86iSe. **• Heff, la s itatntn M ' M-' lro Nften« —~^_J756O «MW !ahr 1890. Schuld- A , ' ■ ■ 340 221 8t ' 8064 50 ' 1 - 49609 74 ' • • 9921 25 Hl 45 -i-^ 5349 99 Wen . 413278 77 • - - 23 W _ ' • • 367 967 39 • • • 416 91 - ■ 21294 17 mmen . 413278 77 1 84 vorhanden. AL-Sx ii 17 „ M, 17 $ ie Gläubiger. . M. wurde beschlossen, 47 dem Reserve- 7533 Tchäser, Conttokur. d Bekannten die igen gefallen hat, b Schwager ] Ler t zu sich zu rufen. 1548 Ittblitbenen 23. August, M‘ Igaffe 21, aus M Hit« für ei” um *iefc«e Offerten unter Men_5L!^—- ^dieMed^K—- irren, en Kr»mKmI SSfffie* inb i^£UepSr? -S-L WrW 1»-^ Mtschüst' i 1891' „Ätn“ Ker.»»-" pft*1 Ict K»» '5* 8910 90 0» 783« 41.2» H020 84.50 39ß5O 17175 12710 125 00 108,90 -400 1891 Nr. 195. Zweites Blatt. Sonntag den 23. August Der •*•*** eMitatt täglich. «M N»Lnah»« de» •toeteel. M» •fcftnet IMeHitniraitii WMrw km Nnzngn —hilail kt-elegr. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. eterwttiWA JHemiteueUy? Am 2 SRarf 20 Psh Bringerlohi Durch d,e Post bc^^L. 2 Mark 60 M. Rebaction, trtenftey,. iHtb Druckern: Ach»tßr«ß« Heruvr-ch«' 61. ZlnrtK tmb XnjeigeWatt für den Merzen chratisKritüHe: chirßmer KamikienSkälirr Rn»« 'ät Br- crlcheiprnkn Rümmer bi« Vvntr 10 Uhr j Agr Auuvitccr-'Sureaux H5 In» ttttL Äit&dgen für den „Ließenrr Anzeiger'- critgf6»fc Arntlichev Theil. Bekanntmachung. Abhaltung von öffentlichen Faselschauen zu Grünberg und Gießen betreffend. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß in Verbindung mit den am 27. August l. I. zu Grünberg und am 2. September l. I. zu Gießen stattfindenden Viehmärkten öffentliche Faselschauen durch die Körcommisfion abgehalten werden. Die Schau zu Grünberg beginnt Bormittags SV2 Uhr, die zu Gießen Bormittags 10 Uhr. Bei den Faselschauen, welche nur zum Zweck der Ankörung von Faseln abgehalten werden, wird die Commission vorzugsweise Fasel der reinen Vogelsberger und Berner, speziell Simmenthaler Rasse berücksichtigen, andere nur dann, wenn sie ganz besonders schön sind. Es werden nur solche Bullen angekört, die sprungfähig entweder schon sind, oder dies wenigstens in kürzester Zeit werden. Bei der Schau zu Gießen können den Besitzern guter Fasel, soweit die Mittel reichen, Wegegelder in Aussicht gestellt werden. Gießen, den 12. August 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost. Zur Vertilgung der Ackerdistel. Seitens mehrerer Regierungen wurde in letzter Zeit aus die Nothwendigkeit des Abschneidens der Disteln als eines der schädlichsten Ackerunkräuter aufmerksam gemacht. Das gibt mir Anlaß, mich an dieser Stelle mit der Bertilgung dieses sehr schädlichen Wurzelunkrautes etwas eingehender zu beschäftigen. Und da möchte ich schon gleich die Bemerkung vorausschicken, daß die gründliche Vertilgung der Distel ungemein große Schwierigkeiten bereitet, weil die Distel nicht nur ein ungemein starkes Wurzelvermögen besitzt, das sich immer wieder von Neuem belebt, sondern weil sie auch eine coloffale Masse von Samen bildet, welche ihre Verbreitung wesentlich fördern. Was die letztere betrifft, so sei beispielsweise nur angeführt, daß eine einzige Distelpflanze leicht bis über 100 Blüthenköpfe entwickelt, deren jeder bis zu 300 Samenkörner enthalten kann. Daraus ergibt sich schon klar, daß alle noch so sehr empfohlenen und an sich auch wirksamen Vertilgungsmittel vollständig nutzlos sind, so lange zugleich nicht mit der größten Sorgfalt daraus geachtet wird, daß alle Disteln an Straßen, Wegen, auf Weiden und ganz besonders in jungen Anpflanzungen und an Oedstellen Jahr ein Jahr aus vertilgt werden. Fast aus jedem größeren Besitz finden sich heute noch einzelne Ecken und Winkel, in welchen allerlei Unkraut, vornehmlich aber die Distel, ungestört wuchert. Läßt man sie zuweilen einmal reinigen, so geschieht es meist zu spät. Die schon in volle Blüthe getretenen Disteln bleiben an Ort und Stelle liegen, der Samen reist und wird vom Winde nur zu bald wieder verbreitet. Verbrennen ist hier das einzige Mittel, den Samen aus sichere Weise zu vernichten. Ganz besonders sind es die besseren, etwas schweren Bodenarten, welche am meisten von der Distel zu leiden haben, da dieser Boden gerade alle Eigenschaften besitzt, die zum kräftigen Gedeihen der Distel gehören, andererseits ihre Vertilgung besonders erschweren. Was hier bis heute zur Ausrottung der Distel geschieht, beschränkt sich meist darauf, daß man im Mai die jungen Distelpflanzen aussticht, vielleicht auch, angeregt durch Verfügungen wie schon oben bemerkt, dieselben im Juni oder Juli abschneidet. Wenn der Landwirth aber glaubt allein durch diese Arbeit vollständig Herr der Distel zu werden, so wird er sich sicher getäuscht finden. Das Ausstechen oder auch Ausziehen der Distel ist schon deshalb zur wirklichen Vernichtung nicht ausreichend, weil in den bei weiten meisten Fällen die Arbeit aus mancherlei Ursachen mit zu wenig Sorgfalt ausgesührt wird. In der Regel wird mit der Arbeit zu zeitig angefangen, außerdem werden gewöhnlich nur die Hauptdistelstellen gereinigt- anderseits aber ist wohl zu berücksichtigen, daß die nur oberflächlich abgestochenen Pflanzen nicht eingehen, sondern wieder wachsen. Meist treiben die zurückgebliebenen Wurzeln wieder aus, so daß oft schon in 14 Tagen an Stelle einer gestochenen mehrere neue Distelpflanzen zu Tage treten. Man berücksichtige aber wohl, daß das Stehenbleiben nur weniger Distelstauden schon genügt, um diese Arbeit im nächsten Jahre wieder nöthig zu machen. Dasselbe ist sicher überall der Fall, wo mit dem Ausziehen oder Ausstechen zu zeitig begonnen wurde, dann schon, bevor sich noch alle Distelpflanzen entwickelt hatten. Mit Rücksicht hieraus ist auch die richtige Zeit der Herbstsaat von viel größerer Bedeutung, als man vielfach glaubt. Ja man darf sogar behaupten, daß der Landwirth allein dadurch im Stande ist, seine Wintersaat vor den Disteln zu schützen. Man bereite den Boden zur Herbstsaat rechtzeitig vor, ohne mit der Bestellung selbst zu früh vorzugehen. Dabei lausen zahlreiche Distelpflanzen auf, die dann durch rechtzeitiges Eggen zerstört werden. Geschieht dagegen die Bestellung zu früh, so erscheinen die Distelpflanzen erst gleichzeitig mit der Wintersaat und ihre Vertilgung kann dann nur durch Ausstechen und Ausziehen im Frühjahre geschehen, was seine sehr großen Schwierigkeiten hat. Auch die richtige Zeit der Frühjahrssaat und besonders die Vermeidung jeden Pflügens im Frühjahr ist hier von größtee Bedeutung. Ist schon im Allgemeinen das Pflügen für die Sommerung bereits im Herbste von größter Wichtigkeit, so erscheint dies aus allen Feldern, die von Disteln zu leiden haben, erst recht nothwendig. Man hat dadurch die Vertilgung unzähliger Pflanzen, die im zeitigen Frühjahre auflaufen, in der Gewalt und man sollte hier die Saatbestellung nie früher vornehmen, bevor nicht das Feld vollständig grün geworden. Daß auch die möglichste Ausdehnung des Hackfruchtbaues eines der vorzüglichsten Mittel zur Vertilgung dieses Unkrautes ist, darf als allgemein bekannt vorausgesetzt werden. Nur soll dabei stets sorgfältig aus Vernichtung aller Disteln und zwar nicht nur in den Furchen, sondern auch zwischen den einzelnen Pflanzen, geachtet werden. Und besonders ist hier den Kartoffelfeldern eine große Aufmerksamkeit zu widmen, da diese vielfach zu Hauptherden der Distel werden. Wird Überall auf diese Punkte entsprechend geachtet, so wird es nicht schwer fallen, schon innerhalb zwei, längstens drei Jahren die Felder von sämmtlichen Disteln gründlich zu reinigen, vorausgesetzt, daß nicht wieder Verbreitung durch Nachlässigkeit oder auch durch Saat und Dünger erfolgt. In dieser Beziehung herrscht leider vielfach noch eine kaum begreifliche Unachtsamkeit. Beim Garbenbinden werden zwar an manchen Stellen die gereisten Distelstengel ausgesondert, vielleicht auch in Haufen gesammelt. Sie bleiben aber an den Feldgrenzen liegen oder werden in die vorbeiführenden Wege geworfen. Das hat aber sicher zur Folge, daß auch der Acker bald wieder mit Distelsamen neu besät ist, denn die Disteln gelangen durch Sonnenwärme bald zur vollständigen Reife und der Wind sorgt schon für die Verbreitung aus die anliegenden Felder. Und wird das stark mit Disteln verunreinigte Getreide gedroschen, so gelangen selbstverständlich auch unzählige Distelsamen zum Ausdrusch. Diese Samen bilden dann sehr oft, in Verbindung mit dem sogen. Hinterkorn, das Futter für alles Geflügel. Wie die meisten anderen zähen Unkräutersämereien, verliert aber auch der Distelsamen seine Keimfähigkeit nicht, wenn er durch einen Thiermagen gegangen ist. Eben deshalb ist es auch ganz fehlerhaft, Spreu und Kaff solchen Getreides, welches stark mit Disteln gemengt war, ohne Weiteres zu verfüttern. Selbst mit kochendem Wasser übergossen dem Rindvieh gereicht, geht solcher Samen wieder unverdaut ab, gelangt aus den Dünger und so wieder aus den Acker. Aus der Düngerstätte sowohl wie im Composthausen liegt der Distelsamen monatelang, ohne seine Keimkraft zu verlieren Feuilleton. In der vierten Klasse. Humoreske von Robert v. Hagen. (Fortsetzung.) Auf den Perron heraustretend, begegnete er drei eleganten Damen, anscheinend eine Mama mit ihren Töchtern. Die beiden letzteren waren von berückender Schönheit und es war unserem Reserendar gar nicht unangenehm, als der jüngeren der Sonnenschirm entfiel und er ihn galant überreichen durfte. Das „Danke schön, mein Herr," klang so melodisch und das Lächeln dabei war so bezaubernd, daß es ihm noch heißer wurde, als er schon ohnedies war. Uebrigens kam es ihm vor, als ob er die Damen bereits irgendwo gesehen hätte. Er dachte hin und her, vermochte sich jedoch eines solchen Begegnens nicht zu entsinnen. Die Damen schienen ebenfalls auf den Zug, welcher nach Berlin ging, zu warten. Dgs war fatal, das war unangenehm, denn um keinen Preis wollte er gesehen sein, wenn er in die ominöse vierte Klasse einstieg. Dritte Klaffe, nun, das ginge ja eventuell noch — aber vierte! Er nahm sich also vor, sobald der Zug angekommen sein werde, so lange zu warten, bis die Damen in ihre erste oder zweite Wagenklasse eingestiegen seien, um erst dann flink in die vierte hineinzuspringen. Es kam ihm vor, als ob die Damen sich über seine Person unterhielten, die jüngste* aber warf ihm manchmal verstohlenerweise recht freundliche Blicke zu, die er mit ebensoviel Feuer und Discretion erwiderte. Jetzt gab die Stationsglocke das Zeichen und gleich darauf lief der Zug ein. „Zweiter Klasse, mein Herr? rief der Conducteur dem unglückseligen Reserendar zu — und diesem erklangen die Worte förmlich wie Ironie. Er Zab keine Antwort, sondern richtete seinen Blick krampfhaft nach den Damen, um zu sehen, wo sie einstiegen. Doch, o Schrecken, dieselben standen ruhig aus ihrem Platze und fuhren überhaupt gar nicht mit dem Zuge, sondern mit dem nächsten in umgekehrter Richtung. „Fahren Sie mit?" fragte nun der Conducteur energischer, „dann'bitte, beeilen Sie sich." Die beiden Waggons vierter Klasse waren so unglücklich postirt, daß die Damen direct vis-a-vis am Perron standen. Es half alles nichts, wohl oder übel mußte Pröller einsteigen. Schon wollte er sich schnell ausschwingen und in dem Innern des Waggons sich unsichtbar machen, da kam ihm jedoch ein Marktweib, welches einen mächtigen Korb mit diversen Gemüsen rc. auf dem Rücken trug, zuvor und wandte sich laut mit der Bitte an ihn: „Männeken, helfen Se mich doch 'n bisken den schweren Korb mit 'rin dragen. Dasor dürfen Se sich auch während der Fahrt 'n bisken druffsetzen." Jndeß die Damen vor Verwunderung wie versteinert dastanden, kam Pröller dem Ansuchen der Hökerin mechanisch nach und dankte endlich seinem Schöpfer, als er sich im Innern des Waggons den Blicken der Zurückgebliebenen entzogen wußte. Erst als der Zug in Bewegung war, kam er wieder halbwegs zum Bewußtsein seiner selbst und betrachtete seine I Umgebung. Das war ein gar buntes Durcheinander. Links von ihm standen vier polnische Juden in ihren langen, schmutzigen Kaftans und mit Schmachtlöckchen, die wohl schon seit dem letzten Jom kippur mit keinem Kamme in Berührung gekommen sein mochten. Aus ihrem jüdischen Kauderwelsch war zu entnehmen, daß sie mit Empfehlungen an einflußreiche Personen in Berlin versehen seien und daselbst ein Abzahlungsgeschäft gründen wollten. Der eine von den Vieren war insofern der unangenehmste, als er eine ziemliche Quantität von Zwiebeln und Knoblauch zum Brode aß. Ein neuer Schreck wurde Pröller dadurch zu Theil, als urplötzlich aus der Tiefe des Waggons ein heidenmäßiger musikalische^ Scandal ertönte. Ein Leierkastenmann hatte seinen Marterkasten in Bewegung gesetzt und unbarmherzig ertönte das allerneueste: „Du kennst mein Herz noch lange nicht — noch lange nicht — noch lange nicht!" „Haben Se nich 'n bisken Feier?" so wandte sich jetzt eine etwas angerauchte Kupfernase an ihn, — „und 'ne Ziehjarre ooch dazu?" „Nein," erwiderte kurzen Tones der Referendar. „Nanu, nur nich jleich so jroßspurig," sagte der Andere und wandte sich an die in großer Anzahl vertretenen, aus ihren Körben sitzenden Hökerweiber, — „so was glaubt, weil es 'ne feinere Kluft an hat, daß et janz wat anderes is — fahrt aber ooch vierter Klasse, weil die Moneten alleweil klamm sind." Pröller stellte sich, als höre er dies alles nicht, und das war das Vernünftigste, was er in diesem Falle thun konnte. Während der Fahrt ging die Wagenthür auf und ein geckenhaft gekleidetes Kerlchen, welches diese Promenade durch sämmtliche Waggons gemacht hatte, trat selbstbewußt ein. Der Leiermann hatte eben zu spielen ausgehört und der Unbekannte begann mit folgender lauter Ansprache: „Meine Herrschaften! Das Großartigste! Noch nie dagewesen! Ich bin der Vertreter eines Welthauses, welches in Paris am Boulevard du Temple seinen Sitz hat. Ich verkaufe eine hochfeine, elegante Herrenuhrkette für nur eine Mark und erhält jeder Käufer noch folgende Geschenke gratis: ein Medaillon, ein Paar Ohrringe, ein Barcelet, einen Siegelring, eine Brosche, eine Busennadel, ein Paar Manschettenknöpse und ein Dutzend Hemdenknöpse, alles hochfein und noch nie dagewesen! Mein Haus verkauft diese Sachen zu solch einem Spottpreise, um zu zeigen, wie freund schaftliche Gesinnungen Frankreich für Deutschland hat." (Schluß folgt.) und erklärt es sich daraus sehr wohl, daß es vielen Land- wirthen, trotz größter Mühe, nicht gelingen will, die lästigen Disteln ganz auszurotten. Will man die Samen als Futter benutzen, so sollte stets Kochen derselben vorhergehen; stimmt- liche Distelpflanzen werden am besten verbrannt. Daß endlich auch der Anbau bestimmter Culturpflanzen, besonders solcher, welche den Boden dicht beschatten, zur Unterdrückung der Disteln beitragen, ist bekannt. Und besonders verdient herbei der Rothklee Beachtung, der mehrere Male geschnitten, das Wachsthum der Disteln stark unterdrückt. Nur da, wo man auf alle angeführten Punkte achtet und seine Arbeiten darnach einrichtet, darf man mit Sicherheit aus baldige Vernichtung der Distel rechnen. vr. F. Giers berg in der D. A. Ztg. f. Landw. Locales und provinzielles. Gießen, 22. August. nn. Welchen außerordentlichen Werth die Großherzogliche Centralftelle für die Gewerbe auf die Ausbildung von Technikern zu Lehrern für die tzandwerkerfchulen des Landes legt, beweist der Umstand, daß diese Behörde augenblicklich für eine größere Anzahl von Technikern in den Räumen der Landesbaugewerkschule zu Darmstadt einen mehrwöchigen Zeichnencursus abhalten läßt. Der Cursus umfaßt als Lehrgegenstände Darstellende Geometrie, Fachzeichnen (Ingenieur Esselborn), Kunstgewerbliches Zeichnen (Professor Müller) und Maschinenzeichnen (Ingenieur Ackermann). Durch die außerordentliche Fürsorge Großh. Staatsregierung konnte den Theilnehmern Seitens Großh. Centralstelle für die Gewerbe nicht nur ein Theil der Zeichenmaterialien gestellt, sondern auch jedem Theilnehmer ein Zuschuß von 80 Mk. zu den Verpflegungs- und Reisekosten gewährt werden. Unter Leitung des Herrn Professor Müller und Ingenieur Esselborn sand vorgestern eine Besichügung der Kunstausstellung, sowie der inneren Einrichtungen der Baugewerkschule und hiesigen Handwerkerschule statt,- ferner wird die Ausstellung von Schülerarbeiten in Ober-Ingelheim besichtigt werden. nn. Am 6. September d. I. findet zu Köln eine Versammlung zur Gründung eines Verbandes deutscher Gewerb« vereine statt und wurden alle hessischen Gewerbvereine hierzu geladen. Der Kölner Gewerbverein, der auf eine mehr als 60jährige Thätigkeit zurückblicken kann, hat die Initiative in dieser Sache ergriffen und motivirt sein Vorgehen damit, daß den einzelnen Gewerbevereinen das Feld der Arbeit immer kleiner geworden sei und noch werde. Seien örtliche Aufgaben gelöst, so vermöchten neue und größere die Vereine nicht zu interessiren und genügend anzuregen. Die ganze Vereinsthätigkeit beschränke sich aus gelegentliche Vorträge, kleine Ausstellungen und Ausflüge. Ein Verband werde aber durch seinen Gesammtvorstand den Einzelvereinen ungezählte neue Aufgaben und Anregungen zuweisen, ein reges und belehrendes und nutzbringendes Wirken würde überall die Folge sein zum Segen des Gewerbestandes und des deutschen Vaterlandes. Seitens der Großh. Centralstelle für die Gewerbe wird Herr Geheime Baurath Sonne der Versammlung beiwohnen. — Der Zehnte Deutsch-evangelische Kirchengefaugvereinstag soll am 29. und 30. September l. Js. in Darmstadt stattfinden. Das Programm des Vereinstages besteht im Wesentlichen in der Abhaltung der Hauptversammlung des „Evangelischen Kirchengesangvereins für Deutschland", auf welcher Herr Organist Heinebuch aus Flensburg einen Vortrag „über die kirchliche und sociale Bedeutung der Kirchengesangvereine" erstatten wird. Hieran soll sich eine Debatte der Versammlung anschließen. Außerdem finden sowohl am ersten wie am zweiten Tage in der Stadtkirche zu Darmstadt liturgisch-musikalische Festgottesdienste statt unter Mitwirkung der Kirchengesangvereine für Darmstadt, Bessungen und die Martinskirche. Im Hinblick aus die erfolgreiche Mitarbeit des unter dem Protectorate Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs stehenden „evangelischen Kirchengesangvereins für Hessen" und der Darmstädter Vereine zur Gründung des nahezu das ganze evangelische Deutschland umfassenden deutschen Gesammtvereins ist der Vorstand des Centralausschusses von dem lebhaften Wunsche durchdrungen, daß der in Darmstadt abzuhaltende zehnte Deutsch-evangelische Kirchengesangvereinstag die Bedeutung einer zehnjährigen Jubiläumsfeier an- nehme. An die im „evangelischen Kirchengesangverein für Deutschland" verbundenen Landes- und Provinzialvereine, an die zugehörigen Ortsvereine und Einzelmitglieder, sowie an alle evangelischen Christen, die sich für die Sache des evangelischen Kirchengesanges interessiren, ergeht darum die Einladung, an dem zehnten Deutsch-evangelischen Kirchengesangvereinstag in Darmstadt theilzunehmen und das zehnjährige Jubiläum des „evangelischen Kirchengesangvereins für Deutschland" festlich mit zu begehen." Gesuche wegen Gewährung freier Wohnung, bezw. Vermittelung von Wohnungen und wegen Vormerkung auswärtiger Festgäste für die referbirten Plätze der Stadtkirche werden bis spätestens Samstag den 19. September an die Adresse des Herrn Buchhändler Waitz in Darmstadt erbeten. Derselbe wird auch Anmeldungen zu dem nach der Hauptversammlung im städtischen Saalbau ebendaselbst stattfindenden einfachen Mittagessen (Gedeck 2 Mk. ohne Wein) entgegennehmen. Einlaßkarten zur Haupt-Ver- sammlung, zu den referbirten Plätzen der Stadtkirche, der Begrüßungsfeier am Abend des 29. und der geselligen Vereinigung am Abend des 30. September werden für die auswärtigen Festgäste in Darmstadt bon der Empfangs-Commission und im städtischen Saalbau ausgegeben. — Pflanzen, zur Verbeflerung der Zimmerluft. Die Pflanzen brauchen bekanntlich zur Bildung ihrer Organe aus der Lust besonders Kohlensäure, also denjenigen Bestandtheil, welchen wir Menschen und Thiere beim Athmungsprozeß ausscheiden und dessen Anhäufung die Athmungsluft verschlechtert- dafür scheiden sie Sauerstoff, der zur Athmung der Thiere dient, aus. Sie verbessern also in zweifacher Weise die Lust. Es geht dieser Prozeß allerdings nur bei Anwesenheit von Tageslicht vor sich, wogegen in der Nacht nur ein der thierischen Athmung analoger Prozeß, der am Tage durch den oben beschriebenen und als Assimilation bezeichneten Prozeß verdeckt wird, in Erscheinung tritt. Mit anderen Worten, am Tage sind die Pflanzen in ausgezeichneter Weise befähigt, die Zimmerluft zu verbessern, wogegen sie in der Nacht, wenn auch nur in geringem Maße, zur Verschlechterung derselben beitragen. Es ist daher sehr zu empfehlen, in allen Wohnräumen, namentlich aber Krankenstuben, Schulstuben, niedrigen, ärmlichen Wohnungen u. f. w., während des Tages möglichst viele Pflanzen aufzustellen. Namentlich während des Winters, wo man der Wärme willen mit der Ventilation oft sehr ängstlich, die Luft daher schlecht ist, haben die Pflanzen in den Zimmern große Bedeutung und zwar erfüllen sie ihren Zweck um so besser, je üppiger und schneller sie wachsen. Es kommt noch hinzu, daß durch die großen Mengen von Wasser, welche die Pflanzen verdunsten, die Zimmerluft gleichmäßig feucht gehalten wird, was namentlich für die Gesunderhaltung der Athmungswerkzeuge von Bedeutung ist. Darum nochmals die Mahnung, schafft recht viele Blumen für den Winter an. vevMtschtes. * Stuttgart, 18. August. Professor Jäger, der bekannte Wollprophet, dessen Rus indessen in letzter Zeit durch die Kneipp'sche Leinenkleidung zu schwinden beginnt, hat eine Tochter, welche kürzlich in den Stand der Ehe trat. Dem Prinzip des Vaters getreu, erschien die Braut bei der Trauung vollständig in Wolle gekleidet, sogar mit einem — wollenen Brautschleier! * Das vornehmste Mittel, sagt Oberstudienrath Rector C. von Dillmann in seiner Schrift „Die Preffe im Dienste des Kaufmannes'^, das Angebot in weitere Kreise zu tragen, ist die gedruckte Anzeige. Das Bedürfniß danach ist uralt. Freilich hat es Zeiten gegeben, in welchen das große Volk weder lesen noch schreiben konnte. Aus jener Zeit stammen die figürlichen Anzeigen. Ein Bachus, der aus einem Henkelkrug Wein in den Becher schüttet, war das Aushängeschild eines Wirths in Pompeji, fünf sauber gemeißelte Schinken luden ein, den Metzger zu besuchen. Später, als Lesen und Schreiben häufiger waren, benützte man weiß getünchte Wände zu Anzeigen. Von damals haben wir das Wort „Album" im Gebrauch. Heute ist das anders. Der Schulzwang macht sich geltend. Alle lesen, lesen ihre Zeitung und die Anzeigen darin, Die Anzeige unterrichtet nicht blos über Angebot und Nachfrage, sie richtet auch die Aufmerksamkeit auf die einzelne Stelle hin, an welcher ein vorhandenes Bedürfniß Befriedigung finden kann. Indem sie dem Suchenden mit dem Vorweis des Zielpunktes entgegentritt, erspart sie ihm Zeit und Mühe. Die Anzeige weckt beides: den Verbrauch wie die Erzeugung, giebt den bewegenden Anstoß zu Kauf und Verkauf. Wo sie einem Begehr kundgiebt, hält sie dem Besitzer die Gelegenheit zur Entäußerung vor. Wo sie über ein Angebot benachrichtigt, regt sie Kauf und Verbrauch an, und überall giebt sie verfügbaren Verbrauchskräften Ziel und Richtung!" * Recht verlockend ist, was ein Journal im Westen von Amerika seinen Abonnenten, die ihre Abonnementsgelder im Voraus prompt einsenden, als Anerkennung in Aussicht stellt: sie sollen eine Prima-Todesanzeige gratis erhalten, wenn sie sterben! Es ist eigentlich zu verwundern, daß noch kein amerikanisches Blatt auf den Gedanken gekommen ist, seine Abonnenten gratis begraben zu lassen. Landwirthschastliche Winke und Rathschlage. △ Aus Ovrrhesse«, Mitte August. XUbtt richtige Berwerthung des 1891er Obstsegens. Wir haben unfern letzten Aufsatz mit dem Hinweis auf richtige Behandlung der Latwerge (Honig in Oberhessen genannt) und auf Verwendung von Zuckerrüben anstatt Aevfelmost geschlossen und wollen heute noch mit einigen Worten auf die Haltbarkeit der Latwerge zurückkommen. Wenn diese richtig gekocht und behandelt wird, lätzt sie sich viele Jahre, sogar Jahrzehnte lang aufbewahren. Der Schreiber dieser Zeilen erinnert sich, daß eine tüchtige Bäuerin in dem berühmten Obstjahre 1847 nicht weniger als acht Mal Latwerge kochte. Darunter war ein Kessel voll, der mit größter Sorgfalt behandelt worden war. Die Bäuerin bekam im Spät- herbste ein Töchterchen, auf dessen Taufe die treffliche Latwerge geprobt und bewundert wurde. Einundzwanzig Jahre später, im Jahre 1868, feierte die im Jahre 1847 getaufte Tochter ihre Hochzeit und bei dieser Feier wurde den Gästen wieder eine Probe von derjenigen im Jahre 1847 gekochten Latwerge vorgesetzt, von welcher bei der Taufe der Braut berumgereicht worden war. Wenn dies auch mehr eine Merkwürdigkeit ist, so hatte doch das sorgfältige Latwergenkochen der tüchtigen Bäuerin eine sehr praktische Seite. In den folgenden Jahren gab es weniger Obst, die Latwerge wurde rar und theuer und trug der tüchtigen Hausfrau einen stattlichen Poften Geld ein. Gehet hin und tbut desgleichen. An denjenigen Orte«, die weit von den großen Heerstraße« und Eisenbahnen abliegen, empfiehlt fich das Latwergen- (Honig)kochen sehr. Die Leute bekommen dadurch eine Zugabe zu Brot und Kartoffeln und wenn sie das nicht wollen, können sie ihre Erzeugnisse an folgenden Jahren sehr günstig versilbern. In Nr. 183, zweites Blatt dieser Zeitung vom 9. August l. I. ist die Obstpastenbereitung nach Director Göethes Methode in Geisenheim geschildert. Es würde sich sehr für unsere kleinen Landwirthe empfehlen, ihr Obst nach dieser lucratioen Methode zu verwerthen, besonders aber auch die verfertigten Pasten selber in der Haushaltung zu verbrauchen. So lange dies nicht geschieht, geht die Sache nicht vorwärts. Hier stößt man jedoch auf einen hartnäckigen Widerstand. Einsender hat solche Obstpaftentäfelchen zum probeweisen Verzehren vertheilt, sie aber nach Jahr und Tag aufgefunden, wohin sie gegeben waren. Was der Bauer nicht kennt, ißt er nicht! Wir kommen nun zu dem Trockne« und Dörren des Obstes. Bei Befprechung der Milch- und Molkereiwirthfchaften haben wir vor einigen Monaten Gelegenheit genommen, auf große Mängel und Mißstände bei den kleinen Landwirthen hinzuweifen. Bei den Dörr- und Trockenanftalten für das Obst auf dem Lande ist es ähnlich. Die meisten Obstdörreinrichtungen daselbst sind nichts werth und verdienen, den neueren Fortschritten gegenüber, nicht einmal ihren Namen. Die Feuerungsanlagen dieser Obstdörren sind in der Regel nichts nutz. Es geht die beste Wärme gänzlich verloren; auf der einen Seite verbrennt das zu trocknende Obst, es wird wegen seines bitteren Kohlengeschmacks unbrauchbar und unverkäuflich. Auf der anderen Seite des Trockenofens empfangen die zu trocknenden Früchte nicht genügend Wärme, die Früchte werden ungenügend getrocknet, verderbm leicht und machen ihrem Verkäufer bei den Abnehmern einen schlechten Namen. Man muß also unbedingt zu guten Lrockeuapp«rate« seine Znflucht nehmen, wenn kein leeres Sttoh gedroschen, D. h. wenn der Mann nicht Zeit und Geld znm Fenster hinauswerfen will. Hinsichtlich der Trockenapparate ist die Maschinentechnik in bet Neuzeit selbstverständlich nicht Reben geblieben. Die Amerikaner sind es gewesen, welche selbstthätige, sehr sinnreiche und dabei doch einfache Trockenapparate aufstellten; sie wurden aber von unseren deutschen Technikern bald eingeholt und beute findet jeder Landwirtb in den Fabriken für landwirthschaftliche Maschinen Trockenapparate für Ovfi ««d Gemüse zu jedem Preise und in jeder Größe. (Mapfarth u. Eie. in Frankfurt a. M.) Wie man in allen Zweigen bei der Herstellung von NahrungS- und Genußmitteln, von Wohnungs- und Bekleidungsgegenständen u. dgl. m. nicht blos auf inneren Gehalt, sondern auch auf ein geschmackvolles Aeutzere — und zwar mit vollem Rechte — sieht, fo will man heutzutage auch schS« und geschmackvoll auSsehe«>e getrocknete Spricht* Haven. Aber wo das Geld hernehmen, um neue theuere Apparate zu schaffen d fragt der kleine Landwirth. Es ist leicht gesagt: Schafft euch neue Apparate an; aber wenn gezahlt werden muß, folgt der metallische, bittere Nachgeschmack hintendrein. Hier ifi der Punkt, wo das GenofienschastSwesen helfend eingreife« foll und will: die Eredttgenossenschasten und ländlichen Darlehnskaffen, indem sie billiges Capital mit längerdauernden Rückzahlungsterminen gewähren; die Consumvereine, indem sie dem Heinen Landwirthe mit Rath und That bei Anschaffung von Geräthschasten und Maschinen an die Hand gehen. Nur 10 ist es möglich, daß der kleine Bauer bei dem niederen Preise seiner Producte noch eine Rente herausschlägt. Ec muß bestrebt sein, durch dauernde vefiere Ernten, durch Herstellung besserer Producte höhere Bruttoerträge zu erzielen, er muß sich von den veralteten Bewirthschaftungsmethoden, nach denen er mit Verlust arbeitet, losmachen und darf vor dem neuen Bessere« nicht die Augen verfchließe«. Was einer allein nicht fertig bringt, das können mehrere zusammen ausrichten. Darum haben sich ja die Genossenschaften zusammengethan und ihr Wahlspruch heißt: Viribus unitis, Einigkeit macht stark. In hundert und mehr Dörfern sind Leute zusammengetreten, haben eineDreschgenofsenschaft gebildet und eine Dreschmaschine angekauft, die ihre 4000 bis 5000 Mark kostet. Das Anlagecapital trägt überall die erfreulichsten Zinsen dergestalt, daß die Maschine meistens schon in 10 bis 12 Jahren frei ist. Ein Obstdörrapparat kostet vielleicht nicht einmal den zehnten Theil von dem, was eine Dreschmaschine kostet und er wird da, wo die BerhLltNisse darnach angethan find, verhältnißrnäßtg ebenso segensreich wirken, wie eine Dreschmaschine. Bor allem wird ein solcher Apparat, wie schon oben angedeutet wurde, ein viel schöneres und schmackhafteres Dörrobst liefern, als die alten schlechten Rumpelkästen. Das Product wird also viel leichter verkäuflich sein und einen viel besseren Preis haben. Die Landwirthe und ihre Famlilienangehörigen werden aber das besser getrocknete und schmackhaftere Obst auch selbst viel lieber essen und dies muß sehr empfohlen werden. Eßt tüchtig Obst und Gemüse, ihr Landleute, das ist besser als zähes, faseriges, Iheures Fleisch. — Mit den neuen Apparaten aber könnt Ihr auch alle möglichen Gemüsearten: Wirsing, Weißkraut, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln und noch vieles andere trocknen, so daß ihr im folgenden Frühjahr alles so schön frisch habt, als kämen die Sachen eben erst vom Stocke weg, ober aus ber Erde heraus. Mit Hülfe eines solchen Apparates kann also auch eine bessere, billigere und gesündere Ernährung beschafft werden, über welches höchst wichtige Capitel wir ein anderes Mal handeln werden. Verkehr, £anfc» rind Volkswirthschcrft» Eeaenoth der Hühner infolge von frischem Roggen. Wie frischer Roggen bet Pferden Hautjucken, Augenemzündung, bei Schweinen Entzündungen an den Füßen usw. hervorruft, so hat die Erfahrung gelehrt, daß bet den Hühnern durch Aufnahme größerer Mengen von frischem Roggen leicht Legenoth hervorgerufen wird, die meistens mit dem Tode endet. Wahrscheinlich wirkt ein in der Schale des frischen Roggens befindlicher Stoff reizend aus den Eileiter. Es kommen dann oft mehrere Dotter, mit einer Eiweiß- und Kalkschale umgeben, schwer zum Vorschein ober bleiben in ben Eileitern stecken. Sobald man bemerkt, daß Beschwerden beim Legen sich einstellen, gebe man Ricinusöl ein oder Würfel von gesalzenem Speck, vor allen Dingen passe man aber beim Dreschen von frischem Roggen darauf auf, daß die Hühner nicht größere Mengen von demselben zu sich nehmen können. £itcratiw mhö Ar»„st. — Nr. 46 (2. Jahrgang) der Wochenschrift zur Unterhaltung und Belehrung für junge Mädchen ,DaS Hausmütterchen" ist erschienen unb hat folgtnben Inhalt: Hauswirthschaftlicher Theil: Literatur ber Gegenwart. Der Ton unserer Stimme. Aus ben Aufzeichnungen ber Kochschülerin. Sprichwort — wahr Wort. Visiten. Luft, Luft unb roieber Luft. Reisegrüße. Hanbarbeiten. Gesund- heitspflege. Küchenzettel unb Receple. — Gemeinnütziges. — Unter- haltenber Theil: Die Strandliese. (Fortsetzung.) Lebensregel. Wie ber Großvater bie Großmutter nahm. (Fortsetzung). Bunte Ecke. Auskunftsecke. Briefkasten. Anzeigen. — Abonnements auf das „Hausmütterchen" nehmen sämmiliche Postanstalten unb Buchhandlungen entgegen. Probenummern werden jederzeit gratis abgegeben von dem Verlage: Emil Kaulfuß, Uecfermünbe. — Lanvkaleuver für das Großherzogihum Hesse« 1892. 182. Jahrgang. Darmstadt. Verlag der Grotzh. Jnvaliden-Anftalt. 40 S. 4°. Preis 20 Pfg.. mit Schreibpapier durchschossen 25 Pfg. Der vorliegende, mit dem Bilde Sr. König!. Hoheit des Grobherzogs auf dem Titelblatte geschmückte Jahrgang des Kalenders bietet neben dem in herkömmlicher Weise angelegten Kalendarium und ber Genealogie des Großh. Hessischen Hauses reichen Stoff zur Belehrung unb Unterhaltung bar. Gerne wirb z. 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Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 27. Juli 1891 zu Nr. M. I. u. d. I. 21073 werden aus Beschluß der Stadtverordneten-Ver- sammlung die Dien st Verhältnisse der Gemeinde- Beamten der Stadt Gießen wie folgt geregelt: §. 1. Gemeindebeamten der Stadt Gießen im Sinne dieser Satzungen sind diejenigen Personen, welche mit der Absicht dauernder und ausschließlicher Verwendung zu Dienstleistungen im Interesse der Stadt durch den Bürgermeister angestellt sind und aus städtischen Mitteln, gleichgiltig ob mittelbar oder unmittelbar, einen sesten Gehalt beziehen, so- ferne deren Dienststellen in 8 6 verzeichnet oder gemäß vorletztem Absatz des § 6 nachträglich in die Uebersicht der Dienststellen ausgenommen sind. §■ 2. Die 2) i en ft ft eil en dieser Beamten zerfallen je nach der Wichtigkeit und Verantwortung der Stellen und nach der erforderlichen Vorbildung ihrer Inhaber in solche, welche definitiv und in solche, welche auf Widerruf besetzt werden. (Vgl. § 6 drittletzter Absatz). § 3. Alle Dienststellen sollen in der Regel nach öffentlicher Ausschreibung besetzt werden, nur ausnahmsweise kann die Stadtverordneten-Versammlung davon Abstand nehmen. Die Bewerber haben ihren Meldungen Zeugnisse über ihre Besähigung, seitherige Beschäftigung, Führung und Gesundheit beizulegen, auch aus Verlangen sich einer von der Stadtverordneten-Versammlung anzuberaumenden Prüfung zu unterziehen. § 4. Die Anstellung der Gemeinde-Beamten erfolgt — insoweit dieselbe nicht nach Art. 50 der Städteordnung dem Bürgermeister allein zusteht — nach Maßgabe der gesetzlichen und statutarischen Bestimmungen aus Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung durch den Bürgermeister mittelst einer dem Beamten unter Hinweis auf diese Satzungen auszufertigenden Anstellungsurkunde, welche insbesondere auch anzugeben hat, zu welcher der im § 2 genannten Arten von Dienststellen die sragliche Stelle gehört. § 5. Jeder Gemeinde-Beamte, dessen Verpflichtung nicht gesetzmäßig durch die hiesür zuständige Verwaltungsbehörde zu geschehen hat, wird vor feinem Dienstantritt durch den Bürgermeister auf gewissenhafte Dienstführung in Pflicht genommen. § 6. Die Dienststellen der Gemeinde-Beamten und die damit verbundenen Gehaltsbezüge sind in 8 Klassen eingetheilt, innerhalb deren — mit Ausrechnung der etwaigen Nebenbezüge — je 5 oder 6 Gehaltsstufen gebildet sind, sodaß sich die nachstehende Uebersicht der Dienststellen und Besoldungen der Gemeinde-Beamten ergibt: I. Klasse: 4200 M — 4500 M — 4800 — 5100 M. — 5400 M Director des Gas- und Wasserwerkes (mit Aufrechnung von 600 M Nebenbezügen). II. Klasse: 2500 M — 2750 m — 3000 'M. — 3250 M. - 3500 M. Secretär der Bürgermeisterei, Stadtbaumeister, Stadtrechner (mit Ausrechnung von 750 M. Nebenbezügen), 1. Buchhalter des Gas- und Wasserwerkes, Assistent des Gas- und Wasserwerkes. III. Klasse: 2000 M. — 2250 'M. — 2500^. - 2750 M — 3000 . 4997 Städtisches Gas- «ttd Wasserwerk Gießen tN 7265 Reparaturen werden rasch und solide ausgeführt. «4- aus der renommirten 4886 Kraft. [1584 Zimmer. Sonnenstraße 7. 74481 Zwei schön möbltrte Zimmer zu vermiethen, event einzeln. Wodestraße 29 ni In Gietzen bei •I. M. Schulhof. In Steinbach bei lieh. Kraemer 1. cs ü Mk. 1 70, 1,80, 1,90 und a,— das Pfund, unübertroffen in Aroma und Wir empfehlen bestens: Glls-Kch- KleiderBiber stets in grösster Auswahl Wölfersheimer Preßkohlen (sog. Klöh) anerkannt bestes Brennmaterial, sind wieder stets zu haben bei Wilhelm Poppelsdorff, Licherstraste 3. [6955] empfiehlt August Kilbinger, Seitenweg 19 Bierbrauereien und Mälzereien, Erzaufbereitung. ▼onn. 6. C. Windeoker •eltenwef Ä, Ecke am Krens. 1 Liter Wasser von Brunnentcmpcralur wird mit diesen Gaskochapparatcn in etwa 5 Minuten mit ungefähr 30 Liter GaS zum Sieden gebracht. 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