Mr. 119 1891 Mittwoch den 27. Mai Drr •tattMt Mi«!« täglich, •6t Uu-vahmr bei Montags. •k Meßen er ®**m brat Anzeiger «AchMMch dreimal Gießener Anzeiger Kenerat-Unzeiger. vierteljthriger MexumtttoftM» 2 Mark 20 Pkg. *6 Bringerloh«. Durch die Post bezagaa 2 Mark 60 Pfg. Rebaction, Expetttto» and Druckerei: -ch-kstr-te Kr ' Aerazprecher 61. Amts- und Anzeigeblatt für den ALreis Gieren. > 1'^ iniwinniijm. »RfRtww—wMw ■miwy—r—iwmwmWMIi 8oa«|mc ior «»zeigen zu der «achmittagS für d« | dArjrfltffirt ftRItfiftrHfrI Elle «nn-Ncen^ureaux der In- und Ausländer ach»« kargenden Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. | ^1UlWWUU|j€. ^|UUllUCU9lUUU. | Anzeigen für den „Gießener Anzeiger» mtgege». 2hnfltcbcr Thsil. Nr. 15 des Reichs-Gesetzblattes, ausgegeben den 22. d. M., enthält: (Nr. 1950.) Gesetz, betreffend die Abänderung von Bestimmungen des Strafgesetzbuchs. (Vom 13. Mai 1891). (Nr. 1951.) Gesetz, betreffend die Prüfung der Läufe und Verschlüffe der Handfeuerwaffen. (Vom 9. Mai 1891). (Nr. 1952.) Bekanntmachung, betreffend die Zuthellung der Insel Helgoland zu dem 5. Wahlkreise der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. (Vom 16. Mai 1891). Gießen, 26. Mai 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ___v. Gagern.__ Bekanntmachung, Errichtung eines chemischen Untersuchungs-Amtes für die Provinz Oberheffen betreffend. Unter dem Namen „chemisches Untersuchung-- Amt für die Provinz Oberheffen" ist in Gießen (Liebigstraße 12) eine Provinzial - Anstalt zur technischen Untersuchung, namentlich von Nahrungs- und Genußmitteln, sowie Gebrauchsgegenständen, errichtet worden. Sowohl den Staats- und Gemeinde-Behörden als auch Privatpersonen steht die Inanspruchnahme dieser Anstalt gegen Bezahlung der tarifmäßigen Gebühren frei. Für Untersuchungen, welche im Auftrage der Kreisämter aber Gemeinden der Provinz in amtlicher Eigenschaft oder für amtliche Zwecke veranlaßt werden, wird nur die Hälfte der Tarifsätze berechnet. Der Tarif kann von den Großh. Kreisämtern oder direct von dem Untersuchungs-Amte bezogen werden und ist in demselben auch angegeben, welches Quantum von den einzelnen Untersuchungsgegenständen einzusenden ist. Die Einsendung von Untersuchungsgegenständen kann vom 13. Mai d. I. an erfolgen und hat portofrei an das chemische Untersuchungs-Amt in Gießen zu geschehen; für persönliche Einlieferung derselben Seitens des Publikums sind die Stunden von 10—12 Uhr Vormittags und 3—5 Uhr Nachmtttags (mit Ausnahme der Sonn- und Festtage) bestimmt. Gießen, den 25. April 1891. Großherzogliche Provinzialdirection Oberheffen. v. Gagern.____ Gießen, am 6. Mai 1891. Betreffend: Errichtung eines chemischen Untersuchungs- Amtes für die Provinz Oberhessen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die GroHherzoglicheu Bürgermeistereien und Polizeibehörden deS Kreises. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung rubr. Betreffs empfehlen wir Ihnen dringend die Benutzung des Untersuchungsamtes zu den durch das Reichsgesetz vom 14. Mai 1879 vorgeschriebenen Untersuchungen von Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen. Ein Exemplar des Tarifs lassen wir Ihnen k. H- zugehen. ___________v. Gagern.________________ Bekanntmachung. Der Obstbautechniker Metz von Friedberg wird Mittwoch den 27. Mai l. I. nach Odenhausen, Donnerstag den 28. Mai l. I. nach Rüddingshausen, Freitag den 29. Mai l. I. nach Geilshausen, Samstag den 30. Mai l. I. nach Lumda, Sonntag den 31. Mai l. I. nach Beltershain kommen, um den Landwirthen in den Baumstücken Anleitungen über Pflanzen, Schneiden, Behandeln der Obstbäume zu geben und im Anschluß hieran Vorträge über Obstbau halten. Die Anleitungen in den Baumstücken finden zu noch näher zu bestimmenden Stunden statt, die Vorträge sind mit Ausnahme derjenigen zu Treis und Beltershain, welche um 3 Uhr Nachmittags abgehalten werden, auf Abends 8V2 U§r anberaumt. Alle Mitglieder des Obstbauvereins, alle Landwirthe und Freunde des Obstbaues sind zu diesen Versammlungen freund- lich und dringend eingeladen. Gießen, den 21. Mai 1891. Der Vorsitzende der Section Gießen des Wetterauer Obstbauvereins: Nebel, Amtmann. . LLF. L!B----!-—■ —UL. Deutsches Reich. nn. Darmstadt, 25. Mai. Der seit Anfang Mai d. I. rn Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landes- zewerbeverein in den Räumen der Landesbaugewerkschule eingerichtete Sommercursus für fachgewerbliches Zeichnen hat die erfreuliche Thatsache zu verzeichnen, daß derselbe von 23 Theilnehmern aus allen Theilen unseres Großherzogthums, darunter eine Anzahl früherer Schüler der Baugewerkschule, besucht wird. Constructionen, speciell für die gewerbliche Thätigkeit der Schüler berechnet, sowie die Lehre der practischen darstellenden Geometrie bilden die Unterrichtsgegenstände dieses Cursus, welcher von Herrn Ingenieur Ackermann geleitet wird. Durch die Einrichtung dieses Unterrichtscurses während des Sommers ist einem längst gehegten Wunsche der Baugewerbetreibenden Seitens Großh. Centralstelle für die Gewerbe in dankenswerther Weise entsprochen worden. Aus Oberschlefieu wird der „Franks. Ztg." geschrieben: Von jeher hat Rußland es sich angelegen sein lassen, den Grenzverkehr nach Möglichkeit zu erschweren. Neuerdings hat die russische Regierung angeordnet, „daß aus den russischen Grenzmärkten deutsche Käufer Lebensmittel erst dann einkausen dürfen, wenn die einheimischen Käufer befriedigt sind und kein deutscher Käufer mehr als 10 Mark an Geld mitbringen darf." Wie schwer diese Einschränkung des Grenzverkehrs von denjenigen Grenzbewohnern empfunden wird, welche auf das steuerfreie Einbringen von Butter, Eiern, Fleisch, das jenseits der Grenze nm die Hälfte billiger ist, angewiesen, ist begreiflich. Ausland. Paris, 24. Mai. Die Syndicatsvereinigung gegen die bewilligten Vergünsttgungen bei der Einfuhr von geschlachtetem Vieh hielt heute eine Versammlung ab, welcher 2000 Personen, darunter mehrere Deputirte und Municipal- räthe, beiwohnten. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in welcher eine Gleichstellung der Zölle bei geschlachtetem und lebendem Vieh gefordert wird. Die Resolution verlangt ferner, daß die nach Frankreich eingeführten Thiere zerlegt seien und daß das Verbot der Einfuhr von Hammeln aufgehoben werde. Pau, 24. Mai. Der Präsident Carnot ist heute früh, von der Bevölkerung aufs Lebhafteste begrüßt, hier eingetroffen. Bei dem ihm von der städtischen Behörde dar- gebotenen Frühstück hob der Präsident in seiner Rede hervor, daß die Politik der Regierung, welche dem Lande eine Aera friedlicher Arbeit sicherte, eine glänzende Anerkennung durch das allgemeine Stimmrecht erfahren habe. Die Regierung werde ihr Werk der Beschwichtigung und der Reformen in dem doppelten Bestreben der Größe des Vaterlandes und der socialen Gerechtigkeit fortsetzen. Rom, 24. Mai. Der Papst empfing heute die Kronprinzessin von Schweden. Amsterdam, 24. Mai. Heute fand hier eine Versammlung zu Gunsten des Allgemeinen Stimmrechts statt, in welcher mehrere socialdemokratische Führer, darunter Domela Nieuwenbuis und Fortuyn, Ansprachen hielten. Ruhestörungen sind nicht vorgekommen. Athen, 24. Mai. Die Mitglieder des Wiener Männergesangvereins sind hier heute früh eingetroffen und festlich begrüßt worden. Lissabon, 24. Mai. Nach einem Privattelegramm aus Rio nahm die brasilianische Regierung das Decret, wonach die Erhebung der Zölle in Gold verfügt wird, zurück, setzte jedoch eine Zuschlagsteuer von 50pCt. auf die gegenwärtigen Zölle fest. Sämmtliche Zölle werden in Papier gezahlt werden können. Die Wohnungsfrage in Deutschland. Die zunehmende Bevölkerungsdichtigkeit in Deutschland hat allmählig eine Wohnungsnoth entstehen lassen, über deren einschneidende sociale, volkswirthschaftliche und hygienische Bedeutung nirgends mehr ein Zweifel herrscht. Längst haben sich daher hervorragende Volkswirthe und Socialpolitiker mit der Lösung der Wohnungsfrage, die ja ein nicht unwesentliches Stück des großen socialen Gesammtproblems darstellt, beschäftigt, ohne freilich bis jetzt zu einem befriedigenden Resultate zu gelangen. Einer durchgreifenden Beseitigung der herrschenden Wohnungsnoth nach ihren verschiedenen Richtungen hin stehen eben ungewöhnlich große praktische Schwierigkeiten entgegen, und zu deren Hinwegräumung müssen sich eilte Reihe von Factoren vereinigen, was bis jetzt noch nicht zu ermöglichen gewesen ist. Unzweifelhaft muß aber hierbei die Reichsgesetzgebung mit eingreifen, darüber sind sich alle competenten Beurtheiler der Wohnungsfrage klar- das Gebiet des Wohnungswesens ist ein so wichtiges, daß das Reich dasselbe unbedingt in seine gesetzgeberische Competenz mit ein- zubeziehen hätte. Vor Allem müßte die civilrechtliche Seite der Wohnungsfrage von rechtswegen geregelt werden, daneben würde es erforderlich erscheinen, ein besonderes Reichsgesetz über die Verpflichtung der Gemeinden zur Instandhaltung und Erweiterung der Städte und ländlichen Orte zu erlassen. Der Erlaß einer Bauordnung und einer Wohnordnung von rechtswegen könnte vielleicht ebenfalls zu den Aufgaben des Reiches bei der Lösung der Wohnungsfrage gerechnet werden. Trotz dieses Eingreifens der Reichsgewalt würde den Landesgesetzgebungen auch fernerhin noch genug Einfluß aus dem Gebiete des Wohnungswesens verbleiben, man braucht hierbei nur an die wichtige Frage der Besteuerung der Wohnungen und des Grundes und Bodens zu denken. Als den Gemeinden zusallende Aufgaben zur Beseitigung der Wohnungsnoth wären zu bezeichnen Aufstellung geeigneter Bebauungspläne, Herstellung guter Straßen, Fürsorge für billige öffentliche Verkehrsmittel u. s. w. Neben den Gesetzgebungen des Reiches und der Einzelstaaten und neben den com- munalen Verwaltungen ist jedoch auch die private Erwerbs- thätigkeit zur Lösung der Wohnungsfrage mit berufen. Vermag doch gerade die Privatwirtschaft allein Wohnungen m ausreichender und auf die verschiedenartigsten Bedürfnisse und Ansprüche Rücksicht nehmender Weise zu beschaffen, nur ist es freilich ein wesentlicher Punkt der Wohnungsfrage, in welcher Art die Selbsthilfe zur Beschaffung geeigneter Wohnungen einzutreten hätte. Es haben sich an diesem Problem schon Actiengesellschasten, Genossenschaften mit beschränkter und unbeschränkter Haftpflicht, Vereine mit dem Recht der juristischen Persönlichkeit und andere Vereinigungen versucht, ohne indessen von ihrer Thätigkeit bis jetzt durchgreifende Erfolge zu erzielen. Letztere ließen sich aber gewiß erhoffen, wenn die private Bauthätigkeit mit Gesetzgebung und Verwaltung kräftig Hand in Hand gehen könnte, wenn sich alle die zur Beseitigung der Wohnungsnoth berufenen Factoren zusammenschlössen, denn mit solchen vereinten Kräften müßten schließlich alle Schwierigkeiten, welche heute einer practischen und befriedigenden Lösung der Wohnungsfrage noch entgegenstehen, siegreich überwunden werden. Jedenfalls kann die Wohnungsfrage nicht von einem begrenzten Standpunkte aus behandelt werden, wie z. B. von dem des Vermiethers, ebensowenig handelt es sich um Abschaffung der Wohnungsnoth als solcher allein, wenngleich letzterer Punkt natürlich eine hervorragende Rolle in der ganzen Frage spielt. Dieselbe begreift vielmehr die Regelung eines nothwendigen und naturgemäßen Zustandes im Volksleben, des Wohnens überhaupt, in sich und kann daher nicht durch einseitiges Vorgehen zum Austrag gelangen. Es muß zwar anerkannt werden, daß es verschiedener Mittel bedarf, um für Reich und Arm die Lösung zu erzielen, dennoch kann eine solche ans befriedigende Weise nur durch gleichzeitige Thätigkeit der Gesetzgebung, der Gemeinden und der Privaten erzielt werden. Heuefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Lorrespondmz-Bureau. Berlin, 25. Mai. Der Statthalter von Elsaß-Loth- ringen, Fürst Hohenlohe, ist heute von Ihrer Majestät der Kaiserin im Neuen Palais empfangen und zum Frühstück geladen worden. — Der Major von Wißmann ist heute hier eingetroffen. — Die „Kreuzztg." schreibt: „Aus Regierungskreisen wird mitgetheilt, der einzige Grund zum Rücktritte des Ministers Maybach seien Gesundheitsrücksichten, welche eine weitere anstrengende Thätigkeit untersagen. München, '25. Mai. Die „Allg. Ztg." erfährt von zuverlässiger Seite aus Berlin, die preußische Regierung würde dem Anträge aus Wiederzulassung der Redemptoristen, falls ein solcher an den Bundesrath gelange, nicht zu- stimmen. Wien, 25. Mai. In der heutigen Sitzung des Welt- post-Congresses wird der Eintritt der australischen Colonien in den Weltpostverein berathen. Eine Commission schlägt im Einvernehmen mit den Vertretern Australiens vor, daß die australischen Colonien dem Weltpostverein beitreten, mit einer Stimme für die Gesammtheit der Colonien, einschließlich Neuseelands, unter der Bedingung, daß bis zum nächsten Congresse die Seetransitgebühren und die Einheitsportosätze für Briese dieselben bleiben. Wien, 25. Mai. Australien ist dem Weltpostverein beigetreten. In der heutigen Plenarsitzung des Post- congresses wurde die Berathung dieser Frage auf Grund Berichts der betreffenden Commission beendet. Die Vertreter von Neusüdwales, Victoria, Queensland, Westaustralien, Süd- auftralien, Tasmanien und Neuseeland erklärten den Beitritt ihrer Staaten vom 1. October d. I. zum Weltpostverein. Der Präsident drückte unter allgemeinem Beifall der Versammlung deren lebhafte Befriedigung über das freudige Ereigniß aus. Wien, 25. Mai. Die „Neue Freie Preffe" meldet aus Jassy, daß die Königin Natalie dort direct nach Odessa durchreiste. Wien, 25. Mai. Nach erfolgter Beitrittserklärung zum Weltpostvereine seitens der australischen Delegirten in der heutigen Weltpost-Congreßsitzung dankte der Vorsitzende, Sectionsches Obentraut, den australischen Delegirten, dem deutschen Staarssecrelär Stephan, der englischen Regierung und dem englischen Delegirten Blackworb für ihre Bemühungen zur Erreichung dieses Zieles. Die Delegirten Nordamerikas, Italiens, Egyptens, Indiens und Brasiliens begrüßten Namens aller Weltiheile Australien als jüngstes Mitglied des Weltpostvereins, worauf die Australier ihre Genugthuung über die engere Verbindung mit anderen Welttheilen aussprachen. Prag, 25. Mai. Das „Prager Abendblatt" erklärt anläßlich der Mittheilungen der Blätter über den Streit zwischen böhmischen und deutschen Besuchern der Landesausstellung, der in Thätlichkeiten ausartete, daß darüber strafgerichüiche Anzeige erstattet sei. Die Verhandlungen würden sicher stellen, welche Seite schuldig und wie groß das Maß der Schuld sei. Paris, 25. Mai. Eine heute Nacht statrgehabte von etwa 4000 Personen besuchte Versammlung von Bediensteten der Omnibus-Gesellschaft beschloß einstimmig, heute den Strike zu beginnen. Paris, 25. Mai. Der sofortige Strike in der Versammlung der Omnibus-Bediensteten wurde beschlossen, 3veil die Direetion es bisher verweigerte, mit den Syndicats- Delegirten der Bediensteten betreffs der Arbeitszeit-Verkürzung und der Lohnerhöhung zu verhandeln^ heute früh wurde der gesummte Omnibusverkehr eingestellt. Paris, 25. Mai. 26 Munizipalräthe beriefen heute Abend ihre Collegen zu einer Vollversammlung des Munizipal- rathes für morgen ein, um die Frage des O m n i b u s st r i k e s zu untersuchen. Paris, 25. Mai. Vereinzelte Omnibuswagen fahren mit neuen Kutschern. Die Mehrzahl wird von Gruppen der Strikcnden ausgehalten, die Pferde werden abgeschirrt, die Leinen durchschnitten. Die Polizei verhaftete mehrere am Bastilleplatze, darunter den Vorsitzenden des Strikesyndicats. Vor den Omnibusdepots hindern Gruppen der Strikenden die Ausfahrt und versuchen, die Pferde abzuschirren. Paris, 25. Mai. Die Zahl derjenigen Omnibus- Strikenden, die wegen Beschränkung der Freiheit der Arbeit verhaftet worden sind, beträgt gegenwärtig etwa fünfzig Mann. Zwei Kutscher, welche früh ausfahren wollten, sind schwer verletzt. Von den 925 Wagen der Gesellschaft sind in der Frühe nur 300 ausgefahren. Der Verwaltungsrath der Gesellschaft erklärt, überzeugt zu sein, daß, wenn keine Gewaltthätigkeiten vorgekommen wären, die Gesellschaft mit Hilfe ihrer überzähligen Angestellten den Dienst hätte fortführen können. Der Verwaltungsrath beschloß, das Bureau des Munieipalraths zu ersuchen, die Vermittlerrolle zwischen der Gesellschaft und den Strikenden zu überuehmen und stellt sich dem Bureau in dieser Beziehung zur Verfügung. — Die possibilistischen Municipalrüthe forderten den Seinepräfecten in einem Schreiben auf, unverzüglich vom Betriebsmaterial und von den Räumlichkeiten der Omnibus-Gesellschaft Besitz zu ergreifen. Verschiedene Blätter eröffnen eine Subseription zu Gunsten der Strikenden. Paris, 25. Mai. Die strikenden Omnibus-Bediensteten finden bei der Bevölkerung sympathisches Entgegenkommen. Passanten Helsen den Ausständigen die Aus- sahrt der Wagen aus den Depots hindern. Die anfänglich verkehrenden wenigen Pferdebahnwagen wurden alsbald von den Strikenden aufgehalten, die Pferde ausgespannt und die Wagen in den Geleisen stehen gelassen. Aus den Boulevards sind zahlreiche, nach den Rennplätzen bestimmte Wagen, welche zur Beförderung des Publikums sich anbieten,- dieselben werden ebenfalls gezwungen, anzuhalten, und die Pferde werden ausgespannt. Paris, 25. Mai. Polizeiageuten überwachen die Omnibusdepots zum Schutze der Ar b eits frei heit. Die Kutscher, welche früh ausfahren wollen, haben diese Absicht wegen der Drohungen der Strikenden aufgegeben. Es sind 22 Verhaftungen vorgenommen worden. Paris, 25. Mai. Die Zolleommiffion begann heute die Prüfung der Bemerkungen des Ackerbauministers über verschiedene Tariftitel, über welche die Regierung und die Commission sich noch nicht geeinigt haben. Die Commission hält ihre Tarife aufrecht auf Kühe, Schweine und frisches Hammelfleisch. Die Commission nahm ein Amendement des Deputaten Villebois-Mareuil an, demzufolge Hammelfleisch nur in Viertel zerlegt eingeführt werden soll. Die Eingeweide sollen dem Vorderviertel anhängen. Lüttich, 25. Mai. In den Kohlengruben der Soeivto Cockerill ist der Strike vollständig beendet. In den Gruben der Societe Marihaye hat sich die Lage bedeutend gebessert. Die unter Tags fahrenden Züge sind fast vollständig besetzt. In Mons wurde heute früh in fämmtlichen Kohlengruben unterschiedslos die Arbeit allgemein'wieder ausgenommen. London, 25. Mai. Im Unter Hanse erklärte heute der Unterstaatsseeretär Gorst auf eine Anfrage hin, daß nach den amtlichen Berichten der griechischen Regierung auf Korfu die Ordnung wieder her gefielt fei. Die Juden auf der Insel hätten ihre gewohnten Beschäftigungen ausgenommen. Athen, 25. Mai. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland sind gestern über Patras .nnb Venedig nach Berlin abgereist. Petersburg, 25. Mai. Die Blätter heben hervor die hervorragende humane Bedeutung der kaiserlichen Erlasse anläßlich der glücklichen Rückkehr des Großfürsten Thronfolgers aus den russischen Boden. Berlin, 26. Mai. Nach einer Standardmeldung aus Shangai wurden die christlichen Missionshäuser zu Nankin vom Pöbel gestürmt und geplündert- die Insassen sind mit Mühe dem Tode entgangen. Voraussichtlich liegt Anstiftung geheimer Gesellschaften zur Christenverfolgung vor. totales unö provinzielles. Gießen, 26. Mai. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 28. M a i 1891, Nachmittags 4 Uhr: 1. Gesuch des Jacob Braun um Erlaubniß zur Erbauung eines Schuppens. 2. Herstellung von gepflasterten Ueber- gängen. 3. Den Weg über die Günsäcker nach dem Philosophenwald betr. 4. Anschaffungen für die Stadtmädchen- schule. 5. Ausbau des Weges nach dem Hardtberg. 6. Vergrößerung des Mafchinenhauses zur Schlachthausanlage. 7. Gesuch des Musikcorps der Gießener freiwilligen Feuerwehr um Ueberlassung eines Locals im Hofgerichtsgebäude zur Vornahme ihrer Uebungen. 8. Verwerthung der Grassamenernte im Gießener Stadtwald. 9. Decretur von Kostenrechnungen. 10. Die Bureaulocalitäten des Großh. Polizeiamts. 11. Gesuch der Straßenkehrer um Erhöhung ihres Lohnes. — Für die Donnerstag den 28. Mai Hierselbst im Cafe Leib stattfindende theologische Conferenz. ist folgende Tagesordnung festgesetzt worden: 1) Begrüßung, Geschäftliches, 10 Uhr. 2) Referat von Professor Dr. Kattenbusch- Gießen über: Die neueren Arbeiten auf dem Gebiete der Dogmatik, lO1/^—11 Vz Uhr. 3) Vortrag von Pastor Gymnasiallehrer Schöler (Münster i. W.) über: Bedeutung und Bedürfnis des christlichen Religionsunterrichts für die Um> gestaltung des höheren Schulwesens, llJ/2—12^/z Uhr. Dis- enssion von 1—2 Uhr. 4) Gemeinsames Mittagessen 2i/2 Uhr (trockenes Couvert Mk. 1,50). — Das gestrige Concert des Zapf'fchen Künstler Quartetts war leider nicht zahlreich besucht, was bei der Beliebtheit der Künstler in früheren Jahren und der Thatfache, daß sich das Quartett so vortheilhaft von anderen derartigen Concert- gebern hervorhebt, sehr zu bedauern ist. Die Vorträge fanden, wie dies bei einer so glücklichen Vereinigung guter Stimmmittel, bei so sein nuancirtem Vortrag unter Zugrundelegung eines gut zusammengestellten Programms füglich gar nicht anders zu erwarten, den ungeteilten Beifall der Anwesenden. Aber auch die Einzelvorträge für Baß und Bariton fanden den verdienten Beifall, so daß die Herren zu wiederholten Dreingaben sich veranlaßt sahen. In der überaus heiteren „Gardinenpredigt" wurde auch dem Humor der willkommene Tribut gezollt. Aus Allem, was gestern zu Gehör gebracht wurde, drängte sich den Anwesenden die Ueberzeugung auf, daß die Leistungen des Quartetts ganz vorzügliche sind und ist nur zu wünschen, daß das heutige Concert sich eines regeren Besuches erfreuen möge, als das gestrige. _____________ — Ernennungen. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 2. Mai den Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms Albert Kost zum Lehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Friedberg, den Lehrer an der Realschule zu Bingen Arnold Garnier zum Lehrer an der Realschule zu Alsfeld und den Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms Dr. August Dieckmann zum Lehrer an der Realschule zu Butzbach, sämmtlich mit Wirkung vom 1. April l. I. an, zu ernennen. — Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stammheim mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Helmhof mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. — Die vom Großh. Obereonsistorium an die evangelische Landessynode gerichtete Vorlage wegen Erhöhung der Gehalte der im Dienste der Landeskirche stehenden, nicht unter das Classificationsgesetz für die Geistlichen fallenden Beamten — geplant ist dieselbe Erhöhung, welche allen Civilstaats- bienern vom 1. April d. I. zugebilligt worden ist — beantragt der Finanzausschuß zu genehmigen. Die bei der Landessynode von den Synodalen Dr. Weiffenbach, Dr. Ree und Schäfer beantragte Gründung eines eigenen Pensionsfonds für die evangelischen Geistlichen der hessischen Landeskirche erachtet der Ausschuß in Übereinstimmung mit Großh. Oberconsistorium, so wünschenswerth sie auch au sich sei, bei der tiermaligen Lage der Verhältnisse für unthunlich; er beantragt, den Antrag für erledigt zu erklären mit Rück' sicht auf die bereits eingebrachte Vorlage eines Gesetzentwurfs, betreffend die Versetzung der Geistlichen in den Ruhestand und die Festsetzung der Ruhegehalte, die das zur Zeit Erreichbare darstelle. — Als die Minimalgehalte der katholischen Geistlichen eine Ausbesserung von 1400 auf 1800 Mk. erfuhren, wurde auch der Beitrag des Staates an den evangelischen Centralkirchenfonds um 40,000 Mark (von 200,000 auf 240,000 Mk.) erhöht. Großh. Obereonsistorium hat nun au die evangelische Landessynode das Ansinnen gerichtet, daß unter Erhöhung der Minimalgehalte der Geistlichen von 1750 Mk. auf 1800 Mk. die entsprechenden Beträge mit Wirkung vom I. April ds. Js. zur Auszahlung gelangen. Der Ausschuß beantragt, der Vorlage Folge zu geben. D. Ztg. — In einer am 22. d. Mts. in Kloppenheim ab- gehaltenen Versammlung von Geistlichen und Laien wurde der Beschluß gefaßt, Sonntag, den 7. Juni in dem Saalbatr zu Friedberg einen oberheffifchen Katholikentag abzuhalten. Unter Anderen hat auch Herr Reichstagsabgeordneter Lieber sein Erscheinen zugesagt. Wie die in unserer Provinz allerdings sehr zerstreut wohnenden Katholiken erwarten, soll die Versammlung sich eines guten Besuches erfreuen. Rabenau, 23. Mai. Die Vorarbeiten zum Bahnbau Grünberg-Londorf schreiten rüstig vorwärts. Die Linie ist gelegt und erfährt nur noch unterhalb Kesse Ibach eine kleine Veränderung, weil sich herausgestellt hat, daß durch die Ausführung der dort bestehenden Richtung gewerbliche Interessen geschädigt werden könnten, was vermieden werden muß. Herr Graff, ein Eifenbahnbaumeister von Ruf, läßt es an Entgegenkommen nicht fehlen - er wird gewiß nach Möglichkeit, allen Interessen Aufmerksamkeit schenken, sobald sie ihm bekannt gegeben werden. Soll ja doch unsere Bahnanlage in erster Linie unserem gewerblichen Leben dienen. Wir wünschen nun noch den baldigen Bau, um nach so langem Harren die Wohlthaten eines Bahnverkehrs zu bekommen. Schotten, 23. Mai. Donnerstag den 21. d. M. sand die diesjährige Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenclubs zu Lauterbach statt. Zu derselben hatten sich eingefunden Vertreter der Sectionen Alsfeld, Büdingen, Grünberg, Herbstein, Hirzenhain, Kirtorf, Laubach, Lauterbach, Nidda, Schotten und Ulrichstein, zusammen 11 Sectionen mit 749 Stimmen. Nicht vertreten waren: Altenstadt, Birstein, Darmstadt, Gedern, Gießen, Homberg, Hungen, Ortenberg und Stockhausen. Herr Scriba erstattete Bericht über die Thätigkeit des Centralausschusses und der Zweigvereine im abgelausenen Clubjahre, derselbe gab auch der Versammlung die Ergebnisse der Generalversammlung des Verbandes deutscher Touristenvereine kund- der Verband zählt zur Zeit 24 000 Mitglieder. Die Versammlung genehmigte die Aufnahme des neugegründeten Zweigvereins Grebenhain, für die nächstjährige Generalversammlung wird Ulrichstein und für den diesjährigen Herbstausflug Nidda-Salzhausen bestimmt. Die Herstellung zweier Logirzimmer im Clubhause und das Anbringen einer eisernen Treppe zum Dachgeschoß wird gutgeheißen, dagegen soll die Anlage einer Treppe zum neuen Taufsteingerüst so lange hinausgeschoben werden, bis dasselbe vom Militärfiscus erworben oder doch mindestens die Erwerbung zu einem bestimmten Preise gesichert ist. Der Zweigverein Alsfeld erhielt 60 Mark Zuschuß zum Bau eines Gerüstes auf dem Baumgartskopf, dem Antrag von Gedern, Anbringung von Orientirungstafeln auf dem Herchenhainer und Taufsteingerüst, soll möglichst entsprochen werden, dem Antrag von Nidda, die Hauptversammlung an einem Mittwoch abzuhalten, kam man dadurch entgegen, daß dieselbe nächsthin an diesem Wochentage stattfinden solle - ein bestimmter Wochentag, , ist überhaupt für dieselbe nicht vorgeschrieben. Bad Nauheim, 25. Mai. Heute früh erhängte sich an einem Baume am Städterweg ein bei einem hiesigen Schlossermeister in der Lehre stehender Bube. Vorüber- fommenbe schnitten ihn ab und brachten ihn nach Friedberg, wo es gelang, ihn wieder ins Leben zurückzurusen. — Der Krieger verein Darmstadt erläßt soeben einen Aufruf zur Betheiltgnng an einer für den 12. Juli m Aschaffenburg projectirten Erinnerungsfeier zum Andenken an die vor 25 Jahren bei Laufach und Fronhofen gefallenen Hessen. Kriegskameraden aus Bayern und Oesterreich wollen- sich ebenfalls dort einfinden. Vorläufig hat der Krieger- verbandsbezirk Darmstadt die Vorbereitung der Feier in die Hand genommen und hofft man, daß sich die Feier zu einem Verbandsfeste gestalten werde. Mit den bayerischen Kameraden ist bereits Fühlung genommen. Anmeldungen zur Feier, bei welcher die Betheiligung von Familienangehörigen willkommen fein wird, sind bis zum 31. d. M. erbeten. PertniWo» * Frankfurt a. M., 25. Mai. In der ersten Woche ist die Internationale electro-technifche Ausstellung von 29 773 mit Eintrittskarten versehenen Personen besucht worden- Angesichts des zumeist sehr ungünstigen Wetters darf der Besuch der ersten Woche als ein sehr erfreulicher bezeichnet werden. * Kattowitz, 20. Mai. Ein seltenes Wiedersehen war es, zu welchem des Geschickes Mächte einem französischen leichtverwundeten Kriegsgefangenen aus dem Jahre 1871 und einem preußischen Unteroffizier, der den Transport der Gefangenen begleitete, verhalfen. Letzterer, jetzt Gendarm unk mit der Paßcvntrolle bei den hier einlaufenden Perfonenzügen aus Rußland betraut, wurde am vergangenen Freitag Nachmittag von dem Kriegsgefangenen, dem der damalige Unteroffizier die Wunde gekühlt hatte, erkannt und Thränen der Freude liefen über die Wangen der beiden ehemaligen Krieger. Der Franzose umarmte den Gendarm und küßte denselben in freudiger Erregung. Es waren, wie dem „Oberschi. Anz." mitgetheilt wird, der Gendarm Hartwig aus Kattowitz und der jetzige Weinreisende Bonget. Citevatav unfc — Die Werke des liebenswürdigsten deutschen Erzählers aus der besten Zeit der deutschen Literatur, -Harrffs Werke-, erscheinen nunmehr in einer großen monumentalen Pracht-Ausgabe, deren erste zwei Lieferungen uns zugegangen sind. Und daß wir cs gleich voraussagen: das deutsche Volk erhält eine Ausgabe seines Wilhelm Hauff, wie sie sich schöner, wirkungsvoller und gediegener nicht denken läßt. Eine Reihe der besten Künstler hat sich zusammengethan. das Lebenswerk des früh dahingeschiedenen und doch unsterblich gewordenen Dichters mit dem ganzen Reiz künstlerischen Schmucks auszustatten. Und gerade Hauff bietet dafür die dankbarsten Vorwürfe, man denke an den romantischen „Lichtenstein", an die geheimnißvollen „Phantasien im Bremer Rathskeller", an die poetischen „Märchen", die feinen Novellen wie „Bettlerin vom Pont des Arls", „Jud Süß" rc., die geistvolle Satire „Der Mann im Mond", die meisterhaften „Memoiren des Satans" u. a. — welche Fülle der Gestalten und Situationen, welche Contraste, wie viel des Poetischen und Stimmungsvollen ! Und dazu Künstler wie Langhammer, Häberlin, W. Friedrich, Bergen, Cloß, Leinweber, Fette, Gause rc. Auch der Text ist mit aller Sorgfalt wiedergegeben und von einem Landsmann des Dichters, Ekryjz. r^lbal£ nlerer - derselben ,Wt*tn Alsfeld, Loobach, NW", *mnr.n W btrtceten foaxeti: u, Gießen, Hen- Scriba erstattete 'alausschusses und der Tc/ derselbe gab auch ^neralversammlung des md; der Verband zahlt rsammlung genehmigte igvereins Grebenhain, lung wird Ulrichstein ■U9 Nidda-Salzhausen rzimnm im Clubhause eppe zum Dachgeschoß age einer Treppe zum igeschoben werden, bis Her doch mindestens die :ise gesichert ist. Der Zuschuß zum Bau eines n Antrag von Gedern, mf dem Herchenhainer tsprochen werden, dem ung an einem Mittwoch , daß dieselbe »ächsthin. n beMmter-Wochentag । trieben. friil) erhängte sich bei einem hiesigen n Bude. Borüdn-- x chn nach FrMntz, vistadt erlaßt soebw T fir den 12. Sulin Met zm «»dkck"« d Stoffen unö Oeftcrrcicf) ttolk« iufiq Hot der tajn- X d-r F-i-r ■ ' sich di-Fei» ja «« bin bch-risch-" S1” ‘ Anmeldung-" z" m FaWiiemng-hdng-n °i b. 9. -rb°'-"^ Lsß tti 6I(? ölt is^ ; -1,4- 1 //■■■ ir* ki# M ' ' der erst-" ®* Ä, UuSst-llu"g "°" t-Ltrootbe«. d°-'°L 7d°ri $S* O" itetre« 8?1 unb ob W d-r d°" 2Äb«t« «'» tret, fc(onenj«J'B 'em s Thront rfoeffit u«6 ^Ari-g-r- beide" ^Ld-ns-lbe» i- Kchl.» 'M a dem Dr Cäsar Flaifchlen, reoidirt. — Wenn wir oben sagten, daß da- deutsche „Volk" eine musterhafte Ausgabe seines Hauff erhalte, so war das Wort „Volk" mit Vorbedacht gewählt, im großen und umfastenden Sinn. Nicht an Bücherfreunde allein, nicht an dm Besitzenden vorzugsweise: an jeden Deutschen, an jedes deutsche Haus und Heim wendet sich dieser Haust. Dm billigen Preis — 50 Pfg. pro Lieferung — kann Jedermann aufbringen und dem kostbarm Besitz opfern. Daß es drrm recht Viele seien, wünschen wir der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart, die durch ihren Glauben an den Absatz dieses Buches am besten bewiesen hat, daß sie dm Glauben an den Idealismus des deutschen Volkes nicht verloren hat. _____________ — Besser als daS kürzlich erschienene dritte Heft der »Elec- tticiiäi* (oificlelle Zeitung der Internationalen Electrotechnischen AustteUung Frankfurt a. M. 1891, Verlag Zeil 39, Redaction: Ingenieur Massenbach und Dr. Quarck), kann man den Ton nicht treffen, in welchem das allgemeine Verständniß für die Wunder der Electrotechnik zu gewinnen ist, welche auf der Frankfurter Ausstellung dem Befucker, sei er Fachmann oder Laie, sich darbietm sollen. Auf dem allgemeinen Gebiet der Electrotechnik orientirt eine außerordentlich volkslhümlich und anziehend geschriebene Uebersicht dieses Heftes über die Entwicklung der Telegraphie von der bekannten Autorität dieses Wissenszweiges, von Professor Zetzsche-Dresden. Ferner wird bereits eine vollständige Zusammenstellung der Kessel, Motoren und Dynamomaschinen gegeben, welche auf der Ausstellung arbeiten werden; es sind nicht weniger als 26 Kessel, 71 Motoren und 63 Dynamomaschinen. In Wort und Bild werden die Hauptleiter der Ausstellung, die Herren L. Sonnemann, O. v. Miller und Professor Sommer geschildert. Vom AuSstellungsplatze ist diesmal die große Fefthalle in ganzseitiger Zeichnung vorgeführt und beschrieben. Die Anzahl der vermischten Mittbeilungen ist zu groß und mannigfaltig, als daß sie hier sämmtlich erwähnt werden könnten; es sei nur darauf aufmerksam gemacht, daß sich für Interessenten werthvolle Informationen über die Ausftellungsvorbereilungen darunter befinden. Schließlich liefert der Verfasser der vielgelesenen „Sclzze vom Festplatz" in Nr. 1 als Stimmungsbild eine muntere Plauderei, die nicht weniger gefallen dürfte, als die erste. Alles in Allem also eine Fortsetzung des Prachtwerkes, die ihm und der Ausstellung zur Ehre gereicht. Laudwirlhschaftliche Winke und Rathschläge. Beiträge zur rationellen Schweinezucht. △ ««» Oberhefse«, Mitte Mai. Unserem Versprechen in Nr. 113 dieser Zeitung vom 17. d. Mts. pcmäß bebandeln wir heute zunächst die Ernährung der saugenden Ferkel. Die erste Bedingung hierzu ist die gule Ernährung des MutterthiereS» In dieser Beziehung werden häufig die gröbsten Fehler gemacht, sie rächen sich aber sehr bitter. Was an dem Mutter- ibiere versäumt und gesündigt wird, das muß der Nachwuchs büßen. Er wird arm und mangelhaft an Form und Gestalt, an Haupt und Gliedern und das drückt sich selbstredend im Preise auS. Wer mag verkommene, schlecht gebaute, häßliche Thiere kaufen d Wenn die Ferkel stark genug geworden sind, beginnt man mit dem Entwöhnen. Jeder Bauer weiß, daß man hier ab und zu geben muß, je nachdem die jungen Thiere schwächlich oder kräftig gebaut sind. Das Entwöhnen soll nicht plötzlich, sondern «ach und nach geschehen. Zuerst giebt man am Vesten Kochmilch, aber auch nur allmählich, dann Vollmilch, darnach Magermilch und zuletzt Schlippermilch. Kleine Zugaben von Gerstenkörnern sind beim Mutlerthiere zu empfehlen. Sodann richte man sein Auaenmerk darauf, ob die Nahrung kalkarm ist. In diesem Falle empfiehlt es sich sehr, von Zeit zu Zeit eine kleine Portion phosphorsauren Kalk, etwa 40 bis 50 Gramm zu geben. Ein großes Uebel bet manchen Zuchtsauen ist es, daß sie ihre eigene« Ferkel aufsresse«. Man schaffe, um diesem entgegen zu wirken, sogleich die Nachgeburt aus dem Stalle, damit das Thier sich nicht daran vergreift; sodann ist es auch deshalb nöthig, daß das Zuchtschwein gut genährt wird, daß es nicht durch Appetit gereizt wird, sich an der Nachgeburt und wenn es Blut gerochen Hot, an den Jungen sich zu vergreifen. Sodann ist es nöthig, von Zeit m Zeit eine Prüfung bei den jungen Thieren vorzunehmen, ob die spitzen, sehr rasch wachsenden Zähnchen der Ferkel die Zitzen des Mutterthteres Nicht verletzen, u»as Letzterer Schmerzen verursacht und sie zur Mißhandlung oder Todtung der Jungen veranlaßt. Sind die Zähne stark und scharf, dann ist es das Beste, wenn man sie abbricht oder abbrechen läßt. Aber nicht blos die säugenden Sauen sollen und müssen gut ernährt werden, bei den trächtige« ist dies geradeso wichtig und nothwendig. Man soll bet dem Futter darauf sehen, daß es kräftig und leicht verdaulich ist. Diese Ansicht wird von vielen Land- wirthen bestritten oder doch mindestens belächelt. Warum nicht gar, sagen sie, auch noch leicht verdaulich! Ein Schweinemagen mutz Alles vertragen, selbst Schuhnägel, wenn sie vorgekaut sind. Heißt es nicht bet denjenigen Menschen, die alles vertragen können, die das Widersprechendste durcheinander essen und in den Magen arbeiten, ohne daß sie eine Belästigung empfinden, sie hätten einen Schweinemagen? Und nun sollen Schweine, die wirklich einen Schweinemagen besitzen, mit leichtverdaulichem Futter versehen werden! Allerdings sollen sie das, denn es handelt sich hier um Zucht- thiere im Zustande der Trächtigkeit und da lohnt sich Sorgfalt in jeder Beziehung. Aus diesem Grunde soll man keine Fabrtkrückstände geben. — Sehr wichtig ist, wie wir in dem ersten Aufsatze schon sagten, Bewegung und freie Luft. Deshalb ist es zu empfehlen, wenn man die Zuchtthtere im Sommer mit auf Vie Weide gehen läßt. An Grünsutter im Sommer soll man eS ebenfalls nicht fehlen lassen. Die Thiere nehmen es gern und es ist ihrer Gesundheit entschieden zuträglich. Ein Uebermatz an Grünfutter ist jedoch nicht zu empfehlen. Wer es machen kann, versäume nicht Kraftfuttermittel zu verabreichen. Hafer, Gerste und Welschkorn (Mais) üben eine vortreffliche Wirkung. Bei den gegenwärtigen hohen Getreidepreisen wird diese Fütterung natürlich sehr kostspielig; es muß also Jeder für sich ausrechnen, wie weit er gehen kann oder will. Bei jeder Zucht, sie mag Namen Haven wie sie will, als Pferde-, Rindvieh-, Schaf-, Schweine- oder Geflügelzucht, ist eine richtige Auswahl der Zuchtthiere die erste Bedingung für das Gelingen der Zucht. Soll die Schweinezucht in jeder Beziehung rationell betrieben werden,' dann darf die häuftge Blutauffrifchung niemals außer Acht gelassen werden. Eine nothwendige Folge dieses Grundsatzes ist: man mutz öfter mit dem Eber wechseln. Bet Anschaffung des Ebers sehe man auf guten Bau, richtige Knochen und gute Gesundheit Bet dem Mutierschwein ist auf kräftige Glieder, feine und daneben doch starke Knochen, möglichst viere Zitzen und vollbehaarte Haut zu sehen. ■ Es wäre nun noch Einiges über die arrzuschastende« Ralfe« I zu sagen. Hier entscheiden indessen häufig Liebhabereien und Gewohnheiten; sogar Vorurtheile spielen noch reckt ost mit. Manche Käufer, die Bedarf an Ferkeln haben, nehmen keine schwarzen oder schwarz und weiß gestreiften T iere. Wo solche Ansichten herrschen, würde der Züchter einen Fehler machen, wenn er derartige Ferkel züchten wollte. Am besten ist es in einem solchen Falle, wenn er die großen, weißen Rassen begünstigt. Wer sich aber durch die Farbe nicht beeinfluffen läßt, dem darf man getrost die Kreuzung zwischen weißen und schwarzen Thiere» empfehlen, denn diese Kreuzungen haben sich überall bewährt. Auf die einzelnen Spielarten einzugehen, würde viel zu weit führen; dazu reicht weder Raum noch Zeit. Es kommt aber auch gar nicht darauf an. Wer das will, muß schon nach einem größeren Werke greifen, oder große Züchtungen insptzirm und sich dort Rath erholen. Für uns kommt es darauf an, die Hauptgrundsätze der Schweinezucht möglichst kurz, aber doch klar und verständlich vorzutragen, damit sie die Landwirthe unserer Provinz verstehen und anwenden lernen. Die meisten kleinen Landwirthe wissen zwar schon aus der Praxis, wie es bei der Schweinezucht herzugehen pflegt; ein richtiges Bild von der ganzen Sache haben sie aber nicht. Manche Dinge sind ihnen vielleicht noch ganz fremd. Darum haben wir uns die Mübe nicht verdießen lassen, die Sache zusammen zu fassen und hoffen, Manchem einen kleinen Gefallen damit gcthan zu haben. £a*6« «tt6 Gießen, 26. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wockenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,08-1,18, Hühnereier 1 St. 5-, 2 St. 9— A. Enteneier 1 St. 5-6 H, 2 St. — A, Käse pr St. 5—8 H, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 17 A. Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,90-1,20, Hühner pr. Stück X 1,50-1 80, Hahnen pr. St X 1,50-2,30, Enten pr. Stück X 2,00-2,30, Ochsenfleisch pr. Pfd 70-74 A, Kuh- und Rindfleisch 60—64 A, Schweinefleisch 56-64 A, Hammelfleisch 50—76^, Kalbfleisch 50-56 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,00—8,00, Weykraut pr. St. 3—7 A, Zwiebeln per Centner X 7,50—0,00, Milch per Friedbäg, 23. Mai. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. X 1.15-1.20, Eier 1 St. 5 H, 2 St. 10 A- Alsfeld, 23. Mai. Auf dem heutigen Frucht markt wurden verkauft: 100 Kilo Weizen zu 24 X, Korn 20 X, Gerste 18 50 X. Hafer 15 88 X, Linsen 30 X Herborn (an der Koln-Gießener Eisenbahn), 25. Mat. Auf den heutigen diesigen Markt wurden gebracht: 302 Ochsen, Kühe und Rinder, und 1268 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 29. Juni I. I., zugleich Wollmarkt. — Promenaden - Concert am Mittwoch den 27. Mai. Programm: 1. Triumph-Marsch von Kaminsky. 2. Ouvertüre z. Operette „Dichter und Bauer" von Suppe. 3. Prinz Eugen (1749). 4. Fantasie a. d. Op. „Jessonda" von Spohr. 5. A. M. 123. Temperatur der Kahn und Luft gemessen am 26. Mai, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12, Lust 1172 Grad Reoumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Bekanntmachung. Heute wurde in unserem Genossenschaftsregister eingetragen, daß der Vorstand des Landwirthschastlichen Consumvereins zu Treis a d. Lda, eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht, nach dem Ausscheiden des seitherigen Directors und des Rendanten nunmehr aus: Heinrich Alheit, Landwirth in Treis als Director Adam Kehr, Landwirth daselbst als Rendant und Adam Schick, Schreinermeister ebendaselbst als Stellvertreter des Directors besteht. Gießen, den 23. Mai 1891. Großh. Amtsgericht Gießen. Landmann.4943 Bekanntmachung. Als Director der Spar- u. Leihkasse in Watzenborn, Actiengesellschast, ist, an Stelle des ausgeschiedenen Lehrer Kling von Watzenborn, Jacob Philipp IV. von Watzenborn und für das ausgejchiedene Aufsichtsrathsmitglied Jacob Philipp IV. von Watzenborn, Balthasar Philipp VII. von Watzenborn gewählt worden. Gießen, den 25. Mai 1891. Grobherzogliches Amtsgericht. Land mann. 4944 Donnerstag den 4. Juni- Nachmittags 2>k Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht freiwillig die der Heinrich Petri Wittwe und Kindern in Gießen gehörige Hof- raithe: Flur I Nr. 28 — 106 Meter in der Neustadt öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 26. Mai 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A: Vogt.4939 Versteigerung. Freitag den 29. ds. MtS, Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im Pfandlocal, Seltersweg Nr. 11, gegen Baarzahlung : 1 Pianino 1 H'ttschrank, 2 Regulateure , 2 Cylinderuhren, mehrere Sophas, Commod?, Kleiderschränke, einen Spiegel, mehrere Bilder und einen fast noch neuen Havelock Versteigerung therlweise bestimmt. Gießen, den 26. Mai 1*91. 4929 MrriÄ, Pfandmeister. 4768] Ein Vier - EiSschrank mit Stechhahnen zu verkaufen- Neustadt 48. Mittwoch -en 8. Juli, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der Ehefrau des Karl Christian Werner, geb- Ott, in Gießen gehörige Hofraithe: Flur I Nr. 180 — 169 Meter in der Wolkengasse öffentlich meistbietend versteigert werden Gießen, 25. Mai 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. __________I A-: Vogt._______4937 Mittwoch den 8. Juli, Nachmittags 2 4°/o Mainzer St.-A«l. Gelseuk. Bergw.-Act. 90.40 91 30 76.50 75.70 Schlußcourfe 1 Uhr 15 Min. 85.80 i4o/o Ung. Gold-Rente 99.7015 o/o Jtal. Rente 85.2514VsP/o Oest. Silber-Rente 99.8015 o/o Rufi. in. Orient Disconto-Command^Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. 101.80193er. König8-Laurahu»Act. I56.co| Tendenz: matt. 3% Reichsanlethe 3V2°/o do. 3o/o Preuß. ConfolS 3'/»o/s do. Coursbericht mm E. Wasserschieben, Bankgeschäft ReichSbank-DiScont 4 pLt. — Frankfurter Bank-DtSeont 4 pEt. WereHd^ttttge*. 4948] Mansarden - Wohnung zu ver- miethen._____________Ludwigstraße 30. 4951] Kleine Familien-Wohnuna zu vermiethen._____________Neuenweg 20. 4942] Ein Logis, 2 Zimmer, Küche und Zubehör, zu vermiethen. Neustadt 22. 4927] Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen. Weidengasse 8. 4928] Möblirtes Zimmer mit Cabinet und ein unmöblirtes Zimmer zu vermiethen.______________Sonnenstraße 7. 4823] Möbl. Zimmer zu vermiethen ______________ Asterweg L 4840] Eine Stube zu vermiethen. _______________________Steinstraße 52a. 4230] Zwei freundliche schön möblirle Zimmer zu vermiethen. Neuen Bäue 16. 4941] Stübchen mit Bett und Kost zu vermiethen.____________Mäusburg 9. 4955] Kleines möblirtes Zimmer und Stübchen mit Bett zu vermiethen. _________________Grünbergerstraße 42. 4947] Stübchen mit Bett zu vermiethen. ____________________Westanlage 15, III. 4954] Ein schön möblirtes Zimmer, sowie eine Schlafstelle zu vermiethen. Schützenstraße 1. Vermischte Anzeigen, Kein Schweißfuß mehr! 4932] Unter Garantie zu heilen ohne nachtheil. Folgen. Man verlange Brochüre gratis und frco- O. Liehe, Namslai. 4952] Gesucht werden Mädchen für jeden Beruf durch das Vermieth- bureau von Frau Müller, Löwengasse. 4956] Gi« tüchtiger Arbeiter findet sofort dauernde Beschäftigung gegen guten Lohn bei A. Katz, Südanlage 15. 4940] Ein ordentliches Mädchen, am liebsten vom Lande, gesucht. Näheres bet _______E. Kerber, Bahnhofstraße 8. 4950] Laufmädchen gesucht. ___________BiSmarckstratze 10. “4949] Ein HanSbursche auf sofort gesucht. I. «lingelhöffer, Asterw. 26. 4465] Lehrling für Bürstenmacherei gesucht. Kost und Logis im Hause. ________________8* E. Winter. werden für IC i angefertigt. Perrücken, ToupeS, Scheitel nach Maß; sowie Lnffe«, Dreher, Haaruhr- ketten u. s. w. bet [492 Georg Petri Wwe. Nachf., Seltersweg 43. Siedactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Shr. Pietsch) in Gießen. Mittwoch den 27. Mai Gietzenev Anzeiger. Beilage zu Rr. 119. -1891. vermischte«. *△ Mainz, 24. Mai. Vor der Civilkammer -des hiesigen Landgerichts sollte gestern das blutige Necontre zwischen dem Architecten Heyl und den Lieutenants Leyhdecker und Hüsfner sein civilgerichtliches Nachspiel finden, beziehungsweise die von dem Ersteren gegen die beiden Letzteren angestrengte Entschädigungsklage zur Verhandlung kommen. Zur großen Enttäuschung des sehr zahlreich erschienenen Publikums wurde indeß mit Rücksicht darauf, daß der Vertreter der Beklagten, Rechtsanwalt Dr. Görtz von hier, in einer älteren Prozeßsache vor dem Oberlandesgericht in Darmstadt zu thun hatte, die Verhandlung aus den 30. Mai vertagt. Der Vertreter des Dr. Görtz, Dr. Petri, wollte eine längere Vertagung herbeiführen, wogegen sich der klägerische Anwalt Dr. Zuckmaher mit Entschiedenheit widersetzte. Da von den beklagten Offizieren die Entschädigungsansprüche in quali zugestanden werden und sich dieselben bereit erklärt haben, für den entstandenen Schaden solidarisch zu hasten, so wird voraussichtlich die Sache überhaupt nicht zur gerichtlichen Verhandlung kommen, indem die Höhe der zu leistenden Entschädigung durch Experten festgesetzt werden wird. Jedenfalls fällt durch das oben erwähnte Zugeständniß der Beklagten das Zeugenverhör über die Thathandlung weg, wodurch der Prozeß für die Oeffentlichkeit nur noch wenig Interesse behält. * Frankfurt a. M., 23. Mai. Auf dem Roßmarkt wurde heute Morgen kurz nach 9 Uhr eine Frau durch das Fuhrwerk des Mineralwasser-Fabrikanten Diehl in Niederrad derart überfahren, daß sie alsbald an den Verletzungen starb. Die Verunglückte heißt Hunger und ist 72 Jahre alt. * Weibliche Aerzte. Auf Anregung des Ministers Kallay hat sich die österreichische Regierung entschlossen, weibliche Aerzte in Bosnien und der Herzegowina anzustellen. Diese Forderung erwies sich nothwendig, weil erkrankte Mohameda- nerinnen trotz aller Bemühungen sich entschieden weigerten, männliche Aerzte zuzulassen. Bei Anstellung dieser weiblichen Aerzte soll weder auf Nationalität, noch aus Confession gesehen werden. Zwei Damen, welche die Züricher Hochschule besucht haben, sind nach dem „Berliner Tageblatt" bereits.angestellt. * Zu einer neuen Straßen-Reclame hat das Dreirad in Berlin Verwendung gefunden. Ein fliegender Schuster eilt mit demselben jetzt durch die Straßen und als Zeichen seines Handwerks hat er auf dem leichten Gefährt einen riesigen Stiefel von rother Farbe anbringen lassen, der noch einmal so groß ist als die Person des Radfahrers. Das Innere des Stiefels dient gleichzeitig als Aufbewahrung für die fertigen Schuhwaaren, die der fixe Meister vom Pech in unserer schnellfahrenden Zeit seiner Kundschaft zukommen läßt. Auf dem Außenschaft des Stiefels prangt in großen Goldbuchstaben die Firma des Schuhmachers. * Eine gelungene Karte mit einer recht komischen Bitte eines achtjährigen Jungen aus Mühlheim an den Kaiser kam der „Rh.-Westf. Ztg." zu Gesicht- der Inhalt derselben ist wörtlich folgender: „An Kaiser Wilhelm 2. in Berlin. Ob Kaiser Wilhelm 2. so sreundlich wäre und Waldemar Briel in Mühlheim a. d. Ruhr ein Filzerveh (soll heißen Velociped) schicken thäte. Denn dies ist die 2. Karte. Ich grüß auch I alle eure Prinzen." * Kluge Thiere. Daß auch in der Thierwelt Rache ausgeübt wird, beweist folgendes, dem „Boten a. d. R." zu- olge wahrheitsgetreue Geschichten: Der Stellenbesitzer K. in Ludwigsdorf besaß unter seinem Federvieh einen Gänserich und einen Hahn, welche in beständiger Fehde miteinander lebten, die wohl darin ihren Grund hatte, daß der gewandtere Hahn dem Gänserich beim Füttern stets die besten Bissen wegschnappte. Eines Tages lief der Hahn nach einem solchen kleinen Intermezzo zum nahen Wasser, um seinen Durst zu stillen. Der Gänserich, dies gewahrend, schlich unbemerkt herbei, packte den Hahn am Halse und tauchte ihn so lang unter das Wasser, bis derselbe erstickte. (Da ist es allerdings die höchste Zeit, daß in der gefährlichen Gegend eine Gänsestrafkammer eingeführt wird. Red.) Zusammen mit vorstehender Mordthat erhält die nachstehende Geschichte einen eigenen Reiz. Ein Metzgermeister in Bern war, wie die „Berner Zeitung" erzählt, dieser Tage nicht wenig erstaunt, als ihm sein Hund 250 Frcs. in zwei Hunderter- und einer Fünfziger-Note heimbrachte. Der betreffende Metzger überbrachte das Geld sofort der Polizei. Unterdessen waren die Banknoten bereits von einem anderen Metzger schmerzlich vermißt worden, der sich das spurlose Verschwinden nicht erklären konnte, da er sie nur einen Moment aus der Hand gelegt hatte. Der „Diebstahl" klärte sich dann dahin auf, daß der Hund, der in dem Local des Eigenthümers der Banknoten gewesen war, sie „gestohlen" und seinem Meister nach Hause gebracht hatte. * Ein ergötzliches Geschichtchen wird aus Köln berichtet, wie ein junger Mann, der wohl reich an Schulden, aber arm an Geld war, einem Gerichtsvollzieher einen Streich spielte. Der Beamte war in der Wohnung des Betreffenden erschienen, um alle pfändbaren Gegenstände sorgfältig zu notiren- allerdings, viel gabs dabei nicht mit den bekannten Zetteln zu bekleben. Da plötzlich öffnet sich die Thüre, und herein tritt — der Geldbriefträger mit einer Anweisung auf 100 Mark. Schnell verschwanden die Goldstücke in den weiten Taschen des Vollziehungsbeamten. Doch dieser hatte die Rechnung ohne m Empfänger gemacht. Der junge Mann hatte die Postqui ; ng mit dem Vermerk „Annahme verweigert" versehen. S . leunigst mußte der Gerichtsvollzieher dem Postbeamten die 100 Mark zurückgeben. Der junge Mann aber entließ die beiden Beamten mit einer stolzen Verbeugung. * Tobte Seelen. Aus Petersburg wird dem „Jll. Wiener Extrabl." berichtet: 15,000 Personen sollen nach Sibirien verschickt werden, sobald das Wetter dies gestattet. Hiervon sind ein Drittel politische und gemeine Verbrecher und entsprungene Sträflinge. Der Rest besteht aus Frauen und Kindern, welche die Verbannung mit den Verurteilten freiwillig theilen.___________________ Spielplatt der vereinigten Iraukfurter Stadttheater. Opernhaus» Mittwoch den 27. Mai: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Gastspiel des Fräulein Gisela Fischer. Das verwunschene Schloß. (Regerl: Frl. Fischer.) Außer Abonnement. Donnerstag den 28. Mat: Robert der Teufel. Gewöhnliche Preise. Freitag den 29. Mai: Vorstellung bei ermäßigtm Preisen. Gastspiel des Fräulein Gisela Fischer. Der arme Jonathan. (Molly: Frl. Fischer). Außer Abonnement. Samstag den 30. Mat: Cavalleria ruaticana. Vorher: Die lustigen Weiber (1. Act.) Zum Schluß: Verlobung bei der Laterne. Große Preise. Sonntag den 31. Mai: Die Jüdin. Große Preise. Schauspielhaus. Mittwoch dm 27. Mat: Neu etnstudirt: Dte Welt, in der man sich langweilt. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 28. Mat: Abonnement-Vorstellung für einen ausgefallenen Mittwoch. Die Sonne. Gewöhnliche Preise. Freitag den 29. Mai: Das verlorene Paradies. Gewöhnliche Preise. Samstag den 30. Mai: Die Haubenlerche. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 31. Mai: Die Welt, in der man sich langweilt. Gewöhnliche Prelle. Tausende Menschen Artikel von ganz nebensächlicher Bedeutung. Sie verlangen von ihr nichts weiter als daß sie reinigt, daß sie „gut fegt". Das ist eine verwerfliche Ansicht'. Dte Seife, die zur Reinigung des Körpers verwendet werden soll, hat auch den wichtigen Dienst, die Haut gesund und schön zu erhallen, ferner die Hautthättgkeit zu beleben. Seifen, die dies nicht vermögen, eignen sich nicht für die Toilette. Um beim Einkäufe keinen Fehlgriff zu thun, mögen Alle, die die Schönheit pflegen wollen, in den Parfümerien, Eolonialwaarm- oder Droguen-Geschästen Doerings Seife verlangen, die, wie die wissenschaftliche Prüfung begründet, eine Seife von solch qualitativen Vorzügen ist, daß sie selbst Personen mit sehr empfindsamer Haut unter Garantie des günstigen Effectes, der völligen Reizlosigkeit angelegentltchst empfohlen werben kann. Doerings Seife hat keine Eoncurrenz, weder in Qualität noch in Billigkeit. — Preis nur 40 Pfennig. — Zu haben in Giessen bei Gebrüder Adami, F. C. Conrad, Eberh. Dort, Drebes & Wallenfels, Fritz Egly, Emil Fischbach, Ad. Geisse, Gustav Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, Ludwig Loth, Eberhardt Metzger. P. J. Mobs, Paul Möser, BL F. Nassauer, Aug. Noll II., Otto Schaaf, J.M.Schulhof, P. F. Thomas, Aug. Voigt, Hch. Wallach, in Wieseck bei Meine. Volzel II., in Lieh bei J. Häuser, C. VogtII., „zur Rose", in Lollar bei H. Geissler VI., in Schotten bet Gg. Böhm. Engros - Verkauf: Doering & Co., Frankfurt a. M. und Benner & Krumm, Drogum-, Material- u. Farbenwaaren-Grotzhandlung, Giessen._______________________13309 Eins fangt nicht für Ein Nahrungsmittel, das für den gesunden Organismus seines Gleichen an Nährkraft sucht, kann für den geschwächten Organismus geradezu eine Quelle des Verderbens werden. Namentlich sind für letzteren solche Nahrungsmittel pachtheiltg, die eine größere Anstrengung der Verdauungsorgane voraussetzen. Da muß es denn mit Freuden begrüßt werden, daß die Wissenschaft Mittel und Wege gefunden hat, Präparate herzustellen, deren Eiweitzstoffe bereits künstlich in die Form übergeführt sind, in welche sie bet den gewöhnlichen Nahrungsmitteln erst durch den Verdauungsprozeß verwandelt werden müssen. Unter allen diesen Producten, deren Zahl eine große ist, kann wohl keins mit dem allbekannten und von Aerzten empfohlenen Kemmertch'schen Fleisch-Pepton rioalisiren. Bei Gebrüder Stamm (Markt- und Schulstraßen- Ecke I. und II. Stock) findet man die größte Auswahl der schönsten Herren- und Kuabenkleider zu bedeutend ermäßigten Preisen. [3396 Feuilleton. Trotz alledem! Novelle von H. Nagell von Brawe. (Nachdruck verboten.) „Toujours et quand meine!“ Eines Tages bemerkte ich am Arme meiner Freundin Nadaschda einen auffallend schönen und großen, röthlich ge« färbten Amethysten, der, nur durch einen feinen Goldreifen gehalten, in einem bei diesem Halbedelsteine seltenen Feuer spielte. Mit der bei uns Frauen so natürlichen „Wißbegierde", wo es sich um einen hübschen oder gar seltenen Schmuck handelt, erkundigte ich mich, woher der Stein stamme. „Es ist ein sibirischer, er wurde mir von Leontine geschenkt," antwortete meine kleine Russin. „Leontine? Wer ist Leontine?" fragte ich. „Habe ich Dir nie die Geschichte meiner lieben Leontine erzählt, Valeska, Dir, meiner Jugendfreundin?" wunderte sie sich. „Sie ist übrigens eine halbe Stunde werth und wenn Du willst? — wir versäumen ja nichts bei dem Regentage." Wir setzten uns nebeneinander in das Ecksopha ihres kleinen behaglichen Salons, sie bot mir aus silbernem Etui russische Eigarretten und nachdem sie selbst Feuer genommen und den blauen Ringen einen Augenblick gedankenvoll nachgesehen hatte, begann sie: , „Du weißt, daß ich ftüh meinen Vater verlor. Meine Mutter blieb aus unserem Schlosse in Livland wohnen und ich bekam als Erzieherin eine Französin, Mlle. Leontine Lironville. Leontine verstand es bald, mein Herz, das eines einzigen Kindes und daher ziemlich verzogenen Lieblings, vollständig zu gewinnen. Nie bin ich wieder einem Mädchen begegnet, das einen gleichen Zauber aus meine ganze Umgebung ausübte. Ich hing an meiner Lehrerin wie an einer älteren Schwester und groß war daher mein Kummer, als mein deutscher Vormund es für geeignet erachtete, mir eine deutsche Erzieherin zu geben. Meine Mutter fügte sich seinem Willen und Leontine verließ uns, unsere Zuneigung und Freundschaft mit sich nehmend. Wie hoch auch mein Vormund sie schätzte — nur der Sprache wegen hatte er den Wechsel veranlaßt — beweist der Umstand, daß sie sofort durch ihn eine Stellung bei den Töchtern seiner Schwester, der Baronin Adlerhorst, wieder erhielt. Für Leontine traten ganz veränderte Verhältnisse em. Während sie bislang nur mich unterrichtet, sich mit mir beschäftigt hatte, lag ihr im Schlosse Kangershoff nicht nur die Sorge um die Töchter ob, sondern auch die Söhne nahmen am französischen Unterrichte Theil. Freilich waren beide fast erwachsen, aber Sie wissen, welch großen Werth man bei uns auf die Pflege fremder Sprachen legt. Und so verschmähten denn die jungen Leute nicht, im Zimmer der Schwester und mit dieser und der schönen zwanzigjährigen Lehrerin französisch zu lesen und zu plaudern. Besonders eifrig zeigte sich bei diesen Uebungen der jüngste Sohn des Hauses, George Adlerhorst. Während sonst fast immer den jüngeren Söhnen eine größere Nachsicht zuerkannt wird, herrschte in Kangershoff eine offenbare Bevorzugung des älteren Bruders. Das ernste träumerische Wesen Georges ließ ihn überall zurückstehen gegen den aufgeweckten, in Lebensfreude übersprudelnden Niklay. Die Zurücksetzung Georges übertrug sich, von den Eltern ausgehend, auch auf die Schwester und die übrigen Verwandten. Man nannte ihn einen Träumer, verspottete ihn, warf ihm Mangel an Geist vor und verwundete ihn in seinem Selbstgefühle. Eine so rücksichtslose Behandlung mußte auch Leontine auffallen und ihren scharf ausgeprägten Gerechtigkeitssinn erregen. Sie trachtete deßhalb, ohne George zu bevorzugen, chm ebenso freundlich und gleichmäßig entgegenzukommen, wie den anderen Schülern. Auf Georges Gemüth, das durch alle die Kränkungen wohl doppelt empfindlich geworden, machte das natürlich den tiefsten Eindruck. Er widmete der jungen Lehrerin eine knabenhaft schwärmerische Verehrung, die sich zuerst in einem unbegrenzten Fleiße für den Unterricht Raum machte, im Lause der Zeit aber in eine, wenn auch scheu zurückgehaltene Leidenschaft umgestaltete. Leontine entging die Umwandlung der platonischen Verehrung in ein durchaus persönliches Gefühl nicht und sie suchte den jungen Mann durch Neckerei und Spott von seiner beginnenden Liebe zu heilen. Der Erfolg war aber ein negativer. George verfiel in Schwermuth, hatte nur noch Auge und Ohr für Leontine, welche nun erkannte, daß es sich wirklich um eine jugendliche Ueberspanntheit handele. Nicht spontan ging diese Wandlung vor sich, denn fast zwei Jahre war Mlle. Lironville auf Schloß Kangershoff, als der von ihr längst gefürchtete Augenblick der Entscheidung an sie herantrat. Sie war allein im Parke und hatte sich auf einem Ruheplatze niedergelassen, als Schritte auf dem Kieswege hörbar wurden und sie George, offenbar erregt, auf sich zueilen sah. Ehe sie es noch hindern konnte, warf er sich aus die Knie und, sie leidenschaftlich umspannend, rief er aus: „Leontine, ich ertrags nicht länger! Sie sollen es wissen, daß ich Sie liebe mit jeder Faser meiner Seele, mit heiliger Liebe. — O, hören Sie mich zu Ende . . ." „Stehen Sie auf, Baron George, ich will nichts mehr hören — es wäre ein Unrecht gegen mich und gegen Ihre Eltern. Was Sie mir sagten, ich will es auf Rechnung Ihres Knabenalters schreiben. Noch eine solche Scene und Sie zwingen mich, Ihr Elternhaus auf immer zu verlassen." Plötzlich, wie in seinem ganzen Wesen verändert, erhob, sich der junge Mann. Mit traurigem Ernste sagte er: „Sie haben mich wie einen Knaben behandelt — ich mag es verdienen bei meinen neunzehn Jahren. Fürchten Sie nicht, daß der Knabe noch einmal sprechen wird, ich will jetzt hinausziehen und Sie sollen mich nicht wieder sehen, bis aus dem Knaben ein Mann geworden, ein erfahrener und bewährter Mann. Eins aber geben Sie dem Knaben mit aus die Wanderschaft, Leontine — die Hoffnung, den höchsten Preis einst erringen zu können! — Ja, Leontine, ich weiß, trotz meiner neunzehn Jahre, daß Sie — Sie allein mir als herrliches Ziel vorschweben werden — immer!" Seine Sprache wurde ruhiger und ernst haftete sein Blick aus Leontine. „Ich habe Sie zu Ende gehört, Baron George," begann diese, „weil ich fühle, daß nicht eine vorübergehende Laune Sie sprechen ließ. Ernst, wie Ihre letzten Worte, sei nun auch meine Antwort. Ich will und darf Ihnen eine aufrichtige Freundin sein — ja, ich bin es schon — mehr aber niemals! Es ist von Gott eine Kluft zwischen uns gelegt, die nicht ungestraft übersprungen wird. Niemals würde Ihr Herr Vater Ihre Absichten gutheißen und niemals werde ich gegen dessen Willen, — nein — nein, es ist genug. Sie werden in der großen Welt bald vergessen, was Ihnen jetzt als Lebensglück vorschwebt und auf diese Stunde als aus eine Thorheit zurückblicken. — Also nicht wahr, wir bleiben gute Freunde?" „Wenn Ihre Worte den Bau meiner Hoffnung zerstörten," antwortete er innig, „der weiche, liebe Klang Ihrer Stimme richtete ihn wieder auf." (Fortsetzung folgt.) Die erste W. Jaloußeu- und RoWden-Fabrik Patent-Ludowici-Falzziegel Gnauth. 4926 und I. Happel, Neustadt 56 4295 4065 I 91.: Vogt. Cari Haas jr 4746 4809 Ausländische (dir. importirt). Span. Cötes pr. FL 1.— » » »> » 4885 vermiethen. Wilh Seipp [4871 eintreten. » Heidelbeeren-Wein 90 i/s-Flasche zu X 1.60 [3038 Ph. Bauer II., Bahrchofftr., Gießen. WM IIOOIDI L'Hjvi';' geben werden: 1) Maurerarbeit 2) Weißbinderarbeit 3) Schreinerarbeit » » » »» empfiehlt ihre anerkannt soliden Fabrikate zu billigsten Preisen. Gest Aufträge^nimmt entgegen Ernst Llüöner. Laubenheimer Dürkheimer Listmann, Bez. - Bauausseher. 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