1891 Nr. 20 Amts- und Anzeigeblutt für den Ttrers Giefzen ML kungen- S? § s? Feuilleton in es« Anzeigen |u der Nachmittag» für den ftfgcnhtn Lag erscheinenden Nummer bi» 8orm. 10 Uhr. Etwaige Bemer- Samstag den 24. Januar ö? B Der Kinder Geburts- s «■ O K JD >-» Q s O 8 Q Anitlicher Thrrl. zweckmäßigste Weise em reines Präparat darzustellen. Die Darstellung eines Präparats ist eine Kunst und dabei eine qualitative Analyse, und es gibt gar keinen anderen Weg, um sich mit den mannigfaltigen chemischen Eigenschaften eines Körpers bekannt zu machen, als wenn man denselben auS dem Rohmaterial zuerst darstellen und dann in seine zahlreichen Verbindungen überführen und diese damit kennen lernt. Durch die gewöhnliche Analyse erfährt man nicht, welch ein wichtiges Scheidungsmittel in ihrer geschickten Handhabung die Crystallisation lst, ebensowenig den Werth der Bekanntschaft mit den Eigentümlichkeiten verschiedenartiger Lösungsmittel. Man denke sich nur einen Pflanzen- oder Fleisch- Extract, der ein halb Dutzend crystallinischer Körper in sehr geringer Menge, eingebettet in schmierige Materie, enthält, welche die Eigenschaften der anderen beinahe ganz verhüllt, und man soll nun in diesem Magma durch chemische Re- actionen die Eigentümlichkeiten jedes einzelnen Körpers in der gemengten Masse kennen und unterscheiden lernen wollen, was Zersetzungsproduct ist und was nicht, um sie nachher mit Mitteln, welche keinen zersetzenden Einfluß ausüben, scheiden zu können. Von der großen Schwierigkeit, den rechten Weg in solchen Untersuchungen zu finden, gibt die Analyse der Galle von Berzelius ein Beispiel ab; von all den zahlreichen Stoffen, die er als Bestandtheil derselben beschrieben hat, ist eigentlich keiner in der natürlichen Galle enthalten gewesen. L Eine außerordentlich kurze Zeit hatte den berühmten Schülern des schwedischen Meisters genügt, der Mineral- Analyse, welche auf der genauen Kenntniß der Eigenschaften der unorganischen Körper beruht, einen bewunderungswürdigen Grad von Vollkommenheit zu geben, ihre Verbindungen und ihr gegenseitiges Verhalten wurde durch die schwedische Schule mit einer bis dahin ganz ungewöhnlichen und jetzt noch unübertroffenen Schärfe nach allen Richtungen studirt. Die physikalische Chemie, welche die gesetzlichen Beziehungen der physikalischen Eigenschaften zu der chemischen Zusammensetzung Justus von Liebig. Eigenhändige biographische Aufzeichnungen. (3. Fortsetzung.) Ramen u. Wohnort der epileptischen Kinder, Namen u. Stand des Vaters. 2 Mark 20 Pfg. öti Bringerlohu. Durch Sie Potz bez»H« 2 Mark 50 Pfg ftcbacticn, Expedm»» und Druckerei: -chulstraße Her»Ü»recher 51 Deutsicher Reich. Darmstadt, 22. Januar. Das Amtsblatt des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Rr. 19, enthält Ausschreiben vom 22. Deccmber 1890 an die Großh. Amtsgerichte der Provinz Rheinhessen, das Vormundschaftswesen in der Provinz Rheinhessen betreffend. Nr. 20 enthält Ausschreiben vom 29. December 1890 an die Großh. Amtsgerichte und Notare, die Nichtübereinstimmung der Angaben der Grundbücher mit den thatsächlichen Besitz- und Eigenthumsverhältniffen betreffend. gönnen hatte, und getragen durch die warme Empfehlung v. Humboldts wurde mir eine außerordentliche Professur der Chemie in Gießen in meinem einundzwanzigsten Jahre überragen. Im Mai 1824 begann meine Laufbahn in Gießen. . Ich denke stets mit Freude an die achtundzwanzig Jahre zurück, die ich dort verlebte; es war wie eine höhere Fügung, die mich an die kleine Universität führte. An einer großen Universität oder an einem größeren Orte wären meine Kräfte zerrissen und zersplittert und die Erreichung des Zieles, nach dem ich strebte, sehr viel schwieriger, vielleicht unmöglich geworden ; aber in Gießen concentrirte sich Alles in der Arbeit und diese war ein leidenschaftliches Genießen. Das Bcdürsniß eines Instituts, in welchem sich der Schüler einer chemischen Kunst unterrichten konnte, worunter ich die Vertrautheit mit den chemischen Operationen der Analyse und Gewandtheit in dem Gebrauche der Apparate verstehe, lag damals in der Lust, und so kam es denn, daß mit der Eröffnung meines Laboratoriums für den Unterricht in der analytischen Chemie und den chemischen Untersuchungsmethoden mir nach und nach Schüler von allen Seiten zuströmten. Die größte Schwierigkeit hatte ich, als die Anzahl sich vermehrte, mit dem praktischen Unterricht selbst: um Viele auf einmal zu unterrichten, dazu gehörte ein geordneter Plan oder ftusenweiser Weg, der erst ausgedacht und erprobt werden mußte. Die Anleitungen, welche mehrere meiner Schüler später publicirten (Fresenius und Will), enthalten im Wesent- lichen den Gang, der in Gießen befolgt wurde, mit geringen Abweichungen; er ist jetzt beinahe in allen chemischen Laboratorien heimisch. Die Darstellung von chemischen Präparaten war em Gegenstand, dem ich ganz besondere Aufmerksamkeit zuwandte,- sie ist sehr viel wichtiger, als man gewöhnlich glaubt, und man wird häufiger Männer finden, die sehr gute Analysen machen können, als solche, welche im Stande find, auf die Ich erkannte, oder richtiger vielleicht es dämmerte mir das Bewußtsein, daß nicht allein zwischen zweien oder dreien, sondern zwischen allen chemischen Erscheinungen in dem Mineral-, Pflanzen- und Threrreich ein gesetzlicher Zusammenhang bestehe, daß keine allein stand, sondern immer verkettet mit einer andern, diese wieder mit einer andern und so fort alle miteinander verbunden, und daß das Entstehen und Vergehen der Dinge eine Wellenbewegung in einem Kreis- Bekanntmachung, Reubau einer katholischen Kirche zu Ober Roden betreffend. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großh. Ministerium des Innern und der Justiz dem katholischen Kirchenvorstand zu Ober-Roden im Kreise Dieburg die Erlaubniß zur Veranstaltung einer Collecte zum Besten de» rubr. Kirchenbaues ertheilt und uns demgemäß ermächtigt hat, einen mit gehöriger Vollmacht versehenen Vertreter deffelben innerhalb der ersten 6 Monate des laufenden Jahres zum Einsammeln freiwilliger Beiträge für den genannten Zweck bei den katholischen Anwohnern des Kreises zuzulaffen. Gießen, den 21. Januar 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ratisßeikage: Hießmer Kamttienökätter Drr BHwff Mid»« erftfctmt täglich. «M SuSnahmr de» IBtontag». IHt Vießener He*UU*mtUe dem Anzeiger «üchentttch dreiwal fceigekgt Alle Annoncen-Bureaux de» In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. lauf sei. Was in den französischen Vortragen am meifteu auf «ich wirkte, war die innere Wahrheit derselben und die sorgfältige Vermeidung allen Scheines in den Erklärungen; es war der vollständigste Gegensatz der deutschen Vorträge, in Öfchen durch das Ueberwiegen des deductiven Verfahrens die ganze wissenschaftliche Lehre ihre feste Zimmerung verloren hatte. , , . Ein zufälliges Ereigniß lenkte die Aufmerkamkett A. v. Humboldts in Paris aus mich und das Interesse, was er an mir nahm, veranlaßte Gay Lyffac, eine von mir begonnene Arbeit gemeinschaftlich mit mir zu vollenden. In dieser Weise wurde mir das Glück zu Theil, mit diesem großen Naturforscher in den innigsten Verkehr zu kommen; er arbeitete mit mir, wie er früher mit Thenard zusammen gearbeitet hatte, und ich kann wohl sagen, daß in seinem Laboratorium im Arsenal der Grund zu allen meinen späteren Arbeiten und meiner ganzen Richtung gelegt wurde. Ich kam nach Deutschland zurück, wo durch die Schulen von Berzelius, H. Rose, Mitscherlich, Magnus und Wöhler in Ker unorganischen Chemie bereits ein großer Umschwung be- Wchmer Anzeiger Keneral-Mzeiger. Deutsche* Reichstag. 49. Plenarsitzung. Donnerstag, 22. Januar 1891, 1 Uhr. Das Präsidium wird ermächtigt, Sr. Majestät dem Kaiser zu dessen Geburtstage die Glückwünsche des Hauses zu übermitteln. Die zweite Etatberathung wird mit dem Etat des Reichs- amts des Innern fortgesetzt. Abg. Dr. Hammacher (natl.) fragt, wie es mit dem Erlaß einer Prüfungsordnung für Nahrungschemiker stehe. Slaalssecretär Dr. v. Bötticher erwidert, daß eine solche in Vorbereitung sei. Abg. v. Münch wünscht beffere Desinficirung der Viehtransportwagen der Eisenbahnen, um der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche oorzubeugen. t , . Staatssecretär Dr. v. Boetticher entgegnet, daß hierzu kein Bedürfniß vorliege, da die vorhandenen Maßregeln genügten. Abg. Dr. Bürkiin (natl.) fragt, ob die Regierung ein Wein- aesetz vorzulegen gedenke. t _ Staatssecretär v. Boetticher erwidert, daß die Frage im Auge behalten werde. Wünschenswerth wäre es, wenn zunächst ein Ein- »erftändniß des HauseS über die wichtigsten Gesichtspunkte herzustellen versucht würde. Abg. Dr. Bamberger: Es sei richtiger, wenn die Initiative von der Regierung ausginge. Der Entwurf könne auf Annahme zählen, wenn er sich an die Wiesbadener Beschlüsse anschlietze. Abg. Dr. Lingens (Ctr.) wendet fich gegen die Bestrebungen auf Einführung der Feuerbestattung, die ihre Hauptwaffe in den sanitären Verhältnissen der Kirchhöfe fänden, weshalb diese fortgesetzt verbessert werden müßten. Abg. Dr. Barth (dfr.) beantragt, unterstützt von seinen politischen Freunden, die Aufhebung des Verbots der Einfuhr von amerikanischen Schweinen, Schweinefleisch und Würsten. Mit diesem Verbote setze man sich dem Verdachte aus, unter der Maske sanitärer Nothwendig- keit protectionistischeu Bestrebungen zu huldigen. Es erbittere die Amerikaner, daß man ihre Solidität in Frage stelle, indem man ihre Waare für gesundheitsschädlich erkläre. Die Amerikaner thäten Alles, um den europäischen Eonsumenten die Sicherheit zu geben, daß ihre Waare gesundheitsschädlich nicht sei. Die betreffenden Bestimmungen seien sehr scharf. Die verbündeten Regierungen sollten die Aufforderung der amerikanischen Regierung zur Aufhebung des Verbots nicht erst abwartm, sondern derselben zuvorkommen, um sich nicht Recriminationen auszusetzen, wie sie der französischen Regierung zu Theil geworden. Der deutsche Handel habe ein dringende» Interesse an der Aufhebung des Verbots eines so wertbvollen Volksnahrungs- mittels. Das Verbot schädige zudem schwer unsere guten Beziehungen zu Amerika. Staatssecretär Dr. v. Boetticher: Der einzige für den Erlaß des Verbots maßgebende Gesichtspunkt, der gesundheitliche, bestehe nach wie vor fort. Der protectionistische Gesichtspunkt fei nicht maßgebend gewesen. Es sei nachgewiesen, daß in Deutschland die Trichinose infolge Genusses amerikanischen Fleisches wiederholt ausgebrochen sei. Während von deutschen Schweinen nur 0.60pEt. als trichinenhaltig befunden wurden, stellten sich von den amerikanischen 7pCt. als trichinös heraus. Die neuesten amerikanischen Schutzbestimmungen würden in Amerika selbst noch als ungenügend erachtet. Die wirthschaftliche Bedeutung der Frage werde übertrieben; der Consum amerikanischen Fleisches sei vor dem Verbot keineswegs ei» so ausgedehnter gewesen, als man annahm. So lange die gesundheitliche Gefahr des Consums amerikanischen Fleisches fortbestehe, müsse auch das Verbot aufrecht erhalten werden. Abg. Schmidt-Sachsen (Soc.) befürwortet den Antrag auf Aufhebung des Verbots, durch welches den Arbeitern der Genuß vo» Schweinefleisch entzogen werde. Namentlich würden die sächsische» Textilarbeiter durch das Verbot schwer betroffen. Wenn der Antrag abgelehnt würde, so würden die, welche ihn zum Falle bringen, gewiß nicht im Sinne ihrer Wähler handeln. Die Aufrechterhaltung deS Verbots stehe im Widerspruch mit dem Grundsätze, den noch jüngst Seine Majestät der Kaiser dem Staatssecretär Stephan gegenüber über dm Verkehr bekundete. Abg. Dr. Frege (cons.): Wenn Amerika Garantie für die Ausführung nur gesunden Fleisches schaffe, so werde der Aufhebung des Verbotes nichts im Wege stehen. Der deutsche Grundbesitz und besonders der Großgrundbesitz hätten die amerikanische Concurrenr in Schweinen nicht zu fürchten. Die Schutzzollpolitik habe wobl- thätig gewirkt. Die neuliche Abstimmung habe bewiesen, daß die 8ahl der Vertreter dieser Politik auch in diesem Hause angewachsm sei- das werde beruhigend im Lande und besonders auch unter de» Arbeitern wirken. (Widerspruch bei den Socialdemokraten.) ES möge dafür gesorgt werden, daß der ganz kleine Landwirth, der fich mit Schweineaufzucht beschäftigt, nicht durch Vexationen des ameri- kanifchen Großcapitals geschädigt werde. Redner weist schließlich die Versuche zurück, neben der Erregung der Unzufriedenheit in irdische» Dingen dem Volke noch seinm Glauben an die göttliche Vergeltung zu nehmen. (Beifall rechts, v. Bollmar ruft: Wir sind ja bei de» Schweüren.-Dr, Sr5mcl ^r). $n feinem Lande der Welt feie* die Holle auf die nothwendigstm Lebensmittel in so geradezu bar- barifcher Weise eingefühlt worden als bei uns. Ein Nachweis für die Nothwendigkeit der Beibehaltung des amerikanischen Schweineeinfuhrverbotes babe der Staatssecretär nicht beigebracht und dies damit motivirt, daß neuere Untersuchungen über die Beschaffenheit des amerikanischen Fleisches nicht angestellt seien, weil dasselbe ja nicht angeführt werden dürfe. Das Verbot laste schwer auf dem Volke- der Preis des amerikanischen Specks und Schinkens würde sich um die Hälfte billiger stellen als er für die inländischen Produkte gelte In England findet ein riesiger Consum amerikanischen Fleischer statt; wäre dieses „Zeug" so gefährlich, so müßte doch nachgerade schon jeder Engländer an der Trichinose erkrankt sein. Das Verbot fei bis auf Weiteres" erlassen; Staatssecretär v. Boetticher habe bem"eine Interpretation gegeben, die sich der Puttkamer'schm des Wörtchens „sofort" würdig zur Seite stelle, Gießen, den 20. Januar 1891. Bett.: Die Ausstellung einer Statistik über die Zahl der schulpflichtigen epileptischen Kinder im Groß- herzogthum. Die Großh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schirlvorftärrde de- Kreise-. Wir sehen innerhalb 14 Tagen Ihren Berichten in rubr. Betteff unter Einhaltung des nachfolgenden Schemas entgegen. Es find nur die zur Zeit schulpflichtigen epileptischen (fallsüchtigen) Kinder Ihrer Gemeinden auszuführen. Wenn solche schulpflichtige Kinder nicht vorhanden sind, ist dieses ebenfalls b sichtlich anzuzeigen. v. Gagern. StaatSsecretär Dr. v. Boetticher: Die Regierungen hätten dasselbe Interesse an erleichterter Polksernährung als irgend eine Partei des Haules. Deshalb müsse er dagegen protestirev, daß der Aufhebung des Verbots andere als rein gesundheitliche Rücksichten entgegenständen. Die Bezugnahme auf England sei nicht beweiskräftig. Die Engländer ätzen überhaupt kein rohes Fleisch. Abg. Graf Kanttz (cons.)i Für ihn stehe die wirtschaftliche Bedeutung der Frage im Vordergründe. Die amerikanische Con- currenz würde die deutsche Schweinezucht erdrücken, wenn man ihr die Grenzen öffnete. Dr. Barth führte die Consumtntereffen der Bergarbeiter an; seit dem Uebergang zu den Schutzzöllen hätten sich aber die Löhne der Bergarbeiter um 20 bis 30pCt. erhöht. Hierauf vertagt sich das Haus. „ Nach einigen persönlichen Bemerkungender Abgg. Brome! und Dr. Barth (dfr.) wird die nächste Sitzung auf Freitag 11 Uhr anberaumt. Tages-Ordnung: Fortsetzung der soeben abgebrochenen Debatte. Schluß oVi Uhr. Nerreste Nachrichten. WoM telegraphisches Correspondcnz»BucrüM Berlin, 22. Januar. Dem gestrigen diplomatischen Diner in der chinesischen Gesandtschaft wohnten Staats- secretär Marschall, der französische und russische Botschafter und mehrere Gesandte bei, darunter der persische und der japanische. Der chinesische Gesandte toastete in chinesischer Sprache auf den deutschen Kaiser und die guten Beziehungen zwischen Deutschland und China. Herr v. Marschall antwortete durch einen Trinkspruch aus den Kaiser von China. Berlin, 22. Januar. Der „Reichsanzeiger" meldet, der Kaiser befahl, an seinem Geburtstage von einer Illumination aller öffentlichen Gebäude auf Staatskosten Abstand zu nehmen. Cuxhaven, 22. Januar. Der Schnelldampfer „Augusta Victoria" trat heute Nachmittag um P/2 Uhr mit 140 Paffagieren die Gesellschaftsreise nach dem Mittelmeer an. In ^Southampton kommen noch 20 und in Genua 70 Passagiere Hinzu. Als der Kaiser heute früh das Schiff besichtigte, ließ er Maße nehmen zu einem Bilde der Kaiserin für den Schnelldampfer. München, 22. Januar. Dem Vernehmen nach hofft die bayerische Regierung ein Uebereinkommen für Deutschland betreffend die' Herabsetzung der Eisenbahn-Fahrpreise noch zu erzielen. Sie schlägt vor, den Preis für die dritte Klaffe auf zwei Pfennig pro Kilometer herabzusetzen und die Retourbillette aufzuheben. Konstanz, 22. Januar. Der Dampfschiffsverkehr zwischen Konstanz und Lindau ist heute wieder ausgenommen worden- der Verkehr mit Bregenz ist noch unterbrochen. Bern, 22. Januar. Die vom „Sole" gebrachte Nachricht, der Bundesrath werde noch in diesem Monat der italienischen Regierung ein neues Project über den Simplon- tunnel unterbreiten, ist unbegründet. Die Jura-Simplon- bahn wird das Project noch vor Ostern fertig haben und erst nachher kann sich der Bundesrath mit der Angelegenheit Hefaffen. Paris, 22. Januar. Nachrichten aus Buenos Aires zufolge besetzten die chilenischen Insurgenten Pisagua. Nach einem in Mexiko aus Jquique eingegangenen Specialtelegramm vermehrt sich die Zahl der Insurgenten täglich - ein Zusammenstoß stehe bevor. Paris, 22. Januar. Der Handelsminister legte dem Ministerrathe ein Dekret betreffs des höheren Arbeitsrath es vor, welchem nebst anderen Senatoren Simon, Challemel-Laconr, Tolain, die Deputirten Sah, Thevenet und Gras Mun, sowie als Arbettervertreter Delahaye angehören. Den Vorsitz im Arbeitsrath führt der Handelsminister. Paris, 22. Januar. In fast ganz Frankreich herrscht jetzt Th auw etter. In vielen Gegenden ist Regen eingetreten. In Saint Valery bei Rouen und in Mont Villiers bei Havre stellte sich Überschwemmung ein. Athen, 22. Januar. Ein königliches Decret ernennt den Herzog von Sparta zum Commandanten des ersten Infanterie-Regiments. — In Arkandia sind an Stelle von zwei Anhängern der Opposition, deren Wahlen annullirt waren, zwei Regierunzscandidaten gewählt worden. untersucht, hatte durch die Entdeckungen Gay Lyssacs und v. Humboldts über die Verbindungsverhältnisje der Körper im Gaszustand, und v. Mitscherlich über die Beziehungen der Crystallgestalt zur chemischen Zusammensetzung bereits einen festen Boden gewonnen, und in den chemischen Proportionen schien das Gebäude seine Spitze erhalten zu haben und vollendet dazustehen. Alles, was das Ausland in der vorangegangenen Zeit an Entdeckungen erworben hatte, brachte jetzt in Deutschland reiche Früchte. Eine organische Chemie, oder was man heute so nennt, bestand damals noch nicht- Thenard und Gay Lyffac, Ber- zelius, Prout, Döbereiner hatten zwar den Grund zu der organischen Analyse bereits gelegt, allein selbst die großen Untersuchungen von Chevreul über die fetten Körper erregten viele Jahre hindurch nur geringe Aufmerksamkeit. Die unorganische Chemie nahm noch allzuviele und zwar die besten Kräfte in Anspruch. Meine in Paris gewonnene Richtung war eine andere- durch die Arbeit, welche Gay Lyffac mit mir über das Knallsilber gemacht hatte, wurde ich mit der organischen Analyse vertraut, und ich sah sehr bald, daß aller Fortschritt in der organischen Chemie wesentlich von ihrer Vereinfachung abhängig sei - denn man hat es in ihrem Gebiete nicht mit verschiedenartigen Elementen, die sich in ihren Eigenthümlichkeiten erkennen lassen, sondern immer mit denselben Elementen zu thun, deren Verhöltniß und Anordnung die Eigenschaften der organischen Verbindungen bestimmt. Was in der unorganischen Chemie eine Reaction war, mußte m der organischen eine Analyse sein. (Schluß folgt.) Zanzibar, 22. Januar. Wißmann trat am 13. Jan. mit 4 Compagnien von Pangani eine Expedition nach Masinde an. In Kilimandscharo wird er Ende Februar znrück- erwartet. Rio de Janeiro, 22. Januar. Sämmtliche Minister haben ihre Entlassung cingereicht. Rio de Janeiro, 22. Januar. Der brasilianische Unter-- richtsminister Constant ist heute gestorben. Locales «n- jSrovittzreLlss. Gießen, 23. Januar. — Ueber die hiesige Feier des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Maj. des Kaisers wird uns mitgetheilt, daß am 26. d. Mts. Abends zwischen 8 und 9 Uhr Zapfenstreich, sowie am 27. zwischen 6 und 7 Uhr früh Wecken stattfindet. Um 7^4 Uhr wird ein Choral vom Thurm der Stadtkirche geblasen. Um 9*/z Uhr findet Gottesdienst in der katholischen, um 10 Uhr Gottesdienst in der evangelischen Kirche statt. Hieran schließt sich um IP/, Uhr Militär-Parade in Oswalds Garten, bei welcher Plätze für Zuschauer offen gehalten werden. Um 2*/, Uhr beginnt das Festessen im großen Saale des Gesellschastsvereins. — Sitzung der Stadtverordneten am 22. Januar. Anwesend ; Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Langsdorff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Habenicht, Heyligenstacdt, Hornberger, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schmall, Schopbach, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Von dem Beschlüsse der Stadtverordneten-Versammlung vom 8. Januar, sich in allen Theilen dem von der Großh. Bürgermeisterei Mainz angeregten, an Großherzogl. Ministerium zu richtenden Gesuche um Ertheiluug der Ermächtigung zur Befreiung der untersten Steuer stufen von der Gemeindesteuer anzuschließen, ist der Bürgermeisterei Mainz Mittheilung gemacht worden. Gleichzeitig wurde die Bürgermeisterei Mainz um Mittheilung der Begründung ihres Antrages ersucht, und daraus die hiesige Bürgermeisterei benachrichtigt, daß auf Antrag von Worms die Sache dem nächsten Städretage unterbreitet werden würde. Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß bis dahin über den Mainzer Antrag nicht weiter verhandelt werden solle. — Herr Oberbürgermeister Gnauth theilt mit, daß er die ausgeschrieben gewesene Stelle eines Schreibgehülfen dem Gerichtsschreibereigehülfen Wilhelm Döring übertragen habe, die Versammlung ertheilt die Genehmigung hierzu. — Unter Mittheilung des Programms der militärischen Feier zu Kaisers Geburtstag (s. die betr. Notiz an der Spitze der Localnachrichten) ist vom Commandeur des 116. Regiments eine Einladung zur Theilnahme an der Parade ergangen. — Das Gesuch der Ehefrau des Herrn Hermann Zoll um Ertheiluug der Concession zum Wirthschaftsbetrieb im Hause Nr. 69 der Rodheimerstraße wird, da es sich um Fortbetrieb einer bestehenden Wirthschajt handelt, befürwortet. — Befürwortet wird ferner das Gesuch des Herrn Georg Burkhardt aus Hegnenbach in Bayern um Ausnahme in den hessischen Staats-Verband. — Der Erhöhung der Wohnungs- Vergütung für Herrn Schulverwalter Oehlenschläger wird, da der Anspruch des Gesuchstellers darauf gesetzlich begründet ist, zugestimmt. — Für einen Theil der 90 bei der Ortskrankenkasse versicherten, von der Stadt beschäftigten unständigen land- und forst wirth- schaftlichen und gewerblichen Arbeiter sind die Versicherungsbeiträge aus der Stadtkasse (ca. 59 Mk.) zu entrichten, da die Betreffenden zahlungsunfähig sind. Die Versammlung ertheilte hierzu die Genehmigung, ebenso zur Uebernahme der dem Rechner der Ortskrankenkasse für diese Kategorie der Versicherungspflichtigen zu gewährende Gebühr im Betrage von 70 Mk. auf die Stadtkaffe. — Die Eröffnung der neuen Kliniken selbst wie namentlich auch, die Anwendung des Koch'schen Heilmittels gegen die Tuberkulose in denselben hat eine Ueberfüllung der Kliniken mit Kranken und Hülsesuchenden aus näherer und weiterer Umgebung herbeigesührt. Durch diese Ueberfüllung erjcheint die Gießener Bevölkerung, besonders aber derjenige Theil, der auf Grund bestehenden Vertrages zwischen Stadt und Klinik durch die Armen-Verwaltung auf unentgeltliche Behandlung in der Klinik und Verabreichung von Arznei u. s. w. Anspruch hat, eine Beschränkung in der Ausnahme in die Kliniken zu erleiden. Diese räumliche Einschränkung der Gießener Kranken hat zur Folge, daß durch eine zu frühe Entlassung aus der Klinik eine ungenügende Reconvalescenz herbeigesührt wird, wenn die Reconvalescenlcn, soweit sie nicht ansässig, nicht in die „Herberge zur Heimath" oder in das städtische Hospital eingewiesen werden können. Es können auch dadurch, daß als nicht vollständig wiederhergestellt aus der Klinik Entlassene auswärtige Krankenhäuser aufsuchen und als krank in dieselben ausgenommen werden, für die Stadt mehr oder weniger unliebsame Weiterungen entstehen. Nach dem bestehenden Vertrage ist die Klinik gegen eine jährlich von der Stadt zu entrichtende Pauschalsumme von 10,000 Mk. verpflichtet, auf der städtischen Armenliste stehende Kranke zu behandeln, so lauge der Raum ausreicht. Um in Berücksichtigung der jeweiligen Umstände einer aus räumlicher Beschränkung etwa entstehenden Abweisung von Orrskranken vorzubeugen, ist Großh. Direction der Kliniken die z. Z. als Baubureau dienende, in der Nähe der Klinik gelegene Jsolir- baracke zur Benutzung unter der Bedingung angeboten worden, daß nur hiesige Kranke darin untergebracht werden dürfen. Die Großh. Direction der Kliniken hat das Anerbieten angenommen, und darauf die Armendeputation unter Einverständniß mit der Ueberlassung der Baracken an die Klinik beantragt, die erforderlichen 10 bis 12 Betten und sonstigen Einrichtungsgegenstände zu beschaffen. Nach eingehender Berathung, an der sich die Mehrzahl der Stadtverordneten betheiligt, und in welcher auch die Errichtung eines Bürgerhospitals mit in Erwägung gezogen wurde, wurde beschlossen, im Wege der Correspondenz mit der Direction der Kliniken wegen der Ueberweisung der Baracken und Ausrüstung derselben auf Kosten der Stadt dahin zu unterhandeln, daß damit eine Beeinträchtigung der Aufnahme hiesiger Kranken in die Kliniken nicht herbeigeführr werde. — Das Gesuch des Herrn W. Gail um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes am „Lahnstein" wird unter' Festsetzung des Preises auf 10 Mk. pro H)Meter genehmigt. — Zu dem Gesuche um Uebernahme der Grabenstraße auf die Stadt wird dem Anträge der Baudeputation gemäß beschlossen, die Entscheidung hierüber um ein halbes Jahr zu vertagen, dagegen soll dem Gesuche des Herrn W. Seuliug um Erlaubniß zur Eröffnung einer Privatstraße von der Wetzsteinsgasse nach der Nordanlage staitgegeben werden, sofern sich Gesuchsteller den gestellten Bedingungen (Sicherheitsleistung für Herstellung der Straße durch Bürgschaft ober Caution und Beseitigung des Rahn'schen Hauses) unterwirft. — Zu dem am 17. November v. I. von der Baudeputarion gestellten Anträge, im Anschluß an die vom Brandplatz nach der Ostanlage zu erbauende Straße einen Fußgängerpfad von dcr Ostanlage (Wiesenstraße) nach der Grünbcrgerstraße anzulegen, hat Herr Löber einen Zusatzantrag gestellt, wonach an Stelle des Fußpfades eine fahrbare Straße angelegt werden möge. In Rücksicht darauf, daß ein Ausbau von Straßen in fraglicher Gegend, so wie sie im Bauplan eingezeichnet sind, sich nicht empfiehlt und an eine Aeuderunx in der Flucht derselben wegen der Bebauungsfähigkeit einer Parallelstraße zur Grünbergerstraße gedacht werden muß, die Nothwendigkeit einer fahrbaren Verbindung zwischen Ost- anlage und Grünbergerstraßc für die nächste Zeit nicht vorliegt, ein Fußgängerpfad dagegen auf längere Zeit öen Verkehrsverhältnisfen entsprechen würde, wird beschlossen, von der Anlage einer Straße abzusehen. Es soll ein 2*/z Meter breiter, hochwafferfreier Fußweg angelegt werden, welcher von der Kreuzung der Wiesenstraße und Ollanlage, zwischen dem Laspeyres'schen und St. George'schen Hause in gerader Richtung auf das Eishaus des Gießener EisvereinS stößt und unter Benutzung des Weges zwischen der alten Fießer scheu Fabrik und der Hammel'schen Wirthschafc auf die GrÜnberger- straße führt. Sollte sich eine fahrbare Straße uöthig machen, so kann fraglicher Fußweg bis zum Eishaufe ausgebaut und von da aus in senkrechter Richtung zwischen dem neuen Fießer'fchen Fabrikgebäude und dem Petri'schcn Hause auf die Gabelung der Licher und Grünberger Straße geführt werden. — Theater. „Das Bild des Signorclli" ist die erste Arbeit eines jungen Dichters, und manches Einzelne in der Scenensührung und Characterisiruug der Personen läßt in der That noch die Unsicherheit eines ersten Versuches erkennen. Aber im Ganzen macht das Schauspiel den Eindruck, daß sein Dichter gewiß kein Stümper ist, vielmehr ein bedeutendes Talent besitzt, Begebenheiten undCharactere aus dem modernen Leben dramatisch auf das Wirksamste auszustatten. Vornehmlich ist das Seelengemälde, zu dem es die sich kreuzende» Strebungen' in dem Herzen Waedes seine Wahrheitsliebe und Gewissenhaftigkeit, seine Schwäche und bis zum Wahnsinn führenden Gewisfensbisie vereinigt hat, ausgezeichnet gelungen. Die Direction hat nach ihrer Ankündigung nur eine einmalige Aufführung geplant, würde aber sicherlich den Abonnenten, einen Gefallen thun, wenn sie sich zu einer Wiederholung beS wirklich interessanten und seinen Schauspiels im Abonnement entschlösse. — Was die Aufführung anlangt, jo muß bemerkt werden, daß sie eine bedeutende Unsicherheit zu Tage treten ließ und größere Schwankungen zeigte, als wir im Allgemeinen jeder Premiere als berechtigte Eigenthümlichkeit gerne zugestehen. Als Professor Waede stand Herr Winolr vollkommen an seinem Platze. Sein Waede war von Anfang bis Ende ein ernster, würdiger Gelehrter, deffen Seelen- schmerz. und Verzweiflung eben deßhalb um so ergreifender wirkten- vorzüglich war der Eindruck seines tresflichen Spieles, in den ergreifenden Scenen des dritten und letzten Actes ein tiefer und' nachhaltiger. Weniger glücklich zeigte sich Herr Rudolf Biebrach, der sich in die Rolle deS ernsten Oskar ebensowenig hineinfand, wie neulich in feine ganz ähnliche Partie in „Hasemanns Töchter". Wiederum mißfiel uns an mehr als einer Stelle ein gewisses, natürlicher Sprechweise ganz fremdes, hohles Pathos, vor dem Herr Biebrach ganz besonders aus seiner Hut sein muß, und ebenso einige übel angebrachte Reminiszenzen aus dem Robert und Willy. In Bezug auf Äußerlichkeiten möchten wir Herrn Biebrach den gutgemeinten Rath geben, das von ihm mit besonderer Vorliebe angewandte Aufziehen der Augenbrauen sich möglichst abzugewöhnen. Daß trotz diesen Versehen Herr Biebrach sick im Ganzen seiner Aufgabe geschickt und gewandt entledigte, braucht nicht besonders angemerkt zu werden. Erheblich wirksamer indeffen war Herrn Goullons Spiel, der den Fritz mit treffender Auffassung und großer Lebhaftigkeit sehr hübsch repräsentirte. Sehr niedlich gab Frau Anni Reiners die verwöhnte und vorlaute Käthe wieder. An Fräulein Elisabeth Bischoff haben wir nur wegen der in der That sehr übel gewählten Maske Aussetzungen zu machen ihr Spiel war so sympathisch, wie man das von ihr gewöhnt ist. Zur vollen Zufriedenheit spielte Herr Schreiner - - Kunsthändler Pfeifer, den er in Spiel und Maste gleich vet* tbeilhaft darstellte. Fräulein Ida Unger hatte die kleine. Rolle der Frau Waede, aus der sie alles zu machen wußte^ was daraus zu machen ist. Die Vertretung des Dr Kci dagegen ließ zu wünschen übrig. ? — Der von keiner Seite bestrittene künstlerische Erfolg, den der Gießener Theaterverein mit dem ersten Abend errungen, dürfte denn auch den stärksten Pessimisten belehrt haben, daß es den Leitern des Vereins mit ihren künstleri scheu Bestrebungen Ernst ist. Aber auch die practische Seite war durch den Vorstand überraschend glücklich gelöst worden, Bühne und Zuschauerraum machten einen reizenden Eindruck, alles gut erwärmt, ohne übergroße Hitze, kein störender Zug, kurz und gut man befand sich in einer Stimmung, um öcrr sich darbietenden Kunstgenuß so recht mühelos entgegen zrr I nehmen- es war mit einem Worte gesagt „gemüthlich". Nurt "«h be V1 ,5° Ö3ütt t7 «»* !r "'n ft* thft E.°"Sig-be? a°" brr &'bln9»nqei| svic"- io- !-h«-> S9^f‘ »bet •ton Ä ""‘«»irfr. 6ic 6om tuten W ?N °°ch -°ch b=iÄ9,t»i«b ,*Ä* d°k rin » 6H1 ' i" ®tt fie im »“5b’tt » «4 »« rin V?*- r tn,n‘ t gedacht L vW kmer Bttbin’unn mu8- d't “'••Ä2: :1Ä:, Ä, ■'■* gefttn Hause in Mer ®*tY Vertins ftöfet 'AnbnErnMrlchrn aus die Grüuderger- >are tLttaße nötfjig madjen, n Aohause ausgebaut und :un9 -lvischeu dem neuen em Petri'schen Hause auf Berger Straße geführt ä Signorello ist die erste d manches Einzelne in der uu9 der Personen läßt in ?s erste» Versuches erkennen, spiel ben 5mbrutf, daß sein vielmehr ein bedeutendes »aractere aus dem modernen re auszustatten. Vornehm- m es die sich kreuzende» s seine WchchMMe M it uni) dis M WchnM hat. ausgezeichnet gelungen, iindigung nur eine einmalige X sicherlich den Abonnenten ) zu einer Wiederholung bei Schauspiels im Abonnement ng anlangt, so muß bemerkt Unsiaierheit zu Tage treten । zeigte, als wir im Äll- beredmgte Eigenthümlichkelt Laede stand Herr Winolr ein Laede war von Anjaug Gelehrter, dessen Seelew )e§balb um io ergründet icf seines ttessiichen Spiele-, .rineu und letzten Actes em .er glücklich zeigte |idj N die Rolle des ernsten LILINS S-r-s 1=™ unt) $»■ mi b e!ie gleich ,'Lel und M* die 3?“ n’Aet.u «■*«““£ -rKL'Ks «ojt i“' yebt es aber einige böse Menschen, die da behaupten, es war z,$u gemüthlrch", hatte doch die Göttin Fortuna bei der Ver- loosung in übermüthiger Laune in einige der Sitzreihen gerade -eine Anzahl umfangreicherer Herrschaften placirt. Diesem Uebelftand soll sofort abgeholfen werden, wobei selbstverständlich nicht etwa den schuldlosen Mitgliedern ein Leids geschehen 1 soll, sondern der Ausschuß hat sich der Arbeit unterzogen, die Stühle so zu gruppiren, daß Jeder seinen ausreichenden Platz erhält. Weiter können wir berichten, daß mit unseren Frankfurter Freunden für den 5. Februar ein definitives Abkommen bereits getroffen ist. Die Frankfurter sind nämlich mit uns Gießenern eben so zufrieden gewesen, wie wir mit ihnen,- es handelt sich also nur um das Programm- wir glauben verrathen zu dürfen, daß wir am 5. Februar ein gutes modernes Schauspiel zu hören bekommen. Der Ausschuß hat auf vielseitigen Wunsch sich entschlossen, ein neues Abonnement auf die noch vorliegenden 5 Vorstellungen auszugeben- alles Nähere hierüber in den nächsten Tagen. Aus Oberhessen, 20. Januar. Ein wohlhabender Bauer aus Badenrod, Kreis Alsfeld, schoß am Sonntag den 11. d.M. am Hellen Tage mitten im Felde eine von der Aesung zu Holze ziehende Rehgeis nieder. Der den Wilderern scharf zu Leibe gehende Großh. Forstwart Ewald erwischte jedoch das Bäuerlein und erhob Anzeige. Das ist feit Kurzem -schon der dritte Wilderer, welcher von Ewald den Gerichten überliefert wurde. □ Dom Vogelsberg, 21. Januar. Wenn je das Clau- dius'sche Wort: „der Winter ist ein harter Mann, kernfest und auf die Dauer" Anspruch auf volle Geltung hat, so ist das bei dem jetzigen Winter der Fall. Zu der langen, ununterbrochen anhaltenden Kälte ist nun noch ein gewaltiger Schneefturm gekommen- er hat bis jetzt noch gefehlt, um den Rahmen seltener winterlicher Unbilden voll zu machen. Glücklicher Weise hat der Schneesturm, der gestern Abend zu toben begann, nur bis heute Vormittag gewährt. Er wehte von Südwest her und fegte meterhoch den Schnee zusammen. Ueberall mußte geschippt werden, um die Passage frei zu halten. Die Posten hatten am heutigen Morgen überall Verspätungen. Sollte der Schneesturm sich abermals erheben, und den Anschein hat es, dann haben wir dieselben Verkehrsstockungen zu befürchten, wie sie uns der Winter 1886 brachte. Bekanntlich blieben damals alle Eisenbahnzüge im Schnee stecken. Seit einem Menschenalter vermag wohl die Chronik nicht einen gleich strengen Winter aufzuweifen. In der That sind in Ortschaften Brunnen zugesroren, was seit deren Bestehen unter zwei Geschlechtern nicht vorgekommen sein soll. Unsere Gebirgsflüßchen sind alle mit fester Eisdecke überbrückt, die Mühlbäche daneben noch zugeweht mit Schnee. In landwirthschastlichen Kreisen hegt man bange Befürchtungen für die Obstbäume, deren Stämme hier und da vom Froste aufgerissen sind, man besorgt eine ähnliche Verheerung, wie sie der unselige Winter 1879/80 brachte. Das wäre sehr schlimm- denn noch sind die Wunden nicht geheilt, die damals der Obstbaumzucht geschlagen wurden. Wir befürchten indessen eine solche Calamität nicht, weil diesem Winter keine ungewöhnlichen Ernte-Ergebniffe der Obstbäume vorausgegangen sind, wie es damals der Fall war und wodurch die Bäume zu sehr geschwächt wurden. — Auf den Nothstand der Vögel ist auch bereits hingewiesen worden - wir möchten hierbei noch eines Anderen gedenken, des Wildes. Erwacht vor Allem es den Jägern zur Pflicht, ihn nach Vermögen lindern zu helfen. Namentlich schweben die Rebhühner bei diesem fußhohen Schnee in beständiger Gefahr. Der hungernde Fuchs beschleicht sie und dem lüsternen Falken werden sie jetzt leicht zur Beute, weil sie zu ermattet sind. Hier ist eine Fütterung an geeigneten Plätzen unbedingt geboten. Auch das übrige Wild leidet große Noth, das zeigt der Aufenthalt der Hasen in der Nähe der Ortschaften. Wohl ist die Fütterung der armen Vögel und des Wildes eben sehr beschwerlich, weil der alltägliche Schneefall sofort wieder die Spuren der Fütterungsstellen verweht- aber ein echter Thier- sreund läßt sich diese Mühe nicht verdrießen, weil er weiß: „Thiere schützen — heißt Menschen nützen." *A Mainz, 22. Januar. Anläßlich des hundertjährigen Jubiläums des 118. Jnf.-Negiments traf heute Nachmittag Se. Königl. Hoheit der Großherzog in Begleitung der Prinzessin Alix und der Prinzen Heinrich und Wilhelm nebst Gefolge auf dem Centralbahnhof hier ein, wo Empfang durch die Civil- und Militärbehörde stattfand. Alsbald nach Eintreffen der hohen Herrschaften wurde im Großherzoglichen Palais eine Tafel von 60 Gedecken abgehalten, zu welcher außer den Spitzen der Militär- und Civilbehörden verschiedene Notablen von hier geladen waren. Nach beendigter Tafel sand in dem Theater ein von Alfred Börkel gedichtetes Festspiel statt, dem die Großh. Familie anwohnte. Das mit großer Begeisterung aufgenommene Festspiel, dem ein von einem Offizier gesprochener Prolog vorausging, behandelte mit dichterischer Freiheit in dramatischer Form in vier Bildern drei der ruhmvollsten Episoden aus der Geschichte des 118. Regiments. Der erste Act führte die älteste Waffen- that der 118er, die Erstürmung der von den Franzosen besetzten Platte bei Wiesbaden durch eine aus Mainz vorgerückte Abtheilung des damaligen Regiments „Erbprinz" im Jahre 1796 vor, im zweiten Aete sind die Erlebnisse der unter Napoleon I. bei der Verteidigung der spanischen Festung Badagoz 1811 in englische Kriegsgefangenschaft geratenen Hessen geschildert, während im dritten Aete das Gefecht bei Monte livault und die Einnahme von Schloß Chambord (1870) die geschichtliche Unterlage bildeten. Das Schlußbild erschien dann, umgeben von Mannschaften des Jubelregiments in ihren verschiedenen Uniformen bis zur Gegenwart, die Haffia, die in jeder Beziehung gelungene Darstellung, erfolgte durch Mitglieder des hiesigen Stadt- Theaters. Die den Bildern vorhergegangene Jubelouver- ture ist eine Composition von Heinrich 9?upp. Die an verschiedenen Stellen vorgekommenen Chöre sangen Soldaten und wurde die Musik von der Regimentscapelle gespielt. Der Theatervorstellung folgte eine durch den Schneefall am Nachmittag wesentlich beeinträchtigte Fackelserenade und später eine gesellige Vereinigung im Offiziers- Casino, bei welcher auch der Großherzog mit den Prinzen Wilhelm und Heinrich anwesend waren. * Frankfurt a. M., 22. Januar. Bei den Metzgern, die billige Fleischsorten führen, auch bei den Schweinemetzgern, macht sich neuerdings ein wesentlich verminderter Abgang bemerkbar. Die Ursache liegt in der Arbeitslosigkeit der im Baugeschäst tätigen Leute, die seit vielen Wochen der andauernden Kälte halber feiern müssen. *= Frankfurt a. M., 21.- Januar. Schneesturm. Die verwichene Nacht brachte uns heftigen Schneesturm, der bis heute Mittag andauerte. Der Schnee lag an vielen Stellen fußhoch, so daß man nur mit größter Mühe und Ansttengung langsam vorwärts kommen konnte. Innerhalb der Stadt hat sich keine Verkehrsstockung bemerkbar gemacht, da gleich tausende Hände dort bereit waren, die Schneemassen zu beseitigen. Anders sah es außerhalb der Stadt, an den exponirten Stellen ans. Dort konnten Hunderte mit größter Kraftanstrengung arbeiten, es nutzte nichts, der Sturm hatte binnen wenigen Minuten jede Spur menschlicher Arbeit vernichtet. Die Localbahn von Frankfurt nach Eschersheim hatte bereits um 3 Uhr Nachts mit der Säuberung des Geleises begonnen — umsonst, bei Tagesanbruch konnte die Maschine nicht vom Flecke und eine zweite Locomotive mußte vorgespannt werden, um wenigstens die Frühzüge mit großer Verspätung nach Frankfurt zu bringen. Gegen 12 Uhr ließ der Schneefturm nach und nun war der Betrieb bald wieder ein regelmäßiger. Auch die Züge der Staatsbahnen trafen mit erheblicher Verspätung ein. Der Berliner Schnellzug kam eine Stunde später hier an, der Hamburger Schnellzug hatte schon in Kassel 11/2 Stunden Verspätung, so daß ein Extrazug die Passagiere von Kassel nach hier beförderte. Auch die Züge der Main-Weser- und Bebraer Bahn trafen mit erheblicher Verspätung ein. Beim Gerichte und in der Markthalle machten sich diese Zugverspätungen am meisten bemerkbar. ft Kaffe!, 22. Januar. Der Kaiserl. Oberhofmarschall- v. Lindner ist nebst einem Hofbaurath, Hofsecretür, Hof- mundkoch und noch anderen Herren aus Berlin heute hier angekommen und haben die Herren im Residenzschloß am Friedrichsplatz Wohnung genommen. Es handelt sich um eine genaue Inspektion des Königlichen Schlosses hierselbft und schließt man daraus, daß es nunmehr feststeht, das XI. (Hessische) Armeecorps hat in diesem Herbste Kaiser- mannöver und der Kaiser selbst wird hier in Kassel und Wilhelmshöhe für längere Zeit Aufenthalt nehmen. Die große Parade wird, so heißt es, zwischen Kassel und Gun- tershausen stattfinden. * Forbach, 18. Januar. In der Nacht zum Samstag erlegte ein Soldat des 17. Regiments, der als Wachtposten am Schießstand patronillirte, mit einem gut gezielten Schuß einen starken Wolf. Der Mann erhielt von den Herren Gebrüder Adt, auf deren Jagdterrain der Wolf geschossen wurde, eine Schießprämie von 40 Mk. und von der Kaiserl. Kreis-Direction eine solche von 10 Mk. * Newyork, 20. Januar. Eine verwegene Beraubung eines Bahnzuges wird aus dem südlichen Texas gemeldet. Eine 15 Mann starke, berittene Räuberbande brachte einen nach dem Süden gehenden Schnellzug am Sonntag Abend zum Stehen, zwang die Passagiere, von denen viele bereits im Schlafe lagen, mit vorgehaltenen Revolvern, auszusteigen, und beraubte sie alsdann ihrer Baar- fchaft und Wertsachen. Inzwischen griffen drei Räuber den Agenten der Expreß Company an, überwältigten ihn, erbrachen den eisernen Geldschrank und entwendeten daraus 20 000 Dollars in baarem (Selbe. Dann galoppirten die Räuber, Schüsse aus ihren Revolver abfeuernd, davon. Der Sheriff des Districts verfolgt mit einer Schaar Bewaffneter die Räuber, die alle schwarze Larven trugen. llitivcrfitäte - Nachrichten. Marburg, 20. Januar. Dem Herrn Professor Dr. Cramer, Director der Landes-Jrrenheilanstalt sowie der psychiatrischen Klinik an hiesiger Universität ist der Character als Geheimer Medictnalrath verliehen worden. Literatur rrnd Kunjt — «Die König Lear Methode itt der socialen Frage" so lautet der Tilel einer kleinen bet Theodor Fritsch in Leipzig erschienenen Sch'ist, welche vom christlichen Standpunkte aus die sociale Frage und die bis jetzt zu ihrer Lösung eingeschlagenen Wege beleuchtet. In drei kurzen Abschnitten ohne Ueberschrifteu behandelt der Verfasser einige der wichtigsten Gesichtspunkte des großen socialen Problems, welche, obwohl oder weil gerade die Ecksteine jedes Lösungsversuches bildend, noch von Wenigen in ihrem Grundwesen erkannt sind. Im ersten Abschnitt wird das Verhältniß des heutigen auf rein materialistischer Grundlage sich bewegenden Freiheits- und Unab- hängitzkeilsdurstes zu der von Gott gewollten, auf gegenseitiger Abhängigkeit und Achtung beruhenden Weltordnung in klarster Weise als derjenige Factor hingestellt, welcher in unserem staatlichen Leben allmählich alle gemülhlichen und persönlichen Verhältnisse zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, zwischen Herrschaft und Dtenstboien usw. zu lösen und an ihre Stelle öde und gemüthlose Rechtsoerbindlichkeiten — alle auf Heller und Pfennig in Geld abzuschätzende — zu setzen unablässig thätig gewesen ist. Wer düse Schilderungen von „Sonst" und „Jetzt" liest, wird ordentlich betroffen von ihrer Lebenswahrhett und den sich daran knüpfenden, ebenso traurigen wie unausweichlichen Folgerungen. Der zweite Abschnitt beleuchtet das Verhältniß von Fürsten und Unterthanen, von Arbeitgeben und Arbeitnehmen, wobei manche ideale und ideologische Züge des deutschen Nalionalcharacters zur Beurthetlung gelangen. Daß die Fürsten im Großen und Ganzen den Grundsatz „Geben ist seliger, denn Nehmen" wett mehr befolgt haben, als die Völker, bei welchen das Umgekehrte eher beobachtet wird, macht uns der Verfasser namentlich an der deutschen Geschichte klar. Nicht minder wie unsere tdealogisch-' R chtung uns Deutsche so ziemlich von allen Nationen am wenigsten befähigt erscheinen lasse, mit der Lösung der socialen Frage practisch ooranzugehen. Der dritte Abschnitt läßt die Gegensätze zwischen der christlichen ethischen Anschauung und der" modern-materialistisch-atheistischen drastisch in die Erscheinung treten. „Glaubt man", so fragt der Verfasser S. 15, „daß je ein ehrlicher Friede, in dem Sonne und Wind gerecht vertheilt sind, denkbar ist zwischen zwei Gruppen von Menschenklassen, von denen die eine Gruppe sagt: Heilig ist das Eigenthum und alle Gesetze, so lange die Welt steht, bestehen nur in dem Schuhe, den das Eigen- thum in jeder Gestalt genießt. - Und die andere Gruppe sagt: „Eigenthum ist Diebstahl! Den Wechsel auf eine zukünftige Welt haben wir, von Euch betrügerisch ausgestellt, zerrissen, wir sind hier und wollen genießen, wonach uns die Haut juckt und wonach rms die Augen gelüsten. Lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tobt." Der Verfasser aber predigt die alte Wahrheit, daß jedem Recht eine Pflicht gegenübcrftehen muß und daß da, wo Rechte vergeben, ohne daß damit Pflichten auferlegt werden, der Geber nur Undank ernten kann, wie König Lear von seinen Töchtern. Sein Büchlein ist von jenem bitteren Humor ^urchträutt, welchen eine reiche Lebenserfahrung Demjenigen einzuflößen pflegt, der alt und weise genug ist, um mit Salomo zu sprechen: „Eitelkeit über Eitelkeit, Alles ist nur Eitelkeit!" dessen Herz aber trotzdem warm genug für das Vaterland schlägt, um es nicht ungewarnt dem Verhängniß entgegengehen zu lassen. Wir aber empfehlen die Lectüre dieser hochinteressanten und lebenswahren Betrachtungen, als deren Verfasser wir Herrn O. v. M. zu vermuthen gegründete Ursache haben, allen denen, welche in irgend einer Weise practisch in die sociale Frage einzugreifen berufen sind oder sich thatkräftig für deren Lösung interessireu. 8. Verkehr, Land« nnd Volksn>irth?chast. — Vom 1. Januar 1891 ab müssen in Folge gesetzlicher Anordnung alle Waaren und Gegenstände, welche im Handelsverkehr mit dem Zollauslande in der Ein-, Aus- oder Durchfuhr bei den österreichischen Zoll- oder Postämtern zollamtlich erklärt bz. abgefertigt werden, für Zwecke der HandelSstatiftik angemeldet werden. Zu diesem Zwecke ist den in Betracht kommenden, nach Oesterreich- Ungarn gerichteten oder zur Leitung durch das Gebiet dieses Lander bestimmten Sendungen von den jeweiligen Aufgebern außer dm bereits vorgeschriebenen Zolldeclarattonen noch je ein Exemplar einer solchen Declaration beizugeben. Butzbach, 21. Januar. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund .4 0,85—0,90, Käse per Pfund 45—46 Eier pro Stück 8 Büdingen. Im Monat December stellten sich die Durchschnittspreise nachstehender Artikel für ben Kreis Büdingen folgendermaßen : Hafer JL 14.70, Heu */M 6.30, Stroh JL 5.25, alles per 100 Kilogr. Frankfurt, 21. Januar. Marktpreise. Heu pro 100 Ko. JL 480-6.40, Stroh JL 4.40 -5 20, Kartoffeln Jt 4.50 bis 7.50, Butter per Pfd. -M 1.00-1.15, Eier per St. 6-10 Roggenbrot) 4 Pfd 45 do- seines 48 gemischtes 6 Pfd- 86 H. Schrffsnachrichten. Die Dampfer der Transatlantischen Fahrt des Norddeutschm Lloyd in Bremen durchliefen im Jahre 1890 folgende Entfernungen: zusammen 2 630476 Seemeilen ober runb 121mal den Umfang der Erde. Aus der Fahrt 1. zwischen Bremen und Newyork 811224 Seemeilen 2. „ „ „ Baltimore 3. „ „ „ Südamerika 4. „ „ „ Ostasten 354 992 604 500 304 600 5. „ „ „ Australien 345 900 6. „ Hongkong und Japan 44 200 7. „ Sydney und Samoa 65 100 8. „ Brindisi und Port Said' Extra-Reisen verschiedener Dampfer 48 360 51 600 Buxkin, reine Wolle, nadelfertig, ea. 140 cm breit ä Mk. 1.95 Pfg. per Meter versenden birect jedes beliebige Quantum Buxkin-Fabrik-Däpöt Oettinger & Co., Frankfurt a. M. 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Januar: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um W Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens ron 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um Va7 Uhr Austhetlung der hl. Communion; um V28 Uhr Frühmesse ; um 2/-10 Ubr Hochamt mit Predigt- Nachmittags um V»3 Uhr Andacht für die Abgestorbenen der Gemeinde- Abends um 6 Uhr Herz-M^rtä Bruderschastsandacht mit Predigt. Geburtssest Sr. Majestät des Kaisers, 27. Januar: Dienstag: Vormittags um V2IO Uhr feierliches Hochamt mit Predigt und Te Deum. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, 24 Januar. Freitag Abend 4'i0 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3o° Uhr, Samstag Abend 530 Uhr. Zur Feier des nahen Allerhöchsten Geburtstags S r- Majestät des Kaisers und Königs findet Samstag Morgen beim Gottesdienst in ber Synagoge besondere Andacht statt. Gedenket der hungernden Vögel! Holzversteigerung in -er Zreiherrlichen Oberförsterei Rabenau. Es «erden versteigert: Morltag den 2. 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