1891 Dienstag den 27. October Nr. 250 >* * *1*6« nsfthemt täglich, Mit UuSnahm« deS MontagS. Wt wrtai km Anzeiger ^ch-ntlich dreimal deigelrgt. Gießener Anzeiger Keneral-Unzeiger. Viertckiävriger *6***fm4»t»x«|e1te.ü Herulprecher 51. Amts- und Anzeigei>!«tt für den Uwb Gieren. Alle Annoncen-Äurcaux M In- und Auslandes ach»« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger^ entgehn. Lnaahme lee Anzeigen zu der Nachmittags für den ttfffabtB Lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Aintlicher Theil. Gießen, am 23. October 1891. Betreffend: Herbst-Controlversammlungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grstzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen lasten. v. Gagern. Bekanntmachung. Bei den diesjährigen Herbst-Controlversammlungen im Kreise Gießen haben zu erscheinen alle zum Hauptmelde- amt Gießen gehörigen: , 1) Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve. 2) Reservisten, sowie die zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden Entlaffenen. 3) Diejenigen der Landwehr I. Aufgebots angehörigen Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungsbefehl zum Erscheinen bei der Herbst-Controlversammlung zugegangen ist. Die Ersatz - Reservisten haben bei der Herbst - Control- Versammlung nicht zu erscheinen. Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zett die Controlpflichtigen anzutreten haben: A. Zu Gießen am 2. November 1891 im Oswald'schen Garten für die Bewohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffen- berg und Herrnwald, Heuchelheim, Kleinlinden, Oppenrod. 1 Appell Vormittags 8 Uhr: Reservisten der Infanterie. 2. Appell Vormittags 9 Uhr 30 Min.: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve, Reservisten der Garde, Jäger, Cavallerie, Artillerie, Pioniere, Eisenbahn- und Luftschiffertruppen, des Trains (einschließlich Krankenträger), Sanitäts- und Veterinärpersonals, Büchsenmachergehülfen, Oeconomie- Handwerker, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. Diejenigen Wehrleute I. Aufgebots, denen ein besonderer Gestellungsbefehl zugegangen ist. 3. Appell Nachmittags 2 Uhr: für die Bewohner von Allen- dorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen. B. Zu Lollar am 3. November 1891, Vormittags 9 Uhr, neben dem neuen Bahnhofsgebäude für die Bewohner von Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Dau- bringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedel- Hausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck. C. Zu Grünberg am 3. November 1891, Nachmittags 12 Uhr 30 Minuten, am Bahnhof für die Bewohner von: Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickels- mühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Keffelbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgen- hammer, Strelles-Mühle und Walk-Mühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen mit Appenbörnerhof, Queckborn, Reinhardsham, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainerhof, Winnerod. D. Zu Hungen am 4. November 1891, Vormittags 9 Uhr 30 Minuten, am Friedhof für die Bewohner von: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen nut Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. E. Zu Sich am 4. November 1891, Nachmittags 3 Uhr, am Bahnhof für die Bewohner von: Albach, Birklar, Dorf-Güll, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, NiederMessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach. Befreiungsgesuche sind bis längstens 8 Tage vorm Appell aus dem Dienstwege durch das Hauptmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei beglaubigt sein — werden aber nur im dringendsten Nothsalle genehmigt. Die Leute treten in bürgerlicher Kleidung an: Stöcke, Schirme, Pfeifen und Cigarren sind vorher abzulegen. Die Militärpapiere (Paß und Führungszeugniß) muffen zur Stelle sein. Sämmtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Controltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Gießen, den 20. October 1891. Caspary, Oberstlieutenant z. D. und Bezirks-Commandeur. Deutsches Reich. Darmstadt, 24. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. die Professoren Behagel und Behrens von der Landesuniversität Gießen, sowie den Gymnasiallehrer Dr. Baur von Büdingen. Berlin, 24. October. Der Colonialrath berieth in seiner heutigen Plenarsitzung die Zollordnung für Deutsch- Ostafrika und nahm eine Resolution über die den Colonialerzeugnissen seitens dem Mutterlande zu gewährenden Zollvergünstigungen an, auch wurden die Anträge der Commission über die den Missionsgesellschaften einzuräumenden Bevorzugungen angenommen. — Der für die Wahl des zweiten Bürgermeisters niedergesetzte Stadtverordneten-Ausschuß hat einstimmig die Wahl des Stadtsyndicus Zelle vorgeschlagew Berlin, 24. October. Die „Kreuzzeitung" erfährt über die Reise disposition en desCzaren und der Cz ar in von zuverlässiger Seite, der Czar und die Czarin würden begleitet von dem König und der Königin von Dänemarck, sowie dem Prinzen von Wales am 29. oder 30. October bei Neufahrwasser landen und sodann in einem russischen Hofzuge über Wirballen nach Moskau reisen. Offizielle Empfangsmaßnahmen würden mit ausgesuchtester Courtoisie getroffen. Berlin, 24. October. Die „Post" meldet aus Posen, daß sämmtliche russische Grenzzoll-Kammern Kartoffel- Transporte anstandslos durchlaffen. Berlin, 24. October. Der „Kreuzzeitung" zufolge gilt die Einberufung der G e n e r a l s y n o d e für den 10. November als feststehend. Berlin, 25. October. Die Einberufung des Reichstages soll nunmehr doch auf den 17. November festgesetzt sein, nachdem es bereits geheißen hatte, er würde erst gegen Ende November zusammentreten. Bis zu genanntem Zeitpunkt wird der Reichsetat sicherlich fertiggestellt sein und dasselbe kann auch von mehreren kleineren Vorlagen gelten, welche zur Zeit der Vorberathung im Bundesrathe unterliegen. Da außerdem aus voriger Session noch die Gesetzentwürfe, betreffend die Novelle zum Krankenkaffengesetz und betreffend das Reichstelegraphen-Gefetz, zu erledigen sind, so findet das Reichsparlament bei seinem Wiederzusammentritt genügenden Berathungsstoff vor. Ferner sollen ihm noch im Fcrrilleton Eine ameriksnische Mufier-Univerfilst. Wie in den sechziger Jahren die medicinische Universität Philadelphia aussah, die schon seit einer Reihe von Jahren die neue Welt mit diplomgekrönten Aerzten beglückte, schildert ein Kenner folgendermaßen: Das Universitätsgebäude bestand aus einem müßig großen Hause von dreißig Fuß c^'ont und drei Stockwerken. Der erste Stock enthielt drer oder vier Zimmerchen, in denen nur altes Gerümpel als Moblirung sich befand- bie armseligen Tische und Stuhle, die dort herumstanden, waren mit einer so liefen Kruste von Staubund Schmutz bedeckt, daß eine tüchtige Hausfrau Wochen dazu gebraucht hätte, um sie zu entsernei,. Nach bintm tu befand sich ein kleines anatomisches Museum, das u einer wunderbaren Sammlung nutzloser Scheußlichkeiten bestand Ein ganz kleines Kind befand sich darunter, in einer Spiritusflasche, das teuflisch verzerrte Gesichtszüge belaß. Unter verschiedenen Gypsfigureu befand sich „Eva^, Venus ' und „Mars"; dazu einige Wachsmodelle und durstige, schlechtvernietete Seelette — die ganze Stube roch nach Unbildung und Gemeinheit und erinnerte stark an die^ammer- licken Museen, mit denen Panoramabesitzer von Lüadt zu Stadt ziehen. Herr Professor Buchanan hatte sem Sprechzimmer in demselben Stock- er war breitschulterig und untersetzt und hatte einen scheuen Blick. Wie em heisch erhelle im Sonntagsstaat trat er auf; mit seiner schmutzigen Wasche, ungekämmten Haar und den wohl lange nicht ge- reinigten Fingernägeln paßte er vortrefflich zu dem Moble- men? Er war aber nicht der einzige Repräsentant der Universität; auf der Liste standen noch viele Namen mit Titeln und Würden. Alle waren, wie der Prospect besagte, hervorragende Aerzte und Lehrer. In Wirklichkeit existirten viele von ihnen gar nicht, die übrigen waren Barbiere, Heilgehilfen und Drogisten, die sich gegenseitig den Doctor- und Professors-Titel beigelegt hatten. Die Lage der Universität, hieß es ferner in der Anpreisung, ist unübertrefflich, das Gebäude kann dreihundert Studenten fassen. — Es war halb zwölf Uhr Vormittags, als ich diese Perle amerikanischer Universitäten besuchte, aber kein Student war zu sehen. Die Gegend war öde, die umliegenden Häuser schienen verfallen zu fein. Ich zweifle gar nicht, daß Herr Professor Buchanan ein Dutzend Studenten, auch etliche Professoren zusammengetrommelt hätte, wäre mein Besuch ihm vorher gemeldet worden. Ich zweifle seit dieser Besichtigung überhaupt nicht mehr an irgend etwas, das von dieser „Universität" verübt werden könnte. Zweisellos e^istiren wirklich einige Studenten, aber sie werden sich nicht die Mühe geben, ein solches Institut zu besuchen; sie verlebten wahrscheinlich ein paar Jahre herrlich und in Freuden in Philadelphia. Und nach Ablauf der Studienzeit kehrten sie mit einem glänzenden Diplom zur Freude ihrer Eltern heim und beginnen dann den gesetzlich autorisirten, oft langsamen, aber sicheren Mord ihrer Nebenmenschen. Zwar wurde diese Universität später, da der Scandal zu groß wurde, aufgehoben; aber mehrere von den „Professoren", den Buchanans und Bowls- bys, gingen nach Kanada mit einem Stoß bedruckter „Diplome und setzten von dort aus das Geschäft fort. Einer ging nach Neufundland und verkaufte Doctortitel weiter, einer nach Jersey oder Guernsey. Und wie viele andere „Colleges“ gibt es, die Aehnliches in Amerika leisteten und noch heute leisten. Auch in der Newyorker medicinischen Universität sind sonderbare Zustände vorherrschend. Die Studienzeit ist aus vier Semester, zwei Jahre, bemessen! In zwei Jahren wird Jeder zum practischen Arzte gestempelt, der nicht gerade abschreckend dumm ist. Ich schrieb einmal einem jungen Manne, der gern Doctor werden wollte, eine lateinische Abhandlung, de sputis, um zu sehen, wie weit die Nachlässigkeit und die Unblldung der Herren Professoren ging. Der Aufsatz war geradezu unsinnig, denn ich wußte nichts „de sputis“, aber ich wählte sehr krauses Latein und erreichte dadurch meinen Zweck. Die Professoren verstanden das nicht und der fragliche junge Mann promovirte auf Grund dieser Abhandlung mit Lob. * Die Thatsache, daß eine Frau von 102 Jahren noch erwerbsfähig sei, wird so leicht Niemand glauben wollen, und doch ist sie ganz sicher verbürgt. Im ostpreußischen Kreise Johannisburg lebt, wie die „Staatsb. Ztg." erzählt, im Orte Kosten eine Frau Marie G., welche am 23. Januar 1789 geboren ist. Dieselbe soll trotz der Altersrente, die sie bezieht, noch anderweitig ihrem Erwerbe nachgehen. Da diese Sache doch zu unglaublich erschien, ist höheren Ortes Anfrage gehalten worden, worauf ein Bericht einlief, nach dem die.Thatsache bestätigt und bekräftigt wird. In diesem Berichte wird als Curiosum erwähnt, daß diese Frau vor fünf Jahren, also im Alter von 97 Jahren, noch aus hohe Bäume geklettert sei, um junge Krähen, die sie sich als Speise zubereitete, aus ihren Nestern zu nehmen. Die Thatsache sei dem betreffenden Berichterstatter von vielen Augenzeugen bestätigt worden. Bis vor etwa vier Jahren soll eine Abnahme der Kräfte überhaupt nicht zu bemerken gewesen sein, und sie wie jede andere Frauensperson Feldarbeit geleistet haben. Des Ferneren wird erwähnt, daß diese Frau bereits von sechszehn Jahren an geboren habe; danach wäre ihre Tochter 1805 geboren, und wenn diese gleichfalls nach sechszehn Jahren, also im Jahre 1821, das Loos der Mutter getheilt hätte, so würde ein Fall vorliegen, daß Mutter, Tochter und Enkelin zu gleicher Zeit Altersrentnerinnen seien. Lause des November die Handelsverträge mit Oesterreich- Ungarn und Italien zugehen, da in den nächsten Tagen der Abschluß der deutsch'österreichisch-italienischen Handelsvertragsunterhandlungen in München mit Bestimmtheit erwartet wird. Waö den neuen Ncichsetat anbelangt, so müssen über seinen Inhalt nähere Mittheilungen abgewartet werden, doch verlauten schon jetzt verschiedene Einzelheiten. So heißt eS, das Kriegsbudget enthalte eine Forderung von 34 Millionen Mk. zu Zwecken der Artillerie - Vermehrung , welche Forderung allerdings kaum überraschend kommt, da schon längst die Rede von der Nothwendigkeit war, die deutsche Artillerie angesichts der Fortschritte Rußlands und Frankreichs auf artilleristischem Gebiete zu vermehren. — Der deutsche Colonialrath hat seine Sitzungen nach viertägiger Dauer am Samstag beendigt. Die ihm gemachten Vorlagen, betreffend die Etatsentwürse für unsere Colonial- und Schutzgebiete, die Zollordnung für Ostasrika, die Zollbegünstigungen für die deutschen Missionsgesellschaften u. s. w., sind im Allgemeinen unverändert zur Annahme gelangt. — Der längst drohende große Strike im Buchdrucker-Gewerbe scheint nunmehr unvermeidlich geworden zu sein. In einer ganzen Anzahl größerer und kleinerer deutschen Städte haben am Freitag und Samstag zahlreiche Kündigungen seitens der Buchdrückergehilfen stattgefunden, da der Verband der Buchdrucker-Prinziale die allgemeinen Forderungen der Gehilfenschaft, neunstündige Arbeitszeit re. abgelehnt hat. Falls inzwischen nicht noch eine Verständigung erfolgt, zu der aber angesichts der in beiden Lagern herrschenden Stimmung wenig Aussicht vorhanden ist, so steht also nach Ablauf der Kündigungsfrist ein allgemeiner Buchdruckerstrike in Deutschland bevor. Doch haben sich die Prinzipale aus denselben vielfach schon vorbereitet, so daß der Ausstand ver- muthljch nicht die einschneidenden Folgen nach sich ziehen wird, welche er unter Umständen sonst haben würde. Bedauerlich bleibt es aber, daß die Strikebewegung das bislang im Allgemeinen vortreffliche Einvernehmen zwischen Prinzipalen und Gehilfen im Vuchdruckergewerbe jetzt so empfindlich stört, wofür offenbar die Leiter der Bewegung verantwortlich zu machen sind. Köln, 24. October. Die heutige hier stattgehabte Haupt- versammluug des rheinisch-westfälischen Roheisen-Verbandes beschloß, an den bisherigen Preisen sestzuhalten. — Der „Köln. Ztg." zufolge ist zum Nachfolger für den verstorbenen Gesandten Arco in Washington der jetzige deutsche Gesandte in Japan, von Holleben, in Aussicht genommen. München, 24. Oktober. 700 hiesige Buchdrucker- gehilsen beschlossen in einer gestern abgehaltenen Versammlung ebenfalls, heute ihr Arbeitsverhältniß zu kündigen und Tarifverhandlungen mit den Prinzipalen herbeizusühren. Hannover, 24. October. Eine gestern Abend hier abgehaltene Versammlung der Buchdruckergehilfen beschloß in einer Resolution, den Prinzipalen heute das Arbeitsverhältniß zu kündigen und eventuell in 14 Tagen die Arbeit niederzulegen. Gleichzeitig wurde aber die Erwartung ausgesprochen, daß innerhalb dieser Frist von den Arbeitgebern mit dem Vorstände des deutschen Buchdruckervereins Verhandlungen behufs einer gegenseitigen Einigung angebahnt würden. Ausland. London, 24. October. Wie der Pariser Correspondent der „Times" erfahren haben will, verlautet in Kopenhagen, eine hohe deutsche Persönlichkeit habe den Zaren zu einer Zusammenkunft mit dem deutschen Kaiser zu bewegen gesucht. Der Zar habe wegen der Sicherheit für seine Person eine bestimmte Zusage abgelehnt, er wolle sich die Entscheidung einer augenblicklichen Eingebung Vorbehalten. Paris, 24. October. Der Cougreß der Bahnarbeiter beschließt, im April 1892 einen Congreß über die Maifeier-Frage einzuberusen. Die Frage deö GeneralstrikeS wird ein Special-Congreß, welcher mit 2/^Majorität entscheidet, sich Vorbehalten. Paris, 24. Octobcr. Bei den GarnisonSmanövern wurde die Nothwcndigkeitssragc der E rr i ch t u n g einer Batterie, auf der Butto de la fuile als die Befestigung der Hautie ftubirt; letztere sollen den Mont Valerien übertreffen und die Thälcr der Seine und Oise beherrschen. Beaucaire, 24. October. Gestern Abend stieg die Rhone biö 6,50 m über den niedrigsten Wasserstand und begann dann langsam zu fallen; doch droht durch Regen ein erneutes Steigen. In Baguolö steht die Cöze bereits 9,50 m, was seit 1842 nicht vorgekommen ift; die Ortschaften CompS und VauabregncS sind völlig vom Wasser eingeschloffen, man muß Nahrungsmittel aus NimeS herbeischaffen. Petersburg, 24. October. Zur Förderung des russischen Schaf-Exports hat sich eine französisch-russische Actien- Gcsellschast mit einem Capital von 5 Millionen gebildet. Washington, 24. October. DaS Cabinet bcräth heute Leu Bericht des CapitänS Schley über den Zusammenstoß amerikanischer und chilenischer Matrosen. Wahrscheinlich wird der Gesandte Egau beauftragt, eine Geuugthuung oder Entschädigung zu verlangen. Vier amerikanische Kriegsschiffe vor Valparaiso werden der Forderung Nachdruck verleihen. Ne«este Nachrichten. MolffS telegraphisches Lorrespondenz-Burean. Berlin, 25. Octobcr. Dem Vernehmen nach ist der hiesige Bauquier Fuhse, Inhaber eines Lotteriegeschäfts, gestern verhaftet und die Geschäftsbücher desselben mit Beschlag belegt worden. Die Concuröerklärung über die Firma soll am Montag publieirt werden. Berlin, 25. Oktober. In einer heute abgchalteneu socialdemokratischeu Volksversammlung erstatteten die Delcgirten vom Erfurter Parteitag Auer und Liebknecht Bericht. Die anwesenden Mitglieder der Opposition riefen wiederum stürmische ©eenen hervor, so daß denselben schließlich das Wort entzogen wurde. Die Versammlung faßte mit allen gegen eine Stimme eine Resolution, in welcher sie sich mit den Verhandlungen des Parteitages einverstanden erklärt. Wien, 26. Oktober. Der „Montagrevue" zufolge tritt am 3. November eine gemeinsame österr. - ungarische und deutsche Conserenz zusammen, behufs Ergänzung des Berner Betriebsreglements. Von deutscher Seite gehen als Delegirte: Gerstner, Reichseisenbahuamt) Leyen, vom Ministerium für öffentliche Arbeiten,- Hoffmann, Reichs- justizamt. — Eine Differenz bei den österreichisch-italienischen Vertragsverhandlungen besteht einzig nur noch wegen der Leinenzölle. Depeschen des „Bureau Herold". Basel, 25. Oct. Das große Dors Meiringen steht seit heute früh in Flammen. Post- und Telegrapheugebällde sind abgebrannt, ein starker Föhn macht alle Löschungsver- suche vergeblich. Rom, 25. Oktober. Die zur Berathung von Maßregeln zwecks Aufführung öffentlicher Bauten eingesetzte Commission beziffert das Erforderniß auf 70 Millionen. Localer nnd Lrsvinzielles. Gießen, 26. Oktober. — Sitzung der Stadtverordneten vom 22. October. (Schluß.) Zufolge Beschlusses einer früheren Versammlung der Stadtverordneten soll demnächst ein Filial-Arbeitshaus hier errichtet werden, welchem bis zu sechs unter Aufsicht eines Vorarbeiters mit allerhand Arbeiten zu beschäftigende Sträflinge überwiesen werden können. Der vom Staat zu leistende Zuschuß beträgt 40 Psg. pro Mann und Tag, außerdem geschieht die 700 Mk. pro Jahr betragende Besoldung des Vorarbeiters zu Lasten des Staates. Die erste Einrichtung deö Arbeitshauses, insbesondere bauliche Veränderungen im alten Arresthause, Beschaffung des Mobiliars, einiger Garnituren Kleidungsstücke, sowie des Werkzeuges dagegen erfolgen auf Kosten der Stadt, welche außerdem für den den Staatszuschuß übersteigenden Betrag für die Verköstigung der Gefangenen aufzukommen hat. Die Kosten werden bewilligt und der Bestellung deö Karl Roth von Steinbach als Vorarbeiter Genehmigung ertheilt. — Zur Ueberschreibung einer nach Aufhebung der katholischen Schule dieser zugeschriebenen Pareelle auf den Namen der katholischen Kirche wird Genehmigung ertheilt. — Die Versicherung der von der Stadt in ihrem land- und forstwirtschaftlichen Betriebe beschäftigten unständigen Arbeiter gegen die Folgen von Krankheit war von der Ortskrankenkasse unter der Bedingung übernommen worden, daß die Stadt für den ans diesem Vertragö- verhältniß entstehenden Fehlbetrag aufkommt. Nach der letzten Rechnung der Ortskrankenkasse beträgt dieser Fehlbetrag 155 Mk., zu dessen Begleichung auS der Stadtkasse die Genehmigung ertheilt wird. — Das Gesuch der Firma Gebrüder Zülch um Rückvergütung von Octroi auf zur Wiederausfuhr kommende Graupen wird unter Anwendung der für Mehl bestehenden Bestimmungen genehmigt. — Zu dem Gesuch der Herren C. Kockerbeck und Genossen um Trottoirpflasterung vor ihren Häusern Ecke Bahnhofstraße und Neustadt, wird beschlossen, die Pflasterung nur provisorisch ausführen zu lassen, da später Asphalttrottoir gelegt werden soll. — Zur Veränderung deö Situationsplans für den Neubau der zweiten evangelischen Kirche derart, daß der Bau 5 Meter westlicher, als ursprünglich angenommen, zu stehen kommen soll, wird nachträglich Genehmigung ertheilt. Es soll dadurch die Möglichkeit freierer Verkchrsentwickelung an der Ostseite gegeben werden. Im Anschluß daran wird Genehmigung zur Ausarbeitung eines Planes für die gärtnerischen Anlagen um die Kirche ertheilt. — Nachdem vor einiger Zeit der Beschluß gefaßt worden war, der hiesigen Leichenkaffe-Gesellschaft eine Ermäßigung für Benutzung der Leichenwagen aus die Sätze von 11 Mk. für die erste und 6 Mk. für die zweite Klasse anzusinnen und im Falle ablehnender Haltung der Leichenkaffe-Gesellschaft die Leichenfuhren ans die Stadt zu übernehmen, ist der Gesellschaft davon Mittheilung unter Beifügung der Anfrage gemacht worden, ob und unter welchen Bedingungen dieselbe das Inventar an die Stadt abtreten würde. Das sehr ausführliche, specielle Angaben über die Geschästöergebnisse der Gesellschaft enthaltende Antwortschreiben hierauf lag der heutigen Stadtverordneten-Versammlung vor; dasselbe gipfelte in dem Anerbieten, die Sätze für Benutzung der Leichenwagen auf 12 Mk. für die erste Klasse, 7 Mk. für die zweite Klasse und 5 Mk. für den Kinderleichenwagen zu ermäßigen. Es wird auf Vorschlag der Commission Eingehen auf das Anerbieten der Leichenkaffe-Gesellschaft beschlossen, da die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer Mehrheit der Ansicht ist, daß angesichts der ebenso hohen und vielfach höheren Sätze in anderen Städten keine Veranlassung mehr vorliege, die Leichenfahrten auf die Stadt zu übernehmen. — Die Rechnung des Gas- und Wasserwerkes für das Rechnungsjahr 1890/91 wird, nachdem Herr Director Bergen die in den Hauptrubriken bemerkenSwerthesten Erscheinungen erläutert, genehmigt. — Die Legung der für die Wasserleitungen für die Verbindungöstraße zwischen SelterSweg und Südanlage erforderlichen Rohre soll gleichzeitig mit Anlage der GaSrohrleitung für genannte Straße auSgesührt werden- der Voranschlag hierüber (1300 Mk.) wird gut» geheißen. — Nachdem der Brunne n vor dem Gail'schen Hanse tu der Neustadt, dessen Wasser in Folge Eindringens schädlicher Substanzen ungenießbar geworden war, wieder hcrgestellt worden ist, hat eine Untersuchung des Wassers stattgesnnden. DaS Resultat der einige Tage nach der Wiederherstellung deS Brunnens vorgenommenen Untersuchung läßt sich nach dem vorgelegten Berichte dahin zusammensassen, daß die fernere Verwendung deS Wassers als Trinkwaffer noch fraglich erscheint, obwohl eine fortschreitende Klärung nach der Untersuchung constatirt wurde. Die in Folge davon nach dem Beschluß der Stadtverordneten angeordnete Ausstellung eines Ventilbrunnens mußte unterbleiben, da Herr Schuhmachermeister Mootz, vor dessen Hause der Brunnen ausgestellt werden sollte, dagegen protestirt hat. Die von Herrn Mootz vorgebrachten Gründe, wie Schädigung seines Ladengeschäfts, Gesährdung des Verkehrs u. s. w., wurden im Allgemeinen als berücksichtigenswert erachtet und nach längerer, sich eingehend über das Für und Wider bezw. über bie Zweckmäßigkeit der Belassung des alten Brunnens, erstreckende Debatte beschlossen, den Ventilbrunnen an der westlichen Ecke des Gail'schen Hauses auszustellen. — Neues Theater. Nachdem in letzter Zeit Roderich Beuedix und Julius Rosen beinahe ausschließlich den Spielplan des Neuen Theaters beherrschten, geht Dienstag, den 27. October das erste Lustspiel von Adols L'Arronge „Der Weg zum Herzen" in Scene. Wie schon der Titel des Werkes verräth, ist es ein Stück, das den Weg zum Herzen nimmt, möge das Theater liebende Publikum an diesem Abend auch reckt zahlreich den Weg zum Theater nehmen, es wäre Herrn Director Reiners wirklich einmal ein besetztes Haus zu gönnen. — CircuS Blumenfeld auf „Oswalds Garten" gab heute bei sehr gutem Besuche seine Eröffnungs-Vorstellungen. Das reichhaltige Programm brachte vortreffliche Leistungen in Pferdedreffur, Gymnastik und Comik, welche allseitig lebhaften Beifall fanden. Ein Besuch des Circus kann bestens empfohlen werden. — Die Nr. 23 des im Auftrage des Evaug. Pfarrvereins im Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenen „Hessischen Kirchenblattes" hat svlgenden Inhalt: 1. Zum Resormationsfest. 2. Immer neue Pfarrvereine! (1. Schlesien.) 3. Kirchentausen! 4. Zu dem Artikel: „Geistliches Decorum auf dem Friedhöfe". 5. Zu Häupten oder zu Füßen des Tobten? 6. Der evang. Pfarrer und die Kunst. 7. Erntefest. 8. Zu: „Das weltliche Mitglied". 9. Literarische Thätigkeit hessischer Pfarrer. 10. Mitglieder des Pfarrvereins. — Das am 23. October ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Rr. 35 enthält: Verordnung, die Brand- Versicherungsanstalt für Gebäude betr. Vom 14. October 1891. — lieber den in vor. Nummer erwähnten Raubmord auf der Landstraße zwischen Frankfurt a. M. und Mörfelden wird der „Kl. Presse" berichtet: Gestern Abend, kurz nach Eintritt der Dämmerung, ist auf der Landstraße zwischen Frankfurt und Mörfelden auf hessischem Gebietsteil ein Raubmord verübt worden, der an unheimlichem Interesse außer durch die seltsamen Nebenumstände auch noch dadurch gewinnt, daß bisher keinerlei Spuren entdeckt werden konnten, die auf den Thäter führen. Der Landwirth Andt, 48 Jahre alt, aus Mörfelden, brachte gestern eine Fuhre Kartoffeln nach Frankfurt, setzte seine Ladung hier ab und trat mit dem Erlös, etwa 120 Mk., die Rückfahrt nach Mörfelden an. Die Chaussee führt zum größten Theil durch den Wald und ist nicht sehr belebt. Im Wald- wirthshause bei Mitteldick kehrte der Fuhrmann ein, bestieg nach kurzer Rast wieder sein Gefährt und fuhr — nicht der Heimath, sondern dem Tod von Mörderhand entgegen. Wie die Blutthat selbst sich in ihren Einzelheiten zugetragen haben mag, daö bedeckte Waldesdunkel und hereinbrechende Nacht. Nachdem die unbekannten Mörder den Uebersall vollbracht hatten, legten sie den stummen Mann wieder auf fein Fuhrwerk, deckten ihn mit den leeren Säcken zu und trieben den Gaul an. DaS führerlose Pferd langte erst in später Abendstunde mit seiner traurigen Last in Mörfelden an und hielt vor dem Gehöft seines Herrn. Frau und Kinder des Erschlagenen kamen zum Empfang heraus, forschten erstaunt nach dem Vater, untersuchten den Wagen und sanden mit Entsetzen die noch warme Leiche, auö mehreren Messerstichen an Kopf und Hals blutend. Eine der Stichwunden muß absolut tobt» bringend gewesen fein, sie führt durch die linke Schläfe ins Gehirn. Wohin der Verdacht sich richten soll, ist nach den Informationen, die wir an zuständiger Stelle erhielten, zur Stunde noch nicht zu sagen. Man weiß nicht, ob Jemand hier ober in Mörfelben ober unterwegs ober sonstwo in ber Umgegend davon Kenntmß hatte, daß Audi mit einer größeren Baarschaft den Weg fahren werde. Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt führt die Untersuchung und wird darin natürlich vom Frankfurter Polizeipräsidium unterstützt werden. Ein Frankfurter Beamter ist bereits nach Mörfelden abgegangen, um dort einzelnen Momenten nachznspüren. Für den Fortgang der Verfolgung wäre es sehr erwünscht, wenn Auskunft über den Verbleib ber Kartoffeln, bie ber Mann in Frankfurt verkauft ober abgeliefert hat, erfolgte. Mittheilungen barüber sollten sofort von Denjenigen, bie dazu im Staube siub, an bie Criminalabtheilung bes Frankfurter Polizeipräsibiums gerichtet werden. — Im Monat September hatte die Main-Neckar- Eisenbahn eine Einnahme von im Ganzen 650 734 Mk., 9131 Mk. weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Güterverkehr erzielte bei einer Einnahme von 271 990 Mk. eine Mindereinnahme von 29 635 Mk., der Personen- und Gepäckverkehr bei einer Einnahme von 346 244 Mk. eine Mehreinnahme von 25 524 Mk. — Die Nebenbahn Eber- stadt-Pfuttgstabt batte im September eine Gesammt- einnahme von 3923 Mk. (863 Mk. mehr als im Vorjahre); bation entfallen auf den Personen- und Gepäckverkehr 1202 Mk. (110 Mk. mehr), auf den Güterverkehr 2704 Mk. (754 M mehr). — Die Ober hessischen Hauptbahnen erzielten eine Gesammteinnahme von 115883 Mk. (6895 Mk. mehr)/ davon kommen auf den Personen- und Gepäckverkehr 51 292 Mk. (2837 Mk. mehr), auf den Güterverkehr 56 756 Mk. (3624 Mk. mehr)- die Nebenbahn Nidda- Schotten hatte eine Gesammteinnahme von 3790 Mk. bene Großherzogliche irinung, die Brand- m U.Öctobex 1891. erwähnten Nnubword . M. und Mörfelden des Evang. Pm- )on Herrn Psann Wen KirchenblaM" 'ionssest. 2. Immer irchentausen! 4. Zu ns dem Friedhose", en? 6. Der evang. 8. Zu: „Das weit« eit hessischer Psarrer. der Dämmerung, ist und Mörselden aus riibt toorben, bet an o seltsamen Neben- a§ bi^er (einerlei den Thäter führen. Mörfelden, ta* *xt, Wl w « MM, die sr-ss ubrmann ein, bestieg -°d M» ' rhand entgegen. » iten jiigetragedabm «eilibrechende «■ Ueitrfol n-llbr°cht eieber auf f*5* - «ft irfefben an B» g uni> ffinb« ie- f«*” - fferftchen an W ! «uä a6fotottoilt' !N WUV . . 's» *ti »sA«, s ad« \it einet «6 Äie Staa» werd - x Md :M*nß Merstützt Ech Melden ^"^uipuren- 8ur ■en wenn >*?*«■ bl(e„ (atc, Mt- bat, W luug Dey ü , w-lkar' di-D>°L^ ianzen Agfiahres' Jlonat ö12?199O0 .p- °L-n- 'ie 0enJ’V< zL-xM '704* VK" 5rf- «ÄS » 2, pnn y|f ®Nn6 « 4S *“« t=tble,6 bn ti Aus- erach,« Wider b.,? ? Iten R °e^' 7 dünnens, er- unnen an der Lr ' len. öer W ^r Zeit Roderich lleßlrch öen Spie^ !L,®ie“ätag, bfn 8Slnronge „®et S bir Titel bei b«B »m Herzen 01 M diesem ülbtnb ‘ "°hmen, es märe ™ besetztes Hans gab heute Stellungen. ctreftl Leistungen ttel^e Mtig leb- Sinug tana destrns (745 Mk. mehr), Stockheim-Gedern 5065 Mk. (406 Mk. mehr), Hungen-Laubach 1883 Mk. (225 Mk. mehr). T. A. ' — Laut dem von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt an die Polizeiorgane erlassenen Ausschreiben steht ein reisender Handwerksbursche, der von Frankfurt kommend nach Groß- gerau wandern wollte, im Verdacht, den am Freitag Nachmittag an dem Landwirlh Arndt von Mörfelden verübten Raubmord ausgeführt zu haben. Derselbe wird als eine untersetzte Persönlichkeit geschildert, mit nicht rasirtem Bart und wahrscheinlich röthlichem Haar. Er trug einen Rock, eine röthliche Halsbinde und einen Wachholderstock in der Hand. In einer Wirthschaft in Mörfelden gab sich der Verdächtige für einen Schuhmachergesellen aus. — Zur Beachtung für Eisenbahnreisende. Von der Königlichen Eisenbahn-Direction zu Hannover erhalten wir nachstehende Mittheilung: „Verschiedene Zeitungen haben in letzterer Zeit die Nachricht verbreitet, daß die Bestimmung im § 14 des Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands, wonach derjenige Reisende, welcher beim Einsteigen in einen Personenwagen sofort unaufgefordert dem Schaffner oder Zugführer meldet, daß er wegen Verspätung keine Fahrkarte mehr habe lösen können, einen um 1 Mk. erhöhten Fahrpreis zu zahlen hat, außer Kraft gesetzt worden sei. — Diese Nachricht ist irrig. Der Zuschlag von 1 Mk. zu dem Fahrgelde wird in dem vorbezeichneten Falle tatsächlich nach wie vor erhoben. Hat dagegen auf einer Anschluß- station wegen Verspätung des benutzten Zuges eine Fahrkarte zur Weiterfahrt nicht rechtzeitig gelöst werden können und wird dies sofort bei dem ersten Erscheinen des Schaffners unaufgefordert dem letzteren gemeldet, so wird der Zuschlag von 1 Mk. nicht erhoben." K. Ranstadt, 25. October. Heute bewegte sich ein so groß hier noch nie gesehener Le ich enzug durch unsern Ort, welcher dem schon im jugendlichen Alter von 27 Jahren verstorbenen Lehrer Paul Nürnberger von Bad-Nauheim, welcher bei seinen Eltern hier in Ferien weilend verstarb, das Geleite gab. Seine sämmtlichen College», viele Freunde von Bad-Nauheim, sowie zwei von ihm als Gesangsdirigent geleiteten Vereine, der Gesangverein Frohsinn und der Turnverein, haben den weiten Weg gemacht und ihm die letzte Ehre erwiesen. Es folgte der hiesige Kriegerverein und fast sämmtliche Gemeinde-Angehörige dem Sarge. Es zeugt dies von der allseitig großen Beliebtheit des Verstorbenen. ? Villingen, 25. October. Eine eigentümliche Grabes- reihe bilden die fünf letzten Gräber aus dem hiesigen Fried- Hofe. Alle fünf Männer, die darin begraben liegen, starben eines unnatürlichen Todes. Der erste wurde zu Nonnenroth gelegentlich einer Fahnenweihe erstochen, der zweite ersäufte sich im Brunnen seines Kellers, der dritte machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende, der vierte ging zum Dreschen in die Scheune, wo ihn seine eintretenden Genossen tobt auf dem Boden liegend sanden, der fünfte, der Schneider Zimmer, verstarb in der letzten Woche. Sein Tod wurde dadurch herbeigeführt, daß er in angetrunkenem Zustande in rasendem Galopp eine Anhöhe bei Ruppertsburg hinabfuhr. Der Wagen stürzte um, Zimmer kam unter ihn zu liegen und der Schädel wurde ihm eingedrückt. Am dritten Tage darnach erlag er den erhaltenen schweren Ver- ! letzungen. A Mainz, 25. October. Heute sand hier eine Con- ferenz der socialdemokratischen Partei aus dem Wahlkreis Mainz-Oppenheim statt. In derselben wurde ein Orga- msationsplan berathen, durch welchen die Verschmelzung der localen Organisationen in den Landgemeinden in einen einzigen Centralverband herbeigesührt werden soll. Mörfelden, 23. October. Auswärtigen Blättern wird von Entwendung der Mörfelder Stationsglocke in der Nacht vom Sonntag aus Montag berichtet, es liegt indessen eine solche eigentlich nicht vor: junge Leute hatten sich anläßlich der Kirchweihe den schlechten Scherz erlaubt, sie auszuhängen und sie den Bahndamm hinunterrollen zu lassen, dieselbe ist mittlerweile schon wieder an Ort und Stelle in Function. A. Lampertheim, 22. October. Ein jugendlicher | Durchbrenner von acht Jahren und die von ihm bewiesene katzenartige Gewandtheit und Kühnheit werden vielseitig besprochen. Der Junge, welcher unlängst schon einmal ausgerissen und bis nach Bruchsül zu Verwandten gelangt war, wurde von seinen Eltern, welche die Nachkirchweihe besuchten, Abends eingeschlossen. Nach Mitternacht wachte der Bursche aus, holte Brechwerkzeug, sprengte eine Kiste auf, worin die Eltern ihre Barschaft hatten und steckte ein Zwanzigmarkstück zu sich. Durch den Lärm, den der Junge beim Ausbrechen der Kiste verursachte, wurde der Hausbewohner im ersten Stockwerke aufgeweckt; er begab sich mit Licht in den zweiten Stock und sah, was das Bürschchen geschafft hatte. Dieses, als es sah, daß es entdeckt war, besann sich keinen Augenblick, riß das Fenster auf und sprang hinab auf die Straße, wo es im Dunkel der Nacht, ohne Schaden genommen zu haben, verschwand. Um 5 Uhr früh, also noch bei völliger Dunkelheit in gegenwärtiger Jahreszeit, traf das Kerlchen am Bahnhose ein§ schlüpfte unversehens in den bereitstehenden Arbeiterzug, kroch unter die Bank und hoffte so als blinder Passagier nach Mannheim zu gelangen. Der Schaffner entdeckte den Durchbrenner, zog ihn hervor, verlangte das Billet und drohte mit Festnehmen. Eins! zwei! drei! sprang der Ausreißer aus dem in voller Fahrt dahin sausenden Zuge und kam wohlbehalten aus der Böschung an, um sich sogleich in Trab nach der Station Waldhof zu setzen. Es war mittlerweile Heller Tag geworden- der hoffnungsvolle Junge traf einen nach dem Felde gehenden Burschen, übergab diesem das Goldstück und versprach ihm drei Mark Belohnung, wenn er das Geld gewechselt zurückbrächte. Diese Rechnung war diesmal aber wirklich ohne den Wirth in der nahen Restauration gemacht, welcher hinter seinem Fenster den Verhandlungen der beiden Jungen zusah, ihnen nicht traute und Unrath witterte. Als der erste Junge mit dem Goldstücke erschien, wußte er diesen so sein und schlau zu behandeln, daß ihm auch der Durchbrenner herein und aus den Leim ging. Er brachte beide Jungen in ein sicheres Zimmer und veranlaßte die Uebersührung des Ausrissers, der ein geweckter, geistig begabter Mensch ist, in seine Heimath. vermischtes. * Kassel, 23. October. Corpsappell deutscher Pioniere. Auch in diesem Jahre wird hier tu Kassel ein Corpsappell der ehemaligen Pioniere abgehaltcn werden. Nicht nur aus Hessen und Nachbargebiet, sondern auch aus allen entfernteren Theilen Deutschlands werden die Festgäste erwartet. Der diesjährige Corpsappell hat eine doppelte Bedeutung, indem das 25jährige Bestehen des 11. Pionierbataillons zugleich festlich begangen wird. Der Appell findet am Samstag den 7. November statt und beginnt 8 Uhr Abends. Auch die ehemaligen Angehörigen des Etsenbahn- Regiments und der Luftschifftr-Abtheckung aller Jahrgänge und Corps sind eingelad'en. — Rach der Trauung. Ein Freund nimmt den Vater der eben angetrauten Braut bei Seite und sagt ihm im Vertrauen : „Sie sehen mir nicht so aus, mein Lieber, als ob Sie eine Ahnung davon hätten, daß Ihr Schwiegersohn bis über die Ohren in Schulden steckt." — „Sprechen Sie im Ernst? Sind Sie dessen sicher?" — „Vollkommen! Und ich bin überzeugt, daß er Ihre Tochter nur geheirathet hat, um seine Schulden mit ihrer Mitgift zu bezahlen." — „Ja, aber warum haben Sie mir das denn nicht früher.gesagt?" — „Weil er mir selbst 10,000 Mark schuldig ist." Lpülxtan öer vereinigten Frankfurter Stadttheatn. Opernhaus» Dienstag ben 27. October: Excelsior. Große Preise. Mittwoch den 28. October: Abonnement-Vorstellung für einen ausgefallenen Samstag. Cavalleria rusticana. Hierauf: Der Barbier von Sevilla. Große Preise. Donnerstag den 29. October: UeberzLhlige Abonnements- Vorstellung. Excelsior. Große Preise. Freitag den 30. October geschlossen. Samstag den 31. October: Der Freischütz. Letzte Vorstellung im Abonnement. Große Preise. Sonntag dm 1. November: Neu einstudirt: Golo. Erste Vorstellung im Abonnement. Große Preise. Tchaufdielhaus» Dienstag den 27. October: Zum ersten Male wiederholt: Der Vogel Händler. Abonnement-Vorstellung. Gewöhnliche Preise. Mittwoch dm 28. October: Zum ersten Male wiederholt: Der Hungerthurm. Abonnement-Vorstellung. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 29. October: Der Vogelhändler. Außer Abonnemmt. Gewöhnliche Preise. Freitag den 30. October: Die Ehre. Letzte Vorstellung im Abonnement A. Gewöhnliche Preise. Samstag den 31. October: Der Hungerthurm. Letzte Vorstellung im Abonnement B. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 1. November: Zum ersten Male: Bauernehre. (Cavalleria rusticana). Stcilianische Volksscenen in einem Act von Giovanni Verga. Deutsch von Otto Etsenschütz. Hierauf: Madame Bonivard. Erste Vorstellung im Abonnement C. Gewöhnliche Preise. Montag den 2. November: Der Vogelhändler. Erste Vorstellung im Abonnemmt A. Gewöhnliche Preise. Schisfsnachrichten. — Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 22. October wohlbehalten in Philadelphia angekommen. _ Literatur und Aunft. — Kinder Lieder von Abel Burkhardt. Für deutsche Kinder und Mütter mit Bildern von Ludwig Richter und zwci- stimmigen kirchlichen Deinen, herausgegeben von Friedrich Spitta. Straßburg. E. F. Schmieds Untversitätsbuchhandlung. Der schweizerische Dichter Abel Burkhardt (1805—82) legte im Jahre 1845 dreizehn Kinderlieber — meist auf die Feste desKtrchen- jahrs bezüglich — „den Kindern und Müttern der Heimath" auf den Weihnachtstisch, die in Deutschland, zumal da sie in allemannischer Mundart geschrieben waren, unbekannt blieben. Auf diese Lieder ist Professor D. Spitta in Straßburg, der Herold kirchlicher Lieder und Weisen in Schrift und eignem Gesang, aufmerksam geworden Und hat in ihnen so liebliche Stücke entdeckt, daß er sie werlb hielt, sie der ganzen deutschen Ehriftenheit in hochdeutscher Uebertragung darzubieten. Ihre schlichte Art, das Kind in das Leben Jesu einzuführen und aus dem Anschauen zum Gcbet htnzulenken, reiht sie würdig an unsere schönsten Weihnachts-Kinderlieder, während die PassionS- und Osterlieder Abel Burkhardts geradezu eine Lücke im Kranze unserer Kinderlieder ausfüllen. Zu diesen Liedern hat Arnold Mendelssohn in Darmstadt (unser neu ernannter Kirchenmusikmeister) den zweistimmigen Satz von unseren besten Kirchenweisen gefügt, und im Gewände von Bildern L. Richters, „dessen kindliche, volksthümliche Frömmigkeit so ganz zusammenklingt mit den Tönen, welche der Dichter angeschlagen hat", bietet sie Svitta nun den deutschen Müttern mit der Bitte (aus seiner sinnigen Widmung): „Lernet und singet sie für Eure Kinder und mit Euren Kindern. — Aus diesen Liedern könnt Ihr lernen, wie man den Kindern die heilige Geschichte erzählen, verständlich und lieb machen soll. Möchte es Euch gegeben sein, dieselben so den jungen Herzen einzuprägen, daß als Antwort der froh und fromm bewegten Seele :ctn Burkhardl'sches Lied Euch entgegenklingt. Das wäre ein Zeichen, daß Ihr wirklich einen Keim des Lebens in Eures Kindes Gemüth gesenkt habt. Wir haben dem nur noch den Wunsch htnzuzusügen, daß demnächst, in der Zeit vor Weihnachten, wo in stillen Stunden des Frühabends die Mutter gerne ihre Kinder zum Gesang um sich sammelt, auch in manchen unserer Häuser diese Lieder ihren gesegneten Einzug halten und als liebe Hausgenossen ausgenommen werden möchten. G. D-y. verkehr, Land» «nd volkswirthschaft. Orünberg, 24. October. Fruchtpreise. Weizen JL 24 50, Korn 2420, Gerste JL 16.20, Hafer JL 14.30, Erbsen JL 18.80. Linsen 30.—, Wicken Jt —, ßein , Kartoffeln . Samen JL —- Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Bibelstunde heute Montag den 26. Oct., Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Römerbrief, Kap. 1: Einleitung. Pfarrer Dr. Naumann. Vorzug vor allen anderen Toilette-Seifen verdient die Doerings Seife mit der Eule, ÄÄ Haut und des Teints Preis, nur 40 Pfg. per Stück, die beste Seife der Welt. Zu haben ä 40 Pfg. in Giessen bei Gebr. Adami, C. F. Conrad, Drebes & Wallenfels, Eberhard Dort, Fritz Egly, E. Fischbach, A. Geisse, G. Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, L. Loth, Eberh. Metzger, P. J. Mobs, C. Möser, H. F. Nassauer, A. Noll II., Carl Petri, Marktplatz, Otto Schaaf, J. M. Schulhof, Frau R. F. Thomas, A. Voigt, Heinrich Wallach. — Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. 7485 Bekaimtmachium. Die Entwässerungsanlage der Knabenschule soll im Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Zeichnungen und Angebotsformulare liegen während der Dienst- ftzmden auf dem Geschäftszimmer Nr. 5 auf und werden daselbst unentgeltlich abgegeben. Versiegelte Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag den 31. October Vormittags 10 Uhr, ebendorthin einzusenden, woselbst die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Gießen, den 26. October 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 9547 Mittwoch den 28 Moder, werden gegen Baarzahlung versteigert: I. Borm. 9 Uhr auf dem Viehmarkte 1 Kuh. II. Nachm. 2 Uhr im Bieker'scheu Saale, Neustadt: 1 Pianino, 1 Sopha, 6 Stühle, 1 Spiegelschrank, 1 Secretär, Commoden, Console, Regulateure, Kleiderschränke, Spiegel, Tische, 1 Nähmaschine, 1 vollstst. Bett, 2 Hobelbänke, 1 Stoßkarren, 7 Mille Cigarren, 1 Kuh, 1 Pferd, 1 Lesart cherrr-Ftirrte, getragene aber noch gut erhaltene Kleider, darunter ein schwarzer Tuchmantel und 1 vollst. Anzug, 1 Wappenstock, 1 Schließ korb u. a. m. III. Nachm. 3 Uhr ein Ofen Feld- brandba544r@ta freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet zu oerm. Asterweg 16. 9357] Zwei freundl. gut möbl. Zimmer in bester Lage für einen j. Beamten rc. Wo? sagt die Exped. d. Bl. i 9418] MSbUZirumeezu oermiethen Ludwigsplatz 13, 1. St. ===================== Jermischte Anzeigen. Verloren eine silberne Broche (Krönungsthaler). ! Abzugeben gegen Belohnung 9551_____________________Lindenplatz 8. Ein Portemonnaie mit mehrerem Inhalt gefunden. Kann bei Fe'dwebel Grub, 4/116, ab- geholt werden.______________________[9536 Ei« Fahrbursche sofort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. [9546 Wir suchen per sofort einen Hausburschen. [9531 Gebr. Weinberg. 9543] Ettre bis zwei Theken, für ein Manusacturwaarengeschäfl geeignet, zu kaufen gesucht. Offerten mit Prersangabe an die Exped. d. Bl. unter E. S. 20) erbeten. 11 Mk. von an ____________________________________ u — ■ — rxj ” rn (*♦ . 6 ! 92441 unh ! 9244] Im WeitzzeugnLhen und Für Pensionäre! 9527 Anfang 7V2 ^ür; Ende gegen 10 Uhr. Oswalds Garten Giessen Näheres Seltersweg 12. 9480 O. Gottlieb- Kalligraph. . . v. Ed. Grieg. 3. Recitativ und Arie Andreas Euler, . v. Beethoven. 88] 2 Das Comite I® 114.50 ReichSbcmk-DLSeont 4 pCt. — Frankfurter Bank-Discont 4 pCt bei. [9541] Grünbergerstraße 42. gesucht- 1% Mainzer SL-Anl. Selsen!. Bergw.-Aet- 21 19 10 174.30 130 40 135.20 11300 91 00 240 12 242.50 89 90 88 60 78.60 36.80 2. Clavier-Concert in A-moll . . 84.00' 402 50 187 62 134 00 119 10 110.50 54 00 aus „Fidelio“ . 4. Drei Claviersoli DiSconto-Commrmd°-NMH- Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener BankvLr.-AeZ. Oeft. Credit-Act. Oeft StaatSb.-Act. Lomb. lS.-B.-Aet. Buschtherader E.-B.-Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer G.-B.-AcL. Marienburger E.-B.-Acd Brennholz. Buchen- und Tannenholz, in guter trockener Waare, per Meter und per Centner, billigst bei Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 84.10 4% Ung. Gold-Rente 97.80 b°/o Jtal. Rente 84.15 4W/o Oeft. Silber-Rente 97 85 3% Portugies. Anl. Nähmaschinenreparaturen aller preiswürdig und unter Garantie. Hb Kraft, Mechaniker u. NLHmaschinenhLndler Neuenweg 46. 9294 (100. Vereinsjahr) Sonntag den 1. Novbr. 1891, Abends 5 Uhr, Im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Dirigent: Herr Univ. - Musikdirector Ad. Felchner. Solisten: Frl. Elisabeth Rouge - Berlin (Pianoforte), Frl. Anna Mosebach-Frankfurt (Gesang). Das Orchester ist durch auswärtige Künstler verstärkt. Mido do do . . von 16—25 Mk. . von 23, 25, 28 Preisen. ’ Wilh. Rudolph, Pianohandlung, Neuenweg SCS2* Der Gesummt - Auflage der heutigen Nummer liegt ein Extrablatt der Firma Alex. Salomon & Cie. Vierte Vorstellung: Donnerstag den 29. October. Programm. I. Vorträge: a) v. Wildenbruch, b) Goethe. II. Mit der Feder, Dramolet in 1 Act v. 8. Schlesinger. III. Der Strike der Schmiede; Dramolet in 1 Act v. F. Coppe. IV. Im Wartesalon erster Klasse. Lustspiel in 1 Act v. H. Müller. Programm. 1. Ouverturez. „Athalia“ v. Mendelssohn. Obst-Ausstellung. Forderungen an dieselbe sind sofort an den zweiten Vorsitzenden des Local-Comite's, Herrn A. Scheyda, einzureichen. 10)-80iVer. KönigS-Laurah.-Act 151 901 Tendenz: ziemlich fest Gonr-dericht vou E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 26. October 1891. Burschen - Anzüge Burschen-Auzug, hübsches Muster Kammgarn-Anzüge Diagonal-Anzüge Burschen-Paletots . , Klavierstimmer. Klavier-Reparaturen unter Garantie tadelloser Ausfömrung Stenographischer Unterricht. Der unter Leitung des Herrn Dr. Pitz abzuhaltende Cursus in der Gabelsberger'schen Stenographie wird Donnerstag den 29. October, Abends 8 Uhr im Nealschulgebäude (Schulzimmer Nr. 33 III. St.) seinen Anfang nehmen. Theilnehmerkarten sowie Lehrmittel sind in der Ferber'schen Buchhandlung zu haben. Gießen, den 26. October 1891. Der Gabelsberger sche Stenographen-Berein in Gießen. Albach, Vorsitzender.Wagner, Schriftführer. [9548 9545] Junger Sund zugelaufen Abzuh. gegen Jnseratgebührenjund Futtergeld. Asterweg 16. Winter - Paletots. 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Die Bedinc Canzlei Gros lJustizgedäudi gesehen werdk Bis zu 0' auch Gebote 1 zialarresihaus abfälle und in demselben, dagerftroh Gießen, 16. Der Großh. Bücm Die Gewm rund 12 steinen au- Verwaltung c bruche bei U oder in zwei Hierzu ist auf Samstl ^chaftszimmer verauntt. Die Bedir dem Bah ynedberg un -oaumspectio: , Angebotsfo tr-eie Mendi bezogen Wlagsft 9485*^ ——— BÄ 9,6«r5|9g fallen ä*; ■ A 2 Nten „9e f'n tut eirr™ drei «itb 6-'J°f«rt cblt bis fani> ' ebech 8$ M}?IS X6, M 21 19 10 ren nflanck re. 8, 9 Mk. C 8urt unhold ts&* L-^ t« Lenz W""., rafee 34, evAhifittt/ welche 2l?bt ’SW sSS "inb-rtoekyL. e, B-rii«, «5* - C'« ■«c*< utib 6“," P- K» Ss^gett c Keine Preiserhöhung die feinste Marke. 5949] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Schillerstraße 20, I. miethen. 4 Mäusburg 4. j 99.80 Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 9209] Südanlage 21, Nebenhaus: eine Wohnung, 3 Zimmer, 2 Cabinete, Küche nebst Zubehör, zu vermiethen-__________ «0031 Frdl. Logis, mittl- Stock, Wasserleitung und allem Zubeh-, zu vermiethen. Schillerstraße 29- .... — ßung der Domänen perfect geworden sei. Die übrigen österreichischen Bahnen haben jedoch der flauen Tendenz ziemlich bedeutend Rechnung tragen müssen und es verloren Böhmische Westbahn 6% fl, Duxer 8 fl, Buschtherader 3 fl und Elbthal 2 fl. , , Von Schweizer Bahnen sind Gotthard behauptet und Centralbahn 2% besser, Westbahn und Nordost auch Union Bahn wiederum und nicht unbeträchtlich schwächer. Im Montanmarkt ist die Tendenz von Kohlen und Eisenactien scharf getrennt. Die ersteren bleiben rückgängig, weil die Meinung immer mehr Raum gewinnt, daß die Kohlenpreise auf die Dauer nicht behauptet werden können. Eisenactien dagegen hielten sich in Erwartung größerer Bestellungen durch die bayrische Etsenbahnver- ganz und zerlegt, frische Hasen empfiehlt zu billigen Preisen [9297 I. Schäfer, Kirchenplatz 4. in erlesenen feinsten und feinen Qualitäten, roh und gebrannt, empfiehlt [1320 Emil Fischbach. 7224] Logis, 3—4 Zimmer, an ruhige Leute zu vermiethen. Seltersweg 31. Fteiseh-IPepteEig bestes Hehrungs- und Stärkungsmittel für Gesunde und Kranke. Diverse Obligationen» 5% BuderuL-Obligat. . 1103.30 1103.501 4% Eisenbahn-Rentenb.- I I I Obligat. . . . | 99.90] waltung. Der Rentenmarkt blieb, was deutsche Werthe anbelangt, behauptet; von ausländischen sind Portugiesen, österreichisch-ungarische Renten, Türken, namentlich aber Italiener und Spanier schwächer. 8028] Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, zu vermiethen. CH. Bischoff, Liebigstraße 66. Biookerholländ J. & C. Biooker, Amsterdam (Holland). Course der Frankfurter Börse Staatsanleihe«. von E* Wassersohleben, Bankgeschäft.! Wenn in den Vorwochen die Course mit weiten Spannungen auf- und ab. , formen und wilde Coursbewegungen schon zur Gewohnheit geworden waren , so sind ki der jetzt abgelaufenen Periode diese Schwankungen auf ein sehr bescheidenes . Maß zurückgedämmt worden und nur auf wenigen Gebieten hat sich eine Lebhafttg- < feit zu erhalten vermocht, die an die frühere erinnert. Natürlich ging Hand m j Hand damit eine Einschränkung der Umsätze, und die Klagen über Geschäftslosigkeit sind dann auch die ganze Woche hindurch nicht still geworden. Aber das eigentliche Geschäft war nicht ruhiger als es seit Monaten gewesen ist, was fehlt, 1 bie speculativen Umsätze, zu denen die Kundschaft der Banken und Bargeschäfte das geringste Contingent stellt, und eine thatsächliche Verschlechterung des Geschäfts 1 liegt also nicht vor. Die Speculation aber hat eine abwartende Haltung eingenommen, weil sie zum Theil offenbar im Unklaren ist, nach welcher Sette dre Die ^Anregung der letzten Wochen ist vorüber und der Erfolg der Russenemission in Paris, dem mit so viel Eifer entgegengearbeitet wurde, sollte für eine Erhöhung der Course sprechen. Nichtsdestoweniger aber blieb die Tendenz durchweg schwach und eine Erklärung dafür kann eigerftltch nur darin gefundenwerden, daß ein erheblicher Theil der Speculation tn der Erwägung, daß dem Ruffenconsorttum bis zur Subscription an der Erhaltung einer guten Tendenz viel gelegen sein müsse das that, was sie vom Ruffenconsorttum erwartete, nämlich intervenirte, d h kaufte. Daß dies in Deutschland in umfassendem Matze der Fall gewesen wäre, ist nicht anzunehmen, dazu sind die Deportsätze zu hoch, aber in Frankreich vollzogen sich diese Käufe zweifellos; sie kommen jetzt zur Losung und scheinen den Deckungen reichlich das Gegengewicht zu halten, sonst konnte die Coursbewegung im Angesicht der Ulttmoversorgung nicht den Verlauf nehmen, der sich in dieser Woche vollzogen hat. Allerdings ist die Rückwärtsbewegung dort verstärkt roorben durch eine Nachricht, nach welcher bei den Sparkassen ein Ueberwiegen der Rückzahlungen über die Einlagen zu bemerken sein soll. Hiermit wird in der That der wimdeste Punkt der Verhältnisse in Frankreich berührt. Es rst an dieser Stelle bereits mehrfach darauf hingewiesen worden, daß die enormen Anforderungen der lefcten Zeit zuletzt doch eine Ueberladung des dortigen Marktes zur Folge haben müssen, und eine Erscheinung wie die erwähnte legt die Vermuthung nahe, daß dieses Stadium bereits erreicht sei. Dazu kommt, daß in Frankreich eine Zurückziehung von Sparkaffengeldern nicht ohne eine ganz empfindliche Einwirkung auf dieBörse bleiben könnte, weil die Kassen fastsämmtlicheFonds in Staatsrententitres inveftirt haben und entsprechende Rentenbeträge demnach zum Verkauf gelangen müßten Indessen ist der Rückgang der Spareinlagen doch nicht mit Sicherheit auf eine Überlastung des Marktes zurückzuführen. Die Ziffern derselben regnen selten auf augenblickliche Marktverhältnisse, und in der Regel kann erst nach Monaten ein Zusammenhang nachgewiesen werden. Die Erscheinung erklärt sich auch zwanglos durch die außerordentlichen Verluste, welche das Privatcapital an Vanamawerthen, Bankactien, Portugiesen und Griechen erlitten hat und sie findet ihr Analogon in Deutschland, wo derselbe Rückgang schon im vergangenen Jahre conftatirt wurde. Voraussichtlich würde sich auch eine Ueberladung nicht so plötzlich geltend machen. Fast ausnahmslos sind wohl steigende Zinssätze als die ersten Sturmvögel anzusehen; diese aber fehlen vorläufig gänzlich in Frankreich und wenn auch selbst diese Zeichen trügen können, so ist doch nicht anzunehmen, daß trotz der Vorsicht, die man in der Hinausschiebung der Einzahlungen auf emen langen Zeitraum walten ließ, die Ueberladung bereits besteht. Das Alles schließt freilich nicht aus daß die Coursbewegung in Paris für die nächste Zeit weiter nach unten tendirt. Das überschüssige Material der großen Emissionen will untergebracht sein, und ohne Zugeständnisse an den Cours wird man schwerlich neue Käufer heranziehen, die Verhältnisse mit Spanien verschlechtern sich mit jedem Tag, Portugal nähert sich dem kritischen Punkt, an dem die Unzulänglichkeit seiner Mittel voll in Erscheinung treten wird, dazu die wachsenden Einzahlungen, das alles find Ver» hältnisse, die schwer auf die Tendenz des Pariser Marktes drücken werden, und aus denen vielleicht noch ernste Entwickelungen entstehen können. — Nicht viel besser ist die Lage in Wien. Dort hat man, ganz ähnlich wie dies s. Z. in Deutschland geschah, den Localmarkt begünstigt, um von der internationalen Börsentendenz unabhängig zu sein, aber mehrere ungünstige Dividendenschätzungen haben den Nachweis geliefert, daß auch die dortige Industrie sich den Verhältnissen des Weltmarktes nicht entziehen kann, und seitdem sind die Course scharf rückaänaia gewordm, und mit den Localwerthen fallen die internationalen Werthe her Wiener Börse, speciell Creditactien, weil das Institut bei den mannigfaltigen Verbindungen mit der Industrie des Landes am leichtesten den Verlusten ausgesetzt ist. Dazu kommen Schwierigkeiten in der Ultimoliquidation, ein in Anbetracht der überall niedrigen Goldsätze überaus hoher Reportztnsfuß, und dies drückt weiter auf die Course. So scheinen denn allerdings die deutschen Börsen mit ihren notorisch großen Baisseengagements abermals im richtigen Fahrwasser zu schwimmen, aber dennoch ist die Speculation unsicher und wagt nicht ihre Positionen noch zu vergrößern, aber trotz der Nähe des Ultimo und trotz der Höhe der Deportsätze beeilt sich auch Niemand mit Deckungen. Man zahlt die hohen Deports und — prolongirt. So bleiben auch die Course der speciell deutschen Werthe fast unverändert, sie stagniren, und die Bewegung vollzieht sich nur in denen, die von Paris und Wien abhängen. Eine Ausnahme machen Russische Noten in Berlin. Der Cours derselben stieg im Anfang der Woche in Ansehung der im letzten Bericht dargelegten Verhältnisse bis über 216 und stürzte dann am Mittwoch scharf ab, um seitdem sich wieder auf dem Niveau von 212 zu bewegen. Schon seit geraumer Zeit beunruhigt sich die Productenbörse über ein angeblich bevorstehendes Haferausfuhrverbot aus Rußland, und trotz fast täglicher Dementis gilt das Verbot an der Börse als sicher, zumal für russische Rechnung Hafer in Deutschland angekauft wird. Die obige Coursbewegung ist das Resultat dieser Befürchtungen, wie weit sie aber gerechtfertigt erscheint, in Anbetracht der wenig belangreichen Haferausfuhr Rußlands, in Anbetracht der großen Guthaben aus der neuen Anleihe, die nach Rußland remitttrt werden müssen, und in Anbetracht des überaus hohen Deports, das sind Fragen, die kaum zu entscheiden sind. Im Bankenmarkt schließen die deutschen Werthe nur unerheblich unter dem vorwöchentlichen Schlußcours. Nur Darmstädter mit 1.70% und Handelsgesellschaft mit 1.20% erlitten größere Einbußen. Credit hingegen sind 4 fl schwächer, wozu ein Gerücht, daß die Creditanftalt bei einer Insolvenz in der galizischen Erdwachsindustrie mit betheiligt sei, viel beigetragen hat. Dasselbe wurde bcmentirt, eine Besserung des Courses ist aber trotzdem nicht eingetreten. Im Markt der Transportactien blieben die Hauptwerthe Staatsbahn und Lombarden, trotz der schwachen Markttendenz behauptet, Staatsbahn allerdings nur unter mehrfachen Schwankungen und mit Unterstützung durch eine Meldung, nach 8587] Ein gut gehendes (Kolonial» waareu-Gefchöft sofort zu verpachten. Näheres zu erfahren in der Expedition dieses Blattes___________________________ 9426] Fein möblirtes Zimmer an feinen Herrn zu vermiethen. Liebigstraße 5. 9436] Möblirte Zimmer an ruh. Herrn zu vermiethen. Löberstraße 4. 9326] Zimmer mit Cabinet zu ver- 9226] Modi. Zimmer zu vermiethen Frau K. Mette, Bahnhofstraße 56. 85601 Möblirte Zimmer zu vermiethen. ______________________Gartenstraße 21. 9440] Möbl. Zimmer zu vermiethen. ____________Alicestraße 23, Mansarde. 7479] WerkstLtte zu vermiethen. A. Marcu-, Bahnhofstraße 15. 8082] Zwei möblirte Zimmer im Nebenbause zu vermiethen. LoniS Petri L. 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Gold- 85.05 „ Baden ..... 102.50 102.20 Rente .... 85.10 3% Sächsische Rente. . 85.10 85.10 5o/oSerbischeEisenbahn- 88.20 87.80 3V,% BremerStaatsanl. --— ----1---- Hyp.-Obl. L. A. . „ Hamb.Staatsrente —— -- —.— 4%Schwed.Oblig.l88Or 100.90 101.25 4% Oestr. Goldrente . 94.70 94.50 1% Türken cono. Lit. D. 17.55 17.50 „ GriechischeMonopol- 5% Argent. Gold - Anl. 40.— 40.40 Anleihe . . . 61.05 61.10 v. 1887 . . . 5% Rumänische Rente . 97.95 97.65 3%% Egypt. priv. Anl. 91.— 89.90 4% Ruff. Consols S. III 96.50 95.20 Gisendahrr-PrioritLterr. 4% Pfälz. Ludwigsbahn 50/0 Südbahn Lombarden 102.30 102.05 (Bexbach) . . . „ Hessische Ludwigsb. —.— 101.40 40/0 do. do. 3% do. do. 94.35 62.75 94.20 62.40 68/69 garant. . 101.30 101.45 4o/o Prag-Duxer Gold . 98.25 98.50 „ Elisabethb. steuerfrei „ Rudolf Gold (Salzk.) 99.— 99.— Gold .... 50/0 Oestr. Staatsbahn. 99.60 99.80 „ Franz-Josef Silber 83.— 83.10 106.05 106.— 3% ftaatl. garant. Jtal. 4% do. do. 99.40 99.20 Eisenbahn . . 54.25 54.45 3% do. do. 3% Livorneser . . . 4% Russ.SÜdw Eisend. 61.— 61 — I.—VIII.Emiff. 83.60 83.30 92.40 92.05 30/0 do. Ergänzungsnetz 5% Nordwestbahn Gold 80.65 105.65 80.— 40/0 Wladikawkas garnt. 4% gar. Sardin.Sec.stsr. 91.30 77.50 90.80 77.50 AifeubahtuAette«. Ludwigshafen-Bexbach. 220.90 221.— Galiz.CarlLudw.-B--Act. ,177% 177.25 Hessische Ludwigsbahn. 111.10 110.35 Oest. Nordw.-Bahn Lit.8. 190% 188.50 Pfälzische Nordbahn . 114.40 114.80 Gotthardt..... 131.30 131.95 Lübeck-Büchner . . . 147.80 147.— Jtal. Mittelmeer . . j 92.25 91.70 »ank-Aetie«. Deutsche Reichsbank . 143.45 144 — Dresdener Bank. . . 136.50 135.20 Berlin. Handelsgesellsch. 138.50 138.— Mitteldeutsche Creditb. . 98.20 97.80 Deutsche Bank . . . 148.20 147.70 Wiener Bank-Verein . 93% 91% DeutscheGmoffenschftsb. Württemb. Vereinsbank 122.20 122.50 v.Soergel,ParristusLCo. 120.80 120.90 Deutsche Vereinsbank . 106.15 106.50 Jndustrie-Actien. Binding-Brauerei . . 154.20 155.— Deutsche Verlagsanstalt 198.— 195.— Stern- do. (Oberrad) 129.— 129.— Farbwerke, vornnMeister, 274.50 Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 275.— fabrik .... 269.— 272.50 RiebeckffcheMontanwerke 173 — 175.70 Hibernia Bergw.-Ges. . 151.60 146.60 Bochumer Gußstahl 117.55 115.80 Pfandbriefe. 40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr. 40/gDeutscheGrundschld.- 101 — 101.— v. 91 ab . . . 102.— 102.— Bk.-Pfandbr. . 3%%Frnkf.Hyp.-Pfdbr. 4%Preuß.Hyp.-Act.-Bk.- 94.80 95.— SVeVo do...... 3%% Rhein. Hyp.-Bank- 93.40 93.4' Pfanbbr. . . . 101.10 101.10 Pfandbr. . . . 92.30 92.20 3%% do...... 40/oPreuß. Centr.-Bod.- 93.40 93.40 49/v Meininger Pfandbr. 100.80 100.80 Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 100.20 100.15 Loose. 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