ist eii: 'bulle 1H1 ‘ Mittel- ” heute 16 roo^e VWplatz I B Nebe«hayg, Achtungsvoll chHtß^Schuhniachu, chtMeodr,b,rfind ^'bett bei Ferdi- FUnsch, Aet-Gef. tointubau u. Eise»- . OffrvbLchaMLi». ^7 )Mr tarn in blt Lch« Heim, «tnolb, MnM üwTWt s Cafe Ebel: rt st mch l-ngm 8M rofennittet unb Utgto6- nehmend«' BerwanM« lileit Merblied««"' ... 890 bei »« M M jf [IW* Dirig. schalt. > Frankfurt a.N WKW. 131» C. Raith, !t bisch. Melhodiftenkirchr. 10 i?s£' UiN re«" 9816 *%$»*■ Rr. 45 Der Onltztrlsr **|Ci8tf '«fthrütt täglich, «rl» Au-uahm« bei Montags. 3* Meßmer GSwbea dem Lvzeig« MchsntKch dreimal beigelegt. 1891 Sonntag den 22. Februar Erstes Blatt. ichmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierttljähricher 2 Mark 20 Pst. «B Bringerloqn. Durch die Potz bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, TxpE« und Druckerei: -chvtstrntze Ar.A- Aernjprecher 51« Amts« unb Anzeigebürtt für den Urei» Gieren. M6 Ä«tte|me von Anzeigen zu der Nachmittags für bea sslgend« Dag ersitz einmden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Hratisöeikage: Gießener Kamikimökätter. BB@S m Alle Smrorrttn-Bureanx des In- und LuSlande! nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Thsil. Bekanntmachung, Obsibauverein der Metterau betreffend. Sonntag des 22 I. Ml-., Nachmittags H/j Uhr findet im Anschluß an eine Sitzung des land- Virthschastlichen Kränzchens in der WeU'scheu Wirth- f»aft zu Lang Göns eine Monatsversammlung der Section Gießen des Wetterauer Obstbauvereins statt, in welcher Herr Landwirthschaftslehrer Reichelt von Friedberg über Obstbanarpflege und Obftverwerthnng sprechen wird. Alle Mitglieder des Obstbauvereins und Freunde des Obstbaues werden hierzu freundlichst eingeladen. Gießen, den 20. Februar 1891. Der Vorsitzende der Section Gießen. Nebel, Amtmann. Gesunden: 3 Handschuhe, 1 eisernes Rohr, 1 Stück Kattun, 1 Hammer, 1 Schiebkarren, 1 Ringchertt, 1 Kinderjäckchen , 1 Cigarrenspitze, 1 Manschette mit einem Knopf, 1 Haarpseil und 1 Gesangbuch. Gießen, den 21. Februar 1891. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. uv. Darmstadt, 20. Februar. Zweite Kammer der bandst ande. Am Ministertische: Staatsminister Singer, Ministerialrath Iaup, Landesöconomierath Müller. Nach Verkündigung neuer Einläufe setzt die Kammer bte Lerathung des H a uptv o ran sch la gs für 1891—94 mit Cap. 60, Tit. 4, für Förderung der Viehzucht, fort. Hierfür sind 17,500 Mk. beantragt. Diese werden bewilligt. Desgl. Tit. 5, für Förderung der Bienenzucht, 900 Mk. Zu Tit. 6, Förderung des Obstbaues, beantragt der Ausschuß 7500 Mk. Die Abgeordneten v. Rabenau und Westernach er stellen hierzu den Antrag, den Betrag von 300 Mk. weiter einzustellen für die Förderung des Gemüsebaues. Graf Oriol ft wünscht, daß die obere landwirthschaft- lidjc Behörde diesem Theile der Landwirthschaft mehr als bisher Beachtung schenken möge. Die Abgeordneten Westernacher und v. Rabenau wünschen ebenfalls mehr Förderung des Gemüsebaues. Nachdem noch Seitens des Regierungsvertreters, Oecono- «lierath Müller, die Versicherung gegeben wurde, daß die Regierung, soweit Wünsche an sie nach dieser Richtung hin herantreten, diese unterstützen werde, erklärt Staalsminister Finger, daß die Regierung keinen Anstand nehme, für Obst- und Gemüsebau statt 7500 Mk. 8000 Mk. ins Budget rinzuftellen. Diesem Vorschläge stimmt das Haus einstimmig zu. Tir. 7, Beitrag zur landwirthschaftlichen Versuchsstation mit 10,000 Mk. und für Förderung des Molkereiwesens 4000 Mk., Tit. 8, Bekämpfung der Reblausgefahr, mit 10,000 Mk. werden genehmigt. Zu Tit. 9 werden fürSörderung der Bodenmelioration 29,400 Mk. angefordert. Abg. Schröder wünscht Seitens der Regierung einen Nachweis über die Nützlichkeit der Bodenverbesserung und der Feldbercinigung gegenüber den ausgewendeten Summen. Ministerialrath Jaup sagt dieses zu, bedauert aber, idaß gerade bei der Bodenmelioration der Regierung die größten Schwierigkeiten Seitens der Gemeinden gemacht werden, während bei der Feldbereinigung alles gut und glatt verlause. Die Abgeordneten v. Rabenau und Michel wünschen eine Unterstützung der Gemeinden durch den Staat bei Durchführung der Feldbereinigung. Nach erfolgter Abstimmung wird dieser Titel einstimmig genehmigt, ebenso Dispositionssond mit 5000 Mk. Cap. 61, Landescreditkasse, werden 8000 Mk. gefordert. Abg. Schröder fragt an, wann und ob diese Kasse rod) im Laufe dieses Jahres eröffnet werde. Ministerialrath Jaup bejaht dieses. Zunächst stehe ^tiur «och aus, zu welchem Procentsatze die Obligationen aus- Zegeben werden sollen. Die Summe wird genehmigt. Cap. 62, Landgestüt, wird mit 119,197 Mk. ohne Debatte genehmigt, ebenso Cap. 63, für Regulirung von Bächen und nicht schiffbaren Flüssen, sowie für Userbauten an der Nahe mit 1040 Mk. Cap. 64, Handelskammern, sind 7465 Mk. gefordert, ! außerdem das Ersuchen an die Regierung gerichtet, wegen I Einteilung des Landesgebiets in Handelskammerbezirke eine Gesetzes-Vorlage zukommen zu lassen. Das Haus beschließt demgemäß. Cap. 65, Centralstelle für Gewerbe und den Landesgewerbeverein , wird ohne Debatte mit 57,505 Mk. genehmigt. Zu Cap. 66, Landesbaugewerkschule und erweiterte Handwerkerschulen, beantragt der Ausschuß, im Ganzen 90,600 Mk. zu bewilligen - ferner beantragt derselbe, an Großh. Regierung das Ersuchen zu richten, wegen Anstellung der ersten Lehrer an die im Lande bestehenden erweiterten Handwerkerschulen und der Hauptlehrer an den großen Schulen den Landständen eine Proposition zugehen zu lassen, dagegen die Vorstellung der Ortsgewerbevereine vom 15. December v. I. für erledigt zu erklären. Abg. Schröder spricht der Regierung Dank aus für das Entgegenkommen und drückt den Wunsch aus, daß die Anstellung der Hauptlehrer an den größeren Handwerkerschulen sich recht bald realisiren lasse.? 8U W Abg. Friedrich bespricht das Ueberhandnehmen des Hausirhandels hauptsächlich im Odenwald und bittet die Regierung um entschiedene Abhülfe. Abg. Mühlburger wünscht bessere Unterstützung der Elfenbein-Industrie und Bildschnitzerei in Hessen. Staatsminister Finger sagt Erhebungen in dieser^Rich- tung zu. Die Position wird hiernach genehmigt. Cap. 67, Maaß- und Gewichtskosten, mit 12500 Mk. wird genehmigt. Zu Cap. 68, Fabrikinspectoren, sind 12350 Mk. gefordert. Abg. Müller (Soc.) bespricht, daß aus Bürstadt und anderen Orten jugendliche Arbeiter nach dem Badischen zur Arbeit gehen, und dort in geradezu empörender und gesetzwidriger Weise ausgebeutet würden. Da es nun nicht in der Competenz der Fabrikinspectoren liege, hier nachzusehen, so seien doch diese Arbeiter Hessen und daher die Großh. Regierung wohl berechtigt und verpflichtet, ihren Einfluß znr Abstellung dieser Mißstände bei der badischen Regierung geltend zu machen. Staatsminister Finger erwidert, die Regierung habe keine Kenntniß von der Sachlage, werde aber Erhebungen anstellen und wenn Mißstände vorhanden, diese abzustellen suchen. Cap. 69, Bergwesen, wird mit 19 685 Mk., desgleichen Cap. 70, Geologische Landesanstalt, mit 11500 Mk., Cap. 71, Darnpfkesselprüfungscommission, mit 12 700 Mk. und Cap. 72, Centralstelle für Landesstatistik, mit 29 370 Mk. werden debattelos nach dem Ausschußantrag genehmigt. Cap. 73, Organe für Unfall-, sowie für Jnvaliditäts- und Altersversicherung, mit 5300 Mk., Cap. 74, Wittwen- und Waisen- verforgungsanstalten, mit 219 000 Mk. und Cap. 75, Landeswaisenanstalt, mit 190000 Mk. werden genehmigt. Desgl. Cap. 76, Beitrag zur Jnvalidenversorgung, mit 17 150 Mk. Cap. 77, Taubstummenanstalt, mit 46 050 Mk., Cap. 78, Blindenanstalt zu Friedberg, mit 12 505 Mk., Cap. 79, Staatsunterstützungskasse, mit 24000 Mk., Cap. 80, Bankbesoldungsfond, mit 26 189 Mk., Cap. 81, Fond für öffentliche und gemeinnützige Zwecke, mit 50 992 Mk., Cap. 82, Reisekosten, Remunerationen und Diäten, mit 80000 Mk., Cap. 83, Vertheilung des Regierungsblattes und Reichsgesetzblatts, mit 7830 Mk. finden debattelose Annahme. Für die „Erbauung von Kreisstraßen" (Cap. 84) sind von der Regierung 120 000 Mk. pro Jahr angefordert. Der Ausschuß beantragt in Ansehen, daß der Ausbau in der vergangenen Budgetperiode wesentlich gefördert worden ist, die Einstellung von 85 000 Mk. für hinreichend. Das Haus beschließt demgemäß. Cap. 85, Landes-Feuerlösch-Kasse, Beitrag zu derselben im Betrag von 6000 Mk. und Cap. 86, Centralbauwesen im Ressort, der Section für innere Verwaltung, mit 86 980 Mk., ferner Cap. 87, Oberlandesgericht, mit 104 680 Mk. werden angenommen. Cap. 88, Landgerichte und Amtsgerichte, wird nach dem Anträge des Ausschusses nach längerer Debatte, worin der Wunsch auf finanzielle Besserstellung der Gerichts- und Hittss- gerichtsschreiber und Aspiranten zum Ausdruck gebracht wird, unter Ablehnung eines diesbezüglichen Antrages des Grasen Oriola dahin genehmigt, daß für Besoldungen 938 780 Mk., für „Andere persönliche Ausgaben" 271 400 Mk., für „Sachliche Ausgaben" 95 520 Mk. festgesetzt werden. Schluß 1 Uhr. — Morgen Sitzung. Deutscher Reichstag. 71. Plenarsitzung. Freitag,^20. Februar 1891, 1 Uhr. Die zweite Berathung der Novelle zur Gewerbeordnung wird bei 8 107 fortgesetzt, welcher die Führung von Arbeitsbüchern für minderjährige Arbeiter vorschreibt und bestimmt, daß das Arbeitsbuch vom Arbeitgeber zu verwahren, auf amtliches Verlangen vorzulegen und nach rechtmäßiger Lösung des Arbeitsverhältntsses au den Vater oder Vormund, sofern diese es verlangen oder der Arbeiter das 16. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, andernfalls an den Arbeiter selbst auszuhändigen ist. Mit Genehmigung der Gemeindebehörde soll die Aushändigung auch an die Mutter oder einen sonstigen Angehörigen oder unmittelbar an den Arbeiter erfolgen können. Auf schulpflichtige Kinder finden diese Bestimmungen keine Anwendung. Abg. Dr. Hirsch (dfr.) befürwortet einen Antrag der Freisinnigen, die Verpflichtung zur Führung von Arbeitsbüchern auf Arbeiter im Alter von unter 18 Jahren zu beschränken. Mit der Aufhebung der Arbeitsbücher könnte viel Schreiberei gespart und ein Meer von Tinte eingetrocknet werden. Nöthig sei es auch, die Kinder vor der Ausbeulung durch die Eltern zu schützen. Abg. Winterer (®Iü empfiehlt die Einfügung einer Bestimmung, nach welcher der Arbeitgeber von der erfolgten Kündigung eines Arbeitsverhältnisses vor dessen Lösung den Vater oder Vormund zu benachrichtigen hat, sofern derselbe am Arbeitsorte wohnt. Wenn der Vater oder Vormund das Recht haben sollen, die Aushändigung des Arbeitsbuches zu verlangen, dann müßten sie auch benachrichtigt werden, wenn eine Kündigung etntrete, venu sonst werde jenes Recht illusorisch. Dieses Recht aber sei nöthig im Interesse der elterlichen Autorität. Für die zweite Lesung ziehe er seinen bezüglichen Antrag zurück, in der Erwartung, daß sich bis zur dritten Lesung eine geeignetere Fassung finden lassen wird. Abg. Frhr. o. Stumm (Np.) befürwortet die Aufrechterhaltung der Eommifsionsfassung gegenüber der verlangten Herabsetzung der Altersgrenze für die Verpflichtung zur Führung von Arbeitsbüchern, So lange die Mündigkeitsgrenze auf das 21. Jahr festgesetzt sei, liege kein Grund vor, hier eine andere Grenze zu ziehen. Abg. Wurm (Soc.) beantragt, die Altersgrenze auf das 16. Jahr herabzusetzen. Das Arbeitsbuch bezwecke lediglich, den Arbeiter unter eine Art von Ausnahmegesetz zu stellen. Es sei eine andere Form für den alten Paß. Wenn ein jugendlicher Arbeiter dahin gelange, Recht und Unrecht nicht klar zu erkennen, so seien daran die herrschenden Klassen schuld, welche ihn in seiner freien Entwicklung gewaltsam hinderten. Diese ganze Gesetzgebung sei eine ganz einseitige Klaffengesetzgebung. Bundescommissar Geh. Rath Königs bittet, die Anträge auf Herabsetzung der Altersgrenze abzulehnen. Abg. Dr. Hartmann (conf.) constatirt. daß seine Freunde von Einbringung eines Antrags auf allgemeine Einführung des Arbeitsbuchs für alle Arbeiter abgesehen haben, da das Gesetz den Eharacter des Friedens und der Versöhnung haben solle. Die Arbeitsbücher für minderjährige Arbeiter beständen seit langen Jahren; es könne also keine Rede von einer „neuen Knechtung der Arbeiter" fein. In den anderen Ständen dauere die Abhängigkeit der jungen Leute häufig noch weit über die Mündigkeitsgrenze hinaus. Abg. Wöllmer (dfr.): Die gewerbliche Selbständigkeit habe mit der Mündigkeit nichts zu thun; sie trete beim Arbeiter viel früher ein als in anderen Klaffen und sei jedenfalls mit dem 18. Lebensjahre erreicht. Abg. Grillenberger (Soc.): Seine Partei halte denStrike für den äußersten Nothbehelf, aber auch in dem Gebrauche dieses äußersten Nothbehelss dürfe Der Arbeiter durch Polizeimaßregeln, wie sie hier vorgeschlagen, nicht beschränkt werden. Studenten und Lieutenants unter 21 Jahren verfügten vollständig selbstständig über ihre Bezüge, weshalb sollten die jungen Arbeiter nicht die nöthige „sittliche Reife" dazu haben? S 107 wird unverändert angenommen. §§ 108—112, welche nähere Bestimmungen über das Arbeitsbuch enthalten und vom bestehenden Gesetz wenig oder gar nickt abweichen, werden unverändert angenommen. S H3 berechtigt die Arbeiter, ein Zeugniß zu fordern, und verbietet den Arbeitgebern, die Zeugnisse mit Merkmalen zu versehen, welche den Zweck haben, den Arbeiter in einer aus dem Wortlaute des Zeugnisses nicht ersichtlichen Weise zu kennzeichnen. Die Socialdemokraten beantragen zu setzen: „welche den Zweck haben oder geeignet sind". S 113 bestimmt ferner, daß das Zeugniß für minderjährige Arbeiter vom Vater ober Vormund gefordert werden kann und diese verlangen können, daß das Zeugniß nicht an den Minderjährigen, sondern an sie ausgehändigt werde. Die Soctaldemokraien beantragen Streichung dieser Bestimmung. Abg.Molkenbuhr (Soc.) begründet die Anträge seiner Fraction unter Bezugnahme auf den Hamburger Arbeitgeberverband. Abg. v. Stumm (Rp.) spricht gegen diese Anträge. In der Commission sei den Soctaldemokraten nach Möglichkeit enlgegen- gekommen worden; sie selbst hätten es in der Commission für selbstverständlich betrachtet, daß nur absichtlich angebrachte Merkmale strafbar fein sollen, während der vorliegende Antrag darüber hinausgehe. Abg. Biehl (Ctr.): Der Hamburger Arbeitgeberverband sei infolge der maßlosen Anforderungen der Arbeiter und maßlosen Ausschreitungen bet den Strrkes entstanden. Abg. Molkenbuhr (Soc.): Die Hamburger Arbeiter hätten nur die günstige Conjunctur benützt, um ihre Hungerlöhne zu verbessern. Abg. Biehl (Ctr): Maßlos fei die Forderung der Hamburger Arbeiter, die Arbeitgeber sollten sich auf Ehrenwort verpflichten, keiner Innung deizutreten u. s. w. Hamburger Bundesbeoollmächtigter Senator Schröder: Die Hamburger Maurerlöhne betragen 65 Pf. pro Stunde; diesen Loh» kann man nicht als Hungerlobn bezeichnen. Abg. Grillenberger (Soc.): Die Preise für Lebensrnittel fmd ge: ade in Hamburg ganz bedeutend gestiegen, so daß die hohen Lohne diesen Preissteigerungen gegenüber noch immer zurückblliben. Abg. Möller (nl.) findet ebenfalls die Forderungen der Hamburger Arbeiter maßlos. Abg. Dr. Gutfleisch (dfr.): Der socialdemokrattsche Antrag verschärft unnöthig die Gegensätze zwischen Arbeiter und Arbeitgeber^ Abg. Molkenbuhr (Soc.) findet die Forderungen der Ham- imraer Arbeiter durchaus begründet. Die wohlhabenden Acttcngesell- Wastm weigern fich die schwer arbeitenden Schtffsheijer aufzubefiern. Abg. Schwartz (Soc.) bestätigt die Behauptungen seines Vor- rrdners. Bei der Abstimmung wird unter Ablehnung des Antrages Auer d« Z 113 unverändert angenommen. . , . = $ 114 bestimmt, daß die Polizei die Beglaubigung der in das Arbeitsbuch eingetragenen Atteste kosten- und stempelfrei zu besorgen hat. — Der $ 114 wird debattelos genehmigt. Hierauf vertagt sich das HauS. Nächste Sitzung Montag (23. Februar) 1 Uhr: Fortsetzung der Berathung. Schluß 5 Uhr. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 20. Februar. Der Reichsanzeiger meldet: Der Finanzminister bestimmte, daß voll eingezahlte Interi ms- scheine (Scrips) zu den neu zu emittirenden 3 procent. preußischen und deutschen Anleihen von den Hauptämtern bis zur Ausgabe der wirklichen Stücke gleichwerthig mit diesen als Sicherheit für gestundete Branntwein-, Zucker-, Salz- und Tabaksteuer und für gestundete Eingangsabgaben angenommen werden dürfen. Paris, 20. Februar. Verschiedene Blätter melden: während der gestrigen Loosziehung der Militärpflichtigen in Saint Denis stießen etwa 28 in einem Cafehause versammelte Ana r ch ist e n aufrührerische Rufe aus, wie „Nieder mit dem Vaterland! Nieder mit den Soldaten1" Ein Anarchist gab aus den Polizeicommissar, welcher die Rufer verhaftete, einen Revolverschuß ab, ohne den Commissar zu verwunden. Paris, 20. Februar. Die Kaiserin Friedrich promenirte gestern vor dem Diner auf den Boulevards. Am Diner in der deutschen Botschaft nahm das gejammte Botschaftspersonal Theil. Heute empfängt die Kaiserin den englischen Botschafter Lord Lytton, dessen Gemahlin und das englische Botschastspersonal. London, 20. Februar. Amtlichen Mittheilungen aus Santiago zufolge würde die Revolution m Chile dank der Unterstützung der Armee und der Nationalgarde bald unterdrückt sein- die Jnsurrection sei gegenwärtig auf das ausständige Geschwader und die bei Tarapaca liegenden Truppen beschränkt. Der größte Theil des Landes sei ruhig. Rom, 20. Februar. Die Cardinäle brachten dem Papste anläßlich des heutigen Jahrestages feiner Erwählung ihre Glückwünsche dar. Lissabon, 20. Februar. Gutem Vernehmen nach werden die Cortes auf den 4. März zusammenberufen- die ihnen zn unterbreitenden Vorlagen werden vorwiegend finanzieller Natur sein. Berlin, 21. Februar. Der „Kreuzzeitung" zufolge ist der Divisionspfarrer Mieczkowski zum Erzbischof von Posen ernannt worden. — Nach bisher vorliegenden privaten Schätzungen werde die dreiprocentige preußische und deutsche Anleihe etwa dreißigmal überzeichnet werden. — Nach einer Reutermeldung aus Suakim besetzten egyptischeTruppen gestern To kar nach geringemWinderstande. Buenos'Ayres, 21. Februar. In Folge des Attentats auf den General R ocu wurde der Belagerungszustand erklärt, die Truppen aus der Nachbarschaft herbeigerufen. Coeetes tuet prrotnjfclU*. Gieße«, 21. Februar. — Seine Königl. Hoh. der G r o ß h e r z o g haben Aller- gnädigst geruht: am 14. Februar — den außerordentlichen Professor bei der theologischen Facultät der Landes-Universität Sic. Dr. Gustav Krüger auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1891 an aus dem Dienst zu entlasten. — In der nicht öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten' Berfammlung vom 19. d. Mts. wurde unter Anderem auch beschlossen, bei der Großh. Staatsregierung dahin zu wirken, daß der von den Landständen genehmigte Bau einer Nebenbahn Londorf - Lollar rückgängig gemacht und dafür eine Nebenbahn Londorf-Gießen, die Orte Alten-Buseck und Wieseck berührend, mit Haltestelle im Nordende von Gießen, erbaut werde. — Wie uns von befreundeter Seite mitgetheilt wird, wurde auch in der gestrigen Sitzung der Handelskammer einstimmig beschlossen, die Großh. Heff. Negierung zu ersuchen, von dem Bau einer Nebenbahn Londorf-Lollar abzusehen und anstatt besten eine solche Londorf-Gießen, ausmündend im Nordende der Stadt, zu erbauen. w. Theater. Ludwig Fuldas „Wilde Jagd" variirt in frischer und anziehender, wenn auch nicht gerade sonderlich origineller und tiefer Behandlung das alte, oft gebrauchte Motiv von der „berühmten Frau". In unserem Falle ist es ein junger, ehrgeiziger Privatdocent, der sich eine berühmte Frau nimmt und in seiner Ehe gegenüber den zahlreichen Verehrern und Bewunderern seiner Gattin rasch zur Bedeutung eines bloßen Decorationsstückes herabsinkt: „Das Ding, das demuthsooll sich in die Ecke drückt Und Eh'mann heißt, wird vornehm angeblickt." Um so heißer aber entflammt den jungen Gelehrten der Wunsch, aus eigener Kraft etwas zu leisten. Schon glaubt er in seiner endlich erfolgten Ernennung zum Professor sein Ziel erreicht, als man ihm sagt, auch diese Berufung verdanke er nicht sich, sondern seiner Gattin, die in der Meinung, ihr Eheherr verlange nur nach einer äußerlich angesehenen Stellung, ihm diese durch die Vermittelung ihres an maßgebender Stelle angeblich einflußreichen früheren Liebhabers verschafft habe. Aufs Aeußerste über eine so arge Verkennung seiner wahren Natur empört, will der junge Ehemann nunmehr sofort die seither zugelaffene Wirthschast in seiner Häuslichkeit mit unerbittlicher Energie beseitigen. Da er hierbei aus den Widerstand seiner Gattin stößt, bricht er mit ihr. Kaumistes geschehen, so erfährt er, daß jene Annahme in Bezug aus die wahren Gründe seiner Beförderung durchaus irrig ist und, da zugleich seine Gattin das Schiefe ihrer Stellung einzusehen gelernt hat, liegt einer vollkommenen Aussöhnung der Gatten nichts mehr im Wege. Die Partie der berühmten Frau ist unseres Erachtens die am wenigsten dankbare von allen Rollet, die Frl. Thessa Klinkhammer theils schon gespielt hat, theils, wie die Grille, noch spielen wird. Der Conflict, in den sich die Heldin begibt, ist vom Dichter ziemlich oberflächlich gehalten und trägt von Anbeginn derart die Möglichkeit, ja die Noth- wendigkeit einer glücklichen Lösung aus die Stirne geschrieben, daß man die geschilderten Zerwürfnisse nur halb und halb ernst zu nehmen im Stande ist- die Gelegenheit, wärmere Herzenstöne anzuschlagen, findet sich nur selten und darf, wo sie sich zeigt, bei dem leichten Tone, der das Stück charac- terisirt, nicht zu ausgiebig benutzt werden. Wenn also auf der einen Seite die Möglichkeit zu tieferen Wirkungen fehlt, so fordert andererseits gerade das scharfe Auge und der feine Taet, vermöge deren Thessa Klinkhammer diese Eigenheit ihrer Rolle mit voller Klarheit und nie fehlgehender Sicherheit erfaßt hat, und die entzückende Grazie, Leichtigkeit und Narürlichkeit ihrer Darstellung die höchste Bewunderung, zumal wenn man die Melanie Dalberg der Künstlerin neben die übrigen von ihr verkörperten Frauencharactere stellt. Wie verschiedene Welten liegen die Gedanken- und Erfindungskreise auseinander, in denen einmal die vornehme und hoheitsvolle Weltdame Dora, dann das waldfrische und urwüchsige Narurkind Lorle, weiter die leidenschaftliche und exaltirte Francine und endlich diese berühmte Frau heimisch sind. Aber in welcher Vollendung verleiht jedem einzelnen dieser in jedem ,Zug ihres innersten Wesens so verschiedenen Charactere die hohe Kunst Thessa Klinkhammers seine eigene Gestalt und sein besonderes Leben. Das Spiel von Frau Anni Reiners und der Herren Biebrach und Goullon sei mit Anerkennung hervorgehoben. w. Theater. Ueber die „Grille" Thessa Klinkhammers schreiben Chemnitzer Zeitungen folgendes: „Das Publikum war ganz begeistert und entzückt von dieser „Grille" und zwar ebenso von dem ausgelassenen wilden Kobold, wie von der Liebhaberin, die ihr Herz in so wirksamer Weise entdeckt. Die Scene mit Landry im 3. Act war geradezu ein Meisterstück von überwältigender, herzbeweglicher Naturwahrheit - hier offenbarte die große Künstlerin ein so wunderbares seelisches Spiel oft nur in Blick und in andeutender Bewegung, daß sie Alles mit sich sort- riß und die Beifallsausbrüche und Hervorrufe aus allen Theilen des ausverkauften Hauses glichen ordentlich einerHuldigung, bei der auch die kostbarsten Blumenspenden nicht fehlten. — Das Kaiser Panorama führt uns heute Sonntag nach Afrika im schwarzen Welttheil. Der Besucher erhält dort eine Vorstellung von den landschaftlichen Reizen ihrer Umgebung, der üppigen Vegetation dieses Tropenlandes. In erster Reihe ist Flemsen durch seine Oelbaumpslanzungen und Weinberge hervorzuheben. Die Besucher können sich hier auch bekannt machen mit den Volkstypen. Die romantische Chiffaschlucht mit der darin entlang reitenden Kabylen- samilie soll gleichfalls interessant sein. Sodann dürfte die Original-Aufnahme von Reichscommissär Wißmann in Afrika ein großes Jvteresse für die vielen Besucher bieten. — Strafporto wegen Benutzung der außer Giltigkeit gesetzten Briefmarken wird jetzt sehr häufig erhoben, da trotz aller Bekanntmachungen das eorrespondirende Publikum immer noch die alten Briefmarken, die mit dem 31. Januar d. I. ihre Giltigkeit verloren haben, vielfach benutzt. Die Post betrachtet alle mit solchen Marken beklebten Briefschaften als n n s r a n k i r t und erhebt für eine derartige Postkarte 15 Pfennig, für einen Brief 20 Pfennig Strafporto. Leider müssen wieder die Unschuldigen darunter leiden, denn es sind die Empfänger der falsch srankirten Postsendungen, die das Strafporto zahlen müssen, wenn sie nicht die Annahme verweigern. Wir bemerken daher nochmals, daß die außer Curs gesetzten Marken an den Postschaltern noch bis Ende März gegen neue umgetauscht werden können. — Die seit einigen Tagen in dem Saale des Lenz scheu Felsenkellers stattfindenden gut besuchten Vorstellungen der Lustkünstlerin Anadyomene verfehlen nicht, bei der Schönheit der Darstellung einen gewissen Zauber auf die Zuschauer auszuüben. Der Besuch kann Jedermann empsohlen werden. (Siehe Inserat.) vermischtes. Mainz, 21. Februar. Nächsten Donnerstag den 26. d. M. findet hier eine Conferenz der hessischen Katholiken statt. Zweck derselben ist, nach dem „M. I."., gemäß dem Beschluß der Mainzer Katholikenversammlung vom 14. De- cember v. I. die Form festzustellen, welche gestattet, je nach Bedarf kurzer Hand die Katholiken des Landes zur Besprechung öffentlicher Angelegenheiten, insbesondere der kirchen- und socialpolischen Fragen, zu versammeln. Weiter soll in Erwägung gezogen werden, wie die durch Besprechungen gegebenen Anregungen in die einzelne Theile des Landes hinein- getragen und dort zur Durchführung gebracht werden sollen. * ff Hersfeld, 21. Februar. Neue Kriegsschule. Die hiesige Jnsanterie-Caserne, in welcher sich bis zum vorigen Jahre das 32er Bataillon einquartiert hatte, wird gegenwärtig vollständig neu hergerichtet, um die hier neu zu errichtende Kriegsschule auszunehmen. Auch eine größere Reitschule, Pferdeställe rc. werden neu gebaut. Die hiesige Kriegsschule wird an Zahl der Schüler der Kasseler Kriegsschule gleichgestellt werden. * Gleiwitz, 19. Februar. Aus der Grube Myslowitz sind sieben Bergleute verschüttet worden, einer wurde tobt, drei lebensgefährlich verletzt zu Tage gefördert. Die übrigen sind nicht zu retten. verkehr, Cattö« und — Lederrsdtrstcherrmg. Nach den bis jetzt bekannten tor- läufigen MtttheUungen hat die Allaemetne VersorguugS- Anftalt im Großherzogthum Baben zu Karlsruhe auch für das Jahr 1890 günstige Geschäfts-Ergebnisse zu verzeichnen. Die Neubetheiligung an der Lebens-Versicherung war wiederum eine sehr lebhafte und ging über die der letzten Jahre «och erheblich hinaus. Es wurden 6842 Anträge über 29.576,280 Mk. Capital eingereicht und 5590 Versicherungen über 23727,553 W. Capital abgeschlossen. - Stach Abzug der durch Tod, Ablauf der Versicherung, Kündigung und Nichtzahlung oer Prämie« abgegangenen Versicherungen ergibt sich ein reiner Zuwachs von 3963 Versicherungen über 17,279,506 Mk. Capital (gegenüber 1889 für 1890 mehr: 263 über 2.196,024 Mk.) und ein Gesammtoersicherungsbestand auf Ende December 1890 von 63,160 Versicherungen über 257,542,024 Mk. Capital. In Folge Ablebens von 594 Personen mit 659 Versicherungen waren 2,651,488 Mk. für 1890 au-zuzahlen. Diese Summe wird wieder erheblich unter der Erwartung bleiben trotz der in den ersten Monaten des Jahres 1890 durch die Influenza-Epidemie verursachten Steigerung der Sterblichkeit. — Obige Zahlen zeigen deutlich das au^ gebreitete Geschäft der Karlsruher Anstalt wie das ihr auf Grund bewährter Einrichtungen und bekannter Solidität allseitig entgegengebrachte Vertrauen. Gietzerr, 21. Februar. Marktbericht. Auf dem heurigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,85, Hühnereier 1 St. 5-7, 2 St. — Enteneier 1 St. 7 — H, 2 St. — 4, Käse pr. St. 5—8 H, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen vr. Ater 19 Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar x 0,60—0,70, Hühner pr. Stück X 1,20—150, Hahnen pr. St X 1,30-1,70, Enten pr- Stück X 2,00—2,30, Ochsenfleifch pr. Pfd 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 H, Schweinefleisch 60-70 A, Hammelfleisch 50-70 4, Kalbfleisch 60--H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,00—6,50, Weißkraut pr. St. 3—7 H, Zwiebeln per Centner X 6,50—7,50, Milch per Liter 12-18 4, Gänseeier 12 Das Gute bricht sich überall Bahn, kann man mit vollem Recht von den Pastillen der „K.aiser-Pried- rich-Quelle“ sagen. Die Nachfrage nach denselben soll in den meisten Apotheken und Mineralwasserhandlungen eine derartig starke sein, dass oft der Vorrath in wenigen Tagen vergriffen ist. Man wird daher gnt thnn, sich immer eine Schachtel im Vorrath zn halten. 633 Für die abgebrannte Gemeindescheuer zu Lindheim sind weiter eingegangen: Uebertrag 41 X Von C. Z. 5 X Zusammen 46 X Weitere Gaben nimmt gern entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Anszng aus den Standesamtsregister« der Stadt Vietze«. Ainkgebate. Februar: 20. Philipp Friedrich Ludwig Kreustel, Fuhrman« dahier, mit Luise Wilhelmine Wenig Hierselbst. 20. Emil August Ernst Ritsert, Conditor zu Hallerhütte Glaishammer, mit Christi« Margarethe Neupert daselbst. Eheschließungen. Februar: 18. Feist Stern, Handelsmann zu Romrod, mit Sara Sommer von Crainfeld, wohnhaft dahier. Geborene. Februar: 9. Dem Drechsler Jean Häuser eine Tochter, Mathilde Meta Lina. 10. Dem Telegraphen-Vorarbeiter Carl Schneider II. ein Sohn. 13. Dem Bureaugehülfen Ernst Heine ei» Sohn, Wilhelm. 14. Dem Hilfsbremser Jacob Meyfarth ein Sohu. 14. Dem Bierbrauer Joseph Weber eine Tochter, Emma Marie. 15. Dem Schreiner Hermann Muhl eine Tochter, Margarethe Anna. 16. Dem Möbelfabrikant Carl Reiber ein Sohn, Carl Franz Paul. 17. Dem Major im 116. Infanterie-Regiment Adolf Werner et» Sohn, Heinrich Karl Philipp. 18. Dem Kaufmann Liebmann Reiß eine Tochter, Sophie. Gestorbene. Februar: 13. Wilhelm Karpf, 4 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Heinrich Karpf dabier. 14. Johs. Will, 18 Jahre alt, Bergmann von Nauborn. 15. Friederike Seipp, 84 Jahre alt, ledig, dahier. 15 Peter Christoph Karl Kleyer, 60 Jahre alt, Großh. Hauptsteueramts-Rendant davier. 15. Johs. Becker V., 71 Jahre alt, Privatmann dahier. 15. Elisabeth Marte Schuchardt, 11 Monate alt, Tochter von Dtenstmann Gustav Schuchardt dahier. 16. Marie Feuster, 9 Monate alt, Tochter von Weißbinder Heinrich Feuster dahier. 16. Philipp Schwalb, 36 Jahre alt, Taglöhner von Wieseck. 18. Johanna Lina Schmidt, 6 Monate alt, Tochter von Uhrmacher Otto Schmidt dahier. 19. Anna Langenberg, 4 Jahre alt, Tochter von Gerichts-Assistent Gustav Langenberg zu Dillenburg. ArtsMS ans den Kirchenbüchern der etatt Gietzeir* Evangelische Gemeinde, «etautte. Den 15. Februar. Dem Bremser Heinrich Cngelbach ein Sohu, Christoph Heinrich, geboren den 22. December. Denselben. Dem Lackirer Karl Ludwig Finkernagel eine Tochter, Lina Friederike, geboren den 11. Januar. Denselben. Eine Tochter des verstorbenen Handelsmanns Johann Herr, Anna, geboren den 26. December. Denselben. Dem Schaffner Heinrich Roth eine Tochter, Dina Marie Elise Christiane, geboren den 19. December. Denselben. Dem Taglöhner Jakob Jung eine Tochter, Katharina, } geboren den 6. Januar. Denselben. Dem Fußgendarm.Georg Seng ein Sohn, Karl Bernhard, geboren den 27. Januar. Denselben. Dem Glaser Konrad Leufer eine Tochter, Anna Marie Elisabeth, geboren den 10. Januar. Denselben. Dem Fußgendarm Johann Georg Baum ein Sohu, Johann Georg, geboren den 2. Februar. Denselben. Dem Dachdecker Martin Müller ein Sohn, Adolf Wilhelm Philipp, geboren den 4. Januar. Denselben. Dem Schlosser Ludwig Becker eine Tochter, Emma Margarethe, geboren den 10. Januar. Beerdigte. Den 17. Februar. Johannes Becker Y., Privatmann, alt 71 Jahre, starb den 15. Februar. Denselben. Karl Kleyer, HauptsteueramtS-Rendant, alt 60 Jahre, starb den 15. Februar. Dens.lben. Friederike Seipp, ledige Tochter deS verstarb««* Weinhändlers Balthasar Seipp, alt 84 Jahre, starb den 15. Februar. welche iu der am Nachmittag erscheinenden Nummer des „Gießener Anzeigers" Aufnahme finden sollen, bitten wir bis spätestens sw Bormittags 10 Uhr 3W an unsere Expedition gelangen zu lassen. 1576 Meyerhoff & Goslar Gothaer Leöensverstcherungsbank Bankfonds am 1. Januar 1891 168000000 geschützt. Gesetzlich - 1336 3W Wer Sprachen kennt, 1548 selbst bestimmt. 1570] Sommerfeld N. L. 1529 Heyer. 1532 [1535 Kosenihal'sche Perlagrhandluag. 1598 Schlohgaffe «nd Kanzleiberg-Ecke. ZattlergeseUe gesucht 1487] W. Spieß. «Inhalten Cataloge gratis und franco. 1530 128 i 90 Pfg. 1,50 Stahl. 1568 1528 isitenkarten rvozu freundlichst einladet 1315 empfiehlt [ 1320 Em ä 11 Gtntritt frei 908,46 454,20 Vcrflch.-Bestandam 1 .Jan. 1891:75 300 Pers. mit586 200 OOOMk Neu-Zugang im Jahre 1890: 4625 Vers, über 34500000 ,, in erlesenen feinsten und feinen Qualitäten, roh und gebrannt. 1 werden in jeder J Schriftart und Papiersorte angefertigt in der Ph. Mayfarth & Cie., Hanauerlandstr. 169, Frankfurt a. 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M., Nachmittags 2 Uhr, werden an dem Bahnkörper im untersten Riegelpfad alte Bahnschwellen öffentlich meistbietend versteigert. Die Bedingungen werden in dem Termine bekannt gegeben werden. Gießen, am 2u. Februar 1891. 1524 Die Großh. Magazinsoerwaltung. Concursverfahrtn. In dem Concursverfahren über das Vermögen des Schuhwaaren- fabrikanten K. Grünebaum zu Gießen ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schluß- verzeichniß der bei der Vertheilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf Donnerstag, 12. März 1891 Vormittags 10 Uhr vor dem Großh. Amtsgericht hier- Auzugsstoffe gute Qualit. in neuesten Mustern, für Herren und Knaben, Damentuch in modernsten Farben zu eleganten Promenadenkleidern und Regenmänteln versende jedes Maß zu Fabrikpreisen. Proben franco. 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Maurer-Arbeiten veranschl. zu (ohne Materiallieferung) 1723,09 Mk. Veell—cr-'me, weiß und bunt in abgepaßt und Wie w Stückwaare. Abgepaßte per Fenster von M 5 — an und Stückwaare per Meter von JL 0,65 an. ROlll® ÄllXSt-Ocreme, weiß und gestreift. traversgefir. von JL 8.— an bis Gießen, den 18. Februar 1891. Glässing, Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. Die Hotzversteigerung jotn 18. d. Mts. ist genehmigt. Die . Abfuhrscheine können vom 28. d. 'M. an bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werden. Die Ueberweisung erfolgt Montag den 2. März. Gießen, den 18. Februar 1891. Großh. Obersörsterei Schiffenberg. eitt€ reiche, junge «^vllllllj* Dame wünscht sich zu verbeirathen. Nicht anonyme Anträge unter 3878 nimmt entgegen der „®ene« ral-Auzeiger', Berlin SW. 12. [1332 1474] Ein Bäckerlehrling gesucht. W. Lange, Neustadt. 1375] Ein tüchtiger Schmiedegeselle gesucht. Schmiedemeister Wilhelm Schäfer, Alten-Buseck. 1387] Eine für das höhere Lehrfach geprüfte Lehreri« ertheilt Prioatumer- richt und Nachhülfe. Näheres ________________Westanlaae 15, pari. 14731 AnstLndige Mädchen finden sof. gute Stellung durch Frau Waid er, Dillenburg, Kirchberg 202. ©orsetten in eleganten Facons und allen Weiten- Extra-Facons «nd Weiten werden rasch angefertigt. [1586 A Fangmann, Bahnhofstr. 29. Ia. weiße Kernseife, la. gelbe Harzseife, Feinste Silberseife (Schmiers), 2 ,, ü 1,20 Mk. „ „ Bei größerer Abnahme findet Preisermäßigung statt. 1549] «J. W. Wunderlich, Samenhandlung, ffrankfurt a. M. 1583] E. vol. rund. Tisch, e. gr. Wasch- bütte, 1 Koffer zu veik Neuenweg 48. 1558] Kartoffeln sind zu verkaufen _____________Neustadt 10, Seitenhaus 1^36] Feine und feinste Eiergemüfe- nudeln, beste türk. Zwetschen und Apfels palten empfiehlt nilltgst __Robert Stuhl, Neustadt 23. 1591] Eine Schuhm Steppmaschine billig zu verkaufen. Weidengasse Nr. 16 IW« 4 3abie alt, Sohn dor W 066. M 18 3*111, »«f !- Sch», 84 3«»« alt, M l Üch-I, ® 3;»t< a«' ®* 15 ^ohs. Becker V., 71M itmuteWeMllto* , 7Wartt dahin. Waue n Sngbtndn fire alt, Lagiöhner von Msick- 41t ' rochier von UhmM bng zu DiHeobülA. Lircheabüch«" Bi** Gemeivde. SSS*-»**1* , „ Sohn, w °k»d MN w SJ.-«-** i(U' y, 1,1 rt 81 ' ' wl|alt603* M3ai"'n - : in bCl Jutnnt«, [J Den Empfang der Neuheiten in Kleiderstoffen, Regenmänteln, Iaquettes u. Frühjahrs-Umhängen zeigen ergebenst an & Goslar. 1565 Entrve 30 Pf Anfang 5 Uhr 1589 DM- Anfang 8 Uhr. 1560 1579 Lenz’scher Felsenkeller Nur noch wenige Tage produzirt sich 1552 1581 Januar 1891 JL 581 233.80 3446.54 1534 Madelon, seine Tochter Elisabeth Bischoff. Elsa Reinhold. Anni Reiners. Antonie Roland. Susett Mariette Annette 208.04 293.17 Mack, Rendant. Heinrich Winolt. Antonie Roland. Richard Goullon. Rudolf Biebrach. Karl Rupp. Hans Rudolf. Adam Reiners. Richard Lerch. Ida Unger. * * * Karl Schreiner. glteder . . 2. Neservefond. . 3. Betriebs-Rücklage 4. Geschäftsschulden 5. Capitalschuld . 6. Reingewinn . . Passiva. 1 Geschästsguthaben derMit- am 1 Activa. I.Baarer Kaffenvorrath . 2. Ausstände..... 3. Werth des Mobiliars, nach Abschreibung von 10% SamStag r Becker. (Hungen betr ). Montag: Euler. E. Trosse, Würzburg. Neubaustr 60. 1580] Gesucht ein tüchtiges Mädchen für gleich oder spÄer- Walltborstra^r3l- Garterrarbeiter gesucht. 8isins 6rrt«n. Reichsbank-DiScont 3 pCt. — Frankfurter Bank-DtScont 3 pCt- Der Börsen.Wochenbericht des Herrn E. Wofferfchlebeo mußte wegen Raummangel für die nächste Nummer Zurückbleiben., Coursberscht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 21. Februar 1891. bei Andreas Euler. Täglich geöffnet von 6 Uhr Morgen- bi- 1 Uhr Abend- Sonntag- bi- Mittag L2 Uhr» Die Zellen sind durch Dampf geheizt. [359 Außer verschiedenen Salzen und Mutterlaugen sind sämmlliche Bade« Extrakte, als: Fichtennadel', Malz-, Loh- und Weizenkleie-Extracte zu haben. MM" Abonnements werden jederzeit entgegengenommen. Die Zahl der Mitglieder beträgt Ende 1890: 54. Hausen, den 20. Februar 1891- Atzbach, Director. ■■«■■■■■■■MBMnMaMlB — lllllfl IIH Zur Stadt Miach«. Heute Samstag, de« 21. Februar: Grosses Conoert der Gesellschaft Humor. * * Frl. Thessa Klinkhammer a. G. Barbeaud Seine Frau Landryl Zwillings- Didier | brüder Martineau Etienne Collin Pierre Die alte Fadet Fanchon, ihre Enkelin Caillard Laden in bester Lage vermiedet [1554 e. Elsoffer, Marktstr. 27, II. 1582] »Zwei Zim, Cab, Küche u- Schlafstelle zu vermiethen. Neuenweg 48. schön möblirte Zimmer an einen Herrn zu vermiethen. Ludwigstraße 22. 2 St. Hermischte Anzeigen. Neues Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners). Sonntag den 22 Februar 1891: Letztes Gastspiel und Benefiz-Vorstellung des Fräulein Thessa Klinkhammer. (Äusser Abonnement). Die Grille. Schauspiel in 6 Abtheilungen von Ch. Birch - Pfeiffer. Personen: »[1569 1563] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. 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Ausstellung von Oelgemälden im alten Hosgerichtsgebäude (Brand). Täglich geöffnet von 11—1 Uhr. Die Mitglieder des Kunstvereins mit ihren Familienangehörigen haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis 50 Eine Liste zum Einschreiben von Beitrittserklärungen liegt offen. 18 ____________________________Der Ausschuß Bilanz des MmrWaMkn Smsm-Mms ljaultn eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht Fermittpungen. 1520] Der dritte Stock meines HauseS, bestehend aus 8 Zimmern und allem Zubehör, ist per 1- Juni d. I. an ruhige Familie zu vermiethen- August Ackermann, Frantfurterstr- 36. 15101 Fünf Zimmer in der Bleichstraße vermiethet A. Huhn, Seltersweg _63H. 1531] In meinem Hause, Weftanlage Nr-17, ist die Parterre-Wohnung, besteh, aus 6 Zimmern, Veranda, Wasserleitung und sonstigem Zubehör, per 15. Mai zu vermiethen. 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Bahn Hofstraße 41, III. Schlußcourse 1 3% Reichs anleihe 86 so 3V2°/o do. 98.95 30/g Preuß. Conscls 86 85 3Vi°/6 do. 98.80 Disconto-Command^Anch. 231.40 Darmstädter Bank-Act. 151.10 Dresdener Bank-Act. 155-00 Nordd. Lloyd Act. 138-80 Wiener Bankver.-Act. 104.25 Oest. Credit-Act. $71 87 Oest. Staatsb.-Act. 210 87 Uhr 15 Min. 4% Ung. Gold-Rente 98-20 5o/o Jtal. Rente 9M0 41/5% Oest. Silber-Rente 81*0 5o/o Ruff. UI. Orient TT.40 Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E--B.-Act. 482 Elbthal-Bahn-Act. 87 Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. 138 90 Mainzer E.-B.-Act. Ui.Tt Marienburger E.-B.-Act. MC0 3Vi% Gießener Gelsenk. Bergw.-Act. 169 801 Der. Königs-Laurah.-Act. 13*-«0 Tendenz: still- Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scken Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen Die heutige Rümmer umfaßt 8 Seite«.