1891 Freitag den 26. Juni Mr. 145 ichmer Anzeiger Kenerat-Wnzeiger btigriegt Wt tMeftner w*ee Vnn »nzeitz«r Mch-ttiich dreimal! vcr c^chriM tflgltd), e* TuHnahm« bdl MontsgS. Rebectien, LxpedMpv nnb Druckerei: -ch»tßr«tze FerujPrecher 6y IhnnmiiFt^ 2 Mark 20 PI». *Ä Vringerloyv Durch btt Post bez»W» 2 Mark 50 Pf». Amts- unb Anzeigeblatt für den Urelf Gieren. HUWajUMMM-=—eW«WK. Alle Unnonren-Vureaux des In- und lulftnbt» nehme« Anzeigen für deu „Gießener Anzeiger" enlgeg«, lll*«u !■ II I —M->'■—MU»™ ILHLLL-fHgS^g Krattsöeilage: Kießener Iamikimökätter. U»nähme ••« Anzeigen zu tzer Nachmittag» für den fmgend« Dag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Abonnements - Einladung! Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 3. Vierteljahr 1891 laden wir hiermit ergcbenst ein. — Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer objectiver Uebersicht zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten des Wolsf'schen telegraphischen Correspondenz- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhesscn betriebenen Landwirthschast wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, "namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Juli den Anzeiger kostenfrei zu- gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Exemplare nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger iocitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, salls nicht aus- dnicklichc Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch). 2lmtlid?er Theil. Gießen, am 23. Juni 1891. Betr.: Zurückstellung unabkömmlicher Beamten, hier von Lehrern und Schulverwaltern im Falle einer Mobilmachung. Die Großh. Kreis-Schulcommisfion Gieße« an die Schulvorstände des Kreises. Sie wollen die Lehrer oder Schulverwalter einklassiger Schulen, welche militärpflichtig sind, darauf aufmerksam machen, daß Gesuche um Zurückstellung im Falle einer Mobilmachung innerhalb S Tagen bei uns einzureichen sind. Später einlaufende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. In den Gesuchen ist anzugeben: 1) Civilstellung, 2) Vor- und Zunamen, 3) Militärcharge und Truppengattung, 4) Genaue Angabe des Truppentheils, Regiment, Compagnie 2C., bei welchem der Eintritt erfolgt ist, und Datum des letzteren, 5) Bezirk des Landwehrbataillons. Bei Lehrern oder Schulverwaltern, welche bereits früher rei uns reclamirt haben, bedarf es der Angaben 1—5 nicht, es genügt hier einfache Meldung. Abwesende Lehrer oder Schulverwalter, die als allein- Gehende Lehrer zur Reclamation berechtigt sind, wollen Sie sofort benachrichtigen. v. Gagern. Dentsche» Reich. Berlin, 24. Juni. Kaiser Wilhelm hat heute Abend eine erste große Auslandsreise dieses Jahres angetreten, die dem Besuche der Königshöfe von Holland und England gilt, woran sich ein Ausflug nach dem von dem hohen Herrn o bevorzugten Norwegen (Bergen und Lofoten - Inseln) an- schließen wird. Die Reise geht über Kiel, wo der Kaiser bis nächsten Montag zu verweilen gedenkt, Hamburg — woselbst sich die Kaiserin ihrem erlauchten Gemahle anschließt — Helgoland und Wilhelmshaven zunächst nach den Niederlanden. Hier werden sich der Kaiser und die Kaiserin im trauten Verkehr mit der niederländischen Königssamilie vom 1. bis zum 7. Juli aufhalten, worauf die Weiterreise nach England erfolgt. Das Programm für den Kaiserbesuch in dem meer- umspulten Albion ist ein sehr reichhaltiges und weist eine ganze Reihe von Festlichkeiten zu Ehren der hohen deutschen Gäste aus. Die Anwesenheit der deutschen Majestäten auf englischem Boden soll bis zum 14. Juli dauern, dann gedenkt der Kaiser, wie erwähnt, von Schottland noch einen Abstecher nach der norwegischen Küste zu unternehmen, während, soweit bis jetzt bekannt, die Kaiserin nach Deutschland zurückkehrt. — Der Kaiser begab sich am Mittwoch Vormittag vom Neuen Palais nach Berlin und präsidirte hier im Residenzschlosse einer Sitzung des Kronrathes. — Das Ableben des commandirenden Generals des 1. Armeecorps, Bronsart v. Schellendorff, hat in weiten Kreisen teilnahmsvolles Interesse hervorgerufen. Der General stand erst im 60. Lebensjahre und erfreute sich noch ungewöhnlicher Rüstigkeit, auch war nichts von seiner Erkrankung bekannt- um so überraschender kommt daher die Kunde von dem plötzlichen Tode dieses verdienten Militärs. Bronsart v. Schellendorfs trat 1849 in die preußische Armee als Secondelieutenant ein, wurde 1861 Hauptmann im Großen Generalstab und 1870 Oberstlieutenant in demselben. Den Krieg gegen Frankreich machte v. Bronsart als Ab- theilungsches im Großen Generalstabe mit; 1875 wurde er zum Generalmajor, 1881 zum Generallieutenant ernannt. Nach dem Rücktritte v. Kameckes am 7. Mai 1883 übernahm der Verstorbene das Kriegsministerium, in welcher Stellung er 1888 vom Kaiser Friedrich zum General der Infanterie ernannt wurde. Bald nach seinem Rücktritte als Kriegs- minifter (April 1889) wurde v. Bronsart an die Spitze des 1. Armeecorps berufen, welche Stellung er also kaum zwei Jahre innegehabt hat. Dresden, 23. Juni. Der nachmalige sächsische Thronfolger, der Prinz Friedrich August, der älteste Sohn des Prinzen Georg, hat sich, wie aus sicherer Quelle verlautet, mit der Erzherzogin Luise von Toskana, einer Tochter des Großherzogs Ferdinand IV., verlobt. Prinz Friedrich August hat am 25. Mai ds. Js. sein 26. Lebensjahr vollendet, während seine Braut am 2. September 1870 geboren ist. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 24. Juni. Die „Nat.-Ztg." erfährt, daß die vom Landeseisenbahnrath befürwortete Uebertragung der Rohstofftarife auf Steinkohlen und Cokes in letzter Stunde aus finanziellen Rücksichten fallen gelassen sei. Bromberg, 24. Juni. Heute früh 12^ Uhr entgleiste der Thorn-Berliner Schnellzug 62 zwischen den Stationen Rakel und Walden in Km. 57,6. Beide Geleise sind gesperrt; Niemand ist verletzt. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen bewirkt, die Personenzüge haben nur geringe Verspätung erlitten. Ein Nothgeleise wird hergestellt und dürste bis Mittag fertig sein; von da ab ist der Betrieb zwischen Rakel und Walden eingeleisig. Der Grund der Entgleisung war ein Wolkenbruch, durch welchen aus einem zur Bahn abfallenden Wege eine Sandmasse etwa 10 Zentimeter über die oberste Schienenkante in das Geleise geworfen wurde. Göttingen, 24. Juni. Der Physiker Wirkl. Geheimrath Wilhelm Eduard Weber ist gestorben. Weber, geboren 1804 zu Wittenberg, hat gemeinschaftlich mit Gauß 1833 den ersten elektrischen Telegraphen ausgesührt zwischen der Sternwarte und dem physikalischen Laboratorium in Göttingen. Bern, 24. Juni. Nationalrath. Baldinger und einige Mitunterzeichner brachten heute folgende Interpellation ein: Wir ersuchen den Bundesrath um Aufschluß über die von ihm anläßlich des Eisenbahnunglücks von Mönchenstein getroffenen Vorkehrungen und über diejenigen Maßnahmen, welche er zu möglichster Verhütung ähnlicher Katastrophen, sowie für den Fall des Eintretens von solchen zu thun gedenke. Toulon, 24. Juni. Während des heutigen Nachtmanövers des Mittelmeergeschwaders stießen zwei Torpedoboote zusammen. Beide erlitten Havarie, die Mannschaft blieb unverletzt. Petersburg, 24. Juni. Der Großfürst Michail Michailowisch wurde unter Curatel gestellt und die Verwaltung seines Vermögens seinem Vater und seinem Bruder Georg übertragen. Belgrad, 24. Juni. Anläßlich der bei der Ausweisung der Königin Natalie stattgehabten Unruhen wurden heute 17 Personen, meist angesehene Fortschrittler, in Anklagestand versetzt, einige dürften sofort verhaftet werden. Newyork, 24. Juni. Die Hamburger Packetsahrtgesell- schast wies ihre europäischen Agenten an, an Personen, die laut dem Einwandergesetz in Amerika nichst zugelassen werden, keine Billets zu verkaufen. Die Agenten müssen die Retourbillets für die von Amerika zurückgewiesenen Personen bezahlen. Ottawa, 24. Juni. Der canadische Finanzminister kündigte in seiner Budgetrede die Abschaffung der Zuckersteuer an, deren Ertrag sich jetzt auf 3 500 000 Dollars beläuft. ______________ Petersburg, 25. Juni. In der hiesigen Militärpulverfabrik fand durch Zerschlagen eines Glasballons mit zwei Pud Aether eine Explosion statt. Ein Arbeiter wurde tödtlich verwundet, ein Feuerwerker und vier Arbeiter erlitten Brandwunden. Das Gebäude ist beschädigt. Newyork, 25. Juni. Ein furchtbarer Sturm verwüstete den Nordwesten Iowas, zerstörte die Eisenbahnbrücke über den Cherckufluß und vernichtete 75 Häuser. Zahlreiche Personen sind ertrunken. Siouxcity ist stark verwüstet. Das Thal des Floidflusses ist 35 Meilen weit überschwemmt, die Familien flüchten. Der Sturm dehnte 'sich über Minnesota, Nebraska, Süddokota aus. Locales tmfc provinzielles. Gießen, 25. Juni. — Steins Garten. Wir wollen nicht verfehlen, darauf aufmerksam zu machen, daß Montag, den 29. und Dienstag, den 30. Juni c. zwei große humoristische Soireen der aus 7 Herren bestehenden „Original-Opern-Parodisten", Quartett- und Concertsänger-Gesellschaft, stattfinden. Das Ensemble ist noch neu und ohne Concurrenz und bringt außer komischen Duetten, Terzetten, Quartetten, Soloscenen, Ensemble-Scenen Opern-Parodien im Original-Coftüm zur Ausführung. Letztere werden vollständig bühnengerecht, schauspielerisch wie gesanglich zur Darstellung gebracht und enthalten witzige Figuren und Pointen. Sie sind mit der Original-Oper teilweise identisch, hinsichtlich des Textes und der Darstellung höchst dec ent und gewähren ungeheuren Stoff zur Heiterkeit. Da die Mitglieder sämmtlich geschulte Sänger mit vorzüglichen Stimmen sind, das Programm ein äußerst abwechslungsreiches ist, die Aufführungen selbst aber alles Carne- valistische und Chantantmäßige außer Acht lassen, so wünschen wir der Gesellschaft einen guten Erfolg und wer einige Stunden Kurzweil und Amüsement haben will, versäume nicht, die Soireen zu besuchen; insbesondere sei ein geehrtes Familien- und Damen-Publikum auf den Besuch der Concerte aufmerksam gemacht. Näheres durch Plakate und Inserate. — Zur Erleichterung des Besuchs der electrotechnischen Ausstellung in Frankfurt a. M. sollen am Samstag den 27. Juni d. I. und ferner an jedem ersten und dritten Samstag der Monate Juli bis einschließlich September auf besonders bezeichneten Stationen des Eisenbahn-Directions- bezirks Hannover besondere ermäßigte Rückfahrkarten zweiter und dritter Wagenklasse nach Frankfurt a. M. mit um zwei Tage verlängerter Geltungsdauer gegen die Gültigkeit der gewöhnlichen Rückfahrkarten zu allen an den betreffenden Tagen verkehrenden fahrplanmäßigen Personenzügen, sowie zum Schnellzuge Nr. 72 verausgabt werden. Gleiche Rückfahrkarten werden auch auf den Stationen Marburg, Gießen, Bad-Nauheim und Friedberg verausgabt, jedoch lediglich zu den fahrplanmäßigen Personenzügen — nicht Schnellzügen. Jede Rückfahrkarte gewährt Anspruch auf 25 kg Freigepäck. Zur Rückfahrt ab Frankfurt a. M. können beliebige fahrplanmäßige Personenzüge, sowie auch der Schnellzug Nr. 71 benutzt werden. Letzterer ist jedoch zur Rückreise nach den Stationen Marburg, Gießen, Bad-Nauheim und Friedberg ausgeschloffen. — Alles Nähere ist bei den Fahrkarten-Aus- gabeftellen zu erfahren. — Unfall. Gestern Nachmittag wurde eine Frau, welche einen Korb mit 18 Flaschen Bier aus dem Kopse trug, von einem Radfahrer in den Neuenbäuen so angerannt, daß sie zur Erde fiel- sämmtliche Flaschen zerbrachen. — Erledigte Lehrerstelle. Die mit einem kath. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hainstadt, Kreis Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mark. — In Gemäßheit des Gesetzes vom 15. October v. I. über die Errichtung einer Landescreditkaffe soll zur Beschaffung der für diese erforderlichen Mittel eine Staatsanleihe im Nennwerth von 1,850,000 Mk. verzinslich zu Zi/z pCt. ausgenommen und je nach Maßgabe der erfolgenden Ausleihungen aus der Landescreditkaffe begeben werden. Zu diesem Zwecke werden von der Staatsschuldenverwaltung zu 3Vz pCt. verzinsliche Schuldverschreibungen über 5000, 2000, 1000, 500 und 200 Mk. unter den folgenden Bestimmungen ausgegeben: Die Zinsen werden bei der großherzoglichen Hauptstaatskasse in Darmstadt und allen an dieselbe ablieferungspflichtigen großherzogl. Kassen, sowie bei den besonders beauftragten Bankhäusern je am 1. April und 1. October eines jeden Jahres bezahlt. Die Tilgung des Schuldencapitals erfolgt in der Art, daß die durch die Rückzahlungen auf die gewährten Darlehen aus der Landescreditkaffe sich ergebenden Mittel zum Ankauf einer entsprechenden Anzahl von Schuldverschreibungen verwendet werden. Dem Staat bleibt das Recht Vorbehalten, die im Umlauf befindlichen Staatsschuldverschreibungen oder einen beliebigen Theil derselben auch zur Einlösung mittelst Baarzahlung des Nominalbetrages mit halbjähriger Frist zu kündigen. Dem Inhaber von Schuldverschreibungen steht ein Kündigungsrecht gegen den Staat nicht zu. — Zur Reform der Personentarife ist im preußischen Herrenhause ein Antrag eingebracht, welcher lautet: „Das Herrenhaus wolle beschließen, der Königlichen Staatsregierung zu empfehlen, die im „Staats-Anzeiger" vom 5. März d. I. in Aussicht genommene Reform der Personen- t'arife nur mit folgenden Aenderungen einzusühren: 1) Die dritte Wagenklasse hat aus einem Sitz- und einem Stehplatz zu bestehen- wer den letzteren wählt, hat das Recht, Traglasten frachtfrei mitzunehmen. 2) Die Fahrpreise der ersten und zweiten Wagenklasse sind aus weitere Entfernungen nicht aus gleichen, sondern aus abgestuften Einheitssätzen für das Kilometer zu bilden und demgemäß auf 300 bis 400 Kilometer um 30 v. H. zu ermäßigen. 3) Neben den gewöhnlichen Fahrkarten sind Rabattbillets zu ermäßigten Preisen einzuführen, die für die erste und zweite Klasse mindestens aus 400 bis 600 Kilometer und für die dritte Klasse mindestens auf 1000 bis 1200 Kilometer zu lauten haben und beliebige Fahrunterbrechungen gestatten, aber in bestimmter Zeit abgefahren werden müssen. 4) Die Gepäcksracht ist der Eilgutfracht gleichzustellen, die Eilgutfracht ist auf weitere Entfernungen aus gestuften Einheitssätzen für eine Tonne und ein Kilometer zu bilden. — Gedenkfeier Laufach Fronhofen. Am 21. dss. Mts. tagte in Aschaffenburg der Festausschuß für die 25jährige Gedenkfeier der Gefechte bei Laufach-Fronhosen, wobei der Verband ^assia durch den Bezirksvorsteher des Bezirks Darmstadt, Engel, vertraten war. Nach längerer Berathung wurde bis jetzt folgendes Programm festgestellt: Sonntag den 12. Juli: Feier der Hessischen Kameraden. Vormittags gegen 9 Uhr Empfang der Hess. Kameraden aus dem Aschaffenburger Bahnhof und directe Fahrt nach Laufach. Dort Friedhossfeier, wobei voraussichtlich Pfarrer Haas aus Laufach die Gedächlnißrede halten wird. Alsdann Be-- kränzung der Gräber der dort ruhenden Gefallenen. Nach der Bekränzung Abmarsch nach Fronhofen. Dortselbst Hauptfeier: Gedächtnißrede am Johanniterkreuz, gehalten von dem ersten Vorsitzenden des Kriegervereins Darmstadt, Rechtsanwalt Dr. Neuling, alsdann Bekränzung der Gräber im Namen der Kriegerkameradschast Hassia durch den hierzu bestimmten Bezirk Darmstadt, vertreten durch dessen ersten Vorsitzenden Engel. Alsdann Rückmarsch zur Bahnstation Laufach und Rückfahrt nach Aschaffenburg. Dortselbst Mtttagstisch um 1 Uhr. Um 3*/2 Uhr Ausstellung der Vereine auf dem Schloßplatz und Abmarsch durch die Stadt nach der Fasanerie. Dortselbst gemüthliches Beisammensein. Gegen 7 Uhr Rückmarsch zur Stadt und Abfahrt per Extrazug. Am Dienstag den 14. Juli, bei der Feier der Kameraden aus Oesterreich, werden die hessischen Kameraden mit einer Deputation und Fahne vertteten sein. Dabei werden am Massengrab auf dem Friedhof, sowie am Oesterreicher-Denkmal gleichzeitig mit den österreichischen Kameraden Kränze mit entsprechender Ansprache niedergelegt. — Auf den preußischen Staatsbahnen ist eine dankens- werthe Einrichtung eingeführt worden. Danach kann der den Zug absertigende Beamte den Zugführer anweisen, verspätete Reisende ohne Strafe in den Zug einsteigen zu lassen gegen nachträgliche Lösung der Fahrkarten aus der nächsten Station. [] Friedberg, 22. Juni. In der letzten Woche wurde in dem benachbarren Nieder-Roßbach in der Kirche der Opfer stock erbrochen und der Inhalt gestohlen. Der Thäter wurde ermittelt und heute in das hiesige Amts- gerichtsgesängniß eingeliesert. § Ober-Lais bei Nidda, 24. Juni. Das diesjährige Bezirks-Kriegerfest des Bezirks Nidda wird am 12. Juli (Sonntag) hier abgehalten, verbunden mit Fahnenweihe des hiesigen Krieger-Vereins. Es ffind ca. 26 auswärtige Vereine eingeladen« § Crainfeld, 24. Juni. Seit gestern ist hier mit der Anlage einer Fernsprechleitung zwischen hier und Herbstein begonnen worden. *nn. Darmstadt, 24. Juni. Vor dem hiesigen Schwurgericht wurde gestern Abend um 6 Uhr das Unheil gegen den Lehrer Bernhard Schröder von Spachbrücken gefällt, welcher, wie ich Ihnen bereits gemeldet, im Jahre 1886 seine Geliebte erschossen hat. Das Verbiet der Geschworenen lautete auf Freisprechung des Angeklagten. Der Oberstaatsanwalt hatte das „Schuldig des vorsätzlichen Mordes" beantragt. Ausschlaggebend für das Unheil der Geschworenen mag gewesen sein, daß der Director des Landeshospitals Hofheim, Werte, ein eingehendes Gutachten dahin abgab, daß die Familienglieder des Angeklagten, wie dieses physiologisch nachgewiesen sei, geistig so veranlagt seien, daß ihnen der eigentliche Begriff einer Strafthat oft gefehlt habe, was bei einem geistig normalen Menschen nicht der Fall sei. Sicher sei, daß der Angeklagte zur Zeit seiner unseligen That, hervorgerufen durch ungeheuere seelische Aufregungen, sich in einem Zustande befunden haben müsse, daß er außer'Stande war, die Größe des von ihm verübten Unglückes überblicken zu können. Die nach der That erfolgte Ueberführung des Angeklagten nach der Irrenanstalt Hofheim und sein Aufenthalt während drei Jahren daselbst habe bei ihm (dem Director) die Ueberzeugung bestärkt, daß auch auf den Angeklagten sich dieser krankhafte Geisteszustand vererbt habe, da er einen fortwährenden Hang zum Selbstmord zeigte und nur durch die äußerste Aufmerksamkeit der Wärter davon abgehalten werden konnte. Der Angeklagte nahm das freisprechende Urtheil völlig apathisch entgegen, wie denn derselbe während der ganzen Verhandlung sich in gleichem Zustande befand. Im Ganzen waren etwa 60 Zeugen geladen. Auch heute war der Zudrang des Publikums zu den Verhandlungen hauptsächlich aus den Landgemeinden außerordentlich groß. * Marburg, 24. Juni. Heute Morgen um 10 Uhr wurde die Leiche des in der Lahn verunglückten stud. pharm. Nahmm ach er von der gesammten Studentenschaft in Couleur nach der Bahn geleitet, um in feiner Vaterstadt Görlitz zur letzten Ruhe bestattet zu werden. Von dem in der unteren Rosenstraße gelegenen pathologischen Institute aus bewegte sich ein langer Zug mit trauerumflorten Fahnen und unter Vorantritt mehrerer Musikcorps nach dem Bahnhof und nahm in den linksseitigen Anlagen desselben Ausstellung. Herr stud. pharm. Schollmeyer, der erste Chargirte der „Pharmacia", dessen Mitglied der Verstorbene war, widmete sodann dem Verblichenen einen warmempfundenen Nachruf, worauf Herr Pfarrer Heermann die Trauerrede hielt. Der Gesang der Liedstrophe „Ist einer unserer Brüder dann geschieden rc." beendete die ergreifende Feier, welcher auch die Eltern des Verunglückten anwohnten, und zogen hiernach die einzelnen Corporationen mit fliegenden Fahnen zur Stadt zurück, um in ihren resp. Kneipen den üblichen Trauersalamander zu reiben, während der 8.-0. auf dem Marktplatze unter dem Absingen des „Gaudeamus igitur“ die Schläger kreuzte. * Frankfurt a. M., 24. Juni. Die polizeiliche Abnahme i der elektrischen Bahn Opernplatz—Ausstellung wird Donnerstag den 25. Juni, Vormittags 9 Uhr vor sich gehen. Der Termin der officiellen Eröffnung wird noch bekannt gemacht. — Die nächsten Zwanzigpfennigtage in der electrischen Ausstellung sind: am 5. und 19. Juli, am 2. und 15. oder 16. August. Ueber den letzterwähnten Tag ist bestimmte Entscheidung noch nicht getroffen. Der 15. August ist katholischer Feiertag. * Frankfurt a. M., 24. Juni. Heute sind es 25 Jahre, daß, nachdem am 12. Juni die ehemalig deutsche Bundesgarnison die Stadt Frankfurt geräumt hatte, zum Schutze des deutschen Bundestages gegen Preußen das Hauptcorps der Hessen-Darmstädter Truppen einrückte und alsbald mit der Schanzarbeit begann. In der Nacht rückten die ersten Württemberger hier ein- auch wurde das Hauptquartier des Prinzen Alexander von Hessen von Darmstadt nach Frankfurt verlegt. — Auch sind es fünfundzwanzig Jahre, daß die hiesige Bürgerschaft den letzten Act ihrer Volksfouveränität ausübte und mit 1448 Stimmen gegen 1 das neue Wahlgesetz annahm und damit den Stadt- und Landbewohnern die volle Gleichberechtigung gab. * Berlin, 22. Juni. Eine Kartoffelrevolte hat anläßlich der theuren Lebensmittelpreise heute früh inNowawes auf dem dortigen Wochenmarkt statt g e f un d en. Während in Berlin die Preise der vorjährigen Kartoffeln, wahrscheinlich in Folge der vergrößerten Zufuhr, sich noch immer bis auf höchstens 50 Pfg. pro Liter stellten, sind in Potsdam und Umgegend die Kartoffeln in Folge der enormen Preise beinahe eine Delicatesse geworden. Auf dem letzten Wochenmarkt am Sonnabend in Potsdam verlangte man pro 5 Liter 60 Pfg. und heute forderten die Bauern auf dem Nowaweser Markt 65 Pfg. für 5 Liter. Dadurch wurden nun die Frauen inNowawes auf das höchste erbittert. Im Umsehen hatte man das Fuhrwerk eines Bauern umringt und ehe dieser es verhindern konnte, wurde der Wagen von den erregten Frauen umgeworfen, so daß die Säcke ihren kostbaren Inhalt aus den Marktplatz ergossen. Der Bauer schlug zwar mit der Peitsche zwischen die Frauen, doch dauerte dies nicht lange, denn bald war ihm dieselbe entwunden, so daß er ohnmächtig der Wuth der Frauen ausgesetzt war. Die andern Kartoffelhändler zogen es bei dieser critischen Situation vor, schleunigst ihre Maaren einzupacken und davon zu fahren. Die Volksmenge war inzwischen immer mehr angewachsen, so daß die bald darauf erscheinenden Gendarmen Mühe hatten, dieselbe auseinanderzubringen. Kranikfnrt, 24. Juni. Am gestrigen Jungschweinemarkt am Bebraer Bahnhof waren 260 Thtere zugefahren. Bei geringem Handel würben abgegeben: Läufer von 16 bis 20 Wochen zu 30 bis 50 Mk., Ferkel von 6 bis 12 Wochen zu 18 bis 25 Mk. per Stück. SdHffanodpridrten. D-r Postdampfer „Friesland" der „Red Star Line" in Anl- werpen ist laut Telegramm am 23. Juni wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Pofidampfer „Pennland" der „Red Star Line" in Ant- werpm ist laut Telegramm am 23. Juni wohlbehalten in Newyork angekommen. Schiffs-Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien- Gesellschaft. „Danta", von Hamburg nach Newyork, am 16. Juni von Havre weitergegangen. Moravia", am 16. Juni von Newyork nach Hamburg abgegangen. „Bohemia", von Newyork, am 18. Juni in Hamburg angekommen. „Fürst Bismarck", am 18. Juni von New- ?o o,na^ Hamburg abgegangen. „Suevia", von Newyork, am Ja .m Hamburg angekommen. „Italia", von Newyork, am 19. Juni in Stettin angekommen. „California", am 19. Juni von Hamburg nach Baltimore abgegangen. „Columbia", von Newyork, am 19. Juni in Hamburg angekommen, „Normamita", von Ham- ^ach Newyork, am 20. Juni von Southampton weitergegangen. „Rugia , am 20. Juni von Newyork nach Hamburg abgegangen. „Polaria", von Newyork nach Stettin, am 20. Juni von Copenhagen abgegangen. „Rhaetia", am 21. Juni von Hamburg nach Newyork abgegangen. „Gothia", von Baltimore nach Hamburg, am 21. Juni Dover passirt. „Polynesia", von Stettin, am 19. Juni in Newyork angekommen. „Gellert", von Hamburg, am 20. Juni in Newyork angekommen. „Augusta Victoria", von Hamburg, am 20. Juni in Newyork angekommen. „Marsala", von Hamburg, am 20. Juni in Newyork angekommen. Literatur uitö ICunft or _ ~ Die Heilige Schrift M Alten und Neuen Testaments. Aus der Vulgata übersetzt von Dr. Joseph Franz von Alliolt. Jllustrirte Volksausgabe mit 45 Vollbildern in Farbendruck, über 1000 anderen Abbildungen und Karten rc. Verlag von Friedrich Pfeilstücker in Berlin W., Bayreutherftraße 1. Von dieser prachtvollen neuen Ausgabe der Heiligen Schrift sind jetzt die Hefte 3 bis 6 (zu 50 Pfg.) erschienen. Dem gläubigen Leser wird um mancher Aeußerlichkeiten willen gerade diese Bibel besonders erwünscht sein. Die Illustrationen beruhen auf gediegener Kenntniß der neueren Forschungsergebnisse und lassen die menschliche Seite der Bibel in culturhistorischer Beleuchtung erscheinen. Es handelt sich hierbei nicht blos um Befriedigung der Schaulust und Belehrung, sondern auch um ein tieferes Interesse: die Bezeugung der Wahr- hafttgkeit der heiligen Schrift. Durch die seit etwa hundert Jahren in immer steigendem Maße gemachten Entdeckungen hat besonders das Alte Testament so viel geschichtliche Beglaubigungen gewonnen, daß man seine Helle Freude darüber haben muß. Eben diese sind hier alle mit wissenschaftlicher Prüfung verwerthet. Unserer Meinung nach trägt an der auftretenden Gleichgiltigkeit in religiösen Dingen vielfach der Umstand Schuld, daß man besonders Seitens der Gelst- lichkeit nicht genügend dafür sorgt, für die religiöse Gesinnung durch die Verbreitung von Schriften zu wirken, welche in einem ähnlichen Gewände erscheinen wie das vorliegende Werk. Wir wünschen diesem hoher bei Hoch utib Niedrig hie allcrwcilcfle Verbreitung. — Zweifellos werden viele unserer Leser die El ec Irische Ausstellung zu Frankfurt a. M. besuchen und werden bemerken, daß es für den Laien kaum möglich ist, ohne fachmännische Führung ein Verstandniß der ausgestellten Gegenstände zu gewinnen. — Da steht eine „Dynamomaschine mit einer Leistung von 4500 Voltampere", dort ein Apparat zur Erzeugung „gleichgerichteter Jnductions- strome zur Bestimmung der Vielelectricitäts-Conftante". Die Namen schon erregen ein heimliches Grauen. — Wir nehmen daher die Gelegenheit wahr, unsere Leser auf ein Werk aufmerksam zu machen, in dem Jedermann sich über diese Dinge aufs Beste orientiren kann: BechholdSHandrextton der Naturwissenschaften und Medicin (ca. 10 Lieferungen ä 80 Pfg., Verlag von H. Bechhold, Frankfurt a. M.), von dem soeben Lieferung 5 in unsere Hände gelangt ist, trägt den neuesten Entdeckungen auf besagtem Gebiet Rechnung und erweist sich durch seine leicht verständlichen scharfen Erklärungen als ein vorzüglicher Cicerone. — Die Wochenschrift .Immergrün" bringt in ihren jüngsten Nummern unter Anderem: Um freien Glauben. — Bunte Reisebilder. — Die Uhr im Hause. — In Treue stark. — Zur Einsegnung. — Viele kleinere Mtttheilungen, Anecdoten, Recepte für Haus, Küche, Keller, Garten rc. Räthsel rc. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 73° Uhr, Samstag Vormittag 8'° Uhr, Samstag Nachmittag 400 Uhr, Samstag Abend 9°° Uhr. 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Wie man durch fast alle minderwerthigen Seifen rauhe, rissige, faltige Haut davon trägt, so gewinnt man hier schönen Teint, weisse Haut, frisches Aussehen. Die Frage ob jung ob alt, ob frisch ob welk, liegt also meistens in der Wahl der Seife. Nun handelt! Doerings Seife ist L 40 Pfg. zu haben in Giessen bei Gebr. Adami, Benner &, Krumm, Engros-Verkauf; C. F. Conrad, Drebes & Wallenfels, Eberhard Dort, Fritz Egly, E. Fischbach, A. Geise, G. Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, L. Loth, Eberh. Metzger, P. J. Mobs, C. Möser, H. F. Nassauer, A. Noll II., Otto Schaaf, J. M. Schulhof, Frau R. F. Thomas, A. Voigt, Heinrich Wallach. 5453 Engros-Verkauf: Benner L Krumm. Verkehr, Land, und Volkswirthschaft. Limburg, 24. Juni. Fruchtmarkt. Rother Weizen JL 20 30, weißer Weizen , Korn JL 16.—, Gerste 16__, Hafer vM, Erbsen —, Kartoffeln —. Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 25. Juni, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16V», Luft 21 Grad Reaumur. L. Chr. 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Juni, Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe zu Gießen sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 3 Schweine, 1 Decimalwaage, 1 Ladeneinrichtung, 1 Pianino, 1 Verticow, Secretär, 2 Sophas und sonstige Mobilien, div. Gold- und Silbersachen. inibrenMM _ Mir Mt- estr Ms, Ml, Bekanntmachung. Die Herstellung einer Blitzableiter-Anlage zum Neubau der Turnhalle der Realschule soll im Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. ArbeitsverzeichnißliegtimGeschäfts« zimmer Nr. 3 zur Einsicht offen und sind die Angebote bis spätestens Samstag den 27. Juni, Vormittags 10 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Gießen, den 25. Juni 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Philosophenwald. Täglich dreimal frisch gemolkene Milch, sowie Dickmilch. 5585 Jeden Montag, Mittwoch und Freitag: Waffeln. Nt Testaments, z von AUioli. arbmdruck, über lag von Friedrich m dieser pracht- jetzt die Hesle 3 Leser wird um sonders erwünscht :r Kenntnis der schliche Seite der Es handelt sich : und Beßrung, igung der Wahr- i Hundert Jahren n hat besonders ungut gewonnen, Eben diese sind Unserer Meinung religiösen Singen Leitens der Geist- ! Gesinnung durch i einem ähnlichen ■nmnfätn bitfem täaig. ie Eleeirische corrden dernnlen, Maische Führung lewinnen. - Da on 4500 Voltam- bteterJnductions- mle". Die Namen rehmm daher die erksam zu machen, e orimtiren kann: lenun-Medicm echhold, Frank- re Hände gelangt gebiet Nechnung rfenErllärungen Mittwoch den 5. August, Nachmittags 2Va Uhr, sollen auf dem hiesiaen Ortsgericht die den Georg Dietrich Dörner Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Nr. 33 — 106 Meter Hofraum in der Mühlgasse, Nr. 33,6 — 25 Meter Grabgarten daselbst, Nr. 43 — 62 Meter Hofraithe in Inii! lliiriii?!' eingetroffen bei Ch. A. 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Am 23. Juni 1891 wurde dahier auf der Rampe der Main-Weser-Bahn ein herrenloses Mutterkalb von rother Farbe eingefangen. Der Eigenthümer wird aufgefordert, seine Ansprüche dahier binnen vier Wochen geltend zu machen. Gießen, den 24. Juni 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. F r e s en ins.5868 der Neustadt, 33 Nr- 153 — 1475 Meter Acker perW«ter a »rck. ilne»/ m . „ u ikfurt 1 "hoff „b Ilaselioe-Gold-Cream-Seile ö.cu.vuu,.. I mildeste aller Seifen besonders gegen öffentlich meistbietend versteigert werben, rauhe und spröde Haut, sowie zum wa- - — - » Ischen und Baden kleiner Kinder. Vor- I räthig L Packet 3 Stück 50 Pf. bei 5785 । 5016] H. Tichy, Seltersweg 43. Gießen, 23. Juni 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. I. 5t: Bogt. Wegen Umzug! Neue herrschaftliche Betten, Mahagonimöbel nnd Küchengeräth- schäften werden verkauft im (5833 ___ Waarenhaus SelterSweg 68. 5825] Verkaufe billig wegen Mangel an Raum eine sehr starke Latania borbonica, sowie einen Philodendron pertusum. 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Die Proben zur Stiftungsfeier der Universität am 1. Juli d. I. finden statt am Freitag den 26. und Montag den 29. d. M, um S Uhr Abends. Gleichzeitig sind die Chorstimmen vom Wiesbadener Musikfest abzuliefern. Die trauernde Familie: Eduard Noll. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen Verluste unseres innigstgeliebten Kindes sagen wir Allen den tiefgefühltesten Dank. Börsen-Speculation mit beschränktem Risico. Prämien-Geschäfte sind die sicherste und solideste Speculation, da der Verlust stets auf den geringen Einsatz beschränkt, der Gewinn dagegen unbegrenzt ist. Prospecte und Börsenberichte sendet auf Verlangen gratis und franko Versicherungs - Actien - Gesellschaft wird gegen lohnende Vergütung tn Gieße« ein thätiger Agent gesucht. Offerten unter O. H. 324 erbeten an Haaseitftein & Vogler, A.-G, Frankfurt a. M. 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Juni, Nach- Beste T oiletteseif en ' und T aschentuchparf iims kaust man in dem [3703 Drogeitgeschäft von Otto Schaaf. Wänderbar ist der Erfolg Sommersprossen, unreiner Teint, gelbe Flecke etc. verschwinden unbedingt beim täglichen Gebrauch von [5851 Bergmanns Lilienmilch - Seife von Bergmann & Co. in Dresden. Vorräthig ä Stück 50 Pfg. bei __________J. H. Fuhr, Sonnenstrasse 27. Vermischte Anzeigen. Danksagung. Für die so zahlreichen Beweise von Theilnahme bei dem Ableben und der Beerdigung unseres unvergeßlichen Herrn Wilhelm Kroch sagen wir Allen, insbesondere dem Gesangverein „Eintracht", den herzlichsten Dank. Die trauernden Hinlerbliedenen. Rod heim a. d. Bieber, 24. Juni 1891.__________[5863 Biedenkopf. Giessen. Statt jeder besonderen ] Anzeige. , Minna Engel < Karl Kramer; Hauptmann a. D. Verlobte, [5862 ] vammflraße 9. Frau Maria Eise, 5795 Kleidermacherin. SMP Wohne von heute ab 3tapfon8fla|Je 12. Ludwig Bender, 5791 M öbeltran-porteur. 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