Meins. R.-Patent 1768 Ottern rdner •all vorrätig. ONN « Leipzig 7K-HÜI, 1049. dK Berechtig ■2ül^te'lenad) w Ausbildung. Werte. Die LKW. itCo. Markt 5 E«ng. '«N -chile 5,th>5 .......»Vs® tzL--. W UNd her tu.., Ikstän-ig unt> batttni ! Gerdts, S/M e Methode, sondern eine prachr, mit sie eben \tki isch Wchl. uck M t «ranthtittnderLvrch tzeiivn-*. franco atgi- .gfe ,nterzeichnete empfiehlt f«6|i und «rankenpflege. ^chnei-er, geprüfte SBürtcr Mktsttahr 32, UI. Bit suchen einen ihrling. mis Treff & Tuchhand^5 "WSS* ^Ammk- iit den «»rßMw „clldamVftrndk- in Bremen N*«ber (*'f J 1 s E daN die LetE! S »Ä Rr. 71 Mittwoch den 25. März 1891 Trr Hretze«er A«zei-er »rschcmt täglich, »4t AuSnohmr deS Montag». Die Bießener »•«Utcnirittlt »«den dem Anzeiger »Schmtlich brtimel d eigelegt. Weßener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bierteljährtger A5o«neme«tsprei» r 2 Mark 20 Psg. m« Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expeditio» und Druckerei: -chutßrateVr.^ Aerusprecher 61. Amts- ttttb Anzeigeblatt tot? den KreU Gieren. Aunahmr den Anzeigen zu der Nachmittags für den fetgrnbtn Tag erfcheinmdm Nummer bis vorm. 10 Uhr. chratisöeitage: chießmer Jamikienblätter AKe Annoncen-Bureaux deS Fn- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Anrtlrchrv Sherl. Bekanntmachung. Degen Erkrankung des Großh. Districts - Einnehmers Herr« Euler zu Laubach wird der Großh. Steueraffeffor Herr Blum daselbst die dasige DistrictS-Emnehmerei bis auf Weiteres verwalten. Gießen, den 23. März 1891. Großherzogliches Rentamt Gießen. Welcker, Domänenrath. Deutsches Reich. Berlin, 22. März. Die preußische Regierung ist in die Zwangslage versetzt, in diesen Wochen bis Anfang April, etwa zwölftausend Arbeiter aus den Militärwerkstätten zu entlassen. Am durchgreifendsten ist die Betriebseinstellung in den Gewehrsabriken zu Spandau, Danzig und Erfurt. Alle drei arbeiteten seit ungefähr 2^ Jahren mit einem Personalbestände von 3500 Mann an der Herstellung der Gewehre Modell 88. Es wurde ununterbrochen, Tag und Nacht, gearbeitet. Außer diesen drei staatlichen Fabriken, die vierte in Amberg arbeitet für die bayerischen Truppentheile, erhielten s. Z. Bestellungen auf Gewehre noch die Commandit- gesellschaft auf Actien Loewe u. Co. in Berlin und die Werndl'sche Waffenfabrik in Stehr. Die jetzt in den preußischen Gewehrsabriken erfolgten Entlassungen zeigen an, daß der Bedarf an Gewehren für die Armee gedeckt ist, und nicht allein für die active, sondern auch für die Reserve und Landwehr. Aber nicht allein für die Infanterie, sondern auch für die anderen Truppencategorien sind die erforderlichen Ausrüstungen fertig gestellt, und daher stehen zum Beginn der Inventur, anfangs April, auch in den übrigen staatlichen Fabriken, namentlich aber in den Artilleriewerkstätten, größere Entlassungen bevor. Berlin, 23. März. Der „Reichsanzeiger" enthält das folgende Kaiserliche Handschreiben: Ich habe aus Ihrem Berichte vom 10. dss. Mts. mit lebhaftem Interesse von der bedeutenden Steigerung, welche der Geschäftsverkehr der Reichsbank in allen Zweigen ihrer Verwaltung im abgelaufenen Geschäftsjahre erfahren hat, Kenntniß genommen. Obwohl biefe — dem Gefchästsumsatz wie der Höhe des Reingewinns nach — bisher nicht erreichte Entwicklung nicht als Zeichen einer besonders günstigen Lage der allgemeinen wirthschaft- lichen Verhältniffe betrachtet werden kann, insofern sie nicht sowohl in einem Aufschwung von Handel und Industrie, als vielmehr in einer dem Creditbedürfniß nicht entsprechenden Feuilleton. In der Hrimalh. Eine Oster-Erzahlung von Marc. Doyen. (Nachdruck verboten.) „Nimm Dem Röckchen in Acht, Lena!" Die Kleine wendete ihr frisches Gesichtchen lachend zurück- „Es ist nur Wasser unter den Eisstücken, Tante Marie!" ries sie und pochte mit den derben Füßchen auf die morsche Eisdecke der Pfütze. Das junge Mädchen griff nach dem Kinde, der Mann an ihrer Seite aber trat rasch vor und nahm die Kleine auf den Arm. „Sieh nur, Schwager, wie das Wasser im Mühlbach hoch steht," sagte Marie. Der Bauer blickte gleichmütig darüber hin. „Es ist schon gefallen," sagte er, „aber die Uferränder sind überall ganz unterwaschen." Heinrich Schröder, der hier am Charfreitag Vormittag mit Schwägerin und Kind von der Kirche zurückkehrte, war seit der Geburt Lenas Wittwer- er hatte seitdem die Sorge für Wirtschaft und Kind in die Hand einer jüngeren Schwester der Verstorbenen übertragen und befand sich äußerlich ganz wohl dabei. „Hör den Vogel singen, Vater," rief das Kind, „hör nur, er singt immer lauter." „Das ist eine Lerche," lächelte Marie, „die Lerchen müssen doch schon lange singen, nicht, Schwager?" Der Bauer rückte seine Pelzmütze zurecht. „Ich habe nicht danach gehorcht," sagte er. Ein Zug von Spott glitt über Mariens Gepcht. „Ich glaube, Du achtest außerhalb Deines Hofes nur noch auf die Wittwe Ulrich," dachte sie bei sich, indem sie die Thür aufstieß, welche den Zugang bildete zu den sich hier längs des Mühlbachs hinziehenden Gemüsebeeten, hinter denen bas Hans Schröders lag. Flüssigkeit der Circulationsmittel ihre vornehmlichste Ursache hat, so ist doch andererseits gerade der Verwaltungsbericht des verflossenen Jahres Mir ein erneuter Beweis dafür, daß die Reichsbank auch unter schwierigen Verhältnissen es versteht, den an sie herantretenden Anforderungen des Credit- verkehrs in vollem Umfange gerecht zu werden und den Platz, der ihr als dem ersten Creditinstitut im Reiche zugewiefen ist, auszufüllen. Auch das überaus günstige finanzielle Er- gebniß zeugt ebensowohl von der Umsicht in der Leitung als von der Pflichttreue in der Ausführung. Ich beauftrage Sie, allen Betheiligten Meine Anerkennung und Zufriedenheit auszusprechen. Berlin, den 18. März 1891. Wilhelm J. R. An den Rejchskanzler. Berlin, 23. März. Die Wiederkehr des 2 2. März, des Geburtstages weiland Kaiser Wilhelms I., ist gestern in Berlin durch die Grundsteinlegung zu jener Kirche gefeiert worden, welche den Namen des unvergeßlichen Heldenkaifers führen wird. Der Kaiser und die Kaiserin, sowie der Großherzog und die Großherzogin von Baden waren bei der Feier zugegen. Ferner fand am Sonntag im Mausoleum zu Char- lottenburg ein stiller Gedächtnißgvttesdienst statt. Hcucfie Nachrichten. Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 23. März. Die „Times" meldet aus Philadelphia, die deutsch-amerikanischen Verhandlungen wegen Aufhebung des Schweineeinsuhrverbots ständen still - das Washingtoner Cabinet erwäge die Angelegenheit. Der Präsident werde wahrscheinlich den deutschen Rübenzucker mit einem Retorsionszolle belegen, falls Dentschland das Verbot nicht aufhebe. Berlin, 23. März. Die „Allgemeine Fleischer-Zeitung" erfährt aus bester Quelle, der Wortlaut der amerikanischen Bill und der Einzelbestimmungen über strengere Untersuchung des Schweinesleischexportes sei dem hiesigen amerikanischen Gesandten noch nicht zugegangen, liege somit auch noch nicht dem Bundesrathe vor, der überdies durch die österreichisch-deutschen Verhandlungen stark in Anspruch genommen fei. Günstigenfalls dürste bis zur Entschließung des Bundesraths über die Aushebung des Schweinefleisch-Einfuhrverbots noch einige Zeit vergehen. Berlin, 23. Mürz. In der königlichen Prüfungsanstalt für Baumaterial (Charlottenburg) wurde heute in Gegenwart hervorragender Fachleute und von Vertretern der Civil- und Militärbehörden eine Feuerprobe mit dem von Kapserer, Köster u. Co. in Mannheim hergestellten Schilfbretter- System Girandt (Material zur Herstellung für seuer- und schallsichere Zwischenwände und Decken) vorgenommen. Die Probe hatte einen durchschlagenden Erfolg. Dresden, 23. März. Der Kriegsminister v. Fabrice ist in Folge eines inneren Halsabscesses erkrankt. Nach dem Bulletin ist der Kräftczustand bei künstlicher Ernährung befriedigend und das Fieber mäßig. Karlsruhe, 23. März. Se. Majestät der Kaiser zeigte dem Großherzog in einem Handschreiben an, daß Allerhöchft- derselbe den Erbgroßherzog zum Chef des 113. Infanterie- Regiments ernannt habe, als dessen Commandeur der Erbgroßherzog sich in so hohem Grade bewährt habe. Se. Majestät spreche die Ernennung an dem Tage aus, welcher der Erinnerung des hochseligen Kaisers Wilhelm 1. geweiht fei und welcher die innigen Beziehungen Sr. Majestät zu dem Großherzog und dem Grobherzoglichen Hause in besonderer Weise hervortreten lasse, um dem Großherzoge einen erneuten Beweis wahrer Verehrung und Dankbarkeit zu geben. Hamburg, 23. März. Der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actiengesellschaft hat Se. Majestät der Kaiser z« der glücklichen Rückkehr des Dampfers „Augusta Victoria" von der Rundfahrt im Mittelmeer telegraphisch Allerhöchstseine Glückwünsche aussprechen lassen. — In Bergedorf sand gestern die feierliche Uebergabe des Denkmals für Weiland Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm statt. Bern, 23. März. Bei der gestrigen Ersatzwahl zum Nationalrath im Wahlkreise Bern erhielt kein Candidat die Mehrheit. Gens, 23. März. Bei Gelegenheit des Vortrags, den der frühere Hos- und Domprediger Stöcker aus Berlin in einem hiesigen Saale gestern Abend über die Berliner Stadt- mission halten wollte, wurde derselbe schon bei feinem Erscheinen mit Lärmen empfangen. Nach dem Gebet und Gesang, der dem Vortrag voraufging, erfolgte erneut weiterer Lärmen, welches Stöcker am Reden hinderte. Als darauf die Polizei einfchreiten wollte, kam es im Saale zu einer heftigen Schlägerei. Eine Anzahl der Lärmmacher wurde mit Gewalt aus dem Saale entfernt. Um Mitternacht wurden drei der Rädelsführer, und zwar zwei aus Württemberg, einer aus Preußen, nachdem sie polizeilich verhört waren, ins Gefängniß abgeführt. Paris, 23. März. Im Auftrage des Kriegsministers besichtigte General Jamontz eingehend die festen Plätze an der Ostgrenze und nahm in Luneville und Nancy Mobili- „Und wenn die Lerchen singen, dann blühen wieder die Blumen und alle Menschen werden wieder lustig, sagt Tante Marie," krähte Lenchen laut auf, dann barg sie plötzlich erschreckend den Kopf an des Vaters Schulter. Am jenseitigen Ufer des Flusses, über den hier ein schmaler Steg führte, hatte sich ein Mann vorgebeugt, der dort an dem alten Weidenbaum gelehnt haben mochte. Heinrich Schröder pfiff verächtlich vor sich hin. „Bist auch wieder da?" brummte er vor sich in den Bart, während er rasch vorwärts schritt, das Mädchen, das den Kopf nach dem Manne wendete, vor sich kurz ins Haus schob und die Thür zuschlug. Der Manu dort am Weidenbaum blickte nach dem Hause hin. Ja, er war wieder da, er war ein Jahr lang fort gewesen, weit von hier in einer anderen Gegend und er hatte dort bei einem Chauffeebau Anstellung gefunden und bald sogar die Stelle eines Aufsehers erhalten, und doch hatte ihn eine Art von Heimweh für die Festtage hierher gezogen. Er stand hier an dem Weidenbaum, der sein eigen war, der wuchs auf dem kleinen Strich jetzt unbebauten Ackers, dem Rest des elterlichen Besitzes, den Martin Zobel in wenig Jahren verlottert hatte. Was noch sonst sein Eigenthum gewesen, war im Besitze von Heinrich Schröder, mit dem er als Knabe und junger Bursche nachbarlich verkehrt hatte- der hatte damals die Lena Hofmeister geheirathet, an die auch der leichtsinnige Martin sein Herz gehängt hatte, und im verwundeten Stolz war dieser hingegangen und hatte kurzweg die schöne Tochter der alten Kathrin zum Weibe genommen, die kein anderes Erbe mitbekam als den Fluch einer schlechten Erziehung und den Trieb zu lasterhaftem Leben. So war nur zu bald bei ihm alles anders geworden, als drüben auf dem Hofe des Heinrich Schröder- zwischen ihnen war jetzt jede Gemeinschaft aufgehoben. Schröders Besitz wuchs im ehelichen Glück bei gedeihlicher Arbeit, Zobels Besitz und Habe schmolz unter der Hand der dem Trünke ergebenen Frau. Fast am gleichen Tage ward auf beiden Höfen ein erstes Kind geboren, bei Heinrich Schröder trug man die junge Mutter auf den Kirchhof und zog in Thränen ein anfangs schwächliches Kindchen aus, bei Martin lachte ein Prachtkind in der Wiege, das der verzweifelte Vater als eine Anwartschaft auf bessere Tage begrüßte und mit heißer Liebe umfaßte. Doch in wenig Monaten starb das Kindchen unter - der schlechten Obhut der gewissenlosen Mutter, die dann, immer tiefer sinkend, endlich auch dem Tode erlag. Martins Aecker waren verkauft, er hatte es nicht hindern können, daß sie schließlich alle in Schröders Besitz übergingen- er hatte es auch trotz erbitterten Rechtsstreites nicht erzwingen können, daß Schröder die Benutzung des kleinen Steges verboten werden konnte, der vor Jahren zu Zeiten des guten Einverständnisses von den Nachbarskindern selbst hergerichtet worden war. Der frische Märzwind wehte dem Manne das Haar über die Stirn. Warum war er denn eigentlich zurückgekommen? Marttn seufzte, er wußte sich keine Antwort auf diese Frage. Er war auch heute in der Kirche gewesen und hatte dort Heinrich gesehen und die Marie, die jetzt der verstorbene« Schwester so ähnlich sah, und neben ihr das kleine liebe Mädchen. Warum waren sie denn alle so stumm an ihm vorübergegangen? War er denn auch jetzt keines Grußes mehr werth? Er sah mit zögerndem Blick uw sich her, dort über die Stelle, wo sein Haus gestanden, war im Herbste schon der Pflug gegangen und da, an der anderen Seite des Mühlbachs, hatte seitdem das Haus Schröders einen stolzen Giebelaufsatz bekommen. Martin strich sich mit der Hand über die Augen - man hatte ihm nm Dorfe erzählt, daß der Heinrich auf Freiersfüßen ginge - da würde er wohl die Marie Hofmeister heirathen, die damals, als Marchi sich um die Lena bemühte, so ein lachendes Ding von fünfzehn Jahren war. Eine Weile noch lehnte Martin an dem Baume, dann sah er einen Vorhang an dem Hause drüben sich bewegen, da wandte er sich und ging dem Dorfe zu. (Fortsetzung folgt.) — Die Landes-Feuerloschordnung für das Großherzogthmn Hessen vom 29. März 1890 und Ausführungs-Verordnung vom 11. October 1690 ist nach den Motiven, landständigen Verhandlungen und den bezüglichen sonstigen gesetzlichen Bestimmungen ausführlich erläutert von Regierungsrath I)i . Zeller in Darmstadt bei I. Diemer in Mainz erschienen. Das über die Rechte und Pflichten der Staatsbürger in Bezug auf das gesammte Feuerlöschwesen klar und präcise Auskunft gebende Werk enthält u. A.: Rückblick auf frühere Gesetz- Städte mit Octroi Darmstadt Mainz Offenbach Worms Gießen Städte ohne Octrot Dingen Bensheim Alzey Friedberg Alsfeld Lauterbach doch Kienöl!" * Vor reichlich einem Vierteljahrhundert, im Octbr. 1864, kam ein Ereigniß vor, welches unserer jubiläumsfrohen Zeit füglich Anlaß zu einer Feier hätte geben können, seltsamerweise aber unbeachtet geblieben ist. Am 1.2. October 1864 schrieb Justus von Liebig, der Unvergeßliche, an seinen Freund, den großen Chemiker Friedrich Wöhler, in einem der 6—700 Briefe, welche zwischen diesen beiden genialen Gelehrten gewechselt worden sind: „Aus Montevideo habe ich die Nachricht, daß die ersten Versuche zur Fabrication von Fleischextract, die ich dort veranlaßt habe, den günstigsten Erfolg gehabt haben. In 14 Tagen wird die erste Sendung von 150 Pfund hierher kommen. Die Einführung dieses Fleischextracts betrachte ich als einen wahren Segen." In der That ist die Extract-Fabrication, bis dahin nur in der königl. Hofapotheke zu München im Kleinen betrieben, durch die Erzeugung im Großen jenseits des Oceans zum Segen für die Menschheit geworden- sie läßt den Fleischreichthum Südamerikas allen Zonen zu Gute kommen, wie jede erfahrene Hausfrau bezeugen kann. * Fast unglaublich. Das Arnstädter „Nachrichten- unb Intelligenz-Blatt" schreibt: Vor einiger Zeit verstarb in einem Dorfe des Thüringer Waldes ein Ehepaar unter Hinterlassnng von vier hübschen, kräftigen Knaben. Da die Gemeinde der lästigen Erhaltungspflicht der Waisen enthoben sein wollte, so wurde beschlossen, die Kinder einer in Erfurt weilenden Künstlergesellschaft abzutreten. Das Abkommen mit der Direction des Künstler-Instituts war bereits getroffen, als sich die Verwandten der Knaben ins Mittel legten, die Kinder unter sich vertheilten, und so dem unwürdigen Schacher ein Ende machten. Welche Gemeinde des Thüringer Waldes mag wohl diesen Schacher versucht haben? * Eine wahnsinnige Mutter. Die Lehrerin an einer Wiener Mädchenschule, Frau Emilie Weber, litt an zeitweilig mit Verfolgungswahnvorstellungen wechselnder Melancholie, war aber ruhig und ungefährlich, so daß psychiatrische Hilfe nicht nothwendig schien, bis die psychische Störung vor einigen Tagen in einer furchtbaren Thar klar zu Tage trat. Das sieben Monate alte Töchterchen der Frau verwickelte spielend seinen kleinen Finger in der Schnur, die vom Dache des Kinderkorbes hing, und schrie unaufhörlich. Die kranke Mutter wurde so verwirrt, daß sie den Säugling aus seiner Gefangenschaft befreite, indem sie thm diesen Finger, den fünften der rechten Hand, am Gelenke abschnitt. Die Polizeiärzte leisteten dem verstümmelten kleinen Wesen erste Hilfe und übergaben die Frau zu weiterer Verfügung der Irrenanstalt der Gemeinde Floridsdorf. * — Die bei uns hier und da geübte „briefliche Heilung" ist in Amerika überwundener Standpunkt. Ein Arzt in New- york wurde in einer stürmischen Nacht durch den Fernsprecher zu einem ungefähr eine deutsche Meile entfernt wohnenden Villenbesitzer gerufen, dessen Kind erkrankt war. Der Doctor ließ sich einfach den kleinen Patienten an das Telephon bringen und diesen hier wiederholt „Ah" sagen, um sich von der Beschaffenheit seines Halses angemessen zu überzeugen. Auf demselben Wege verordnete der Arzt dann die Medicin, und das Kind genas. Locales und Krovinzielles. Gießen, 24. März. — Während die Natur so gut wie gar keine Anstalten trifft, uns in Flur und Wald zu zeigen, daß wir „Frühlings- Ansang" gehabt, wir im Gegentheil durch die empfindliche Kälte — in vergangener Nacht sank das Thermometer auf 7 Grad unter Null — mehr an das Heranrücken der Weihnachtszeit als an das des Osterfestes glauben müssen, hahen sich doch die Dorboten des Osterfestes in anderer Art gezeigt. Die Zeit -er Osterhasen ist wieder da. Die Schaufenster der Conditoreien find mit Osterhasen und Eiern in allerhand Ausstattungen geschmückt. Es ist wirklich erstaunlich, wie auf diesem Gebiete immer wieder Neues und Geschmackvolles geschaffen wird. Ein Blick in die verschiedenen Schaufenster belehrt uns, daß auch in diesem Genre der menschliche Geist nicht unthätig bleibt. Wahre Musterwerke der Feinbäckerei und Modellirkunst sind zur Schau gestellt. Die Osterhasen sind in allen Variationen dargestellt und vor den Schaufenstern stehen große und kleine Kinder, alle diese Herrlichkeiten mit sehnsüchtigen Blicken betrachtend. — Hoffentlich erfreut der Osterhase alle Kinderherzen mit seinen Gaben, hoffentlich aber wird ihm auch seine Wanderung von Haus zu Haus nicht durch Kälte oder Schnee erschwert, denn nach dem langen und strengen Winter verzichten wir gewiß alle gern auf — weiße Ostern. — Es wird uns von fachmännischer Seile die Mit- therlung, daß in den letzten Tagen diele Klagen über die Un- zuverläsfigkeit unserer Thurmuhr laut werden. Eine genaue Regulirung derselben wäre, besonders im Interesse des reisenden Publikums, dringend geboten. — Lebensmittel-Preise Ende Februar 1891. Nach einer Zusammenstellung der Grvßh. Centralstelle für die Landes- statisük kosteten: firungsversuche vor, welche die vollständige Kriegsbereitschaft -es 6. Corps ergeben haben. Die Forts Frouard, Custine und Metteton sind im Stande, in wenigen Stunden jeden Angriff zu erwidern. Paris, 23. März. Die Commission der Kammer zur Dorberathung der Rennwetten-Vorlage setzte den Text der letzten Artikel fest, darnach sollen alle Wetten, mit Ausnahme der Wetten durch den Totalisator verboten werden. Der Berichterstatter wird den Bericht während der Ferien abfassen. Die Commission beschloß, alle Generalräthe in der Aprilsession um Aeußerung ihrer Ansicht betreffs der Rennen zu ersuchen. Windsor, 23. März. Die Königin ist in Begleitung des Prinzenpaares Battenberg Morgens über Portsmouth nach Grasse (Südfrankreich) abgereist. Brüsiel, 23. März. In Mons fand gestern Nachmittag ein M a s s e n - M e e t i n g statt, an welchem viele Arbeiter der Umgegend, insgesammt etwa 6000 Personen, theilnahmen. Grimard (radical) und Volders (Socialist) forderten das allgemeine Stimmrecht. Die Versammlung beschloß die Pro- elamirung des Generalstrikes auf den 1. April, falls die Kammer bis dahin die Revision nicht votirt habe. Seraing, 23. März. Die Lage hier hat sich gebessert. Heute nahmen 100 Arbeiter die Arbeit auf. In den Stahlwerken Cockerill ist vollständiger Strike. Der Strike tn den Kohlengruben Cockerill und Mariehaye dauert fort. Der Strike in den Kohlengruben Anglais ist beendigt. In den Kohlengruben auf dem linken Maasufer wird gearbeitet. Ueberall herrscht Ruhe. Brüffel, 23. März. Der Strike in Seraing ist als beendet anzusehen. Eine Versammlung der Arbeiter beschloß, den Strike aufzugcben. Die Gruben Cockerills und der Gesellschaft Mariehaye nehmen die Arbeit Dienstag wieder auf, desgleichen die Stahlwerke. Liffabon, 23. März. Die Gerüchte über einen bevorstehenden M i n i st e r w e ch s e l treten nunmehr bestimmter aus. Martens Ferrao wird als voraussichtlicher Ministerpräsident des künftigen Cabinets genannt Oporto, 23. März. Das Militärgericht verurtheilte heute die Hauptschuldigen des Auf stand es vom 31. Januar zu Einzelgefängniß von vier Jahren mit darauffolgender Deportation nach Afrika bis zu 18monatlichem Zuchthaus. Von Militärs wurden 266 verurtheilt, 240 freigesprochen - von Civilisten 7 verurtheilt und 15 frei- gesprochen. _____ VerinrdHtes. ft Cassel, 23. März. Einbruchsdiebstahl in die T r a i u k a s e r n e. Ein äußerst verwegener Eiubruchsdiebstahl, bei dem die Diebe in gefährlichster Weise ihr Leben aufs Spiel setzten, ist in der Freitag-Nacht hier ausgeführt worden, ein Einbruch in die Trainkaserne. Am Tage vorher war große Aucüon bei der Verwaltung des Train-Depots gewesen, es waren mehrere Tausend Mark für überflüssige Munitionswagen, Pferde re. gezahlt worden und darauf bauten der oder die Diebe ihren Plan. Das Bureau des Train-Depots liegt nun nicht nur innerhalb des Kaseruements, welches natürlich von Posten streng bewacht wird, sondern auch noch dazu der Wachtstube gegenüber. Die Diebe sind nun genau mit der Oertlichkeit und den Zeitverhältnissen über Ablösung der Wache rc. vertraut gewesen, sie stiegen über die Mauer oder schlichen sich in den Kasernenhos, rückten dann leise, leise an der Wache vorbei an das Bureaugebäude, drückten eine Fensterscheibe ein und stiegen ein. Das Pult wurde mit Gewalt erbrochen (Abheben der ganzen Platte), indessen nur 60 Mk. erwischt; die Auctionsgelder waren bereits zur Hauptkasse abgeführt. Ebenso unsichtbar und geräuschlos wie gekommen verschwanden die Diebesgesellen, Niemand hat etwas gehört oder gesehen. Wäre dies geschehen, dann wären die Schurken von den scharf bewaffneten Posten Zweifellos nieder- geschossen. * Berlin, 22. März. Aus dem Potsdamer Güterbahnhof ist ein neuer Prellbock erprobt worden. Derselbe besteht aus eisernen Streben, weiche einen elastischen Puffer tragen. Die Probefahrt gegen den Bock sah recht unheimlich aus. Doch lief sie vollständig glatt ab. Die erste Fahrt mit Bahnhossgeschwindigkeit hatten in den Wagen höhere Bahnbeamte mitgemacht. Der Locomotivführer, welcher die gesährdetste Stelle einnahm, erhielt 50 Mk. Für die Probefahrt mit Volldampf hatte er sich für alle Fälle sein volles Gehalt für seine Fran zusichern lassen. Im Zuge war Niemand, aus der Maschine er allein- selbst der Heizer fehlte. Von Lichterfelde her kam der Zug mit 30 Kilometer Geschwindigkeit angebraust — selbst beherzte Zuschauer wandteu das Gesicht ab — aber der Bock erfüllte seinen -Zweck, der Zug stand. (!!) * Ans Thüringen, 21. März. Der gewiß seltene Fall, daß ein zum Bezug der Altersrente berechtigter Arbeiter von der Annahme der Rente durchaus nichts wissen will, ist jetzt in Pößneck vorgekommen. Der Mann äußerte, „er brauche kein Geld, man solle es dem Staat wiedergeben." * Eine reizende Episode aus dem Leben Windlhorfls erzählt Karl Sontag in seinen 1875 erschienenen „Bühnenerlebnissen". Er schildert dort die table d’höte im British Hotel 1863, als er nach Hannover kam, an welcher auch die eben neu ernannten Minister Erxleben, Windthorst und Bac- meister längere Zeit mitspeisten, bis sie ihre Familien aus ihren ehemaligen Wohnorten nach Hannover führen 'konnten. Das Ministerium wechselte damals oft und eines Tages kam Minister Windthorst zu Tisch und erzählte eine eben erlebte niedliche Begebenheit. Er hatte eine Wohnung gemiethet und als er, mit der Vermietherin einig, seinen Namen genannt, antwortete diese: „Dann bitte ich um Entschuldigung, wenn Sie ein Herr Minister sind, kann ich Ihnen die Wohnung nicht vermiethen; ich kann nicht alle Jahre in meinem Hause mit den Parteien wechseln." * Bestraftes Mißtrauen. Drei auf einem Neubau beschäftigte Maurer haben sich Morgens aus dem Wege zur Arbeit eine Flasche Schnaps gekauft und dieselbe einstweilen sorglich bei Seite gestellt — jedoch nicht so vorsichtig, daß nicht zwei ebenfalls auf dem Neubau beschäftigte Anstreicherlehrlinge sie hätten entdecken und deren Inhalt sich zu Gemüthe führen können. Die dadurch entstandene Leere ersetzten die srech/n Burschen mit Terpentinöl. Die Frühstückspause naht. Der erste Maurer setzt begierig die Flasche an den Mund, um sie sofort mit den Worten: „Pfui Deibel, bet is ja Kienöl!" weiterzugeben. Der zweite nimmt grinsend die Flasche und sagt: „Jieb mich man bet Kien öl her!" Nach einem kräftigen Schluck reicht sie bieser, sich schüttelnd, dem dritten Maurer. „Et is weß Jott Kienöl." — „Ihr macht mich doch beide nich dumm", sagt der dritte — „runter mit bet Kienöl!" leert mit einem kräftigen Schluck bie Flasche, die er sogleich darauf wegwirft mit dem Ruse: „Und et war gebung- die neue Gesetzgebung- der Gesetzentwurf und die landständischen Verhandlungen- das Gesetz, die Lcmdes- Feuerlöschordnung betr. - die Verordnung betr. die Ausführung der Landes-Feuerlöschordnung-den Erlaß vonDienstinstructionen für die Kreis-Feuerwehrinspectoren, sowie die Einführung einheitlicher Signale und Reglements für die Feuerwehren des Landes- einen Auszug aus der Allgem. Bauordnung- einen Auszug aus der Ausführungs-Verordnung- einen Auszug aus dem Regulativ betr. die Reinigung der Schornsteine- einen Auszug aus den Bestimmungen über die Mobiliar- Feuerversicherung - einen Auszug aus der Gesetzgebung über die Brandversicherung der Gebäude in Hessen- die Verordnung, die Stiftung eines Ehrenzeichens für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren betr., sowie die bezüglichen Strafbestimmungen. — Schlachthausgesetz. Vor Kurzem berichteten wir über eine Eingabe der Metzgerinnungen des Großherzog- thums Hessen an das Ministerium des Innern und der Justiz um Erlaß eines Schlachthausgesetzes für bas Großherzogthum Hessen. Aus dem umfangreichen Schriftstück sind folgende Punkte entnommen, deren Berücksichtigung die Gesuchsteller fordern: 1) Bestimmte Vorschriften über die Seitens der Gemeinden, welche öffentliche Schlachthäuser mit Schlachtzwang errichten, zu leistende Entschädigung an die bisherigen Besitzer der Privatschlächtereien- 2) Bestimmungen über die Höhe der Gebühren für die Schlachthausbenutzung- 3) Bestimmungen über die Höhe der Gebühren für Fleischbeschau und Untersuchung des Viehs- 4) Bestimmungen über die Verzinsung und allmählige Amortisation des Anlagecapitals für das öffentliche Schlachthaus - 5) Coutrol- vorschristen bezüglich des vom Lande in die Stadl eingeführten Fleisches- 6) Ausdehnung der sanitätspolizeilichen Controle auf Wild, Geflügel und Fische. Muschenheim, 22. März. Heute Morgeu wurde der hiesige Bäcker Kaspar R . . . HI. in der an unserem Orte vorbeifließenden Wetter todt ausgefunden. R. hatte in letzterer Zeit oft Anfälle von Schwermuth und vermuthet man, daß er in einem solchen Zustand den Tod in den Wellen gesucht habe. — R. soll im verflossenen Jahre einmal einen Selbstmordversuch unternommen haben. Saasen, 20. März. Heute verschied dahier das älteste Glied unserer Gemeinde, Konrad Sehrt. Der Verstorbene hatte das selten hohe Alter von 98 Jahren 7 Monaten und 8 Tagen erreicht. Reichelsheim, 23. März. Ein hiesiger Landwirth war am vergangenen Mittwoch mit dem Reinigen von Obstbäumen beschäftigt. Während dieser Arbeit siel derselbe von dem Baume herab und verletzte sich innerlich derart, daß nach zwei Tagen der Tod eintrat. Der Verstorbene war, obgleich er die Schwelle des Greisenalters bereits überschritten, ein thätiger, gesunder Mann und genoß die Achtung seiner Mitbürger. Allgemein nimmt man Antheil an dem Unglück, das so plötzlich über die sonst so glückliche Familie gekommen ist. Büdingen, 23. März. Die Generalversammlung der hiesigen Spar- und Leihkasse Büdingen hat aus den 1889er Ueberschüssen dem Sparkasse-Vorstand die nöthigen Mittel zur Versügung gestellt, um eine Anzahl unbemittelter dem Sparkaffebezirk angehöriger, an Serophulosis leidender Kinder in dem Alter von 3 bis 14 Jahren in der Kinder- Heilanstalt Elisabethenhaus zu Bad-Nauheim auf 5 Wochen zum Gebrauch von Soolbäderu in Pension geben zu können. Citevatuf und ««nft. — Bet bevorstehendem Quartalswechsel machen wir alle Hausfrauen auf die in Berlin bet Friedrich Schirmer im 5. Jahrganae erscheinende Wochenschrift .Dies Blatt gehört der HarrSfraul- aufmerksam. Dieselbe zeichnet sich durch Reichhaltigkeit und Gediegenheit ihres Inhaltes aus! Keine andere Hausfrauenzeitung enthält gleichzeitig eine reichillustrirle Modenzeitung mit natürlichen Schnittmustern; diesen Voriheil bietet einzig und allein Dies Blatt gehört der Hausfrau!" — Man abonnirt für 1.25 Mk. pro Quartal bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. 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Die Verzögerung ist: Ochsenfleisch 1 per Pfund Rindfleisch per Pfund Kalbfleisch per Pfund Schweinefl. per Psunb Hammelfleisch per Pfunds Gemischtes Brod Roggen- Brod Butter per Pfund L . __• Milch 1 Liter Eier 1 1 Stück 76 70 70 72 66 14 12 80-100 17 7-10 1 72 60 70 70 65 15 13 96-101 19 6-8 70 52 70 70 70 15 13,5 104-119 21 6-10 76 70 68 72 75 13 12 94-102 15 7-10 72 64 65 68 70 14 12,5 81-88 17 6-8 75 70 60 75 60 13 12,5 81-95 19 8-9 66 60 60 64 60 11,5 10,5 80-95 17 7-8 65 60 70 70 70 15 12 85-101 17 7-8 68 1 60 60 60 60 14 13,5 85-90 16 7-8 65 59 60 55 — 15 12,5 95-100 14 6-7 64 | 64 56 60 56 15,5 12 100 14 5 2780 irr empfehlend- Erinnerung. C. Roth II., Wallthorstrahe 5 Süd-Anlage 2680 22. Ium 1889 mit Geld- ggF^C (Griechisches Brod^ Constr munden Knopfstiefel Couditorei Hettler, 2749 Süd-Anlage. 2681 2702 sind eingetroffen. Südanlage. 2539 Preise abgegeben. [2208 Regenschirmen billigst. Otto Berge». 2356 A. Fangmann 2418 [2634 empfiehlt Joseph Merz. Vogt 249R Versteigerung Staubfreie Prima u7^ §kWeru unii Dauneu Donnerstag den 26 BorwittLgs V2II Uhr Seltersweg. A. Kilbinger (L. LennerS Nachf.), Seltersweg 19.[1422 1937] 2748 2773 LeUenS der letzteren durch amtliche Bescheinigung der Zoll- oder Steuerbehörde nachzuweisen." Geißler, Gerichtsvollzieher. H. Reiss, Marktstrasse 27. Gießens größtes und billigstes Schuhlager. Osterhasen, Eier etc. etc. empfiehlt in großer Auswahl Consästoreä Mettler, 2663) Ein fast ganz neuer heizbarer Wadeftahl ist preiswürdig abzugeben. Näheres Frankfurterstratze 63. Engel, Gr. Gerichtsvollzieher. hiergegen nach § 126 des Neichsgesetzes vom ‘ strafen bis zu 300 Mk geahndet werden können. Diejenigen Versicherten, welche Nachweisen bezw. nachgewiesen Haven, daß fie die Verträge für einen oder mehrere Monate im Voraus entrichtet haben, sind für diese Monate von der Controle befreit. Sommersamen, zuckersüß, 5 Pfund 1 Mark, per Centner 18 Mark, empfiehlt Carl Schulze RI., Schillerstraße 7. Mittwoch den 25. Mrs, Nachmittags 2 Uhr, in der Bieker 'scheu Hofraithe zu Gießen sollen gegen Baarzahlung versteigert werden: 1 Cassaschrank, 1 Commode, 1 Sessel, 1 Bett, 1 Secretär, 1 Pianino und 1 Nähmaschine. AeilgeSoienes. 2664] Frische Hefe empfiehlt die Hefehandlung von E. Bob, Neustadt 48 (kleiner Laden). l „Nachrichten- nni> r M verstech in m ^eyaar Mer cästitzen Knaben. mgshM der Waise" ssen, die Kinder einer eilschast abzutreten. Künstler-Instituts war andten der Knaben ins ertheilten, und so dem teu. Welche Gemeinde liefen Schacher versucht wird auf dem Abbruchsplatz der alten Turnhalle (Süd- aulage) eine tyartbie gut erhaltenes Bauholz öffentlich meistbietend versteigert. 2771 Gießen, 21. März 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Gnauth. billigst bei Fritz Howack, Niederlage der feinsten Wiener und Pariser Schuhwaaren. d Die Preise sind streng fest, aber auch sehr billig. 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Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß infolge Beschlusses -er Stadtverordnetenversammlung vom 30. Decbr. mJ. und 5. Febr. d. I. vom 1. April laufenden JahreS an der Mindestbetrag des jährlichen WafferverbrauchS herabgesetzt wird wie folgt: für ein Gebäude, von einer Familie bewohnt, statt seither 20 «X jetzt 13 „ „ „ „ zwei Familien „ „ „ 30 „ „ 23 „ „ „ „ „ drei u. mehr Familien „ „ „ 40 „ „ 33 „ Famllien, welche kein Waffer beziehen, werden — wie seither — mcht gerechnet. Der Waffermeffer, nach dessen Angabe die Berechnung des WafferverbrauchS stattfindet, wird dem Abnehmer vom Wafferwerk unentgeltlich geliehen. — Für sog. Controlle-Waffermeffer ist jedoch, je nach deren Größe, nach wie vor Miethe zu zahlen. — Hauptwaffermesser von 50 mm und mehr Durchflußweite sind von den Abnehmern auf eigene Kosten anzuschaffen und zu unterhalten. Da durch diese Erleichterungen eine namhaftere Betheürgung an dem Bezug des Waffers aus der städtischen Wafferleitung zu erwarten steht, wir aber in diesem Jahre auch mit größeren Arbeiten an der Rohrnetzerweiterung u. s w. beschäftigt sind, so empfiehlt es sich, ine Anmeldungen zum Anschluß an die städtische Wasserleitung baldigst bei uns erfolgen zu lasten, um eme möglichst zweckentsprechende Arbeitsvertheilung, bezw. huldige Ausführung der"HauLwrffer-Zulellungen unse-erseits bewerkstelligen zu können. Gießen, den 14. März 1891. Bringe mein Lager in Weitz-, Rmh' und Südweinen ( bie :e in m - ^ohnnna **« b°- V ?em $eqe mr le'e[bt 4e£ ^?°rsch'g, d«i zuGmiiihr • cr^te„ bi, nnt|t. Dndkl, bet is » n'mm 9M«b b'e “J?" ta!" Nach A 'chEeiad, bem ritt, «ch ~ ~ »rmter mit M-k die Nasch, $ufe: „Unbetnrnr 'ttt. imOctbr.1864, ubiläum^en gelt ' ^nnen, seltsamer- October 1864 ttzeNiche, an seinen M^x, in einem der beiden genialen Ge- Montevideo habe ich zur Fabrication von habe, den günsügsten ird die erste Sendung ie Einsiihrung dieses wahren Segen." Zn bis dahin nur in der einen betrieben, durch - Oceans zum ©egr f ben MilchreichthR inten, tvie jebe ev Johannes Zufall, Marktstraße 7. Reparaturen und Ueberziehen sofort. Kragen, Manschetten und Shlipse für Confirmanden empfehle in großer Auswahl. Gießen, Stets vorräthig bei Marktstr. 4. Schulhof Ä Co. _ Auch auf Teilzahlungen ohne bes. Zuschlag. Sfemlieferung. Die Anlieferung von 270 cbm Basaltsteinen zur Unterhaltung der Wege in der Gemeinde Krofdorf-Gleiberg soll Mittwoch den 1. April c., um 10 Uhr, dahier vergeben werden. Krofdorf, den 22 März 1891. 2758 Das Bürgermeisteramt. Mittwoch den 25. 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