3^ Btttin, ’M 3 1,r 1609 "««»d»««,«,» s/bts, sill!!tll , f*n '«ne rheiien-eerprachr '8 ♦ Franco gegen ---___l* " Dienstmä-W 4. bis erflen'HUH Mmern nebst Pferde, risan^abe unter Chjffte nLn auch die, welche IIK8, nirgend Hei- ’ lang sanden, ras von Rollt, Ha«. , Marienstr. 6», ju Hefen. Preis JL 1.50 ________J21M inefe empfiehlt sich zu *i geprüfte Wärterin, iße 32, III. )t. LAostertzrlellm 5d> UwrnMe ‘AO. n Junge m die Lehrt Utl ver-er, nd Handrlsgärtnerei. terzeichneten islfüreim üt guter Schulbildung telle offen. niv.'Vuchhandlung, Atitze«.___ i Tage. ,b»di -■ ntlchen jnteMeW S. n Tri4c0U 4 Nr. 69. Erstes Blatt. Sonntag den 22. März 1891 Der •le|enet Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener »««itteuvtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Giehener Anzeiger Keneral-WnzAger. Lierteklähngre AVonnementsPreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge»; 2 Mark 60 Pfg. Redaction, Expedit!« und Druckerei: Kch»tßr«|e Slt.le Fernsprecher 61. Aints- und Anzeigeblatt tut- den "Kreis Gieren. Unnabw- boti Anzeigen zu der Nachmittag- für deu felgmocn Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. ....... ■■■.-. -.JWCJ-J! -"WCi-------LWIVE ■ ■ 1 —— Gratisöeikage: Gießener Iamrüenökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In» und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. rltntlichev Thcil. Gefunden: 1 Tischtuch, 1 Vorstecknadel, 2 Geldstücke, 1 Heckenscheere, 1 Stellscheere und 1 Geldbeutel mit Inhalt- Gießen, den 21. März 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Neueste Nachrichten. WolfiS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 20. März. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser verlieh dem Feldprobst Richter und dem Feld- probft Aßmann den Rang der Räthe erster Klasse. Berlin, 20. März. Zu der gestrigen Meldung, wonach vom 1. März ab der Waffen- und Munitions-Verkauf im deutschen Schutzgebiet in Ostafrika lediglich aus öffentlichen Magazinen gestattet sei, bemerkt der „Reichsanzeiger" : Die Berichte Emins betonen wiederholt, daß die an der Küste ankommenden Carawanen aus dem Innern nur mit wenigen Waffen und geringer Munition versehen seien, während sie, von der Küste zurückkehrend, große Mengen an Waffen und Munition mit sich führen. Diese Waffenzusuhr diene nur den arabischen Räubern und Wegelagerern und nähre die Kriege unter den Eingeborenen. Emin beantragte daher schon früher die Confiscation sämmtlicher Waffen an der Küste. Esten, 20. März. Laut der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" beschloß die letzte Versammlung der ausständigen Bergarbeiter der Zeche „Vereinigte Trappe" in geheimer Abstimmung mit 123 gegen 13 Stimmen, die Abkehr in Empfang zu nehmen und die Zechenverwaltungen um Wiederanlegung zu ersuchen, sowie an einem etwaigen allgemeinen Bergarbeiterstrike nicht theilzunehmen und aus dem Berg- arbeiterverbande auszuscheiden. Die „Rheinisch-Westfälische Zeitung, drückt daraufhin die Hoffnung aus, der Grubenvorstand werde nun auch „vergeben und vergessen". Helfingfors, 20. März. Unter den Landtagsvorlagen befinden sich eine Str afge setznov elle und eine Wehrpflichtgesetznovelle für das Großfürstenthum Finnland. Paris, 20. März. Die am Dienstag im Ambigu-Theater von Deroulede veranstalteten Kundgebungen gaben der Staatsanwaltschaft zu der Annahme Anlaß, daß die Patriotenliga forrbestehe. In Folge dessen wurden Haussuchungen im fünften und im dreizehnten Arrondissement vorgenommen. Verhaftungen haben jedoch nicht stattgesunden. London, 20. März. In der deutschen Bonifatius- kirch e im Osten Londons wurde ein Todtenact für Windt- horst abgehalten. Verres hielt die Gedächtnißrede, in welcher er die staatsmännischen Verdienste Windthorsts pries. Der Herzog von Norfolk sandte ein Schreiben, in welchem er sein Bedauern aussprach, daß er verhindert sei, an der Feier theilzunehmen. London, 20. März. Die vor zwei Jahren von Kamerun unter Führung des Lieutenants Morgen nach dem Benue abgegangene deutsche Expedition ist zurückgekehrt. Die Expedition zählte 250 Mann, von denen 100 starben. Nach langem Marsche traf die Expedition am Benue ein und wurde nach Akassa befördert. Ein zur Beförderung der Expedition nach Kamerun von Lagos ausgesandter deutscher Dampfer scheiterte, die Besatzung wurde jedoch durch einen englischen Dampfer gerettet. Morgen soll mit mehreren Häuptlingen Verträge abgeschlossen haben. Rom, 20. März. Die Deputirtenkammer nahm den Gesetzentwurf, betreffend den Beitritt Italiens zum Freundschafts- und Handelsvertrag zwischen Deutschland und Marokko, debattelos an. Turin, 20. März. Die Leiche des Prinzen Napoleon wurde nach einer kurzen religiösen Feier in der Superga in Gegenwart der Prinzessinnen Clotilde und Laetitia, des Prinzen Victor und des Herzogs von Genua beigesetzt. Nach der Beendigung der Feier reisten Prinzessin Clotilde und Prinz Victor nach Moncalieri ab. Petersburg, 20. März. In der katholischen Kirche fand heute ein Requiem für Windthorst statt. — Baron U exküll, der frühere Gouverneur von Livland, ist nunmehr zum Präsidenten des lutherischen Generalconsistoriums ernannt worden. — Das Eis des Don bei Rostow und im Dniepr Lei Kiew ist aufgegangen. Cocwtes wnb prwhtjkttef. Gießen, 21. März. — Sitzung Großh. Handelskammer vom 13. März 1891. Anwesend waren die Herren Koch, Scheel, Gail, Heichelheim, Katz, Kraatz, Wortmann. Der schweizerische Nationalrath hat vor kurzer Zeit den Entwurf eines neuen Zolltarifs berathen, welcher gegenüber dem seitherigen Tarif vielfach Erhöhungen enthält. Insbesondere gilt dies für Leder, für welches statt des seitherigen einheitlichen Zollsatzes von 8 Francs für 100 Klgr. zwei Zollsätze beschlossen sind und zwar: 1. von 16 Francs fiir Sohlenleder, Zeugleder, sowie für Kalbleder, braun und gewichst. 2. von 8 Francs für die übrigen Ledersorten. Die Scheidung und Erhöhung würde bei dem bedeutenden Export nach der Schweiz für die deutsche Lederindustrie eine schwere Schädigung zur Folge haben und beschließt deshalb die Kammer, eine ihr zu dieser Frage von der Handelskammer Mainz zur Unterstützung übersandte an den Reichskanzler gerichtete Eingabe um Beibehaltung des seitherigen Zustandes durch eine entsprechende Eingabe zu unterstützen. Am 3. und 4. März l. I. haben Plenarversammlungen der Bezirkseisenbahnräthe zu Frankfurt a. M. und Köln stattgefunden. Hauptgegenstand der Tagesordnung derselben bildete die Frage der Reform der Personentarife. Definitive Beschlüsse über diese Frage wurden nicht gefaßt, dieselben vielmehr zur Vorberathung dem ständigen Ausschuß überwiesen. Die Kammer war durch Herrn Koch vertreten. Am 18. März findet eine Sitzung des Bezirkseisenbahn- rathes Hannover statt, bei welcher diese Frage ebenfalls einen Gegenstand der Tagesordnung bildet und die Kammer gleichfalls durch Herrn Koch vertreten sein wird. Es wird beschlossen, der Frage der Errichtung einer kaufmännischen Fortbildungsschule in Gießen näher zu treten und deshalb zunächst eine aus den Herren Koch, Gail und Heichelheim bestehende Commission zur Vorberathung dieses Gegenstandes erwählt. K. C. Gießener Theatervereia. Das dritte Gastspiel der Frankfurter brachte uns Goethes Iphigenie aus Tauris. Das gut besetzte Haus folgte der Darstellung mit gespannter Aufmerksamkeit. Das sooft geäußerte Urtheil, die „Iphigenie" sei nur ein Buchdrama, ohne rechte Handlung, für die Bühne wenig geeignet, wurde hier gründlich widerlegt. Im Gegen- theil, die dramatische Gewalt des Stückes riß bald auch diejenigen Zuschauer mit sich fort, denen es im Anfang schwer fiel, sich in den hohen Stil der Goethe'schen Verse zu finden und sich in die klassische Welt zu versetzen. Und wer die „Iphigenie" als „Buchdrama" genau zu kennen meinte, war überrascht, wie viel mächtiger der Eindruck so mancher Scene war, nun, wo sie auf der Bühne ihm sichtbar vor Augen geführt wurde- ich nenne hier vor allen die Scene, in der sich Orestes seiner Schwester zu erkennen gibt. Die Aufführung war mustergültig. Fräulein Frank spielte die Iphigenie edel und hoheitvoll. Ein leiser Zug von Leidenschaft in ihrem Spiele erinnerte daran, daß eine Frau „aus Tantalus Geschlecht" vor uns stand. Herrlich klangen die wundervollen Verse Goethes von ihren Lippen- am schönsten wohl das Parzenlied und die Abschiedsworte an Thoas. Wenn man diese Abschiedsworte hörte, begriff man den Thoas wohl, daß er Iphigenie in Frieden von Tauris ziehen liefe; diese Überredungskunst war von zwingender Gewalt. Herr Hofmann brachte das edle von Seelenqual umdüsterte Wesen des Orestes trefflich zum Ausdruck- sein Spiels war kraftvoll und feurig, aber auch die milderen Stellen seiner Rolle gelangen ihm wohl, wie der Monolog des dritten Aufzugs: „welch ein Gelispel hör' ich in den Zweigen". Ein ausgezeichneter Pylades war Herr Wallner- sein frisches, bewegtes Spiel brachte den Gegensatz seiner Person zu der des Orest zum lebendigsten Ausdruck- vor allem verstand er es, den Pylades uns sympathisch zu machen- nicht den unruhigen Ränkeschmied, nicht das Ebenbild des Ulysses stellte er in den Vordergrund seines Spiels, sondern den treuesten der Freunde. Nicht minder Anerkennung verdienen endlich Herr Diegelmann als Thoas, Herr Hermann als Arkas. Ersterer war namentlich in der Abschiedsscene vortrefflich- er ist, während Iphigenie spricht, auf ein stummes Spiel beschränkt, welches in dem tiefen Eindruck, den Iphigeniens Worte auf ihn machen, eine völlige Sinnesänderung erkennen lassen soll- dieses stumme Spiel gelang ihm ausgezeichnet. Herr Hermann brachte das schlichte redliche Wesen des Arkas sehr gut zum Ausdruck. Beide gaben sich, des Dichters Absicht gemäß, in Erscheinung und Spiel als Skythen, als Barbaren, durchaus verschieden von dem lichten, sonnigen Wesen der Hellenen, wie es allmählich selbst bei Orestes zum Durchbruch kommt. Wir können den Frankfurter Gästen und insbesondere ihrem Leiter, Herrn Intendanten Claar nur den lebhaftesten Dank für den großen, erhebenden Genuß aussprechen, welchen der Abend uns gebracht hat. — Se. Majestät der Kaiser hat auf den Vortrag des Ministers der öffentlichen Arbeiten genehmigt, daß mittellosen Kranken sowie nöthigensalls je einem Begleiter zum Zwecke der Ausnahme in öffentliche Kliniken und öffentliche Krankenhäuser bei den Reisen nach und von den Heilanstalten eine Fahrpreisermäßigung auf den preuß. Staatsbahne» dadurch gewährt werde, daß bei der Benutzung der dritten Wagenklasse der Militärsahrpreis erhoben wird. Die Königlichen Eisenbahn-Directionen sind angewiesen worden, demgemäß zu verfahren und hiervon den Verwaltungen der öffentlichen Heilanstalten Kenntniß zu geben. Diese Einrichtung tritt am 1. April d. I. aus den Staatseisenbahnen in Geltung. — Wie schwer schon vor säst 50 Jahren die Berufswahl der Herren Söhne war, geht aus einem Schreiben unseres berühmten Landsmannes Justus v. Liebig hervor, das derselbe im Jahre 1845 an seinen Onkel in Darmstadt richtete und das nach den „N. Hess. Volksbl." wie solgt lautet: „Gießen, den 3. Januar 1845. Lieber Onkel! Ich beeile mich, Ihnen die erfreuliche Nachricht mit- zutheilen, daß meine Frau vor wenigen Minuten von eine« gesunden, kräftigen Mädchen aufs glücklichste entbunden worden. — Es ist mir besonders lieb, daß es ein Mädchen ist, denn die Jungen machen in unserer Zeit gar viel Sorgen. Ich darf Sie wohl bitten, diese Nachricht an CH ... . in F.....und E. . . mitzutheilen. Ihr Sie liebender Neffe Justus." — Kaiser-Panorama. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, wird das Panorama heute Sonntag geschlossen. Werfen wir bei dieser Gelegenheit einen Rückblick aus da- bisher in dem Kunstinstitut Gebotene, so können wir nur unserer vollen Befriedigung über das Gesehene Ausdruck verleihen. Es ist in dem Zeitraum seines Hierseins ,wohl bald die ganze Welt an uns vorübergegangen, trotzdem ist die Verwaltung noch im Besitze von ca. 20 Serien. Es ist nicht allein die Mannigfaltigkeit und Abwechselung, welche dieses Panorama vor vielen oft ähnlichen Schaustellungen dieser Art auszeichnet, sondern es ist die prachtvolle, naturwahre Darstellung, sowie die eigenartige Farbenbeleuchtung dieses Panoramas. Wer den Zauber der Ansichten noch einmal aus sich einwirken lassen will, dem bietet sich heute die letzte Gelegenheit. Wir wünschen Herrn Schmidt bei seiner Abreise nach Coblenz in dieser Stadt denselben Erfolg und versichern, daß seine Wiederkehr im nächsten Jahre, wie wir vernommen, hier allgemein erfreuen wird. — Die erste Abtheilung der Landwehrleute, welche behufs Einübung mit dem neuen Gewehr aus zehn Tage ein- berusen gewesen, ist gestern wieder entlassen worden. Die Landwehrleute wurden von der Regimentsmusik nach dem Bahnhofe begleitet. — Der Geselle eines hiesigen Metzgermeisters, welcher seit vorigem Jahre bei einem Kunden in hiesiger Stadt das Fleischgeld im Betrage von 81 Mk. unterschlagen hatte, wurde gestern Vormittag verhaftet. — Ein Fechtbruder, der schon mehrere Tage aus den Straßen und in Häusern hiesiger Stadt bettelte, wurde gestern Abend in der Wallthorstraße von einem Schutzmann verhaftet, weil er in frecher Weise zwei Mal in Häuser« gebettelt und sich einem Manne, der ihn aus seinem Hause entfernen wollte, mit dem offenen Messer widersetzte. Bei der Arretirung leistete er auch dem Schutzmann hartnäckigen Widerstand, indem er sich aus die Erde legte, nach demselben schlug, trat und schimpfte. Es wird uns zu diesem Vorgang mitgetheilt, daß es zu bedauern sei, wenn sich bei solchen Gelegenheiten immer mitleidige Seelen fänden, die der Polizei den Dienst dadurch erschweren, datz sie Partei für Arretirte ergreifen, dieselben bedauern, wodurch letztere sich gestützt fühlten und sich von Neuem dem Transportanten widersetzten. In der Regel kennten die Bemitleider den Hergang der Sache nicht, weshalb es angemessen wäre, wenn sich solche Leute jeder derartigen Einmischung enthielten. -r Huugeu, 20. März. Die Prüsung an der hiesigen erweiterten Volksschule findet Montag den 23. März statt. -r. tzuugeu, 20. März. Der Stand der Wintersaaten ist hier, wie in der ganzen Umgegend, ein recht ungünstiger. Für das Korn, sowie den nur wenig angebauten rothen Grannenweizen ist eine Entwicklung bei günstiger Witterung zu hoffen, dagegen ist der weiße Sheriff-Weizen, welcher hier viel gepflanzt wird, vollständig ausgewintert, so daß Um- «ckern der Felder und Bepflanzen mit Sommerfrucht stattfinden muß. — Der Kaiser wird, wie dem „Franks. Gen.-Anz." geschrieben wird, einer am 18. in Fulda eingetroffenen verbürgten Nachricht zufolge, am 20. April zum Besuche des Grasen von Schlitz nach Schlitz reisen, um in dessen großen Waldungen aus die Auerhahnjagd zu gehen. Auf der Station Fulda muß der Kaiser den Uebergang aus die oberhessische Bahn nehmen, weshalb die Stadtbehörde zu Fulda mngesäumt eine Einladung an den Monarchen richten wird, auch Fulda bei dieser Gelegenheit einen Besuch abzustalten. -r. Echzell, 20. März. Hier herrscht seit einiger Zeit die Influenza, so daß eine große Anzahl Einwohner daniederliegt. § Aus dem Kreise Alsfeld, 20. März. Großh. Kreisamt hebt die Schutzmaßregeln gegen die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche zu Neu-Ulrichstein und Homberg a. d. O. auf, indem die Seuche dort erloschen ist. — Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum Hessen. In Sprendlingen kam dieser Tage ein für die Kellerei Jak. Köth in Pfaffenschwabenheim bestimmtes Faß an, welches bei einer Länge von 3,65 m und einer Höhe von 3,25 m 21000 Liter zu fassen vermag. — Auch die Wormser- Bäcker haben den Preis des Brodes erhöht. — In Dar nist adt ist vom 1. April ab eine Erhöhung des Communal- fteuer-Coäfficienten von 2J/2 Pf- zu erwarten. — In Stet 1- bach sand am 16. d. M. beim Abräumen eines Bauplatzes der Wirth H. Seeger ein menschliches Scelett, welches etwa 50 cm tief in der Erde vergraben lag. Nach Ansicht Sachverständiger dürfte dasselbe über 30 Jahre dort gelegen haben. — In Hackenheim an der Bergstraße platzte am Samstag während der mit militärischen Ehren stattfindenden Beerdigung eines Kriegers das zur Abgabe von Salven benutzte Böllergeschütz. Der dasselbe bedienende ehemalige Kanonier erhielt gefährliche Verletzungen im Gesicht. — In Weiterstadt wurde am 17. d. M. Morgens die ledige Margarethe Heß von dort in einer Abtrittsgrube tobt auf- gesunden. Das unglückliche Mädchen soll bereits schon längere Zeit an Melancholie leiden und hat sich jedenfalls in einem Anfälle von Geistesstörung selbst das Leben genommen. — In einem kleineren Dorse des Ingelheimer Grundes stieg ein etwa achtjähriger Junge in das Haus einer Wittwe und schnitt von sämmtlichen Jacken, Mänteln >c. die Knöpse ab, um sie beim Spiel zu verwenden. Als sich die Frau am letzten Sonntag zum Kirchenbesuche rüstete, gerieth sie in nicht geringe Verlegenheit, da sämmtliche Staatsgarderobe angeschnitten war. Es gelang, den Thäter ausfindig zu machen und die gestohlenen Knöpse, die inzwischen unter die übrige Dorsjugend gewandert waren, wieder einzusammelu. vermischtes. * Frankfurt a. M., 20. März. Bei einem höheren Eisenbahnbeamten meldete sich vorgestern ein Engländer, geberdete sich wie ein Rasender und erzählte in gebrochenem Deutsch: „O, ich sein ganz unglücklich, ich habe verfehlen mein alleinigtes Glück ... ich haben kommen zu spät nach Mosbachen. Ich wollen mitmachen Unfall, aber kommen um ein lumpiges Stunden später." Die Unterhaltung mit dem originellen Menschen ergab, daß es der bekannte Engländer William Hasterland war, über den die englischen und amerikanischen Zeitungen schon so viel berichtet haben. Hasterland, ein bedeutend reicher Rentier aus Hüll, reist bereits seit dem Jahre 1884 unausgesetzt, um einmal einem Eisenbahnunglück beiwohnen zu können. Nahezu ein Jahr war Mr. H. in einer Irrenanstalt, weil er nämlich einmal den Versuch gemacht hat, einen amerikanischen Locomotivsührer zu bestechen, damit dieser den Zug verunglücken lassen solle. H. hielt sich nur wenige Stunden in Frankfurt aus und fuhr dann nach Mailand weiter. * Heilbronn, 17. März. Die soeben zu Ende gegangene Schwurgerichtssession endigte in allen drei Fällen mit der Freisprechung der Angeklagten. Der unverkennbaren Mißstimmung des Gerichtshofs hierüber gab der Vorsitzende dadurch Ausdruck, daß er die Geschworenen ohne den sonst üblichen Dank für ihre Mühewaltung entließ. * In der Kaserne des 47. Infanterie-Regimentes in Posen schoß sich am Mittwoch ein Rekrur aus einem Gewehr eine Kugel in den Kopf. Das Geschoß ging dann durch die Decke des Zimmers und traf einen Gefreiten, der sich im oberen Zimmer befand, in den Hals. Der Rekrut ist tobt, der Gefreite schwer verletzt. Unioerfttäts - Nachrichten. ,, . ÖeliE Dahn, zur Zeit Profesior des Rechts an der Breslauer ^UwerNtät, ist zum Ehrendoctor der juristischen Facultät der Uni- versttat Edin bürg ernannt worden. c, ,.?berforstrath v. Nördlinger ist, wie man aus Tübingen schreibt, mit Schluß des Wintersemesters nach 48jähriger erfolgreicher Lehrtätigkeit aus dem Verbände der Universität geschieden. Fast alle jetzt im Amte befindlichen württembergischen Forstleute sind seine Schuler gewesen. Aus Hildesheim wird berichtet: Oberregierungsrath v. Hauser ist zum Curator der Universität Greifswald ernannt worden. Der Straßburger Privatdocent der Nationalöconomte, Dr Karl Johannes Fuchs, bat einen Ruf als außerordentlicher Professor an die Universität Greifswald erhallen und angenommen Marburg, 16. Mürz. Am schwarzen Brett im Universitäts- gebaude ist vom Drrector der wissenschaftlichen Prüfungs-Commission folgender Anschlag ergangen: „Ich bringe den Candidaten des höheren Schulamtes hiermit zur Kenntntß, daß der Herr Cultusminister durch Verfügung vom 4. März 1891 die Zulassung zu einer zweiten Ergänzungsprüfung gestattet hat, doch kann dann nur eine Er- weitcrungsprüfung abgelegt werden." f Der bisherige Privatdocent in der medicintschen Facultät der Universität Straßburg, Dr. Ledderhose, ist zum außerordentlichen Profesior in der gleichen Facultät ernannt worden. Die an der technischen Hochschule in Stuttgart erledigte ordentliche Professur für chemische Technologie ist dem Subdirector vr. Häußer mann an der chemischen Fabrik in Griesheim b. Frankfurt übertragen worden. Professor Dr. Eduard Rindfleisch in Würzburg ist von der Academie de medicine in Parts zum Mitglied gewählt worden. Rach der Auszeichnung von Helmholtz durch das Großoffizierkreuz der Ehrenlegion ist diejenige Rtndflerschs die erste ihrer Art, die seit dem Jahre 1871 deutschen Gelehrten zu Thetl geworden. Von lebenden deutschen Gelehrten sind überhaupt nur drei Mitglieder der Pariser Akademie: Virchow, der Physiker Bunsen in Heidelberg und Helmholtz, letzterer nur sogen, correspondirendes Mitglied. Landwirthschaftliche Winke und Rathschläge. Landwirthschaftliche Nebenbetriebe. (Schluß.) △ A«S Oberheffe«, Mitte März. Was manchen Landwirth in Odcrhessen, speciell in der Wetterau abhält und früher abgehallen hat, Haustraubenstöcke zu pflanzen, ist die Ansicht, das Klima eigne sich nicht für Weinstöcke. Die Sache hat insofern etwas Wahres für sich, als sich der Weinbau im Freien, also in Weinbrrgen, für Oberhessen nicht empfiehlt. Ganz anders ist dies bet Haustraubenstöcken. Zunächst ist wissenschaftlich durch Tausende von Beobachtungen und Messungen festgestellt, daß es in den Städte« und Dörfern weniger kalt im Winter ist, als auf dem freien Felde. Die Gebäulichkeiten halten gegenseitig sich die scharfen Winde ab, die Sonnenstrahlen können besser wirken und die Oefen und Schornsteine senden warmen Rauch in die Luft und erwärmen dabei die Wände und Mauern der Gebäude. Die Sonnenstrahlen erwärmen die Lehmwände und Mauern; diese hatten die höhere Trmperatur lange zurück und schützen dadurch die Weinstöcke, welche die Wärme durcy Ausstrahlung empfangen, gegen starke Kälte. Endlich springen die Dächer über die Wände, woran die Weinstöcke stehen, hervor und bilden gleichsam eine kleine Mütze für den Traubenstock. Nebenbei bemerkt kann ein Traubenstock soviel Kälte ertragen, wie ein Ftchtenbaum und das will schon etwas heißen. Alle diese Grunde beweisen dafür, daß die Gefahr des Erfrierens eine sehr geringe ist. Von anderer Sette aber wurde bemerkt: Wenn nun Alles plötzlich Weinstöcke anpflanzt, mutz befürchtet werden, daß die Trauben so im Werthe sinken, daß ihre Cultur nicht mehr lohnt. Dieser Einwurf ist noch viel weniger stichhaltig, als der klimatologische, wie wir gleich sehen werden. Einmal ist der Norden unseres Vaterlandes so auf Trauben im frischen Zustande erpicht, daß die Nachfrage kaum zu decken ist. Es werden also viele Jahrzehnte vergehen, bis die Nachfrage sich mindert. Unterdessen vermehrt sich die Bevölkerung und mit ihr mehren sich die Bedürfnisse. Es werden neue Bahnen gebaut, die Postsendungen werden billiger, das Absatzgebiet der Trauben wächst also sortwährend, wogegen das ProductionSgebiet stets ein beschränktes bleibt. Inzwischen sind neue Methoden entdeckt worden, wie die Trauben in der Industrie usw. verwendet werden können und — last not least — schadet es nicht, wenn der Bauer und seine Familie tüchtig Trauben und Obst essen, denn diese Früchte enthalten verschiedene Stoffe und Salze, Kal», Phosphor und andere Elemente, die der menschlichen Gesundheit ungemein förderlich sind. Warum gebrauchen reiche Leute, die es machen können, die Traubencur? Aus Vorstehendem wird der freundliche Leser zu entnehmen vermögen, daß weder Klima «och Absatzmangel die Cultur der Haustraubenstöcke zu hindern vermögen. Platz für die Stöcke ist vorhanden, die Arbeit ist gering. Hier und da stößt sich Einer oder der Andere daran, daß er das Schneiden der Reben nicht versteht. Das ist aber gar keine Hexerei. Fast in jedem Dorfe ist wenigstens Einer, der es versteht und wenn dieser seine Kunst aus Neid oder Mißgunst nicht preisgeben will, so finden sich Leute aus den Nachbar- dörsern, die gerne zur Hand gehen. An dem jungen, heran» wachsenden Weinstocke macht man seine Erfahrungen und vorsichtige Hebungen und bald hat man den Jctus los. Nun rechnen wir einmal, damit wir auch sehen, was durch die Cultur der Haustrauben herauszuspringen vermag. Wir sehen den Fall: es konnten in Oberhessen an passenden Wänden noch 10000 Wemstöcke gepflanzt werden, von d X 1,50—2,00, Enten pr. Stück ** 1,80-2,20, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 H, Schweinefleisch 60—70 H, Hammelfleisch 50—70 Kalbfleisch 60-00 Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,50—7,50, Weißkraut vr. St. 3—7 Zwiebeln ver Centner X 7,00—8,00, Milch per Liter 12-18 H, Gänseeier 11-12 H.' Bekmrrrlmachung. Aufschrift der Postsendungen. Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimnmngc'- ort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an der- feiben ©teile der Aufschrift, nämlich untenrechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge. 8. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (O., N., NO. rc), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der OrtSbezeichnung ^Berlin" zu vermerken. S. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamerl im Post» verkehr als maßgebend anzuschen sind, ergibt sich aus dem „Ver- zeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte", das zuir Preise von 10 Pf. durch Vermittelung jeder Reichs-Postanftalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch des Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sick die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des polltischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. ro.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Fl üssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) rc.j, oder von Gebirgen l(Harz), (Riefengebirge) rc.j. Nicht minder sind zusätzliche Be» zeichnungen, wie s(Thüringen), (Altmark), (Lausitz) rc.j für den Zweck geeignet. 5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Post» anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. S. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Po st gebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendunoen hiernach aettau anjufertiaen. Arr-zrrg aus den Stan&esamtsregiftam ver Stadt Gießen. Aufgebote. März: 16. Georg Friedrich Wildelm Rößler, Hilfsheizer dahier, mit Helene W'lhelmine Tdöne zu Wehlheiden. 17. Wilhelm Friedrich Jacob Karl Droß zu Stockhausen, mit Luise Mathilde Engländer daselbst. 18. Christoph Schnoller, Friseur zu Worms, mit Emilie Marie Johanna Henriette Buseck dahier. 19. Balthasar Brückel, Fabrikarbeiter dahier, mit Christine Johannette Anna Nassauer dahier. 20. Johann Feuerstein, Kellner dahier, mit Elisabeth Schmidt zu Naunheim. Mcke wmdr vor Wmdn sind nach A M Jahre und stch drei uralte SM, ldisien Großvater dte vorigen Jahrhunderte >e>Me liehen bleiben, Das Beispiel reim 12a Jahre alt werden en ätzten Jahrzehnten kvirchfchafi. dem faltigen >—1,05, Wierdtt 7 4 2 6t - 4 bsen pr. Liter 18 j, 0—1,00, hsihner yc. ,00,vr. <5tM Kuh» und Rindsichch .cischhO-IO^M- i,50-7,50, WchKaut ,00-8,00, MH per n* 3d Ä »6^ '? und vtÄ^Nn- iJXtSs He eine Ltzt "Es Obst ? Se9en: ^^ah^/?^ärker grsßte ^it dar» .^derttauK^H. «u-en An« Ot^ ^zufüllen CTQ|ion l1 llOtffft 9uch streich m^,^u pro- ^.?L iät*t i$0II *9Wto ^ZZ ä? S Zrsr ä «« ..." lprtcht aus gt- L? Viehzucht und lSm\bet 5eiien: A?°rden und die n. udceutschen Hch Wiaubenitötfeunb Mtlttau und die ,fr l>es Vogelsberges e gegebene Anregung >TSZZ AA'S" n De^?/^(üflen 2'Gebirgen °^ M'che *e* *4 *> 'üt i*O1Jher eeiiöunfl Sösft na avzugeben- beitrage". e-^Mlhriste- senver, ngen. ing und Bestellung ger und Bestimmung^ tzheit vorgebeugt mir». I in der Aufschrift bi? nau anMebcn. Auch angabe stets an der■ ten rechts, mimdleb ^i/auher der Dch (0 NO. KJ, w jt der OrtZdezeichnung oder 0^1^16"- .me-MMeBezerch' e Ortsnamen »'N N M sich ans dem „Ver ber Postorte', das zuN jeder ^eichs-Postanstalt . Bestimmungsort zwar S«Z »jSJ Gheschlietzungen. März: 20. Daniel Bontn, Lehrer an der höheren Mädchenschule r» Mainz, mit Antonie Luise Mathilde Therese Minna Binde- »ald dahier. Geborene. März: 9. Dem Karl Friedrich Malkemus eine Tochter, Wilhelmine. 12. Dem Jnstitutsdiener Heinrich Hellmann eine Tochter. 13. Dem Wirth Wilhelm Nagel eine Tochter. 16. Dem Schreiner Karl Peter eine Tochter, Katharine Marie Elisabeth. 17. Dem Locomottobeizer Karl Gebauer ein Sohn, Adolph. 18. Dem Kaufmann Martin Scheel ein Sohn, Martin. Gestorbene. März: 13. Dettmar v. Grolman, 73 Jahre alt, Großh. Oberförster i. P. dahier. 13. Luise Schmidt, geb. Schmidt, 29 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Gustav Schmidt dahier. 13. Louis Heinrich Müller, 7 Tage alt, Sohn von Wirth Konrad Müller dahier. 14. Marie Christiane Wöll, 11 Monate alt, Tochter von Taglöhner Karl Wöll dabter. 14. Marte Michel, 39 Jahre alt, Lehrerin von Braunfels. 15. Eltsabethe Schwarz, geb. Gombert, 39 Jahre alt, Ehefrau von Rangirer Heinrich Schwarz. 16. Margarethe Rinn, 2 Jahre alt, Tochter von Oeconom Carl Rinn dahier. 16. Friedrich Pfeil, 74 Jahre alt, Canzleidtener i. P. dahier. 17. Elisabethe Margarethe Marie Vogt, 2 Monate alt, Tochter von Mchgermeister Wilhelm Vogt dahier. 19. Ludwig Emil Textor, 52 Jahre alt, Gastwtrth dahier. 19. Georg Hermann Karl Krauskopf, 1 Jahr alt, Sohn von Bürstenmacher Johs. Krauskopf dahier. 19. Mathilde Margarethe Caroline Rosenbaum, 13 Monate alt, Tochter von Schreiner Friedrich Rosenbaum dahier. AmAZUg aus den rNrchertvüHern der Stadt Gietze«. Evangelische Gemeinde. Getränte. Am 15. März. Johann Georg Bausch, Taglöhner zu Gießen, und Marie Katharine Koch, Tochter des zu Watzenborn verstorbenen Weißbinders Jakob Koch. Am 19. März. Daniel Bonin, Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Mainz, und Antonie Luise Mathilde Therese Minna Bindewald, Tochter des Professors Dr. Otto Bindewald zu Gießen Getankte. Am 15. März. Dem Mchgermeister.Georg Emil Carl Möhl eine Tochter, Auguste Mathilde Minna, geboren am 28. Januar. Denselben. Dem Locomottvheizer Jakob Rau eine Tochter, Frieda Elisabeth Margarethe, geboren am 2. Februar. Denselben. Dem Decorattonsmaler und Lackirer Philipp Eise eine Tochter, Marie Emilie Christine Henriette, geboren am 24. Januar. Denselben. Ein außerehelicher Sohn, Theodor Friedrich, geboren am 14 Februar. Am 16. März. Dem Kaufmann Carl Petri ein Sohn, Carl Christian Adolf August, geboren am 30. Januar. Beerdigte. Am 14. März. Caroline Felsing. geb. Pimper, Wtttwe des Rentners Ludwig Theodor Felsing, alt 80 Jahre, starb am 12. März. Am 15. März. Carl Kaspar Ruckelshausen, Universitäts- Pedell i. P., alt 67 Jabre, starb am 12. März Am 16. März Amalie Luise Schmidt, geb. Schmidt, Ehefrau des Kaufmanns Gustav Schmidt, alt 29 Jahre, starb am 13. März. Denselben. Dettmar von Grolman, Oberförster t. P., alt 73 Jahre, starb am 13. März. Am 17. März. Elisabeth Schwarz, geb. Gombert, Ehefrau des Rangirers Heinrich Schwarz, alt 39 Jahre, starb am 15. März. Arn 19. März. Friedrich Pfeil, Landgerichts-Diener, alt 74 Jahre, starb am 16. März. ■ Ausverkauf von Uhren, Gold- und Silber waaren zu Fabrikpreisen. (Einjährige Garantie für jede von mir gekaufte Uhr. 2714 WUh. Höger. vtvuim YUHiyVV ♦ kranke! 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Pensionär sucht, da Pension gering, Uebcnbeschafttgung. sei es als Bote, Bureaudiener, Ber- walt-r ob Portier, hier ob. außerhalb; auf Höhe des Gehalttz wird nicht oesehen. Gest Offerten unter C. A. 2682 an Rudolf Mosse. yrankfurt a. M. Gesangverein Harmonie* Am zweiten Osterfeiertag, Abends 8 Uhr: Tanz-Unterhaltung im Saale des Hotel Einhorn. Karten a 1 X im Vorverkauf bei Herrn Friseur Rüger, Wettergasse- 2710 _____________________Der Vorstand. 6 Wenn “®’in fiin feilen at ?n8hhier v in । Ionle: ' »feen’li" M L-ich »ich, 7/^ ilb[t h ®E et । Wenn e >°«d, bQ TT^cuci und Verlag der Brühl'fchm Druckccel (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer umfaßt VA Seiten» Ne B selbst janb Worte. Di Nichts tvlitzt vor, er Den A Mn so Wirklichkeit e-nen großen cr ^tte ein Me immer, ^v'erspieler Mtt in d. let Seieefe, 7° Met * N» Loose .... 3% Oldenburger Loose. 3'/,o/nKöln-MindnLoose 137.80 167.80 und Staatsbahn-Actien. Dm Grund bietm bet ersteren Dividendenschätzungen, die hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben, zum Theil wohl auch Verstimmung über den zweifelhaften Ausgang der Verhandlungen bezüglich des deutfch- österreickischen Handelsvertrags. Montanwerthe schließen noch trotz des erheblichen Rückgangs, den der Freitag brachte, mit kleinen Aoanccn gegen die vorwöchentlichm Schlußcourse. Einzelne Jnduftricwerthe sind erheolich besser, so Türkische Tabak 5 «/o, «eloce gv/o, Wessel 3»/0. Lloyd sind vrocentweise schlechter wegen des Dividendenvorschlags von 7 0/o gegen IlV-o/v im Vorjahre. Course der Frankfurter Börse. Staatsanleihe«. 40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr. v. 86 ab . . . 3>/L°/oFrnkfHyp.-Pfdbr. 4o/oPreuß.Hvp.-Act.-Bk.- Pfandbr. . . . 3Vao/o do..... 40/0 Preuß. Centt.-Bod.- Crev.-Pfandbr. bis 1885 ..... 40/0 Hessische Obligation. „ Bauern .... „ Baden..... 30/0 Sächsische Rmte. . 3V.°/o BremerStaatsanl. „ Hamb.Staatsrmte 40/oOestr. Goldrmte . „ GriechtscheMonopol- Anletbe . . . bo/o Rumänische Rmte . 4o/o Russ. Gold-Anleihe S. III v. 90 . 40/0 Pfälz. Ludwigsbahn (Bexbach) . . . w Hessische LudwigSb. 68/69 garant . , Elisabethb.steuerftei Gold . . . . 5% Oestr. Staatsbahn ♦ 40/0 do. do. 30/0 do. do. I.—VIILEmiss. 30/0 do. Ergänzungsnetz 50/0 Nordwestbahn Gold Zöpfe TftJS|aU» ->U-'W-r Verlreler fertiflt. $out>«e,1 einer der grüßten §t>potbefen< nach Maß; sowie i banken vermittele ich die Beleihung Tuffen, Dreher Haaruhr. Don Immobilien zu günstigen LL Le. N ch ' Bedingungen Oestr. 1860rst.5M-Loose 126.40 126.20 1 Braunschweig. 20 Thlr „ 1854rfl.250- „ ™ °ÄÄ,Ä 40/0 Meininger Prämien Pfandbr. . . Conrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 21. März 189L Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. Pension. Schüler, welche das Gymnasium zu Büdingen besuchen wollen, finden gute Pension mit sorgfältiger Nachhülfe und Ueberwachung in meiner Familie. Büdingen, im März 1891. 2652) I>r. phil. »I Ullmann. 2706] Lchmted-lehrltng gesucht von Philipp «loh, Sckmiedemeister, WctzsniNi-asse 18. Entscheid an Ren des Gr. Hvffischen Ob.rlandeögerWtS zu Darmstadt [2705 inCivilsachen aus denJahren 1879—1890. ^usammengestellt von Amtsanwalt Fr. C- Walter._____ ■N Preis 8 Mark. ■■■ Vorräthig in der Buchhandlung von G. T r end mann, Gießen (Son nenstr. 5). ~®in kräftiger Lehrling für da- Schlofferhandwerk auf sofort oder nach Ostern gesucht. Kost und Wohnung im Kaufe. Lehrgeld nicht beanfprucht. l2bbl Louis Becker, «ckloffermstr., Frondaus««. Schreinergefelle sofort «es. Hch. Schäfer. Schreiner, Annerod. ___[2700 26931 Junge« ordentliches Mädchen tagsüber nefudit Neuen Baue 17. , Eine altrenommirte Bäckerei nebst Wohnhaus zn verntiethcn oder zu ver- kanfen. Näheres in der Expcd. d. Bl. ___2719 2717] Hau»b«rsche gesucht. _$ß0? sagt die Exped d. Bl.__________ 27'15] Pferdeknecht gesucht. _______Karl Euler, Hammsiraße 5. ' Ich suche für den 1. April c. einen Lehrling mit guter Schulbildung. F e r d. Burk, »örsevwochenbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. cyn hen Verhältnissen der Börse hat sich nichts geändert und doch ist nicht »u verkennen daß die Tendenz der adgelausenen Woche eine bei weitem bessere war. Die Eourse sind zwar nur unbedeutend verändert, und namhafte Besserungen können nur im^Montanmalkte und bet einzelnen Bahnen nachgewiesen werden aber auch muß man in einer so gcfchästssttllen Zett wie die gegenwärtige als einen Erfolg annehmen Die Besserung rührt weniger aus Meinungskäufen als aus Deckunaen her Die Baisseengagements sind nachgerade zu emem Factor °"6ewachsen, mit demman rechnen muß, selbst wenn die Zurückhaltung des Publikums andauern sollte "^Das" gitt namentlich in Beziehung auf Bankactien für welche die leicht mondelbare Eoniunctur des Effektenmarktes entscheidend bleibt. Daß in der 2)18- 7oMton der lekteren eine Wandlung unmittelbar bevorsteht, ist nicht zu erwarten, abcr c« bleibt’S »u beachten, daß sich in <^On°hr’be?be?Ha?etftt*imbl bie1 nidj't o^jne1 ®iHmhtunB^Ve^eSßu^tinn8r E be^ÄMÄ »tob bo?« OU« Grund haben, da« Jnteresie de« N blikum?wted?r^ zu erwecken, und daß ihr dasselbe bei der Macht, über welche sie thaffächlich verfügt^ gelingen wird, tonn ntd)t al8 )^)ciid^a^t a^eWn ®"ben. Ob frfiltck die Durchführung dieser Conversionen einen dauernd günstigen Einfluß ausüben wird mag dahingestellt bleiben. Man sollte nicht vergehn daßt die Ten- den» ber Anlageniälkte nichts weniger als einer Verminderung des Zinsfußes zu- netat Die Jahresberichte der Hypothekenbanken bestätigen diese Thatsache, die S ,u? Geni?ge aus der Coursbewegung der 3l/2 0/oigen Anleihen hervorgeht, in unzweideutiger Weise, und der Rückgang der Dißcontsätze soll e darüber nicht HMwegtäuschen^ Man wird daher einer noch umfangreicheren,Dep^ctrung der betreffenden Anleihen als bei früheren Conversionen mit allen ihren Mißständen ent- aeaenseben können zumal als es sich um nicht weniger als fünfhundert Millionen (Aulden bandelt Naturgemäß werden Banken, einerlei, ob sie dem Consorttum an- Äre» nher nickt den größten Vortheil aus diesen Operationen ziehen, und die Mtuna ber ffikner ®örfe, bk den ftourfen ihrer heimischen Bankactien eine b^ merkenSwerthe Eiastieität verleiht, wird daher begreiflich. V°n Wien aus,st auch in dieser Woche da« Schlagwort der Valutaregulirung wieder einmal in d>e Welt aeiedt worden obgleich offenbar die Verhandlungen um nichts weiter geiSrdert wurden Auch die Neffe de« unzart chen Flnammtnister« nach Wien ^wet kleine Familienlogis, Bahn- hofftta ße 30 und Kaplaneig. 9, zu verm. 2497] Der zweite Stock an eine ruhige Familie zu vermiethen. __Grünbergerstraße 35. ""Die seither von Geschw. Schwarz innegehabte Wohnung, bestehend aus sechs Zimmern, Wafferleitung rc., per sofort oder später zu vermiethen. 2667] Bahnhofstraße 58, II. 2662] Vom 1. April ab ist Bleichstraße Nr. 6 eine Wohnung (parterre), 5 Zimmer, Badezimmer, Veranda, 2 Kammern rc. rc. zu vermiethen.______________ 2659] Fünf Zimmer, Zubehör, in der Bleicksir. A. Huhn, Seltersweg 63, II. 2687> Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen.___________ Schloßgasse 9. 1567] Möblirte« Zimmer mit ob ohne Pension zu vermiethen. Linbenplatz 7. 2709] Kost und LogiS zu haben. 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