1891 Freitag den 23. Oktober Nr. 247 Kießener Anzeiger General-Anzeiger Amts« und Anzeigeblatt fite den Krete Gieren. ■■'■jjrjetgg W **9MHR9DMSS™BB W v/fl 9378 die zwe munalbeamte und Glückwünsche und Berlin, 21. In der heutigen ts und DlZ empfiehlt Vrz Wefrntt vwhx dem Änyiyr b mol Mildert, Drc idchdnt täglich, «M LuSnahme de» Woriegl. lichkeit geltenden ewigen Grundsätzen der Sittlichkeit bestimmen zu lassen" und „sie richtet an alle ernster Denkenden im Volke die dringende Bitte, gegen die Ausschreitungen der modernen realistischen Kunst mit allen gesetzlich zulässigen Mitteln zu protestiren." deren Hinterbliebenen mit. Die Zahl der Gratulanten ist sehr groß. October. Der „Reichsanzeiger" meldet: Sitzung des Colonialraths herrschte Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 21. October. Einer Blättermeldung zufolge ist Einführung von Versuchsbattaillonen mit ijähriger Dienstzeit aus directe Befürwortung Neueste Nachrichten. WolffS telegraphische- Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 21.October. Der Kaiser empfing Vormittags den General Verdy du Vernois, welcher sich als mit dem Orden pour le merite für Kunst und Wissenschaft be- liehen meldete und gleichzeitig sein neues Werk „Studien über den Krieg" überreichte. Berlin, 21. October. Anläßlich des sieb en zig st en Geburtstages des Oberbürgermeisters Forcken- deck gratulirte Minister Herrsurth in der Wohnung des Jubilars- eine Deputation des deutschsreisinnigen Reichstags und Landtags überreichte eine aus Lorbeerblättern gebildete, mit Edelsteinen gezierte, goldene Bürgerkrone. Rickert hielt eine Ansprache, worauf Forckenbeck dankte. Berlin, 21. October. Bei der Beglückwünschung Forckenbecks durch die Deputation der beiden städtischen Behörden theilte Geheimrath Schreiner die Errichtung einer Forckenbeckssüstung im Betrage von 200000 Mk. für Com- Einstimmigkeit darüber, daß den Missions-Gesellschaften Zoll- nnb Steuererleichterungen in den Schutzgebieten zu gewähren sei- eine betreffende Vorlage wurde sodann einem besonderen Ausschuß überwiesen. Im Anschluß an die Etats-Entwürfe gab der Vorsitzende, Legationsrath Kayser, eine umfassende Darlegung der gegenwärtigen Lage in den Schutzgebieten und der nächsten Absichten der Verwaltung, worauf die General- discussion begann. Berlin, 21. October. Der Colonialrath ging im weiteren Verlauf der Sitzung zur Berathung der Localetats über. Nach der Generaldebatte wurde in die Specialberathung eingetreten, welche nach dem Etat für Kamerun abgebrochen wurde. Morgen tagt die Commission für die Zollordnung und Zollbefreiung der Missionsgesellschasten. Die nächste Plenarsitzung findet Freitag Nachmittag 2 Uhr statt. Samstag hofft man die Berathung für diese Session zu beendigen. Wien, 21. October. Dem „Fremdenblatt" zufolge sind die Instructionen der österreichisch-ungarischen Delegirten für die Handelsvertrags-Verhandlungen mit Serbien endgiltig festgestellt. Die Verhandlungen sollen im nächsten Monat in Wien beginnen. Cettinje, 21. October. Hierher gelangten Nachrichten zufolge griff eine aus 15 Mann bestehende Albanesenbande zwischen Brelopolje und Sienitza nach Serbien reisende Montenegriner an, töStete fünf derselben und verwundete mehrere Frauen und Kinder. Die Bande verschwand wieder in den Bergen. 90.1° 89 30 79-00 36,50 Nusskohlen, uel. Kohlen, nthracilkoilen, ' los Anzeige« va der «achmittagS sür dm 4jwbte Xag erscheinenden Nummer bil Bona. 10 Uhr. Caprivis erfolgt. Berlin, 21. October. Die Polizei beschlagnahmte das Manuscript eines Leitartikels des „Kleinen Journals" vom 10. October: „Der heilige Rock vor Gericht." Elbing, 21. October. Das Reichs-Marineamt bestellte bei Schickau sieben Torpedoboote. Erfurt, 21. October. Sozialisten-Congreß. Liebknecht hielt eine zweistündige Programmrede. Der Entwurf zum Parteiprogramm wurde debattelos en bloc genehmigt. Singer hielt die Schlußrede, welche mit einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie schloß. Die Versammlung sang stehend die Marseillaise. Erfurt, 21. October. Socialisten-Congreß. Das Urtheil der Commission geht dahin: Werner und Wildberger sind mit allen gegen 11 Stimmen ausgeschlossen. Von Werner sagt das Urtheil, daß er sich nie im Flugblatt bekannt, sondern immer sich hypothetisch ausgedrückt habe, um den Folgen seiner Äußerungen für seine Person vorzubeugen. So habe er als Redner der Opposition die Solidarität und Opposition geleugnet und nur für sich gesprochen. Auerbach sei unwürdig, die Partei zu vertreten, wird aber nicht ausgeschlossen, da er freiwillig ausgetreten fei. Lambrecht, Richard, Baginsky, die nicht anwesend sind, sollen widerrufen oder werden ausgeschlossen. — Der nächste Parteitag findet in Berlin statt. 92.75 t iS >0 080 ,050 54 00 Neustadt. totales nnd provinzielles. Gießen, 22. October. — Von der Oberhesfischeu Obstausstelluvg. Wenn die vorliegende Nr. des „Gießener Anzeiger" in die Hände der geehrten Leser gelangt, sind die Pforten der seit dem 15. d. M. eröffneten ersten Ob erhessischen Obstausstellung geschlossen und die zahlreichen Aussteller im Besitz ihrer wohlverdienten Preise und Ehrendiplome. In sehr befriedigender Weife hat das aus den Herren: Provinzialdirector Freiherr v. Gagern (als Vorsitzender), Amtmann Nebel (als Stellvertreter), Hofgärtner No ack inDarmstadt-Beffungen, Königl. Obergärtner Seeligmüller in Geisenheim, Kreisobstbautechniker Scrodzki in Offenbach, Obergärter Schumann in Frankfurt a. M. und Obergärtner Blöthner in Offenbach bestehende Preisgericht gearbeitet. Es dürfte deshalb von Interesse sein, einiges aus dem Obstausstellungsbericht des Preisgerichts, das Herrn Kreisobstbautechniker Scrodzki zum Referenten in der am Sonntag den 18. October in Steins Garten abgehaltenen Hauptversammlung des Oberhessischen Obstbau-Vereins bestellt hatte, zu vernehmen. Herr Scrodzki berichtete ungefähr wie folgt: Der Oberhessische Obstbauverein könne sich rühmen, der erste in Deutschland zu sein, der in Bezug auf Ausstellungen einen Schritt weiter gegangen fei; die meisten bisherigen Ausstellungen waren lediglich der Liebhaberei gewidmet, sie seien ins Leben gerufen worden, wenn in besonders guten Obstjahren günstige Vorbedingungen dafür vorhanden gewesen. Die Oberhessische Obstausstellung sei bedeutend und einzig in ihrer Art und nicht zu verkennen seien die Schwierigkeiten, mit denen man früher zu kämpfen hatte, ehe dieses günstige Resultat erreicht wurde. Der Nutzen früherer Ausstellungen war ein ge- theilter, einen Ansporn zur Herbeiführung einer einheitlichen Production gaben sie nicht, im Gegentheil, sie gaben oft Grund zur Unzufriedenheit und schädigten den Obstbau mehr als sie ihm nützten. Die heutige Ausstellung zeige ein gegen früher verändertes, günstigeres Bild; früher waren es die Sortenliebhaber, welche Obstausstellungen arrangirten, heute sei es der landwirthschaitliche Obstbau. Die Sortenliebhaber hätten zwar ihre Berechtigung, aber der landwirthschaftliche Obstzüchter wolle seine Producte gut verwerthen. Das Ziel unserer Ausstellung sei eine einheitliche Sortenauswahl, der Zweck der letzteren, für Kreise bezw. Gemeinden die geeignetsten Sorten auszufinden- die mangelhafte Rücksicht auf eine den Verhältnissen der Kreise angepaßte Sortenwahl sei mit die Ursache des Minderertrages beim Obstbau. Auf Grund dieser Erfahrungen wurden schon im vorigen Jahre auf der Ausstellung des Wetterauer Obstbauvereins kleine für bestimmte Gebiete empfehlenswerthe Sortimente ausgezeichnet, und in diesem Jahre sei darin ein erheblicher Fortschritt wahrnehmbar. Der Mitteltisch der Ausstellung biete ein herrliches Bild der in den einzelnen Kreisen gezogenen Sorten und gebe der Ausstellung nicht das Gepräge einer Schaustellung, sondern einen Beweis von der zur Förderung des Obstbaues geleisteten Arbeit. In der Ausstellung habe sich recht brauchbares Material gefunden und lebhaft zu begrüßen sei es, daß sich aus sämmtlichen Kreisen Männer gefunden, die das Gelingen der Ausstellung förderten. Nicht durch Massen wolle man glänzen, denn er als Preisrichter lasse sich nicht durch Massen bestechen, sondern durch vorzüglich cultivirtes Obst, jede Frucht sollte ein Bild der Cultur bieten. Was die Obstverwerthung betreffe, so sei deren Förderung möglich durch einheitliche Production, der Versuch, die Verwerthung zu fördern, sei der Obstausstellung gelungen - wie vielen liege das Abernten des Obstes noch fern, wie viele könnten weder pflücken noch verpacken, die Ausstellung habe auch darin, daß sie die Art der Verpackung vorfühne, einen schönen Anfang gemacht. — Urb er den ausgestellten Deutscher Reich. Berlin, 21. October. Die Dispositionen für die Rückreise des Czarenpaares von Kopenhagen nach Rußland scheinen nunmehr im Allgemeinen festgestellt zu fein, wie aus folgender Mittheilung des mit den dänischen Hofkreisen in Fühlung stehenden „Ritzaus Bureau" in Kopenhagen hervorgeht: Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland werden mit dem Großsürsten - Thronfolger und der Großfürstin Xenia, sowie mit dem König und der 'Königin von Dänemark und der Prinzessin von Wales nebst deren Töchtern am 29. October auf der Dacht „Polarstern" nach Danzig reifen und sich von da über Warschau nach Livadia (Krim) begeben. Von dem dänischen Könibspaare ist daselbst ein etwa einmonatlicher Aufenthalt bis nach der Feier der silbernen Hochzeit des russischen Kaiserpaares in Aussicht genommen. — In dieser anscheinend osficiösen Nachricht steht also kein Wort von dem angeblich bevorstehenden Besuche der russischen Majestäten am Berliner Hofe, obwohl derselbe gerade in letzter Zeit von Meldungen aus verschiedener Quelle immer bestimmter angekündigt worden war- sollten doch schon die Räume der russischen Botschaft in Berlin für den Czaren und seine Gemahlin hergerichtet worden sein. Ob nun vielleicht noch in Danzig eine Begrüßung zwischen Kaiser Wilhelm und dem Czaren stattfindet, muß natürlich dahingestellt bleiben. Der „Polarstern", welcher am Montag auf einer Uebungsfahrt von Kopenhagen aus in Neufahrwasser bei Danzig eingetroffen war, dampfte am Dienstag nach Kopenhagen zurück, während der russische Admiral und der Flügek- adjutant des Czaren, welche sich an Bord des „Polarstern" befunden halten, von Danzig mittels Eisenbahn nach Petersburg weiterreisten. — Der Zusammentritt des Reichstages zu seiner Wintersession soll nach neueren Berliner Meldungen erst am 26. oder 27. November erfolgen. Man sucht diesen ungewöhnlich späten Termin für die Wiederaufnahme der Reichstagsarbeiten durch den Hinweis darauf zu begründen, daß das Arbeitsmaterial für den Reichstag in seinen Vorbereitungen noch allzuweit zurück sei. Das ist aber kein stichhaltiger Grund für die so spät in Aussicht genommene Einberufung des Reichsparlaments, für welches schon genug Berathungsstoff vorhanden wäre, wenn sein Wiederzusammentritt in der ersten Novemberhälfte erfolgte. Jedenfalls erwächst dem Reichstage durch die angekündigte späte Einberufung die Aussicht, wieder bis weit hinein in das Frühjahr tagen zu müssen. Dresden, 18. October. Die dritte allgemeine deutsche Sittlichkeits-Conferenz fand hier am 14. und 15. Oktober statt. In Bezug auf die weitere Organisation des Verbandes nahm die Delegirten-Conserenz folgende, von dem Vorsitzenden, Pfarrer Lio. Weber, vorgeschlagenen Sätze an: 1) Die Bildung von Provinzial- ober Landesvereinen zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit ist, wo sie noch nicht geschehen, durch Reisen des Herrn General-Secretärs möglichst bald ins Werk zu setzen. 2) Die Berufsarbeiter der inneren Misffon, insbesondere die Gefängniß- und Magdalenen- Gcistlichen, sind um Mithilfe bei der Bildung neuer und der Lebendigerhaltung der alten Vereine durch Vorträge und Mittheilungen aus ihren Erfahrungen an die Vereinsvorstände und an die Zeitungen dringlich zu ersuchen. — Alsdann gab Herr Hofprediger Klemm ein lichtvolles und eingehendes Referat über die Mittel und Wege localer Organisatton. Hieraus wurde über die Theaterangelegenheit gesprochen und nach Mittheilungen von dem braunschweigischen Gesandten in Berlin, Bundesraths-Bevollmächtigten Frhrn. v. Cramm, und Pastor Keller auf Antrag des Vorsitzenden beschlossen, an Seine Majestät den Kaiser und die deutschen Bundesfürsten die Bitte zu richten, um dem verderblichen und länger nicht mehr zu duldenden Treiben auf unzähligen Theatern Einhalt zu thun, Commissionen einzusetzen, aus Vertretern des Ministeriums des Innern und des Cultus, sowie Fachmännern bestehend, welche die Frage gründlich berathen und zu einem praktischen Ziele fördern. Sodann wurde der Wunsch nach einer Vereinigung der beiden jetzt bestehenden literarischen Sittlichkeitsorgane, sowie nach besonderen wissenschaftlichen Artikeln über die streitigen Fragen ausgesprochen. Am anderen Tage fand um 7 Uhr in dem glänzend aus- gestatteten Saale der Stadtverordneten die eigentliche Hauptversammlung statt. Eine sehr angeregte Debatte führte schließlich zur einstimmigen Annahme folgender beiden Resolutionen: „Die Allgemeine deutsche Sittlichkeits-Conferenz richtet an alle deutschen Künstler die dringende Bitte, in ihrer ernsten, verantwortungsvollen Stellung als Bildner und Erzieher des Volkes sich bet der Conception und Durchführung ihrer künstlerischen Motive allezeit von den für jede Persön- Jn den Parteivorstand wurden Singer, Gerisch, Bebel, Auer und Fischer wiedergewählt. München, 21. October. Abgeordnetenkammer. Anläßlich der Genehmigung des Gesetzes über einen Credit von Mk. 25,078,000 für neue Doppelgeleise betonten die Referenten, daß der Bahnunfall Eggolsheim nicht durch das System der Oberleitung, sondern durch einen Fehler der Unterorgane verursacht worden fei. Minister Crailsheim dankte dem Landtage für die Inschutznahme der Bahnverwaltung gegen die Presseangriffe. Prag, 21. October. Der „Hlas Naroda" veröffentlicht einen Aufruf zu einem Bund, welcher verpflichtet, nur bei Czechen zu kaufen. Paris, 21. October. Außer dem Erzbischof von Aix sollen weitere sieben Bischöfe wegen Anmaßung gegenüber der Regierung belaygt werden. ;Ws"ä d= * ?LPncu,re"i, Är’ ups-Garnitnr, e»f6a, «eWtnnj rosse Theke, Nstande. Rothenberger, ketttNwtg 22. JHeaemteftfttta' 2 Mark 20 Pfß. sä Bringerlohn. Durch die Post br^w 2 Mark 60 Pfg. Rfboctton, ErPcdlA' > und Druckerei: Ferntzrecher 51. * aeL । Briefpapier und i Couverts ggaagyusamiMCTbsji '.in ■—u» Alle Anurncen-BureMix des In. trab XnlUnbti nebswt* Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgey** ich Mfofc 39. Markt, nnholz. «b latmtaWb to Waare. per Meter M MW ndreas Euler» ÄÜüS ■trioen und Zuschneider n gohnellcarseMWoc arch DirectorjUrten^ Gratisbeilage: Gießener JaMilienölätLsr. Mage iß, 1 Besitzerin mehrerer 9231 Mert MM« (r,.cu.ri,tKhl, , Sehnig ' mit Apfelwein äußert sich Herr Scrodzki dahin, daß das dem Wetterauer Apfelwein auf der Ausstellung in Magdeburg im vorigen Jahre ertheilte Lob, als des besten, auch hier wiederholt werden könne; es müsse deshalb nicht nur frisches Obst auf den Markt gebracht, sondern auch die Apfelwein- Production gefördert werden. — Die in vorzüglichen Sorten ausgestellten Beerenweine gäben Veranlassung, deren Herstellung dem kleinen Mann zu empfehlen. — Der Obstbau sei im Begriff, energisch gefördert zu werden durch gute Baumschulen, deren einige hervorragend aus der Ausstellung vertreten seien. Die Obstzüchter sollten sich gewöhnen, nur bestimmte Sorten zu ziehen, die Baumschulbesitzer würden sich schon nach deren Wünschen richten. Die aus der Ausstellung gezeigten Obstbaugeräthe bewiesen, daß auch darin Fortschritte gemacht worden seien und hätten besonders die Keltern bedeutende Verbesserungen erfahren. Herr Scrodzki bemerkte am Schluffe seines Referates: Angesichts des glänzenden Resultates der Ausstellung rufe er dem Oberhessischen Obstbauverein zu, rüstig weiterzuschreiten in seinen Bestrebungen zum Wohle des land-und volkswirthschaftlich so bedeutsamen Obstbaues- denjenigen Landwirthen aber, die dem Verein noch nicht angehörten, empfehle er den Anschluß, jeder Landwirth müsse den Obstbau fördern, die Förderung desselben liege in der Vereinigung aller, nur aus dem Boden der Centralisation könne der Obstbau gedeihen und sortsahren in dem, was er bis heute geleistet habe. — Herr Kreisrath Dr. Brad en-Friedberg bemerkte hierzu: Man könne stolz auf daS durch Herrn Scrodzki abgegebenen Unheil des Preisgerichtes lein, die darin gegebenen Winke müßten beherzigt werden- komme man ihnen nach, so würde der Obstbauverein das gesteckte Ziel erreichen. — Herr Graf Oriola-Büdesheim bemerkte, auch er könne nicht unterlassen, den Obstzüchtern und Landwirthen zuzurufen: Einigkeit macht stark. Die Landwirthschaft stehe großen Aufgaben gegenüber, wenn sie auch fernerhin bestehen, den ihr im Staate gebührenden Rang einnehmen wolle. Wie den Schwierigkeiten entgegenzutreten sei, lehre der Satz: Hilf dir selbst, arbeite so viel du kannst, benutze die Nebenbetriebe der Landwirthschaft, hier den Obstbau. Dem vom Auslande her erfolgenden Massen- imporr könne nur Concurrenz' geboten werden, wenn wir einig seien. Wir sollen lernen und lehren, hinaus in die Gemeinden gehen, dort aus die Pflege des Obstbaues dringen und sorgen für eine richtige Sortenauswahl. Man müsse den - Vertretern des Obstbauvereins, den Herren Reich elt, Dr. v. Peter und Metz, dankbar sein für die in ihrer Thätigkeit und in ihren Vorträgen gebotene Belehrung. Der Obstbauverein denke in erster Linie an den Nutzen der Landwirthschaft und hofft, daß die Obstausstellung zur Hebung der Landwirthschaft in Oberhessen beitrage. — Herr Kreisrath Dr. Braden gibt am Schluffe der Versammlung der Hoffnung Ausdruck, daß das hier gehörte hinausgetragen werde in die Gemeinden- der Verein aber wolle sehen, ob er in Jahresfrist mit Stolz auf die Erfolge seiner Bestrebungen werde zurückblicken können. — Berichtigung. In vor. Nummer d. Bltts. ist unter „Militärisches" ein Fehler unterlaufen. Es muß dort anstatt Glimstedt heißen: Himstedt. — Das am 21. October ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 34 enthält Verordnung, die Anwendung des Gesetzes vom 26. Juli 1884 über die Enteignung von Grundeigentum auf den Erwerb von Gelände für die Erbauung eines Floßhafens bei Kostheim betreffend. — Invalidenrente. Immer näher rückt dec Termin heran, von welchem ab Ansprüche auf Invalidenrente erhoben werden können. Nach dem Gesetze ist die Geltendmachung solcher Ansprüche während der Uebergangszeit (d. i. während 5 x 47 Wochen nach dem 1. Januar 1891) von der Voraussetzung abhängig, daß mindestens für die Dauer eines Beitragsjahres (47 Wochen) auf Grund der Versicherungspflicht die gesetzlichen Beiträge entrichtet sind. Es waren Zweifel darüber entstanden, ob auf die hiernach erforderliche Frist eines Beitragsjahres auch Krankheiten und Z e i t e n militärischerDienstleistungen anzurechnen seien, wie es im Allgemeinen nach dem Gesetze der Fall ist. Diese Zweifel sind durch eine Entscheidung des Reichsversicherungsamtes beseitigt, in welcher das Amt die strittige Frage bejaht hat. Solchen Personen also, welche, nachdem sie nicht lediglich vorübergehend in ein die Versicherungspflicht begründendes Arbeits- oder Dienstverhältniß eingetreten waren, wegen bescheinigter, mit Erwerbsunfähigkeit verbundener Krankheit für die Dauer von sieben oder mehr auseinander folgenden Tagen verhindert gewesen sind, dieses Verhältniß fortzusetzen, oder welche behufs Erfüllung der Wehrpflicht zum Heere oder zur Marine eingezogen gewesen sind, werden diese Zeiten als Beitragszeiten auch auf das erste Beitragsjahr in Anrechnung gebracht. Friedberg, 19. October. Gestern Nachmittag sand in dem hiesigen Saalbau eine von dem deutschfreisinnigen Wahlverein Friedberg-Büdingen veranstaltete Versammlung statt, zu der alle Wähler des Kreises eingeladen waren. Von diesem Rechte hatten namentlich viele Socialdemokraten Gebrauch gemacht. Die Zahl der Erschienenen mochte anfänglich etwa 200—300 betragen, doch wuchs sie nach und nach aus etwa 500. Um 3y2 Uhr eröffnete Herr Kaufmann Theis die Versammlung, indem er die Gäste, insbesondere Herrn Reichs- tagsabgeordneten Dr. Gutfleisch willkommen hieß und dann diesem das Wort zu einem Bericht über seine Thätigkeit als Abgeordneter gab. Redner gedachte einleitend der Demission Bismarcks, erwähnte dann die Kämpfe der Parteien im Reichstag um das Militärbudget, den Marineetat und die Colonialfrage, erörterte die Frage der landwirthschaftlichen Zölle und der Branntweinsteuer, die socialpolitische Thätigkeit des Reichstags u. a. m. Er schloß mit der Aufforderung, die vermittelnden Punkte der einzelnen Parteien aufzufinden und auf diese Weise trotz manchmal entgegenstehenden Meinungen zum Wohl des Vaterlandes thätig zu sein. — Nach Aus der Section Herbstein. der Wenn ich im Herbst muß scheiden Von meinem Oberwald, Wenn ich den Berg soll meiden, Das Clubhaus und die Halb', Wo wir manch frohe Stunde Verlebt im Freundeskreis, Wo oft von jedem Munde Ertönte Lob und Preis Der Bergeslust, der Freude, Dem schmucken Wald, dm Hoh'n, Der Wiesen Pracht, der Heide, Dem Vogelsang so schön, — Dann wein' ich keine Thräne Und klage nicht im Schmerz, Denn all die Lust, das Schöne Kehrt wieder in mein Herz, Wenn Eis und Schnee vergehen Nach kalter Wtnternacht, Wenn linde Lüste wehen Und die Natur erwacht, Wenns Frühling wird im Lande Und Alles grünt und blüht, Der Lenz im Festgewande Ein in die Berge zieht. — Drum, wenn wir heute scheiden Von unfern lieben Höhn, Laßt denken uns mit Freuden Ans bald'ge Wiedersehn. Wir heben froh die Gläser, Wie's ziemt dem Wandersmann, Denn das steht wahrlich besser, Als traurig sein, uns an. vermischtes. * Marburg, 20. October. Dem Gefreiten Simon von 4. Compagnie des hiesigen Jägerbataillons ist die Rettungs-Medaille am Bande verliehen worden. Simon I rettete im vergangenen Sommer einen Kameraden vom Tode I des Ertrinkens, indem er ihn beim Baden den Fluthen der | hochangeschwollenen Lahn entriß. * Glogau, 19. October. Heute Morgen 9x/2 Uhr ge- I rieth die hölzerne Brücke über den rechten Oderarm, I die sogenannte alte Oder, in Brand. Die Brücke ist voll- I ständig abgebrannt- um 12 Uhr Mittags waren bereits sechs I Joche eingestürzt. Da die nächsten befahrbaren Brücken sich I bei Beuten bezw. Steinau, also etwa je 4 Meilen entfernt, I befinden und die nächste Fähre eine Meile unterhalb (bei I Beichau) liegt, ist, wie die „Brest. Ztg." schreibt, der Ver- I kehr zu Wagen von Glogau nach der rechten Oderseite völlig | unterbrochen. Für den Personenverkehr haben die Pioniere I bereits eine Ueberfahrt eingerichtet. Demnächst werden diese I auch eine Pontonbrücke schlagen, die nach Abböschung der I hohen User wahrscheinlich schon morgen früh dem Verkehr I übergeben werden wird. Ueber die Entstehung des Feuers ist noch nichts bekannt. Die Brücke ist seitens der Stadt versichert. * Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Rettung aus Seegefahr. Ueber die Rettung der Besatzung des deutschen Fischkutters „Fiducia Dei", Capitän Zumwinkel, Heimathshafen Geestemünde, berichtet der Ortsausschuß aus Amrum wie folgt: Am Samstag den 17. Oct ob er, Morgens 7 Uhr, brachte ein Bote vom Leuchtthurm die Nachricht, daß aus Jungnahmensand ein Schiff gestrandet sei. Wir begaben uns sofort nach Norddors, beorderten die Rettungsmannschaft zur Nordstation und brachten das Rettungsboot „Theodor Preußer" unverzüglich zu Wasser. Das die Noth- flagge zeigende Schiff saß zu Norden von Jungnahmensand in hochlaufender Brandung sehr gefährlich. Um 8 Uhr verließ das Rettungsboot die Station, konnte aber wegen des heftigen Sturmes aus Südwest und der starken Fluthström- ung nur langsam vorwärts kommen. Unter beständigem Kreuzen nahm das Rettungsboot, besonders in den Böen, auch viel Wasser über, so daß die Erreichung des verunglück- । ten Schiffes während der Fluth zur Unmöglichkeit wurde. Dasselbe war bereits um 4 Uhr früh gestrandet und hatte mit zunehmender Fluth heftig gestoßen. Der Capitän versuchte das Schiffsboot auszusetzen, um mit demselben die Besatzung zu retten, doch wurde dasselbe sofort von der Brandung weggerissen. Gegen 11 Uhr wurde das Schiff wieder flott und vor dem Winde nach dem Westrande von Amrum geworfen, woselbst es um 121/2 Uhr aus der Nordspitze von Kniepfand zum zweiten Male strandete. Inzwischen war das Rettungsboot trotz heftiger Böen und hohem Seegange dem Schiffe nahe gekommen. Die hohe Brandung vereitelte jedoch längere Zeit hindurch alle Rettungsversuche. Das Rettungsboot verlor dabei Anker und Kette und nahm große Mengen Wasser über. Die Rettungsmannschaft ließ sich aber nicht entmuthigen und endlich sah sie ihre Anstrengungen von Erfolg gekrönt. Es gelang, so nahe an das Schiff heranzukommen, daß die aus 6 Personen bestehende Besatzung übergenommen werden konnte. Auch die Rückfahrt ging glücklich von statten und um 2J/2 Uhr landete das Rettungsboot bei Kniephaven, woselbst bereits ein Wagen bereit stand, welcher die Schiffbrüchigen in's Dors fuhr. * Von der Kraft der Einbildung erzählt ein Arzt folgende lehrreiche Geschichte. In einem Gasthause entstand die nicht seltene Verlegenheit, daß nur ein Zimmer frei war, als zwei Gäste für die Nacht ein Unterkommen suchten. Es standen jedoch zwei Betten darin und die beiden Fremden, welche Handlungsreisende waren, einigten sich bald, es gemeinschaft- I lich zu beziehen. Einer von ihnen war ein Hypochonder, der j seinen Gefährten dadurch in große Unruhe versetzte, daß er ! ihn mitten in der Nacht ausweckte und nach Athem rang. der mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Rede gab der Vorsitzende Herrn Kaufmann Karl Damm das Wort, der dem Vorredner namentlich für seine vermittelnde Politik und für seine Versöhnlichkeit im Reichstag dankte. Zum Schluß brachte er ein Hoch auf Kaiser und Reich aus, das begeisterten Beifall sand. Hierauf wurde die Discussion eröffnet, an der sich Seitens der Socialdemokraten Schriftsetzer Bertram und Optiker Bergner aus Frankfurt, Seitens der Deutschsreisinnigen Dr. Gutfleisch und Gg. E. Hanstein aus Friedberg beteiligten. Es wurde u. a. eine von Herrn Bertram eingebrachte Resolution verlesen und unter schwacher Betheiligung angenommen, wonach die Versammlung den Abgeordneten beauftragt, die Regierung zu ersuchen, die „verteuernden Lebensmittelzölle zu beseitigen". Mit einem Hoch auf den Abgeordneten Dr. Gutfleisch schloß der Vorsitzende um 53/4 Uhr die Versammlung, worauf die Socialdemokraten mit einem „Hoch aus die Socialdemokratie, Nieder mit dem Freisinn!" antworteten und unter Absingung der Arbestermarseillaise den Saal verließen, farmst. Ztg. Abschied vom Oberwald. Mel.: Im Krug zum grünen Kranze rc. „Asthma," stöhnte er, „ich leide an solchen krankhaften Anfällen, öffnen Sie schnell das Fenster, verschaffen Sie mir Luft." Der Andere sprang bestürzt aus dem Bette. Das Zimmer war aber stockfinster, er hatte keine Streichhölzer. „Ums Himmelswillen, machen Sie schnell," stöhnte der Kranke, „schaffen Sie mir Luft oder ich ersticke." Der Andere suchte im Zimmer umher, warf die Möbel um, endlich kam er an die Glasscheiben. Aber er fand die Krampe nicht. „Schnell, Luft, Luft!" stöhnte der scheinbar Sterbende. „Oeffnen Sie es, zerbrechen Sie es, oder ich ersticke!" Darauf besann sein Freund sich nicht lange, nahm einen Stiesel und zertrümmerte alle Scheiben, worauf der Leidende sofort große Erleichterung verspürte. „Ich danke Ihnen, ich danke Ihnen tausendmal. Ich glaube wirklich, hätte es noch einen Augenblick gedauert, ich wäre gestorben." Als er sich dann erholt, beschrieb er dem Andern umständlich sein Leiden und erzählte ihm, wie lange er schon mit dem Hebet behaftet sei. Darauf schliefen beide wieder ein. Da es eine warme Sommernacht war, so fühlten sie kein Unbehagen. Als dann endlich der Tag das Dunkel der Nacht vertrieb,, fanden sic das Fenster unzerstört. Hatten hier unsichtbare Geister gewaltet oder war der ganze Zwischenfall nur ein Traum gewesen? Nein, denn am Boden liegen noch die Bruchstücke des Glases. Als sie sich dann im Zimmer umsahen, löste sich das Geheimniß: sie erblickten einen alten Bücherschrank, dessen Glasthüren in Trümmern vor ihnen lagen. Von diesem Augenblicke an war der Asthmatische geheilt. Landwirthschastliche Winke und Kalhschläge. △ AuS Oberheffe«, Mitte October. Beitrüge zur Bestellung btt Herbstsaaten. In unserem letzten Aufsatze haben wir nachgewtesen, daß es genau genommen nur drei Stoffe sind, welche für den Landwirth eine wichtige Bedeutung haben, nämlich: PhoSvhorsüure, Stickstoff und Katt. Heute jheilen wir ihm mit, daß es der künstlichen Dungstoffe auch nur wenige sind, welche für den Landwirth in Betracht kommm und zwar: Chilisalpeter, Thomasmehl und Kainit. Es gibt noch eine größere Anzahl von künstlichen Dungstoffen, die aber meistens für spezielle Zwecke: Weinbergsdünger, Obstdünger, Tabacksdünger u. dgl. m. bestimmt sind. Von Peruguano, der früher eine Rolle spielte, ist man abgekommen. Diese wenigen Dungstoffe sind wohl auch nicht schwer im Gedächtnisse zu behalten und ihre Anwendung lernt sich sehr rasch. Nehmen wir an, ein kleines Bauerngütchen von 60 bis 70 Morgen wäre durch falsche Bewirthschaftung heruntergebracht worden und derjenige, der es übernimmt, sieht ein, daß er am besten thut, wenn er in die Felder etwas hineinsteckt. Er schafft sich also noch etwas Vieh an, zieht Klee, vergißt die Hülsenfrüchte nicht und kommt diesen mit künstlichem Dünger zu Hülse. Die vorgenannten landwirthschaftlichen Culturpflanzen bedürfen anfangs nicht viel Stickstoff im Boden, sie fangen sich diesen Stoff bald aus der Luft und da kostet er nichts. Aber sie müssen tüchtig Phosphorsäure, Kali und Kalk im Boden haben und wenn dies der Fall ist, gedeihen sie prachtvoll. Wenn der Bauer nun herkommt und bringt etwa 5 Cmtner Thomasmehl und ungefähr 3 bis 4 Centner Katnit auf den Morgen jener Pflanzen, dann ist es ganz zweifellos, daß sehr bedeutende Massen von Futter erzeugt werden. Mit großen Futtermengen, Die natürlich auch gut sein muffen, kann der Bauer alles ausrichten, das weiß jedes Kind. Das Vieh kommt in einen guten Zustand, es giebt viele und gute Milch, es bringt gutes Fleisch und alles wird mit Vortheil veräußert. Sobald bei einem Bauer der Viehstand ein guter ist, befindet er sich auf einem guten Wege. Selbst der Dung, den das Vteb producirt, ist besser als derjenige von schlecht genährtem Vieh. Der gute Dung erzeugt auf gut gebautem Acker eine gute Ernte. Wir sehen hier einen interessanten Kreislauf: Gute Ackerbestellung mit tüchtiger Düngung, gute Getreide- und Futterernte, guter Viehstand, guter Dung. Von da an beginnt der Lauf von Neuem. Ist umgekehrt die Feldbestellung schlecht, so wird die Ernte schlecht, der Vtehstand schlecht, der Dung schlecht — alles schlecht. „Das ist der Fluch der bösen That, daß sie fortzeugend Böses mutz gebären" sagt unser herrlicher Schiller in seiner „Braut von Messina". Bei der Erziehung des Menschen zeigt sich dies am allerschärfsten und mutatis mutandis bei den Haussieren und Culturpflanzen vielleicht ähnlich. Aber nicht blos die Aecker, auch die Wiesen können mit künstlichem Dünger vortheilhaft behandelt werden. Durch Dünaung mit Thomasmehl werden die Kleepflanzen der Wiesen besonders zur kräftigen Entwickelung befähigt und was eine Wiese mit genügendem Klee ist, das braucht man den Landwirthen nicht zu erklären. Der Klee nimmt Stickstoff aus der Luft auf, was den Bauer gar nichts kostet, aber sein Futter und seinen Dünger vermehrt. Auf dm Kleeäckern läßt der Klee in seinem Wurzelwerk eine erkleckliche Mmge von Stickstoff zurück, welcher eine gute Getreideernte im Gefolge hat. Aus dem Vorgetragenen ersteht jeder Laie schon, besonders | aber der Landwirth, — ob mit Klein- ober Großbetrieb, bleibt sich gleich — daß es den Culturpffanzen gegenüber erforderlich ist, ihnen die Bühryoffe reichlich und zugleich in einer solchen Norm zuzuführen, daß diese Stoffe leicht ans» genommen und verwandt werden könne«. Unwillkürlich mutz man fragen: Ist es bet den Hausthterm nicht aber geradeso? Und noch höher hinaufgegangen: Müssen die Menschen, in erster Linie die Kinder, nicht ganz ähnlich behandelt werden, wenn sie wachsen, und gedeihen sollen? Die Fehler, welche bei den Kindern, bei dm Hausthterm, bei den Culturpflanzen während der Jugendzeit in- Bezug auf Ernährung gewacht werden, sind meiftms recht schwer | wieder gut zu machen. Mit den künstlichen Dungftoffm kann der Landwirth in den I geeigneten Bödm Wunder verrichten, von denm man früher feine I Ahnung hatte. Vor 25 Jahren glaubten die Leute, sie hätten eine I hohe Stufe mit ihrer Baueret erreicht. Heute sehen wir, daß die Welt nirgends stille steht, weder in dm Künsten, noch in der Wissm- I schäft, noch in der Landwirthschaft, noch im Handel und in dm Ge- I werben. Wir werden auch noch ein lenkbares Luftschiff bekommen, daran ist nicht zu zweifeln, Der Landwirth muß, im Hinblick auf | diese riesigen Fortschritte, seinem alten Schlendrian entsagen und mehr leisten als früher, sonst ist er unrettbar verloren. | Es ist bekannt, daß unser dmtsches Vaterland diejenigen I Brodfrüchte nicht ganz hervorbringt, welche es verbraucht; baneben wächst unsere Bevölkerung äußerst rasch. Wir müffen also mehr prodneiren und rönnen eS, wenn die Landwirthe nut I wollen und eS richtig anfaffen. Dem Boden kann in vielen I Gegenden nahezu das Doppelte von dem abgenommm werden, was I er heute erzeugt; an anderen Orten ist eine Steigerung um I fünfzig Procent gewiß. Aus den statistischen Nachweisungen ersehen I wir, wieviel Brodkorn (Roggen, Waizen, Gerste, Mais, Hafer rechnen wir hinzu, denn diese Getreidearten können zu Brod mitoerwandt I werden) eingeführt werden muß, um unseren Bedarf zu decken. I Sobald unsere Landwirthschaft allgemein intensiver arbeitet, kann das Fehlende gebaut werden, denn so hoch ist der fehlende Procentsatz nicht. So mag hier nur noch ganz nebenbei auf die Gründüngung hingewiesen werden, auf die wir später und zur geeigneten Zeit einmal näher eingehen können. Sie liefert eine bedeutende Futtermasse; sie erzeugt einen höchst werthoollen Dung, welcher eine reiche Kartoffelernte nach sich zieht. Die Kartoffeln sind von guter Qualität. Aus diese Weise kann der Landwirth sein Dünger Limlmrg, 21. October. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 21.00, weißer Wetzen X 20.25, Korn X 11856, Gerste X 10.60, Hafer, X 6.50, Erbsen —Kartoffeln — Ausverkauf in Buxkin, reine Wolle nadels. ca 140 cm brt. ä Mk. 1.75 Ps. p. Meter zu enorm reduzirten Preisen liquidtren das vorhandene Lager und versenden jedcö beliebige Quantum direct an Private. Burkin-Fabrik-Depüt Oettinger & Co-, Frankfurt a. M. Muster unserer reichsten Auswahl umgehend franco- 17125 1006] Tausendfaches Lob, notariell bestätigt, über Hollärrd. Labak von ». Becker in Gerfen a- Harz 10 Pfd. lose i- Beutel co. 8 Mk- hat d. Exp. d- Bl. eingesehen. ■4. fe bei ^er Andere d ^dlich tQm ex . e,^rQD’Pe nicht '^"bar Sterbende. f ber 'ch ersticke!" ^n9e/ nahm einen *«uf ttt 8iibe|)6e "'S») danke te 9eit«btn." fEin wn «u dm Utbt( »er ein. Da « »Mein Unbehagen. ■ Nacht vertrieb, “»'Miet unsichtbare . ovWchll nur ein ^oden lityn noch die 5Qnn, ’® Nmer um- erbüdten men alten- Trümmern vor ihnen war der Asthmische jffsm, Mitte October. bstsaatttt. In unserem es genau gtnommen nur eine wichtige Bedeutung stoss und «all. Heute ien Dungstoffe auch nur n Betracht kommen und b Kainit. Es gibt noch stoffen, die aber meistens bstdünger, Tabacksbünger io, der Wer eine Koste. hl auch nicht schwer im düng lernt sich sehr rasch, n von 60 bis 10 Morgen niergebracht worden und er am besten thut, wenn hafst sich also noch Ms fruchte nicht und kommt Die vorgenannten la» ofangs nicht viel SM ilb au9 btt £uft unD w Wpfiorfäure, Kali und ttr M ist, gMöiftt -mmt und W M 4 Centner Katn t aut anz zweisM, M W ua guch gni sein nrW, S ä Das Veh Vde und gute» J igrtheil veräußert. W L ist, befindet er fich«- das Lieb s E Lieh. Der gute DM » -fess# irnte \iW . auj bet Ä si l Er- in MM' mutetis Ä SM. ÄiesA ^Rngung mit L°7L.»«- "ÄS ie» 1«Ä6* lt wkldM' Ätzern, ‘ ■ÄJ/S' *’ ■ .».«ft?* ' ttr daß die ■ Äft nod)'? ln den , Sdll^ ettn. bl(jn#» LtzLÄ n'‘t0,flXr < iß KL ief fi 1 (1) 1 1 1 1 Verdingung , = Soeben beginnt zu erscheinen: — Vt N I 9284 EL Kühn. 9387] 9421 tr H // 9403 Atelier (jetojflffler bei Telephon 66 Bahnhofstraße 59 ■1 1 • ■ •' -w Tierleben reichen. Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen sind bis zum 24. d. M-, Nachmittags 5 Uhr, auf dem Bureau des Herrn Architecten L. Seuling, Wallthorstraße 71, einzusehen. Gießen, den 21. October 1891. Benner Sf Krumm, 9406 Bahnhofstraße. fds ®S.S“ »< S g tdg ? cs § 9414] Nur wirklich ächter Emmeuthaler Schweizer-Käse in ganz vorzüglicher Qualität bei 9414] C. G. Kleinhenn Bahnhofstr. 59, Telephon 66. Mal-Utensilien für Oel-, Aquarell-, Emaille- und Porzellan-Mal er ei. Thon- und Holzwaaren zum Bemalen in grosser Auswahl empfiehlt Bfärgerclub, Sonntag den 25, d. Dl., Abends 8 Uhr Theater und Tanzunterhaltung Wo kein Mtstus, da kein Christus. Die Leute meinen damit: Ohne Mist giebt es kein Heil in der Landwirthfchaft und sie haben recht. Wöchkuttiche Aeberficht drr Sodesfällr in Bietzen 41. Woche. Vom 11. October bis 17. Octobcr 1891. Einwohnerzahl: 20611 (incl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSztffer: 15,14 "/«bezw. 12,62 nach Ausschl. der Ortsftemdm. Kinder ES starben an: Zusammm: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—Ib.Jahr: Liqueure und Hl Wein-Essig ▼on Georg Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage: Adolf Geisse vorm. G. C. Windecker Seltersweg Ä, Ecke am Krens. Wittwe Anna, geb. Schäfer, das schaftszimmer der ^arniion^etmuu Geschäft unter der seitherigen j tung Gießen zur EmNcht aus, können Firma weiter. Dem Christian! auch gegen Erstattung der Gopialien Anm. Die in Klammern gesetztm Ziffern gebm an, wie viele der Todesfälle in der betreffendm Krankheit auf von Auswärts nach Gießm gebrachte Kranke kommen._________________________ Gottesdienst der israelitischen Religiousgesellschast. Laubhüttenschlußfest, den 24. und 25. October: Freitag Abend 430 Uhr, Samstag Vormittag S33 Uhr, Samstag Nachmittag 390 Uhr, Samstag Abend 5»® Uhr, Sonntag Vormittag 8M uhr, Sonntag Nachmittag 330 Uhr, Sonntag Abend 530 Uhr. «II . . ... ^fl*^** sind folgende neue Möbel, LvegMgsyatver » ä** 1 vollständiges Bett, 1 zweithüriger Kleiderschrank, 1 Küchenschrank, 1 Tisch mit Wachstuch, 6 Stühle, 1 Küchentisch, eine Wasserbank, 1 Spiegel und 1 Fenster Vorhänge. Die Sachen sind bis Sonntag den 25. d. M. Bleichstratze Nr. 121 anzusehen. 9417 | Braune Stute, 1,65 Meter groß, 6 Jahre alt, ein- und zweispännig gefahren, sehr flotter Gänger, preiswürdig zu verkaufen. 9412____________Neuenweg 33. Heute eintreffend: la. Aarider, Hecht. 8®- Vorräth.: schönst. Mastgefiügel. #F- Neues Sauerkraut. Aechte Aranksurter Würstel. Ger. Riesen-LachShäringe, Ostsee-Delicateß-Häriuge. Prima Häringe in Gelee, fst. BiSmarck-Häringe, dicken Aal in Gelee, Hummer. Oel-Sardinen. Berl. Rollmöpse und Russische Kron- Sardinen, Salz-HLringe, neuenCaviar und la. beste Sardellen empfiehlt C. G. Kleinhenn, [9415 Bahnhofstr. 59. Telephon 66< Ein gut erhaltener großer lkinder- waaen billig zu verkaufen. 9389j Bleichstraße 15, 1. Stock. 93941 Heute Areitag, Vormittags 10 Uhr, kommen verschied. Sorten gute Speisekartoffeln auf dem Brandplatz zum Verkauf. Bestellungen können auch m alten Rathhause abgegeben werden. Jeden Abends Höschen und Sauerkraut im ,Löwen". O. Luft. 9382] Ein tüchtiges Mädchen zum baldigen Eintritt gesucht. ____________________Hotel Lenz. 9401] Pa latiu (woU. Tuch) gefunden. Abzuholen auf dem Marktplatz bei ___Frau Sommerlad. 9405] Ein im Kochen und aller Haus- arbeit erfahrenes Mädchen zum baldigen Eintritt gesucht. Südanlage 16, unterer Stock. Bernshausen hat dieselbe Procura ertheilt. Gießen, den 20. October 1891. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Kullmann. 9396 3 trächtige Kühe und 1 zweijähriges Rind (Simmenthaler Kreu- zung), sowie ein Pferd will der Unterzeichnete aus der Hand verkaufen; desgleichen einen Oeconomie- wagen mit Leitern und einen Jagdwagen (Break). Außerdem verkauft derselbe 100 Centner Heu, 40 Centner Grummet und ca. 150 Centner Korn-, Weizen- und Haferstroh. Maulbach, am 16. October 1891. 34 Bahnhofstr. 34 f Aufnahmen finden täglich > und bei jeder Witterung statt. Künstlerische, feinste Ausführung. Lieferung innerhalb 5 Tagen. Speeialität: Momentaufnahmen. Kürzeste Sitzungszeit! < Kein Kopfhalter! y der Wäsche vit ‘ seine Zeit Vie waren bar einsam sich «erwir! gar nicht d gM von sie sich der Millionär war, im 1 innnte sie immer das So kam e schrecklichst Die kleine wie noch Wangen Mgem< das viele fürchtete. Da es plötzl bis sie schwerer Mi am onöe Aufgabe richtigen, sie sich a Freitag von werden in ftadt 55- 1 Pi möbel mit 6 1 oo. Mm 1 große nhr mi MM 2W uirnf Port Saue große Anja! 2008 pfam waag 1 gr vech 140 ' 32 F niüe, Sit^t M $r' 9334______ Äei der Mts. st werden mi ^Fäßchi Hebt, {?eei 1 Sen 9365 Die Ar weiten eii ^rErweite «f B,ha< ^Unbeleqii' S «Ä >N"„ ?w«» fr'önne K rWote t 5. N°gs ii os®etiar, Weif, Geschäfts.? erlegung. Von heute ab befindet sich mein Confections-, Manufactur-, Tuch- und Modewaaren-Geschäft ar Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt. S J. Klipstein (früher am Lindenplatz). Unsere Neuheiten selbständig auf eigene Rechnung übernommen habe und unter dem Namen für die Herbst-Saison sind in grosser Auswahl eingetroffen. Louis Treff & Cie Tuchhandlung. 8332 Mittagstisch im Abonnement zu 70, 80 und 100 Pfg. — Diners von 1.20 Mk. an. 9424 REIS 9407 empfiehlt [1321 handlung zu haben. [9411 5. 7. op. 68 v. Beethoven. 114.10 ReichSbank-DiSwat 4 pEt. — Frankfurter Bank-Diseont 4 vTt 4% Mainzer SL-Anl. Self ent Bergw^Stt. 174 40 130 50 135 30 11380 92 30 241 50 243.50 90 00 S9 30 78.90 36.70 92 25 404 00 188 75 132 70 119 40 110.50 54 00 zu haben. [9408 «■EUÄ8 [9316 Elisabethe Metzger. 9393] Eine ordentl. u. zuverl. Lauf- srau wird verlangt. Schiffenbergerw. 17. Nachdem ich als geprüfte Wärterin in der hiesigen Frauenklinik meinen Cursus bestanden habe, empfehle ich mich bei hiesigen und auswärtigen Herrschaften als Pflegerin von Wöchnerinnen und Kranken. Bestellungen werden in meiner Wohnung, Marburgerstraße 29, DiSeonto-Coummnd.-Anth. Darmstädter Bant-Act. Dresdener Bank-Art. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Aet- Oeft. Eredit-Act. Oeft. StaatSb.-Act. entgegen genommen. Gießen, im October 1891. Eintrittskarten für Nlohtmltglleder zu Mk. 2,50 (Sperrsitz Mk. 3,50), sind in der Musikalienhandlung von Herrn E. Challier (Rudolphs Nach f.), für Studierende boi Herrn Hausverwalter Storck (neue Aula) zu ermässigtem Preise zu haben. [9420 Schlutzeomcke 1 Uhr 15 Min. 84.15 40/0 Ung. Gold-Rente 97.90 50/0 Ital. Rente 84.15 41/sl°/o Oest. Silber-Rente 9? 90 3% Portugies. Anl. 6. Vier Lieder mit 01a- vierbegleitung : a) Abends . . . . v. Franz. Die tieftrauernden Kinder Geschw. Spreng. b) Stille Thränen . v. Schumann, c) Sapphische Ode . v. Brahms. d) Die drei Zigeuner v. Liszt. Pastoral - Symphonie I Montag, 26. October, I Abends J/28 Uhr Iim Saale von Steins Garten: g Dr. Hotopfs Recitation aus Goethes „Faust“ I,Theil E und Fr. Halms „Camoens“. Billets zu 1 Mk. 50 Pf. (drei zu 3 Mk.) und für die Herren Studirenden ä 1 Mk. sind in der Ferber’schen Univ.-Buchhandlung und an der Kasse 9395] Wer ertheilt zwei Herren gemeinsamen Unterricht im Zitherspiel? Offert, an die Exped. d. Bl. u. K. 8. Dramatische Vorträge in der Aula des Gymnasiums gehalten von Oscar Zack. MF Die Hälfte des Reinertrags ist zu Gunsten des Kirchenbaufonds bestimmt. II. Vortrag: Mittwoch, 28. October, Abends 8 Uhr. „L icht“, ein Märchenged. v. Frieda Schanz. III. Vortrag: Mittwoch, 11. Novbr., Abends 8 Uhr. „Die Hexe“, Trauerspiel von Fitger. Karten für beide Vorträge äMk. 2.—, | sowie solche für einen Vortrag äM. 1.— I sind in der Ferber’schen Univ.-Buch-1 HermieLßvrr--«. 9409] Logis zu vermiethen. S. Elsoffer, Marktstratze 27, II. 9422] Eine freundliche Wohnung, 4—5 Zimmer nebst Küche mit Wasserleitung, zu vermiethen und alsbald zu beziehen im Hess. Hof. ivi-80»Der. KönigS-Laurab-sAct 151 501 Tendenz: fest Lomb. E^B.-Acr. Buschtherader E.-B.-Aet. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act> Emil Fischbach. Gonrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 22. October 1891. a) Etüde (Ges-dur) . v. Chopin. b) Staccato-Caprice . v. Vogrich. c) Valse op. 31 . . v. Moszkowsky. a) „Kol nidrei“, nach hebr. Melodieen für Cello, Harfe und Orchester . . . v. M. Bruch. b) Intermezzo a. „Cavalleria rusticana“ f. Streichorchester, Orgel und Harfe v. Mascagni. Aekatturr: K» SKrtzd»- — und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer umfaßt 6 Veite« ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle Grossh. Hess. Inf.-Rgt. „Kaiser6 statt. Zum Ausschank bringe ich das weltbekannte Spatenbräu (aus der Brauerei G. Sedlmayr München) und zum ersten Male das unter der neuen Leitung des Herrn Director L. Lemme nach Wiener Art gebraute und bei der Brauausstellung in Brüssel mit der goldenen Medaille I. Classe preisgekrönte Versandt-Exportbier (ans der Actien-Branerei Giessen). Vorzüglichen Weinen und besonders guten Speisen werde stets die grösste Sorgfalt zuwenden und das mir geschenkte Vertrauen der mich beehrenden Gäste jederzeit zu wahren suchen. Die Biere werden durch Benutzung der alten Felsenkellereien direct vom Fass ohne Pression verzapft und wird stets mein Bestreben sein, diese beiden hochfeinen Biere durch gute Behandlung im richtigen Wohlgeschmack zu halten. Die Biere eignen sich wegen ihres angenehmen Geschmackes und ihrer Güte als feine Tafelbiere und liefere daher jedes gewünschte Quantum auf Bestellung frei ins Haus. Empfehle ferner meine neu renovirten Localitäten zu gefälliger Benutzung zum Abhalten von Hochzeiten, Familien- und Vereinsfesten und sichere stets reelle, flotte und billigste Bedienung zu. Hochachtungsvoll Wilhelm Zaufmaim, Restauration zum Felsenkeller (früher Lenz). Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme an unserem schweren Verlust, insbesondere seitens der Mitglieder des Bahnbeamten-, Männer-Turn- und Krieger-Vereins, sowie für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Schlosser, sagen hiermit innigen Dank |j Restaurant-Empfehlung. I! Beehre mich einem geehrten Publikum Giessens und Umgegend, sowie meinen Freunden und I Bekannten ergebenst mitzutheilen, dass ich den Lenz’schön Felsenkeller vom 24. d. Mts. ab Restaurant zum Felsenkeller (früher Lenz) weiterführe. Es findet zu diesem Zweck Samstag den 24 d. M., Abends 8 Uhr, ein == Frei-Concert — 9392] Seit einigen Tagen eine silberne Taschenuhr m. d. Namen C. E. abhand. gek. Wiederbr. Belohn. Wiener Hof. 9397] Ein einfaches gewandtes junges Mädchen aus guter bürgerlicher Haushaltung für Laden und Küche gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Programm. 1. Ouvertüre z.,,Athalia“ v. Mendelssohn. 2. Clavier-Concert in A-moll . . . . v. Ed. Grieg. 3. Recitativ und ' Arie aus „Fidelio“ . . . v. Beethoven. 4. Drei Claviersoli: omgs- STAERKE Fabrikat zum Stärken 8% Reichsanleihe 3Vi°/o do. 3o/o Preuß. Consol» 3'/,"/° do. 9359] Ein Lehrling und ein Laden» Mädchen in ein hiesiges Delicatessen- geschaft gesucht. Schriftliche Offerten unter 8. 100 post- lagernd Gießen erbeten._________________ 9416) Ein braves reinliches Dienst» Mädchen sofort gesucht. Näheres_____________Liebigstraße 13. 9402) Tüchtige Mädchen suchen auf 1. November Stellen durch Vermiethfrau Geybicke. 8459] Parterre-Wohn., 8 Himer mit all. Bequemlichk., zu verm. Südanlage 7. 9418] Möbl. Zimmerzu vermiethen ___Lndwtgsplatz 13. 9123] Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen im Heff. Hos. ■■■■■■■■■■■■■ 9380] Möbl. Zimmer z. vermiethen zum Preise von 65 und 70 Mk. Grünbergerstraße 14. 9399] Schön möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__Ludwtgftraße 12 H, 11. Stock. 9398] Schön möbl. Zimmer zu ver- miethen. ____________Seltersweg 26 9410] Ein möbl. Zimmer mit od. ohne Pension zu verm. Wetzsteingasse 7. Zwei ineinandergehende gut möblirte Zimmer für sofort zu vermiethen. 9386)_________Franksurterstraße 31, II- 9391] Möbl. Zimmer zu vermiethen. __Bleichstraße 13. Ö008J Möblirtes Zimmer nächst der Aula zu vermiethen. Bismarckftraße 7, dritter Stock. Giessener Concertverein. Erstes Concert ! (100. Vereinsjahr) Sonntag den 1. Novbr. 1891,1 Abends 5 Uhr, Im grossen Saale des Gesellschaftsverelns. Dirigent: Herr Univ.-Musikdirector Ad. Felßhner. Solisten: Frl. Elisabethe Rouge-Berlin (Pianoforte), Frl. Anna Mosebach-Frankfurt (Gesang).! Das Orchester ist durch auswärtige ! jg Künstler verstärkt. Freitag deu 23. October Giehener Anzeiger. Beilage zu Rr. 247. -1891 Lerttlleton. Das große Loos. (Schluß.) In ihrer Angst und Aufregung stellte ste sich nun vor, wie ganz anders ihr Gatte werden würde, wie er häufiger seine Zeit außer dem Hause zubringe, sie allein lassend. Wie waren ihr die Tage der jetzigen Trennung so furcht- bar einsam vorgekommen, was erst, wenn ihre Befürchtungen sich verwirklichten? An die Zukunft ihrer Buben mochte sie gar nicht denken. Was hatte sie schon alles gesehen und gehört von Kindern reicher Eltern? Mit Schrecken erinnerte sie sich der Lebensgeschichte eines ihrer Vettern, dessen Vater Millionär war, und der, nachdem das Vermögen verschwendet war, im Elend gestorben. Mit wachsender Aufregung erinnerte sie sich an eine Unzahl ähnlicher Fälle, bei denen immer das Geld die Grundursache des Unglücks gewesen war. So kam es, daß sie sich in ihrem fieberhaften Zustande die schrecklichsten Dinge vorstellte, die ihren Kindern drohten. Die kleine Frau war recht, recht unglücklich, so unglücklich, wie noch nie in ihrem Leben. Thränen strömten ihr die Wangen herab, laut schluchzte sie auf und verwünschte un- zähligemal das Loos, das ihr ein Glück in den Schooß warf, das viele andere Menschen sehnsüchtig wünschten, das sie aber fürchtete, fürchtete wie das Unglück selbst! Das Licht war herabgebrannt, grell aufflackernd erlöschte es plötzlich. Noch lange warf sie sich unruhig hin und her, bis sie endlich einschlief und so die Beute beängstigender, schwerer Träume ward. Mit müdem Kopfe und schweren Herzens erwachte sie am anderen Morgen zur gewohnten Stunde. Eine schwere Ausgabe stand ihr bevor, sie mußte ihren Gatten benachrichtigen. Als die Buben zur Schule gegangen waren, machte sie sich an das schwierige Werk. Bevor sie begann, durchmusterte sie nochmals die Liste. Thränenumflorten Auges blickte sie unverwandt aus die bekannte Zahl — plötzlich erhellten sich ihre Züge, ein Freudenschrei kam über ihre Lippen — hastig verglich sie nochmals Loos und Liste. Die Zahl stimmte genau, aber — wie ihr das nur am gestrigen Abend hatte entgehen können — die Nummer gehörte einer anderen Serie an! Somit hatte ein anderes Loos den ersten Treffer gewonnen. Sie hätte vor Freude laut aufjauchzen mögen. Hinweg waren auf einmal alle Sorgen und Qualen. Stürmisch griff sie nach der Photographie ihres Gemahls, die vor ihr auf dem Schreibtische stand, und bedeckte sie mit unzähligen Küssen. Licht wurde es wieder in ihrem armen Herzen, ungetrübt und heiter lag ihre Zukunft wieder vor ihr — es drohte ihr ja jetzt keine Gefahr mehr, ihr schönes Familienglück zu verlieren. Wie leicht ihr jetzt das Briesschreiben wurde! Emsig huschte die Feder über den weißen Bogen, um dem geliebten Gatten die glückliche Botschaft zu bringen — daß sein Loos nichts gewonnen hatte. Kopfschüttelnd und höchst verwundert soll dieser den merkwürdigen Bries gelesen haben. Daß seine kleine Frau über den Zusammenbruch seiner schönsten Träume, die sich an das Loos knüpften, so glückselig war, kam ihm sehr absonderlich vor,- aus übergroßer Freude hatte sie ja ganz und gar vergessen, den eigentlichen Grund ihrer fröhlichen Stimmung mitzutheilen. Aber etwas Gutes hatte das Brieflein doch gehabt, und das war die schleunige Heimreise des Herrn Jnspectors. Es war nicht die Neugierde über den räthselhaften Brief, was ihn Heimtrieb — nein, es war das geheimnißvolle Etwas, das ihm aus jeder Zeile entgegenwehte und das ihn an die selige Zeit seines Brautstandes, an die erste Zeit seiner Ehe erinnerte. Als sie nach seiner Rückkehr wieder so recht traulich beim Scheine der Lampe beieinander saßen, da gestand er ihr aufrichtig, daß es doch nirgends in der Welt so schön und gemüthlich sei als bei ihr. Nun weihte sie ihn auch in das Geheimniß ihrer Stimmung ein, in der sie jenen Brief abgefaßt hatte. Und wenn er ihr auch diesmal nicht hätte recht geben wollen, die Zukunft hätte ihn eines Besseren belehrt, denn auch ohne das große Loos waren sie recht glücklich und erlebten an ihren Kindern viele Freude. Wenn aber irgend Jemand aus das Lotteriespirlen zu reden kam, da pflegte die Frau Jnspectorin die Geschichte ihres „großen Looses" zu erzählen, um mit dem alten und doch so wenig geglaubten Ersahrungssatz zu schließen: „Geld allein macht nicht glücklich!" * Der französische Gesandte Courville kam einst zur Herzogin Sophie von Braunschweig, um zu sehen, ob bereit zwölfjährige Tochter sich für den Dauphin zur Gemahlin eigne. „Welch eine hervorragende Schönheit!" rief er, sie sehend, „werth der höchsten Bestimmung. Dars ich fragen, in welcher Religion die Prinzessin erzogen ist?" — „In keiner bis jetzt," erwiderte die Herzogin. „Wenn wir erst wissen, welchen Prinzen die Prinzessin heirathet, werden wir sie in dessen Glauben unterrichten lassen." * Bartsreiheit. Die „D. Verkehrsztg." bringt eine Notiz, nach welcher vor 40 Jahren noch den Postbeamten das Tragen von Schnurrbärten verboten gewesen ist. In einer Verfügung des damaligen preußischen Generalpostmeisters von Nagler heißt es: „Mit Mißfallen ist es bemerkt worden, daß viele Beamte, sogar solche, welche mit der Bedienung des Publikums zu thun haben, Schnurrbärte tragen. Es wird deßhalb das Verbot strengstens in Erinnerung gebracht re." Nur denjenigen Beamten, welche Offiziere gewesen ober noch Landwehrosfiziere waren, würbe der Schnurrbart erlaubt, jedoch mußte derselbe ausschließlich in der für Offiziere vorgeschriebenen Form gehalten werden. So ändern sich die Zeiten und Sitten! Attig Willie! Seltersweg 9 Giessen Seltersweg 9 J u4 £311 Ha n n 1‘acturwaare ai i und Damen-Confection i vollständig und zu äußerst billigen Preisen, einem 8400 Ausverkauf Jjp zu unterwerfen. den unter der aus 8738 Wallthorstraße. 9178] Ofener . . Vöslauer 7 Braunkohlen bester Qualität, in allen Sorti- rungeti wieder vorräthig. [8066 Hessenbrückerhammer bei Laubach, im September 1891. Die Grubenverwaltnng. Beste wasserdichte Pferdedecken, eigenes Fabrikat, Prima englische Wolldecken empfiehlt in bekannten Qualitäten Kilbinger (L. Senners Nachf.), [8971 Bei der Freitag den 23. ds. Mts. stattfindenden Versteigerung werden weiter versteigert: 1 Fäßchen Englisch-Bitter, 19 Tisch- decken, 30 Servietten, 3 Tropfsiebe, Handtücher, Betttücher, 1 Deeimalwaage, 2 Gesindebetten, 1 Secretär. Geißler, 9365 Gerichtsvollzieher. Verdingung. Die Ausführung der Zimmererarbeiten einschließl. Materiallieferung 3ur Erweiterung des Empfangsgebaudes auf Bahnhof Wetzlar soll unter Zugrundelegung der im deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats- Anzeiger Nr. 61 vom 11. Marz 1891 veröffentlichten Bedingungen vergeben werden. Verdingungsunterlagen können bei unterzeichneter Dienststelle eingesehen, auch mit Ausnahme der Zei.-lmungen gegen Erstattung von 0,50 Mark von dort bezogen werden. Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis Dienstag den 3. November d. Js., Vormittags 10 Uhr, einzureichen. Zu- Ichlagsfrist 4 Wochen. [9338 Wetzlar, den 15. October 1891. .König!. Eisenbahn-Bau-JnfpectionIH. Woll. Strickgarne (Marke M. & W.) 8980 anerkannt beste Qualität, zu haben bei Robert Stuhl, Neustadt 23. Eine Hofraithe zu verkaufen. [9247 Zu erfragen bei der Exped- d- Bl- Brumataleim, best empfohlenen Raupenleim liefert zu billigsten Preisen [9245 Otto Schaaf. Pelzwaaren werden nach neuester Mode umgearbeitet, Reparaturen gut und billig hergestellt bei A. Schultheis junior, KürschnermeiM, [9171 SelterSweg «r. 21. NB. Man bittet, die Arbeiten baldigst zu senden, da man die Sachen jetzt sorg- fälttger machen kann als kurz vor 2Beü}:> nachten, wo sich dieselben anhäufen- Anlhracilkohlm empfiehlt Carl Hensel, in Dosen. 9353 O o Anerkannt bester und ausgiebigster Kaffeezusatz. Ueberall vorräthig Vor Nachahmungen wird gewarnt r» c 3 C o ® N OT 3 < CO £ O o I a> 3 a> 2 ® Q. £D ff £ cc eml*en, "■fSÄS?1* Unterjacken ” “■ * Unterhosen für Damen, Herren und Kinder, Barchenthemden in gestreift, karrirt und einfarbig Wieseck „ „ Heinrich Völzel N. Die amtlichen Verkäufer sind vertragsmäßig verpflichtet, stets einen angemessenen Vorrath an Postwerthzeichen zu führen und die einzelnen Marken zu keinem höheren, als dem Betrage ihres Werthes an das Publikum abzulassen, ^m Allgemeinen hat der Verkauf während der ganzen Zeit, in welcher das Geschaftslokal des Verkäufers geöffnet ist, stattzufinden, jedenfalls aber innerhalb der für den Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Diensfftunden der Poftanstalt. Gießen, 20. October 1891. Kaiserliches Postamt. Herrn Jacob Bender. „ Johannes Schmidt, Kaufmann. „ A. Jung, Gastwirth. „ Theodor Hahn, Kaufmann. „ Konrad Petri, Gastwirth. „ Theodor Hofmann, Bürgermepter. Frau Philipp Rinn Wittwe, Krämer. Herrn Philipp Feuser, Gastwirth. Friedrich Pfaff, Gastwirth. Philipp Bechtold, Krämer. Kaufmann Georg Repp. Christian Köhler IV. Hermann Klippstein. Nathan Stiefe l. Bürgermeister Roth. Joh. Gg. Müller, Wittwe. Jakob Becker I. Bürgermeister Bocher. Heinrich Schmidt. Wilhelm Wagner II. Kaspar Schepp U. Ludwig Menz. Karl Launsbach II. Gottlieb Jung, Gastwirth. Jacob Waldschmidt V. Philipp Weber, Gastwirth. Theodor Geller, Gastwirth. Bürgermeister Scherer. Kaufmann Isaak Michel. Julius Karl Keßler, Specereihändler. Daniel Schmidt, Gastwirth. zu ganz billigem Preis empfiehlt I. H. Fuhr, Sonnenflrahe 25. NB. Stricken von Strümpfen, Röcken rc. wird billigst besorgt. Auch stehen Musterröcke zum Abstrickm gratis zur Verfügung.___L84^ Original Irische Oefen Musgraves Patent. Beste Dauerbrenner für Cokesfeuerung, sparsam brennend, bei vorzüglicher Leistung. Allein-Verkauf bei 8736 Emil Piftor, Gietzen. Spch's Olimöl-Kmim- md Gesmöheits-Seist, absolut milde Seife ohne jede Beimengung, aus reinem Olivenöl, empfohlen für die Hautpflege der Erwachsenen und der Kinder in jedem Alter. Preis pro Stück nur 10 und 20 Pfennige. L74au Verkauf bei Herren «ehr. Kaufmann, Seifenfabrrt. 6468] Der zweite Stock jtn Neubau, 4 Zimmer mit allem Zubehör, sofortzu vermiethen. Heinrich Rnckstuhl DL, Asterweg 50. empfehlen S. Heinach & Co Marktplatz 5. Berkarrfsstellen für Postwerthzeichen bestehen: bei Herrn With. Fritfcv, Westanlage. „ „ Christoph Bieker, Neustadt 55. „ „ Eduard Riemer. Wolfstraße. Rudolph Schlabachs Nachf., Ludwrgspl. Conrad Roth, Wallthorstraße. Philipp Stier, Schulstraße. Ferd. Drebes, Marktplatz. Friedrich Groos, an der neuen Kaserne. Heinr. Becker, Löwengaffe. Gustav Sonntag, Neuen Säue. Friedrich Schieß, Frankfurterstraße. H. Hansel, Bleichstraße. Gastwirth Wagner. • Fritz Nowack, Seltersweg e ® empfiehlt garantirt staubfreie 1435 d X Bettfedern und Daunen X :nur in den „besten" und „feinsten" Qualitäten, zu sehr billigen Preisen. Zx Vollständige Betten 5g • W werden in kürzester Zeit unter äußerster Berechnung geliefert. W 6529y Schönes Mansardenlogis zu per- 9320] Möblirtes Zimmer zu vermiethen miethen. G«, Möhl, Bahnhofstraße 1. mit separatem Eingang, eine Treppe hoch. 6537s In meinem Neubau, Ecke der ----- -■— Bahnhofstraße 62. 9313] In meinem Neubau, Steinstraße, sind zwei Wohnungen, je 4 Zimmer, Küche und Bodenkammer, mit allen Be- auemlichkeiten, alsbald zu vermiethen. ______________Andreas Euler. 5332] Zwei gut möblirte Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen Schloßgasse 9. Daselbst ein separater Raum, zu Lager oder Werkstatt geeignet, zu ver- miethen._________________________________ 8082] Zwei möblirte Zimmer im Neben- hause zu vermiethen. LouiS Petri L Wwe., Neuenweg 39. ■ Diners. ■ Den geehrten Herrschaften Gießens empfehle ich mich im Koche« bei größeren und kleineren Diners, sowie bei allen sonstigen Gelegenheiten- [9229 Frau L. Stierte, Neuen Bäue 11. Im Krautschneider! empfiehlt sich J. Karle. Bestellungen nehmen an [9361 W. Weber, „zur Traube", Kaplansgasse, H. Decker, Löwengasse 28, E. Engler,' fiöberstraße 20.___________ 93551 Tüchtiger Schlosser gesucht. C. Krailing, Südanlage 22. 9333] Ein Pferdeknecht für sofort gesucht. Ehr. Haudach, Westanlage- 9307] Mädchen finden gute Stellen durch Frau Hüttenberger, Seltersw-52. 9191] Ein möblirtes Zimmer, auf Wuns ch auch zwei ineinandergehend, zu vermiethen. __Ludwigstraße 59, Hl. 9283] Ein möblirtes Zimmer, parterre, mit besonderem Eingang zu vermiethen. Ludwigstraße 5, Hausthüre Südseite. 9226] Möbl. Zimmer zu vermiethen Frau K. Mette, Bahnhofftraße 56. 8985] Großes, möbl-, ruhig gelegenes Zimmer zu vermiethen Goethestratze 2, III, Ecke der Südanlage. 8460] Verschiedene kleinere Wohnungen zu^vermiethen.Südanlage 7. 9175] Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen. ,_____________Frankfurterstraße 41. 9268] Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen._________Bleichstraße 11, II 9111] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ________________Bahnhofstraße 45, II. 8904] Schön möbl. Zimmer, nahe der Anlage, zu vermiethen. Asterweg 44. 8554] Zwei möblirte Zimmer einzeln zu verm- Wetzsteingasse 41, parterre. 4453] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. __Seltersweg 30. 9249] Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen._________Bahnhofstraße 64, H. 7479] Werkstütte zu vermiethen. A. MarcuS, Bahnhofftraße 15. 6373] 2. Stock zu vermiethen. Bruchhüuser, Grünbergerstraße. 6075] In meinem neuen Hause, Bahnhofftraße, ist eine schöne größere Wohnung zu vermiethen. H. Schmidt, Instrumentenmacher. ”4568] In meinem Hause, Oftanlage Nr. 39, sind per sofort noch.zwei schöne größere Wohnungen zu vermiethen. _______________________A. Keller. 8728] 2. Stock, o Zimmer mit Zubeb ör und eine Mansarde, 3 Zimmer, 2 Ca- binete u. s. w., nebst Wasserleitung zu vermiethen- Carl Noll, Bahnhofftr. 6. 7111] „Erlengaffe 15“ ein Logis zu vermiethen._______H. F» Nassauer. 9328] Ein kleines Logis zu vermiethen und sogleich zu beziehen. _________Georg Noll, Licherstraße 3. 9321] Fam.-Wohn-, 3 Zim-, Wasserl., Küche u. Keller, zu verm-7-Marktplatz 22. 3u vermiethen, Bel-Etage, 5 Zimmer mit Zubehör und allen Bequemlichkeiten. 8829 __________________Schillerstraße 16. <38711] Schöne Wohnung zu vermiethen. - Schöne Aussicht. 8637] Wegzugshalber der mittlere Stock nebst Zubehör und Gartenantheil alsbald oder auch per später zu vermiethen. I. Bamberger, Südanlage 20. 8916] 4 Stuben, 2 Kammern nebst allem Zubehör, im Ganzen oder getrennt per 1. Novbr zu vermiethen. Riegelpfad 12. 8424] Eine Familienwohnung, sowie Schlafstellen sind zu vermiethen. _____________________Kaplansgasse 23. 5508] Der oberste Stock meines Hauses, bestehend aus 5, event. 3 Zimmern nebst Zubehör und Wasserleitung, alsbald oder später zu vermiethen- ___Emil Fischbach Seltersweg 24. 4543] Asterweg 6 ist der untere Stock mit allen Bequemlichkeiten und Wasserleitung per sofort zu vermiethen. _________Friedrich Kühne sen. 2055] Schöne Wohnung von 5 Zimmern mit Zubehör, zu vermiethen. Ernst Möser, neben Steins Garten- 98]! Gartenstraße 2ij: Logis zu verm., 7 Zimmer mit Balkon und Gartenanth., 8560] Möblirte Zimmer zu vermiethen. _____________________Gartenstraße 21. 8714] Schön möblirtes Zimmer zu ver- miethen.____Neuen Bäue 10, I. Stock. 9348] Möblirte und nnmöblirte Zimmer z« vermiethen. Näheres_______Westanlage 23. 9344] Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Näheres in der Exped. d- Bl. 9342] Ein.schönes Zimmer, möbltrt oder unmöblirf, zu vermiethen. ____________________Seltersweg 57. 9326] Zimmer mit Cabinet zu ver- miethen-_____________4 Mäusburg 4. 9311] EinmöblirtesZimmer, auf Wunsch mit Kost, zu vermiethen- __________H. Kiefer, Neuenweg 32. 9312] Ein gut möblirtes Zimmer an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. __Ludwigstraße 27, IIL 9327] Freundliches Zimmer mit Cabinet (möblirt oder unmöblirt), zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d- Bl.________ 9303] Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. __Afterweg 3. 9381] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ________Frankfurterstraße 11, 4. Stock. 9377] Ein auch zwei gut möblirte Zimmer preiswerth zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.________ Z« vermiethen ein oder zwei ineinandergehende gut möblirte Zimmer mit separatem Eingang. 9324_________Frankfurterstraße 11, III. 9322] Möblirtes Zimmer zu vermiethen- _________________Frankfurterstraße 64- 9228] Möblirtes Zimmer (mit Alkoveft zu vermiethen. ______,Lahnstein". 9234] Zwei schön möblirte Zimmer zu Mit der Lieferung von Kartoffeln habe ich begonnen. Bestellungen Per Postkarte werden alsbald erledigt, so weit der Vorrath reicht. Proben und Preise bei Herrn Gemüsehändler Schäfer am Kirchenplatz. G test en (Hardthof), £0. October 1891. 9346 Schlenke. Geschäfts-EröfEnung. Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Mittheilung, daß ich unter Heutigem Lindenplatz 1 (Hotel Einhorn) eine Uhrenhandlung nebst Reparaturwerkstätte errichtet habe. Ich empfehle mein wohlassortirtes Lager in goldenen und silbernen Herren- und Damen-Uhren, Regulateurs, Wand- Uhren und Weckern, sowie eine grotze Auswahl in Double-, Silber-, Nickelketten u. s. w. _9“3; Reparaturen werden prompt und billig unter Garantie ausgefuyrt. Gießen, 17. October 1891. Hochachtungsvoll Louis HilgardL Rediction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.