)on «Otfi und dlno ” m Mhalbk°«°' Stmnng d-s W°«-r»»°« k M nterMi der ^Wmuchst" s* -*,.rK 'N der gr°b-n beka^n- 6igQQng ganz Uten/ m .Deutete Ster- nur He* ft bNte itr Jurj n--» d-v W® "9tnart'ft( ®ort,lt fort» •?» B-»r - «5* t» :t NlV>7 Der 5' Ult 1W bon *■»«?, ,5“Wtt. ',®' ®««r. «9*. y™ »«> S-Hritt 5 7 Ei " * LxKr WZ- ■mhJ)clr ®6ttoocttut ' u ffi .9el* if •,‘i? geboren if M Ngtn ODmnaftum oder minder großen Blechbüchsen ins Wasser gesenkt. In rascher Aufeinanderfolge krachte nun Schuß aus Schuß, bald kleinere, bald größere Löcher und Sprünge in der starken Eisdecke verursachend. Als eine besonders starke Ladung entzündet wurde, flog ein Regen schwerer Eisschollen weit über haushoch in die Luft. Diese Explosion gewährte einen prächtigen Anblick. Gegen Mittag waren die Sprengarbeiten soweit gediehen, daß die Brücke größtenteils frei war und die nach und nach abschwemmenden, theils mächtig breiten und dicken Eisschollen ungehemmt durchpassiren konnten. Wie es heißt, sollen die Sprengungen morgen früh bei der oberen Eisenbahnbrücke fortgesetzt werden. E. Wetzlar, 26. Januar. Hier hat sich ein aus Beamten, Arbeitgebern und Arbeitern bestehender Verein gegen das Umsichgreifen der Socialdemokratie gebildet. Der Verein nennt sich „Deutscher Volksverein Wetzlar" und soll bezwecken: Die Pflege der Liebe zum deutschen Vaterlande und der Treue zu Kaiser und Reich, Hebung der allgemeinen Bildung und des religiösen und sittlichen Gefühls, Bekämpfung der auf Umsturz der seitherigen Gesellschaftsordnung gerichteten und den Klassenhaß nährenden Bestrebungen der Socialdemokratie, Unterstützung der Mitglieder in ihren wirthschast- lichen Verhältnisien, Pflege einer guten Geselligkeit. *ff Kastel, 27. Januar. Licbesdrama — Mordversuch. Ein gefährlicher Verbrecher wurde gestern hier sestgenommen. Es ist ein arbeitsscheuer Schlossergeselle aus Naumburg a. d. Saale, welcher nicht nur den Versuch gemacht, seine Braut zu erschießen, sondern auch in mehreren Fällen Einwohner in Kassel und Wehlheiden mit Ermordung bedroht hat. Er unterhielt in Wehlheiden mit der 18jährigcn Tochter einer Wittwe ein LiebeSverhältniß, cs kam jedoch vor einigen Tagen zum Bruche, weil der arbeitsscheue Mensch sich längere Zeit von seiner zukünftigen Schwiegermutter ernähren ließ und obendrein diese, sowie seine Braut anpumpre. Als er sich vor die Thür gesetzt sah, verschaffte sich der Wülhende einen Revolver und gab am Samstag Abend aus seine vor der Thür stehende Braut zwei Schüsse ab, die jedoch glücklicherweise beide sehl gingen. Ferner hat der ge- waltthätige Mensch mehreren Bürgern Drohbriefe geschickt und in ihnen mit Ermordung gedroht, falls sie nicht bis zu einem festgesetzten Termin eine größere Summe Geldes einsenden würden. Unter Anderm schrieb er an einen Herrn, er würde ihn erschießen, wenn er ihm nicht 6000 Mk. postlagernd schicke, die er nothwendig brauche, um nach Amerika zu reisen. Dieser schickte jedoch den Brief nach der Polizei, welche den Bricfschrciber, bevor Unheil geschah, ermittelte und hinter Schloß und Riegel brachte. taub« nitfr Gieße«, 27. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80-0,85, Hühnereier 1 St. 7—8, 2 St. — Enteneier 1 St.--2 St. — A. Käse pr. St. 5—7 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 18 A, Linsen pr. Liter 28 A. Tauben pr. Paar X 0,40—0 50, Hühner pr. Stück X 0,80-100, Hahnen pr. St X 0,75-1,00, Enten pr-Stück X 1,40—1,80, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 3, Kuh- und Rindfleisch 60—64 H, Schweinefleisch 60—70 A, Hammelfleisch 62—68 A. Kalbfleisch 60-64 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,50-6,00, Weißkraut nr. St. 3-7 A, Zwiebeln per Centner X 6,00—0,00, Milch per Liter 12-18 A- Gänse pr. Pfd. 60- A- Herborn (an der Köln-Gießen er Eisenbahn), 26. Januar. Aui den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 180 Ochsen, Kühe und Rinder, und 152 Schweine. Der nächste Markt ist am 19. Februar l. I. - Eine «nie etlefdfdimiere, bie das Leder vor dun Ein- dringen d^S Wassers schützt, erhält man auf folgende Weise: 15 scheue Leinöl, 2 Theile Pech, 2 Theile Wallrat, 2 Theile Terpentinöl und 3 Tbeile Wachs werden bei gelinder Wärme geschmolzen, die Stiefel mit dieser Schmiere tüchtig eingerieben und in einen warmen Raum zum Trocknen gestellt. Buxkin-Stofl^genu gend zu einem Anzüge reine Wolle nadelfertig zu Mk. 5.85 Pf. für eine Hofe allein bloS Mk. 2.35 Pf. durch das Buxkln-Fabrik-D6p6t Oettinger & Co., Krank- 1 f«rt a. M. — Muster-Auswahl umgehend franco. (208 Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 2. Februar 1891, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Weidmannslust nachverzeichnete- Holz versteigert werden: Brennholz. Scheith Prügelh. Stsckh. ReiSH. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Buchen 21 7 5 200 Siche» 298 245 234 8090 Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Lich an der 7. Schneise. Gießen, den 27. Januar 1891. Großh. 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Wallenfels, Färber Jean Arnold, Wirth Hrch. Bourgeois, Buchbinder Adolf Bieler, Agent Wernhard Brück, Schneider Wilhelm Mosler, Agmt Lorenz Spitz, Lehrer } Edmund Wetter, Buchhalter Hrch. Gröninger, Glaser Martin Dörr, Schlosser Louis Hellmold, Weißbinder Joh. Trapp, pens.Postschaffner Krosdorferstraße Rodheimerftraße 2 Hardt, Schützenftratze Hammstraße, Lahnstraße S. Bezirk: Nordeud. Bezirrs-Borste-err SHtl LooS. Stellvertreter r Wilh. «osler. Kirchenplatz, Auf der Bach Louis Walther, Kaufmann Bezeichnung der Straßen 2c. Brandplatz, Brandgaffe, Braugaffe, Linden-1 platz, Hundsgaffe Ltndengaffe 1—12 1 v 14 „ 14 ", 14-18 Marburgerstraße, Rodberg, Ostanlage 3—lo, Wiesenstraße Wallthorstraße 1—29 , 31—49 „ 51—59 63-81 Prächtige, fürstlich elegante Masken-Costfime in effectrercher, stilvoller Ausführung, z B. historische, mythologische, allegorische Coftüme, Nationaltrachten, billige Phantasie-Costüme (für Herren und für Damen), nicht leihweise. 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