1891 Freitag den 24. April Mr. 94 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Arnts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren | chratiskeilage: Kießener Kamilieniilätter. ZHt Armoncen-Bureaux de- In- und An-lande- nchms» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Rebottion, Txpedttii,« und Druckerei: -chutstrntzeVr.^ Fernsprecher 51. vierteljähriger Aöonnementspret» r 2 Mort 20 Pfg. mit Vringerlohn. Durch die Post bezog», 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener «verden dem Anzeiger ^--chmtllch dreimal beigelegt. Der >Ut«wt Anzeiger erscheint täglich. ■ott AnSnobme de» Montag». ik!»IWI 11 I ^1 il'—'! . '.Lia ' .'-."ü ■ ----JHÜ-mi Annahme eon Anzeigen zu der Nachmittag- für den '«lgendm Lag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Amtlicher Theil. Gießen, den 21. April 11891. Betr.: Ermittelung bezüglich der in Hessen sich aufhaltenden Großbritannischen Staatsangehörigen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die GroHH. Bürgermeistereien der Gemeinden deS Kreise-. Die nachstehende Tabelle wollen Sie rücksichtlich derjenigen Königlich Großbritannischen Staatsangehörigen, welche am 5. April l. I. sich in Ihren resp. Gemeinden ausgehalten haben, alsbald ausfüllen und binnen 5 Tagen anher einsenden. Sollten sich keine Königl. Großbritannische Staatsangehörige in Ihren resp. Gemeinden aufgehalten haben, dann bedarf es keiner Vorlage. v. Gagern. Kreis.......... en. Civilstand (ledig, verheirathet, oerwittwet, geschieden). Zahl der lebenden Kinder. Q Vor- unb Zunam Aufenthalt dauernd in der Gemeinde oder vorübergebend. Nr. 13 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 18. d. M., enthält: (Nr. 1948.) Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem Congo-Staate über die Auslieferung der Verbrecher und die Gewährung sonstiger Rechtshülfe in Strafsachen zwischen den deutschen Schutzgebieten in Afrika und dem Gebiete des Congo-Staates. Vom 25. Juli 1890. Gieß en, am 22. April 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________v. Gagern.__________________ Einladung die am 29. April abzuhaltende Decanatsconserenz betr. Die Herren Amtsbrüder im Decanate Gießen lade ich zu der am 29. h. im bekannten Locale abzuhaltenden Eonferenz ergebens! ein, nachdem das Fest des Oberhessischen Vereins für innere Mission zwingender Gründe halber hat verschoben werden müssen. Wahl, Decan. Dcutjcbcs Heid?. Darmstadt, 12. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Oberstv. Schlegell, Commandeur des Infanterie-Regiments Nr. 79, die Professoren Dr. Gasfkh und L)r. Schmidt von der Landesuniversität Gießen, den Brandversicherungs-Jnspector Zimmer aus Gießen. Darmstadt, 22. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 22. April den Hosdiaconus Ludwig Ehrhardt zum Hofprediger zu ernennen. Berlin, 22. April. Der angekündigte Nachtragsetat zum Reichshaushaltsetat für 1891—92 ist dem Bundesrath jetzt zugegangen. Der Nachtragsetat weist eine Gesammt- höhe von 4,919,171 Mk. auf, darunter als größte Position eine Forderung für Kamerun im Betrage von 1,425,000 Mk. Neueste Nachrichten. Wolff- telegraphische- Torrespondenz-Bureau Berlin, 22. April. Nach den bisherigen Dispositionen reist der Kaiser morgen früh 6 Uhr nach Dresden, von da Nachmittags nach Eisenach. Die Kaiserin trifft Samstag in Eisenach ein und kehrt von dort Sonntags hierher zurück. Wattenscheid, 22. April. Die Belegschaften von „Fröhliche Morgensonne" und „Centrum" waren einig in der Durchsetzung der bekannten Forderungen- die Belegschaften von „Holland" und „Hannover" faßten keinen Beschluß über den Strike- die Delegirten wollen es den Bergleuten überlassen, wie die ausständigen Kameraden zu unterstützen seien. Die Stimmung ist gereizt. Sonntag ist in Bochum eine Versammlung der Vertreter aller deutschen Bergleute, die entscheidend sein soll. Die Versammlungen im Revier verlaufen ruhig. Bochum, 22. April. Die Belegschaft der Zeche „Eintracht Tiefbau" beschloß, den Ausstand fortzusetzen und sprach die Hoffnung aus auf Unterstützung Seitens anderer Belegschaften. Altona, 22. April. Der für den 3. Mai beabsichtigt gewesene Umzug der Arbeiter wurde verboten. Straßburg, 22. April. Der Landesausschuß nahm in dritter Lesung das Grundbuchgesetz, das Gesetz betreffend die Kosten der Grundbuchsachen und das Fischereigesetz an. Metz, 22. April. Nachdem in den letzten Tagen Freiherr- Alexander v. Uexkuell das Schloßgut Les Bachats im Kreise Saarburg und Gutsbesitzer Deul die Domäne Siberie bei Bertsingen im Kreise Diedenhosen angekaust hat, befinden sich nunmehr zwölf lothringische Großgüter in deutschen Händen. Wien, 22. April. Die „Neue Freie Presse" erfährt, die Adresse des Abgeordnetenhauses, sowie jene des Herrenhauses werde einen Passus über die Valutafrage enthalten. Stockholm, 22. April. Die strikenden Bergarbeiter im Bergwerksdistrict Norberg nahmen die Vorschläge der Grubenbesitzer an. Die Arbeit wird morgen wieder ausgenommen. Capstadt, 22. April. Meldung des Bureau Reuter. Der Gouverneur der Capcolonie, Loch, telegraphirte an den Präsidenten der Transvaal-Republik, der Regierung sei zur Kenntniß gelangt, daß ein Einwanderer-Trek von Boers aus Transvaal nach Mashonaland beabsichtigt sei, welcher aus diesem Gebiete "eine Republik errichten wolle. Die Regierung benachrichtige den Präsidenten, daß der Tret als Act der Feindschaft gegen die Königin betrachtet würde. Er erbitte die Versicherung einer vermittelnden loyalen Beihilfe von Transvaal, entsprechend den bestehenden Verträgen. Der Präsident habe geantwortet, er habe den Tret verhindert und die Unternehmer desselben zu sich berufen. Die Regierung von Transvaal sei sich vollkommen ihrer Verpflichtungen bewußt. Newyork, 22. April. Die heutige Todtenliste weist 2 51 Todesfälle auf, darunter 27 an Influenza. Dies ist die größte Sterblichkeitsziffer des Jahres. Newyork, 22. April. Im Ausstandsbezirk Scottdale (Pennshlvanien) werden 500 Italiener erwartet, um die strikenden Cokesarbeiter zu ersetzen. Washington, 22. April. Die Finanzcommission des Senats setzte eine sünsgliederige Subcommission ein behufs Prüfung der Wirkung der Mac Kinley-Bill. Diese Commission wird zunächst die vorhandenen statistischen Nachweisungen zusammenstellen und erst später sachverständige Gutachten vornehmen. Rom, 23. April. Heute Morgen wurde die Stadt von einem donner ähnlichen Schlage erschüttert, hexvor- gerusen durch eine Pulverexplosion an der Porta Portese. Die augenblicklich ungemeine Beunruhigung wich alsbald, als die Ursache der Erschütterung bekannt wurde. 120 Personen sollen verletzt sein, die Gebäude in der Umgebung sind stark beschädigt. Der König, sowie der Minister Nicotera und die Behörden haben sich sofort an der Unglücksstätte eingesunden. München, 23. April. Das Befinden von Greg orovius hat sich weiter verschlimmert. Fenilleton. Aller guten Dinge. Novellette von Conr. Telmann. (2. Fortsetzung.) Er ging zu ihr und klagte ihr sein Leid. Sie hörte ihn ruhig mit an, ohne ihn ein einziges Mal zu unterbrechen, rin ganz schüchternes Lächeln um die Lippen, die dunklen Augen halb geschlossen, den Kops leicht in die Hand gestützt. Als er zu Ende war, sagte sie: „Und nun soll ich Dich von Nummer Eins befreien und -Nummer Zwei in Deine Arme führen, nicht wahr?" Ewald seufzte. „Wenn Du das könntest!" „Ja, freilich, wenn! — Aber vor allen Dingen sage mir nur, wie in aller Welt bist Du eigentlich zu Anny Tandler gekommen?" „Von allen in Frage kommenden jungen Damen," fing Ewald an, aber sie unterbrach ihn gleich hier: „Welche kamen denn in Frage? Ich meine, nach welchen Gesichtspunkten hast Du das entschieden?" „Nun," machte Ewald gedehnt, „sie mußten doch erstens jung sein —" //Fragt sich, was Du jung nennst." „Du bist aber furchtbar umständlich, Martha!" „Hm." „Also, bis zu fünfundzwanzig Jahren etwa. „Gut. Zweitens —" „Zweitens mußten sie körperliche Reize besitze«." „DaS ist aber ein sehr relativer Begriff, lieber Ewald. Sei's jedoch. Weiter!" „Drittens — nun, drittens jene Geistes- und Herzensbildung, ohne die ein Mann wie ich ein Weib nie begehrens- werth finden kann." „Und die war bei Anny Tandler vorhanden?" „Ich muß heute sagen: nein." „Sie kam also in Wahrheit gar nicht in Frage. Ueb- rigens, mußte denn durchaus geheirathet werden?" Ewald murmelte etwas von freudlosem Altern und einsamem Sterben. Dann setzte er hinzu: „Und jetzt liebe ich, Martha. Wenn sich damals wirklich etwas wie Berechnung in meine Heirathsabsichten eingeschlichen hat, wenn ich erst aus dem allgemeinen Verlangen nach einer Ehe überhaupt auf dem Wege der Reflexion zu dem speziellen Verlangen nach dem Besitze Anny Tandlers gekommen bin, so bin ich doch jetzt sicher, daß ich um Tillys willen im Gegentheil von meinen verbissensten Grundsätzen, von meinen eingefleischtesten Junggesellengelüsten curirt werden würde. Das ist Leidenschaft, Martha. Ich will sie zum Weibe, weil ich sie liebe. Anny Tandler liebte ich, weil ich überhaupt ein Weib nehmen wollte. Es war Liebe aus Egoismus, dies ist Liebe aus Naturinstinct. Martha, wenn Du mir dazu verhelfen könntest, dies Glück zu erringen! Lebenslang würde ich Dir danken, Martha. Und dann, es ist ja eine That der sieghaften Moral und belohnt sich durch sich selber." Martha sah den Sprecher eine kleine Weile mit halbem Lächeln an. „Und wenn Du Dich wiederum täuschtest, Ewald?" „Ganz unmöglich, Martha!" „Hm. Das hast Du vermuthlich auch gedacht, als Du Dir das kleine, hübsche Gänschen, die Anny, erwähltest, nicht? Uebrigens bilde ich mir nicht ein, die blonde Tilly genug zu kennen, um darüber ein Urtheil haben zu können. Man wird nur vorsichtig, wie Du begreifst. Und wenn nutr diese Werbung abermals zu keiner Heirath führen sollte —“ „So will ich zeitlebens überhaupt unvermählt bleiben," fiel er ein. „Das versprech ich Dir. Und da Du gehört hast, wie fest ich von der Nothwendigkeit des Heirathens für mich überzeugt bin, so ersiehst Du daraus, daß ich meiner Sache sicher bin. Also — wenn Du es daraufhin wagen willst — bei unserer langjährigen Freundschaft, Martha! Du kannst mir glauben, daß ich am Rande der Verzweiflung bin. Wenn Du mir nicht hilfst, steh ich für nichts mehr ein. Weiterleben kann ich so nicht." „Im Grunde heißt es nur Deiner Feigheit Vorschub leisten, Ewald —" „Martha, ich beschwöre Dich! Ich will Dir in jeder Weise meinen Mannesmuth kundthun. Nur das mußt Du begreifen — Gottlieb Tandler gegenüber — und dann, wenn Anny mich nun wirklich liebte und durch mein Geständniß zur Verzweiflung gebracht würde —" „Nun, darüber glaub ich Dich beruhigen zu dürfen," fiel Martha trocken ein. „Wieso?" fragte Ewald empfindlich. Martha ließ sich auf keine weiteren Erklärungen ein. Sie habe so ihre Gründe, meinte sie. Schließlich versprach sie, alles zu thun, was in ihren Kräften stehe, um eine gütliche Lösung des unglückseligen Verlöbnisses herbeizuführen. „Und dann," fuhr sie fort, „soll ich denn auch gleich bei der blonden Tilly für Dich werben? Du weißt, ich bin viel im Hause bei den Dornbachs, die sie ausgenommen haben." Es klang nicht ganz ohne Ironie, wie sie es sagte, und Ewald Warner wurde roth dabei. „Wenn Du einigermaßen das Terrain sondiren könntest," erwiderte er, „wenn Du zu meinen Gunsten hie und da eilt .. totales und 4)vovinztclles. Gießen, 23. April. — Aus der Garnison. Oberstlieutenant v. Schlegel! vom 2. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 wurde, unter Beförderung zum Obersten, zum Commandeur des Infanterie-Regiments v. Voigts-Rhetz (3. Hann. Nr. 79) ernannt. — Major Schmidt vom Gren.-Regt.^riedrich Wilhelm II. (1. Schles. Nr. 10) wurde, unter Beauftragung mit den Functionen des etatsmäßigen Stabsoffiziers, in das 2. Großh. Hess. Inf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 versetzt. — Dr. Winther, Stabs- und Bat.-Arz: vom 3. Bat. 2. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Großherzog) Nr. 116, unter Verleihung des Characters als Oberstabsarzt 2. Klasse, der Abschied mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubniß zum Tragen der bisherigen Uniform bewilligt. — Dr. Krieger, Stabs- und Bat.-Arzt vom 2. Bat. 6. Hann. Jns.-Regts. Nr. 49, zum 3. Bat. 2. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 versetzt. — Kasernen-Jnspector Müller wurde zum Garnison- Verwaltungs-Jnspector ernannt. — Bei dem gestern Nachmittag vorübergegangenen verfrühten Gewitter, welches mehrere heftige Blitze und Donnerschläge entwickelte, zeigte sich in dem Comptoir eines hiesigen Geschäftes folgende Erscheinung: Aus dem Telephon-Apparat, unter Anschlägen der daran befindlichen Glocke, fuhr ein dünner, hellleuchtender Blitzstrahl in ganz gerader Linie an dem Kassenschrank und dem in der Nähe sitzenden Geschäftsinhaber vorbei durch das offene Fenster hinaus- in diesem Moment erfolgte ein Donnerschlag von großer Heftigkeit, der hier und da die Fensterscheiben erklingen ließ. Der aus dem Telephon kommende, wohl nicht mehr als haarstarke Blitzstrahl harre eine so intensive Helle, daß dem bett. Herrn noch nach jjast 11/2 Stunden das eine Auge wie geblendet vorkam. War nun das offene Fenster während der electrischen Entladung die Ursache dieser Erscheinung? Eine Aufklärung hierüber von berufener Seite wäre im Interesse der an die Fernsprechleitung angeschlossenen Geschäftsinhaber gewiß sehr erwünscht. — Auf den heute Donnerstag Abend stattfindenden letzten wissenschaftl. und Experimental-Vortrag über Edisons Phonograph machen wir hierdurch aufmerksam. Wer das geniale Werk Mr. Edisons noch nicht gesehen resp. gehört hat, möge sich diese Gelegenheit nutzbar machen- der Besuch ist sehr lehrreich und äußerst interessant. — Vorschriftsmäßig können von den Truppentheilen der Infanterie, der Jäger, der Artillerie, der Pioniere, des Eisenbahn-Regiments, sowie des Trains, Mannschaften, deren häusliche Verhältnisse die Anwesenheit dringend wünschens- wertb erscheinen lassen und die militärisch ausgebildet sind und sich gut geführt haben, am Ende des zweiten Dienstjahres in beschränkter Zahl zur Disposition der Truppentheile beurlaubt werden. Daraus gerichtete Gesuche sind bis zum 10. Mai d. I. bei den betreffenden Bürgermeistern einzubringen. — Ernennungen. Der cd. Pfarrer zu Seelscheid (Preußen) Die. tßeol. Julius Wilh. Smend wurde zum dritten Lehrer und Professor am Prediger-Seminar zu Friedberg, der pract. Veterinärarzt Heinr. Gerhard zu Büdingen zum Kreis- veterinärarzt des Kreisveterinäramtes Grünberg ernannt. -d. Schotten, 22. April. Heute Mittag entlud sich über unsere Stadt ein Gewitter, verbunden mit starkem Hagelregen, der die schon grünenden Fluren in Kürze in eine weiße Decke hüllte. Da das Gewitter den hohen Vogelsberg nicht zu übersteigen vermochte, so stand es eine Zeit lang still und zog dann östlich. — Inwieweit Dienstboten ersatzpflichtig für fahrlässig zertrümmertes Geschirr zu machen sind, erläutert ein Vorfall, auf den von rechtskundiger Seite die Aufmerksamkeit gelenkt wird. Vor einer Reihe von Jahren war ein Dienstbote, welcher kostbares Geschirr zerbrochen hatte, auf Schadenersatz verklagt. Das grobe Versehen wurde festgestellt und der Wörtchen einfließen ließest, einige Vorbereitungen träfest für den Sturm, den ich nachher natürlich selber wagen will —" Auch das sagte Martha zu und so schied Ewald mit heißen Dankesbetheuerungen von ihr. Er athmete zum ersten Male wieder aus. Wenn Martha die Ordnung dieser schwierigen Dinge übernahm, würden sie zu einem guten Ende kommen, daraus verließ er sich fest. Sie hatte noch immer alles in Ordnung gebracht, was sie in die Hand nahm. Man konnte Häuser aus sie bauen. Ein Wort aus ihrem Munde wog mehr wie das heiligste Versprechen, das Andere gaben. Und wie fein und klug und tactvoll sie sich immer zu benehmen wußte, mit wie in- stinctiver Sicherheit sie in allen streitigen Fragen das Rechte traf! Wie thöricht er gewesen war, sie damals nicht erst um Rath zu fragen, als er sich in leichtsinniger Uebereilung, von einem Schauder vor seinem ewigen Junggesellenthum gepackt, entschlossen hatte, um Anny Tandler zu freien! Sie hätte ihm sicherlich schon damals gesagt, was sie ihm jetzt gesagt hatte: „Das hübsche Gänschen!" womit ja im Grunde Annys ganze Characteristik treffend erschöpft war, und: „Sie kam also gar nicht in Frage." Nein, natürlich, sie wäre gar nicht in Frage gekommen. Das eine Mal, wo er ohne Marthas Rath gehandelt hatte, weil ihm das manneswürdiger erschienen war, war ihm sehr übel bekommen. Jetzt machte es ihn nur ein wenig stutzig, daß sie auch an feiner Liebe zur blonden Tilly zweifelte, oder nicht an seiner Liebe, aber doch daran, daß sie die Rechte für ihn sei. Tilly nicht die Rechte? Dann gab es also in der Welt feine, die zu ihm gepaßt hätte. Oder war es Martha gar nicht Ernst damit gewesen? Hatte sie ihn nur necken wollen? Im Grunde verstand sie es doch wirklich vortrefflich, ihn zu „nehmen". Böse konnte man ihr niemals fein, auch nicht, wenn sie einem ganz unzweideutig und rücksichtslos ihre Meinung sagte. (Fortsetzung folgt.) Verklagte in erster Instanz verurtheilt. Er appellirte und das Oberlandesgericht ermäßigte die eingeklagte Summe auf den sechsten Theil, nämlich auf den Kaufpreis gewöhnlichen, in anständigen Haushaltungen gebräuchlichen Geschirres, indem ausgeführt wurde, daß die Herrschaft selbst sich großer Fahrlässigkeit schuldig mache, welche zerbrechliche Gegenstände von hohem Werthe in die Hände eines nicht als besonders geschickt und vertrauenswürdig erprobten Dienstboten gebe. Noth- wendig fei allerdings das Reinigen von Glas und Porcellan, der Dienstbote könne aber nur zum Ersatz von mittlerer Qualität der gebräuchlichen Gegenstände angehalten werden- wer ihm Kostbarkeiten anvertraue, müsse auch die Gefahr tragen. X Bad-Nanheim, 22. April. Die diesjährige Saison wird am 1. Mai eröffnet werden. Wie man hört, sollte dies schon am 15. April geschehen, das Wetter war jedoch zu ungünstig. Trotzdem haben sich schon ziemlich viele Kurgäste eingefunden. Nauheim wird seinen Besuchern dieses Jahr in ziemlich veränderter Gestalt erscheinen. Die Nauheimer lassen es sich sehr angelegen fein, ihren Gästen von Jahr zu Jahr Nauheim schöner und anziehender zu gestalten. Es wurde eine neue Straße gebaut, die vom Badehaus Nr. 4 birect auf die Chaussee führt, dem Fahrweg nach dem Bahnhof parallel. Der Weg nach der Terrasse ist jetzt besser her- gestellt und auf beiden Seiten mit Cementtrottoir versehen worden. Die Terrasse ist um ein Bedeutendes vergrößert worden. Die Hauptzierde des Bades giebt das neue Bade- haus. Es ist zwar eben noch in der Entstehung begriffen, doch man kann schon erkennen, welch ein Ban es giebt. Auch der Park ist unter der geübten Hand des Gärtners weiter gepflegt und verschönt worden. Hoffentlich giebt es ein warmes und schönes Jahr, das den Nauheimern viele Gäste und was damit verbunden ist, viel Verdienst bringt. — Auch ein Märtyrer der Arbeit. Unter dieser Heber; schrist plädirt das „Thierschutz-Correspondenzblatt" für allgemeinen und besonders gesetzlichen Schutz der Pferde. Es heißt in dem Artikel u. A.: „Wenige haben einen Begriff von dem Dulderleben eines altersschwachen Pferdes, welches immer noch schwer arbeiten muß. Ungewöhnliche Anstrengungen und körperliche Schmerzen sind für gesunde, kräftige Thiere höchstens eine Quälerei - für ein altersschwaches ober gar krankes Pferb sinb sie eine namenlose Grausamkeit. Unb nun wirken Hunger, Durst, Hitze ober Kälte, Ermattung bis zum Tobe und dabei die anstrengendste Arbeit zu gleicher Zeit auf solch ein elendes Thier ein. Droht es dann zu erliegen, so wird es noch mit der Peitsche bearbeitet - gerade dann erst findet diese als rechtes Marterwerkzeug die rasfi- nirtefte Anwendung. Unb eine berartige Ausnutzung alter, unglücklicher Thiere („Schindmähren" nennt sie das Volk) können wir in zahllosen Fällen in der Stadt wie auf dem Lande Tag für Tag wahrnehmen. Wenn diesem schrecklichen Uebelstande abgeholfen werden soll, so könnte es nur im Wege einer gesetzlichen Bestimmung geschehen, wonach der Gebrauch kranker, mit äußeren Schäden behafteter, lahmer und abgetriebener Zugthiere nicht geduldet wird. Es müßte in jedem größeren Orte eine Commission von Sachverständigen geben, welche zu entscheiden hätte, ob ein Pferd noch so beschaffen ist, daß es zur Arbeit verwendet werden kann ober ob es bem Pferbeschlächter übergeben werden muß." Den Thierschutzvereinen zur Beachtung empfohlen! — Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum Hessen. In Offenbach haben sich die Spezereihändler zu einem Verein zufammengethan, um sich gegenseitig über faule Zahler und leichtsinnige Schuldenmacher zu unterrichten. — Ein Metzger, der eine Parthie Fleischwaaren nach Offenbach einschmuggeln wollte, wurde dort erfaßt und mit bem zehnfachen Betrag ber Hintergangenen Steuersummen bestraft. — Auf bem Güterbahnhofe zu Mainz lief am 17. b. M. bas Pferd eines Fuhrmanns fammt Wagen in eine Rangiermaschine, wo es so schwer verletzt wurde, daß es getödtet werden mußte- der Wagen ging in Stücke. — Infolge gesteigerter Brodpreise wird in Worms die Errichtung einer Confum- bäcferei geplant. — Ein Hundebesitzer in Mainz hatte dieser Tage eine Hündin nach Speyer verkauft und per Bahn nach dort gesandt. Wie erstaunte der Mann aber einige Tage später, als er Morgens vor feiner Wohnung das Thier wieder oorfanb: die Hündin hatte den Weg von Speyer nach Mainz wieder gefunden. — In Offenbach hat die Polizeibehörde Die von den Gewerkschaften nachgefuchte Genehmigung zu einem öffentlichen Aufzuge am 3. Mai nicht ertheilt. — Von zwei am 19. d. M. in der Fabrik Neuschloß bei Lamp ert- heim mit Brennnesselsuchen beschäftigten Kindern von 2^ und 4V2 Jahren fiel das ältere in einen Wassergraben und ertrank. — Aus Mainz vom 21. b. M. wird berichtet: Als heute früh bei ber Eintheilung der 400 zur Hebung einberufenen Landwehrleute in ber Münsterkaferne ber Oberstabsarzt ersuchte, baß bie nicht ganz Gesunden vortreten sollten, leistete zwei Drittel der Mannschaft dieser Aufforderung Folge. Bei der ärztlichen Hntersuchung fanden sich jedoch im Ganzen nur 15 Dienstuntaugliche vor, bie Anberen mußten ber Fahne folgen. — Infolge Eröffnung bes Concursver- fahrens über bie Firma Wolff in Hanau sind in Seligen- ftabt, woselbst sich eine Filiale befiubet, ca. 150 Cigarrenarbeiter vorläufig arbeitslos geworben.— Auf ben Mainzer Viehmarkt wurden am Montag zwei Ochsen gebracht, welche je 25—26 Ctr. lebenb Gewicht hatten. vermischtes. * Darmstadt, 22. April. Wie bas „Darmst. Tagebl." melbet, hat bie Stabtverordneten-Versammlung in einer ihrer letzten geheimen Sitzungen ben Beschluß gefaßt, baß in allen den Fällen, in welchen städtische Arbeiter zu militärischen Hebungen einberufen werden, die Weiterzahlung des Lohnes auch für die Dauer dieser Hebungen und zwar in ber Weise erfolgt, baß verheiratheten Leuten ber volle, unverheiratheten aber nur ber halbe Lohn ausbezahlt wird. Ledige Leute, welche mit ihren Eltern gemeinschaftlichen Haushalt führt!' und dieselben unterstützen, sollen den verheiratheten gleich behandelt werden. *△ Mainz, 22. April. Eine hiesige Schiffsverkehranstalr ist das Opfer eines fortgesetzten beträchtlichen Billet- unt er sch le iss geworden. Der Hnterschleif wurde in ber Art bewerkstelligt, daß der Bedienstete, der die verbrauchten Tageskarten nach dem Geschäftsbiireau zu verbringen hatte, täglich ein größeres Quantum derselben bei Seite schaffte und solche alsdann einer der Kassirerinnen des Geschäftes behändigte, welche letztere die Fahrkarten nochmals verkaufte und ben Erlös bafür mit dem Helfershelfer theilte. Wie groß der Betrag ist, um welchen bie Verkehrsanstalt hierdurch geschädigt worden, läßt sich nicht feststellen, doch soll derselbe ziemlich beträchtlich sein. Durch Schaden klug gemacht, hat bas betreffenbe Geschäft jetzt sehr scharfe Controllvorkehrnngen getroffen. *△ Mainz, 22. April. Der von ber Direction bes Stabttheat er s in ber verflossenen Thealersaison erzielte Reinüberschuß betrug 12 000 Mk., etwa 500 Mk. mehr als im vorigen Jahre. Hierzu treten für bie Direction noch 7000 Mk., welche als Directionsgage im Bnbget vorgesehen sinb. * WormS, 22. April. Heute Mittag ist ber Darnm- führer Eberts auf schreckliche Weise verunglückt. Derselbe wollte mit einem Nachen einem burch bie Brücke treibenden Floß entgegenfahren, um zu „wahrschauen". In diesem Augenblick wurde auf dem Floß ber Anker geworfen, ber Nachen des Eberts wurde von bem Drahtseil bes Ankers erwischt unb bem Unglücklichen burch bas straff werdende Seil ein Bein total abgeschlagen unb bas andere zweimal gebrochen. Das abgeschlagene Bein fiel in den Strom unb wurde von ber Strömung fortgetragen. Der Schwerverletzte wurde in das Hospital verbracht. * Kurz und bündig! Gelegentlich des in Hagen in diesem Jahre aus Anlaß des Geburtstages des Fürsten Bismarck veranstalteten Festmahles nahm, nachdem schon eine größere Anzahl von Trinksprüchen absolvirt war, ein bekannter Industrieller das Wort, nachdem er an sein Glas in üblicher Weise geklopft und sich feierlich erhoben hatte. Unter allgemeiner Stille und Spannung sprach er sodann folgende denkwürdige Worte: „Meine Herren, ich sage nichts weiter als — Bismarck!" Spruchs und nahm unter allgemeiner Heiterkeit wieder Platz. * Ein Schornsteinfeger per Velociped. Daß es immer noch Neues unter ber Sonne gibt, zeigte sich bieser Tage in Hochbors in ber Pfalz. Es bot sich nämlich bon ber seltene Anblick, einen Schornsteinfeger mit ber Leiter aus dem Rücken von Mutterstabt her hoch auf dem Stahlroß durch Hochdorf fahren zu sehen. * Graue Offiziersmäntel. Für das Offiziercorps des deutschen Heeres wird bie Einführung eines grauen Mantels anstatt bes bisherigen schwarzen in Aussicht genommen. Zunächst haben einige Offiziere des ersten Garde-NegimentS zu Fuß und des Kaiser-Alexanber-Garbe-Grenadier-Negiments bie Neuheit zur Probe angelegt. Die graue Farbe hat sich bereits als zweckmäßig bewährt. Seit einer Reihe von Jahren werben schon bei ben meisten Truppentheilen eine Anzahl — oft ganze Garnituren — graufarbene Mäntel angefertigt unb getragen. Bekannt und geschichtlich geworden ist jener graue Kaisermantel, ben Kaiser Wilhelm I. namentlich bei seinen Ausfahrten im Winter zu tragen pflegte. * Ein Opfer der Wiflenschaft. Hofrath Kalning in Dorpat ist bas Opfer seiner wissenschaftlichen Arbeiten geworben. Er hatte unlängst in ber bacteriologischen Station ber Dorpater Thierarznei-Hochschule ein biagnostisches Mittel zur Feststellung ber Rotzkrankheit bei Thieren entbeeft. Bei ben Versuchen ist er angesteckt worben unb am Rotz gestorben. Verkehr, Land- un6 Volkswirtschaft. Mainz, 22. April. Die heutige Generalversammlung bei Mainzer Volksbank (eingetr. Genossenschaft) beschloß die Vertheilung einer Dividende von 6 Procent auf die stimmberechtigten Stamm- antheile. __ Limburg, 22. April. Fruchtmarkt. Rother Weizen 2165, weißer Weizen JL —, Korn JL 15 85, Gerste JL 11.40, Hafer JL 8 90, Erbsen —, Kartoffeln —. Frankfurt, 22. April. Marktpreise. Heu pro 100 Ko. JL 5--6.60, Stroh X 4.40 —4 80, Kartoffeln JL —~ bis---, Butter per Pfd. JL 0.90—1.10, (Äer per St. 5—7 H, Roggenbrod 4 Pfd. 45 H, do. feines 47 H, gemischtes 6 Pfd. 94 Schiffsnachrichten. Bremen, 21. April. sPer transatlantischen Telegraph-! Der Schnelldampfer Trave, Eapt. R. Busstus, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. April von Bremen und am 12. April von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Crepe de Chine, Seidengaze u- seidene Grenadines schwarz und farbig 'aud? alle Lichtfarben) Mk 1«55 p. M. bis Mk. 14.88 (in 22 versch. Qual.) versendet robenwetse porto- und zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K. K. Hofltes) Zürich. Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 637 Pommerfche Hypotheken-Actien-Bank. Der Absatz der Pfandbriefe dieser Bank hat sich in so erfreulicher Weise entwickelt, daß dieselbe, wie aus dem in dieser Nummer abgedruckten Prospect ersichtlich, eine neue Emission von 4o/o-Pfandbriefen vorbereitet, und verweisen wir wegen der Details aus die in dem Prospect gemachten Angaben. Die Notirung dieser Pfandbriefe an der Berliner Börse ist bereits genehmigt und werden dieselben zu 100,80 bez. u. G. gehandelt. Die von uns bereits früher besprochenen Zahlen des Abschlusses pro 1890 ergeben, daß diese Bank sich in günstiger finanzieller Position befindet und somit darf angenommen werden, daß auch die neuen Pfandbriefe sich der Gunst des Anlage suchenden Eapi- talisten-Publikums zu erfreuen haben werden. Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 3 $41 Gebr. Stamm. Bekanntmachung an ab an Der Vorstand 3867 ab an Clavel. 2191 3888 3134 1891. 3815 Mrth und Julius Schulze, am Kreuz [3881] [3667 I. 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Buschtherader E-B.-Act. Elbtbal-Bahn Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme anläßlich des Hinscheidens unseres lieben Gatten, Vaters und Schwiegervaters, insbesondere dem Kriegerverein, hiermit den innigsten Dank. 92 io 93.00 86 90 76.00 einen Commissar zu ernennen. BERLIN, den 10. April 1891. Gütern bis zum 25fachen Betrage des Grundsteuer - Reinertrages, abzüglich der Grundsteuer, Hypotheken gewährt werden dürfen, welche als Unterlage für Hypothekenbriefe dienen sollen. Hierzu treten dann noch die Taxen und resp. sonstigen Werthsermittelungen, welche die Bank in jedem einzelnen Falle anfertigen lässt. Die Staatsregierung ist befugt, zur Wahrnehmung ihres Aufsichtsrechts über die Gesellschaft für beständig oder für einzelne Fälle Schlußcovrfe 1 Uhr 15 Min 85 9014% Ung. Gold-Rente 99.25150/0 Ztal. Rente 85 951 IVsP/o Oest. Silber-Rente 99.2O|5o/o Ruff. Hl. Orient gebildet: durch das Grund-Capital der Gesellschaft, überhaupt durch das gesammte Vermögen der Pommerschen Hypotheken-Actien-Bank, welches für die Verzinsung und Einlösung der Hypothekenbriefe unbedingt verhaftet ist. Bei der Beleihung von Pfandobjecten sind in erster Linie die staatlichen Normativ-Bestimmungen massgebend, nach welchen bei Gebäuden bis zum zehnfachen Gebäudesteuer - Nutzungswerth, bei J. Kaan jun Kreuzplatz 10. August Schrader. Offenbach, den 21. April 1891. 3865 auf Grund des Allerhöchsten Privilegiums Sr. Majestät des Königs von Preussen vom 1. October 1866. Verloosung und Kündigung bis 1900 ausgeschlossen. Corrrsbericht vo« E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börfe vom 23. April 189L Die Pommersche Hypotheken-Actien-Bank emittirt auf Grund des Allerhöchsten Privilegiums vom 1. October 1866 (Ges.-Samml. v. 1866, Seite 703 ff) innerhalb der durch das Statut vorgeschriebenen Grenzen, 4%ige zu pari rückzahlbare Hypothekenbriefe, welche die Bezeichnung 4% Hypothekenbriefe Em V/VI tragen. Die Hypothekenbriefe sind auf den Inhaber ausgestellt und in Stücken zu 100, 300, 500, 1000, 2000, 3000 und 5000 M. ausgefertigt; sie sind von Seiten der Inhaber unkündbar und tragen bei Em. V. Januar/Juli Coupons „ „ VI. April/October Coupons. Die Verminderung der emittirten Hypothekenbriefe geschieht entweder durch Ankauf oder durch Einlösung nach vorgängiger Bestimmung durch das Loos. Die Zahlung der Zinsen findet halbjährlich und zwar für Em. V am 2. Januar und 1. Juli, für Em. VI. am 1. April und 1. October jeden Jahres statt bei der Kasse der Pommerschen Hypotheken-Actien-Bank zu Berlin, und bei den sonst bekannt zu machenden Stellen. Die Sicherheit der Hypothekenbriefe und deren Zinsen wird Einen Posten trübe gewordener Schweizer Stickereien verkaufe ich während kurzer Zeit zu wesentlich reduztrten Preisen aus. Freiwillige Gailsche Feuerwehr. Die Beerdigung unseres verstorbenen Kameraden [3885 Wilhelm Brandl findet Freitag den 24. April, Nachmittags 6 Uhr, statt. Zusammenkunft bei Kamerad Häuser ö’/a Uhr, in Uniform. Danksammq. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme beim Hinscheiden meiner lieben guten Frau Lisette, geb. Busch sagt Allen innigen Dank 3631] Fein möblirtes Zimmer mit Ea- dinet, separ. Eingang, zu vermiethen. • Göthestraße 12, I. 3774] Kreuzplatz 16 ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen.________________ 3761] Schön möbl. Zimmer o. d. Corr, zu vermiethen. Ludwigstraße 57, 11. —i Der- KönigS-Laurah.-Act. 156.101 Tendenz fest. 3828] Mehrere möblirte Zimmer, jper Semester 65 zu vermiethen. Grünbergerstraße 14, Nebenhaas. 3073] Zwei möblirte Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen. Hermann Bogt, Bäcker, Seltersweg. 3874] Ein möblirtes Zimmer zu ver- 4°/o Anleihe der Stadt Wiesbaden. Die Stadt Wiesbaden hat auf Grund des Allerhöchsten Privilegiums vom 15. December 1890 bei der Generaldirection der Seehand- lungssocietät und der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel Parrisius & Co. eine 4% Anleihe im Betrage von Zwei Million dreihundert vierzigtausend Mark aufgenommen. Ein Th eil betrag von 1,500,000 Mark dieser Anleihe soll am Donnerstag, den 23. und Freitag, den 24. April d. J. in Berlin, Frankfurt a/M., Wiesbaden und Giessen zum Course von 102,30% nebst laufenden Zinsen öffentlich zur Zeichnung- aufgelegt werden. Das unterzeichnete Bankhaus ist ermächtigt, Anmeldungen auf diese Anleihe am Donnerstag, den Ä3. und Freitag, den 24. April d. J. entgegenzunehmen und können die näheren Bedingungen des Prospectes daselbst eingesehen werden. Giessen, 21. April 1891. 3872] Ein freundliches gut möblirtes Zimmer zu vermiethen. _____ Südanlage 21, Nebenhaus. 3863] Ein schön möbl. Zimmer zu ver- miethen.________________Bleichstraße 20. 3875] Ein freund!, einfach möblirtes Zimmer mit Bett rc. und Kaffee billigst. Näheres Kaplansgasse 10, im Laden. 3876] Gut möblirtes Zimmer billig zu vermiethen.______________Tiefenweg 6. 3868] Arbeiter, auch Handelsleute, erhalten Schlafftelle bei August Lang, Katharinengaffe 19. 3788] Großes gut möbl- Zimmer billig zu vermiethen. Eichgärten 12, parterre. : 3886] Schön möblirtes Zimmer mit' _3663j MSblirte Zimmer^»n ver- Cabinet zu vermiethen. Seltersweg 26. 3840] Zwei große ineinandergehende Q4 gut möblirte Parterrezimmer zu ver- M vermiethen Mhnhosflr. o4 miethen. Asterweg 16. 3760] Ein gut möblirtes großes Zimmer' zu vermiethen.__Bleichstraße 21. "3733] Möblirtes Zimmer zu vermiethen Weftanlage 28. 3789] Möbl. Zimmer mit sep. 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