118 LfS Aanl°ge J * schöne !?L6“8 yimmtni ^"chpl-, Wafserljg^ )u vermiethem 0 ,1 WoiortjuwnnietSen. ^LN^yy. . - N&- V Etatzr, im Hause, Bi« zimmer, Jnb Wassnleknng, isi - Dett zu vermieihen. «rüder Schmidt, em neuerbauten Hause iotbanlage), sind zm imer und Küche, m er Ende Jmi l. J.,n uler, Steinstraße 7. - zu vermiethen. >l, Bahnhofsirahe 26. her von Herrn CM bewohnte zweite EW licestraße 13, prachtvoll! inner mit Sallon und 6 desien Versetzung per ethen. eine schöne Mansarbw Zimmern mit : Wohnungen zusamm trahe 13, parterre. . Rübsamm Wwe. imilienwohnung zuj Westanlage 33. ubn Jahren von Am innege-abteMansarden- ier mit allem ßubtW ist auf bin i- W er, zu vermiethen. SMnstM Menn Mb .Msos eör.zumrMtV ^chützenstratze SeMwME "SS." -SS ÄD-SL^ #«*&» Asvon vrn 2 WX7« w' 1WX' -Rß tl 2lfiÄ> s-ris/ “tSifäS 1891 Freitag den 22. Mai Nr. 115 Der McheNrr A«zei-er «chcheütt täglich, ÄuSuohmr bei föontapB. ®te SirKener amten dem Suzeißa «r-^enelich dreimal fceiStftgL Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. viertNjichri^n Alt**remtfwrte.< 2 Mark 20 Pfg. vringrrloha. Durch die Post drz»-«L 2 Mark 50 Pftz. «cbaction, LxpeddSiav uad Druckerei: FchukstrateWr^ Ferulprecher 6L Amts- tmb Anzeigeblatt für den Neris Gieren. ■■ i i um. iw iir—i 11 . »rr. SrÄ'CKK i Hratisöcilagc! Kich-ver KamiklmöKtter. Alle Ännonem-Vureaur bei In- und LuskandrS uäp*ft Lnzetgea für den „Gießener Anzeiger* entgeg«. «SreSBRSflBVBÄMHHMRMHee™» AnrtUchev Theil. Bekanntmachung. Der Obstbautechniker Metz von Friedberg wird Freitag den 22. Mai l. I. nach Lollar, Samstag den 23. Mai L I. nach Daubringen, Sonntag den 24. Mai l. I. nach Treis a. d. Lda., Montag den 25. Mai l. I. nach Allendorf a. d. Lda, Dienstag den 26. Mai l. I. nach Londorf, Mittwoch den 27. Mai l. I. nach Odenhausen, Donnerstag den 28. Mai l. I. nach Rüddingshausen, Freitag den 29. Mai I. I. nach Geilshausen, Samstag den 30. Mai l. I. nach Lumda, Sonntag den 31. Mai l. I. nach Beltershain kommen, um den Landwirthen in den Baumftücken Anleitungen über Pflanzen, Schneiden, Behandeln der Obstbäume zu geben und im Anschluß hieran Vorträge über Obstbau halten. Die Anleitungen in den Baumstücken finden zu noch näher zu bestimmenden Stunden statt, die Vorträge find mit Ausnahme derjenigen zu Treis und Beltershain, welche um 3 Uhr Nachmittags abgehalten werden, auf Abends 8V2 Uhr anberaumt. Alle Mitglieder des Obstbanvereins, alle Landwirthe und Freunde des Obstbaues sind zu diesen Versammlungen freundlich und dringend eingeladen. Gießen, den 21. Mai 1891. Der Vorsitzende der Section Gießen des Wetterauer Obstbauvereins: ___ Nebels Amtmanm Bekanntmachung. Amtsgerichtsdiener Friedrich Nicolai hat seit 1. d. Mts. seinen Dienst bei unterzeichnetem Gericht ange- treten, was man hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt. Gießen, den 20. Mai 1891. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. Ausland. Rom, 18. Mai. In der heute erschienenen Encyclica nimmt die sehr lebhaft geführte Widerlegung der socialiftischen Lehren 15 Seiten ein. Das Eigemhumsrecht und das Erbrecht werden als natürliche göttliche Rechte vertheidigt. Als Grundlage des Eigenthums stellt die Encyclica die Arbeit aus und gelangt zum Schluffe, daß der Collectivismus des Eigenthums gerade Denjenigen schaden würde, um deren Unterstützung es sich handle. Durch Bestreiten der natürlichen Rechte jedes Einzelnen werde die Thätigkeit der Gesellschaft und die öffentliche Ruhe gestört. Von Seite 15 bis 28 giebt die Encyclica eine Darlegung der Mitwirkung der Kirche an der Lösung der socialen Frage. Auf den darausfolgenden 13 Seiten werden die Pflichten des Staates definirt und die allgemeinen Pflichten desselben gegenüber den Arbeitern, wie folgt, dargelegt: Der Staat habe darauf zu sehen, daß in den Werkstätten die Religion beobachtet werde, daß in denselben Reinheit der Sitten herrsche, und gegenseitige Gerechtigkeit obwalte. Der Staat habe daraus zu sehen, ob die Verwendung der Arbeiter beiderlei Geschlechts die Moralität beeinträchtige, ob die Arbeiter über ihre Kräfte angestrengt würden, und ob die Arbeit der Gesundheit schädlich oder dem Geschlecht und Alter der Arbeiter angepaßt sei. Hinsichtlich all' dieser Punkte solle durch die Behörden und Gesetze innerhalb gewisser Grenzen vorgesorgt werden. Die Encyclica weist ferner auf die Nachtheile hin, die aus den Ausständen hervorgehen, uno ruft die Intervention des Gesetzes an, damit die Ursache der Ausstände beseitigt und verhindert werde, daß dieselben sich ausbreiten und Conflicte zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern Hervorrufen. Im weiteren Verlaufe empfiehlt die Encyclica die Beobachtung der Sonntagsruhe. Die Lohnsrage anlangend, so ist der Papst dafür, daß die Differenzen zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern durch gemischte Collegien gelöst werden. Sodann empfiehlt die Encyclica den Arbeitern Sparsamkeit, btren große Vortheile für die Letzteren auseinandergesetzt werden. Aus den Seiten 41 bis 52 behandelt die Encyclica die Frage der Arbeitervereine, Arbeiterversicherungen, Arbeiterpatronate, Arbeitersyndicate u. s. w. und gelangt zu dem Schluffe, es müsse mit größter Beschleunigung vorgesorgt werden, damit nicht die sociale Frage zu einem unheilbaren Uebel werde. Die Regierungen sollen zu diesem Ende die Gesetze und die bestehenden Einrichtungen handhaben, die Reichen und Patronate sollen ihrer Pflichten eingedenk sein, und die Arbeiter sollen auf die Stimmen der Vernunft hören. Da die Religion allein das Uebel gründlich zu heilen im Stande sei, sollen Alle, namentlich aber die Bischöfe und der Clerus, ihren wohlthätigen Einfluß geltend machen und die Nächstenliebe als Grundlage aller Tugenden lehren und in größtem Umfange üben. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Hannover, 20. Mai. Allgemeiner deutscher Sprachverein. Nach satzungsmäßigem Ausscheiden von 12 Vorstandsmitgliedern sind wieder- resp. neugewählt: Professor Hildebrand-Leipzig, Erbprinz Hohenlohe-Slawentzitz, Geheimer Justizrath Keller-Heidelberg, Archivrath Dr. Keller- Münster, Professor Launhardt-Hannover, Bankier Magnus- Braunschweig, Geheimer Finanzrath von Mühlenfels-Berlin, Professor Dr. Riegel-Braunschweig, Gymnasial-Oberlehrer Dr. Saalfeld-Blankenburg, Professor Dr. Sanders-Alt-Strelitz, Geheimer Baurath Sarrazin-Berlin, Wirklicher Geheimer Rath Dr. von Wardenburg'Kiel. München, 20. Mai. Die 41. Versammlung der deutschen Philologen und Schulmänner wurde heute in Gegenwart des Prinzen Rupprecht und der Spitzen der Behörden eröffnet. Die Versammlung ist von etwa 700 Mitgliedern besucht. Professor Christ hielt die Begrüßungsansprache, in welcher er das Wesen und die Bedeutung der Philologie darlegte. Cultusminister Dr. v. Müller begrüßte die Anwesenden Namens der Regierung und bezeichnete als Aufgabe der Philologie, an den Universitäten die Wissenschaft und Pädagogik gleichmäßig zu pflegen. Namens der Stadt begrüßte der Bürgermeister Dr. 0. Widenmayer die Versammlung und Namens der Akademie Geheimrath v. Pettenkofer. München, 20. Mai. Dem heutigen Festmahl des Philologentages im alten Rathhaussaale wohnten 400 Teilnehmer bei. Der Präsident Professor Christ brachte einen Toast aus Se. Majestät den Kaiser und den Prinzregenten, Oberstudienrath Planck aus Stuttgart einen Toast auf den Kaiser von Oesterreich und Director Jäger aus Köln einen Toast aus das deutsche Vaterland aus. Wien, 20. Mai. Der Weltpost-Congreß wurde heute Mittag von dem Handelsminister mit einer Ansprache eröffnet, in der er die Theilnehmer des Congresses Namens der Regierung begrüßte und des Berner Vertrages, sowie der früheren Congresse in Paris und Lissabon gedachte. Die besonderen zwei großen Aufgaben des Congresses seien die Schaffung einer möglichst unveränderlichen Grundlage des Vereins und Verwirklichung des Gedankens, aus allen civili- sirten Ländern ein einziges Postgebiet zu bilden. Der deutsche Vertreter, Staatssecretär Stephan, dankte Namens der Versammlung für den herzlichen Empfang. Das Werk des Weltpostvereins fei ein Werk des Friedens und der Civilisation. Wien, 20. Mai. Die deutsch-österreichisch-schweizerischen Unterhandlungen betreffs des Handelsvertrages beginnen morgen. Budapest, 20. Mai. In der heutigen Schlußsitzung des internationalenOrnithologencongresses, welcher der Unterrichtsminister beiwohnte, wurde ein ständiger Ausschuß des Congresses constituirt, zu dessen Vorsitzenden Oustalet (Paris) gewählt wurde. Feuilleton. Bsngemachen gilt nicht! Humoreske von Fritz Gotthold. (Nachdruck verboten.) „Es giebt im Menschenleben Augenblicke —" Es giebt Glückliche, die als geborene Diplomaten sich nicht und niemals verblüffen lassen. Aber sie sind selten. Noch „schöner raus" sinö solche, die in kritischen Momenten „gekeilt in drangvoll fürchterliche Enge" außerdem noch im Stande sind, jeden beliebigen anderen Erdenbürger, wenn er nicht sehr „gerieben" ist, ihrerseits zu verblüffen und so sich selbst aus der Affaire zu ziehen, wobei sich diese Geistesgegenwart meist noch mit einem köstlichen Humor zu verbinden pflegt. Zn diesen wenigen Auserlesenen gehörte unser Freund Fritz, ein angehender Jünger der edlen Rechtswissenschaft, dessen tolle Streiche, nie schwindende rosige Laune und — gelinde gesagt — unerhörte Ruhmredigkeit, die selbst den ehrenwerthen Sir John Falstaff in den Schatten stellte, ihn zu dem viel belachten, oft bewunderten Mittelpunkte unseres kleinen Kreises machte, der aus mehreren feuchtfröhlichen Studiosen aller Facultäten zusammengesetzt war und in dem altberühmten H. seinen Studien, Späßen und Geldverlegenheiten oblag. Ich sehe ihn noch sitzen in unserem Kreise, den höchst Wohlgenährten, mit dem immer strahlenden Gesicht, aus dem kleine, listige Aeuglein verwegen in die Welt schauten! Ich höre ihn noch, unter nicht enden wollender Heiterkeit von unserer Seite, erzählen von seinen unglaublichsten, zahllosen Heldenthaten, von den Patschen, in denen er gesessen, und den ingeniösen Erfindungen, mit denen er sich daraus befreit. Er war in der That mit einer Geistesgegenwart und Findigkeit begabt, die ebenso staunenswerth wie erheiternd war. Und eines schönen Tages sollten wir das Gaudium erleben, einmal Zeugen zu sein von seiner „Schneid". Fritz liebte, liebte mit der ganzen sprichwörtlichen Treue eines Studentenherzens: „Und ein Studentenberz ist wie das Meer, Ebben und Fluthen drin wechseln gar sehr!" Aber diesmal, behauptete er, hatte er „fürs Leben gewählt" (was er schon öfter gethan hatte) und zwar eine reizende Landsmännin, gleich ihm aus Schwaben gebürtig. In einem großen Handschuhladen an der Hauptstraße des Städtchens hatte er sie als Verkäuferin einmal kennen gelernt, als er — selbstredend auf Credit — ein Dutzend Paar Glaces entnahm- sie hatten sich gleich am Dialect als Landsleute erkannt, und hier in der Fremde mußten sie da natürlich treu zu einander halten. Freilich konnten Grethchen und Fritzchen sich allerhöchstens in vierzehn Tagen einmal allein im Laden sprechen, denn der griesgrämige Philister, der Besitzer des Geschäfts war — unbegreiflich! — auf die Herren Studirenden zu sprechen ungefähr wie der Hund auf die Katzen. Sein Jähzorn, seine Scandalsucht und seine Launen machten ihn für Grethchen zu einem wandelnden Schrecken, einem gefürchteten Gespenst. Wenn er gewußt hätte, daß alle vierzehn Tage zu der Zeit, wo er als Stadtverordneter mächtig dröhnende, wuchtige Reden schwang auf dem geduldig lauschenden Rathhaus, in seinem Laden allemal ein solcher ^Schdudende" mit dem holden Gretchen leise plauderte, er wäre geborsten vor Grimm — und noch dazu „so ein Juriste", so ein Kerl, der immer alleine wissen will, was Recht ist, und ehrliche Leute in Schrecken setzt — vor dem er jederzeit ein gewisses Grauen fühlte. — O, wie gut, daß er nichts wußte von jenen kurzen, harmlosen und glücklichen Stelldicheins: es wäre furchtbar gewesen! So dachte auch das Liebespärchen, aber „Der hat nie das Glück gekostet, Der die Frucht des Himmels nicht Raubend von des Höllenflusses Schaueroollem Rande bricht!"-- Heute war wieder Stadtverordnetensitzung und somit war Fritz von der Frühkneipe weg auf ein Stündchen zu seinem Engelchen geeilt- der dicke Herr Lotze war in seiner ganzen Stadtverordnetenwürde aus seiner Wohnung fortgegangen, feierlich mit Cylinder und schwarzem Rock — wenn die Katze aus ist, tanzen die Mäuse. Erst ein halbes Stündchen war vorbei, die glücklichen Kinder aus Schwaben hatten sich also höchstens erst dreißig ordentliche Küsse (a eine Minute lang) geben können, da sahen wir von unserem Locale aus, wo wir eben versammelt saßen, plötzlich mit Entsetzen, wie Herr Lotze schon eilfertig zurückkam, nach seinem Hause zuschreitend. „Seht dort, um Himmels willen, was soll das werden? das ist ja gräßlich, wenn der unseren Fritz erwischt!" Wir griffen nach unseren Mützen und eilten hinaus aus die Straße. Dort unten trat eben der Schreckliche in seinen Laden. Nichts Gutes ahnend, schritten wir von ungefähr auch dorthin, um irgendwie vielleicht den Schwerbedrängten zu helfen. „Herr Lotze, halt, Herr Lotze!" schrie einer noch, aber vergebens, es war zu spät, er war schon drin. O, Fritz, was wird nun Witz und Schneid helfen, jetzt wirst Du Dich doch wohl§verblüffen lassen, denn der versteht keinen Spaß! Dein Ruhm der nie versagenden Geistesgegenwart eilt zum schnöden Grabe! „Na, wir wollen wenigstens warten, bis er herausgeflogen kommt!" „Fritz? Da kennst Du ihn schlecht. Er wird schon was finden." So tönte inzwischen unsere bange Rede und Gegenrede - er kam aber immer noch nicht geflogen. Derweilen hatte Fritz lustig in dem hinter dem Laden gelegenen Arbeitszimmer gesessen und lachte und war über die Maßen vergnügt, daß der alte Philister endlich wieder einmal auf eine Weile das Feld geräumt hatte. Da klingelte draußen die Ladenthür- Gretchen geht nach vorn, um den vermeintlichen Kunden rasch zu bedienen. Bleich wie der Tod kam sie zurückgestürzt. Ro», 20. Mai. Dem Journal „Italia Militare" zufolge wird nunmehr das in allen Details sertiggestellte Modell des kleinkalibrigen neuen Gewehrs umfassend erprobt und die Ankündigung des Kriegsministers, daß die Fabrikation desselben Anfangs 1892 beginne, dadurch bestätigt. Mailand, 20. Mai. Die Verhandlungen zur Beilegung des Seide nspinner-Strikes in Como haben zu einem befriedigenden Ergebniß geführt, da die Fabrikanten den redu- cirten Tarif von 1890 vorerst für vier Monate bewilligt haben. Einige untergeordnete Fragen, die noch zu erledigen bleiben, bieten keine besonderen Schwierigkeiten und ist der Ausstand somit als beendet zu betrachten. Paris, 20. Mai. Der französische Botschafter beim Batican übersandte Carnot ein reich ausgestattetes Exemplar der Encyclica des Papstes über die sociale Frage nebst einem Handschreiben des Papstes. — Der serbische Gesandte machte der französischen Regierung offiziell Mittheilung von der Ausweisung der Königin Natalie. Brussel, 20. Mai. Das Zuchtpolizeigericht verur- th eilte heute 75 anläßlich der Unruhen vor der Börse Verhaftete zu 2 bis 6 Wochen Gesängniß. Brüssel, 20. Mai. Das „Jourral de Bruxelles" meldet, Portugal und der Congostaat seien zu einem Einvernehmen gelangt, dessen Unterzeichnung unmittelbar bevorstehe. Danach solle die Südgrenze des Congostaates den 8. Parallelgrad südlicher Breite bis zu dessen Kreuzung mit dem Kassaifluß und darauf das rechte User des letzteren entlang laufen. Charleroi,' 20. Mai. Die Nachricht von dem Beschluß der Centralsection betreffs der Verfassuugs-Revision wurde hier mit großer Befriedigung ausgenommen. Die Führer der Arbeitervereinigungen beabsichtigen, den letzteren die Wiederausnahme der Arbeit zu empfehlen. Charleroi, 20. Mai. Etwa 8 00 Kohl engrub en- arbeirer nahmen heute Morgen die Arbeit in Chatelet, Fleurus, Jumet und Gilly wieder auf. In den Kohlenbecken von Charleroi striken etwa 29,000 Mann. Der Strike dauert voraussichtlich nicht mehr lange. Keinerlei Zwischenfall hat sich in den Kohlenbecken des Centrums ereignet. Die Lage ist gegen gestern unverändert. London, 20. Mai. Die deutsche Ausstellung wurde gestern von 11000 Personen besucht. Bukarest, 20. Mai. Dem Leichenbegängnisse B r a t i a n o s wohnten der Thronfolger und der Erbprinz von Hohenzollern, sowie die Minister des Aeußeren und des Krieges bei. — Die Königin Natalie trifft Nachts in Turn Severin ein und reist sofort nach Galatz weiter, von wo sie sich per Eisen- % bahn nach Jassy begibt. Belgrad, 20. Mai. Auch heute wurden die Oppositionsblätter consiscirt. Die Eisenbahnzüge wurden auf der Eisenbalmbrücke untersucht, weil man die heimliche Rückkehr der Königin befürchtete. Belgrad, 20. Mai. Der Polizeipräfect von Belgrad d emissionirte. — Die Königin Natalie übergab vor ihrer Entfernung einem hiesigewAdvocaten eine vorbereitete Klageschrift wegen Verletzung der staatsbürgerlichen Rechte mit dem Auftrage, dieselbe dem Staatsanwalt zu überreichen. Belgrad, 20. Mai. Die Ruhe ist seit gestern nicht mehr gestört worden. Um Zuzüge von außen zu verhindern, sind militärische Maßnahmen getroffen. Semlin, 20. Mai. Beim Abschiede bat die Königin Natalie ihre Freunde, für das Wohl des Königs zu sorgen. General Horvativic versprach, den König mit seinem Blute zu schützen. Als der Wagen am Landungsplätze ankam, versuchte die Menge den Polizeicordon zu durchbrechen, wich aber zurück, als die Polizisten blank zogen. Semlin, 20. Mai. Die Königin Natalie ließ vor ihrer Abreise den Behörden für ihre freundliche Aufnahme danken. Die Abfahrt erfolgte ans dem Dampfer „Kasan". Semlin, 20. Mai. Die Königin Natalie hielt sich „Was ist denn los? was ist Dir?" fragt Fritz. „Ach Gott, ach Gott, Lotze ist im Laden — nun ist alles vorbei, ach Himmel, mein Fritz, rette Dich!" so stieß Grethchen zitternd und athemlos hervor, und die braunen Aeuglein, aus denen schon hurtig die Thränen stürzten, hefteten sich verzweifelnd, hilfesuchend auf Fritz, der offenen Mundes die gräßliche Schreckensbotschaft anhörte. — Was thun? Vor dem Fenster ist leider ein Gitter — gefangen, — gefangen! „Nur Ruhe, Kind, die Sache wird schon schief gehen, Ruhe! Aber ä propos, es sollte das erste Mal sein, daß wir in der Patsche blieben!" Mit diesen tröstlichen Worten, in denen doch trotz des schönen Inhalts ein ganz klein wenig Erregung klang, erhob er sich und zog, sichtlich krampfhaft geistig arbeitend und einen Ausweg suchend, langsam die rothen Handschuhe an. — Der Augenblick genügte, dann trat er stolz erhobenen Hauptes in den Laden, während das arme Mädchen bebend und schluchzend auf einen Stuhl sank und die Händchen faltete zu bangem, inbrünstigem Stoßgebetlein. Wie der zürnende Donnergott, ehe er den Todesblitz schleudert, stand hochaufgerichtet, funkelnden Auges, wuth- fchnaubend und nach Athem ringend, der gewaltige Hausherr im Laden. Welcher Schuldige sollte nicht Entsetzen fühlen beim Anblick eines solchen Richters? Aber mit einer trockenen Ruhe und Urgemüthlichkeit begann Fritz, kurz sich räuspernd und freundlich lächelnd: „Es ist sehr schönes Wetter draußen heute, Herr Lotze! Gehen Sie nicht ein bischen spazieren?" „Wie? - Was? Sie erstechen sich, mein Herr! Was soll das heißen?" Wie der Schrei eines Raubthieres erklangen diese donnernden Worte aus dem Munde des Hausherrn, der, aus das Aeußerste gereizt durch solche Unverfrorenheit, kaum Worte fand. (Schluß folgt.) in strengster Zurückgezogenheit in ihren Gemächern und em- l pfing gestern unausgesetzt Besuche ihrer Anhänger. Unter denselben befanden sich Garaschanin, General Horvatovitsch, Franassovitsch, Oberst Orescovitsch und Professor Stanojevitsch. Heute früh um 8 Uhr brachte ein Dampfer abermals über 1000 Belgrader, darunter verschiedene Deputationen. Aus 10 Uhr war die Abfahrt mittelst eines Sonderdampfers nach Turn Severin anberaumt - von da geht es weiter nach Galatz und Odessa. Der Weg zum Landungsplatz war polizeilich abgesperrt, in den Straßen herrschte lebhafte Bewegung. Sechszig an den Excessen in Belgrad betheiligte Hochschüler sind hierher geflüchtet. Newyork, 20. Mai. Eine Versammlung der ausständigen Bergleute in Scotrdale (Pensylvanien) beschloß gestern die Fortsetzung des Strikes. Zwei widersprechende Arbeiter wurden schwer mißhandelt. Die Feuerwehr schleuderte Wasserstrahlen gegen die Menge. Die Friedensrichter, welche ihr Ansehen geltend machen wollten, wurden von der Menge zu Boden geworfen, von der Polizei aber gerettet. Konstantinopel, 20. Mai. Das gestrige erste Concert des Wiener Männergesangvereins im Garten der österreichischen Botschaft hatte einen glänzenden Erfolg. Die Diplomatie, sowie zahlreiche türkische Hofwürdenträger und Beamte wohnten demselben bei. Sansibar, 20. Mai. Nachdem der neue Gouverneur von Deutsch-Ost-Afrika, Frhr. v. Soden, gestern dem Sultan von Sansibar einen officiellen Besuch gemacht hatte, erwiderte dieser denselben. £oe/2 Stunden abwärts die Stadt und der Herrschastssitz des Grasen Görtz-Sch litz liegt. — Als bei der abendlichen Ankunft der Kaiser mit dem ihn empfangenden Grasen Görtz in offenem Wagen nach Schlitz den hiesigen Kurpark entlang fuhr, erglänzte dieser mit all' seinen Kurgebäuden in strahlendster Beleuchtung, während ringsum die nahen Waldeshöhen in bengalischem Rothseuer erglühten, sodaß Se. Majestät sichtlich angenehm überrascht war. Dem Großvater des jetzigen Grasen Görtz verdankt Salzschlirf die Begründung seines Bades, tndem derselbe die Bonifaciusquelle fassen und zu Trink- und Badekuren zuerst in Anwendung bringen ließ. Als stärkste aller existirenden Lithionquellen ist der Boni- faciusbrunnen das anerkannt wirksamste Heilmittel gegen Gicht, Rheumatismus, Nieren-, Gries- und Steinleiden, Leberund Magenleiden. *x Frankfurt a. M., 17. Mai. Die Internationale electrotechnischeAusstellung ist gestern Mittag 12 Uhr vor einem zahlreich geladenen Publikum eröffnet worden. Von Fürstlichkeiten nahmen an der Eröffnungsfeier Theil: Se. Kgl. Hoheit der Großherzog von Hessen, Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich mit der Prinzessin Margarethe, die Landgräfin von Hessen,- ferner waren erschienen: Oberpräsident Gras Eulenburg aus Kassel, Regierungspräsident von Tepper- Laski aus Wiesbaden, sowie die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden. Nachdem die Fürstlichkeiten unter dem Thronhimmel vor der Hauptrestauration Aufstellung genommen hatten, hielt der Vorsitzende des Ausstellungsvorstandes, Herr L. Sonnemann, eine Ansprache; ihm folgte der Finanzminister Miquel, nach dessen Ansprache die Ausstellung für eröffnet erklärt wurde. — Oberbürgermeister Adickes brachte das Hoch auf den Kaiser aus. Hierauf begann der Rundgang durch die Ausstellung. Der Großherzog von Hessen und der zweite Präsident der Ausstellung, Herr Oscar von Miller, führten die Kaiserin Friedrich, der erste Präsident, Herr Sonnemann die Landgräfin von Hessen, worauf die übrigen Fürstlichkeiten und die anwesenden Würdenträger, begleitet von Vorstandsmitgliedern, folgten. Zuerst begaben sich die Herrschaften in die telegraphische und telephonische Ausstellung der deutschen Reichspost. Zunächst hörten sie die telephonische Uebertragung der Oper „Le roi Pa dit“ von Delibes vom Münchener Hofoperntheater; die Uebertragung war sehr gut gelungen und befriedigte die Zuhörenden außerordentlich. Es folgte Edisons Phonograph, der ein englisches Volkslied zum Besten gab und gleichfalls Beifall sand. Weiter beobachtete die Kaiserin mit regem Interesse eine sunctionirende Kabelleitung mit starken Electromagneten (Seekabel) und besichtigte später die historische Postausstellung. Die Kaiserin, die übrigen Fürstlichkeiten und hohen Beamten spendeten der Ausstellung ihre volle Anerkennung. Während der Besichtigung begann es stark zu regnen, so daß--bie Fortsetzung des Rundganges unterbleiben mußte und die Herrschaften zur Eisenbahn-Ausstellung die Wagen zu benützen gezwungen waren. *nn. Darmstadt, 19. Mai. Die dritte Gesellenprüfung des Ortsgewerbvereins Darmstadt, welche in den letzten Tagen von den Mitgliedern der Gesellenprüfungs-Commission stattgefunden hatte, wurde heute durch die Uebergäbe der vom Landesgewerbeverein genehmigten Gesellenbriefe in äußerst feierlicher Weise zum Abschluß gebracht. Um 11 Uhr versammelten sich in der Aula der Großherzogl. Realschule die Mitglieder des Gewerbvereins, Jnnungsmeister, die Lehrmeister, sowie die Eltern der Lehrlinge. Außerdem waren dabei anwesend der Präsident der Großh. Centralstelle für die Gewerbe Geh. Baurath Sonne, die Vorsitzenden des Ortsgewerbvereins Dr. Schröder und Stadtverordneter Rockel, sowie der Director der hiesigen Handwerkerschule Dr. Maißel und Vertreter der Stadt. Nach den einleitenden Mittheilungen des Vorsitzenden der Gesellenprüfungs-Commission, Professor Lincke hatten sich 76 Bewerber für die diesmalige Prüfung gemeldet,- eine Zahl, welche besser als Alles andere dafür spricht, daß man gerade in den Kreisen des Kleinhandwerks von der Nützlichkeit dieser segensreichen Einrichtung durchdrungen ist. Von diesen 76 Bewerbern haben 66 die Prüfung unter der Aussicht der hierzu ernannten Prüsungsmeister zur Durchführung gebracht, so daß diesen der Gesellenbrief theilweise mit der Note „gut" und „sehr gut" heute ausgehändigt werden konnte. An den diesmaligen Prüfungen waren fast alle Gewerbe des Handwerks vertreten, während die Fabrikindustrie sich nur schwach betheiligt hatte. Von den ausgestellten Prüfungsarbeiten sind einige wahrhafte Musterleistungen und nahm auch der Vorsitzende Veranlassung, hierauf hinzuweisen, nachdem derselbe noch weiter mittheilte, daß auch die Großherzogl. Staatsregierung, in weiser Fürsorge um die Hebung des Handwerks und seiner gewerblichen Entwickelung, einen namhaften Geldbetrag für die Gesellen- Prüsungen verwilligt habe, wofür ihr der Dank aller Ge- werbtreibenden auszusprechen sei. Auch der Präsident der Großherzogl. Centralstelle für die Gewerbe, Geh. Baurath Gehr. Stamm 3341 Große Auswahl A. Kröll 4293 Kaffees: Titania 4602 in Feier* König 4802 Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei spräche war die französische gewählt worden, da der französische Gendarm nur dieser Sprache mächtig war. Als sie ihre diplomatische Mission erfüllt hatten, marschirten die vier Vertreter des Weltfriedens zu einem Photographen, um der staunenden Welt in einem gemeinsamen Bilde ad oculos zu demonstriren, wie einträchtig die vier Mächte nebeneinander leben könnten. * Algier, 13. Mai. Das Kriegsgericht in Oran hat drei Soldaten der Fremdenlegion deutscher Nationalität zum Tode verurtheilt, weil sie versucht hatten, das Militär» gefängniß in Oran anzuzünden. Verkehr, Land« und VolkswieLH?chaft. --- Zu den größten Feinden unserer landwirthschaftlichen Culturpflanzen gehören auch die Engerlinge. Wie im verflossenen Jahre, so findet man auch jetzt wtever beim Umackern der Felder dieselben massenhaft vor und welchen Schaden dieselben vorzugsweise in den Rüben- und Kartoffelfeldern anrichten können, ist allenthalben bekannt. Im verflossenen Jahre ließ Schreiber dieses beim Ackern Metz’sche Feuer - Spritze, vierrädrig, vorzüglich im Stande, mit Schläuchen und 50 Feuereimern, von der städtischen Feuerwehr wegen Ankunft der zweiten Dampfspritze außer Dienst gestellt, ist mir zum Verkauf übergeben. Preis sehr billig. [1782 Moritz Weil jrrrr., Frankfurt a. M. i 8M>' V E M "ÄW i lebend, ital. Geflügel gui u. billig U beziehen will, verlange Preisliste g 1 von Hans Maier in Ulm a. D. 3 Grosser Import ItaL Produkte. ThonOefen in weiß, gelb, braun, grün, in feinster Ausführung, fix und fertig gesetzt, liefert zu billigen Preisen MMWMW feinste 6 H-Cigarre, ge- arbeit, aus edelsten Sh. Schauspielhaus. Freitag den 22. Mai: Mikado. Gewöhnliche Preise. Samstag den 23. Mai: Sodoms Ende. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 24. Mai: Der Hüttenbesitzer. Gewöhnliche Preise. j Durch vorzügl. neue Breunmethobe kräftiges feines Aroma. e [4765 Große Erspar«iß. Nur ächt in Packeten mit Schutzmarke „Elephant" versehen von 1, Vt u. 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Mai 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 19. Mat. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Saale, Capttan H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. Mai von Bremen und am 10. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Sonne nahm Veranlassung, den jungen Gesellen ans Herz zu legen, nicht still zu stehen auf dem nun einmal betretenen Wege, sondern freudig und mit offenen Augen den Kampf aufzunehmen, den friedlichen Kamps auf dem Gebiete des Handwerks, aus welchem der Beste als Sieger hervorgehe. Der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins vr. Schröder sprach den Prüsungsmeistern, sowie der Gesellenprüfungs-Commission und deren Vorsitzenden, der Stadtverwaltung, sowie Allen, welche mitgewirkt zum Gelingen der,Prüfung, den herzlichsten Dank des Gewerbvereins aus. Nach Uebergabe der Gesellenbriefe an die jungen Gesellen war die erhebende Feier beendet. Nachmittags versammelte man sich zu gemüthlichem Zusammensein im Saalbau. *△ Mainz, 19. Mai. Der Frankfurt-Hessische und Mittelrheinische Gauverband des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker hielt während der zwei Pfingsttage hier einen allgemeinen Buchdruckertag ab, der von etwa 800—900 Gehülfen besucht war. Den Hauptgegenstand der Bcrathung bildete die Herbeiführung einer Verkürzung der Arbeitszeit, zu welcher Frage schließlich folgende Resolution angenommen wurde: „In Erwägung, daß die Arbeitslosigkeit im Buchdruckergewerbe einen solchen Grad erreicht hat, daß nur die Verkürzung der Arbeitszeit Abhülfe bringen kann- in weiterer Erwägung, daß nach Ausweis der Statistik die Anforderungen an die physische Kraft als zu hoch befunden worden sind, beschließt der Buchdruckertag, mit allen gesetzlichen Mitteln für eine Verkürzung der Arbeitszeit auf neun Stunden zu wirken und diese Verkürzung bei der nächsten Tarisrevision zu beantragen und durchzusühren." An die geschäftlichen Verhandlungen, während welchen ein Sympathietelegramm an die strikenden Wiener Buchdrucker abgesandt wurde, reihte sich in entsprechender Weise die Feier des 25jährigen Bestehens des Unterstützungsvereins. *A Bingen, 18. Mai. Die Feier der Grundsteinlegung zur neuen Rochuscapelle hat heute Mittag stattgefunden. Trotz der wenig günstigen Witterung hat die Feier einen großen Zuzug von Fremden verursacht, besonders waren die Bewohner des Rheingaues, des Moselthals und der benachbarten Orte zahlreich vertreten. In feierlicher Procession zogen die Gläubigen durch das festlich geschmückte Bingen auf den Rochusberg, wo Bischof Haffner von Mainz die Grundsteinlegung mit der üblichen Weihe vornahm. Hieran schloß sich die Festpredigt des Bischofs Korum von Trierdas Aushissen einer Flagge und lebhafte Böllerschüsse verkündeten die Vollendung des Weiheactes, was die^Glocken der umliegenden Orte mit ihrem erzenen Munde hierauf weitertrugen. * Echternach, 19. Mai. Heute früh hat die berühmte Echternacher Springprocession wieder stattgefunden. Trotz des ungünstigen, regnerischen Wetters nahmen etwa 8000 Pilger an der Procession theil. Das Springen begann um 9 Uhr Vormittags. Erst um 1 Uhr hatten die letzten Pilger die 1225 Schritte von der Echternacher Brücke zur Pfarrkirche zurückgelegt. Bekanntlich werden bei dieser Wallfahrt zu Ehren des heiligen Willibrod immer zwei Schritte vorwärts und dann einer zurückgesprungen. * Trier, 13. Mai. Ein reizendes Bild des Weltfriedens bot dieser Tage eine Gerichtsverhandlung vor dem Luxemburger Assisenhof. Zu der Verhandlung waren Sicherheitsmänner aus vier Herren Länder als Zeugen geladen, nämlich Brigadier Clären aus Rödingen und Gendarm Wiltius aus Esch a. A. (Luxemburg), Gendarm Pierson aus Longwy (Frankreich), Gendarm Kammacher aus Deutsch-Oth (Deutschland) und Polizei-Adjunct Wildschütz aus Arlon (Belgien). Die Vertreter der vier europäischen Kriegsmächte verkehrten in der liebenswürdigsten Weise miteinander. Als Umgangs- Summs: 9 (4) 5 (3) 1 3 (1) Anrn. Die in Klammern gesetzten Zistern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gieß, gebrachte Kranke kommen. H. Disque & Co., Mannheim empfiehlt ihre unter der Marke Eiephanten-Kaffee wegen ihrer Güte und Billigkeit, so 1..7chmten und nach Dn von Liebigs Vorschrift gebrannte hochfeine Qualität Golh. Cervelatwurst in Sommerwaare soeben frisch eingetroffen bei Drebes fit Wallenfels, 21 Marktplatz 21. [4669 „Zur Reichspost". Prima Aepfelwein im Zapf. 4707 L. FeldhauS, Schulstr. 4. Ersuchen Sie gefl. Schusters ©a-ffee. Verkaufsstelle Gießen: Heb. Wallach, Markt 8. Lohnende Verkaufsstellen werden soliden Händlern an; allen Orten übertragen. 4112 M. Schuster, Bonn, Dampskaffee-Brennerei, gegr. 1857. Spitlpltu der vereinigten Frankfurter Atadttheatrr. Opernhaus. Freitag den 22. 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Will man absolut sicher, gut und billig kaufen, verlange man nachdrücklichst DoeringS Seife, denn diese Seife ist für die Toilette wie für den FamtUengebrauch die vorzüglichste, die neutralste und unschädlichste der Gegenwart, sie ist die beste Seife der Welt. Doerings Seife verhindert was die anderen Seifen bewirken: Rissige Haut, vorzeitiges Altern, Entstehung von Runzeln, Gesichts- röthe 2C. und bewirkt was andere zerstören: Schönheit und Geschmeidigkeit der Haut, feinen Teint und Anregung der Hautthätigkeit. Für nur 40 Pfg. ist diese in Qualität unübertroffene Seife zu haben in Giessen bet Gebrüder Adami, F. C. Conrad, Eberh. Dort, Drehes & Wallenfels, Fritz Egly, Emil Fischbach, Ad. Geisse, Gustav Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, Ludwig Loth, Eberhardt Metzger. P. 3. Mobs, Paul Möser, H. F. Nassauer, Ang. Noll II., Otto Schaaf, J .M.Schulhof, P. F. Thomas, Ang. Voigt, Hch. Wallach, tn Wieseck bet Heinr.Völzel II in Lieh bet J. Häuser, C. VogtII.» „zur Rose", in Lollar bei H. Geissler VI., in Schotten bei Gg. Böhm. Engrps - Verkauf: Doering & Co., Frankfurt a. M. und Benner & Krumm, Droguen-, Material- u. Farbenwaaren-Grotzhandlung, Giessen. [3309 die Engerlinge auslesen und erzielte damit, daß seine Kartoffeln nicht gefressen waren, während diejenigen der Nachbargrundstücke durch die Engerlinge großen Schaden erlitten hatten. Das Auslesen der Engerlinge ist also zu empfehlen, es ist eine Arbeit, welche auch von Kindern ausgeführt werden kann und gewiß rentabel ist. — Für Musierkoffer der Geschäftsreisenden ist auf den österreichischen und ungarischen Bahnen den Reisenden einheimischer Hauser eine Ermäßigung der Gepäcksracht um 50 pEt. zugestanden worden. Das Berliner Aeltesten-Eollegium hat auf Anregung einiger Tapetenfabriken beschlossen, eine ähnliche Einrichtung auf den deutschen Bahnen zu beantragen. Limburg, 20. Mai. Fruchtmarkt. Rother Weizen «AL 20 65, weißer Weizen 3L—.—, Korn «AL 1625, Gerste «AL 1120, Hafer «AL 8 05 Erbsen ——, Kartoffeln —• ie Internationale t gestern Mittag 12 Uhr eröffnet wordeu. Von tsjeier Theil: Se.Kgl. , Ihre Majestät die Margarethe, die Land- hienen: Oberpräsident ^Präsident von Tepper- len der staatlichen und irstlichkeiten unter dem :ation Ausstellung ge- AuSstellungsvorstandes, ihm folgte der Finanz- je die Ausstellung für meister Adickes brachte mf begann der Knd- •oß^og bon fofien !llung, Herr Oscar q, der erste Präsident, Hessen, wvrans die Mrdenträ^er, taten. Zuerst begaben hische und telephomich - Zunächst hörten Pt Over „Le roi i’a dit‘ .ernt^eater; dieUeber- stttdigt-di-Zch«" Phmoznph/ „nb zl-ichs-lls Seit«! „ mit «gern 3"*«* taten Slectromagneten L mb hohe" Gef-lleOcklE e drltte ^ ' Tagen eiche in de» e- üfung§’ßt>»rf ■eUcberge igle« ®eLt umll** ®ro6WL dieL-p JnnunP®* teB d°b-> ■ to die ®(’ Senir«1!*^ b(6 Qtti- ,in(eiie«te"-® Lfefi01 dä'E”""1 F'“"9 r die MS DO« stchi-S ’ ™ unter W Ht lw‘un9,„t ,.r tvahrr»' flli 9 , ;tc Don E - bie ® 0e- der Niederlagen in: Gieße« bei August Noll, H. Hansel, Bleichstraße 21, Jacob Häuser Ludwig- ftraße 30, Fritz Sgly, Brandplatz 10. 3558] Der überall so beliebte Margarita Esftg pr. Ltr. 40 ohne Glas, wird mit drei Ltr. Wasser verdünnt und ergibt zum sofortigen Gebrauch vier Ltr. feinen, gesunden, angenehm schmeckenden Weinessig, per Ltr. 10 Zu haben in Gießen bei Earl Bieler, Kreuzplatz 6, DredeS & Wallenfels, Marktplatz 21, E. Dort, Wallthorstraße 45, Jfritfrg. 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Am erstgenannten Tage empfing Herr Geheimrath Ropell die Deputationen von Rector und Senat, der philosophischen Facultät, des Ausschusses der Studentenschaft, des Academisch-hiftorischen Vereins — der Jubilar ist Historiker — und vieler anderen Behörden und Körperschaften. Donnerstag fand unter großartiger Betheiligung das Festessen statt. Zu Ehren des Jubilars wurde durch den Eultus- minister, die Städte Breslau und Danzig, sowie viele Freunde des (Gefeierten eine Stiftung, die seinen Namen trägt, ins Leben gerufen. Der Ertrag der „Röpell-Stiftung" soll Studierenden der Breslauer Universität zu (Gute kommen. Die näheren Bestimmungen über die Verwendung derselben bleiben dem Jubilar überlassen. Se. Majestät der Kaiser verlieh Herrn Geheimrath Röpell den Rothen Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub und Schwertern. MochenUiche Aederficht der SodesMe in Gießen, 19. Woche. Vom 10. Mai bis 16. Mai 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 22,71 Voq bezw. 12,62 nach Ausschl. der Ortsfremden. Kinder 4795] Gute Speisekart-ffeln ver- kaust Masstng, Schtllerstraße 21. 4772] Circa vierUg Gentner gutes Leu zu verkaufen. Ludwig Steinmüller IX., ____Lang-GönS.______ ' 4768] Ein Bier > EiSschrank mit Stechhahnen zu verkaufen. Neustadt 48. | Dachpappe, Isolirfilz, Dach- Lack, Carbolineum empfiehlt 4125] Carl Hensel, Wallchorstr. Platten, Krippen, Tröge, Schleifsteine u. Treppentritte, aus Mainsandstein gefertigt, vorräthig bei Carl Hensel, Wallthorstr. [4126 Fußbodenanstrich in allen Nuancen, rasch und hart trocknend, empfiehlt August HoSPII, 2353 Bahnhofstraße 51. Gefrorenes" anerkannt vorzüglicher Qualität, in mehreren Sorten stets vorräthig, empfiehlt 4050] Conditsrei Hsttlrr, Südanlage. 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Lebensjahr: 2. — 1 -15.Jahr: Diphtherie 1 (1) — — 1 (1) Lungenschwindsucht 2 (1) 2 (1) — — Acute entzündliche Erkrankungen der Ath- mungs-Organe 1 (1) 1 (1) — — Andere bekannte Krankheiten 4 (1) 2 (1) »— 2 Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass unser geliebter Gatte, Vater und Bruder Di*. Karl Spanier Grossh. Kreisarzt und Medicinalrath heute früh kurz nach Mitternacht an einer sekundären beiderseitigen Lungenentzündung sanft entschlafen ist. Darmstadt, den 18, Mai 1891. 4783 Die Hinterbliebenen. WerNietyunge«. 4785] Eine Wohnung ist zu vermiethen im ersten Stock.__Hess. Hof. 98] Gartenstraße 21: Logis zu verm, 7 Zimmer mit Balkon und Gartenanth., per sogleich. Näheres das. 21, 3. St. 1847] Logts, 4 Zimmer nebst Zubehör, sofort oder später zu vermiethen. __C. Stückrath. Asterweg 47. 2895] Kleines Mansardenlogis zu ver- miethen._______________Kirchenplatz 18. 2899] In meinem Neubau in der Bleichstraße ist der Mansardenstock sofort zu beziehen. 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Mai mit dem Frankfurter Taunusclub von Wetzlar über Hohensolms und durchs Bieberthal auf den Gleiberg. Die Mitglieder und alle frohen Wandergenossen, auch die Damen, sind zur Theilnahme eingeladen. 4766 Abfahrt von Gießen nach Wetzlar Morgens 8 Uhr 8 Min. Officielle Ausstellung^ - Zeitung der internationalen eiectrotecluniselien Ausstellung ZU Frankfurt a* ML Erscheint in 30 Lieferungen und kostet Mk. 20.—. [4797 Vorräthig in der Ferber’schen Univ.-Buchh. in Giessen. Mcht. HandnäheriMM finden dauernde und lohnende Beschäftigung. Wo? sagt die Exp d. Bl. [4793 Die Oberförsterei Maulbach sucht einen im Rechnungswesen etwas erfahrenen Gehülfen zum sofortigenEintritt. Gehalt 506 «X pro Jahr. Anfragen sind an den Unterzeichneten । zu richten. [4735 Maulbach (Oberhessen). __Koch, Forstinspector. 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Außerordentliche Mitglieder . 3 „ Söhne von Mitgliedern zahlen, wenn sie sich in dem Knabenhaus aus- und ankleiden, unter 14 Jahren nichts. Großes eingezäuntes Bassin für Nichtschwimmer. 4567 Der Vorstand. GoWVsVericht vm E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 21. Mai 189L Schlußcours-- 1 Uhr 15 Min. Reichsbank-Discont 4 pCt. — Frankfurter Bank-Discont 4 pCt. 3°/o Reichsanleihe 3V2 % do. 3% Preuß. ConsclS do. 85.30 98.80 85 30 98.30 ■4% Ung. Gold-Rente 50/0 Jtal. Rente 4»E/o Oest. Silber-Rente 50/0 Rufs. IU. Orient 90 20 90 90 76 20 75 20 Disconto-Command^Anth. 184.00 Lomb. G-B.-Act. 90 37 Darmstadter Bank-Act. 134 00 Buschtherader E.-B.-Act. 427 00 Dresdener Bank-Act- 141-40 Elbthal-Bahn-Act. 196 CO Nordd. Lloyd-Act. 118 20 Gotthard-Bahn-Act. 144 70 Wiener Bankver.-Act 98 37 schweizer Nordost-B.-Act. 143 30 Oest. Credit-Act. 559 25 Mainzer E.-B.-Act. 114.90 Oest. Staatsb.-Aet. 235.62 Marienburger E.-B.-Act. 69 50 4o/o Main,er St -Anl. 101.80 Ver. Königs-Laurah.-Aet. 124.C0 Gelsenk. Bergw.-Att. 157.(0 Tendenz: behauptet. Redacnom?. & — Druck und B erlag dex Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.