1891 Sonntag den 21. Jmii Erstes Blatt. Jl*. 141 Gießener Anzeiger Kenerat-Unzeiger «ebactton, Lxped««e unb Druckerei: Ach»lßr«tze 9fm*rc*^ÜI1W^«_ MI..!..MW..IZMiliM! AnEichev Theil. Gesunde«. 3 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Meffer, 1 Schirm, 1 Perlenkette, 1 Zwicker, 1 Brille, 5 Briefmarken, 1 Taschentuch, 1 seid. Halstuch, 1 Hundehalsband, 1 Klistir- spritze und 1 Uhrgehäng. Gießen, den 20. Juni 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. politische Wochenschau. Gießen, 20. Juni 1891. In der Reichspolitik ist jetzt vollkommene Ruhe eingetreten, nachdem die brennende Frage der Getreidezollsuspension vorläufig ihre Lösung gefunden hat und die letzten erregten Auseinandersetzungen über die Vorlegung des amtlichen Materials in Betreff der vorhandenen Getreidebestände und der diesjährigen Ernteaussichten ausgeklungen sind. In den Zeitungen und in Volksversammlungen grollt es freilich immer noch nach, aber die Wucht der Bewegung gegen die Getreidezölle hat doch nachgelassen, seitdem der Reichskanzler in bündigster Weise erklärt hat, daß die Regierung ihren Standpunkt auf keinen Fall zu verlassen gedenke. Die Frage ist indessen keineswegs entgültig abgethan, sondern nur vertagt. Sie wird wieder aufgeworfen werden und eine Antwort finden müssen, wenn im Herbste dieses Jahres im Reichstage der Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn zur Verhandlung kommt- denn dieser enthält bekanntlich eine Herabsetzung des Getreidezolles und zwar von 50 Mk. auf 35 Mk. oder wie neuerdings behauptet wird, nur aus 40 Mk. Wir werden bei den betreffenden parlamentarischen Erörterungen das interessante Schauspiel erleben, daß gerade diejenigen Parteien, welche bei dem seither gegen die Lebensmittelzölle geführten Kampfe die Regierung wegen ihrer augenblicklichen Haltung am heftigsten befehdet haben, am eifrigsten für die Regierungsvorlage eintreten werden, während die conservaüve Fraction, vielleicht sogar unter Führung des Fürsten Bismarck, im Großen und Ganzen eine lebhafte Gegnerschaft gegen die Zollherabsetzung im Handelsverträge bekunden wird. In Preußen wird demnächst eine überaus arbeitsreiche und wichtige Session ihren Abschluß finden. Seit Jahren waren die gesetzgeberischen Arbeiten in Preußen vollkommen in's Stocken gerathen- der Landtag war, wie sich ein conservativer Abgeordneter einmal galant ausdrückte, völlig in einen Dornröschenschlaf versunken. Das war in dieser Session anders geworden, in der der Landtag neben seinen regelmäßigen Arbeiten noch eine ganze Reihe wichtiger Reformgesetze durchzuarbeiten hatte, nämlich die Gesetze über die Einkommen, Gewerbe- und Erbschaftssteuer, die Landgemeindeordnung und die Sperrgeldervorlage, während die Regierung das von dem inzwischen zurückgetretenen Cultusminister von Goßler eingebrachte Volksschulgesetz selber fallen ließ, als sich herausstellte, daß keine einzige Partei mit der Regierungsvorlage völlig einverstanden war. Von den übrigen Reformgesetzen ist dasjenige, welches die Landgemeindeordnung betrifft, erst nach langem Streit in diesen Tagen durchgesetzt worden. Was durch dieses Gesetz in Preußen jetzt neu eingeführt wird, besteht anderwärts, zum Beispiel bei uns in Hessen schon längst, sodaß man außerhalb Preußens kaum ein rechtes Verständniß dafür zu gewinnen vermag, daß der geplanten Ordnung der ländlichen Gemeindeverhältniffe ein so leidenschaftlicher Widerspruch entgegengesetzt werden konnte. Wenn man jedoch bedenkt, wie sehr die preußischen Großgrundbesitzer in Folge des Gesetzes ihre selbstherrliche Stellung in vielen Fällen verlieren werden, so versteht man einigermaßen, weshalb die Vertreter des Großgrundbesitzes so scharf gegen den Minister Herrfurth, der doch im Uebrigen dieselbe Parteistellung einnimmt, vorgegangen sind. Wiederholt schien das Schicksal des Herrsurth'schen Gesetzentwurfes aus's Aeußerste bedroht. Das Abgeordnetenhaus hatte bereits fundamentale Aenderungen in einem der Gemeindesreiheit entgegengesetzten Sinne vorgenommen, zu denen das Herrenhaus einige weitere hinzufügte. Einen Augenblick glaubte man, daß das Abgeordnetenhaus das Gesetz in dieser Fassung nicht annehmen werde, so daß ein Conflict mit dem Herrenhause und die Ablehnung der Regierungsvorlage das Wahrscheinliche gewesen wäre. Indessen gelang es dem Minister, zwischen den beiden Häusern zu vermitteln und das Gesetz unter Dach und Fach zu bringen. — Aus der Initiative der Parteien war der Entwurf zu einem Wildschadengesetze hervorgegangen. Auch hier sollten Bestimmungen getroffen werden, die im Wesentlichen bei uns schon längst Geltung haben. Nach langen und lebhaften Discussionen ist schließlich ein Gesetz zu Stande gekommen, das den durch Wild geschädigten Bauern Hilfe zu schaffen, nur wenig geeignet zu sein scheint. Vom Auslande ist nicht sonderlich viel zu berichten. Aus Rede und Gegenrede über den Beitritt Englands zum Dreibund hat sich schließlich ergeben, daß zweifellos eine gewisse Verbindung Englands mit Italien-Oesterreich sich vollzogen hat. Es heißt, daß sich diese Thatsache demnächst in einem gemeinschaftlichen Seemanöver der drei Mächte im Mittelmeere deutlich aussprechen werde. In Rußland hat man sich in die neue Lage bereits gesunden- ein aus Petersburg stammender Bries, welcher der offiziösen Politischen Corre- spondenz zugegangen ist, behauptet, daß man in Rußland die Annäherung Englands an die Trippelallianz schon lange vorausgesehen habe. — In Bezug aus die gegen die Europäer sich richtende Bewegung in China hat der chinesische Kaiser eine Proclamation erlassen, in der er die Fremdenhetze sehr bedauert und die Beamten ausfordert, in energischer Weise vorzugehen. Diejenigen Personen, welche sich an den letzten Tumulten betheiligt haben, sollen sosort enthauptet werden.— Ein französisch-türkischer Zwischenfall macht schon seit einiger Zeit viel von sich reden. Nach der Meinung des französischen Gesandten hat die türkische Regierung sich 'wieder einmal in einen Streitfall zwischen Römisch- und Griechisch-Katholischen zu Unrecht aus die Seite der letzteren gestellt. Auch der Papst hat sich mit der Angelegenheit befaßt und der französischen Regierung empfohlen, mit allem Nachdruck ihre Forderungen im Interesse der Römisch-Katholischen zu vertreten, Deutsches Reich. Berlin, 20. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin gedenken, wie sich die „Nat.-Ztg." aus Hamburg melden läßt, am 28. d. M. in genannter Stadt einzutreffen, um sich mit dem neuen transoceanischen Schnelldampfer „Fürst Bismarck" nach Helgoland zu begeben. Sollte sich diese Meldung bestätigen, so könnte indessen der Aufenthalt der Majestäten aus Helgoland nur ein kurzer sein, da bekanntlich für den 1. Juli die Ankunft des deutschen Kaiserpaares in Amsterdam an gekündigt ist. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 19. Juni. Abgeordnetenhaus. Bei der heute fortgesetzten Etatberathung erklärte Cultusminister Graf von Zedlitz-Trützschler aus eine Anfrage, der wissenschaftliche Werth des Koch'schen Heilmittels stehe bereits fest, die therapeutische Wirkung werde sich noch bedeutend heben, sobald Koch die Reincultur der HaMsubstanz seines Mittels gelungen. sein werde, was, wie Koch ihm mitgetheilt habe, in einigen Wochen der Fall sein werde. Das Mittel werde in seiner Zusammensetzung übrigens der wissenschaftlichen Welt zur Prüfung unterbreitet werden. Der Etat und das Etatgesetz wurden genehmigt und die Resolution Braesicke auf Einführung von Gütertarifen mit gestuften Einheitssätzen der Regierung zur Erwägung überwiesen. — Nächste Sitzung morgen früh 10 Uhr: Wildschadengesetz. Essen, 19. Juni. In dem Bochumer Steuerprozeß wurde Redacteur Fusangel zu fünf Monaten, Lunnemann zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Effen, 19. Juni. In der Begründung zu dem Urtheil in der Beleidigungsklage gegen Fusangel und Lunnemann wird ausgeführt: Die wegen Beleidigung in 31, darunter 30 gemeinschaftlichen, Fällen Angeklagten werden in 13 Fällen der begangenen Beleidigung schuldig erkannt. Der Vorwurf, daß die Einschätzungs-Commission bewußt oder unbewußt parteiisch gehandelt oder bewußt zu niedrig eingeschätzt habe, sei unerwiesen. Das Urtheil anerkennt die Schwierigkeiten der Ermittelung des Einkommens, bemerkt aber, daß bei einer gründlichen Einschätzung große Unterschätzungen vermieden werden könnten. Die Einschätzungszeit — drei Tage — sei mit Rücksicht aus die Zahl der einzuschätzenden-Personen zu kurz. Die Mitglieder der Commission hätten sich mit den Vorschlägen des Vorsitzenden nicht ohne Weiteres begnügen dürfen. Die Frage, ob das Verhalten der Commission ein fahrlässiges gewesen, wollte der Gerichtshof nicht entscheiden. Für die Begründung des Vorwurfs der pflichtwidrigen Unterschätzung des Bochumer Vereins sei keinerlei Beweis erbracht. Immerhin sei es bedenklich, die Dividenden und die für die Reservefonds ausgeworfenen Summen als alleinige Unterlagen für die Einschätzung zu betrachten. Der Thatbestand des § 130 sei unerwiesen. Die Angeklagten seien zwar bis zur äußersten Grenze gegangen. Es sei aber unerwiesen, daß dieselben gegen besseres Wissen gehandelt, vielmehr sei bona fides anzunehmen. Den Angeklagten sei der Schutz des § 193 (Schutz berechtigter Interessen) zuerkannt, ausgenommen sei hierbei der Fall Generotzki. Strafverschärfend seien die 22 Vorstrafen des Angeklagten Fusangel. Das Urtheil bezeichnet denselben als einen Mann, der mit der Ehre Anderer leichtfertig umgehe und zu Ehrenkränkungen geneigt sei. Strafmildernd falle der Eindruck ins Gewicht, daß es sich um unverkennbare öffentliche Mißstände gehandelt habe. Die Kosten des Prozefles, ausgenommen die durch die Nebenkläger verursachten Gebühren, habe der Angeklagte Fusangel zu tragen. Die Verlesung des Urtheils dauerte l3/4 Stunden. Wien, 19. Juni. Die „Neue Freie Presse", den Empfang des' Fürsten Ferdinand von Bulgarien durch, den Kaiser besprechend, hebt als beachtenswerth hervor, daß der Empfang stattfand unter Wahrung des selbstgewählten Jncognitos, des Grasen Amrany, wodurch eine politische Mißdeutung in förmlicher Weise ausgeschlossen wurde. Bern, 19. Juni. Das Eisenbahndepartement hat angeordnet, daß alle Mittel zur Beschleunigung der Aufräumungsarbeiten bei Mönchenstein angewendet werden sollen. Oberst Dumur ist mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt und mit den entsprechenden Vollmachten versehen. Demselben sind als technische Berather die Ingenieure Nationalrath Buerkli und Zuercher und Jnspector Tschiemer beigegeben. Bern, 19. Juni. Ein Techniker hatte den Vorschlag gemacht, die noch in der Birs liegenden Trümmer durch Dynamit zu heben. Hiergegen erhoben aber die Behörden von Basel-Land Einsprache, indem sie betonten, in diesem Falle könnte die Identität der Leichen nicht sestgestellt werden. Basel, 19. Juni. Die Liste der Vermißten beträgt bis jetzt 75, darunter I. Pflum-Wessingen (Hohenzollern), Joseph Meyer-Mülhausen (Elsaß), Theresia Siebler-Höchen- schwand (Baden). MaUaud, 19. Juni. Für die im nächsten Monat in Bern zu eröffnenden Handelsvertrags-Verhandlungen hat die deutsche Regierung bereits der italienischen die Zusicherung ertheilt, daß eine Herabsetzung des Eingangszolles für Weintrauben, Most und Wein und auch gleichzeitig eine Ermäßigung der Eisenbahntarife für diese Artikel geplant ist. Loudon, 19. Juni. Das Unterhaus erörtert die Fabriken- und Werkstätten-Bill. Sydney-Buxton beantragt ein Amendement, wonach vom 1. Januar 1893 an Kinder nur mit dem elften Jahre in Fabriken beschäftigt werden sollen. Gorst gibt zu, daß die britischen Delegirten auf der Berliner Social-Conserenz einmüthig für die Erhöhung dieses Alters aus zwölf Jahre bei der Beschäftigung der Kinder waren und daß Lord Salisbury dieser Ansicht beipflichtete. Matthews vertheidigt die Regierung, daß sie das zehnjährige Alter in der Vorlage beibehalten hat. Von allen Ländern haben nur Deutschland und Portugal bisher Gesetze erlassen, um die Vorschläge der Berliner Conserenz durchzusühren, aber selbst diese Länder haben nicht alle Vorschläge der Con- ferenz ausgeführt. Buxtons Amendement wird mit 202 gegen 186 Stimmen angenommen. -Lissabon, 19. Juni. Hier eingetroffene Meldungen wollen wissen, daß der Präsident von Brasilien, Fonseca, demnächst eine Reise nach Europa antreten werde. Washiugton, 19. Juni. Reutermeldung. Amtliche Mittheilungen aus Chili bestätigen, daß die Kammer eine Bill annahm, welche den Präsidenten ermächtigt, 20 Millionen Zwangsanleihe zur Fortsetzung des Krieges zu emittiren. Santiago, 19. Juni. Die Circulation von Fuhrwerken nach Mitternacht und das Zusammenstehen von mehr als drei Personen in den Straßen ist verboten, ebenso bis aus Weiteres die Theatervorstellungen. Cocaks rind provinzielles, Gietzeu, 20. Juni. — Sitzung der Stadtverordneten vom 18. Juni. Anwesend : Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Keller und Langsdorff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Dr. Gutfleisch, Grüneberg, Habenicht, Heyligenstaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Scheel, Schiele, Schopbach, Simon, Dr. Thaer und Wallenfels. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte Herr Oberbürgermeister Gnauth Mittheilung über den am vergangenen Sonntag an der Turnhalle der Stadtknabenschule durch Brand verursachten Schaden. Darnach war die Turnhalle (wie bereits in diesem Blatte mitgetheilt) im Rohbau mit 20 000 Mk. versichert. Ein Theil des Mauerwerks wird einer weitergehenden Aenderung unterworfen werden müssen, wodurch der Stadt indeß materieller Schaden nicht entsteht. Der der Stadt an den verbrannten Dielen rc. erwachsene Schaden beläuft sich auf ca. 5000 Mk., der an Glaserarbeiten und am Dachstuhle der Abtrittsgruben entstandene Schaden aus etwa 1000 Mk. Es ist Aussicht vorhanden, daß der Gesammtbau noch vor Winter fertiggestellt werden kann und wird zunächst die Baudeputation Vorlage machen, damit möglichst schnell Ersatz für das verbrannte Baumaterial geschaffen wird. Ueber die Entstehungsursache haben die polizeilichen Ermittelungen zu einem bestimmten Resultate bisher nicht geführt. Schließlich nahm Herr Oberbürgermeister Gnauth Veranlassung, den beiden hiesigen Feuerwehren für ihre, allerdings des Sonntags-Nachmittags wegen erschwerte Hilfeleistung, sowie der Heuchelheimer Feuerwehr den Dank der Stadtvertretung auszudrücken und die Ermächtigung zu erbitten, den betr. Feuerwehren noch schriftlich die verdiente Anerkennung zu Theil werden zu lassen. — Eine zweite Mittheilung betraf den Bau der Nebenbahn Londorf- Lollar bezw. Londorf-Gießen. Wie in diesem Blatte s. Z. mitgetheilt, hat die Stadtverordneten-Versammlung am 19. Februar beschlossen, an die Großh. Regierung das Ersuchen zu richten, den Beschluß, betreffend Herstellung einer Nebenbahn von Londorf nach Lollar, auszuheben und die Bahn von Londorf (über Alten-Buseck, Wieseck) direct nach dem Nordende von Gießen zu erbauen. Nachdem dem an die Bürgermeistereien der an letzterer Linie interessirten Gemeinden gerichteten Ersuchen um Beitritt zu dem Projecte im Allgemeinen entsprochen worden, fand eine Besichtigung der hierbei in Betracht zu ziehenden Strecke durch Vertreter der Regierung und des Großh. Kreisamtes statt. Ueber den Stand der Sache hat aus Schreiben der Bürgermeisterei das Großh. Kreisamt mitgetheilt, daß z. Z. der Regierung ein Techniker zur Begutachtung der Trace nicht zur Verfügung stehe. — Auf dem am 6. Juli in Worms stattfindenden Hessischen Städtetage wird Herr Oberbürgermeister Gnauth die Stadt Gießen vertreten. Auf der Tagesordnung des Städte- ' tages stehen u. A.: die Gehaltsverhältnisse der Arbeitslehrerinnen an den Volksschulen des Großherzogthums, Erhöhung der Gehalte der städtischen Beamten, die Gehaltsverhältnisse der Volksschullehrer und Berathung über die Frage „Welche Maßregeln sind erforderlich, um die rechtzeitige Ausgabe der Gemeindesteuerzettel zu ermöglichen" und über die Frage der Vertheilung der durch Canalisation entstehenden Lasten. — Bon einer Einladung des Vorstandes der electrotechnischen Ausstellung in Frankfurt zur Theilnahme an einem am 27. und 28. August daselbst stattfindenden deutschen Städtetage zwecks Abhaltung von Vorträgen über die Anwendung der Electricität im Dienste der Städte und daran anschließende Verhandlungen wird Kenntniß genommen, und wird auch auf diesem Städtetage Herr Oberbürgermeister Gnauth die Stadt vertreten. — Nachdem die sogen. Taubentränke, ein vor der Kempff'schen Besitzung an der Marburgerstraße befindlicher Wasserbehälter, wiederholt Anlaß zu Klagen wegen ^schädlicher Ausdünstungen gegeben, war vor ca. 3 Jahren die Frage erörtert worden, ob es sich etwa empfehle, die Taubentränke zu veräußern. Infolge Gesuchs der dortigen Bewohner um Belassung der Tränke zum Zwecke des Begießens der Gärten rc. unterblieb der Verkauf. Infolge neuerlich zu Tage getretener Mißstände wurde eine umfassende Reinigung vorgenommen; die 99.80 Mk. betragenden Kosten werden bewilligt, gleichzeitig aber der Baudeputation aufgegeben, über etwa zu treffende Vorkehrungen zur Vermeidung der zu Tage getretenen Uebel- stände der Versammlung demnächst entsprechende Vorlage zu machen. — Betreffs Untersuch ung der Blitzableiter aus den städtischen Gebäuden wurde vor einiger Zeit beschlossen, den städtischen Baubureaugehilsen Stumpf, der an einem Cursus theilgenommen, mit der Untersuchung zu betrauen und die erforderlichen Apparate, Telephonbrücke rc. anzuschaffen. Da St. inzwischen mit Tod abgegangen, wird beschlossen, auf Antrag der Baudeputation Herrn Schlossermeister L. Haubach (der einen gleichen Cursus durchgemacht) mit Untersuchung der Blitzableiter zu betrauen. — Ueber die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse der behufs Verbesserung des Wassers in dem Brunnen vor dem Gail'schen Hause in der Neustadt vorgenommen Arbeiten berichtet Herr Oberbürgermeister Gnauth. Danach liefert der Brunnen eine reichliche, ungefähr der Hälfte des durch die städtische Wasserleitung zugeführten Wassers entsprechende Menge Quellwassers, welches aber im Laufe der Zeit durch schädliche Stoffe aus mangelhaft angelegten Aborten usw. der Nachbarschaft verschlechtert wurde. Die Direction ves Gas- und Wasserwerks hat sich für Erhaltung des Brunnens ausgesprochen, sofern nach Beseitigung der Ursachen der Verunreinigung wieder ein genießbares Wasser gewonnen würde. Ein Zuwersen des Brunnens empfehle sich deshalb nicht, weil erstens bei Einfrieren der Wasserleitung den Bewohnern der Neustadt das Wasser mangeln, zweitens aber auch das Wasser in die Keller der Umgebung dringen würde. Um der Verunreinigung des Wassers in Zukunft vorzubeugen, soll zunächst eine umfassende Razzia nach mangelhaften Abortanlagen unternommen werden. Herr Löber bemerkte, daß die Bewohner der Mühlgässe noch immer aus den dort aufzustellenden Ventilbrunnen warteten. Herr Oberbürgermeister Gnauth erwiderte, daß die Verzögerung dadurch herbeigesührt worden sei, daß die für die Mühlgasse bezw. Wolfstraße bestimmten Ventilbrunnen in der Süd- und Ostanlage nach neuerlichem Beschluß der Stadtverordneten an ihren bisherigen Standorten belassen würden- es müßten deshalb erst neue Ventilbrunnen angesertigt werden, was längere Zeit beanspruche. — Dem Gesuche des Herrn Metzger L. Schneider um Octroi-Rückvergütung wird stattgegeben. Gesuchsteller war genöthigt, ein unterwegs transportunfähig gewordenes Rind in Heuchelheim schlachten zu lassen. Infolge dessen mußte er für das ausgeschlachtete Rind den um 7.80 Mk. höheren Octroisatz für frisches Fleisch entrichten. — Großh. Polizeiamt beabsichtigt die Veröffentlichung einer Milchverkaussordnung. Die Versammlung beschließt, Einwendungen hiergegen nicht zu erheben. — Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen am 19. Juni er. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen Karl Bloß von Heisters wegen Brandstiftung. Die Anklage vertritt Großherzogl. Staatsanwalt Schilling- Trygophorus, die Vertheidigung führte Rechtsanwalt Dr. Rosenberg. Als Geschworene wurden ausgeloost die Herren: Johannes Meyer, Wilhelm Schudt, Jacob Caspar Jungblut, Wilhelm Leo Vogt, Carl Vogt, Theodor Haubach II. (Gießen), Heinrich Theiß V., Philipp Dern, Carl Buff, Friedrich Habenicht II. (Gießen), Heinrich Gröninger, Carl Psann- stiel, Balthasar Emmerich (Gießen), letzterer als Ergänzungsgeschworener mit Rücksicht auf die voraussichtlich zweitägige Dauer der Verhandlung, zu welcher 28 Zeugen und 2 Sachverständige erschienen sind. — Carl Bloß ist angeklagt, daß er in der Nacht vom 23. zum 24. Januar l. I. zu Heisters seine an der Ortsstraße gelegene Hofraithe, ein aus Wohnhaus, Stallung und Scheuer unter einem Dache bestehendes Gebäude, vorsätzlich in Brand gesetzt habe. In der Nacht vom 23. zum 24. Januar l. I., etwa um 10J/2 Uhr Abends, brach in der an der Ortsstraße in der Nähe des Weges nach Metzlos-Gehag zu Heisters gelegenen Hofraithe des Carl Bloß Feuer aus. Obwohl die Ortsbewohner alsbald zur Rettung herbeieilten, so wurde doch die ganze Hofraithe in kurzer Zeit ein Raub der Flammen, da die unternommene Bekämpfung des Brandes mangels des erforderlichen Wassers gänzlich erfolglos war. Die Hofraithe bestand aus einem einzigen langgestreckten Gebäude, das unter einem Dache Wohnhaus, Stallung und Scheuer enthielt. Nach dem Brande standen nur noch die untersten Umfassungsmauern und ein kleiner Theil der Rückwand bis zur Höhe des ersten Stockwerks. Das Feuer war zuerst in der Scheuer ausgebrochen, die Flamme verzehrte außer dem Gebäude den größten Theil der beweglichen Habe der Bewohner, insbesondere die sämmt- lichen darin ausbewahrt gewesenen landwirthschaftlichen Vor- räthe, namentlich 60 bis 70 Ctr. Stroh und etwa 40 Ctr. Heu in der Scheuer und eine größere Menge Getreide aus dem Speicher. Die Hofraithe wurde zur Zeit des Brandes nur von Carl Bloß, seiner Ehefrau und ihren beiden Kindern, sowie seinen Schwiegereltern bewohnt. Die im unteren Stockwerk gelegenen Wohnräume hatte Carl Bloß allein inne, da sich seine Ehefrau thatsächlich von ihm getrennt hatte und mit ihren Kindern zu ihren Eltern in den oberen Stock hinaus gezogen war. Kaum war das Feuer ausgebrochen, so bezeichnete man schon hie und da den Carl Bloß als den vorsätzlichen Brandstifter, da bekannt geworden war, daß er wiederholt ausdrücklich gedroht hatte, er werde sein Haus anstecken und man ihn eines solchen Verbrechens für fähig hielt. Der Großherzogl. Bürgermeister Dietz sagte es ihm aus der Brandstätte angesichts der lodernden Flamme und seiner mit der Rettung befaßten Mitbürger sofort und geradeaus in's Gesicht, daß er das Feuer angelegt habe, ohne daß er sich dagegen irgendwie vertheidigt hätte. Bloß, ein dem Schnapsgenuß ergebener notorischer Trinker, der früher ein Vermögen von mindestens 10000 Mk. besessen hatte, war durch Erkennt- niß des Großherzogl. Amtsgerichts Herbstein vom 21. October 1890 aus Betreiben seiner eigenen Ehefrau wegen Verschwendung entmündigt worden. Sein Haß und seine Rachsucht gegen seine Ehefrau hatten sich gesteigert, als dieselbe eine förmliche Ehescheidungsklage, gestützt auf Ehebruch und Mißhandlungen, Ende November vorigen Jahres gegen ihn erhob. Infolge der Entmündigung wurde eine Curatel über das Vermögen des Bloß eingeleitet und demnächst unter seinem ausdrücklichen Widerspruch die Verpachtung des Gutes und insbesondere die öffentliche Versteigerung seiner gesummten beweglichen Habe, soweit entbehrlich, gerichtlich angeordnet. Angesichts dieser Thatsache hatte Bloß wiederholt mit Brandstiftung gedroht und zwei Tage vor der Versteigerung stand seine Hofraithe in Flammen! Bloß leugnete, wie früher, auch in der heutigen Hauptverhandlung seine Thäterschast und wurde deshalb eine umfangreiche Beweisaufnahme erforderlich. Die Verhandlung konnte deshalb in einem Tage nicht zu Ende geführt werden und dauert zur Zeit vor Schluß der Redaction noch fort. Das Ergebniß derselben werden wir in der nächsten Nummer mittheilen. — Kunstverein. Die durch das Oberersatzgeschäft unterbrochen gewesene Kunstausstellung im alten Hofgerichtsgebäude wird Sonntag den 21. d. Mts. wieder eröffnet mit einer größeren Anzahl neu ausgestellter Bilder. Wir heben daraus hervor: v. Riedmüller (Stuttgart): Capri, Am Erlenbach- Reisacher (München): Zwei Landschaften- Roberth (Cronberg): Am Fenster- Hahn (München): Pitzthal in Tirol, Am Starnbergersee- Klaus (München): Krankenbesuch, Großmutter und Enkel, Ermahnungen, Die Flachshechlerin- Egel (Stuttgart): Die Jagd des Wotan- Sch m i t g e n (Berlin): Gang zur Tause - Hosner (München): Frühmorgen -Schneider (Karlsruhe): Magdalene - K u st n e r (München): Sommer- v. Gavel (München): Livländischer Waldwächter- Schultze (München): Auf der Murgseealpferner: Paul Weber (München): Am Amersee- Emma v. Müller (Düsseldorf): 2 Portraitstudien- Hugo Bürgel (München): Jsarthal bei Lenggries - Karl K ü st n e r (München): Frühling- Pauline Kohlschürter (Dresden): Beim Gyps- gießer- Ch.arly Leickert (Mainz): Umgegend von Schiedam, Winterlandschaft bei Scheveningen, Strandansicht bei Scheveningen, Landschaft am Abend- I. F. Hennings (München): Interieur in der alten Stiftskirche in Berchtesgaden. Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 1 Uhr geöffnet, Sonntags gegen ein ermäßigtes Eintrittsgeld von 20 Pfg. — Der „Franks. Ztg." wird von hier unterm 18. d. M. geschrieben: Seit vorgestern befinden sich hier fünf Mitglieder des preußischen Siebener-Ausschusses für die Reform des höheren Unterrichts, um das hiesige Gymnasium und besonders die an ihm von seinem Leiter Hermann Schiller einheitlich durchgesührte Methode des concentrirtenUnterrichtes zu studireu. Es sind dies die Herren Oberregierungsrach Dr. Schrader, Curator der Universität Halle, Obercon- sistorialrath D. Uhlhorn, Abt zu Lokkum, aus Hannover, Oberrealschut-Director Dr. Fiedler aus Breslau, Real- gymnasial-Director Dr. Sch lee aus Altona, Reichstagsmitglied und Oberlehrer a. D. Dr. Kropatsckek aus Berlin. Von Seiten des preußischen Cultusministeriums sind die Herren Geheimräthe Stander und Wehrenpfennig aus Berlin anwesend. Gestern trafen zur Begrüßung der preußischen Herren aus Darmstadt die Herren Geheimer Staatsrath Knorr, von Rosenthal und Oberschulrath Sold an hier ein. Die Besichtigung erstreckt sich auf die beiden Tage gestern und heute, was ein ziemlich knappes Zeitmaß bedeutet, wenn man weiß, welche wichtigen Fragen der Unterrichtsorganisation und der Lehrerbildung durch Schiller in Fluß gebracht und an dem Gießener Gymnasium vielfach zuerst praktisch dargestellt worden sind. Die Besichtigung der Anstalt und der Besuch des Unterrichtes hat die fremden Besucher zu den lebhaftesten Aeußerungen der Anerkennung über die zweckmäßigen hygienischen Anordnungen und Einrichtungen der Anstalt, über die allem Schablonenhaften abholde Methode und über die glänzenden Erfolge des Unterrichtes veranlaßt. Besonderes Interesse scheint der Zeichenunterricht hervorgerusen zu haben, der für jede einzelne Klaffe mit dem Gesammtunter- richt in organische Verbindung gesetzt ist. Der Leiter des Gymnasiums, Herr Geheimrath Schiller, veranstaltete gestern zu Ehren der fremden Gäste ein Festessen, bei dem es an Ehrungen für den Gastgeber nicht gefehlt hat. Mir dem Besuch des hiesigen Gymnasiums findet übrigens die Reise der Commission ihr Ende. — Ueber die am 24. Juni in Steins Garten austretenden Solisten des Hamburger Stadttheaters wird aus Elberfeld u. A. Folgendes mitgetheilt: . . Eröffnet wurde das Concert mit den Solo-Quartetten Waldsrieden von Möhring und Frühlingslied von Engelsberg, beide Sachen waren uns neu und können wir ihnen ein volles Lob spenden. In der Thar, zwei Perlen unserer Männerquartett-Compositionen. Möhring bietet in einem Quartett den Sängern Gelegenheit, ihre ganze Gesangeskunst zu erproben, beginnend mit dem zartesten Piano, anschwellend zum mächtigsten Fortissimo und bald wieder zu verhallen — in Friede und Andacht. Das Frühlingslied von Engelsberg schlug wie die fernen Accorde einer Aeolsharfe an unser Ohr. Tadellos rein, innig und verständig in der Phrasirung, wurden beide Nummern von den Sängern vorgetragen. Die erste Solo-Nummer des Pro-- gramms brachte die Cavatine aus Margarethe von Gounod, gesungen von Herrn Landau. Herr Landau verfügt über eine wunderbar weiche, schöne Stimme, die ihn berechtigt, mit allen seinen berühmten Tenorcollegen in die Schranken zu treten, ohne vor dem Ehrenpreis zu bangen. Bewunderungswürdig ist namentlich seine leichte Höhe, wir haben das hohe C selten schöner gehört, als wie es Herr Landau gestern in der Cavatine brachte. In Herrn Mathieu Lorent begrüßten wir einen lieblichen Bekannten, den wir immer wieder gerne kommen sehen, um seiner klangvollen Stimme und verständnißvollem Vortrage zu lauschen. Die beiden Grenadiere von Schumann, sowie die beiden Lieder der zweiten Abtheilung, „Spielmannslied" von Nikolai und „Schneeglöckchen" von Dorn gaben ihm Gelegenheit, seine ganze Gesangeskunst zu entfalten. Herr Weidmann, der Liebling der Hamburger Damenwelt, wie uns ein Bekannter aus Hamburg schrieb, und wir finden diese Schwärmerei sehr begreiflich, denn außer seinen herrlichen Stimmmitteln besitzt derselbe eine so einnehmende Persönlichkeit, daß er bei seinem Auftreten sofort alle Sympathien gewinnt. Künstlerisch durchbildet ist sein Vortrag, ansprechend und anheimelnd sein Gesang. Herr W. Lorent, der die Clavierbegleitung dieses Concertes übernommen, bewies sich als begabter Pianist, man merkte es an seiner Begleitung, daß er selbst Gesang studirt hat, indem er sich in rührender Weise den Sängern anschmiegte. — Die seit einiger Zeit auf dem Lenz'schen Felsenkeller stattfindenden Vorstellungen der Internationalen Künstler-Gesellschaft erfreuen sich großer Beliebtheit und recht zahlreichen Besuchs. Die großartigen Leistungen des Japanesen O'Torra, des Athleten Mr. Ernest, des Jongleurs Mr. Hermani, sowie des übrigen Künstlerpersonals finden unge- theilten Beifall. Wer einige vergnügte Stunden verleben will, dem seien diese Vorstellungen bestens empfohlen. — Verunglückt. Heute Morgen verunglückte aus dem Güterbahnhose der Main-Weser-Bahn der Rangirer Velten aus Großenlinden dadurch, daß er zwischen die Puffer gerieth. Velten blieb auf der Stelle tobt. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und ein Kind. — Allgemeines Befremden und Kopsschütteln erregt in den hessischen Lehrerkreisen der von der Pionier-Jnspection zu Mainz erstattete Bericht über die mangelhafte und ungenügende Schulbildung der aus Hessen gebürtigen Pioniere. Man gibt sich aber der angenehmen Hoffnung hin, daß diese ganze Angelegenheit eine die Schulen Hessens in ein günstigeres Licht stellende Remedur erfahren werde. — Zustellung der Gemeiudesteuerzettel. Die Stadtverordneten in Mainz haben beschlossen, daß in Zukunft sämmt- liche Gemeindesteuerzettel der Steuerpflichtigen unter Briefumschlag zugestellt werden. Beantragt war, nur den mit über 2600 Mk. Einkommen eingeschätzten Steuerpflichtigen die Zettel unter Verschluß zuzustellen- dem wurde jedoch entgegengehalten, es scheine dann, als ob Leute mit höherem Einkommen nur deshalb ihre Steuerzettel unter Verschluß erhielten, damit nicht festgestellt werden könne, ob sie zu niedrig eingeschätzt seien. t Lich, 19. Juni. In jüngster Zeit wurden hier an verschiedenen Stellen Einbruchsdiebstähle verübt. Der ungemein angestrengten Thätigkeit der hiesigen Gensdarmen Riebel und Müller ist es endlich gelungen, den Thäter in einem gefährlichen Individuum von hier zu ermitteln, welches erst vor Kurzem aus dem Zuchthause entlassen wurde und lll^^sraih e r «Ober, &' R-°l- Ste,«ngl«ks M - finden unge- & >°°» »9l“äLaSe(‘en SRangit«» < X* ynb u^ÄMiere. **£*'*. Die St°d^ .3^'S Stt 'L» * n>uld' eutt xeksch^ l o"“ „6 f'e } könne/ rs-ß'" Bei den BrodverkLuser«. ) j Schwarzbrod 1. Sorte ) „ 1. Sorte 1. Sorte Gießen, den 20. Juni Dem geehrten Publikum diene hiermit zur Nachricht, daß ich von zu verkaufen. [5725 Marktplatz BB 51 «X [4256 u Nähmaschinen i •n nnprfnnnt betten deulllüenAabriÜeu Faeons zu billigsten Preisen. Bahnhofstraße 29. 5067 60 10 für Damen und Kinder, in neuen gut sitzenden 1 2 1 2 3 29 58 27 54 81 § 31 62 29 58 27 54 sägerr, Glaserdiamant-, Glaserkitt empfiehlt billigst Otto Hochstätten Marktstraße 28. gebratenen „Hendl" bestand, für 40 Pfg. (Sollte die Gegend wirklich noch nicht von der „Cultur" beleckt sein?) Den 18. Juni. Helenej Katharine Steuernagel, geb. Hudeler, Ehefrau des Wirths Karl Steuernagel, alt 44 Jahre, gestorben den 16‘ ^Den 19. Juni. Elisabeth Jockel, geb. Hilh, Ehefrau deserstm Staatsanwalts am Großherzogltchen Landgericht zu Gießen, Ludwig Jockel, alt 45 Jahre, gestorben den 17. Juni. Denselben. Wilhelm Mosler, Agent, alt 57 Jahre, gestorben den 18. Juni. Auszug aus -en Standesaintsregiftern -er Stadt Gietzen. Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 20. Juni, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12, Luft 12 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. ArLSMg aus den der Stadt Gietzen» , Evangelische Gemeinde. Geborene. , , , c Juni: 7. Dem Großh. Amtmann Ludwig Nebel ein Sohn, Emil Eduard Fritz. 9. Dem Schneider Karl Schnell eine Tochter. 10. Dem Fuhrmann Heinrich Bocher ein Sohn. 10. Dem Schuh- macher PhtUpp Rupp eine Tochter, Karoline Luise. 12. ®em$eijer Jacob Hainbach eine Tochter. 13. Dem Friseur Friedrich Lehrmund ein Sohn, F. drich. 14. Dem Eisendreher Carl Müller VI. eine Tochter. 17. Dem Fabrikarbeiter Johann Georg Schmidt II ein Sohn. 17. Dem Schneider Clemens Nar, ein Sohn, Heinrich Für Giaser u. Schreiner. Fensterglas in allen Sorten, Spiegelgläser, Gold- und Politurleisten in größter Auswahl, OtNchePatent-GehrungS- «ttfsebote. r Juni: 18. Jacob Georg Franz Schreiber, Musikant zu Lausanne, mit Marie Helene Lang zu Gießen. ,18- Wilhelm Franz Theodor Ruske, ohne Gewerbe, zu Wetzlar, mit Elisabeth Phtlippme Merk- Hardt daselbst. 19. Andreas Johannes Braun, Hilfsbremser zu Gießen, mit Marie Reithel daselbst. 19. Ferdinand Julius Christian Brandstetter, Anstreicher zu Wetzlar, mit Josepha Margaretha Guting steinen 3) Aufsetzen der Steine 4) Lieferung von Decksteinen 5) Chaussirarbeit 6) Sandlieferung 7) Verlegung einer Keller-Drainage iu $Ulba‘ Eheschtteßunge«. Juni: 16. Simon Klein, Kaufmann aus Mainz, mit Hedwig Schulhof dahier. 16. Heinrich Lang, HUfsbremser dahier, mit Maria Otto Hierselbst. 19. Karl Konrad Volk, Kunst- und Friedhofsgartner dahier, mit Margarethe Wallenfels Hierselbst. 1) Erdarbeit 2) Lieferung v. Chaussir- Fürstliches Rentamt Hungen hat die Großh. Hessischen Regierungsblätter von 1820—1890 incl. abzugeben. — Liebhaber wollen Gebote an das unterzeichnete Rentamt richten. [5717 Hungen, am 19. Juni 1891. Fürstliches Rentamt Hungen. Ziegler-Stege. — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Gtahlindnstrieller belief sich die Rohetsenproductton des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburg) im Monat Mai 1891 auf 354,010 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 146,275 To., Bessemerrohetsen 33,237 To., Thomasroheisen 133,193 To. und Gießereiroheisen 41,305 To. — im Mai 1890 betrug 400,234 To., im Apnl 1891 Vom 1 Januar bis 31. Mai 1891 wurden producirt 1,758,393 To. gegen 1*951,731 To. im gleichen Zeiträume des Vorjahres. — Die North British and Mercantile, Feuerversicherungs-Gesellschaft mit Domicil in Berlin, erzielte nach dem erschienenen Rechnungsabschluß pro 1890 wiederum günstige Resultate. — An Prämien vereinnahmte die Gesellschaft in der Aerrerbranche abzüglich der Rückversicherung 37783151.92 Mk., an Zinsen 2129 367.42 Mk. — Als Capttalreseroe sind zuruckgesiellt worden 31 000 000 Mk. und als Prämien-Reserve 9 261050.58 Mk. Auch das deutsche Geschäft der Gesellschaft verlief in sehr befriedigender Weise. Die Prämien-Einnahme in Deutschland erfuhr einen Zuwachs r.on 151 741 87 Mk. und beziffert sich auf 2 896 547.01 Mk Brodpreise vom 21. Juni bis 5. Juli 1891. Bei de« Bäcker«. 5636] Ein neues elegantes Halb- verdeck (Mylord) billigst zu verkaufen bei Gchmiedemeister Grauer, Butzbach. boren den 22. Januar. Beerdigte. , Den 15. Juni. Karl Hermann Merkel, Privatmann in Markranstädt, alt 38 Jahre, gestorben den 12. Juni. D^n 16. Juni. Elisabeth Giar, Tochter des Weichenstellers Heugras von verschiedenen Wiesen, event. die Wiesen von Hch. BeckerS Grben . . 31 . . 62 Briefkasten. Herrn K. Warum die Wenzel'sche Koncursmasse noch nicht verthellt sei, fragen Sie; wir bedauern, Ihnen eine genügende Antwort nicht geben zu können. Vielleicht erzielen Sie bei Großh. Amtsgericht eine bessere Antwort. D. Red. verlegt^habe. ung geeignetet Locale zur Aufbewahrung von Pelz. Artikeln bin ich in den Stand gesetzt, jeder AnsNderung punktlchst nach- rukommen Ich bitte das mir in meinem alten Geschaftslocale «eitert Wert 41 geschenkte Vertrauen auch auf das neue, vergrößerte und aufs Beste eingerichtete Local hochgeneigtest übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Die Heugrasversteigerung vom 18. und 19. Juni von den Do- manialwiesen ist genehmigt und können die Abfuhrschetne bei Gr. Rentamt Gießen vom 27. d. M. an abgeholt werden. Gießen, den 20. Juni 1891. Großh. Obersörsterei Gießen. ; Block 5730 Wilhelm. " Gestorbene. Juni: 13. Georgine Katharine Margarethe Elisabeths Giar, 16 Jahre alt, Tochter von Weichensteller Johann Peter Giar dahier. 16. Helena Kath. Steuernagel, geb. Hubeler, 44 Jahre alt, Ehefrau von Wirth Carl Steuernagel dahier. 16. Anna Luise Hoffmann, 7 Jahre alt, Tochter von Müller Johann Hoffmann Wittwe dahier. 17. Elise Höckel, geb. Hilß, 45 Jahre alt, Ehesrau des Großh. ersten Staatsanwalts Ludwig Jockel Hierselbst. «18. Wilhelm Mosler, 57 Jahre alt, Agent dahier. 18. Wilhelmine Hermine Stauß, 4 Jahre alt, Tochter von Schreiner Hermann Stauß dahier. 18. Dr. Hermann Weber, 64 Jahre alt, practischer Arzt Dahier. 18. Heinrich Knorp, 7Va Jahre alt, Sohn von Landwirth Heinrich Knorp II. zu Garbenheim. schon ca. 20 Bvrstrasen auf dem Kerbholz hat. Unsere Stadt i hosstraße — Abmarsch durch die Straßen der Stadt — wird nun wieder auf längere Zeit von diesem allgemein ge- Hauptübung an der Kaserne — nach derselben Abmarsch befürchteten Menschen befreit sein. Zuges nach dem Festplatz - daselbst Ansprache — geselliges X. Bleichenbach, 20. Juni. In der Hofraithe des Georg Zusammensein — abwechselnd Concert nach besonderem Pro- Emrich XI. dahier brach am letzten Mittwoch IFeuer aus, gramm unter Mitwirkung der hiesigen Männergesangvereme das dessen Holzschoppen und Schweineställe einäscherte und — Tanz. Montag, den 13. Juli, Vormittags: Prusung der Holz-, Futter- und Stroh-Vorräthe zerstörte, lieber die Feuerlöschgerathschaften. Ausflug nach Spiegelslust (SMer Entstehung des Brandes ist Zuverlässiges nicht bekannt. Es Wilhelm-Thurm) - daselbst Concert an zwei Stellen Nach- wird vermuthet, daß derselbe durch ein fünfjähriges Kind mittags: Concert und Tanz aus dem Festplatz, Besichtigung bcrhnrnerufßn worden sei der Sehenswürdigkeiten Marburgs. hervorgerufeu woroen fti. Aus dem Rheingau, 19. Juni. Von dem gesähr- — - lichen Weinbergsfeind, dem Rebstichler, wurden in Eltville Dermtwtes» bon den Schulkindern in 2 Tagen 20000 bis 25000 Stück *A. Frankfurt a. M., 20. Juni. Internationale abgelesen. Auch in anderen Gemeinden, z. B. in Erbach, hat Electrotechnische Ausstellung. Die am Donnerstag man das gefährliche Jnsect in gleicher Anzahl vertilgt. Abend stattgefundene erste besondere Veranstaltung in der * Eine billige Gegend. . Sehr erstaunt war neulich ein Ausstellung hatte ein zahlreiches Publikum aus den Aus- Wiener Tourist, als er i» einem bayrischen Dorfe bei Cham stellungsplatz herangezogen. Der Saal der großen Restaura- für fünf gesottene Eier nebst Brod in Summa 15 Pfg. er- ration, wo das historische Concert der badischen 109 er und legen mußte. Ein Mittagsmahl für 80 Pfg-, bestehend m die Gesangsvorträge des „Liederkranzes" stattfanden, war von Suppe, Rindfleisch, Spargel, gebackener Leber, Kopfsalat, einem gewählten Publikum dicht besetzt, ebenso waren die nebst einer gebratenen Taube mit Gurkensalat in der Brauerei Restaurationen um die Grotte lebhaft besucht, während eines anderen Dorfes dürste auch nicht theuer erscheinen, Hunderte sich dem Vergnügen des Flanirens aus den breiten ebenso wenig ein solches, wobei der dritte Gang in einem Wegen Hingaben. Die Feierabendstunde war an diesem Abend ' - c"~ Afx auf 12 Uhr festgesetzt worden. Wenn wir noch constatiren, daß sowohl die Leistungen des „Liederkranzes" wie der 109 er Capelle ungetheilten Beifall sanden, so geben wir damit der allgemeinen Ansicht über die Veranstaltung Ausdruck. Einem allseitig ausgesprochenen Wunsche entsprechend, wird bereits | am nächsten Montag Abend ein zweites historisches Concert der Capelle des badischen Leibgrenadier-Regiments Nr. 109 mit neuem Programm und zwar im Musikpavillon an der Grotte stattfinden. Das Concert ist zugleich das Abschieds- concert der genannten Capelle, die durch ihre ausgezeichneten Leistungen sich viel Freunde hier erworben hat. — Bezüglich des 20-Psg.-Tages am nächsten Sonntag erwidern wir auf verschiedene an uns ergangene Anfragen, daß allerdings nach 4 Uhr der Eintritt nur gegen Abgabe der üblichen Eintrittskarten stattfindet, daß aber die auf dem Ausstellungsplatz um 4 Uhr befindlichen Personen ausnahmslos nach Belieben bis zum Schluß der Ausstellung um 11 Uhr bleiben können. — Am Sonntag Vormittag von 11 — 1 Uhr findet auf dem Ausstellungsplatz Frühconcert statt. *A Mainz, 19. Juni. An der Mainmündung ereignete sich gestern Abend ein Schisfsunsall, bei welchem das Leben von vier Menschen in großer Gefahr stand. Von einem Dampfer schlugen die Wellen in einen beladenen Sand- schelch, wodurch der letztere in das Sinken kam und zwar so rasch, daß die Mannschaft sich nur an einigen Bordstücken über Wasser halten konnte. Einige in der Nähe haltende Flößer nahmen die Gefahr für die Schiffsmannschaft wahr und eilten zu deren Rettung herbei, was ihnen auch noch 2. Sorte 2. Sorte 2. Sorte 1891. Großh. Polizeiawt Gießen. Fresenius. Garbenteich, am 19. Juni 1891. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz. 5712 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . 2 „ (4 1 „ (2 2 „ (4 3 w (6 1 , (2 2 „ (4 3 , (6 Jeilgeöotenes. Ä Ein neues vorzügliches i Sicherheits- ! Zweirad ist wesentlich unter Preis abzugeben 5598 Im Auftrag: Th. Handach, Bahnhofstraße 40. d* Marburg, 19. Juni. In den Tagen des 11., 12. und 13 Juli wird in Marburg der achte Feuerwehrtag des Verbandes der hessischen Feuerwehren im Regierungsbezirk Cassel abgehalten, mit welchem em arößeres Volksfest, sowie eine Ausstellung von Feuerlosch- aeräthschaften verbunden sein wird, deren Beschickung die bedeutendsten Firmen dieser Branche zugesagt haben. Außer den bei dieser Gelegenheit gepflogenen Delegirtenberathungen finden Special- und Hauptübungen statt, welch letztere: ein interessantes Bild der Leistungsfähigkeit der Marburger Freiwilligen Feuerwehr abgeben werden. Die Ausgestaltung dev Festes ist einem aus einem Hauptausschuß und sechs Unterausschüssen bestehenden Festvorstande übertragen, oer folgendes Programm aufgestellt hat: Samstag, den 11. ^ult, Nachmittags von 3 Uhr ab: Empfang der Gaste. 6 Uhr. Specialübungen der Freiwilligen Feuerwehr Marburgs am Steiqerthurm (Festplatz). Von 7 —11 Uhr: Concert der ge- fammten Capelle des hiesigen 11. Jägerbataillons auf dem Festplatze. Geselliges Zusammensein. Sonntag, ben 12.^$ult, Vormittags 6 Uhr: Weckrus durch die Straßen der Stadt von der gesammten Capelle des hiesigen 11. ^zagerbataillons. Von 8—11 Uhr: Delegirtentag. 11 Uhr: Eröffnung und 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . . • . . 2 „ (4 „ ) Weißbrod..... (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 1 bei L. Keil, I. Lein, K. Haas aus den anerkannt besten deutschenAabrikeu < ä» ■ ■ liefert unter mehrjähriger reeller ©arantie l B 8 a 5285 K. Kraft, Mechaniker I Q|J| döHöil Eigene Neparaturwerkstatte Neuenweg 46. Betraute. , /pi, p Den 16. Juni. Heinrich Lang, Hilfsbremser in Gießen, und Marie Otto, Tochter des Taglöhners Heinrich Otto aus Elpenrod. Den 19. Juni. Karl Eon'rad Volk, Gartner in Gießen, und Margarethe Wallenfels, Tochter des Wagners Johannes Wallenfels in. in Allendorf a. d. Lumda. Getaufte. r , Den 14. Juni. Dem Oeconom Heinrich Noll VII. eine Tochter, Frida Lina Katharine, geboren den 25. April. Den 17. Juni. Eine uneheliche Tochter von auswärts, Christine Emilie, geboren den 29. Mai. Den 19. Juni. Eine uneheliche Tochter, Marie Henriette, ge- Der Postdampfer „Noordland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. Juni wohlbehalten in Newyork „Switzerland" der »Red Star Lvre" in Ant- werten ist laut Telegramm am 18. Juni wohlbehalten in Philadelphia an gekommen. __ Verkehr, Land- unb Volksrvirthschaft. Gießen, 20. Juni. Marktbericht Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,95, Hühnereier 1 St. 5-6, 2 - 4, Enteneier 1 St. 6-7 H, 2 St. - 4, Käse pr. St. 5—8 4, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Ater 18 A# Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar X 0.80—1M H^nerp^ Stück X 1,20—1,40, Hahnen pr^St. 1^0-2,30, Enten pr. Swck * 2,CO—2,30, OchseMisch pr. Pfd. 70-74 -^.K^h' -wd Rindfl-isch 60—64 H, Schweinefleisch 56—64 Hammelfleisch 50—76^, Kalbfleisch 50-56 Kartoffeln pr. 100 Kilo »*7,00-8,00, WeMraut pr. St- 3—7 Zwiebeln per Centner X 12,0—15,0, Milch per Liter 12-18 A, Kirschen per M- 30-35 O Gründer«, 19. Juni. Den gestrigen Johanni-Markt begünstigte verhältnißmäßig gutes Wetter, denn es regnete nicht, und einen Tag ohne Regen muß man bei der gegenwärtigen Reg^periode eben zu den guten zählen, wenn auch kein Sonnenstrahl das Gewölk durchbricht. Der Markt war mit Jungschweinen sehr stark befahren und von Käufern recht gut besucht. Der Handel ging infolge dessen sehr lebhaft und wurden gute Preise bezahlt: für das Paar Ferkel je nach Alter und Qualität 36—46 Mk., 46—50—60 Mk., laufet 60—70 Mk. und 70—90 Mk., fette Schweine fehlten. A. Kretzschmar, Kürschner 5573 ________________22 Marktplatz 2S.____________ Städtische Handelsschule (mit Mmlisi in Marktbreit a. M. Die Abfolutorial- Zeuaniffe berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. Gediecmier Unterricht, gute Verpflegung und strenge Ueberwachung den durch -men neuen Schulbausbau erntetet, gesunden und schön gelegenen Räumlichkeiten. Nähere Auskunft erthettt pamm> N»»ass sä Arbeitsversteigerung. Geschäfts-Verlegung Douuerttag d«n 2» d. M., . uei( „„„ ...... .... des Nachmittags 1 Uhr, soll aus dem Geschäft in das von mir erkausie Haus Gemeindehaus zu Garbenteich nach., «em-an u ° w . „ , verzeichnete Arbeit wenigstnehmend m Accord gegeben werden: veranschlagt zu 50 Unsere unvergessliche Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Moses Rothenberger Wtw. verstarb gestern Abend 6 Uhr in Gedern. Freunden und Bekannten diese Nachricht statt besonderer Mittheilung, Für die Hinterbliebenen: Louis Rothenberger. Giessen, Gedern, Frankfurt, Brooklyn, Long Branch, Rotterdam, den 19. Juni 1891. Die Beerdigung findet Sonntag Vormittag J/211 Uhr, vom Bahnhof der Oberh. Bahn aus, statt. 5705 Mit tiefer Betrübniss vernehmen wir die Trauerkunde von dem Ableben des Herrn Wilhelm Mosler. Wir betrauern in ihm einen lieben treuen Freund und geschätzten Mitarbeiter, und werden demselben stets ein ehrendes Andenken bewahren. Frankfurt a. M. Die Subdirection der Berlinischen Lebensversicherungs-Gesellschaft. 5721 Friedrich Emmerich. Gefrorenes 3®“ Steins Garten. "3®>G Mittwoch den 24. Juni: Einmaliges Concert erster Solisten des Homburger Stadt-Theaters. Mitwirkende: Leop. Landau, Mathieu Lorent, Fr. Weidmann vom Hamburger Stadttheater, sowie Willy Lorent aus Cöln. Preise der Plätze: Reservirter Platz Mk. 1.50, Zweiter Platz Mk. 1. Billet-Borverkaus: Für reservirten Platz Mk. 1.25, bei Herrn Lrnst Challier, Neuenweg 9, und in Steins Garten. 5687 BST* Anfang des Concerts 8 Uhr. C. Harder- Röhrles Bierhalle. Heute Sonntag den 21. Juni: Grosses Concert. 5MF* Anfang Abends 7 Uhr. Entree TL Pfg.[5731]Er. Karnickel» Markt nzeige Montag den 22. Juni d. Js. wird der festgesetzte Vieh- und Krämer-Markt dahier abgehalten. Lieh, am 19. Jnni 1891. Grosthcrzogliche Bürgermeisterei Lich. WaBz. 5743 ^BHwnwHKiin' —ihm w—m i Unschädlich! Feuerlöschmasse I altbar! I voK Joseph Bauer in Wien. Der Alleinverkauf dieses Fabrikates, welches sich schon bei vielen Bränden ausgezeichnet bewährte und sich auch zum Löschen von brennendem Petroleum, Spirituosen, Fetten u. bergl, wo Wasser allein nicht mehr Igenügt, sehr wirksam erwiesen hat, ist mir für den Kreis Gießen übertragen worden und empfehle ich dieses auch für jede Haushaltung unent behrliche Löfchmittel geneigter Abnahme. [5701 T”i August Moll II., »Erfolg anwendbar!> Bahnhofstraße Sl» | sicher! Couesberreht vo« E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 20. Zuni 1891. Schlußcovrs«? 1 Uhr 15 Mtn. 30/0 Reichsanlethe 8Vi»/o do. 3o/o Preuß. ConsolS 3Vi% do. 85.70 98.55 85.40 98.60 4% Ung. Gold-Rente 5% Jtal. Rente IVsF/o Oest. Silber-Rente 5o/o Rufs. HL Orient 91 5G 92 00 SOOC 75 20 in verschiedenen Sorten, sowie Kaffee und Chocolade empfiehlt zu jeder Tageszeit Conditorei Heine. Kinkel, _____Marktstraße 32. [5715 Neu! Jssleibs Neu! UestemNBlUlmejlen dürfen in keinem Hause fehlen. Bewährt bei jedem kranken Magen. 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Juni, Abends 8 Uhr, freiwillig versteigert werden. 5706 ___W» Kraushaar. 5735] Heu- und Grummetgras von 315 lD-Klafter Wiese im Heegstrauch zu verkaufen durch Rechtsanwalt Labroiffe, Ostanlage 36. Heugras von circa zwei Morgen Wiesen am Launspacher Steeg zu verkaufen durch Rechtsanwalt Labroiffe, Ostanlage 36. [5736 Vermischte Anzeigen. Gesucht auf sofort ein zuverlässiger tüchtiger tzmMMuWr, der reiten und fahren kann. Näheres bet [5696 _ H. Simon, Neuenweg 32. " 5698] Ein tüchtiges braves Dienst^ Mädchen auf Mitte Juli ges. Näheres ___________Seltersweg 65, im Laden. 5697] Junges Mädchen für die Stunden von Morgens bis Mittags gesucht. Zack, Marburgerstraße 20. DiSconto-Command^Anth 181.40 Darmstädter Bank« Act. 188.20 Dresdener Bank-Act. 141.50 Nordd. Lloyd-Act. 117.80 Wiener Bankver.-Act- 93.70 Oest. Credit-Acl. 259 25 Oest. Staatsb.-Act. 249 25 Lomb. E.-B.-Aet. 101 (0 Buschtherader E-B.-Act. 421 00 Elbthal-Bahn-Act. 178 50 Gotthard-Bahn-Act. 145.00 Schweizer Nordost-B.-Aet. 141.00 Mainzer E.-B.-Act. 118.70 Marienburger E.-B.-Act 7000 Cafe Leib. Heute Sonntag den 21. Juni Frühconcert im Garten. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Entree SO Pfg. Anfang 11 Uhr» Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein [5740 ______________________Gustav Giihiholtz. Lenz’scher Felsenkeller. (W. Kaufmann.) Neues Programm. Neues Programm. Heute Samstag, Abends 8 Uhr: Grosse Vorstellung'. Morgen Sonntag den 21. Juni: Zwei grosse Vorstellungen der Internat. Künstlertruppe. 5660 Nachmittag- 4 Uhr und Abends 8 Uhr. Auftreten fämmtlicher Künstler und Künstlerinnen. Entree: Erster Platz 50 Psg., Zweiter Platz 25 Pfg. Stadt Marburg1. Sonntag den 21. Juni: wozu ergebenst einladet 5699___________________________________Hch. Koch. Kriegerverein Meßen »L- JTlomitsotrfammfang tF Montag den 22 d. M., Abends Vr9 Uhr, im Dereinsloeal. Besprechung wegen Betheiligung an der Feier der Schlacht bei Laufach. — Sommerfest._______________________________________________[5693 "Gesangverein Germania. Sonntag den 21. Zuni: Ausflug nach der Wellersburg (Concert und Tanz), wozu ergebenst einladet Der Vorstand. Bei ungünstiger Witterung im Vereinslocale Restauration Bieker. 5727 Freunde sind willkommen. Für sofort 5714 tüchtige Mädchen für hier und auswärts gesucht durch Frau Bärrn, Asterweg 13. 5729] Einen Lehrling sucht Wilh. Hosch, Mechaniker, ___Neuen Bäue 13. 5726] Beschäst. im Kleiderm., Weiß- zeugn. u. Ausbess. w. ges. Neuenweg 46. 5724] Ein Kellnerjunge u. e. Kegeljunge ^werden gesucht. Caf6 Ebel. 5719] Einen Lehrling sucht G. Schomber, Schneidermeister. 5700] Ein junger Mann von 15 Jahren mit schöner Handschr. sucht halbtäg. Beschäftigung (Mittags) auf einem Bureau. Off, unter K, H. 52 an die Exped. d. Bl. 5663] Ein junger HauSbrrrfche vom Lande in die Nähe sofort gesucht. 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October zu vermiethen. ______K. Klees, Südanlage 18. 5746] Ein Logis zum 15. Juli zu vermiethen Liebigstraße 29. _____________H. DebuS Wwe. 5741] Ein kleines Logis zu vernuethen- Ludw. Rohrbach, Kaplansgusse 1 5709] Ein Stübchen mit Bett zu vermiethen.__________Kleine Mühlaasse 7. 5739] Vier Herren können Kott und Wohnung, per Woche für JL 8,75, erhalten. Näheres in der Exped- d- Bl.________ 5691] Möbl. Zimmer zu vermiethen. __________________Teufelslustgärlchen 8. 5b9oj Eine große Werlstcktte zu oer- miethen-______________ Neustadt 11. 5732] Ein möbl. Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen, WgL eine kl. Wohnung an eine rub. kl. Familie oder alleinstey. Frau und kann sogleich bezogen werden. Näheres in der Exped. d. Bl.________ 5648] Ein unmöblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen. __LouiS Lotz, Bahnhofstraße 22. in guter Lage «UVkS» mit Wohnung und Lagerraum zu miethe« gesucht. Offerten unter K« abzugeben bei der Expedition dl. Blattes. 5711 5737] WLfche -um Bügeln wird angenommen. Schühenftraße 19. i Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer umfaßt 10 Setten.