Nr. 192 Donnerstag den 20. August 1891 Der erscheint täglich, oM LuLnahme bei Montags. Wir Gießener aw*ro dem Anzeiger -LL-«ttlich dreiwal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger 2 Mark 20 Pfg. oÄS Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf,. Webaction, Lxpeditla, und Druckerei: SchutSrate Ar.«< Fernsprecher 51. Amt»- unb Airzeigeblatt fflr den Atrer» Gretzen. aa.-a-ax-xr'üsrr | janansways: Amtlicher Theil. Gießen, am 17. August 1891. Betr.: Überwachung und Revision der Dampfkessel. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzogl. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch rückständig sind, an umgehende Erledigung unserer Verfügung vym 15. Juli l. I. (Gießener Anzeiger Nr. 163.) ____________________ I. V.: Jost._____________________ Gießen, 17. August 1891. Betreffend: Die Ausführung des Kirchengesetzes vom 23. Juni 1891, die Aushebung der Acci- denzien betreffend. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die evang. Kirchenvorstände des Kreises. Mit Bezug auf das im Verordnungsblatt Nr. 12 von 1891 abgedruckte Ausschreiben Großh. Oberconsistoriums an die Großh. Kreisämter vom 6. v. Mts. zu Nr. 00. 4061 bringen wir nachstehend den nach oben abgerundeten Anschlag der Accidenzien zu Ihrer Kenntniß unter dem Auftrage, diese Summen erstmals in den Voranschlägen für 1892/93 einzusetzen. I. V.: Jost. Ord.- Nr. Pfarrei. Anschlag der Accidenzien, nach oben abgerundet. JL 1 Mendorf a. d. Lahn 14 2 Beuern 95 3 Großen-Buseck 129 4 Großen-Linden 137 5 Hausen 43 6 Kirchberg 300 7 Lang-Göns 114 8 Leihgestern 96 9 Reiskirchen 60 10 Rödgen 64 11 Steinbach (von Albach) 18 12 Treis a. d. Lumda 137 13 Watzenborn 163 14 Ettingshausen 120 15 Grünberg I. 47 16 Londorf 230 17 Münster 53 18 Queckborn 60 19 Wirberg 190 20 Bellersheim 92 21 Eberstadt 34 22 Grüningen 60 23 Holzheim 109 24 Hungen I. 125 25 Langsdorf 102 26 Lich I. 114 27 Lich II. (aus Lich) 73 28 Obbornhofen 22 29 Villingen 50 30 Langd 90 31 Rodheim 93 Gießen, 17. August 1891. Betreffend: Die Aufstellung der Voranschläge der evang. Kirchenfonds für 1892/93. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die evang. Kirchenvorstände des Kreises. Unter Hinweis auf § 4 der Instruction zur Fertigung der Voranschläge über die Vermögensverwaltung der evangelischen Kirchen vom 31. August 1885 beauftragen wir Sie, die rubricirten Voranschläge nach Anhörung des Kirchenrechners so zeitig aufzustellen, daß die Berathung derselben im Glffammt-Kirchenvorstand und in der Kirchengemeindevertretung im Monat September stattfinden und die Vorlage an das betreffende Großh. Decanat bis spätestens Mitte Oktober erfolgen kann. Insofern ein Beitrag der Civilgemeinde zur Deckung des kirchlichen Deficits in Anspruch genommen werden muß, ist nach § 24 Ord.-Nr. 10 der Kirchenvoranschlags-Jnstruc- tion alsbald nach der Berathung des Voranschlags im Kirchenvorstand und Gemeindevertretung, der Bürgermeisterei unter Mittheilung eines Auszugs aus dem Voranschläge, von der Höhe des nothwendigen Zuschusses Nachricht zu geben, damit der erforderliche Credit im Gemeindevoranschlage ordnungsmäßig gewahrt werden kann. Die Revisionsverhandlungen zu den Voranschlägen für 1891/92 wollen Sie bei Aufstellung des neuen Voranschlags berücksichtigen und nach den dort getroffenen Anordnungen genau verfahren. Im Weiteren wollen Sie bei Ausstellung des Voranschlags auch unser Ausschreiben vom heutigen in Betreff der Accidenzien beachten. Die Ablieferung der Voranschläge an die Großh. Deca- nate wollen Sie uns demnächst anzeigen. I. V.: Jost. Neueste Nachrichten. WoW telegraphisches Lorrrspondenz-Bureau. Köln, 18. August. Wie die „Köln. Ztg." meldet, fand heute hier aus Veranlassung der Minister des Handels, der Finanzen und öffentlichen Arbeiten unter dem Vorsitze des Oberpräsidenten Nasse eine Berathung behufs Prüfung des vom Baurath Schönbrod ausgearbeiteten Projectes der Moselcanalisation statt, an der viele Großindustrielle theilnahmen. Die mehrstündigen Verhandlungen, die vertraulich waren, haben jedoch zweifellos das Vorhaben wesentlich gefördert. Hamburg, 18. August. Das Morgenblatt des „Hamburgischen Correspondenten" berichtet aus Berlin: Die seitens der Regierung in Aussicht genommene Maßregel, zur Brodversorgung der Armee Weizen heranzuziehen, ist ein bedeutsamer Schritt auf dem von der Regierung zielbewußt eingeschlagenen Wege, Deutschland vom wirthschaftlichen Standpunkte aus unabhängiger als bisher vom Auslande zu machen. Wenn auch in diesem Jahre das russische Roggenausfuhrverbot möglicherweise durch eine schlechte russische Ernte begründet sein mag, so ist es doch nicht ausgeschlossen, daß später einmal politische Gründe allein für derartige Schritte maßgebend würden. Solchen Eventualitäten soll im Bereiche des Ausführbaren mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die Spitze abgebrochen werden. Die auf die Angelegenheit bezüglichen Fragen unter besonderem Hinblick auf die augenblickliche Lage sind in den verschiedenen Refforts einem sorgfältigen Studium unterworfen worden. München, 18. August. Morgen Mittag findet die Eröffnungssitzung der Verhandlungen über den Handelsvertrag zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien im großen Saale der General-Zolldirection statt. Die Con- ferenzen sollen einen streng vertraulichen Character haben. Kissingen, 18. August. Fürst Bismarck und Herbert Bismarck sind heute von hier abgereist. Wien, 18. August. Der heutige Geburtstag des Kaisers wurde hier, in Pest und in den übrigen Städten der Monarchie festlich begangen. Hier fand heute eine Truppenrevue in Gegenwart der Erzherzöge, ein Hochamt im Stephans- dome und Festgottesdienst in den anderen Kirchen statt. Die Stadt war reich beflaggt. In Prag wurde das Geburtsfest des Kaisers ganz besonders festlich begangen. Aus der Ausstellung wurden von einer nach Tausenden zählenden Menge patriotische Kundgebungen veranstaltet. Bozen, 18. August. In Folge Wolkenbrpchs ist der Gannerbach bei Bozen ausgetreten und hat große Zerstörungen angerichtet. Mehrere Personen sind umgekommen, die Bahnverbindung ist unterbrochen. Bern, 18. August. Von den 26 Personen, welche bei Zollikofen verletzt und im hiesigen Hospital untergebracht wurden, sind sechs entlassen worden, einer ist Nachts gestorben, andere liegen an sehr schweren Verletzungen darnieder. Die Eisenbahnlinie macht an der Stelle, wo der Unglücksfall stattfand, eine scharfe Biegung und ist beiderseits von dichtem Walde eingefaßt, so daß der Locomotivsührer des Pariser Zuges den anderen Zug erst bemerkte, als es schon zu spät war. Paris, 18. August. Die gestrige, von 5000 Personen besuchte Socialiften- und Boulangisten-Versamm- lun g im Cirque d'hiver, in Anwesenheit der Deputirten Laur und Millevoie, nahm eine Tagesordnung an, welche Rußland für den Kronstädter Empfang dankt, das Anlaufen der Flotte in Portsmouth bedauert und den Elsaß-Lothringern das Festhalten Frankreichs an der Hoffnung auf Wiedervereinigung ausspricht. Nach Schluß der Versammlung wurde auf Laur vor der Thür geschossen, ohne daß er jedoch getroffen wurde. Der Attentäter, ein Anarchist, wurde verhaftet. Paris, 18. August. Carnot traf heute Nachmittag hier ein, um dem König von Serbien einen Besuch abzustatten. Nizza, 18. August. Das englische Geschwader traf heute Nachmittag auf der Rhede von Villefranche ein. Nachdem Salute gewechselt waren, besuchte der Admiral Duperre den englischen Admiral an Bord der „Victoria". Montevideo, 18. August. Der deutsche Dampfer „Roma", von Jquique nach Hamburg, ist am 3. d. M. aus einen Felsen gestoßen und gesunken. Die Mannschaft wurde gerettet, das Schiff aber ist total verloren. Klausen, 19. August. In Kollmann, zwischen Bozen und Waidbruch, ist letzte Nacht durch die Wildbach die Eisenbahn unterbrochen- 16 Häuser wurden zerstört, 39 Menschen getödtet. Der Verkehr auf der Reichsstraße ist provisorisch hergestellt. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 19. August. Die Ankunft des Kaisers in München dürfte am 7. September erfolgen. Berlin, 18. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." polemisirt gegen Graf Kanitz, welcher in einer Zuschrift an die „Kreuzztg." die Aufhebung oder Herabsetzung der Getreidezölle verlangt und den handelspolitischen Erwägungen entgegentritt, welche für die Staatsregierungen für die Ablehnung dieser Maßregel entscheidend waren. Die „Nordd. Allg. Ztg." führt aus, nach der heutigen Lage der Dinge müsse jeder Vorurtheilslose im Interesse der nationalen Landwirthschaft selbst dann, wenn er bisher Gegner der agrarischen Politik gewesen, Agrarier in dem Sinne werden, daß er die Nothwendigkeit des staatlichen Schutzes in der Pflege der Landwirthschaft aus den Momenten erkennt, welche die gegenwärtige Situation characterisiren. Neben der national- wirthschastlichen Lage sei auch die politische Seite zu betonen^ im Falle eines Krieges könne durch bloße Ausfuhrverbote anderer Länder, solange die Abhängigkeit der Volksernährung vom Auslande besteht, ein Zustand inscenirt werden, welcher einer auszuhungernden Festung gleiche. Auch der Getreidehandel zeige sich der Lage der Dinge nicht gewachsen, es' habe den Anschein, als ob dieser Handel noch wenig auf die eingetretenen neuen Verhältnisse eingerichtet sei. Auch im legitimen Getreidehandel mache sich eine Ungewißheit geltend, ob die Getreideproduction der Union, Indiens u. s. w. den Weltbedarf deckte bei Einstellung der russischen Roggen- aussuhr und wenn die heimische Ernte nicht ganz mittet werde. Der westdeutsche Getreidehandel sei mehr aus den Import eingerichtet, der ostdeutsche sei sür den Getreide-Import noch unentwickelter, vielleicht weil im Osten oft selbst der Exporteur das dortige Getreidegeschäft als Transithandel betreibe. Möglich sei auch, daß der östliche Getreidehandel durch den Schutzzoll eingeschläfert sei. Die Reform des Getreidehandels, die verbesserte Organisation zur Versorgung einzelner Landestheile mit dem ihm erforderlichen Zuschuß- Quantum an Brodfrucht sei unentbehrlich. — Petersburger Fachkreise legen dem Roggen ausfuhr- verbot eine große Bedeutung bei- man wolle die Kriegs- vorräthe reichlich bemessen und Deutschland für etwaige Kriegsvorbereitungen in eine schwierige Lage bringen. Am Schlüsse des längeren Artikels sagt die „Köln. Ztg.", man solle sich deutschamtlicherseits zu den russischen leitenden und gesellschaftlichen Kreisen mit der kältesten Höflichkeit unter voller Wahrung der gesellschaftlichen Verbindlichkeiten stellen, jeder Versuch, das einstige vertraute Verhältnis wieder herzustellen, sei vergeblich und schädige das deutsche Ansehen. In russischen Offizierskreisen spreche man von der feststehenden Thatsache, nach Fertigstellung des neuen Gewehres, 1893, würde man das verhaßte Deutschland bekriegen. Deutschland thue gut, die Nothlage nüchternen Sinnes so auszusassen, wie sie ist. — Aus Paris erfährt die „Kreuzztg.", der Besuch des Königs von Serbien entbehre jedes politischen Characters, als Beweis dafür gilt, daß ihn Ristitsch und Pasitsch nicht begleiten. — Die „Volkszeitung" hält gegenüber dem Dementi der „Rhein. Wests. Ztg." die Mittheilung von der eingeleiteten Voruntersuchung gegen Baare aufrecht. London, 18. August. Nach dem „Standard" befahl der Zar die Einführung des neuen Gewehrs, Kaliber 3,042 Mauser-Typus des britischen Lee-Gewehres. Obgleich die Gewehre in Frankreich angefertigt werden, verhindere der Unterschied des Kalibers den gegenseitigen Gebrauch itc Frankreich und Rußland. Man glaubt, die bisher mit drei Jahren bemessene Zeitdauer für die Kriegsbereitschaft der Armee könne auf ein Jahr reducirt werden. Brüssel, 18. August. Socialisten-Congreß. In der heutigen 10 Uhr 40 Minuten eröffneten Sitzung erklärte der amerikanische Präsident Shapset, Amerika besitze 70 Milliarden Dollars Capital, welches sich jedes Jahr um 3 Milliarden vermehre, es habe somit täglich 9 Millionen Ersparnisse. Dieses Geld bleibe in den Händen der con- fumirenden Reichen und gelange nicht zu den producirenden Arbeitern. 21 neue französische Mandate wurden gemeldet, die Gesammtzahl ist bis jetzt 713. Bei Eintritt der spanischen, 50 Mandate repräsemirenden Anarchisten entstand eine erregte Debatte, welche große Unruhe erzeugte. Dieselben protestiren gegen den Ausschluß, indem sie sagen, sie zögen es vor, unter den Anarchisten zu bleiben und seien bereit, wie die Chicagoer Gesinnungsgenossen für ihre Ueberzeugung das Schaffst zu besteigen, als unter Socialisten zu bleiben, welche aus den Strikes Nutzen ziehen wollen und Sitze im Parlament erstreben. (Lärm.) Vanderville verliest die von den Sectionen angenommene Resolution des Congresses. Seit 1889 würden die in den verschiedenen Ländern erlassenen Gesetze den Arbeiterforderungen nicht entsprechen. Die Beschlüsse der unter dem Einfluß des Socialistencongresses zusammengetretenen Berliner Arbeuerschutz-Conserenz seien wich- tige, die Concessionen in den Berathungen bewiesen jedoch, daß die gegenwärtigen Regierungen für die Verpflichtungen gegen die Arbeiterklassen kein Verständniß hätten. Ferner wird erklärt, die gegenwärtige Arbeiterschutz-Gesetzgebung sei ungenügend. Der Congreß beschwört die Arbeiter der ganzen Welt, mit äußerster Energie den Kampf fortzusühren und mit allen Mitteln der Gesetzgebung nach den Beschlüssen des Pariser Congresses zu streben. Endlich verpflichtet der Congreß die Arbeiter der ganzen Welt, ihre volle Kraft zum Widerstand gegen die Capitalisten und die Bourgeoisie zu vereinigen. Bebel führt aus: Unsere Anstrengungen müssen dahin gerichtet sein, die heutige Bourgeois-Gesellschaft durch die socialistische Arbeiter-Gesellschaft zu ersetzen. Wir in Deutschland sind hierüber einig, ebenso wie in allen großen Fragen, und suchen aus einer guten Arbeiterschutz-Gesetzgebung möglichst viel Nutzen zu ziehen, aber nur um unsere Männer für den Kamps zu stärken, so lange die Arbeiterpartei sich nicht selbst Helsen kann und genöthigt ist, Con- cejsionen zu machen. Der Berliner Congreß war ein kühner Streich, aber nicht geeignet, uns irre zu machen. Die Berliner Arbeiterschutz-Conferenz hat wenig Gutes geschaffen. Das Gesetz von 1890 enthalte so viel reactionäres, daß die Reichstags-Socialisten dagegen stimmen mußten. Advocat Vanderville beantragte folgende Resolution: „Die Socialisten halten, um für solche zu stimmen, welche eine Arbeiter-Gesetzgebung nach den Beschlüssen des Pariser Congresses wollen, keinen Candidaten, der das socialistische Programm nicht ganz und voll annimmt. Wir wollen klare, zielbewußte Opposition, keine Halbheiten und Psuscherarbeiten. Da jedoch die Socialisten anderer Länder nicht wie wir vorgehen können, werden wir uns der Abstimmung über diesen Punkt enthalten." Die Verhaftung Merlinos verursachte große Aufregung unter den Congretz-Mitgliedern. Das belgische Bureau wird beauftragt, nach der Sitzung zusammenzutreten und zu versuchen, die Freilassung zu erwirken. Behr-Gera (Thüringen) schildert die traurige Lage der Textilarbeiter in Sachsen und verlangt von der internationalen Union eine Verbesserung der Lage. Liebknecht kündigt einen Bericht über die Militärdienstzeit an. Locales uttfc prsvinzielles. Gießen, 19. August. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog trifft morgen Vormittag 9 Uhr 40 Min., von Darmstadt kommend, auf hiesigem Bahnhose ein und begibt sich per Wagen direct zum Exercierplatz zur Parade. Nachmittags 2 Uhr gibt Aller- höchstderselbe den Generalen und Stabsoffizieren der 49. Brigade ein Esten im Gasthof zum Einhorn, worauf gegen Abend die Weiterreise nach Romrod stattfindet. — Jubiläum. Geheimerath Professor vr. Eugen Seitz, früher Director der medicinischen Klinik in Gießen, jetzt in Wiesbaden, hochverdient als Arzt, akademischer Lehrer uni) ärztlicher Schriftsteller, beging, wie der „D. Ztg." geschrieben wird, am 14. August den 50. Jahrestag seiner Doctorpromotion. Zahlreiche Schüler, Verehrer und Freunde dieses in seltenem Maße verehrungswürdigen und bedeutenden Mannes hatten sich zum Zwecke einer Ehrenveranstaltung für diesen Tag verbunden. In seiner'bekannten Bescheidenheit lehnte jedoch der Jubilar jede persönliche Feier ab. Die für den obigen Zweck gesammelte Summe erhielt eine veränderte Bestimmung. Der Gefeierte vermehrte dieselbe sehr namhaft durch Zuschüsse aus eigenen Mitteln und gründete eine Unterstützungskasse für nothleidende Aerzte und Hinterlassene von Solchen, welche auf Wunsch der Aerzte den Namen „Seitz-Stiftung" führen wird. Gewiß ist dieses segen- verheißende Werk das schönste Denkmal, welches sich der Gefeierte an seinem Ehrentage selber setzen konnte. — Lohnender Ausflug in Wald und Flur. Nachdem wir in voriger Nummer unter vorstehender Spitzmarke eine empfehlenswerthe Tour beschrieben, erhielten wir von sehr geschätzter Seite eine unsere gestrigen Mittheilungen ergänzende Zuschrift. Wir lassen dieselbe hier folgen und überlassen die Wahl einer der empfohlenen Parthien unseren geehrten Lesern. vtü Von der Lahn, 18. August. Die sonnigen Tage und Wochen wollen, so scheint es, endlich anheben, und der Freund der Schönheiten und Herrlichkeiten in der Natur schickt sich an, die beiden Monate August und September, in welche ja auch die Ferien in den höheren Schulen fallen, recht auszugenießen und Frische sowie Ausdauer für die Winter-Arbeit sich zumal in Wald und Wiese, aus Feld und Flur zn erholen- Gießens Umgegend bietet einen selten. mannigfaltigen Reichthum von Naturschönheiten. Um die Fernsichten vom Staufenberg, Gleiberg, Schiffen- b er g aus u. s. w. kann uns manche Stadt im lieben deutschen Vaterland in Wahrheit beneiden, und die Stadt Gießen darf stolz sein aus ihre Umgebung. An Professor Buchner besitzt die Stadt einen so tüchtigen Pfadfinder, daß man nur seinen Winken und Wegweisungen zu folgen braucht, um die Herrlichkeiten der Natur in der Nähe von Gießen wie weiter ab recht zu genießen. Auf einen lohnenden Spaziergang möchten diese Zeilen nun die Wanderlustigen, Damen wie Herren, ausmerksam machen, da neuerdings Erleichterungen und Annehmlichkeiten geboten sind, die früher nicht vorhanden waren. Ueber Krofdorf gelangt man in zwei Stunden von Gießen aus zu dem sogen. „Waldhäuschen", 1/4 Stunde von Grumbach gelegen, mitten im Krofdorfer Forste gerade an dem Wege nach der Schmelze (oberhalb von Salzböden). Eine andere Försterfamilie ist im Waldhaus seit drei Monaten eingezogen- sie reicht den müden und durstigen Wanderern, wie wir gehört, freundlich das Nöthige und Angenehme zur Labung und Erquickung dar. Die Atzung kann auf Bänken und Tischen genossen werden, die unter hohen Baumwipfeln gerade neben dem Forsthause aufgeschlagen sind. Von dem Waldhause, wo man am besten eine Ruhepause macht, gelangt man aus sehr bequemer Straße zwischen herrlichen Baumgruppen in 3/4 Stunden zur Schmelze- von da in einer kleinen Stunde über Salzböden nach Odenhausen, welchem Dorfe gerade gegenüber (etwa 20 Minuten vom Staufenberg entfernt) die „Friedel- Hausen" genannte neue Station sich befindet. Der letzte Zug in der Richtung nach Gießen hält hier Abends um 7 Uhr 28 Min. Auf genannter Schmelze, dies nebenbei, wird sich, wie schon früher so oft, in Kurzem auf einige Zeit Freund Adolf Müller niederlasien, um „den Hirsch zu schießen" 'und Zeichnungen für Westermanns Monatshefte, die Gartenlaube rc. zu entwerfen. Wer den alten Krofdorfer Freund in seinem Atelier begrüßen will, hat also hierzu Gelegenheit. Ein zweiter sehr lohnender Weg führt vom Waldhaus direct in einer Stunde mitten durch den Wald (Weg leicht zu finden) nach der Altenburg mit ihrer herrlichen Aussicht- in 20 Minuten ist man von der Höhe aus am Haltepunkt Friedelhausen und kann somit, wenn man sich so einrichtet, bequem gegen 8 Uhr wieder in Gießen sein. Auch für Damen ist diese Tour keineswegs zu anstrengend. + Lich, 17. August. Gestern wurde die älteste Tochter des Fürsten zu Lich, die verehelichte Gräfin Lynar,. von einem Sohne im hiesigen Schlosse glücklich entbunden. Lauterbach, 18. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog wird nächsten Freitag hierherkommen, um den in der Umgegend stattfindenden Manövern beizuwohnen. Höchst- derselbe wird im Hotel Schüz absteigen. △ Aus dem oberen Ohmthal, 17. August. Es ist eine bekannte Thatsache, daß das Barometer nicht immer als zuverlässiger Wetterprophet gelten kann. Diese Unzuverlässigkeit tritt ganz besonders während des diesjährigen Sommers mit seiner wechselvollen Wetterlage zu Tage. So hatten wir während der jüngsten Regentage einen hohen Barometerstand, während die gegenwärtig warmen und schönen Tage trotz des niedrigen Barometerstandes anzuhalten scheinen. Der Landwirth kann also nicht unbedingt sein Barometer bei den Erntearbeiten um Rath fragen, sondern muß eben um so fleißiger die günstige Zeit benützen. Der Kornschnitt wird mit dieser Woche beendet, ebenso geht das Schneiden der Gerste rüstig vorwärts. Der Hafer ist aber noch sehr grün, an sein Reifen und Schneiden ist vor vierzehn Tagen noch nicht zu denken, einzelne Ausnahmen allerdings abgerechnet. Da der Witterung immerhin noch nicht zu trauen ist, so wird man auch in dieser Woche das Korn einfahren. Vielfach drängen auch hierzu die leeren Speicher. Der Strohertrag des Korns bleibt weit hinter dem vorjährigen zurück, das Körnerergebniß dürfte dagegen, da die Aehren sehr vollkommen entwickelt, im Verhältniß ein viel besseres sein. Ebenso vollkommen sind die Kolben des Weizens, der übrigens noch sehr grün ist, gewachsen. Gerste liefert einen recht guten Ertrag. Von vorzüglicher Qualität sind die Frühkartoffeln, man hoffte kaum, daß sie bei dem fortwährenden Regenwetter so mehlreich würden. Schade nur, daß sich bei ihnen mitunter sehr viele faule finden. — Mit dem Gestrigen sind die in den Orten am Rhein alljährlich arbeitenden Drescher aus unseren Gegenden abgegangen. Bad Nauheim, 14. August. Das immer häufigere Vorkommen von Messeraffairen scheint allmälig zu schärferen Reprimationen zu führen. In der gestrigen Sitzung des hiesigen Schöffengerichts wurde ein Steinmetz von Ober- Mörlen, A. Sch., der einen ihm an Körperkraft weit unterlegenen Bürschchen von 16 Jahren einen ziemlich ungefährlichen Messerstich in die Hinterbacken versetzt hatte, zu drei Monaten Gesängniß verurtheilt. (D. Ztg.) Groß-Karben, 17. August. Ein Unwetter, das sich vorgestern über unserer Gegend entlud, hat alle seine zahlreichen Vorgänger übertroffen. Die Hafer- und Gerstenfelder sind vom Hagel gänzlich niedergeschlagen, die Früchte von den Bäumen gerissen, ja selbst starke Aeste in großer Anzahl gänzlich abgebrochen. Wie furchtbar die Wirkung des Hagel- schlages war, läßt sich daraus entnehmen, daß in Nieder- eschbach in vielen Häusern die Fensterscheiben fast alle zertrümmert wurden. Es scheint fast, als wollte sich in diesem Jahre für unsere Gegend der alte Unheilsspruch bewahrheiten: „Zweimal gesäet und nicht einmal gemäht." Darmstadt, 18. August. Aus Potsdam, 16. d., wird der „D. Ztg." gemeldet: Se. Königl. Hoheit der Erbgroß- herzog wohnten Montag Abend der Vorfeier des Namenstages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs bei, welche von den zum Lehrbataillon commandirten Mannschaften der Großh. Hess. (25.) Division veranstaltet worden. Mainz, 18. August. Generalstabsoffizier Major Zahn, welcher sich durch einen Sturz vom Pferde derart beschädigt hatte, daß er in das Militärlazareth verbracht werden mußte, ist heute Nachmittag */z3 Uhr in Folge einer Hirnerschütterung^. die er sich durch den Sturz zugezogen hatte, gestorben^ Der Verstorbene hinterläßt eine Wittwe mit zwei Kindern. Dcrmifdttcs. * Frankfurt, 17. August. Bei dem Durchmarsch der Bonner Husaren (7. Regiment) durch Frankfurt zum Manöver trug sich heute Morgen auf der Bockenheimer Landstraße ein bedauerlicher Unglücksfall zu. Der Regiments- Commandeur, Oberst v. Schütz, stürzte mit seinem Pferde und brach sich den linken Arm. Das Regiment rückte weiter, Oberst v. Schütz blieb hier in ärztlicher Pflege zurück. * Metz, 15. August. Die Gedächtnißfeier der Ent- cheidungstage von 1870 bei Gravelo ttc und St. Privat wurde heute von den hiesigen Vereinen und der deutschen Bevölkerung bei schönstem Wetter in erhebender Weise nahe dem Garde- und dem Königin Augusta-Denkmal bei St. Privat begangen, während dieselbe bisher regelmäßig in der „Schlucht bei Gravelotte" stattgestinden hatte. Von auswärtigen Theil- nehmern wurde insbesondere der Veteranenverein Mainz freudig begrüßt und Abends von den hiesigen Genossen noch in einer besonderen kameradschaftlichen Kundgebung in der „Germania" gefeiert. Der nach Amanweiler beförderte und Abends 8 Uhr von dort zurückkehrende Sonderzug vermochte kaum allen Ansprüchen zu genügen. Im Laufe des Vormittags war durch das Zusammenwirken sämmtlicher Vereine die alljährliche Ausschmückung der Kriegergräber im ganzen Umkreise der östlichen und westlichen Schlachtfelder erfolgt. Schisfsnachrlkhten. Hamburg, 16. August. Der Hamburger Doppelschrauben- Schnelldarnpfer „Augusta Victoria", Capitän Barends, der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, welcher am 8. August von Southampton abgegangen, ist am 15. August, 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 8 Tage 6 Stunden 45 Min. Oceanfahrt von Southampton 7 Tage 2 Stunden 30 Min., von Queenstown aus gerechnet nur 6 Tage 11 Stunden 30 Min. Hamburg, 15. August. Das Hamburg-Newyorker Post- Dampfschiff „Rugia", Capitän Letthäuser, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschast, ist am 15. August. 8 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Hansa-Dampfer „Wandrahm", Capitän Porath, ist am 5. August in Montreal angekommen. Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen. 32. Woche. Vom 9. August bis 15. August 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitszfffer: 10,09 %o bezw. 2,52 nach Ausschl. der Ortsfremden» Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr» Diphtherie 1 (1) — — 1 (1) Andere bekannte Krankheiten 3 (2) 2 (2)_________1__________— Summa: 4 (3) 2 (2) 1 1 (1) Anm. Die in Klammern gesetztm Ziffern flehen an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Eingesandt. Gießen, 19. August. Den Herrn Verfasser des „Eingesandt" in Nr. 191 darf ich hiermit auf die Stellen verweisen, denen ich meine Darlegungen über die Unterschiede zwischen Turnen und Sport — in gemilderter Form — entnommen habe: 1. Jahn, Deutsche Turnkunst- S. 171 ff. 2. Bericht über die 13. Versammlung des Turnlehrervereins der Mark Brandenburg, spectell Ansprache des Oberstlteut. von Dresky, Directors der Milttärturnanftalt. 3. Naturwissenschaftliche Wochenschrift Bd. III. Nr.2 (7.October 1888) unter „Sport und körperliche Uebung". Dort und bet vielen anderen Gelegenheiten sind „Fachmänner" so entschieden und scharf gegen das Sportswesen aufgetreten, daß ich ihre Aeußerungen hier nicht wiederhole, eben weil ich den sportlichen Bestrebungen nicht schaden will und weil ich nicht so wett gehe wie jene Fachmänner, vielmehr die sportlichen Leibesübungen ebenwohl,. wenn richtig und maßvoll betrieben, für nützlich und ernpsehlens- werth halte. Von den Gesichtspunkten aus aber, die für mich maßgebend waren — Ausbildung der Nation zur Wehrhaftigkeit und Theilnahme auch der ärmeren Klassen — muß dem Turnen der größere Werth beigemessen werden. Damit die Sache nicht in weitere Polemik gerathe, versage ich mir die Richtigstellung der von dem Herrn Einsender mir in den Mund gelegten Aeußerungen — sie sind nicht ganz richtig wieder- gegeben. Jedenfalls waren diese — übrigens nebensächlichen — Aeußerungen, wenn einmal über die Bedeutung des Turnens gesprochen werden sollte, nicht wohl zu unterlassen, fie stellen eine fachliche Kritik dar, sollten Niemanden schaden und gewiß nicht die Sportleute — deren Einladung mir übrigens nicht bekannt war — verletzen. Rechtsanwalt Grünewald. G. Hennebergs „Monopolseid.e“ ist das Beste! Nur direct! 13473 Vorzug vor allen anderen Toilette-Seifen verdient die DOEB1WS SEIFE (mit der Eule) auf'Schänhett de? Hallt 1111(1 (ICS TellltS » |igem Preis, nur 40 Pfg. per Stück, die beste Seife der Welt. Zu haben in Giessen bei Gebr. Adami, C. F. Conrad, Drebes L Wallenfels, Eberhard Dort, Fritz Egly, E. Fischbach, A. Geisse,. G. Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, L. Loth, Eberh. Metzger. P. J. Mobs, C. 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Ich stehend in hten. mburger Doppelschrauben- an Barends, der Hamburg- last, welcher am 8. August August, 2 Uhr Nachmittag Reisedauer von Hamburg -eanfahrt von Southampton nstown aus gerechnet nur Samburg-Newyorler Post- ,on der Hamburg-Amerika- am 15. August, 8 Uhr imen. Der Hansa-Dampser , August in Montreal an- Bekanntmachung. Die Angriffe der Concurronz auf unser Fabrikat berücksichtigen und beantworten wir für die Folge nicht mehr, denn dieselben arten in eine Polemik aus, der zu folgen die Traditionen unseres Hauses uns verbieten. Wir erklären, dass unser Fabrikat an thatsächlich in Betracht kommenden Nährwerth von keinem anderen Malzkaffoe übertroffen und im Geschmack unerreicht ist — und liefern den Beweis in einer Brochüre, die demnächst erscheint, und durch alle Niederlagen, sowie durch uns direkt gratis franco bezogen werden kann. Bekanntmachung. In dem Schulhofe der neuen Stadtknabenschule soll eine Parthie an gebranntes Balkenholz und desgleichen Bretter Donnerstag den 20. d. M., Nachmittags 4 Uhr, öffentlich versteigert werden. Gießen, den 18. August 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. vorm. 6. C. Windecker Seltersweg Ä, Ecke am Krem. habe das Engros - Waarenlager von L. Reitz hier, be- Woll-, Kurz- und Galanteriewaaren, gekauft, und Der- dasselbe sowohl im Detail als in Parthien billiger als irgend - - - ' - [7422 Bekanntmachung. In dem Hose der Realschule sollen eine Parthie eiserne Herdplatten und ein großer Blasebalg Donnerstag den 20. d. M., Nachmittags 3 Uhr, öffentlich versteigert werden. Gießen, den 18. August 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.7443 Samstag, 22. Angust 1891, Bormittags 11 Uhr, im Saale des alten Rathhauses öffentlich vergeben werden. Gießen, den 17. August 1891. Großh. Bürgermeisterei.Gießen. Gnauth. 7435 sich hiervon gefl. zu überzeugen. Hochachtungsvoll Julius Buch. Möge sich daher Jedermann selbst von der eigenartigen und vorzüglichen Qualität unseres Malzkaffees überzeugen. — Um den Consumenten dies zu erleichtern, werden wir nunmehr auch 5= Schuhwaaren. i Wahrend dem Umbau meines Ladens verkaufe ich verschiedene große Posten Schuhe und Stiefel?u Einkaufspreisen. Ferner bringe ich mein Lager in nur soliden Schuhen und Stiefeln von den gewöhnlichsten bis zu den hochfeinsten in empfehlende Erinnerung. Ich bemerke, daß ich kein Commissionslager habe und auch keine Parthie- und Ramsch- waare führe, sondern durch direkten Einkauf aus den größten und besten Fabriken in der Lage bin, wirklich reelle, gute Waare billiger als jede Con- eurrenz zu verkaufen. Bitte ein geehrtes Publikum, Bekanntmachung. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog wird morgen Donnerstag in unserer Stadt verweilen; wir laden die Einwohnerschaft ergebenft ein, der Freude über den Allerhöchsten Besuch durch eine allgemeine Beflaggung unserer Stadt auch äußerlich Ausdruck zu geben. Gießen, den 19. August 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. —i rar. mit Gebrauchsanweisung versehen in den Handel bringen, die gleich unserer plom- birten Vz u. Vt Kilo-Packung mit des hochwürdigen Herrn Pfarrers Kneipp Bild und Namenszug und mit unserer Unterschrift ausgestattet sein werden. Niederlagen in allen besseren Geschäften der einschlägigen Branchen. Franz Kathreiners Nachf. in München. Vertreter r Herr Adalbert Bindewald in Gießen. _________ Reinwollene Kleiderstoffe einfarbig und carrirt bedeutend unter Preis bei [6846 Fritz Nowack, Sellerswek tiie) . ckuMr in Wen. , 15. 1891. $00 Mim MM). MAuMdttOMmdm. 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Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß wir unsere Hanptagentur (Feuerbranche und Unfallbranche) für Giesten und Umgegend an Stelle des verstorbenen Herrn W. Mosler aus Herrn Kaufmann Emil Fischbach in Gießen übertragen haben. Städtische Handelsschule (mit Pensionats in Marktbreit a. M. Die Absolutorial-Zeugniffe berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. Gediegener Unterricht, gute Verpflegung und strenge Urbarmachung in den durch einen neuen Schulhausbau erweiterten, gesunden und schön gelegenen Räumlichkeiten. Nähere Auskunft ertheilt 5713 Der Rektor: «T Damm. \\-O \\ L/uZl -i I ztX.-// *1 Karlstadt a. Main vorm. Ludw. Roth in Karlstadt a. Main empfiehlt Ia.Fortland.-Cement Sonntag den 22 August, Vormittags 10V2 Uhr: Allgemeine Arbeiterversammlung im Saale des Cafe Leib. Tagesordnung: Die Errichtung eines Gewerbeschicdsgerichts. Alle Arbeiter, auch diejenigen aus der Umgegend, welche hier in Arbeit sieben, sind im eigenen Interesse hierzu eingeladen und wird zur Deckung der Tageskoften ein freiwilliges Entree erhoben.[7476]Das Cour-verieht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 19. August 1891. Schlutzconri- 1 Uhr 15 Min Oeconomiearbeiter ges. 7395_______Riegelpfad 12 7383] Ein braves Dienstmädchen auf 1. September d. I. gesucht. _________________________Brandplatz 9. Ausführung auch der grössten Aufträge garantirt. Ferner: la. Itoman-Cemeiit. vorzügliches billiges hydraulisches Mörtelmaterial. Zahlreiche Zeugnisse über ausgeführte grosse l^iete- rangen stehen gern zu Diensten. Die Niederlage für Oiessen und Umgegend befindet sich bei 4279 J. Happel, Neustadt 56. Das Frankfurter Schuhlager befindet sich jetzt 12 Mänsburg 12 („zum Stern"), im Hause des Herrn Bäckermeister Noll. Giessens grösstes und billigstes Schuhlager. 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